Einführung in das Thema Sorgen und Prioritäten im Leben
Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 521: Warnung vor Sorgen, Teil 3.
Jesus erklärt seinen Jüngern, dass sie sich keine Sorgen um Nahrung und Kleidung machen sollen. Er möchte, dass sie ihre Prioritäten klar erkennen. Die entscheidenden Fragen lauten: Wem diene ich? Wofür lebe ich?
Diese Fragen stehen hinter dem Gebot, sich keine Sorgen um die alltäglichen Dinge des Lebens zu machen.
Die Gründe dafür sind folgende: Erstens ist das Leben mehr als Essen und Trinken, der Job, die Familie und genügend Freizeit. Zweitens kümmert sich Gott um die Schöpfung, also um Raben und Lilien. Er wird sich auch um uns kümmern.
Drittens: Egal, wie viele Sorgen wir uns machen, die Länge unseres Lebens liegt nicht in unserer Hand. Viertens brauchen wir uns nicht wie Heiden zu verhalten, weil wir einen Vater im Himmel haben, der weiß, was wir brauchen.
Das Reich Gottes als Lebenspriorität
Und weil es diese vier Gründe gibt, soll sich der Fokus unseres Lebens so anhören: Lukas 12,33 Trachtet jedoch nach seinem Reich, und dies wird euch hinzugefügt werden.
Ich hatte schon gesagt, dass das Reich Gottes die Herrschaft Gottes ist. Sie beginnt in meinem Leben. Sie beginnt damit, dass ich tue, was Gott sagt und mich danach ausstrecke, ihn und seinen Willen zu erkennen. Ein heiliges und dankbares Leben zu führen und mich viel mit seinem Wort zu beschäftigen, gehört ebenfalls dazu.
Die Herrschaft Gottes im Leben eines Christen zeigt sich durch seine Liebe zu Gott und durch seine Liebe zu den Menschen, mit denen er zu tun hat. Vor allem zeigt sie sich dadurch, dass ich Gottes Ziele zu meinen Zielen mache. Ich nenne Jesus „Herr“ und lasse ihn genau das sein: Herr, Chef, Anführer, Ideengeber, Anfang und Ziel meines Lebens.
Das Reich Gottes fängt in meinem Leben an, wenn ich der Heiligung nachjage, mich vom Geist Gottes erfüllen lasse und viel Zeit allein mit Gott im Gebet verbringe. Aber das Reich Gottes will über mich hinauswachsen. Das Trachten nach dem Reich Gottes hat auch viel damit zu tun, dass ich für meine Geschwister in der Gemeinde zum Segen werde: für sie bete, ihnen mit meinen Gaben diene, sie praktisch liebe und ihnen Gutes tue.
Und dann ist das Reich Gottes auf Wachstum hin angelegt. Ich investiere mich in Mission und Evangelisation. Habe verständliche Antworten auf die Fragen von Ungläubigen und lasse mein Licht in Form von guten Werken und durch einen von Gott veränderten Charakter in die Welt hineinscheinen.
Diese Dinge – also Heiligung, Gemeinschaft und Zeugnis in der Welt – sind ganz wesentlich, wenn wir nach Gottes Reich trachten wollen.
Vielleicht muss ich das noch mal deutlicher sagen: Jesus geht es hier darum, dass wir unsere Prioritäten im Leben geregelt bekommen. Ich kann nach immer mehr Wohlstand und Besitz beziehungsweise nach immer mehr Gesundheit, Ruhe, Erfolg oder Abwechslung streben, oder ich kann danach streben, reich im Blick auf Gott zu werden.
Ich kann entweder den Lebensstil der Welt imitieren und das tun, was die Werbung von mir will, oder ich lebe für Gott. Und was richtig ist, das ist für Jünger Jesu keine Frage.
2. Korinther 5,15: Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.
Merkt ihr, Jesus ist für uns gestorben, eigentlich sogar für alle. Aber wir sind es, die durch den Glauben davon profitieren und leben. Wir haben ewiges Leben bekommen. Wir werden in alle Ewigkeit mit und für Gott leben. Er ist unser Glück, unser Schatz und eben auch unser Herr.
Deshalb leben wir jetzt nicht mehr für uns selbst, sondern für den, der für uns gestorben und auferweckt worden ist.
Um diesen Fokus geht es Jesus, wenn er seinen Jüngern sagt: Lukas 12,33 Trachtet jedoch nach seinem Reich, und dies wird euch hinzugefügt werden.
Wir dürfen das ganz normale Leben Gott überlassen und uns auf sein Reich fokussieren. Wir dürfen reich werden im Blick auf Gott, und bei alledem brauchen wir uns nicht zu fürchten.
Lukas 12,32: Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Fürchte dich nicht! Jesus spricht hier zu seiner Herde, es sind seine Jünger, um die es ihm geht. Er weiß, dass sie nur eine kleine Herde sind. Sie machen nicht viel her. Sie sind gesellschaftlich eine unbedeutende Größe. Eine Größe, die man übersehen, aber auch leicht ausgrenzen und verfolgen kann. Und deshalb ist es naheliegend, dass sie sich fürchten.
Aber genau das wird ihnen hier verboten: Fürchte dich nicht!
Warum ist das wichtig, und zwar gerade im Zusammenhang mit dem Sorgen um Nahrung und Kleidung? Nun ja, es hat wohl damit zu tun, dass man sich desto mehr Sorgen macht, je unsicherer die Zukunft ist. Dieses Sorgen kommt ganz natürlich.
Deshalb sind die Gebote „Seid nicht besorgt für das Leben“ und „Fürchte dich nicht, kleine Herde“ so wichtig. Im Menschen steckt der Hang zu falschen Prioritäten, und dieser Hang wird durch schwierige Lebensumstände noch verstärkt.
Aber geht das einfach so, dass wir uns nicht fürchten? Ist Furcht nicht ein Gefühl, das einfach so über einen kommt und das man nicht beherrschen kann?
Wenn man sich anschaut, wie oft Gott oder ein Engel in der Bibel Menschen dazu auffordert, sich nicht zu fürchten, dann muss man Furcht irgendwie beherrschen können. Was soll ein Gebot, das man nicht umsetzen kann?
Vielleicht nicht völlig, aber doch in einem bestimmten Rahmen. Und das liegt daran, dass alle Gefühle – eben auch Furcht – dadurch entstehen, dass ich etwas beurteile. Also nicht die Situation selbst, sondern meine Beurteilung einer Situation entscheidet über mein Gefühl.
Der Märtyrer, der hingerichtet werden soll, kann sich durchaus darüber freuen, bald zu sterben, darüber, dass er mit seinem Tod vor allen Zuschauern ein Statement für die Echtheit seines Glaubens und die Glaubwürdigkeit des Evangeliums gibt. Natürlich könnte er sich auch vor den Schmerzen fürchten.
Sein Gefühl wird ganz stark von der eigenen Beurteilung der Situation abhängen. Worauf schaue ich? Darauf, dass mein Tod andere ins Nachdenken bringt, so wie es wirklich passiert ist in der Geschichte, oder schaue ich auf die damit verbundenen Qualen und Foltern? Das ist die Frage.
Deshalb macht es Sinn, wenn Jesus sagt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde!“ Wir müssen unsere Situation nur so beurteilen, wie er das tut, dann werden wir uns auch nicht fürchten.
Aber dazu dann mehr in der nächsten Episode.
Was könnte man jetzt tun? Gib doch mal bei bibelserver.de die Suchbegriffe „Fürchte nicht“ ein und schau dir an, wie oft Furchtlosigkeit in der Bibel geboten wird. Wähle dazu die Elberfelder Bibel als Grundlage.
Das war's für heute. Hast du dir schon überlegt, wie du dich auf den Gottesdienst vorbereiten und wie du dich einbringen willst?
Der Herr segne dich! Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Die Entscheidung für Gottes Reich statt für weltliche Werte
Vielleicht muss ich das noch einmal deutlicher sagen. Jesus geht es hier darum, dass wir unsere Prioritäten im Leben richtig ordnen.
Ich kann nach immer mehr Wohlstand und Besitz streben, oder nach immer mehr Gesundheit, Ruhe, Erfolg oder Abwechslung. Oder ich kann danach streben, reich im Blick auf Gott zu werden.
Ich kann entweder den Lebensstil der Welt imitieren und das tun, was die Werbung von mir verlangt, oder ich lebe für Gott. Für Jünger Jesu ist klar, was richtig ist.
2. Korinther 5,15: „Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.“
Merkt ihr, Jesus ist für uns gestorben, eigentlich sogar für alle Menschen. Aber wir sind es, die durch den Glauben davon profitieren und leben. Wir haben ewiges Leben bekommen.
Wir werden in alle Ewigkeit mit und für Gott leben. Er ist unser Glück, unser Schatz und eben auch unser Herr. Deshalb leben wir jetzt nicht mehr für uns selbst, sondern für den, der für uns gestorben und auferweckt worden ist.
Um diesen Fokus geht es Jesus, wenn er seinen Jüngern sagt: Lukas 12,33: „Trachtet jedoch nach seinem Reich, und dies wird euch hinzugefügt werden.“
Vertrauen auf Gottes Fürsorge und die Überwindung von Furcht
Wir dürfen das ganz normale Leben Gott überlassen und uns auf sein Reich konzentrieren. Wir dürfen im Blick auf Gott reich werden, und dabei brauchen wir keine Angst zu haben.
In Lukas 12,32 heißt es: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.“
Jesus spricht hier zu seiner Herde, also zu seinen Jüngern. Es geht ihm um sie, und er weiß, dass sie nur eine kleine Herde sind. Sie fallen nicht besonders auf und sind gesellschaftlich unbedeutend. Eine Gruppe, die man leicht übersehen, aber auch ausgrenzen und verfolgen kann. Deshalb ist es naheliegend, dass sie sich fürchten.
Doch genau das wird ihnen hier verboten: „Fürchte dich nicht!“
Warum ist das gerade im Zusammenhang mit Sorgen um Nahrung und Kleidung so wichtig? Das hat wohl damit zu tun, dass man sich umso mehr Sorgen macht, je unsicherer die Zukunft erscheint. Sorgen sind etwas ganz Natürliches.
Deshalb sind die Gebote „Seid nicht besorgt für das Leben“ und „Fürchte dich nicht, kleine Herde“ so bedeutend.
Die Beherrschung von Furcht durch veränderte Sichtweise
Im Menschen steckt der Hang zu falschen Prioritäten. Dieser Hang wird durch schwierige Lebensumstände noch verstärkt.
Aber funktioniert das wirklich so, dass wir uns nicht fürchten? Ist Furcht nicht ein Gefühl, das einfach über einen kommt und das man nicht kontrollieren kann? Wenn man jedoch betrachtet, wie oft Gott oder ein Engel in der Bibel Menschen auffordern, sich nicht zu fürchten, dann muss Furcht doch irgendwie beherrschbar sein.
Was sollte sonst ein Gebot bedeuten, das man nicht umsetzen kann? Vielleicht nicht völlig, aber doch in einem bestimmten Rahmen. Das liegt daran, dass alle Gefühle – eben auch Furcht – dadurch entstehen, dass ich etwas beurteile. Nicht die Situation selbst, sondern meine Beurteilung der Situation entscheidet über mein Gefühl.
Der Märtyrer, der hingerichtet werden soll, kann sich durchaus darüber freuen, bald zu sterben. Er freut sich darüber, dass er mit seinem Tod vor allen Zuschauern ein Statement für die Echtheit seines Glaubens und die Glaubwürdigkeit des Evangeliums gibt. Natürlich könnte er sich auch vor den Schmerzen fürchten.
Sein Gefühl wird stark von seiner eigenen Beurteilung der Situation abhängen. Worauf richte ich meinen Blick? Schaue ich darauf, dass mein Tod andere zum Nachdenken bringt – so wie es tatsächlich in der Geschichte passiert ist – oder fokussiere ich mich auf die damit verbundenen Qualen und Foltern? Das ist die entscheidende Frage.
Deshalb macht es Sinn, wenn Jesus sagt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde!“ Wir müssen unsere Situation nur so beurteilen, wie er es tut. Dann werden wir uns auch nicht fürchten.
Aber dazu mehr in der nächsten Episode.
Praktische Anregung und Abschluss
Was könntest du jetzt tun? Gib bei bibelserver.de die Suchbegriffe „Fürchte nicht“ ein und schau dir an, wie oft Furchtlosigkeit in der Bibel geboten wird. Wähle dazu die Elberfelder Bibel als Grundlage.
Das war's für heute. Hast du dir schon überlegt, wie du dich auf den Gottesdienst vorbereiten und wie du dich einbringen möchtest?
Der Herr segne dich! Erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
