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Biblische Tipps gegen Aufschieberitis

Zeitmanagement, Stress - und Gott

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15.08.2020

Einleitung: Überforderung und Alltagsstress im Blick

Na toll, noch so ein Superchrist, der seinen eigenen Alltag nicht auf die Reihe bekommt und mir trotzdem etwas von Gott erzählen will und wie ich mein Leben führen soll. Na danke, komm du erst mal selbst klar.

Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Schau das Video bis zum Ende, denn dort habe ich ein kleines Geschenk für dich.

Corona hin oder Semesterferien her – hier geht es um Überforderung, um Hektik und um Stress. Das ist ein Thema, das uns immer wieder beschäftigt. In diesem Video findest du einige biblische Tipps, wie du gelassener und entspannter durch deinen Alltag gehen kannst und dabei mehr erledigst.

Deshalb schau dir dieses Video bis zum Ende an. An dieser Stelle lade ich dich herzlich ein, die Glocke zu klicken, damit christliche Inhalte auf YouTube nicht ausgesperrt werden.

Die Herausforderung der Vorbildfunktion im christlichen Alltag

Wie kommen wir nun zu der Frage der Aufschieberitis? Wir Christen haben eine Vorbildfunktion. Das bedeutet, dass die Menschen beobachten, wie du und ich leben, und daraus ihre Schlüsse ziehen.

Lass dir das einmal auf der Zunge zergehen: Für viele Menschen bist du die einzige Bibel, die sie jemals lesen werden. Ob du und ich jemals perfekte Vorbilder sein können, ist eine ganz andere Frage. Aber zumindest sollten wir versuchen, dass die Leute nicht an uns verzweifeln. Sie sollten sich nicht an die Stirn klatschen und denken: „Na toll, noch so ein Superchrist, der seinen eigenen Alltag nicht auf die Reihe kriegt und mir etwas von Gott erzählen will, wie ich mein Leben führen soll. Na danke, komm du erst mal selbst klar.“

Und das stimmt ja auch ein Stück weit. Mir ist es sehr häufig passiert, und ich bereue es, dass ich anderen Menschen auf ihrem Weg zu Gott im Weg stand, weil ich mich wie der letzte abgehalfterte Idiot benommen habe. Und es passiert mir heute immer noch, keine Sorge. Aber ich lerne dazu, und es wird weniger.

Einer der Kernpunkte dabei ist Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, und Zeitmanagement. Das sind alles sperrige Worte, die dir eine wichtige Frage stellen: Hat dein Alltag dich fest im Griff oder du ihn?

Jahrelang habe ich fast jede Woche Workshops gehalten, in denen Menschen lernen konnten, ihr Leben besser in den Griff zu bekommen. Zeitmanagement und Aufschieberitis standen bei den meisten Teilnehmern ganz oben auf der Liste. Also begann ich, Hunderten von Menschen zu zeigen, welche biblischen Tipps es zum Thema Zeitmanagement gibt.

Das Ganze habe ich dann, auch wegen Corona, digitalisiert und zu einem kurzen und knackigen Onlinekurs gemacht. Dazu möchte ich dich am Ende dieses Videos einladen. Jetzt aber möchte ich einige wichtige Erkenntnisse mit dir teilen.

Tipp Nummer vier:

Einfluss des Umfelds auf unser Verhalten

Tipp Nummer vier: Bewusste Wahl des sozialen Umfelds

Dein Umfeld

Weißt du, es wird viele jetzt nicht sonderlich überraschen, dass sich diese Botschaft immer wieder wie ein roter Faden durch die Bibel zieht. Die Bibel warnt uns eindringlich davor, wachsam zu sein und uns selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Lass mich dir ein paar Beispiele geben: Im Psalm 50 heißt es – man kann das nicht ganz präzise übersetzen, aber der Sinn kommt einigermaßen rüber – dass, wenn du einen Dieb siehst, du mit ihm läufst und Gemeinschaft mit den Ehebrechern hast, weil das abfärbt.

Im Zweiten Timotheusbrief lesen wir, dass wir vorsichtig sein sollen im Umgang mit Menschen, die negative Eigenschaften haben, wie zum Beispiel Scheinheiligkeit, weil das abfärbt.

Während der Flucht aus Ägypten provozieren die Aufrührer Korach, Dathan und Aviram mitten in der lebensfeindlichen Wüste einen existenzbedrohenden Aufstand. Sie ziehen sich das göttliche Strafgericht zu: Die Erde tut sich auf und verschluckt sie.

Vor der Ankündigung der Strafe und der Androhung des Gerichts heißt es, dass die Israeliten nicht bei denen stehen sollen, die den Aufruhr stiften, Streit provozieren und die Beziehung vergiften. Sie sollen sich nicht nur sozial von ihnen abwenden und den Kontakt meiden, sondern auch geographisch Abstand gewinnen.

Das ist doch bezeichnend, oder? Weil das färbt ab.

Das gesamte siebte Kapitel im Buch Deuteronomium ist eine Mahnung dazu, dass du dir genau überlegst und bewusst gestaltest, mit wem du dich umgibst und mit wem du deine Zeit verbringst. Denn das färbt ab.

Fast das gesamte Buch der Sprüche ist eine Mahnung, dein Leben und deine Beziehungen bewusst und absichtsvoll zu gestalten.

Warum? Es ist nicht nur so, dass andere Menschen dich beeinflussen, sondern viel mehr beeinflusst du auch andere Menschen.

Überlege dir also gut, mit welchen Menschen du Zeit verbringst und wie viel, denn ihre Gewohnheiten werden auf dich abfärben. Das ist Fakt.

Tipp Nummer drei.

Selbstfürsorge als Grundlage für ein geordnetes Leben

Tipp Nummer drei: Achtsamkeit gegenüber den eigenen Gedanken

Achte auf dich selbst. In Sprüche 4,23 heißt es: „Vor allen Dingen bewahre dein Herz.“

Dabei denken wir oft, dass damit gemeint ist, achtsam mit unseren Gefühlen umzugehen – und daran ist auch etwas dran. Doch was in der Bibel mit „Herz“ gemeint ist, ist in der Regel der Sitz des Verstandes, der Sitz der Gedanken.

Weißt du, wenn in der Bibel von Gefühlen oder Emotionen die Rede ist, meint das eher die Nieren. Das ist sozusagen ein Stockwerk tiefer. Was heißt das? Es bedeutet, achte auf deine Gedanken.

„Achte auf deine Gedanken“ steht also schon in der Bibel. Das heißt, übe dich darin zu überlegen, welche Dinge du in deinen Geist hineinlässt. Jesus sagt ja auch, wir müssen aufpassen, was unseren Geist verunreinigt.

Das bedeutet, konsumiere bewusst. Überlege dir genau, welche Zeitungen du lesen willst, welche Videos du anschauen möchtest, welchen Accounts du folgen willst und welche Nachrichten du konsumierst.

Frag dich: Wovon willst du dich eigentlich begeistern lassen? Wovon willst du dich affizieren lassen – und wovon vielleicht lieber nicht?

Denn ganz häufig, nicht immer, aber oft, hat Überlastung nicht unbedingt damit zu tun, dass wir zu viel wollen, sondern dass wir zu viel gleichzeitig wollen.

Das heißt, es ist einfach mehr, was auf uns einströmt, als in unseren Kopf und in unser Herz sinnvoll reinpasst. Also: Bewahre dein Herz, bewahre deine Gedanken.

Tipp Nummer zwei.

Zeit bewusst gestalten und strukturieren

Tipp Nummer zwei: Unterschiedliche Bedeutung von Zeiten erkennen

Zeiten müssen unterschiedliche Bedeutungen haben. Weißt du, das vierte der zehn Gebote – je nach Zählung – bedeutet ja schon „Haltet den heiligen Tag heilig“. Das heißt nicht, dass alle sieben Wochentage identisch und gleich viel wert sind. Für uns Christen und für alle Menschen, die die Bibel lesen, bedeutet das: Achtung, schon die Wochentage haben eine unterschiedliche Bedeutung.

Für uns Christen ist das so. Unser gesamtes Jahr ist durchzogen von christlichen Feiertagen, unsere Monate sind durchzogen von Gottesdiensten, unsere Wochen sind durchzogen von Ehrenamt und Hauskreisen. Unsere Tage sind eingerahmt durch Gebet und Bibellesen als Anfang und Ende.

Du machst das doch bestimmt auch. Und deswegen hat die Zeit, weißt du, für mich, wo ich jetzt Christ bin, eine ganz andere Bedeutung als früher, als ich noch Atheist war.

Also gestalte deine Zeit bewusst. Deine Zeiten dürfen unterschiedliche Bedeutungen haben. Überlege, wie du bestimmte Aufgaben, Tätigkeiten oder Lebensbereiche auf bestimmte Tageszeiten aufteilst.

Ich zum Beispiel habe bestimmte Dinge, die ich zu bestimmten Tageszeiten tue und zu anderen Tageszeiten nicht. Das hilft mir enorm, meinen Tag zu strukturieren. Ich weiß genau: Okay, jetzt ist Tageszeit X, also mache ich Tätigkeit Y und konzentriere meinen Geist genau darauf. Dann kommt eine andere Tageszeit mit einer anderen Tätigkeit.

Ganz wichtiger Tipp: Das hilft enorm viel und hat mir damals im Studium praktisch das Leben gerettet. Und das ist Tipp Nummer eins.

Wege aus der Aufschieberitis: Praktische Tipps

Tipp Nummer eins: Belastungen ablegen und klare Prioritäten setzen

Tipp Nummer eins – ein ganz großer Insider-Tipp: Lasst uns ablegen, was uns beschwert.

Weißt du, das Problem bei Aufschieberitis, bei Prokrastination, ist oft so etwas nach dem Motto: „Ja, ich wollte eigentlich lernen, aber es regnet.“ Das hat nichts mit den wirklichen Gründen zu tun. Trotzdem finden wir ständig Ausreden, um nicht das zu tun, was wir tun sollten. Ich bin da genauso schuldig.

Der Trick ist also, dass du dich austricksen musst – so, wie du dich sonst selbst austrickst. Dabei habe ich drei Sachen gelernt.

Der erste Punkt ist: Bevor du eine Aufgabe überhaupt anfängst, überlege erst einmal, was dich alles an dieser Aufgabe belastet. Ganz häufig liegt es nicht daran, dass wir nicht anfangen, eine Hausarbeit zu schreiben, die Küche aufzuräumen oder unsere Steuererklärung zu machen, weil wir faul sind. Vielmehr belastet uns etwas daran. Wir denken, wenn wir anfangen, sind wir irgendwie drin, und das löst eine Form von Angst aus. Wir nennen das nicht Angst, weil wir zu cool dafür sind, sondern lieber Stress. Aber im Grunde ist es Angst.

Schreib doch einfach mal alles auf, was dich belastet, was dich bewegt und was dich zurückhalten könnte.

Der zweite, kleinere Tipp dazu: Das hilft mir ganz besonders – schreibe dein Worst-Case-Szenario auf. Überlege ganz bewusst, was eigentlich das Schlimmste ist, was passieren könnte.

Dazu habe ich eine eigene Geschichte, die erzähle ich aber ein anderes Mal. Das hilft wirklich, weil in der Regel das, was du befürchtest, praktisch nie eintritt. Das Problem ist nur, dass wir, solange wir uns nicht klar machen, was wir wirklich befürchten, diese Gedanken in unserem Kopf viel größer machen, als sie eigentlich sind.

Deshalb hilft es, das Aufgeschriebene zu präzisieren. Dann ist das, was du befürchtest, nicht mehr irgendwo in deinem Hinterkopf, sondern vor dir auf dem Papier. Ganz, ganz guter Tipp!

Ein besonderer Tipp: Die Not-to-do-Liste

Und mein Lieblingstipp, mein ganz heißer Insider-Tipp: Mach eine Not-to-do-Liste, eine Not-to-do-Liste.

Du denkst vielleicht: Hä, Markus, hat Zeitmanagement nicht immer etwas mit To-do-Listen zu tun, also damit, wo man als Erstes anfangen soll? Ja, und die meisten Zeitmanagement-Tipps funktionieren ja auch nicht. Deswegen schaust du dir dieses Video an, seien wir doch mal ehrlich.

Fang deshalb mal mit einer Not-to-do-Liste an. Das heißt: Sobald du dich an eine bestimmte Tätigkeit setzt, sobald du an einem bestimmten Projekt arbeitest, schreibe erst einmal alles auf, was du in den nächsten fünf Minuten, fünfzig Minuten, zwei Stunden oder was auch immer nicht tun wirst.

Wenn du zum Beispiel weißt, dass du jetzt telefonieren musst, eine Hausarbeit zu Ende schreiben willst, etwas aufräumen musst, dich um ein Projekt kümmern musst oder einen Entwurf schreiben willst – was auch immer das in deinem Alltag sein mag – und du merkst, dass du dich schnell ablenken lässt, indem du auf Instagram irgendetwas checkst, TikTok anschaust, YouTube-Videos guckst oder anfängst zu telefonieren, dann schreibe erst einmal auf, was deine eigenen Lieblingsablenkungen sind.

Denn dann bist du viel sensibler, sobald du in die Richtung gerätst, dass diese Ablenkungen passieren können. Warum? Weil du so ein eigenes internes Frühwarnsystem hast. Das ist extrem hilfreich.

Einer der beliebtesten Tipps, den die Leute in der Regel aus solchen Sachen mitnehmen, ist die Not-to-do-Liste.

Abschluss: Einladung zum Onlinekurs

Es gibt einen kurzen und prägnanten Kurs zum biblischen Zeitmanagement. Trage dich gerne ein, solange der Kurs noch offen ist.

Einfach auf den Link klicken – das ist meine Empfehlung.