Ronald Dunn und seine Frau wurden mit dem Schlimmsten konfrontiert, was Eltern begegnen kann: Sie verloren ihren 18-jährigen Sohn durch Selbstmord. In der Zeit danach geriet Dunn in eine tiefe Depression. Quälende Zweifel und bohrende Fragen plagten ihn: Warum? Warum ich? Warum greift Gott nicht ein? Der Himmel schien aus Erz – und Gott ein schweigender Gott zu sein … Erfrischend ehrlich und ohne fromme Klischees – mit wohltuendem Humor – beschreibt Ronald Dunn seinen schmerzhaften Weg durch ein langes, dunkles Tal. In diesem verzweifelten Ringen mit »den dunklen Seiten der Gnade« – ja, mit Gott selbst, gewinnt er am Ende keine Patent-Lösungen und auch keine »Patent-Rezepte«. Aber er gewinnt eine neue Sicht von Gott selbst, von seiner »harten Liebe«, die uns Leid, Schwierigkeiten und scheinbar unüberwindbare Probleme zumutet – gerade weil er es gut mit uns meint. Eine bewegende Herausforderung zum Vertrauen »im Dunkeln«.
Im Spätmittelalter wurden in der westlichen Welt »Trostbücher« verwendet, um den Kranken in ihrem Leiden und Sterben beizustehen. Auch Luther hat solche Bücher weitergegeben und selbst welche geschrieben. Darin begegnen wir ihm als einem sehr aufrichtigen Tröster, der nicht das Selbstmitleid bedient, sondern die Leidenden darauf hinweist, dass Gott uns sündige Menschen durch alles Elend des Lebens zu Reue und Buße wegen unserer Sünden bewegen will. Das tut er aber einzig deshalb, weil er die Leser willig machen möchte, durch den Glauben an Jesus Christus Vergebung der Sünden und ewiges Leben zu empfangen. Genauso wie Johannes der Täufer ruft er nicht nur zur Buße auf, sondern weist auch auf das »Lamm Gottes« hin, welches die Sünde der Welt wegnimmt. Luthers Bücher bieten göttlichen Trost und biblische Belehrung für Kranke wie auch für deren mit-leidende Umgebung und haben seit 500 Jahren nichts an Kraft verloren. Die kurzen, in sich schlüssigen Texte dieser Ausgabe hat der Herausgeber aus Luthers Gesamtwerk ausgesucht.