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Salomo & Hiram: Zedernholz, Gottesnamen und der kommende Tempel

1. Könige 5,15-3219.03.2026
SerieTeil 9 / 9Das 1. Buch der Könige – Bibelwoche
Salomos Reich wirkt wie Frieden pur — doch der eigentliche Punkt ist: Wo regiert Gott wirklich, in Macht oder im Herzen? Die Antwort entscheidet, ob dein Alltag Unruhe oder Frieden prägt.

Rückblick auf die bisherige Entwicklung

Wir sind gestern Abend bis 1. Könige 5,5 gekommen. Ich lese nochmals, wie Salomos Regierung als Friedensreich beschrieben wird, in 1. Könige 5,4-5:
Denn er herrschte über das ganze Land diesseits des Stromes, gemeint ist des Euphrat, von Tifsach bis Gaza, über alle Könige diesseits des Stromes. Und er hatte Frieden auf allen Seiten ringsum. Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, alle Tage Salomos.
Jetzt gehen wir weiter mit Vers 6. Und Salomo hatte vierzigtausend Stände für Pferde zu seinen Wagen und zwölftausend Reiter. Und jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum Tisch des Königs kamen, jeder in seinem Monat. Sie ließen es an nichts fehlen. Und die Gerste und das Stroh für die Pferde und für die Renner brachten sie an den Ort, wo er war, jeder nach seiner Vorschrift.
Wir haben schon gestern gesehen, in Kapitel 4, wie durchorganisiert das Königreich von Salomo war. Und es war auch so. Wir haben gestern noch gelesen, was der Speisebedarf war. Hier lesen wir in Vers 7 von der Versorgung von all denen, die zum Tisch des Königs kamen.
Nun haben wir gelesen in 1. Könige 5,2: Und der Speisebedarf Salomos für einen Tag war dreißig Kor Feinmehl und sechzig Kor Mehl, zehn gemästete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das gemästete Geflügel.
Ein Kor ist dasselbe Hohlmaß wie Homer an anderer Stelle. Je nach Region kann man das so umrechnen: Es liegt im Bereich von 220 Litern pro Kor bis sogar 393 Litern. Jetzt kann man das einmal umrechnen, und dann wird deutlich, dass hier eigentlich pro Tag Speise aufgetischt wurde für etwa 14 Leute, damit man so einen Begriff hat, was das war, wofür Salomo da bei seinen Angestellten aufkam.
Alles ist gigantisch und eben ein Hinweis auf das Friedensreich des Herrn Jesus, das eben auch so durchorganisiert sein wird, aber eben nicht einfach kalt organisiert, sondern es wird ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit und der Freude sein.

Das Reich Gottes in der Gegenwart

Aber es ist ja so, dass der Herr Jesus durch sein Kommen sein Reich schon aufgerichtet hat, und zwar in den Herzen der Erlösten. Wenn wir heute von diesem Reich lesen, dann schlagen wir Römer 14,17 auf. Dort sehen wir das Friedensreich des Herrn Jesus in der heutigen Zeit. Denn das Reich Gottes – und für Reich steht ja Basileia, also Königreich; da steckt das Wort König drin, Basileus, Basileia, so wie im Englischen Kingdom, da steckt das Wort King drin – ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.
Und in Kolosser 3 haben wir einen ganz wichtigen Befehl. Genauer gesagt, Kolosser 3,15, aber ich lese bereits ab Vers 14: Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Und jetzt kommt’s: Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib, und seid dankbar. Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, indem ihr in aller Weisheit euch gegenseitig lehrt und ermahnt mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend in euren Herzen in Gnade.
Also sehen wir hier etwas von diesem Friedensreich. Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen. Wenn wir in diese Welt hineinblicken, dann sehen wir dunkle Wolken, Unfrieden und Streit. Wenn der Herr Jesus wirklich in unseren Herzen regiert, dann ist es anders. Aber interessant ist, dass es hier nicht heißt: Der Friede des Christus regiert in euren Herzen, sondern es ist ein Aufruf: Regiere! Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Herzen keine Hindernisse haben, sondern dass der Herr darin regieren kann. Da ist sein Reich, schon jetzt.

Die drei Phasen des Reiches und die verborgenen Wahrheiten

Wir können beim Reich Gottes eigentlich drei Phasen unterscheiden. Nein, wir müssen es sogar.
Phase eins: Der Jesus kam vor zweitausend Jahren als König. Er hat gepredigt und gesagt: Das Reich Gottes ist nahegekommen. Markus 1. Mit Reich Gottes ist eben das Königreich gemeint. Und in Lukas 17 sagt er: Das Reich Gottes ist mitten unter euch. Ja, der König war da. Und in ihm war das Reich da.
Aber die Masse seines eigenen Volkes hat den König verworfen. Und so hat Jesus dieses weltweite Friedensreich noch nicht aufgerichtet. Er ging nach Tod und Auferstehung in den Himmel, setzte sich zur Rechten Gottes, und das ist jetzt Phase zwei des Reiches Gottes. Der König ist verworfen. Der König ist im Himmel.
Gerade in den Gleichnissen vom Reich Gottes in Matthäus 13, wo der Herr über die Geheimnisse des Reiches der Himmel spricht, muss ich sagen: Reich der Himmel ist ein paralleler Ausdruck zu Reich Gottes. Denn Himmel, hebräisch Schamayim, war ein Ersatzname für den unaussprechlichen Namen Gottes, also für Jahwe. Und darum bedeutet Malchut Schamayim, also das Reich der Himmel, das Reich Jahwes.
Und Jesus spricht in Matthäus 13 über die Geheimnisse des Reiches der Himmel. Dort spricht er Wahrheiten aus, die im Alten Testament verborgen waren, also ein Geheimnis waren und erst jetzt offenbart wurden, und zwar mit seiner Verwerfung. In diesen Gleichnissen in Matthäus 13, aber auch in den späteren Kapiteln von Matthäus, wird diese Zwischenform gezeigt: Der König ist im Himmel, aber er hat seine Knechte hier auf der Erde.
Und da ist es nun ihm wichtig, dass er in unseren Herzen regieren kann. Man könnte sagen: Unsere Herzen sind besetzte Gebiete in dieser Welt. Der Friede des Christus regiere in euren Herzen.
Und wenn der Herr Jesus dann als König der Welt kommen wird, mit allen Erlösten, begleitet von allen Heiligen aus dem Alten Testament und aus der Gemeinde, dann wird er das tausendjährige Friedensreich nach Offenbarung 20 aufrichten. Und das finden wir ebenso eindrücklich vorgebildet mit Salomo.

Eine scheinbare Spannung in den Zahlen

Wir haben gesehen, in 1. Könige 5,6, dass Salomo eine enorme Kavallerie hatte. Dort heißt es, dass Salomo 40 Stände für Pferde zu seinen Wagen und 12 Reiter hatte.
Wenn wir die Parallelstelle aufschlagen, erleben wir eine Überraschung in 2. Chronik 9. Aber das kennen wir inzwischen schon, diese Überraschungen. In 2. Chronik 9,25 heißt es dort: Und Salomo hatte viertausend Stände für Pferde und Wagen und zwölftausend Reiter, und er verlegte sie in die Wagenstätte und zum König nach Jerusalem.
Das ist doch ein ziemlicher Unterschied: 40.000 und hier 4.000. Ja, aber da haben wir wieder so ein Beispiel für all die, die gerne die Bibel kritisieren. Und wir drehen den Spieß um und sagen: Bitte löst uns das Problem, sonst seid ihr nicht die richtigen Leute, um über Widersprüche in der Bibel zu sprechen.
Wir haben jetzt schon verschiedene Beispiele angeschaut und gesehen, dass eine Lösung sein kann, dass man ganz genau liest. Das war zum Beispiel, als es um den Kauf des Tempelplatzes ging. Da haben wir gesehen, dass es in einer Stelle heißt, David habe den Tempelplatz für 600 Schekel Gold gekauft. In 2. Samuel 24, in der Parallelstelle, haben wir gesehen, dass er 50 Schekel Silber bezahlte, aber nur für die Tenne und für die Rinder. Genau lesen, und die Sache ist gelöst.
Wir haben auch ein Beispiel mit der Volkszählung gesehen. Da haben wir erkannt, dass man die verschiedenen Armeekontingente aus mehreren Stellen berücksichtigen muss. Dann bringt man alle Zahlen zusammen. Also da muss man nicht nur einfach genau lesen, sondern man muss die Bibel gesamthaft lesen und diese und jene Stelle zusammenbringen.
Und jetzt hier kann man noch lange gründlich lesen, aber da gibt es eben eine Lösung, die sich auch immer wieder ergibt: Man muss auf den Grundtext zurückgreifen. Es ist so, dass das Wort für Stände hier im Hebräischen Uriah heißt und in 1. Könige Urwa, also nur ein kleiner Unterschied. Grafisch ist es ein J, ein J und an der anderen Stelle ein V. Also es sind nicht die gleichen Wörter, aber sie sind ganz ähnlich.
Was noch auffällt, wenn man genau liest, ist Folgendes: 4.000 und 40.000. Da besteht also ein zahlenmäßiger Zusammenhang. Wenn es jetzt 40.000 wären und an anderen Stellen 37.500, dann wäre das noch etwas anderes. Aber hier haben wir wirklich eine Beziehung: Es ist zehnmal mehr als dort.
Nun ist der Punkt der: Man muss Urwa in 1. Könige 5,6 übersetzen mit Krippenplätzen für die Pferde. Und Salomo hatte 40.000 Krippenplätze für Pferde, also Stände im Sinn von Einzelständen, Krippenplätzen für je ein Pferd. Aber Uriah in 2. Chronik 9 muss man übersetzen mit Stelle mit Ständen, das heißt also immer ein Stall mit zehn Plätzen. Und das ergibt den Unterschied zwischen 40.000 und 4.000.

Salomos Weisheit als Anziehungskraft für die Völker

Wir gehen weiter in 1. Könige 5,9. Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr große Einsicht und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist. Und die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens. Und er war weiser als alle Menschen, als Ethan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Machols. Auch sie waren sehr weise, aber er war noch weiser. Und sein Name war berühmt unter allen Nationen ringsum. Und er redete dreitausend Sprüche, und seine Lieder waren tausendfünf. Und er redete über die Bäume, von der Zeder, die auf dem Libanon ist, bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst. Und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm und über die Fische. Und man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde, die von seiner Weisheit gehört hatten.
Also, das ist schon eindrücklich. Diese Weisheit war eben göttliche Weisheit. Sie war attraktiv, sie hat angezogen, und sie hat die Aufmerksamkeit und das Interesse an göttlichen Dingen geweckt. Wenn man sich das überlegt, dann war das eine enorme missionarische Zeit im Alten Testament. Man denkt immer, Mission beginne erst im Neuen Testament.
Und zwar möchte ich den Missionsauftrag lesen in Matthäus 28. Der Auferstandene sagt in Matthäus 28,18: Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
Jesus sendet seine Nachfolger, sendet uns in die ganze Welt, um die Weisheit des Wortes Gottes weiterzugeben, nicht wahr? Es wird gesagt: Macht alle Nationen zu Jüngern. Und Jünger ist ein Ausdruck, den wir heute eigentlich kaum verwenden. Aber es ist der Ausdruck für Schüler oder Studenten und im neutestamentlichen Kontext eben speziell für Studenten von Rabbinern. Und so gibt der Herr hier den Auftrag, dass wir hinausgehen zu allen Nationen und alle Nationen zu Schülern, zu Studenten machen des Wortes Gottes. Tauft sie, lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Also die Unterweisung im Wort Gottes, das ist eben diese Weisheit, die Gott auch Salomo gegeben hat.

Vom Kommen zu den Völkern und der Weg nach Jerusalem

Aber interessant: Salomo ist nicht nach Babylon gegangen und nicht nach Ägypten. Sie sind zu ihm gekommen. Das ist eben nicht zentrifugale Mission, sondern zentripetale.
Ach, vielleicht erinnern wir uns noch an den Physikunterricht. Es gibt ja die zentrifugale Kraft, das ist eine Kraft, die wirkt zum Zentrum hin. Und dann haben wir vielleicht gelernt, die zentrifugale Kraft ist eigentlich eine Scheinkraft. Aber damit ist diese Kraft gemeint, wenn wir einen Stein an eine Schnur binden und ihn herumwirbeln und dann loslassen. Dann geht alles weg. Das ist die zentrifugale Kraft, und eben die Zentrifugale wirkt zum Zentrum.
Man könnte sagen, typischerweise ist neutestamentliche Mission eben zentrifugal, geht hin, und alttestamentlich kommt. Und so sind sie gekommen, um die Weisheit Salomos zu hören. Und später werden wir uns noch mit einem ganz besonderen Besuch beschäftigen, mit der Königin von Sheba.
Sheba, das ist nicht Äthiopien. Das war nicht eine schwarze Besucherin, sondern eine braune. Sheba ist nämlich in der Bibel Jemen. Die kam aus Jemen, da gab es noch keine Hutsi. Ja, und es sind ja auch nicht alle in Jemen Hutsi. Aber die kam und hatte von der Weisheit Salomos gehört. Nicht Salomo ging nach Jemen, sondern sie ging diese zweitausend Kilometer durch die heutige saudische Wüste, nicht wahr, mit ihren Kamelen.
Und gerade vor einigen Tagen waren wir gerade da, wo die Karawanenstraße war, durch Saudi-Arabien. Eben im Nordwesten von Saudi-Arabien. Da habe ich daran gedacht: Die Königin von Sheba, die kam wohl etwa da durch und reiste bis nach Jerusalem. Sie musste sagen: Man hat mir nicht die Hälfte gesagt von dem, was ich hier erlebe. Das Gerücht hat sogar die Wahrheit überboten. Und normalerweise ist es ja umgekehrt, nicht wahr? Alles klingt so toll, und wenn man da hingeht, sagt man: Aha, das war’s. Ja, da war es genau das Gegenteil.
Also, das Gerücht konnte nicht die Realität übertreffen. Und diese Frau hatte ganz viele Fragen, und Salomo konnte ihr alle Fragen des Herzens beantworten. Unerhört! Und eben das ist centripetale Mission.
Ich möchte noch etwas lesen, also Jesaja 45,20: Versammelt euch und kommt, nähert euch insgesamt, ihr Entronnenen der Nationen. Also Heidenvölker werden hier angesprochen, und denen wird gesagt, sie sollen kommen. Keine Erkenntnis haben die, die das Holz ihres geschnitzten Bildes tragen und zu einem Gott fliehen, der nicht retten kann.
Da wird erklärt, dass eben unter den Heidenvölkern das Übliche ist, dass man Götter hat, die aus Holz geschnitzt sind. Und die sind nicht in der Lage, einen durch das Leben zu tragen, sondern die Menschen müssen in Prozessionen die Götter herumtragen. Das ist wirklich so. Ich habe das so eindrücklich erlebt, einmal in Indien. Ich war gerade dort, als das Fest von Ganesh gefeiert wurde. Das ist dieser beliebte Elefantengott mit dicken Beinen, aber der kann nicht gehen.
Und ich habe beobachtet, wie ich das immer mache: alles beobachten und auch viele Fragen stellen, und dann lernt man am meisten. Und dann war es eben so, dieser Gott wurde überall aufgestellt, an den Plätzen, an den öffentlichen Plätzen, und ich habe gesehen, wie er transportiert wurde mit Lieferwagen. Nein, die Menschen müssen Lieferwagen einsetzen, um ihre Götter zu transportieren, weil die nicht selber gehen können. Und wie sollen sie einen dann durchs Leben tragen?
Und das ist dann eben so anders in Jesaja 46, nicht wahr, wo Gott sagt in Vers 3: Hört auf mich, Haus Jakob und aller Überrest des Hauses Israel, die ihr von Mutterleib an aufgeladen, von Mutterschoß an getragen worden seid. Und dann noch eine Verheißung: Und bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich euch tragen. Ich habe es getan, und ich werde heben, und ich werde tragen und erretten.
Und so wird hier den Heiden gesagt, sie sollen kommen, und es wird ihnen erklärt: Ihre Götter, die man da herumtragen muss, die sind nichts. Vers 21: Tut kund und bringt herbei, ja, beraten mögen sie sich miteinander. Wer hat dies von alters her hören lassen, lange zuvor ist verkündet? Nicht ich, der Herr, und es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter und rettender Gott ist keiner außer mir.
Also hier wird die Frage nach dem Prophetiebeweis gebracht. Welche der Götter der Heiden haben die Zukunft der Weltgeschichte voraussagen können, und es ist nachweislich in Erfüllung gegangen? Nicht da, aber in der Bibel so eindrücklich. Und ich möchte an König Chores erinnern, der ja in Jesaja mit Namen vorausgesagt war, etwa 170 Jahre, bevor er in der Geschichte dann auftrat, in Jesaja 44,27 und 45, zum Beispiel 44,27 heißt es: „Von Gott, der zu der Flut spricht: versiege, und ich will deine Ströme austrocknen; der von Chores spricht: Mein Hirte, und der all mein Wohlgefallen ausführt, und zwar, indem er von Jerusalem sagen wird: Es werde aufgebaut, und vom Tempel: Er werde gegründet.“
Da wird Chores erwähnt mit Namen, dass er einmal die Erlaubnis geben wird, dass der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut wird und die Stadt Jerusalem. Das hat Jesaja prophezeien müssen, als der Tempel Salomos noch stand und als die Stadt Jerusalem intakt war. Da wird schon vorausgesagt, dass ein gewisser Chores einmal sagen wird, wenn die Stadt Jerusalem am Boden liegt und der Salomonstempel zerstört ist, das werde also wieder aufgebaut, mit Namen.
Es ist so überliefert, dass, als Chores dann auftrat und den Juden die Erlaubnis gab, er dürfe wieder aus der babylonischen Gefangenschaft heimgehen, den Tempel bauen, da hat man ihm die Stelle gezeigt aus Jesaja. Das war ein Zeugnis.
Und es ist dann auch so: Später, als Alexander nach Jerusalem kam, so um 330 herum, also ich meine Alexander den Großen, das hat man in der Geschichte gelernt, Alexander kam nach Jerusalem, und da ging der Hohepriester Jadua damals ihm in vollem hohenpriesterlichen Ornat entgegen. Und er hatte in der Hand eine Schriftrolle mit dem Buch Daniel und hat ihm die Stellen gezeigt in Daniel 8, das mit dem Ziegenbock, der da wütend auf den Widder, von dem gesagt wird: Das ist nicht Griechenland wie der Ziegenbock, sondern das ist Persien, und er hat Persien zusammengeschlagen, und das hat er sich in seiner Zeit eben erfüllt, und er war so beeindruckt.
Und dann wird Alexander eben eigentlich noch eindrücklicher: Dann prophezeit er in Kapitel 11, wie er da aufstehen wird, Gelingen haben wird und das aber nach seinem Tod sein Reich in vier Teile auseinanderfallen wird, in alle vier Himmelsrichtungen. So ist es auch in die Geschichte gekommen. Aber Jadua hat ihm also die Stellen im Buch Daniel gezeigt, und Josephus Flavius, ein jüdischer Historiker, berichtet, dass er sehr beeindruckt war.
Der Prophetiebeweis ist für die Evangelisation ganz wesentlich, dass man zeigen kann: Die Bibel ist von dem Gott geschrieben, der eben über Raum und Zeit steht und die Zukunft absolut kennt. Und darum wird hier den Heiden gesagt: Wer hat dies von alters her hören lassen, lange zuvor es verkündet? Nicht ich, der Herr, Großbuchstaben Yahweh, der Ewigseiende, der Unwandelbare, der eben der Zeit nicht unterworfen ist und darum voraussagen kann.
Natürlich hat man in den Religionen der Nationen Geistwirkungen, und wirklich also schlimme Sachen kann man da erleben. Unser Schwiegersohn, der im Buddhismus aufgewachsen ist in Kambodscha, hat sich als Teenager radikal bekehrt, und er konnte dann sagen: Seit meiner Bekehrung habe ich nie mehr Geisterscheinungen gehabt. Aber was man da erlebt, im Buddhismus, auch im Hinduismus, das sind unglaublich finstere und dunkle Abgründe.
Also hat er, was er noch erlebt hat, eben keine Visionen mehr von Geistern, die wirklich Angst machen. Zum Beispiel eine Zeit hat er im Urwald gelebt mit seiner kleinen Schwester. Es wäre jetzt kompliziert zu erklären, wie das dazugekommen ist, es war alles ein bisschen schwierig, aber er hat mir gesagt: Ich habe nie Angst gehabt vor irgendwelchen Tieren im Urwald, furchtlos.
Und dann hatte er aber eines Nachts eine Erscheinung gehabt mit Geistern, das war furchtbar. Und diese Angst, die er da gehabt hat, und der Geist hat nicht gesprochen, und das Gesicht war so ganz komisch, man sieht das nicht, das erleben viele so, aber das war eine furchtbare Angst. Er hat dann die Augen zugemacht und hat irgendwie gehofft, er stelle sich das nur vor und es sei nur Einbildung. Dann hat er wieder aufgemacht, immer noch da.
Aber wie gesagt, nach seiner Bekehrung nie mehr. Wirklich ein Schnitt. Und das ist natürlich wichtig, man muss wirklich mit allem dann auch brechen, nicht noch gewisse Rituale weitermachen, sonst hört es eben nicht auf.
Aber nach seiner Bekehrung war das noch so, dass er auf Besuch war bei seiner Großmutter, und da war eine Tante da, und plötzlich ist die in Trance gefallen. Dann spricht eine andere Stimme, eine Männerstimme, aus ihr heraus. Die Stimme gab sich aus als ein Vorfahr und sagte: Du musst mir zu essen bringen, du musst in die Pagoda gehen, also in den buddhistischen Tempel, und Opfer bringen. Der Geist sagte: Ich habe Hunger.
Und er hat einfach gebetet, und das Ganze ist vorbei, dann war fertig. Warum erzähle ich das? Um zu sagen: Natürlich gibt es übernatürliche Erscheinungen in all diesen Religionen und eben Geisterscheinungen. Aber nach der Bibel sind diese Geister gefallene Engel, Dämonen, und die sind nicht allmächtig.
Die Engel sind nach der Bibel auch an Raum und Zeit gebunden. Im Buch Daniel kommt ein Engel drei Wochen zu spät, sagt Daniel 10. Er hätte eigentlich sofort kommen wollen, aber er war aufgehalten. Es ist noch ermutigend, nicht wahr, dass Engel auch aufgehalten werden können.
Und dann ist es eben so, dass das deutlich macht, dass eben auch Geister Raum und Zeit als Geschöpfe unterworfen sind und Gott nicht. Darum ist die Prophetie so etwas Entscheidendes, um den wahren Gott zu erkennen, weil etwas voraussagen über Jahrhunderte, über Jahrtausende und das eben mit dieser Präzision, wie das die Bibel macht, nicht nur ein, zwei, drei, vier, fünf Beispiele, sondern Hunderte von Beispielen, die wir geschichtlich beweiskräftig auch in ihrer Erfüllung nachweisen können.
Das können die Religionen der Welt nicht vorweisen, nur die Bibel. Und so kann man den wahren Gott erkennen, und darum steht auch 77 Mal im Hesekiel, nachdem etwas vorausgesagt wurde: Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, Großbuchstaben, dass ich Yahweh, der Ewigseiende, der Unwandelbare bin.
Und hier genau gleich, denn in Vers 21b heißt es: Wer kann im Voraus verkündigen? Nicht ich, der Herr, eben Yahweh, und es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter und rettender Gott ist keiner außer mir. Und dann Vers 22: Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde. Das ist wieder zentripetale Mission, die Nationen müssen nach Jerusalem kommen. Dort war die Bibel und dort war der Tempel. Und dort war der wahre Gott.
Wendet euch zu mir und werdet gerettet, alle ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und keiner sonst. Ja, und wir sind eben ausgegangen von 1. Könige 5. Die Weisheit von Salomo war so attraktiv, dass eben Menschen angezogen wurden, und ein markantes Beispiel wird eben in der Bibel berichtet: Diese Königin von Sheba, die alle ihre Fragen endlich beantwortet bekam.

Die Reichweite von Salomos Einfluss

Und so war das dermaßen anziehend, nochmals 1. Könige 5,14: Und man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört hatten.
Also, das ist nicht so, dass da Indianerstämme aus Südamerika kamen oder Nordamerika. Sondern es wird hier gesagt: von allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört hatten. Das waren also die Völker, wo auch Handelsbeziehungen da waren. Aber diese Handelsbeziehungen damals, die erstreckten sich über große Teile von Asien, konnten bis nach Europa und Afrika gehen. Also schon etwas ganz Eindrückliches: alttestamentliche Mission. Aber die gleichen Grundsätze. Es geht um die Weisheit des Wortes Gottes, die attraktiv ist, wenn die Fragen beantwortet werden können, die die Menschen auch wirklich haben.
Wir haben das Wort Gottes, und es gibt diese Antworten. Es ist wichtig, dass wir uns eben beschäftigen mit den Fragen, die die Menschen haben. Es ist ein Problem, wenn wir Antworten geben, von uns aus, auf Fragen, die die Menschen gar nicht haben. Das kommt eben nicht gut heraus. Aber wir müssen eben hören auf ihre Fragen und die Antworten aus dem Wort Gottes geben.
Weiter wird also von Salomo gesagt, er war weiser als alle Söhne des Ostens, also als alle Weisen in Ammon, Moab, Edom, in Arabien, in Babylon, in Assyrien, das wäre Süd- und Nordirak, aus Elam, Persien und so weiter, wo überall die Handelsbeziehungen waren. Und Salomo, das werden wir später sehen, hatte Handelsbeziehungen übrigens bis nach Indien. Er hatte auch eine Flotte, die von Etiongeber, das ist das Gebiet von Elat heute, übers Rote Meer sind die regelmäßig bis nach Indien gegangen und haben da Handelsbeziehungen gepflegt. So ging das, kann man sagen, die Wahrheit des Wortes Gottes bis nach Indien und bis nach Afrika.
Er war weiser als alle Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens. Die Ägypter waren natürlich ganz besonders stolz auf ihre Weisheit, die sie dann versuchten zu verewigen mit ihren Hieroglyphen an den Wänden der Tempel usw. Die Ägypter haben dazu eine sehr, sehr schöne Schrift verwendet. Also jedes Zeichen ist so klar zu lesen, ja, aber extra geschrieben eine Schrift, die möglichst niemand lesen kann. Die Schrift ist so schwierig, man muss sechshundert Zeichen kennen, um Texte zu verstehen, und natürlich die Sprache. Aber es ist so: Die Zeichen sind so aufgebaut, es gibt Zeichen, die bedeuten ein ganzes Wort, und es gibt Zeichen, die bedeuten eine Silbe, also zum Beispiel Amenemhet, das wären verschiedene Silben. Also für jede Silbe gibt es Zeichen, und für einzelne Buchstaben, also Laute, und zwar Konsonanten. Vokale schreibt man nicht, wie im Hebräisch. Aber jetzt ist es so: In Texten sind diese drei Typen von Zeichen gemischt, und der Leser muss selber wissen, welches Zeichen ein ganzes Wort bedeutet, wann eine Silbe und wann ein einzelner Laut.
Aber es ist so, sie hätten die Möglichkeit gehabt, etwas ganz Simples und Wirkungsvolles umzusetzen, nämlich zu schreiben mit ein paar Buchstaben, so wie wir das machen. Wir schreiben ja auch mit ein paar Buchstaben, bis wir mehr als zwanzig, und das ist so einfach, dass sich auch kleine Kinder das je nachdem schon vor dem Kindergarten selber beibringen können. Das sind keine Genies, das sind einfach Kinder, die größere Geschwister haben, und die fragen sie, und es sind auch interessierte Geschwisterkinder, die gern der Großmutter einen Brief schreiben möchten. Und dann fragen sie ihre Eltern und Brüder: Wie schreibt man denn den „m“?
Es ist so simpel, und das hätten die Ägypter gekonnt, aber das haben sie extra nicht gewollt, offensichtlich, damit eben die einfachen Leute nicht wissen sollten, was die Geheimnisse der Tempel sind, nur die Elite. Und so waren sie sehr stolz auf ihre Weisheit. Aber was war das Festzustellen? Da ist ein Mann, einer von den Hebräern, ein Nachkomme von Abraham, Isaak und Jakob, niemand kommt an diese Weisheit heran.
Und eben, er war auch weiser als Etan, der Esrachiter, und Heman. Wir können ganz kurz aufschlagen in den Psalmen: Psalm 88, ein messianischer Psalm über die Leiden des Herrn am Kreuz. Und da heißt es im ersten Vers: Ein Psalmlied von den Söhnen Koras, dem Vorsänger, das heißt dem Dirigenten, nach Machalat-le-Anod, das heißt, ihn mit gedämpfter Stimme vorzutragen, in schwermütiger Weise. So muss man diesen Psalm vortragen. Und dann heißt es: Ein Maskil von Heman, dem Esrachiter. Maskil, das ist ein Gedicht, das weise macht. Und dieser weise Heman hat dieses Maskil geschrieben, Heman, der Esrachiter.
Und Ethan finden wir gleich in Psalm 89: Ein Maskil von Ethan, dem Esrachiter. Da schreibt er über den Bund Gottes mit David, der aber eine Erschütterung erleben würde später, wenn nämlich das Königtum der Familie Davids untergeht und die Frage aufkommt: Und jetzt, wo sind die Verheißungen Gottes? Er hat gesagt, von den Ländern von David wird einmal der König sitzen, auf dem Thron sitzen und über die ganze Welt herrschen. Das ist alles behandelt in Psalm 89 von diesem weisen Ethan. Ein Maskil, ein Gedicht, durch das man weiser wird. Aber eben, Salomo war weiser als Ethan, der Esrachiter, und als Heman.
Und weiter hat er dreitausend Sprüche verfasst und tausendfünf Lieder. Im Buch der Sprüche haben wir einige hundert, also nicht alle dreitausend, aber einige hundert, die sind aufgeschrieben. Auch der Apostel Paulus hat viel mehr gepredigt, als was er aufgeschrieben hat. Aber das, was eben aus all seinen Predigten für alle Zeiten erhalten sein sollte als Belehrung, das wurde eben im Neuen Testament in den Briefen zusammengefasst.
Und auch da: Alles, was wir von Salomo wissen müssen, diese Hunderte von Sprüchen, die haben wir im Buch der Sprüche. Und dann tausendfünf Lieder, das ist ein schönes Repertoire. Also bis Salomos Werkverzeichnis: tausendfünf hat er da komponiert und gedichtet.

Die geistliche Bedeutung von Salomos Liedern

Jetzt ist es so: In der Bibel haben wir nur zwei Lieder, nämlich im Psalm der Stufenlieder. Wir können aufschlagen: Psalm 127,1-2.
Ein Stufenlied von Salomo: Wenn der Herr das Haus nicht baut, vergeblich arbeiten daran die Bauleute. Wenn der Herr die Stadt nicht bewacht, vergeblich wacht der Wächter. Vergeblich ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, spät aufbleibt, das Brot der Mühsal esst; so gibt er seinem Geliebten im Schlaf.
Bald auf das Thema Tempelbau zu sprechen kommen: In diesem Lied, das uns als inspiriertes Lied in der Bibel erhalten ist, spricht Salomo über den Tempelbau. Er sagt, man kann organisieren und alles einrichten, wie man will. Wenn der Herr nicht wirklich den Segen zur Arbeit gibt, dann ist eigentlich alles vergeblich. Das hängt alles von ihm ab.
Auch die Sicherheit des Friedensreiches hängt davon ab. Da können Wächter wachen, aber wenn der Herr nicht wirklich wacht, dann geht es nicht. Und noch etwas: Es gibt also die Möglichkeit, dass man sich sagt, der Tag hat zu wenig Stunden. Also stehe ich noch früher auf und gehe noch später ins Bett. Aber man muss wissen: Vergeblich ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, spät aufbleibt. Das Brot der Mühsal bleibt es, und so gibt er seinem Geliebten im Schlaf.
Dass der Herr der Arbeit einen Segen gibt, das sieht man oft erst im Rückblick. Dann muss man sagen: Ich weiss gar nicht, wie habe ich das damals geschafft, so und so und so und so und so. Aber der Herr wirkt wirklich auf diese Art, und das ist gewaltig. Es hängt also nicht einfach davon ab, wie viele Stunden man hat, sondern es kommt auf die Qualität der Stunden an. Und die Qualität hängt eben davon ab, wie der Herr seinen Segen und sein Gelingen gibt.
Ja, das ist ein Lied. Und das andere schlagen wir auf: das Hohelied. Das habe ich ja schon erklärt, das ist Repetition. Das Hohelied beginnt mit: „Das Lied der Lieder von Salomo.“ Schir ha-Schirim. Ich habe bereits erklärt, dass das im Hebräischen eine Ausdrucksform für einen Superlativ ist, also das schönste Lied.
So, jetzt wissen wir, was das schönste Lied ist, von den tausendfünf, das ist dieses. Und genau das ist uns erhalten, nebst 227. Und übrigens habe ich ja bereits erklärt, diese Trilogie in den Werken von Salomo, und zwar Prediger, Sprüche, Hohes Lied.
Und da besteht auch eine Übereinstimmung mit dem Aufbau der Stiftshütte. Die Stiftshütte bestand aus dem Vorhof mit dem Altar und dem Waschbecken, dann dem eigentlichen Tempelhaus, einem Zelt mit dem Heiligen. Da sind der goldene Leuchter drin und der Schaubrotisch, der Räucheraltar und hinter dem Scheidevorhang das Allerheiligste mit der Bundeslade, genannt Kodesch Hakodaschim, das Heilige der Heiligen.
Und es ist so: Der Prediger entspricht dem Vorhof. Da ist man, wenn man hinaufschaut, unter der Sonne. Und immer und immer wieder heisst es im Buch des Predigers, dass Salomo das betrachtete, was unter der Sonne ist. Er betrachtete Dinge so, wie der natürliche Mensch sie sieht, nicht wie ein Prophet, wie Hesekiel.
Im Kapitel 1 von Hesekiel werden die Himmel geöffnet, und dann sah er Gesichte Gottes. Dabei kam er zu einem ganz anderen Blickwinkel auf die Welt und auf die Nöte, die er damals hatte in der Gefangenschaft in Babylon. Aber sonst sieht der Mensch alles so in seinen Augen, wie die Dinge sind unter der Sonne. Das entspricht dem Vorhof.
Aber die Sprüche, die geben uns ja Gottes Weisheit und sein Licht für den Weg. Da gehen wir hinein in das Heilige, und dort ist die Menorah. Die Stiftshütte hat keine Fenster, weil das bedeuten sollte: Wir haben nicht das Licht dieser Welt nötig, also nicht das Licht von den Menschen, von der Gesellschaft und von der Philosophie. Wir brauchen das göttliche Licht. Darum war die einzige Lichtquelle die Menorah, der siebenarmige goldene Leuchter. Er entspricht dem Buch der Sprüche.
Und dann, hinter dem Scheidevorhang, das ist der Ort der tiefsten und engsten Nähe und Beziehung zu Gott, das Allerheiligste. Und das entspricht dem Hohen Lied, wo diese Beziehung gezeigt wird: Salomo, ein Bild des Messias, und seine Frau Sulamit, die in engster Herzensbeziehung zu ihm stand.

Der Beginn der Verbindung mit dem Norden

Erste Könige, und zwar jetzt zu Vers 15: Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn er hatte gehört, dass man ihn zum König gesandt hatte an seines Vaters statt. Denn Hiram war alle Zeit ein Freund Davids gewesen.
Jetzt haben wir das Beispiel von einem König aus dem Ausland, der Kontakt aufgenommen hat, nicht von Süden her wie die Königin von Saba, sondern von Norden her, aus dem Libanon, ein Libanese.
Und gleich nach der Pause werden wir einiges sehen über diese wunderbare Freundschaft zwischen Libanon und Israel.

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