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Spuren Gottes im Weltall

02.02.2024
Die Unzählbarkeit der Sterne und die unermesslichen Weiten des Universums lassen uns bewusst werden, wie klein und begrenzt wir Menschen doch sind und es regt seit Urzeiten dazu an, sich mit der Frage zu befassen, wie das alles wohl entstanden sein könnte. Weist dieses unbegreifliche Universum vielleicht auf einen Schöpfer hin? Was sagt die Bibel zur Entstehung des Kosmos, zur Ausdehnung des Weltraums und zur Ordnung der Himmelskörper?

Einleitung und thematische Wegmarken

Das Thema heute Abend lautet: „Spuren Gottes im Weltall“.
Damit Sie gleich wissen, was Sie ungefähr erwartet, werde ich zuerst etwas sagen und ein paar Gedanken zum Thema des nächtlichen Sternenhimmels äußern, also zu dem, was wir besonders in wolkenfreien Nächten dort oben sehen. Dann geht es um die Frage: Wie viele Sterne gibt es? In einem dritten Teil beschäftigen wir uns mit den Gesetzen und Ordnungen des Himmels. Danach beschäftigt uns das Thema des expandierenden, also sich ausdehnenden Universums. Und schließlich, wenn Sie dann vielleicht schon ganz erschlagen sind, können Sie sich einfach zurücklehnen und die Schönheit des Kosmos genießen. Ich zeige Ihnen schöne Bilder.
Wir beginnen mit einigen Gedanken über den nächtlichen Sternenhimmel. Zu allen Zeiten wurden die irdischen Beobachter des nächtlichen Sternenhimmels von einem tiefen Gefühl des Staunens erfüllt. Die Unerreichbarkeit der Sterne, die unausmessbaren Weiten des Alls, bringen uns so deutlich zum Bewusstsein, wie klein und begrenzt wir Menschen doch sind.
Genau diese Gedanken, die wir heute haben können, hatte schon vor dreitausend Jahren König David. Im elften Jahrhundert vor Christus, gemäß der strikten Chronologie der Bibel, schrieb David Psalm 8 und sagt in Vers 4: „Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast, was ist der Mensch, dass du an ihn denkst?“
David hat auch Psalm 19 gedichtet, für den Tempelchor und das Orchester in Jerusalem. Dort drückt er aus, wie das Weltall eine Botschaft verkündigt über das Wesen Gottes. Gott können wir nicht sehen, aber er sagt Folgendes, Psalm 19,2: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk. Ein Tag berichtet es dem anderen, und eine Nacht meldet der anderen die Kunde davon. Keine Rede und keine Worte, doch gehört wird ihre Stimme.“

Zeugnisse aus Philosophie, Musik und Aufklärung

Jetzt könnte jemand sagen: Natürlich hat David das Weltall mit diesen Augen gesehen, nämlich durch die Brille der Bibel. Er hatte ja damals schon die Tora, die fünf Bücher Mose. Und die Bibel beginnt ja in 1. Mose 1 mit dem Satz, den Sie hier hebräisch aufgeschrieben haben: Bereshit bara Elohim, etta Schamayim we etta Aretz, im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Und Sie könnten denken, David habe das Weltall als eine Botschaft Gottes gesehen, weil er ja ohnehin schon an den Schöpfer geglaubt hat, aufgrund der Bibel.
Aber ich möchte ein Beispiel zitieren: Cicero, ein römischer Philosoph und Staatsmann, lebte von 106 bis 43 vor Christus, und hat in seinem Buch De natura deorum über das Wesen der Götter geschrieben. Und zwar zitiert er, und das war ja wirklich ein Mann, der keinen Bezug zur Bibel hatte. Die Bibel würde ihn bezeichnen als einen Heiden, das heißt also einen Nichtjuden, der das Alte Testament nicht kannte.
Und da zitiert er einen gewissen Quintus Lucilius Valbus, der Folgendes sagte:
Ist es möglich, dass wir zum Firmament aufschauen und die Himmelskörper betrachten, ohne zu einer Überzeugung von Gottes Dasein zu kommen? Sind wir nicht genötigt, anzuerkennen, dass es eine Gottheit gibt, ein vollkommenes Wesen, einen alles beherrschenden Verstand, einen Gott, der überall ist und alles durch seine Macht regiert? Wer das bezweifeln wollte, könnte gerade so gut leugnen, dass es eine Sonne gibt, die uns leuchtet. Die Zeit zerstört alle falschen Anschauungen, bestätigt aber die, welche in der Natur der Dinge begründet sind.
Ist das nicht erstaunlich, mit welcher Klarheit des Gedankens und welcher Überzeugung das da zum Ausdruck kommt? Einfach aufgrund der Natur erkennt er Gottes Existenz, ohne ihn je gesehen zu haben.
Nun könnten wir durch die ganze Geschichte der Menschheit hindurchgehen und weitere solche Zeugnisse anschauen. Ich möchte aber einen großen Sprung in der Geschichte machen: Ludwig van Beethoven, 1770 bis 1827. Das ist der Mann, der die Fünfte von Beethoven geschrieben hat, und er wusste natürlich: Eine Fünfte von Beethoven entsteht nicht einfach durch Zufall. Höhere Ordnung entsteht nie zufällig.
Und er hat sich so ausgedrückt: Es war nicht das zufällige Zusammentreffen von Atomen, das die Welt schuf. Betrachtet man die Ordnung und die Schönheit im System des Universums, so muss es einen Gott geben.
Nun möchte ich aber noch ein Beispiel bringen von jemandem, der sehr kritisch war, der den christlichen Glauben und die Bibel ganz massiv und mit spitzer Zunge abgelehnt hatte. Das war Voltaire, der Aufklärungsphilosoph von 1694 bis 1778. Und trotzdem schrieb er: „L'univers m'embarasse, je ne puisse songer, que cette Horloge n'existe et n'ait point d'horloger.“
Zu gut Deutsch: Das Universum bringt mich in Verlegenheit, und ich kann es mir nicht vorstellen, dass dieses Uhrwerk existiert und dabei keinen Uhrenmacher hat.
Ja, nicht wahr, wir können die Tage bestimmen durch die Himmelskörper, durch das Auf- und Untergehen der Sonne. Wir können den Ablauf eines Monats bestimmen durch die Phasen des Mondes, und wir können den Ablauf der Monate eines Jahres bestimmen durch die sich verschiebenden Sternbilder.
Also, er sagt: Es bringt mich in Verlegenheit.

Die sichtbaren Sterne und die Grenzen des bloßen Auges

Nun, Sie sehen, wir kommen heute Abend gut vorwärts. Schon der zweite Teil: Wie viele Sterne gibt es?
Nun, das hängt eben gerade mit diesem Betrachten des Sternenhimmels zusammen, wie wir das eben miteinander überdacht haben. Es ist so: Wenn man nachts zum Himmel schaut, kann man mit bloßem Auge höchstens etwa dreitausend Sterne sehen, das heißt hier in der Schweiz, auf der Nordhalbkugel der Erde. Wenn wir nämlich in den Süden gehen, wirklich in den Süden, dann sieht man ganz andere Sterne.
Ich mag mich erinnern: Das erste Mal in Australien, ich glaube, es war das erste Mal, habe ich den Sternenhimmel so schön betrachtet. Es war so verwirrend, einfach ganz andere Sterne, als ich sie mir gewohnt bin, nicht wahr? Wenn ich hier zum Sternenhimmel schaue, dann versuche ich mich gleich zu orientieren: Ah, Orion da und so weiter. Aber dort, gut, ich habe dann relativ schnell gedacht: Oh, das muss das Kreuz des Südens sein. Ja, das sehen wir hier nicht, aber dort sieht man das.
Und es ist so: In Australien sieht man auch etwa dreitausend Sterne. Also nicht mehr. Denn mit dieser Lichtverschmutzung überall, in den Städten brennen Lichter, ist es unmöglich, die Fülle zu sehen. Ich mag mich erinnern an eine besondere Nacht in Kanada. Im Zelt übernachtet, dann nachts auf die Toilette, und dann der Sternenhimmel: Es ist überwältigend. Dieses Licht daher, so beeindruckend, aber eben, es geht nicht viel mehr als dreitausend einzelne Sterne, einzelne Punkte, die man sehen kann.
Und natürlich ist es so, dass man hier den Frühlingshimmel sieht. Im Lauf der Jahreszeiten ändert sich das Aussehen des Himmels, die Sterne, die man sehen kann: hier der Sommerhimmel, und natürlich, so alles zusammengerechnet, hier der Herbsthimmel und der Winterhimmel. Insgesamt 3000 und 3000, also etwa sechstausend Sterne mit bloßem Auge.
Nun ist es so: In der Bibel steht geschrieben, bei Jeremia, Jeremia 33,22, um 600 vor Christus: „Wie das Sternenheer des Himmels nicht gezählt werden kann.“ Und das war eine gewaltige, herausfordernde Aussage, denn im Altertum war man doch der Ansicht, man kann diese ungefähr dreitausend Punkte zählen. Und die Bibel sagt: Nein, unmöglich, man kann die Zahl der Sterne nicht ermitteln.
Und so war für viele Menschen lange Zeit Aussage gegen Aussage. Aber 1610 betrachtete Galileo Galilei, übrigens ein Mann, der glaubte, dass die Bibel wahr ist. Zwar haben sie in der Schule seltsame Geschichten gehört über Galilei, und so stimmen die eben nicht. Genau, es ist wirklich so: Der Mann war überzeugt, dass die Bibel stimmt, aber dass die Menschen sich irren können. Ja, und er hat als Erster mit einem Fernrohr den Sternenhimmel betrachtet, 1610, und er kam zur Überzeugung, wow – also nicht gesagt wow, aber so etwas Ähnliches – das müssten etwa dreißigtausend Sterne sein. Zehnmal mehr, als man bisher gedacht hatte.

Von der Milchstrasse zur Galaxie

Aber die Fernrohre wurden immer besser. Schönfeld, ein Astronom, hat 1862 einen Katalog mit Sternen geführt. Dabei hat er 324 Sterne ermittelt und später noch mehr hinzugefügt. Man sieht: Es wächst und wächst.
Und eigentlich ist es schon klar, nicht wahr? In schönen, wolkenfreien Nächten das nebelige Band der Milchstrasse zu beobachten, das ist etwas Erhabenes. Aber was ist das? Das ist kein Nebel und auch nicht Milch, die ausgeleert wurde, nicht wahr, Milchstrasse. Die Griechen haben das Wort geprägt: Galaxie, das heisst Milchstrasse. Also das Eis, das eben den Namen Galaxie trägt, Galak, das ist Milch. Also die Galaxie, die Milchstrasse. Und die Griechen haben so phantasiert: Da hat jemand Milch am Himmel ausgegossen.
Aber das nebelige Band der Milchstrasse ist nichts anderes als eine gewaltige Ansammlung unzähliger Sterne. Also, wir haben schon immer noch mehr gesehen als dreitausend Sterne. Nur ist es da eben nicht klar, dass das alles einzelne Sterne sind, die man sieht, und nicht ein Nebel. Das käme also zu den dreitausend Einzelpunkten noch dazu.
Und hier darf ich darauf hinweisen, dass Sterne eigentlich das Gleiche sind wie unsere Sonne, einfach so weit weg, dass dann eben nur noch so ein kleiner Lichtpunkt erscheint. Ja, im Altertum wusste man das nicht, dass Sterne Sonnen sind. Das ist eine Errungenschaft der modernen Wissenschaft.
Nun ist es so: Die Wissenschaft hat Fortschritte gemacht, und schliesslich hat man erkannt, die Milchstrasse ist eben nicht nur einfach so ein Nebel, der in Wirklichkeit eine Menge von einzelnen Sonnensternen darstellt, sondern die Milchstrasse ist ein gigantisches Ordnungssystem, eine solche Spirale wie hier auf dem Bild. Und zu diesem Ordnungssystem gehört auch unsere Erde. Und die Planeten und die Sonne und viele, viele andere Sterne eben. Und zwar ist eine Galaxie ein Ordnungssystem mit in unserem Fall etwa zweihundert Milliarden Sternen. Und der Durchmesser beträgt hunderttausend Lichtjahre.
Das ist keine Zeitangabe, Lichtjahre, nicht wahr? Wenn man sagt, man darf in zivilisierten Ländern in Europa nur im höchsten Fall 120 Kilometer pro Stunde fahren, dann ist das keine Zeitangabe, sondern eine Geschwindigkeitsangabe. Da steckt auch die Distanz drin, Kilometer pro Zeiteinheit. So ist es bei Lichtjahren. Hunderttausend Lichtjahre bedeutet eine Distanz, die so gross ist, dass das Licht hunderttausend Jahre brauchen würde, um diese Distanz zurückzulegen. Das ist gigantisch, das ist grandios.
Wunderbar: Das Licht legt ungefähr dreihunderttausend Kilometer pro Sekunde zurück, grob gesagt siebenmal um die Erde in einer Sekunde. Sehen Sie da? Also, das ist eine Lichtsekunde, diese Distanz siebenmal rund um die Erde. Und nun denken wir das mal sechzig, diese Distanz. Jetzt haben wir eine Lichtminute. Und jetzt rechnen wir das nochmals mal sechzig, diese Distanz, dann haben wir eine Lichtstunde. Sind Sie dort? Ja, da fahre ich weiter. Und dann mal 24, dann haben wir einen Lichttag. Und das mal 365, dann haben wir ein Lichtjahr. Und eben unsere Galaxie hat einen Durchmesser von hunderttausend Lichtjahren.
Und das ist also nicht nur Spekulation, diese Distanzen. Man kann die nämlich durch verschiedene Methoden ermitteln, zum Beispiel durch Geometrie, mit Parallaxen. Mit Parallaxen kann man sehr, sehr grosse Distanzen so geometrisch berechnen. Und das ist also eben nicht Phantasie, sondern reine Geometrie. Die Distanzen bestehen wirklich so.

Ordnung, Namen und die Zahl der Sterne

Jetzt hier der Pfeil zeigt an: Zwischen zwei Armen dieser Galaxie befindet sich unsere Sonne, und um die Sonne kreisen die Planeten, auch die Erde. Und das Fantastische ist, dass wir genau so platziert sind. Nicht wahr, es ist wunderbar, dass die Erde nicht so gegen das Zentrum hin platziert ist. Im Zentrum sowieso wäre das eine Katastrophe schlechthin, das wäre ein schwarzes Loch.
Wenn Licht in das schwarze Loch hineinkommt, dann wird es verschluckt und kommt nicht mehr heraus. Das ist das Ende. Also für unsere Welt kann man dort nichts mehr ermitteln. Und in der Nähe ist alles so furchtbar verstrahlt, Leben ist gar nicht möglich. Aber wir befinden uns eben in dem Bereich, der nicht so verstrahlt ist. Und es gibt sogar noch zusätzlichen Strahlenschutz, zum Beispiel durch das Magnetfeld der Erde.
Ja, wir sind also ganz außergewöhnlich lebensfreundlich platziert in der Galaxie und auch forschungsfreundlich. Würde nämlich die Sonne und die Erde sich in einem Spiralarm befinden, dann wäre die Sicht ins Weltall so stark verdeckt, dass man all diese Forschungen, die wir heute betrachten werden, gar nicht machen könnte. Und ich habe gesagt: Am Schluss zurücklehnen und einfach staunen, innerlich wow sagen. Das wäre gar nicht möglich.
Also wir sind so platziert, lebensfreundlich und forschungsfreundlich, damit wir die Wunder des Universums auch ergründen können. Nun, wie gesagt, die Teleskope sind immer besser geworden. Und in der heutigen Zeit spricht man bei Schätzungen über die Anzahl Sterne im bisher sichtbaren Universum. Ein Ende hat man ja nicht gesehen. Im bisher sichtbaren Universum schätzt man 10 hoch 22 Sterne. Es gibt auch schon in der Zwischenzeit Schätzungen, die noch höher gehen, aber man muss einfach einmal eine Grössenordnung gehört haben. Es ist also eine Eins mit 22 Nullen. Niemand kann sich das vorstellen.
Und jetzt ist klar: Die Bibel hat immer recht gehabt. Wie das Sternenheer des Himmels nicht gezählt werden kann, so steht es in Jeremia 33,22, geschrieben um 600 vor Christus. Die Wissenschaft hatte Verspätung gegenüber der Bibel.
In Psalm 147,2 lesen wir: „Der Herr baut Jerusalem, die Vertriebenen Israels sammelt er.“ Das ist das, was wir in der Geschichte heute sehen. Ab 1882 werden Millionen von Juden aus allen fünf Kontinenten gesammelt zurück ins Land der Väter. Aber da steht noch mehr: „Der Herr baut Jerusalem, die Vertriebenen Israels sammelt er, der, der heilt die zerbrochenen Herzen und ihre Wunden verbindet, der, der zählt die Zahl der Sterne, sie alle nennt mit Namen.“
Also wird hier der Schöpfergott vorgestellt als der, der alle diese Sterne kennt. Computer haben riesige Probleme. Wenn Sie Ihren PC benutzen müssten, um auf 10 hoch 22 zu zählen, dann warten Sie nicht, der ist vorher Schrott. Das ist so unglaublich, diese Zahl. Die Lebensdauer Ihres Computers würde überhaupt nicht reichen, um diese Zahl durchzuzählen.
Aber der Gott der Bibel zählt die Zahl der Sterne, und er hat für jeden einen Namen. Und weil er so groß ist, interessiert er sich auch für diese kleinen Menschen wie wir. David sagt: Wenn ich den Himmel anschaue, was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? Und zwar an ihn denkst, dass er gerne zerbrochene Herzen heilen möchte und Wunden verbinden.
Nun, wie gesagt: Unsere Galaxie ist ein gewaltiges Ordnungssystem mit etwa zweihundert Milliarden Sonnen. Und ich lese etwas aus dem Buch Hiob. Hiob lebte im dritten Jahrtausend vor Christus. Und da sagt Hiob über Gott, der den grossen Bären gemacht hat, er meint damit das Sternbild des Bären, des grossen Bären, der den grossen Bären gemacht hat, den Orion und die Plejaden und die Kammern des Südens, das ist der Sternhimmel in der Südrichtung, der Weltraum im Süden, der Grosses tut, dass es nicht zu erforschen ist, und Wunder tut, dass sie nicht zu zählen sind.
Hiob spricht von verschiedenen Sternbildern. Sternbilder sind sehr hilfreich, um sich am Himmel zu orientieren, damit man eben nicht so verwirrt ist wie ich bei meinem ersten Blick in Australien zum Himmel. Alles anders. Wo ist was jetzt? Das hilft so sehr. Und zwar ist es eben so, dass man in der Astronomie heute 88 Sternbilder unterscheidet.
Also wie gesagt, das sind diese Punkte, und man ist verwirrt von diesen Tausenden von Punkten. Aber wenn man gewisse Punkte miteinander verbindet, kann man mit Fantasie ein Bild hineinlesen. Das ist nicht wirklich so. Da gibt es nicht einen Bären da oben, es gibt auch keinen Löwen. Das braucht alles sehr viel Fantasie, aber die Fantasie hilft, um sich zu orientieren. Und so hat man sich also schon vor Jahrtausenden, schon in chinesischen Zeiten, so orientiert.
Und ganz interessant ist im Buch Hiob, Kapitel 38,31, da stellt Gott Hiob eine Frage: Kannst du knüpfen das Gebinde der Plejaden oder lösen die Fesseln des Orion? Zwei Fragen.
Nun, die Plejaden, auf Deutsch sagt man auch Siebengestirn. Allerdings, wenn Sie da zum Himmel schauen, ich sehe nicht sieben. Das ist wegen meines Augenproblems. Aber ich hatte mal unseren Jüngsten neben mir und habe gesagt: Siehst du, wie viele Sterne siehst du? Er sah neun Sterne. Ja, es ist eben nicht das Siebengestirn. Es gibt da noch mehr. Aber es ist ein Sternenhaufen, in Wirklichkeit sogar in der Grössenordnung von etwa zweitausend Sternen, die durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind und alle in die gleiche Richtung fliegen, in unserer Galaxie, die sich ja dreht. Das habe ich bisher noch nicht gesagt: Sie dreht sich.
Und dieser Sternhaufen fliegt da, und wir sehen da eben eine Häufung von kleinen Punkten ganz in der Nähe von Orion. Also jetzt müssen Sie noch hinauf schauen, jetzt sieht man noch schön Orion. Wenn dann das Frühjahr kommt, verschwindet Orion hinter dem Horizont. Und eben dann ein bisschen rechts rübergehen von Orion, und dann die Plejaden. Und die sind wirklich, wie man mit dem Fernrohr gesehen hat, eine Fülle von Sternen, die durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind.
Und Gott sagt: Kannst du knüpfen das Gebinde der Plejaden? Und jetzt interessant die weitere Frage: Oder lösen die Fesseln des Orion? Ja, schauen wir uns den Orion mal genauer an. Hier, das sind so die berühmten Trapezsterne, die alle einen Namen haben: Beteigeuze, Bellatrix, Rigel und Saiph. Die kann man sehr gut sehen am Himmel, jetzt. Und dann sehr markant diese drei Gürtelsterne: Alnitak, Alnilam, Mintaka, das sind arabische Namen.
Ja, und das sieht so aus, mit Fantasie, wie ein Held, der seine Arme hochhält, die Beine ein bisschen gespreizt und da der Gürtel. Und jetzt ist es so: Erst die moderne Astronomie hat festgestellt, dass diese drei Sterne sich auseinander bewegen im Weltall. Aber das ist mit dem Auge unmöglich feststellbar. Das geht nur mit ganz modernen Präzisionsinstrumenten.
Und ist es nicht interessant, dass Gott sagt: Kannst du knüpfen das Gebinde der Plejaden, kannst du lösen den Gürtel des Orion? Es stimmt wissenschaftlich genau.

Sternbilder, Astrologie und die Ordnung der Himmelszeichen

Und noch etwas Besonderes: Die meisten Sternbilder sind so, dass die Sterne, die das Sternbild ausmachen, im Weltall überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Denn sie sind im Raum vollkommen versetzt. Ich werde das nachher noch zeigen. Im Weltraum sind sie völlig versetzt; normalerweise haben sie miteinander gar nichts zu tun. Aber von der Erde aus, rein subjektiv, sieht man: Dieser Stern, dieser mit Phantasie, das ist ein Held, der Orion.
Bei den meisten Sternbildern ist es eben nicht so wie bei dem Siebengestirn, bei den Plejaden, dass die Sterne wirklich durch die Schwerkraft direkt verbunden sind und so miteinander fliegen. Dort ist es so.
Übrigens merkt man an dieser Stelle auch, wie töricht die Astrologie ist. Verwechseln Sie nicht Astrologie mit Astronomie. Sie können sich das so merken: Die Astrologen logen, und Astronomie, das ist dann Wissenschaft. Also Wissenschaft bis an den Punkt, wo offensichtlich auch phantasiert wird, aber davon später. Ich habe noch ein paar Beispiele auf Lager.
Ja, also diese Sterne haben nur subjektiv etwas miteinander zu tun. Und wenn man dann ableitet: Ja, da, wo der Löwe ist, da strahlt Löwenkraft aus, das ist völliger Unsinn. Und übrigens, ich werde Ihnen noch zeigen: den Löwen. Und da werden Sie sehen, dass ich eigentlich schon recht habe, wenn ich sage, ich sehe eher einen Schwan, und beim Luchs sehe ich eher einen Wurm.
Ja, schauen Sie mal da, der Luchs. Das ist doch für mich ein Wurm, das ist doch kein Luchs. Und hier der Löwe, sehen Sie das? Das ist doch der Schwan. Ja, aber eben: Ich habe gesagt, diese Phantasie ist hilfreich, weil man sich dadurch gut orientieren kann.
Und es ist so, dass Gott zu Hiob sagt in Hiob 38,32: Kannst du die Bilder des Tierkreises hervortreten lassen zu ihrer Zeit und den großen Bären leiten samt seinen Kindern?
Übrigens, der große Bär: Der ist bei uns nicht so bekannt, weil wir von dem Wagen sprechen. Sehen Sie hier, der große Wagen. Da sieht man die Deichsel mit Phantasie, und das ist der Wagen, allerdings ohne Räder, ein Wagen ohne Räder. Ja, aber irgendwie sieht man mit Phantasie schon einen Wagen.
Und nun den großen Bären: Da hat man also mit Phantasie nicht nur das gesehen, sondern noch weitere Sterne darum herum. Und dann sind die drei Deichselsterne für uns die drei Jungen des Bären, die ihm hinterhergehen. Phantasie, aber schöne Phantasie, nicht wahr?
Ja, und Gott sagt: Kannst du den großen Bären leiten samt seinen Kindern? Was sich da ja alles am Himmel bewegt, ja? Und auch über die Jahreszeiten hin bewegt.
Ja, und die Bilder des Tierkreises hervortreten lassen zu ihrer Zeit: Das sind aus diesen 88 Sternbildern zwölf, die sich eignen, um die Monate zu bestimmen. Weil immer eines dieser zwölf in dem Bereich steht, wo die Sonne aufgeht, dahinter, und dann ein Monat verschoben, ein anderes Bild, Monat verschoben, zwölf, und dann ist das Jahr vorbei. So kann man eben das Jahr am Himmel feststellen.
Und in der Astrologie spielen diese Sternzeichen eine ganz große, fundamentale Rolle. Und sehen Sie, auch das ist völlig subjektiv, weil eben diese Bilder nur Phantasie sind. Der Löwe ist nicht ein Löwe, die Jungfrau ist nicht eine Jungfrau usw. Und die Sterne haben miteinander eigentlich gar nichts zu tun. Das ist nur subjektiv so wegen des Winkels von der Erde aus gesehen. Und dann kommt eben noch dazu, dass diese aber eignen, um den Ablauf der Monate festzustellen.
Aber warum benutzt man in der Astrologie nur diese zwölf und nicht alle achtundachtzig? Ja, beim Orion kommt da keine Orionkraft, Heldenkraft, spielt keine Rolle, völlig subjektiv. Nur die Zwölf und dann noch Planeten, Sonne, Mond, völlig töricht.
Aber die Bilder des Tierkreises, das ist eine astronomische Realität. Und darum erwähnt Gott das gegenüber Hiob: Kannst du den Ablauf der Monate so am Himmel eben präsentieren? Ja, und das führt uns schon zum nächsten Thema: Gesetze und Ordnungen des Himmels.

Die Gesetze des Himmels und das geordnete Sonnensystem

Wir halten fest: Wir haben ein Ordnungssystem, unsere Galaxie, diese wunderbare Spirale, die sich dreht. Und Gott sagt zu Hiob in 1. Hiob 38,33: Kennst du die Gesetze des Himmels?
Also, irgendwie muss es da oben besondere Gesetze geben, die gelten. Und das beginnt im näheren Weltraum mit diesem Ordnungsprinzip unseres Sonnensystems. Wir haben also unsere Sonne, und darum herum kreisen acht Planeten.
Als ich ein Kind war, habe ich gelernt: neun. Warum? Man hat Pluto „rausgeschmissen“ und festgestellt: Nein, eigentlich sind es acht Planeten. Pluto ist ein Zwergplanet, und davon gibt es noch mehr. Übrigens: Pluto hat man erst im zwanzigsten Jahrhundert entdeckt. Mein Grossvater mütterlicherseits hat sich sehr für Astronomie interessiert. Und bei mir war das auch so.
Mit sieben brachte ich Astronomiebücher in den Kindergarten. Das hat mich interessiert. Und mit zehn war es schon so schlimm, dass meine Schwester, wenn wir als Familie spazieren gingen, sagte: Jetzt habe ich langsam genug. Ewig spricht er über Sonne und den Abstand der Planeten und sagt, wie gross quasi die Saturn-V-Rakete ist. Das hat mich so erfüllt!
Ich bin dann aber nicht Astronom geworden. Aber die Begeisterung ist geblieben. Einmal hat mir meine Mutter nach vielen Jahren ein Papier gebracht, das sie wiedergefunden hatte. Darauf hatte ich als Dreizehnjähriger aufgeschrieben, was ich einmal werden würde, später, wenn ich gross bin. Da habe ich geschrieben: Ich werde Buchautor werden. Das bin ich auch geworden. Ich habe mich aufgeschrieben: Ich werde Doktor der Theologie werden. Das ist auch passiert. Und dann werde ich Archäologe werden. Ich habe meine Doktorarbeit in Archäologie gemacht und Archäologie an der Hochschule unterrichtet. Und dann habe ich geschrieben: Ich werde Musiker werden. Auch das ist in Erfüllung gegangen. Nur Astronom nicht. Aber die Begeisterung ist geblieben.
Schon mein Grossvater hat sich so interessiert. Ich habe einmal in seinen alten Hinterlassenschaften gefunden, wie er Dinge notiert hat, was gerade in seiner Zeit neu entdeckt worden war. Unter anderem eben Pluto. Man hatte früher gar nicht gewusst, dass es einen Planeten Pluto gibt. Darum spielt er in der Astrologie auch keine Rolle. In der Astrologie spielen nur die Planeten eine Rolle, die man früher schon kannte. Aber es gibt ja noch mehr. Es gibt diese Zwergplaneten und unzählige Meteore und Kometen. Alles kreist um die Sonne, aber nicht chaotisch, sondern, wie gesagt, in Ordnung.
In der Zeit von Kepler hat man begonnen, diese Bahnen ganz genau zu berechnen. Ganz Europa war wirklich ergriffen von dieser Ordnung. Und Kepler hat darum das Buch geschrieben: Harmonia Mundi, Harmonie der Welt. Die Himmelskörper sind wie himmlische Musik. Alles geht da in Ordnung. Es gibt nicht einfach so wilde Zusammenstösse. Alles ist schön geordnet.
Und dann eben 200 Milliarden weitere Sonnen in der Galaxie, und natürlich auch da wieder Planeten und um die Planeten dann wieder Monde, die sie umkreisen. Diese Harmonie, wie in der Musik.
Und was hier noch interessant ist: Hier diese Ansicht unserer Galaxie. Hier sieht man die Position des Orionarms. Aber der Rest von Orion ist wieder ganz versetzt da in der Galaxie. Es ist nicht alles beieinander. Ich habe gesagt: Im Raum ist es völlig versetzt. Nur von der Erde aus sieht es so zusammenhängend aus. Aber diese Sterne kreisen also zusätzlich in der Galaxie um das Zentrum.
Also: um die Sonne die Planeten, um die Planeten die Monde, und das Ganze wieder kreist mit allen anderen Sonnen da in der Galaxie. Sterne, die sind im Doppelpack. So wie links: Die kommen zusammen, wieder weg, zusammen, wieder weg, und dann in der Galaxie. Man muss annehmen: wieder Planeten um sie herum und Monde um sie herum.
Oder das andere Beispiel: Da ist der Abstand immer gleich. So, die Drehung um einen gemeinsamen Punkt und dann in der Galaxie. Aber es gibt noch viel Kompliziertere. Es gibt auch einen Viererpack, zwei und zwei. Und auch da ganz unterschiedlich. Also: Welcher Jongleur könnte das wie hier?
Das ist echt grandios. Alles ist in Bewegung, wie in der Musik: Dynamik, Bewegung, aber alles Zeug von Schönheit und Ordnung.

Galaxienhaufen, Superhaufen und die Struktur des Alls

Jetzt noch eine wichtige Sache: Wenn man also die einzelnen Sterne am Himmel sieht, gehören alle diese Sterne zu unserer Galaxie. Wir sehen mit bloßem Auge keine einzelnen Sterne von anderen Galaxien.
Was man von der Schweiz aus sehen kann, ist ein Nebelfleck im Sternbild Andromeda. Dieser kleine Nebel ist wiederum eine Galaxie, in einem Abstand von 2,7 Millionen Lichtjahren. Das ist also eine Distanz, keine Zeitangabe. So weit weg ist sie. In Australien sieht man zwei solche Wolken, die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Das sind ebenfalls Galaxien, die man mit bloßem Auge als Nebelfleck sieht. Aber sonst sieht man von den weiteren Galaxien nichts.
Der Andromeda-Nebel ist also auch wieder eine Galaxie mit etwa hundert Milliarden Sternen. Die Große und die Kleine Magellansche Wolke haben ebenfalls etwa hundert Milliarden Sterne. Aber die Fortschritte sind beeindruckend. Dadurch, dass wir heute so grandiose Möglichkeiten mit Teleskopen haben, hat man versucht, den Raum auch systematisch zu erforschen.
Man hat einmal versucht, alles im Bereich, im Umfeld von der Erde aus gesehen, mit einem Radius von fünf Millionen Lichtjahren zu erforschen. Und dann hat man gesehen: Es gibt nicht nur unsere Galaxie, Andromeda sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke, sondern noch ganz viele weitere Galaxien, die hier eingetragen sind. Das ist also dieser Bereich von fünf Millionen Lichtjahren, voller Galaxien, und alle etwa mit hundert Milliarden Sonnen.
Dann ist man weitergegangen und hat versucht, alles systematisch zu erfassen in einem Umfeld mit einem Radius von hundert Millionen Lichtjahren. Also nicht fünf Millionen, sondern hundert Millionen Lichtjahre. Und was hat man gesehen? In diesem Bereich gibt es eine Ansammlung von etwa zweitausendfünfhundert Galaxien, und alle haben je etwa 100 Milliarden Sterne, also Sonnen. Grandios!
Man hat also gesehen: Bereits in fünf Millionen Lichtjahren gibt es einen Haufen von Galaxien. Wenn man aber weitergeht, sieht man, dass es einen Riesenhaufen gibt. Das nennt man den Virgo-Supergalaxienhaufen. Hier in der Darstellung sind wir ganz im Zentrum.
Und jetzt sieht man, da kann man vielleicht mal das Licht ausmachen, ganz kurz, damit man das sieht. Das kann man so nicht sehen, man sieht nämlich ganz viele kleine Punkte, Lichtpunkte, und zwar so, dass immer ... Ich gehe noch einmal zurück: fünf Millionen Lichtjahre. Und jetzt gehen wir weiter. Jetzt sieht man da, es gibt immer so Lichtpunktehaufen. Sehen Sie das? Das sind also Galaxienhaufen, jeder Lichtpunkt ist eine Galaxie. Aber alle diese Haufen zusammen nennt man den Virgo-Supergalaxienhaufen, mit insgesamt 2500 Galaxien.
Und jetzt geht man weiter. Hier sehen Sie das Umfeld mit einem Radius von einer Milliarde Lichtjahren. Gigantisch. Und was sehen wir? Nein, da gibt es ja ganz viele solche Superhaufen. Alle Stellen, wo es ganz intensiv hell ist, das sind Haufen, Superhaufen von Galaxien. Also Haufen, die zusammengefasst sind zu einem Superhaufen. Da gibt es also einen Superhaufen nach dem anderen.
Und jetzt müssen Sie noch etwas beachten: Sie sind nicht einfach alle gleich verteilt. Sehen Sie zum Beispiel hier, da ist nichts, praktisch nichts. An den Rändern dieser Blase sind verschiedene Superhaufen. Sehen Sie das? Das ist wichtig, dass Sie es sehen. Hier auch: Das ist eine Blase, und an den Rändern Superhaufen. Eine Blase, an den Rändern Superhaufen. Das Ganze ist so aufgebaut. Das ist eine Riesenüberraschung der letzten Jahrzehnte.
Jetzt kann man wieder anzünden, danke. Ja, das muss man gesehen haben. Eine totale Überraschung! Man hat nämlich aufgrund, ich werde noch weiter darauf zurückkommen, aufgrund der Urknalltheorie angenommen, dass das Weltall eben eine starke Gleichverteilung aufweist. Urknall, und dann Materie gleichmässig verteilt. Und es ist überhaupt nicht so. Eben diese riesigen Haufen, und in diesen Blasen ist weitgehend nichts. Wieso ist das so angeordnet?
Dann ist man weitergegangen und hat versucht, das ganze Weltall, was man bisher sehen konnte, zu kartografieren, also ein Umfeld mit einem Radius von dreizehn Milliarden Lichtjahren. Das gibt dieses Bild. Das sind alles Superhaufen, angeordnet an leeren Blasen. Das ganze Weltall ist strukturiert.
Wenn man nachts so zum Himmel schaut, eben besonders wenn man sich nicht orientieren kann mit den Sternbildern – ich erinnere an meine Verwirrung in Sydney an diesem Abend: Wie kommt man da zurecht mit all diesen Punkten? – man könnte denken: Chaos. Nein, das ganze Weltall ist durchorganisiert, und zwar ähnlich wie eine Armee. In der Armee ist es doch so: Da sind ein paar Soldaten, und die haben einen Führer. Die gehören aber wieder zu einer grösseren Einheit, und diese gehören wieder zu einer noch grösseren Einheit. Dann geht es hinauf bis zu den Divisionen, alles strukturiert aufgebaut, und an der Spitze ist in der Schweiz im Kriegsfall der General.
Nun, wenn man den Schöpfungsbericht liest: 1. Mose 2,1: So wurden vollendet der Himmel und die Erde und all ihr Sternenheer, und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Hier wird im Zusammenhang mit den Sternen von einem Heer gesprochen, hebräisch Zawah. Das ist wirklich eine Armee, eine Armee, die strukturiert und hierarchisch aufgebaut ist. Und jetzt verstehen Sie plötzlich etwas viel besser.
Wie oft heisst es in der Bibel von Gott: der Herr der Heerscharen, der Herr Zebaot. Hebräisch sagen wir Adonai Zwaot, und das heisst der Herr der Armeen. Also dieser Gott, der über diesem ganzen Universum steht und alles in seiner Hand hat, das ist der Herr der Heerscharen.
Und jetzt gestatten wir uns einen der tiefsten Blicke ins All, die möglich sind, also so in Richtung 13 Milliarden Lichtjahre. Und was Sie hier sehen: Jeder Lichtpunkt ist eine Galaxie mit vielleicht hundert Milliarden Sternen, Sonnen. Und achten Sie auf die unterschiedlichen Farben. Das, was rot ist, da hat das Licht eine besonders starke Rotverschiebung. Das sind die Galaxien, die am weitesten von uns entfernt sind. Also bei den kleinsten Punkten geht es eben in Richtung zehn Milliarden und weiter Lichtjahre.
Und was grandios ist: Hier sind wir wirklich an der Grenze des Möglichen angekommen, weil die Stärke des Lichts so schwach ist. Verzeihen Sie mir diesen schlechten Vergleich, aber wie soll ich das besser machen? Eine glühende Zigarette auf dem Mond, von der Erde aus gesehen. Da ist auch Licht, nicht wahr? Und diese Photonen kommen Richtung Erde, kommen ins geöffnete Fernrohr, und man kann noch ein Bild herstellen. Aber es ist wirklich an der Grenze des Möglichen. Dahinter gibt es aber keine Mauer, also nichts Unerforschliches. Dass man das noch fotografieren konnte, ist einfach eine Sensation.
Aber vergessen Sie das mit der Zigarette. Ich bin ganz gegen Rauchen, aber es ging ja um die Lichtstärke oder Lichtschwäche.

Allgegenwart Gottes und die Grenzen menschlicher Erkenntnis

Und nun steht in Jeremia 31,37: So spricht der Herr: Wenn der Himmel oben ausgemessen werden kann, so will ich auch die ganze Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der Herr.
Im Zusammenhang geht es darum, dass Gott sein Volk Israel nie aufgeben wird, auch wenn sie sich falsch benehmen und Falsches tun. Das Versprechen, das Gott dieses Volk für sich angenommen hat, bleibt. Um das klarzumachen, sagt Gott: Wenn man das Weltall ausmessen kann, dann werde ich Israel verwerfen. Aber das wird er nie tun. Denn die Verheißungen Gottes sind unberechenbar, Römer 11,29. Und so heißt es: Man kann es nicht ausmessen.
Und heute merken wir: Ja, wir sind sogar an die Grenze gekommen bei den geschätzten Distanzen. Schon eindrücklich. Die Wissenschaft hat Verspätung; das findet man alles schon längst hier vor Jahrtausenden aufgeschrieben.
Und in Jeremia 23,24 heißt es: Gott spricht: Bin ich ein Gott aus der Nähe, spricht der Herr, und nicht ein Gott aus der Ferne? Oder kann sich jemand in einem Schlupfwinkel verbergen, und ich sehe ihn nicht, spricht der Herr? Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde, spricht der Herr?
Diese Aussage ist folgende: Gott ist allgegenwärtig. Er ist überall gleichzeitig. Er ist hier. Paulus sagt in Apostelgeschichte 17 in seiner Rede auf dem Areopag in Athen: „In ihm leben und weben und sind wir.“ Und Gott ist überall in der ganzen Welt da. Also auch bei diesen roten kleinen Punkten ist er da. Und nachher ist er da. Überall, diesseits.
Aber die Bibel sagt sogar: Gott ist überall im Jenseits, also jenseits dieses Kosmos. Das heißt, er ist der immanente und der transzendente Gott. Immanent heißt: überall in der Schöpfung. Und transzendent heißt: jenseits der Schöpfung.
Und so hilft uns das Weltall, etwas besser zu verstehen, wer Gott ist, wie unfasslich er ist, unbegreiflich.
Bevor wir weitergehen mit dem expandierenden Universum, wird uns der Chor noch etwas singen. Das hilft uns, wach zu bleiben.

Das sich ausdehnende Universum und die Frage nach dem Anfang

Jetzt geht es um das expandierende Universum. Wir haben gesehen, in welche Tiefen man in unserer Zeit blicken konnte. Und im zwanzigsten Jahrhundert hat man festgestellt: Ja, es gibt bei den Galaxien im Normalfall eine Rotverschiebung. Rotverschiebung kann man physikalisch so interpretieren, dass sich diese Lichtquellen von uns weg bewegen.
So wurde deutlich, dass eigentlich praktisch alle Galaxien, die man von der Erde aus beobachten kann, sich von uns wegbewegen. Das heißt also: Wenn sie wegfliegen, dann wird das Universum immer größer. Nicht wahr, gestern war das Universum kleiner als heute, und morgen wird es größer sein als heute. Und dann ist jemand auf die Idee gekommen: Ja, aber wenn man das zurückdenkt, dann müsste das Universum immer kleiner gewesen sein, je weiter wir zurückgehen. Und schließlich: Alles an einem Punkt. So entstand die Urknalltheorie im zwanzigsten Jahrhundert.
Also unterscheidet man zwischen der Beobachtung, die wirklich gute Argumente hat, dass man die Rotverschiebung als ein Wegbewegen interpretieren muss, das Weltall dehnt sich aus, und dann der Idee, dass, wenn man das einfach zurückrechnet in die Vergangenheit, am Schluss alles an einem Punkt gewesen sein muss. Und von diesem Punkt ist es ausgegangen, das war dann der Urknall.
Nun ist etwas Interessantes: Die atheistischen Wissenschaftler sind bis eben ins zwanzigste Jahrhundert üblicherweise davon ausgegangen, das Universum sei ewig und habe keinen Anfang. Und diese Beobachtung eben mit der Ausdehnung des Weltalls hat dazu geführt, dass man akzeptieren musste: Es hat einmal einen Anfang gegeben. Das Universum ist nicht ewig. Und das hat viele sehr, sehr Bauchweh gemacht, dass sie das akzeptieren mussten.
Das Universum hat einen Anfang. Aber man hat dann einfach von den Geschwindigkeiten, die man jetzt feststellen kann, versucht zurückzurechnen. Dann muss das gewesen sein vor etwa 13,7 Milliarden Jahren, also so ungefähr. Es kommt nicht auf ein paar Monate oder weniger an.
Es ist nämlich auch so, dass die Hauptsätze in der Thermodynamik, erster und zweiter Satz, wenn man sie durchdenkt, dazu zwingen, dass man akzeptieren muss: Es hat einen Anfang gehabt. Es ist nämlich so: Der erste thermodynamische Hauptsatz sagt, dass die Menge der Energie in einem geschlossenen System immer gleich ist. Nun, man geht davon aus, dass das Universum ein geschlossenes System ist. Also ist die Menge der Energie immer die gleiche, okay.
Aber der zweite Satz sagt, dass die Menge der Energie, die man für nützliche Arbeit einsetzen kann, abnimmt. Darum gibt es kein Perpetuum mobile, also eine Maschine, die man anstoßen muss und die dann ewig läuft. Das geht nicht. Der zweite thermodynamische Hauptsatz verbietet das. Warum? Weil die Energie eben verbraucht wird, nicht zerstört. Sie wird umgewandelt, aber die Menge der für nützliche Arbeit zur Verfügung stehenden Energie nimmt ab.
Ganz einfach gesagt, damit das auch Kinder verstehen: Eine Kerze hat eine bestimmte Menge an Energie. Man kann sie anzünden, und sie brennt vielleicht zwei Stunden. Und dann ist sie fertig. Man kann nicht einfach alles wieder zurückholen und dann wieder von vorne anfangen und dann noch einmal von vorne anfangen. Das geht nicht. Einmal ist aus.
Hm, also kann man das Universum mit einer Kerze vergleichen. Einmal ist sie ausgebrannt, also muss sie ihren Anfang gehabt haben. Das Universum ist nicht ewig.

Kritik an der Selbsterschaffung des Universums

Ja, also, es ist so: Vor 13,7 Milliarden Jahren hat das Weltall nach dieser Theorie begonnen, und zwar in einem kleinsten Punkt.
Aber jetzt gehen wir noch ein bisschen weiter zurück. Das wissen nämlich viele nicht. Mich erstaunt es immer wieder, wenn ich mit Leuten über den Urknall spreche. Die meinen dann: Ja, das hat am Anfang geknallt, ja, und was war vorher? Ja eben, das war da. Nein, nein, nein, nein: Die Theorie beginnt so, es gab zuerst nichts. Und zwar nichts: keinen Raum, keine Zeit, keine Materie und keine Energie. Materie ist ja auch eine Form von Energie. Nichts.
Darum sagt man: Wer also etwas vom Urknall versteht, der wird sagen, wenn jemand fragt: Was war vor dem Urknall? Das ist eine dumme Frage, es gab ja keine Zeit vorher. Wie kann man dann von vorher sprechen? Zeit und Raum hängen ja direkt zusammen, wie Albert Einstein gezeigt hat.
Das hat dort begonnen, nach der Theorie. Und das heißt also: Plötzlich entstand aus dem Nichts heraus Raum, Zeit, Materie, Energie. Das ist unglaublich. Ja, ich will gerade zeigen, warum.
Man sagt also: Aus dem Nichts heraus, in einem kleinsten Punkt, entstand das Potenzial für ein Weltall von vielleicht, Schätzung, 100 Milliarden Galaxien, 100 Milliarden Galaxien mit je etwa 100 Milliarden Sonnen. Das war alles zusammengepackt in einem kleinsten denkbaren Punkt.
Und wenn jemand fragt: Ja, und wer hat geknallt? Die Frage ist nicht ganz richtig. Es ist so: Die Theorie sagt, es gab keinen Raum, aber der Raum entstand in einem kleinsten Punkt. Und dann hat sich der Raum geöffnet, und zwar mit Überlichtgeschwindigkeit. Wir kennen ja nichts, was sich schneller bewegen kann als Licht, also Lichtgeschwindigkeit. Aber der Raum ist nicht daran gebunden, und darum stellt man sich vor, der Raum habe sich mit Überlichtgeschwindigkeit geöffnet. Und dann dehnt er sich so aus.
Und jetzt weiter: Später bilden sich immer höhere Ordnungen. Atome entstanden, noch später Sterne, die bestehen aus Atomen, dann Galaxien, diese Ordnungssysteme, dann Galaxienhaufen und wir wissen: Galaxien-Superhaufen, angeordnet an Vakuumblasen, wie wir es gesehen haben, usw. Auf die Erde und so weiter. So funktioniert diese Lehre.
Und jetzt etwas ganz Erstaunliches: Stephen Hawking, das war ja einer der ganz großen Astrophysiker unserer Zeit, 1942 bis 2018. Er ist ja bekannt, nehme ich an, den meisten. Ein so blitzgescheiter Mann. Er hat eine schlimme Krankheit gehabt, aber der war so im Gehirn. Und trotzdem erstaunlich.
Er hat ein Buch geschrieben, 2010: Der große Entwurf – eine neue Erklärung des Universums. Und in diesem Buch, also wirklich, habe ich mich selber davon überzeugt, schreibt er, das Universum habe sich selbst aus dem Nichts erschaffen. Und weiter sagt er, ziemlich am Schluss des Buchs: Der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, sei spontane Schöpfung.
Aber er glaubt nicht an den Schöpfergott, nicht wahr? Und trotzdem glaubt er eigentlich an den Schöpfer. Das Universum habe sich selber erschaffen aus dem Nichts. Aber da merkt doch jedes, also merkt ihr den Logikfehler? Unglaublich. Hast du in Physik doktoriert? Nein. Und trotzdem, diese Schulkinder wissen das. Also irgendetwas stimmt da nicht.
Wenn man sagt, das Universum habe sich erschaffen, dann muss ja das Universum bereits bestanden haben, bevor es entstanden ist, nicht wahr? Aber wer schreibt das? Sie leihen sich das Buch aus einer Bibliothek aus, und ziemlich am Schluss werden sie die Sätze finden. Das ist unglaublich.
Astronomie, das ist Wissenschaft, außer dann, wenn es mit wilden Spekulationen beginnt. Da kann es so werden: Man will Gott draußen haben, aber er spricht von Schöpfung. Er setzt vor als einen Creator, aber das ist das Universum, das es nicht gab. Unglaublich!

Schöpfung, Naturgesetze und die Grenzen des Materialismus

Und da stellt sich eben die kritische Frage, die wir miteinander anschauen wollen: Wie konnte Energie und Materie aus dem Nichts entstehen? Das ist doch unglaublich, nicht wahr?
Ich weiss noch, als unser zweitältester Sohn an der ETH war. Was machen sie dort am Anfang, wenn sie Naturwissenschaften studieren? Erster Hauptsatz der Thermodynamik, zweiter, dritter Satz, und dann wieder Erster, Zweiter, Dritter. Das ist die Basis. Diese Sätze muss man wirklich verstanden haben, um überhaupt weiterzukommen.
Und was sagt der erste Hauptsatz? Die Menge der Energie bleibt erhalten. Das klingt so unverdächtig. Das bedeutet im Klartext nichts anderes, als dass alle verstehen: Energie entsteht nicht plötzlich aus dem Nichts. Es gibt nur die Energie, die da ist, und die bleibt.
Ja, aber da wird in dieser Theorie behauptet, dass es einen Punkt gab, der aus dem Nichts entstand: alle Energie und Materie. Das ist eigentlich gegen die Naturwissenschaft. Was sagt man? Das war eben etwas Einmaliges. In dem Moment galten die Naturgesetze noch nicht.
Aber wir haben immer gelernt, und von meinen agnostischen oder atheistischen Lehrern habe ich immer gelernt: Wir sind nicht so wie die Gläubigen mit Schöpfer und Bibel und so, sondern wir gehen einfach nur nach den Naturgesetzen, und wir erklären alles aufgrund der Naturgesetze. Okay, und jetzt? Nein, da gab es die Naturgesetze noch nicht. Das Unmögliche war möglich, und diesen Glauben kann ich nicht aufbringen.
Ich bin schon gläubig, aber nicht so gläubig. Ich kann nur glauben, so wie die Bibel beginnt: Bereshit bara Elohim et haschamayim we’et ha’aretz, im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und Anfang ist der Anfang von Zeit und Raum, im Anfang Himmel, Universum, Erde, Materie.
Hm, also nur ein unendlicher, ewiger Gott kann so etwas. Und wenn mich jemand fragt: Ja, und wer hat denn deinen Gott erschaffen? Dann sage ich: Er ist ewig. Und darum stellt sich in der Ewigkeit, bevor dieser Anfang war, nicht die Frage: Was war davor? Sondern: Wer war? Er ist der Seiende.
Und darum wird Gott in der hebräischen Bibel gegen siebentausend Mal genannt: Jahwe. Das heisst der Ewigseiende, der Unwandelbare, der da ist und der das Sein in sich selbst hat. Und er war der Ursprung, und nicht das nicht bestehende Universum, das sich selbst erschaffen hat.
Warum setzt man sich nun in der atheistischen Wissenschaft in grundsätzlichen Widerspruch zu den bisherigen Methoden der Naturwissenschaft? Man hat immer gelehrt: Man geht von den beobachtbaren Naturgesetzen aus. Nur das gilt. Alles muss nach den Naturgesetzen gehen. Nichts Übernatürliches, ja, nichts Übernatürliches. Man lehnt jede Einwirkung ausserhalb der Naturgesetze ab, kein Schöpfer. Alles muss durch die bestehenden Naturgesetze erklärt werden. Und dann kommt das an einem Punkt alles.
Und dann fragen wir weiter: Wie entstand die Strukturierung von Galaxien, Galaxienhaufen und Supergalaxienhaufen, angeordnet an den Rändern der Vakuumblasen? Nun, das sind ja Ordnungsprinzipien. Darum hat man auch ursprünglich gedacht, es gibt so eine Gleichverteilung im Universum. Und die besteht überhaupt nicht, sondern sie ist strukturiert.
Aber das ist im Widerspruch zum zweiten Satz der Thermodynamik, der besagt: Die Entropie nimmt zu. Und ganz einfach erklärt, so dass auch Schulkinder es verstehen: Das bedeutet die Unordnung. Das Mass der Unordnung nimmt ständig zu. Das merken Sie auch zu Hause, nicht wahr?
Ich kann Ihnen etwas erzählen: Von selbst kommt keine Ordnung hinein. Wirklich, man muss mit Intelligenz dahintergehen, nur dann entsteht Ordnung. Sonst gibt es Chaos. Wenn ich einen Sack Orangen kaufe und ihn aus Versehen ausleere, dann steht nicht plötzlich Roger da. Nein, wenn das so wäre, dann müsste man sagen: Das hat jemand gemacht, der hat sich etwas überlegt.
Er kann auch etwas Gescheiteres schreiben. Aber der Name ist ja schon wichtig. Gott kennt jeden Stern mit Namen. Und in Jesaja 43 sagt er: Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Die Dynamik der Galaxien und die Fragilität moderner Modelle

Ja, gehen wir weiter. Noch eine Frage.
Die Galaxien, diese wunderbaren Ordnungssysteme, sind keine Karussells. Was ist ein Karussell? Diejenigen, die ganz außen auf dem Karussell sitzen, sind schneller als die, die ganz im Zentrum sitzen. Denn in derselben Zeit, in der die im Zentrum nur eine Runde mit wenigen Metern zurücklegen, legen die außen viel mehr Meter zurück. Also sind die draußen schneller als die drinnen.
Und nun hat man festgestellt: Bei den Galaxien sind es keine Karussells. Das Tempo am Rand ist gleich wie im Zentrum. Das heißt also, nach einer bestimmten Zeit müssten sich diese Galaxienarme öffnen, weil sie an den Rändern zu langsam sind. Aber schauen Sie ins Weltall, und Sie werden schöne Bilder sehen. Sie werden sehen: Diese Spiralarmen sind so schön kompakt, kompakt, kompakt. Das dürfte gar nicht sein, wenn das Weltall über dreizehn Milliarden Jahre alt ist.
Ich habe gesagt: Das kommt nicht auf ein paar Monate an. Aber nach dreihundert bis fünf Millionen Jahren müssten die Galaxien aufgelöst sein. Sind sie aber nicht. Das sind Hinweise darauf, dass das Weltall gar nicht so alt ist. Und die ganze Evolutionslehre, die eben die Welt ohne Schöpfer erklären will, ruht auf wackeligen Füßen.
Das hat mich alles sehr an die alten Ägypter erinnert. Ich habe während einiger Jahre an der ETH Basel Archäologie unterrichtet. Unter anderem musste ich meinen Studenten auch beibringen, nicht nur, was in der Bibel steht, also den Schöpfungsbericht in der Bibel, sondern auch, was die Nachbarvölker von Israel geglaubt haben: die alten Ägypter, die Babylonier, die Assyrer und die Kanaaniter. Wie haben die sich das vorgestellt, wie die Welt begonnen hat?
Dann habe ich meinen Studenten erklärt: Es gibt verschiedene Schöpfungsmythen in Ägypten. Diese widersprechen sich nicht, sondern sie ergänzen sich. Aber zum Beispiel der Schöpfungsmythos von Heliopolis, heute sagt man Kairo, beginnt mit Atum, dem Sonnengott, der sich selbst erschafft. Stephen Hawking lässt grüssen. Es ist genau diese Logik, die Logik falscher Religion.
Das war in Indien. Dann habe ich mit einem Inder gesprochen. Diese Gurus: Der eine sagt das, der andere sagt das, und die sagen völlig widersprechende Dinge. Aber stört das die Leute nicht? Nein, je mehr Widersprüche, desto religiöser.
Das sieht man hier: Alles beginnt mit Atum, dem Sonnengott, der sich selbst erschafft. Das ist absurd. Aber moderne Wissenschaftler sagen: Das Universum hat sich selber erschaffen, aus dem Nichts. Das erinnert an diese Religionen rund um Israel, die mit der Bibel nicht kompatibel sind.
Und ein sehr interessantes Zitat von Richard Lewontin, 1929 geboren, an der Harvard University war er Professor, und er hat einmal Folgendes geschrieben. Sie müssen wissen: Das ist einer der ganz großen Evolutionisten der Welt, also wirklich ein führender Kopf.
Unsere Bereitschaft, wissenschaftliche Behauptungen gegen unseren gesunden Menschenverstand zu akzeptieren, ist der Schlüssel zum Verständnis des wirklichen Kampfes zwischen Wissenschaft und dem Übernatürlichen.
Das haben Sie verstanden, das soll ich noch einmal lesen?
Unsere Bereitschaft, wissenschaftliche Behauptungen gegen unseren gesunden Menschenverstand zu akzeptieren, ist der Schlüssel zum Verständnis des wirklichen Kampfes zwischen Wissenschaft und dem Übernatürlichen. Wir stellen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offensichtlichen Widersinnigkeiten, im Englischen absurdities einiger ihrer Konstrukte, weil wir uns a priori, das heißt von vornherein, dem Materialismus verpflichtet haben. Es gibt nur die Materie, es gibt keinen Schöpfer. Das haben wir so akzeptiert, und darum stemmen wir uns gegen jegliches, was übernatürlich ist. Und darum ist man bereit, etwas zu akzeptieren, was gegen den Menschenverstand geht.
So unglaublich, so ehrlich! Viele, viele sind nicht so ehrlich. Also, ich habe schon eine Achtung vor Richard, dass er das so offen sagt. Aber das habe ich immer wieder gesehen bei den ganz großen Köpfen. Aber warum gehen Sie nicht einen Schritt weiter und brechen mit der Absurdität, mit dem Absurden?
Es ist genau so, wie es in der Bibel steht. In 1. Korinther 1,19 sagt der Apostel Paulus: Denn es steht geschrieben: Gott sagt, ich will die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen will ich hinwegtun.
Wo ist der Weise, Richard Lewontin, Stephen Hawking? Wo der Schriftgelehrte, wo der Schulstreiter dieses Zeitlaufs? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?
Ich muss sagen: Ja, das ist genau so.

Das ausgedehnte Weltall und die biblischen Bilder von Ausspannung

Aber wenn wir über das expandierende Weltall sprechen, muss ich sagen: Es ist doch interessant, dass die Bibel davon spricht, dass das Universum, im Hebräischen sagt man Schamayim, also Himmel, sich ausdehnt.
In Hiob 9,8 sagt Hiob, im dritten Jahrtausend vor Christus, von Gott, der den Himmel ausspannt, er allein, der den großen Bären gemacht hat, den Orion und das Siebengestirn und die Kammern des Südens, der Großes tut, dass es nicht zu erforschen ist, und Wundertaten, dass sie nicht zu zählen sind.
Und nicht nur da: Psalm 104,2 ist ein Gebet an Gott gerichtet. „Du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke.“
Eine Zeltdecke – waren Sie schon einmal in einem Beduinenzelt? Das sind diese schwarzen, zum Beispiel die Zelte von Kedar in Hirolith I, schwarze Zelte aus schwarzem Ziegenhaar. Und die wickelt man so zusammen. Wenn man neu das Zelt aufstellt, dann muss man das zusammengewickelte so ausrollen, und dann macht man das so über die Zeltpflöcke hinweg. Und wenn Sie dann drinnen sitzen im Zelt, das ist fantastisch, dann müssen Sie nach oben schauen, und dann sehen Sie einen schwarzen Himmel, eine schwarze Decke, ja, und ganz viele kleine Löcher drin, weil sie gewoben ist. Und da sehen Sie ganz viele Lichtpunkte, es sieht aus wie der Sternenhimmel.
Und hier dieses Bild: Gott, der wie eine Zeltdecke den Himmel ausspannt, ausdehnt, ein expandierendes Universum. Sacharja 12,1: Ausspruch des Wortes des Herrn über Israel. Es spricht der Herr, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet.
Es ist nicht einfach so zufällig mal so formuliert. Ich könnte weiterfahren mit Jesaja 48,13: Gott sagt, auch hat meine Hand die Erde gegründet, und meine Rechte den Himmel ausgespannt. Ich rufe ihnen zu, das heißt den Sternen, den Sternen allesamt stehen sie da.
 Jesaja 45,12: Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen, meine Hände haben den Himmel ausgespannt, und all ihr Sternenheer, die Sternarmee, habe ich bestellt.
Das ist grandios, diese Aussage. Das heißt also: Die Bibel spricht nicht über einen Urknall, dass alles ein Nullpunkt war, sondern dass Gott am Anfang Himmel und Erde erschaffen hat, wie der Schöpfungsbericht das beschreibt, und seither dehnt sich das Weltall aus.
Und ganz interessant: Wenn Sie alle Stellen durchgehen über das sich ausdehnende Universum in der Bibel, dann finden Sie es quasi so, dass es jetzt ständig geschieht, das Ausdehnen, und dass Gott das auch in der Vergangenheit gemacht hat. Es ist ein Prozess.
Also das, was beobachtbar ist mit der Rotverschiebung, passt genau. Aber das mit dem Urknall und dem Universum, das sich selber erschaffen hat, das ist absurd, das geht nicht.

Schönheit des Kosmos und die letzte Einladung zum Staunen

Und jetzt können Sie sich zurücklehnen und die Schönheit des Kosmos betrachten. Ein paar Bilder vom Weltraumteleskop: Es sind fantastische Aufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten.
Sehen Sie diese Spiralgalaxie M101? Ja, darf man das? Okay, ja, weil die im Livestream auch noch etwas sehen müssen. Ja, ja, also die Schönheit des Kosmos.
Und jetzt schauen Sie mal: Eine andere Spiralgalaxie ist die Galaxie NGC 7742, vollkommen etwas anderes, aber doch das gleiche Grundprinzip, nicht wahr? Und dann hier ein Kugelsternhaufen. Der gehört zur Milchstrasse. Es ist bis heute nicht ganz geklärt, wie es möglich ist, dass es solche Kugelsternhaufen gibt. Aber es gibt sie, man sieht sie. Und ich liebe diese, auch noch andere.
Das ist die Whirlpool-Galaxie. Sieht doch aus wie ein Wirbel, da. Oder wenn Sie die Badewanne runterlassen, am Schluss blub blub blub. Also diese Variation: Es ist ein Grundgedanke, nicht wahr? Und dann wird er ständig abgewandelt. Es ist so wie in der Musik. Bach wollte zur Ehre des Schöpfers komponieren und so komponieren, wie Gott schafft: das Präludium Nr. 1 im Wohltemperierten Klavier. Das ist ja die Grundidee, wie eine Galaxie. Aber dann geht sie weiter. Ich fange nochmals an. Und so weiter und so fort. Es ist immer der gleiche Grundgedanke, aber abgewandelt, und darum wird es nicht langweilig. Und genau so ist es, wenn man ins Weltall hinausschaut.
Und schauen Sie mal wieder diese Spiralgalaxie an, wieder etwas ganz anderes. Und jetzt kommt eine: Ah, das ist die Sombrero-Galaxie. Ich staune einfach! Distanz von uns weg: 28 Millionen Lichtjahre, Durchmesser 50 Millionen Lichtjahre. Übrigens, man könnte ja sagen: Wenn das 28 Millionen Lichtjahre entfernt ist, dann muss ja vor 28 Millionen Jahren das Licht ausgegangen sein, und jetzt ist es da. Dann muss ja das Weltall ganz uralt sein. Ja, das ist so, wenn man annimmt, dass es nur die Möglichkeit gibt, dass Licht von fernen Distanzen über diese Zeit mit der normalen Lichtgeschwindigkeit hierher kommen kann.
Aber Albert Einstein hat uns mit der Relativitätstheorie die Schlüssel gegeben, wie man erklären kann, dass trotz der grossen Distanzen das Licht in ganz kurzer Zeit hierher kommen konnte, ohne dass das Gesetz, dass die Lichtgeschwindigkeit immer gleich ist, verletzt wird. Ja, also das nur nebenbei. Wir bleiben bei den Distanzen, das sagt aber nichts aus über das Alter der Galaxien.
Und diese hier ist auch schön. Und dann gibt es aber auch Action: Das sind zwei Galaxien, die sich gegeneinander bewegen und immer näher kommen und schliesslich ineinander übergehen. Und dann werden sie eine Supergalaxie. Das ist die Tadpole-Galaxie, die offensichtlich eines erwischt hat, wurde so auseinandergerissen, oder die Mäuse, die Mäuse. Die zwei Galaxien sehen aus wie Mäuse. Ich muss mir vorstellen: so hundert Milliarden Sterne, hundert Milliarden hier, und die kommen sich dann nahe. Und durch die Schwerkraft bringen die einander so in Bewegung.
Das hier ist eine Sternexplosion im Vordergrund, im Hintergrund eine Galaxie. Das gibt dann so malerische Bilder. Und hier nochmals eine Variation: hier ganz viele Galaxien, jeder Lichtpunkt ist eine Galaxie. Auch hier.
Und nun zeige ich Ihnen ein paar Nebel. Die stammen alle aus unserer Galaxie. Das ist der Katzenaugennebel. Er ist einfach fantastisch. Da muss ich nicht viel erklären, einfach geniessen, so wie man schöne Blumen geniesst oder schöne Landschaften.
Das ist der Krebsnebel. Das war eine Explosion einer Sonne, eine Supernova, die explodiert ist, und das ist, was übrig geblieben ist. Das ist die Leiche. Aber so schön! Im Weltall ist alles schön.
Und hier könnte man jetzt sagen: eine Hochzeitskarte aus dem All! Zwei Ringe, die sich so vereinigen. Man muss nur erstaunen. Das war nicht Rembrandt, aber wie ein Gemälde. Oder hier der Adlernebel, der Orionnebel, und dann so ein Sternenhaufen. Und das alles überdeckt von einem Sternennebel. Das ist der konische Nebel, das ist kein Edelstein, sondern das ist einfach der Helixnebel oder der südliche Ringnebel.
Und das hier ist nicht das neue Jerusalem, also Offenbarung 21. Solcher Unsinn kursiert im Internet, das ist unglaublich! Aber lassen Sie das beiseite, aber das sieht man wirklich so im Weltall. Überall sieht man die Weisheit des Schöpfers, der Grundgedanken abwandelt und uns eine Vielfalt zum Bewundern vorstellt.
Und das ist sehr interessant: Das sind unterschiedliche Bilder, im Jahr 2002 aufgenommen, und zwar das erste Bild links oben im Mai, dann hier im September, noch später bis Dezember. Das heisst: Veränderungen innerhalb von Monaten im Weltall, die man so beobachten kann.

Der Schöpfer, der Namen gibt, und die Einladung zum Glauben

In Jesaja 40,25 sagt er: „Wem denn wollt ihr mich vergleichen, dem ich gleich wäre?, spricht der Heilige.“
Hebt zur Höhe eure Augen empor und seht: Wer hat diese da geschaffen? Die Bibel ruft uns also auf, die Augen zu öffnen und den Sternenhimmel zu beobachten. Und nicht nur nachts zu schlafen, sondern sich die Frage zu stellen: Wer hat diese da geschaffen? Er, der ihr Heer herausführt nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen. Wegen der Größe seiner Macht und der Stärke seiner Kraft bleibt keines aus.
Hier in Amos 5 heißt es: Sucht den Herrn und lebt, sucht den, der die Plejaden und den Orion gemacht hat und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag in Nacht verfinstert. Das ist eben geschehen, darum ist es dunkel. Am Morgen früh sehen Sie dann, dass der Todesschatten in Morgen verwandelt wird, der den Wassern des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde. Das ist ein Tsunami. Der Herr ist sein Name, hebräisch Yahweh, der Ewigseiende, der Unwandelbare.
Wir werden also aufgerufen, diesen Gott, der dieses Universum erschaffen hat, zu suchen. Und wenn wir ihn suchen, dann gibt er uns Leben, und zwar ewiges Leben, das über den Tod hinausgeht. Und ganz schön, wenn man das Johannesevangelium zu lesen beginnt, im Neuen Testament, da steht im ersten Vers: Im Anfang war das Wort, griechisch Logos, das Wort. Und das ist eine Bezeichnung für Jesus Christus. Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und der Logos war Gott. Dieser war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch denselben, und ohne denselben wurde auch nicht eines, das geworden ist.
Hier wird erklärt, dass Jesus Christus von Ewigkeit her ist. Er ist nie entstanden, aber er, der Sohn Gottes, hat alles erschaffen. Der Vater hat die Pläne gefasst, der Sohn hat es ausgeführt in der Kraft des Heiligen Geistes. Und hier wird klar gemacht, dass er alles gemacht hat, er, der Logos, heißt. Unser Wort Logik kommt von Logos. Und es ist klar: Warum haben wir ein logisches Universum? Sprechen Sie mit Atheisten und fragen Sie, warum ist unser Universum nicht absurd, sondern logisch? Sie werden sehen, es gibt keine guten Antworten. Aber die Antwort ist: Alles ist logisch, weil der Logos es erschaffen hat.
Das Gewaltige ist in Johannes 1, wenn Sie weiterlesen. In Vers 14 steht: „Und der Logos wurde Fleisch“, das heißt, der ewige Gott, der Sohn, wurde Mensch und wohnte unter uns. Und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Der Schöpfer kam in die Schöpfung hinein, und zwar nicht irgendwo, sondern in den Super-Virgo-Galaxienhaufen, ja, bis schließlich ins Zentrum und dort in unserer Galaxie, nicht irgendwo, sondern genau in unserem Sonnensystem und nicht auf Merkur oder Venus, sondern auf die Erde, auf den blauen Planeten. Er wurde geboren in Bethlehem, am Knotenpunkt der drei Kontinente Europa, Asien und Afrika.
Und es war doch sehr schön: Vor Jahren war einer der Astronauten, die mit NASA auf den Mond gingen, ein gläubiger Mann, der glaubte, dass die Bibel Gottes Wort ist. Er ist dann die ganze Welt herumgereist und hat immer wieder von seiner Mondlandung erzählt. Und er hat gesagt, es war schon etwas ganz Grandioses, als der Mensch zum ersten Mal seinen Fuß auf den Mond gesetzt hatte. Aber es ist unvergleichlich damit, dass Gott seinen Fuß auf unserem Planeten gesetzt hat.
Und wirklich, Johannes 3,16 fasst eigentlich die ganze Bibel zusammen: Denn also hat Gott die Welt geliebt, also jeden von uns, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Es ist so: Wenn wir die Bibel lesen, stellen wir fest, dieser Gott, der alles gemacht hat, ist so vollkommen und unbestechlich, gerecht, und wir sind es nicht, genau das Gegenteil. Wie können wir mit ihm etwas zu tun haben? Nun, wir können uns nicht hinaufarbeiten. Darum kam er und setzte seinen Fuß auf den blauen Planeten.
Das vollkommene Leben von Jesus Christus hätte uns eigentlich nichts genützt, weil sein Leben erst recht zeigt, wie weit, wie viele Milliarden von Lichtjahren, wir von Gott entfernt sind. Sein Leben ist so vollkommen. Aber schliesslich, am Ende, ist er am Kreuz stellvertretend gestorben, im Blick auf unsere Sünden. Gott, der Vater, hat den Sohn, den Gerechten, bestraft für das, was wir getan haben, damit wir nicht die gerechte Strafe Gottes in Ewigkeit tragen müssen.
Die Bibel sagt: Wenn wir unsere persönliche Schuld Gott bekennen und bereuen und ihm wirklich danken, dass der Herr Jesus für meine persönliche Schuld gestorben ist, dann rechnet Gott dieses Erlösungswerk von Golgatha vor den Toren Jerusalems uns vollkommen an. Gott vergibt die ganze Schuld des Lebens, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da können wir Frieden haben mit Gott, Frieden mit diesem Gott, der dieses so wunderbare, erstaunliche, einzigartige Universum mit seiner ganzen Strukturierung geschaffen hat.
Und dann lernt man ihn kennen. Er ist der Herr der Heerscharen, das heißt der, der alles in der Hand hat, auch jede Minute, jede Sekunde in meinem Leben, der auch meinen Lebensatem in der Hand hat und ihren Lebensatem in der Hand hat. Solange er ihn hält, haben wir noch Zeit, umzukehren. Es kommt der Moment, wo er loslassen wird, bildlich gesprochen. Dann war das der letzte Atemzug. Aber dann können wir nicht mehr mit Gott versöhnt werden, sagt die Bibel. Wir müssen versöhnt werden mit Gott, während wir noch auf der Erde leben.
Darum heißt es in Markus 2, dass Jesus Christus, der Sohn des Menschen, Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben. Im Jenseits gibt es keine mehr, es ist zu spät. Aber hier ist es möglich. Und der Weg ist eigentlich einfach, aber es braucht diese Demut, dass wir unsere Schuld aufdecken und diesen Frieden, diese Vergebung Gottes ganz bewusst in Anspruch nehmen.
Und das wünsche ich jedem, der hier ist. Vielen Dank fürs Ausharren. Ich versuche, nächstes Mal kürzer zu sein.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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