Generierte Mitschrift
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Einführung in die Grundfrage
Das Thema Schöpfung oder Evolution beschäftigt uns alle. Letztlich geht es um die Beantwortung der Frage: Woher komme ich?
In den vergangenen zweitausend Jahren war das den meisten Menschen hier im Westen klar: Gott ist der Schöpfer. Er hat die Welt in sechs Tagen gemacht, wie es in der Bibel steht.
Aber in der Aufklärungszeit, im siebzehnten Jahrhundert, wurde damit ein Bruch gemacht, zunächst allerdings nur unter Intellektuellen. Im neunzehnten Jahrhundert sehen Sie hier Charles Darwin, den Begründer der modernen Evolutionslehre, ein Jahr vor seinem Tod abgebildet. Er veröffentlichte 1859 sein Buch On the Origin of Species, über die Entstehung der Arten. Darin rückte er von der Vorstellung ab, dass Gott der Schöpfer ist, und behauptete, dass sich das Leben durch Zufall und Notwendigkeit selbst entwickelt habe.
Die Frage nach der Herkunft des Menschen ließ er zunächst noch ausklammern. Das wäre zu diesem Zeitpunkt noch zu schockierend gewesen. Einige Jahre später gab er dann das Buch Die Abstammung des Menschen heraus. Darin behauptete er, der Mensch sei ebenfalls aus dem Tierreich heraus entwickelt worden. Es brauche keinen Schöpfer, um die Schöpfung zu verstehen.
Auch dieses Buch wurde damals mit großem Applaus aufgenommen, allerdings ebenfalls vor allem unter Intellektuellen. Erst im zwanzigsten Jahrhundert, also in einer Zeit, in der sich das Abendland entchristianisiert hat, wurde dieses Denken allgemein akzeptiert. In einer Zeit des Abfalls vom Christentum ist diese Lehre also allgemein anerkannt worden. Auch für die Kinder unter uns ist es ganz normal, dass sie Evolution lernen, also zufällige Abstammung und Entwicklung.
Die Evolutionslehre besagt also, dass sich das Leben über lange Zeiträume selbst entwickelt hat. Die Version des zwanzigsten Jahrhunderts sagt: Vor etwa zwanzig Milliarden Jahren hat es im Weltall geknallt. Alle Materie war an einem Punkt konzentriert und explodierte. Ob es nun vor zwanzig Milliarden Jahren war oder ein paar Monate früher oder später, darüber streitet sich niemand. In der Folge seien dann alle Sterne, Sonnen, Planeten und Galaxien entstanden. Vor viereinhalb Milliarden Jahren auch die Erde und vor 600 Millionen Jahren dann das erste Leben.
Ein Einzeller habe sich dann immer höher entwickelt. Hier sehen wir die Stufe der Fische, dann die Stufe der Reptilien, die Stufe der Säugetiere und schließlich den Menschen, gewissermaßen von der Amöbe bis zu Goethe.
Das stand in krassem Gegensatz zur Lehre der Bibel, die im Abendland fast zweitausend Jahre lang als göttliche Autorität gesehen wurde. Das galt auch für solche, die nicht persönlich wirklich Christen waren und in einer inneren Beziehung zu Jesus Christus standen. Aber allgemein galt doch: Hier haben wir die göttliche Offenbarung, Gottes Wort in geschriebener Form. Hier können wir erfahren, woher wir kommen.
Die Bibel lehrt auf der ersten Seite, dass Gott am Anfang die Himmel und die Erde geschaffen hat. Am ersten Schöpfungstag hieß es, dass das Licht in die Finsternis leuchten soll, und Gott hat in sechs Tagen dieses Meisterwerk der Schöpfung gemacht.
Übrigens: Die Erde war das allererste, am ersten Tag. Die Himmelskörper kommen erst am vierten Tag. Das zeigt auch die zentrale Bedeutung der Erde, dass sie älter ist als die Galaxien im Weltall, älter als die Sterne.
Das ist die biblische Lehre, und sie wurde hier im Westen über so lange Zeiträume als autoritativ, als absolute Wahrheit gesehen. Aber das hat sich geändert.
Die Bibel lehrt auch, dass die Erde durch die weltweite Sintflut eine ganz einschneidende Veränderung erfahren hat. Durch eine weltweite Überschwemmung mussten natürlich schwere geologische Folgen entstehen. Die Bibel lehrt auch, dass es in der Folge der Sintflut eine Gebirgsauffaltung auf Erden gegeben hat. Das sind alles Dinge, die wir aus dem biblischen Bericht entnehmen können.
Petrus sagt in 2. Petrus 3, dass in der Endzeit Menschen kommen werden, denen diese Dinge, wie wir sie jetzt in der Bibel gesehen haben, 1. Mose 1 und 2 und dann im Sintflutbericht 1. Mose 6 bis 9, verborgen sind. Sie nehmen das also nicht mehr ernst. Aber eben erst in der Endzeit.
Nun ist es interessant, dass die Bibel an anderen Stellen deutlich macht: Die Endzeit ist die Zeit, in der das jüdische Volk aus einer weltweiten Zerstreuung ins Land der Väter zurückkehrt. Wir wissen, dass wir in dieser Zeit leben. Seit über fünfzig Jahren gibt es den Staat Israel.
Die Bibel sagt also voraus, dass gerade in dieser Zeit die biblischen Offenbarungen von Schöpfung und Sintflut abgelehnt, ja offen abgelehnt und belächelt werden würden.
Interessant ist: Bis 1800 haben praktisch alle Wissenschaftler in Europa geglaubt, dass der Schöpfungsbericht und der Sintflutbericht Wahrheit sind. Erst im neunzehnten Jahrhundert ist diese Wende gekommen. Deshalb muss man sich heute fragen: Besteht zwischen Bibel und Wissenschaft ein Konflikt?
Ja, und ich denke, am meisten betroffen von diesem Konflikt sind die Kinder unter uns, denn in der Schule bekommen sie das dauernd zu spüren.
Aber wenn jemand sagt, es gebe einen Konflikt zwischen Bibel und Wissenschaft, dann müssen wir zurückfragen: Was verstehst du eigentlich unter Wissenschaft? Was ist Wissenschaft?
Wir können das ganz einfach erklären: Wissenschaft ist ein Haus mit einem Erdgeschoss und einem ersten Stock. Im Erdgeschoss haben wir den Bereich der Tatsachen. Da geht es um Beobachtungen, die man immer wieder neu machen kann. Es geht um Funde, die man ausgräbt. Es geht um Erfahrungen, um Experimente und so weiter. Das ist alles sehr interessant.
Aber das allein genügt noch nicht für Wissenschaft. Was nützt es uns, wenn wir so viele Informationen aus Beobachtungen, Funden und Experimenten haben? Irgendwie muss man diese Dinge auch in einen größeren Zusammenhang bringen können. Man muss sie interpretieren. Man muss sich fragen, was diese Dinge bedeuten. Und da gehen wir in den ersten Stock hinauf.
Das ist der Bereich der Interpretation. Da zieht man aus den Beobachtungen und aus den Funden Schlussfolgerungen. Da kann man auch spekulieren, also sich irgendwelche Dinge im Kopf zusammenbrauen. Man kann da auch seine Philosophie hineinbringen, also sein Denken über den Wert des Lebens, über die Bedeutung des Lebens und so weiter. Seine Weltanschauung, seine religiösen Überzeugungen – das kann alles hier hineinkommen.
Wichtig ist aber, dass wir diese Bereiche immer wieder deutlich auseinanderhalten. Dann stellt sich nämlich die Frage: Wenn es zwischen Bibel und Wissenschaft einen Konflikt gibt, besteht dieser Konflikt zwischen dem Erdgeschoss oder dem ersten Stock?
Und plötzlich stellen wir fest: Ja, wenn es um Wissenschaft geht, wo es dauernd nur um Beobachtungen und Experimente geht, dann haben wir überhaupt kein Problem zwischen Bibel und Wissenschaft. Niemand sagt heute, Physik oder Chemie und so weiter seien ein Problem, um an die Bibel glauben zu können.
Aber wir haben einen Spezialfall, wenn es um Evolution geht. Da geht es nun nicht nur um Dinge, die man heute beobachten könnte, sondern es geht um Dinge, von denen man denkt, sie hätten einmal stattgefunden, aber niemand kann zurückgehen. Also geht es da überhaupt nicht um ein Problem im Zusammenhang mit Beobachtungen und Experimenten.
Und das ist auch interessant: Der Konflikt ist ganz speziell in diesem Bereich, im Bereich der Schlussfolgerungen, der Spekulationen, der Philosophie, die in die Wissenschaft hineingebracht wird. Gerade in Verbindung mit Evolution spielt dieser Bereich eine ganz erstrangige Bedeutung.
Nun mache ich eine Behauptung: Wenn wir die Bibel mit dem Erdgeschoss vergleichen, also mit den Tatsachen, dann haben wir hier Übereinstimmung. Aber wenn wir die Bibel mit dem Bereich der Interpretationen im ersten Stock vergleichen, dann sind Konflikte möglich. Nicht zwingend nötig, aber sie sind möglich. Und das ist doch schon eine sehr interessante Feststellung.
Also: Wenn Ihnen jemand sagt, die Bibel sei im Widerspruch zur Wissenschaft, dann sagen Sie: Ja, was meinst du? Im Widerspruch zum Erdgeschoss oder zum ersten Stock? Dann versteht er wahrscheinlich nicht, und dann müssen Sie ihm erklären, was Sie damit meinen. Und so kommen wir im Gespräch schon wieder einen Schritt weiter.
Beobachtung und Deutung im Vergleich
Jetzt wollen wir das, was wir so theoretisch angeschaut haben, mit dem Haus, in die Praxis umsetzen. Wir gehen miteinander in den Zoo und schauen uns diese beiden Exemplare an. Das ist ein Homo sapiens, das ist ein Orang-Utan.
Wir können feststellen: Da gibt es deutliche Ähnlichkeit, ja? Beide haben ganz ähnlich aussehende Arme und Hände. Bei den Füssen ist es ein bisschen weniger ähnlich, aber doch, auch da gibt es Ähnlichkeit. Und manche denken, insbesondere bei Bartträgern, ist die Übereinstimmung verblüffend, manchmal sogar bis ins Verhalten hinein, aber nur manchmal, ja.
Nun, man könnte sagen: Ja, das ist vielleicht nur so rein äusserlich. Aber machen wir das Äusserliche und auch den Bart mal weg. Und Sie sehen hier ein menschliches Skelett, hier ein Affenskelett. Auch da sind doch die Übereinstimmungen im Aufbau, in der Anatomie, schlicht verblüffend.
Aber das ist nun der Bereich des ersten Stocks. Im Bereich der Beobachtung stellen wir fest: Zwischen Menschen und Affen gibt es sehr grosse Ähnlichkeiten, natürlich auch riesige Unterschiede. Denn Affen sind zum Beispiel absolut unfähig, eine Sprache zu lernen. Man hat es versucht, und alle Versuche sind gescheitert, es geht nicht, denn ihnen fehlen auch die Zentren im Gehirn, die Voraussetzung wären, um Sprache zu produzieren und zu verstehen. Aber eben, wie gesagt, die Übereinstimmungen sind einfach da.
Jetzt wollen wir das interpretieren. Jetzt gehen wir in den ersten Stock. Ja, man könnte das interpretieren als Verwandtschaft, gemeinsame Abstammung, denn wir kennen das auch aus der Beobachtung. Sie sehen hier Mama und Papa und die beiden Kinder. Der Sohn ist ganz der Papa, die Tochter ganz die Mutter.
Man kann das sogar noch ausweiten. Hier sehen Sie den Grossvater. Und denkt man den Schnauz und den Ziegenbart weg, dann ist hier wirklich eine durchgehende Linie über Generationen zu sehen. Abstammung ist eine Erklärung für Verwandtschaft. Aber wichtig: Das ist nur eine Möglichkeit.
Es gibt manche Lehrer, die sagen: Seht ihr, da sind Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Tieren? Das ist ein Beweis für gemeinsame Abstammung. Und da sollten Schüler ganz anständig sagen: Aber man könnte das doch nicht einen Beweis nennen, man sollte dem sagen, das ist eine Möglichkeit.
Aber wir kennen doch, und jetzt kommen die Jungs dran, Ähnlichkeiten auch bei den Autos. Die Ähnlichkeit dort ist nicht entstanden durch gemeinsame Abstammung, sondern durch die gleiche Grundidee der Konstrukteure. Also kann Ähnlichkeit auch ein Hinweis sein auf einen gemeinsamen Bauplan, der dahinter steckt.
Und so kann man Ähnlichkeit bei Menschen und Affen darauf zurückführen, dass ein Konstrukteur hier einen Grundbauplan ausgeführt hat, aber besonders dann für die Affen und wieder in einer besonderen Weise für die Menschen.
Nun sagt man uns natürlich, dass es eine Abstammung des Menschen aus dem Tierreich gegeben hat. Das kann man anhand von Fossilien beweisen, denn die ausgegrabenen Knochenüberreste, Versteinerungen, die zeigen, dass es hier eine allmähliche Veränderung aus dem Reich der Affen heraus bis hin zum Menschen gegeben hat.
Hier sehen Sie den Schädel, der den schönen wissenschaftlichen Namen hat: Zynianthropus. Jetzt kann man diese Schädel ja rekonstruieren, und das beeindruckt die Leute immer wieder in den Büchern. Aber schauen Sie: Jetzt haben zwei verschiedene Wissenschaftler den gleichen Schädel rekonstruiert. Der eine war der Überzeugung, der war schon recht menschenähnlich, der Zynianthropus, und hat ihn so rekonstruiert. Ein anderer Wissenschaftler war der Überzeugung: Nein, das war ein Affe, das hat mit einem Menschen gar nichts zu tun, und er hat den gleichen Schädel so rekonstruieren lassen.
Was Sie hier sehen, ist: Bei der Rekonstruktion der Weichteile und der Behaarung kann man seine eigene Fantasie einfliessen lassen. Also aufgrund vom Schädel die äussere Ausstattung wiederherzustellen, das ist sehr spekulativ, da liegt sehr viel eigene Interpretation drin. Denn über die Behaarung kann man gar nichts sagen.
Und es ist auch so: Wenn Sie mal beim Zahnarzt Bilder von Röntgenbildern anschauen, wo er vielleicht den grösseren Teil des Schädels aufgenommen hat, dann sehen Sie, dass man aufgrund des Schädels nicht unbedingt die Weichteile einfach so rekonstruieren könnte. Da kann also das Gesicht so oder so aussehen in der Rekonstruktion.
Wir sollten uns nicht beeindrucken lassen von diesen Zeichnungen, die Schädel und Skelette so rekonstruieren, dass es auf den ersten Blick sofort glaubwürdig aussieht, dass da eine allmähliche Veränderung vom Affen hin zum Menschen stattgefunden hätte.
Vielfalt innerhalb von Mensch und Tier
Wir gehen jetzt miteinander in eine Schädelausstellung. Es wird ein bisschen makaber, ja? Menschliche Schädel aus aller Welt.
Sie sehen hier Schädel aus Asien, Australien, Ozeanien usw. Was auffällt, ist: Der Mensch hat eine unglaublich große Variationsbreite. Also die Möglichkeiten, wie der menschliche Schädel in aller Welt sich zeigen kann, sind riesengroß. Übrigens: Bei den Affen ist die Variationsmöglichkeit, die Variationsbreite, noch zehnmal höher als bei Menschen.
Ja, ich will das noch ein bisschen weiter illustrieren. Das ist ein Wallisserschädel. Ja, so sehen Wallisser aus. Und das hier, ja, das können Sie vielleicht erraten, ist ein Bündnerschädel.
Nun, schauen Sie: Die Schweiz ist so klein, und trotzdem haben wir in unserer kleinen Schweiz eine recht große Variationsbreite an Schädeln. Aber die Welt ist noch ein bisschen größer als die Schweiz, und so leuchtet uns nun ein: Der Mensch hat also gewaltige Möglichkeiten, sich äußerlich zu präsentieren, wie er aussieht.
Und nun möchte ich einen Schädel aus alter Zeit vorstellen, das ist ein Neandertaler. Typisch für diese Schädel sind zum Beispiel diese dicken Augenwülste. Die kann man auf ganz furchtbare Weise rekonstruieren, sodass die ganz wüst aussehen. Wenn man sich dann vorstellen würde, ein solcher Neandertaler würde in einem Supermarkt auftreten, das würde ja alle Leute in Angst und Schrecken versetzen.
Aber schauen Sie: Dieser Schädel hat auch auffällige Augenwülste, aber das ist ein moderner Australier. Das ist ein richtiger Mensch wie Sie und ich, und niemand würde erschrecken, wenn der im Supermarkt auftaucht. Ein ganz normaler Mensch war das.
Ja, es ist so, dass ich von einem Arzt weiß, von einem Zahnarzt in New York, der an seinem Schädel sogar typische Homo-erectus-Merkmale festgestellt hat. Der ist vollkommen normal. Er ist ein Spezialist für Kieferchirurgie.
Ja, Sie sehen: Der Mensch hat also eine so große Bandbreite, dass er sogar Merkmale heute aufweisen kann, von denen man sagen würde, das sind Merkmale von Zwischengliedern zwischen Affe und modernem Menschen. Und dabei sind die Leute ganz normal.
Ja, machen wir mal einen Test. Hier sehen Sie den Australopithecus. Dieses komplizierte Wort heißt nichts anderes als Südaffe. Hier oben den Schädel einer Französin. Sie schauen mal den Unterschied im Schädelinhalt an. Das ist ganz gewaltig. Darum denken ja auch die Franzosen, dass sie ein besonders intelligentes Volk sind. Es ist so: Da wird auf viel mehr Gewicht gelegt, dass man eine Matur gemacht haben muss und so weiter, dafür haben sie ein ganz schlechtes System für Berufslehren. Da können sie von der Schweiz etwas lernen. Wir sind nicht so auf das Akademische abgefahren, glücklicherweise.
Ja, aber Sie haben ja das gelesen: Neun von zehn Frauen denken, größer ist besser. Einen größeren Schädelinhalt weist das hin auf größere Intelligenz hin. Und schauen Sie, dazwischen haben wir nun den Homo erectus. Homo heißt Mensch, erectus aufrecht, der aufrechtgehende Mensch. Das sei nun eine Zwischenstufe zwischen Affen und Menschen. Der Schädel ist schon etwas größer, aber natürlich nicht so groß wie bei einer modernen Französin aus dem zwanzigsten Jahrhundert.
Ja, jetzt haben wir aber hier auch noch mal den Australopithecus und hier eine moderne Französin. Und dazwischen, schauen Sie, eine Zwischenstufe. Sie sehen ja, wie der Schädel immer größer wird. Aber das ist der Australier von vorhin. Der normale Australier von vorhin, der im Supermarkt niemandem Angst macht.
Was Sie sehen: Wir könnten mit Schädeln von heute eine Abstammungsreihe konstruieren, von der wir mit Bestimmtheit wissen, dass es sie nie gegeben hat. Einfach dank der Variationsbreite der Schädel bei Menschen und bei Affen, wo sie sogar noch viel größer ist. Und so kommt es, dass sich diese beiden Bereiche überschneiden können, zum Beispiel auch was das Gebiss anbetrifft. Das menschliche Gebiss ist ja typisch so in einem U angeordnet, die Zähne, und bei den Affen ist das ein viel größerer Winkel. Aber mein ehemaliger Zahnarzt hat mir gesagt, er hatte mal einen Patienten, der sah wirklich so aus, als hätte er pavian-typische Merkmale. Gut, dort hing es aber noch zusammen mit einem Unfall, den er hatte, aber das war also möglich, sogar pavian-typisch als Mensch herumzugehen.
Übrigens: Früher war man ja sehr überzeugt davon, dass je größer der Schädel ist, je größeres Gehirn, desto größer auch die Intelligenz. Aber man ist heute effektiv davon abgekommen. Und zwar hat man ja erst festgestellt, dass Frauen durchschnittlich ein kleineres Gehirn haben als Männer. Und da war man also der Überzeugung, dass der Gehirninhalt mit der Intelligenz zusammenhängt. Aber später hat man herausgefunden, dass Inder im Durchschnitt einen größeren Gehirninhalt haben als Europäer, und dann ist man davon weggekommen.
Also, ich glaube, wir haben das verstanden: Durch die große Variationsbreite des Skeletts und des Schädels bei Menschen und Affen gibt es scheinbare Überschneidungen. Aber alles, was wir finden, können wir entweder in die Gruppe Affen oder in die Gruppe Homo, Menschen, zuordnen. Und wir sind überhaupt nicht gezwungen, aufgrund der gefundenen Schädel und Skelette an eine allmähliche Entwicklung zu glauben, sondern wir können es wissenschaftlich verantworten, dass es zwei Bereiche gibt, mit großer Variation, und da gibt es in verschiedenen Merkmalen Überschneidung.
Information, Zellkern und geistige Ordnung
Jetzt gehen wir zu einem ganz anderen Thema. Und zwar wollen wir uns mit Molekularbiologie beschäftigen. Etwas ganz Kompliziertes, meint man. Aber es ist ganz einfach.
Wir Menschen bestehen ja alle aus Zellen. Wenn wir ein Stück Haut nehmen würden und es unter das Mikroskop stellen, dann sehen wir, dass der Mensch aus solchen Zellen aufgebaut ist. Man kann das vergleichen mit den Steinen eines Hauses. So wie ein Haus aus Steinen aufgebaut ist, so ist der Mensch aus Milliarden von Zellen aufgebaut.
In jeder Zelle unseres Körpers haben wir auch noch einen Zellkern. Der ist ganz besonders interessant, denn dort ist eigentlich die Schaltstelle, oder man könnte sagen, dort ist die Kommandozentrale einer Fabrik untergebracht. Hier wird im Zellkern genau festgehalten, wie die Zelle arbeiten muss, was sie tun muss, wie sie sich entwickeln muss. Alles ist hier aufgeschrieben.
Der Rest der Zelle kann verglichen werden mit einer Fabrik, mit den Fabrikhallen, wo die Befehle, das Wissen aus der Schaltstelle, umgesetzt wird. Und zwar ist es so: Diese Information, diese Befehle, dieses Wissen im Zellkern ist aufgeschrieben mit einem Code, also mit Buchstaben, könnte man sagen, aber es sind chemische Buchstaben. Es gibt im Ganzen vier verschiedene Moleküle, die immer wieder nach einem bestimmten Schema angeordnet sind, immer in Dreiergruppen. Je nachdem, wie sie angeordnet sind, bedeutet es etwas anderes.
Nicht wahr, bei Morsen können wir ja mit zwei Zeichen alles ausdrücken, was wir wollen. Mit Punkt und Strich kann man alles sagen. Aber der Code im Zellkern hat nicht zwei Zeichen, sondern mit vier Zeichen kann er alles sagen. Man hat übrigens in der Mathematik herausgefunden: Diese Information im Zellkern könnte man ja auch anders aufschreiben, zum Beispiel mit fünf Zeichen oder mit nur drei oder mit nur zwei. Aber man hat herausgefunden, vier ist das Ideale, um auf kleinstem Raum die höchste Menge an Information wiederzugeben. So, wie wir aufgebaut sind, ist das einfach das Ideale. Aber es ginge theoretisch auch anders.
Diese Information ist immer doppelt angelegt in den normalen Zellen, außer in den Geschlechtszellen. Dort ist sie nur einfach. Das ist ja logisch, weil es dann eine Kombination gibt zwischen der weiblichen und der männlichen Zelle. So entsteht ein Kind. Also dort im Zellkern steht genau geschrieben, wie man mich bauen muss: meine Augen, Farben, mein Kopf, der ganze Aufbau ist dort festgehalten. Und bei einer Erbse findet sich in jeder Zelle die Information, wie man eine Erbse bauen muss. Und bei einem Krokodil, wie man ein Krokodil bauen muss. Das ist wunderbar.
Und man hat ausgerechnet: Diese Informationsmenge, die so verkleinert im Zellkern vorhanden ist, entspricht Tausenden von Büchern. Also wir haben in jeder Zelle eine Bibliothek von Tausenden von Büchern. Aber allerdings: Eine Hautzelle, die ja nicht nochmals ein Auge produziert, wie bei mir, sondern die produziert immer wieder nur Hautzellen. Und zwar ist das so eingerichtet: Es ist zwar in jeder Hautzelle bei mir die ganze Information drin, die ganze Bibliothek, aber nur die Stelle ist frei, geöffnet, wo steht, wie man Hautzellen bauen muss. Und bei jeder anderen Zelle da steht wieder speziell, wie man diesen Teil des Menschen bauen muss. Nur das ist freigeschaltet, aber der Rest ist auch enthalten.
Wir sind wandelnde Bibliotheken. Stellen wir uns vor, wir bestehen aus Milliarden von Zellen, und in jeder Zelle gibt es Tausende von Büchern. Es ist unglaublich, ja, wirklich unglaublich. Und es ist eine Tatsache. Und es ist alles dermaßen komprimiert auf idealste Weise im Zellkern untergebracht.
Und nun stellt sich die Frage: Woher kommt diese Information? Ist das Zufall, oder ist das Planung? Nun, wir wissen ja: Von jedem Computerprogramm, das läuft, hat jemand es hergestellt. Niemand glaubt, dass komplizierte Computerprogramme einfach so entstehen, indem man etwas hineintippt in den Computer. Niemand glaubt so etwas, sogar bei den Programmen, die nicht richtig laufen. Wir glauben, dass eine Intelligenz dahinter war.
Aber wie ist das jetzt mit dem Zellkern? Stellen wir uns vor: Zum Beispiel ist ja in jeder Zelle auch die Information, wie unser Gehirn gebildet werden muss. Aber wir kennen nichts Komplizierteres im ganzen Universum als unser Gehirn. Und es ist ja so: In der Hirnforschung hat man gewaltige Fortschritte gemacht in den vergangenen Jahren. Aber einer der führenden Gehirnchirurgen in der Schweiz hat mir gesagt: Das meiste wissen wir nicht. Man weiß extrem viel, aber das meiste wissen wir immer noch nicht. Es ist so kompliziert, und kein Mensch könnte mit seiner größten Intelligenz so etwas hinkriegen.
Ja, wir kriegen nicht einmal eine ganz einfache, in Anführungsstrichen, einzellige Lebensform hin. Auch heute ist es ja nie möglich gewesen, nur die geringste Form von Leben herzustellen mit Intelligenz. Aber in der Schule lernen wir: Es war doch möglich, ohne Intelligenz, dass dies alles entstanden ist. Schon eigenartig. Mit Intelligenz geht es nicht, aber man sagt, ohne Intelligenz war es möglich.
Ja, wenn wir nach Hause kommen und sehen auf dem Tisch das, was Sie hier sehen: Scrabble, Buchstaben zusammengefügt, und es gibt hier einen Sinn: Liebe, Mutter, komm heim! Ja, was denken Sie? Hat da das Kind, das alleine zu Hause war, einfach so zufällig etwas zusammengeschoben, oder war da Intelligenz am Werk? Wir reagieren also auf so etwas sofort: Ja, da hat jemand geschrieben, bewusst geschrieben, nicht einfach zufällig zusammengesetzt.
Aber wenn wir nach Hause kommen und sehen das auf dem Tisch: eyuk nehey pebwa chue et rdne, ja, dann nehmen wir nicht an, dass das Kind etwas schreiben wollte. Vielleicht wollte es, aber es konnte es nicht, ja? Es hat die Intelligenz zum Schreiben schon, aber es hat es noch nicht gelernt. Also die Fähigkeit des Schreibens war noch nicht da. Das ist zufällig zusammengesetzt. Zufall führt zu irgendetwas, zu Chaos.
Aber wir wissen aus der Erfahrung: Intelligenz, wenn die auf die Materie einwirkt, wie die Scrabble-Steine, dann entsteht plötzlich Sinn, Inhalt. Mit anderen Worten, wir können auch sagen: Information ist immer eine geistige Größe, das ist keine materielle Größe. Wenn ich mit meinen Kindern abends bete, dann füllt sich doch meine Lunge mit Luft und geht wieder hinaus. Und mein Sprechapparat bewegt sich und so weiter. Das sind alles materielle Funktionen. Aber niemand würde doch sagen, das Gebet, das ich spreche, das sei Materie. Sondern man kann sagen: Die Materie trägt das Geistliche, das Geistige. Die Materie ist der Träger. Die Materie kann Geistiges tragen, ist aber selbst nicht das Geistige.
Übrigens werden ja viele Millionen Dollar eingesetzt, um Signale aus dem Weltall abzufangen. Man baut riesige Radars und Empfangsstationen, um Signale aus dem Weltall abzufangen. Und Wissenschaftler sagen: Wenn wir einmal ein Signal bekommen, das eine ganz besondere Struktur in seinem Aufbau hat, dann können wir daraus schließen, dass es Intelligenzen im Weltall gibt, ja?
Wenn natürlich irgendetwas Chaotisches an Signalen hereinkommt, dann denkt man ja, das kommt irgendwie von einem Stern her. Aber wenn da plötzlich eine Struktur drin ist, wie das in einer von Menschen gewirkten Botschaft über Funk geht, dann schließen wir daraus: Es gibt Intelligenzen im Weltall.
Und die gleichen Leute sagen: Schauen Sie mal den Zellkern an, da gibt es eine gewaltige geballte Information. Aber wir wissen mit Bestimmtheit, dass diese Information ohne Intelligenz entstanden ist. Ist das logisch?
Erdschichten, Fossilien und Katastrophen
Ja, wir gehen zu einem neuen Thema über. Sie sehen, wir machen einen riesigen Streifzug durch die Wissenschaft. Jetzt gehen wir zu den Erdschichten über.
Es ist ja so, dass es auf der ganzen Welt Erdschichten gibt, wie wir das jetzt hier sehen. Ein besonderes Phänomen, und das können wir beobachten. Die grosse Frage ist nun: Woher kommen diese Erdschichten?
Es ist so, dass es nicht nur einfach verschiedene Erdschichten gibt, in der ganzen Welt, sondern in den Erdschichten gibt es auch Fossilien, also versteinerte Überreste von Menschen, Elefanten, Sauriern, Walfischen, Trilobiten usw. Es gibt Milliarden, nicht Millionen, Milliarden von versteinerten Lebewesen in den Erdschichten weltweit.
Aber das sind solche, die vom Schöpfungsbericht und solche, die von der Evolutionslehre überzeugt sind, beide sind sich da einer Meinung, denn das kann man beobachten. Wo die Unterschiede entstehen, das ist allein im ersten Stock bei der Interpretation dieser Funde. Wir haben nie ein Problem mit den Tatsachen, dass es Erdschichten gibt, dass es Fossilien gibt. Das interessiert Menschen auf beiden Seiten.
Aber es sei mal erlaubt, die Frage: Wie entstehen eigentlich Fossilien? Im Normalfall entstehen keine Fossilien, denn wenn Tiere sterben und auch Menschen, dann zersetzen sie sich auf ganz natürliche Weise, verwesen, und schliesslich ist nichts mehr oder kaum mehr etwas davon zu sehen. Das ist dieser wunderbare Kreislauf in der Natur, der alles wieder abbaut.
Übrigens, im Wilden Westen, da gab es doch Prärien voll mit Millionen von Bisons, das war die Nahrung der Indianer. Dann kamen die Weissen, und die hatten so Freude am Ballern, und schossen haufenweise diese Bisons tot auf den Prärien, liessen sie liegen und haben so die Nahrung der Indianer, ihre Nahrungsgrundlage, massiv zerstört. Was ist aus den Bisons geworden, wo sind die Versteinerungen? Die sind nicht mehr da, nichts mehr zu finden. Es wurden Millionen abgeknallt, die sind nicht mehr da. Eben, im ganz normalen Kreislauf der Natur wurden sie abgebaut.
Aber wie entsteht ein Fossil? Ganz besonders ideal ist es, wenn ein Lebewesen in fliessendem Wasser plötzlich von Schlamm zugedeckt wird und so vom Sauerstoff abgeschnitten wird. Dann besteht die Chance, dass ein Fossil entsteht. Also es braucht etwas Katastrophisches, eine kleine Katastrophe oder eine grosse Katastrophe, aber nicht die normalen Umstände.
Mit anderen Worten: Die Tatsache, dass die ganze Welt erfüllt ist von Milliarden von versteinerten Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen, weist darauf hin, dass hier etwas Katastrophisches geschehen ist. Nun, es gibt Orte mit richtigen Massengräbern von Lebewesen, die zusammengeschüttet sind, versteinert beieinander, über grosse Flächen hinweg, und das weist hin nicht auf eine kleine Katastrophe, sondern auf eine sehr grosse Katastrophe. Es gibt Orte, wo Millionen von Fischen zusammen versteinert gefunden worden sind. Das weist also auf ganz gewaltige Katastrophen hin, die übrigens alles, was wir in der heutigen Zeit beobachten können, bei weitem übersteigt.
Also, wir haben hier Spuren von Katastrophen in der Vergangenheit, die alles übersteigen, was uns sonst aus der bekannten Zeit, wo man schriftlich überliefert, bekannt ist. Es ist jetzt elf Uhr, wir machen Pause!
Wir sind stehen geblieben bei den Fossilien als Zeugen einer Katastrophe, wie sie sich heute seit Menschengedenken nie mehr ereignet hat. Jetzt schauen wir miteinander einige Fossilien an, aus diesen Milliarden.
Da, ein Fisch. Ich weiss nicht, ob das ein Frühstück war oder Abendessen, jedenfalls wurde dieser Fisch also so plötzlich überrascht, dass er mit seiner Mahlzeit gar nicht mehr fertig werden konnte. Er wurde also plötzlich in Schlamm verschüttet und so ideal, dass er uns als Versteinerung so wunderbar erhalten bleiben konnte.
Nicht unbedingt sehr spektakulär, aber doch sieht man diesen Krebs, wie er da verschüttet und versteinert ist. Das war aber nicht beim ersten Mal. Übrigens, das Bild ist seitenverkehrt. Er war also ursprünglich, das muss man drehen, er ist hier gelandet, aber er wollte da noch fliehen, das ist eine Fluchtspur, und das hier auch. Das sind zwei Fluchtspuren. Der wurde also mehr als einmal zugeschüttet, und dann beim letzten Mal, da konnte er nicht mehr davon.
Nein, so ist es richtig, das war die erste Fluchtspur, zweite Fluchtspur, das Bild ist doch richtig, ja? Und hier ist er verendet. Aber es zeigt ein bisschen, wie schnell das hier gegangen ist. Ich sage nicht, so spektakulär, aber man muss doch bedenken: Im Allgemeinen wird angenommen, die Erdschichten seien durch Ablagerungen entstanden, ganz allmählich, Millimeter um Millimeter in Tausenden von Jahren, Zentimeter um Zentimeter in Millionen von Jahren. Aber so ist das nicht geschehen hier, das ist plötzlich geschehen.
Und die ganze fossile Welt gibt eben Zeugnis von katastrophischer Entstehung der Erdschichten, und nicht durch diese Prozesse, wie wir das heute beobachten können, durch Winderosion, durch Regenerosion, durch Abtragung der Flüsse, so allmählich, sondern ganz schnell.
Hier ein eindrückliches Beispiel: Das ist ein Krokodil, und sieht nicht gerade in der angenehmsten Stellung aus, ja? Das könnte man interpretieren als im Todeskampf überrascht, zugeschüttet und versteinert. Und so schön erhalten, in allen Details.
Hier das Fossil einer Biene, die soll Millionen von Jahren alt sein, nach evolutionistischer Auffassung. Aber das Problem ist, man hat keine Unterschiede zu den heutigen Bienen hier feststellen können. Und im Lauf von Millionen von Jahren sollte ja doch irgendetwas geschehen. Nicht wahr, nach evolutionistischer Auffassung wird im Lauf der Zeit aus einem Frosch ein Prinz. Wenn man glaubt, dass das plötzlich geschieht, dann ist es ein Märchen. Und wenn man dem Frosch ein paar hundert Millionen Jahre gibt, dann ist das Wissenschaft.
Aber eben, hier stellt man gar keine Veränderung fest im Lauf von Millionen von Jahren. Und schliesslich, man hat gesucht und gesucht, hat man doch einen Unterschied gefunden, und zwar ist der Stachel hier etwas breiter als der der heutigen Bienen, glücklicherweise. Aber ich meine, es ist ja auch etwas Besonderes, wenn die Biene so in die Schichten hier eingepresst wurde, dass da auch der Stachel ein bisschen breiter wird. Ja, Spass beiseite, das ist schon tragisch.
Hier haben wir einen Ichthyosaurus vor uns, also eine Dame, einen weiblichen Ichthyosaurus, und Sie sehen, die Dame war schwanger. Hier die Plazenta, mit den zwei Jungen, eins noch drin, eins ist schon draussen, sieht man das? Dieser Fischsaurier wurde also so gewaltig übermannt durch die Katastrophe, dass sogar die Plazenta hier hinten rausgedrückt wurde. Das sind nicht einfach so gewöhnliche Situationen. Rausgeschleudert, mit dem Jungen drin und noch ein Junges daneben.
Preisfrage: Was ist das? Ich höre nichts. Ja, das ist ein Saurier, der gerade aus dem Ei ausschlüpft. Und da sind schon zwei Ausgeschlüpfte daneben. Aber die wurden durch die Katastrophe überwältigt und sogar im Schlüpfvorgang versteinert konserviert. Das zeigt uns alles: Es ging alles schnell, es ging alles plötzlich, es ging katastrophisch vor sich, kam das Licht der Welt erblickend und schon getötet durch eine Katastrophe.
Übrigens, Saurier, auch die ganz Grossen, die schlüpften aus Eiern aus. Also auch die ganz Grossen wie Diplodocus und Prontosaurus usw., die waren am Anfang alle ganz klein, aus einem Ei. Aber bei den Reptilien ist das so: Die wachsen das ganze Leben, und wenn die lange leben, dann werden sie auch riesengross.
Man hat auch viele Orte gefunden, wo Fossilien, wie zum Beispiel aufrecht stehende Bäume bis zu siebzehn Meter Höhe, aufrecht in den Schichten drinstecken. Also da kann niemand der Meinung sein, diese Schichten seien Millimeter um Millimeter in Jahrtausenden abgelagert worden, denn dann wäre ja der Baum schon längst verfault und verrottet, so wie das bei unseren Bäumen geschieht, wenn sie absterben. Aber der wurde vollständig konserviert.
Das ist ein Beweis dafür, dass diese Schichten ganz schnell gebildet wurden, über riesige, über viele Meter, innerhalb von kürzester Zeit, so dass der Baum gar nicht mehr verrotten konnte, sondern versteinert erhalten blieb.
Das ist eine Sandsteinablagerung, und was hier besonders ist, diese Kreuzschichtung. Sehen Sie das? Eine Kreuzschichtung entsteht nie durch allmähliche Ablagerung, sondern es ist eine ganz plötzliche Bildung. Und man kann das im Labor simulieren, und zwar unter ganz starken Wasserströmungen kann man genau dieses Bild kriegen, und zwar so, dass innerhalb von Minuten meterhohe Schichtpakete gebildet werden, mit genau dieser Abbildung.
Auch da, das ging nie Millimeter um Millimeter, Zentimeter um Zentimeter, sondern diese Kennzeichen weisen hin auf plötzliche, gewaltige Schichtenbildung, wie wir das normalerweise heute nirgends beobachten können.
Schlussfolgerung aus den Spuren der Vergangenheit
Nun kommen wir zu einem Fazit, zu einer Schlussfolgerung: Sowohl fossile als auch geologische Funde weisen auf eine gewaltige Überschwemmung hin.
Wir haben gesagt: Wenn es um die Beobachtung der Erdschichten und der Fossilien geht, dann unterscheiden sich diejenigen, die an die Schöpfung glauben, nicht von denen, die an Evolution glauben. In der Interpretation unterscheiden wir uns jedoch sehr wohl. Was wir aus der Schöpfungslehre und dem Sintflutbericht sagen können, ist: Man kann das, was man findet, besser im Rahmen von Schöpfung und Sintflut erklären als im Rahmen der Evolution, wo alles allmählich und möglichst ohne Katastrophe abgelaufen sein soll.
1830 glaubten in Europa fast alle Geologen daran, dass die Erdschichten durch die Sintflut oder sintflutähnliche Katastrophen entstanden sind. Diese Änderung kam erst ab 1830.
Jetzt wollen wir uns etwas mit Biologie beschäftigen, und zwar mit der Frage der Arten, der Entstehung der Arten. Es ist eine Tatsache, dass es zum Beispiel ganz verschiedene Hunderassen gibt. Und wir wissen, dass sie alle miteinander verwandt sind, denn man kann alle Hunderassen untereinander kreuzen, direkt oder indirekt. Ja, so kleine, ganz, ganz kleine Köter kann man nicht mit großen kreuzen, aber indirekt geht es. Man kann A mit B kreuzen und B mit C und C mit D. Dann weiß man, dass A auch mit D verwandt ist. Nicht wahr?
So kann man sagen: Hunde, aber auch Füchse wie hier, Kojoten und der Spitz hier, das gehört alles in einen Grundtyp hinein. Denn man kann sie direkt oder indirekt alle miteinander verbinden.
Wenn die Bibel darüber spricht, dass Gott in 1. Mose 1 alle Lebewesen nach ihren Arten geschaffen hat, dann bedeutet das nicht, dass dort die Arten gemeint sind, die heute bestehen. Er hat einen Spitz geschaffen, einen Fuchs, einen Kojoten, einen Wolf usw. Nein, wir können davon ausgehen, dass er einen Grundtyp geschaffen hat, der im Erbgut die Möglichkeit zur Variation hatte.
Es ist ja so: In meinem Erbgut steht mehr drin, als was ihr an mir sehen könnt. Ja, auch eine andere Augenfarbe ist da drin und so weiter, aber bei mir kam nur etwas davon heraus. Das heißt, unser Erbgut ist eigentlich ein Sammelbecken von Information. Darum gibt es Variation, das können Sie bei meinen Kindern sehen.
In der Schöpfungsforschung hat das dazu geführt, dass man begonnen hat zu betonen: Der Begriff der Arten heute in der Biologie ist nicht einfach gleichzusetzen mit dem Begriff der Arten im Schöpfungsbericht. Denn diese Aufsplitterung konnte sich durch natürliche Zuchtauswahl in der Natur und auch durch künstliche Zucht später so entfalten.
Ja, da haben wir zum Beispiel eine Kreuzung zwischen Hund, Fuchs und Kojote, alles zusammengekreuzt. Das funktioniert. Und das macht uns deutlich, dass wir es hier mit einem Grundtyp zu tun haben, der eben viel, viel weiter gefasst ist als das, was wir heute als Art verstehen.
Aber was zum Beispiel nicht möglich ist: Man kann Hunde, Füchse und Kojoten nicht mit Nashörnern kreuzen oder mit Pferden. Das heißt, der Begriff der Art ist weiter gefasst, als wir das manchmal denken. Aber es gibt dann ganz deutliche Grenzen, über die hinaus kommt man nicht. Also diese Grundtypen, die sind gegeneinander total abgegrenzt.
Ja, da hat man einen Versuch gemacht: der Pudel und seine Wölfin. Was gibt es zusammen? Das gibt einen Puhwolf. Also das ist der Puhwolf. Lieblich, ja? Jetzt interessiert uns auch noch die nächste Generation, und da gibt es plötzlich eine ganze Reihe von völlig verschiedenen Typen, ja?
So kann man also in kürzester Zeit neue Rassen herstellen. Aber das hat nichts zu tun mit einer Veränderung des Erbgutes, das ist ganz wichtig. Es hat nichts zu tun mit Mutation, sondern es hat zu tun mit Variation. Denn da ist nicht neue Information erfunden worden, sondern die Information ist bereits da gewesen.
Je weiter wir also in der Geschichte der Lebewesen zurückgehen, desto mehr war in den Urtypen Information gespeichert. Mit der Spezialisierung ging das dann auch immer mehr verloren. Darum kann man aus einem Pudel keinen Wolf mehr herauszüchten. Ja, das gibt keinen Wolf mehr; der hat viel Information verloren gegenüber früher. Und trotzdem sind sie alle miteinander verwandt und gehören zusammen zu einem Grundtyp.
Das ist nun ein Lötti, also eine Vermischung aus Löwe, Tiger und nochmals Löwe. Ein Lötti, das geht also auch zusammen. Das macht deutlich: Löwen und Tiger sind nicht im biblischen Sinn verschiedene Arten, sondern sie gehen alle zurück auf einen Grundtyp.
Das ist eine Mischung aus Braunbär und Eisbär. Dann gibt es so etwas. Das sind also nicht verschiedene Arten, sondern sie gehören alle zusammen zum gleichen Grundtyp.
Das bedeutet auch, dass Gott viel weniger Arten geschaffen hat in 1. Mose 1, als was wir heute sehen können. Das bedeutet übrigens auch, dass Noah viel weniger Arten in der Arche mitnehmen musste, als was wir heute in der Natur vorfinden. Denn im Lauf der Zeit von der Sintflut bis heute ist durch natürliche Selektion in der Natur die Variation eben so groß geworden.
Das ist eine Mischung aus Fasan und Huhn. Es gibt einen Hoover. Das zeigt wieder: Diese Vögel gehören zusammen in einen Grundtyp hinein. Aber zwischen den verschiedenen Grundtypen kann man überhaupt keine Übergänge feststellen. Die sind getrennt durch unüberwindliche Barrieren.
Aber gerade das kann die Evolutionslehre nicht akzeptieren, denn die Evolutionslehre sagt: Nein, die Übergänge sind fließend, bei allen Arten.
Und nun können wir das wissenschaftlich so darstellen: Die Evolutionslehre geht davon aus, es gab ein Urwesen, das sich im Laufe von Millionen von Jahren verändert hat, bis alle möglichen Arten, die es heute gibt, ob das nun Menschen, Affen, Fasanen oder Enten seien, alles geht auf dasselbe zurück. Man nennt das eine monophyletische Vorstellung der Entstehung des Lebens. Monophyletisch heißt: Alles geht auf einen Urstamm zurück.
Aber in der Schöpfungsforschung sagt man: Nein, das glauben wir nicht, denn das, was wir sehen, widerspricht dem. Wir sehen ganz klare Barrieren zwischen den Grundtypen. Wir glauben an eine polyphyletische Entstehung, das heißt an eine Vielzahl von Urwesen, die sich im Laufe der Zeit aufgesplittert haben, dank ihrer Variationsbreite im Genpool. Aber untereinander sind sie getrennt durch unüberbrückbare Gräben.
Also man kann Menschen nie zusammenbringen auf einem gleichen Ursprung wie die Enten, glücklicherweise.
Datierung, Geschichte und weltweite Überlieferungen
Was wir auch noch kurz angehen müssen, das ist die Sache mit den Datierungsmethoden. In der Evolution sagt man, wir können aber physikalisch beweisen, dass es diese Zeiträume von Millionen und Milliarden Jahren gegeben hat. Das ist Physik, das ist nicht irgendwie historische Interpretation wie sonst bei der Evolution. So hat das mein Biologielehrer im Gymnasium mir gegenüber gesagt. Ich habe ihm gesagt: Nein, das stimmt doch nicht.
Und zwar habe ich mit einem Atomphysiker darüber gesprochen, und er sagt mir: Nein, das ist nicht einfach Physik, das ist sehr viel Philosophie. Denn das Ganze ist so aufgebaut: Man nimmt zum Beispiel einen Gestein und sieht darin, es gibt eine bestimmte Menge von einem radioaktiven Element darin. Von diesem radioaktiven Element weiß man ganz genau, wie schnell es zerfällt. Darum findet man im Gestein auch ein weiteres Element, das gewissermaßen sein Zerfallsprodukt ist.
Ja, jetzt kann man doch herausfinden, wie lange diese Uhr im Stein schon tickt. Man kann genau messen, wie viel vom radioaktiven Element es im Stein gibt, wie viel vom Zerfallsprodukt da drin ist, wie bei der Sanduhr: Was ist oben, was ist unten? Und man weiß genau, wie schnell die Uhr tickt. Also kann man genau messen, wie alt ein Gestein ist.
Nun, das ist Physik, wenn es so ginge. Aber das Ganze ist wieder ein Gemisch aus Physik, aus Mathematik und Philosophie. Denn wenn wir die Sanduhr einfach so sehen wie vorhin, dann ist nicht klar, ob wirklich von Anfang an, von der Bildung an, alles da oben drin war und unten nichts, oder ob schon die Hälfte oben drin war und die Hälfte unten, oder ob überhaupt nur wenig oben drin war und das meiste schon unten.
Mit anderen Worten, man kann gar nicht einfach so feststellen, ob das wirklich ein Mutter-Element und da unten ein Tochter-Element ist. Denn das, was aussieht wie ein Tochter-Element, könnte auch ursprünglich sein. Aber in der Evolutionslehre geht man davon aus, dass da unten das Tochter-Element ist und alles aus dem Mutter-Element entstanden ist. Und das ist eine Annahme.
Mathematisch, das müssen jetzt nicht alle verstehen, hat man bei diesen Methoden Gleichungssysteme. Und wer schon Gleichungssysteme gelöst hat, der weiß: Da darf es nicht so sein, dass es mehr Unbekannte im Gleichungssystem gibt als Gleichungen. Wenn das so ist, kann man es nicht mathematisch lösen. Aber wir haben in der Schule gelernt, wie man sie trotzdem knacken kann. Und wie? Indem man gewisse Annahmen einsetzt, und dann kann man es lösen. Aber diese Annahmen sind philosophisch.
Also, da kann man seine Annahme einsetzen, wenn man an Evolution glaubt, und dann kriegt man die langen Zeiträume. Wenn man nicht an Evolution glaubt, dann kann man von anderen Annahmen ausgehen und kriegt genau das, was man will. Also mit den gleichen Messmethoden kann man jedes beliebige Alter bekommen. Es kommt einfach darauf an, von welchen Voraussetzungen man ausgeht.
Es kommt noch etwas dazu: Heute spricht man von einer Zerfallskonstante, das heißt, der Zerfall von radioaktiven Elementen geht immer im gleichen Tempo. Aber heute sind effektiv starke Gründe bekannt, dass die Geschwindigkeit des Zerfalls im Lauf der Zeit sich geändert hat, und dann kann man sowieso nicht mehr rechnen. Es gibt also gute Gründe, dass es in der Vergangenheit viel schnelleren Zerfall gab als heute.
Nach der Bibel war die Sintflut ein weltweites Ereignis, das eine so schlimme Katastrophe war, wie es sie nie mehr gegeben hat seither. Und dies ist eine gute Erklärung für die Entstehung der Erdschichten und der Fossilien weltweit: die Sintflut und ihre Nachfolgekatastrophen. Man muss also nicht alle Erdschichten sich im Sintflutjahr gebildet vorstellen, sondern einen Teil und weitere Schichten dann in den Nachfolgekatastrophen.
Die Bibel sagt, dass die Menschheit überlebt hat mit einer Familie: Noah und seine Frau, seine drei Söhne und ihre Frauen. Nachher hat sich diese Familie, diese Großfamilie, wieder vermehrt, und so hat sich die Urgesellschaft der Menschheit dann in Babylon, im heutigen Irak, im Turmbau zu Babel, gegen Gott verschworen. Sie hatte nur eine Sprache, und in der Folge wurde durch die Sprachenverwirrung diese Urgesellschaft in viele verschiedene Splittergruppen aufgespalten, so dass sich dann die verschiedenen Familien begonnen haben, über die ganze Erde zu zerstreuen.
In Verbindung mit dem Thema Schöpfung oder Evolution habe ich eine Forschungsarbeit gemacht über die Entstehung der Sprachen. Das war meine Lizenziatsarbeit in Amerika. Das ist ein Thema, das ich jetzt heute nicht behandle, aber vielleicht kann ich das an einem späteren Bibelstudentag einmal vorstellen. Diese Arbeit wird dieses Jahr als Buch bei der Studiengemeinschaft Wort und Wissen erscheinen.
Also das wäre auch noch ein spezielles Thema, für das wir aber mehr Zeit brauchen, mit dem man sehr schön zeigen kann, dass die Sprachen der Menschheit niemals durch eine Evolution erklärbar sind, sondern es gibt so gute linguistische Argumente, um zu zeigen, dass die Sprachen effektiv, wie es in der Bibel steht, in 1. Mose 11 durch Gott erschaffen worden sind. Aber wie gesagt, das ist jetzt nicht das Thema, aber wir stellen das einfach mal fest, was die Bibel sagt.
Wir gehen nun von einer anderen Seite an diese Thematik heran. Durch das Studium der verschiedenen Kulturen der Welt, das ja erst im neunzehnten Jahrhundert begonnen hat, hat man festgestellt, dass es in aller Welt bei den eingeborenen Völkern Sintflutüberlieferungen gibt. Man hat weltweit über dreihundert Sintflutgeschichten gefunden, in allen fünf Kontinenten. Hier ist die Hälfte davon eingetragen. Sie sehen: in Asien, bis in den fernsten Osten, dann bis nach Australien, Neuseeland, Afrika, Südamerika, Mittelamerika, Nordamerika, bei den Indianern sehr, sehr viele. Überall findet man das.
Und diese Überlieferungen enthalten erstaunliche Parallelen zum biblischen Sintflutbericht. Wenn die Menschheit einen gemeinsamen Ursprung im Nahen Osten hat, nach der Sintflut, wie die Bibel das sagt, dann erklärt sich das ganz einfach. Diese Ursippen sind ausgewandert und haben diese Geschichte in ihren Sprachen den Nachkommen weitergegeben, und die konnte so bis in unsere Zeit erhalten bleiben. Also das leuchtet ein.
Aber nun müssen uns Evolutionisten, die überhaupt nicht an so etwas glauben, erklären, woher diese Sintflutgeschichten kommen. Woher kommen die? Woher kommen die frappanten Übereinstimmungen? Nun, man musste eine Erklärung bringen, und man hat versucht, das zu lösen mit der Missionarshypothese. Ja, so ganz einfach: Das sind christliche Missionare aus Europa und aus Nordamerika, die sind zu den eingeborenen Stämmen gegangen, haben ihnen die Sintflutgeschichte erzählt, und die haben das so toll gefunden, dass sie daraus einen Mythos gemacht haben. Das sieht dann plötzlich aus, als wäre das von ihren Urvätern her überliefert worden. So, das ist ganz einfach abgetan.
Ja, aber so einfach ist es glücklicherweise nicht. Ich gehe gleich weiter mit dem Sintflutgeschichten-Problem. Aber zunächst noch etwas zur Entstehung der menschlichen Rassen. Durch die moderne Genetik, Vererbungslehre, wissen wir nun ein bisschen mehr, wie Rassen entstehen. Man hat folgende Feststellung gemacht: Rassen entstehen durch ein Flaschenhalsereignis.
Wir haben also hier die dicke Flasche unten, eine Ursprungspopulation von irgendeinem Lebewesen beieinander. Dann gibt es plötzlich eine Katastrophe. Diese Ursprungspopulation wird auf wenige Exemplare dezimiert, da ist jetzt ein Flaschenhals entstanden. Diese wenigen Exemplare vermehren sich nur noch untereinander, und innerhalb von ein bis zwei Generationen entstehen dann neue Rassen. Da geschieht nichts mit Mutation, also Veränderung des Erbgutes, sondern das ist eine Neukombination dessen, was schon vorhanden ist im Erbgut, das plötzlich sichtbar wird.
Jetzt stellen wir aber fest: Das Sintflutereignis war genau ein Flaschenhalsereignis. Wir hatten nämlich eine vorsintflutliche Welt, das ist diese Ursprungspopulation von Adam bis Noah. Man kann das aufrechnen, da müssen also schon Hunderte von Millionen Menschen gelebt haben. Dann kam die Sintflut, das war ein Flaschenhalsereignis, die Ursprungspopulation wurde auf acht Exemplare dezimiert. Diese wenigen Exemplare haben sich untereinander wieder neu aufgebaut, und innerhalb von ein bis zwei Generationen können wir mit neuen Rassen rechnen. Das geht so.
Aber wir wissen, dass diese Urfamilie sich dann wieder neu aufgebaut hat, eine Ursprungsgesellschaft gebildet hat in Babylon, und dort geschah nochmals ein Flaschenhalsereignis durch die Sprachenverwirrung. Die Grundpopulation wurde nämlich aufgesplittert in kleine Sippen, die sich voneinander getrennt haben, und diese Sippen haben sich dann nur noch untereinander vermehrt. Und das hat die Rassenbildung nochmals ausgelöst und beschleunigt.
Also der biblische Bericht gibt eine wunderbare Erklärung für die verschiedenen Rassen der Welt. Die Menschheit kann heute in drei Hauptrassen eingeteilt werden, wie wir sie hier dargestellt finden. Das sind die sogenannten drei Hauptrassen, bei denen es natürlich eine Vielzahl von Unterrassen gibt. Und eben eine solche Spezialisierung, dass wir gesehen haben, selbst Bündnerschädel anders aussehen können als die im Wallis. Die biblische Geschichte erklärt: Gott hat am Anfang den Himmel und die Erde geschaffen und danach diese Grundtypen, die sich aber in der weiteren Zeit aufgesplittert haben. Das gilt auch für den Menschen.
Nun muss ich aber noch erklären, wie wir die Missionarshypothese widerlegen können. Wenn es wahr wäre, dass die Menschheit die Sintflutgeschichte von den Missionaren hier kennt, dann müsste man erwarten, dass es auch solche Geschichten gibt über Ereignisse später als die Sintflut nach der Bibel, also mit dem Durchzug durchs Rote Meer oder Jona im Bauch des Fisches und so weiter und so fort.
Aber was man festgestellt hat: Es sind alles Ereignisse, die bis zur Sprachenverwirrung und zur Zerstreuung gehen. Man findet also Parallelen bei den eingeborenen Völkern, was die Schöpfungsgeschichte anbetrifft, den Urzustand im Paradies, die verbotene Frucht und den Sündenfall. Man findet Geschichten über die Sintflut, wie gesagt, über einen Turmbau, die Sprachenverwirrung und die Zerstreuung der Völker. Das kann man weltweit finden, aber die späteren Dinge nicht mehr.
Ja gut, warum dieser deutliche Schnitt? Ja, eben weil die Missionarshypothese offensichtlich nicht stimmt, sondern diese Völker haben das Wissen von Noah mitgenommen an ihren Ort, aber von der späteren Offenbarung, wie es in der Bibel berichtet wird ab 1. Mose 12, davon haben sie nichts mehr gewusst. Und erst das konnten die Missionare dann bringen.
Sinn, Verantwortung und Schlussgedanken
Nun sehen wir: Die Menschheit ist nicht ein Zufallsprodukt, und auch die ganze Welt nicht. Wir haben gute Gründe dafür. Und glücklicherweise will dieser Gott etwas mit uns zu tun haben. Johannes 3,16 sagt: Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.
Wir stellen fest: Warum ist die Evolutionslehre so populär? Sie wurde populär in einer Zeit, in der sich das Abendland von Gott losmachen wollte. Wie kann man sich am besten von Gott losmachen? Indem man sagt: Wir sind nicht seine Geschöpfe. Wir sind ihm nicht gegenüber verantwortlich. Wir können selber demokratisch entscheiden, was Recht ist und was Unrecht ist. Wenn mehr als 50 dafür stimmen, dass irgendetwas Recht ist, dann ist es nicht mehr Sünde. Wenn in der Schweiz mehr als 50 dafür stimmen, dass Menschen im Mutterleib getötet werden dürfen, dann ist das nicht mehr Mord, sondern notwendige Tötung.
So hat sich unsere Gesellschaft von Gott losgemacht, und sie denkt, in der Evolutionslehre eine Grundlage zu haben. Also zeigt die Evolutionslehre gerade umso deutlicher, wie fern, wie gottfern unsere Gesellschaft ist. Aber die Bibel zeigt uns nicht nur, dass wir Gottes Geschöpfe sind, sondern sie zeigt uns auch, dass dieser Gott etwas mit uns zu tun haben will, dass er einen Heilsplan geschaffen hat, wie wir durch Jesus Christus zu ihm kommen können und das ewige Leben erhalten dürfen.
Damit möchte ich schliessen. Wir haben also gesehen, dass nicht einfach ein Konflikt zwischen Bibel und Wissenschaft besteht. Denn Wissenschaft besteht aus zwei Stockwerken, oder zwei Etagen: Erdgeschoss und erster Stock. Das Problem liegt zwischen Bibel und erstem Stock, also im Bereich der Interpretation. Und wenn man die Dinge, die man beobachten kann, betrachtet, sehen wir: Da besteht Übereinstimmung mit der Bibel, und Widerspruch entsteht im Bereich der Interpretation. Aber wir haben Möglichkeiten, das Beobachtbare sogar besser im Rahmen der biblischen Offenbarung zu erklären als im Rahmen der atheistischen, gottlosen Philosophie.
Ja, jetzt haben wir noch ein paar Minuten Zeit. Das ist ja ein Novum an einem Bibelschultag, dass wir vor der Zeit zu Ende sind. Jetzt haben wir die Möglichkeit für Fragen. Ich möchte noch darauf hinweisen: Für heute Morgen habe ich kein Skript vorbereitet, wie das sonst üblich ist, denn es gibt so viele gute Bücher zum Thema. Ich möchte eines ganz besonders empfehlen. Das ist das Buch Evolution: Ein kritisches Lehrbuch von Reinhard Junker und Siegfried Scherer. Das wurde konzipiert als ein Gymnasiallehrbuch, und es ist etwas vom Besten, was ich je gesehen habe. Ich habe mich etwa 25 Jahre eingehend mit dem Thema beschäftigt. Es ist so viel gute Literatur entstanden, aber hier findet man alles Mögliche zusammengefasst und sehr, sehr sorgfältig dargelegt, auf eine sehr faire und gute Art dargestellt. Also kein Evolutionist fühlt sich da irgendwie bösartig angegriffen. Aber die Fakten sprechen einfach für sich. Der Ton ist sehr sachlich, so dass es auch ein gutes Buch ist, das man ausleihen kann an Lehrer, die interessiert sind an der Thematik. Also ganz toll, wie das hier zusammengestellt wird. Es wird dann noch hingewiesen auf CDs, die man hier haben kann zum Thema.
Ja, gut, und jetzt ein paar Fragen. Beginnen wir hier vorne. Also angenommen, Evolution würde stimmen, was käme dann nach dem Menschen? Ja, das haben uns die Kommunisten schon lange beantwortet. Nämlich als der Kommunismus noch vor einigen Jahren herrschte, da gab es ein Museum, wo man eine Form nach dem Homo sapiens sapiens sehen konnte, ausgestellt. Das war der Homo kommunistis. Es sind ja keine Kommunisten hier. Diese Ideologie ist ja vorbei, nicht wahr? Aber darum kann man diesen Witz machen. Aber es ist tatsächlich so gewesen, das konnte man anschauen. Aber in der Evolution sagt man allgemein: Was nachher kommt, das kann man nicht voraussehen, denn die ganze Entwicklung ist ein zufälliges Ereignis. Aber es wird einfach das überleben, was sich im Lebenskampf besser bewährt. Also wenn die Menschheit durch einen Atomkrieg vernichtet würde, dann würde das weitergehen mit einem Lebewesen, das eben besonders gut geschützt ist gegen radioaktive Strahlung.
Ja, da hinten, ja klar, menschliche Fossilien hat man auch gefunden. All das, was man bezeichnet als Homo erectus, Zynianthropus usw. usf. Fossilien sind Versteinerungen, ja, und Homo erectus kann man ganz eindeutig entscheiden: Das ist eine Homo-sapiens-Form. Und auch zum Beispiel der Neandertaler gehört auch in die Homo-Form. Man hat übrigens auch Gräber gefunden, wo Homo neandertaliensis und Homo sapiens gemischt waren. Die haben sich also auch miteinander zusammen vermehrt.
Weitere Fragen? Ja, also wie erklärt man die verschiedenen Hautfarben? Und wie gesagt: Adam hatte einen Genpool, der grösser war als der heutige, den wir haben. Da hatte er also auch die Information drin, wie man schwarze Haut produziert. Das ist übrigens keine grosse Information. Darum, wenn man das Erbgut von Afrikanern anschaut und vergleicht mit Europäern, die Unterschiede sind eigentlich minimal. Aber äusserlich ist es sehr auffällig, eben die schwarze Haut. Und die Frage ist mir immer wieder in Afrika an mich herangetragen worden. Die Afrikaner fragen sich: Woher kommen wir? Das interessiert sie sehr. Und da habe ich erklärt: Es ist eine ganz tolle Sache, dass ihr diese Haut habt. Es ist nämlich so, dass schwarze Farbe ja die direkte Sonnenstrahlung stark anzieht. Darum ist ein schwarzes Auto im Sommer nicht so ganz angenehm. Aber die schwarze Farbe hat die Eigenschaft, dass die Hitzestrahlung schneller abgegeben wird als weisse Farbe. Das heisst, wenn Afrikaner im Schatten ihrer Hütte sitzen, können sie die Hitze schneller abgeben an die Umgebung als wir Weissen. Also ihre Farbe ist effektiv gemacht, nicht fürs Arbeiten auf dem Feld, sondern um im Schatten der Hütte zu sitzen.
Aber ja, lachen Sie nicht, ich habe erst die Hälfte gesagt. Die Afrikaner, die Schwarzafrikaner, haben einen anderen Schweiss als wir. Und zwar besitzt der einen anderen Lichtbrechungskoeffizienten als unser Schweiss. Der ist anders. Und das ist toll so. Auch jeder Mensch hat ja wieder einen etwas anders riechenden Schweiss, und das gehört zu unserer Person. Wenn man diese Mittel braucht, das ist ja alles nur noch künstlich, man kann ja nicht mehr riechen, wie der Mensch wirklich riecht. Aber das war kein Wort gegen das Waschen.
Nun, die Afrikaner haben einen stärkeren Lichtbrechungskoeffizienten, und wenn sie eben arbeiten auf dem Feld, tritt ihr Schweiss aus, der die direkte Lichtstrahlung stärker reflektiert als unser Schweiss. Darum sind sie wirklich so ausgerüstet für das Leben in Afrika. Und wir aus dem Norden, wo wir immer so kalt haben im Winter, das ist ideal mit der weissen Haut. Können wir eben die Hitzestrahlung besser behalten als die Afrikaner. Also die schwarze Haut ist nicht so ideal für unsere Gegend.
Und so sehen wir: Das hat also nichts zu tun mit Mutation, mit Erbveränderung, sondern wir können davon ausgehen, Adam hatte diese Möglichkeiten in seinem Erbgut, und im Lauf der Zeit, eben durch die Rassenbildung mit dem Flaschenhalsereignis, sind diese Merkmale herausgekommen. Aber offensichtlich war das nicht einfach Zufall, sondern selbst die Entwicklung des Menschen war in Gottes Hand, und Gott hat es so geführt, dass die Afrikaner eben diese idealen Voraussetzungen nun haben können in Afrika und wir unsere Idealen hier in Europa. Also auch die Veränderung ist offensichtlich gottgesteuert und sinnvoll.
Ja, gut, ich habe ja die Frage noch nicht ganz so ausgeführt, wie ich das in Afrika mache. In Afrika erkläre ich dann, woher sie kommen. Und zwar ist es so: Es gab ja die drei Söhne Sem, Ham und Jaffet. Von Sem kommen die semitischen Völker, wie zum Beispiel die Juden und die Saudiarabier und so weiter, auch die Perser. Und dann haben wir die Jaffetiten, von Jaffet stammen die europäischen Völker ab. Und von Ham unter anderem die afrikanischen Völker, denn Ham hatte einen Sohn, der hiess Kusch. Die Kuschiten sind darum in der Bibel die Äthiopier, die Sudanesen, und Kusch heisst auf Hebräisch Schwarz. Also offensichtlich ist das Schwarze auf der Linie über Kusch eben herausgekommen, aber eben als Nutzen für diese Familie, die nach Afrika ausgewandert ist. Das war für sie ideal.
Ja, die Indianer sind von Asien her, also Amerika ist von Asien her besiedelt worden. Und darum ist es ja interessant, dass die Indianer eigentlich, was ihre Rasse anbetrifft, sehr nah verwandt sind mit den fernöstlichen Völkern. Sie haben mongolische Kennzeichen, und man nimmt darum an, dass sie besonders besiedelt worden sind über die Beringstrasse im Fernosten, dass sie rüber sind nach Nordamerika und dann vom Norden gegen Süden den ganzen Kontinent besiedelt haben.
Noch etwas? Ja? Ja, gut, zum Beispiel Homo erectus ist ein gutes Beispiel. Da findet man einzelne Merkmale, die wir heute eben im Allgemeinen nicht haben, ausser zum Beispiel bei der Zahnarztin in New York. Aber grundsätzlich kann man feststellen: Das Typische, das Allgemeine steht uns ganz nahe. Dann kann man eben aufgrund davon sagen: Da sind Besonderheiten drin. Aber das Grundsätzliche entspricht ganz deutlich dem modernen Menschen. Bei anderen Schädeln kann man feststellen: Ja, da sind gewisse Merkmale dran, die sind recht ähnlich zu den unseren, aber das Hauptsächliche ist typisch wie die heute lebenden Affen.
Das Problem ist ja natürlich auch: Es gibt effektiv Affenarten, die sind in der Vergangenheit ausgestorben, zum Beispiel der Australopithecus, der so deutlich ein Affe war. Der entspricht keinem der heute lebenden Affen. Das ist also eine Art, die ausgestorben ist, aber die Übereinstimmungen zu den Affen, die sind dort so stark, und alles, was irgendwie Nähe hat zu Menschen, ist dort so schwach. Aber eben, da geht es wiederum um die Voraussetzung: Wer bereits schon an eine Entwicklung glaubt, der freut sich über diese besonderen Merkmale, die da quasi eine Brücke bauen könnten.
Ja, die Zeit ist vorüber.
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