Serie•Teil 3 / 3Die 8 Erweckungskönige von Juda im 2. Chronikabuch
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Wir kommen heute zu 2. Chronika 35. Wir haben die acht Erweckungskönige von Juda studiert, und wir sind beim letzten, Josia. Wir kommen zu Kapitel 35, wo er das Passa ganz neu gefeiert hat. Und wir sehen hier einen Gottesdienst als Folge der Wiederentdeckung der Bibel.
Wir haben uns letztes Mal damit beschäftigt, wie das fünfte Buch Mose, das ja im Tempel gelagert werden musste, und zwar neben der Bundeslade gemäß 5. Mose 31, verschollen war und von dem Hohenpriester Hilkija wieder neu entdeckt wurde, bei der Renovation des Tempels. Und das hat eine unglaubliche Wirkung gehabt.
Schafan, der Schreiber, der Berufsschreiber damals, war in der Lage, diese fast tausend Jahre alte Rolle zu lesen, in der alten Schrift, wie man sie zu Zeiten von Mose benutzte. Sie war ganz anders als zur Zeit von Josia. Im Laufe der Zeit hat sich das Schriftbild verändert, wie das auch im Deutschen der Fall ist. Nicht wahr, wenn man Briefe anschaut von meiner Großmutter, die hat ganz anders geschrieben als meine Mutter, und ich schreibe auch ganz anders als meine Mutter. Also, von Generation zu Generation ändert sich das Schriftbild. So war das auch im Hebräischen.
Aber Schafan war in der Lage, das vorzulesen, und die Wirkung auf Josia war enorm. Er war entsetzt, festzustellen: Wir haben uns so weit von Gottes Wort entfernt. Und es war ihm ein Anliegen, dass dann dem ganzen Volk das fünfte Buch Mose vorgelesen wurde. Das haben wir letztes Mal gesehen. Und nun, als Konsequenz, sehen wir, wie sich das auf den Gottesdienst ausgewirkt hat.
Wir lesen Kapitel 35. Darf ich bitten, Markus, liest du ab Vers 1 und zwar mal bis Vers 9?
Und Josia hielt dem Herrn ein Passa in Jerusalem. Und sie schächteten das Passa am vierzehnten Tag des ersten Monats. Und er stellte die Priester auf ihre Posten und ermutigte sie zu ihrem Dienst im Haus des Herrn. Er sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und die dem Herrn geheiligt waren: Bringt die heilige Lade in das Haus Salomos, des Sohnes Davids, des Königs Israels. Ihr habt sie nicht mehr auf den Schultern zu tragen. So dient nun dem Herrn, eurem Gott, und seinem Volk Israel. Und seid bereit nach euren Vaterhäusern in euren Abteilungen nach der Vorschrift Davids, des Königs von Israel, und der Vorschrift seines Sohnes Salomo. Und stellt euch im Heiligtum auf, entsprechend den Abteilungen der Vaterhäuser eurer Brüder, der Söhne des Volkes, auch nach der Einteilung der Vaterhäuser der Leviten. Und schächtet das Passa, heiligt euch und bereitet es zu für eure Brüder, dass sie handeln nach dem Wort des Herrn durch Mose.
Und Josia schenkte den Söhnen des Volkes Kleinvieh, Lämmer und Ziegen, alles zu den Passaopfern für alle Anwesenden, dreißigtausend an der Zahl, dazu dreitausend Rinder, und dies aus dem Besitz des Königs. Auch seine Fürsten schenkten freiwillig Gaben für das Volk, für die Priester und für die Leviten. Hilkija, Sacharja und Jechiel, die Obersten des Hauses Gottes, gaben den Priestern für die Passaopfer zweitausendsechshundert Lämmer, dazu dreihundert Rinder. Und Konanja, Schemaja und Netanel, seine Brüder, und Haschabja, Jejiel und Josabad, die Obersten der Leviten, stifteten den Leviten für die Passaopfer fünftausend Stück Kleinvieh und fünfhundert Rinder.
Danke!
Also, Josia sieht aus 5. Mose 16 die Notwendigkeit, dass das Passa gefeiert wird, und ist sofort bereit, das auch umzusetzen, und zwar zum richtigen Zeitpunkt, so wie die Tora, das Gesetz Mose, das vorschreibt. Am vierzehnten des ersten Monats, des Monats Nisan, oder in den fünf Büchern Mose heißt der Monat Abib. Dann stellt er die Priester auf und ermutigt sie zum Dienst.
Also, das Wort Gottes hatte zu ihm gesprochen, und nun kann er eben auch andere in ihrer Aufgabe ermutigen. Das ist etwas, was sehr wichtig ist. Nach 1. Korinther 14 können wir kurz mal aufschlagen. In 1. Korinther 14 wird das Reden, geleitet durch den Heiligen Geist, zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung, Weissagung genannt. Liest du, Markus, 1. Korinther 14, Vers 3?
Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost.
Danke. Und vielleicht noch dazu Vers 1:
Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen, am meisten aber, dass ihr weissagt.
Also sehen wir, das Weissagen hat eine Priorität, und alle Gläubigen werden aufgerufen, nach dieser geistlichen Wirkung zu streben, nämlich zu weissagen. Da könnte jemand sagen: Ja, bei Weissagen, da müsste ich ein Prophet sein. Nein, hier wird wirklich allen gesagt: Eifert aber nach den geistlichen Wirkungen. Das heißt, der Heilige Geist kann jeden Gläubigen benutzen, wenn er sich führen lässt, um das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt zu sagen, und zwar so, dass es eben zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung ist.
Das Wort Ermahnung ist im Griechischen ein Wort, das gleichzeitig bedeutet, ermahnen, aber auch ermutigen. Wir sehen eben: Josia ermutigte sie zum Dienst. Hier sehen wir, das ist eigentlich die Bedeutung von Weissagen. Und wir sehen noch etwas in 1. Korinther 14,24, das ist erstaunlich:
Wenn aber alle weissagten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger herein, so würde er von allen überführt, von allen erforscht. Und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar. Und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig in euch ist.
Ja, also hier steht tatsächlich: Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein. Das macht klar, dass im Prinzip jeder Gläubige weissagen könnte. In 1. Korinther 12 wird deutlich gesagt: Sind etwa alle Propheten? Und das Wort etwa macht dem Deutschen klar, dass man die Frage mit Nein beantworten muss. Im Griechischen gibt es nicht das Wort „etwa“ hier, sondern eine andere Konstruktion, me. Das ist das Wort, damit man weiß: Ah, die Frage muss mit Nein beantwortet werden. Genau gleich.
Also, Gaben: Nicht alle haben die gleiche Gabe, aber es geht hier in 1. Korinther 14 eben nicht nur um Gaben, sondern hier geht es um geistliche Wirkungen. „Eifert aber nach den geistlichen Wirkungen.“ Das sieht man in der Elberfelder, CSV ist „Gaben“ hier kleingedruckt, deshalb steht das im Grundtext gar nicht. Es steht nur: „Eifert aber nach den geistlichen Wirkungen.“ Markus hat in seiner Variante der Elberfelder gelesen: geistliche Geisteswirkungen, Geisteswirkungen, Geisteswirkungen.
Der Heilige Geist kann in jedem Gläubigen wirken, und zwar so, dass er eben in der Lage ist, im richtigen Moment das richtige Wort weiterzugeben, zur Erbauung, Ermahnung oder Ermunterung und Tröstung.
Dazu ein Wort aus Sprüche 15,23: Es freut einen Mann, wenn sein Mund eine richtige Antwort geben kann, und wie gut ist ein Wort, das zur rechten Zeit gesprochen wird.
Ja, das meine ich. Wie gut ein Wort zur rechten Zeit gesprochen wird. Und genau das umschreibt Weissagung. Und dazu noch Sprüche 25,11, auch aus dem Sprüchebuch:
Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort gesprochen zur rechten Zeit.
Jawohl, nicht wahr? Paulus sagt: Wenn alle weissagen, ein Ungläubiger kommt in die Gemeinde, und dann wird er von allen überführt. Und das führt dazu, dass er sogar anerkennen muss: Gott ist in eurer Mitte. Das ist das richtige Wort zur richtigen Zeit. Und man muss sich das richtig konkret vorstellen: Sprüche 25,11, silberne Prunkgeräte und darin goldene Äpfel. Und der Vergleich: So ist ein Wort geredet zu seiner Zeit.
Also, die Entdeckung der Bibel führt dazu, dass Josia eben auch ermutigen kann zum Dienst. Und dann haben wir gesehen, die Leviten, Vers 3, werden eben so ermutigt. Er spricht zu ihnen und sagt: Setzt die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut hat.
Also, die Bundeslade war nicht mehr im Allerheiligsten. Nicht nur die Schriftrolle, das fünfte Buch Mose, das ja neben der Bundeslade gelagert werden musste, war nicht mehr dort, aber Hilkija hat die wieder gefunden, und die Bundeslade war auch an einem anderen Ort. Und so musste Josia sagen: Die Bundeslade muss wieder an den richtigen Ort gesetzt werden.
Und zwar, wir wissen ja heute ganz genau, wir kennen heute ganz genau das Layout des Tempels in Jerusalem. Wir wissen auch ganz genau, wo auf dem Tempelplatz das Allerheiligste war, nämlich am Felsendom. Also heute: Der Felsendom ist gebaut rund um einen sehr großen, markanten Felsen. Und dieser Fels ist wirklich die Bergspitze des Tempelberges, das ist der höchste Punkt, 743 Meter über mir. Und dieser Fels war genau die Grundlage, auf der Salomo schon das Allerheiligste gebaut hat.
Man kann sogar noch die Spur sehen, wo die Südmauer auf dem Felsen gebaut war, und dann im Westen und im Norden hat der Fels eine natürliche scharfe Kante. Entlang dieser Kante waren die Mauern gebaut. Wenn man sich das so einzeichnet, auf einem Foto oder auf einer Skizze von diesem Felsen, dann ergibt sich genau das Allerheiligste als ein Raum von zwanzig mal zwanzig Königsellen. Passt genau, die Maße. Königselle 52,5 Zentimeter, und genau im Zentrum von diesem Quadrat befindet sich eine Vertiefung, und die ist 131 Zentimeter lang. Ich habe sie gesehen. Und das entspricht genau zweieinhalb Königsellen, so lang war die Bundeslade. Und in 1. Könige 8, also nach 2. Mose 25 zweieinhalb Ellen die Bundeslade, und nach 1. Könige 8 hat Salomo einen Platz bereitet, einen Ort, um dahin die Lade des Bundes zu setzen.
Und diese Vertiefung sieht man heute noch von Salomo. Genau 133 Zentimeter, aber dann ist es in die andere Richtung 100 Zentimeter, die Vertiefung. Und da haben wir ein Problem. Denn die Bibel sagt in 2. Mose 25, dass die Bundeslade eine Breite hatte von 79 Zentimeter, aber natürlich in der Bibel steht nicht Zentimeter, sondern eineinhalb Ellen, Königsellen, 79. Also da passt es nicht, das sind 21 Zentimeter zu viel. Aber das ist eben dieser Bereich, wo das fünfte Buch Mose lag.
Ja, und nun wurde das fünfte Buch Mose wieder gefunden, wurde vorgelesen. Aber natürlich, das musste wieder an den richtigen Platz getan werden. Die Bibel im Tempel, und die Bundeslade musste jetzt da wieder an ihren Platz gesetzt werden. Dazu ermutigt eben Josia, weil er im fünften Buch Mose gelesen hat, wie wichtig der Platz der Bundeslade ist, weil das auch der Platz ist für das fünfte Buch Mose.
Und weiter sagt er also: Ihr müsst die Bundeslade einbringen. Und dann Vers 4: Und bereitet euch nach euren Vaterhäusern in euren Abteilungen nach der Schrift Davids, des Königs von Israel, und nach der Vorschrift seines Sohnes Salomo.
Also, die Leviten wurden eingeteilt in Priesterklassen, das heißt also die Priester in 24 Priesterklassen, das ist beschrieben in 1. Chronika 24. Und auch die Leviten wurden eingeteilt in Klassen. Das sollten sie alles wieder so ganz konkret umsetzen. Das wäre Vers 4.
Und dann Vers 5: Stellt euch im Heiligtum auf nach den Klassen der Vaterhäuser eurer Brüder, der Kinder eures Volkes, und zwar je eine Abteilung eines Vaterhauses der Leviten. Dann wird der Auftrag gegeben: Jetzt müsst ihr dafür sorgen, dass das Passa da im Tempel beim Altar geschlachtet wird und zubereitet wird, damit das ganze Volk das Passa essen kann.
Wichtig: Er betont in Vers 6, damit ihr tut nach dem Wort des Herrn durch Mose. Da sehen wir auch, er glaubt an die Inspiration der Bücher Mose. Er sagt nicht einfach das Wort von Mose, sondern es ist das Wort des Herrn durch Mose. Er glaubte an die volle Inspiration der Schrift, und das ist Basis für eine Erweckung: die Bibel neu entdecken und sich unter die volle Autorität und Inspiration der Bibel zu stellen.
Und dann Vers 7 kommt etwas Zusätzliches dazu, nämlich: Was tut der König? Ja, und zwar 30 Lämmer und Ziegenböcke, alles zu den Passaopfern. Das ist natürlich enorm. Das heißt, er ist so spendefreudig, damit eben der Gottesdienst durchgeführt werden kann. Und nicht nur er spendet, was haben wir weitergelesen? Ja, die Fürsten in Vers 8 und seine Fürsten, seine Obersten, schenkten freiwillig für das Volk, also seine hohen Minister, das waren eben Fürsten, die schenken auch, und zwar auch in großen Mengen.
Und in Vers 9 sehen wir die Obersten der Leviten noch speziell erwähnt: Die Obersten der Leviten schenkten den Leviten zu den Passaopfern fünftausend Stück Kleinvieh und fünfhundert Rinder. Also ganz enorm, ja?
Also, wieso meinst du mehr als alle? Die Obersten haben ja nach Vers 8 den Priestern zu den Passaopfern zweitausendsechshundert Stück Kleinvieh und dreihundert Rinder. Überrascht das in Vers 7, dass für die Passaopfer Lämmer und Ziegenböcke geschenkt wurden? Wer empfindet da ein Problem? Kein Problem. Warum? Ja, es ist nicht eine Bedingung, dass man kaufen muss. Man konnte kaufen, aber man durfte auch ein Geschenk bringen, das war nicht das Problem. Also das Opfer durfte man als Geschenk annehmen, normalerweise war es eine eigene Aufwendung. Aber da wurde es ihm geschenkt.
Aber ich meine, Passa, was isst man beim Passa? Ein Lamm. Ja, und geht eine Ziege? Die Ziege schickt man in die Wüste. Gut, beim Jom Kippur, der Sündenbock, das war eine Ziege, genau, zum Sündopfer. Aber wir können kurz aufschlagen, 2. Mose 12, dort wird ja das Passa eingesetzt. Und was sagt die Schrift? Also, 2. Mose 12, liest du, Markus, Vers 3?
Redet zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jedes Haus.
Ja, jetzt in der Fußnote der Elberfelder steht bei Lamm was? Ja, eigentlich sogar ein junges Schaf oder eine junge Ziege. Das hebräische Wort Zohn bezeichnet Kleinvieh, und das kann bezeichnen eben ein Schaf oder eine Ziege. Und wie war das mit dem Opfer von Abel? Was hat er von der Herde geopfert? Auch Kleinvieh, auch das hebräische Wort Zohn, das eben beides bedeutet. Und es ist wirklich so, dass also nach der Tora ein Lamm möglich war, aber im Prinzip auch eine Ziege. Sehr gut.
2. Mose 12, Vers 5:
Ein Lamm ohne Fehl sollt ihr haben, ein männliches, einjährig, von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.
Ja, und es ist ja so: Genetisch sind Schafe und Ziegen ja ganz eng miteinander verwandt, und zwar so, dass wir sagen können, sie sind biologisch eigentlich eine Art. Im Schöpfungsbericht lesen wir ständig, dass Gott erschaffen hat nach seiner Art. Und das Wort Art, Min, ist nicht genau deckungsgleich mit dem, was man in der heutigen Biologie als Art bezeichnet. Und zwar ist der Begriff etwas größer.
Wir unterscheiden zum Beispiel: Ein Löwe ist eine andere Art als ein Tiger und ein Tiger eine andere Art als ein Gepard. Aber im biblischen Sinn würden die alle zu der gleichen Urart gehören, Min genannt, im Schöpfungsbericht. Und zwar ist es so: Ein Löwe und ein Tiger sind kreuzbar. Das gibt dann eben ein Löti. Das funktioniert. Und diese Katzenarten sind untereinander kreuzbar, und das macht klar, dass sie eigentlich zu einer Urart gehören.
So ist das bei vielen anderen Arten, wo wir denken, da sind verschiedene Arten, die gehören zusammen. Und der Beweis ist: Wenn sie direkt oder indirekt kreuzbar sind, gehören sie zur gleichen Art. Und darum kann man sagen: Alle Hunderassen, alle etwa 300 Hunderassen, die man in den vergangenen Jahrhunderten gezüchtet hat, gehören alle zur gleichen Art, weil sie nicht immer direkt kreuzbar sind. Ein Chihuahua mit einem Rottweiler, schwierig. Aber ein Chihuahua mit einem etwas größeren und der Größte mit noch einem größeren und der mit dem Rottweiler, dann kann man sagen: Also ist zwar A und D nicht direkt kreuzbar, aber A ist mit B und B mit C und C mit D, also ist A die gleiche Art wie D.
Und Hunde merken das. Ich meine, wenn man spazieren geht mit einem Chihuahua und einer ganz anderen Hunderasse, die realisieren: Das ist ein Hund, ja? Und man merkt ja, wie die aufeinander reagieren, die checken das. Wir gehören zusammen.
Und so ist es also, dass Gott in 1. Mose 1 eben Urarten geschaffen hat, und durch Zucht kam es zur Aufspitterung beziehungsweise durch natürliche Zuchtwahl. Also in der Natur: Die Tiere haben sich nach der Sintflut verbreitet. Die haben sich dann regional miteinander gemischt und da wieder regional, und dann entstehen so verschiedene Rassen durch natürliche Zuchtwahl. Im Prinzip geschieht in der Natur das Gleiche, was man eben ganz bewusst steuert, wenn man Tiere züchtet.
Und in langer Rede kurzer Sinn: Schafe und Ziegen kann man auch kreuzen, und darum gehören die zur gleichen Art. Natürlich können wir davon ausgehen, dass Abel, der hatte eben damals noch die Urart, das war ja gerade kurz nach der Schöpfung, und darum wird dort nicht gesprochen von Lämmern, sondern einfach Zohn, Kleinvieh. Aber nach der Sintflut kam die Aufteilung, und darum später in der Bibel wird unterschieden zwischen Schafen und Ziegen, aber sie sind so nahe, dass eben die Bibel erlaubt für das Passa ein Schaf oder eine Ziege. Und das hat Josia hier korrekt gemacht.
Aber was sehen wir hier? Eine Leiterschaft, die man bezeichnen könnte als eine dienende Leiterschaft. Die haben dem Volk gedient, das waren keine Tyrannen. Und die haben den Gottesdienst gefördert, also Erweckung mit einer Leiterschaft, die eben bereit war, zu dienen und den Gottesdienst, man kann sagen die Anbetung, eben zu fördern.
Gehen wir weiter. Liest du, Markus, ab Vers 10 weiter?
Nach dessen Vorbereitungen und zum Dienst traten die Priester an ihren Platz und die Leviten in ihre Abteilungen nach dem Gebot des Königs, und sie schächteten das Passa. Die Priester vollzogen die Besprengung mit dem Blut, das sie aus ihrer Hand empfangen hatten, und die Leviten zogen den Lämmern die Haut ab. Und sie legten das Brandopfer beiseite, um es den Abteilungen der Vaterhäuser der Kinder des Volkes zu geben, damit sie es dem Herrn darbrächten, wie es im Buch Moses geschrieben steht. Ebenso machten sie es mit den Rindern. Und sie brieten das Passa am Feuer nach der Vorschrift. Was aber geheiligt war, kochten sie in den Töpfen, Kesseln und Schalen, und sie teilten es schnell unter alle Söhne des Volkes aus. Danach aber bereiteten sie es auch für sich und für die Priester zu, denn die Priester, die Söhne Aarons, waren mit der Darbringung des Brandopfers und der Fettstücke bis in die Nacht beschäftigt. Deshalb bereiteten die Leviten für sich und für die Priester, die Söhne Aarons, zu. Und die Sänger, die Söhne Asafs, standen an ihrem Platz nach dem Gebot Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des Königs. Und die Torhüter waren an allen Toren. Sie brauchten ihren Dienst nicht zu verlassen, denn ihre Brüder, die Leviten, bereiteten für sie zu.
Danke, bis dahin.
Also, jetzt wird alles durchgeführt, und es wird wiederholt betont, Vers 12 am Schluss: Wie im Buch Moses geschrieben steht. Also wirklich genau nach der Schrift. Und Vers 13 betont nochmals: Und sie brieten das Passa am Feuer nach der Vorschrift. Und wir können also sagen: ein Gottesdienst, der wirklich nach der Schrift und nicht nach der Phantasie des Menschen ausgerichtet war.
Aber das bedeutet nicht, dass das ein Gottesdienst war, der einfach so formal und rituell und tot war. Wir sehen nämlich gerade in den weiteren Versen, liest du noch Verse 16 bis 19?
So wurde an jenem Tag der ganze Dienst des Herrn eingerichtet, die Passafeier und der Brandopferdienst auf dem Altar des Herrn nach dem Befehl des Königs Josia. So feierten die Kinder Israels, die anwesend waren, zu jener Zeit das Passa und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang. Es war aber kein derartiges Passa in Israel gefeiert worden seit der Zeit des Propheten Samuel. Und keiner der Könige von Israel hatte ein solches Passa veranstaltet wie Josia, mit den Priestern und Leviten und mit ganz Juda, mit allen, die von Israel anwesend waren, auch mit den Einwohnern von Jerusalem. Im achtzehnten Jahr der Regierung Josias wurde dieses Passa gefeiert.
Also etwas ganz Sensationelles war das. Eine Passafeier bei dieser letzten Erweckung, die es noch gab im Königreich Juda, bevor es dann in den folgenden Jahren, wie wir letztes Mal schon gesehen haben, zum Untergang Jerusalems und des Königreichs kam. Also noch ein letzter Höhepunkt, aber der Höhepunkt war wirklich so, dass dieser achte Erweckungskönig alle Erweckungen davor überhöhte, und zwar nicht nur das schönste Passafest der ganzen Königszeit, sondern er wird weiter zurückgegangen bis zu den Tagen Samuels, des Propheten. So etwas ist nie mehr geschehen.
Also nicht nur seit den Königen nach David, sondern es geht zurück bis auf die Tage Samuels. Wir hatten ja schon eine gewaltige Erweckung gesehen bei Hiskia. Schlagen wir kurz auf, 2. Chronika 30. Hiskia war der siebte Erweckungskönig. Auch er hat das Passa wieder ganz neu entdeckt, und wir haben dort gelesen in Kapitel 30, Vers 26:
Es war aber große Freude in Jerusalem, denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, hatte es etwas Derartiges nicht gegeben in Jerusalem.
Ja, also derselbe Autor, es war nämlich Esra, der Priester, der 1. und 2. Chronika geschrieben hat, so ist es im Judentum überliefert, und er vergleicht also dieses Passa mit anderen und sagt: Seit Salomo ist so etwas nie geschehen. Wie bei Hiskia. Aber jetzt kommt Josia unterwegs seit den Tagen Samuels, der also noch Saul eingesetzt hat zum König, 40 Jahre Saul, danach kamen 40 Jahre David, und erst dann kommt Salomo. Aber bis in die Tage Samuels zurück: so etwas Einzigartiges.
Und das macht klar, das war also nicht einfach so die Entdeckung der Bibel und da steht so, und nach der Vorschrift machen wir das so, und das war einfach so rituell alles richtig gemacht, sondern das war etwas ganz Unglaubliches. Und wir haben ja damals gesehen, bei Hiskia, dieses Fest, dieses Passafest, war ja ganz ausdrücklich mit Freude verbunden. Können wir das nochmals aufschlagen, 2. Chronika 30, bitte, ja, ja, 26, liest du, Markus?
Es war aber große Freude in Jerusalem, denn seit der Zeit Salomos, Sohnes Davids, des Königs von Israel, hatte es etwas Derartiges nicht gegeben in Jerusalem.
Also, dieses besondere Passafest bei Hiskia war verbunden mit großer Freude. Aber wenn das Passafest von Josia noch großartiger war, dann muss auch diese Freude noch etwas Spezielleres gewesen sein. Und wir können übrigens noch zurückgehen, 30,25, liest du dort auch, Markus?
Die ganze Gemeinde von Juda freute sich und die Priester und Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, auch die Fremdlinge, die aus dem Land Israels gekommen waren und die in Juda wohnten.
Danke. Und noch weiter zurück, Vers 23 am Schluss:
Und so feierten sie noch sieben Tage lang ein Freudenfest.
Weiter:
Und sie feierten, und die ganze Gemeinde beschloss nach weiteren sieben Tagen, das Fest zu feiern, und so feierten sie noch sieben Tage ein Freudenfest.
Ja, ein Freudenfest, sie feierten die sieben Tage mit Freuden. Aber Josias Passafest war noch großartiger. Also wir sehen eine gehorsame Erneuerung, eine schriftgemäße Anbetung, aber verbunden mit tiefer Freude. Also verbunden mit Hingabe an Gott, aber es war eine geordnete Anbetung. Es war, man könnte sagen, weder nüchterner, staubtrockener Formalismus noch charismatischer Wildwuchs, beides nicht, aber etwas dazwischen: eine riesige Freude, aber mit einer Überzeugung, wir wollen das genau so machen, wie die Bibel das sagt.
Es war also eine geistliche Erneuerung, und das zeigt uns: Eine geistliche Erneuerung beginnt nicht einfach mit Stimmung, und sie beginnt auch nicht mit Strukturen, sondern mit der Entdeckung des Wortes, die Freude am Wort. Das sehen wir so eindrücklich bei Josia.
Und ich möchte noch etwas betonen. Dann kommt nämlich auch noch der Gesang dazu. Wir haben gelesen eben über das Passa und auch über die Brandopfer, Vers 11 und 12, die dargebracht wurden, und all diese Opfer sprechen eben von Anbetung, weil all diese Opfer auf das Opfer des Herrn Jesus hinweisen. Und Anbetung bedeutet, dass wir vor Gott kommen und danken für das Werk des Herrn Jesus am Kreuz und dafür, wie er das dargebracht hat.
Und jetzt liest du nochmals 2. Chronika 35, Vers 15:
Und die Sänger, die Söhne Asafs, standen an ihrem Platz nach dem Gebot Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des Königs.
Ja, nicht wahr? Der Gesang und die Musik im Tempel, im Salomonstempel, wurden ja ganz klar geordnet von David und dann auch von diesen großen Dirigenten zur Zeit von David, nämlich Asaf, Heman und Jedutun. Das waren biblische Propheten, also inspirierte Propheten, die am Wort Gottes auch geschrieben haben. Von ihnen haben wir auch Teil des Wortes Gottes. Nicht nur von David, mindestens 75 Psalmen sind ausdrücklich in der Bibel David zugeordnet, aber dann weiter auch Asaf, Heman und Jedutun.
Und so haben sie sich also ganz genau ans Wort gehalten, auch im Blick auf die Musik. Sie haben nicht irgendwelche Musik genommen, sondern die Musik so, wie das von diesen inspirierten Propheten da vorgegeben war. Und das ist natürlich auch mit Freude verbunden.
Warum hat Gott uns die Möglichkeit zum Singen gegeben? Wir könnten ja einfach schöne Bibeltexte zusammen rezitieren, das funktioniert. An jeder Beerdigung, wenn das Vaterunser gebetet wird, alle im Chor, das funktioniert. Aber sie sind nicht gesungen, sondern im Sprechchor in einem gewissen Rhythmus. Das funktioniert, es geht zusammen. Eine große Menge kann einen gleichen Text miteinander rezitieren. Aber Gott wollte den Gesang.
Wir sehen das im Alten Testament, und wir sehen es neutestamentlich für die Gemeinde. Schlagen wir kurz auf Epheser 5,18-21, bitte, Markus.
Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes. Redet miteinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen. Sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes.
Danke.
Also als Erstes wird betont: Berauschung, also Veränderung des Bewusstseins durch Alkohol oder auch irgendein anderes Mittel, eine andere Droge, ist ein absolutes No-Go, ein klares Verbot: Berauscht euch nicht mit Wein, und zwar weil das immer eine Verengung des Bewusstseins ist. In meiner Jugend hat man noch so große Sprüche geführt, als da die Drogen neu aufkamen in den sechziger Jahren, und man hat gesagt, das ist die Möglichkeit, um eben das Bewusstsein zu erweitern. Die Tatsache ist: Jede Droge ist immer eine Bewusstseinsverengung. Nie eine Erweiterung, das ist ein Betrug, diese Ausdrucksweise.
Und darum sagt der Apostel hier auch: berauscht euch nicht mit Wein, indem Ausschweifung ist. Gehirn, und jetzt hier im Speziellen ist gezielt auf den Frontallappen, da vorne im Gehirn, da haben wir Organisation, Selbstdisziplin und so weiter, ist hier verortet. Natürlich im Verbund mit den anderen Gehirnteilen, und durch den Alkohol wird das runtergefahren, und darum verliert man die Selbstkontrolle.
Jetzt könnte jemand sagen: Ja, eben, jetzt wird gesagt, sondern wird mit dem Geist erfüllt. Also wir sollen betrunken sein im Geist, nicht mit Alkohol. Aber wenn wir 2. Timotheus 1, Vers 7 dazunehmen, dort heißt es, wir haben nicht einen Geist der Furcht empfangen, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Das Wort Besonnenheit bedeutet Selbstbeherrschung, Selbstkontrolle. Das heißt, der Heilige Geist hilft uns, den Frontallappen noch besser zu benutzen, während der Alkohol den Frontallappen runterfährt und übrigens auch die anderen Gehirnteile, aber es geht eben speziell um die Selbstkontrolle.
Darum ist es ein Kontrast: Wir dürfen nicht das Bewusstsein einengen, nichts an Selbstkontrolle verlieren, sondern im Gegenteil: Der Heilige Geist ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Selbstkontrolle. Er hilft uns, uns geradezu zu kontrollieren. Und wir sollen mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, das ist im Griechischen eine Befehlsform im Durativ, das heißt, das ist ein Befehl, der bedeutet: immer wieder erfüllt werden mit dem Heiligen Geist.
Wenn wir andere Stellen im Neuen Testament anschauen, wo es um das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist geht, sehen wir, dass immer dann, wenn man einen Dienst tut, die spezielle Erfüllung des Heiligen Geistes kommt. Das heißt, der Heilige Geist wohnt permanent im Gläubigen, der Jesus sagt in Johannes 14, er wird bei euch sein in Ewigkeit und er wird in euch sein. Aber erfüllt werden bedeutet, dass der Heilige Geist besondere Kraft schenkt, im Moment, wo wir irgendeinen Dienst tun müssen.
Und jetzt hier wird gesagt, wir sollen erfüllt werden mit dem Heiligen Geist im Zusammenhang mit Gesang. Das ist interessant. Man denkt: Ja, Singen, das ist jetzt nicht so. Aber hier wird gerade gesagt, dass wir uns beim Singen bewusst sein müssen, das ist ein Dienst, ein Dienst gegenüber Gott, nämlich Anbetungslieder singen, das ist ein Dienst gegenüber Gott. Aber Ermutigungslieder zu singen, das ist ein Dienst am Nächsten, an dem, der zuhört.
Und so heißt es hier: redend zueinander in Psalmen und Lobliedern. Da haben wir die Anbetung Gottes und geistlichen Liedern. Nicht jedes geistliche Lied richtet sich an Gott. Wenn wir singen: Befehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allerbesten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Wind und so weiter gibt Wege, der kann auch für dich Wege schaffen. Und da haben wir eben ein geistliches Lied, weil es eine geistliche Botschaft ist, und das richtet sich an den, der neben mir sitzt oder die, die mich hören beim Singen. So ist es also ein Dienst.
Und dann wird sogar weiter gesagt: singend und spielend dem Herrn in euren Herzen. Und sieht man, in der Elberfelder ist das ja ein Partizip, weil es auch im Grundtext ein Partizip ist. Das ist alles abhängig von dem Befehl „Werdet mit dem Geist erfüllt“, redend, das heißt, indem ihr redet in Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, indem ihr singt und indem ihr spielt dem Herrn in euren Herzen.
Also das heißt, hier wird das Singen speziell erwähnt. Und wir sind hier ausgegangen von der Frage: Warum nicht einfach Sprechchor? Wir könnten schöne Texte wie Befehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allerbesten Pflege, des der den Himmel lenkt, wir könnten das einfach im Sprechchor in der Gemeinde oder wo wir auch sind zusammen aufsagen. Aber hier steht Singen. Warum? Wir können durch Singen unsere innersten Gefühle und Empfindungen für den Herrn und für das Wort Gottes viel stärker ausdrücken als nur durch Sprechen.
Beim Sprechen, es ist verwandt mit Singen, denn auch beim Sprechen reden wir nämlich rhythmisch, und wir atmen genau da, wo quasi im Satz ein Komma stehen würde, wo im Satz ein Punkt stehen würde, wir setzen ab, atmen, neu, genau so singt man. Und wir reden auch in einem gewissen Tonumfang, nicht wahr? Würden wir immer nur auf dem gleichen Ton rezitieren, das ist furchtbar und sprechen. Darum ist es wichtig, beim Reden den Stimmumfang, dass wir den benutzen, aber niemals so wie beim Singen, wo wir eben Oktaversprünge machen können, Sechssprünge, Sechssprünge bedeutet Sechstöne.
Ich denke gerade an ein Lied, das ich als Kind so liebte: Er lebt, er lebt, mein Herr und Heiland lebt. Das ist ein Sechssprung, und das ist eben so etwas, was Freude ausdrückt. Wenn man diesen großen Tonsprung macht, das macht man beim Sprechen nicht, beim Singen schon. Und da können wir unsere inneren Empfindungen und unsere Freude viel stärker ausdrücken.
Und was jetzt noch interessant ist, zusätzlich Vers 19: singend und spielend. Was ist denn spielen? Instrumental. Genauso wie sie im Tempel gesungen haben, die Leviten und Instrumente benutzt haben, wird neutestamentlich gesagt: spielend. Und zwar haben wir hier das griechische Wort psallo. Wenn man das Wort studiert, im Altgriechischen, was psallo bedeutet: Die Grundbedeutung ist, weiß das gerade jemand? Psallo rupfen, und zwar eine Saite rupfen. Also die Grundbedeutung ist: spielen, ein Saiteninstrument spielen, Saiten zum Klingen bringen. Und dann hat das Wort die nächste Bedeutung bekommen: singen mit Saitenspiel begleitet. Und das Wort hat dann später noch eine Entwicklung gemacht, dass man psallo auch gebrauchen konnte nur für Singen, auch wenn kein Instrument da ist. Aber die Grundbedeutung ist eben Saiteninstrument spielen.
Ja, bitte?
Ja, unser Stimmapparat ist ein Instrument, und da haben wir eben unsere... Es gibt sogar Parallelen in unserer Anatomie mit den Saiten. Aber wenn jemand sagen will, hier bedeutet das eigentlich Singen, dann wäre das eine Tautologie, also eine sinnlose Wiederholung. Dann würde das ja bedeuten: singend und singend dem Herrn. Das geht nicht. Darum kann man psallō hier nicht mit „singen“ übersetzen, sondern man muss zwingend: singend und spielend dem Herrn in euren Herzen.
Aber was jetzt interessant ist: Spielend ist auch abhängig von dem Befehl: Werdet mit dem Geist erfüllt, redend, singend, spielend. Das heißt, dass auch der Einsatz von Instrumenten vom Heiligen Geist geleitet und kontrolliert werden soll. Das ist eine unglaubliche Verantwortung. Also Gesang begleiten, christlichen Gesang begleiten, in der Gemeinde begleiten, es muss mit einem geistlichen Empfinden einhergehend gehen.
Und jetzt gehen wir zurück. Das war also der Fall. Auch das wurde eingesetzt, eben der Gesang zur Ehre Gottes, nebst all diesen Opfern, nebst all diesen Passalämmern und Passaziegen. Und wer spielte noch eine Rolle? Vers 15? Ja, und zwar die Torhüter an jedem Tor. Ja, auch das hatte König David ja alles schön organisiert ab 1. Chronika 24, 25 usw. Da hat er auch die Torhüter unter den Leviten genau organisiert. Die hatten die Verantwortung, die mussten genau kontrollieren, wer Opfer brachte, wer Passaopfer brachte. Die mussten auch kontrollieren, ob sich die Israeliten zuvor gereinigt hatten im Ritualbad.
Also das zeigte: Es war nicht einfach egal, wer an diesem Passaopfer teilnahm, sondern es gab eine persönliche Verantwortung. Man musste sich als Israelit vorher reinigen und so das Passaopfer bringen. Aber es gab auch eine kollektive Verantwortung. Das ist genau das, was uns 1. Korinther zeigt. In 1. Korinther 11 im Zusammenhang mit dem Abendmahl wird gesagt: Ein jeder prüfe sich selbst und also esse er. Aber in 1. Korinther 5 wird die Gemeinde aufgerufen, dass sie aufprüfen muss, und wenn jemand in Sünde lebt, dann muss die Gemeinde Gemeindezucht üben, und das ist die kollektive Verantwortung.
Und so sehen wir einen Gottesdienst, der alles mitberücksichtigt und alles nach der Schrift, aber nicht einfach eben toter Ritualismus, sondern verbunden mit einer Herzensfreude, die gerade auch durch den Gesang zum Ausdruck kam, und auch mit dem Wahrnehmen von Verantwortung. Die Torhüter konnten an ihren Toren bleiben und wachen, aber für sie wurde gesorgt, dass sie eben auch das Passa bekamen, und sie konnten es da am Tor essen. Sie hatten nicht nötig, von ihrem Dienst zu weichen, weil ihre Brüder die Leviten für sie bereiteten. Die kamen zu ihrem Passaopfer, dass sie essen durften.
Und so wurde also dieser Dienst einzigartig durchgeführt, Verse 16 und 17. Vers 17 betont noch, liest nochmals, Markus:
So feierten die Kinder Israels, die anwesend waren, zu jener Zeit das Passa und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang.
Also das Passafest war verbunden mit dem Fest der ungesäuerten Brote. Am vierzehnten Nisan oder Abib wurden die Lämmer geschlachtet, und dann am Abend begann der fünfzehnte. Da musste das Passa gegessen werden, und mit dem fünfzehnten begann auch gleichzeitig eben das zweite Fest Israels, wenn man spricht von den sieben Festen des Herrn nach 3. Mose 23. Zuerst das Passa, dann das Fest der ungesäuerten Brote, und das geht dann bis zum einundzwanzigsten, sieben Tage.
Und was war bei diesem Fest wichtig? Der Sauerteig musste weg. Und es lohnt sich, mit der Konkordanz alle Stellen über Sauerteig im Alten und Neuen Testament aufzusuchen. Und es ist so, dass der Sauerteig wirklich an allen Stellen immer ein Bild der Sünde ist. Aber im Zusammenhang mit dem Passafest musste man nach 2. Mose 12 allen Sauerteig wegtun, und dann folgt nach der Schlachtung der Passalämmer das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage.
Und das Entfernen von Sauerteig bedeutet also, dass man Sünde aus seinem Leben hinaustut, ganz im Sinn von 1. Korinther 11: Ein jeder prüfe sich selbst. Und also esse er. Also zuerst den Sauerteig hinaus. Und das Passa erinnert auch immer wieder an die Bekehrung. Wenn man denkt: Die Israeliten waren Sklaven in Ägypten, aber mit dem Passa kam die Befreiung. Und das ist ein Bild der Bekehrung, da haben sie das Passaopfer gegessen, sich das Lamm angeeignet, und das bedeutet Bekehrung, dass man ganz bewusst das Opfer von Jesus Christus für sich persönlich in Anspruch nimmt und sein Blut, sein rettendes Blut.
Beim Passa muss das Blut in Ägypten an die Türpfosten gestrichen werden, und Gott sagt: Gehe ich, sehe ich das Blut, so werde ich schonend an euch vorübergehen. So spricht das von der Bekehrung, und dann folgt gleich sieben Tage ungesäuerte Brote, und das bedeutet: Eine echte Bekehrung führt eben dazu, dass man mit dem Herrn lebt und Sünde hasst. Das wird ausgedrückt durch das Fest der ungesäuerten Brote.
Dann haben wir gesehen, Vers 18, ein einzigartiges Passa. Und zwar heißt es in Vers 18 am Schluss, dass das Passa, das Josia feierte, und die Priester und die Leviten und ganz Juda und Israel, das sich vorfand. Die zehn Stämme waren schon deportiert nach Assyrien damals, das haben wir auch schon bei Hiskia gesehen, aber die Unterschicht oder ein Teil der Unterschicht wurde von den Assyrern im Land zurückgelassen, und mit denen hatte schon Hiskia Kontakt aufgenommen, und wir sehen, auch Josia stand mit diesen zehn Stämmen in Verbindung, und die durften da auch mitfeiern. Also ihm ging es um das ganze Volk Gottes.
Und darum sehen wir hier: Die Spaltung war aufgehoben. Aber es ist so, dass nicht Juda nach Israel ging, sondern die zehn Stämme Israels kamen nach Jerusalem. Die mussten sich reinigen, und so war die Aufhebung der Trennung möglich. Also nicht durch eine billige Ökumene, sondern die mussten sich auch reinigen nach der Vorschrift, und die Torhüter mussten das kontrollieren. Und so war diese, kann man sagen, diese Spaltung in Israel wurde aufgehoben, und das gehört eben auch zu dieser Erweckung: nicht eine billige Ökumene, aber das Bestreben von Einheit aufgrund der Autorität der Schrift.
Und das war alles im achtzehnten Jahr der Regierung Josias. Wir haben gesehen, das ist 623 v. Chr. Und jetzt geht es weiter in Vers 20, bitte, Markus.
Nach alledem, als Josia das Haus des Herrn wiederhergestellt hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat eine Schlacht zu liefern, und Josia zog aus ihm entgegen. Jener aber sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, du König von Juda? Nicht gegen dich ziehe ich heute, sondern gegen ein Haus, das mit mir im Krieg liegt. Und Gott hat gesagt, ich solle eilen. Lass ab von Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe. Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab, sondern verkleidete sich, um mit ihm zu kämpfen. Und er hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Mund Gottes kamen, sondern er zog zum Kampf auf die Ebene bei Megiddo. Aber die Schützen trafen den König Josia, und der König sprach zu seinen Knechten: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet. Da hoben ihn seine Knechte von dem Streitwagen auf seinen anderen Wagen hinüber, den er bei sich hatte, und brachte ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde begraben in den Gräbern seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trug Leid um Josia. Und Jeremia dichtete ein Klagelied auf Josia, und alle Sänger und Sängerinnen haben seitdem in ihren Klageliedern von Josia geredet, bis zu diesem Tag, und man machte sie zum Brauch in Israel. Und siehe, sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern. Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine Frömmigkeit nach den Vorschriften des Gesetzes des Herrn und seine Geschichte, die frühere und die spätere, siehe, das alles ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Israel und Juda.
Das war das achtzehnte Jahr. Das war das Jahr, in dem der Tempel renoviert wurde, wo das fünfte Buch Mose neu entdeckt wurde und wo dieses einzigartige Passa gefeiert wurde. Aber jetzt sind wir im Todesjahr von Josia. Und das war welches Jahr? 34,1 nochmals lesen. Es ist klar, oder? Also welches Jahr in seiner Regierung? Nicht das achtzehnte, sondern das... Ah, du hast natürlich das neununddreißigste Jahr ab seiner Geburt gemeint, ja. Und meine Frage war, welches Regierungsjahr. Es war das achtzehnte Jahr, das war ja eben das achtzehnte Jahr seiner Regierung. Aber liest noch mal, Markus, 34,1:
Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte einunddreißig Jahre lang in Jerusalem.
Ja, also einunddreißig, dann ist es das einunddreißigste Jahr seiner Regierung. Aber wie Urs Land korrekt gesagt hat, das 39. Jahr ab seiner Geburt. Das heißt absolut ausgedrückt, das ist 610, 609 v. Chr.
Das war politisch im Nahen Osten eine unglaubliche Umbruchzeit. In den Jahrhunderten bis dahin war die schreckliche Militärmacht, die den ganzen Nahen Osten ständig zum Zittern brachte, nämlich welches Reich? Das assyrische Reich, sehr gut. Und das war ein brutales Reich. Ihre Kriege waren geprägt von dem, was wir heute nennen würden Kriegsverbrechen. Die Menschen wurden bei lebendigem Leib gehäutet, skalpiert, Zunge abgeschnitten, Augen ausgestochen, wirklich furchtbar, furchtbar. Alle zitterten vor ihnen, niemand konnte über Jahrhunderte dem assyrischen Reich irgendwie Einhalt gebieten.
Aber dann hat ein Babylonier, Nabopolassar, sich zusammengetan mit den Medern, die Kurden sind übrigens stolz, dass sie Meder sind, also hat sich zusammengetan mit den Medern und mit den Skythen, die Skythen, das war ein wildes Reitervolk in der heutigen Ukraine, und denen gelang es 612 nach langer Belagerung, die Hauptstadt des assyrischen Reiches zu besiegen. Das war alles im Propheten Nahum vorausgesagt, also wirklich wortwörtlich hat sich das erfüllt. Nach zwei Jahren Belagerung gab es eine Überschwemmung, das wird vorausgesagt in Nahum, und dadurch wurde die Mauer, die Schutzmauer, aufgebrochen, und das war nun die Möglichkeit, dass Nabopolassar mit der babylonischen Armee, die Skythen und die Meder eindringen konnte, und Ninive fiel. Ausführlich prophezeit und alles erfüllt im Buch Nahum. Das war 612, das kann man sich merken: Untergang des assyrischen Weltreiches durch Babylon.
Aber die Kriege gingen weiter, damit war das assyrische Heer noch nicht völlig besiegt. Und jetzt sehen wir: Wir sind hier 610, in dem Jahr 610/609, und der Pharao Necho, Vers 20, der König von Ägypten, der will nach Karkemisch hinauf, an den Euphrat. Und dadurch musste er natürlich von Ägypten herkommend durch die Sinai-Wüste entlang dem Mittelmeer. Dann ging er durch das Gebiet des Gazastreifens und darum herum, das heißt durch das Philisterland, ging er hoch die Scharon-Ebene, also zwischen Tel Aviv heute nach Haifa hinauf, und er wollte nach Karkemisch, das heißt an den Euphrat in Syrien, um die assyrische Armee zu unterstützen gegen die Babylonier.
Weltpolitisch geschieht hier etwas. Ägypten war natürlich auch eine Großmacht neben Assyrien und neben Babylon. Die wollten also die Assyrer unterstützen, und da gehen sie hinauf und wollten eben am Karkemisch dort den Assyrern beistehen. Und wir wissen aus der außerbiblischen Geschichte, dass die Ägypter dann ihr Heer stationierten in Karkemisch. Und von dort aus haben sie operiert, und zwar erfolgreich. So vier Jahre konnten die Assyrer eben stützen gegen die babylonische Armee, wie gesagt von Nabopolassar.
Und jetzt haben wir hier die Situation: Necho musste mit seiner ägyptischen Armee durch Israel hindurch, und da war Josia nicht einverstanden. Und darum lesen wir in Vers 20: Und Josia zog aus ihm entgegen. Man muss sich vorstellen, der hat jetzt den Mut, einer Weltmacht entgegenzutreten. Aber wir sehen, das brachte ihm den Tod. Und zwar wo fiel er, wo steht das? Sieht man das? Vers 22 am Schluss: Und er kam in die Talebene Megiddo, um zu kämpfen. Wie heißt diese Talebene sonst noch? Das ist Harmagedon. Dort, wo diese Endzeitschlacht stattfinden wird nach Offenbarung 16, dort fiel Josia.
Und zwar, wie gesagt, Pharao Necho ging mit der Armee die Scharon-Ebene entlang des Mittelmeers in Israel hoch bis zum Gebiet von heute Haifa, und im Hinterland ist eben diese riesige Ebene Armagedon. Und dort kam es zur Auseinandersetzung zwischen dem Königreich Juda unter Josia und dem Pharao Necho. Und der Pharao Necho warnt zuerst Josia, indem er sagt, Vers 21 in der Mitte: Was haben wir miteinander zu schaffen, König von Juda? Nicht gegen dich komme ich heute, sondern gegen das Haus, mit dem ich Krieg führe. Also er sagt: Ich möchte gar keine Konfrontation mit dir, er musste einfach hindurchziehen. Und sein Ziel war eben, gegen Babylon zu kämpfen, gegen das Königshaus von Babylon. Und das gelang ihm dann auch, wie gesagt, vier Jahre konnte er da die Assyrer erfolgreich unterstützen.
Und dann kommt etwas Erstaunliches. Was sagt Necho zu ihm? Gott hat gesagt, ich solle eilen.
Ja, ich meine, schon ein Problem. Wenn da einer aus dem götzendienerischen Land kommt und dann sagt er zu Josia: Gott hat mir gesagt... Ja, bitte, was verstehst du unter dem Begriff Gott? Ist das der Sonnengott Ra oder ist das die Göttin Hathor, diese Himmelskuh, oder ist das... was ist das? Er sagt: Gott hat gesagt, dass ich eilen soll. Und dann sagt er weiter: Steh ab von Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe.
Nicht so einfach, dieses Wort aus dem Mund eines Heiden anzunehmen. Aber das Wort Gott macht uns klar, dass in Vers 22, um gegen ihn zu kämpfen, und er Josia hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Mund Gottes kamen. Also der hatte wirklich das richtige Wort gesagt. Und natürlich ist es manchmal schwierig, ein Wort anzunehmen von jemandem, von dem man denkt: Ja, aber was hat der schon zu sagen? Und er hat das Richtige gesagt. Und Josia hätte das merken müssen: Das geht mich gar nichts an. Das sind die Weltmächte, die miteinander streiten, aber da soll ich mich nicht hineinmischen.
Und dazu lesen wir aus Sprüche 26,17:
Es packt einen Hund bei den Ohren, wer sich im Vorbeigehen in einen Streit mischt, der ihn nichts angeht.
Ja, ich weiß noch, was war das für ein Moment. Der gefürchtete Rottweiler unserer Nachbarn war in unserer Garage. Wirklich, also ich meine, mit dem Hund, mit einem lieben Hund spazieren gehen, in Ehren, aber einen fremden Rottweiler in meiner Garage und ich stehe da vor ihm. Und dann weiß ich, ich sollte ihm nicht gerade besonders in die Augen starren, aber ich fühle mich wirklich nicht gut. Aber was hätte ich machen können? Ich hätte auf ihn zugehen können und ihn an den beiden Ohren packen können. Aber das wäre nicht sehr intelligent gewesen. Die Bibel sagt nämlich: Der ergreift einen Hund bei den Ohren, wer vorbeigehend sich über einen Streit ereifert, der ihn nichts angeht.
Und 1. Petrus 4 sagt uns, dass wir nicht leiden sollen, weil wir uns in fremde Angelegenheiten einmischen. Es gibt Dinge, da muss man sich sagen: Das geht mir nichts an. Und da muss ich mich jetzt nicht auch noch reinmischen. Und genau diesen Fehler hat Josia begangen.
Und das Erstaunliche ist: Wie ist er in den Krieg gegangen? Er hat sich verkleidet. Oh, das kennen wir auch schon. Wer ging verkleidet in den Krieg? Nicht Josaphat? Doch, Josaphat, als er zusammen mit Ahab einen Krieg führen wollte, der ihm nichts anging. Er hätte sich niemals mit dem gottlosen Ahab verbinden dürfen. Er hat das aber gemacht, weil eine verwandtschaftliche Beziehung da war durch Heirat im Königshaus. Verwandtschaft ist immer etwas sehr Gefährliches. Beziehungen eingehen, die man nicht sollte.
Und da haben wir es: Der hat sich verkleidet. Nein, hast du gesagt, Josaphat hat sich verkleidet? Nein, Ahab hat sich verkleidet. Ahab hat sich verkleidet. Er hat sich gesagt: Zwar hat der Prophet Micha hier vorausgesagt, ich würde in dieser Schlacht fallen, aber ich schlage ein Schnäppchen, und zwar ein Schnäppchen, indem ich mich eben verkleide.
Aber in 2. Chronika 18 sehen wir, dass dann jemand aufs Geratewohl einen Pfeil abschoss, und er trifft den verkleideten König Ahab, und er stirbt in der Schlacht. Ja, und hier sehen wir also, Josia ahmt diesen gottlosen Ahab nach, verkleidet sich, und trotzdem wird er getroffen. Einer schießt, ein Schütze, und er trifft genau den verkleideten König. Und er ist nicht sofort tot, genauso wie Ahab nicht sofort tot war. Er sagt: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet. Und dann wird er nach Hause geführt, und dort stirbt er, und er wird ehrenvoll in den Gräbern der Stadt Davids begraben, Vers 24.
Traurig, ein König, der so mit dem Herrn ging und so Gelingen hatte, und da hat er nicht auf Gottes Wort gehört, und das brachte seinen Tod. Dann haben wir gesehen: Jeremia, das war ein Prophet zu der Zeit, genauso wie die Prophetin Hulda. Wir haben ja damals gesehen, Josia sendet eine Delegation zu Hulda, er hätte auch zu Jeremia senden können. Aber jetzt spielt Jeremia eine wichtige Rolle, und zwar macht er ein Klagelied über Josia. Und jetzt sehen wir, Lieder sind nicht nur da, um unsere Freude noch besser auszudrücken, sondern wir können mit Liedern auch unsere tiefsten Traurigkeiten noch besser ausdrücken. Und darum dieses Klagelied.
Und es war klar, dieser Josia war ein treuer Mann, auch wenn er da in dieser Sache versagt hatte. Und die Erinnerung bleibt: Sänger und Sängerinnen haben in der weiteren Zeit ständig in ihren Klageliedern von Josia gesungen, und es wurde zum Brauch in Israel. Und wo hat man dieses Klagelied angestimmt? Man könnte denken in Jerusalem, nicht wahr? Aber wir lesen in Sacharja 12, und damit wollen wir mit einem Höhepunkt enden, aber wirklich ein Höhepunkt. Sacharja 12, da spricht der Messias, der wiederkommen wird auf dem Ölberg, wie Sacharja 14 sagt. Und dann lesen wir eben schon in Sacharja 12, Vers 10, liest du, Markus:
Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben. Ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen. An jenem Tag wird es eine große Klage geben in Jerusalem, wie die Klage in Hadadrimon war in der Ebene von Megiddo.
Da wird angespielt auf das Klagelied in Harmagedon. Also da, wo der König fiel, ging man hin und hat eine nationale Wehklage angestimmt und geheult, dass dieser wunderbare König, der letzte treue König aus dem Haus Davids, dann kam noch ein Gottloser und dann ging das Königreich unter. Aber später sollte der Messias, der Jesus, aus dem Haus Davids kommen als der wahre König, und er wurde durchbohrt. Und wenn er wiederkommt, wird sich erfüllen Sacharja 12,10: Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.
Und dann wird Israel über den Messias wehklagen, wenn er kommt auf den Ölberg, und die Stichwunde des Speers in der Seite wird immer noch sichtbar sein, genauso wie auch die Wunden in seinen Händen, von denen in Kapitel 13,6 die Rede ist, und er wird zu ihm sagen, so wörtlich übersetzt: Und er wird zu ihm sagen: Was sind das für Wunden in deinen Händen? So wird er sagen: Es sind die Wunden, womit ich geschlagen worden bin im Haus derer, die mich lieben.
Da wird zum Messias gesprochen, von einem falschen Propheten, der umkehrt. Und der Messias sagt: Das sind diese Wunden, die mir geschlagen worden sind. Und so wird Israel eine nationale Wehklage anstimmen, und die wird verglichen mit dieser bitteren Wehklage über Josia. Und sie werden sagen: Das war er. Aber als wir ihn sahen, da hatte er kein Ansehen, dass wir seiner begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut und wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. Er hat unsere Sünden getragen, und wir sind geheilt durch seine Striemen. Ich will nicht alles jetzt zitieren. Und so werden sie ja seit 53 singen als Wehklage national, aber eben diese Wehklage von Josia über Josia, die war schon ein Vorgeschmack von der Wehklage über den Messias, wenn er in der Zukunft kommt in Harmagedon und in Jerusalem.
Wir sehen bei Josia diese Verbindung Jerusalem-Harmagedon ganz eindrücklich. Und vielleicht noch ein Detail, Markus, Verse 11 bis 14 in Sacharja 12:
An jenem Tag wird es eine große Klage geben in Jerusalem, wie die Klage in Hadadrimon war in der Ebene von Megiddo. Und das Land wird klagen, jedes Geschlecht für sich, das Geschlecht des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht der Schimeiter für sich und ihre Frauen für sich, alle übrigen Geschlechter jedes Geschlecht für sich und ihre Frauen für sich.
Jawohl, hier werden zwei Geschlechter aus der Königslinie erwähnt: Haus David, Haus Nathan. Und zwei aus dem levitischen Geschlecht, nämlich das Haus Levi und das Haus der Schimeiter. Dann wird aber gesagt: Alle Geschlechter in Israel werden wehklagen, wenn der Messias kommt, und die werden ebenso Jesaja 53 beten.
Erstaunlich ist: Immer heißt es, der Männer für sich, Frauen für sich, Männer für sich, Frauen für sich. Und so wird ja auch geklagt an der Klagemauer heute. An der Westmauer Frauen für sich, Männer für sich, das kommt von hier. Man könnte sagen: Aber warum? Ehepaare gehören zusammen, natürlich gehören sie zusammen. Aber man muss eben daran denken, auch wenn man verheiratet ist, ein Fleisch ist, bleibt man doch eine eigene Person. Und jeder ist vor Gott verantwortlich.
Und wenn es da um Buße geht, die werden ja Buße tun: Warum haben wir damals den Messias nicht erkannt und abgelehnt, und dabei war er der, der für unsere Sünden gestorben ist? Und es ist ihm wichtig, dass eine Frau sich selber bekehrt und nicht irgendwie, weil der Mann sie bekehrt hat. Und jeder Mann muss sich selber bekehren und nicht irgendwie auf Kosten des Glaubens der Frau leben. Es braucht eine persönliche Beziehung auch als Verheirateter, und darum nur für die Wehklage. Die Ehepaare werden da nicht gespalten und getrennt, aber diese persönliche Beziehung von einem Herrn braucht es für Mann und Frau, und das kommt hier so eindrücklich zum Ausdruck.
Ja, wollen wir damit schließen?
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