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1. Mose 1: Der biblische Schöpfungsbericht

Teil 1 - Bibelstudientag Rickenbach, ZH
02.12.2006
SerieTeil 1 / 2Der biblische Schöpfungsbericht
Die Bibel beginnt mit einem Bericht, der für den modernen Menschen ein grundsätzliches Ärgernis darstellt. Ja, das Buch, welches uns Menschen den Weg zum ewigen Heil aufzeigt, beginnt mit einer gewaltigen Hürde! Wenn wir uns aber in die Tiefe gehend mit 1. Mose 1 und 2 beschäftigen, so erkennen wir, dass diese Kapitel Offenbarungen Gottes sind. Der Schöpfungsbericht zerschlägt die mythologische Basis des modernen Denkens und Lebens, d.h. den fatalen Irrtum namens „Evolution“.

Einleitung und Ausgangspunkt der Betrachtung

Ich möchte alle ganz herzlich begrüßen zu diesem biblisch werdenden Tag, an dem wir heute Morgen das Thema „Die Schöpfung, der Schöpfungsbericht aus 1. Mose 1 und 2 im Detail“ ausführlich behandeln wollen.
Wie in der Einladung angekündigt, stellt gerade der Anfang der Bibel ein besonderes Ärgernis in der heutigen Gesellschaft, in der heutigen westlichen Welt, dar. Und das alles wegen der Evolutionslehre, die im 19. Jahrhundert durch Charles Darwin so populär gemacht worden ist. Ich sage: populär gemacht worden ist, weil sie nicht damals erfunden wurde. Sie ist ja viel älter. Schon die alten Griechen glaubten an das Prinzip von Evolution. Thales glaubte, alles sei aus dem Wasser entstanden, Heraklit alles aus dem Feuer, und andere Philosophen glaubten, dass die Tiere durch Hitze und Feuchtigkeit aus der Erde heraus entstanden seien, und so weiter und so fort.
Aber überhaupt geht das Evolutionsdenken zurück bis auf das älteste Heidentum. Selbst die alten Babylonier und Sumerer gehen in ihren Schöpfungsmythen von einer Art Evolution der Götter aus. Aber eben: In unserer Gesellschaft heute ist das durch Darwin so populär gemacht worden, und so stolpern viele über die Botschaft der Bibel, wenn sie gerade vorne zu lesen beginnen.
Doch müssen wir bedenken: Das ist ein Grundprinzip. Das Evangelium ist in seiner Zentralaussage bereits ein Ärgernis, wenn wir aufschlagen in 1. Korinther 1,18. Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit, uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
Also ganz zentral steht in der biblischen Botschaft das Wort vom Kreuz, die Erlösung durch den stellvertretenden Tod des Herrn Jesus Christus. Aber gerade das ist ein besonderes Ärgernis. Paulus sagt im gleichen Kapitel in Vers 21: Denn da ja in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten. Da ja sowohl Juden Zeichen fordern als auch Griechen Weisheit suchen, wir aber predigen Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen, das heißt den Heiden, eine Torheit, den Berufenen selbst aber, sowohl Juden als Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
Also: Die zentrale Botschaft, die deutlich macht, wie ein Mensch errettet werden kann, ist an sich ein Ärgernis für die einen und eine Torheit, eine Dummheit, für die anderen. Aber Gott hat diesen Weg für die Errettung gewählt, und für die Erschaffung der Welt hat er nicht den Weg der Evolution gewählt. Hätte er ja auch können, theoretisch. Aber er hat den Weg der Erschaffung in sechs Tagen gewählt. Und gerade das ist ja auch ein Punkt: Viele könnten noch akzeptieren, dass Gott irgendwie erschaffen hat, aber dann in sechs Tagen? Das ist ein Ärgernis. Aber Gott hat genau diesen Weg gewählt, weil er es so tun wollte.
Welche tiefe Weisheit dahinter steckt, werden wir hoffentlich heute Morgen noch deutlicher entdecken. Also, ich lese 1. Mose 1, ab Vers 1:
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde wurde wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah das Licht, dass es gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.
Mal bis dahin.

Der erste Vers als theologische Grundsatzentscheidung

Der erste Vers beschreibt bereits die Erschaffung unseres Planeten und des Weltalls im Allgemeinen. Die Natur wird hier als Himmel und Erde bezeichnet. Im Gegensatz zu Himmel und Erde steht in diesem Satz das Subjekt Gott. Und das ist nun schon etwas ganz grundsätzlich Wichtiges, das praktisch alle Religionen der Welt von Anfang an verurteilt und verwirft: Gott und die Natur sind nicht eins.
In der Grammatik haben wir gelernt: In diesem Satz, „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“, ist Gott das Subjekt des Satzes, also der Handelnde im Satz, und Himmel und Erde sind das Akkusativobjekt, also das Objekt. Gott und Natur sind getrennt, so wie Subjekt und Objekt voneinander getrennt sind.
Das ist nun ganz wichtig, denn in den meisten Religionen der Welt wird Gott mit der Natur gleichgesetzt, oder Gott wird als irgendeine Kraft in der Natur gesehen. So ist es im Hinduismus: Brahma ist identisch mit der Natur. Alles ist Brahma, ein unpersönlicher Gott nach hinduistischer Auffassung. Gott ist also im Hinduismus nicht jenseitig, sondern vollkommen diesseitig. Darum ist es auch so unsinnig, wenn man im Hinduismus von transzendentaler Meditation spricht. Das kennen die gar nicht. Die wissen gar nicht, was transzendental ist. Für sie gibt es nur das Diesseitige, denn Gott ist die Natur selbst.
Aber im Prinzip hat man eben genau das Gleiche im Buddhismus und in all den Stammesreligionen in aller Welt. Überall ist Gott irgendwie, oder die Götter, die verehrt werden, sind Teil der Natur, sind Kräfte in der Natur. Aber hier haben wir Gott, der einfach da ist. Die Bibel begründet das Dasein Gottes gar nicht. Er ist einfach da. Aber die Natur, Himmel und Erde, wird durch ihn ins Dasein gerufen.
Und nun ist ganz wichtig: Das Tätigkeitswort, das Verb hier in diesem ersten Satz, ist auf Hebräisch bara. Bara, erschaffen, wird im Bibelhebräischen nur für Gott gebraucht. Nicht wahr, auf Deutsch kann der Begriff „schaffen“ oder „etwas erschaffen“ auch für einen Künstler, für einen menschlichen Künstler, gebraucht werden. Aber dieses Wort wird nur für Gott gebraucht, und damit wird das Schaffen Gottes ganz deutlich von jedem menschlichen Schaffen unterschieden.
Und zweitens wird dieses Wort speziell gebraucht für die Erschaffung von etwas Neuartigem. Wir haben den schönen Ausdruck in 4. Mose 16,30: „ein Neues schaffen“, bara briar. Also die beiden Wörter sind ja miteinander verwandt: briar, das Neugeschaffene, und bara, schaffen. Hier wird das in diesem Zusammenhang gebraucht, als die Rotte Korahs durch die Erde verschlungen werden sollte. Das war ein Gericht, das Gott noch nie zuvor angewendet hatte. Das war ein ganz völlig neues Handeln Gottes, und darum wird das eben hier bara briar genannt, also Erschaffen von etwas Neuartigem.
Und wir finden es in 1. Mose an drei Stellen. In 1. Mose 1,1, und da wird ja gewissermaßen die Materie erschaffen. Der Planet, die Erde, wird bereits erschaffen, aber auch das Weltall. Und das ist etwas, das es vorher noch nicht gegeben hat. Später, in Kapitel 1,20, wird das beseelte Leben erschaffen, und da verwendet Mose das gleiche Wort. Ich lese:
„Es handelt sich um den fünften Tag. Und Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen oder hebräisch Nefesch, kann auch bedeuten lebendige Seelen, und die Vögel fliegen über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels. Und Gott schuf bara die grossen Seeungeheuer und jedes sich regende lebendige Wesen oder jede sich regende lebendige Seele, Nefesch, wovon die Wasser wimmeln nach ihrer Art, und alles geflügelte Vögel nach seiner Art.“
Also das beseelte Leben der Tiere, das ist etwas grundsätzlich Neues gegenüber der Materie. Das ist nicht einfach Materie, und dann ist noch ein bisschen Leben darin. So stellen sich die Evolutionisten das vor, dass der Übergang von toter Materie zum Lebendigen etwas Fliessendes sei. Aber die Bibel macht hier deutlich: Das ist etwas völlig Neues. Also das Belebte in der Tierwelt ist etwas grundsätzlich anderes. Es ist nicht einfach tote Materie und dann noch ein bisschen so ein Lebensfunke darin. Und darum wird eben hier auch das Wort bara gebraucht.
Und schliesslich an der dritten Stelle, Vers 27, da kommt es gleich dreimal vor: „Und Gott schuf den Menschen bara in seinem Bild, im Bilde Gottes schuf er ihn bara, Mann und Frau schuf er sie bara.“ Der Mensch ist gegenüber dem beseelten Leben der Tierwelt auch wieder etwas ganz grundsätzlich Neues, denn da kommt auch der Aspekt des Geistes dazu. Der Geist des Menschen hat die Fähigkeit, Gott zu erkennen. Darum heisst es in Römer 8, zum Beispiel vom Geist Gottes: Der Geist selbst bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Der Geist des Menschen hat die Fähigkeit, Gottes Sprechen, Gottes Reden wahrzunehmen, aufzunehmen, zu begreifen.
 Psalm 77 macht auch deutlich: Der Geist ist die Fähigkeit des Menschen, auch über die Vergangenheit und die Geschichte nachzudenken. Dort geht es gerade um das Nachdenken über die Geschichte: „Mein Geist forschte in mir.“ Und das ist nun etwas, das die Tierwelt überhaupt nicht kennt. Und darum haben auch Affen keine Kultur in dem Sinn, dass sie irgendwie über die Vergangenheit reflektieren und das vielleicht auch künstlerisch ausdrücken, nicht wahr? Das ist überhaupt nicht zu finden. Und so ist der Mensch auch nicht einfach ein Affe plus noch ein Geistimpuls. Sondern es ist ein grundsätzlich anderes Wesen.
Die Evolutionisten denken, der Übergang sei fliessend, aus einem affenähnlichen Wesen sei allmählich ein Mensch entstanden. Aber die Bibel macht deutlich: Es ist etwas grundsätzlich Neues, die Erschaffung des Menschen. Und zwar muss man immer sehen: Gott erschafft das als eine Einheit, eben nicht einfach Materie, bloss noch ein Lebensfunke drin, das sind dann Tiere. Und ein Affe mit einem Geistimpuls drin, das ist dann ein Mensch. Nein, jedes auf seiner Stufe ist eine völlig neue Erschaffung Gottes.

Die Sprache des Anfangs und die Schöpfung aus dem Nichts

Nun, wir haben jetzt schon ein bisschen vorausgegriffen. Wir gehen zurück zu Vers 1.
Dieser erste Vers besteht im Hebräischen aus sieben Wörtern und viermal sieben Buchstaben. Darum habe ich den ersten Vers auf dem Skript im Hebräischen abgedruckt. Da kann man die Wörter nachzählen und auch die Buchstaben.
Man spricht das so aus: Bereshit, im Anfang. Das ist ein Wort. Bereshit bara, „erschuf“, „Elohim“, das ist Gott, „et“, das ist ein Akkusativpartikel. Das Wort kann man also nicht übersetzen, indem man es durch ein anderes Wort im Deutschen ersetzt. Es bedeutet einfach, dass das nächste Wort, das jetzt kommt, im Akkusativ steht. „Et haschamayim“, den Himmel, „we’et“, das ist ein Wort, das zusammengesetzt und plus Akkusativartikel bedeutet, „ha’aretz“, die Erde.
Also zusammen: Bereshit bara Elohim et haschamayim we’et ha’aretz.
Nun, die Zahlen haben ja in der Bibel auch eine symbolische Bedeutung. Darum soll es, wenn hier dieser erste Vers mit sieben Wörtern beginnt, eben auch ausdrücken: die Vollkommenheit des Handelns Gottes. Und es drückt ganz feierlich aus, was hier geschieht.
Diese Vollkommenheit Gottes zeigt sich darin, dass Gott aus dem Nichts erschaffen hat. So wie es nachzulesen ist in Römer 4,17. Da steht in der zweiten Vershälfte: „Vor Gott, welchem er Abraham glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.“ Also Gott ruft das Nichts, und es kommt ins Dasein.
Hier wird auch ganz deutlich, inwieweit sich das Schaffen Gottes grundsätzlich von unserem Schaffen unterscheidet. Der Mensch kann nur etwas schaffen, bereiten aus etwas bereits Bestehendem. Er kann das Bestehende nur umwandeln, er kann nicht etwas ins Dasein rufen. Aber Gott ruft das Nichtseiende, wie wenn es da wäre.
Und weiter Hebräer 11,3: „Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden ist.“ Also „Erscheinendem“ bedeutet, das wird sehr schön in der alten Elberfelder in der Fußnote erklärt, Dinge, die mit den Sinnen wahrgenommen werden können. Also es war nicht schon irgendetwas da, aus dem dann Gott erschaffen hat, sondern es ist eben aus dem Nichts erschaffen worden.
Und das können wir verstehen. Das griechische Wort „noeo“ bedeutet verstehen mit dem Verstand, begreifen. Aber das ist nur möglich durch den Glauben. Also der griechische Ausdruck „durch den Glauben“ bedeutet, dass der Glaube die Kraft ist, damit wir mit dem Verstand begreifen können, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, und zwar auf die Art, dass Gott aus dem Nichts geschaffen hat. Das ist diese, wie man im Lateinischen sagt, creatio ex nihilo, Erschaffung aus dem Nichts.
Dieser Gedanke war für die Heiden immer ein riesiges Problem. Wenn man das vergleicht mit den Schöpfungsmythen der alten Ägypter, Sumerer, Babylonier und Assyrer und auch der Kanaaniter, dann fällt auf: Da ist immer irgendeine Ursubstanz, die einfach da ist. Und aus dieser Ursubstanz entsteht dann etwas. Aber dass einfach gar nichts da war, dass nicht aus Gott die Welt entstanden ist, sondern Gott aus dem Nichts die Welt ins Dasein gerufen hat, das begreifen sie nicht. Und das ist eben nur möglich durch Glauben.
Der von Gott geschenkte Glaube bewirkt, dass wir denken können. Also richtiges Denken kommt aus dem Glauben heraus. Das scheint im Widerspruch zu sein zu Römer 1,20. Dort erklärt der Apostel Paulus, dass alle Heidenvölker eigentlich Gott kennen können durch die Schöpfung. Und er sagt in Römer 1,20: „Denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden, wird geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien, weil sie, Gott kennend, ihn weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten.“
Also Paulus sagt in Vers 20, dass Gott erkennbar sei seit der Erschaffung der Welt. Und dieser Ausdruck „in dem Gemachten wahrgenommen werden“ ist wieder das Wort noeo, mit dem Verstand erfassen, mit dem Verstand begreifen. Also Paulus sagt: Der Heide kann dank Kraft seines Verstandes begreifen, wenn er die Schöpfung anschaut, dass ein Schöpfer existiert. Und zwar, weil er ganz genau weiß: Ordnung entsteht nie von selbst. Es braucht immer einen Ordner.
Und das weiß eigentlich jedes Kind, das am Computer arbeitet. Wenn man in die Systemdateien hineingeht – das dürfen Kinder eben nicht –, aber wenn sie dann doch in die Systemdateien hineingehen und irgendetwas eintippen, dann wird das Word nicht plötzlich besser oder sonst irgendein Programm. Die Programme gehen kaputt. Aber die Evolutionisten stellen sich das genau so vor.
Die erste Zelle sei mal entstanden. Die habe so ein kleines, relativ kleines, nicht nur riesiges Computerprogramm auf dem DNA-Molekül aufgeschrieben. Und dann seien durch Strahlen dieses Programm geschädigt worden, meistens zum Nachteil, aber manchmal hätte das einen Vorteil gegeben. Und dann hätte sich da plötzlich ein Motörchen entwickelt, wodurch sich eine höher entwickelte Bakterie noch besser behaupten konnte usw. Ständig durch Schreibfehler sei mit der Zeit ein höheres Wesen entstanden. Später die Fische, dann die Amphibien, die Reptilien, aus den Reptilien die Vögel. Und in einer anderen Richtung gingen die Schreibfehler, sodass dadurch dann Säugetiere entstanden sind, schließlich der Affe, verschiedene Arten, und dann über diese Linie immer durch Schreibfehler, die sich aber zum Teil positiv ausgewirkt hätten, schließlich der Mensch.
Und das wollen Sie uns als vernünftig hinstellen. Dabei weiß jeder, er kann es täglich probieren: in die Systemdateien hineingehen, im Computer irgendetwas reintippen, dann den Computer aufstarten, wenn es schlechter ist, wieder ändern, nochmals einen Fehler hineintippen und plötzlich, wenn er sieht, jetzt ist es besser, dann weiterfahren. So können dann vielleicht mit der Zeit viel bessere Programme entstehen oder vielleicht Programmteile, die einfach ein Vorteil sind. Und dann kann man Microsoft telefonieren und sie fragen, was sie dafür bezahlen, sie hätten durch Mutationen ein besseres Programm hingekriegt. Es ist ein totaler Unsinn.
Und darum sagt Paulus: Der Heide kann durch seinen Verstand erkennen, dass Gott existiert, aus der Schöpfung. Aber jetzt haben wir in Hebräer 11 gelesen: „Durch Glauben verstehen wir.“ Ja, was verstehen wir? Dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind. Der Heide konnte nur wissen: Es gibt einen Schöpfer. Aber dass Gott gesprochen hat und es entstanden ist, das konnte er nicht wissen. Das ist der wesentliche Punkt.
Also das, was in 1. Mose 1 steht, das können wir nur begreifen durch Glauben. Denn niemand kann in die Vergangenheit zurückgehen, um zu sehen, wie die Welt entstanden ist. Und das ist auch das Problem der Evolutionisten. Niemand kann in die Vergangenheit zurückgehen. Es ist also alles nur der Versuch, die Vergangenheit gedanklich nachzuvollziehen. Und da verlässt man übrigens den Bereich der Naturwissenschaften.
Naturwissenschaften beschäftigen sich nach Definition eigentlich nur mit Dingen, die man beliebig oft im Experiment reproduzieren kann. In der Chemie kann man das, in der Physik kann man das. Man kann Versuche machen, beliebig oft wiederholen, und dann leitet man daraus allgemeine Sätze ab.
Und das Interessante ist: Wenn man sich so mit Naturwissenschaft beschäftigt, hat man kein Problem mit der Bibel. Da kommt niemand und sagt: Ja, wir haben da Experimente gemacht, und das ist ganz im Widerspruch zu dem, was in der Bibel steht. Nur dort, wo der Mensch versucht, gedanklich in die Vergangenheit zurückzugehen und etwas zu spekulieren, etwas zu philosophieren, dann gibt es Probleme mit der Bibel. Aber das ist ja gerade unsere Schwäche, dass wir eben nicht zurückgehen können und dass darum solches schon nach Definition auf schwachen Füßen steht.
Und wir können nur wissen, wie es wirklich war am Anfang, indem Gott selber, der da war, es uns sagt. Das hat er uns in den ersten zwei Kapiteln gesagt. Und darum: Durch Glauben verstehen wir mit dem Verstand, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind. Gott hat gesprochen, und es war da.
Schlagen wir mal auf Psalm 33. Da wird das so wunderschön umschrieben. Psalm 33,9: „Denn er sprach, und es war; er gebot, und es stand da.“
Das macht auch gleich deutlich, dass niemand irgendeine Evolution, eine allmähliche Entwicklung, in den Schöpfungsbericht hineinprojizieren darf. Also dass er meint, Gott hat ihm etwas gesagt, und dann sei ein Entwicklungsprozess in Gang gesetzt worden. Nein, hier wird ganz klar gesagt: Er sprach, und es war; er gebot, und es stand da.
Und das ist gerade ein besonderes Ärgernis. Viele Leute würden sich vielleicht noch versöhnen lassen, wenn man sagt: Ja gut, man kann sich das vielleicht so vorstellen, Gott hat gesprochen, und dann ist da der Prozess so allmählich in Gang gekommen, und so hat sich dann irgendwie eben das doch so entwickelt, wie man sich das in der Evolution vorstellt. Nein, der Gebotene stand da fertig.
Man kann den Text nicht einfach drehen und würgen. Die Bibel ist klar: Die Schöpfung ist so entstanden. Gott hat gesprochen, und dann war es da. Das ist schon mal ein erster Hinweis, dass man gar kein Recht hat, die Tage in der Schöpfungswoche zu Perioden umzudeuten. Denn es geht ja nicht um lange Zeiträume, sondern es geht darum, dass Gott spricht, und es steht da.

Der erste Schöpfungstag und die Frage nach dem Zustand der Erde

Jetzt kommt der zweite Vers, und da wird es schon ein bisschen schwierig. Wir versuchen, die Schwierigkeiten zusammen aufzulösen.
Und die Erde wurde Wüstheit und Leere, Tohu wa Bohu. Das sind eigentlich zwei Hauptwörter: „Wüstheit und Leere“. Und Finsternis war über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über der Fläche der Wasser.
Nun ist die Frage: Wie sollen wir übersetzen? War die Erde oder wurde die Erde Wüstheit und Leere? Ich habe gerade in meiner letzten Vorlesung meine Studenten gefragt: Was bedeutet „haja“? Das ist das Verb hier. Da hat einer gesagt: „sein“, ja, und „werden“, jawohl. Ja, wie sollen wir hier übersetzen: Die Erde war oder die Erde wurde Wüstheit und Leere?
Im Prinzip geht natürlich beides, weil eben „haja“ das eine wie das andere bedeuten kann. Dann habe ich angeführt: Jesaja 45,18. Und da steht Folgendes über Gott: Denn so spricht der Herr, der die Himmel geschaffen hat, er ist Gott, der die Erde gebildet und sie gemacht hat. Er hat sie bereitet, nicht als eine Öde hat er sie erschaffen, um bewohnt zu werden hat er sie gebildet.
Und da haben wir für „Öde“ das Wort Tohu. Weha'aretz hayeta Tohu wa Bohu. Und hier steht: Gott hat sie nicht als Tohu erschaffen. Ja, da ist klar. Also Vers 2 kann nicht die Beschreibung sein von der Erde im Zustand von Vers 1, wo es heißt: Gott hat die Erde erschaffen, und dann heißt es Weha'aretz hayeta Tohu. Aber Jesaja 45 erklärt: Gott hat sie nicht als Tohu erschaffen. Also dann müssen wir zwingend übersetzen mit: Sie wurde.
Noch eine interessante Stelle: Jeremia 4,23. Dort kommt noch einmal in der Bibel, sonst nie mehr, die Wortzusammensetzung vor: Tohu wa Bohu, Wüstheit und Leere. In der Musik kennt man ja den Begriff des Leitmotivs. Das Leitmotiv tritt im Orchester auf, in einer bestimmten Szene, in einer Oper, in Verbindung mit einer bestimmten Person im gesungenen Theater. Und dann kommt dieses Leitmotiv später wieder vor. Und das soll bewirken, dass der Zuhörer sofort wieder erinnert wird: Aha, aha, damit ist das und das gemeint.
Ich mache damit nicht Reklame für Oper, die oft unmoralische Themen behandelt, aber eben das Prinzip des Leitmotivs, das wollte ich damit erklären. Und nun ist es so: Wenn man als Jude Jeremia 4,23 liest, wo es um das Gericht geht, das Gott bringt über sein Volk, in sein Land, und der Prophet sagt: Ich schaue die Erde an, und siehe, sie ist Tohu wa Bohu, durch das Gericht Gottes verwüstet. Leitmotiv. Ja, wenn man so liest: Und siehe, die Erde, ich schaue die Erde an, und siehe, sie ist Tohu wa Bohu, das erinnert sofort an den zweiten Vers der Bibel. Ja, so ist die Leitmotiv-Verknüpfung.
Hier in Jeremia wird nicht das Land Israel beschrieben, so wie es war, sondern so, wie es werden soll durch das Gericht Gottes. Und so ist eben Vers 2 nicht die Beschreibung des Urzustandes in Vers 1, sondern eine Verwüstung. Und da stellt sich natürlich die Frage: Verwüstung wodurch?
Ja gut, wir müssen uns ja fragen: Wann hat der Fall des Satans stattgefunden? In Jesaja 14,18 wird der Fall so beschrieben. Jesaja 14 spricht über den König von Babylonien in der Endzeit. Aber weil das ein satanisch besessener Mensch sein sollte, wird plötzlich in der Beschreibung dieses Königs von Babylonien direkt hinübergegangen auf die Beschreibung Satans. Eben weil durch Besessenheit eine Identifikation zwischen einer menschlichen Person und einem bösen Geist, hier Satan, entsteht. Darum kann der Prophet ohne Übergang plötzlich über den Fall Satans sprechen in Vers 12, der dem Fall dieses Königs in der Endzeit entsprechen soll:
Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, lateinisch Lucifer, Sohn der Morgenröte, zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen! Und du sprachst in deinem Herzen: Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleich machen dem Höchsten. Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.
Also, der Luzifer, dieser Engel, wollte sein wie Gott, und dadurch wurde er gestürzt. Wohin? Auf die Erde, zur Erde gefällt. Aber wann hat effektiv der Fall des Satans stattgefunden?
Eines ist klar: In 1. Mose 3 haben wir die Versuchungsgeschichte. Die Schlange wird dort von Satan benutzt als erstes Medium. In der Geschichte des Okkultismus erscheint der Teufel ja meistens nicht direkt, sondern meistens versteckt über ein Mittel, eben ein Medium. Und so hat er die Schlange, dieses Tier, benutzt als Medium. Aber da wird deutlich: Der Fall des Satans muss damals schon stattgefunden haben. Ja, wann hat er stattgefunden?
Nun, es gibt einen ganz deutlichen Schlüssel in 1. Johannes 3,8. Das ist glasklar: Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Diese Zeitangabe von Anfang ist interessant, weil die Bibel ja im Anfang beginnt, hebräisch Bereshit. Und wenn man 1. Johannes zurückübersetzt auf Hebräisch, dann ist das: Der Teufel sündigt Mereshit, vom Anfang an.
Ja, aber haben die Engel damals schon existiert? Ja, natürlich haben sie existiert. In Hiob 38,7 wird erklärt, dass die Engel gejubelt haben, als Gott die Erde als Planeten erschuf. Und das ist in 1. Mose 1,1. Dann haben sie also schon vorher existiert. Hiob 38,7: Gott stellt die Frage, Vers 4: Wo warst du, als ich die Erde gründete? Und dann wird gefragt in Vers 6 am Schluss: Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten?
Die Benei Elohim, die Söhne Gottes, sind im Alten Testament eine bekannte Bezeichnung für Engel. So auch in Hiob 1,2, als die Engel sich vor Gott versammeln, da wird gesagt: Die Söhne Gottes, die Benei Elohim, versammelten sich vor ihm. Also die Söhne Gottes, zu denen gehörte auch der Luzifer, die haben gejubelt in 1. Mose 1,1, als Gott die Erde erschuf.
Aber Jesaja 14,12 macht deutlich, dass dieser Lucifer eifersüchtig wurde, sein wollte wie Gott, der aus dem Nichts erschaffen kann. Und so wollte er sich über Gott erheben, sich Gott gleich machen, und da wurde er gestürzt, auf die Erde gestürzt. Und darum heißt es: Und die Erde wurde wüst und leer.
Noch eine Stelle über den Fall Satans ist übrigens Hesekiel 28,12. Dort geht es auch entsprechend wie in Jesaja 14 um die Beschreibung eines Menschen, dort um den Fürsten, den König von Tyrus, also aus dem Libanon. Dieser Mann war auch ein besessener Mann, und darum wird plötzlich gesprochen über diesen Cherub, also diesen führenden Thronengel Gottes, der aber, obwohl vollkommen geschaffen, sich entschied für den Weg der Sünde und dadurch gestürzt wurde.
Also: Der Teufel sündigt von Anfang an. Das ist die Erklärung, warum eben die Erde eine Tohu beziehungsweise Tohu wa Bohu wurde in Vers 2. So müssen wir zwingend übersetzen mit wurde.
Aber auch da gibt es noch Leute, die widerstehen und die sagen: Nein, nein, nein, das geht nicht. Wenn man schon etwas von Hebräisch versteht, dann müsste einem doch klar sein, dann müsste es heißen: Und die Erde wurde zu einer Wüstheit und zu einer Leere. Also es müsste ja heißen: Le Tohu u Le Bohu. Ja, das geht nicht so. Man kann nicht sagen: Die Erde wurde Wüstheit und Leere.
Nämlich eine sehr schöne Stelle in 1. Mose 19,26. Da kommt auch die weibliche Form Haitha vor, wie in 1. Mose 1,2. Die Erde ist weiblich, auch auf Hebräisch. Haitha, war oder wurde. Und was steht da? Und seine Frau sah sich hinter ihm um und wurde zu einer Salzsäule. Ja, wie ist das auf Hebräisch? Wattehi Neziv Melach. Also sie wurde, das ist die andere Form von Hayah, die Erzählform von Hayah, Wattehi. Aber dann steht nicht zu einer Salzsäule, sondern einfach Neziv Melach: Sie wurde Salzsäule.
Also genau die gleiche Art von Formulierung wie in 1. Mose 1,2. Da muss nicht stehen Le Neziv Melach, sondern es reicht einfach Wattehi Neziv Melach. Und da steht: Die Erde wurde Tohu wa Bohu. Also kein Problem. Also wenn jemand behauptet, vom Grammatischen her geht das nicht, und so, das ist nicht wahr. Und da müssen wir nicht einfach behaupten und irgendeine Autorität zitieren, sondern wir können es am Bibeltext zeigen. Auch da wird Hayah gebraucht im Sinne von „werden“ und einfach „ohne zu“. Ja, und der Bibeltext sagt klar in Jesaja 45: Gott hat die Erde nicht erschaffen als Tohu, also dann ist sie geworden.
Ja, und was aber auch noch eindrücklich ist: Es wird nicht nur gesagt, die Erde wurde Wüstheit und Leere, sondern es wird dann auch gesagt: Und Finsternis war über der Tiefe. Finsternis ist auch ein Begriff, der sehr typisch ist, gerade für den Satan. Also die Folgen seines Sturzes sind nicht nur Wüstheit und Leere, sondern eben auch Abwesenheit von Licht, Finsternis. Aber dann steht: Und der Geist Gottes, oder man kann auch übersetzen: Der Geist Gottes aber, kann einen Gegensatz andeuten oder einfach verknüpfen, der Geist Gottes aber schwebte über der Fläche der Wasser.
Der Heilige Geist wird hier erwähnt, und dieses Schweben ist interessant. Ich habe das auf dem Blatt aufgeführt. Das ist das hebräische Wort Richav. Das bedeutet: mit den Flügeln flattern oder schützend schweben. Das Wort kommt nur dreimal im Alten Testament vor, aber zum Beispiel in 5. Mose 32,11 geht es um einen Adler, der über dem Nest seiner Jungen flattert, um sie zu schützen. Und der Geist Gottes tritt hier auf, indem er weiteres Verderben der Schöpfung Gottes verhindern will.
Und das Nächste ist dann: Gott greift ein durch sein Reden. Waijomer Elohim, Yehi Or, wa yehi or, und Gott sprach: Es werde Licht, und es wurde Licht. Gott lässt in die Dunkelheit hinein leuchten.
Ja, und nun, wenn wir das Neue Testament aufschlagen, sehen wir, wie der Apostel Paulus dieses Wort aus dem Schöpfungsbericht geistlich überträgt. Der Apostel Paulus beschreibt, was die Bekehrung ist, in 2. Korinther 4,6: Denn der Gott, der aus der Finsternis Licht leuchten hieß, also der Gott, der damals in 1. Mose 1 gesagt hat: Licht soll leuchten, dieser Gott ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat, zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi.
Also hier wird die Parallele gemacht. Genauso wie Gott damals bei der Schöpfung in Wüstheit und Leere und in Finsternis sein Licht hat hineinleuchten lassen, dieser Gott hat das mit unseren finsteren Herzen getan, die unter der Herrschaft des Satans standen. Ja, in 2. Korinther 4,4 heißt es von den Ungläubigen, welchen der Gott dieser Welt, der Satan, den Sinn oder das Denken verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle das Licht des Evangeliums, der Herrlichkeit des Christus.
Also das Licht Gottes, das trotzdem in die finsteren Herzen unter der Herrschaft des Satans hineinleuchtet, das ist die Bekehrung. Und so beschreibt also dieser Schöpfungsakt gewissermaßen vorbildlich das, was Gott bei der Bekehrung eines Menschen tut. Und der Mensch ist ja auch nicht entstanden in Wüstheit und Leere und in Finsternis, sondern das ist gekommen durch den Sündenfall. Durch den Sündenfall Adams sind wir in diese Stellung von Wüstheit und Leere gekommen. Und der Zustand von Wüstheit und Leere in 1. Mose 1 ist gekommen durch den Sündenfall des Satans. Also die Parallelen sind ganz offensichtlich da.
Und noch ein Wort ist interessant: Diese Tiefe, hebräisch tehohm, bedeutet ein gewaltiges Gewässer, ein ozeanisches Gewässer. Nicht einfach so ein beruhigendes Wässerchen, sondern der Begriff beinhaltet von der Wortwurzel her etwas Aufgewühltes, Unruhiges. Ja, das entspricht genau dieser Unruhe des verlorenen Menschen, innere Unruhe und eben Finsternis, wie gesagt. Und das Tohu wa Bohu kann man manchmal schon in den Augen sehen, wie das so richtig hervorbricht. Aber die Bekehrung ist so gewaltig: Gott lässt sein Licht hineinleuchten.
Und dann steht weiter: Und Gott sah das Licht, dass es gut war, und Gott schied das Licht von der Finsternis. Nun, dieser Ausdruck scheiden ist ganz wichtig. Hivdil kann bedeuten, im wörtlichen Sinn etwas voneinander trennen. Da könnte man also denken: Aha, war das irgendwie zuerst so eine Art Dämmerlicht, graues Dämmerlicht, und dann wird plötzlich ganz klar geschieden zwischen Licht und absoluter Abwesenheit von Licht, Finsternis? Nein, das ist es nicht, denn Hivdil kann auch bedeuten: begrifflich unterscheiden.
Also Gott macht den begrifflichen Unterschied zwischen Licht und Finsternis, und das wird klar im Weiteren: Und Gott nannte das Licht Jom, Tag, die Finsternis aber nannte er Nacht, Leila. Also Gott setzt die Begriffe. Es ist also wichtig, nicht die alten Griechen haben begonnen, Wörter zu definieren, ja, die haben das geliebt, die Plato und so weiter, Begriffe definieren, zum Beispiel: Was ist ein Hund? Kyon de estin, „der Hund aber ist ...“ und dann kommt die Definition. Nein, das kommt von Gott. Gott trennt die Begriffe, und das ist nun auch wichtig. Darum müssen wir als Gläubige, als Kinder Gottes, auch Begriffe klar trennen, dass man Finsternis Finsternis nennt und Licht Licht.
In Jesaja 6 wird gewarnt: Wehe denen, die das Gute böse nennen, das Böse gut. Ein typisches Kennzeichen unserer heutigen Gesellschaft und auch der modernen Kunst, und mit Kunst meine ich im weitesten Sinne auch, was Film anbetrifft: Das Gute wird böse und das Böse wird gut. Und das ist satanisch. Aber Gott ist es, der die Begriffe ganz klar unterscheidet.
Und wir merken, das kann sich auch bis ins Alltagsleben hinein auswirken, dass man nicht klar ist mit den Begriffen. Dann sagt man jemandem: Du hast doch gesagt, was heißt schon das und das? Aha, er benutzt die Begriffe anders als die anderen Leute. Und so kann man die Leute täuschen. Weißt du, ich benutze den Begriff eben etwas anders. Wir müssen klar machen, was wir meinen. Und wenn jemand spricht über Fundamentalisten, ja gut, dann muss er uns aber zuerst erklären: Was meint der Ausdruck Fundamentalist, in welchem Sinn brauchst du das? Und so müssen wir klar und durchsichtig sein in dem, wie wir sprechen. Und das lernen wir eben von dem Gott der Bibel bereits am ersten Schöpfungstag.
Und schon heißt es: Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, Tag eins. Dieses Und muss nicht zwingend die zeitliche Folge meinen, sondern einfach: Im weiteren Bericht wird das noch angehängt und hängt einfach etwas an, das fast nämlich den ganzen Tag zusammen. Der biblische Tag beginnt nämlich mit dem Abend. So sehen wir das auch in 3. Mose 23, da wird der Sabbat beschrieben von Abend bis Abend. Und darum beginnt noch heute im Judentum der neue Tag um circa sechs Uhr abends und geht wieder bis sechs Uhr abends.
Und das ist in der Schöpfung nicht anders: Es wurde Abend, der Abend ist gewissermaßen die Initialzündung für die dunkle Hälfte der Nacht, und dann Morgen, das ist der Beginn, die Initialzündung für den hellen Teil des Tages. Und das wird dann zusammengefasst: Jom Echad, Tag eins.
Ja, jetzt können wir Pause machen, eine Viertelstunde.

Rückblick, Einordnung und der erste Schöpfungstag als Einheit

Ich bin in der Pause gefragt worden, ob ich auch noch etwas sagen werde über Versteinerungen usw. Dann habe ich erklärt: Das Ziel heute Morgen ist eigentlich in erster Linie, dass wir gründlich auf die ersten zwei Kapitel der Bibel eingehen, dass wir sehen, was eigentlich da steht. Also geht es weniger um die Auseinandersetzung mit Evolution. Das müsste man an einem weiteren Bibelstudientag einmal als Thema speziell aufnehmen.
Aber ich werde im Anschluss noch auf zwei Bücher hinweisen, die sehr hilfreich sind in der Auseinandersetzung, insbesondere das Buch von Alexander vom Stein, Creatio, das man auch am Büchertisch haben kann. Da wird sehr schön in allen verschiedenen Gebieten, die mit dem Thema zu tun haben, gezeigt, wie das wissenschaftlich echt ein Riesenproblem ist. Ich habe heute nur andeutungsweise etwas gesagt von der Sicht der Informationstheorie her, von der Informatik her, dass es überhaupt nicht geht. Aber man kann das auch von der Chemie her zeigen, von der Physik und so weiter. Es funktioniert auf allen Ebenen einfach nicht.
Ja, aber das wäre ein Thema für sich. Das Problem ist: Leute schimpfen über die ersten Kapitel der Bibel, und dabei wissen sie nicht einmal, was dort wirklich steht. Mir ist es wichtig, wenn wir als Gläubige überzeugt sind, dass auch die ersten zwei Kapitel von Gott inspiriert sind, dass wir auch wissen, was wirklich da steht. Also alles an seinem Platz.
Ja, wir sind also mit dem ersten Tag fertig geworden und haben das ein bisschen ausführlicher genommen. Wir werden jetzt schneller vorwärtsgehen mit den weiteren Tagen. Also wichtig ist: Die ganzen Verse 1 bis 5 bilden zusammen den ersten Schöpfungstag. Man kann also nicht meinen, irgendwann vor Urzeiten habe Gott Himmel und Erde erschaffen, und dann kam diese Verwüstung Tohu wa Wohu, und dann habe vielleicht Millionen Jahre später Gott am ersten Schöpfungstag das Licht leuchten lassen, von Vers 3 an. Das geht nicht, weil zum Beispiel in den Zehn Geboten, da wird im Zusammenhang mit dem Sabbatgebot erklärt, warum der Mensch sechs Tage arbeiten soll und dann am siebten, am Schabbat, ruhen soll. Da wird erklärt, 2. Mose 20,11: Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
Also, es wird nicht gesagt: in sechs Tagen plus x Millionen Jahre, sondern alles ist geschehen innerhalb von sechs Tagen. Und so hat auch Vers 1 am Anfang des ersten Schöpfungstages eben stattgefunden. Der Fall des Satans war am gleichen Tag, und noch am selben Tag hat Gott das Licht in die Finsternis leuchten lassen. Das war aber nicht das Licht der Sonne, wie wir noch sehen werden, denn das Licht der Sonne scheint auf die Erde erst ab dem vierten Tag.
Was ist es denn für ein Licht? Nun, in der Bekehrungsgeschichte von Saulus, Apostelgeschichte 26,13, wird ja berichtet, dass, als Saulus auf dem Weg nach Damaskus war, um die Mittagszeit, also da, wo die Sonne wirklich oben steht und am hellsten ist, ein Licht aus dem Himmel kam, das den Glanz der Sonne übertraf. Es war ein Licht aus der Gegenwart Gottes. Dieses Licht war nicht auf der ganzen Erde sichtbar, also es war auch örtlich begrenzt auf die Erde scheinend, aber es hat so beispielhaft bei Saulus erklärt, wie das geht, bei der Bekehrung, wo das göttliche Licht dann in das finstere Herz hineinleuchtet. Aber es ist ein anderes Licht aus der Gegenwart Gottes.
In 1. Timotheus 6,16 wird gesagt, dass Gott ein unzugängliches Licht bewohnt. In Daniel 2,22 steht, dass bei Gott das Licht wohnt. Und interessant: Der Begriff für Licht hier im ersten Schöpfungstag ist ein anderes Wort als Licht, das große Licht, das kleine Licht, in Vers 16. Ja, in Vers 3 ist es auf Hebräisch or, und in Vers 16 maor. Und zwar ist es so: Maor, das M am Anfang des Substantivs deutet, wie bei vielen Substantiven im Hebräischen, einen Ort an. Also zum Beispiel das Wort Mizbeach heißt Altar, und die Wurzel zawach da drin, in Mizbeach, bedeutet schlachten. Also Mizbeach ist der Ort, wo man schlachtet, das ist der Altar. Oder makom heißt Ort oder Standort. Die Wurzel heißt kum, stehen, aufstehen, und mem, das M, drückt eben den Ort aus. Der Ort, wo man steht, das ist der Standort, makom, mizbeach und so weiter.
Maor bedeutet also der Ort, wo das Licht ist, und darum ist Maor das Wort für einen Lichtträger. Die Sonne, der Mond, wird beschrieben mit Maor, aber das Licht an sich ist hebräisch or. Das ist interessant, dieser Unterschied.
Warum? Weil bis Sir Newton kam, hat man geglaubt in der Wissenschaft, Licht sei ein Zustand, so wie die Finsternis ein Zustand ist. Die Finsternis bewegt sich ja nicht, es ist einfach Abwesenheit von Licht. Aber man hat geglaubt, dass Licht auch ein Zustand der Helle sei. Und dann hat Newton festgestellt: Nein, das Licht bewegt sich. Er hat es beschrieben als eine Abfolge von Partikeln, und später hat Christian Huygens es beschrieben als eine Welle, die sich ausbreitet. Und da hat man eben erkennen können, dass die Bibel doch recht hat, wenn es im Buch Hiob, Kapitel 38, heißt: Kennst du den Weg, auf dem sich das Licht verbreitet? Die Bibel hat schon immer gelehrt, dass das Licht sich bewegt, und zwar ziemlich schnell, ja. Wenigstens heute ist es so: 300 Kilometer pro Sekunde.
Ich sage das darum, weil wir überhaupt keinen Beweis dafür haben, dass es in der Vergangenheit immer gleich schnell war. Das kann übrigens sehr große Auswirkungen haben, auch für die ganze Physik und auch zum Beispiel für die Datierungsmethoden, mit denen man Milliarden Jahre bekommt. Da geht man immer davon aus, dass das Licht immer gleich schnell war. Und wenn man aber denkt, dass es hier Änderungen gab, gibt es totale Änderungen für alle Zerfallereignisse auch in der Physik im Zusammenhang mit instabilen Atomen. Ja gut, das nur so nebenbei.
Also hier geht es um Licht an sich, das aus der Gegenwart Gottes leuchtet, und der Tag wird bestimmt durch eine Periode von Licht, eine Periode von Dunkelheit. Die Sonne erscheint erst am vierten Tag, aber der Tag ist ja eigentlich bestimmt durch die Rotation der Erde und das Licht, das eben lokal auf eine Hälfte der Erde leuchtet. Und so ist also die Länge des Tages bestimmt durch die Rotation.
Ja gut, dann gehen wir weiter.

Die Ordnung des zweiten Tages und die Bedeutung des Himmels

Zum zweiten Tag sprach Gott: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern. Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung sind, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es war so. Und Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend, und es ward Morgen: zweiter Tag.
Da ist nun die Schwierigkeit: Der Ausdruck ist mit Ausdehnung übersetzt, in anderen Bibeln mit Feste. Ich habe auf dem Skript erklärt, dass es hier um das Wort Rakia geht. Das kommt von der Wurzel Rakka, blatten, breit schlagen, dünn schlagen. Und so bezeichnet Rakia etwas sehr Dünnes und weit Ausgebreitetes, das Gott anschließend Schamayim nennt, Himmel.
Nun, hier geht es um die Atmosphäre, den Lufthimmel. Es ist ja die Atmosphäre, die dafür verantwortlich ist, dass wir von einem blauen Himmel sprechen können. Die Luft filtert das Sonnenlicht, und dadurch kommt dann die blaue Farbe zustande. Der Lufthimmel wird also hier mit Rakia bezeichnet, und das ist ja effektiv etwas Hauchdünnes. Aber es ist nicht einfach ein Nichts.
Früher war in der Wissenschaft gemeint, Luft sei einfach nichts. Bis dann Evangelista Torricelli kam, der 1643 mit der Erfindung des Barometers zeigen konnte: Luft ist natürlich etwas und hat ein gewaltiges Gewicht, wenn man die ganzen Luftschichten zusammennimmt. Und da hat man entdecken können, dass die Bibel halt doch recht hatte, wenn es in Hiob 28 heißt, dass Gott in der Schöpfung dem Wind ein Gewicht bestimmte. Erstaunlich, oder?
Ja, also Rakia ist die Ausdehnung, die weit dünn ausgedehnte Atmosphäre. Das wird durch das Wort ausgedrückt. Die Septuaginta, die älteste Bibelübersetzung auf Griechisch, aus dem dritten Jahrhundert vor Christus, hat hier übersetzt mit Stereoma, das heißt eine Feste. Und später hat dann um 400 nach Christus Hieronymus das im Lateinischen mit firmamentum wiedergegeben. Firm und firmare meinen eben etwas Festes. Aber das steckt überhaupt nicht im Begriff Rakia drin.
Und wegen dieses Ausdrucks firmamentum hat dann Luther später mit Feste übersetzt. Aber das sollte man vergessen. Also die Übersetzung der alten Elberfelder mit Ausdehnung ist absolut korrekt. Und die Fußnote in der revidierten Elberfelder, die kann man gleich streichen, vielleicht so, dass man sie immer noch nachlesen kann und dann jemandem zeigen kann, was da Unsinniges gestanden ist. Da steht doch tatsächlich, das hebräische Wort bezeichne eine metallene Platte. Und das ist sprachwissenschaftlich Unsinn, denn der Begriff des Metallenen steckt nicht im Wort.
Wie gesagt, Rakka heißt dünn schlagen, ausbreiten, im Zusammenhang, wenn man Metall dünn schlägt, ja. Aber im Wort selber steckt nicht das Metallene, sondern einfach das Dünne und das Breite. Ja, ich habe das vor kurzem meinen Studenten erklären wollen. Da habe ich sie gefragt: Was heißt eigentlich Dummkopf auf Hebräisch? Da hat sich gleich einer gemeldet und hat gesagt: Raka. Richtig!
Es ist das Wort, das der Herr in Matthäus 5 in der Bergpredigt anführt und zeigt, wie schlimm Schimpfwörter sind. Raka, damit erklärt er, kommt eben von der Wurzel dünn. Das heißt nichts anderes als Dünnkopf, der so dünn ist, dass gar kein Hirn Platz hat darin. Und wenn man sagt, auf Hebräisch nur, nur, nur heißt rak, und das ist urverwandt mit rakka, nur so wenig, ja? Wirklich nur gerade das, ja? Rakverrak, das heißt wirklich rein nur das, ja?
So, ich glaube, es ist klar, was Rakia bedeutet. Also hier wird die Ausdehnung zu einer Trennung gemacht zwischen Wasser unterhalb und Wasser oberhalb. Ja, wir haben ja schon gesehen, die Erde war ja bedeckt mit einer riesigen Wassermenge. Luft war schon da, aber jetzt wird die Luft dazu eingesetzt, dass sie Wasser trennt, unten und oben.
Was ist Wasser oben? Man kann sich das physikalisch vorstellen: Wasser in Dampfform, und zwar in der Höhe von drei Kilometern. Dann bildet das eine Dunsthülle rund um die Erde. Konsequenz: Dadurch gibt es jetzt ein gleichmäßiges Klima auf dem ganzen Planeten. Da kann man plötzlich verstehen, warum es in der Antarktis Überreste von fossilen Lebewesen gibt, die man nur in Afrika oder in tropischen Gebieten kennt. Ja, das Klima war einmal ganz anders. Diese Dunsthülle bewirkt das.
Und weiter bewirkt diese Dunsthülle auch eine noch stärkere Reduzierung von gefährlichen Strahlen aus dem Weltall. Schon durch die Pole und ihre Magnetwirkung werden ja viele Strahlen aus dem Weltall von der Erde abgeschirmt, zu unserem Schutz. Aber durch diese Wasserhülle, die da am zweiten Tag geschaffen wird, war dieser Strahlenschutz noch größer. Und das ist mit eine Erklärung, warum die Menschen vor der Sintflut so viel älter wurden als später.
Nach der Sintflut geht nämlich das Alter dann runter, bis schließlich Mose im Psalm 90 sagt: 70 Jahre, und wenn es hochkommt, 80. Wobei er das in einer Zeit sagte, als die Lebenserwartung in Ägypten 30 Jahre war. Also das galt für die Israeliten.
Ja gut, also jetzt habe ich bereits etwas vorausgesetzt: In der Sintflut ist diese Wasserhöhle, diese Dunsthöhle, abgestürzt, in diesen vierzig Tagen und vierzig Nächten. Und zwar ist es so: Im Sintflutbericht 1. Mose 6-9 wird gesagt: Die Fenster des Himmels taten sich auf. Dieser Ausdruck wird nie mehr in der Bibel verwendet, im wörtlichen Sinn nur noch übertragen in Maleachi, wo es heißt, dass Israel den Zehnten geben soll und so den Herrn prüfen soll, ob er nicht die Fenster des Himmels öffnet und ihnen Segen gibt. Ja, im Überfluss, sintfluttartigem Überfluss. Aber sonst nie mehr im wörtlichen Sinn.
Also diese Dunsthülle ist nicht mehr da, und damit auch dieser Schutz. Aber der war da vom zweiten Schöpfungstag an bis zur Sintflut. Und wieder legt Gott die Begriffe fest: Diese Rakia wird dann genannt Schamayim, Himmel. Jetzt haben wir schon zwei Himmel: das Weltall, den Kosmos, von Vers 1: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Es ist auch Schamayim. Und jetzt hier: Der Lufthimmel wird Schamayim genannt.
Ich muss noch erklären: Schamayim ist ein Mehrzahlwort. Die Endung -im ist die Mehrzahl, Cherub, Cherubim. Und Schamayim ist Mehrzahl, aber es gibt keine Einzahlform. Am Anfang ein Mehrzahlwort, auch dann, wenn es Einzahl ist.
Das Umgekehrte haben wir zum Beispiel im Englischen mit Fisch. Da will einer Fische essen und sagt, er möchte gerne Fischis. Aber das gibt's nicht. Es gibt auf Englisch nur Fisch, auch wenn es mehrere sind. Und auch mit den Schafen ist das so: Es gibt nur Sheep, es gibt keine Sheeps. Das wären dann schon Chips oder sowas. Aber Sheep ist einfach Schaf, ein Einzahlwort. Und so ist auf Hebräisch Mayim einfach das Wort für Himmel, ob das Einzahl ist oder Mehrzahl.
Und das erklärt, warum manche Bibelübersetzungen haben: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde oder den Himmel und die Erde. Aber es ist besser zu übersetzen in der Einzahl: Im Anfang schuf Gott den Himmel. Das meint das Weltall, den Kosmos. Und beim zweiten Tag nannte Gott die Ausdehnung Himmel. Auch in der Einzahl muss man das verstehen.
Da haben wir schon zwei Himmel, und interessanterweise spricht Paulus in 2. Korinther 12 über das Paradies als den dritten Himmel, also das Jenseits, das nicht Teil dieser Schöpfung ist: Erde plus Kosmos, sondern jenseits davon. Das ist der dritte Himmel.
Salomo sagt bei der Einweihung des Tempels in Jerusalem in 1. Könige 8,27: Der Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen. Wie viel weniger dieses Haus. Für ihn war klar: Das ganze Weltall kann Gott nicht fassen. Gott ist zwar überall da, aber er ist auch jenseitig. Er ist nicht so ein kleiner Gott wie Brahma, der ist gerade auf die Schöpfung begrenzt, sondern Gott ist wirklich der Unendliche. Er kann durch das ganze Weltall nicht gefasst werden.
Und da haben wir, sagt Salomo, Schamayim u-Schamayim Haschamayim, also der Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen. Das sind diese zwei Himmel. Und dann haben wir eben noch den dritten Himmel, das ist wirklich das Jenseits. Also so muss man den Himmel als das Paradies nicht irgendwo im Weltall suchen. Und sei es Milliarden von Lichtjahren weg, da findet man keinen Himmel. Keinen dritten Himmel, kein Paradies.
Ja, und schon gehen wir weiter zum dritten Schöpfungstag, Vers 9: Und Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene. Und es war so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde. Und es war so.
Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: dritter Tag.

Das Hervortreten des Festlands und die Ordnung des Pflanzenlebens

Jetzt faltet sich das Festland im Urozean auf, und so entsteht ein erster Superkontinent. Wir haben hier den Ausdruck „das Trockene“, hebräisch „Jabascha“. Das ist auch im modernen Hebräisch heute der ganz gewöhnliche Ausdruck für das Festland im Gegensatz zu den Ozeanen.
Wenn man als Hebräischsprachiger den Text hier liest, „es werde sichtbar das Trockene“, dann heißt es in den Ohren eines Israelis heute: Das Festland werde sichtbar. Also eine erste geologische Auffaltung, nicht in langen Zeiträumen, sondern am dritten Tag. Übrigens: Das, was auch später wieder geschieht im Zusammenhang mit der Sintflut.
Es ist so, dass Wasser auf der ganzen Erde reicht, um den Planeten etwa drei Kilometer zu bedecken, wenn Höhen und Tiefen ausgeglichen wären. Also gibt es genügend Wasser, um die ganze Erde in der Sintflut zu überdecken. Aber in Psalm 104 lesen wir, wie das Wasser nach der Sintflut abgelaufen ist. Das ist ja auch etwas Eigenartiges: Es gibt ja nirgends irgendwo ein Abflussloch, oder? Man braucht es auch nicht.
 Psalm 104 spricht über die Sintflut, Vers 6: „Mit der Tiefe“, Horm, das ist das gleiche Wort, das wir schon in 1. Mose 1,2 hatten, „mit der Tiefe hattest du sie die Erde bedeckt, wie mit einem Gewande, die Wasser standen über den Bergen.“ Ja, es gab ja vorsintflutliche Berge, wie wir aus 1. Mose 7 erfahren. Und dann heißt es in Vers 8: „Die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen festgesetzt. Du hast ihnen eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten werden, sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken.“
Dadurch, dass sich die Berge erhoben, durch Auffaltung, zum Beispiel ganz besonders eindrücklich im Himalaya-Gebiet, wo man übrigens im Indischen Ozean noch die Schleifspuren sieht, wie das ganze Gebirgsmassiv da aufgefaltet wurde, und auch bei uns in Europa die Auffaltung der Alpen, auch eindrücklich, aber weniger als im Himalaya. Da haben sich auch Meeresbecken vertieft, wenn man an den Marianengraben denkt: 11.814 Meter, tiefster Punkt der Ozeane. Oder westlich der Anden geht das Meer plötzlich unglaublich runter, bis minus 7.000 Meter. Durch diese geologischen Veränderungen konnte das Wasser vom Festland wieder abfließen, aber eben nicht in langen Zeiträumen, sondern katastrophisch.
Nun, eine erste solche Auffaltung finden wir bereits beim dritten Schöpfungstag. Da ist nun wieder etwas interessant: Die Vorstellung, dass Gebirge, dass überhaupt Berge durch Auffaltung gebildet worden sind, das ist eine neue wissenschaftliche Entdeckung aus dem 19. Jahrhundert. Früher hat man sich erklärt, die Berge seien entstanden durch Vulkane. Im Koran steht, Allah habe die Berge auf die Erde geworfen, um ihr Stabilität zu geben. Aber wenn man die Schichten anschaut, sieht man ja, wie gewunden sie sind und die Spuren der Faltung aufweisen, sowohl die fossillosen unteren Präkambriumsschichten wie auch dann die Sedimentschichten ab dem Kambrium aufwärts.
Die Bibel beschreibt die Faltung schon Jahrtausende vorher, bis endlich die Wissenschaft mit einiger Verspätung das auch noch entdeckt hat. Und sogar im Schöpfungsbericht haben wir die Andeutung davon, eben wie das Festland da erscheint, eben von unten nach oben kommt.
Dann erschafft Gott Pflanzen, abgestuft Gras, Kräuter, das Größere und dann Bäume. Und zwar heißt es immer: nach ihrer Art. Und da ist wichtig: Das hebräische Wort min für Art bedeutet Artaufspaltung. Und so wird deutlich: Nach der Bibel hat Gott nicht eine Urart erschaffen, aus der dann schließlich verschiedene Arten hervorgekommen sind, sondern bereits mehrere Urarten.
Wenn man es gescheit sagen will, kann man sagen: Die Evolution denkt, alles ist entstanden monophylitisch, also aus einem Stamm heraus, und die Bibel lehrt: Nein, das Leben ist entstanden polyphylitisch, also durch verschiedene Arten nebeneinander. Aber wichtig: Das Wort Arten darf man nicht gleichsetzen mit dem Begriff Arten heute in der Biologie.
Und zwar darum, weil man in der Biologie heute den Begriff zu eng fasst. In der Biologie spricht man auch von verschiedenen Arten, da, wo eigentlich eine Verwandtschaft nachgewiesen werden kann. Nicht wahr, zum Beispiel die verschiedenen Hunderassen: Die wurden nach der Bibel nicht erschaffen in 1. Mose 1 und 2, sondern die sind durch Zucht entstanden, aber nicht durch Schreibfehler, ja? Sondern weil das Erbgut der Tiere und auch des Menschen mehr Information enthält, als bei uns sichtbar wird.
Jeder von uns hat zum Beispiel Informationen, sagen wir für blaue Augen und vielleicht auch noch grüne und vielleicht noch braune. Aber er selber braucht dann nur eine, oder? Aber die Kinder kriegen dann plötzlich, oh oh, hier kommt das, haben ganz andere Farben, ja, weil unsere Gene mehr Information enthalten. Und dadurch gibt es eben diese Aufspaltung, dass man aus einer Art plötzlich mehrere Rassen bekommen kann.
Darum gibt es Menschen, die haben schwarze Haut oder deutlich ausgesprochen braune Haut, und andere so hell, dass sie fast durchsichtig ist. Aber das hat Gott alles in die Gene des Menschen hineingegeben. Und auch bei den verschiedenen Pflanzen und Tieren war eben bereits die Information viel größer, so dass im Laufe der Zeit eben durch natürliche oder auch gezielte Zucht neue Arten entstehen konnten.
Aber wir müssen also festhalten: Die Arten der Bibel sind größer als das, was man heute in der Biologie als Art bezeichnet. Denn manche, zum Beispiel Löwen und Tiger, muss man sagen, das sind ja verschiedene Tierarten, ja, aber die kann man ineinander kreuzen, das gibt einen Liger. Das funktioniert also, aber in der Natur haben die keine Freudigkeit daran. Wenn man sie aber gefangen zusammenhält, dann funktioniert das.
Das heißt also, diese Katzenartigen bilden eigentlich zusammen eine Uart, die im Laufe der Zeit aufgesplittert ist. Also das nur so nebenbei, dass man da aufpassen muss mit dem Begriff Arten, dass man den richtig definiert.

Die Himmelskörper als geordnete Werkzeuge des vierten Tages

Ja, wir gehen schon weiter zum vierten Tag.
Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden. Und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren. Und sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten. Und es war so. Und Gott machte die zwei grossen Lichter, das grosse Licht zur Beherrschung des Tages und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne. Und Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten und um zu herrschen am Tag und in der Nacht und das Licht von der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es war Abend, und es war Morgen: der vierte Tag.
Also, jetzt entstehen die Himmelskörper an der Ausdehnung, das heisst, die Himmelskörper werden auf der Erde sichtbar. Das heisst eben nicht unbedingt, dass sie nun am vierten Tag erst erschaffen worden sind. Gott hat das Weltall ja schon in Vers 1 geschaffen: Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und wir haben bereits in Jesaja 14 gelesen, dass der Satan sagte, er wolle hoch über die Sterne Gottes aufsteigen. Und dann wurde er gestürzt.
Aber wir haben hier natürlich auch nicht mehr das Wort bara für erschaffen, sondern den Ausdruck: Und Gott machte die zwei grossen Lichter, asah. Gut, asah ist in diesem Sinn sehr allgemein. Es wird übrigens auch für Menschen gebraucht. Asah könnte im Zusammenhang mit Gott bedeuten, dass Gott etwas Neues erschafft, aber nicht unbedingt, oder? Und zum Beispiel in 1. Mose 18, als Abraham Besuch bekommt, da heisst es, er bereitet ein Kalb. Interessant, hat er das nicht alles Sarah überlassen, da für den Besuch schnell zu kochen, sondern er macht auch seine Arbeit. Und da heisst es, er machte ein Kalb, wörtlich asah. Er hat natürlich nicht einfach ein Kalb gemacht, sondern er hat es zubereitet zu einem Kalb in der Form, dass man es essen kann. Da gehören verschiedene Schritte dazu: schlachten, dann ausnehmen usw. Aber asah kann also bedeuten, dass etwas bereits Bestehendes zubereitet wird zu einer bestimmten Funktion.
Und gerade hier am vierten Tag geht es ganz speziell um die Funktion. Denn es wird gesagt, was diese Lichter sollen, Vers 14: um den Tag von der Nacht zu scheiden. Und sie seien zu Zeichen. Also Gott will auch bestimmte Zeichen andeuten durch die Himmelskörper. Das wird dann besonders in der Endzeit noch bedeutsam werden, in der Zukunft nach Lukas 21: Zeichen an Sonne, Mond und Sternen. Und dann drittens zur Bestimmung von Zeiten. Moed meint eine Zeit, wo man zusammenkommt. Das ist der Begriff später in den Büchern Mose für die Festzeiten, die Gott Israel gegeben hat, zum Beispiel Pessach, also das Passafest, das Pfingstfest, das Laubhüttenfest. Das sind Zeiten, wo man zusammenkommt in Jerusalem. Gott hat also die Himmelskörper gemacht, auch gerade zur Bestimmung, wann die Feste Israels stattfinden sollen, zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren, also überhaupt, damit man damit einen Kalender herstellen kann.
Und sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten. Und dann wird nochmals über die Funktion gesprochen: Und Gott macht die zwei grossen Lichter, das grosse Licht zur Beherrschung des Tages, das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht. Also das Mondlicht ist ja sehr nützlich nachts, und die Sterne. Und dann wird wieder betont: Und Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels. Das heisst, er macht sie also für den Menschen funktionstüchtig. Das heisst nicht, dass da Lampen oben irgendwie angehängt werden, sondern sie werden hier eingesetzt. Natan steht hier auf Hebräisch. Natan heisst auch schenken, das typische Wort für das Geschenk. Also Gott gibt sie als Geschenke an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten und um zu herrschen am Tag und in der Nacht und das Licht von der Finsternis zu scheiden, um uns eben diese begriffliche Trennung von Finsternis und Licht tagtäglich deutlich zu machen. Das ist auch eine Funktion, warum wir Tag und Nacht haben, nicht nur, auch damit wir besser schlafen und am Tag auch besser arbeiten können.
Ja, aber es wird deutlich, wie stark es hier eben um die Zubereitung zu einer bestimmten Funktion geht. Das ist der vierte Tag. Und nun bedeutet das übrigens auch für die ersten drei Tage nicht, dass die Sonne noch nicht da war und die Erde noch nicht begonnen hätte zu kreisen, ja? Aber die Funktion kommt erst am vierten Tag.
Da muss man sich auch fragen: Wo in den Mythen dieser Welt findet man so etwas, dass zuerst ein anderes Licht als die Sonne da ist und am vierten Tag kommt die Sonne in Funktion? Eigenartig, wie kommen die auf die Idee? Nirgends findet man einen solchen Gedanken. Aber Gott hat es offensichtlich so gewollt, und damit hat er auch für Israel gleich von Anfang an klar gemacht: Sonne, Mond und Sterne, das sind einfach maor, das sind grosse Lampen. Ja, aber das ist nichts, um anzubeten. Die Sonne ist kein Gott, wie die Ägypter meinten, dass sei Ra oder Amun. Sie haben ja verschiedene Sonnengötter, unterscheiden dann zwischen der Sonne und der Sonnenscheibe usw. und eine riesige Mythologie aufgebaut. Die Sonne wird angebetet, und das auch weltweit. Auch im Hinduismus betet man heute die Sonne an. Klar, man betet alles an, auch die Berge kann man anbeten und den Regen, alles, alles kann man anbeten, sogar sich selber im Spiegel, weil alles Gott sei.
Aber hier wird klargemacht: Sonne, Mond, so wunderbar diese Lichter sind, das sind keine Götter, das sind nur Lampen. Und die waren nicht einmal unbedingt nötig. Gott hätte auch ohne sie auskommen können. Es gab ja das Licht schon vom ersten Tag an, aber er hat dann am vierten Tag diese Lampen doch noch eingesetzt. Es gibt natürlich für Israel eine völlig andere Sicht der Natur, das ist überhaupt nichts Göttliches.
Sehen wir hinter den Mond. Und man bedenke: Später wird Abraham, in 1. Mose 11, aus Ur in Chaldäa berufen, und das war die Stadt des Mondgottes. Da glaubte man, der Mondgott mache die Menschen zahlreich und auch die Tiere, aber die Bibel sagt: Sarah war unfruchtbar. Dumm, der Mondgott hat es nicht geschafft, ja? Und dann kommt der wahre Gott, er erscheint Abraham und sagt: Gehe aus deinem Land, und ich will dich zu einer grossen Nation machen. Der wahre Gott. Es gibt schliesslich ein Kind, und über dieses Kind entsteht das Volk Israel, das auserwählte Volk.
Aber was ist der Mondgott? Das haben die Amerikaner gezeigt. Mindestens seit 1969 wissen wir, welch ein kalter Stein das ist, völlig mit Staub bedeckt und voller Löcher. Das Gesicht ist ganz zerschlagen. Das ist der Mondgott, ja? Das kleine Licht, das ist ein kalter Stein. Der kann nichts, ausser eben diese Funktion zu erfüllen, eben zur Beherrschung der Nacht und Licht zu geben in der Finsternis.

Leben im Wasser, in der Luft und auf dem Land

Ja, also gehen wir weiter zum fünften Tag, Vers 20, und Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen. Übrigens auch hier: In meiner Übersetzung steht Wasser immer in der Mehrzahl. Es wimmeln die Wasser. Wenn in Ihrer Bibel steht: das Wasser, kein Problem. Mayim ist auch im Hebräischen ein Pluralwort. Es gibt Mayim nicht in der Einzahl, nur in der Mehrzahl. Das drückt eben auch das Umfassende des Wassers und die Beweglichkeit des Wassers aus.
Also: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen, und Gevögel fliegen über der Erde angesichts der Ausdehnung des Himmels. Und Gott schuf die großen Seeungeheuer. Das umfasst natürlich auch die Saurier. Und jedes sich regende lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf der Erde. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag.
Also nun wird tierisches Leben geschaffen im Wasser und im Bereich der Luft. Das ist also sehr umfassend. Das sind nicht nur Fische, sondern alles, was im Wasser wimmelt. Es wird also nicht getrennt nach Fischen und Säugetieren. Auch die Wale, die ja Säugetiere sind, sind an diesem Tag bereits erschaffen.
Und wenn wir dann weitergehen zum sechsten Tag, da kommen die Landtiere erst. Vers 24: Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art, Vieh und Gewürm und Getier der Erde nach seiner Art. Und es war so. Gott machte das Getier der Erde nach seiner Art und das Vieh nach seiner Art und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Die Landtiere kommen also am sechsten Tag. Und jetzt sehen wir auch: Es ist völlig unsinnig, wenn gewisse Leute versuchen, die Evolution mit dem Schöpfungsbericht zu versöhnen. Und zwar denken sie, irgendwie könne man sich das so erklären: Im Lauf von langen Zeiträumen habe sich das alles entwickelt. Ja gut, aber die Bibel sagt am dritten Tag Gras, Kräuter, Bäume. Nach der Evolution entstehen die samen tragenden Bäume jedoch sehr, sehr spät. Das ist eine sehr späte Entwicklung. Zuerst kamen die Bakterien und dann die mehrzelligen Wesen bis schließlich zu den Fischen. Aber da gab es noch keine Bäume. Und dann kamen die Amphibien ans Land. Aber die Bäume erscheinen sehr spät in der Evolution. Und die sind da am dritten Tag.
Und das Leben im Wasser entsteht erst am fünften Tag. Aber nach der Evolution war das Leben im Wasser zuerst da, dann ging es ans Land. Eben, alles durch Schreibfehler, entstanden Amphibien und dann schließlich wirkliche Landwesen wie Reptilien. Und aus den Reptilien seien schließlich die Vögel entstanden. So allmählich seien aus den Schuppen Federn geworden, und zwar flugfähig konzipiert. Die Federfäden können ja nicht irgendwie sein, die müssen ganz speziell flugfähig eingerichtet sein, von der Feinstruktur her. Und alles durch Schreibfehler ist so gekommen.
Aber interessant: Das Zwischendrin haben wir nie gefunden. Ich möchte ein Zwischenwesen zwischen Reptilien und Vögeln einmal versteinert sehen, mit Fuppen. Die gibt es nicht. Man hat nur Schuppen und dann Federn. Auch der Archäopteryx, dieser sogenannte Urvogel: Das ist ein hundertprozentiger Vogel, und der konnte fliegen. Und man hat dort sogar sehr schön im Solnhofener Kalk abgebildet die Feinstruktur der Federn. Man sieht: Der ist flugfähig. Der ist perfekt von Anfang an.
Genauso wie man sagt, die Walfische seien zuerst Landtiere gewesen, die dann später durch Schreibfehler wieder zurück ins Wasser gegangen sind. Und der Körper habe sich angepasst und sei dann eben schwimmfähig geworden. Ja, aber ich möchte gerne den Urwal sehen, der so auf der ... Aber die ältesten Wale, die man findet in den Schichten, das sind alles perfekte Wale, perfekt von Anfang an, nicht im Rohzustand erwischt. Oder wo sind all diese Ungetüme, die eben durch die Schreibfehler, so wie man auf Schweizerdeutsch sagt, abverhelt sind? Die findet man nicht. Von Anfang an sind sie fertig, funktionstüchtig.
Also, aber eben: Es funktioniert nicht. Die Vögel entstehen am fünften Tag, aber die Landtiere, die Reptilien, die entstehen erst am sechsten Tag. Die Reihenfolge geht einfach nicht.
Übrigens: Der Archäopteryx, was speziell ist, er hat Krallen an den Flügeln. Aber es gibt auch heute noch Vögel, die haben das, diese Krallen. Aber was noch speziell ist: Er hat Zähne im Mund. Aber das ist auch nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches. Es gibt schließlich auch Tiere mit Zähnen und Tiere ohne Zähne, und es gibt auch Menschen mit Zähnen und solche ohne Zähne.
Nein, aber ich will ja nur sagen: Zähne sind ja nicht irgendwie ein besonderes Kennzeichen von einem Übergang. Ja, so muss man einfach sagen, es hat effektiv auch Vögel gegeben mit Zähnen, so wie wir sie kennen ohne Zähne. Ja, gehen wir weiter.
Jetzt kommt die Erschaffung des Menschen am sechsten Tag, nach den Landtieren. Vers 26: Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, nach unserem Gleichnis, und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt. Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn. Mann und Frau schuf er sie, wörtlich männlich und weiblich.
Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan, und herrscht über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt. Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samenbringende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist. Es soll euch zur Speise sein. Und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben.
Und es war so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: sechster Tag.

Der Mensch als Ebenbild Gottes und die Ordnung der Geschlechter

Kommt die Erschaffung des Menschen. Das gefällt dem heute evolutionistisch geprägten Menschen auch nicht: der Mensch als Krone der Schöpfung. Aber was sagt die Evolution? Der Mensch ist die Krone der Evolution. Und zwar ist es nach der Evolution das Allerhöchste, was es gibt. Weil es schon keinen Gott gibt, ist der Mensch das Höchste. Und das Höchste ist Gott. Das ist die Selbstvergottung des Menschen.
Gott wird von vornherein weggelassen, und etwas Höheres als den Menschen kennt oder anerkennt man nicht. So vergottet man den Menschen. Und es ist ja interessant: Heute ist es ja nicht mehr populär, Atheist zu sein. Es gibt schon noch Atheisten, aber das sind die Leute von gestern. Heute ist es populär, wenn man Esoteriker ist. Ja, aber wie ist es dazu gekommen? Der Sprung ist sehr klein vom Materialisten zum Spiritualisten.
Die Materialisten sagen: Alles, was es gibt, ist Materie. Übrigens auch der Geist und die Seele, das ist einfach eine spezielle Form von Materie. Ja, und das ist dann eben auch die moderne säkulare Psychologie. Sie betrachtet das Seelenleben einfach als eine Funktion der Materie. Ja, also nicht einmal als eine Maschine mit einem Gespenst drin oder einem Geist drin, sondern für sie ist alles einfach nur eine biochemische Maschine.
Aber das ist eigentlich vorbei, dieses Denken. Heute sagt man in der Esoterik: Alles ist Geist. Aber da muss man nur die Begriffe wechseln. Man muss nicht mehr sagen: Alles ist Materie, sondern man sagt: Alles ist Geist. Im Prinzip kann man die ganze Ideologie derselben übernehmen, und jetzt glaubt man eben nicht mehr nur an Materie, sondern heute glaubt man an Spiritualität. Alles ist Geist. Aber damit wird die Materie zu nichts gemacht.
Die Bibel betont die Wichtigkeit der Materie. Sie betont die Wichtigkeit des seelischen Lebens und des geistigen Lebens. Alles hat seinen Wert. Ja, also der Mensch als Krone der Schöpfung, aber er ist unter die Autorität Gottes gestellt von Anfang an. Er ist nicht autonom, sondern von Gott abhängig. Und diese Abhängigkeit gefällt dem modernen Menschen nicht.
Darum hat man in der Aufklärung gesagt, im 18. Jahrhundert: Die Aufklärung, hat Kant erklärt, ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Also die Unmündigkeit hat man betrachtet. Man hat eine göttliche Autorität und die Bibel als Autorität über sich anerkannt. Aber die Aufklärung ist der Schritt, wo der Mensch aus dieser Unmündigkeit hinausgeht.
Und das ist genau das, was wir im Gleichnis vom verlorenen Sohn haben. Der jüngere Sohn sagt: Vater, gib mir mein Vermögen, ich will gehen. Und da hat er sich emanzipiert, da ist er aus seiner Unmündigkeit hinausgegangen, hat das Leben in die eigene Hand genommen, bis er bei den Schweinen gelandet ist.
Und wenn man die Geschichte aus der Aufklärung anschaut, wo man gedacht hat, mit unserer Vernunft werden wir alle Probleme lösen und wir werden den Weltfrieden hinbringen. Kant hat ein Büchlein geschrieben über die Schaffung des Weltfriedens, wie man mit der Vernunft, indem wir ganz klar Konflikte lösen: Du möchtest das, ich möchte das, gut, dann machen wir fifty-fifty. So können wir alle Probleme lösen.
Und so denken noch heute viele Politiker. Konflikt mit dem Nahen Osten und mit der islamischen Welt? Kein Problem. Wir müssen mal mit denen zusammensitzen, mit denen sprechen, wir müssen mal wieder lernen zu sprechen. Ja gut, da muss man sprechen, und man sieht, was herauskommt. Die haben eine andere Ideologie. Die sagen nicht fifty-fifty, sondern die sagen: Wir wollen alles oder nichts.
Ja, und heute sehen wir, wohin hat das geführt? Unsere ganze Gesellschaft mit Problemen wie nie zuvor: Drogenproblem und die ganzen Probleme der Sinnlosigkeit, Problem von Suizid in der Schweiz. Einer führenden Nation geht es zwar so gut, dank dem Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, aber wir haben die grössten Selbstmordraten. Eine Jugend, die orientierungslos ist und die nicht mehr ruhig sein kann, die ständig etwas in den Ohren hat. Ja, das ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, aber gelandet an den Schweinetrogen.
Und dann im Gleichnis sagt der verlorene Sohn: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Wir sagen: Ich habe gesündigt gegen dich, gegen den Himmel und gegen dich. Das ist die Lösung, dass der Mensch wieder sieht: Wir sind zwar etwas Edles, weil Gott uns geschaffen hat in seinem Bild, aber wir stehen unter seiner Autorität. Wir sind nicht autonom.
Und jetzt gehen wir noch kurz weiter zum Kapitel 2: So wurden vollendet der Himmel und die Erde und all ihr Heer. Und Gott hatte am siebenten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebenten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.
Dieser Ausdruck ist eigenartig, ja: sein Werk, das Gott geschaffen hatte. Das ist wieder bara, noch einmal. Hier ist in Kapitel 2 noch einmal: indem er es machte. Also er hat erschaffen und es dann zubereitet für die verschiedenen Funktionen. Ja, dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, an dem Tag oder zur Zeit, da der Herr Gott Erde und Himmel machte.
Der siebte Tag ist nun der Tag der Ruhe. Schabbat heisst hier ruhen. Gott ruhte, das ist das Verb Schabbat, und davon wird dann abgeleitet das Hauptwort Schabbat. Merkt man den Unterschied? Ich habe ein bisschen übertrieben, das A ist ein bisschen länger. Schabbat heisst ruhen, Schabbat ist der Ruhetag. Und Schabbat heisst auf Hebräisch ruhen, aufhören, stoppen, fertig sein.
Nicht, dass Gott müde geworden wäre von seinem Werk. Er ist Gott, er ist nicht ein Mensch. Aber am siebten Tag hat er gestoppt, weiterzuarbeiten, und damit hat er im Blick auf Israel, das auserwählte Volk, eben das Modell gegeben für die Siebentagwoche mit dem Ruhetag am Ende.
Jetzt noch ein paar charakteristische Ausdrücke. Wir haben sieben Mal das Wort „gut“ im Text, aber das siebte Mal ist es verbunden mit „sehr gut“. Und interessant: Das ist natürlich erst nach der Erschaffung der Frau. Kapitel 2 zeigt uns nun im Detail, noch mit einer Konzentration auf den Menschen, wie der Mensch erschaffen worden ist. Und da wird erklärt, wie Gott zuerst den Mann geschaffen hat und dann die Frau. Als Ergänzung, weil ohne Frau wäre die Welt unvollständig.
Gott sagt: Es ist nicht gut, dass der Mann allein sei. Also war die Schöpfung, bis Adam erschaffen war, gut, und mit der Erschaffung von Eva war sie sehr gut. Eine Ermutigung, oder? Für Frauen, den Schöpfungsbericht einmal so zu lesen. Und das ist nicht eine feministische Projektion. Ja, wie das gewisse Leute machen, die bringen ihre Gedanken hinein, sondern das geht aus dem Text selber hervor.
Ja, also das Kapitel 2 ist nicht plötzlich ein anderer Schöpfungsbericht, wie man in der liberalen Theologie gesagt hat, sondern es ist nach der Übersicht nun ein Fokussieren auf den Menschen. Der Mensch steht jetzt da im Mittelpunkt. Das war in Kapitel 1 noch nicht so. Da wird überhaupt die ganze Schöpfung in ihrer Ausdehnung vorgestellt, aber jetzt geht es um den Menschen im Detail. Und da schliesst Gott mit den Menschen einen Bund. Das haben wir noch nicht in Kapitel 1.
Und das kennt man übrigens auch aus der Literatur rund um Israel, dass etwas zuerst in der Übersicht gezeigt wird und dann in einer zweiten Phase wird das im Detail beleuchtet. Also völlig: Wenn da gesagt wird, das sind zweifellos nur Berichte, sondern sie ergänzen sich insofern, als Kapitel 2 eben Details, die in Kapitel 1 noch nicht genannt werden, ausführlich darstellt.
Noch etwas zur Symmetrie: Am ersten Tag hatten wir Licht, am zweiten Tag Wasser und Luft und am dritten Tag Land. Nun ist es genau parallel mit den Tagen vier, fünf, sechs. Denn am vierten Tag haben wir wieder das Thema Licht, aber jetzt mit Sonne, Mond und Sternen. Und am fünften Tag haben wir wieder Wasser und Luft, nämlich das Leben im Wasser, das Leben in der Luft wird erschaffen. Und am sechsten Tag haben wir die Landtiere und den Menschen, der auch besser auf der Erde lebt, anstatt im Wasser. Also eine ganz klare Symmetrie in der Struktur des Schöpfungsberichtes.

Zusammenfassung, Ausblick und die Ordnung der Geschlechter

Ja, wir sind mit der Zeit durch. Es hätte noch vieles gegeben, gerade in Kapitel zwei. Aber mindestens in der Übersicht ist es wichtig zu sehen: Kapitel zwei konzentriert sich auf den Menschen und damit auch auf das Verhältnis von Mann und Frau. Das wird erst in Kapitel zwei so richtig definiert. Kapitel eins betont einfach männlich und weiblich. Also: Gott wollte von Anfang an diesen Unterschied.
Und die ganze Vermischung in der New-Age-Bewegung hat das Ziel, den androgynen Menschen hinzukriegen, also das mannweibische Wesen. Ja, das ist der androgyne Mensch, bei dem man diese Unterschiede verwischen will. Und unsere ganze Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten in diese Richtung entwickelt, dass man diese Unterschiede verwischen will.
Dabei sollte doch jede Frau sagen können, dass sie mit Freude Frau sein will, und jeder Mann mit Freude Mann. Aber man hat es den Frauen verleidet, Frau zu sein. Sie sollen so sein wie Männer. Und die Männer, was sollen die sein? Eigentlich so ziemlich nichts, denn: das Maul halten. Ja, weil Männer, die heute autoritär auftreten, das sind mühsame Leute, oder? Die haben eigentlich gar keinen Platz. Was sollen die eigentlich?
Und es ist so schön, im Schöpfungsbericht zu sehen, wie Gott dem Mann und der Frau verschiedene Funktionen zuweist, die schliesslich eine Ergänzung ausmachen. Und Gott erschafft in einer Art Cloning die Frau aus einer Rippe. Es ist ja so: In der Rippe, in jeder Zelle, ist die Information drin, wie man Adam bauen muss. Aber es ist so, dass das Erbgut XY ist, ja, und die Frauen sind XX. Wenn man sich das nur gedanklich nachvollzieht, ist es ein Wunderwerk Gottes. Aber wenn man das Y abstreicht und das X verdoppelt, dann hat man eine Frau, ihm entsprechend.
Gott sagt: Ich will ihm eine Hilfe schaffen, ihm entsprechend. Und so entsprach sie vollständig Adam und war trotzdem ganz anders als Frau, Frau, und er als Mann, Mann. Und die Rabbiner haben schon erklärt, warum Gott die Frauen aus einer Rippe erschaffen hat: damit sie nicht seine Sklavin sei. Darum hat er sie nicht aus einem Fersenknochen zum Beispiel erschaffen, damit er auf ihr herumtrampelt. Aber es gibt Leute, die meinen, dass das so sei, ja? Und auch nicht aus einem Stück der Schädeldecke, dass sie quasi über ihn herrscht, sondern damit sie ganz nah an seinem Herzen sei, ja? Da auf der linken Seite ist das bei mir ganz in unmittelbarer Herznähe. Das ist Gottes Gedanke.
Sie haben dann auch noch etwas gesagt, warum eben ein Knochen. Das erklärt, warum Frauen so knochenhart sein können. Aber das ist nicht negativ. Wenn man manchmal sieht, wie Frauen Schicksale tragen können, wo Männer einfach aufgeben, dann merkt man: Da ist eine innere Kraft, die Gott schöpfungsgemäss hineingelegt hat. Ich staune manchmal. Ich kenne ganz bestimmte Schicksale, wo man denkt: Wie können die überleben und drehen nicht durch? Und ja, sie sind richtige Frauen und haben auch das Weibliche.
Es ist ja so: Durchschnittlich hat eine Frau 70 % Körperkraft von einem Mann. Und darum müssen diejenigen, die man zu Elitesoldaten machen muss, total trainieren, damit sie dann auf hundert kommen. Ja, aber das ist nicht ihrer Natur entsprechend. Und trotzdem diese innere Stärke, knochenhart, aber jetzt nicht im Sinne von dickem Kopf, sondern im Durchstehen.
Gut, dann wollen wir schliessen.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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