
Begrüßung und Einführung in die Thematik
Guten Abend, ich möchte alle ganz herzlich begrüßen, besonders auch diejenigen, die jetzt live über den Stream zugeschaltet sind.
Vor kurzem habe ich ein zwanzigminütiges Video zum Thema Gaza-Krieg gemacht. Es sollte eine kleine Orientierung bieten. Manche haben angemerkt, dass sie sich nicht so sehr auf alle Seiten konzentrieren konnten. Das war aber auch nie mein Ziel. In zwanzig Minuten ist es sowieso nicht möglich, alle Aspekte zu beleuchten.
Auch heute Abend, wo es etwas länger geht, wird nicht alles umfassend behandelt werden. Aber zumindest ist das der Anfang einer Serie von weiteren Streams oder Filmen, die dann auf YouTube hochgeladen werden. Diese sollen das Thema Schritt für Schritt aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Heute Abend geht es jedoch um etwas sehr Grundsätzliches zum Gaza-Krieg und zur Bedeutung des aktuellen Geschehens im Licht der Bibel. Einige haben kritisiert, warum man das Thema überhaupt im Rahmen der Bibel betrachtet. Die Bibel habe doch in Sachen Politik nichts zu suchen.
Das ist deren Meinung, wir vertreten eine andere. Wir sagen sogar, dass, wenn die Bibel die heutigen Ereignisse im Nahen Osten voraussagen konnte – etwas, das kein Politiker vermochte –, dann hat sie mehr Autorität in diesem Thema.
Nun wollen wir uns also genauer anschauen, was die Bibel zu diesem Thema sagt. Die ganze Welt beschäftigt sich mit einem kleinen Landfleck, diesem Landstrich am Meer, dem Gazastreifen. Was sagt die Bibel dazu?
Geographische und historische Grundlagen des Gazastreifens
Hier sehen wir den Gazastreifen auf einer nüchternen Karte. Jetzt ist der ganzen Welt besser bekannt, was sich in diesem Landstrich alles befindet.
Im Norden liegt Gaza-Stadt, eine Stadt mit über einer Million Einwohnern – zumindest bis vor kurzem. Man kann sagen, dass der größte Teil der Bewohner des Gazastreifens im Norden, im Großraum Gaza City, lebt. Weiter südlich gibt es noch weitere Ortschaften.
Wir gehen nun nochmals von dem schrecklichen 7. Oktober 2023 aus. Die Details sind inzwischen genauer bekannt. Etwa 3000 Terroristen sind aus dem Gazastreifen in das hier blau markierte Gebiet Israels eingedrungen.
Es wurde auch deutlich, dass – wie in der Zwischenzeit durch bekannt gewordene Geheimdienstpapiere der Hamas bestätigt wurde – der Auftrag darin bestand, Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche und alte Menschen brutal zu töten. Ich möchte das hier nochmals betonen.
Vor kurzem konnte das israelische Parlament Bilder und Filme sehen, die die Terroristen selbst mit ihren Bodycams aufgenommen hatten. Diese Aufnahmen waren so schrecklich, dass manche Zuschauer danach behandelt werden mussten. Es ist unglaublich. Noch nie sind an einem einzigen Tag so viele Juden ermordet worden wie an diesem Tag – seit der Judenvernichtung durch die Nazis.
In der Folge hat der Staat Israel den Krieg ausgerufen. Nun stehen wir am 8. November, einem Monat Krieg in Gaza.
Historische Einordnung und die Bedeutung der Geschichte für das Verständnis
Es ist interessant, dass zu diesem zwanzigminütigen Orientierungsfilm Kommentare auftauchen wie: „Ja, was haben eigentlich diese Juden dort zu suchen? Wieso soll das ihr Land sein?“
Das Problem ist, dass viele Menschen heute keine Geschichtskenntnisse mehr besitzen und somit keine tiefere zeitliche Übersicht über die Weltgeschichte haben. Deshalb können sie die heutigen Ereignisse nicht richtig einordnen.
Natürlich sind viele sehr gut informiert. Noch nie war es so einfach, an Informationen zu gelangen oder so reichlich informiert zu werden. Doch das ist eine andere Sache. So reichlich informiert zu sein nützt wenig, wenn man die Informationen nicht in der Tiefe der Geschichte einordnen kann, sodass sie einen Sinn ergeben.
Das jüdische Volk, das Volk Israel, existiert seit 1606 vor Christus. Es war ein Sklavenvolk in Ägypten. Unter der Führung von Mose wurde es aus Ägypten herausgeführt, um in das verheißene Land zu ziehen.
1606 vor Christus – das ist erstaunlich. In der europäischen Geschichte spricht man zu dieser Zeit von der Jungsteinzeit. Die Geschichte Europas liegt hier völlig im Nebel, denn es gibt kaum Dokumente, die etwas aussagen könnten. Im Nahen Osten war das jedoch ganz anders. Dort konnte man bereits schreiben, und das Volk Israel konnte schreiben.
Sie zogen aus Ägypten aus und erhielten die ersten Bücher der Bibel, die fünf Bücher Mose, verbunden mit den Zehn Geboten. All dies wurde in Buchstabenschrift verfasst – in der ursprünglichen hebräischen Buchstabenschrift.
Ab dieser Zeit wurde das Volk Israel im Land Israel sesshaft und erlebte dort eine lange, lange Geschichte. Doch es kam zu einer tief einschneidenden Katastrophe im Jahr 70 nach Christus.
Das Römische Imperium – ein europäisches Reich, das sich über Europa hinaus bis nach Nordafrika und Asien ausgedehnt hatte – zerstörte im Jahr 70 nach Christus die Hauptstadt der Juden, Jerusalem, und den Tempel. In der Folge ging der Staat Israel unter.
All dies war in der Bibel vorausgesagt. Es heißt, dass in der Zeit, wenn der Messias, der verheißene Erlöser, kommen würde und die Masse ihn ablehnen würde, das Volk Israel sein Land verlieren würde. So geschah es.
Im Jahr 70 wurde Jerusalem zerstört. Auf dem Bild sieht man noch die Zerstörungsspuren des Tempels. Diese Steine wurden von den Römern einzeln abgebrochen.
Hier hat sich 5. Mose 28,64 erfüllt: „Und der Herr wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde.“
Diese Prophezeiung hat sich erfüllt. Ab dem Jahr 70 wurde das jüdische Volk über alle fünf Kontinente zerstreut. Deshalb gab es überall Juden, in allen Ländern. Doch sie hatten ihre Heimat verloren.
Die Entwicklung des Landes Israel nach der Zerstreuung
Und was ist mit dem Land Israel geschehen? Es war ein fruchtbares Land, ein Land, das von Milch und Honig floss. Doch in der Zeit von siebzehn nach Christus bis ins neunzehnte Jahrhundert ist dieses Land immer mehr zu einer unansehnlichen Wüste verkommen.
Die Römer haben in ihren Kriegen gegen das jüdische Volk bewusst die Landschaft und die Ökologie zerstört. Es sollte eine Politik der verbrannten Erde sein. Sie haben also absichtlich die Natur verwüstet.
Später, nach dem Tod von Muhammad im siebten Jahrhundert nach Christus, kamen die Muslime aus der saudischen Halbinsel. Sie eroberten den ganzen Nahen Osten und unter anderem auch das Land Israel. Die Römer beziehungsweise ihre Nachfolger, die Byzantiner, verloren die Herrschaft über das Land. Die Byzantiner waren das Oströmische Reich, das seit dem vierten Jahrhundert bestand. Allerdings wussten die Römer damals nicht, dass sie im vierten Jahrhundert plötzlich nicht mehr Römer, sondern Byzantiner waren.
Bis ins siebte Jahrhundert herrschten also die Byzantiner, doch dann übernahmen die Muslime die Macht. Sie verwüsteten das Land noch mehr. Es waren keine Ackerbauern, sondern Schaf- und Ziegenhirten. Sie zogen mit ihren Herden über das fruchtbare Land, was im Nahen Osten strikt zu vermeiden ist. Man muss dort Kleinviehzucht und Ackerbau strikt trennen.
Das taten sie nicht. Die Tiere bissen die Grasnarbe ab, wie das besonders bei Ziegen und auch bei Schafen üblich ist. So wurde das Land immer mehr verwüstet.
Islamische Dynastien herrschten über das Land, bis im Mittelalter die Kreuzfahrer aus Europa kamen. Sie übernahmen die Macht und bauten ein Königreich im Heiligen Land auf. Doch schließlich wurden sie durch die Muslime wieder vertrieben. Saladin errang einen großen Sieg über die Kreuzfahrer.
Danach regierten wieder die Ayyubiden, eine islamische Dynastie, später die Mamelukken und noch später die Osmanen, das waren die Türken. Das türkische Reich erhob sogar Baumsteuern, sodass man lieber die Bäume auf dem Grundstück umhieb, als Steuern zu zahlen. So wurde das Land immer mehr zur Wüste.
Im neunzehnten Jahrhundert wurde im Nahen Osten eine großartige Eisenbahn gebaut. Für die Lokomotiven brauchte man viel Holz, sodass sogar die fruchtbare Scharon-Ebene im Norden Israels am Mittelmeer verwüstet wurde.
Im neunzehnten Jahrhundert war dieses Land, das man damals Palästina nannte, wirklich eine Wüste. Mark Twain beschreibt dies in seinem Buch "Die Unsträflichen im Ausland" (Innocence Abroad), in dem er um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts das Land der Bibel besuchte.
Er schreibt in Kapitel 56: "Von allen trostlosen Gegenden ist, glaube ich, Palästina die ödeste. Die Hügel sind kahl, von einer stumpfen Farbe und haben nichts Malerisches an sich. Die Täler sind unansehnliche Einöden, an deren Rand einige kümmerliche Sträucher wachsen und den Eindruck von Trauer und Verzweiflung erwecken. Das Tote Meer und der See Genezareth liegen starr in einer monotonen Abfolge von Hügeln und Ebenen, wo das Auge von keiner freundlichen Farbe erquickt wird. Es findet nichts, was es fesselt. Es ist keine liebliche Landschaft, die unter einem purpurnen Schleier dahinträumt oder auf der die Schatten der Wolken dunkle Tupfer setzen. Die Umrisse sind hart, jede Linie zeichnet sich scharf ab, und es gibt keine Perspektive. Entfernung bewirkt hier keine Verzauberung, es ist ein trostloses Land ohne Hoffnung, gebrochen. Palästina sitzt in Sack und Asche. Darüber lastet schwer der Fluch, der seine Felder verdorren ließ und eine Totenstarre über das Land legte. Nazareth ist verlassen, an der Jordanfurt, an der das Volk Israel mit Freudenliedern das verheißene Land betrat, findet man nur ein verwahrlostes Lager von Beduinen der Wüste."
Er beschreibt das Land als spärlich bewohnt und sagt: "Ich konnte reisen, reisen, reisen, ohne dass ich da einem Menschen begegnete."
Das ist nicht der einzige Bericht, den wir aus dieser Zeit haben, aber schon eindrücklich genug. Dieses Land war nichts Liebliches und hatte keine große Bevölkerung.
Es gab muslimische Araber, aber auch arabische Christen, die zum Beispiel zur katholischen griechischen Kirche oder zur griechisch-orthodoxen Kirche gehörten. Zudem gab es Juden, was sehr wichtig ist. Durch alle Jahrhunderte hindurch gab es eine jüdische Präsenz im Land, obwohl das jüdische Volk ab dem Jahr siebzig weltweit zerstreut wurde. Diese Präsenz wurde nie unterbrochen.
Die wichtigsten Ortschaften waren im Norden Safed, die Künstlerstadt Safed, Tiberias am See Genezareth, dann natürlich Jerusalem und Hebron. Es gab also eine ständige jüdische Bevölkerung.
Doch durch die Jahrhunderte hindurch wurden die Juden unterdrückt. In der frühen Zeit geschah dies durch die Römer, sodass viele fliehen und auswandern mussten. Später geschah dies durch die Muslime, sodass viele ebenfalls flohen. So fand die Zerstreuung über alle Kontinente ihren Fortgang.
Dennoch gab es eine jüdische Bevölkerung bis in die Neuzeit hinein.
Die jüdische Rückkehr und die arabische Einwanderung im 19. Jahrhundert
Nun, eine Wende kam im Jahr 1882. Warum? Das war das Jahr, in dem die erste massive Emigration beziehungsweise Einwanderung von Juden zurück ins Land der Väter stattfand.
Was haben sie dort angetroffen? Ein verwüstetes Land. Viele der Einwanderer waren Intellektuelle aus Russland. Sie erkannten sehr bald: Jetzt müssen wir Bauern werden. Das ist natürlich eine sehr kritische Herausforderung, wenn Intellektuelle versuchen, auf dem Land etwas zu erreichen. Doch sie haben es geschafft.
Sie gründeten Kibuzim, das sind sozialistisch organisierte Bauernhöfe, und dann Moschawim, das sind sozialistische Kooperationen in dörflicher Form. Außerdem pflanzten sie Bäume – unzählige Bäume. Aus diesem Land ist ein wunderbares Israel geworden.
Hier sehen Sie einen Blick auf die jüdischen Berge, die ich so liebe. Das sind die Hügel zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Früher sah es dort so aus, wie Mark Twain es beschrieben hat. Heute ist es ein wunderbares Land geworden.
Jetzt etwas Wichtiges: In den kritischen Kommentaren, die ich bereits erwähnt habe, wurde gewünscht, auch andere Seiten aufzuzeigen. Die Seite ist bekannt, dass von 1882 bis heute drei Millionen Juden aus allen fünf Kontinenten und aus etwa 130 Ländern ins Land der Väter eingewandert sind. Sie kamen zu den Juden, die schon dort lebten und die durch eine ständige Präsenz das Land über zweitausend Jahre hindurch markiert hatten.
Aber in der gleichen Zeit gab es auch eine arabische Immigration in dieses Land. Wo hat man das in den Medien gehört? Doch das ist alles in der Literatur verfügbar. Man kann es sogar auf Wikipedia finden. Man muss also nicht in komplizierte Bibliotheken gehen. Dort ist es ganz direkt und nur wenige Klicks entfernt.
Schon im neunzehnten Jahrhundert kamen Tausende von Ägyptern als Flüchtlinge. Auch Ägypten erlebte im neunzehnten Jahrhundert eine bewegte Geschichte. Diese Menschen kamen als Flüchtlinge. Darüber hinaus wanderten Araber aus dem Gebiet ein, das später Libanon heißen sollte – damals gab es diesen Staat noch nicht, da es das Osmanische Reich war. Ebenso aus dem Gebiet, das später Syrien und Jordanien genannt werden sollte.
So gab es eine arabische Immigration zur gleichen Zeit, als auch Juden einwanderten. Gerade in den kritischen Kommentaren hört man oft: „Die Juden haben den Arabern das Land weggenommen.“ Wie bitte? Hat man schon einmal davon gehört, dass auch Araber Arabern Land weggenommen haben, indem sie im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert eingewandert sind?
Was hat die Menschen so angezogen? Juden, die das Land aufbauten und wieder bewirtschafteten, schufen Arbeitsplätze in Palästina. Das zog viele an, und sie konnten so aus ihrer Armut herauskommen.
Die politische Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg und die Entstehung von Staaten
Nun, wie gesagt, das Osmanische Reich war eine kolonialistische Herrschaft über das einstige Land Israel. Diese Herrschaft reichte über eine ganze Kette von Mächten, angefangen bei den Römern, dann über die muslimische Umma, also die muslimische Gemeinschaft nach dem Tod von Muhammad, die die Macht als Kalifat übernommen hatte. Ich habe erwähnt, dass diese Dynastien das Land beherrschten, zwischendurch auch die Kreuzritter, und schließlich 400 Jahre lang das Osmanische Reich im Nahen Osten.
Auf der Karte sieht man dieses Großreich, das türkische Reich. Es gab also nie einen Staat Palästina. Das existierte nicht. Aber woher kommt eigentlich der Name Palästina? Warum sagt man nicht mehr Israel? Das war doch immer das Land Israel, wie ich gesagt habe, bis ins Jahr 70 nach Christus. Sogar noch ein bisschen länger, bis ins Jahr 135 nach Christus.
Dann hatte der römische Kaiser Hadrian eine solche Wut auf das jüdische Volk, dass er beschloss, Jerusalem nicht mehr Jerusalem zu nennen, sondern Elija Kapitolina, also dem Jupiter, dem Gott des Kapitols, geweiht. Juden durften die Stadt fortan nicht mehr betreten. Außerdem benannte er das Land in Palästina um, was Philisterland bedeutet.
Im Alten Testament war das Land der Philister ein Landstrich am Meer, genau dort, wo heute der Gazastreifen liegt, und die umliegenden Gebiete. Im Alten Testament heißt es Bela-schet, Philister, das Philisterland, und das war ein kleines Gebiet, das Land der Philister. Diese waren übrigens Einwanderer aus der Ägäis, die besonders um 1200 vor Christus dort eingewandert sind.
Diese Einwanderung erfolgte nach der Auswanderung der Juden aus Ägypten, also des jüdischen Volkes, des Volkes Israel. Ab etwa 1200 vor Christus kam es zu einer zweiten großen Einwanderungswelle der Philister aus der Ägäis. Sie entwickelten sich zu Todfeinden Israels, wie man in der Bibel nachlesen kann.
Im Buch der Richter, am Ende der Richterzeit, sieht man, dass die Philister die Todfeinde Nummer eins Israels waren. Danach folgte die Zeit von König Saul. Am Schluss des Buches der Richter, aber auch im Buch Samuel, in dem die letzten Richter Eli und Samuel vorkommen, und dann König Saul, sind die Philister ständig die Todfeinde Israels – bis auf König David.
Im Jahr 135 n. Chr. nannte Kaiser Hadrian das ganze Land Israel auf Lateinisch Palästina, also Philisterland, nach den einstigen Todfeinden Israels. Es gab aber nie einen Staat Palästina auf dem Boden des gesamten Landes Israel. Palästina war lediglich eine Provinz des Osmanischen Reiches.
Dann kam 1914 der Erste Weltkrieg – der schrecklichste Krieg, den man sich bis dahin vorstellen konnte. Es war der erste Weltkrieg, ein Krieg, bei dem alle fünf Kontinente betroffen waren. Das hatte es in der Geschichte noch nie gegeben.
In diesem Weltkrieg von 1914 bis 1918, bei dem etwa 18 Millionen Menschen getötet wurden, stellte sich das Osmanische Reich auf die Seite Deutschlands. Das führte dazu, dass die Alliierten, auch Entente-Mächte genannt, Frankreich und England, das Osmanische Reich angriffen, zerschlugen und schließlich auflösten.
Man kann sich vorstellen, dass eine Armee die Schweiz angreift und sagt: „So, und jetzt lösen wir die Schweiz auf, die gibt es nicht mehr.“ Genau das haben die Alliierten mit dem türkischen Reich gemacht. Daraus entstand die moderne Türkei, die als Rumpf übrig blieb.
Während des Krieges, nämlich 1917, veröffentlichten die Engländer ein Dokument, die Balfour-Erklärung. Darin versprach die britische Regierung, sich dafür einzusetzen, dass in Palästina eine jüdische Heimstätte, eine nationale jüdische Heimstätte, entstehen sollte.
Im zweiten Abschnitt heißt es: „His Majesty's Government view with favour the establishment in Palestine of a national home for the Jewish People.“ Also: Die königliche Regierung betrachtet es mit Wohlwollen, dass in Palästina eine nationale jüdische Heimstätte geschaffen wird.
Nach dem Krieg übertrug der Völkerbund – der Vorgänger der UNO – England 1920 das Mandat für Palästina. Ein Mandat bedeutet einen Auftrag. England sollte dafür sorgen, dass es eine politische Neuordnung in dem Gebiet Palästina gibt.
Der gesamte Nahe Osten, das ehemalige Osmanische Reich, sollte politisch neu geordnet werden, sodass verschiedene Staaten entstehen konnten. So entstanden in der Folge Ägypten, Irak, Libanon, Syrien, Jordanien und Saudi-Arabien. Diese Staaten gab es vorher nicht.
Es war eine umfassende Neuordnung. England hatte also den Auftrag, Palästina neu zu ordnen. Und jetzt eine große Überraschung: Palästina war das gesamte heutige Land Israel, ohne die Golanhöhen, aber inklusive des Gazastreifens und des Westjordanlandes.
Diese Gebiete sind auf der Karte nicht eingezeichnet, weil es sie damals in dieser Form nicht gab. Niemand sprach damals vom Gazastreifen oder vom Westjordanland. Diese geographischen Einheiten entstanden erst später.
Wir sehen also ganz Israel von heute plus das, was heute Jordanien heißt. Jordanien gehörte damals zu Palästina.
Noch eine Überraschung, die oft in den Medien nicht erwähnt wird: Es gab kein palästinensisches Volk. Niemand kannte damals ein palästinensisches Volk – das gab es nicht.
Was gab es dann? Einwohner von Palästina. Das waren arabische Muslime, arabische Christen, Juden und auch Minderheiten aus anderen Ethnien, zum Beispiel eine ganze Reihe Deutscher, besonders im Gebiet Haifa.
All diese Menschen waren Palästinenser. Sie bekamen von England eine Identitätskarte, auf der „Palästina“ stand. Jeder Jude, der dort lebte, war ein Palästinenser.
Deshalb hieß ihr Sinfonieorchester „The Palestinian Symphony Orchestra“. Ihre Zeitung, die später die Jerusalem Post werden sollte, hieß „The Palestinian Post“. Der Name Palästina wurde für solche Organisationen und Einrichtungen verwendet.
Es gab kein palästinensisches Volk, sondern einfach Araber, Juden und andere Gruppen.
England, im Rahmen seines Mandats vom Völkerbund, traf 1921 folgende Entscheidung: Sie schnitten von Palästina alles östlich des Jordans ab und sagten: „Natürlich haben wir in der Balfour-Erklärung gesagt, wir richten den Juden einen Nationalstaat in Palästina ein. Aber in diesem Papier stand nicht, wo genau, und nicht, welche Teile.“
Die Engländer erklärten, dass sie auch etwas für die Araber tun wollen. Diese sollten einen Staat östlich des Jordans gründen können. Dieser Staat wurde 1946 Jordanien.
Zunächst nannte man es Transjordanien, also jenseits des Jordans, später dann Jordanien. Schade, dass man es nicht Ostpalästina genannt hat. Dann wüssten nämlich alle, dass es längst einen palästinensischen Staat gibt, der 77 Prozent des ursprünglichen Palästinas umfasst.
Hierfür mache ich vielen Medien den Vorwurf, dass sie diese Fakten nicht erzählen. Aber vielleicht sind sie schwer zugänglich? Nein, mit ein paar Klicks findet man das schon auf Wikipedia. Und dann gibt es noch ernsthaftere Literatur.
Wenn man an der Hochschule studiert und eine Arbeit schreibt – sei es eine Diplomarbeit oder Bachelorarbeit – fasst man viele Bücher zusammen. Dabei sollte man möglichst nicht Wikipedia zitieren, weil das beim Professor nicht gut ankommt.
Allerdings sucht auch ein Professor, der sich schnell in ein Thema einarbeiten will, oft zuerst auf Wikipedia und greift dann auf wissenschaftliche Literatur zurück.
Wie gesagt, das war mein Punkt: Wikipedia ist ein guter Einstieg. Man findet dort viele Informationen.
Nun hatten die Juden also noch 23 Prozent des Landes, aber zunächst bekamen sie nichts. 1946 gab es immer noch keinen jüdischen Staat in Palästina.
Die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und die Gründung Israels
In den Jahren von 1939 bis 1945 ereignete sich der Zweite Weltkrieg, der noch schrecklicher war als der Erste. Etwa 70 Millionen Menschen wurden getötet. Das jüdische Volk wurde von Hitler systematisch ausgerottet. Dabei wurden sechs Millionen, inzwischen wissen wir sogar von sechseinhalb Millionen ermordeten Juden. Das war ein unerhörtes Gräuel, das auf europäischem Boden geschah – begangen von den Nazis und ihren Kollaborateuren, die sie in vielen Ländern Europas hatten.
Übrigens waren die Nazis auch mit dem damaligen großen Führer der palästinensischen Araber verbunden: Amin al-Hajj Husseini, der Großmufti von Jerusalem, war ein persönlicher Freund Hitlers. Er plante, die Ziele der Nazis im Land Palästina weiterzuführen. Das muss man wissen. Was viele nicht wissen oder verschweigen, ist, dass er ein Verwandter von Yassir Arafat war. Arafat, der Palästinenser, erhielt sogar den Friedensnobelpreis, obwohl er als Terrorist galt und unter anderem eine Schweizer Botschaft in Jordanien in die Luft gesprengt hatte. Ich möchte das nicht beschönigen. Man muss sich bewusst sein, wie viele Menschen er auf dem Gewissen hat.
Diese Verbindung muss man vor Augen haben: Es gab eine direkte Verbindung zu den Nazis. In Europa wurden 6,5 Millionen Juden ermordet. Der Völkerbund konnte den Zweiten Weltkrieg nicht verhindern. Deshalb sagte man sich, die Organisation sei nicht ausreichend, man brauche etwas Besseres, das wirklich den Frieden sichert. So wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die UNO gegründet.
Eine der ersten Sitzungen der UNO fand im November 1947 statt. Dort wurde der Teilungsplan verabschiedet. Die UNO stellte die Frage: Soll in Palästina eine jüdische Heimstätte entstehen? Die Mehrheit der damaligen UNO-Mitglieder stimmte sofort und klar mit Ja. Warum? Die westlichen Nationen standen unter dem Eindruck der geöffneten Konzentrationslager in Europa. Alle waren schockiert. Es war klar: Dieses jüdische Volk war zweitausend Jahre lang nirgends auf der Welt willkommen und wurde ständig verfolgt.
Von Jahr 70 bis 1947 starben 13 Millionen Juden, verteilt über alle Jahrhunderte hinweg. Deshalb sagten die westlichen Nationen: Ja, die Juden sollen einen Staat gründen können. Unter dem Eindruck der Judenvernichtung setzten sie sich mutig gegen die arabischen Staaten in der UNO durch. Diese tobten und warnten: Wenn ein Judenstaat in Palästina gegründet wird, werden wir ihn sofort vernichten. Es werde ein Vernichtungskrieg werden.
Doch die westlichen Nationen hatten den Mut, dem zu widersprechen. Heute ist das oft anders. Die UNO beschloss, den Juden nicht 23 Prozent, sondern, wie auf der Karte zu sehen, die blauen Gebiete im Norden beim See Genezareth, entlang des Mittelmeers, inklusive der Scharon-Ebene, und im Süden, hauptsächlich die Negev-Wüste, zuzuweisen. Das sind 12,6 Prozent des Landes. Die Juden sagten Ja, sie akzeptierten diesen Plan, denn Hauptsache war, einen Staat gründen zu können.
Das war natürlich eine Täuschung. Warum bekommen wir nicht alles? Nein, sagte die UNO, aus den restlichen Gebieten, die auf der Karte rot und grün eingezeichnet sind, solle ein arabischer Staat entstehen. Das war die Überlegung. Dabei muss man sagen: Ein zweiter arabischer Staat, denn einen mit 77 Prozent gab es ja schon – und das war Jordanien, auch als Ostpalästina bezeichnet.
Die Juden sagten Ja, die Araber sagten Nein. Das wäre die historische Chance gewesen. Israel erklärte bei seiner Staatsgründung am 14. Mai 1948, als direkte Folge des UNO-Beschlusses, dass dieser Judenstaat, wie in der Balfour-Erklärung beschrieben, umgesetzt werden soll.
Zur Balfour-Erklärung muss ich noch etwas erklären: Sie hat im internationalen Recht keine Kraft. Doch in Sanremo hat der Völkerbund in den 1920er Jahren die Balfour-Erklärung übernommen und zu Völkerrecht erklärt. Das wird in vielen Darstellungen nicht erwähnt, was ich kritisiere. Wer bringt schon alle Seiten? Es wurde zu Völkerrecht erklärt.
Die Juden sagten: Gut, wir nehmen, was wir können. Bei der Staatsgründung erklärte der erste Ministerpräsident Ben Gurion, man strecke den Arabern die Hand zum Frieden entgegen. Der Wunsch war eine friedliche Koexistenz, die auch wirtschaftliche Zusammenarbeit einschloss, wie man es gewohnt war.
Denn seit der jüdischen Emigration im 19. Jahrhundert nach Palästina hatten die Juden die Araber angestellt und ihnen Arbeitsplätze gegeben. Zusammenarbeit war ganz normal und üblich. Doch die Araber rund um Israel und auch die Araber, die später Palästinenser genannt wurden – aber erst seit 1968, was ich noch erklären werde, denn erst seit 1968 gibt es das palästinensische Volk in dem heutigen Sinn – lehnten dies ab.
Vorher sprach man immer von Arabern. Das wäre die Möglichkeit gewesen, einen Nahen Osten des Friedens und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufzubauen. Doch man sagte Nein. In der Nacht vom 14. Mai, der Staatsgründung, auf den 15. Mai brach der totale Krieg aus. Neun hochgerüstete Armeen griffen Israel an, um es auszurotten. Es war ein Vernichtungskrieg.
Dieses Ereignis wurde in der Bibel vorausgesagt.
Biblische Prophetie und die Kriege um Israel
In Psalm 83 – und ich muss betonen, dass die Psalmen ein prophetisches Buch sind, ein Buch, das die biblische Prophetie auf das Herz und die persönlichen Bedürfnisse anwendet – hört man eine Sprache, die in der Geschichte so noch nie gehört wurde.
Im Jahr 1947/48 wird Psalm 83, Vers 5 besonders deutlich: „Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie vertilgen, damit sie keine Nation mehr seien und der Name Israel nicht mehr gedacht werde.“ Danach werden die völkischen Namen aufgezählt, die sich in einem Bund zusammengeschlossen haben, um Israel zu vernichten. Ich lese gleich vor: „Denn sie haben sich mit einmütigem Herzen beraten, sie haben einen Bund gegen dich geschlossen.“ Diese Feinde, die Israel ausrotten wollen, haben also einen Bund geschlossen.
Ich muss erklären: Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945, schlossen sich sieben arabische Nationen zu einem Bund zusammen, der Arabischen Liga. Das Ziel war, zu verhindern, dass jemals ein Judenstaat in Palästina entsteht. Als der Staat Israel dann doch gegründet wurde, wurde das Ziel der Arabischen Liga die Vernichtung Israels. Genau wie es hier steht: Die Feinde haben einen Bund geschlossen, und sie sagen, der Name Israel soll ausgelöscht werden.
Dann werden die alten völkischen Namen aufgezählt: die Zelte Edoms und die Ismailiter, Moab und die Hageritter, Gebal und Ammon und Amalek, Philister – das ist das Philisterland, das Gebiet des Gazastreifens und Umgebung. „Samt den Bewohnern von Tyrus, auch Assur hat sich ihnen angeschlossen; sie sind den Söhnen Lots zu einem Arm geworden.“
Nun übersetze ich kurz diese alten Namen. Es ist eine Sensation, denn mit diesen alten Namen werden alle sieben Gründungsmitglieder der Arabischen Liga angedeutet. Wir haben hier die Zelte Edoms, Ammon und auch Moab. Diese Gebiete entsprechen dem heutigen Jordanien. Ammon war ein Volk im Norden Jordaniens, nördlich vom Toten Meer. Der Hauptstädtename Amman geht auf Ammon zurück. Jenseits des Toten Meeres lag das Gebiet von Moab, südlich davon Edom. So haben wir hier in den Versen 7 und 8 Moab, Edom und Ammon – Jordanien war also ein Gründungsmitglied.
Weiter haben wir die Hageritter, ein Stamm, der in der Antike im südlichen heutigen Syrien lebte. Syrien war ebenfalls Gründungsmitglied. Dann werden zwei Städte erwähnt: Tyrus und Gebal (Dschibel auf Arabisch), im Süden und Norden des heutigen Libanon. Libanon war ebenfalls Gründungsmitglied, ebenso wie Jordanien und Syrien.
Die Ismailiter waren arabische Stämme in der Antike im Gebiet der saudischen Halbinsel. Aus der saudischen Halbinsel schlossen sich Saudi-Arabien und Jemen dem Bund damals an. Außerdem wird Assur erwähnt, ein Reich im Norden des heutigen Irak. Irak war auch Gründungsmitglied. Amalek war ein Volk in der Wüste Sinai, im heutigen Ägypten. Ägypten war ebenfalls Gründungsmitglied.
So sehen wir in diesem poetischen Text – es ist ein Gedicht, kein politischer Text, sondern ein prophetischer Text in Gebetsform – wie Israel in der Endzeit zu Gott klagt: „Sie wollen uns alle auslöschen. Sie haben einen Bund gegen uns geschlossen.“ Und alle diese Gründungsmitglieder der Arabischen Liga werden angedeutet. Das hat sich 1947/48 erfüllt.
Obwohl es eine totale Übermacht war, wurden 1949 alle Gegner besiegt. Die UNO schaltete sich mit einem Waffenstillstand ein. Das ist immer wieder so gewesen: Die UNO erzwang in kriegerischen Auseinandersetzungen oft ein Ende, bevor das Problem wirklich gelöst war. So wurde die Sache nie endgültig geklärt. Darum ist es gefährlich, wenn die UNO einen Waffenstillstand fordert. Israel war Sieger und kam mit Landgewinn aus dem Krieg hervor.
In diesem Krieg, der darum ging, dass Juden im Land ihrer Väter überleben konnten, gab es viele Phasen. Der Krieg war kompliziert 1948/49, aber hier nur kurz: Astot, eine einstige Philisterstadt am Meer, wurde am 28. Oktober 1948 erobert und übernommen. Aschkelon folgte am 5. November 1948, Ekron schon früher am 6. Mai 1948.
Jetzt lesen wir etwas aus Zephanja, dem Propheten Zephanja, Kapitel 2, Vers 4: „Denn Gaza wird verlassen und Aschkalon eine Wüste sein, Aschdott eine Wüste sein, Aschkalon eine Wüste sein, Aschkalon eine Wüste sein, am hellen Mittag wird man es vertreiben, und Ekron wird entwurzelt werden. Wehe den Bewohnern des Landstrichs am Meer, der Nation der Kreter!“ Die Philister stammten ja unter anderem aus der Ägäis, aus Kreta, und lebten hier um 1200 vor Christus.
Dann heißt es weiter: „Das Wort des Herrn kommt über euch, Kanaan, Land der Philister, und ich werde dich vernichten, dass kein Bewohner mehr bleibt. Der Landstrich am Meer wird zu Weideplätzen voller Hirtenzisternen und Kleinviehhürden werden. Es wird ein Landstrich für den Überrest des Hauses Juda sein. Sie werden darauf weiden und sich am Abend in den Häusern Aschkalons lagern. Denn der Herr, ihr Gott, wird sich ihr annehmen und ihre Gefangenschaft wenden.“
Nun könnte jemand sagen: „Bitte, eine biblische Einordnung! Dieser Text könnte sich doch auf die Zeit Alexanders des Großen oder die römischen Eroberungen beziehen.“ Wie soll man das in Zusammenhang mit unserer Zeit bringen?
Das ist wichtig: Wenn man biblische Prophetie studiert, muss man die ganze Bibel studieren, Kapitel für Kapitel, Vers für Vers, und alle biblischen Bücher zeitlich und geschichtlich einordnen – genauso bei den prophetischen Büchern. Es ist wichtig, sich eine Übersicht über alle 66 Kapitel von Jesaja, alle 52 Kapitel von Jeremia, alle 48 Kapitel von Hesekiel und auch alle kleinen Propheten sowie die Offenbarung im Neuen Testament zu verschaffen.
Man muss das so erarbeiten, dass beim Lesen von Offenbarung 8 sofort Bezüge zu Zephanja oder Habakuk klar werden. Wenn das nicht der Fall ist, besteht die Gefahr, etwas Falsches zu glauben. Beim Bibelstudium ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Abschnitte bereits in der Geschichte erfüllt wurden und welche noch zukünftig sind.
Zephanja 2,4-7 steht im Kontext der Endzeit. Kapitel 1 und Kapitel 2 bis Vers 3 sprechen vom „Tag des Herrn“ (Yom Adonai). Dieser Tag ist in der Bibel immer die Zeit, wenn der Messias als König und Richter der Welt kommen wird. Es handelt sich also nicht um eine Erfüllung in der Zeit Zephanjas, sondern um die Endzeit, wenn Jesus Christus wiederkommt. Das ist der Abschluss der Weltgeschichte, bis Gott sein Reich aufrichtet.
Endzeit bedeutet nicht Weltuntergang, sondern den Abschluss der Herrschaft der Menschen, die nicht in der Lage waren, Frieden auf Erden zu schaffen. Nur Jesus Christus wird das können. Zephanja behandelt genau diese Zeit.
Nun noch eine Erklärung: Wenn man sich die Übersicht über die Prophetie verschafft, sieht man, dass für die Endzeit vorausgesagt wird, dass das jüdische Volk aus aller Welt wieder in das Land der Väter heimkehren wird. Das wird zum Beispiel in Hesekiel ab Kapitel 33, 34, 35, 36 usw. beschrieben. Dort wird die Zeit beschrieben, wenn der Messias schließlich als König kommt. Hesekiel 36, Vers 24 sagt: „Ich werde euch sammeln aus allen Nationen und euch in euer Land bringen, spricht Gott zu Israel.“ Das erleben wir seit 1882, darum ist es Endzeit.
Daher muss auch Zephanja 2, Vers 4 etwas mit der Endzeit zu tun haben. Am 6. Mai 1948 wurde Ekron entwurzelt, wie es dort steht. Das war die Operation Barak durch die Givati-Brigade, die arabisch Akir heißt. Akir wurde erobert, die Ortschaft zerstört und durch das jüdische Kiryat Ekron ersetzt. Das ist genau das, was mit „entwurzelt werden“ gemeint ist.
Was war mit Ashtot am 28. Oktober? Damals marschierte die ägyptische Armee in dieses Gebiet ein. In der Operation „Ten Plagues“ (Zehn Plagen) wurden die Ägypter abgeschnitten und konnten sich nur mit Mühe befreien. Mit ihnen flohen die lokalen Araber. Danach entstand ein jüdisches Dorf, in dem vor allem jüdische Flüchtlinge aus Marokko aufgenommen wurden. „Ashtot am hellen Mittag wird man vertreiben“ – sie flohen und wurden vertrieben.
Auch Aschkalon wurde am 5. November erobert. Die israelische Armee bombardierte den Ort mit der Luftwaffe. So erfüllte sich die Prophetie, dass Aschkalon eine Wüste wurde.
Heute sind Aschdott und Aschkalon wieder aufgeblüht, ebenso Kiryat Ekron. Jeder Punkt wurde erfüllt: Aschkalon wurde eine Wüste, Ashtot wurde am hellen Mittag vertrieben, Ekron wurde entwurzelt.
Was Gaza betrifft, so hat sich das nicht erfüllt. Die ägyptische Armee hielt Gaza damals. Oft erstreckt sich die Erfüllung der Prophetie in Etappen. Gottes Wort erfüllt sich immer, aber nicht immer sofort vollständig.
Wir können viele Beispiele aus der Bibel anführen, wo sich die Erfüllung in mehreren Etappen vollzog. Ein Beispiel ist die Prophetie über Tyrus in Hesekiel. Ein Teil erfüllte sich, dann kam nach Nebukadnezar eine weitere Phase mit Alexander dem Großen. So erfüllte sich die Prophetie nach und nach, manchmal über Jahrtausende, bis schließlich jedes Wort erfüllt wurde.
Aktuelle Situation in Gaza und die Rolle Israels
Und nun Gaza City heute. Ein Bild aus diesen Tagen: Hunderttausende sind bereits nach Süden geflohen, und jetzt sind sie an der Reihe. Die Hamas wollte sie daran hindern und die Menschen als Schutzschild benutzen, damit sie von Israel bombardiert werden. Israel sagt, sie haben kein Problem mit dem Volk; das Volk soll gehen, nur die Hamas wird bestraft. Und die Menschen gehen. Gaza wird verlassen werden.
So eindrücklich ist eine Stadt mit über einer Million Einwohnern, von denen die meisten schon gegangen sind oder gerade gehen. Wir sind einfach Zuschauer.
1948/49 waren die Araber enttäuscht, dass es nicht möglich war, Israel auszurotten und die Juden zu vernichten. Da sagten sie: Das werden wir später machen. Die Sowjetunion hat sie mit modernen Waffen aufgerüstet. 1967 war die Überzeugung da: Jetzt werden wir es schaffen.
Im Mai 1967 verkündete der panarabische Führer Gamal Abdul Nasser: „Unser Hauptziel besteht in der Vernichtung Israels“ – die gleiche Sprache wie im Jahr 1983. Auch hier zeigt sich eine Prophetie in Phasen: Phase I ist 1948, Phase II ist 1967.
Dann brach der Sechstagekrieg aus. Die Folge war, dass Israel am Ende überlebte, und nach sechs Tagen herrschte an allen Frontabschnitten Ruhe. Eine totale Übermacht wurde geschlagen, und das war eine Katastrophe für die arabische Welt. Abdul Gamal Nasser fiel später in Depressionen.
Warum? Wie kann man in Depressionen fallen, weil man ein Volk nicht ausrotten konnte? Das hängt damit zusammen, dass im Islam seit dem Gründer Muhammad die Überzeugung besteht, dass der Islam seine Wahrheit durch militärische Überlegenheit zeigt. Deshalb ist es für eine muslimische Nation eine Katastrophe, militärisch geschlagen zu werden. Für sie ist das quasi der Beweis, dass ihr Glaube nicht stimmt.
Das ist ganz anders im christlichen Glauben. Dort kann es einem sehr schlecht gehen, und das ist kein Beweis gegen den Glauben. David hat gedichtet: „Und wenn ich auch wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“
Der Muslim ist durch seine Religion gezwungen, der Stärkere zu sein. Darum war die Niederlage 1967 eine absolute Katastrophe. 1948 hätte Israel von neun Armeen ausgerottet werden müssen, aber es gelang nicht. Wieder standen mehrere Armeen Israel gegenüber, und nach sechs Tagen waren sie geschlagen.
Man sagte sich: Wir müssen es später machen. Beim nächsten Mal müssen wir Israel mit einem Überraschungskrieg angreifen und nicht vorher ankündigen. Das geschah am Jom Kippur 1973, an dem Tag, an dem kein israelisches Radio und kein Fernsehen die Reserve hätte mobilisieren können. Die meisten Menschen gingen in die Synagoge, denn der Jom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag.
Da wurde der totale Krieg eröffnet: der Jom-Kippur-Krieg 1973. Es war eine Katastrophe für Israel mit großen Verlusten. Doch während des Krieges änderte sich die Lage, und schließlich besiegte Israel die Angreifer.
Die Frage war immer: Wann kommt der nächste Schlag?
Wir haben gesehen, dass Israel 2005 den Gazastreifen verlassen hat. Alle Siedler mussten gehen, das befahl damals Ministerpräsident Ariel Scharon. Auch die Soldaten mussten abziehen. Gaza sollte autonom sein und die Menschen in Freiheit leben können.
Doch gleich darauf übernahm die Hamas die Macht im Gazastreifen. Sie bauten eine militärische Festung mit 500 Kilometern Tunneln und einer unglaublichen Menge an Raketen, unterstützt vom Iran. Dazu kommen zahlreiche Panzerabwehrraketen.
Was jetzt ans Licht kommt, ist unglaublich. Das alles geschah, weil Scharon damals sagte: „Wir gehen raus, wir wollen Frieden. Sie können ohne Besatzung leben.“ Doch was passierte? Das Problem mit den Raketen entstand, und jetzt diese Situation mit der Hamas.
Was soll Israel tun? Israel wird von der ganzen Welt kritisiert. Doch was soll eine Armee tun, die den Auftrag hat, ihr Volk zu schützen? In Römer 13 steht in der Bibel, dass Gott dem Staat das Schwert gegeben hat, der Obrigkeit, nicht der Gemeinde. Wir Christen haben kein Schwert, keinen Machtanspruch und kein Gewaltmonopol. Aber der Staat hat das, und die Aufgabe, seine Bürger zu schützen.
Was würden die Staaten dieser Welt tun, wenn das geschehen wäre, was am 7. Oktober über Israel hereingebrochen ist? Und das angesichts dieser Festung. Gaza ist insgesamt als Gazastreifen eine Festung.
Israel hat sich entschieden, mit Bodentruppen einzugreifen. Die Zukunft des Gazastreifens wird ganz neu geordnet werden. Was wir für die Zukunft wissen, ist: Schliesslich – ich sage nicht morgen – wird dieser Streifen zu einem Weideplatz für Schafe und Ziegen werden.
Was haben wir da gelesen? Zephanja 2. Dann ist das Problem gelöst. Keine Tunnel mehr mit Waffenvorräten bei Kindergärten, Krankenhäusern, Jugendhäusern und so weiter. Es wird ganz neu geordnet werden.
Die Bibel sagt das voraus, und wir können zusehen. Dieses Buch ist so alt, aber es ist Gottes Wort. Und alles erfüllt sich so eindrücklich.
Es war auch vorausgesagt, dass dieses Land eine Wüste werden sollte, nachdem das jüdische Volk zerstreut worden war. Und dass, wenn das jüdische Volk zurückkehrt, die Wüste wieder aufblühen wird. Das ist alles hier beschrieben.
Ich habe ein Buch geschrieben: „Leben wir wirklich in der Endzeit? 180 erfüllte Prophezeiungen“. Darin behandle ich alle diese Prophezeiungen im Einzelnen und wie sie sich erfüllt haben. Gaza wird verlassen, Ekron wird entwurzelt – das ist dort nicht drin, auch Aschdod und Aschkelon nicht. Wir haben alle 180 Prophezeiungen behandelt.
Das zeigt uns: Gott hat alles in der Hand.
Und übrigens, wenn jetzt jemand sagt, das stimmt doch gar nicht, Palästina war nicht einfach eine Wüste, empfehle ich zum Schluss noch Buchempfehlungen: das Buch von Benjamin Kedar „The Changing Land Between the Jordan and the Sea – Aerial Photographs from 1917 to the Present“.
Dort sieht man auf der rechten Seite schöne Farbbilder, wie es heute aussieht, und links Bilder aus früherer Zeit, wie das Land verwüstet war. Ich lege das Buch später auf, dann kann man es durchschauen. Das ist absolut beeindruckend. Immer dieselben Gebiete. Man sieht also, es war wirklich so, und jetzt blüht alles auf.
So hat sich die Bibel erfüllt – und zwar nicht mit zwei oder drei Aussagen, sondern mit hundertachtzig allein in Bezug auf unsere Zeit. Viele hundert Prophezeiungen sind über andere Zeitabschnitte der Geschichte erfüllt worden. Das zeigt uns, dass die Bibel wirklich Gottes Wort ist.
Nun sind wir Zuschauer: Gaza wird verlassen.
Aber da sind wieder die Kritiker, die sagen: „Ja, aber diese Juden, die machen alles kaputt. Seht ihr das hier? Diese Juden können einfach nicht im Frieden zusammenleben.“
Wer aber hat 1948 gesagt: „Wir strecken die Hand zum Frieden aus“? Und es wurde abgelehnt. 1967 wurde es wieder abgelehnt, 1973 wieder abgelehnt, und die Hamas lehnt es bis heute ab.
Beispiel Golanhöhen: Frieden zwischen Juden und Arabern möglich
Aber jetzt möchte ich die Kritiker in dieser Sache herausfordern und eine Frage stellen. Gehen wir zusammen auf die Golanhöhen, eine idyllische Gegend, nicht wahr?
Die Golanhöhen wurden von Israel im Krieg 1967 erobert und anschließend besiedelt. Tausende von Juden haben sich dort angesiedelt, zusammen mit der arabisch sprechenden Bevölkerung, die dort lebte – das waren Syrer. Die Golanhöhen wurden Syrien abgenommen, um eine Pufferzone gegen Syrien zu schaffen.
Wenn wir zusammen durch diese Gegend fahren, befinden wir uns auf dem Hochplateau, das etwa tausend Meter über dem Meeresspiegel liegt. Es ist ein basaltisches, also ehemals vulkanisches Gebiet, eine wunderbare Gegend. Die arabisch sprechenden Leute pflanzen dort Apfelbäume mit sehr guten Äpfeln. Ich kann die sogenannten Kolanäpfel empfehlen. Die Juden legen viele Weinberge an – so kann man es vereinfacht beschreiben.
Es gibt dort keine Checkpoints und keine Terrorangriffe. Warum ist das möglich? Jeder kann die Antwort geben. Man muss erklären, warum Juden so friedlich mit ihren arabischen oder arabisch sprechenden Nachbarn leben können, während es in Gaza so schwierig ist.
Der Punkt ist: Diese arabisch sprechenden Leute sind hauptsächlich Drusen, keine Muslime. Der orthodoxe Islam lehrt, dass ein Gebiet, das einmal vom islamischen Gesetz beherrscht wurde, nie mehr von Nichtmuslimen regiert werden darf. Das heißt, Juden und Christen dürften nie über ehemals muslimisches Gebiet herrschen.
Darum geht es der Hamas nicht: Es ist nicht die Frage, ob Israel viel oder wenig Land hat – gar nichts dürfen sie haben. Das ist eine streng orthodox islamische Sichtweise.
Die Drusen hingegen haben eine andere Religion und andere Lehren. Sie müssen sich dem Staat unterordnen, in dem sie leben. Sie haben allerdings Angst, dass Israel die Golanhöhen eines Tages wieder an Syrien abgibt. Dann würden sie schwer bestraft werden, weil sie so freundlich zu den Juden waren.
Deshalb ist es üblich, dass sie die israelische Staatsbürgerschaft, die ihnen angeboten wurde, ablehnen. Sie wollen Syrer bleiben. Und so funktioniert das Zusammenleben – es funktioniert.
Ich muss noch etwas zum Schluss erzählen: Wenn man vom Flughafen Ben Gurion auf der Autobahn Nummer eins nach Jerusalem fährt, sieht man auf der Seite Abu Gosch, eine Stadt, deren Name auf einen Gangster zurückgeht. Abu Gosch war ein arabischer Räuber, und viele Familien dort stammen von ihm ab. Wenn man an den Häusern vorbeigeht, sieht man immer wieder den Namen Abu Gosch.
Wie war das mit den Leuten von Abu Gosch im Jahr 1948? Damals drohten neun Armeen, Israel auszulöschen. Viele Araber sagten sich: Das könnte gefährlich für uns sein, wenn wir im Kriegsgebiet sind. Sie flüchteten. Sie dachten, die Juden würden ausgerottet, und danach könnten sie zurückkehren. Doch die neun Armeen wurden geschlagen.
Israel erklärte, dass diejenigen, die gegangen sind, um abzuwarten, bis Israel ausgelöscht ist, nicht zurückkommen dürfen. Viele Flüchtlinge gingen ins Westjordanland, nach Jordanien oder in den Libanon. Dort sagte man nicht: Wir nehmen euch auf, wie man das in Europa mit Flüchtlingen macht. Nein, ihr bleibt Flüchtlinge, und eure Kinder bleiben Flüchtlinge, damit gegen Israel eine Flüchtlingswaffe eingesetzt werden kann.
So ist es bis heute geblieben. Aber was hat Abu Gosch gemacht? Die Araber sind geblieben. Heute ist es eine blühende Stadt. Dort leben Muslime, man sieht überall Minarette. Aber es gibt keine Probleme. Ich kann problemlos nach Abu Gosch gehen, ohne Angst zu haben.
Ich wurde zweimal lebensgefährlich von Palästinensern angegriffen. Das ist wirklich nicht angenehm. Einmal war ich unten am Tempelberg, habe einer Gruppe die Ausgrabungen auf dem Ofel erklärt, und dann flog ein Stein zwei Meter neben mir herunter. Einer hat den Stein als Andenken mitgenommen und mir später gezeigt. Er hatte scharfe Kanten – vom Tempelberg heruntergeworfen.
Aber in Abu Gosch habe ich keine Probleme. Das zeigt: Auch mit Muslimen kann man in Frieden zusammenleben.
Viele Muslime sagen: Frieden ist mir wichtiger, als das, was der orthodoxe Islam über Juden lehrt. Es geht also. Es wäre möglich, und es gibt Beweise dafür.
Die Frage ist: Wenn es um Frieden geht – wir können keinen Weltfrieden schaffen. Ich habe gesagt, nur Jesus Christus wird den Weltfrieden bringen können.
Aber was können wir tun? Das Erste ist: Wir können Frieden mit Gott bekommen.
Frieden mit Gott als Grundlage für Frieden in der Welt
Römer 5,1: Paulus sagt: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott.“ Und das ist das Wichtigste.
Wir alle haben von Natur aus ein Problem mit Gott. Deshalb fehlt uns der Frieden in dieser Welt. Weder der Völkerbund noch die UNO können diesen Frieden bringen. Das Wichtigste aber ist der Frieden mit Gott.
Man muss sich darüber im Klaren sein, wo man sich Gott und seinem Wort gegenüber in seinem Leben verschuldet hat. Die Bibel sagt, wenn wir unsere Schuld Gott bekennen, bereuen und danken, dass Jesus Christus als Stellvertreter die Strafe, die wir verdient haben, auf sich genommen hat, dann rechnet Gott uns dieses Erlösungswerk von Golgatha zu und vergibt uns alle Schuld.
So erhalten wir Frieden mit Gott. Das ist etwas Wunderbares: Frieden mit Gott zu haben, zu wissen, dass Gott nichts mehr gegen mich hat. Wenn ich einmal vor ihm stehen werde, brauche ich keine Angst zu haben, weil alles gut ist.
Frieden mit Gott ist wunderbar, und ich wünsche das allen. Man wird sehen, dass dieser Frieden auch hilft, Frieden in der Familie und am Arbeitsplatz zu haben – nicht immer, denn es gibt Menschen, die Streit suchen. Man kann noch so sehr versuchen, Frieden zu schaffen.
Darum steht im gleichen Römerbrief, Kapitel 12: „So viel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden.“ In der Bedingung: „So viel an euch ist.“ Manchmal geht es eben nicht. Doch dieser Friede in unserem Herzen kann sich auch auf unsere Umgebung ausweiten.
Dabei dürfen wir nicht meinen, wir könnten den Frieden in der Welt bringen. Nein, das wird Jesus Christus bringen, der nach Jesaja 9,6 genannt wird: der Saar-Shalom, der Fürst des Friedens. Er wird Frieden für die Welt bringen.
Aber es ist schön, dass in einer friedlosen Welt ein besetztes Gebiet existieren kann, in dem das Reich Gottes schon regiert. Wie Paulus im Kolosserbrief sagt: „Der Friede Christi regiere in euren Herzen.“
Jesus Christus hat gesagt in Johannes 14: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Dieser Frieden ist der grundsätzliche Frieden, den er am Kreuz geschaffen hat. Diesen Frieden erhält man, wenn man heute seine persönliche Schuld Gott bekennt und Jesus Christus als persönlichen Retter annimmt.
Frieden mit Gott bedeutet aber nicht, dass das Leben danach einfach wird. In all den Prüfungen, die kommen, kann dieser Frieden verloren gehen. Doch Jesus Christus sagt: „Meinen Frieden“ – das ist der Frieden, den er in seinem Herzen empfand, als er durch diese Welt des Unfriedens ging – „diesen Frieden gebe ich euch.“
Das ist etwas, das er immer wieder gibt. Im Griechischen bedeutet das „durativ“: „Ich gebe euch immer wieder.“ So kann man Frieden erleben, Shalom, in einer Welt, die diesen Frieden noch nicht kennt.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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