Die existenzielle Frage nach dem Lebenssinn
Wir wollen heute Abend über das Thema sprechen: Wozu bin ich auf der Welt?
Meine Freunde, das ist eine außerordentlich wichtige Frage. Wenn wir diese Frage zum ersten Mal stellen, dann fangen wir an, Menschen zu werden. Denn genau das unterscheidet den Menschen von einer Kuh. Eine Kuh fragt nie: Wozu bin ich auf der Welt? Und ein Pferd auch nicht. Aber der Mensch – das macht ihn zum Menschen – muss anfangen zu fragen: Wozu bin ich eigentlich da?
Und das ist eine außerordentlich beunruhigende Frage. Es ist eine Frage, die einem schlaflose Nächte bereiten kann. Man muss doch herausfinden, wozu man da ist. Es könnte ja sein, dass wir 80 Jahre alt werden und am Ende war alles sinnlos.
Einer der großen Erfinder der Gegenwart war ein Mann namens Diesel. Den Namen kennen Sie doch, oder? Ich könnte sagen, er war der Erfinder des Dieselmotors, aber das wäre nicht ganz richtig. Meine Jungs behaupten, ich verstünde von Technik nichts – das mag wohl so sein. Trotzdem hat dieser Mann Diesel eine sehr interessante Lebensbeschreibung hinterlassen. Darin erzählt er von dem Ringen in seinem Leben und von seinen großen Erfolgen.
Kurz vor seinem Tod schrieb er den Satz: „Manchmal quält mich die Frage, ob durch all meine Erfindungen ein Mensch glücklicher oder besser geworden ist. Und ich fürchte, nein.“
Da spürt man, wie ihn im Alter die Angst packt. Er hat viel erreicht und ist ein berühmter Mann, doch den Sinn seines Lebens hat er nicht gefunden.
Ich erzählte Ihnen gestern Abend von einem jungen Studenten, der alles hatte, was man sich nur wünschen kann. Er war der Sohn eines Essener Industriellen. Doch dieser junge Mann hat sich erschossen und einen Zettel hinterlassen. Darauf stand: „Ich nehme mir das Leben, weil ich nicht einsehe, welchen Sinn es haben soll, weiterzuleben. Es ist sinnlos, all die Quälerei. Dann schieße ich mich lieber tot.“
Sie sehen, die Frage ist schrecklich wichtig: Wozu bin ich eigentlich auf der Welt?
Wir haben nur ein einziges Leben. Als ich noch zur Schule ging, ein Junge im zarten Alter war, so wie diese jungen Mädchen hier, da passierte es manchmal, dass mein Mathematiklehrer in grobem Unverständnis mein Heft mit lauter roten Strichen und Klecksen versah.
Der Begriff meiner Genialität war ihm fremd. Und das hat mich so geärgert, dass das Heft von dem Lehrer mit roter Tinte so verschmiert war. Dann habe ich einfach das Heft weggetan und ein neues gekauft. Das war so lecker weiß, wissen Sie, so richtig schön weiß.
Und es wäre gut, wenn man es mit dem Leben auch so machen könnte. Was meinen Sie, wie viele Menschen auf dem Sterbebett denken: „Ich könnte alles noch einmal leben. Ich würde es völlig anders machen.“ Aber das geht nicht. Wir haben nur ein einziges Leben – ein einziges Leben. Das kleine Stück zwischen geboren werden und begraben werden.
Und es muss schrecklich sein, wenn man im Sterben merkt: Ich habe den Sinn meines Lebens verfehlt.
Sie verstehen, wie wahnsinnig wichtig die Frage ist: Wozu bin ich auf der Welt?
Es ist schlimm, wenn ein alter Mensch erst im Alter kapiert, wozu er auf der Welt war. Aber dann kann man noch einiges retten.
Sehen Sie, ich freue mich, dass so viele junge Leute hier sitzen. Mit euch möchte ich vor allem sprechen. Ich wünsche mir, dass euch die Frage quält: Wozu bin ich auf der Welt? Und ich hoffe, euch die Antwort geben zu können: Wozu bin ich da?
Die Suche nach dem Lebenssinn in schwierigen Zeiten
Mir wurde die Frage besonders deutlich, als ich während des Nazireiches einmal eine Einladung von Studenten aus Münster erhielt. Ich sollte ihnen einen Vortrag über das Thema „Der Sinn des Lebens“ halten.
Wissen Sie, damals hatten Pfarrer einen schlechten Ruf, und es war für mich eine große Ehre, wenn mich Studenten einluden. Verstehen Sie mich jetzt hinten? Gestern haben manche nicht verstanden, und deshalb muss ich jetzt so laut sprechen. Denen vorne tut es leid, sie werden fast betäubt, aber ich kann es nicht ändern. Melden Sie sich während des Vortrags, wenn Sie etwas nicht verstehen.
Also fuhr ich nach Münster und fand zu meinem Erstaunen 300 Studenten vor. Dann sagten sie, sie wollten keinen Vortrag hören, sondern über die Frage diskutieren. Gut, sagte ich, dann höre ich mal zu. Es ist ja sehr wichtig: Wozu bin ich auf der Welt? Was ist der Sinn des Lebens?
Es war im Hitlerreich, wissen Sie, wo ja jedes zweite Wort vom Frühstück bis zum Abendessen „Volk“ war. Da meldete sich einer und sagte: „Wozu bin ich auf der Welt? Wir sind wie ein Blatt, der Einzelne, und das Volk ist der Baum. Ich bin da für mein Volk.“ Er setzte sich hin. Da fragte ich: „Und wozu ist das Volk auf der Welt?“ Er wusste es nicht und war schon ratlos. Da merkte er, die Frage war nur zurückgeschoben worden. Zum ersten Mal wurde ihm klar, welche dummen Phrasen ihn betäubten.
Ich fragte weiter: „Wozu ist das Volk da? Muss man sagen, für Europa. Und wofür ist Europa da?“ Er konnte es nicht beantworten. Verstehen Sie, das ist gar keine Antwort. Nun wurden sie ärgerlich, weil ich sie so abgefertigt hatte.
Dann stand ein zweiter auf und sagte: „Es ist doch ganz klar, wozu ich auf der Welt bin. Ich bin auf der Welt, um meine Pflicht zu tun.“ Ich fragte ihn: „Wer sagt dir denn, was deine Pflicht ist?“ Sehen Sie, es gibt Atheisten, die halten es für ihre Pflicht, den Leuten die Dummheit vom Christentum aus dem Kopf zu prügeln. Und ich halte es für meine Pflicht, ihnen das Christentum zu predigen. Genau das Gegenteil. Was ist denn nun richtig? Wer sagt, was richtig ist?
Es gab SS-Leute, die Juden erschossen und sagten, das sei ihre Pflicht. Glauben Sie, dass es die Pflicht ist, andere umzubringen? Ich glaube es nicht. Sehen Sie, was ist denn das, die Pflicht? Das ist nämlich das, wozu ich auf der Welt bin.
Die Armut kommt von der Poverty, ich bin auf der Welt, um meine Pflicht zu tun. Was ist meine Pflicht? Um den Sinn meines Lebens zu erfüllen. Was ist der Sinn meines Lebens? Um meine Pflicht zu tun. Verstehen Sie das? Beide sagten im Grunde dasselbe.
Nun wurden die Studenten langsam ratlos. Dann stand einer auf und sagte ganz nett: „Sehen Sie, ich will Arzt werden, und da werde ich Menschenleben retten. Ist das nicht eine wundervolle Lebensaufgabe, Menschenleben zu retten?“
Da sagte ich ihm: „Ja, wenn Sie nicht wissen, wozu der Mensch auf der Welt ist, dann lohnt es ja gar nicht, Menschenleben zu retten. Dann geben Sie ja besser eine Spritze. Sie müssen erst wissen, wozu das Menschenleben da ist, wenn Sie es retten wollen.“
Einer sagte natürlich prompt: „Ich bin auf der Welt, um zu arbeiten.“ Ich antwortete: „Du Christ, mal über die Todesanzeige geschrieben: ‚Nur Arbeit war dein Leben, nie dachtest du an dich.‘ Steht das hier auch so? Ab und zu steht das auf Todesanzeigen: ‚Nie dachtest du an dich, nur für deinen Streber, deine höchste Pflicht.‘ Ich muss nicht mehr sagen, ich habe es tausendmal gesagt: Das wäre eine Todesanzeige für eine Kuh oder ein Pferd, aber nicht für einen Menschen. Ein Pferd ist zur Arbeit da, aber nicht der Mensch. Der Mensch hat einen höheren Sinn.“
Wozu bin ich auf der Welt? Sehen Sie, die Studenten wurden auf einmal ganz ärgerlich. Sie merkten, dass sie sich zu schnelle Antworten gegeben hatten, die nicht hielten, wenn es ernst wurde.
Meine Freunde, ich wünsche Ihnen eine schlaflose Nacht mit der Frage: Wozu bin ich eigentlich da? Weh mir, wenn ich ein Leben lang leide und den Sinn meines Lebens nicht gefunden habe.
Die Antwort auf die Lebensfrage in der Bibel
Ich bin sehr froh, dass die europäische Jugend diese Frage heute mit ganz ernstem Ernst stellt. Ich habe Jugendversammlungen in Zürich, Oslo, Norwegen und Stockholm erlebt – und immer war es dasselbe: Wenn die Frage aufkam, wozu bin ich da, hörten junge Menschen aufmerksam zu. Sie sagten: „Ich bin doch nicht bloß da, um mich zu vergnügen, oder wozu? Meine Freunde, wer kann uns denn diese Frage eigentlich beantworten?“
Es gibt viele Menschen, die behaupten, das Leben habe überhaupt keinen Sinn. Sie sagen, es sei reiner Zufall, dass ich geboren wurde, und darum könne man nur eins tun: sich möglichst viel amüsieren, damit man etwas vom Leben gehabt hat. „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ Das haben die Leute schon zur Zeit des Apostels Paulus gesagt. Das Leben sei sinnlos, also sollten wir essen, trinken, tanzen – denn morgen sind wir tot.
Aber wisst ihr ganz gewiss, dass es sinnlos ist? Ich kenne so viele Menschen, die so denken, und doch haben sie nachts schlaflose Nächte. Sie fragen sich: „Wenn mein Leben einen Sinn gehabt hätte, warum habe ich es dann nicht gemerkt?“
Jetzt muss ich fragen: Wer kann uns denn beantworten, wozu ich auf der Welt bin? Wer kann uns eine gültige Antwort geben? Mir ist klar: Es gibt nur einen einzigen, der mir sagen kann, wozu ich da bin – und das ist der, der mich geschaffen hat. Der lebendige Gott kann mir offenbaren, wozu ich geschaffen bin. Das muss er uns offenbaren. Und da sind wir bei der Bibel.
Liebe Leute, wenn einer von euch meint, die Bibel sei ein überholtes, dummes Buch, dann ist dieser Mensch bestimmt, wie man sagt, „schief gewickelt“ – er ist rückständig. Das ist eine der brennenden Lebensfragen, die uns nur die Bibel beantworten kann. Ohne Bibel ist ein Volk schwer ratlos, glaubt mir. Gott will uns offenbaren, wozu wir auf der Welt sind – und er tut es.
Nun will ich Ihnen die Antwort der Bibel sagen: Wozu bin ich auf der Welt? Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde. Zum Bilde Gottes schuf er ihn. Ich bin für Gott auf der Welt, ich bin für Gott da. Da ist es schon deutlich: Ein Leben ohne lebendigen Gott ist sinnlos wie ausgedroschenes Stroh. Das kann man als Mist verwenden, aber einen Menschen ohne Gott kannst du nicht einmal dafür gebrauchen. Das ist ein total sinnloses Leben.
Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde. Wir sind für Gott da. Und nun möchte ich es noch deutlicher sagen: Wie ein Kind die Eigenschaften und Züge der Eltern widerspiegelt, so sind wir geschaffen, um die Eigenschaften und das Wesen Gottes widerzuspiegeln. Mit anderen Worten: Wir sollten Kinder Gottes sein.
Ich kann Ihnen sagen, dass es für mich wie eine riesige Erleuchtung war, als ich als junger Mensch das begriff: Ich bin auf der Welt, um ein Kind Gottes zu werden. Was ich sonst noch bin, ist nicht so wichtig. Ob Straßenkehrer, Landwirt, Hausfrau, Schülerin oder was auch immer – das ist nur eine Schule oder ein Beruf, aber nicht so wichtig.
Ein Pfarrer, der nicht ein Kind des lebendigen Gottes ist, ist im Reich Gottes unnütz. Er ist weniger wert als ein Straßenkehrer, der ein Kind Gottes geworden ist. Es ist nicht so wichtig, was wir sonst sind. Aber dies ist wichtig: Gott hat uns geschaffen, damit wir Kinder des lebendigen Gottes sind.
Paulus drückt es so aus, dass wir etwas seien „zu Lobe seiner Herrlichkeit“, dass wir im Grunde seinem Bild entsprechen. Ich bin für Gott da, um seine Herrlichkeit widerzuspiegeln. Dazu schuf er uns.
Und jetzt bitte ich Sie, ich beschwöre Sie: Wenn Sie unter euch noch nicht wissen, ob Sie Kinder des lebendigen Gottes sind, dann kehren Sie um! Auch wenn Sie christlich waren und gut und edel waren – das ist alles sinnlos, wenn Sie nicht umkehren. Ruhen Sie nicht, bis Sie wissen: Ich bin ein Kind Gottes geworden.
Das weiß man. Ob man es ist oder nicht, das weiß man. Meine Kinder wissen doch, ob sie meine Kinder sind, oder? Das weiß man doch. Ich weiß, wer mein Vater ist. Und ob jemand ein Kind Gottes ist, das weiß man doch.
Neulich sagte mir jemand: „Das Christentum muss man sich jeden Tag neu ergreifen.“ Da antwortete ich: „Das ist immer komisch. Meine Kinder kommen doch nicht jeden Morgen an und fragen: ‚Darf ich dein Kind sein?‘ Sie sind es einfach.“ Wenn jemand wiedergeboren ist, dann ist er ein Kind Gottes geworden. Dann ist es so.
Meine Kinder betrüben mich manchmal. Kinder Gottes betrüben auch ihren Vater, aber sie bleiben Kinder Gottes.
Ich sage noch einmal: Wenn Sie das noch nicht wissen und noch nicht sind, dann irren Sie auf Ihrem Weg. Es ist in jedem Fall falsch. Kehren Sie um! Wohin?
Sehen Sie, jetzt spitzt sich das zu einer zweiten Frage zu: Wie wird man ein Kind Gottes? Das fühlen wir alle. Von Natur aus sind wir es nicht.
In der Bibel steht eine ganz schlimme Geschichte vom ersten Menschen, der sich von Gott losriss. Wir nennen das den Sündenfall. Gott wies ihn aus dem Paradies. Seitdem ist der Mensch von Natur aus kein Kind Gottes, sondern ein Feind Gottes.
Es erschüttert mich, wenn ich bei meinen Hausbesuchen immer wieder höre: „Gott wartet auf Sie“, und dann bekomme ich viele Reden zu hören wie: „Ja, Herr Pastor, ich tue Recht und scheue niemand. Ich bin doch gut, mir kann niemand etwas nachsagen.“ Manche sagen sogar: „Meine Großmutter war mit einem Subredenten verheiratet.“ So etwas spielt keine Rolle.
Meine Freunde, das hebt den Sündenfall nicht auf. Von Natur aus sind wir, so gut wir auch sein mögen, keine Kinder Gottes.
Sind hier Menschen, die überzeugt sind, sie seien gerecht und bräuchten nicht umzukehren? „Ich bin gut.“ Meine Freunde, das ist das Gefährlichste, was es gibt.
Ich kam einmal vom Ausland zurück und hatte an der Grenze mein Geld gewechselt. Da hatte ich noch so ein Frankenstück in der Tasche, wie Männer es oft unordentlich haben. Am nächsten Tag ging ich einkaufen. Der Kaufmann sagte: „Das gilt hier nicht.“ Ich legte den Franken hin und sagte: „Moment mal, ich glaube, dass der Franken mehr Silber enthält als ein Markstück, Sie können das ruhig annehmen.“ Er antwortete: „Die Währung gilt hier nicht.“
Ich sage Ihnen: Im Reich Gottes gilt die Währung der Selbstgerechtigkeit nicht. „Ich tue Recht, scheue niemand“ – diese Selbstgerechtigkeit gilt im Reich Gottes nicht.
Seit dem Sündenfall sind wir im Lager der Feinde Gottes geboren. Da muss etwas Grundlegendes passieren, ehe es anders wird.
Jesus nennt das die Wiedergeburt. Aber diese erfährt man – ich will es Ihnen erklären.
Der Weg zur Kindschaft Gottes durch Jesus Christus
Wie wird man ein Kind Gottes? Oh, meine Freunde, wenn eine Frage wirklich brennt: Ich bin auf der Welt, um für Gott da zu sein. Aber wo finde ich ihn? Wo ist die Tür in sein Reich? Wo ist die Tür in das Vaterhaus Gottes? Wo ist sie?
Ich erinnere mich, wie ich als achtzehnjähriger junger Mann Angst bekam, im Krieg zu fallen, ohne Kind Gottes geworden zu sein, und in die Hölle zu kommen. Ich bin herumgelaufen und habe Leute gefragt: Wo ist die Tür ins Reich Gottes? Doch niemand konnte es mir sagen.
Dann bekam ich eine Bibel in die Hand, und da stand es: Ein wundervolles Wort, Jesus spricht: „Ich bin die Tür. So jemand durch mich eingeht, der wird selig werden.“ Jesus, der Sohn Gottes, für uns gekreuzigt und auferstanden, ist die Tür zum Vater.
Neulich traf ich einen Mann, der sagte: „Herr Pastor, ich glaube auch an Gott, aber wozu brauche ich denn Jesus?“ Da antwortete ich ihm: Das kommt mir ulkig vor. Das ist, als würde jemand sagen: „Ich bin auch für ein Haus, aber ich brauche keine Haustür.“ Würden Sie nicht sagen: Das ist doch dumm gesprochen?
Jesus ist die Tür ins Vaterhaus Gottes, zum Frieden Gottes, zur Kindschaft. Das müsste ich Ihnen jetzt ausführlich erklären, auch wenn ich mit der Zeit nicht mehr geizig bin. Aber ich kann nicht bis morgen früh reden, da wären Sie doch eingeschlafen.
Darum empfehle ich Ihnen: Lesen Sie mal den Römerbrief! Sehen Sie, die Familie meiner Mutter war über Generationen hinweg gesegnet, Lehrer auf der Schwäbischen Alb. Am Anfang steht eine wundervolle Geschichte.
Meine Ururusmutter, eine stolze Lehrersfrau aus dem Dorf Hülben, ging in das Filialort im Tal unten zum Gottesdienst. Dort predigte ein gewaltiger Prediger, ein Weckungsprediger namens Fricka. Das machte sie unruhig: „Mein Leben ist nicht in Ordnung.“
Da ging sie zu ihm in die Sakristei und fragte: „Herr Prediger, was soll ich tun, dass ich selig werde?“ Er antwortete: „Frau Schulmeisterin, lesen Sie den Römerbrief. Auf Wiedersehen.“ Kurz und bündig.
Das sage ich Ihnen jetzt auch. Im Neuen Testament gibt es den Römerbrief. Er ist zwar ein bisschen schwerer als die Bildzeitung. Bildzeitungen können Sie lesen, ohne nachzudenken. Sie lernen also, ohne zu denken. Aber beim Neuen Testament müssen Sie schon Ihr Gehirn anstrengen.
Die Frau ging nach Hause und begann zu lesen. Der Römerbrief fängt damit an, dass er sagt: Gottes Zorn entbrennt über die Sünden der Menschen, über ihre Unzucht, Lügen und Streit. Darum hat Gott sie dahingegeben.
Sie kam aus dem Ort Hülben, und das Kirchdorf hieß Dettingen. Nachdem sie den Römerbrief gelesen hatte, ging sie wieder zum Pastor und sagte: „Herr Pastor, der Römerbrief ist recht für Ihre Dettinger. Die sind so schlecht. Aber für uns Hülbermer passt er nicht.“
Da sagte er: „Frau Schulmeisterin, lesen Sie den Römerbrief noch einmal. Auf Wiedersehen.“ Weiter nichts.
Sie kam zornig zurück und sagte: „Ich sage es noch einmal: Der passt für Ihre Dettinger. Die sind so schlecht, aber nicht für uns Hülbermer!“
Da sagte der Pastor: „Gott möge Ihnen helfen, lesen Sie den Römerbrief zum dritten Mal.“
Nach dem dritten Lesen kam sie zurück und sagte: „Herr Fricker, der Römerbrief ist für Ihre Dettinger, aber auch für uns Hülbermer – und namentlich für mich.“
Da sagte er: „Jetzt ist Ihnen ein Licht aufgegangen, Frau Schulmeisterin.“ Im Licht lernt man. Sie hatte ihr eigenes Herz erkannt, ihr böses Herz, das sie von Adam geerbt hatte – den Sündenfall, das böse Herz.
Oh, nun begriff sie: Es ist gar nicht selbstverständlich, dass ich ein Kind Gottes werde. Wo ist die Tür?
Dann las sie im Römerbrief, dass Gott Jesus an sein Kreuz gestellt hat, als Tür zum Reich Gottes. Und da gehen Sie durch diese Tür ein, begnadetes Menschenkind!
Liebe Freunde, ich wünsche Ihnen, dass Sie die Tür Jesus finden. Er ist die Tür zur Gotteskindschaft. Und wenn Sie ein Kind Gottes sind, wenn Sie Jesus gehören, dann sind Sie ein Kind Gottes. Dann haben Sie den Sinn Ihres Lebens.
Die Erfüllung des Lebenssinns in der Kindschaft Gottes
Denn sehen Sie, ich muss als nächstes darauf hinweisen: Es ist für mich sehr interessant, dass die Frage „Wozu bin ich auf der Welt?“ in der Bibel brennend gestellt wird.
Wenn Menschen jedoch zu Jesus gekommen sind, dann fragen sie nicht mehr. Sie wissen: Jetzt ist der Sinn meines Lebens erreicht, ich bin ein Kind Gottes geworden. Die Menschen um Jesus sind aus der Unruhe nach Hause gekommen, der Sinn ihres Lebens ist erfüllt.
In unserer heutigen Zeit meint man oft, Christentum und Jesus seien so eine Art Hobby. Man hört dann Sätze wie: „Herr Pastor, Sie sind ja ziemlich religiös.“ Aber so religiös bin ich nicht, oder? Das Christentum wird wie ein Hobby betrachtet.
Meine Freunde, es geht aber um Leben und Tod bei der Frage, ob wir Jesu Eigentum werden und durch die Tür zum Vater gehen. Es geht nicht darum, mehr oder weniger religiös zu sein, sondern darum: Ich bin nach Hause gekommen, oder ich bin es nicht. Und ich komme ins Vaterhaus durch Jesus – durch Jesus, der am Kreuz hängt, und durch Jesus, der auferstanden ist.
Ich sage: Die Leute, die zu Jesus gekommen sind, sind auf einmal still. Sie wissen: Jetzt ist der Sinn meines Lebens erreicht – ich bin ein Kind Gottes.
Es gibt eine wundervolle Geschichte im Neuen Testament, die ich sehr gerne habe, weil sie das beweist. Jesus predigte einmal vor Tausenden von Menschen. Dann sagte er ein hartes Wort: „So wie ihr seid, könnt ihr nicht Kinder Gottes sein. Das Fleisch ist nichts nütze, es muss durch das Sterben gehen, durch den Glauben.“
Da sagen hinten ein paar junge Burschen: „Komm, komm, wir hauen ab, Mensch, der ist ja verrückt!“ Und dann gingen die fünf jungen Burschen. Einige Mädchen sahen das, und als sie sahen, dass die Burschen weggehen, gingen sie auch. Bald gingen zehn Mädchen mit, und da waren es schon fünfzehn.
Dann sah eine alte Frau das und sagte: „Es scheint zu Ende zu sein“, und humpelte ebenfalls davon. So bröckelte das allmählich ab, immer mehr, immer mehr. Und auf einmal waren alle weg.
Das muss schrecklich sein. Stellen Sie sich vor, Sie würden jetzt dort oben anfangen und sagen: „Ach Mensch, ist ja langweilig, komm, wir gehen.“ Und ich rede und rede, und auf einmal stehe ich hier mit dem Pastorschuster allein und im Bosaunkor. So war das nicht! Vielleicht blieb der Stadthagener Chor auch dort.
Schrecklich! Das muss furchtbar sein! Und Jesus sieht das an. Nun stehen nur noch die Jünger da. Es ist wundervoll, wie Jesus jetzt handelt. Er sagt nicht: „Ihr bleibt doch bei mir, ein paar müssen doch noch treu bleiben. Und wenn alle weglaufen, seid ihr das Treibholz.“ Keine Rede davon.
Jesus sagt: „Es zieht euch mit der Masse, ihr dürft auch weggehen. Ihr dürft auch gehen.“ Wollt ihr nicht auch gehen? Was ich gestern sagte: Er zwingt sich niemandem auf.
Wegen dir, aus reinem Willen, darfst du gehen. Wer keine Gnade will, braucht sie nicht. Wer keinen Frieden mit Gott will, wer den Sinn seines Lebens verpassen will, bitte, darfst du gehen. Das Reich Gottes ist das einzige Reich, in dem es keine Polizei gibt – völlige Freiwilligkeit.
Wundervoll, ist das nicht? Völlige Freiwilligkeit. „Ihr dürft auch gehen“, sagt Jesus.
Da überlegt Petrus. Blitzschnell schießt ihm durch den Kopf, was man machen könnte. Dann graust es ihm. Das ist ja alles ein sinnloses Leben. Dann sieht er seinen Heiland an und sagt: „Herr, wohin sollen wir denn gehen? Das ist doch alles Bruch. Du hast Worte des ewigen Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Das spricht ja deutlich aus: Ohne Jesus, der die Tür zum Vaterhaus ist, bleibt mein Leben sinnlos. So entsetzlich sinnlos, dass man am Ende mit Zweifel fragt: „Ich weiß nicht, ob es einen Sinn hatte.“
Wir haben geglaubt und erkannt, dass du Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.
Haben Sie das verstanden? Also, wozu bin ich auf der Welt? Für Gott. Wo finde ich die Tür, damit ich ein Kind Gottes werde? Wo ist die Tür ins Vaterhaus? Jesus!
Wer durch diese Tür geht, der fragt nicht mehr: Wozu bin ich auf der Welt? Der weiß es.
Der Aufruf zur Umkehr und zum Glauben an Jesus
Meine Freunde, meine Vorträge wollen Ihnen nichts anderes als Mut machen. Kehren Sie um von all Ihren Wegen und gehen Sie zu Jesus. Gehen Sie zu Jesus, möchte ich rufen, und ich weiß, dass das sinnlos ist. Aber ich glaube, dass er vor mir steht und jetzt zu Ihnen sagt: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen.
Es ist wundervoll, Jesus zu gehören. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der es bereut hätte, sich klar zu ihm bekehrt zu haben. Es ist wundervoll, Jesus zu gehören.
Seitdem ich ihm gehöre, habe ich viel Not gehabt, meistens mit mir selbst. Vorher war ich mit mir so einverstanden, doch seit ich ihm gehöre, habe ich Krach mit mir selbst, der nicht mehr aufhört. Ich habe viel Not und Verfolgung erlebt. Ich bin um Jesu Willen ins Gefängnis gekommen. Und trotzdem sage ich: Es ist wundervoll, Jesus zu gehören.
Ich bitte Sie, hören Sie nicht nur von ihm, sondern geben Sie ihm Ihr Leben. Und die, die es schon getan haben unter uns, machen Sie einen neuen Anfang. Es liegt so viel Staub auf unserem Christenstand, so viel Staub. Machen Sie einen neuen Anfang.
Ich habe mir überlegt, dass ich Ihnen in diesem Vortrag ein wenig von dem sagen müsste, was Jesus seinen Leuten schenkt. Aber trotz aller Großzügigkeit kann ich nur eines herausnehmen.
Für mich ist das Größte, was Jesus mir geschenkt hat: Er schenkt mir Frieden, Hilfe, seine Nähe, den Heiligen Geist und eine gewisse Hoffnung auf das ewige Leben. Wenn man älter wird, ist man sehr froh, dass man nach Hause gehen kann und nicht in so ein dunkles Grab, wo die Würmer hinein- und herauskriechen. Furchtbar!
Eine gewisse Hoffnung auf das ewige Leben, nicht wahr? Jesus schenkt mir eine Menge. Aber das Schönste, was Jesus mir geschenkt hat, ist die Vergebung der Sünden.
Die Befreiung durch Vergebung der Sünden
Meine Freunde, Sünde ist in Wirklichkeit ein Rucksack voll Steine. Wenn jemand sagt: „Ich habe keine Sünde“, dann trägt er seine Schuld dennoch in seinem Leben. Man kann nicht mehr fröhlich sein, wenn diese Last auf einem liegt.
Deine alten Jugendsünden, deine Lieblosigkeit, deine Gottlosigkeit, deine entweihten Sonntage – jemand mag sagen, er erkenne das nicht als Sünde an. Doch sie ist trotzdem da. Schuld bleibt Schuld.
Und das ist das kostbare Geschenk, das Jesus schenkt. Er kann es schenken, weil er am Kreuz gestorben ist: Vergebung der Sünden. Das ist, als würde man eine ganz schwere Last loswerden.
Ich möchte keinen Tag mehr leben, ohne dass ich täglich zu Jesus sage: „Jetzt hier lege ich all meine Schuld, mein Versagen unter dein Kreuz. Ich decke es zu mit deinem Blut.“ Dann erfahre ich, dass es für mich quillt – sein teures Blut.
Im Glauben fasse ich das auf. Es macht auch meinen Schaden wieder gut, denn Jesus ist da für mich.
Die Geschichte des Halleluja-Jungen als Beispiel der Verwandlung
Ich habe meinen Jungen, ich habe ja so Essener Jungen hier, denen habe ich versprochen, dass ich heute Abend eine Geschichte vom Halleluja-Jungen erzählen wollte. Ich habe sie so oft erzählt, die kennen sie drei Minuten, aber die Essener kannten sie nicht. Dann habe ich gesagt, ich erzähle sie heute Abend.
Das ist eine Geschichte aus der Berliner Stadtmission. Eine von den schönen Geschichten der Berliner Stadtmission.
Ein Junge aus der Ackerstraße, drittes Hinterhaus, fünfter Stock, sechzehn Jahre alt, dreckig und ein Lümmel, kommt, wie das so geschieht, in eine Zeltmission oder eine Organisation der Stadtmission. Und es gehen ihm die Augen auf: Jesus nimmt so Kerle an wie mich, ich bin ein Kind Gottes! Meine ganzen schmutzigen Geschichten vergibt er und wäscht sie weg mit seinem Blut.
Er bekehrt sich zu Jesus, ein sechzehnjähriger Jünger, und erfährt Vergebung der Sünden. Das macht ihn so froh, dass er den ganzen Tag singen möchte. Wenn er nicht singen kann, dann pfeift er lauter Lieder, in denen es am Schluss heißt: Halleluja.
Da haben sie ihn spöttisch den Halleluja-Jungen getauft – also es sollte ein Spottname sein – und ihm gefiel er ganz gut.
Im Vorderhaus, ersten Stock, wohnt ein Professor für Naturwissenschaften. Der kannte den Jungen und hatte ihn immer gemocht. Er besorgte ihm ab und zu etwas. Der Professor ärgert sich darüber, dass dieser Junge nun dauernd Halleluja singt und pfeift. Er denkt: Jetzt haben die Christen den verrückt gemacht, den muss ich wieder auf die Beine stellen.
Man pflegt es so zu sagen: Er muss mit dem Bein auf dem Boden bleiben. Dabei war der Junge mit dem Bein auf dem Boden gekommen. Der Professor hingegen schwebt in der Luft, weil er ohne Frieden mit Gott lebt.
Dann trifft er den Jungen und sagt: Besuch mich doch mal, ich muss mit dir reden. Gut, wann denn? Heute Nachmittag um vier zum Kaffee. Nach vier stellt der Junge beim Professor an, schön frisiert und gewaschen.
Der Professor hat schon vergessen gehabt, dass der Junge kommt. Er ist etwas verlegen, als der Junge hereinkommt und sagt: Ja, wir trinken gleich Kaffee zusammen. Inzwischen kannst du mal in dem Buch hier lesen, das heißt „Die Wunder der Natur“. Da kommst du mal auf andere Gedanken.
Der Professor sitzt am Schreibtisch, der Junge im Sessel und liest „Die Wunder der Natur“. Nach einer Viertelstunde springt er auf und schreit: Halleluja!
Da sagt der Professor: Guck, was denn jetzt wieder los? Da sagt der Junge: Herr Professor, da steht, dass das Meer an manchen Stellen acht Meter tief ist. Das habe ich nicht gewusst. Und heute Morgen habe ich in meiner Bibel gelesen: Er wird unsere Sünden in die Meerestiefe werfen. Wenn das acht Meter tief ist, holt sich da keiner mehr was raus. Halleluja!
Da jagt der Professor den Jungen in die Decke und sagt: Du bist unverbesserlich.
Das ist eine köstliche Geschichte, so echt Berlin. Verstehen Sie? Einer, der erfährt, es ist schön bei Jesus. Man wird fröhlich, und sein köstliches Geschenk ist, dass er für mich starb und Vergebung der Sünden schenkt.
Die Wiederherstellung durch Jesus und die Berufung zum Leben für Gott
Aber nun kehre ich noch einmal zum Thema zurück: Wozu bin ich auf der Welt? Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde. Der Sündenfall hat alles durcheinandergebracht. Jesus bringt alles wieder in Ordnung. Wenn Jesus in das Leben eines Menschen kommt, dann fängt alles von neuem an. Gott schuf dich nach seinem Willen.
Jetzt muss ich noch mit denen ein Wort reden, die Jesus kennen. Es ist nicht genug, dass er uns gerettet hat und zu Kindern Gottes macht. Ich spreche jetzt mit gläubigen Christen: Es sollte jetzt erst richtig anfangen. Wir sollen etwas sein zu seiner Ehre. In unserem Leben sollte der Sinn des Lebens sichtbar werden – der Glanz des lebendigen Gottes.
Darum wird einem schwach, wenn man gläubige Christen sieht, die so säuerlich sind, dass die Milch im Umkreis von acht Meilen sauer wird. Da sieht man nicht den Glanz Gottes. Es ist zum Heulen, wenn ich in Christenhäuser komme und die Menschen sich untereinander streiten.
Ich möchte sagen: Bleiben wir eine Minute still und lassen wir uns sagen, wo wir ihn blamieren. Ich rede mit denen, die den Heiland angenommen haben und Kinder Gottes geworden sind. Jetzt sollten wir unseren Vater in der Welt verherrlichen, doch stattdessen blamieren wir ihn.
Meine Freunde, Sie kennen das alle. Ich muss mal einfach persönlich sagen: Sehen Sie, ich bin leider ein bisschen jähzornig. Wenn ich Jugendleiter bin und sonntags in Essen hunderte von jungen Kerlen vor mir habe, hebe ich die Hand und sage: „Da müssen Sie still sein!“ Und dann ist einer nicht still. Ich schaue hin und rolle mit den Augen. Er erschrickt, aber ist immer noch nicht still. Plötzlich platzt mir der Kragen, wie man so sagt. Dann brülle ich ihn an.
Er ist ganz erschrocken. Wenn ich Männerzorn bekomme, erschrecken starke Männer. Darauf können sie sich verlassen: Dann ist Schluss. Wenn ich abends zu Hause in meinem Sessel sitze, sagt mein Gewissen: „Zorn gehört nicht gerade zu den Dingen, mit denen man Gott verherrlicht.“
Dann sage ich mir: Ja, ja, aber… Aber lieber Heiland, du musst verstehen, wenn ich die Kerle nicht anfauche, dann wird da nie Ordnung in meinem Jugendhaus einkehren. Schließlich muss man ja auch mal zeigen, was eine Arche ist.
Dann lässt Jesus keine Ruhe und sagt: „Du hast mich blamiert vor vielen hundert Jungen, die Liebe sehen wollten – wie ich Liebe bin. Sie wollten sehen, dass die Liebe Gottes in dein Herz ausgegossen ist.“
Dann bleibt schließlich nichts anderes übrig, als in die Stille zu gehen und zu Jesus zu sagen: „Da liegt wieder eine Sünde. Deck sie zu mit deinem Blut.“ Und dann freue ich mich, dass es Vergebung der Sünden gibt.
Das Wirken des Heiligen Geistes und die Frucht des Glaubens
Jetzt, wie kommt es, dass es so rumort? Sehen Sie! Wenn ein Mensch Kind Gottes geworden ist, dann gibt Gott seinen Geist ins Herz. Dieser Geist wirkt in uns und zwingt uns dazu, ihn zu verherrlichen.
Ich bitte die Christen, die hier sind: Betrübt den Heiligen Geist nicht mehr so, wie ihr es tut, denn sonst geht er weg. In der Bibel steht: Die Frucht des Heiligen Geistes ist Liebe. Damit ehren wir Gott.
Freude – dazu bin ich auf der Welt. Freude und Friede. Machen Sie Schluss mit Ihrem Streit! Sie sind auf der Welt, um den Frieden Gottes weiterzugeben, nicht um Ihr Recht zu kämpfen. Geduld, Geduld, Geduld! Meine Jungs lachen, wenn ich diesen Punkt sage.
Auch Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube – völliges Vertrauen zu Jesus – Sanftmut und zuletzt Keuschheit. Diese Dinge will der Heilige Geist im Kind Gottes wirken. Wo das geschieht, wird Gott verherrlicht.
Wozu bin ich auf der Welt? Ich sage noch einmal: Es ist völlig gleichgültig, was Sie beruflich sind. Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Sie durch Jesus ein Kind Gottes werden und dann durch den Heiligen Geist Gott verherrlichen.
Dazu sind wir da. Es ist nicht schlimm, wenn Sie mal unter die Räder kommen oder ein Recht verlieren. Aber es ist herrlich, wenn Sie dabei Geduld, Liebe, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit beweisen.
Verstehen Sie, warum ich sage: Heiden und Christen, lassen Sie uns ganz neu anfangen! Die unbekehrten Leute bitte ich: Kehren Sie um und werden Sie Jesu Eigentum. Gehen Sie durch die Tür ins Vaterhaus.
Und die es getan haben, bitte ich: Lasst uns jetzt den Vater ehren und unseren Vater nicht so blamieren, wie wir es tun. Reden Sie mit ihm darüber!
