Serie•Teil 58 / 90Das Matthäusevangelium mit Roger Liebi
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einordnung des ersten Wehe und die Frage nach dem richtigen Text
Vers 14 gehört eigentlich vor Vers 13. Das wird durch die Masse der Handschriften klar. Es gibt eine sehr gute Ausgabe, die beste Ausgabe des Mehrheitstextes von Robinson und Pierpont, The Byzantine Text. Man kann sie auch gratis im Internet herunterladen. Sie ist auch in Buchform erschienen. Die beiden haben das freigegeben, ohne Urheberrechtsansprüche geltend zu machen. Man kann es frei verwenden und kopieren. Das ist also ganz grandios. Die beiden haben eine unglaublich gute Arbeit gemacht. Und in der besten Ausgabe des Mehrheitstextes wird deutlich, dass die Mehrheit der Handschriften klar macht: Vers 14 gehört hierher.
Dieses Wehe über die Schriftgelehrten wegen des Ausnützens von Menschen in Schwachheit lehrt uns im Gegensatz dazu, wie Führer im Volk Gottes sein müssen. Sie sollen solche schützen, die im Volk Gottes verletzlich sind. Das ist die Umkehrbelehrung, die wir aus diesem Wehe für uns mitnehmen können. Das ist eine wichtige Aufgabe: zu verteidigen.
Und jetzt gehen wir zu Vers 13 und versuchen, das auf den Punkt zu bringen. Worum geht es hier? Was ist der Vorwurf? Nicht einfach den Text wiederholen. Die Bibel auszulegen bedeutet nicht, das Gleiche nochmals zu sagen. Ich habe einmal eine Predigt gehört, und sie war nicht erbaulich, weil da der Philemonbrief vorgelesen wurde und dann einfach nochmals gesagt wurde, was im Philemonbrief steht. Aber wenn man sich schon Mühe gibt, das mit anderen Worten nochmals zu sagen, und wir Schweizer versuchen, das einmal auf Schweizerdeutsch zu sagen, dann kann man es nämlich auch den Kindern gut erklären. Und zwar nicht so hochdeutschhaftes Schweizerdeutsch, sondern richtiges Schweizerdeutsch. Dann beweist man, ob man es verstanden hat.
Albert Einstein hat einmal gesagt: Wenn jemand in der Lage ist, seiner Grossmutter seine Theorie zu erklären, dann hat er bewiesen, dass er seine eigene Theorie verstanden hat. Da muss man natürlich wissen: Die Grossmutter von Albert Einstein war eine jiddische Mama, überhaupt nicht gebildet, aber eine Frau, die in der Erziehung und in der Familie ein Lebenswerk geleistet hat. Einer jiddischen Mama das zu erklären, dann hat man es verstanden. Und wenn man es eben Kindern erklären kann, auf richtiges Schweizerdeutsch, dann hat man es wahrscheinlich auch verstanden.
Also Vers 13, kurz zusammenfassend mit anderen Worten: Die Weigerung, selbst ins Reich einzugehen, war ein Hindernis für andere. Jawohl, Menschen, die nicht gerettet werden wollen, die sich weigern, gerettet zu werden, sind ein Hindernis für andere. Und das ist schrecklich. Das müssen wir uns immer fragen, auch in den Gemeinden: Bin ich eine Hilfe oder ein Hindernis? Und es gibt immer entweder das eine oder das andere. Das ist so schrecklich. Man kann eben auch als Gläubiger für andere ein Hindernis sein.
Man denke an die Jünger: Da kamen Leute mit kleinen Kindern, übrigens nicht nur Mütter. Im griechischen Text an der Stelle steht nämlich: Sie brachten Kindlein. Und durch die griechische Verbform wird klar, dass es die männliche Form ist, also von denen, die die Kinder brachten. Da kamen nicht nur Mütter, da kamen auch Väter, die ein Anliegen für ihre kleinen Kinder hatten, dass sie zum Herrn Jesus kommen. Und dann heisst es von den Jüngern, dass sie das verhindern wollten. Unglaublich! Es gibt also auch Leute, man kann auch in Gemeinden solche haben, die kein Herz für kleine Kinder haben, die ein bisschen Background-Musik machen. Ja, und die sind sehr obertonreich. Aber wenn man daran denkt, dass der Herr Jesus sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt sie nicht!“, dann sieht man, wie falsch das ist.
Wenn man denkt, dass in 5. Mose gesagt wird, dass das Gesetz Mose alle sieben Jahre feierlich dem ganzen Volk vorgelesen werden muss, dann wird ausdrücklich gesagt, dass auch die Kleinkinder dabei sein müssen. Sie hören zu. Aber eben: Jünger konnten ein Hindernis sein. Oder denken wir an Matthäus 15, diese kanaanäische Frau bei Tyrus und Sidon, die den Herrn anruft. Die Jünger sagen, dass der Herr sie zum Schweigen bringen soll, weil sie die ganze Zeit hinter uns her schreit. Und dabei zeigt sich im Folgenden ein so eindrücklicher Glaube dieser Frau und ein solches Ausharren, den Segen des Herrn wirklich zu bekommen. Aber die Jünger waren ein Hindernis.
Und hier haben wir eben das schreckliche Beispiel der Schriftgelehrten und Pharisäer, die ein Hindernis sind. Der Herr nennt sie Schriftgelehrte, weil sie die Bibel eifrig studiert haben, und trotzdem sind sie ein Hindernis. Und trotzdem wollen sie nicht gerettet werden. Dann nennt er sie Pharisäer. Das Wort im Hebräischen, brushim, ergibt auf sprachlichen Umwegen das Wort Pharisäer. brushim bedeutet die Abgesonderten. Aber sie waren abgesondert. Nur der Fehler ist: Wahre Absonderung ist immer eine Absonderung zum Herrn Jesus hin, nahe bei ihm. Ihre Absonderung war aber nicht zum Herrn Jesus hin. Darum waren so viele Pharisäer Feinde des Herrn. Und der Herr sagt: Sie sind Heuchler.
Fehlgeleiteter Eifer und die Gefahr religiöser Verführung
Und dann kommen wir zum dritten Wehe, Vers 15. Was ist dort auf den Punkt gebracht das Problem? Fehlgeleiteter Eifer, aber ein ganz bestimmter Eifer. Wie würde man diesen Eifer also beschreiben? Ich habe es nicht verstanden. Jemand hat ... Es war heuchlerisch. Darum kommt das Wort Heuchler immer wieder vor. Übrigens siebenmal in diesem Text: siebenmal schriftgelehrt, siebenmal Pharisäer und siebenmal Heuchler. Da sind sieben. Auf einem Weg sind es acht, ich komme darauf zurück.
Was ist dieser Eifer hier? Eigene Anhänger zu machen, also missionarischer Eifer. Der Herr sagt: Denn ihr zieht über das Meer, macht also Mittelmeerreisen, und das trockene Land, und reist auf den Römerstraßen auf dem Landweg, um einen Proselyten zu machen, also einen Nichtjuden zum Judentum übertreten zu lassen. Und dann machen sie ihn noch extremer als sie selbst schon sind. Macht ihn zum Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr. Und das ist oft so: Solche, die dann von außen in eine Sekte kommen, werden dann noch schlimmer. Es gibt zum Beispiel auch Europäer, die Muslime geworden sind. Die sind schlimmer als die echten Muslime, die darin geboren sind. Ich sage jetzt keinen Namen. Ja, also zum Beispiel in Deutschland gibt es das eben, doppelt so schlimm, ein Sohn der Hölle.
Aber erstaunt das nicht? Wenn man das Judentum so heute anschaut, hat man doch den Eindruck: Die sind doch gar nicht so missionarisch. Wo sind da die Missionsgesellschaften? Ich meine, auch im Judentum in den vergangenen Jahrhunderten, die haben doch nicht missioniert. Ja, das ist so, aber das war vor 2000 Jahren anders. Da gab es sehr starke missionarische Bemühungen, Menschen ins Judentum hinüberzuführen. Und diese Bemühungen sind aber untergegangen mit dem Untergang von Jerusalem im Jahr 70, mit dem Untergang des Tempels. Da beginnt diese schreckliche Zeit von jahrhundertelangen, um nicht zu sagen jahrtausendlangen Verfolgungen mit 13 Millionen Toten, wie ich schon gesagt habe. Das hat dazu geführt, dass man sich in sich hinein verschlossen hat und den Blick für die anderen verloren hat. Da ging es nur noch um das eigene Überleben in der eigenen Gemeinschaft, und da ging das Missionarische im Judentum vollkommen verloren.
Heute kommt das wieder, zum Teil gerade durch die Lubawitscher Bewegung. Das ist diese Bewegung mit etwa 400 orthodoxen Juden, osteuropäischer Prägung, mit schwarzen Kleidern, Bejos vorne statt hinter die Ohren, damit man es nicht durchsieht. Ja, und die sagen, Rabbi Menachem Mendel Schneerson, der in den 1990er Jahren gestorben ist, sei der Messias gewesen. Es ist eine Sekte, aber die sind sehr missionarisch tätig. Ja, und man kann sie zum Beispiel am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv antreffen. Dort haben sie ihren Stand, und dann wollen sie den Leuten beibringen, wie man die Tefillin richtig um die Arme macht und die Kapseln um den Kopf. Dann muss man das Schema Israel aufsagen, also muss man sich, wenn man sich von denen einwickeln lässt, wirklich wörtlich einwickeln lassen. Und die sind sehr missionarisch.
Und das kommt jetzt wieder. Das ist eine Änderung, die im Judentum mit der Gründung des Staates Israel gekommen ist. Nach fast zweitausend Jahren Zerstreuung kam diese Heimkehr ins Land der Väter, die Gründung des Staates, und damit auch die Wende in einem Prozess, die Wende des jüdischen Schicksals. Und damit kommt das Missionarische wieder, nicht so stark, aber es ist wieder da. Aber das ist wichtig zu wissen, um zu verstehen: Dieser Vers spricht von einer ganz anderen Zeit, als dieses Missionarische sehr stark vorhanden war.
Und grundsätzlich war das ja gut, denn Gott hat das Volk Israel als ein Zeugnis in diese Welt gestellt. Als Gott Abraham berufen hat und ihm Nachkommenschaft versprochen hat, ein großes Volk, das zum Segen sein soll für alle Nationen, 1. Mose 12,1-3, beinhaltet das, dass Israel tatsächlich einen missionarischen Auftrag hatte. Und wenn wir nur schon an die Josefsgeschichte denken, das war ja sensationell: Mission im Alten Testament. Joseph in Ägypten steigt auf, zur Nummer zwei, gerade nach dem Pharao, und er konnte dem Pharao Zeugnis abgeben über den wahren Gott. Denn die Götter Ägyptens waren nicht einmal in der Lage, den Traum des Pharao zu deuten. Niemand konnte das. Diese Schriftgelehrten dort, das waren ja Leute, die standen in Verbindung mit den Göttern Ägyptens und, konkret gesagt, in Verbindung mit den Dämonen, die sich hinter den Göttern Ägyptens versteckten. Sie waren nicht fähig, den Traum zu deuten. Aber Joseph weist auf den einen wahren Gott hin und kann es deuten und rettet Ägypten vor dem Hungertod. Das war ein gewaltiges Zeugnis: Der Gott Josephs ist anders und mächtiger als die Götter Ägyptens.
Und später, als dann das Volk Israel in Ägypten sich gemehrt hatte, kamen die zehn Plagen über Ägypten. Auch das war ein missionarisches Zeugnis, denn all diese Plagen waren ja Schläge gegen die verschiedenen Götter Ägyptens. Das beginnt ja mit dem Strom, der zu Blut wird, der Nil. Ja, das war ein Schlag gegen den Gott des Nils, Hapi. Und Hapi wurde verehrt als die Quelle des Lebens. Und der Gott Israels sagt: kein Leben, sondern Tod, das Wasser wird zu Blut. Und dann zum Beispiel die Frösche. Ja, das waren ja die Tiere in Verbindung mit dem Hathor-Kult, dem Fruchtbarkeitskult. Und wenn der wahre Gott sagt, die Frösche kommen, dann kommen sie. Und wenn er sie wegnimmt, dann gehen sie weg. Hathor hat gar nichts zu sagen. Und so gingen alle Plagen durch, das sind alles Schläge gegen die verschiedenen Götter Ägyptens. Und es sollte ja dazu führen, wie wir in 2. Mose lesen, dass die Ägypter den Herrn erkennen. Das war missionarisch.
Und so geht das weiter durch die ganze Geschichte Israels hindurch. Ich möchte vielleicht noch besonders hinweisen auf die babylonische Gefangenschaft. Da kam das jüdische Volk nach Babylon, und sie sprachen mit den Babyloniern, und sie konnten ihnen von dem wahren Gott Zeugnis ablegen. Und da war ganz herausragend Daniel, der auch zu höchster Position aufstieg in Babylon. Und all die Weisen Babylons, die mit den Göttern Babylons in Verbindung standen, sprich mit den Dämonen, die sich hinter ihnen verbargen, die konnten dem Nebukadnezar nicht sagen, was er geträumt hat. Und schon gar nicht, was der Traum bedeutet. Nicht wahr, der Pharao hat den Traum noch erzählt, da hätten sie was zusammenlügen können, ja, irgend so tiefenpsychologisch Symbole deuten, ja, das kann jeder. Aber in Babylon war der König so schlau, dass er sich sagte: Wenn die den Traum deuten können, richtig, dann könnten sie auch sagen, was ich geträumt habe, ohne dass ich es erzähle. Niemand konnte es. Und dabei hatten die Babylonier den Gott der Weisheit und der Erkenntnis usw. nichts. Und dieser weg geführte Jude kann das ganze prophetische Panorama der Abfolge der Weltmächte Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom in einem wunderbaren Panorama dem König erklären. Und Nebukadnezar kommt zum Bekenntnis: Es gibt keinen wahren Gott als den Gott von Daniel, den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos, seiner drei Freunde. Das war ein unglaubliches Zeugnis.
Und so ging das weiter dann auch im Persischen Reich, wenn man denkt, wie Esther dort ans Königtum kam. Und so wurde dann auch der Glaube von Esther und von ihrem Cousin, der sie adoptiert hatte, Mordechai, wunderbar ans Licht gebracht, und das war ein Zeugnis bis nach Indien. Das medo-persische Reich war ja von Ägypten auf dem afrikanischen Kontinent über Vorderasien bis nach Indien, über den Indus hinaus. Und im ganzen Reich wurde bekannt, wer der Gott Mordechais, der Gott Esthers ist.
Ja, also so sehen wir: Gott hat Israel einen ganz besonderen Auftrag des Zeugnisses gegeben. Aber das Traurige ist: Die Pharisäerbewegung, die im zweiten Jahrhundert eine Erweckungsbewegung war, die ist so degeneriert und so verdreht geworden, wie sie eben hier vorgestellt wird. Da kann man also sagen: drittes Wehe, Verführer der Heiden, anstatt Führer, Verführer der Heiden.
Verfehlte Auslegung und falsche Systeme beim Schwören
Dann gehen wir zum nächsten Wehe, ab Vers 16. Wie können wir das umschreiben?
Sie haben sich ein falsches Argumentationssystem zurechtgelegt. Ja, Sie haben sich ein falsches Argumentationssystem zurechtgelegt. Das heißt, Ihre ganze Bibelauslegung war eigentlich katastrophal. Es geht da um das Schwören, und Sie haben ein System aufgebaut: Wenn man den Schwur so und so ausdrückt, dann macht das nichts aus. Das findet man zum Beispiel im babylonischen Talmud, im Traktat Schwuot 35a. Wenn man beim Himmel schwört, dann muss man den Schwur nicht einhalten. Wie bitte?
Und der Herr Jesus sagt in Vers 22: Und wer bei dem Himmel schwört, schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Also kann man nicht sagen: Wenn man es so sagt, mit Himmel, dann ist es nicht bindend. Sie haben ein ganzes System aufgebaut, und der Herr zeigt: Das ist vollkommen daneben.
Wie können die sagen, Vers 16, wenn man beim Tempel schwört, das ist nichts? Also: Ich schwöre beim Tempel, und dann kann man den Schwur brechen. Das war ja nur beim Tempel geschworen. Aber wenn man beim Gott des Tempels schwört, dann kann man es nicht mehr zurücknehmen. Der Herr sagt: Völlig unlogisch. Ihr Narren, sagt er, und Blinden. Also: Ihr versteht die Schrift gar nicht und seid doch trotzdem Bibellehrer. Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?
Nicht wahr, das Gold des Tempels ist etwas Besonderes, weil es zum Tempel gehört. Da kann man doch nicht sagen: Wer beim Tempel schwört, ist frei, wer beim Gold schwört, da gilt es. Und so geht es weiter, auch in Vers 18: Wer beim Altar schwört, das ist nichts. Kann man also sagen: Ich schwöre bei dem Misbeach, da muss man sich nicht daran halten. Aber wer bei der Gabe, bei der Opfergabe schwört, ist schuldig. Der Herr sagt: Ihr Narren und Blinden, ihr versteht die Schrift gar nicht. Sie sind zwar Schriftgelehrte, aber sie verstehen die Schrift nicht.
Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt? Es ist übrigens auch so, dass der Altar, wenn das Opfer verbrannt ist, dann bleibt der Altar. Der Altar ist auch ein Hinweis auf den Herrn Jesus, nicht nur das Opfer, und zwar darauf, dass der Herr Jesus eben durch den Tod nicht vernichtet werden konnte, sondern am dritten Tag siegreich auferstanden ist. Und er sagt sogar in Johannes 10: Ich habe Gewalt, das Leben zu lassen und das Leben wiederzunehmen. Das heißt, als Sohn Gottes hat er sich selber auferweckt. Und das wird eigentlich vorgestellt durch den Altar, der eben über das Opfer hinaus, das verbrannt wird, Bestand hat.
Und so sagt der Herr: Ihr Narren und Blinden, was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt? Und dann eben in Vers 21: Wer bei dem Tempel schwört, schwört bei ihm und bei dem, der ihn bewohnt. Und wer beim Himmel schwört, schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Also macht der Herr klar: All diese Abstufungen sind völlig falsch. Und darum nennt er sie da „Blinde“.
Vers 16: Blinde Leiter. Vers 17: Narren und Blinde. Vers 18: Narren und Blinde. Also auf den Punkt gebracht: unverständliche Bibellehrer. Das gibt es auch im Internet, Bibellehrer, die eigentlich die Sache gar nicht verstanden haben und trotzdem verkündigen sie es.
Äussere Frömmigkeit ohne geistliche Substanz
Und dann das fünfte Wehe, Vers 23, liest er es nochmals vor, Christian: Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr verzehntet die Minze, den Dill und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen, nämlich das Recht und die Barmherzigkeit und den Glauben. Diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen. Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke seiht, das Kamel aber verschluckt!
Was ist das Problem hier? Auf den Punkt gebracht: Sie machen Rituale ohne geistliche Substanz. Das könnte man auf verschiedene Dinge anwenden, aber hier ganz speziell könnte man es noch genauer sagen. Es stimmt natürlich, aber das wäre nicht das Wesentliche. Ja, nicht das Wesentliche. Und das könnte man auch umschreiben mit: Die Proportionen werden verschoben.
Ja, ich muss mir das so vorstellen: Ich hätte da so Kübel, dann zähle ich aus. So, das sind zehn Prozent. Das ist für den Zehnten des Tempels, der Rest ist für mich. Ja, und der Herr sagt: Diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen. Sie haben also gewisse Dinge, die sehr detailliert sind, ganz genau eingehalten. Damit schienen sie auch besonders speziell. Aber die ganz wesentlichen Dinge, wenn es um das Recht geht, den gerechten Urteilsspruch, das meint das Gericht, das Urteil, den Spruch, wo man entscheiden muss, in diesem Fall, wie man da richtig handeln muss.
Aber in der Gemeinde gibt es Uneinigkeiten, und die müssen gelöst werden. Da muss ein klares Urteil anhand der Schrift gefällt werden. Die Barmherzigkeit und den Glauben, diese Dinge waren kleingeschrieben. Und jetzt ganz wichtig: Der Herr sagt, ihr habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen. Und das macht klar: Nicht alle Dinge sind gleich wichtig in der Bibel. Aber damit man mich richtig versteht: Das wäre schlimm, wenn einer das im Internet dann rausschneidet, diesen Satz. Dann kann man nicht am Galgen hängen, aber man muss hinzufügen: Alle Dinge sind wichtig in der Bibel. Aber das Verzehnten von Kümmel und Dill ist nicht gleich wichtig wie ein gerechtes Urteil fällen, die Liebe Gottes, der Glaube.
Und es ist sehr wichtig, weil es Leute gibt, die sagen: Ja, wieso verachtet man das so und so? Aber eigentlich, wenn man da nicht ganz ehrlich ist und so weiter, das ist doch genau gleich schlimm wie, sagen wir, Ehebruch. Nein, alles ist schlimm, und jede Sünde bringt uns in die ewige Gottesferne, in die Verdammnis. Aber man kann nicht sagen, jede Sünde ist gleich schlimm. Und das wird manchmal gemacht, so wird manchmal argumentiert, und das ist ganz gefährlich, weil es uns moralisch nicht höher hinaufbringt, sondern tiefer herunterzieht.
Echt wahr? Dann sage ich: Ja gut, die machen ja auch das, dann kann ich auch das machen. Nein, es sind Unterschiede. Und das sehen wir im Alten Testament daran: Es gibt bestimmte Sünden, wie zum Beispiel Ehebruch, da stand die Todesstrafe drauf. Und es gibt andere Sünden, die nennt die Bibel auch klar Sünden, aber da stand nicht die Todesstrafe drauf. Und im Neuen Testament haben wir in 1. Korinther 5 die Gemeindezucht. Und da wird nicht für jede Sünde Gemeindezucht gefordert, sondern was dort genannt wird, das sind ganz schwere Sünden, und die führen zur Gemeindezucht. Sonst müsste man alle ausschließen, ja, aber das geht nicht. Aber damit verharmlosen wir nicht zum Beispiel Lieblosigkeit oder Härte, als wäre das nichts. Aber wir können dafür nicht Leute ausschließen.
Ja, aber wenn jemand eine Bank überfällt, wenn 1. Korinther 5 spricht von Raub, von Unzucht, also Ehebruch, außerehelichem Verkehr und spricht über Trunksucht und so weiter als Gründe für Ausschluss. Ja, aber das dürfen wir nicht auf die gleiche Stufe stellen. Und das ist ganz wichtig, dass man also unterscheidet. Man kann nicht sagen, alles ist genau auf der gleichen Stufe. Und so haben wir hier diesen Unterschied: die wichtigeren Dinge des Gesetzes.
Und schon in Matthäus 5 hat der Herr Jesus betont, dass die Bibel inspiriert ist, und zwar bis auf den Buchstaben. Da sagt er in Matthäus 5,19: Wer nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel. Es gibt geringste Gebote, aber alle Gebote sind wichtig in der Bibel. Das ist nur relativ in Bezug auf andere, die einen noch höheren Stellenwert haben. Aber das ist sehr wichtig, denn wenn man einfach alles auf die gleiche Stufe stellt, dann wird das echt geistlich gefährlich.
Ja? Ist es richtig, dass im Alten Testament diese Sünden auch mit dem Wort Greuel bezeichnet werden? Ja, an verschiedenen Stellen werden gerade die ganz schweren Sünden, die unter Todesstrafe standen, mit „Greuel“ bezeichnet, aber nicht nur. Also es wird zum Beispiel auch die Sünde, dass man Zwiespalt sät zwischen Brüdern, im Buch der Sprüche auch als „Greuel“ bezeichnet. Aber das war nicht ein Grund für Todesstrafe unter der Tora. Aber eben als Grundregel kann man das wirklich sagen, dass ganz schwere Sünden wiederholt in der Tora als Greuel bezeichnet werden.
Und kann man im Neuen Testament, Römer 14, diesen Vers auch da anführen: Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Friede und Gerechtigkeit und Heiligkeit? Er betont eben: Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede, Freude im Heiligen Geist. Und da werden auch die Proportionen richtig gesetzt. Sehr schön!
Also Matthäus 23, wir sollten noch durchkommen. Der Herr sagt also: blinde Leiter. Auch da verstehen sie das Wort nicht, wenn sie die Proportionen eben total verschieben. Sie würden also mit einem Sieb die Mücke aussieben, damit man die ja nicht isst. Mit dem Sieb zum Sieben hat man ja die Weizenkörner eben befreit von irgendwelchen Verunreinigungen. Und der Herr sagt: Die Mücke seiht ihr aus und das Kamel verschluckt ihr!
Das ist so übertriebene Rede, wie in der Bergpredigt, wo der Herr Jesus sagt: Nimm dir einen Balken aus deinem Auge. Natürlich ist das nicht wörtlich gemeint, ein Balken passt nicht ins Auge. Aber das ist eben das, was in der Sprachwissenschaft als übertriebene Rede bezeichnet wird, um etwas drastisch darzustellen.
Verwechslung von Reinheit und Schein
Dann gehen wir zum sechsten Wehe. Was ist dort der Punkt? Falsche Prioritäten: der äußere Schein wird betont, nicht die inneren Werte.
Genau, ab Vers 25 geht es um Äußerlichkeit, die man betont, während das Verborgene nicht wichtig ist. Und das ist auch ein ganz großes Problem im Islam. Der Islam ist ja eine Öffentlichkeitsreligion. Im öffentlichen Bereich muss alles stimmen. Man darf keinen Alkohol sehen, die Frauen müssen verschleiert sein. Aber was hinten durchgeht, ist schrecklich. Und wir haben ja genaue Kenntnis davon, was in arabischen Ländern auch mit Weinhandel geht. Das muss alles ganz versteckt sein. Ja, und was auf moralischem Gebiet mit Frauen geht, muss ebenfalls ganz versteckt sein. Im Äußeren muss es stimmen.
Natürlich ist das ein Problem, das in der Bosheit des menschlichen Herzens bei allen Menschen steckt. Und da sehen wir, dass es in der Pharisäerbewegung auch so vollkommen verkommen ist, dass man sich auf das Äußere konzentriert hat. Der Schein musste stimmen. Aber das Versteckte war eine Katastrophe. Der Herr sagt: voll Raub, innen aber sind sie voll Raub und Unenthaltsamkeit.
Dann der siebte Wehe, Vers 27, wie? Praktisch wieder das Gleiche wie im Leben. Ja, es ist auch wieder mit dem Äußerlichen, aber es muss ja etwas anderes sein. Da kann man das vielleicht auf den Punkt bringen mit dem Wort Täuschung. Nicht nur einfach das Äußerliche bringen, sondern täuschen. Er sagt, sie sind wie übertünchte Gräber.
Im Judentum hat man im Frühling die Gräber immer wieder mit Kalk bestrichen, übertüncht, damit man sie von weitem sah. Gerade wenn die Festbesucher, diese Hunderttausenden, zum Passerfest, zum Pfingstfest und zum Laubhüttenfest nach Jerusalem kamen, war es wichtig, dass sie nicht irgendwo aus Versehen mit einem Grab in Kontakt kamen. Darum muss man die Gräber deutlich kennzeichnen, denn die Berührung mit einem Grab führte zu einer Verunreinigung. Danach brauchte man sieben Tage, um nach 4. Mose 19 wieder rein zu sein für den Tempel.
Und der Herr sagt eben genau so: Nach außen scheint es leuchtend weiß, und drin sind sie voll Totengebeine, voll Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
Hochmut, Mordgeschichte und das kommende Gericht
Das achte Wehe, Vers 39: Hochmut. Warum? Vers 30 dann? Wieso meinst du Hochmut? Sie meinen, sie wären besser gewesen. Ach so, besser als die Vorfahren. Genau. Äußerliche Verehrung, aber innerliche Mordgedanken.
Ja, also der Herr sagt: Eure Vorfahren haben die Propheten umgebracht. Das war ja immer ein schlimmes Los der Propheten, dass sie verfolgt und umgebracht wurden. Und der Herr sagt jetzt: Die Gräber der Propheten, die pflegt ihr. Und damit macht ihr eigentlich schon mal klar: Ihr seid Nachkommen von denen, die das gemacht haben.
Aber ihr sagt: Wären wir an der Stelle unserer Väter gewesen, so etwas würden wir nie tun. Und der Herr sagt: Und ihr macht genau das Gleiche, beziehungsweise noch schlimmer. Ihr bringt das auf das Vollmaß. Und sie haben nämlich schließlich den größten aller Propheten, den Messias, zu Tode gebracht.
Also kann man das zusammenfassen: Ihr seid auf demselben bösen Weg wie die Vorfahren und noch schlimmer. Und da benutzt der Herr noch stärkere Wörter. Er sagt: Ihr Schlangen, ihr Otternbrut. Und das natürlich ganz bewusst, weil in Johannes 8 erklärt der Herr den Führern und sagt: Euer Vater ist der Teufel. Der Teufel wird ja genannt die alte Schlange, zum Beispiel Offenbarung 12. Und darum nennt er sie Schlangen, Otternbrut, die bereit waren, den Messias zu töten.
Und dann macht der Herr in Vers 34 klar: Aber ihr werdet auch noch Propheten erleben, die kommen. Siehe, ich sende Propheten und Weise und Schriftgelehrte zu euch, und einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen. Und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln, und werdet sie verfolgen.
Das ist eine ganz interessante Aussage. Wer war der letzte Prophet des Alten Testaments? Maleachi, 400 vor Christus. Und dann gab es keine Schriftpropheten mehr. Im Traktat Sanhedrin 10a im Talmud lesen wir: Nach dem Tod der Propheten Sacharja, Haggai und Maleachi wich der Heilige Geist von Israel. Es war klar: Wir haben keine Propheten mehr. Vierhundert stumme Jahre, keine Schriftpropheten mehr.
Und jetzt sagt der Herr Jesus: Darum siehe, ich sende Propheten. Und nun, das war ein Hinweis auf die neutestamentlichen Propheten, denn der Herr hat wirklich wieder Menschen eingesetzt, die Bücher zur Bibel hinzufügen konnten. Matthäus, Markus, Lukas, Johannes usw. Die Bibelschreiber des Neuen Testaments, die neutestamentlichen Propheten. Siehe, ich sende Propheten und Weise, das sind solche, die die Schrift auslegen, und zwar richtig.
Und dann sagt er: Schriftgelehrte. Für manche hat das Wort Schriftgelehrte einen sehr schlechten Klang. Ja, weil man denkt an die blinden Schriftgelehrten, aber der Herr schickt hier sehende Schriftgelehrte. Also hier spricht er ja konkret gesagt über das Christentum, und da gibt es eben auch diese Weisen und Schriftgelehrten. War zum Beispiel Stephanus, der gesteinigt wurde, Apostelgeschichte 7, und dann entstand ja eine massive Verfolgung der ganzen Gemeinde. All die Tausenden von jüdischen Christen wurden aus Jerusalem vertrieben und wurden verfolgt, in den Synagogen bestraft, wie der Herr das hier sagt. Und dann sagt er: Und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt.
Man lese nur zum Beispiel Apostelgeschichte 13 und 14, wo Apostel Paulus mit Barnabas auf der Missionsreise war. Und dann wurde er aus einer Stadt hinausgejagt von Juden, ging in eine andere Stadt, und dann kamen die aus der alten Stadt auch dorthin. Genau so geschehen, von Stadt zu Stadt verfolgt, Apostelgeschichte 13,50, vergleichend mit 14,19.
Und dann sagt der Herr: Damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels des Gerechten bis zu dem Blut Sacharias, des Sohnes Berechias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.
Wir wollen bis zu diesem Vers kommen, und dann werden wir nächstes Mal ab Vers 36 direkt hinübergehen zu der Endzeitrede in Matthäus 24. Das passt wunderbar zusammen. Aber hier geht es ja noch um dieses achte Wehe: Sie sind auf dem gleichen Weg wie die Vorfahren, die die Propheten getötet haben.
Und der Herr sagt: Das Blut Abels des Gerechten bis zum Blut Sacharias, des Sohnes Berechias, wird über euch kommen. Warum nennt er Abel hier? Das erste Buch Mose ist das erste Buch in der Bibel, und der erste Mord an einem Gerechten war der Mord an Abel, 1. Mose 4.
Und wer ist denn dieser Sacharja? Also bei mir ist es Maleachi, das letzte Buch. Ja, hier habe ich die deutsche Bibel, meine hebräische Bibel. Es ist 2. Chronik das letzte Buch. Die Anordnung der Bücher in der hebräischen Bibel ist ein bisschen anders und hat eine ganz besondere Bedeutung, diese Einteilung.
Das letzte Buch ist 2. Chronik, und der letzte Mord an einem Gerechten findet sich in 2. Chronik 24. Sacharja, der Sohn von Jojada, wird im Tempel ermordet. Der Herr sagt: Zwischen dem Altar und dem Tempelhaus. Der Sohn Jojadas, hier steht Sacharja, der Sohn Berechias. Ja, es ist so, dass man im Judentum manchmal mehrere Namen benutzt hat, um eine Person zu bezeichnen. Also dass man den Namen seines Vaters oder den Namen seines Großvaters, wenn der bekannt war, oder beide.
Und darum waren Leute bekannt unter verschiedenen Namen, also Ben Berechja oder Ben Jojada. Jojada ist der Vorfahre von Sacharja in 2. Chronik 24, und er starb mit 130. Und das legt nahe, dass Sacharja hier nicht sein Sohn, sondern sein Enkel war. Aber auf Hebräisch sagt man Sohn. Im biblischen Hebräisch sagt man Sohn für den Sohn, für den Enkel, für den Urenkel, für den Ururenkel sagt man immer Sohn.
Ja, darum wird auch der Messias genannt Ben David, aber über ganz, ganz viele Generationen. Jesus wird Sohn Davids genannt, aber er war über viele Generationen Sohn Davids. Und so eben gilt Ben Jojada, Ben Berechja für die gleiche Person, für diesen Sacharja im letzten Buch.
Und damit wird übrigens neutestamentlich auch bestätigt, dass die Anordnung der Bücher in der hebräischen Bibel korrekt ist. Jetzt muss man nicht traurig sein. In Deutschland hat man über geschichtliche Umwege die Bücher anders angeordnet. Das hängt zusammen mit der Septuaginta-Übersetzung, und das ist nicht schlimm. Man muss einfach wissen, dass in der hebräischen Bibel die Bücher anders angeordnet sind, und wenn man dann noch lernt, genau wie, dann kann man noch mehr daraus lernen und versteht dann eben: Aha, der Herr bestätigt also 1. Mose, erstes Buch, 2. Chronik, letztes Buch. Die Bibel ist abgeschlossen.
Die Bibel ist eben eingeteilt in das Gesetz, die Propheten und die Schriften. Also Maleachi ist dann im zweiten Teil unter den Propheten, und unter den Schriften ist eben ganz zum Schluss eingereiht 2. Chronik. Und der Herr macht in Lukas 24 auch diese Einteilung von Gesetz, Propheten und Schriften oder Psalmen, wie es dort heißt, weil Psalmen das erste Buch in dem dritten Teil der Schriften sind. Und so wird das neutestamentlich durch den Herrn bestätigt.
Also, er sagt: Weil ihr auf dem gleichen Weg geht wie die Mörder bis zurück zu Kain, wird das Gericht euch treffen. Und das ist ganz wichtig. Damit sagt der Herr nicht, Kinder werden bestraft für das Böse ihrer Eltern, eurer Vorfahren. Hesekiel 18 macht ganz klar: Nein, der, der sündigt, soll bestraft werden. Gott bestraft nicht die Söhne und die Enkel für die Sünden der Väter.
Aber wenn die Söhne und die Enkel den gleichen Weg gehen wie die Väter, dann kommt das Gericht schließlich über sie, das Gott schon den Vätern angekündigt hat. Das ist der Punkt. Aber es geht immer um die persönliche Verantwortung. Das ist sehr wichtig, denn es gibt Leute, die sind ständig unter Angst von Flüchen der Vorfahren. Nein, in den Zehn Geboten, in 2. Mose 20 heißt es, dass Gott bis ins dritte und vierte Glied vergilt, der, die mich hassen. Das ist der Punkt.
Und dann heißt es: Der aber Güte erweist über Tausende hin, Generationen, der, die mich lieben. Also es kommt auf unsere persönliche Haltung, auf unsere persönliche Stellung an.
Nächstes Mal fahren wir dann weiter mit Vers 37.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Noch mehr Inhalte von Roger Liebi gibt es auf seiner Webseite unter rogerliebi.ch

