Na toll, noch so ein Superchrist, der seinen eigenen Alltag nicht auf die Reihe bekommt und mir erzählen will, wie ich mein Leben führen soll. Na danke, komm du erst mal selbst klar.
Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Schau das Video bis zum Ende, denn dort habe ich ein kleines Geschenk für dich.
Corona hin oder Semesterferien her – hier geht es um Überforderung, Hektik und Stress. Das ist ein Thema, das immer aktuell ist. In diesem Video findest du einige biblische Tipps, wie du gelassener und entspannter durch deinen Alltag gehen kannst und dabei mehr erledigst.
Deshalb schau dir dieses Video bis zum Ende an. An dieser Stelle lade ich dich herzlich ein, die Glocke zu klicken, damit christliche Inhalte auf YouTube nicht ausgesperrt werden.
Die Herausforderung der Vorbildfunktion im Alltag
Wie kommen wir nun zu der Frage der Aufschieberitis?
Wir Christen haben eine Vorbildfunktion. Das bedeutet, die Menschen schauen darauf, wie du und ich leben, und ziehen daraus ihre Schlüsse. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: Für viele Menschen bist du die einzige Bibel, die sie jemals lesen werden.
Ob du und ich jemals perfekte Vorbilder sein können, ist eine ganz andere Frage. Aber lass uns wenigstens versuchen, dass die Leute nicht mich oder dich sehen, sich an die Stirn klatschen und denken: „Na toll, noch so ein Superchrist, der schon seinen eigenen Alltag nicht auf die Reihe bekommt und mir etwas von Gott erzählen will, wie ich mein Leben führen soll. Na danke, komm du erst mal selbst klar.“
Und das stimmt ja auch ein Stück weit. Mir ist es sehr häufig passiert – und ich bereue es – dass ich anderen Menschen auf ihrem Weg zu Gott im Weg stand, weil ich mich wie der letzte abgehalfterte Idiot benommen habe.
Und das passiert mir heute immer noch, keine Sorge. Aber ich lerne dazu, und es wird weniger.
Aufschieberitis und Zeitmanagement als Schlüssel
Einer der Kernpunkte dabei ist Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, sowie das Zeitmanagement. Das sind sperrige Worte, die dir eine wichtige Frage stellen: Hat dein Alltag dich fest im Griff oder hast du ihn im Griff?
Jahrelang habe ich fast jede Woche Workshops dazu gehalten, wie Menschen ihr Leben besser organisieren können. Zeitmanagement und Aufschieberitis standen bei den meisten Teilnehmern ganz oben auf der Liste.
Deshalb habe ich angefangen, Hunderten von Menschen zu zeigen, welche biblischen Tipps es zum Zeitmanagement gibt. Während der Corona-Zeit habe ich das Ganze digitalisiert und zu einem kurzen, knackigen Onlinekurs gemacht.
Am Ende dieses Videos möchte ich dich zu diesem Kurs einladen. Zuvor möchte ich aber ein paar wichtige Erkenntnisse mit dir teilen.
Tipp Nummer vier: Dein Umfeld.
Tipp Nummer vier: Die Bedeutung des Umfelds
Weißt du, es wird viele jetzt nicht sonderlich überraschen, dass sich diese Botschaft immer wieder wie ein roter Faden durch die Bibel zieht. Die Bibel warnt uns eindringlich davor, wachsam zu sein und uns immer wieder selbstkritisch zu hinterfragen.
Lass mich dir ein paar Beispiele geben: Im Psalm 50 heißt es – man kann es nicht ganz präzise übersetzen, aber der Sinn kommt einigermaßen rüber – dass, wenn du einen Dieb siehst, du mit ihm läufst und Gemeinschaft mit den Ehebrechern hast, weil das abfärbt.
Im Zweiten Timotheusbrief lesen wir, dass wir vorsichtig sein sollen im Umgang mit Menschen, die negative Eigenschaften haben, wie zum Beispiel Scheinheiligkeit, weil das abfärbt.
Während der Flucht aus Ägypten provozieren die Anführer Korach, Dathan und Abiram mitten in der lebensfeindlichen Wüste einen existenzbedrohenden Aufstand. Sie ziehen sich das göttliche Strafgericht zu, und die Erde tut sich auf und verschluckt sie.
Vor der Ankündigung der Strafe und der Androhung des Gerichtes heißt es, dass die Israeliten nicht bei denen stehen sollen, die den Aufruhr stiften, Streit provozieren und die Beziehung vergiften. Sie sollen sich nicht nur sozial von ihnen distanzieren und den Kontakt meiden, sondern auch geographisch Abstand gewinnen. Das ist doch bezeichnend, oder? Weil das abfärbt.
Das gesamte siebte Kapitel im Buch Deuteronomium ist eine Mahnung dazu, dass du dir genau überlegst und bewusst gestaltest, mit wem du dich umgibst und mit wem du deine Zeit verbringst – weil das abfärbt.
Fast das gesamte Buch der Sprüche ist eine Mahnung, dein Leben und deine Beziehungen bewusst, intentional und absichtsvoll zu gestalten. Warum? Es ist nicht nur so, dass andere Menschen dich beeinflussen, sondern du beeinflusst auch andere Menschen.
Überlege dir also gut, mit welchen Menschen du Zeit verbringst und wie viel, denn ihre Gewohnheiten werden auf dich abfärben. Das ist eine Tatsache.
Tipp Nummer drei: Achte auf dich selbst.
Tipp Nummer drei: Selbstfürsorge durch Achtsamkeit der Gedanken
Siehst du, in Sprüche 4,23 heißt es: „Vor allen Dingen bewahre dein Herz.“
Jetzt denken wir dabei oft, das bedeutet, sei achtsam deinen Gefühlen gegenüber. Und daran ist auch etwas dran. Aber was in der Bibel mit „Herz“ gemeint ist, das ist in der Regel der Sitz des Verstandes, der Sitz der Gedanken.
Weißt du, wenn in der Bibel von Gefühlen oder Emotionen die Rede ist, meint das eher die Nieren. Das ist sozusagen ein Stockwerk tiefer.
Was heißt das nun? Das heißt, achte auf deine Gedanken. „Achte auf deine Gedanken“ steht in der Bibel schon drin, weißt du? Das bedeutet, übe dich darin zu überlegen, welche Dinge du in deinen Geist hineinlässt.
Jesus sagt ja auch, wir müssen aufpassen, was unseren Geist verunreinigt. Das heißt: Konsumiere bewusst. Überlege dir genau, welche Zeitungen du lesen willst, welche Videos du anschauen möchtest, welchen Accounts du folgen willst und welche Nachrichten du konsumierst.
Wovon willst du dich eigentlich begeistern lassen? Wovon willst du dich beeinflussen lassen und wovon vielleicht lieber nicht?
Denn ganz häufig – nicht immer, aber oft – hat Überlastung nicht unbedingt damit zu tun, dass wir zu viel wollen, sondern dass wir zu viel gleichzeitig wollen.
Das heißt, es ist einfach mehr, was auf uns einströmt, als in unseren Kopf und in unser Herz sinnvoll hineinpasst.
Also: Bewahre dein Herz, bewahre deine Gedanken.
Tipp Nummer zwei: Zeiten müssen eine unterschiedliche Bedeutung haben.
Tipp Nummer zwei: Bewusste Gestaltung von Zeiten
Weißt du, das vierte der zehn Gebote – je nach Zählung – bedeutet: Haltet den Heiligentag heilig. Das heißt, nicht alle sieben Wochentage sind identisch oder gleich viel wert. Für uns Christen und für alle Menschen, die die Bibel lesen, hat das zur Folge, dass schon die Wochentage eine unterschiedliche Bedeutung haben.
Für uns Christen ist das so: Unser gesamtes Jahr ist durchzogen von christlichen Feiertagen. Unsere Monate sind durchzogen von Gottesdiensten, unsere Wochen von Ehrenamt und Hauskreisen. Unsere Tage sind eingerahmt durch Gebet und Bibellesen, sowohl am Anfang als auch am Ende.
Deshalb hoffe ich, dass du das auch machst – oder? Bestimmt. Deshalb hat die Zeit für mich, seitdem ich Christ bin, eine ganz andere Bedeutung als früher, als ich noch Atheist war.
Gestalte deine Zeit bewusst. Deine Zeiten dürfen unterschiedliche Bedeutungen haben. Überlege, wie du bestimmte Aufgaben, Tätigkeiten oder Lebensbereiche auf verschiedene Tageszeiten verteilst.
Ich zum Beispiel erledige bestimmte Dinge zu bestimmten Tageszeiten und andere Tätigkeiten zu anderen Zeiten. Das hilft mir enorm, meinen Tag zu strukturieren. Ich weiß dann genau: Okay, jetzt ist Tageszeit X, also mache ich Tätigkeit Y und konzentriere meinen Geist genau darauf. Danach kommt eine andere Tageszeit mit einer anderen Tätigkeit.
Das ist ein ganz wichtiger Tipp, der mir damals im Studium praktisch das Leben gerettet hat. Und das ist Tipp Nummer eins.
Tipp Nummer eins: Belastungen ablegen und innere Blockaden überwinden
Tipp Nummer eins, ein ganz großer Insider-Tipp: Lasst uns ablegen, was uns beschwert.
Weißt du, das Problem bei Aufschieberitis, bei Prokrastination, ist oft so etwas nach dem Motto: „Ja, ich wollte eigentlich lernen, aber es regnet.“ Das hat nichts mit den tatsächlichen Gründen zu tun. Trotzdem finden wir ständig Ausreden, um nicht das zu tun, was wir tun sollten. Ich bin da genauso schuldig.
Der Trick ist also, dass du dich austricksen musst, so wie du dich sonst austrickst. Dabei habe ich drei Dinge gelernt.
Der erste Punkt ist: Bevor du überhaupt mit der Aufgabe anfängst, überlege erst einmal, was dich an dieser Aufgabe belastet. Ganz häufig ist es so, dass wir nicht anfangen, die Hausarbeit zu schreiben, die Küche aufzuräumen oder die Steuererklärung zu machen – dieser ganze „schöne“ Spaß – weil es uns irgendwie belastet. Wir denken, wenn wir anfangen, sind wir irgendwie drin, und da ist eine Form von Angst. Wir nennen das nicht Angst, weil wir zu cool dafür sind, sondern lieber Stress. Aber irgendwie ist es Angst.
Schreib einfach alles auf, was dich belastet, was dich bewegt und was dich zurückhalten könnte.
Der zweite, kleinere Tipp dazu, der mir ganz besonders hilft: Schreib dein Worst-Case-Szenario auf. Überlege ganz bewusst, was eigentlich das Schlimmste ist, das passieren könnte. Dazu habe ich eine eigene Geschichte, die erzähle ich aber den anderen mal.
Das hilft wirklich, denn in der Regel tritt das, was du befürchtest, praktisch nie ein. Das Problem ist nur, dass wir uns nicht klar machen, was wir wirklich befürchten. Deshalb vergrößern wir das in unseren Gedanken viel mehr, als es eigentlich sein kann.
Deswegen hilft es, das aufzuschreiben und zu präzisieren. Dann ist das, was du befürchtest, nicht mehr in deinem Hinterkopf, sondern vor dir auf dem Papier. Ganz, ganz guter Tipp!
Mein Lieblingstipp, mein absoluter Insider-Tipp: Mach eine Not-to-do-Liste.
Du denkst vielleicht: „Hä, Markus, hat Zeitmanagement nicht immer was mit To-do-Listen zu tun, also wo man als Erstes anfangen soll?“ Ja, und die meisten Zeitmanagement-Tipps funktionieren ja nicht. Deshalb schaust du dir dieses Video an, seien wir ehrlich.
Fang mal an mit einer Not-to-do-Liste. Das heißt: Sobald du dich an eine bestimmte Tätigkeit setzt, sobald du an einem Projekt arbeitest, schreib erst einmal alles auf, was du in den nächsten fünf Minuten, fünfzig Minuten oder zwei Stunden nicht tun wirst.
Wenn du zum Beispiel weißt, dass du jetzt telefonieren musst, eine Hausarbeit zu Ende schreiben willst, etwas aufräumen musst oder dich um ein Projekt kümmern musst – was auch immer das in deinem Alltag ist – und du merkst, dass du dich schnell ablenken lässt, indem du auf Instagram irgendwas checkst, TikTok anschaust, YouTube-Videos guckst oder anfängst zu telefonieren, dann schreib erst mal deine Lieblingsablenkungen auf.
Denn so bist du viel sensibler, sobald du in die Richtung gerätst, dass das passieren kann. Wenn du einmal ein eigenes internes Frühwarnsystem hast, ist das extrem hilfreich.
Das ist einer der beliebtesten Tipps, die Leute aus solchen Sachen mitnehmen: die Not-to-do-Liste.
Denk gerne an den kurzen und knackigen Kurs zum biblischen Zeitmanagement und trag dich ein, solange er offen ist. Klick dazu einfach auf den Link – meine Empfehlung an dich.

