Die existenzielle Frage nach dem Lebenssinn
Wir wollen heute Abend über das Thema sprechen: Wozu bin ich auf der Welt?
Meine Freunde, das ist eine außerordentlich wichtige Frage. Wenn wir diese Frage zum ersten Mal stellen, fangen wir an, Menschen zu werden. Denn das unterscheidet den Menschen von einer Kuh: Eine Kuh fragt nie, wozu sie auf der Welt ist. Ein Pferd auch nicht. Aber der Mensch – das macht ihn zum Menschen – muss anfangen zu fragen: Wozu bin ich eigentlich da?
Und das ist eine außerordentlich beunruhigende Frage. Sie kann einem schlaflose Nächte bereiten. Man muss doch herausfinden, wozu man da ist. Es könnte ja sein, dass man 80 Jahre alt wird und alles sinnlos war.
Einer der großen Erfinder der Gegenwart war ein Mann namens Diesel. Den Namen kennen Sie doch, oder? Ich könnte sagen, er ist der Erfinder des Dieselmotors, aber das wäre nicht ganz richtig. Meine Jungs behaupten, ich verstehe von Technik nichts – das mag wohl so sein. Aber immerhin hat dieser Mann Diesel eine sehr interessante Lebensbeschreibung hinterlassen.
Darin erzählt er von den Kämpfen in seinem Leben und dann von seinen großen Erfolgen. Kurz vor seinem Tod schreibt er den Satz: „Manchmal quält mich die Frage, ob durch all meine Erfindungen ein Mensch glücklicher oder besser geworden ist. Und ich fürchte, nein.“
Da spüren Sie es: Den Mann packt im Alter die Angst. Er hat viel erreicht und ist ein berühmter Mann, aber den Sinn seines Lebens hat er nicht gefunden.
Ich erzählte Ihnen gestern Abend von einem jungen Studenten, der alles hatte, was das Herz begehrt – der Sohn eines Essener Industriellen. Er hat sich erschossen und einen Zettel hinterlassen: „Ich nehme mir das Leben, weil ich nicht einsehe, welchen Sinn es haben soll, weiterzuleben. Es ist sinnlos, all die Quälerei. Dann schieße ich mich lieber tot.“
Sie sehen, die Frage ist schrecklich wichtig: Wozu bin ich eigentlich auf der Welt? Wir haben nur ein einziges Leben!
Die Einmaligkeit und Endlichkeit des Lebens
Als ich noch zur Schule ging, ein Junge im zarten Alter war, wie diese jungen Mädchen hier, passierte es mir manchmal, dass mein Mathematiklehrer in gröblichem Unverstand mein Heft mit lauter roten Strichen und Klecksen verdarb. Er begriff meine Genialität damals gar nicht.
Das hat mich so geärgert, dass das Heft von der roten Tinte des Lehrers verschmiert war. Dann habe ich einfach das Heft weggetan und ein neues gekauft. Das war so lecker weiß, wissen Sie, richtig schön weiß. Es wäre gut, wenn man es mit dem Leben auch so machen könnte.
Was meinen Sie, wie viele Menschen auf dem Sterbebett denken: „Ich möchte alles noch einmal leben, ich würde es völlig anders machen.“ Aber das geht nicht. Wir haben nur ein einziges Leben, ein einziges Leben – das Stückchen zwischen geboren werden und begraben werden.
Es muss schrecklich sein, wenn man im Sterben merkt: „Ich habe den Sinn meines Lebens verfehlt.“ Sie verstehen, wie wahnsinnig wichtig es ist: Wozu bin ich auf der Welt? Es ist schlimm, wenn ein alter Mensch erst im Alter kapiert, wozu er auf der Welt war. Aber dann kann man noch einiges retten.
Sehen Sie, ich freue mich, dass so viel junges Volk hier herumsitzt. Mit Euch möchte ich vor allem sprechen. Ich wünsche mir, dass Euch die Frage quält: Wozu bin ich auf der Welt? Und ich hoffe, Euch die Antwort geben zu können.
Die Suche nach dem Lebenssinn in schwierigen Zeiten
Wozu bin ich da? Diese Frage wurde mir besonders deutlich, als ich während des Nazireiches einmal eine Einladung von Studenten aus Münster erhielt. Sie baten mich, einen Vortrag über das Thema „Der Sinn des Lebens“ zu halten.
Damals waren die Pfarrer ziemlich unten durch, und es war für mich eine große Ehre, dass gerade diese Studenten mich einluden. Verstehen Sie mich jetzt hinten? Gestern haben einige hinten nicht verstanden, deshalb muss ich jetzt so laut sprechen. Ihnen vorne tut es leid, weil Sie betäubt werden, aber ich kann es nicht ändern. Melden Sie sich während des Vortrags, wenn Sie etwas nicht verstehen.
Also fuhr ich nach Münster und fand dort zu meinem Erstaunen dreihundert Studenten vor. Dann sagten sie, sie wollten keinen Vortrag hören, sondern über die Frage diskutieren. Gut, sagte ich, dann höre ich mal zu. Es ist ja sehr wichtig: Wozu bin ich auf der Welt? Was ist der Sinn des Lebens?
Es war im Hitlerreich, wissen Sie, wo ja jedes zweite Wort vom Frühstück bis zum Abendessen „Volk“ war, nicht? Da meldete sich einer und sagte: „Wozu bin ich auf der Welt? Wir sind wie ein Blatt, der Einzelne, und das Volk ist der Baum. Ich bin da für mein Volk.“ Dann setzte er sich hin.
Da fragte ich: „Und wozu ist das Volk auf der Welt?“ Er wusste es nicht. Da war die Diskussion schon vorbei. Er merkte, dass die Frage nur zurückgeschoben worden war. Wissen Sie, da wurde ihnen zum ersten Mal klar, mit welchen dummen Phrasen sie sich betäubten.
„Wozu ist das Volk da?“ Da muss man sagen: „Für Europa.“ Und „Wofür ist Europa da?“ – „Das ist aus.“ Verstehen Sie, das ist gar keine Antwort. Nun wurden sie ärgerlich, weil ich sie so abgehalftert hatte.
Dann stand ein Zweiter auf und sagte: „Es ist doch ganz klar, wozu ich auf der Welt bin: Ich bin auf der Welt, um meine Pflicht zu tun.“ Da habe ich ihm gesagt: „Wer sagt dir denn, was deine Pflicht ist?“
Sehen Sie, es gibt Atheisten, die halten es für ihre Pflicht, den Leuten die Dummheit vom Christentum aus dem Kopf zu prügeln. Ich hingegen halte es für meine Pflicht, ihnen das Christentum zu predigen. Genau das Gegenteil. Was ist denn nun richtig? Wer sagt denn, was richtig ist?
Es haben SS-Leute Juden erschossen und gesagt: „Das ist meine Pflicht.“ Glauben Sie, dass es die Pflicht ist, andere umzubringen? Ich glaube es nicht. Sehen Sie, was ist denn das, die Pflicht? Das ist nämlich das, wozu ich auf der Welt bin.
Die Armut kommt von der Poverte. Ich bin auf der Welt, um meine Pflicht zu tun. Was ist meine Pflicht? Um den Sinn meines Lebens zu erfüllen. Was ist der Sinn meines Lebens? Um meine Pflicht zu tun. Verstehen Sie, das ist beidemal dasselbe gesagt.
Ja, nun wurden die Studenten langsam ratlos. Dann stand einer auf und sagte ganz nett: „Sehen Sie, ich will Arzt werden, und da werde ich Menschenleben retten. Ist das nicht eine wundervolle Lebensaufgabe, Menschenleben zu retten?“
Da habe ich ihm gesagt: „Ja, wenn Sie nicht wissen, wozu der Mensch auf der Welt ist, dann lohnt es ja gar nicht, das Menschenleben zu retten. Dann geben Sie ja besser eine Spritze. Sie müssen erst wissen, wozu das Menschenleben da ist, wenn Sie es retten wollen.“
Einer sagte natürlich prompt: „Ich bin auf der Welt, um zu arbeiten.“ Ich habe ihm gesagt: „Du Christ, mal über die Todesanzeige geschrieben: ‚Nur Arbeit war dein Leben, nie dachtest du an dich.‘ Steht das hier auch so ab und zu auf den Todesanzeigen? ‚Nie dachtest du an dich, nur für deinen Streb war deine höchste Pflicht.‘“
Ich darf es nicht mehr sagen, ich habe es tausendmal gesagt: Das wäre eine Todesanzeige für eine Kuh oder für ein Pferd, aber nicht für Menschen. Ein Pferd ist zur Arbeit da, nicht aber der Mensch. Da ist noch ein bisschen höherer Sinn da.
Wozu bin ich auf der Welt? Sehen Sie, die Studenten wurden auf einmal ganz ärgerlich und merkten, dass sie sich so schnelle Antworten gegeben hatten, die nicht hielten, wenn es ernst wurde.
Die bleibende Bedeutung der Frage nach dem Lebenssinn
Meine Freunde, ich wünsche Ihnen eine schlaflose Nacht mit der Frage: Wozu bin ich eigentlich da? Weh mir, wenn ich mein Leben lang mich quäle und den Sinn meines Lebens nicht gefunden habe.
Ich bin sehr froh, dass die europäische Jugend diese Frage heute mit ganz ernsthaftem Nachdenken stellt. Ich habe Jugendversammlungen in Zürich, Oslo, Norwegen und Stockholm erlebt – und immer war es dasselbe: Wenn die Frage aufkam, wozu bin ich da, hörten die jungen Menschen aufmerksam zu. Bin ich doch nicht bloß da, um mich zu vergnügen – oder wozu dann?
Meine Freunde, wer kann uns diese Frage eigentlich beantworten? Es gibt viele Menschen, die sagen, das Leben habe überhaupt keinen Sinn. Es sei reiner Zufall, dass ich geboren bin. Deshalb könne man nur eines tun: sich möglichst viel amüsieren, damit man etwas vom Leben hat. „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ Das haben die Leute schon zur Zeit des Apostels Paulus gesagt.
Das Leben sei sinnlos, also lasst uns essen, trinken und tanzen – morgen sind wir tot. Aber wissen Sie, ganz gewiss ist es nicht so sinnlos. Ich kenne viele, die so denken, und doch haben sie nachts oft keine Ruhe. Sie quälen sich mit der Frage, ob ihr Leben einen Sinn gehabt hätte, den sie nicht erkannt haben.
Sehen Sie, jetzt muss ich fragen: Wer kann uns das beantworten – wozu bin ich auf der Welt? Wer kann uns eine Antwort geben, die wirklich gilt? Mir ist klar: Es gibt nur einen einzigen, der mir sagen kann, wozu ich da bin – und das ist der, der mich geschaffen hat, der lebendige Gott.
Er kann mir offenbaren, wozu ich geschaffen bin. Das muss er uns offenbaren. Und da sind wir bei der Bibel!
Die Bibel als Quelle der Lebensantwort
Liebe Leute, wenn unter euch jemand meint, die Bibel sei ein überholtes, dummes Buch, dann ist diese Person, wie sagt man, schief gewickelt. Sie ist rückständig. Das ist eine der lebenswichtigen, brennenden Fragen, die uns nur die Bibel beantworten kann.
Ohne die Bibel ist ein Volk schwer ratlos, glaubt mir! Gott soll mir offenbaren, wozu ich auf der Welt bin – und er tut es. Nun will ich Ihnen die Antwort der Bibel sagen: Wozu bin ich auf der Welt?
Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn. Ich bin für Gott auf der Welt. Ich bin für Gott da. Da wird Ihnen schon deutlich, dass ein Leben ohne lebendigen Gott sinnlos ist – wie ausgedroschenes Stroh. Das kann man als Mist verwenden, aber Menschen ohne Gott kann man nicht einmal dazu verwenden. Es ist ein total sinnloses Leben.
Gott sucht den Menschen, um ihn zu bilden. Wir sind für Gott da. Nun möchte ich es noch deutlicher sagen: Wie ein Kind die Eigenschaften und Züge der Eltern widerspiegelt, so sind wir geschaffen, um die Eigenschaften und das Wesen Gottes wiederzuspiegeln. Mit anderen Worten: Wir sollten Kinder Gottes sein.
Ich kann Ihnen sagen, dass es für mich wie eine riesige Erleuchtung war, als ich als junger Mensch das begriffen habe: Ich bin auf der Welt, um ein Kind Gottes zu werden. Was ich sonst noch bin, ist nicht so wichtig. Ob ich Straßenkehrer, Landwirt, Hausfrau, Schülerin oder was auch immer bin – das ist nicht so entscheidend. Ob Pastor oder sonst was – das ist nicht so wichtig.
Ein Pfarrer, der nicht ein Kind des lebendigen Gottes ist, ist im Reich Gottes jedenfalls unnützlicher als ein Straßenkehrer, der ein Kind Gottes geworden ist. Es ist nicht so wichtig, was wir sonst sind, aber dies ist wichtig: Gott hat uns geschaffen, damit wir Kinder des lebendigen Gottes sind.
Paulus drückt es so aus, dass wir etwas seien zu loben seiner Herrlichkeit. Im Grunde ist das dasselbe: Es ist sein Wille. Ich bin für Gott da, um seine Herrlichkeit wiederzuspiegeln. Dazu schuf er uns.
Die Aufforderung zur Umkehr und Kindschaft
Und jetzt bitte ich Sie, ich beschwöre Sie: Diejenigen unter Ihnen, die noch nicht wissen, ob sie Kinder des lebendigen Gottes sind, die bitte ich, die beschwöre ich, kehren Sie um!
Wenn Sie auch christlich waren, gut und edel, dann ist das alles sinnlos. Kehren Sie um und ruhen Sie nicht, bis Sie wissen: Ich bin ein Kind Gottes geworden. Das weiß man, ob man es ist oder nicht. Meine Kinder wissen doch, ob sie meine Kinder sind. Ja, das weiß man doch. Ich weiß doch, wer mein Vater ist, und ob jemand ein Kind Gottes ist, das weiß man doch.
Mir hat neulich jemand gesagt: Das Christentum muss sich jeden Tag neu ergreifen. Da habe ich gesagt: Das ist aber komisch. Meine Kinder kommen doch nicht jeden Morgen an und fragen: „Papa, darf ich dein Kind sein?“ Das sind sie! Und wenn jemand wiedergeboren ist, dann ist er ein Kind Gottes geworden. Dann ist es so. Meine Kinder betrüben mich manchmal. Kinder Gottes betrüben ihren Vater auch, aber sie sind Kinder Gottes.
Und ich sage noch einmal: Ich beschwöre Sie, wenn Sie das noch nicht wissen und noch nicht sind, dann stoppen Sie auf Ihrem Weg! Er ist in jedem Fall falsch. Kehren Sie um! Ja, wohin? Sehen Sie, jetzt spitzt sich das zu einer zweiten Frage zu: Wie wird man denn Kind Gottes? Das fühlen wir alle. Also, die zweite Frage: Wie wird man Kind Gottes? Das fühlen wir alle. Von Natur sind wir es nicht.
Sehen Sie, da steht in der Bibel eine ganz schreckliche Geschichte vom ersten Menschen, der sich von Gott losriss. Wir nennen das den Sündenfall. Und dann wies ihn Gott aus dem Paradies. Seitdem ist der Mensch von Natur nicht ein Kind Gottes, sondern ein Feind Gottes.
Es erschüttert mich, wenn ich bei meinen Hausbesuchen immer wieder erlebe, dass, wenn ich Leuten sage: Gott wartet auf Sie, dann bekomme ich lauter solche Antworten wie: „Ja, Herr Pastor, ich tue Recht und scheue niemand.“ „Ich bin doch gut, mir kann keiner etwas nachsagen.“ Dann kommt es bis zu dem Blödsinn: „Meine Großmutter war mit einem Subundenten verheiratet.“ So was nie!
Meine Freunde, das hebt den Sündenfall nicht auf. Von Natur sind wir, so gut wir auch sein mögen, keine Kinder Gottes. Sitzen hier Menschen, die überzeugt sind, sie seien gerecht und müssten nicht umkehren? Ich bin gut. Meine Freunde, das ist das Gefährlichste, was es gibt.
Ich kam mal aus dem Ausland zurück, hatte an der Grenze mein Geld wieder umgetauscht. Da hatte ich aber noch so ein Frankenstück, wie das die Männer so unordentlich in der Tasche haben. Und als ich am nächsten Tag etwas einkaufen wollte, legte ich den Franken hin. Da sagte der Kaufmann: „Hören Sie, das gilt nicht.“
Da sagte ich: „Moment mal, ich glaube, dass der Franken mehr Silber enthält als ein Markstück. Können Sie ruhig annehmen.“ Da sagte er: „Die Währung gilt hier nicht.“ Und ich sage Ihnen: Im Reich Gottes gilt diese Währung nicht.
Die Währung der Selbstgerechtigkeit, „Ich tue Recht, scheue niemand“, „Ich bin schon recht“, gilt im Reich Gottes nicht. Seit dem Sündenfall sind wir im Lager der Feinde Gottes geboren. Und da muss etwas passieren, ehe es anders wird. Etwas Grundlegendes muss passieren.
Jesus nennt das die Wiedergeburt. Aber die erfährt man. Ich will es Ihnen erklären.
Jesus als Tür zum Vaterhaus Gottes
Wie wird man ein Kind Gottes? Oh, meine Freunde, wenn eine Frage einmal brennt, dann bin ich auf der Welt, um für Gott da zu sein.
Wo finde ich ihn? Wo ist die Tür in sein Reich, wo ist die Tür in das Vaterhaus Gottes? Ich erinnere mich, wie ich als achtzehnjähriger junger Mann Angst bekam, im Krieg zu fallen und als Kind Gottes in die Hölle zu kommen. Ich bin herumgelaufen und habe Leute gefragt: Wo ist die Tür ins Reich Gottes? Doch niemand konnte mir eine Antwort geben.
Dann bekam ich eine Bibel in die Hand, und dort stand es geschrieben. Da steht das wundervolle Wort: Jesus spricht – eines der liebsten Worte der Bibel – „Ich bin die Tür. Wer durch mich eingeht, wird selig werden.“ Jesus, der Sohn Gottes, für uns gekreuzigt und auferstanden, ist die Tür zum Vaterhaus.
Neulich traf ich einen Mann, der sagte: „Herr Pastor, ich glaube auch an Gott, aber wozu brauche ich denn Jesus?“ Da antwortete ich ihm: „Sie kommen mir ulkig vor. Sie kommen mir vor wie ein Mann, der sagt: ‚Ich bin auch für ein Haus, aber ich brauche ja keine Haustür.‘“ Nein, das wäre doch dumm gesprochen.
Jesus ist die Tür ins Vaterhaus Gottes, zum Frieden Gottes, zur Kindschaft! Das müsste ich Ihnen jetzt ausführlich auslegen, auch wenn ich mit der Zeit nicht mehr geizig bin. Aber ich kann nicht bis morgen früh reden – da wären Sie doch eingeschlafen.
Darum empfehle ich Ihnen, den Römerbrief zu lesen.
Die Bedeutung des Römerbriefs für die Erkenntnis des Lebenssinns
Die Familie meiner Mutter war über viele Generationen hinweg gesegnet. Sie waren Lehrer auf der Schwäbischen Alb. Am Anfang steht eine wundervolle Geschichte.
Meine Ururgroßmutter, eine stolze Lehrersfrau aus dem Dorf Hülben, ging in das Filialdorf im Tal unten zum Gottesdienst. Dort predigte ein kraftvoller Prediger, ein Erweckungsprediger namens Fricker. Seine Predigt machte sie unruhig, denn sie spürte: Mein Leben ist nicht in Ordnung.
Daraufhin ging sie zu ihm in die Sakristei und fragte: „Herr Prediger, was soll ich tun, damit ich selig werde?“ Er antwortete kurz und bündig: „Frau Schulmeisterin, lesen Sie den Römerbrief. Auf Wiedersehen.“ Das sage ich Ihnen jetzt auch.
Im Neuen Testament steht der Römerbrief. Er ist allerdings etwas schwerer zu verstehen als eine Bildzeitung. Die Bildzeitung kann man lesen, ohne nachzudenken. Doch beim Neuen Testament muss man schon seinen Verstand anstrengen.
Die Frau ging nach Hause und begann zu lesen. Der Römerbrief beginnt damit, dass er sagt: Gottes Zorn entbrennt über die Sünden der Menschen, über ihre Unzucht, Lügen und Streit. Sie kam aus dem Ort Hülben, und das Kirchdorf hieß Dettingen.
Nachdem sie den Römerbrief gelesen hatte, ging sie wieder zum Pastor und sagte: „Herr Pfarrer, der Römerbrief passt zu Ihren Dettingern, die sind so schlecht, aber für uns Hülberer passt er nicht.“ Er antwortete: „Frau Schulmeisterin, lesen Sie den Römerbrief noch einmal. Auf Wiedersehen.“ Mehr sagte er nicht.
Sie kam erneut zornig zurück und sagte: „Ich sage es noch einmal: Der Römerbrief passt für Ihre Dettinger, die sind so schlecht, aber nicht für uns Hülberer.“ Er erwiderte: „Gott möge Ihnen helfen. Lesen Sie den Römerbrief zum dritten Mal.“
Als sie nach dem dritten Lesen wiederkam, sagte sie: „Herr Fricker, der Römerbrief passt für Ihre Dettinger, aber auch für uns Hülberer und namentlich für mich.“ Er antwortete: „Jetzt ist Ihnen ein Licht aufgegangen, Frau Schulmeisterin. Im Licht lernt man.“
Sie hatte ihr eigenes Herz erkannt, ihr böses Herz, das sie von Adam geerbt hatte – den Sündenfall, das böse Herz. Nun begriff sie: Es ist nicht selbstverständlich, dass ich ein Kind Gottes werde. Wo ist die Tür?
Dann las sie im Römerbrief, dass Gott Jesus an seinem Kreuz hingestellt hat – als Tür zum Reich Gottes. Sie ging durch diese Tür und wurde ein begnadetes Menschenkind.
Liebe Freunde, ich wünsche Ihnen, dass Sie die Tür Jesus finden. Er ist die Tür zur Gotteskindschaft.
Die Gewissheit des Lebenssinns in der Kindschaft bei Jesus
Und wenn Sie ein Kind Gottes sind, wenn Sie zu Jesus gehören, dann haben Sie den Sinn Ihres Lebens gefunden.
Denn sehen Sie, ich möchte als Nächstes darauf hinweisen, wie interessant es ist, dass die Frage „Wozu bin ich auf der Welt?“ in der Bibel brennend gestellt wird. Doch wenn Menschen zu Jesus kommen, dann stellen sie diese Frage nicht mehr. Sie wissen jetzt: Der Sinn meines Lebens ist erreicht, ich bin ein Kind Gottes geworden.
Die Menschen, die zu Jesus kommen, finden aus der Unruhe heraus ihr Zuhause und erleben, dass der Sinn ihres Lebens erfüllt ist.
In unserer heutigen Zeit denkt man oft, Christentum und Jesus seien so etwas wie ein Hobby. Man hört manchmal: „Herr Pastor, Sie sind ja ziemlich religiös.“ Aber ich bin es nicht so sehr, sagen viele. Verstehen Sie, das Christentum als Hobby zu sehen, greift zu kurz.
Meine Freunde, es geht um Leben und Tod bei der Frage, ob wir Jesu Eigentum werden und durch die Tür zum Vater gehen. Dabei geht es nicht darum, mehr oder weniger religiös zu sein. Es geht darum, nach Hause zu kommen und ins Vaterhaus einzutreten – durch Jesus.
Jesus, der am Kreuz gestorben ist, Jesus, der auferstanden ist. Ich sage Ihnen: Die Menschen, die zu Jesus gekommen sind, werden still. Sie wissen: Jetzt ist der Sinn meines Lebens erreicht. Ich bin ein Kind Gottes.
Die Herausforderung des Glaubens und die Entscheidung für Jesus
Da gibt es eine wundervolle Geschichte im Neuen Testament, die ich sehr gerne mag. Sie beweist etwas Wichtiges: Jesus predigte einmal vor Tausenden von Menschen. Dann sagte er ein hartes Wort. Er sagte, so wie ihr seid, könnt ihr nicht Kinder Gottes sein. Das Fleisch ist nichts nütze, es muss durch ein Sterben gehen, durch Glauben.
Hinten sagen ein paar junge Burschen: „Komm, komm, wir hauen ab, der ist ja verrückt!“ Und dann gingen die fünf jungen Burschen weg. Einige Mädchen sehen das. Als sie sehen, dass die Burschen weggehen, gehen sie auch. So gehen zehn Mädchen mit. Jetzt sind es schon fünfzehn.
Dann sieht eine alte Frau das und sagt: „Es scheint vorbei zu sein,“ und humpelt ebenfalls davon. So bröckelt es allmählich ab, immer mehr und mehr. Auf einmal sind alle weg. Das muss schrecklich sein.
Stellen Sie sich vor, Sie würden jetzt dort vorne anfangen und sagen: „Ach, ist ja langweilig, komm, wir gehen.“ Ich rede und rede, und auf einmal bin ich hier mit dem Pastorschuster allein im Posaunenchor. So war das nicht! Vielleicht blieb der Stadt-Hagener Chor noch da. Schrecklich! Das muss furchtbar sein!
Jesus sieht das an. Nun stehen nur noch die Jünger da. Es ist wundervoll, wie Jesus jetzt handelt. Er sagt nicht: „Ihr bleibt doch bei mir, ein paar müssen doch noch treu bleiben, und wenn alle weglaufen, seid ihr Treibholz.“ Keine Rede davon, wie Jesus es sagt.
Jesus sagt: „Es zieht euch mit der Masse, ihr dürft auch weggehen. Ihr dürft auch gehen.“ Wollte er nicht auch gehen? Was ich gestern sagte: Er zwingt sich niemandem auf. Wer in die Hölle will, darf das. Wer keine Gnade will, braucht sie nicht. Wer keinen Frieden mit Gott will, wer den Sinn seines Lebens verpassen will, bitte, darf er das! Das Reich Gottes ist das einzige Reich, wo es keine Polizei gibt. Es herrscht völlige Freiwilligkeit. Wundervoll ist das, nicht wahr? Völlige Freiwilligkeit.
„Dürft auch gehen,“ sagt Jesus. Da überlegt Petrus. Blitzschnell schießt ihm durch den Kopf, was man machen könnte. Dann graust ihm: Das ist doch alles ein sinnloses Leben. Er sieht seinen Heiland an und sagt: „Herr, wohin sollen wir denn gehen? Das ist doch alles Bruch. Du hast Worte des ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Das spricht deutlich aus: Ohne Jesus, der die Tür zum Vaterhaus ist, bleibt mein Leben sinnlos. So entsetzlich sinnlos, dass man am Ende mit Zweifel fragt: „Ich weiß nicht, ob es einen Sinn hatte.“
Wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Haben Sie das verstanden? Also, wozu bin ich auf der Welt? Für Gott. Wo finde ich die Tür, um ein Kind Gottes zu werden? Wo ist die Tür ins Vaterhaus? Jesus.
Wer durch diese Tür geht, fragt nicht mehr: „Wozu bin ich auf der Welt?“ Der weiß es.
Der Aufruf zur Umkehr und Zugehörigkeit zu Jesus
Und meine Freunde, meine Vorträge wollen nichts anderes, als Ihnen Mut zu machen. Kehren Sie um von all Ihren Wegen und gehen Sie zu Jesus! Gehen Sie zu Jesus!
Ich möchte zu ihm rufen, und ich weiß, das ist vielleicht sinnlos, aber ich glaube, dass er vor mir steht. Und jetzt sagt er zu Ihnen: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hört, wird die Tür auftun, und zu dem werde ich eingehen.“
Es ist wundervoll, Jesus zu gehören. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der es bereut hätte, sich klar zu ihm bekehrt zu haben. Es ist wirklich wundervoll, Jesus zu gehören.
Seitdem ich ihm gehöre, habe ich viel Not gehabt, meistens mit mir selbst. Früher war ich mit mir so einverstanden, doch seit ich ihm gehöre, habe ich dauernd Krach mit mir selbst. Nicht wahr?
Ich habe viel Not und Verfolgung erfahren. Ich musste um Jesu Willen sogar ins Gefängnis. Und trotzdem sage ich: Es ist wundervoll, Jesus zu gehören.
Ich bitte Sie: Hören Sie nicht nur von ihm, sondern geben Sie ihm Ihr Leben. Und die, die es schon getan haben unter uns, machen Sie einen neuen Anfang.
Es liegt so viel Staub auf unserem Christenstand, so viel Staub. Machen Sie einen neuen Anfang!
Die Gaben Jesu und die Vergebung der Sünden
Ich habe mir überlegt, Ihnen in diesem Vortrag ein wenig von dem zu sagen, was Jesus seinen Leuten schenkt. Aber nicht zu viel, ich kann nur eins herausnehmen.
Für mich ist das Größte, was Jesus mir geschenkt hat: Er schenkt mir Frieden, Hilfe, seine Nähe, den Heiligen Geist und eine gewisse Hoffnung auf das ewige Leben. Wenn man älter wird, ist man sehr froh, dass man nach Hause gehen kann – und nicht in ein dunkles Grab, in das die Würmer hinein- und wieder herauskriechen. Furchtbar! Eine gewisse Hoffnung auf das ewige Leben, nicht wahr?
Jesus schenkt mir eine Menge. Aber das Schönste, was Jesus mir geschenkt hat, ist die Vergebung der Sünden. Meine Freunde, Sünde ist in Wirklichkeit ein Rucksack voller Steine. Und wenn jemand sagt: „Ich habe keine Sünde“, dann hat er doch seine Schuld in seinem Leben. Man kann nicht mehr fröhlich sein, wenn diese Last auf einem liegt – deine alten Jugendsünden, deine Lieblosigkeit, deine Gottlosigkeit, deine entheilten Sonntage.
Es kann jemand sagen: „Ich erkenne es nicht als Sünde an.“ Doch deshalb ist sie trotzdem da. Schuld ist Schuld. Und das ist das köstliche Geschenk, das Jesus schenkt. Das kann er schenken, weil er am Kreuz starb: die Vergebung der Sünden.
Das ist, als ob man eine ganz schwere Last loswird. Ich möchte keinen Tag mehr leben, ohne dass ich täglich zu Jesus sage: „Jetzt hier lege ich all meine Schuld, mein Versagen unter dein Kreuz. Decke es zu mit deinem Blut.“ Und dann erfahre ich, dass für mich sein teures Blut quillt. Das fasse ich im Glauben auf. Es macht auch meinen Schaden gut, denn Jesus starb für mich.
Die Geschichte des Halleluja-Jungen als Beispiel der Vergebung
Ich habe meinen Jungen hier, und ich habe ihm versprochen, dass ich heute Abend eine Geschichte vom Halleluja-Jungen erzählen wollte. Ich habe sie schon so oft erzählt, dass Sie vielleicht nur drei Minuten schlafen dürfen, aber die meisten kannten sie nicht. Deshalb habe ich gesagt, ich erzähle sie heute Abend.
Das ist eine Geschichte aus der Berliner Stadtmission, eine von den schönen Geschichten dieser Einrichtung. Es geht um einen Jungen aus der Ackerstraße, drittes Hinterhaus, fünfter Stock, sechzehn Jahre alt, ein dreckiger Lümmel. So geschieht es, dass er zu einer Zeltmission oder Evangelisation der Stadtmission kommt. Dort gehen ihm die Augen auf: Jesus nimmt auch solche Kerle an wie ihn. Er erkennt, dass er ein Kind Gottes ist, und dass Jesus seine ganzen schmutzigen Geschichten vergibt und sie mit seinem Blut wegwäscht.
Er bekehrt sich zu Jesus, wird ein sechzehnjähriger Jünger und erfährt Vergebung der Sünden. Das macht ihn so froh, dass er den ganzen Tag singen möchte. Wenn er nicht singen kann, pfeift er lauter Lieder, die am Schluss immer mit „Halleluja“ enden. Deshalb haben sie ihn spöttisch den Halleluja-Jungen getauft. Eigentlich sollte das ein Spottname sein, aber ihm gefiel er ganz gut.
Im Vorderhaus, ersten Stock, wohnt ein Professor für Naturwissenschaften, der den Jungen kannte. Er mochte ihn und besorgte ihm ab und zu etwas. Der Professor ärgerte sich allerdings darüber, dass der Junge dauernd Halleluja singt und pfeift. Er dachte, jetzt hätten die Christen den verrückt gemacht, und der Junge müsse sich wieder auf die Beine stellen. Man pflegte zu sagen, er müsse mit dem Bein auf dem Boden bleiben. Dabei war der Junge mit beiden Beinen auf dem Boden angekommen, während der Professor in der Luft schwebte, weil er ohne Frieden mit Gott lebte.
Dann trifft der Professor den Jungen und sagt: „Besuch mich doch mal, ich muss mit dir reden.“ „Gut, wann denn?“ – „Heute Nachmittag um vier zum Kaffee.“ Nach vier Uhr klingelt der Junge beim Professor, schön frisiert und gewaschen. Der Professor hatte das schon vergessen und ist etwas verlegen, als der Junge hereinkommt und sagt: „Ja, wir trinken gleich Kaffee zusammen. Inzwischen kannst du mal in diesem Buch hier lesen.“ Das Buch heißt „Die Wunder der Natur“. „Da kommst du mal auf andere Gedanken.“
Der Professor sitzt am Schreibtisch, der Junge im Sessel und liest „Die Wunder der Natur“. Nach einer Viertelstunde springt er auf und ruft: „Halleluja!“ Der Professor schaut ihn an und fragt: „Was ist denn jetzt wieder los?“ Da sagt der Junge: „Herr Professor, da steht, dass das Meer an manchen Stellen achttausend Meter tief ist. Das habe ich nicht gewusst. Und heute Morgen habe ich in meiner Bibel gelesen, dass er unsere Sünden in das Meerestief werfen wird. Herr Professor, wenn das acht Meter tief ist, da holt sich keiner mehr raus. Halleluja!“
Da hat der Professor die Decke weggezogen und gesagt: „Du bist unverbesserlich.“ Es ist eine köstliche Geschichte, so echt Berlinerisch. Verstehen Sie, einer, der erfährt, dass es schön ist bei Jesus, wird fröhlich. Sein köstliches Geschenk ist, dass Jesus für ihn starb und Vergebung der Sünden schenkt.
Die Wiederherstellung durch Jesus und das Leben zur Ehre Gottes
Aber nun kehre ich noch einmal zum Thema zurück: Wozu bin ich auf der Welt? Gott schuf den Menschen zu seinem Bild. Der Sündenfall hat alles durcheinandergebracht. Jesus bringt es wieder in Ordnung. Wenn Jesus in dein Leben kommt, dann denkst du von neuem daran, dass Gott dich zu seinem Bilde geschaffen hat.
Jetzt muss ich noch ein Wort an diejenigen richten, die Jesus kennen. Es ist nicht genug, dass er uns gerettet und zu Kindern Gottes gemacht hat. Ich spreche jetzt mit gläubigen Christen. Es soll jetzt erst richtig anfangen: Wir sollen etwas sein zu Lob seiner Herrlichkeit. In unserem Leben, das ist der Sinn des Lebens, soll man den Glanz des lebendigen Gottes sehen.
Darum wird einem ganz schwach, wenn man gläubige Christen sieht, die so säuerlich sind, dass die Milch im acht Meilen Umkreis sauer wird. Da sieht man nicht den Glanz Gottes. Es ist zum Heulen, wenn ich in Christenhäuser komme und dort Streit herrscht. Ich möchte sagen: Bleiben wir eine Minute still und lassen uns sagen, wo wir ihn blamieren.
Ich rede mit denen, die den Heiland angenommen und Kinder Gottes geworden sind. Jetzt sollten wir unseren Vater in der Welt verherrlichen, aber wir blamieren ihn. Meine Freunde, Sie kennen das alle. Ich muss einfach mal persönlich sagen: Sehen Sie, ich bin leider ein bisschen jähzornig.
Wenn man Jugendleiter ist und sonntags in Essen hunderte von jungen Leuten vor sich hat, da hebe ich die Hand und sage, sie sollen still sein. Wenn einer nicht still ist, schaue ich ihn an und rolle die Augen. Der erschrickt, aber ist noch nicht still. Auf einmal platzt der Papierkragen, wie man so sagt, und ich brülle ihn an.
Er ist ganz erschrocken. Wenn ich Männerzorn bekomme, dann erschrecken starke Männer. Sie können sich darauf verlassen, dann ist er aus. Wenn ich abends zu Hause in meinem Sessel sitze, sagt mein Gewissen: Zorn gehört nicht zu den Dingen, mit denen man Gott verherrlicht.
Dann sage ich mir: Ja, ja, aber, aber, lieber Heiler, du musst verstehen, wenn ich die Kerle nicht mehr anfauche, dann wird da nie Ordnung in meinem Jugendhaus. Schließlich muss man ja auch mal zeigen, was eine Hacke ist.
Dann lässt Jesus keine Ruhe und sagt: Du hast mich blamiert vor vielen hundert Jungen. Sie wollten Liebe sehen, wie ich Liebe bin. Sie wollten sehen, dass die Liebe Gottes in dein Herz ausgegossen ist. Dann bleibt schlussendlich nichts übrig, als dass man in die Stille geht und zu Jesus sagt: Da liegt wieder eine Sünde. Decke sie zu mit deinem Blut.
Dann freue ich mich, dass es Vergebung der Sünden gibt.
Die Frucht des Heiligen Geistes als Lebensziel
Wie kommt es also, dass es so viel Unruhe gibt? Wenn ein Mensch Kind Gottes geworden ist, dann gibt Gott seinen Geist in sein Herz. Dieser Geist zwingt uns dazu, Gott zu verherrlichen.
Ich bitte die Christen, die hier sind: Betrübt den Heiligen Geist nicht mehr so sehr, wie ihr es bisher getan habt, damit er nicht von euch weicht.
In der Bibel steht: Die Frucht des Heiligen Geistes ist Liebe. Damit ehren wir Gott. Freude – dazu bin ich auf der Welt. Freude, Friede – machen Sie Schluss mit Ihren Streitereien! Sie sind auf der Welt, um den Frieden Gottes weiterzugeben, nicht, um für Ihr Recht zu kämpfen.
Geduld, Geduld, Geduld – meine Jungs lachen immer, wenn ich diesen Punkt betone. Auch die Bläser der Bouson lachen darüber. Ja, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, völliges Vertrauen zu Jesus, Sanftmut und schließlich Keuschheit.
Diese Dinge will der Heilige Geist in dem Kind Gottes wirken. Wo das geschieht, da wird Gott verherrlicht.
Der abschließende Appell zur Umkehr und zum Leben für Gott
Wozu bin ich auf der Welt? Ich sage noch einmal: Es ist völlig gleichgültig, was Sie beruflich tun. Das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Sie durch Jesus ein Kind Gottes werden und dann durch den Heiligen Geist Gott verherrlichen. Dazu sind wir da.
Es ist nicht schlimm, wenn Sie einmal unter die Räder kommen oder ein Recht verlieren. Aber es ist herrlich, wenn Sie dabei Geduld und Liebe beweisen – Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.
Verstehen Sie, warum ich das sage? Heiden und Christen, lassen Sie uns ganz neu anfangen! Die unbekehrten Menschen bitte ich: Kehren Sie um und werden Sie Jesu Eigentum! Gehen Sie durch die Tür ins Vaterhaus.
Und diejenigen, die es getan haben, bitte ich: Lassen Sie uns jetzt den Vater ehren und unseren Vater nicht so blamieren, wie wir es manchmal tun. Reden Sie mit ihm darüber!
