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Elisa

Elisa.

1) Ein Enkel Japhets u. Sohn Javans, 1 Mo. 10,4; 1 Chr. 1,7, demnach ein griech. Stamm. Nach Hes. 27,7, wo man auch „Küsten Elisas“ übersetzen kann, bezogen die Phönikier von Elisa Purpur. Früher von den griechischen Landschaften Äolis oder Elis oder von Hellas, von andern von Sizilien und Italien oder von Karthago (Elissa), neuerdings von Alasia (Cypern) gedeutet.

2) Mit anderer Schreibung im Hebräischen der bekannte Prophet und Nachfolger Elias. Sein Name bedeutet: dem Gott Heil ist. Nach 1 Kö. 19,16 von Abel Mehola (s. Abel 2), der Sohn eines Saphat, der nach V. 19 (übersetze dort: „bei dem zwölften“) ein wohlhabender Grundbesitzer gewesen sein muß. Als der göttliche Ruf durch Elia an ihn erging, indem dieser ihm seinen härenen Mantel zuwarf, verließ er alles, um ihm zu folgen und zu dienen (letzteres der Sinn des Ausdrucks 2 Kö. 3,11: „der ihm Wasser auf die Hände goß“) bis zu dessen Abschied (s. darüber Art. „Elia“), wie Josua dem Mose. Seine prophetische Wirksamkeit wird erzählt in einer besonderen, an die Eliasgeschichte sich anreihenden Gruppe von Kapiteln, 2 Kö. 2-9 und 13 (sein Ende). Er wirkte hauptsächlich unter dem israelitischen Könige Joram, aber auch noch unter dessen Nachfolgern Jehu, Joahas und Joas. Bei Jericho zeigt man noch den Brunnen, dessen Wasser er gesund machte, bei Bethel strafte er die ihn verspottenden Knaben. Einige Zeit lebte er auf dem Berg Karmel, wo die Frommen an Feiertagen ihn aufsuchten (2 Kö. 4,23. 25), daneben hatte er in Samaria ein eigenes Haus (2 Kö. 2,25; 5,3. 9; 6,32; 13,14). Er begleitete das Heer der verbündeten Könige Joram von Israel und Josaphat von Juda in dem Feldzug gegen die von ersterem abgefallenen Moabiter und verkündigte den Königen die Hilfe des Herrn mit freimütigem Zeugnis gegen Jorams Sünde (Kap. 3). Einer versehuldeten Prophetenwitwe half er durch wunderbare Mehrung ihres Ölvorrats; seiner Gastfreundin in Sunem (im Stamm Iaschar) verhieß er einen Sohn und erweckte denselben später vom Tode. Bei einer Teurung machte er den Prophetenschülern zu Gilgal (im Stamm Ephraim) Koloquinten genießbar und sättigte wunderbar mit wenig Speise 100 Mann (Kap. 4). Zur Verherrlichung seines Gottes auch über die Grenzen Israels hinaus (5,8. 15) heilte er den syrischen Feldhauptmann Naeman von seinem Aussatz (Kap. 5). Einem Prophetenschüler machte er das in den Jordan gefallene Beil schwimmend. Dem König Joram eröffnete er die geheimen Anschläge des Syrerkönigs Benhadad II., und schickte die auf sein Gebet mit Blindheit geschlagenen Syrer von Dothan selbst nach Samaria, wo nur seine Großmut sie vom Tode errettete. Bei einer Belagerung Samarias durch die Syrer konnte Elisa ihm schon für den folgenden Tag unerhörte Wohlfeilheit verkündigen (Kap. 6 f.). Der Sunamitin, die auf seinen Rat während einer Teurung sich außer Landes aufgehalten hatte, verhalf er nach ihrer Rückkehr wieder zu ihrem Besitz. Dem syrischen Feldherrn Hasaël sprach er die Königswürde zu (Kap. 8) und Jorams Feldherrn Jehu ließ er durch seinen Prophetenschüler zum König salben (Kap. 9, vgl. d. Art. „Elia“). Von da an bis zur Regierung des Königs Joas, also mindestens in einem Zeitraum von 45 Jahren, wird Elisa in 2 Kö. nicht erwähnt. Der sterbende Elisa wird vom König Joas (13,14) wie Elia 2,12 der Schutz Israels genannt und verheißt ihm noch dreimaligen Sieg über die Syrer. Ja nach seinem Tode wurde durch zufällige Berührung mit seinen Gebeinen ein Toter aufgeweckt (Kap. 13). Elisa erweist sich als Elias zwar nicht ebenbürtiger, aber auch nicht unwürdiger Schüler u. Nachfolger. Sein Einfluß auf die öffentlichen Angelegenheiten ist eher noch größer. Als das geistige Haupt der Frommen, die sich um ihn sammeln, vertritt er mit allem Eifer den Jahvehdienst gegen den Baalkultus. Ganz besonders erfreuen sich seiner Pflege und Einwirkung die Prophetenschulen. Dem Hause Ahabs steht er als Gerichtsvollstrecker gegenüber; nach der Revolution und Reformation Jehus tritt er in den Hintergrund. Im Neuen Testament wird er erwähnt Luk. 4,27.null

    Die Wunder im Leben des Propheten Elisa (2)

    Das Leben Elisas ist reich an geistlichen Schätzen. Die Wunder in seinem Dienst vermitteln erstaunliche Botschaften – voll von reichen Belehrungen für das Glaubensleben heute.
    Serie | Teil 2 / 3

    Die Wunder im Leben des Propheten Elisa (1)

    Das Leben Elisas ist reich an geistlichen Schätzen. Die Wunder in seinem Dienst vermitteln erstaunliche Botschaften – voll von reichen Belehrungen für das Glaubensleben heute.
    Serie | Teil 1 / 2

    Elisa

    Einer von Gottes Segensträgern
    Es war der originelle Pastor Heinrich Kemner (1903–1993), der den aus langer Seelsorgetätigkeit geborenen Satz prägte: »Wir brauchen keine unnatürliche Heiligkeit, sondern eine heilige Natürlichkeit!« Diese seltene, wohltuende Eigenschaft ist das »Markenzeichen« Elisas. Er ist einer der wenigen Männer der Bibel, dessen Leben ausführlich geschildert wird, ohne dass auch nur eine Charakterschwäche auffällt. Während andere Männer Gottes mit zunehmendem Alter an Weisheit und Entschiedenheit nachließen, finden wir Elisa von seiner ersten Erwähnung bis zur letzten Szene auf dem Sterbebett in geistlicher Klarheit und Entschiedenheit. Seine Leben war ohne Brüche, ohne Flicken – aus einem Guss. In vielen Szenen erinnert er uns an den Herrn Jesus, von dem er ein bewegendes Abbild ist. Gleichzeitig ist Elisa aber auch ein beeindruckendes Beispiel für alle, die in unserer Zeit dem Herrn und seinem Volk dienen möchten. Seine Bescheidenheit, Demut, Weisheit und Barmherzigkeit ist überaus ermutigend. Ein weiterer, bemerkenswerter Gesichtspunkt ist Elisas Beispiel für gesegnete Zweierschaften und den Segen einer harmonischen, sich ergänzenden Zusammenarbeit von Jung und Alt. Die verschiedenen Aspekte werden in dieser Auslegung beleuchtet, durch viele Zitate und Beispiele aus der Kirchengeschichte illustriert und zur Nachahmung empfohlen.

    Gottes Segensträger

    Ewige Nacht und Tod wären die Konsequenzen, wenn Gott für immer schweigen würde! Doch sooft er redet, wird es Licht in der Schöpfung, in der Geschichte der Völker, aber auch im Leben des Menschen geben. Und manchmal gebraucht Gott Boten, die er senden kann, und Propheten, die seine Sprache verstehen und durch die er reden kann - wie z.B. Elia und Elisa. Ihr Dienst in einer finsteren und gottlosen Zeit wird in diesem Buch beleuchtet. Die zu Herzen gehende, seelsorgerliche, sehr hilfreiche und ermutigende Art und Weise des Autors, biblische Texte auszulegen, kann die Gewissen wach, die Herzen warm und die Schritte fest machen, um wieder mit ungeteilter Hingabe auf den Wegen Gottes zu gehen.