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Steht DAS in der Bibel?

Wie lese ich die Bibel?

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10.10.2020

Einführung in den Umgang mit biblischen Aussagen

Um Nachfolge zu verstehen, mach dich Hashtag Bibelfit. Wie liest du eigentlich die Bibel? Und woher weißt du, dass etwas in der Bibel steht oder auch nicht?

Dazu gehen du und ich jetzt in diesem Video fünf praktische und lustige Beispiele durch, die dich in deinem Glaubensleben bereichern werden. Hoffentlich.

Deshalb schau dieses Video bis zum Ende. An dieser Stelle will ich ganz herzlich allen danken, die jede Woche hier die Glocke klicken, damit christliche Inhalte nicht von YouTube ausgesperrt werden. Das kann ich später noch einmal in Ruhe erklären. Außerdem werde ich diesen Input mit dem Papierflieger-Symbol auf Instagram in deiner Story teilen, um so christliche Inhalte am Leben zu halten. Dankeschön!

Weißt du, ganz häufig behaupten Leute, dass angeblich etwas in der Bibel steht oder angeblich nicht in der Bibel steht. Die eine Gemeinde behauptet so etwas, dann gibt es ein Internetvideo, das etwas anderes sagt, und dann kommt dein Onkel und behauptet noch etwas anderes. Du stehst da und denkst: „Hm, was mache ich jetzt?“

Woher weißt du eigentlich, ob etwas wirklich eine gute, gesunde biblische Grundlage hat oder eben nicht?

Weißt du, es ist eigentlich ganz einfach. Sobald jemand so etwas behauptet, passiert nämlich eine von fünf Möglichkeiten.

Möglichkeit eins:

Fünf Möglichkeiten, biblische Aussagen zu bewerten

Möglichkeit 1: Das Gegenteil steht in der Bibel

Es steht nicht in der Bibel. Im Gegenteil: Das Gegenteil davon steht in der Bibel.

Zum Beispiel beim Thema Ehebruch. Jemand könnte jetzt sagen, dass man Ehebruch irgendwie machen kann. Doch das steht an keiner Stelle in der Bibel. Im Gegenteil, an Dutzenden Stellen wird deutlich gesagt, dass man das auf gar keinen Fall tun darf.

Nicht nur an vielen verschiedenen Stellen wird das Thema behandelt, sondern es steht sogar an ganz prominenten Stellen. Zum Beispiel im siebten Gebot. Dort heißt es im Hebräischen „lo tin av“. Das bedeutet wörtlich übersetzt: „Auf gar keinen Fall, unter gar keinen Umständen wirst du jemals eine Ehe zerstören.“ Das ist völlig indiskutabel.

Das heißt, Variante eins – dass Ehebruch irgendwie erlaubt sein könnte – steht nicht drin. Stattdessen steht das genaue Gegenteil in der Bibel. Variante zwei...

Möglichkeit 2: Übersetzungsabhängige Aussagen

Je nach Bibelübersetzung hängt es also davon ab, welche deutsche Ausgabe du hast. Die Bibelausgaben sind unterschiedlich übersetzt, sowohl aus dem Hebräischen als auch aus dem Griechischen. Je nach Übersetzung steht das vielleicht nicht immer in einem Satz explizit drin. Dennoch hast du allen Grund, vom Gegenteil auszugehen.

Zum Beispiel beim Thema Abtreibung: Wenn jemand behauptet, Abtreibungen seien für die Bibel in Ordnung, wird er keine einzige Bibelstelle finden, die das so ausdrückt. Im Gegenteil: Es gibt viele gewichtige Bibelstellen, die, je nach Übersetzung, eindeutig gegen Abtreibung sprechen oder zumindest starke Hinweise geben, von einem Nein auszugehen.

Oder beim Thema Sex vor der Ehe: Je nachdem, welche Bibelübersetzung du hast, steht das entweder ausdrücklich drin oder die hebräischen Vokabeln sind so eindeutig, dass es nur eine Frage der Übersetzung ist. In manchen Übersetzungen wird aus dem Kontext ganz klar, dass es keine Diskussion darüber geben muss. Das ist logisch.

Möglichkeit 3: Keine biblische Grundlage vorhanden

Es kann auch vorkommen, dass du keinen Grund hast, davon auszugehen, dass etwas in der Bibel steht. Zum Beispiel kommt jemand zu dir und behauptet, ein guter Christ müsse jeden Morgen einen starken Kaffee mit zwei Stück Zucker trinken und danach einen Handstand im Türrahmen machen.

Das kann er natürlich gern behaupten, aber es gibt keine einzige Bibelstelle, keinen einzigen Vers von den 31.102 Versen, in denen das so steht. Also viel Glück damit.

Oder viertens...

Möglichkeit 4: Biblische Aussagen gelten nicht für jeden

Ganz spannend: Es steht zwar in der Bibel, aber wir wissen, dass das nicht auf dich und mich zutrifft. Ich wiederhole noch einmal: Es steht zwar in der Bibel, aber wir wissen, das trifft nicht auf dich und mich zu.

Jetzt denkst du vielleicht: „Na, Moment mal, trifft nicht alles, was in der Bibel steht, auf dich zu?“ Eigentlich nicht. Guck mal, ich gebe dir ein Beispiel, zum Beispiel aus Genesis 22, eine ganz berühmte Stelle, wo Gott zu Abraham sagt: „Abraham, du sollst jetzt gehen, du sollst deinen Sohn als Brandopfer darbringen, ja, deinen einzigen Sohn.“

Da denkst du dir erst mal so: „Ach du Schande!“ Und dann kommen manche Bibelkritiker und sagen: „Ja, da steht es ja in eurem blöden alten Buch drin, Gott will Menschenopfer, oh, ist der gemein!“ Und so weiter. Die Diskussion sparen wir uns mal für ein anderes Thema.

Mal ganz kurz durch die Stelle: In der Stelle steht eindeutig, dass das nicht für dich und mich gilt. Warum? Da steht nämlich eindeutig drin, dass der Sohn benannt wird, dein Sohn Jitzchak oder nach deiner Bibelübersetzung möglicherweise Isaak. Um den geht es gerade.

Zweitens: Im Hebräischen ist die Verbform, die da steht, im Arka oder im Perfekt. Das heißt, aus der Verbform, aus der Grammatik heraus, ist ganz, ganz klar, dass das für diese einzelne Situation gilt. Das ist kein allgemeines Gebot. Darüber gibt es überhaupt nichts zu diskutieren, das ist ja grammatisch eindeutig.

Drittens: Aus dem Kontext heraus ist ganz, ganz klar, dass dies die eine Stelle ist, wo Gott Abraham auf die Probe stellt. Das ist ein isoliertes Ereignis, nichts anderes.

Und viertens: Es gibt eine Menge gewichtiger Stellen, wo die Bibel und Gott sich gegen Menschenopfer ausspricht – in einer Klarheit, die nichts zu wünschen übrig lässt.

Das heißt, daraus wissen wir glasklar: Diese Bibelstelle bezieht sich nicht auf dich und nicht auf mich.

Und fünftens:

Möglichkeit 5: Teilweise Übereinstimmung mit Widersprüchen

Ganz interessant: Jemand behauptet etwas, und die Bibel bestätigt einen Teil dessen, was diese Person sagt, widerspricht aber anderen Teilen.

Zum Beispiel kann es dir je nach Stadt passieren, dass du mit hinduistischen Menschen oder Schriften in Berührung kommst und dich mit ihnen auseinandersetzt. Dabei kann es vorkommen, dass manche Hindus oder ihre Schriften behaupten, Jesus sei ein weiser Mann, und im Übrigen bestätige die Bibel den Hinduismus.

Das ist jedoch nicht richtig. Der Hinduismus und viele seiner Schriften behaupten außerdem, die Erde sei eine Halbkugel, die auf dem Rücken von Elefanten steht, welche wiederum auf dem Rücken einer Schildkröte ruhen. Das steht aber nicht in der Bibel.

In der Bibel steht, dass die Erde eine Kugel ist, die sich im Weltraum um die eigene Achse dreht. Außerdem wird in der Bibel zwar gesagt, dass Jesus ein weiser Mann war, doch es wird auch klar gemacht, dass er weit mehr als das war: Er war der lebendige Gott selbst in Menschengestalt.

Deshalb bestätigt die Bibel nur den Teil mit der Weisheit, widerspricht aber komplett anderen wichtigen Teilen. Für mich sind diese anderen Teile viel bedeutender als die Frage, ob Jesus nur ein weiser Mann war oder nicht.

Daher lautet die Antwort: Nein, die Bibel bestätigt nicht den Hinduismus. Das ist einfach eine falsche Aussage. Bonustipp für dich!

Bonustipp: Vollständige biblische Bestätigung

Es gibt auch die Situation – und das ist natürlich die beste von allen – in der die Bibel alle Teile einer Behauptung bestätigt. Ganz wichtig: Die Bibel widerspricht keinem Teil dieser Behauptung.

Also noch einmal: Jemand behauptet etwas, und die Bibel unterstreicht alles, was diese Person sagt. Es gibt keine der 31.102 Bibelverse, die dem widersprechen.

Vielleicht denkst du jetzt: Warum ist das so wichtig? Es ist deshalb wichtig, weil es 31.102 Verse und 1.189 Kapitel in der Bibel gibt. Es ist nicht schwer, den einen oder anderen Vers zu finden, der eine bestimmte Ansicht zu untermauern scheint – besonders wenn man ihn aus dem Kontext reißt und irgendwie zurechtbiegt. Das kann man natürlich machen.

Der entscheidende Punkt ist jedoch: Gibt es andere Stellen oder Verse, die dem widersprechen oder nicht?

Zum Beispiel sagt jemand: „Gott möchte, dass wir ihn ehren, ihn wertschätzen und ihm den ersten Platz in unserem Leben einräumen – nichts und niemand anderem.“ All das, was ich damit gesagt habe, wird in der Bibel bestätigt. Du wirst nirgendwo eine Stelle finden, die dem widerspricht. Deshalb gibt es hier einen dicken grünen Haken – das passt schon mal.

Oder ich sage: „Jesus wurde am siebten April im Jahr 30 von der feindlichen Militärdiktatur nackt zu Tode gequält und ist am 9. April 30 in der Jerusalemer Oststadt von den Toten auferstanden – mit Haut und Haaren, nicht geistlich oder sonst wie.“

Das sage ich jetzt. Und alle Teile davon stimmen. Alle werden von der Bibel bestätigt, und es gibt keine einzige Bibelstelle, die dem widerspricht. Also wieder ein dicker grüner Haken.

Fazit und Einladung zur Bibel-Starthilfe

Okay, war das bis jetzt völlige Zeitverschwendung? Ich denke nicht. Wenn es dir wie mir geht, dann ist es manchmal einfach hilfreich, hier einen klaren Kopf zu bekommen. Denn wir – naja, ich zumindest – vergessen es im Eifer des Gefechts manchmal, oder?

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Machst du es im Alltag wirklich, dass du dir ständig Gedanken über solche Sachen machst? Wahrscheinlich eher nicht. Die gute Nachricht ist: Das musst du auch gar nicht.

Um dir genau dabei zu helfen, mit Kopf und Herz die Bibel zu lesen und zu verstehen, habe ich für dich die Bibel-Starthilfe kreiert. Diese hat bis jetzt schon hunderten Menschen genau dabei geholfen.

Du bekommst einen Input zu den häufigsten Bibellese-Fehlern und den einfachsten Bibelübersetzungen. So kannst du die Übersetzung raussuchen, die am besten zu dir passt und dir Spaß macht. Außerdem erhältst du Informationen zu den häufigsten Bibelleitfäden. Das Ganze ist bereits mit einem liebevoll designten Bibelleseplan versehen.

Das Beste daran: Das gibt es zum tollen Preis – nämlich gratis. Ich verschenke die Bibel-Starthilfe, weil ich möchte, dass möglichst viele Menschen mutig, liebevoll und mit Kopf und Herz ihre eigene Bibel lesen und verstehen lernen können.

Klicke dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung und nimm sie dir gratis mit. Das ist mein Geschenk an dich.

Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich.