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Wenn einem das Kreuz Jesu zu schaffen macht

Mut für morgen, Teil 8/8
14.03.19951. Korinther 2,1-10
Obwohl wir unter vielen Kreuzen leben, lehnen viele das Kreuz Jesus ab. Paulus dagegen hält an Jesus, dem Gekreuzigten fest. Dafür hat er drei gute Gründe: Sein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit. - Bibelarbeits-Reihe "Mut für Morgen" in der Stuttgarter Schloßkirche

(KI-gestützte Gliederung mit Kernsätzen:)

Einleitung
  • Begrüßung mit Bericht von überstandener Krankheit wegen eines von der Brasilienreise mitgebrachten Virus
  • Lied: "Der am Kreuz ist meine Liebe"
  • Bibeltext (1. Kor. 2,1-10)
  • Menschen in Brasilien leben unter dem Sternenbild des Kreuz des Südens.
  • Auch wir leben unter vielen Kreuzen: Bergkreuze, Wegkreuze, Wandkreuze.
  • Johann Wolfgang von Goethes Ablehnung des Kreuzes als Symbol für Leiden, Sterben und Vergänglichkeit
  • Theologische Kritik an der Kreuzestheologie: "Jesus sah in dem Kreuz überhaupt gar keinen Sinn".
  • Paulus hingegen: "Ich hielt es für richtig unter euch nichts zu wissen, als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten".
Korinth als Spiegelbild der Welt
  • Korinths Panorama ist von vier Punkten geprägt:
    • Hochschulen: Debattierkunst und Weisheit der Welt
    • Lehrhallen/Logen: geheimnisvolle Lehren und religiöse Mysterien
    • Aphroditetempel: sündige Anziehungspunkte
    • Elendsviertel/Slams: Armut und Ungerechtigkeit
  • Paulus' entscheidet sich dagegen, diese prägenden Stellen zu besuchen und dort etwas zu bewirken.
  • Stattdessen entscheidet er sich, "unter euch nichts zu wissen als Jesus Christus, den Gekreuzigten".
Bedeutung des Gekreuzigten
  • Auch wenn es Ärger mit dem Gekreuzigten gibt und die Welt andere Prioritäten setzt, bleibt Paulus bei seiner Überzeugung.
  • Wenn in 20 Jahren Pfarrertätigkeit in Stuttgart vieles unwichtig war (und das war es), dann war eines für die Stadt wichtig, ein einziger Name: Jesus, der Gekreuzigte.
  • Wenn eines wichig ist für Ihr Leben und Sterben, dann ist das Jesus der Gekreuzigte. Alles andere können Sie vergessen.
  • Wenn Sie diesen Namen im Herzen tragen, steht es nicht schlecht um Sie.
  • Wenn Sie bei den bleiben, bleiben Sie auf einer Spur, die zum Leben geht.
Drei (von vielen) Gründen, beim Jesus, dem Gekreuzigten zu bleiben
(1) Sein ist das Reich
  • Paulus war arm wie Jesus.
  • Paulus stand in Korinth wie ein Reisender, dessen Koffer am Flughafen nicht ankommt und der nirgends einen Platz hat.
  • Er kam auch in der Synagoge nicht gut an.
  • Vergleich mit heutigen Citykirchen, die sich an Marketing und Kaufhäusern orientieren, um sie zu beleben.
  • Paulus verfolgte eine anderes Konzept und bot nur Jesus, den Gekreuzigten.
  • Auch Jesus war bettelarm und den Gebildeten eine Torheit.
  • Die Juden lehnten Jesus ab, weil sie einen Supermann wollten.
  • Der Reichtum Gottes ist in der Armut verpackt. Alles andere sehen wir in der Ewigkeit. Daran müssen wir uns genügen lassen.
(2) Sein ist die Kraft
  • Paulus war schwach. Er hatte mit Krankheiten zu kämpfen.
  • Paulus sieht in der Schwachheit nicht nur etwas Bedauerliches oder Negatives, sondern gewinnt dazu eine positive Einstellung
  • Umgang mit Schwachheit: Annahme statt Ablehnung.
  • "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig".
  • Je begnadigter einer ist, desto geschlagener ist er.
  • Schwachheit ist die Berufskrankheit der Christen.
  • Gottes Lieblingsplatz ist bei den Schwachen. Er will dort wohnen.
  • Jesus war schwach, aber in dieser Schwachheit die Stärke in Person.
(3) Sein ist die Herrlichkeit
  • Paulus war am Ende seines Lebens, aber bei der Ankunft in Korinth ging die Leidensgeschichte erst los.
  • Jesu Leidensgeschichte begann mit seiner Geburt.
  • Evangelien sind Passionsgeschichten, nur mit kurzer Einleitung.
  • Wen der Heilige Geist ergreift, der wird nach Jesus greifen.
  • In Jesu Sterblichkeit ist die Herrlichkeit in Person.
  • Nicht Vergänglichkeit, nicht Sterblichkeit. sondern Herrlichkeit wird für Jesus Leute das Letzte sein.
  • Nicht Vergänglichkeit, sondern Herrlichkeit für die, die zu Jesus gehören.
  • "Jesus Christus, König und Herr. Sein ist das Reich, die Macht, die Ehr, gilt kein anderer Name, heute und ewig, Amen."