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Endzeit in der Bibel

5 verblüffende Vorhersagen
26.01.2024
Das Thema der Endzeit ist groß und kann verwirrend sein. Markus Voss zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Endzeit zu beschäftigen und dann auch, was es denn mit dieser Endzeit auf sich hat.

Wir reden endlich über die Endzeit. Gibt es sie wirklich? Wie wird sich die Gesellschaft auf dem Weg dorthin entwickeln? Was passiert vor der Endzeit? Wie wird die Welt am Ende aussehen? Und was bedeutet das für dich und mich heute?

Dazu muss ich dir ein kleines Geständnis machen: Ich hatte tatsächlich viele Jahre Angst, hier mit dir über die Endzeit zu sprechen. Und ich sage dir auch, warum.

Ich hatte Angst wegen der Reaktionen und Kommentare. Damit meine ich nicht die normalen, wie zum Beispiel: „Hallo Marcus, aus diesen und jenen Gründen sehe ich das etwas anders. Hier meine biblischen Belege dazu.“ Solche Rückmeldungen sind gut. Sie sind richtig und wichtig. Sie helfen mir, besser zu werden, und vor allem stärken sie die Gemeinschaft. Also bitte nur zu!

Was ich meine, sind diese wirren, inkohärenten Sachen, die mit Inhalt und Argumenten nichts mehr zu tun haben. Ich meine die hysterischen Beiträge, voll von Ausrufezeichen, Fragezeichenketten und emotionalen Ausbrüchen. Ich meine die politischen Kommentare, bei denen Leute stundenlang die Tagesschau kommentieren, den Antichristen der Woche vorstellen oder sogar Aufrufe starten.

Lass mich einfach mal aussprechen, was die meisten hier über so etwas denken: Das ist nicht normal. Und wir sollten es auch nicht normalisieren. Damit meine ich ganz grundsätzlich unser aller Verhalten als Christen.

Die Bedeutung eines besonnenen Umgangs mit der Endzeit

Weißt du, ich war früher Atheist, und ich kann dir sagen: Nichtchristen beobachten genau, wie sich Jesusjünger verhalten – auch im Internet. Was denken wohl Atheisten, Muslime und die weltliche Presse, wenn sie unter christlichen Videos so ein, entschuldige, Geschwurbel finden?

Ist das wirklich die Art und Weise, wie wir uns der Welt zeigen wollen? Frag dich einfach selbst: Ist das das, was die Bibel meint mit „Ihr seid Gottes Visitenkarte“ und „Ihr seid das Licht der Welt“?

Und das Ding ist: Welche Vermutungen du oder ich darüber haben, wie die Endzeit aussieht, ist ja noch nicht einmal heilsrelevant. Ich persönlich habe über viele Jahre des Bibelstudiums eine Überzeugung gewonnen, wie die Endzeit wahrscheinlich in groben Zügen abläuft. Ich denke, ich könnte dir das aus deiner eigenen Bibel heraus auch begründen.

Falls du das wissen möchtest und dich mehr dafür interessierst, dann drücke die Glocke und schreibe einen normalen Kommentar.

Auch wenn es starke Argumente bräuchte, um mich von dem, was ich hier gefunden habe, abzubringen, muss ich trotzdem einsehen: Hey, meine Rekonstruktion der Dinge ist nicht einmal heilsrelevant. Deshalb arbeite ich auch mit Gemeinden, Predigern und Lehrern zusammen, die andere Vermutungen zur Endzeit haben als ich. Und wir können trotzdem gute Freunde sein.

Und das ist okay so, es darf sein. Das Wichtigste ist, dass wir Christen bei den heilsentscheidenden Themen zusammenstehen. Solange wir das tun, können, dürfen und müssen wir auch lernen, andere Christen so stehen zu lassen.

Die Endzeit als zentrales Thema der Bibel

Auch wenn das Thema Endzeit nicht direkt heilsrelevant ist, gibt es einen wichtigen Grund, warum wir jetzt darüber sprechen. Das Thema Endzeit ist in der Bibel so umfangreich, dass du und ich es nicht einfach aus Angst vor irgendwelchen Internetkommentaren ignorieren können. Wo kämen wir denn da hin?

Zur Größenordnung: Von den 27 neutestamentlichen Büchern behandeln oder erwähnen 26 eschatologische Themen, also Dinge, die mit der Endzeit zu tun haben. Das sind praktisch alle bis auf eines. Das bedeutet für dich: Solange du dein Weltbild nicht ausschließlich auf den Philemonbrief aufbaust, ist das Thema Endzeit in deinem täglichen Bibellesen unausweichlich. Es gehört zu den wichtigsten Themen im gesamten Neuen Testament.

Ein Beispiel: Der erste Thessalonicherbrief ist eine ganz besondere Schrift im Neuen Testament, die an Menschen gerichtet ist, die sich frisch bekehrt hatten. Paulus war damals nur drei Wochen in der Gemeinde in Thessaloniki vor Ort. Was er sie dort gelehrt hat, zeigt, welche Themen besonders wichtig sind. In diesem Brief spricht Paulus ausführlich und direkt über die Endzeit. Das scheint so bedeutsam zu sein, dass man sogar mit Neubekehrten darüber sprechen sollte.

Ein paar Zahlen: In allen 219 Versen der Apostelgeschichte, in denen die Apostel zu Menschen sprechen, um sie vom Christentum zu überzeugen, sind Prophezeiungen das wichtigste Thema. Sogar wenn die Apostel mit Nichtjuden sprechen – also mit Menschen wie mir und wahrscheinlich auch dir –, stehen Prophezeiungen und das jüngste Gericht an erster und zweiter Stelle der Themenliste. Das entspricht genau der heutigen Situation. Überleg dir also selbst, ob die Apostel das Thema Endzeit heutzutage wirklich unter den Teppich kehren würden.

Schau dir auch an, wie häufig Jesus selbst darüber spricht: Einhundertsiebzehnmal erwähnt er das jüngste Gericht, 205 Mal Prophezeiungen und 273 Mal Endzeitthemen. In drei von vier Evangelien ist es genau die Endzeit, über die Jesus in seiner letzten Predigt vor Gründonnerstag spricht.

Und schau, was Jesu letzte Worte sind: „Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Gemeint ist damit das Ende der Zeit.

Die Wirkung von Endzeitpredigten und die Bedeutung der Offenbarung

Und jedes Mal, wenn ich in den letzten Jahren Predigten oder Workshops über die Endzeit in der Bibel gehalten habe, führte das dazu, dass Menschen danach ihre Bibel mehr gelesen haben und ihr geistliches Leben neu entflammte. Das ist auch zu erwarten – nicht wegen meiner Person, sondern wegen der Inhalte.

Dazu heißt es in Offenbarung 19: Das Wesen der prophetischen Rede besteht in der Botschaft von Jesus.

Weißt du, welches Feedback ich von Nichtchristen zu diesen Informationen über die Endzeit bekommen habe? Einmal sagte jemand: „Das ist total interessant, ich muss echt mal die Bibel lesen.“ Ein anderer meinte: „Wow, das habe ich im Religionsunterricht nie gehört.“ Und einmal erlebte ich sogar völliges Erstaunen. Jemand sagte zu mir: „Ihr Christen, ihr habt also ein Buch, das euch den Anfang und das Ende der Welt mitteilt, und ihr lest lieber die Losungen statt dieses Buches?“ Das saß. Überleg einfach mal.

Im kommunistischen China darf man nicht einmal predigen, dass Jesus wiederkommt. Und wir hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Wir haben praktisch alle Freiheiten, und wir tun es einfach nicht. Darin liegt ein großer Segen.

Die Offenbarung ist das einzige Buch der Bibel, das einen speziellen Segen für alle enthält, die es lesen. Dort heißt es in Offenbarung 1: „Selig sind die, die diese Worte der Weissagung lesen und bewahren.“ Das sollen du und ich heute sein.

Überlege mal: Selbst wenn du die Offenbarung laut vorliest, bräuchtest du bei langsamer Geschwindigkeit höchstens 90 Minuten, um das ganze Buch einmal zu lesen.

Ich habe schon überlegt, ob wir das hier auf dem Kanal mal machen wollen – ich lese einfach die Offenbarung vor. Falls du das möchtest, drücke die Glocke hier unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar. Dann weiß ich, dass du dir das wünschst.

Jedenfalls all diesen Segen einfach liegen zu lassen – ein Herzensthema der Apostel und von Jesus persönlich und eines der größten Themen der Bibel überhaupt – unter den Tisch fallen zu lassen, nur weil du und ich, also ich, Angst haben vor Leuten, die etwas wirres Zeug schreiben, steht in keinem Verhältnis.

Deshalb lass uns jetzt dieses wunderbare, heilige Buch aufschlagen und daraus lesen. Lass uns jetzt über die Endzeit reden.

Fokus auf die Zeit vor der Endzeit

Was kommt vor der Endzeit?

Also, nicht wie die Endzeit abläuft – das wäre ein eigenes Video. Wenn du dir das wünschst, dann drücke die Glocke und schreibe einen Kommentar. Heute geht es darum, wie die Welt vor der Endzeit aussehen muss, damit das Ende so eintreten kann, wie die Bibel es beschreibt.

Jesus spricht da ganz klar darüber. Er sagt in Lukas 21, dass gewisse Dinge erst passieren müssen, aber das Ende wird noch nicht sofort kommen. Genau das ist unsere Frage für heute: Was sind das für gewisse Dinge, die vorher geschehen müssen?

Damit willkommen beim Bibelfit-Dienst, wo wir versuchen, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.

Zu jedem Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. Das gibt es alles gratis auf dieser Website. Dafür kannst du freiwilligen monatlichen Unterstützern aus dem ganzen Land danken – Menschen wie du und ich.

Wer auch möchte, dass Videos wie dieses hier in unserem Land weiter ausgespielt und nicht verborgen werden, der sollte jetzt die Glocke hier unten rechts unter diesem Video drücken.

Grundsätze für die Auslegung und Herangehensweise

Vier letzte Bemerkungen zur Herangehensweise, was wir jetzt machen, damit das nicht völlig unseriös oder willkürlich wirkt, sondern jeder nachvollziehen kann und vor allem auch ohne Vorwissen direkt mit einsteigen kann.

Nummer eins: Was wir jetzt besprechen, ist nur eine von mehreren möglichen Sichtweisen, die biblisch gedeckt ist. Es gibt auch andere Sichtweisen, die möglich sind. Die Frage ist einfach nur, was wie plausibel ist.

Nummer zwei: Ich gebe mir Mühe, aber selbst wenn 90 Prozent dieses Videos keine perfekte Auslegung sein sollten, wäre das gar nicht schlimm. Warum? Weil das Thema nicht lebenswichtig ist. Dann nimm dir einfach die zehn Prozent mit, die du anhand deiner Bibel nachvollziehen kannst, und mach etwas daraus. Prüf alles und behalte das Gute.

Nummer drei: Wenn jetzt jemand kommt und dir ein genaues Datum für das Ende der Welt nennen will, ganz ehrlich, das kannst du gleich vergessen. Das versucht die nichtchristliche Sekte der Zeugen Jehovas seit 140 Jahren vergeblich, und jedes Mal lag sie daneben. Ich beschäftige mich zurzeit ein bisschen mit den Zeugen Jehovas. Falls du möchtest, dass wir dazu mal ein Video machen, dann drück gerne die Glocke und schreibe hier einen Kommentar. Dann nehme ich das auf die Liste und mache das vielleicht sogar in den nächsten Wochen.

Zurück zum Christentum: Auch wenn Jesus gesagt hat, dass wir die Zeichen der Zeit deuten sollen, dürfen wir Christen nie so überheblich und naiv werden, alles genau datieren zu wollen. Dazu sagt die Bibel ganz klar: Ihr kennt weder den Tag noch die Stunde. Ich sage es noch einmal: Ihr kennt weder den Tag noch die Stunde, und vor allem steht es euch auch nicht zu. Jesus sagt, ich kann jederzeit kommen, und das ist gut so. Denn sonst, weil wir Menschen so sind, würden wir uns nicht dafür bereithalten.

Und wann immer das ist, dass diese Dinge eintreten, wir sind jetzt objektiv näher am Ende, als wir es jemals zuvor waren.

Nummer vier, die letzte Vorbemerkung: Jetzt kommt der entscheidende Knackpunkt. Wir werden für diesen Beitrag davon ausgehen, dass der Großteil der noch ausstehenden biblischen Prophezeiungen wörtlich erfüllt wird. Ich wiederhole noch einmal, weil das wichtig ist: Wir gehen jetzt davon aus, dass die Prophezeiungen, die noch nicht erfüllt sind, wörtlich erfüllt werden.

Warum machen wir das? Das ist ein Knackpunkt. Warum? Weil kluge Theologen und Bibellehrer hier zu unterschiedlichen Schlüssen kommen. Deswegen will ich dir zumindest begründen, warum wir jetzt diesen Weg für diesen Beitrag gehen.

Gründe für die Annahme einer wörtlichen Erfüllung der Prophezeiungen

Aus drei Gründen:

Grund Nummer eins: persönliche Befangenheit.
Das möchte ich offenlegen, damit du das für dich einordnen kannst. Aus meiner eigenen Erfahrung als früher liberaler Theologe bin ich vorsichtig geworden, alles Mögliche in der Bibel nur übertragen zu verstehen. Das wird nämlich ganz schnell ein Fass ohne Boden.

Das heißt: Klar gibt es Stellen, die eindeutig übertragen gemeint sind. Zum Beispiel, wenn Jesus sagt: „Ich bin die Tür.“ Natürlich hat Jesus keine Griffe und keine Scharniere. Da ist es unmittelbar klar, dass das übertragen gemeint ist.

Bei den meisten anderen Stellen macht es jedoch mehr Sinn, die Schrift erst einmal so zu nehmen, wie sie auch geschrieben ist.

Grund zwei für diese Überlegung:
Eine ganze Reihe von bisherigen Prophezeiungen wurden schon wörtlich erfüllt. Zum Beispiel die Zerstörung der Meeresstadt Tyros, Jahrhunderte bevor Alexander der Große diese Prophezeiung unwissentlich erfüllt hat.

Oder die Prophezeiung, dass entgegen sämtlicher Erwartungen die Weltmetropole, die Welthauptstadt Babylon, eines Tages sogar völlig unbewohnt sein würde. Viele Jahrhunderte bevor sich das bis zum heutigen Tag übrigens bewahrheitet hat.

Auch die Prophezeiung, dass der Messias gekreuzigt wird, wurde Jahrhunderte vor Pontius Pilatus’ schicksalhaftem Apriltag unwissentlich erfüllt.

Ebenso die weltweite Ausbreitung des Christentums und die Gründung des Staates Israel – dazu sprechen wir gleich noch.

Weil diese Prophezeiungen und viele andere sich bereits wörtlich erfüllt haben, gehen wir für diesen Beitrag davon aus, dass die weiteren biblischen Prophezeiungen sich ebenfalls wörtlich erfüllen werden.

Könnten wir damit falsch liegen? Klar, auf jeden Fall. Aber irgendwo müssen wir anfangen. Ich finde, die Bibel ernst zu nehmen, ist selten der schlechteste Startpunkt.

Und Punkt drei: persönliche Anmerkung.
Sag gern, wie es dir damit geht, aber ich habe in meinem Leben gelernt, die Kraft Gottes nicht zu unterschätzen.

Jesus sagt: „Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt, noch die Kraft Gottes.“ Merkt ihr das?

Weißt du, der Gott, der Tote auferwecken kann, der mit fünf Broten und zwei Fischen fünftausend Menschen sattmachen kann, der deine DNA beschrieben hat, der Heere besiegen und Meere teilen kann – diesen Gott habe ich in meinem Leben gelernt, nicht zu unterschätzen.

Und ich habe gelernt, ihm nicht vorzuschreiben, was er mit seiner Schöpfung machen kann und was nicht.

Gedankenexperiment: Wie muss die Welt vor der Endzeit aussehen?

Deshalb genug jetzt der Vorrede, wir starten das Gedankenexperiment. Angenommen, die Endzeit tritt so ein, wie die biblischen Prophezeiungen das wörtlich voraussagen. Wie muss die Welt dann aussehen, damit das Ende genauso eintritt?

Also nochmal: Es geht nicht darum, wie die Endzeit abläuft – das wäre ein separates Video. Falls das interessiert, kann man gerne die Glocke hier unten rechts unter dem Video drücken und einen Kommentar schreiben.

Es geht vielmehr darum, wie die Welt vorher aussehen muss, damit das Ende so kommen kann, wie es in der Bibel beschrieben ist.

Damit jeder jetzt folgen kann, habe ich die Beobachtungen dazu in drei Gruppen geteilt. Diese werden immer spannender und, ehrlich gesagt, auch immer persönlicher.

Also: Wie wird die Welt kurz vor dem Ende aussehen? Das ist Hauptteil 1 von 3.

Hauptteil 1 von 3: Äusserlichkeiten der Endzeitwelt

Fangen wir mit Äußerlichkeiten an. Zum Beispiel ist die Rede davon, dass es Musik geben wird. In Offenbarung 18 heißt es: „Die Harfenspieler und Sänger, die Flötenspieler und Trompetenbläser werden in dir, der Stadt Babylon, nicht mehr zu hören sein.“ Das setzt also voraus, dass es vorher viel Musik gibt oder zumindest Musik.

Genauso in Jesaja 24, wo es heißt: „Die freudigen Tamburinklänge sind verstummt, kein fröhlicher Festlärm ist mehr zu hören, die klangvollen Töne der Harfe sind verklungen.“ Wenn die jetzt verklingen, müssen sie vorher erklungen sein.

Dann das Thema Wirtschaft. In Offenbarung 18 heißt es: „Die Kaufleute der Erde sind durch Babylons ungeheuren Wohlstand reich geworden.“ Dabei geht es mir gar nicht unbedingt darum, was Babylon ist – das ist ein anderes Thema. Hier geht es eher darum, dass Kaufleute der Erde reich werden können. Das heißt, wir reden von einer Art internationalem Import und Export, darf man glaube ich so sagen.

In Jesaja 24 ist zum Beispiel auch die Rede davon, dass es so etwas wie Schulden, Kredite und Verbindlichkeiten bis zum Ende geben wird. Interessant.

An einer anderen Stelle, ebenfalls in Offenbarung 18, heißt es: „Jeder Kapitän und jeder Küstenfahrer und die Matrosen und alle, deren Arbeit mit dem Meer zusammenhängt, standen weit entfernt und schrien, als sie den Rauch des Feuers sehen, in dem die Stadt verbrannte.“ Das heißt also, es scheint so eine Art internationale Schifffahrt zu geben.

Nächster Punkt: Es scheint so, dass es zum Ende hin keine Anarchie geben wird. Woher nehmen wir das? Zum Beispiel in Offenbarung 6 heißt es: „Da versteckten sich die Könige der Erde, die Herrscher und die Generäle, die Reichen und die Mächtigen, aber auch alle anderen Menschen, Freie wie Sklaven. Sie verstecken sich in den Höhlen und Felsspalten und flehten die Berge und Felsen an: Fallt auf uns und verbergt uns vor den Blicken dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes.“ Also scheinbar keine Anarchie.

Übrigens auch ganz am Ende nicht, nachdem Gott sein Reich wiederhergestellt hat. Dort heißt es: „Die Völker der Erde werden in ihrem Licht leben“ – gemeint ist das neue Jerusalem – „und ihre Könige werden kommen und ihren Reichtum in die Stadt tragen.“ Also nochmal: Wir haben die Rede von Königen, von Herrschern, und wir haben die Rede von Strukturen, Organigrammen und von Autoritäten, die da sind. Also zumindest schon mal keine Anarchie.

Dann, du hast es gerade schon gehört: Sklaverei und Menschenhandel. Großes, großes Thema. In der Offenbarung heißt es zum Beispiel: „Er“ – gemeint ist jetzt eine bestimmte Person – „macht, dass alle Menschen, sowohl die Kleinen wie auch die Großen, sowohl die Reichen wie auch die Armen, sowohl die Freien wie auch die Sklaven, ein Zeichen empfangen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn.“ Auf dieses Zeichen und was damit einhergeht, kommen wir gleich zurück. Jetzt geht es erst mal nur um die Aufzählung.

In Offenbarung 18 heißt es außerdem: „Lebende Menschen werden verkauft.“ Du musst wissen: Sklaverei ist überall gegenwärtig auf der Erde, aber zumindest in unseren westlichen Kulturen ist das eher unter der Hand der Fall. Und das wird dann zur Endzeit hin – so klingt es für mich, kann falsch liegen – scheinbar mehr öffentlich sein.

Falls du mehr über Menschenhandel und Sklaverei in der heutigen Zeit erfahren möchtest und warum das für uns Christen so wichtig ist, dann drücke an diese Glocke hier unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar, dass du dir das wünschst.

Konkrete prophetische Hinweise zu Juden, Israel und Jerusalem

Dann lassen Sie uns etwas konkreter werden. Es wird Juden geben. Dazu heißt es im Propheten Sacharja, Kapitel 8: Dort wird beschrieben, dass man in der Endzeit erleben wird, wie zehn Männer aus ganz unterschiedlichen Völkern sich an einen Juden hängen. Sie werden sich an seinem Gewand festhalten und sagen: „Lasst uns mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott bei euch ist.“

Dies setzt natürlich voraus, dass es Juden gibt.

Dann das Thema Land: Es wird das Land Israel geben, und in diesem Land Israel werden Israelis wohnen. Es gibt zahlreiche Prophezeiungen, dass die Israeliten wieder aus der Diaspora, also aus der Verstreuung, gesammelt werden. Sie werden endlich wieder in ihrem eigenen Land leben.

Man muss es so sagen, wie es ist: Beides ist mit der Gründung des Staates Israel am Freitag, dem 14. Mai 1948, in Erfüllung gegangen. Das wäre jetzt ein großes Thema, und da Sie ein eigenes Video zur Rolle Israels wünschen, wissen Sie, was zu tun ist.

Dann die Stadt Jerusalem: Sie wird es zum Ende hin geben. Schauen wir uns das ein bisschen ausführlicher an, wieder mit einer Prophezeiung aus dem Propheten Sacharja. Dort heißt es, dass die Bewohner der Stadt Jerusalem in Sicherheit leben werden und die Stadt nie mehr zerstört wird. Dies setzt voraus, dass es die Stadt überhaupt erst einmal gibt.

Das heißt, jetzt, wo es die Stadt Jerusalem gibt, wird sie wahrscheinlich bis zum Ende bestehen bleiben.

Der Tempel und seine Bedeutung in der Endzeit

Dann ein großes Thema: der Tempel. Das muss man kurz erklären. Es gibt zuerst eine Stelle im Propheten Daniel, in der vom täglichen Tempelopfer die Rede ist. Dort heißt es nämlich, dass in der Endzeit das tägliche Tempelopfer abgeschafft wird und stattdessen das entsetzliche Scheusal aufgestellt wird.

Wir gehen jetzt einfach mal weiter, denn jetzt wird es spannend. Jesus hält am Dienstag, dem vierten April, oder Mittwoch, dem fünften April des Jahres 30, bevor er öffentlich zu Tode gefoltert wird, eine öffentliche Rede. Darin spricht er mahnend und in großem Detail über die Endzeit. In dieser Rede bezieht sich Jesus selbst auf die Prophezeiung des Propheten Daniel. Er bestätigt, dass diese Prophezeiung sich auf die Endzeit bezieht. Das heißt also ganz konkret: Jesus sagt, dass dieses entsetzliche Scheusal erst später in der Zukunft noch auftreten wird.

So schreibt auch Paulus im Zweiten Thessalonicherbrief, wo er schreibt: Zuerst muss der Aufruhr gegen Gott kommen, und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der zur Vernichtung bestimmt ist, muss auftreten. Er wird sich in der Zukunft auflehnen und über alles hinwegsetzen, was Gott oder Heiligtum genannt wird, bis er sich schließlich im Tempel Gottes niederlässt und sich als Gott ausgibt.

Aus dem neutestamentlichen Befund ist also klar: Das ist ein noch kommendes Ereignis in der Endzeit, das bisher noch nicht eingetreten ist.

Und jetzt mal geographisch gefragt: Wo wird das eigentlich sein? Dazu sagt Jesus, das wird am heiligen Ort sein. Und dem Propheten Daniel, auf den sich Jesus bezieht, heißt es, der Ort, an dem das tägliche Tempelopfer stattfindet, also im Tempel.

Was heißt das? Wie gesagt, lass uns da beide offen sein für andere Auslegungen. Ich sage mir das genauso. Aber zumindest stellt sich mir das erst einmal so dar: Solange wir von diesen Stellen nichts wegnehmen oder umdeuten oder sonstige Tricks der liberalen Theologie anwenden wollen, dann heißt es wahrscheinlich genau das. Das heißt, dass es vorher den Jerusalemer Tempel geben muss, also den Tempel, der jetzt nicht existiert und zerstört ist. Er müsste also wieder aufgebaut werden.

So sieht es aus.

Das heißt also: Wir hatten den ersten Tempel, der um das Jahr 957 vor Christus unter König Salomo eingeweiht wurde und 586 vor Christus vom babylonischen König Nebukadnezar zerstört wurde. Dann gab es den zweiten Tempel von Serubbabel, der im Jahr 516 eingeweiht wurde. Dort hat Herodes I. im Jahr 19 vor Christus große Umbauten beginnen lassen. Dieser zweite Tempel wurde dann vom römischen Befehlshaber Titus im Sommer des Jahres 70 zerstört, wie wir es gerade schon erwähnt hatten.

Die Klagemauer, die heute noch in der Jerusalemer Altstadt steht, ist tatsächlich die westliche Stützmauer genau dieses Tempelwerks von diesem zweiten Tempel.

Was heißt das jetzt? Das heißt also: Wenn es wieder einen Tempel geben wird, dann ist das logischerweise der dritte Tempel. Das heißt, in oder vor der Endzeit wird es wahrscheinlich so sein, wenn das alles wörtlich so in Erfüllung geht, dass ein dritter Jerusalemer Tempel gebaut werden wird.

Und solange das, wie gesagt, an diesem historischen Ort steht, wo der ehemalige Tempel stand – also östlich der heutigen Klagemauer –, dann hieße das, dass die heutige Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem verschoben oder sogar abgerissen werden müsste.

Falls du ein eigenes Video über den dritten Tempel und über die Al-Aqsa-Moschee möchtest, dann drück an die Glocke und schreib einen Kommentar.

Katastrophen, Kriege und technologische Voraussetzungen

Dann ist die Rede von Katastrophen. Jesus sagt zum Beispiel, dass es in vielen Teilen der Welt Hungersnöte und Erdbeben geben wird. An anderer Stelle erwähnt er schwere Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen in vielen Ländern. Es steht dort nicht ausdrücklich, dass dies Teil von Umweltkrisen sein muss, aber es könnte sein. Warum heißt es in Offenbarung 11, dass die Menschen die Erde zugrunde richten? Aber nochmals: Das ist Interpretation.

Es scheint auch die Rede von Weltkriegen zu sein. Der Begriff „Weltkriege“ wurde damals erst relativ spät geprägt, erst in unserer Zeit. Dennoch sagt Jesus, dass Nation sich gegen Nation erheben wird, oder Volk gegen Volk – je nach Übersetzung – und Königreich gegen Königreich. Jesus mahnt auch, nicht erschreckt zu sein, wenn man von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht, denn das muss so kommen. Aber noch ist das nicht das Ende. Das ist also etwas, das vor dem Ende passiert. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Staat den anderen angreifen.

Weiter heißt es: Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, sollt ihr euch nicht entsetzen. Das muss zuvor geschehen, aber das Ende ist noch nicht so bald da. Diese Dinge passieren vor dem Ende der Welt und fallen somit genau in unsere Fragestellung.

Dazu findest du auch in Offenbarung 6 eine Stelle, die übertragen gemeint ist und sehr deutlich einen Krieg darstellt. Dort ist die Rede von den vier apokalyptischen Reitern. Über dem zweiten Reiter heißt es: „Da erschien ein anderes, ein feuerrotes Pferd. Seinem Reiter wurde ein mächtiges Schwert gereicht und die Macht gegeben, den Frieden von der Erde wegzunehmen, damit sich die Menschen gegenseitig vernichten.“

Darauf folgen bei den anderen Reitern Geldentwertung, Armut, Hungersnöte und Seuchen. Falls du es noch nie gehört hast: Tatsächlich sterben in sehr vielen Kriegen nach dem Krieg mehr Zivilisten als Soldaten während des Krieges.

Jesus sagt außerdem, es werden große Erdbeben geschehen, hier und dort Hungersnöte und Ähnliches. Wir haben bereits ein detailliertes Video über Kriegsführung gemacht. Ausnahmen vorbehalten, gehen sehr vielen Kriegen Versuche voraus, politische oder wirtschaftliche Ziele auf unblutigem Weg zu erreichen.

Man kann tatsächlich zeigen, dass den meisten Kriegen der letzten 150 Jahre teilweise enorme diplomatische Bemühungen vorausgingen, die dann scheiterten. Rückblickend bedeutet das: Wenn es Kriege und große Kriege gibt, ist es sehr wahrscheinlich, dass im Vorfeld ein großes Netz von Diplomaten und internationalen Beziehungen existiert, um diese Kriege zu verhindern – was dann nicht funktioniert.

Es ist also nicht abwegig festzuhalten, dass, wenn das Wirkliche so passiert, wie es in der Bibel steht, und wenn das wörtlich so gemeint ist, dies bedeuten würde, dass vor der Endzeit ein großer Zuwachs an Diplomaten und internationalen Beziehungen stattfinden wird. Das macht auch eine große Militarisierung der Welt nötig, aber vor allem Waffentechnologie, die eine solche Zerstörung überhaupt erst ermöglichen kann.

Mobilität und Informationsfluss in der Endzeit

Wo wir schon bei Technologie sind, wollen wir uns die Frage der Mobilität anschauen, also wie Menschen von A nach B gelangen, in der Endzeit oder kurz davor. Dazu betrachten wir zwei Bibelstellen genauer.

Die erste steht im Propheten Daniel, Kapitel 12. Dort heißt es im Hebräischen: Yeshote tu Rabbim uthirbe hadda'ath. Was bedeutet das? An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an das Team der Logos-Software aussprechen. Sie haben dem Bibelverdienst zur Unterstützung unserer Arbeit ihre komplette Software und Kommentarbibliothek geschenkt. Das ist wirklich großzügig von euch, vielen lieben Dank.

Wenn ich als ehemaliger Tutor für biblisches Hebräisch diese Stelle lese und dabei die sprachliche Analyse-Software von Logos nutze, die wirklich weltklasse ist, dann lässt sich diese Stelle aus Daniel 12 ins Deutsche so übersetzen: Es werden viele – damit sind sehr viele gemeint – von hier nach dort reisen. Das ist eine spezielle Verbform, die dort steht. Außerdem wird sich das Wissen vergrößern.

Also noch einmal: Es werden sehr viele von hier nach dort reisen, und es wird sich das Wissen vergrößern.

Lesen wir weiter, was in einer anderen Prophezeiung, in Offenbarung 11, steht. Dort ist die Rede von zwei Menschen, die getötet werden und deren Leichen danach auf der Plateia liegen – so heißt es im griechischen Text – also auf dem Platz oder auf einer Straße. Diese Stadt wird klar mit Jerusalem identifiziert.

Danach heißt es, und jetzt kommt es: Alle Erdkreisbewohner werden sich ausgesprochen freuen. Noch mehr, in Vers 9 heißt es: „Ekton laon, kai phylon, kai glosson, kai ethnon.“ Das bedeutet, Menschen aus allen möglichen Völkern, Stämmen, Sprachen und Ethnien werden diese Leichen sehen.

Jetzt stellt sich die Frage: Wie soll das passieren? Wegen der Menge der Menschen ist es nicht möglich, dass das physisch vor Ort alles geschehen kann. Wie ist es sonst denkbar, dass potenziell alle Menschen der Welt diese Leichen sehen könnten?

Nun eine Antwort – und noch einmal: Das ist Interpretation, manche würden auch sagen Spekulation, das muss man so stehen lassen. Wenn wir das Geschehen wirklich wörtlich nehmen, dann ist das überhaupt erst möglich durch digitale Technologien und Massenmedien, die erst seit dem letzten Jahrhundert verfügbar sind.

Nochmal: Sag gern, wenn du eine andere Idee hast, aber ohne eine internationale Vervielfältigung von Bildern in Echtzeit kann ich mir ein solches Geschehen schwer vorstellen.

Lassen wir uns also überlegen, in welchem Kontext diese beiden biblischen Prophezeiungen erfüllt werden können und was diese Erfüllung voraussetzt. Wenn wir diese Bibeltexte nicht brutal umdeuten, sondern beim einfachen Wortlaut bleiben, halte ich es für vernünftig zusammenzufassen: Es wird eine Informationsflut geben, es wird rasende Mobilität geben, Menschen werden deutlich schneller reisen und sofortige Datenübertragung von überall auf der Welt haben.

Wenn das nicht Globalisierung und Digitalisierung voraussetzt, dann weiß ich auch nicht. Das könnte einhergehen mit einer Informationsüberflutung.

Das ist jetzt keine Schriftauslegung, sondern nur meine persönliche Meinung. An einer Stelle sagt Jesus, die Menschen werden in der Endzeit vor Furcht vergehen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Predigten über Angst gehört wie in den letzten drei Jahren. Predigten, die darauf antworten, dass Gemeindemitglieder Angstzustände haben, nachdem sie die Nachrichten gesehen haben.

Falls du davon betroffen bist und dich all die Nachrichten aus der Welt beunruhigen, habe ich gleich einen kostbaren Tipp für dich, der schon vielen geholfen hat.

Bleiben wir beim Thema Technologie. In Jesaja 24 heißt es, die Häuser sind verschlossen in der Endzeit. Das heißt, es scheint so zu sein, dass es verschließbare Häuser geben wird.

Dann ist die Rede davon, dass es so etwas gibt, und ich kann mir das nicht vorstellen, außer das, was wir in der Bibel sehen, nämlich sprechende Statuen. In Offenbarung 13 heißt es, eine Person bekam sogar die Macht, das Standbild des ersten Tieres zu beleben, so dass das Standbild reden konnte und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild nicht anbeteten.

Damit sind wir bei einem anderen Knackpunkt aus diesem Kapitel, nämlich Offenbarung 13, wo es heißt, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht dieses Zeichen hat, über das wir gerade gesprochen haben.

Das bedeutet zwei Dinge: Erstens, dass es ein zentralisiertes religiöses System geben muss und dass es religiöse Bedienstete bis zum Schluss geben wird. Das lesen wir schon aus Jesaja 24, wo es heißt, so wird es sein, so wie mit den Leuten, so auch mit den Priestern. Das heißt, auch in der Endzeit wird es eine Form von Priestern geben.

Zweitens heißt das wahrscheinlich, dass es ein zentralisiertes wirtschaftliches System geben wird, mit dem Zahlungsströme weltweit kontrolliert werden können.

Ich habe mein ganzes Berufsleben in der Finanzwirtschaft verbracht, es ist nicht mein Ultraspezialgebiet, aber das eine oder andere bekomme ich mit. Und da kann ich dir zumindest sagen, und viele, die auch in der Finanzwirtschaft arbeiten, können das wahrscheinlich bestätigen: Mit ganz vielen unterschiedlichen Währungen ist das wahrscheinlich schwerer möglich, als wenn es nicht viele verschiedene Währungen gibt.

Und mit Bargeld ist das gar nicht möglich, das ginge nur digital. Das heißt, du bräuchtest eine Art digitales Zahlungsmittel.

Natürlich können wir viel über die Abschaffung von Bargeld reden, das wäre gegebenenfalls ein Thema. Manche denken jetzt vielleicht: Wie ist das mit Kryptowährungen? Wie gesagt, nicht mein Ultraspezialthema, aber korrekt müsste man in vielen Fällen gar nicht von Kryptowährungen sprechen, sondern von digitalen Assets.

Vielleicht denkt der eine oder andere an Bitcoin. Könnte das Bitcoin sein, das am Ende eine Weltwährung wird? Wahrscheinlich nicht. Warum? Weil Bitcoin viel zu dezentral ist.

Das bedeutet, es gibt keine zentrale Institution, die diese Währung steuert, wie zum Beispiel in Europa die Europäische Zentralbank, die den Euro steuert, oder die Federal Reserve, die den US-Dollar in den Vereinigten Staaten steuert.

Bitcoin ist dezentral, das heißt, auf ganz unterschiedliche Hunderttausende Teilnehmer weltweit verstreut. Wenn du das googlest, siehst du vielleicht, dass es einige Bitcoin-Adressen gibt, also Kontonummern, die einen deutlich größeren Teil von Bitcoin halten als andere und damit mehr davon kontrollieren könnten.

Das führt zur Frage: Ist Bitcoin vielleicht doch zentral? Es ist aber nicht realistisch, dass diese wenigen Adressen alles transferieren oder verkaufen könnten. Schon gar nicht alle von ihnen, wenn sie es überhaupt könnten.

Deshalb musst du dir nicht die inaktiven Adressen anschauen, sondern die aktiven, also die Kontonummern, die wirklich genutzt werden. Dort kannst du eine einfache Kalkulation machen.

Technisch ist es nur möglich, dass es jemals 21 Millionen Bitcoins geben wird. Von diesen 21 Millionen wurden über 18 Millionen in den letzten fünf Jahren nicht bewegt, sie sind also inaktiv, mit steigender Tendenz.

Fairerweise musst du dir also anschauen, wie die restlichen drei Millionen, die bewegt werden, verteilt sind. Dabei sieht man, dass in Zyklen die Anzahl der Bitcoin-Adressen sogar zunimmt. Das heißt, es gibt weltweit mehr Nutzer, was Bitcoin noch dezentraler macht.

Die Möglichkeit, dass Bitcoin eine weltweit zentral gesteuerte Weltwährung wird, ist somit verschwindend gering bis ausgeschlossen.

Bitcoin wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Weltwährung sein, die zentral gesteuert wird. Im Gegenteil: Bitcoin wäre eher ein Schutz vor dieser Zentralisierung.

Die Blockchain-Technologie, die dahintersteht, kann jedoch genutzt werden, um eine zentral gesteuerte, fälschungssichere digitale Währung zu erschaffen – eine sogenannte Central Bank Digital Currency, also CBDC.

Das ist technisch zu 100 Prozent machbar und würde genau zu dem passen, was wir in den Prophezeiungen lesen.

Falls du ein eigenes Video zu Bitcoin, Blockchain-Technologien und diesen CBDCs möchtest und welche enormen Probleme daraus für religiöse Minderheiten wie Christen auch jetzt schon entstehen können, dann drücke an die Glocke und schreibe einen Kommentar. Ich versuche dann, mich für dich in das Thema einzuarbeiten.

Noch einmal: Damit wir uns richtig verstehen – all das ist nur eine von mehreren möglichen Interpretationen, die falsch sein kann.

Hauptteil 2 von 3: Innere Merkmale und gesellschaftliche Entwicklungen vor der Endzeit

Puh, das waren jetzt viele technische Details. Wenden wir unseren Blick nun von den Äußerlichkeiten hin zum Herzen der Menschen – Hauptteil zwei von drei. Welche inneren Merkmale könnten sich in den Köpfen und Herzen der Menschen vor der Endzeit verändern?

Dazu musst du zunächst eines verstehen: Der größte Teil der Weltbevölkerung lebt nicht in der westlichen Welt, nicht in Europa, nicht in Mitteleuropa und schon gar nicht in Deutschland. Deutschland ist nicht die Welt, sondern nur ein winziger Teil davon, der uns täglich vor der Nase sitzt. Mehr als 99 von 100 Menschen weltweit leben nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Je nach Zählung lebt bei uns nur einer von 300 bis 500 Christen, die ihren Glauben wirklich leben.

Das heißt, du und ich sehen die Welt wie durch ein Schlüsselloch. Wir nehmen diese liberale westliche Minderheit wahr, die nur ein winzig kleiner Ausschnitt dessen ist, wie die Welt und auch die christliche Welt wirklich sind. Viele Kirchenmitglieder und viele Leute, die man als liberale Christen oder als postevangelikale bezeichnet, werden von einem großen Teil der Christen weltweit gar nicht erst als Christen anerkannt. Das ist ein Fakt, der uns zu denken geben sollte.

Die Geschichte der weltweiten Christenheit im einundzwanzigsten Jahrhundert wird in Afrika, Südostasien und Südamerika geschrieben. Sie wird nicht in der westlichen Welt geschrieben, nicht in Europa und schon gar nicht in der deutschen Kirchenlandschaft oder in alteingesessenen freien Gemeinden, die sich nur um den eigenen Bauchnabel drehen und seit Jahren keine Bekehrungstaufe mehr hatten. Es tut mir leid, aber die Fakten sind klar.

Ich sage das, weil wir unser westliches, deutsches, provinzielles Mikroskop abnehmen müssen. Es ist überhaupt nicht repräsentativ dafür, wie die Gesellschaft weltweit wirklich aussieht. Ja, schauen wir mal genauer hin.

Was sagen biblische Prophezeiungen über die Entwicklung der Gesellschaften weltweit? Wie werden die Menschen ticken? Schau dazu mit mir in den zweiten Timotheusbrief Kapitel drei, wo von der Endzeit die Rede ist und wie die Menschen sein werden. Dort heißt es:

„Du musst wissen, dass die Zeit vor dem Ende schlimme Phasen haben wird. Die Menschen werden selbstsüchtig, geldgierig, grob, hochmütig und eingebildet sein. Sie werden Gott und Menschen lästern, ihren Eltern nicht gehorchen und vor nichts mehr Ehrfurcht haben. Sie sind undankbar, lieblos und unversöhnlich. Sie werden andere verleumden und sich hemmungslos ausleben. Sie sind gewalttätig und hassen das Gute. Zu jedem Verrat bereit, werden sie leichtsinnig und von Hochmut geblendet sein. Ihr Vergnügen lieben sie mehr als Gott. Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber von der Kraft wahrer Gottesfurcht wollen sie nichts wissen.“

Gehen wir das mal Schritt für Schritt durch.

Es beginnt mit Geldgier. Dazu heißt es im Jakobusbrief Kapitel fünf: „In den letzten Tagen der Welt habt ihr Reichtümer angehäuft.“ Das bedeutet also, bis zum Ende der Welt wird es eine Art von Vermögensaufbau geben.

Wie gesagt, ich habe mein ganzes Berufsleben in der Finanzwirtschaft verbracht und könnte einiges dazu berichten. Falls du Erfahrungsberichte hören möchtest, wie das als Christ in der Finanzwirtschaft so ist und was man alles erleben kann, dann drücke die Glocke und schreibe unten einen Kommentar. Dann weiß ich, dass du das möchtest.

Weiter im Text: Die Menschen werden selbstsüchtig, grob, eingebildet und lieblos sein. Es wird von Selbstdarstellung, von Narzissmus und davon gesprochen, dass sie nur um sich selbst kreisen. Jesus sagt dazu: „Weil die Gesetzlosigkeit Überhand nehmen wird, wird auch die Liebe bei den meisten erkalten.“ Ich könnte mir gut vorstellen, dass das ein Hinweis auf Beziehungsunfähigkeit sein könnte, aber das ist Spekulation.

Dass die Kriminalität zunimmt, kann man gut aus dem Begriff „Gesetzlosigkeit“ herauslesen.

Weiter heißt es: Die Menschen werden Gott lästern und vor nichts mehr Ehrfurcht haben. Weißt du, was damit gemeint sein könnte? Im Psalm 29 heißt es: „Gebt dem Namen des Herrn Ehre.“ In Offenbarung 15 steht: „Wer wollte dich, Herr, nicht fürchten und deinem Namen keine Ehre erweisen?“ Psalm 139 sagt: „Deine Feinde, o Herr, nutzen deinen Namen respektlos.“ Und bei den Zehn Geboten steht sogar am Anfang: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen.“

Jesus betont, wie wichtig es ist, Gottes Namen nicht respektlos, unnütz oder umsonst zu gebrauchen. Deshalb heißt es im Vaterunser direkt nach der Anrede: „Geheiligt werde dein Name.“

Was machen wir vermeintlich zivilisierte Menschen heute? Hier ein paar Beispiele von Formulierungen, die ich in den letzten Wochen mit eigenen Ohren gehört habe: „Herr mir Gott sagt“, „Jesus Maria und Josef“, „mein Jesus“, „Herr je“ oder „Ach je“, was die Kurzform von „Herr Jesus“ ist, sowie „Ach Gott“ und „Igitt“, die Kurzform von „Oh Gott“.

Heutzutage kannst du kaum noch eine Bus- oder Straßenbahnfahrt machen, ohne Leute zu hören, die solche Ausdrücke wie „Herr Gott noch mal“ oder „Oh mein Gott“ benutzen, als wäre es nichts.

Christian Al Massoud sagt dazu: „Wie kann uns Sünde egal sein, wenn sie den verletzt, den wir am meisten lieben?“ Muss man sich mal vorstellen: Wer in der Weltgeschichte hat so Fürchterliches angerichtet, dass sein Name bis heute als Kraftausdruck benutzt wird? Genghis Khan, Leopold II., Pol Pot, Stalin, Mao, Hitler? Nein. Jesus von Nazareth, dessen Namen wir als Kraftausdruck verwenden – der Unschuldige, der zu Tode gefoltert wurde.

Das muss man sich klar machen. Gottes Wort macht das kristallklar, Apostelgeschichte 4: Es ist kein anderer Name unter dem Himmel, der Menschen gegeben ist, durch den wir gerettet werden sollen. Und wir ziehen genau diesen einen Namen als Schimpfwort und Kraftausdruck durch den Dreck.

Selbst in Gottesdiensten nutzen Menschen solche Kraftausdrücke. Kirchen nehmen sie für Podcast-Titel, und wir finden das irgendwo normal oder sogar witzig. Wenn du das Jesus gesagt hättest, direkt nachdem er dir die Bergpredigt gehalten hat, frage ich mich, was er dazu denkt.

Weiter heißt es in der Prophezeiung: Die Menschen werden ihren Eltern nicht gehorchen, sie sind von Hochmut verblendet und undankbar. Ich brauche nicht viel Fantasie, um an antiautoritäre Erziehung zu denken. Was das Tiefgreifende in einer Gesellschaft verändert, werden wir in den nächsten Jahren erleben.

Bemerkenswert ist, wie selten das Wort „undankbar“ in der Bibel vorkommt. Dankbarkeit ist ein großes Thema, und das Wort „undankbar“ wird nur selten erwähnt. Das heißt, an den Stellen, an denen es vorkommt, müssen wir besonders darauf achten.

Im gesamten Neuen Testament, vielen Dank an das Logos-Team für die Unterstützung, kommt das Wort „Undankbarkeit“ nur zweimal vor – und hier direkt in Bezug auf die Endzeit.

Die Zeit vor dem Ende wird also wahrscheinlich eine sein, in der die Menschen es verlernen, dankbar zu sein. Sie verlernen, sich über die einfachen Dinge zu freuen. Wir werden nicht mehr im Bewusstsein leben, wie sehr wir auf andere Menschen angewiesen sind.

Dann heißt es weiter: Die Menschen werden gewalttätig sein, sie werden ihr Vergnügen mehr lieben als Gott und sich hemmungslos ausleben. In einer anderen Prophezeiung, im Judasbrief, heißt es:

„Ihr, liebe Geschwister, solltet euch daran erinnern, was die Apostel unseres Herrn Jesus Christus euch vorausgesagt haben. Sie sagten nämlich, dass in der letzten Zeit Menschen auftreten werden, die nur ihren gottlosen Begierden folgen.“

Schauen wir dazu in eine weitere bemerkenswerte Prophezeiung, nämlich Offenbarung Kapitel 9. Schauen wir hier genau in den Grundtext, denn jetzt wird es interessant.

Dort heißt es: kai ou metanoesen, ekton phonon auton, kai ou metanoesen pharmakeion auton, kai ou metanoesen porneias auton, kai ou metanoesen klematon auton.

Das heißt auf Deutsch: „Und sie kehrten nicht um, sie kehrten nicht um von ihren Morden, von ihren Pharmakeia, von ihrer Porneia, von ihren Diebstählen.“

Sie kehrten nicht um von ihren Morden. Das bedeutet, wenn man von etwas massenhaft umkehren muss, dann gab es vorher viele Morde, die gesellschaftsfähig geworden sind.

Sie kehrten auch nicht um von ihrer Porneia, also unehelichem oder untreuem Sex. Dazu haben wir ein eigenes Video gemacht, das ich hier unten verlinkt habe, wo das sprachwissenschaftlich genau erklärt wird. Es bedeutet Sex ohne die Beschränkung einer Ehe.

In der Endzeit scheinen so viele Menschen darin verstrickt zu sein, dass eine regelrechte Massenabkehr davon nötig wäre. Wie die Welt zum Ende auch aussehen mag – auf dem Weg dahin wird es wahrscheinlich eine massive Massensexualisierung der Gesellschaft geben.

Noch kurioser ist der Begriff Pharmakeia, von dem sie nicht umkehrten. Was bedeutet Pharmakeia? Es kann zwei bemerkenswerte Dinge bedeuten: Zum einen Wirkstoff oder Pharmazie, zum anderen okkulte Praktiken.

Ich wünschte, ich könnte dir genau sagen, was hier in der Offenbarung gemeint ist, aber das kann ich nicht. Ein Verdacht, und das ist nur Interpretation: Vielleicht gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen einem Wirkstoff und einer okkulten Macht.

Ich hatte vor kurzem ein langes Gespräch mit einem sehr erfahrenen Straßenevangelisten. Er sagte, nach seiner Erfahrung seien Drogen das Nummer-eins-Einfallstor für dunkle Mächte. Er meint, wenn du Drogen hast, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das andere, die dunklen Mächte, kommen.

Wenn er Recht hat, dann werden Drogenmissbrauch, Einfluss dunkler Mächte und okkulte Praktiken zum Ende hin stark zunehmen.

Und damit sind wir beim Thema Religion in der Endzeit. Das wäre jetzt ein eigener Beitrag. Wenn du den sehen möchtest, drücke die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar, dass dich das interessiert.

Vielfalt der Religionen und falsche Propheten

Deshalb hier nur ganz oberflächlich ein paar Punkte, nicht alle, sondern einige, was die Schrift zu sagen scheint und in welche Richtung das Vorgehen sein könnte.

Es scheint so zu sein, dass es vorher eine Vielzahl von Religionen, Sekten und möglichen Heilsbringern gibt. Jesus sagt dazu in Matthäus 24: Viele Propheten werden auftreten und viele in die Irre führen. Und noch mehr heißt es im gleichen Kapitel: Wenn jemand zu euch sagen wird, hier ist der Christus oder dort, dann sollt ihr es nicht glauben. Es werden viele falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen, sagt Jesus. Viele werden in meinem Namen kommen und sagen: „Ich bin der Christus“, und viele verführen.

Was heißt das jetzt für dich und mich? Was ist unsere Aufgabe? In Offenbarung 2 wird als Lob an eine Gemeinde gesagt: Du hast die, die sich als Apostel ausgeben, geprüft und hast sie als Lügner enttarnt. Was genau das heißen könnte, habe ich dir hier in der Übersicht über die sieben Gemeinden in der Offenbarung dargestellt. Die kannst du dir gern kostenlos mitnehmen, sie findest du unter dem ersten Link unter dem Video.

Was ist also unsere Aufgabe? Es ist unsere Aufgabe, nicht naiv zu sein – weder du noch ich. Schau mal, was Jesus dazu sagt: Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen, ich bin es, und sie werden viele verführen. Das heißt also, nur weil sich jemand als Christ bezeichnet oder ausgibt, hat das nicht viel zu sagen. Das hat schon ganz andere Menschen in die Irre geführt.

Das heißt drei Dinge:

Erstens: Wir sollten nicht automatisch unterstellen, dass Leute, nur weil sie an einem Sonntag oder Samstag in einer Gemeinde oder einem Gottesdienst sitzen, deswegen automatisch Christen sind.

Zweitens: Wir sollten nicht automatisch annehmen, dass jemand, nur weil er zum Beispiel Pfarrer ordiniert ist oder einen Doktortitel trägt, deswegen automatisch bibeltreue Lehre verkündet. Ich hoffe, das tut hier auch keiner.

Drittens, besonders wichtig für uns, ist das Thema Influencer. Influencer sind ein großes Thema, das wir ernst nehmen müssen. Das heißt: Egal, was jemand von sich selbst behauptet, egal wie gescheit oder autoritär jemand daherkommt, egal welchen Titel er hat oder wie viele Podcast-Zuhörer oder YouTube-Klicks er hat – all das hat vor Gott nichts zu sagen, gar nichts. Deshalb dürfen du und ich uns davon nicht blenden lassen. Prüf alles, denn nicht der Sprecher ist entscheidend, sondern das Gesagte.

Falls du möchtest, dass wir mal einen eigenen Beitrag über die Chancen und Gefahren von christlichen Influencern machen, drück gerne die Glocke hier unten rechts unter diesem Video und schreib einen Kommentar. Ich habe nämlich schon eine gute Idee, wen ich dafür fragen könnte.

Das heißt also, das Thema ist ernst. Dazu heißt es im ersten Timotheusbrief: Der Geist Gottes sagt ausdrücklich, dass am Ende der Zeit manche vom Glauben abfallen werden. Sie werden auf betrügerische Geister achten und den leeren, dunklen Mächten folgen.

Im zweiten Thessalonicherbrief ist die Rede von einem großen Abfall vom Glauben und von einer großen Lüge, die Verwirrung stiften wird.

Das heißt zusammengefasst: Ja, die Zeit vor dem Ende wird wahrscheinlich überwiegend nicht atheistisch sein, sondern im Gegenteil sogar ziemlich religiös.

Dazu heißt es auch in Jesaja 2: An diesem Tag werden sie ihre Götzen wegwerfen, die sie sich zur Anbetung gemacht haben. Das heißt also, vorher muss es logischerweise viele Götzen geben.

Das passt zu dem, was in Offenbarung 9 steht, wo es heißt, dass die Menschen weiterhin Dämonen und Götzenbilder anbeteten, aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz – Götzen, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.

Ein ganz faszinierender Hinweis ist auch im zweiten Timotheusbrief Kapitel 4, wo es heißt: Viele werden die heilsame Lehre nicht ertragen, sondern werden hören wollen, wonach ihnen die Ohren jucken.

Ich interpretiere das jetzt mal so – wie gesagt, Interpretation ist immer auch eine persönliche Einschätzung – als eine Art „Hauptsache, was sich gut anfühlt“. Ich denke, wir müssen in unseren Gemeinden und in unseren Predigten aufpassen vor dieser Diktatur des Gefühls.

Wenn eine Kirche über einen langen Zeitraum nur Dinge predigt, bei denen sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlt, dann hast du, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, ab einem gewissen Zeitpunkt das Recht zu fragen, ob das noch die neutestamentliche Botschaft vom Freispruch beim jüngsten Gericht ist oder ob das schon ein anderes Evangelium ist.

Mit diesen Ansagen kannst du dir vorstellen, wie populär das Christentum dann sein wird und ob du mit dem Neuen Testament noch einen Beliebtheitswettbewerb gewinnst.

Dazu schreibt Petrus: Ihr sollt wissen, dass in den letzten Tagen Spötter auftreten werden, die sich darüber lustig machen und ihre eigenen Begierden ausleben. Sie werden sagen: „Er meint es doch mit Jesus, Jesus hat doch versprochen, wiederzukommen – wo bleibt er denn? Inzwischen sind unsere Väter gestorben, aber alles ist immer noch so, wie es seit Anfang an der Schöpfung war.“

Man merkt hier einen Tonfall von Apathie, Gleichgültigkeit, aber auch von Spott und Ausgrenzung.

Christenverfolgung als Zeichen der Endzeit

Und das führt uns beim Thema Ausgrenzung zu etwas sehr, sehr Wichtigem, nämlich zur Christenverfolgung. Jesus sagt ganz klar: Vor dem Ende werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen. Er sagt, man wird euch bedrängen, misshandeln und töten. Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr zu mir gehört.

In der Prophezeiung heißt es: Hab keine Angst vor dem Leiden, das dir bevorsteht. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis bringen, um euch zu versuchen. Zehn Tage lang werdet ihr bedrängt sein. Bleibt mir treu bis zum Tod, sagt Jesus, dann gebe ich dir den Siegeskranz des Lebens.

Deshalb verspricht das Christentum nicht Glück in diesem Leben. Es verspricht auch nicht unbedingt Erfüllung in diesem Leben. Es verspricht nicht, dass du dein ganzes Leben lang immer irgendwelche tollen Abenteuer erleben wirst oder all die schönen Dinge hier auf Erden. Das ist nicht das, was das Christentum verspricht.

Im Gegenteil: Jesus verspricht nur folgende Dinge: Versuchung, Verfolgung, Bedrängung – und er verspricht ewiges Leben. Das ist das, was er verspricht. Alles andere haben wir Menschen dazu gedichtet. Das muss man wirklich ganz klar verstehen.

Wenn sich jemand entscheidet, Christ zu sein, kann das viele Nachteile mit sich bringen. Die Frage ist nur: Ist es dir das wert – für das ewige Leben?

In Offenbarung Kapitel 13 heißt es außerdem: Es wurde dem Tier, also einer bestimmten Person, erlaubt, Krieg gegen die Heiligen Gottes zu führen und sie zu besiegen.

Jesus sagt: Seht, ich sende euch aus wie Schafe mitten unter Wölfe. Seid deshalb klug wie Schlangen und aufrichtig wie Tauben. Nehmt euch in Acht vor den Menschen. Sie werden euch in ihren Synagogen vor Gericht stellen und auspeitschen. Weil ihr zu mir gehört, werdet ihr vor Machthaber und Könige geführt werden.

Doch auch sie und alle Völker müssen ein Zeugnis von mir hören. Wenn sie euch vor Gericht stellen, macht euch keine Sorgen, wie ihr reden oder was ihr sagen werdet. Sagt einfach das, was euch dann eingegeben wird. Denn nicht ihr seid dann die Redner, sondern der Geist eures Vaters redet in euch.

Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder. Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie in den Tod schicken. Aber weil ihr euch zu mir bekennt, werdet ihr von allen gehasst werden. Wer bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet.

Wenn sie euch in einer Stadt verfolgen, dann flieht in die andere. Ich versichere euch: Noch bevor ihr mit den Städten Israels fertig seid, wird der Menschensohn kommen.

Man kann dazu nur sagen: Maranatha, Herr, komm bald!

Christen sind zahlenmäßig die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Erde. Letztes Jahr erreichte die weltweite Christenverfolgung ein nie dagewesenes Ausmaß. Es ist eine weltumfassende humanitäre Krise, die hier im Westen praktisch totgeschwiegen wird.

Das vergangene Jahr ist bereits in die Geschichte eingegangen als das blutigste Jahr, das es für Christen jemals in der gesamten Menschheitsgeschichte gegeben hat.

Ich bitte dich: Bitte bete mit für unsere verfolgten Schwestern und Brüder. Wer soll denn beten, wenn nicht du und ich?

Was später als Verfolgung endet, fängt häufig mit Ungleichbehandlung an. Ich war dieses Jahr mehrfach bei unseren guten Freunden von Open Doors zu Besuch. Falls du möchtest, dass ich dich da etwas mitnehme und wir hier auf diesem Kanal mehr über Christenverfolgung sprechen, dann drücke die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar.

Normalität und Evangelisation in der Endzeit

Der vorletzte Punkt in diesem Hauptteil bezieht sich auf das, was Jesus in Matthäus 24 sagt: „Wie es in den Tagen Noahs war, so wird es auch sein, wenn ich wiederkomme.“

In den Tagen vor der Sintflut aßen die Menschen, tranken, heirateten und ließen sich heiraten – bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging. Sie beachteten das nicht, bis die Sintflut kam und alle dahinraffte. So, sagt Jesus, wird es auch sein, wenn er wiederkommt.

Das bedeutet, ich interpretiere es so, dass es eine Art Normalität geben wird, vielleicht ähnlich wie bei uns heute. Hier in Deutschland gibt es ungefähr vierhunderttausend Pornodarstellerinnen und Prostituierte. Das sind Menschen, Mütter und Töchter, viele von ihnen minderjährig. Die Mehrheit wird gegen ihren Willen dazu gezwungen. Sexsklaverei und Menschenhandel sind auf öffentlichen Plätzen und im Internet zur Normalität geworden – nach dem Motto: Weniger wäre besser, aber es gehört irgendwie dazu.

Weltweit gibt es jährlich 73 Millionen Abtreibungen. Seit 2010 sind das eine Milliarde Menschen, die auf diese Weise gestorben sind. Wir sagen einfach: Ja, schade drum, aber es gehört halt dazu. Wir sind völlig abgestumpft. Und genauso sagt Jesus, wird es vor der Endzeit sein.

Doch wo Schatten ist, ist auch Licht. Eines der größten Lichter ist die Evangelisation. Dazu heißt es an gleich zwei Stellen in der Bibel: „Danach will ich zurückkehren, sagt der Herr, und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen. Aus ihren Trümmern werde ich sie wieder errichten, damit auch die übrigen Menschen nach mir fragen, die Menschen aller Völker, wie ich sie zu meinem Eigentum erklärt habe.“

Das bedeutet, es wird in Scharen Nichtjuden geben – wie ich zum Beispiel –, die zum Volk Israel kommen werden. Ich hoffe, dass du dabei bist.

Seit Jesus sagt auch in Markus 13: Vor dem Ende muss das Evangelium allen Nationen verkündet werden. In Matthäus 24 heißt es, die rettende Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Erst danach wird das Ende kommen.

Und es gab noch nie so viele Bibelübersetzungen wie heute. Nach dem Suchverhalten im Browser zu urteilen, ist das internationale Interesse an der Bibel auf einem der Höhepunkte angekommen.

Hauptteil 3 von 3: Persönliche Konsequenzen und Aufrufe

Und damit sind wir beim dritten und letzten Hauptteil dieses Beitrags, dem Höhepunkt: der entscheidenden Frage, was wir jetzt daraus mitnehmen. Das hängt ein wenig davon ab, wer wir sind.

Eine der wichtigsten und grundlegendsten Erkenntnisse, die ich über die Jahre des Predigens gewonnen habe, lautet: Rede zu einer Gemeinde nicht als einer einzigen homogenen Gruppe. Sie sind zwar alle im selben Raum, aber du kannst nicht davon ausgehen, dass sie vor Gott den gleichen Status haben. Unter keinen Umständen darfst du Nichtchristen als Christen ansprechen. Dieser Punkt ist äußerst wichtig.

Wie viele wurden schon fälschlicherweise so behandelt, als würde Gott ihnen ihre Sünden nicht anrechnen, als wäre ihnen alles vergeben und als gehörten sie ganz und gar Gott. Und dann sind sie in ihren Sünden gestorben und müssen dafür ewig bezahlen. Das ist grundlegend. Dazu sagt Gott mehrmals: Wenn ich zum Gottlosen sage, du musst sterben, und du gibst diese Warnung nicht an ihn weiter und redest nicht mit ihm, um ihn von seinen bösen Taten abzubringen, damit er am Leben bleibt, dann wird er wegen seiner Sünde sterben. Doch ich, sagt Gott, werde dich für seinen Tod zur Verantwortung ziehen.

Das heißt, etwas theatralisch formuliert, aber inhaltlich treffend: Deren Blut klebt dann an den Händen der Prediger, die sie in falscher Sicherheit gewogen haben. Deshalb sei ihnen ein ehrlicher Freund und sprich niemals, niemals Verlorene an, als wäre ihnen schon vergeben – nie.

Deshalb gibt es jetzt ein doppeltes Fazit. Einmal für diejenigen, die nicht von neuem geboren sind, die ihre eigenen Sünden nicht mit Jesu Augen sehen, bei denen Jesus nicht der Herr über ihr Leben ist und die Jesus nicht folgen, wohin er auch geht.

Zudem heißt es in der Bibel: Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er über die ganze Menschheit Gericht halten und ein gerechtes Urteil sprechen wird. Zum Richter hat er einen Mann bestimmt, Jesus, den er für alle dadurch beglaubigt hat, dass er ihn von den Toten auferweckt hat.

An einer Stelle in der Bibel hat Paulus die Möglichkeit, vom Gefängnis aus in Ketten mit einem hohen Machthaber zu sprechen. Im Bericht heißt es, als Paulus von der Gerechtigkeit, von der Enthaltsamkeit und vom künftigen Gericht sprach, bekam der Felix, der damals die Autorität hatte, es mit der Angst zu tun. Er sagte zu Paulus: „Für dieses Mal ist es genug, du kannst gehen. Wenn ich später Gelegenheit habe, werde ich dich wieder rufen lassen.“ Und das hat er nie gemacht.

Ja, Felix hat es aufgeschoben und aufgeschoben – und dann war es zu spät. Du kennst es vielleicht von dir selbst: Aufschieben bedeutet oft Verdrängen. Aber das löst die Frage nicht.

Die entscheidende Frage lautet: Wie kommst du an diese Gerechtigkeit, von der Paulus spricht? Vielleicht unterhältst du dich mal mit jemandem, der dich fragt: „Na ja, wieso Gerechtigkeit? Ich bin doch ein guter Mensch, nicht schlechter als andere.“ Einfach nur die Frage: Denkst du, Gott ist zufrieden mit dir, oder denkst du, Gott ist sauer auf dich?

Lass uns doch einfach mal anschauen, was Gott so wichtig ist: die Gebote, die er gegeben hat. Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend? Wie viele Lügen hast du in deinem Leben schon erzählt? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei mir will ich gar nicht anfangen, die Lügen zu zählen.

Wie nennt man jemanden, der Lügen erzählt? Ein Lügner. Und wie sieht es bei dir aus? Unabhängig vom Wert: Wie häufig hast du dir schon Dinge angeeignet, die nicht deine sind, ohne dafür zu bezahlen? Wie nennt man jemanden, der so etwas tut? Das ist Diebstahl – also nennt man ihn einen Dieb.

Das heißt, was bin ich? Ich bin dann ein lügnerischer Dieb. Wie häufig hast du schon begehrlich geschaut, wo du es nicht solltest? Jesus sagt dazu: Wer eine Frau, die nicht seine ist, schon begehrlich anschaut, der hat in seinem Herzen Ehebruch begangen.

Wie häufig hast du schon Gottes Namen unnütz gebraucht? Wie häufig hast du ihn schon missbraucht und durch den Dreck gezogen, indem du so etwas sagst wie „Oh Gott“ oder „Ach je“ als Schimpfwort? Würdest du so etwas jemals mit dem Namen deiner Frau, deiner Tochter oder deiner Mutter tun? Natürlich nicht, weil du sie ehren möchtest. Und mit Gottes Namen, mit Jesu Namen machen wir das am laufenden Band.

Und das waren jetzt nur vier der zehn Gebote – ich breche an dieser Stelle einfach mal ab. Also, du siehst, so richtig gut sieht das für dich und mich wahrscheinlich nicht aus, oder?

Dazu heißt es auch in der Bibel: Die Augen des Herrn sind überall, er blickt auf den Bösen und er blickt auf den Guten. Im Psalm 51 heißt es: „Ja, du Herr, du freust dich, du verlangst nach Wahrheit auch im Verborgensten, da wo es keiner sieht.“ Und dann heißt es: „Wer darf stehen auf dem Berg des Herrn? Wer darf betreten seinen heiligen Platz? Wer hat reine Hände und ein reines Gewissen?“ Ein reines Gewissen – also Gott sieht auch das Verborgenste.

Das heißt, die Frage ist: Wie soll ich das Unrecht, das ich begangen habe, wie soll ich das Leid, die Ungerechtigkeit und die Unheiligkeit, die ich in die Welt gebracht habe, jemals wieder gutmachen? Du kannst es nicht. Du kannst versuchen, ab jetzt nicht noch mehr Leid, ab jetzt nicht noch mehr Ungerechtigkeit und ab jetzt nicht noch mehr Unheiligkeit in die Welt zu bringen. Aber Vergangenes wieder gutmachen? Keine Chance.

Das geht ja schon vor einem irdischen Richter nicht. Wenn jemand einmal Lügen erzählt hat, die in der Welt sind – zum Beispiel im Internet –, dann ist es unmöglich, das alles wieder einzusammeln. Wie viel mehr vor einem himmlischen Richter?

Du hast ausgespielt, ich habe ausgespielt, es ist vorbei. Fast, fast. Es gibt jemanden, der sieht genau, was du angerichtet hast, und der weiß genau, was die Konsequenz und Strafe ist, die auf dich zukommt. Der sieht das ganz genau, was du und ich uns so häufig schönreden und verdrängen.

Aber dieser Jemand hat ein ganz großes Interesse an dir persönlich. Er gibt wirklich viel auf dich, du bist ihm wichtig. Und er will absolut nicht, dass du in die Hölle kommst. Das ist das Schlimmste, was er sich vorstellen könnte. Er würde alles tun, um das zu verhindern.

Weil es ihn so zerreißt, dass du geradewegs auf dem Weg in die Hölle bist, hat er eines Tages eine radikale Entscheidung getroffen, die dein ewiges Schicksal für immer verändern kann. Er hat sich zwischen dich und die Hölle geworfen, die Hölle auf Erden durchgemacht und deine Strafe bezahlt.

Wofür hat er das gemacht? Damit du beim jüngsten Gericht begnadigt werden kannst.

Warum hat er das gemacht? Nicht weil du und ich das verdient hätten. Nein, dazu heißt es in der Bibel: Er rettete uns nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten, sondern aus lauter Güte. In seiner Barmherzigkeit hat er uns zu neuen Menschen gemacht.

Warum hat er das gemacht? Weil er dich liebt. Dadurch hast du jetzt eine einmalige und vor allem begrenzte Chance, vor dem jüngsten Gericht freigesprochen zu werden.

Wie das geht, findest du unter diesem Video in den beiden Links „Versöhnungsleitfaden“ und „So wirst du Christ“.

Ein gut gemeinter Ratschlag: Schieb es nicht auf. Felix hat nie wieder die Chance bekommen. Du bist jetzt hier einmal drin, also schau es dir jetzt an.

Und wenn das alles stimmt, worüber wir gesprochen haben – selbst wenn nur die Hälfte oder nur ein Viertel stimmt – frag dich einfach selbst: Könnte etwas anderes wirklich wichtiger sein? Es gibt eine garantierte Sitzplatzreservierung für die Ewigkeit, und die beginnt heute.

Deshalb sei ehrlich zu dir selbst und starte jetzt! In der Videobeschreibung ganz oben findest du die beiden Links „Versöhnungsleitfaden“ und „So wirst du Christ“. Starte jetzt!

Fazit für Christen: Lebensveränderung und Wachsamkeit

Und einmal das Fazit für diejenigen, die schon ganz und gar Jesus gehören und sich für das jüngste Gericht an ihm festklammern.

Dazu heißt es im zweiten Petrusbrief: Weil dir das alles erwartet, lieber Geschwister, setzt alles daran, dass ihr rein und tadellos und innerlich im Frieden vor euren Herrn hintreten könnt.

Und jetzt heißt es am Bleiben bei Christus nicht, weil man irgendwann vor Jahren oder vor Jahrzehnten mal ein Gebet gesprochen hat und danach so weitergelebt hat wie vorher. Nein, nein, nein! Sondern Reue und Umkehr, Lebensveränderung – das ist heilsrelevant.

Bei Christen ist eine dauerhafte Lebensveränderung da und eine Aufwärtsbewegung zur Heiligung. Christen, das heißt ja schon vom Namen her, die, die nach Christus heißen, die, die mit Jesus Christus identifiziert werden wollen.

Dazu sagt Jesus ja auch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde ich mich auch vor meinem Vater im Himmel bekennen. Und das sind die, bei denen Jesus der Herr über ihr Leben ist und bleibt.

Jesus sagt dazu: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, dann seid ihr wahrhaftig meine Jünger. Und deshalb hat Jesus einen ganz starken Tipp für dich. Er sagt: Hütet euch, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit täglichen Sorgen, damit dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick.

Tägliche Sorgen – ja, mach dir nicht mehr Sorgen als nötig. Es gibt einen Kreis von Dingen, die in deinem Einflussbereich liegen und die du beeinflussen kannst. Und dann gibt es einen Kreis von Dingen, um die du dir vielleicht Sorgen machst.

Bei den meisten Menschen ist der zweite Kreis deutlich größer als der erste, und das führt zu Sorgen, zu Burnout, zu Depressionen und zu Angstzuständen.

Bei uns als Christen muss das so nicht sein. Es kann so sein, aber in vielen Fällen muss es das nicht. Diese Differenz nämlich – das ist der Kreis deines Gebets. Das ist das, was du im Gebet abgibst.

All eure Sorgen, nicht eure Verantwortung, die ist in der Mitte, sondern eure Sorgen, die werft auf ihn, denn er sorgt sich um euch. Du darfst Dinge, die du nicht beeinflussen kannst, im Gebet abgeben und darauf vertrauen, dass sie abgegeben sind.

Das war Tipp eins: das Gebet.

Und Tipp zwei: Mach den äußeren Kreis kleiner. Hör auf, dich mit Dingen zu beschäftigen, die dir Sorgen machen, dir aber nicht helfen und die du auch nicht beeinflussen kannst.

Einfach mal als Idee: Was ist denn mit dem Thema Zeitung lesen und Nachrichten schauen?

Jetzt nur persönliche Meinung, rein subjektiv – du kannst den Rest des Videos ernst nehmen und das jetzt komplett ignorieren. Ich, Markus, habe damit 2018 probehalber und 2019 ernsthaft aufgehört, Nachrichten und Medien zu schauen und zu lesen, mit einer Unterbrechung 2022.

Und dieser Verzicht war ein unheimlicher Gewinn. Also, was ich dadurch alles gewonnen habe in meinem Leben, das möchte ich nicht mehr missen.

Ich weiß, es ist kontrovers, aber ich kann es dir nur ehrlich so berichten, wie es ist. Es hat mein Leben enorm bereichert – emotional und auch geistlich.

Falls du mehr dazu wissen möchtest, was dahinterstecken kann und wie dir das auch helfen könnte, dann drück an die Glocke und schreib hier einen Kommentar. Dann machen wir mal ein Video dazu.

Warum die Welt noch nicht untergegangen ist und die Bedeutung der Geduld Gottes

Also bleibt für heute eine letzte entscheidende Frage zum Höhepunkt: Wieso ist die Welt noch nicht untergegangen? Die Antwort lautet: Weil Gott Geduld hat.

Dazu heißt es ganz klar in der Bibel im 2. Petrus 3,9: Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Weiter heißt es, und zwar im Griechischen in einer besonderen Verbform: Es ist nicht Gottes Wunsch, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle ihre Sünden bereuen und zu ihm umkehren.

Reue und Umkehr sind heilsrelevant, und Gott möchte, dass so viele wie möglich umkehren. Bibelorientiertes Christentum, was manche manchmal die evangelikale Bewegung nennen, ist in den letzten Jahrzehnten eine der am nachhaltigsten wachsenden religiösen Bewegungen der Menschheitsgeschichte. Je nach Zählung ist das bibelorientierte Christentum die Weltanschauung, für die sich jedes Jahr mehr Menschen entscheiden als für jede andere.

Je nach Quelle sind es zwischen siebzigtausend und zweiundvierzigtausend Menschen, die sich jeden Tag zum Christentum bekehren. Hier kannst du sehen, wie viele das sind, seit du angefangen hast, diesen Beitrag zu schauen. Ich danke dir, danke, danke für deine Gebete.

Deshalb weiß ich nicht, ob du die Endzeit erleben wirst. Es könnte sein, dass du vorher stirbst. Jeden Tag sterben etwa 167 Menschen. Genau das ist der Punkt: Jeder von uns hat auch seine eigene persönliche Endzeit, und die Uhr läuft.

Deshalb nutze die Zeit und erzähle anderen von der Vergebung und dem neuen Leben durch Jesus, solange du kannst. Wenn du dich noch nicht traust, mit anderen Menschen über Jesus zu sprechen, dann bete wenigstens täglich für die Verlorenen. Das kann jeder von uns tun.

Egal, wann es so weit ist: Ja, wir sind heute unserer Begegnung mit Gott näher als jemals zuvor. Aber die Verlorenen sind es auch. Deshalb möchte ich uns zum Schluss unter den Segen Gottes stellen mit den Worten aus dem Propheten Joel, Kapitel 2, wo es heißt:

Doch auch jetzt noch spricht der Herr: Kommt zu mir zurück, schenkt mir eure Herzen! Kommt zu mir mit Fasten, Weinen und Klagen! Das ist ein Zeichen von Buße, Reue und Umkehr. Zerreißt aber nicht nur äußerlich eure Kleider, sondern zerreißt eure Herzen! Kehrt zum Herrn, eurem Gott, zurück! Es schmerzt ihn, jemanden zu bestrafen.