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Leiden, das den Glauben stärkt

Jakobus 1,2-330.07.2020
Serie•Teil 212 / 366Solid Joys
So merkwürdig es klingen mag: Einer der wichtigsten Gründe, warum wir vom Leid erschüttert werden, ist, damit unser Glaube unerschütterlich wird.

Der Sinn von Anfechtung

Dreißigster Juli
Leiden, das den Glauben stärkt.
Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Jakobus 1,2-3
So merkwürdig es klingen mag, einer der wichtigsten Gründe, warum wir vom Leid erschüttert werden, ist, damit unser Glaube unerschütterlich wird. Der Glaube funktioniert wie Muskelgewebe. Wenn man ihn an seine Belastungsgrenze führt, wird er stärker, nicht schwächer.
Das ist es, was Jakobus hier beschreibt, wenn dein Glaube bedroht und geprüft und dann der Zerreißprobe ausgesetzt wird. Dann wird das Ergebnis eine größere Leidensfähigkeit sein. Er nennt das Ausharren.

Gottes Ziel mit dem Glauben

Gott liebt den Glauben so sehr, dass er bereit ist, ihn bis an die äußerste Belastungsgrenze zu führen, um ihn zu reinigen und zu stärken.
Beispielsweise handelt Gott so an Paulus in 2. Korinther 1,8-9. Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, die wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über unser Vermögen hinaus, sodass wir selbst am Leben verzweifelten. Ja, wir hatten in uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.

Vertrauen, das alles andere überragt

Damit, das heißt, zu dem Zweck, dass er zeigt, dass es einen Sinn in diesem extremen Leid gab, nämlich, dass Paulus nicht auf sich selbst vertrauen sollte, sondern auf Gott, und zwar konkret auf die verheißene Gnade Gottes, der die Toten auferweckt.
In Gottes Augen ist es so kostbar, dass wir ihn von ganzem Herzen lieben, dass er bereit ist, uns aus Gnade, wenn nötig, alles andere auf der Welt wegzunehmen, worauf wir versucht sein könnten, uns zu verlassen, sogar unser Leben selbst. Sein Ziel ist, dass unser Vertrauen, dass er alles ist, was wir je brauchen könnten, immer tiefer und stärker wird.
Er möchte, dass wir mit dem Psalmisten sagen können: Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden. Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.