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Christfluencer Deutschland

Das Problem

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08.08.2020

Einstieg in die Thematik der Social Media Nutzung

Ja, ich möchte diese Selfie-Kultur nicht mitmachen. Solange du ohne deine Social-Media-Präsenz nichts zu sagen hast, solltest du sie vielleicht auch nicht haben.

Der ganze Grund, warum ich das hier mit Social Media, mit Posts und Videos mache und Gratisinhalte verschenke, ist, um Nachfolge zu verstehen. Mach dich Hashtag Wiebelfit. Schau dieses Video bis zum Ende, denn ich habe ein kleines Geschenk für dich.

Heute wollen wir den Blick nach innen wenden zu einer anderen Frage, die viele gestellt haben: Was sind denn die Probleme und Schwierigkeiten, die wir Christen in Deutschland haben?

Vor drei Wochen habe ich selbstkritisch und offen angesprochen, welche Probleme ich bei Freikirchen in Deutschland sehe. Das Video hat viel Zuspruch und wenig persönliche Beleidigungen zur Folge gehabt. Da könnte also etwas dran sein.

Heute will ich wieder ganz selbstkritisch und offen über digitale Kirche und die christliche Influencer-Community sprechen. Dabei will ich auf etwas ganz Bestimmtes hinaus.

Deshalb schau dieses Video bis zum Ende. An dieser Stelle lade ich dich ganz herzlich ein, den Kanal zu abonnieren.

Herausforderungen in der christlichen Influencer-Community

In den letzten Jahren hat sich eine christliche Influencer-Community gebildet. Ich bin dankbar, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, mich mit vielen anderen auszutauschen und von ihnen lernen zu dürfen.

Alle in dieser Szene kennen, denke ich, das Problem, dass wir uns bei der Vorbereitung unseres Contents, also bei dem, was wir erstellen und anderen zeigen, manchmal mehr darauf konzentrieren, wie wir es machen, als darauf, was wir eigentlich vermitteln möchten.

Ganz offen und selbstkritisch: Sobald ich merke, dass ich mehr Gedanken darauf verwende, wie ich ein Video bearbeite, wie ich es filme, welche technischen Feinheiten ich auf Instagram nutze oder wie ich verschiedene Elemente miteinander verbinde, als auf den eigentlichen Inhalt selbst, dann habe ich bei mir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Die Auswirkungen von Algorithmusänderungen auf Content Creator

An dieser Stelle möchte ich dir einen kleinen Hintergrund geben, damit du das ungefähr einordnen kannst.

Das war vor ungefähr zweieinhalb Jahren, je nachdem, wann du dieses Video siehst. Damals haben Instagram und Facebook, die miteinander verbunden sind, sowie YouTube ihren Algorithmus völlig verändert. Nach außen sieht es zwar noch ähnlich aus – gleiche Karosserie –, aber der Motor ist ein anderer. Ein schwächerer Motor, mit vielen nachteiligen Folgen, vor allem für dich als Nutzer.

Einige von uns, die Content erstellen, haben das als Etikettenschwindel bezeichnet. Das kann ich nachvollziehen, denn eine der vielen negativen Folgen war folgende: Solange in deinen Videos oder Posts bestimmte Elemente nicht enthalten sind oder die Leute bestimmte Dinge nicht tun, sehen sie deine Posts oder Videos kaum.

Auf YouTube wäre das zum Beispiel, dass nicht viele Leute die Glocke klicken oder das Video bis zum Ende anschauen. Auf Instagram ist es wichtig, dass die Leute den Post abspeichern oder dass sie ein Video in ihrer Story teilen.

Solange das nicht geschieht oder nicht in einer bestimmten Größenordnung passiert, verhindern Instagram und YouTube aktiv, dass dein eigener Inhalt deinen eigenen Followern gezeigt wird. Ich wiederhole es: Instagram und YouTube verhindern aktiv, dass dein eigener Inhalt deinen eigenen Followern angezeigt wird.

Lass dir das mal auf der Zunge zergehen – das ist seit zweieinhalb Jahren so. Die Tragweite davon ist, als hättest du dir ein Fahrrad gekauft, und plötzlich verlangt der Fahrradladen Schutzgeld, damit du dein eigenes Fahrrad nutzen kannst.

Das heißt, jeden Morgen, wenn du damit zur Uni oder zur Arbeit fährst, steht jemand vor der Tür und sagt: „Oh, bekommst du das gleich.“ Das sind wirklich Mafia-Methoden.

Die Motivation hinter der Nutzung von Social Media trotz Schwierigkeiten

Deshalb sieh es mir bitte nach, wenn ich in den Videos auch solche Themen anspreche. Zum einen ist es mir wichtig beziehungsweise ein Anliegen, mehr Menschen zu erreichen. Zum anderen wollen wir beide doch verhindern, dass diese Plattformen dich einfach zensieren und dir vorschreiben, was du sehen und lesen darfst. Das ist gefährlich für uns alle, auch als Gesellschaft.

Rein praktisch betrachtet: Wenn wir als Content Creators – ich mag den Begriff Influencer nicht, deshalb sage ich Content Creators – diese Dinge nicht bedenken, dann brauchen wir irgendwann gar keinen Content mehr zu erstellen. Ich übertreibe jetzt ein wenig und male die Situation schwarz-weiß: Die Plattformen würden einfach verhindern, dass du das sehen kannst.

Manche Leute sagen daraufhin, dass das ein Grund sei, Social Media vollständig zu verlassen, jeden Facebook-Account zu löschen – was viele ja schon gemacht haben –, TikTok und Instagram zu deinstallieren oder sich bei YouTube abzumelden. Das kann man machen, aber ich halte es nicht für sinnvoll.

Zum einen überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile enorm. Nach meiner Morgenandacht kann ich mich einfach hinsetzen und für zehn Minuten einen Text schreiben, der danach 3.000 bis 4.000 Leute erreicht. Dieses Megafon ist sehr beachtlich. Ich kann auch ein Video machen, das mich vielleicht noch einmal zwanzig Minuten kostet – inklusive Schneiden und Ähnlichem – und das wird am Ende des Tages sechzig oder hundert Stunden lang von dir und anderen gesehen. Diese Multiplikation, dieses Megafon, ist trotz vieler Nachteile immer noch wertvoll.

Zum anderen: Wenn du und ich als Christen aufhören würden, christliche Inhalte auf Social Media zu posten, was glaubst du, was dann passieren würde? Deshalb denke ich, dass es sich noch lohnt.

Für uns als Content Creators ist es allerdings immer eine Balance zwischen dem Inhalt, den wir dir vermitteln möchten, und der Verpackung – also wie wir das machen –, damit der Inhalt nicht blockiert wird und der Algorithmus zufrieden ist.

Persönliche Reflexion und Umgang mit der Herausforderung

Es ist schwierig, weil ich merke – und das spreche ich jetzt nur für mich – dass ich, sobald ich mich weniger mit dem Inhalt beschäftige und mehr mit der Verpackung, also damit, wie ich an diesem Algorithmus sozusagen als Zollwächter vorbeikomme, um dir etwas geben zu können, etwas ändern muss.

Ich weiß dann, dass ich mich mehr mit dem "Wie" beschäftige als mit dem "Was". Was ich dann mache, klingt vielleicht simpel, aber ich lese mehr in der Bibel und bete mehr. Dazu möchte ich dich auch ermutigen.

Vor einiger Zeit habe ich einen Bibelleseplan erstellt, der Hunderten von Menschen hilft, die Bibel zu entdecken. Diesen Plan kannst du dir kostenlos über den Link in der Videobeschreibung herunterladen. Zusätzlich gibt es einen nicht öffentlichen Input zu den häufigsten Bibellesefehlern und wie du sie vermeiden kannst.

Du kannst das Video gerne pausieren und dir den Plan immer wieder anschauen. Es ist wirklich eine tolle Gelegenheit.

Persönliches und die Gefahr der Selbstinszenierung

Auch passiert es immer wieder, dass Leute mehr Persönliches aus unserem oder aus meinem Leben wissen wollen. Das habe ich zum Beispiel bis jetzt auf Social Media fast gar nicht gemacht, weil ehrlich gesagt viel von meinem Alltag überhaupt nicht spannend ist.

Ich habe halt einen Bürojob in der Finanzbranche. Na ja, da bin ich für manche Leute eben gestorben, und sie lassen mich das sehr deutlich wissen. Ach Leute, wenn es hilft.

Siehst du, das war meine Entscheidung damals, dass ich mich diesem hier stelle – auch der Ablehnung und der Kritik. Das nehme ich an und stelle mich dem.

Ansonsten beobachte ich es auch bei vielen Usern, ja, auch bei mir selbst manchmal, die Tendenz, dass wir als Social Media User uns manchmal mehr für die Sprecher interessieren. Das sind ja auch häufig ganz spannende Persönlichkeiten. Aber oft geht es weniger um das Gesagte.

Da kann, glaube ich, leicht so ein Hype entstehen – ein Hype um den Botschafter, statt um die Botschaft selbst.

Und ich will wieder ganz ehrlich sein: Weißt du, mich hat es ja auch bewegt, als mir dieses Jahr an die 400 Leute zum Geburtstag gratuliert haben. Klar, als Mensch lässt einen so etwas nicht kalt, und das ist schön. Das ist wirklich so, und ich habe mich wirklich darüber gefreut.

Aber dann halte ich mir wieder vor Augen: Darum geht es nicht.

Die zentrale Botschaft und das Geschenk zum Abschluss

Ich habe wirklich darüber nachgedacht und möchte Folgendes sagen: Der Hauptgrund, warum ich hier auf Social Media aktiv bin, mit Posts und Videos, und warum ich Gratisinhalte verschenke, ist folgender. Als Autor möchte ich Menschen begeistern, damit sie meine Bücher kaufen. Dazu stehe ich auch. Das könnte ich aber auch anders machen.

Der eigentliche Grund, warum ich das mache, ist, dass es bestimmte Punkte gibt, zu denen ich etwas zu sagen habe. Das heißt, meine Existenzberechtigung auf diesen Social-Media-Plattformen ist der Inhalt.

Wenn ich diesen Inhalt, diese Botschaft, herausnehme und mich stattdessen als Boten in den Vordergrund stelle, fürchte ich, dann entkerne ich das Ganze. Das würde die Sache auf den Kopf stellen.

Deshalb habe ich überhaupt nichts dagegen, auch mal etwas Persönliches zu posten. Wenn andere ihr Leben in den Vordergrund rücken wollen, ist das völlig in Ordnung.

Meine Sicht der Dinge ist jedoch: Ich möchte hauptsächlich der Sache dienen. Ich will versuchen, der Versuchung der Selbstbeschäftigung zu widerstehen und nicht an der Selfiekultur teilzunehmen.

Deshalb sage ich, und das meine ich auch als Nutzer von Social Media: Nicht der Sprecher entscheidet, sondern das Gesagte.

Bis jetzt hält sich die Anzahl der Hasskommentare und bösen Zuschriften, die ich bekomme, in Grenzen. Es gibt ganz andere Beispiele – ich denke da an dich, Li Marie. Aber es geht wirklich.

Gleichzeitig ist es manchmal so, dass Leute mich als Sprecher thematisieren und dabei völlig ignorieren, was ich sage und warum ich es sage. Das ist doch irgendwie peinlich.

Deshalb sollten wir uns auf den Inhalt konzentrieren und uns nicht ablenken lassen. So sehe ich das.

Solange du ohne deine Social-Media-Präsenz nichts zu sagen hast, solltest du sie vielleicht nicht haben.

Ich habe dir versprochen, dass ich noch etwas sehr Cooles für dich habe – und das stimmt auch.

Du kannst dir hier unter diesem Video gratis die Bibel-Staathilfe mitnehmen, die ich für dich kreiert habe und die schon hunderten Menschen geholfen hat.

Dort gehe ich mit dir Schritt für Schritt durch die biblischen Bücher. Du lernst im Videotraining, wie du die häufigsten Bibellesefehler vermeiden kannst. Das ist praktisch.

Außerdem bekommst du einen Überblick über die besten und hilfreichsten Bibelübersetzungen und Leitfäden.

Klicke dazu einfach auf den Link hier in der Videobeschreibung oder auf Instagram unter „Link in Bio“. Das ist mein Geschenk an dich.