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Ehrenamt & Burnout

Machst du zu viel?

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16.10.2020

Warnung vor Überforderung im Ehrenamt

Wir alle haben dich nur einmal, und es wäre schade um dich. Mach dich nicht zum Märtyrer deines Ehrenamts. Werde nicht zum Kalender-Kamikaze und sei kein Selbstoptimierungs-Selbstmordattentäter.

Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Machst du zu viel, merkst du, dass es eine Grenze gibt? Kann es sein, dass du dich in deinem Ehrenamt verausgabst? Und woher weißt du, dass es zu viel ist?

Diese Gedanken haben in letzter Zeit mehrere Leute hier geteilt. Deshalb möchte ich jetzt auch kurz ein paar biblische Gedanken mit dir teilen, um dich hoffentlich in deinem Glaubensleben zu bereichern.

Schau dieses Video bis zum Ende, denn dort habe ich etwas Besonderes für dich.

Eine letzte Sache noch: Bevor du jetzt einen Hasskommentar schreibst – ja, die letzten Kommentare waren so etwas wie „Bibeltreuer Idiot“, „Der Bart ist unmöglich“ oder „Sein Lächeln grenzt an Körperverletzung“. Das hat mich fast zum Nachdenken gebracht.

Bevor du so etwas schreibst, überlege erst einmal, warum Leute sagen, was sie sagen. Bevor du also disqualifizierst, was sie sagen, versuche zu verstehen, woher ihre Worte kommen.

Die biblische Motivation für Engagement

Zum Thema: Wusstest du, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass es uns Menschen glücklich macht, anderen zu helfen?

Zwar ist es keine Heilsangelegenheit und auch keines der zehn Gebote, doch die Bibel ermutigt uns stark dazu, uns zu engagieren – aus Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe heraus, also intrinsisch motiviert von uns selbst.

Lasst uns gemeinsam einen kurzen Ausflug in die biblischen Schriften machen. Manche Stellen beziehen sich direkt auf das, was wir heute ehrenamtliches Engagement nennen würden. Andere sprechen von finanziellen Spenden, was im Grunde dasselbe ist, denn mit Geld spenden wir letztlich Zeit, wenn auch auf Umwegen.

Im Neuen Testament lesen wir: „Gebiete den Reichen in dieser Welt...“ Und ganz ehrlich, machen wir uns nichts vor: Wir sind doch die Reichen in dieser Welt. Allein mit fließend warmem Wasser und der europäischen Gesundheitsversorgung sind wir reicher, als es sich Könige und Kaiser vor fünfhundert Jahren hätten träumen lassen.

Weiter heißt es in der Bibel: „Gebiete den Reichen in dieser Welt, dass sie nicht stolz seien und nicht hoffen auf unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen.“

Die Reichen – also du und ich – sollen reich werden an guten Werken, gerne geben und zum Teilen bereit sein. Das bezieht sich nicht nur auf Geld, sondern vor allem auch auf unsere Zeit.

Zeit als wertvolle Ressource zum Geben

Weißt du, im Gegensatz zu Millionen Menschen, die jede Stunde ihres wachen Tages damit verbringen müssen, zu überlegen, wie sie überleben, und die um jede Minute Tageslicht kämpfen, haben du und ich den unbeschreiblichen Luxus von Zeit.

Wir können Zeit spenden, und du und ich können Zeit einsetzen. Und das sollen wir auch, weißt du. Im Hebräerbrief heißt es: „Gutes tun und mit anderen teilen, das vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“ Solche Opfer sind wichtig.

Das bedeutet nicht, dass du dich engagieren sollst, um eine himmlische Belohnung zu erhalten. Das darf nicht das Motiv sein. Wenn sich jemand nur dadurch zu guten Taten motivieren lässt, dass er dafür belohnt wird, wäre das erbärmlich. Vielmehr sollen du und ich uns engagieren, weil es aus uns herauskommt.

Es geht darum, dass wir nicht in einen Strudel verfallen, in dem wir nur um uns selbst kreisen. Es geht darum, dass dir tief im Inneren klar ist: Du bist keine Insel. Du befindest dich in einem lebenden Netz von anderen Menschen. Du bist umgeben von wechselseitigen Abhängigkeiten.

Das ist nichts Schlechtes. Wir sollen andere nicht durch unseren Segen ausnutzen – das ist glasklar. Wir sollen das Gegenteil an den Tag legen. Deshalb sei barmherzig, sei großzügig und gib gern mehr, als du nimmst.

Das ist das Geheimnis des Lebens: Es liegt im Geben. Die Welt soll durch dich ein besserer Ort sein als ohne dich. Sie soll nach dir besser sein, als sie vor dir war, weil du da warst.

Die Bedeutung von Geben in der Bibel

Weißt du, schon im ersten Buch Samuel, Kapitel 25, lesen wir bei Abigail und David, dass jemand, der durch materiellen Segen verfügt, obwohl er es könnte, aber seinen materiellen Segen Menschen verweigert, die hilfesuchend an seiner Türschwelle stehen, wörtlich als Nawal bezeichnet wird. Das heißt auf Hebräisch „Idiot“.

Und das ist der Punkt: Geben ändert alles, weil es dich ändert. Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite ist, dass ich als Berater über viele Jahre hinweg zu viele Menschen gesehen habe, die sich hals über Kopf in Aktionismus gestürzt haben. Dabei haben sie sich immer wieder selbst verbrannt – zeitlich, finanziell, energiemäßig, in ihren Beziehungen, spirituell, auf jede erdenkliche Weise.

Grenzen des Gebens und biblische Maßstäbe

Johannes der Täufer sagt: Wer zwei Gewänder hat, also mehr als er braucht, weil man damals nur ein Gewand für sich selbst hatte, ohne Ersatz, der soll abgeben.

Das ist wichtig. In Levitikus 19 lesen wir: Wenn ihr die Ernte eures Landes einholt, dann dürft ihr den Rand eines Feldes nicht vollständig abernten und keine Nachlese eurer Ernte halten.

Vielleicht denkst du: Was haben Agrargesetze vor dreitausend Jahren mit uns heute zu tun? Nun, pass auf: So ist es später im Buch Rut geschehen, und das liest du auch bei Jesus.

Es geht um diese überflüssige Ernte, die Ernte, die nicht dringend gebraucht wird. Sie ist entbehrlich, denn sonst wäre sie ja notwendig. Diese Ernte ist für einzelne Arme bestimmt.

Natürlich sollst du als Feldbesitzer für dich selbst ernten und deine Familie versorgen, das ist ganz klar.

Gleichzeitig, solange du noch die Wahl hast zwischen etwas Gutes zu tun oder den letzten zwei Prozent Gewinnmaximierung – und da meine ich das jetzt im zeitlichen Sinne – dann wähle doch einfach eine für dich erträgliche Kleinigkeit abzugeben. Sei es von deinem Geld oder von deiner Zeit, das ist doch alles gut.

Freiwilligkeit und individuelle Möglichkeiten im Geben

Und das ist wichtig, weil wir später in der Apostelgeschichte lesen, dass unter den Jüngern jeder gemäß seinem Können eine Summe nach Judäa spendete. Das ergibt Sinn, denn jeder gab so, wie es ihm gut ging. Die ersten Christen spendeten nach ihrem Vermögen, nicht ihr ganzes Vermögen. Vor allem hatten sie zunächst freies Vermögen, freies Einkommen und freie Zeit zum Spenden.

Es steht nicht, dass sie eine Steuer von den Armen, Weisen und Witwen ihrer Gemeinde forcierten. Nein, vielmehr gab jeder, der konnte, so viel er konnte. Wörtlich heißt es im griechischen Text: „jeder gemäß seinem Können“. Ähnlich steht es auch in den Korintherbriefen, dass jeder so viel für Spenden ansammeln soll, wie es ihm möglich ist.

Man sieht hier schon die Grenze, die gezogen wird: Was ist dir eigentlich möglich? Die erste Frage beim ehrenamtlichen Engagement ist immer: Wie viel kannst du geben, ohne dich selbst in den Ruin zu treiben? Es steht geschrieben: So viel zu geben an Zeit und Geld – wir beziehen es mal kurz auf Zeit, denn darum geht es hier –, so viel, wie du freiwillig kannst.

Das können bei der einen Neurologin 20 Stunden sein, bei dem anderen Bürokaufmann vielleicht nur 3 Stunden. Das ist besser, als sich zu überfordern und auszubrennen. Und das ergibt Sinn.

So heißt es immer wieder über die große internationale Kollekte der Christenheit, die in den Korintherbriefen erwähnt wird: Jeder soll am ersten Tag der Woche etwas zurücklegen und so viel zusammensparen für die Spende, wie er kann. Wörtlich heißt es im griechischen Text: „Jeder so viel er einen guten Weg hat.“ Damit ist einfach Erfolg gemeint.

Das heißt: Jeder soll so viel geben, wie er finanziell erfolgreich ist. Übersetzt auf Zeit bedeutet das: Jeder soll so viel Zeit geben, wie er erübrigen kann, ohne sich selbst zu schaden. Das ist wichtig. Es ist nicht gut, sich selbst ins eigene Fleisch zu schneiden.

So kann es durchaus sein, dass Einzelne mehr geben können als ganze Gruppen. Umgekehrt sind viele, die das gerade sehen, noch im Studium oder am Anfang ihres Berufslebens. Es ist total schön, dass du da bist. Viele können zurzeit nur einen Bruchteil von dem geben und spenden, was anderen bereits möglich ist – sowohl finanziell als auch zeittechnisch. Und das ist total okay.

Das ist wichtig, weil Gott einen freudigen Geber liebt, nicht einen ängstlichen oder gestressten. Nicht eine Geberin, die nach der Kollekte im Gottesdienst einen Heulkrampf bekommt, weil sie die Nebenkostenabrechnung nicht bezahlt hat – das habe ich einmal fast miterlebt.

Du sollst nicht so viel geben, dass es dir schadet, sondern so viel, dass du nüchtern, rational, gut, gern und freudig geben kannst. Das ist doch das Entscheidende.

Du sollst freiwillig von dir geben, auch Zeit freiwillig geben können, aus freiem Herzen. So heißt es im ersten Petrusbrief: „Nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt, nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern aus Herzensgrund.“

Freiwilligkeit als Grundlage für Engagement

Schon beim allerersten Tempelvorgänger, der Stiftshütte, lesen wir, dass sie aus freiwilligen Gaben gebaut wurde. Die Vorbesitzer konnten diese Gaben gerne weitergeben und abgeben.

So soll auch jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er geben kann. Das steht wieder in Zeiten des Korintherbriefs. Wichtig ist, dass das Geben freiwillig geschieht und nicht, weil andere es tun.

Diese Komponente der Freiwilligkeit ist sehr wichtig. Sie soll keine Ausrede sein, nichts zu tun, wenn es einem nicht möglich ist. Vielmehr bedeutet sie: Tu es, weil Gott einen freudigen Geber liebt.

Zusammenfassung und Ermutigung zum gesunden Engagement

Okay, das waren jetzt ein paar biblische Gedanken. Was ich dir damit sagen will, ist Folgendes: Ausgenommen davon, dass es darum geht, zu evangelisieren und zu missionieren und anderen von der guten Nachricht zu erzählen.

Mal abgesehen davon, möchte ich sagen: Mach dich nicht zu einem Märtyrer deines Ehrenamts. Werde nicht zum Kalender-Kamikaze und sei kein Selbstoptimierungs-Selbstmordattentäter.

Gott hat einen freudigen Geber lieb, jemanden, der so viel Zeit und Energie abzugeben hat, dass er oder sie das gerne tun kann. Also tu es gern und tu es aus eigenem Antrieb. Oder warte noch ein bisschen – das ist okay –, bis du es kannst.

Dazu möchte ich dir gern etwas Ermutigung mitgeben, wie du besser auf dich aufpassen kannst. Denn das ist super wichtig: Wir alle haben dich nur einmal, und es wäre schade um dich.

Hinweis auf weiterführende Hilfe und Geschenk

Weißt du, vor zwei Jahren habe ich für dich ein Buch geschrieben, das wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. Es trägt den etwas unglücklichen Titel „Geld – der biblische Ratgeber für Berufseinsteiger, Paare und Studenten“. Warum? Weil sich sehr häufig die verdrängten Lebensprobleme von Menschen später in Form von Geldproblemen zeigen.

Ich habe damals dieses Thema Geld als Ansatz genommen, um zu untersuchen, wo du und ich unsere tieferen Lebensprobleme angehen und unser Leben aufräumen können. In diesem Buch, dessen Inhalte tausenden Menschen wie dir geholfen haben, geht es darum, dass du dein Leben nach biblischen Prinzipien gesünder und ausgeglichener führen kannst. Darum geht es.

Das Buch gibt es inzwischen zu einem tollen Preis, denn es ist gratis. Ich verschenke das E-Book und das Hörbuch dazu, weil der Versand in Corona-Zeiten schwierig ist. Außerdem möchte ich, dass du möglichst viele Menschen damit mutig, liebevoll und mit Kopf und Herz ermutigen kannst, auf biblischer Grundlage ein gesünderes Leben mit mehr Sinn zu leben und zu führen.

Klicke dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung und nimm es dir gratis mit. Es ist mein Geschenk an dich. Wir sehen uns im nächsten Video – ich freue mich auf dich.