
Ich laufe des Öfteren mit einem offenen Rucksack herum. Der Grund ist, dass der Reißverschluss an einer bestimmten Stelle klemmt. Freundliche Leute machen mich dann darauf aufmerksam: „Dein Rucksack steht offen.“
Manchmal antworte ich dann: „Na ja, was da drin ist, kann mir gestohlen bleiben.“ Also meine Bibel zum Beispiel oder Predigtunterlagen. Nicht, dass mir das nicht wichtig wäre, aber wer weiß, wer durch ein solches Diebesgut gesegnet würde.
In bestimmten Ländern wäre das vielleicht eine ganz neue Missionsstrategie: ein offenstehender Rucksack voller Bibeln. Der Rest erledigt sich von selbst.
Diese Redewendung will eigentlich sagen: Etwas oder jemand ist mir nicht wichtig. Zum Beispiel: „Mein Bruder kann mir gestohlen bleiben“ oder „Mein Vorgesetzter kann mir gestohlen bleiben.“
Jesus ist bemüht, seinen Nachfolgern beizubringen, die Menschen mit anderen Augen zu sehen und mehr Einfühlungsvermögen zu zeigen. Das gilt besonders für diejenigen, die sich irgendwo im Leben verrannt haben, die eine schwierige Vergangenheit haben oder merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legen.
Jesus sagt, wir sollen einander mit den Augen Gottes sehen.
Weil sich gerade solche Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen, von Jesus angenommen wissen, umlagern ihn häufig Menschen mit üblem Ruf. Einmal stand eine Gruppe religiöser Oberhäupter am Rand und zeriss sich die Mäuler. Sie sagten: „Dieser nimmt Sünde auf und isst mit ihnen.“
Wie kann man nur mit solchem Gesinde Zeit verbringen? Man muss bedenken, dass bei den Juden immer die Angst vorhanden war, sich zu verunreinigen, wenn man zu viel mit Leuten zu tun hat, die in Sünde leben. Deshalb hielt man Abstand.
Ich bin auch dafür, dass man Abstand von der Sünde hält. Aber man muss unterscheiden zwischen Menschen und Sünde. Wir können sagen, dass Gott die Sünde ganz sicherlich hasst, aber den Sünder liebt er und möchte ihn gerne in seiner Nähe haben.
So hat Jesus sich den Menschen gegenüber verhalten. Er suchte ihre Nähe und sprach gerne mit ihnen. Das zeigt sich sehr gut bei einem Essen oder auch bei einem Spaziergang, wenn man tiefgehendere und gute Gespräche führen kann.
Nun nimmt Jesus diese abfällige Bemerkung zum Anlass, eine dreiteilige Serie von Geschichten zu erzählen.
„Wenn jemand von euch hundert Schafe hat“, sagt Jesus, „und eins von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe weitergrasen und geht dem Verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, trägt er es voller Freude auf seinen Schultern nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ‚Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf wiedergefunden.‘“
Jesus überträgt diese Geschichte auf verlorene Sünder. Erstaunt schauen ihn seine Zuhörer an, und nach einer kurzen Pause fährt er fort: „Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht in allen Ecken, bis sie die Münze findet?“ Auch diese Geschichte endet glücklich mit dem Auffinden der Silbermünze. Auch durch diese Geschichte spricht Jesus von der Freude über Sünder, die ihre Einstellung ändern, umkehren und ein neues Leben beginnen.
Haben die Leute jetzt verstanden, was er sagen will? Sicherheitshalber schließt er eine dritte Erzählung an: die Geschichte vom schwarzen Schaf in einer Familie, einem unverschämten und abenteuerlustigen Sohn, der mit dem Geld seines Vaters die Welt erobern will.
Das ist die einzige überlieferte Situation, in der Jesus wie im Schnellfeuersystem drei Geschichten hintereinander erzählt, die im Grunde genommen dieselbe Aussage haben. Jesus scheint an diesem Tag schockiert darüber gewesen zu sein, wie diese Pharisäer und Schriftgelehrten denken. Dass sie also meinen, die einen seien Gott wichtig und andere seien es gar nicht wert, dass Gott irgendwie etwas für sie investiert. Sie meinten also, zu wissen, wer Gott wichtig ist und wer eben nicht.
Darum stellt er Gottes Liebe zu Verlorenen anhand dieser ein, zwei, drei Geschichten ein für allemal klar: die Geschichte vom verlorenen Schaf, die Geschichte von der verlorenen Münze, die Geschichte vom verlorenen Sohn.
Manchmal fühlen wir uns verloren, verloren in der Welt. Ein wenig davon kam in der Geschichte zum Ausdruck, die uns Klaus erzählt hat. Es ist kaum vorstellbar, dass man mit zwei Jahren zum ersten Mal andere Kinder sieht und dann überfordert ist.
Verloren, irgendwo im Gestrüpp, wächst jemand auf und erfährt wenig Liebe. Doch Gott liebt solche Menschen. Wie schön, Klaus, dass wir erfahren durften, dass Jesus dich gefunden hat, dass er dich auf seinen Armen zurück zur Herde getragen hat und dass du heute dazugehören darfst zu denen, die Jesus vertrauen und seine Gemeinde bilden. Du kannst dich für seine Sache einsetzen.
Wenn man diese Geschichten so nebeneinander sieht, stellt sich jedoch die Frage: Wenn Menschen für Gott einen so hohen Wert haben, warum gibt er dann nicht von Anfang an besser auf sie acht? Wie können ihm Menschen verloren gehen?
Hier geht es nicht um verlorenes Geld oder ein verlorenes Tier, sondern in allen drei Geschichten um Menschen. Wie können Menschen Gott verloren gehen? Das wirkt doch irgendwie wie ein Hinweis darauf, dass Gott nicht ganz aufmerksam ist, dass er nicht aufgepasst hat.
Nun, was den Ausreißer aus der dritten Geschichte in seine verhängnisvolle Lage gebracht hat, das ist sein Freiheitsdrang. Wer gehen will, den lässt Gott gehen. Wer gehen will, der muss seine Erfahrungen sammeln. Wer gehen will, wird von Gott nicht mit Gewalt zurückgeholt, sondern wenn, dann mit großem Erbarmen.
Ich möchte gerade die dritte Geschichte einmal etwas näher betrachten. Dazu lesen wir den Text aus dem fünfzehnten Kapitel des Lukasevangeliums ab Vers elf.
Da heißt es: Jesus erzählte weiter: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte: „Vater, gib mir den Teil der Erbschaft, der mir zusteht.“ Da teilte der Vater seinen Besitz unter die beiden auf.
Nach ein paar Tagen machte der jüngere Sohn seinen ganzen Anteil zu Geld und zog weit weg in die Fremde. Dort lebte er in Saus und Braus und verjubelte alles. Als er nichts mehr hatte, brach in jenem Land eine große Hungersnot aus. Da ging es ihm schlecht.
Er hängte sich an einen Bürger des Landes, der ihn aufs Feld zum Schweinehüten schickte. Er war so hungrig, dass er auch mit dem Schweinefutter zufrieden gewesen wäre, aber er bekam nichts davon.
Endlich ging er in sich und sagte: „Mein Vater hat so viele Arbeiter, die bekommen alle mehr, als sie essen können, und ich komme hier um vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Nimm mich als einen deiner Arbeiter in Dienst.“
So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Er war noch ein gutes Stück vom Haus entfernt, da sah ihn schon sein Vater kommen. Das Mitleid ergriff ihn, er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und überhäufte ihn mit Küssen.
„Vater“, sagte der Sohn, „ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.“
Aber der Vater rief seinen Dienern zu: „Schnell, holt das beste Kleid für ihn, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm Schuhe! Holt das Mastkalb und schlachtet es! Wir wollen ein Fest feiern und uns freuen, denn dieser mein Sohn hier war tot, jetzt lebt er wieder, er war verloren, jetzt ist er wiedergefunden!“
Und sie begannen zu feiern.
Komm heute zum Vater, er steht mit offenen Armen da – so haben wir das Lied noch im Ohr. Komm heute zum Vater, er steht da wie der Vater in der Geschichte, der Tag und Nacht auf die Rückkehr seines Sohnes wartete, mit offenen Armen.
Es ist erstaunlich, was Wörter bewirken können. Man hört ein bestimmtes Wort, und plötzlich hat man ein Bild vor Augen. Gefühle werden lebendig, Gedanken beginnen zu wandern. Ein einziges Wort, wie „Vater“, kann eine ganze Reihe von Assoziationen in Gang setzen.
Wir haben ein Beispiel gehört von einem Vater, der seine Freiheit mehr genoss, als der Verantwortung als Familienvater nachzukommen. Dieser Vater sagte zu seinem Sohn: „Du warst ein Unfall.“
Väter und Söhne – wenn Männer über ihr Verhältnis zu ihrem Vater sprechen, dann meist distanziert. Sie beschreiben oft eher Ablehnung als Zuneigung. Der Vater wird eher als Familienernährer gesehen, allenfalls als das liebevolle Gegenüber.
Nur zehn Prozent der Männer, so berichtet ein Familienpsychologe, haben ein gutes und gesundes Verhältnis zu ihrem Vater. Das ist eine erschreckende Zahl. Viele kennen ihren Vater nicht einmal und wachsen vaterlos auf – ohne Vorbild, ohne Ermutigung von väterlicher Seite.
Nun, in der Geschichte, die Jesus hier erzählt, ist das allerdings nicht das Problem. Der Vater ist hier nicht nur der Erzeuger seiner Söhne, nicht nur der Erzieher seiner Söhne, und auch nicht der Erzfeind seiner Söhne. Ganz im Gegenteil: Er verkörpert Zuneigung und Liebe.
Er hat Verständnis für seine Jungs. Trotz seines Unternehmens nimmt er sich Zeit, etwas mit ihnen zu unternehmen. Es liegt ihm viel an einer intakten Beziehung zu seinen Söhnen. Umso mehr wundert es, dass der Jüngere auf einmal ausbricht.
Mit achtzehn ist er in einem Alter, in dem man zuweilen ins Grübeln kommt. Dann denkt er sich: Wenn ich von der Freiheit immer nur träume, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich sie eines Tages verschlafe. Und so lässt er seine Gedanken schweifen. Was könnte man in der Welt alles erleben? Wahrscheinlich stinkt ihm auch die Arbeit auf dem Bauernhof, das ständige Ackern. Das muss doch auch irgendwie einfacher gehen.
So nimmt er einen Schluck Feigenschnaps und fasst allen Mut zusammen: „Vater“, sagt er, „ich will mein eigener Herr sein, und dazu brauche ich dein Geld.“ Dass an diesem Satz irgendetwas nicht stimmt – „mein eigener Herr, und ich brauche dein Geld“ –, das hätte er eigentlich selbst raushören müssen. Aber er denkt: Steh mir nicht im Weg, das Erbe steht mir zu, du hast doch genug, also hab dich nicht so.
Es dauert dem jungen Herrn schlichtweg zu lange, bis der Alte tot ist. Aber er bleibt dabei. Im Land meiner Träume, in den vielen Bars, kann ich Bares gebrauchen. Dass er das Land barfuß wieder verlassen wird, ist ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.
Viele ahnen auch nicht, dass derjenige, der mit „Gib mir“ beginnt, am Ende vielleicht „Vergib mir“ sagen muss.
Nun versetzen Sie sich einmal in Ihre eigene Teenagerzeit und stellen Sie sich Ihren Vater vor, dem Sie gerade mit einer solchen Dreistigkeit gegenübergetreten sind. Die Venen an seinem Hals sind dicker als Ihr Oberarm. Mit Schaum vor dem Mund erklärt er Ihnen, dass Sie die nächsten fünf Jahre Hausarrest haben. Das ist ja eine ganz normale menschliche Reaktion auf so einen Antrag. Jeder Vater wäre in so einer Situation ausgerastet.
Aber nicht so der Vater, von dem Jesus erzählt. Er macht keinen Krawall, sondern tut genau das, was der Junge ihm sagt. Er geht tatsächlich zum Tresor, holt die Bündelscheine heraus und zählt dem Sohn sein Erbe einzeln auf den Tisch. Dabei sagt er kein Wort.
Nun, so einen Vater wünscht man sich: einen, der sofort zur Stelle ist, wenn man einen Wunsch äußert, und genau das tut, was man gesagt hat. Für Millionen Christen ist dieser Wunsch nach einem solchen Vater in Erfüllung gegangen, denn Gott ist unser Vater. Das ist kein Geheimnis, das haben wir immer wieder gesagt. Es kam gerade im Lied zum Ausdruck: „Gott ist unser Vater.“
Jesus sagt im sechsten Kapitel des Lukasevangeliums: „Ihr werdet Söhne des Höchsten sein.“ So sagt Jesus es denen zu, die ihm nachfolgen, die ihm vertrauen und Zugang erhalten haben zu Gottes Reich. Vielleicht erinnern Sie sich: Gestern haben wir versucht, zu definieren, was wir unter Gottes Reich verstehen können.
Gottes Reich ist dort, wo Gott das Sagen hat, in seinem Haus. Dort hat er seine Kinder als eine Familie versammelt. Jesus sagt damals noch auf die Zukunft hin: „Ihr werdet Söhne des Höchsten sein.“
Wir als Kinder Gottes dürfen froh sein, diesen Vater zu haben und untereinander Brüder und Schwestern zu sein.
Und dann geht es ja noch weiter. Der Apostel Paulus schreibt im Römerbrief, im zehnten Kapitel: „Und er, Gott, lässt alle an seinem Reichtum Anteil haben, alle, die ihn anrufen.“
Also, dieser Vater ist reich, und er lässt alle an seinem Reichtum Anteil haben. Wenn du Kind Gottes bist, dann bist du reich. Du bist reich beschenkt und darfst Anteil haben an dem, was Gott hat und was Gott in dieser Welt tut. Du hast Anteil an seinem Reich, an seiner Geschichte, an seiner Gemeinde und an seinem Wirken in dieser Welt.
Letztendlich hast du auch Anteil an den Wohnungen in der Herrlichkeit, in seiner Gegenwart, wenn das Leben hier vorbei ist. Wie herrlich ist eine solche Aussage: Wenn wir als Kinder Gottes Anteil haben an seinem Reichtum!
Da heißt es: denen, die ihn anrufen, denen, die mit ihm in Kontakt stehen, die mit ihm reden und auch über ihre Schwächen sprechen, ihre Sünden einsehen und immer wieder demütig diesen Vater neu um Vergebung bitten und um Hilfe in dieser Welt voller Versuchungen.
Willst du ihn anrufen oder willst du ihn eher anpumpen, so wie der Kerl in der Geschichte hier? Bei den Gaben greifen viele mit beiden Händen zu, den Geber meinen aber leider viele nicht zu brauchen. Sie lieben das Leben, aber eben nicht unbedingt Gott.
Manche von uns genießen das Leben, wissen nicht, wie ihr Sommer gewesen ist, haben tollen Urlaub gehabt. Wenn man gesund ist, es sich leisten kann und verreisen kann, ist es natürlich gut, dieses Leben auch zu genießen.
Gott hat uns viele gute Gaben gegeben. Zu den Gaben gehört aber auch der Geber dazu. Denn wenn es uns gut geht, dann ist das Gottes Verdienst. Er gibt uns gute Gaben, zum Beispiel gutes Essen. Sind Sie heute satt geworden? Ich ja. Er gibt uns gute Freunde, er gibt uns einen gesunden Körper, wenn das der Fall ist, und vieles andere mehr.
Das Dilemma ist, dass viele wie der Junge im Gleichnis diese Gnadengeschenke Gottes an sich reißen, wie ein ausgezahltes Kapital, über das sie meinen, frei verfügen zu können. So schöpfen sie wie selbstverständlich aus dem Vollen, bis zur vollen Erschöpfung.
Der junge Mann kassiert bei seinem alten Herrn ab und geht. Er reist in ein fernes Land, heißt es. Dort wird ihm sein Vater nicht folgen, auch nicht sein tugendhafter Bruder. Er hat nicht nur ein kleines Fahrrädchen gehabt und ist nicht weit gekommen, sondern er hat vorgesorgt. Er hat Proviant in Form der Mittel, die der Vater ihm gegeben hat, mitgehabt und kam sehr wohl weit.
Du bist nicht weit gekommen, aber er ist weit gekommen. Er reiste in ein fernes Land. Wandert also aus, wo ihn niemand kennt, wo ihm keiner irgendwelche moralischen Vorträge halten wird. Selbst ist der Mensch, ist die Devise.
Nun, viele leben heute in der Ferne, viele leben heute entfremdet von Gott. Da man die Bibel vielerorts überhaupt nicht mehr kennt – vielleicht weiß man, dass es so ein Buch gibt, aber was darin steht, das wissen die allerwenigsten – ist das Wissen um die Großzügigkeit Gottes auch verloren gegangen.
Dass da die Rede ist von einem Gott, der uns lieb hat, einem Gott, der alles dafür getan hat, dass wir gerettet werden können, einem Gott, der seinen Sohn gegeben hat, damit jeder, der an den Sohn Jesus glaubt, nicht verloren gehen muss – das wissen die allerwenigsten.
Das Evangelium ist heute alles andere als populär. Mit den Wurzeln der christlichen Kultur setzt man sich nicht mehr auseinander. So gehen immer mehr Menschen immer weiter auf Distanz zu Gott.
Er reiste in ein fernes Land und pfeift vergnügt sein Liedchen vor sich hin. Man kann sagen, er ist „flöten gegangen“ – einfach verloren. Der Vater steht in der Haustür und sieht seinem Sohn wortlos nach. Was mag der Vater wohl denken? Und vor allem: Warum sagt der Senior nichts? Schon als er dem Sohn das Geld abgezählt hat, schwieg er. Auch jetzt unternimmt der Vater nichts, um den Jungen aufzuhalten.
Der Vater, also Gott, weiß doch schon im Voraus, dass die Sache schiefgehen wird und der Sohn auf die falsche Bahn geraten wird. Gottes Schmerz über verlorene Töchter und Söhne, die jeden Tag ihr Erbe verschleudern, muss ungeheuer groß sein. Doch er hindert sie nicht daran, genau das zu tun. Warum? Weil sich Liebe nicht erzwingen lässt.
Eine großartige Aussage der Bibel ist, dass Gott uns Menschen liebt. Und eine große Aufforderung darin ist, dass wir Menschen Gott wieder lieben sollen. Wir haben in diesen Tagen schon über dieses Gebot gesprochen: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft. Das ist das größte Gebot, sagt Jesus, und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Liebe kommt natürlich niemals unter Druck zustande. Man kann den anderen nicht zwingen zu lieben. „Lieb mich, sonst knallst du“ – das ist kein vielversprechender Anmachspruch, den ich euch empfehlen kann. Man kann niemanden zur Liebe zwingen. Gott liebt dich, aber er zwingt dich nicht. Wenn du seine Liebe zurückweist, dann leidet er darunter. Davon bin ich fest überzeugt.
Gott nimmt das nicht gleichgültig zur Kenntnis. So wie wir Menschen eine Zurückweisung als Kränkung empfinden, so geht es Gott auch. An manchen Stellen der Bibel bekommen wir Einblicke in seine Gefühlswelt. Dort erfahren wir, dass Gott Tränen vergießt über sein Volk, das ihm immer wieder den Rücken gekehrt hat und damit sein Leben gegen die Wand gesetzt hat.
Gott leidet, wenn wir seine Liebe einfach ignorieren oder nicht annehmen wollen. Wir versuchen, uns Gott vom Hals zu halten und autonom, frei zu leben, wie wir meinen. Aber Gott leidet nicht nur, weil er etwas verloren hätte. Er leidet auch und vor allem, weil du etwas verloren hast: deine Heimat, deine Wurzeln, deine Identität in Gott.
Wir sind aus Gottes Hand hervorgegangen, und das macht unsere Identität aus. Dass heutzutage viele Menschen mit der unbeantworteten Frage herumlaufen: „Was ist eigentlich der Sinn meines Lebens?“ wundert mich nicht. Wenn man nicht glaubt, dass wir von Gott gemacht sind, dass wir in seinem Bild geschaffen sind, und dass Gott etwas mit uns vorhat, dann kann man die Frage nach dem Sinn im Leben nicht befriedigend beantworten.
Das macht Gott so traurig – dass wir einfach die Wurzeln gekappt haben und meinen, das könne man ja mal versuchen. Wir sind gerade im Garten dabei, einiges zu ändern. Aber wenn du eine Wurzel kappst und meinst, du pflanzt die Pflanze dann woanders ein oder holst nicht genug von der Wurzel heraus, sieht es eine Zeit lang noch gut aus. Am selben Tag und am nächsten Tag scheint alles prima zu sein – es hat geklappt. Aber warte ein oder zwei Wochen, dann sieht es anders aus.
So geht es uns, wenn wir die Wurzel kappen, wenn wir unsere Identität und unsere Verbindung zu Gott verloren haben. Wir kommen damit nicht weit. Der junge Mann auch nicht. Er verschleudert alles, was er hat. Eines Tages, als die Sonne auf sein vom vielen Wein aufgedunsenes Gesicht scheint und er in seine Schatzkiste unter dem Bett greifen will, greift er ins Leere.
Papas hart verdiente Goldmünzen sind weg – sie haben das sinkende Schiff verlassen. Dabei waren es doch so viele. Nervös krempelt er alle Taschen um, aber nichts ist mehr da, was ihm geblieben wäre. Und niemand ist mehr da, der jetzt noch zu ihm hält.
Interessant, oder? Wenn man sich etwas leisten kann und spendabel ist, hat man Freunde. Ich habe mit einem jungen Mann gesprochen. Das war in der Zeit, als Handys noch nicht so viel Speicherkapazität hatten wie heute. Er sagte: „Als ich eine Zeit lang auf der Straße gelebt habe, hatte ich vorher mehr Freunde als Speicherkapazität auf meinem Handy. Aber jetzt sind nur noch drei oder vier übrig geblieben.“
Das ist genau die Erfahrung, die dieser junge Mann hier auch gemacht hat. Früher war er umgeben von Schmarotzern und Schmeichlern, die ihn umschwärmten wie fliegende goldene Haufen. Nachdem er sich in der Gesellschaft von lustigen Vögeln und leckeren Häschen aufgehalten hatte, blickte er am Ende in ein paar rosarote Augen. Er findet sich in einer Schweine-WG wieder, in der alle das gleiche Parfüm benutzen.
Wer sein Leben unbekümmert führt, lebt gefährlich. Um an das erste der drei Gleichnisse zu erinnern: Unbekümmerte Schafe, in dem Sinne, dass sie sich vom Kümmern und Versorgen ihres Hirten gelöst haben, sind erledigt. Unbekümmerte Schafe sind erledigt. Spätestens wenn die Sonne untergeht, wird ihnen das klar werden.
Darum lebe dein Leben bekümmert. Das ist ein Appell an dieser Stelle: Lebe dein Leben bekümmert, sprich von Gott umsorgt, und lass ihn sich um dein Heil kümmern. Er steht mit offenen Armen da. Schafe in der Nähe ihres Hirten sind bekümmert, und genau deshalb sind sie so unbekümmert.
Verstehen Sie, wir brauchen diesen Hirten, der auf uns achtet, der uns an gute Weideplätze führt, damit wir uns gesund ernähren und auch geschützt werden vor Angriffen des Feindes. Dieser Feind wird immer versuchen, Menschen auf seine Seite zu ziehen und von Gott wegzuziehen.
Manch einer, der mir seine Geschichte erzählt hat, kommentiert Lebensphasen, die mit der des verlorenen Sohnes vergleichbar sind, mit den Worten: „Hätte ich mir das doch gespart, hätte ich doch die Finger von den Drogen gelassen.“ Oder: „Wäre ich doch diese oder jene Beziehung niemals eingegangen, hätte ich doch...“
Nein, dann gibt es so vermeintliche Ratgeber, die mit klugem Kennerblick beschwichtigen: „Na ja, so verkehrt war das von dem jungen Mann ja gar nicht, von zu Hause abzuhauen. Man muss ja Erfahrungen sammeln. Um mitreden zu können, muss man ja erst mal alles mitgemacht haben.“
Muss man das wirklich? Muss man wirklich erst einen Krieg mitgemacht haben, um dann hinterher bestätigen zu können, dass Krieg schrecklich ist? Ich kann darauf verzichten. Es reicht in der Theorie.
Deswegen finde ich es Quatsch, wenn einer sagt: „Man muss erst mal alles mitgemacht haben. Du musst, um reif zu werden, erst mal so deine Erfahrungen gemacht haben.“
Ich möchte sagen: Liebe junge Leute, bevor ihr in diese verschiedenen Fallen, die in der Welt aufgestellt sind, rein tappt, lasst euch von Jesus zurückhalten, zurückbringen. Lasst euch von ihm Orientierung für euer Leben geben, damit ihr diese schrecklichen Erfahrungen nicht machen müsst. Manche Erfahrungen kann man sich gut und gerne sparen.
Er hat auch gemeint, alles mitmachen zu müssen. Er war wohlbehütet aufgewachsen, hatte ein gutes Elternhaus und gläubige Eltern. Trotzdem wollte er sich in seine Freunde hineinversetzen, die ein ganz anderes Leben führten.
Deshalb begann er für eine Zeit, ihren Lebensstil zu teilen. Er kiffte mit ihnen und machte andere Dinge mit. Es blieb nicht nur beim Kiffen. Später sagte er zu mir, dass er diese Zeit am liebsten aus seiner Biografie herausschneiden würde. Wie dumm er damals gewesen sei, sich darauf eingelassen zu haben.
Er erzählte mir auch, dass er, wenn er einen bestimmten Musikstil hört oder gewisse Gerüche wahrnimmt, sofort an diese Zeit erinnert wird. Das zieht ihn runter und bringt ihn in Gefahr, wieder in diesen Lebensstil abzurutschen.
Lebenserfahrungen sammeln – das klingt vielleicht geistreich und hochgestochen. Die Bibel nennt das, was der Mann hier im Gleichnis erlebt, ganz schlicht Sünde. Ich glaube, das ist der weitaus passendere Ausdruck für das, was hier geschildert wird.
Als der junge Abenteurer sein Geld in Kneipen und Bordellen vertan hatte und schließlich als Schweinehirte landete, sagt er nicht: „Jetzt habe ich alles mitgemacht, jetzt bin ich ein erfahrener Mann.“ Stattdessen sagt er: „Ich bin ein Vollidiot gewesen. Was habe ich da getan?“
Er kommt nicht mit stolzen Worten wie: „Sieh her, Vater, jetzt kehre ich als ein gereifter Mensch zurück. Du bekommst jetzt einen klugen Sohn in dein Haus.“ Sondern er sagt demütig: „Ich habe gegen dich gesündigt.“
Er sieht müde aus, fix und fertig, dünn ist er geworden, schmutzig noch dazu. Der Schweinestall hat seine Spuren hinterlassen. Sein ausdrucksloses Gesicht zeigt, dass er so am Ende ist, dass er nicht einmal mehr Tränen hat.
Die brutale Faust der Selbstüberschätzung hat ihm den Knockout verpasst.
Gott schuf den Menschen ursprünglich in seinem Bild. Das wird am Anfang der Bibel zweimal betont: „Im Bilde Gottes schuf er ihn, den Menschen.“ Doch wie sehr hat dieses Bild gelitten? Wie verdreckt ist es geworden? Wir Menschen lassen allenfalls noch erahnen, dass wir eigentlich von Gott herstammen.
Manches alte Hochzeitsfoto im Flur, bedeckt mit einer Staubschicht, scheint nur noch eine Erinnerung an ein anderes Paar aus einer anderen Zeit zu sein. So wie eine Ehe im Laufe der Jahre und durch Krisen gehen kann, haben wir uns daran gewöhnt, dass es einen lieben Gott gibt. Doch wir sind in manche Krisen geraten, weil wir diesen Gott nicht mehr achten und ehren.
Die Erinnerung wird beim verlorenen Sohn geweckt, als er im Schweinestall sitzt und sehnsüchtig an sein Elternhaus zurückdenken muss. Es gibt keine Erinnerung ohne die tatsächlichen Ereignisse, sonst wären es nur Träume. Noch einmal: Es gibt keine Erinnerung ohne tatsächliche Ereignisse.
Natürlich kann eine Erinnerung verzerrt oder falsch sein. Doch das Ereignis oder die Person, auf die unser Gedächtnis zurückgreift, hat es gegeben oder gibt es noch. Es gibt diesen gütigen Vater.
Wenn in einem Menschen die Sehnsucht aufkommt, zurückzukehren, heimzukommen und Gott wieder den ersten Platz im Leben zu geben, ist das allein schon ein Beweis dafür, dass dieser Gott wirklich existiert. Er steht mit offenen Armen da.
Vielleicht denken Sie auch, der Weg zurück sei zu weit, die Distanz zu groß. „Ich bin wirklich in einem fernen Land, und wenn du wüsstest, was in meinem Leben alles vorgefallen ist. Ich bin hier, und Gott ist dort. Ich bin sündig, und Gott ist heilig.“ Und Sie haben Recht.
Aber lesen Sie bitte einmal mit: „Der Vater lief ihm entgegen“, heißt es in Vers 20. Das bedeutet doch, dass die besagte Distanz allenfalls halb so groß ist, wie Sie denken. Wenn Sie sagen, es ist so weit – der Vater läuft ihm entgegen. Es ist nicht so weit, wie du denkst, er kommt dir entgegen.
Nicht nur, dass er da steht mit offenen Armen. Das heißt, er sah den Sohn und er rannte los. Und dann heißt es, der Vater lief. Ich glaube, der Junge schlich. Er ist immer wieder stehen geblieben und hat sich sein Sätzchen aufgesagt, das er auswendig gelernt hat: „Ich bin vor dir schuldig geworden, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein“ und so weiter.
Wenn Gott also in seinem Tempo kommt und der Sohn dahin schlendert, dann ist die Distanz ja noch viel geringer.
Wir lesen in Jakobus Kapitel 4, Vers 8: „Nähert euch Gott, dann wird er sich euch nähern.“ Ist das eine Zusage? Schauen Sie das mal in Ihrer Bibel nach: Jakobus 4,8 – „Nähert euch Gott, dann wird er sich euch nähern.“
Geht diesen Schritt auf ihn zu, und du wirst merken, Gott selbst setzt sich in Bewegung. Er nimmt dich in Empfang, er wartet auf dich. Und du wirst merken, dieser Gott hält sein Versprechen. Er lässt mich nicht ins Leere laufen, sondern er nimmt mich tatsächlich in seine liebenden Arme.
Der Vater, der bei jeder Gelegenheit die Straße entlanggeschaut hat, er wartete. Und so wartet er auch auf dich – Tag für Tag.
Der Junge hatte den Hof verlassen, aber er hatte nie das Herz seines Vaters verlassen. Ja, er möchte dich als sein Kind in seine Arme schließen. Und dieses Geschenk der Umarmung Gottes gibt es passend in jeder Größe, auch in deiner – ganz egal, wer du bist, ganz egal, was deine Vergangenheit an Irrwegen und an Sünden aufweist.
Er wartet auf dich, weil Gott Sünder liebt – nicht die Sünde, aber die Sünder erwartet. Wenn Menschen bereuen, was gewesen ist, und ihre Sünden bekennen, dann ist er treu und gerecht, dass er die Sünden vergibt. Denn Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, weil er die Schuld auf sich genommen hat.
Ich habe heute Morgen im Lukasevangelium das Kapitel gelesen, in dem es um die Kreuzigung von Jesus geht. Es beginnt mit der Aussage: „Aber sie brachten viele Anklagen.“ Jesus hat sich anklagen lassen.
Es war eine Verhandlung, und letztendlich ging es bei dieser Verhandlung um uns. Der Teufel ist der Verkläger, und er verklagt uns. In unserem Leben gibt es Sünde, und der Teufel hat uns angeklagt. Gott ist der Richter, und er ist ein gerechter Richter. Deshalb muss er aufgrund dieser Anklage das Gericht vollziehen.
Dann kommt Jesus und setzt sich als sündloser Gottessohn auf die Anklagebank. Er wird angeklagt. Vor Gericht gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wirst du bestraft, oder jemand bezahlt für dich, und du kannst dich so von einem Bürgen loskaufen lassen.
Genau das hat Jesus getan. Er nahm die Schuld auf sich und starb an deiner Stelle. Er war nicht nur angeklagt worden, sondern wurde verurteilt und hingerichtet – an deiner und meiner Stelle.
Darum ist der Weg nach Hause in Gottes Gegenwart frei, weil Jesus den Weg freigemacht hat. Er, der gesagt hat: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur alleine durch mich.“ (Johannes 14,6)
Der Junge hätte sich mit einer Anstellung als Diener abgefunden, heißt es am Ende, aber der Vater nicht. Christen sind keine Sklaven, sondern frei. Wir reden heute Abend über Freiheit. Doch wir sind nicht frei in dem Sinne, wie viele Freiheit definieren.
Viele sagen, Freiheit bedeutet, tun und lassen zu können, was man will. Was dabei herauskommen kann, musste der Sohn leidvoll erfahren. Ich glaube, die richtige Definition von Freiheit klingt anders: Freiheit ist, tun und lassen zu können, was Gott will. Sein Wille ist gut, sein Wille ist vollkommen.
Wie oft haben Sie schon das Vaterunser gebetet? Dort heißt es: „Dein Wille geschehe, so wie im Himmel, so auf Erden.“ Der Wille Gottes ist gut. Jesus wusste das, der dieses Gebet gebetet hat. Er wusste, wie es im Himmel ist, und er sehnt sich danach, dass auch auf der Erde sein Wille geschieht.
Tun und lassen zu können, was Gott will, auf seinen Leitplanken und Wegen unterwegs zu sein und zu leben – das ist ein Leben in Freiheit. Alles andere endet in den allermeisten Fällen in Versklavung. Zwar kann sich jemand ein gutes Leben machen, aber schauen Sie sich die großen Künstler an, die von aller Welt bejubelt werden. Die meisten sind gnadenlos abhängig von ihren Therapeuten, viele sind in Drogen- oder Tablettenabhängigkeit abgerutscht. Wie viele von ihnen sind diesem Schicksal zum Opfer gefallen und durch Drogentod gestorben? Man könnte eine lange Liste von Namen aufzählen.
Das ist eine trügerische, vermeintliche Freiheit, aber keine echte Freiheit. Echte Freiheit ist, tun und lassen zu können, was Gott will. Sein Wille ist gut, und sein Wille tut uns gut.
Glauben Sie mir, Gott wird Ihnen nicht mürrisch ein Strohlager im kühlen Schuppen der Knechte zuweisen, wenn Sie zu ihm kommen, sodass Sie plötzlich nicht mehr frei wären. Ganz im Gegenteil: Die Laune des Vaters könnte nicht besser sein. Es platzt förmlich aus ihm heraus, denn er freut sich, dass der Verlorene wiedergefunden wurde.
Die Rede, die sich der Sohn den ganzen Heimweg lang mühsam zurechtgelegt hatte – „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt, ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden“ – wird erstickt in einem dicken Kuss. Der Vater überhäuft ihn geradezu nicht mit Vorwürfen, sondern mit Küssen, mit Kleidung und mit Duschgel.
So ist Gott. Er schenkt dem verlorenen Sohn alles zurück, was er verspielt hat.
Bist du ein flötengegangener Sohn oder eine verlorene Tochter, dann komm heim. Du wirst schmerzlich erwartet. Über niemanden denkt Gott, dass er oder sie ihm gestohlen bleiben kann.
Ja, dem Hirten sind Schafe aus der Herde genommen worden. Ein Dieb kommt nur, um Schafe zu stehlen, zu schlachten und zu verderben, heißt es in Johannes 10.
Es gibt viele verlorene Söhne und Töchter, doch sie sollen ihm nicht gestohlen bleiben.