
Ist euch Monopoly bekannt? Das ist ein Spiel, das schon so manchen verkrachten Familienabend verursacht hat. Es endet entweder damit, dass einer gewinnt und die anderen ruiniert sind, oder dass alle nach drei Stunden keine Lust mehr haben. Manchmal rastet auch jemand aus und dreht das Spielbrett um. So endet ein solcher Abend in der Regel auf eine dieser drei Arten.
Bei Monopoly gibt es eine „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte. Jeder, der das Spiel schon einmal gespielt hat, kennt diese Gemeinschaftskarte. Wenn man sie zieht, darf man vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Das ist eine gewisse Ungerechtigkeit, denn eigentlich sitzt man ja gut fest. Es sei denn, man zieht selbst so eine Karte – dann freut man sich natürlich, einfach so aus dem Gefängnis entlassen zu werden.
Diese Gefängnisfreikarte wäre doch etwas, das uns im Blick auf unser Leben gefallen würde. Wir sehnen uns alle nach Freiheit. Kaum eine Partei hat nicht Freiheit in ihrem Wahlprogramm stehen, weil jeder von uns weiß und nachvollziehen kann, dass es erstrebenswert ist, frei zu sein.
Vielleicht fühlst du dich ein bisschen eingeengt. Vielleicht fühlst du dich tatsächlich wie in einem Gefängnis. Manchmal bist du vielleicht gefangen in deinen eigenen Gedanken und findest keinen Ausweg. Es gibt Menschen, die sorgenvoll sind und immer nach einer Lösung für ihre Probleme suchen, aber den Ausweg nicht finden.
Manche haben Angst, obwohl kein akuter Grund dafür besteht. Sie leben unter ständiger Angst – Angst vor einer möglichen Krankheit, die kommen könnte, oder vor dem Tod, oder vor anderen Dingen, die passieren könnten.
Vielleicht möchtest du aus diesem Gefängnis heraus. Oder du möchtest aus dem Gefängnis deiner eigenen Geschichte entkommen. Wir sind ja alle irgendwie in unserer Biografie gefangen. Möchtest du aus deiner Familiengeschichte heraus? Oder aus dem, was in deinem Leben schon alles vorgefallen ist? Du weißt, dass da eine Menge Mist dabei war, aber es ist nun mal deine Geschichte und du kommst nicht heraus.
Oder du möchtest aus deinen Gewohnheiten ausbrechen – aus schlechten Gewohnheiten, die du mal angefangen hast, weil sie attraktiv erschienen. Plötzlich merkst du, dass du schon fast süchtig bist oder es tatsächlich bist. Du bist abhängig von Dingen, von denen du weißt, dass sie schlecht sind.
So gibt es viele Bereiche in unserem Leben, die uns die Freiheit nehmen. Eine...
Eine hoffnungsvolle Botschaft enthält das Spektakel um einen gewissen Barabbas. Heute lese ich einen Text aus dem Lukas-Evangelium vor, Kapitel 23, ab Vers 13.
Dort heißt es: Als Pilatus, der Gouverneur von Jerusalem, die Hohenpriester, die Obersten und das Volk zusammengerufen hatte, sprach er zu ihnen: „Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht“, da stand Jesus, der hier angeklagt worden war. „Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache ich das Volk abspenstig. Siehe, ich habe ihn vor euch verhört und an diesem Menschen keine Schuld gefunden, worin ihr ihn anklagt. Auch Herodes nicht, denn er hat ihn zu uns zurückgesandt. Siehe, nichts Todeswürdiges ist von ihm getan. Ich will ihn nun züchtigen und losgeben.“
Doch sie schrien allesamt und sagten: „Weg mit diesem! Gib uns aber den Barabbas los!“ Barabbas war wegen eines Aufruhrs, der in der Stadt geschehen war, und wegen eines Mordes ins Gefängnis geworfen worden.
Pilatus rief ihnen nun wieder zu, weil er Jesus losgeben wollte. Doch sie schrien dagegen und riefen: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Er aber sprach zum dritten Mal zu ihnen: „Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine Todesursache an ihm gefunden. Ich will ihn nun züchtigen und losgeben.“
Sie aber setzten ihm mit lautem Geschrei zu und forderten, dass er gekreuzigt werde. Ihr Geschrei nahm Überhand. Pilatus aber entschied, ihre Forderung zu erfüllen.
Er gab den frei, der wegen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden war, den sie forderten. Jesus aber übergab er ihrem Willen. (Lukas 23,13-25)
Zwei Männer sind hier Gefangene der römischen Besatzungsmacht, und beiden wird etwas Ähnliches vorgeworfen: eine staatskritische Haltung. Diese Haltung lässt sie als Feinde des Systems erscheinen.
Der eine heißt Barabbas. Er ist Mitglied der Untergrundbewegung, die den jüdischen Staat anstrebt. Ihr Ziel ist der Sturz der römischen Vorherrschaft. Wenn dazu eine Kopfamputation oder sogar eine Ganzkörperentfernung notwendig ist, dann ist Barabbas dieses Mittel gerade recht. Er hat einen politischen Mord begangen und gilt als Terrorist. Das ist also ein Mann, den man als gefährlich einschätzt und der natürlich weggesperrt werden muss. Barabbas ist bereits verurteilt und wartet auf seine Hinrichtung.
Der andere Gefangene ist Jesus. Er wird gerade verhört und steht vor der Volksmenge, die Pilatus zusammengerufen hat. Die Ankläger sind die obersten jüdischen religiösen Führungspersönlichkeiten im Volk. Dort steht der Richter Pilatus, der nun entscheiden muss. Es fällt Pilatus schwer, Jesus eine Schuld nachzuweisen, denn Jesus hat keine.
Das macht den Prozess besonders: Jesus hat nicht gemordet, nicht gestohlen, nicht gelogen, nicht gehetzt und auch nicht gehurt. Es ist daher schwierig, eine handfeste Anklage zu formulieren. Dennoch liegt eine Anklage vonseiten der religiösen jüdischen Oberschicht vor. Diese Leute hassen Jesus. Sie sind eifersüchtig auf ihn, weil er die Menschen so sehr beeindruckt – durch das, was er darstellt, durch seine Worte und durch seine liebevollen Handlungen, wie die Heilungen, die er vollbracht hat. So hat er die Menschenmassen auf seine Seite gezogen.
Der Einfluss der religiösen Führungsschicht schwand von Tag zu Tag, während der Einfluss Jesu wuchs. Das konnten sie nicht einfach tatenlos mitansehen.
In Kapitel 22, ein Kapitel zuvor, hatten sie Jesus gefangen genommen. Sie verspotteten ihn und schlugen ihn. Nun hatten sie ihn einmal in ihrer Gewalt, und sie trieben ihr Unwesen mit ihm.
Am nächsten Tag wird Jesus verhört. Der Hohe Rat fragt ihn: "Bist du der Sohn Gottes?" In Kapitel 22 antwortet Jesus souverän: "Ihr sagt es, ich bin es." Er steht ruhig da, schaut ihnen in die Augen und bestätigt die Frage. Damit ist alles gesagt.
Darum dreht sich dieser Prozess, darum dreht sich im Grunde genommen die Weltgeschichte. Und auch die Geschichte deines Lebens dreht sich um diese Frage: Bist du der Sohn Gottes?
Diese wesentliche Frage wird ihm gestellt, und Jesus gibt zwei mögliche Antworten darauf. Entweder ist es nicht so. Viele glaubten, dass er es sei, wegen der Wundertaten, die er vollbrachte, und der großen Autorität, die von ihm ausging. Auch er selbst sprach davon, nicht zuletzt hier vor Gericht.
Natürlich könnte das alles ein großer Bluff gewesen sein. Vielleicht hat Jesus die Leute manipuliert. Es gibt Menschen, die ein gewisses Charisma besitzen und andere begeistern können. Vielleicht war er ein Mann, der wirklich manipulieren und beeinflussen konnte, aber ein Lügner und Betrüger war. Oder er war jemand, der sich so in etwas hineingesteigert hat – es gibt Menschen, die in einer anderen Welt leben – dass er selbst glaubte, der Sohn Gottes zu sein, obwohl es nicht stimmte.
Das ist die eine Möglichkeit: Entweder war er ein bisschen übergeschnappt und hat die Leute betrogen, oder die Alternative ist, dass er wirklich der Sohn Gottes ist.
Meine Überzeugung ist, dass wir bis heute eine Antwort auf diese Frage finden müssen – für uns ganz persönlich. Glaubst du, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Davon hängt alles ab.
Wenn er es nicht war, dann ist es interessant, sich dieses alte Buch literarisch anzuschauen, das Generationen beeinflusst hat. Aber dann bleibt es Geschichte, wie andere Teile unserer Geschichte auch.
Wenn er aber der Sohn Gottes ist und der Anspruch, den Jesus erhoben hat, wahr ist, dann soll er die Mitte deines Lebens sein. Denn dann ist er nicht nur ein Mensch, sondern der von Gott gekommene Erlöser, von dem wir als Menschen abhängig sind.
Dann haben wir keine andere Möglichkeit, errettet zu werden. Jesus sagt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Gott hat in diesem Mann ein für allemal gesprochen. Nachdem er in der Geschichte durch die Propheten, ehemals zu den Vätern, wie es im Hebräerbrief heißt, immer wieder geredet hat, hat er am Ende dieser Tage zu uns gesprochen – im Sohn. Und das ist Gottes letztes Wort.
Wenn Gott ein letztes Wort spricht, heißt das: Entweder gehst du auf dieses Angebot ein, oder die Beziehung zu Gott kommt nie zustande.
Ist es wahr, Jesus, dass du der Sohn Gottes bist?
Erleichterung am Hohen Gerichtshof. Das ist eine Aussage, aus der man dem Mann den Strick drehen kann.
„Ihr sagt es, dass ich es bin.“ Das ist Blasphemie. Dafür steht die Todesstrafe. Wie kann ein Mensch sagen, er sei Gott? Große Empörung bei den Anwesenden, zumindest bei denen, die eifersüchtig waren und nur auf eine Gelegenheit warteten, Jesus aus dem Weg zu schaffen.
Jetzt konnte der Hohe Rat ein Urteil wegen der Besatzer, der Römer, nicht vollstrecken. Deshalb wird Jesus zum Statthalter Pontius Pilatus geführt, dem von den Römern eingesetzten Gouverneur. Damit die Römer überhaupt einen Grund hatten, Todesurteile zu fällen, wurde die Anklage so umgewandelt, dass politische Aspekte im Vordergrund stehen.
Für einen Römer war es völlig unwichtig, ob jemand den jüdischen Gott lästert oder nicht. Das hätte die römische Justiz kaltgelassen. Es konnte Pilatus aber nicht egal sein, wenn Jesus einen Aufstand plante. Wenn das wahr wäre oder Rom davon Wind bekäme und Pilatus nichts unternehmen würde, dann hätte er natürlich Schwierigkeiten bekommen.
Deshalb begründet der Hohe Rat die Anklage damit, dass Jesus zum König werden wolle. „Er verführt unsere Nation“, sagen sie, „er redet den Leuten aus, Steuern zu zahlen. Er sagt, dass er selbst, der Christus, ein König sei.“ Da kommt auf einmal ein Konkurrent.
„Leute, ihr müsst aufpassen. Weiß der Augustus in Rom darüber Bescheid? Pilatus, wir führen dir diesen Mann vor, damit du etwas unternimmst.“
Und jetzt kommen wir zu dem Abschnitt, in den wir vorhin in Vers 13, Kapitel 23 eingetaucht sind. Als Pilatus meint, alle Fakten geordnet vorliegen zu haben, ruft er alle Beteiligten zusammen – die Ankläger und das ganze Volk –, um ihnen seine Entscheidung mitzuteilen.
Pilatus selbst ist als Richter unparteiisch. Man erwartet von einem Richter, dass er sich nicht auf die eine oder andere Seite schlägt. Seine neutrale Überzeugung lautet: „Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.“ Er hat sich mit Jesus befasst. Wahrscheinlich war es nicht nur das Gespräch, das er mit Jesus geführt hat, sondern er hat sich auch Informationen von seinen Leuten und Informanten im Land eingeholt. Wenn ein Gouverneur nicht wenigstens ein bisschen das Ohr am Volk hat, ist er ein schlechter Regent. Und so sagt er: „Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. Es tut mir leid, ich habe mich bemüht, aber ich kann nichts finden, was ein Urteil rechtfertigen würde.“
In Vers 14 wiederholt er das noch einmal und gibt auch das Ergebnis eines zweiten Gutachtens bekannt. Er sagt: „Herodes hat ihn zu uns zurückgesandt, und siehe, nichts Todeswürdiges ist von ihm getan.“ Zwei, die das geprüft haben – Pontius Pilatus, der römische Statthalter, und Herodes, der kein Interesse daran hatte, Jesus zu schützen – kommen zu demselben Ergebnis: „Da liegt nichts vor, dieser Mann darf nicht verurteilt werden.“
Trotz permanenter Überwachung und ständiger Beobachtung konnte niemand dem Sohn Gottes irgendeine Sünde vorwerfen. Johannes schreibt im ersten Johannesbrief: „Sünde ist nicht in ihm.“ Und Petrus schreibt in seinem ersten Brief: „Er hat keine Sünde getan.“ Diese beiden Männer, die drei Jahre lang Tag und Nacht mit Jesus verbracht hatten, sind zu dieser Überzeugung gelangt.
Wenn ich hier vor Ihnen stehe und große Reden halte, könnte man beeindruckt sein. Aber wenn Sie mich im Privatleben beobachten würden, würden Sie merken, dass ich auch Fehler mache und keineswegs vollkommen bin. Die Jünger – Johannes, Petrus und zehn andere – waren drei Jahre lang mit Jesus unterwegs. Sie haben nicht nur seine Reden gehört, sondern viele Gespräche mit ihm geführt, mit ihm zusammen gegessen und Quartiere gesucht, in denen sie übernachteten. Wie viele Abende mag es gegeben haben, die sie im Gespräch miteinander verbrachten? Diese Männer sind zu der Überzeugung gelangt: keine Schuld, keine Sünden. Niemals haben sie ein verletzendes Wort von ihm gehört, keine Tat oder ein Verhalten, das seiner Göttlichkeit widersprochen hätte.
Thomas, auch einer der Zwölf, sieht Jesus nach der Auferstehung und kann nicht anders, als zu sagen: „Mein Herr und mein Gott.“ Das war nicht nur ein kumpelhaftes Verhältnis, sondern sie waren überzeugt, dass Jesus keine Sünde getan hat.
Der Apostel Paulus schreibt im 2. Korintherbrief Kapitel 5: „Den, der Sünde nicht kannte, hat Gott für uns zur Sünde gemacht.“ Jesus, der keine Schuld hatte, wurde verurteilt und hingerichtet. Gott hat ihn zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn gerechtfertigt werden. Er, der keinen Grund geliefert hätte, hingerichtet zu werden, hing aus einem einzigen Grund am Kreuz: weil du und ich Sünder sind und er als unser Stellvertreter ans Kreuz gegangen ist.
Jesus starb für dich und für mich am Kreuz.
Pilatus ist unparteiisch, die Hohenpriester und Obersten sind es nicht. Pilatus wusste, dass sie Jesus aus Neid überliefert hatten, so steht es in Matthäus 27. Der dicke Statthalter hofft, dass Jesus aufgrund der dünnen Beweislage von der Gnade der Passafestamnestie profitieren kann.
Doch plötzlich herrscht Massenhysterie. Man kann sagen: Masse gegen Masse. Pilatus, wohlgenährt und hoffnungsvoll, steht einer wütenden Volksmenge gegenüber. Dröhnende Kampfgesänge zerschmettern seine Hoffnung: „Weg mit diesem! Gib uns den Barabbas los!“ Das Volk ist für die Amnestie, allerdings für die von Barabbas. Alle schreien sich heiser.
Es gibt zwei Gründe, warum das Volk Barabbas fordert. Man wundert sich, wie die Geschichte so weitergeht, denn Jesus hatte die Leute beeindruckt. Doch nun steht das Volk da und schreit: „Kreuzige ihn! Gib uns diesen Mörder, diesen Barabbas!“
Der erste Grund: Sie hatten kein Problem mit Barabbas. Ganz im Gegenteil, Barabbas stand für Römerhass und war ein Volksheld für die Juden, die hier stehen und schreien: „Yeah, Barabbas, mach sie nass, zeig diesen römischen Schweinen!“ Sie mochten ihn, denn er war einer von ihnen, der Mut bewiesen hatte, sich gegen die Römer zu stellen.
Der zweite Grund: Die jüdischen Bonzen hatten Stimmung gemacht. In Markus 15 steht: „Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, damit sie lieber Barabbas freiließen.“ Sie waren gekauft, bestochen worden. Eigentlich schwach von jedem, der da mitschreit. Aber so ist das: Wenn alle schreien, schreit man mit und lässt sich von der Welle mitreißen.
So ist es leider auch in unserer Gesellschaft. Wenn alle sagen, dass die Lehre von Hölle und Sünde überholt ist, dass man das nicht mehr öffentlich aussprechen darf, hält man sich bedeckt. So sind wir Menschen.
Der Schwächste von allen hier ist Pilatus, denn er gibt sein Richteramt aus der Hand. Die Menge soll entscheiden – das macht er sich ziemlich leicht. Es kommt zu einem Volksentscheid, und alle brüllen: „Barabbas! Wir wollen Barabbas!“
Wir lesen in 2. Mose Kapitel 23, wo Gott dem Mose seine Gebote mitgeteilt hat: „Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen. Du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst.“ Diese Schuld kann man Pilatus anlasten. Er hat das Recht gebeugt und ist seiner Funktion als Richter nicht gerecht geworden.
Wer ist eigentlich dieser Barabbas? Was für ein Mann ist das? Ich möchte drei Aspekte hervorheben:
Erstens: Barabbas ist wegen Auflehnung eingesperrt.
Zweitens: Barabbas ist zum Tode verurteilt.
Drittens: Barabbas ist zum Leben begnadigt.
Wir wissen nicht viel über ihn, aber diese drei Punkte können wir sagen.
Barabbas ist wegen Aufruhr eingesperrt. Gleich zweimal wird das erwähnt: Barabbas war wegen eines Aufruhrs und wegen Mordes im Gefängnis (Vers 19 und 25).
Barabbas und Jesus haben ein verblüffend gleiches Ziel: die Befreiung. Trotzdem gingen sie ganz unterschiedliche Wege.
Jesus geht den Weg der Liebe. Durch Liebe will er Menschen gewinnen. Er war keiner, der sich aufdrängte, sondern bot sich an, reichte seinem Gegenüber die Hand. Wenn zum Beispiel ein Reicher zu Jesus kam und er sagte: „Das bringt’s nicht, verteile dein Vermögen, komm und folge mir nach“, und der junge Mann antwortete, er könne das nicht, dann versuchte Jesus nie, ihn aufzuhalten. Er sagte liebevoll, was zu sagen war, überließ die Entscheidung aber immer dem anderen. Gewalt wandte er niemals an. Als seine Jünger einmal das Schwert zogen, um Jesus im Garten zu verteidigen, sagte er: „Stecke dein Schwert weg.“ Jesus wehrte sich gegen jede Art von Gewalt.
Durch Liebe wollte er Menschen gewinnen und verändern. Er sagte: „Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.“ Das war seine Haltung.
Am Ende erlöst Jesus die Menschen von ihrer Schuld. Er bezahlt für ihre Schuld am Kreuz und bringt sie aus Liebe wieder mit Gott in Verbindung.
Für Barabbas und die Menschen, die für ihn eintreten, sind die Ideale, für die Jesus steht, eine unrealistische Fantasie.
Barabbas geht den Weg der Gewalt. Er war ein Zelot, ein Terrorist, der mit Gewalt das Reich Gottes auf Erden errichten wollte. Wenn es nicht mit Gewalt ging, dann eben mit einem größeren Hammer. Ärmel hochkrempeln war damals ein Zeichen von Stärke. Wer keine Gewalt anwandte, galt als schwach. Rache und Gewalt waren Tugenden, und Barabbas lebte diese voll aus. Als Kind seiner Zeit wollte er die Römer mit aller Härte aus dem heiligen Land vertreiben. Er meinte, dadurch Gutes zu tun und Gottes Willen zu erfüllen.
Das ist derselbe Irrsinn wie später die Kreuzzüge, bei denen man meinte, mit Gewalt das Reich Gottes verbreiten zu müssen. Das ist selbstverständlich abzulehnen. Leider ist das bis heute ein Makel der christlichen Kirche, der oft kritisiert wird. Man hört dann: „Schaut euch die Christen an, die sind auch nicht besser als Muslime, die haben auch Gewalt angewandt.“ Jesus sagte: „Stecke das Schwert weg.“ Mohammed war da anders.
Wenn wir an den Anfang zurückgehen: Was Jesus wollte und was daraus geworden ist, ist eine ganz andere Frage. Wie andere Religionen ihre Ideologie verbreiten, zeigt sich auch im scheinbar friedlichen Buddhismus, dass es erhebliche Unterschiede gibt.
Im Grunde sind wir Menschen wie Barabbas. Barabbas ist ein Rebell. Er ist aufständig, nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen Gott. Er konnte nicht warten, bis Gottes Stunde gekommen ist, sondern wollte die Erlösung selbst herbeiführen. Das war auch die Erwartung vieler Leute, sogar der Jünger, dass das römische Reich abgelöst würde. Barabbas hat dafür gekämpft.
Wir sind alle solche Rebellen, Widerstandskämpfer gegen Gottes Herrschaft. Ich kenne das aus meinem eigenen Herzen: Ich werde schnell aufgebracht, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle. Es fällt schwer, auf Gott zu warten, seine Wege zu akzeptieren und zu sagen: „Herr, dein Wille geschehe, nicht mein Wille.“ Gott lässt manches in unserem Leben zu, das wir nicht verstehen. Unser erster Impuls ist oft Widerstand.
Viele machen Gott den Vorwurf: „Wenn du ein Gott der Liebe bist, warum gibt es Leid?“ Dann wollen sie nichts mehr mit diesem Gott zu tun haben. So rebellieren viele Menschen gegen Gott.
Doch Reich Gottes heißt, dass Gott regiert. Wir müssen einen Schritt zurückgehen und sagen: „Herr, du bist Gott.“ Es wäre merkwürdig, wenn wir Gottes Wege verstehen würden. Dann gäbe es keinen großen Unterschied zwischen Gottes Intellekt und unserem.
Reich Gottes heißt: Er regiert. Wenn wir Gott Gott sein ließen, hätten wir Frieden in der Welt. Wenn wir Gott Gott sein ließen, würde vieles anders laufen – im zwischenmenschlichen und im weltpolitischen Verhältnis.
Aber wir Menschen sind im Aufstand. Wir rebellieren, krempeln die Ärmel hoch und wollen uns selbst erlösen, unser Leben selbst meistern und unser Glück allein suchen. Wir sind Barabbas, von Natur aus Sünder und in Auflehnung gegen Gott.
Barabbas ist wegen Auflehnung eingesperrt. Zweitens: Barabbas ist zum Tode verurteilt. Ein Leben wie seines endet mit dem Tod. Barabbas ist ein Mörder. Er hatte nach eigener Justiz bei einem Massaker einen oder mehrere Menschen getötet. Seine Schuld ist erwiesen, es gibt Zeugen für seine Tat.
Barabbas wurde verhaftet und in ein Gefängnis ohne Sterne und ohne Klinke gesperrt. Ich stelle mir vor, wie er in seiner Zelle sitzt, wenige Stunden vor seinem sicheren Tod am Kreuz, auf sein Leben zurückblickt und feststellt: „Ich habe mein Leben vertan. Mein Leben geht vorzeitig zu Ende. Die Ziele, für die ich lebte, sind nicht mehr wichtig. Die Ideale zählen nicht mehr. Jetzt habe ich die Quittung für mein Leben als Rebell bekommen.“ Das Urteil lautet Tod am Kreuz.
Vielleicht fürchtet er die Geißelung, die vorher stattfinden wird. Die Römer waren nicht zimperlich. Sie hatten Peitschen mit Haken, Knochen und Krallen, die sich in die Haut gruben. Wer den Film „Passion Christi“ gesehen hat, weiß, dass die Szene der Geißelung der Realität nahekommt.
Dieser Barabbas hat berechtigterweise Angst in seiner Zelle.
Sünde hat ihren Lohn, und sie besteht darauf, diesen Lohn einzufordern. In der Bibel steht: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“
Wenn unser Leben zu Ende geht, ernten wir etwas – so oder so.
Barabbas wartet auf sein Ende. Ich will nicht rechtfertigen, wie Menschen gegeißelt werden, aber feststeht: Die Bibel sagt, der Lohn der Sünde ist der Tod. Barabbas bekommt die Quittung für sein Leben.
Jesus sagte in Matthäus Kapitel 13: „Wie das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird“ – vielleicht passt das gut in diese Jahreszeit, und manche Landwirte können das nachvollziehen.
So wird es auch bei der Vollendung des Zeitalters sein: „Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und diejenigen, die Gesetzloses tun, in den Feuerofen werfen. Dort wird Weinen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters.“ Und Jesus sagt: „Wer Ohren hat, der höre.“
Es gibt diese beiden Seiten: die Hölle und das Reich Gottes. Die Gerechten werden im Reich ihres Vaters leuchten.
An der Ernte des letzten Jahres können wir nichts mehr ändern. Aber wenn wir richtig säen, können wir die Ernte des nächsten Jahres sehr wohl beeinflussen. Das ist nachvollziehbar: Was der Mensch sät, wird er ernten.
Wenn wir auf Gott vertrauen und auf ihn setzen, werden die Früchte gut sein. Wenn wir aber in der Sünde verharren und das Unkraut der unreinen Gedanken in unserem Leben wuchert, wenn wir es akzeptieren und uns damit abfinden, dann werden wir das ernten, was wir gesät haben.
Das ist ein ernstes Thema, aber ich kann nicht anders, als es auszusprechen, weil es zur biblischen Botschaft gehört.
Der Teufel selbst ist der Ankläger, der uns vor Gottes Gericht unsere Schuld vorwirft. Tod und Totenreich werden in der Bibel auch mit einem Gefängnis verglichen. Siehe 1. Petrus 3,19.
Das ist der Ort, „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. Es schmerzt, wenn das Gewissen brennt und man sich quält mit Gedanken: „Ach, hätte ich doch damals…“ Das ist die Hölle.
Zu sagen: „Hätte ich doch damals bei der Zeltevangelisation von Jesus dieses Angebot angenommen“, aber die Zeit ist abgelaufen. Dann ist es unwiederbringlich Vergangenheit, und man muss sagen: „Hätte ich mich doch retten lassen.“ Man hat zugehört, ist nach Hause gegangen, hat zugelassen, dass der Teufel weiter Unkraut in die Gedankenwelt sät, und nach ein oder zwei Wochen hat man es vergessen und damit den größten Fehler seines Lebens begangen.
Wir sind Barabbas. Wir sind angeklagt und zum Tode verurteilt. Wir haben den Tod verdient. Keiner kann vor Gott bestehen.
Nun zum letzten Punkt: Barabbas ist zum Leben begnadigt.
Da sitzt Barabbas in seinem Verlies, hinter ihm sein verlorenes Leben, vor ihm der Tod. Er hat keine „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte. Es ist der letzte Tag seines Lebens. Jeden Moment wird seine Hinrichtung stattfinden.
Dann hört er Schritte. Soldaten marschieren den Gefängnisgang entlang. „Abteilung Halt!“ hört er. Er weiß: Es ist so weit. Das ist sein Ende.
Doch dann hört er, wie die Tür der Nachbarzelle aufgerissen wird. Zwei seiner Kumpel werden zur Vollstreckung der Todesstrafe abgeführt. Als sie weg sind, öffnet der wachhabende Offizier seine Tür und sagt: „Barabbas, du hast Schwein gehabt. Du fällst unter die Amnestie. Geh aus dem Gefängnis!“
Barabbas versteht kein Wort, als der Offizier ihm erklärt, dass es eine Wahl gab, ob er oder ein gewisser Jesus freigelassen werden soll. Man hat sich für ihn entschieden, während Jesus hingerichtet wird.
Er versteht erst recht kein Wort. Das Einzige, was ihm langsam klar wird, ist: „Ich bin frei. Ich kann gehen.“ Er sollte nicht zu lange zögern, die Karte annehmen und gehen.
Ihm ist Gnade widerfahren. Seine Strafe trägt ein anderer. Das ist das Evangelium.
Von dem italienischen König Umberto, der um 1900 regierte, wird erzählt, dass ihm ein Gnadengesuch vorgelegt wurde – einem Verurteilten sollte der letzte Teil seiner Strafe erlassen werden. Der Justizminister hatte unter das Gesuch geschrieben: „Gnade unmöglich, im Gefängnis zu belassen.“ König Umberto prüfte den Fall und setzte das Komma um. Nun hieß es: „Gnade, unmöglich im Gefängnis zu belassen.“ So war es für Barabbas: Er wurde begnadigt.
Jemand hat sich für ihn eingesetzt – der Sohn Gottes selbst. Er übernahm die Strafe. Während Barabbas zum Tod verurteilt wurde, ist er begnadigt.
Als sich Barabbas’ Augen ans Tageslicht gewöhnt hatten, traute er kaum seinen Augen. Nachdem er durch die Stadt und das Tor gegangen war, sah er draußen auf dem Hügel eine riesige Menschenmenge und drei Kreuze.
Auf dem Hinrichtungshügel Golgatha waren sie errichtet worden, vor Jerusalem, der Stadt, drei Kreuze. An jedem Kreuz hing ein Mann.
Die beiden Männer links und rechts kannte er. Es waren seine Zellengenossen, Gesinnungsgenossen, Terroristen, Mörder – schuldig wie er.
Den in der Mitte kannte er nicht. Er wusste nur, dass das sein Platz gewesen wäre, dass dort Barabbas gehangen hätte – am Kreuz in der Mitte.
Und dass dieser, der jetzt dort hing, Jesus, ihm das Leben geschenkt hatte.
Wer das glaubt, dass Jesus als Sohn Gottes sein Leben für dich gegeben hat, muss nicht das ganze Neue Testament oder die ganze christliche Theologie gelernt haben, um sich zu bekehren.
Wenn du weißt, dass du Sünder bist und verloren, und wenn du glaubst, dass Jesus Retter ist, dann kannst du das annehmen.
Ob Barabbas das getan hat, wissen wir nicht. Ob er es mit ungläubigen Augen betrachtete oder mit gläubigem Herzen anbetete, sagt uns die Bibel nicht.
Die Bibel verrät uns: Wer an Jesus glaubt, ist frei von Sünde. Wer seine Schuld bekennt, dem wird vergeben. Wer an Jesus glaubt, hat das ewige Leben.
Das hast du in diesen Tagen immer wieder gehört.
Worauf willst du noch warten, es anzunehmen? Nimm diese Karte und sieh zu, dass du davonkommst.
Worauf willst du warten? Auf den nächsten Unfall oder das nächste Ablenkungsmanöver des Teufels?
Wenn es dir heute klar geworden ist, ist das ein guter Tag, sich zu bekehren.
In einer Szene aus „Harry und Sally“, einem Liebesfilm der Achtzigerjahre, macht Billy Crystal klare Sache mit Meg Ryan. Ein schönes Zitat: „Wenn man begriffen hat, dass man den Rest des Lebens zusammen verbringen will, dann will man, dass der Rest des Lebens so schnell wie möglich beginnt.“ Jeder Tag ist ein verlorener Tag, wenn du es noch aufschiebst.
Jesus überreicht dir diese „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte, wenn du willst. Du musst nichts bezahlen, das hat er übernommen.
In Jesaja 53 heißt es: „Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Rebellion, unserer Sünde willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“
In unserem Leben ist es wie bei einem Monopoliespiel: Es geht immer im Kreis, immer dieselben Straßen, immer in diesem Viereck herum.
Es ist wie bei einem Gefangenen in lebenslanger Haft, der jeden Quadratzentimeter seiner Zelle kennt, jeden Gang, jede Treppe – nur den Weg nach draußen kennt er nicht. Der Weg in die Freiheit ist ihm fremd, er ist ihn nie gegangen.
Wir haben in unserem Leben unsere bekannten Trampelpfade. Das ist unser eingeschränkter Horizont. Dazu gehören Autorennen, eine hübsche Freundin und so weiter. Das ist das Leben, das wir uns erträumt haben. Manches klappt, es gibt Höhen und Tiefen – das gehört dazu.
Wir versuchen, in diesem Leben klarzukommen. Aber die meisten Trampelpfade führen im Kreis herum. Wir drehen uns oft um uns selbst, um unsere Angelegenheiten. Dann verdrängen und verharmlosen wir, vergessen unsere Schuld.
Das ist alles nur wie ein Freigang auf dem Gefängnishof, wo man ein bisschen frische Luft schnappen kann. Am Ende landen wir wieder in der Zelle, im Gefängnis unserer Schuld.
Doch der Weg in die Freiheit, heraus aus der Sünde, steht dir offen, auch wenn er dir fremd ist.
Jesus ruft dich: „Komm heraus!“ Jesus reicht dir seine Hand.
Wenn du zu Jesus gehörst, bist du frei, errettet und begnadigt.
Das bietet dir Jesus heute an.
Und es gibt zwei Gründe, warum das Volk für Barabbas ist. Man wundert sich ja, dass die Geschichte hier so weitergeht. Jesus hat die Leute doch so beeindruckt, und nun steht das Volk plötzlich da und alle schreien: „Kreuzige ihn! Gib uns stattdessen diesen Mörder, diesen Barabbas, frei!“
Der erste Grund ist, dass sie mit Barabbas überhaupt kein Problem hatten. Ganz im Gegenteil: Barabbas steht für Römerhass. Deshalb war dieser Mann ein Volksheld für die Juden, die hier stehen und schreien. Sie riefen: „Yeah, Barabbas, mach sie nass, zeig diesen römischen Schweinen, wo es langgeht!“ Sie mochten Barabbas sehr. Er war einer von ihnen, ein Mann aus dem Volk, der Mut bewiesen hatte, sich gegen die Römer zu stellen. Das ist der erste Grund.
Der zweite Grund, warum sie Barabbas forderten, war, dass die jüdischen Bonzen Stimmung gemacht hatten. In Markus 15 heißt es: Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, damit sie lieber Barabbas freigaben. Diese Führer waren gekauft, bestochen worden.
Eigentlich ist es schwach von jedem, der dann da mitschreit. Aber so ist es, wenn alle schreien, dann schreist du mit. Du lässt dich von so einer Welle mitreißen. Wenn du alleine oder mit zwei, drei Leuten bist, bekommst du vielleicht auch Schwierigkeiten. So ist es leider auch in unserer Gesellschaft.
Wenn alle sagen, dass das hier alles überholt ist, dass man das nicht mehr so lehren darf, und dann auch Begriffe wie Hölle und Sünde nicht mehr öffentlich ausgesprochen werden dürfen, dann hält man sich lieber bedeckt. So sind wir Menschen eben.
Der Schwächste von denen hier ist Pilatus, denn er gibt sein Richteramt aus der Hand. Die Menge soll entscheiden – das klingt zunächst ziemlich einfach.
Es kommt hier zu einem Volksentscheid, und dann rufen alle: „Barabbas, wir wollen Barabbas!“
Wir lesen dazu in 2. Mose 23, wo Gott dem Mose seine Gebote mitgeteilt hat. Dort steht: „Du sollst der Menge nicht zum Bösen folgen. Du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst.“
Diese Schuld kann man Pilatus in jedem Fall anlasten. Er hat das Recht gebeugt und ist seiner Funktion als Richter keineswegs gerecht geworden.
Wer ist eigentlich dieser Barabbas? Was für ein Mann ist das? Ich möchte drei Aspekte hervorheben.
Barabbas, so viel wissen wir, ist wegen Auflehnung eingesperrt – wegen Auflehnung. Zweitens ist Barabbas zum Tode verurteilt, und drittens wird Barabbas zum Leben begnadet. Über ihn wissen wir nicht allzu viel, aber diese drei Punkte können wir mit Sicherheit sagen.
Also: Barabbas ist wegen Auflehnung eingesperrt. Das wird gleich zweimal betont. Barabbas war wegen eines Aufruhrs und wegen eines Mordes im Gefängnis (vgl. Vers 19 und 25).
Barabbas und Jesus verfolgen ein verblüffend gleiches Ziel: das Ziel der Befreiung. Trotzdem gehen sie ganz unterschiedliche Wege.
Jesus geht den Weg der Liebe. Durch Liebe will er Menschen gewinnen. Er war niemand, der sich aufgedrängt hat, sondern hat immer angeboten, hat seinem Gegenüber die Hand gereicht. Wenn zum Beispiel ein Reicher zu Jesus kam und dieser ihm sagte: „Das bringt’s nicht. Verteile dein Reich, dein Geld, gib es den Armen, und komm und folge mir nach! Du brauchst mich, du brauchst nicht diesen ganzen Prunk.“ Wenn dieser junge Mann dann sagte: „Das kann ich nicht“ und ging, hat Jesus nie versucht, ihn aufzuhalten. Er hat liebevoll gesagt, was zu sagen war, hat die Entscheidung aber immer dem anderen überlassen. Niemanden hat er gezwungen oder in irgendeiner Weise Gewalt angewendet.
Als seine Jünger einmal das Schwert zogen, um Jesus im Garten Gethsemane zu verteidigen, sagte Jesus: „Stecke dein Schwert weg!“ Er hat sich gegen jede Art von Gewalt gewehrt. Durch Liebe will er Menschen gewinnen, durch Liebe will er Menschen verändern. Er sagte: „Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.“ Das war seine Haltung.
Am Ende erlöst Jesus die Menschen von ihrer Schuld. Er bezahlt für ihre Schuld am Kreuz und bringt sie aus Liebe wieder mit Gott in Verbindung.
Für Barabbas hingegen – und von ihm wollen wir jetzt sprechen – sind die Ideale, für die Jesus steht, eine unrealistische Fantasie. Barabbas geht den Weg der Gewalt. Er war ein Zelot, ein Terrorist, der mit Gewalt das Reich Gottes auf dieser Erde aufrichten wollte. Und wenn es nicht mit Gewalt ging, dann eben mit einem größeren Hammer.
Das war „Ärmel hoch“ – und zu dieser Zeit war es ohnehin ein Zeichen von Schwäche, wenn man sich nicht gereizt hatte und keine Gewalt angewendet hatte. Es war eine Tugend, die Tugend der Vergeltung, die Tugend der Gewalt. Barabbas war voll darin, als Kind der damaligen Gesellschaft. Er wollte mit Robustheit und ohne Rücksicht die Römer aus dem heiligen Land vertreiben und meinte, damit Gutes zu tun und den Willen Gottes zu erfüllen.
Das ist genau derselbe Irrsinn wie später bei den Kreuzzügen, als man meinte, mit Gewalt das Reich Gottes ausbreiten zu müssen. Das ist selbstverständlich absolut abzulehnen. Leider ist das bis heute auch ein Makel der christlichen Kirche, der uns häufig vorgeworfen wird: „Schaut doch, die Christen sind ja auch nicht besser als Muslime, die haben genauso Gewalt angewendet.“ Jesus aber sagte: „Stecke das Schwert weg!“ Da war Mohammed anders.
Wenn wir zum Anfang zurückgehen und betrachten, was Jesus wollte und was daraus geworden ist, ist das eine ganz andere Frage. Auch wie andere Religionen ihre Ideologie oder Religion verbreiten – selbst im scheinbar so friedlichen Buddhismus – erkennen wir erhebliche Unterschiede.
Im Grunde genommen ist der Mensch wie Barabbas. Barabbas ist ein Rebell, ein Aufständischer, der nicht nur gegen Menschen, sondern auch gegen Gott rebelliert. Er konnte nicht warten, bis Gottes Stunde gekommen ist. Er wollte die Stunde der Erlösung selbst herbeiführen. Das war ja auch das, was die Leute erwarteten. Auch die Jünger hatten erwartet, dass das römische Reich abgelöst würde. Und genau dafür hat Barabbas gekämpft.
Wir sind alle solche Rebellen. Wir sind alle Widerstandskämpfer gegen Gottes Herrschaft. Das kenne ich aus meinem Herzen: Ich bin schnell aufgebracht, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Es fällt mir oft schwer, auf Gott zu warten, seine Wege zu akzeptieren und zu sagen: „Herr, dein Wille geschehe, nicht mein Wille, sondern dein Wille.“
Gott lässt manches in unserem Leben zu, was wir nicht verstehen. Dann kommt sofort Widerstand in unserem Herzen auf. Wir rebellieren. Viele machen Gott dann sogar einen Vorwurf: „Wenn das ein Gott der Liebe sein soll, warum lässt er Leid zu? Dann will ich mit diesem Gott nichts zu tun haben.“ So rebellieren viele Menschen gegen Gott.
Aber das Reich Gottes heißt, dass wir Gott regieren lassen. Wir müssen einen Schritt zurückgehen und sagen: „Herr, du bist Gott. Ich verstehe deine Wege nicht.“ Es wäre auch merkwürdig, wenn wir Gottes Wege verstehen könnten. Dann gäbe es keinen großen Unterschied zwischen dem Intellekt Gottes und unserem.
Zurückzutreten und zu sagen: „Auch wenn ich es nicht verstehe, ich vertraue dir, du bist der Herr.“ Das bedeutet Reich Gottes: Er regiert.
Wenn wir Gott Gott sein ließen, hätten wir Frieden in dieser Welt. Wenn wir Gott Gott sein ließen, würde vieles völlig anders laufen – im zwischenmenschlichen Verhältnis und auch im weltpolitischen Verhältnis der Völker untereinander.
Aber wir Menschen sind im Aufstand. Wir rebellieren. Wir sind Leute, die selbst die Ärmel hochkrempeln, bis dahin, dass wir uns selbst erlösen wollen, unser Leben selbst meistern und unser Glück alleine suchen.
Wir sind Barabbas. Wir sind von Natur aus Sünder und in Auflehnung gegen Gott.
Barabbas ist wegen Auflehnung eingesperrt. Das zweite Mal ist Barabbas zum Tode verurteilt. Ein Leben, wie Barabbas es führt, endet mit dem Tod. Barabbas ist ein Mörder. Er hatte nach eigener Justiz bei einem Massaker einen oder mehrere Menschen kaltgemacht. Wir wissen nicht einmal genau, ob es nur ein Mord war, den er begangen hat. Seine Schuld ist jedoch erwiesen, und es gibt Zeugen für seine Tat.
Barabbas wurde verhaftet und in ein Hotel ohne Stern und ohne Klinke eingesperrt. Ich stelle mir vor, wie er jetzt in seiner Zelle sitzt, wenige Stunden vor seinem sicheren Tod am Kreuz. Er blickt auf sein Leben zurück und muss feststellen: Ich habe mein Leben vertan. Mein Leben geht jetzt vorzeitig zu Ende. Die Ziele, für die ich gelebt habe, sind auf einmal nicht mehr wichtig. Die Ideale zählen nicht mehr. Jetzt habe ich die Quittung für mein Leben als Rebell erhalten, und das Urteil lautet Tod am Kreuz.
Vielleicht würde er die Geißelung, die ihm bevorsteht, nicht einmal kennen. Er weiß genau, was ihn erwartet. Die Römer waren nicht zimperlich. Sie hatten Peitschen mit Haken, Knochen, Krallen und Zähnen, die sich tief in die Haut bohren. Haben Sie den Film „Passion Christi“ gesehen und diese endlos scheinende Geißelungsszene? Ich glaube, dass das der Realität recht nahekommt, was dort auf grausame Weise dargestellt wird. Ja, dieser Barabbas hat berechtigterweise Angst in seiner Zelle.
Sünde hat ihren Lohn, und sie besteht darauf, diesen Lohn auszuzahlen. In der Bibel steht: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Wenn unser Leben zu Ende geht, ernten wir etwas – so oder so. Barabbas wartet auf sein Ende. Ich will keinesfalls rechtfertigen, dass Menschen auf diese Weise gegeißelt werden. Aber feststeht: Die Bibel sagt, der Lohn der Sünde ist der Tod. Barabbas bekommt die Quittung für sein Leben.
Jesus hat einmal gesagt in Matthäus 13: Wie das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird – vielleicht passt das gut in diese Jahreszeit. Manche, die Landwirtschaft betreiben, können das nachvollziehen. So ist es auch bei der Vollendung des Zeitalters: Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen, die Gesetzloses tun. Sie werden sie in den Feuerofen werfen, wo Weinen und Zähneknirschen sein wird. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters.
Und dann sagt Jesus: Wer Ohren hat, der höre. Es gibt diese beiden Seiten: Da ist die Hölle, und da ist das Reich Gottes. Die Gerechten werden wie die Sonne in diesem Reich ihres Vaters leuchten. An der Ernte des letzten Jahres können wir nichts mehr ändern. Aber wenn wir richtig säen, können wir die Ernte des nächsten Jahres sehr wohl einfahren. Das ist nachvollziehbar: Was der Mensch sät, das wird er ernten.
Wenn wir auf Gott vertrauen und auf ihn setzen, werden die Früchte gut sein. Aber wenn wir in der Sünde verharren und das Unkraut in unserem Leben wuchert – das Unkraut unreiner Gedanken –, und wir es einfach akzeptieren und uns damit abfinden, dann werden wir das ernten, was wir auf dieser Seite gesät haben. Das ist ein ernstes Thema. Aber ich kann nicht anders, als es auszusprechen, weil es zur biblischen Botschaft dazugehört.
Der Teufel selbst ist der Ankläger, der uns vor Gottes Gericht unsere Schuld vorwirft. Tod und Totenreich werden in der Bibel durchaus auch mit einem Gefängnis verglichen. Schau mal 1. Petrus 3,19. Es ist der Ort, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Es schmerzt, wenn das Gewissen brennt und wenn es dich wurmt, was du getan hast. „Ach, hätte ich nur, ach, hätte ich nur…“ Das ist die Hölle.
Zu sagen: Hätte ich doch damals, als ich bei der Zeltevangelisation von Jesus gehört habe, dieses Angebot angenommen. Aber diese Zeit ist abgelaufen und unwiederbringlich Vergangenheit. Dann wirst du einmal sagen müssen: Hätte ich mich doch retten lassen! Ich habe mir das angehört, bin nach Hause gegangen, habe zugelassen, dass der Teufel weiter Unkraut in meine Gedankenwelt sät. Eine Woche, zwei Wochen später habe ich nicht mehr daran gedacht – und damit den größten Fehler meines Lebens begangen.
Wir sind wie Barabbas – angeklagt und zum Tode verurteilt. Wir haben den Tod verdient. Keiner kann vor Gott bestehen.
Jetzt komme ich zum letzten Punkt: Barabbas ist zum Leben begnadigt.
Da sitzt Barabbas in seinem Verlies. Hinter ihm liegt sein verlorenes Leben, vor ihm der Tod. Er hat keine „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte. Es ist sein letzter Tag, und jeden Moment wird seine Hinrichtung stattfinden.
Dann hört er Schritte. Soldaten marschieren den Gefängnisgang entlang. „Abteilung Halt!“, hört er. Er weiß, es ist so weit, das ist sein Ende.
Doch dann hört er, wie die Tür der Nachbarzelle aufgerissen wird. Zwei seiner Kumpel werden zur Vollstreckung der Todesstrafe abgeführt. Als sie weg sind, öffnet der wachhabende Offizier seine Zellentür und sagt: „Barabbas, du hast Schwein gehabt. Du fällst unter die Amnestie. Geh aus dem Gefängnis! Nimm diese Karte mit, gib sie vorne ab und geh!“
Barabbas versteht kein Wort. Der Offizier erklärt ihm, dass es eine Wahl gegeben hat: Ob er oder ein gewisser Jesus freigelassen werden soll. Man habe sich für ihn entschieden, während Jesus hingerichtet wird.
Da versteht Barabbas erst recht kein Wort. Das Einzige, was ihm langsam klar wird, ist: Ich bin frei, ich kann gehen. Und er sollte nicht allzu lange zögern. Vielleicht überlegt er es sich noch einmal, nimmt die Karte und geht einfach grundlos frei.
Ihm ist Gnade widerfahren. Seine Strafe trägt ein anderer. Das ist das Evangelium.
Von dem italienischen König Uberto, der um 1900 regierte, wird erzählt, dass ihm einmal durch den Justizminister ein Gnadengesuch vorgelegt wurde. Ein Verurteilter bat darum, dass ihm der letzte Teil seiner Freiheitsstrafe erlassen werde.
Der Justizminister hatte unter dieses Gesuch bereits geschrieben: „Gnade unmöglich, im Gefängnis zu belassen.“ König Uberto nahm dieses Schreiben, prüfte den Fall und tat nichts anderes, als das Komma zu versetzen. Nun hieß es: „Gnade, unmöglich im Gefängnis zu belassen.“
So war es für Barabbas: Er war begnadigt worden. Jemand hatte sich für ihn eingesetzt – der Sohn Gottes selbst. Er übernahm selbst die Strafe. Während Barabbas zum Tod am Kreuz verurteilt wurde, ist Barabbas begnadigt.
Als sich Barabbas’ Augen an das Tageslicht gewöhnt hatten, traute er seinen Blicken kaum, als er durch die Stadt und durch das Tor ging. Draußen auf dem Hügel sah er eine riesige Menschenmenge und drei Kreuze. Auf diesem Hinrichtungshügel Golgatha waren sie errichtet worden – vor Jerusalem, der Stadt, standen drei Kreuze.
An jedem dieser drei Kreuze hing ein Mann. Die beiden Männer links und rechts kannte er. Das waren seine Zellengenossen gewesen, seine Gesinnungsgenossen, Terroristen, Mörder – so wie er, schuldig wie er. Aber den in der Mitte kannte er nicht. Er wusste nur, dass das sein Platz gewesen wäre, dass dort Barabbas an diesem Kreuz in der Mitte gehangen hätte. Und dass dieser, der jetzt dort hing – dieser Jesus – ihm das Leben geschenkt hatte.
Wenn du das eine glaubst, dass er als der Sohn Gottes sein Leben für dich gegeben hat, musst du nicht das ganze Neue Testament und die gesamte christliche Theologie gelernt haben, um dich zu bekehren. Wenn du weißt, dass du Sünder bist, verloren bist, und wenn du glaubst, dass Jesus Retter ist, dann kannst du das annehmen.
Ob Barabbas das getan hat, wissen wir nicht. Ob er nur mit ungläubigen Augen das Ganze betrachtete oder mit gläubigem Herzen anbetete, sagt uns die Bibel nicht. Was die Bibel uns verrät, ist: Wer an Jesus glaubt, ist frei von Sünde. Wer seine Schuld bekennt, dem wird vergeben. Wer an Jesus glaubt, der hat das ewige Leben.
Und das hast du in diesen Tagen, wenn du ein paarmal hier warst, immer wieder gehört. Worauf willst du noch warten, das anzunehmen? Nimm diese Karte und sieh zu, dass du davonkommst. Worauf willst du noch warten? Auf den nächsten Unfall oder auf das nächste Ablenkungsmanöver des Teufels?
Wenn dir das heute klar geworden ist, dann ist das ein guter Tag, sich zu bekehren.
In einer Szene aus „Harry und Sally“, einem Liebesfilm aus den Achtzigerjahren, macht Billy Crystal klare Sache mit Meg Ryan.
Ein schönes Zitat lautet: Wenn man begriffen hat, dass man den Rest des Lebens zusammen verbringen will, dann möchte man, dass dieser Rest so schnell wie möglich beginnt. Jeder Tag, an dem man es noch aufschiebt, ist ein verlorener Tag.
Jesus überreicht dir eine Art „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte, wenn du willst. Du musst nichts bezahlen, denn das hat er bereits übernommen.
In Jesaja 53 heißt es: „Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Rebellion, unserer Sünde willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“
In unserem Leben verhält es sich ähnlich wie bei einem Monopoliespiel: Es geht irgendwie immer im Kreis, immer dieselben Straßenzüge, immer wieder dieses Viereck. Es ist wie bei einem Gefangenen in lebenslanger Haft. Er kennt jeden Quadratzentimeter seiner Zelle, jeden Gang, jede Treppe – nur den Weg nach draußen, den Weg in die Freiheit, den kennt er nicht. Dieser Weg ist ihm fremd, denn er ist ihn nie gegangen.
Wir haben in unserem Leben so unsere bekannten Trampelfahrten. Das ist eben unser eingeschränkter Horizont, den wir haben. Dazu gehören Autorennen, eine hübsche Freundin und so weiter. So gestalten wir uns das Leben, von dem wir träumen. Manches klappt, dann gibt es Höhen und Tiefen – das gehört nun einmal zum Leben dazu. Und dann versuchen wir, irgendwie in diesem Leben klarzukommen.
Aber die meisten dieser Trampelfahrten führen eben im Kreis herum. Wir drehen uns oft um uns selbst, um unsere Angelegenheiten. Dabei verdrängen wir, verharmlosen wir und vergessen unsere Schuld. Doch das ist alles nur wie ein Freigang auf dem Gefängnishof, wo du gefangen bist und vielleicht ein bisschen frische Luft schnappen kannst. Am Ende landen wir wieder in der Zelle – in dem Gefängnis unserer Schuld.
Der Weg in die Freiheit, heraus aus deiner Sünde, steht dir offen, auch wenn er dir fremd ist. Jesus ruft dich: Komm heraus! Jesus reicht dir seine Hand. Wenn du zu Jesus gehörst, dann bist du frei, dann bist du errettet, dann bist du begnadigt. Das bietet dir Jesus heute an.