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Die überwältigende Präzision der Bibel

06.01.2014
Kann die Bibel wirklich so präzise sein? Von alten Handschriften bis zu erfüllten Zeitangaben – der Vortrag fordert heraus: Zufall, Irrtum oder doch Gottes Wort?

Einleitende Begrüßung und Überblick über die fünf Themen

Guten Abend, meine Damen und Herren! Ich möchte Sie alle ganz herzlich begrüßen zu diesem letzten Vortrag heute mit dem Titel: Die überwältigende Präzision der Bibel.
Damit Sie gleich verstehen, worum es heute Abend geht: Der Vortrag besteht aus fünf Teilen. Präzision eins: ihre Wissenschaftlichkeit. Präzision zwei: ihre Überlieferung. Präzision drei: ihre Chronologie. Präzision vier: ihre Detailangaben. Präzision fünf: ihre Prophetie.
Wir gehen das Thema also von ganz verschiedenen Seiten und auf unterschiedlichen Ebenen an.

Wissenschaftliche Hinweise in der Schöpfung

Präzision eins: Ihre Wissenschaftlichkeit
Sie haben im Foyer die Ausstellung gesehen: „Bibel und Wissenschaft. Die Forschung hat Verspätung.“ Es geht da um dreissig Beispiele von Entdeckungen in der modernen Naturwissenschaft, die man alle schon vor Jahrtausenden in der Bibel nachlesen konnte. Man hätte also gar nicht so lange warten müssen, bis man das in der Naturwissenschaft entdeckt hat. Es stand ja ohnehin schon in der Bibel.
Ich möchte heute Abend diese Ausstellung nicht nochmals wiederholen, sondern einfach noch ein einunddreissigstes Beispiel hinzufügen, und zwar das Thema der hydrothermalen Quellen der Tiefsee.
Im Buch Hiob stellt Gott Hiob vor über viertausend Jahren, diesem Mann aus dem Land Uz, dem heutigen Südjordanien, die Frage in Hiob 38,16. Das war Gottes Reaktion auf Hiobs Anschuldigung, Gott habe Fehler im Leben Hiobs gemacht. Dann stellt Gott eine ganze Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Natur, um zu zeigen, wer Gott ist und wer Hiob ist, wer wir Menschen sind.
Und nun diese Frage hier: Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du die Gründe der Ozeantiefe durchwandelt?
Die Bibel spricht hier über Quellen im Meer. Es sind zwei poetische Verszeilen. Sie sehen: Die parallele Zeile spricht von den Ozeantiefen, von den Gründen der Ozeantiefen. Dort müssten Quellen zu finden sein.
Niemand wusste etwas von Quellen im Meer, nicht wahr? Bis vor einigen Jahren. Das ist nun in der modernen Naturwissenschaft nachvollzogen worden, indem man eben diese hydrothermalen Quellen der Tiefsee entdeckt hat, von denen Sie hier einen wissenschaftlichen Querschnitt sehen.
Es handelt sich um Quellen, die man in Meerestiefen von 700 bis 4000 Metern findet. Das erste Mal wurden sie 1977 von einem Menschenauge gesehen, mit einem Tiefsee-U-Boot. Diese Quellen sind sensationell. Sie stossen bis zu 464 Grad heisses Wasser aus.
Da sagt einer: Also, meine Frau kann nur auf fünfundneunzig waschen. Übrigens meine auch. Wir leben ja so ungefähr vierhundert Meter über Meer. Da ist das so: Da kriegt man nicht hundert Grad hin. Das hängt also vom Druck ab. Aber in den Meerstiefen haben wir ein bisschen einen höheren Druck als hier, und darum hat man in den grössten Tiefen bis vierhundertvierundsechzig Grad heisses Wasser gemessen.
Ja, eigentlich ist das ja sowieso bekannt von den Druckdampfkochtöpfen, nicht wahr? Innerhalb von wenigen Minuten kriegt man die Kartoffeln weich. Warum? Weil man unter Druck kocht und dadurch das Wasser viel höher, deutlich weit über hundert Grad, erhitzen kann. Unter Druck. Und da geht es also ganz ähnlich wie da im Meer.
Und es ist so, dass diese Quellen etwa 160 Kubikkilometer Wasser pro Jahr in die Ozeane ausstossen. Schon ziemlich gigantisch.
Hier sehen Sie nun ein originales Bild von einer solchen Tiefseequelle. Aber vor über 4 Jahren hat Gott gefragt: Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres? Die Menschheit muss noch ein bisschen warten, ja? Und wir alle hier im Saal, keiner von uns hat das jemals so gesichtet, nur hier auf dem Bild, ja? Oder ein anderes Bild hier: also eine fantastische Sache. Aber das konnte man schon immer aus der Bibel wissen. Natürlich gibt es diese Quellen auf den Gründen der Ozeantiefen.

Weitere naturwissenschaftliche Beispiele und die Frage nach der Evolution

In der Ausstellung draußen haben Sie Beispiele gesehen, wie das Gewicht der Luft ist, nicht wahr? Bis in die moderne Zeit hat man gemeint, Luft sei nichts. Schließlich konnte dann Torricelli, Evangelista Torricelli, 1643 mit dem Barometer beweisen, dass die Luft natürlich ein ganz enormes Gewicht hat.
Aber nicht wahr, im Buch Hiob 28,25 sagte Hiob im Zusammenhang mit der Schöpfung, dass Gott dem Wind ein Gewicht bestimmte. Wenn der Schöpfer dem Wind ein Gewicht bestimmt hatte, dann kann man nicht sagen, die Luft sei nichts.
Oder nicht wahr: Die alten Babylonier meinten, die Erde sei ein Boot, das auf dem Ozean schwimmt. Aber in Hiob 26,7 konnte man immer nachlesen, dass Gott die Erde aufgehängt hat über dem Nichts. Und das Eindrückliche dabei ist ja folgendes: Die Erde ist wirklich aufgehängt als Kugel, wie dann erst Sir Isaac Newton beweisen konnte, indem er die Gravitationsgesetze beschreiben konnte. Die Erde ist durch die Gravitation der Sonne gebunden auf einer festen Bahn im Weltall.
Aber schauen Sie: Man hat lange in der Wissenschaft gemeint, es gibt in der Natur kein Vakuum. Man sagte sogar: Die Natur verabscheut ein Vakuum. Sobald Sie versuchen, mit Absaugen ein Vakuum herzustellen, was geschieht dann? Da möchte irgendeine Flüssigkeit, ein Stoff oder ein Gas hinein. Also: Die Natur hasst ein Vakuum, sagte man.
Und so meinte man in der Wissenschaft sehr lange, das Weltall sei erfüllt von einem Stoff, nur niemand kennt diesen Stoff; man nannte ihn den Äther. Und heute wissen wir: Das ist ein totales Märchen gewesen in der Naturwissenschaft, diesen Äther gibt es gar nicht. Im interplanetaren Bereich, zwischen den Planeten und zwischen den Sternen, ist das Weltall wesentlich ein Vakuum. Und die Bibel sagt: Er hängte die Erde auf über dem Nichts, nicht im Äther. Al blima, das heißt blima: nichts, etwas, das ist nichts.
Man gelangt zum Licht. Das sei ein Zustand, und tatsächlich kann man ja nicht beobachten, wenn man in einem Raum eine Fackel oder eine Lampe entzündet, dass das Licht irgendwie einen Weg zurücklegen müsste. Beim Schall war es von alters her anders. Nicht wahr, sah man jemanden so hundert, zweihundert Meter weiter weg hämmern? Komisch: Immer wenn der Hammer oben ist, dann knallt es, und wenn er unten ist, hört man nichts. Da musste man darauf schließen, dass der Schall einen Weg zurücklegt.
Aber beim Licht kann man das nicht, weil das Licht ja so schnell ist: 300 Kilometer pro Sekunde, das ist ungefähr siebenmal um die ganze Erde in einer Sekunde. Aber Gott fragt Hiob: Weißt du, was der Weg ist, auf dem sich das Licht verteilt? Das Buch Hiob spricht über den Weg des Lichts, wie die modernen Physiker heute; man spricht über den Lichtweg im Raum, nicht wahr?
Und dann die Erwähnung von Kernspaltung und Kernfusion in 2. Petrus 3 ist auch ganz erstaunlich. Petrus, der ehemalige Fischer, schreibt in seinem zweiten Petrusbrief im Jahr 67 nach Christus, ganz entgegen aller Philosophie der Griechen: Die Atome können aufgelöst werden, werden beim Weltuntergang auch aufgelöst, und sie werden miteinander verschmelzen im Brand. Mit gewaltigem Krachen.
Aber die alten Griechen, die so weise waren, dass sie tatsächlich sagten, die ganze Materie sei aufgebaut aus kleinsten Teilchen, den Atomen, und die könne man nicht mehr weiter teilen. Darum nannten sie diese Teilchen Atomon, unteilbar, Atomon. Und er sagt, die werden aufgelöst werden und im Brande, im Krachen dann vergehen und auch verschmolzen werden.
Erst im zwanzigsten Jahrhundert hat die moderne Physik entdeckt: Natürlich kann man die Atome spalten, und tatsächlich wird enorme Energie, die in der Materie gebunden ist, freigesetzt, auch durch die Kernfusion. Woher wusste er das? Nun, die Bibel sagt: durch Inspiration. Die Bibel ist von Gott inspiriert.
Und übrigens: Petrus benutzt nicht das falsche Wort Atom. Ständig, wenn wir von Atom, Atomen sprechen, sagen wir auch heute noch etwas ganz Falsches. Wir sagen immer, das sei unteilbar. Natürlich, wir wissen das, wir verstehen uns; niemand von uns glaubt, die Atome seien unteilbar. Aber wir sagen es dauernd.
Und Petrus hat nicht dieses falsche Wort Atomon genommen, sondern ein anderes altgriechisches Wort, das auch die kleinsten Teilchen der Materie bezeichnet, und zwar Stöchiom. Das hat aber nicht den falschen Nebensinn vom Unteilbaren. Vielleicht kennen Sie das Wort noch aus der Chemie, die Stöchiometrie, die Lehre, wie man Elemente zu Molekülen zusammensetzt. Stöchiom kommt von Stöchiom, Element.

Naturwissenschaft, Evolution und die Grenzen des Experiments

Ja, jetzt ist es aber wichtig: Bei dieser Ausstellung draußen im Foyer geht es um Naturwissenschaft im strikten Sinn des Wortes. Naturwissenschaft ist nämlich die Wissenschaft, in der man Dinge beobachtet und durch Experimente prüft, die man beliebig oft wiederholen kann.
Und da muss man heute sagen: Wir haben wirklich überhaupt keine Probleme im Vergleich von Bibel und Naturwissenschaft. Wo hätten wir Probleme mit Physik? Dort, wo man Dinge im Experiment wiederholen kann. Wo hätten wir Probleme mit Chemie? Keine. Wo mit Biologie? Dort, wo man etwas beobachten kann.
Natürlich sagt einer: Aber mit der Evolution habt ihr sehr wohl ein Problem. Ja, natürlich, ein riesiges Problem. Aber die Evolutionslehre ist nicht strikte Naturwissenschaft, denn da geht es ja um ein Thema, bei dem man nicht zurückgehen und schauen kann, wie es eigentlich geschehen ist. Wie ist das Leben entstanden? Wie haben sich die ersten Lebewesen weiterentwickelt? Das kann niemand beobachten. Das geht nicht mit dem Experiment. Das ist strikt genommen keine Naturwissenschaft.
Und darum hat ja schon vor Jahren der gute alte Professor Dr. Wildersmith das Buch geschrieben: Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution. Und damit sagt er: Wenn man dieses Thema angeht, dann rein von der Naturwissenschaft her, also von dem, was man im Experiment wiederholen kann, funktioniert das mit Evolution nicht.
Und da bringt er dann auch dieses Beispiel mit dem Massenwirkungsgesetz aus der Chemie. Ich habe das schon heute einmal gebracht, aber für die, die nicht da waren, nochmals. Und überhaupt: Die alten Römer sagten, repetitio mater studiorum est, die Wiederholung ist die Mutter des Lernens. Jetzt können Sie es dann auswendig.
Ich mag mich erinnern, als junger Mann, als Teenager, durfte ich einmal ins Mädchengymnasium gehen. Also, damit Sie es richtig verstanden haben: Ich bin als junger Mann in ein Knabengymnasium gegangen, und das war recht so. Und Sie sehen, ich habe dann trotzdem heiraten können. Das hängt nicht davon ab.
Und da durfte ich einmal ins Mädchengymnasium gehen, weil dort Professor Wildersmith eingeladen war und einen Vortrag über Evolution hielt. Ich mag mich noch erinnern, wie dieser Gentleman, dieser Engländer mit starkem englischem Akzent, im Deutschen das Massenwirkungsgesetz an die Tafel geschrieben hat.
Sie sehen: Auf der linken Seite gibt es Methan, Wasser, Ammoniak, dann Energie, und jetzt gibt es eine Reaktion. So entstehen Aminosäuren. Das geschieht so in der Natur. Aminosäuren können in der Natur entstehen.
Aber jetzt, wenn es um das Thema geht, wie das Leben entstand, müssen wir einen Schritt weitergehen. Unten sehen Sie eine Reaktion: eine Aminosäure plus eine weitere Aminosäure, und dann ein Pfeil nach rechts. Das ist eine Reaktion. Und was entsteht? Sie verbinden sich miteinander zu einer kleinen Kette, ein Dipeptid entsteht. Dabei entsteht aber auch ein bisschen Abfall, in diesem Fall ein Wassermolekül, H2O.
Aber das ist sehr dumm, nicht wahr? Das Leben, auch das sogenannte einfachste Leben, wenn man überhaupt von einfach sprechen kann, jede Zelle ist ja unglaublich kompliziert, aber sogar die sogenannten einfachsten Zellen bestehen aus riesigen Molekülen von DNA, RNA und Proteinen. Und damit überhaupt Leben entstehen kann, müssten ja diese riesigen Ketten zuerst in der Natur entstehen können.
Aber das Massenwirkungsgesetz zeigt: Das geht nicht. Natürlich, die Reaktion geht nach rechts. Und jetzt sehen Sie, ich habe auch einen Pfeil nach links gemacht. Das nennt man eine reversible Reaktion. Die Reaktion geht hinüber, aber weil dann eben Abfall entsteht, wie Wasser, geht die Reaktion auch wieder zurück. Und durch das Wasser wird die Kette gebrochen.
So geht das hin und her: Es entstehen Aminosäurenkettchen, dann geht es wieder zurück, sie brechen ab, und das geht so hin und her, bis ein thermodynamisches Gleichgewicht entstanden ist. Und was bleibt am Schluss da? Wir haben keine langen Ketten, die es für das Leben bräuchte. Das funktioniert nicht.
Also, man muss sogar sagen: Die Naturwissenschaften sind gegen Evolution, wenn man meint, das Leben sei einfach durch Naturprozesse entstanden. Das funktioniert nicht. Es ist sogar ein Widerspruch zur Naturwissenschaft.
Darum hat mich das damals geprägt. Ich weiß noch, wie eine Lehrerin wütend wurde. Und der Mann hat sie so gütig angeschaut, ich sehe das noch vor mir, so gütig. Er war ein Mann mit einem langen Bart, deutlich länger als meiner, runden Brillen, aber kleiner als meiner, und er hat so freundlich geschaut, weil einfach gezeigt ist: Es geht nicht. Das prägt einen ja.
Also, das zur Wissenschaftlichkeit der Bibel. Jetzt gehen wir zu Präzision zwei: ihre Überlieferung. Viele Menschen sagen ja: Wissen Sie, ich habe so ein Problem mit der Bibel. Die wurde ja schon so oft abgeschrieben und auch übersetzt. Wer kann uns sagen, dass wir heute noch dieselbe Bibel haben wie sie damals ursprünglich aufgeschrieben worden ist?

Die Überlieferung des Alten Testaments

Ach, ich freue mich jedes Mal, wenn jemand diese Frage oder dieses Problem vorbringt. Da muss man manchmal ganz von vorne erklären.
Die Bibel ist aufgebaut aus zwei Teilen: vorne das Alte Testament, das vor Jesus Christus geschrieben wurde, und das Neue Testament, das nach dem Kommen von Jesus Christus vor zweitausend Jahren geschrieben wurde.
Nun schauen wir uns das Alte Testament an. Vom Alten Testament besitzen wir mehrere Tausend Handschriften aus dem Mittelalter. Sie müssen wissen: Als wir damals in der Schule in Latein Cicero oder Caesar gelesen haben, zum Beispiel den Gallischen Krieg von Caesar, Gallia est omnis divisa in partes tres, quorum unam ... Sie merken, das prägt einen fürs ganze Leben.
Einer meiner Schulkollegen hat doch da gezweifelt, dass wir wirklich Julius Caesar lesen. Aber Sie müssen wissen: Man ist gut dran bei diesen alten antiken Autoren, wenn man von einem Werk mehr als zehn Handschriften hat. Und oft ist der Abstand zwischen dem Original und der ältesten Abschrift, die heute noch besteht, über tausend Jahre. Aber keiner zweifelt. Zweifelt!
Nun, wir können schon sagen: Das Alte Testament hat mehrere Tausend Handschriften aus dem Mittelalter. Man nennt diese Handschriften den masoretischen Text, weil die Rabbiner, die da abgeschrieben haben, die Masoreten, also die Überlieferer, waren. Und die haben fantastisch gearbeitet.
Sie sehen hier eine Seite aus einer solchen Handschrift. Die Abschreiber haben nicht nur so schön geschrieben, wie Sie da sehen, so klar ist Hebräisch, sondern sie haben auch Wörter, Ausdrücke, also Wortverbindungen, und Buchstaben gezählt, um dann sicher zu sein bei der Abschrift, dass die Abschrift identisch ist.
Das war ja schon in der Schule immer wieder ein Problem. Man schreibt einen Text von der Wandtafel ab und muss genau kopieren. Wie kann man sicherstellen, dass es wirklich funktioniert? Zählen Sie die Buchstaben und die Wörter an der Wandtafel und dann die Buchstaben und die Wörter in Ihrem Heft. Ich sage jetzt aus den jungen Leuten, ja, aus der Grundschule. Und wenn die Zahl um eins abweicht, dann kann man sicher sein, dass die Kopie nicht ganz stimmt. Dann kann man suchen.
So haben die gearbeitet. Sie sehen da am Rand des Textes, also im Zwischenbereich von zwei Texten, kleine Zeichen. Ein Zeichen, das sehr oft vorkommt, sieht aus wie ein L. Es ist auch ein hebräisches L, Lamed, mit Punkt. Das ist eine Abkürzung für Lajit, was im Aramäischen bedeutet, dass dieses Wort nur einmal im ganzen Alten Testament vorkommt. Und es warnt den Abschreiber: Achtung, dieses Wort ganz genau so kopieren wie hier, nichts ändern, auch nicht in der Rechtschreibung.
So haben die also Listen gemacht. Das sind Methoden wie bei Computern, um Texte zu sichern. So arbeiten ja auch die Computer, nicht wahr? Die Anschlagsanzahl können Sie ganz kurz statistisch nachschauen. Zwei Pfeile, die fast gleich sind, miteinander vergleichen, dann sehen Sie: Oh, das ist aber nicht ganz gleich. Da sind nicht genau gleich viele Anschläge. Da ist irgendein Unterschied da.
So haben die gearbeitet. Das war ein perfektes Abschreiben. Aber die Kritiker, die haben sich damit nicht zufrieden gegeben. Sie haben gesagt: Natürlich, im Mittelalter haben die gut abgeschrieben, aber wer sagt uns vor dem Mittelalter, dass die Bibel auch damals gut abgeschrieben wurde? Und das war unser Problem. Wir hatten bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts etwa keine hebräischen Handschriften, die älter waren als das Mittelalter.
Und dann kam Qumran. In den Jahren 1947 bis 1956 wurden in elf Höhlen in Qumran am Toten Meer biblische Handschriften entdeckt. Sie sehen hier die Höhle vier, römisch vier, das ist die reichste Höhle. Es wurden Tausende von Manuskripten gefunden, und fast alle Bücher des Alten Testaments sind hier belegt, außer das Buch Esther. Das sind nun Abschriften der Bibel aus dem dritten Jahrhundert vor Christus bis ins Jahr 68 nach Christus. Das ist das definitive Ende, da wurde Qumran von den Römern verwüstet.
Ja, und jetzt haben wir also plötzlich Texte, die waren Jahrhunderte, ja, sagen wir ein Jahrtausend älter als das, was wir bisher hatten. Und so konnte man jetzt vergleichen: Wie wurde vor dem Mittelalter abgeschrieben? Und jetzt können wir die Antwort geben, nach über 50 Jahren Qumranforschung: phantastisch.
Man findet nämlich in Qumran auch diesen masoretischen Text, einfach nicht aus dem Mittelalter, sondern aus der Antike. Darum nennt man ihn in der Wissenschaft den protomasoretischen Text. Das ist der vormasoretische Text, einfach vor, weil er älter ist als der, den wir schon hatten aus dem Mittelalter.
Das ist wirklich eindrücklich. Da wurden auch nicht nur kleine Texte gefunden, sondern zum Beispiel auch die vollständige Jesaja-Rolle aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Alle 66 Kapitel sind vorhanden, auch die Prophezeiungen auf Jesus Christus, die sich dann später erfüllt haben. Man kann beweisen: Die Prophetie wurde vorher geschrieben, hat sich nachher erfüllt. Grandios, nicht wahr?
Und was man nun in den vergangenen Jahren auch festgestellt hat: Das Judentum hat von alters her den besten Text. Denn es gab als Zentraltext den im Tempel zu Jerusalem aufbewahrten Text. Und so konnte man im Judentum immer wieder auch die Handschriften in den Synagogen eichen, am besten Text eben im Tempel. Und dieser beste Text, das ist eben der Zentraltext, sprich der masoretische Text.
Also heute sind wir so viel weiter, dass wir sagen können: Den Bibeltext, den unsere Vorfahren schon immer hatten in den vergangenen Jahrhunderten, das ist der beste Text, den es gibt, denn das entspricht eben diesem Zentraltext aus Jerusalem.

Das Neue Testament und seine Textbasis

So, jetzt kommen wir zum Neuen Testament. Es wurde zwischen 30 und 98 nach Christus geschrieben. Heute besitzen wir über 5760 griechische Manuskripte. Diese Zahl ist bereits veraltet, weil immer wieder neue Handschriften gefunden werden.
Einer der neueren Entdecker, ein Amerikaner, hat in jüngster Vergangenheit sogar eine Matthäus-Handschrift gefunden, die er allerdings noch nicht veröffentlicht hat. Er sagt, aufgrund des Schriftbildes müsse man annehmen, dass diese Handschrift aus dem ersten Jahrhundert nach Christus stammt, also aus der Zeit der Augenzeugen. Ich bin gespannt auf die Veröffentlichung, nehme das aber schon einmal zur Kenntnis.
Hier haben Sie eine Handschrift, die allgemein auf das zweite oder dritte Jahrhundert datiert wird, den P46, eine Handschrift mit Paulusbriefen. So haben wir also circa 5 Manuskripte. Und jetzt kann man diese miteinander vergleichen. Dabei fällt auf, dass die absolute Mehrheit, 90, eine unglaubliche Einheit darstellt, also unglaublich übereinstimmend ist.
Das ist der sogenannte Mehrheitstext, im Gegensatz zum Minderheitstext, den man auch Nestle-Aland-Text nennt. Nun muss ich Ihnen sagen: Im 19. Jahrhundert haben Westcott und Hort diesen Text verachtet und gesagt, nein, das sei keine gute Textüberlieferung, dieser Mehrheitstext. Es sei einfach, sagen wir so, tausendmal dasselbe. Wenn Sie irgendein Dokument haben und es tausendmal auf Ihrem Fotokopierer kopieren, können Sie nicht sagen: Jetzt habe ich ein tausendfaches Zeugnis von diesem Dokument. Sie haben ein Zeugnis, und so sagen sie: Das ist einfach so und so vielmal dasselbe.
Aber diese Einheit, so hieß es, sei entstanden, indem man im dritten Jahrhundert nach Christus eine Revision der Bibel gemacht habe. Da hätte die Kirche mit Autorität festgestellt: Das ist der Text, und von jetzt an wird nur noch dieser Text kopiert. Dann sei der Minderheitstext mit der Zeit verschwunden.
Heute sind wir allerdings über hundert Jahre nach Westcott und Hort, und wir müssen sagen: Historisch hat es nie eine solche Revision gegeben, nie. Jetzt dreht sich der Spieß. Wenn also diese Mehrheit der Handschriften so genau miteinander übereinstimmt, und diese Übereinstimmung nicht durch eine Revision kommt, wodurch kam sie dann? Dadurch, dass diese Handschriften auf die Originale zurückgehen.
Ein Wissenschaftler, ein Bekannter von mir, sagt: Natürlich hat es keine Revision gegeben, aber es sei ein Prozess gewesen. Im Laufe der Zeit hätten sich diese Handschriften immer mehr angeglichen. Durch die Schreibergewohnheiten sei es immer mehr ein Einheitstext geworden, im Fluss, muss ich sagen.
Da wäre jetzt Mathematik sehr hilfreich, nicht wahr? Zeigen Sie mir ein mathematisches Modell, wie man durch Abschreiben mit der Zeit immer ähnlicher wird. Durch Abschreiben gehen Texte langsam auseinander, nicht wahr? Und da haben wir diese Einheit, und das weist darauf hin: Das geht zurück auf den Urtext.
Und natürlich war der Römerbrief in Italien noch längere Zeit in der Gemeinde in Rom zugänglich. Die Korintherbriefe in Korinth, die Thessalonicherbriefe in Thessalonich. Gerade aus diesem Gebiet, wo der Mehrheitstext besonders bezeugt ist, also Italien, Griechenland und die heutige Türkei, waren diese Originale vorhanden. Dort konnte man die Handschriften immer wieder eichen, und das hat zu dieser Einheit geführt.
Also, wir haben wirklich ein phantastisch überliefertes Neues Testament, das können wir sagen, und ein phantastisch überliefertes Altes Testament. Es ist so, wie es in der Jesaja-Rolle auch schon in Qumran heißt: Jesaja 40,8 Das Gras ist verdorrt, die Blume abgefallen, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.

Persönliche Vorbilder in der Textforschung

In diesem Zusammenhang möchte ich wieder eine Person erwähnen, die auch für mich wichtig war, und das ist Professor Doktor Doktor Robert Dick Wilson, 1856 bis 1930. Er war Professor an der Princeton University in Amerika.
Dieser Mann war sehr interessant. Mit etwa zwanzig konnte er das Neue Testament in der hebräischen Übersetzung auswendig. Gut, nicht wahr? Er hat also früh gemerkt, dass er eine Begabung für Sprachen hatte. Mit fünfundzwanzig sagte er sich: Wenn ich meine Familiengeschichte anschaue, also wie alt meine Eltern oder Großeltern geworden sind, dann komme ich ganz menschlich gesprochen auf eine Lebenserwartung von etwa siebzig Jahren. Und jetzt bleiben mir von fünfundzwanzig bis siebzig noch so und so viele Jahre. Diese teile ich in drei Abschnitte ein.
Fünfzehn Jahre werde ich nun ganz speziell biblische Sprachen studieren und die Sprachen der frühen Übersetzungen, also der ältesten Bibelübersetzungen. In den nächsten fünfzehn Jahren werde ich forschen und meine Sprachkenntnisse in der Forschung rund um die Glaubwürdigkeit und Genauigkeit der Bibel und ihrer Überlieferung anwenden. Und in den weiteren fünfzehn Jahren werde ich dann publizieren und weitergeben.
Und der Mann wurde 73, also ein bisschen älter, als er gerechnet hatte. So hat er es gemacht. Fünfzehn Jahre später konnte der Mann etwa 45 Sprachen und Dialekte. Er sagte: Ich will mich besser schulen als unsere Kritiker. Und er hat diese Forschungen gemacht, publiziert und fantastische Bücher geschrieben.
Er ist wirklich hingestanden. Er war ja einer der bekannten Brüder bei den Niagara Falls Bible Conferences in der Nähe der Niagara-Fälle. Und dieser Mann ist in einer Zeit, als die Bibelkritik immer mehr aufgekommen ist, wirklich als intellektueller Christ, als Bruder, wie Sie sagen wollen, aufgestanden und für die Glaubwürdigkeit der Bibel eingestanden. Er hat fantastische Bücher geschrieben und die liberale Kritik einfach über den Tisch gewischt, sehr eindrücklich.
Und diese Leute, die mit Robert Dick Wilson Bibelkonferenzen gemacht hatten, hat man später Fundamentalisten genannt, weil sie sich auf das Fundament einer glaubwürdigen Bibel beriefen.

Übergang zur Chronologie

Jetzt gehen wir zu Präzision drei: ihrer Chronologie. Das ist etwas ganz Interessantes. Wenn man die Bibel durcharbeitet und studiert, stellt man fest, dass es eine durchgängige Chronologie gibt, also eine Zeittabelle, durch alle Bibelbücher hindurch. Und was auch auffällig ist: Nirgends bricht sie im Alten Testament ab, sondern sie geht bis ins Neue Testament weiter.
Nicht wahr, plötzlich hat man in einer Geschichte das Gefühl: Oh, aber jetzt komme ich mit der Chronologie nicht mehr weiter. Wie kann ich jetzt die Jahreszahlen der Geschichte zusammenrechnen? Und plötzlich sieht man: So nebenbei wird da noch etwas erwähnt, bei Joseph zum Beispiel zwei Jahre. Und wenn man dann diese Angaben nimmt, kann man am Schluss die Chronologie vollständig durchziehen. Das ist schon erstaunlich.
Aber in der Vergangenheit gab es riesige Probleme bei der Chronologie. Schauen Sie sich einmal an: Da wird die Geschichte der Könige beschrieben, von Juda und Israel, von den zehn und den zwei Stämmen Israels im ersten Jahrtausend vor Christus. Dabei werden die Zahlen im Buch der Könige und im Buch der Chronika angegeben. Aber ich sage Ihnen: Wie soll man das zusammenkriegen? Die Zahlen widersprechen sich dauernd.
Schauen wir uns das einmal an. Hier die Zahlen für Juda in der Bibel: Da steht, Rehabeam, der Sohn von Salomo, habe siebzehn Jahre regiert, dann kam Abiam drei Jahre, Asa einundvierzig Jahre und Josaphat fünfundzwanzig Jahre. Und dann schauen Sie parallel dazu im Zehnstämmereich: Jerobeam hat gleichzeitig mit Rehabeam regiert, 22 Jahre; Nadab zwei Jahre; Baesa vierundzwanzig Jahre; Elah zwei Jahre; Omri zwölf Jahre; Ahab zweiundzwanzig Jahre; Ahasja zwei Jahre.
Und nun wird in 1. Könige 22,52 gesagt: Das achtzehnte Jahr Josaphats, das war das zweite Jahr Ahasjas. Also sehen Sie: Wenn Sie links zusammenzählen, siebzehn, drei, einundvierzig und bei Josaphat bis zu seinem achtzehnten Jahr, dann müsste das übereinstimmen mit den Königen rechts: Jerobeam, Nadab, Baesa bis Ahasja, zwei Jahre. Aber wenn Sie links zusammenzählen, gibt es neunundsiebzig, rechts gibt es sechsundachtzig.
Und das ist nur ein Beispiel. Jetzt können wir weiterfahren, das geht so weiter.

Lösung der chronologischen Schwierigkeiten

Und das wusste man schon in der Antike. Schon die Übersetzer der ersten griechischen Bibel, im dritten Jahrhundert vor Christus in Ägypten, haben Juden das Alte Testament von Hebräisch auf Griechisch übersetzt. Sie haben gewusst: Es gibt ein Problem.
Was haben sie gemacht? Juden fühlen sich in Verbindung mit Übersetzungen sehr frei. Wenn man den Urtext, den Grundtext, abschreibt, darf man ja nichts verändern. Die Rabbiner haben gesagt: Wer einen Buchstaben verändert im Alten Testament, ist ein Zerstörer der Welt. Das ist ein Wort, nicht wahr?
Aber bei Übersetzungen war man sehr frei. Und so haben sie in ihrer griechischen Übersetzung die Zahlen ein bisschen verbessern wollen und haben alles noch schlimmer gemacht. Es geht nicht!
Und was macht man jetzt mit solchen Problemen? Ich war sehr beeindruckt. Vor Jahren hatte ich bei Kenneth Kitchen gelesen, das ist einer der führenden Ägyptologen, ein Engländer. Und er hat zu diesem Problem gesagt: Vielleicht versteckt sich dahinter ein Zählsystem, das wir heute nicht mehr kennen.
Der war also nicht so, dass er gesagt hat: Ja gut, das ist einfach falsch, schlecht überliefert. Nein, wir wissen ja nicht alles, wir Wissenschaftler. Man muss bescheiden sein. Und tatsächlich hat das dann Edwin Thiele zu einem großen Teil lösen können. Und zwar hat er das dann veröffentlicht in seinem Buch The Mysterious Numbers of the Hebrew Kings, die geheimnisvollen Zahlen der hebräischen Könige. Aber leider war er nicht ganz konsequent bis zum Schluss. Norland Jones hat nun in jüngerer Vergangenheit weitergearbeitet und hat das alles noch hingekriegt, was er noch nicht hinkriegte.
Es geht alles auf. Es geht jede Zahl auf. Und jetzt: Wie geht das?
Nun, man musste feststellen, was man eigentlich eben auch von den umliegenden Völkern rund um Israel weiß: Es gibt verschiedene Arten, wie man Jahreszahlen bei Herrschern zählt. Und hier haben wir effektiv zwei unterschiedliche Zählungen in Juda und in Israel, den zehn Stämmen.
In Juda rechnete man normalerweise mit einem Thronbesteigungsjahr, das nenne ich Tbj. In Israel jedoch nicht. Alle Jahreszahlen der Bibel lassen sich heute in einem geschlossenen Ganzen einfügen. Ich habe dann noch weiter gearbeitet über Nolan Jones hinaus, und jetzt steht die Chronologie. Jede Zahl geht auf, das soll eines meiner nächsten Bücher werden. Keine einzige Zahl muss korrigiert werden.
Und jetzt schauen Sie mal, wie das geht. Also gehen wir noch nicht so weit. Sagen wir, mein Vater wäre König gewesen in Helvetia, und er wäre nun, sagen wir, am 2. Januar dieses Jahres gestorben. Dann werde ich König über Helvetia ab dem 3. Januar.
Nun, wie soll man das rechnen? Also bis zum 2. Januar war noch das Jahr 2014, das war dann sein letztes Regierungsjahr, und jetzt ab dem 3. Januar mein erstes. Also muss man dann aufpassen, dass man später nicht 2014 zweimal zählt, also das letzte Jahr meines Vaters und nur mein erstes Jahr.
Aber das kann man lösen, indem man sagt: Gut, das war sein letztes Jahr. Jetzt ab dem 3. Januar, das ist nun mein Thronbesteigungsjahr, das zählen wir noch nicht. Erst ab 2015 ist dann das Jahr eins, dann zwei, drei usw. Das hat einiges für sich.
Und jetzt schauen Sie mal: Wenn man das so macht, dann kommt man bis ein paar Jahren, also Thronbesteigungsjahr, dann eins, zwei, drei, vier. Aber in Israel zählte man schon das Thronbesteigungsjahr mit: eins, zwei, drei, vier, fünf. Es gibt also ein Jahr mehr. Alles verschiebt sich.
So, und jetzt machen wir das hier. In Juda müssen wir nichts ändern, da geht das alles schön auf. Man kann schön zusammenzählen, man irrt sich nicht, weil man im Thronbesteigungsjahr zählt: 17 plus 3 plus 41 plus 18 gibt 79.
Und jetzt bei Israel: Jerobeam 22, schreib 21, damit man die Zahlen nicht doppelt zählt; dann Nadab 2, schreib 1; Baëssa 24, schreibt 23; Ela 2, schreibt 1; Omri 12, schreibt 11; Ahab 22, schreibt 21; Ahasja 2, schreibt 1. Und jetzt gibt alles zusammen 79.
Es geht auf. So bringt man mathematisch sauber Zahlen zusammen, die sich scheinbar widersprechen. Es geht alles schön auf.
Und jetzt dreht sich der Spieß. Man muss sich mal vorstellen: Schon in der Antike wussten die Juden, wir haben da ein Problem mit den Zahlen. Aber sie wussten auch: Ändere keinen Buchstaben, sonst bist du ein Zerstörer der Welt. Also lassen wir die Zahlen, auch wenn wir nicht herauskommen.
Das zeigt also nochmals, wie genau abgeschrieben wurde. Sogar dort, wo man dachte, hier muss ein Fehler sein, hat man es gelassen, damit es stimmt. Jetzt verstehen Sie, warum ich sage: die überwältigende Präzision der Bibel.

Archäologische Einwände und die Frage nach Jericho

Aber nun kommt einer und sagt: Sprechen Sie mal mit Archäologen heute, die etwas von den Bibelländern verstehen, zum Beispiel mit Israel Finkelstein. Was sagt der? Er sagt, all die Geschichten der Bibel – Israel in Ägypten, der Auszug aus Ägypten, die Landnahme unter Joshua – das seien alles Legenden. Archäologische Spuren davon gebe es keine.
Und um 1232 vor Christus, als Jericho erobert worden sein soll durch Joshua, da sei Jericho gar keine Stadt gewesen. Jericho habe gar keine Stadtmauer gehabt. Also, Sie sehen: Wenn jemand singt: „Joshua fought the battle of Jericho, and the wall came tumbling down“, ja, dann sei das alles Legende, nie geschehen.
Und so sagen das auch viele andere Archäologen: Die Bibel enthalte viele Legenden, Mythen, Märchen. Also haben wir mit der Archäologie dann ein Problem mit der Bibel. Wie kann man damit umgehen? Was kann man da machen? Und das Buch von Finkelstein, Keine Posaunen vor Jericho, das hat Furore gemacht, und nicht nur in deutscher Sprache.
Nun, Sie müssen einfach kritisch sein. Kritisch denken heißt eben: gut überlegen, nicht einfach blindlings Dinge übernehmen. Wie kommt man überhaupt auf die Idee, zu sagen, der Auszug aus Ägypten habe sich im Jahr 1230 vor Christus ungefähr ereignet?
Nun, das geht darauf zurück, dass in der Bibel, in 2. Mose 1,11, über Israel in Ägypten als Sklavenvolk Folgendes steht: Und sie, die Ägypter, setzten Fronvögte über dasselbe, um es mit ihren Lastarbeiten zu drücken; und es baute dem Pharao Vorratsstädte Pithom und Ramses.
Ja, also die Israeliten haben in Ägypten Ramses mitgebaut, unter anderem. Ja, das klingt doch wie der Name Pharao Ramses. Ja, dann war das wahrscheinlich zur Zeit von Pharao Ramses. Aber es gab mehr als einen Pharao Ramses. Ja, bestimmt Pharao Ramses der Zweite, denn das war ja ein großer Bauherr. Ja, und der regierte 1279 bis 1213 v. Chr. Also Exodus ungefähr um 1230.
Ja, aber nach der Bibel wäre ja dann gleich darauf der Pharao gestorben, er sei im Roten Meer umgekommen, aber der lebt ja dann weiter, 1230. Ja, gut, so genau muss man das mit der Bibel auch nicht nehmen.
Ja, und so hat man gesagt: Also Ramses war der Pharao der Unterdrückung. Aber schon da hätte man als Bibelkenner sagen müssen: Da ist ein Problem. Schon früher, in der Josefsgeschichte, wird hier gesprochen über das Land Ramses, und das war ja schon lange vor Ramses dem Zweiten. Man sprach also schon von einem Land Ramses.
Also man muss diese geografischen Bezeichnungen nicht einfach so zwingend mit einem Pharao zusammenbringen, nicht wahr? Es gibt Leute, die haben im Familiennamen einen Städtenamen, ja, oder man könnte meinen, es sei ein Städtename. Aber wie jetzt da die Zusammenhänge sind zwischen Familiennamen und Stadtnamen, das ist nicht in allen Fällen so ganz klar. Im Gewissen schon. Ja, also das darf man nicht einfach so schlussfolgern.
Und dann kommt Folgendes dazu: Die Bibel bezeichnet nirgends Pharao Ramses als Pharao der Sklaverei. Also, wir stellen das Datum 1230 vor Christus für den Auszug in Frage. Und jetzt kommt noch etwas dazu: Wenn Sie die Zahlen der biblischen Chronologie zusammenrechnen, dann war das gar nicht um diese Zeit. Also dieses Datum 1230 steht im Widerspruch zur biblischen Chronologie.
Ja, also schiebt man der Bibel eine falsche Chronologie unter, und dann sagt man triumphierend: Schaut mal, die Bibel ist falsch. Es gab keine Mauern in Jericho, da konnte auch gar nichts fallen. Und wenn das Neue Testament sagt: Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos – was für ein Glaube, wenn gar keine Mauer fallen konnte!

Die Eroberung Jerichos im Licht der Chronologie

Die streng durchgerechnete Chronologie der Bibel ergibt für den Auszug 1606 v. Chr. Dann kamen vierzig Jahre Wüstenwanderung. Die Eroberung Jerichos unter Joshua wäre also um 1566 v. Chr. anzusetzen.
So, das ist etwas anderes. Wir gehen zusammen nach Jericho. Ich war vor kurzer Zeit mit meiner Frau dort, in Jericho. Ich habe diese Bilder gemacht, die ich heute zeigen kann.
Dort hat man diesen Zivilisationsschutthügel in den vergangenen Jahrzehnten durchforstet und durchgraben. Dabei hat man eine ganz eindrückliche Mauer entdeckt. Ich hätte eigentlich daneben stehen sollen, damit Sie sehen, wie hoch diese Steinmauer ist, ja? Ich habe sie zweimal aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert. Es ist eine recht hohe, mächtige Mauer.
Davor sehen Sie jetzt zwar viel Dreck und Schutt, aber dieser Dreck davor sind Ziegel, Tonziegel einer Mauer, die mehrere Meter hoch war. Über dieser Steinmauer, die Sie da sehen, war noch eine weitere Mauer intakt, und diese ist nach außen heruntergestürzt. Das wird datiert auf die mittlere Bronzezeit 2b. Schon Kathleen Canyon, die vor Jahrzehnten hier gearbeitet hatte, sagte: Ich muss aufgrund der Keramik diese Mauer auf etwa 1550 v. Chr. datieren.
Sie machte natürlich keine Beziehung zwischen dieser Mauer und der Eroberung durch Joshua, denn das war ja viel später, nicht wahr? Aha, so geht das in der Wissenschaft. Sie hat schon gut gearbeitet, aber sie war nicht unbedingt Spezialistin für die Bibel. Finkelstein übrigens auch nicht. Er ist ein guter Archäologe, aber kein Bibelexperte.
Und jetzt schauen Sie mal: Die Mauer ist nach außen heruntergefallen. Das entspricht genau Joshua 6. Dort steht doch, dass die Mauern fallen werden, und zwar so, dass jeder vor sich hinaufsteigen konnte. Die Ziegelmauer ist nach außen zu einer Rampe geworden, und dann kann man über diese Steinmauer, die noch geblieben ist, hinübersteigen. So ist es geschehen.
Und was hat man gefunden? In dieser Zeit wurde Jericho durch einen Brand vernichtet. Man hat kaum einmal in Israel so viel Getreide gefunden. Es wurde nicht geplündert. Durfte man ja nicht, Joshua hat gesagt, dass niemand Jericho plündern darf, niemand darf sich bereichern. Die Stadt wurde erobert. Sie sind nicht ausgehungert, sie hatten genug zu essen, aber niemand hat das Essen geplündert, und die Angreifer konnten über die Rampe einsteigen. Es passt alles. Wunderbar!
Hier sehen Sie also nochmals die Steinmauer und davor die Ziegelmauer, die heruntergefallen ist. Jetzt wird die Sache noch besser. In jüngster Vergangenheit hat man das Ganze mit der neuen C14-Methode, mit der kalibrierten Methode, gemessen, und man kommt auf 1560 v. Chr. plus minus zwanzig Jahre. Was haben wir als Chronologie gefunden? 1566. Es passt, meine Damen und Herren, perfekt!
Das ist die Mauer Jerichos. Sie können also ruhig wieder singen: Joschowit Weidel of Jericho.

Jerusalem, der Tempelberg und die Maße des Heiligtums

Jetzt gehen wir nach Jerusalem. Wir sehen hier aus der Luft den Tempelplatz in Jerusalem, wo einst der salomonische Tempel und dann der zweite Tempel zur Zeit von Jesus Christus stand. In Hesekiel 44,12 steht, dass der Tempel zu Jerusalem auf dem Gipfel des Berges steht, und rundherum ist alles heilig.
Und jetzt sehen Sie hier den Felsendom, ein muslimisches Heiligtum. Dieser Dom wurde rund um den Felsen gebaut, der topologisch genau die Bergspitze des Tempelberges bildet, des Berges Zion oder Moria. Das heißt also: Auf diesem Felsen, der heute im Felsendom steht, stand einst das Allerheiligste. Da hat Salomo den ersten Tempel gebaut.
Jetzt gehen wir da hinein, in die Moschee, oder ich würde jetzt sagen: Wir gehen hinein zum Allerheiligsten der Bibel. Und Sie sehen, die Muslime haben da rund um den Felsen alles umzäunt. Für sie ist der Fels heilig, weil sie sagen, Muhammad habe von hier aus seine Reise in den Himmel unternommen, auf Al-Burak, und hier sei Ismail geopfert worden.
Nun ist es so: Die archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahre haben ergeben, dass hier im Mittelalter die Kreuzfahrer ziemlich gewütet haben. Schauen Sie, jetzt funktioniert mein Pointer nicht. Rechts sehen Sie, da ist alles vom Felsen abgeschlagen worden. Und ganz unten, auf der Nordseite, ist auch sehr viel abgeschlagen worden, und man hat dort eine Treppe hineingebaut. Die haben nämlich damals im Mittelalter einen Hochaltar über den Felsen gebaut, weil sie fanden, der Stein sei für Europäer nichts Schönes. Also haben sie das abgedeckt und Treppen zum Hochaltar hinauf hineingemacht. Und sehen Sie da auf der linken Seite: Da kommt der Fels wie eine Rampe hoch, da hat man ganz viel Gestein herausgeschlagen, es sieht aus wie ein Steinbruch. Und wissen Sie, was die gemacht haben? Die haben das Gestein in Europa für das gleiche Gewicht in Gold verkauft. So meinten sie, man mache aus Stein Gold. Die haben also viel verwüstet.
Aber wenn Sie all diese Verwüstungen wegdenken, dann ergibt sich Folgendes. Hier sehen Sie die rote Linie, und oberhalb dieser Linie findet man noch ursprüngliche Spuren, wie der Fels einmal schön bearbeitet wurde, damit er ziemlich glatt wird. Das kennt man von anderen archäologischen Ausgrabungen: Im Altertum haben die Menschen die Häuser möglichst auf Fels gebaut, auf ein gutes Fundament, nicht auf Sand. Die Bergpredigt sagt ja, der Törichte, der Dumme, baut auf Sand, und wenn ein Sturm kommt, dann stürzt alles zusammen. Man muss auf den Felsen bauen.
Und da, wo man die Mauersteine auflegen wollte, auf dem Fundament, hat man den Fels ein bisschen abgeglättet. Und das ist hier so der Fall, und zwar in einem Bereich von drei Meter fünfzehn. Dadurch wurde für den Archäologen, der das entdeckt hat, Leen Ritmeyer, vor einigen Jahren klar, dass hier eine Mauer auf dem Felsen stand.
Das Interessante ist nun Folgendes: Nach Hesekiel 41,5 beträgt die Mauerdicke des Allerheiligsten des Tempels in Jerusalem sechs Ellen. Eine Königselle misst 52,5 Zentimeter. Mal sechs ergibt drei Meter fünfzehn. Da war die Mauer die Südmauer des Allerheiligsten. Aber dann findet man keine weiteren solchen Spuren.
Aber Sie sehen hier: Im Westen hat der Fels eine ganz natürlich scharfe Kante, und da wirkte dieser Fels als Eckstein. Und man hat entlang der natürlichen Position des Felsens die Westmauer gebaut. Und nun ist Folgendes interessant: Unten auf der Nordseite hat der Fels auch nochmals eine ganz natürliche, scharfe Kante, und dort hat man ebenfalls entlang dieser Kante die Nordmauer gebaut. Und jetzt, wenn Sie das ausmessen, ergibt das von Mauer zu Mauer zehn Meter fünfzig. Das sind zwanzig Königsellen. Und tatsächlich heißt es in 1. Könige 6,20, dass das Allerheiligste des Tempels ein Quadrat von zwanzig mal zwanzig Ellen war. Stimmt’s? Exakt!
Und jetzt kann man das, Sie sehen, ich bin kein Picasso, aber so ungefähr habe ich versucht, das einzuzeichnen. Auch kein Grafiker, aber Sie sehen: Da kann man jetzt den Scheidevorhang einzeichnen. So gibt es dieses Quadrat von 20 mal 20 Ellen.
Und nun im Mittelbereich: Die Fotografie ist ja von oben her genommen, aber nicht ganz zentral über dem Felsen, sondern ein bisschen von der Seite, also die Proportionen sind leicht verschoben. Aber ganz im Zentrum dieses Quadrates findet man eine Vertiefung im Felsen, schön gearbeitet, und die misst 131 Zentimeter in der Länge und 100 in der Breite. Das ist interessant, aus folgendem Grund: Es ist nämlich so, die Bibel sagt in 2. Mose 25,10, die Bundeslade, die am allerhöchsten stand, hatte die Maße Länge 131 Zentimeter, Breite 79 Zentimeter. Das sind eineinhalb Ellen auf zweieinhalb Ellen, immer Königsellen, ja. Das ist nicht ein Handlängenmaß, die Ellen sind ganz, ganz streng gemessen worden.
Ja, und jetzt kommt noch Folgendes dazu: Das war also der Platz für die Bundeslade. Und tatsächlich lesen wir in 1. Könige 6,19 von Salomo: Und das Allerheiligste im Innersten des Tempelhauses richtete er zu, um die Bundeslade des Herrn dorthin zu setzen. Also der Platz ganz zentral im Allerheiligsten, um die Bundeslade hinzusetzen, so dass sie nicht unwürdig wackelte.
Aber jetzt haben Sie ein Problem. Es wäre schön: 131 Zentimeter, das ist gut, ja, genau diese zweieinhalb Ellen. Aber die Breite passt doch irgendwie nicht ganz. Die Bundeslade ist 79 Zentimeter breit, aber dieses Rechteck ist dort 100 Zentimeter. Ja, da müssen Sie in der Bibel weiter suchen. Und tatsächlich wird in 5. Mose 31,26 erklärt, dass das fünfte Buch Mose, die originale Rolle von Mose, im Tempel aufbewahrt werden musste. Das ist ja der Ort des Zentraltextes, nicht wahr? Und zwar heißt es dort in 5. Mose 31,26: „Neben der Bundeslade.“ Also war der Rest dieser Vertiefung so konzipiert, dass man die Bundeslade ganz zentral hinsetzte und dann daneben noch diese 21 Zentimeter für die Rolle des originalen fünften Buches Mose, das später in der Königszeit von Josia dann wieder im Tempel entdeckt wurde, die originale Rolle. Sehen Sie! So ging das mit der Überlieferung der Bibel. Und das passt alles.
In 1. Könige 8,6 lesen wir: Und die Priester brachten die Lade des Bundes des Herrn an ihren Ort, in das Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste. Sie sehen, wir können heute noch diesen Ort anschauen, wo die Bundeslade stand. Phänomenal, nicht wahr? Das ist eben diese überwältigende Präzision der Bibel.
Nur noch etwas: Ich habe mich da wieder einmal im Zeichnen versucht. Sie sehen rechts den Felsen im Allerheiligsten. Die hatten aber, wie gesagt, nach Osten so eine natürliche Rampe. Das geht dann runter, der Fels geht da weiter, aber das Niveau nach hier ist drei Meter fünfzehn tiefer, ja, drei Meter fünfzehn tiefer, so kann man es ausmessen.
Jetzt ist es aber so, dass in Hesekiel 41,8 wird uns erzählt, dass das Tempelhaus, das bestand ja aus dem Heiligen und davor dem Allerheiligsten und davor dem größeren Bereich des Heiligen, so gebaut war, dass es da eine Auffüllung gab, eine Rute hoch. Das Maß der Rute entspricht sechs Königsellen, drei Meter fünfzehn. Genau dieses Maß passt alles.

Musikalische Unterbrechung und Übergang zur Prophetie

Ja, und jetzt kommen wir schon zu Punkt fünf. Aber um Ihr Gehirn nicht zu überstrapazieren, mache ich jetzt eine kurze musikalische Pause, das heißt einen Unterbruch. Einfach, um das Gehirn aufzufrischen, aber möglichst etwas sinnvoll, und ich spiele Ihnen die Passacaglia in G-Moll von Georg Friedrich Händel.
Musik hat zwei Bedeutungen. Erstens muss sie zur Ehre Gottes sein, und zweitens zur Erheiterung des Gemütes, also in diesem Sinn.

Die Prophetie Daniels und ihre Erfüllung in Christus

Wir kommen nun zu Präzision fünf, ihrer Prophetie. Und ich wiederhole, was ich heute schon vorgetragen habe: die Prophetie über die Jahrwochen Daniels. Auch da wieder für die, die heute nicht schon früher da waren, die zum ersten Mal heute Abend da sind, und für die anderen, damit sie es nachher auswendig können. Ja, es geht nämlich darum, man muss sich das einmal einprägen. Dann kann man bei jeder Gelegenheit, wenn jemand sagt: Ach, die Bibel, weisst du was, setzen wir uns mal hin, nehmen ein A4-Blatt und zeichnen alles schön auf. Ja, und dann sieht man die Präzision der Bibel in der Prophetie.
Daniel lebte im sechsten Jahrhundert vor Christus. Das war die Zeit, in der die Babylonier Jerusalem und den Salomonstempel dem Erdboden gleichgemacht hatten. Daniel war ein Weggeführter in Babylonien, im heutigen Irak. Und dann bekam er die Prophetie in Daniel 9,25-27, die besagt: Von dem Moment an, wo ein Erlass ausgehen wird, Jerusalem wieder neu aufzubauen, kannst du rechnen, wann der verheissene Erlöser kommt, der Messias, wann er kommt als Fürst. Und da lesen wir Folgendes: So wisse denn und verstehe. Also, wir sollen das auch wissen und begreifen. Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind sieben Jahrwochen und zweiundsechzig Jahrwochen.
Also: Der Anfangspunkt ist der Erlass, die Stadt Jerusalem wieder neu aufzubauen. Der Endpunkt ist der Messias als Fürst. Dazwischen liegen sieben und zweiundsechzig, will sagen neunundsechzig Jahrwochen.
Nun, die Erfüllung ging so: Im Jahr 445 vor Christus hat der persische König Artaxerxes Nehemia die Erlaubnis gegeben, aus Persien zurückzukehren, nach Jerusalem, und die Stadt wieder neu mit Mauern aufzubauen. Das war nach Nehemia 2 im März oder April, im Monat Nisan, also im jüdischen Monat Nisan 445 v. Chr., nämlich im zwanzigsten Regierungsjahr von Artaxerxes. Und so können wir das umrechnen.
Da sollten also sieben und dann zweiundsechzig Jahrwochen vergehen, und schliesslich sollte der Messias als Fürst kommen. Wann kam Jesus Christus als Fürst, wann trat er in seinem Leben als Fürst auf? Jedenfalls nicht in der Krippe in Bethlehem, das ist nicht der Ort der Fürsten. Aber an Palmsonntag, bei diesem triumphalen Einmarsch nach Jerusalem auf dem Esel vom Ölberg her, nicht wahr, durchs Kidrontal, und die Volksmenge hat ihn gefeiert als König, als Messias, und da ist er nach Jerusalem eingeritten. Und das war nach den Angaben aus den Evangelien das Jahr 32 nach Christus.
Nicht wahr, man kommt auf 32, sehr einfach. In Lukas 3 steht, dass Jesus Christus begann, öffentlich zu predigen, ungefähr dreissigjährig, im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius. Schauen Sie auf Wikipedia nach oder irgendwo sonst: Wann hat Tiberius regiert? Ja, richtig, 14 nach Christus. Das 15. Jahr bringt uns ins Jahr 29. Und Lukas 13,6-9 spricht in dem Gleichnis über diese drei Jahre der Zeit, da der Herr Jesus öffentlich gepredigt hat. Auch weitere Angaben in den Evangelien machen deutlich, dass das ein Dienst von drei Jahren war, dieses öffentliche Predigen bis dann zur Kreuzigung. Also: 29 plus 3 gibt 32.
Und dann eben an Palmsonntag, das können wir auch umrechnen, das war wenige Tage vor dem Passafest, man kann alles umrechnen, das war der 6. April 32 nach Christus.
So, und jetzt müssen wir wissen: Die Jahrwochen sind eben nicht Wochen von Tagen, das wären Einheiten von sieben Tagen, sondern Jahrwochen sind Einheiten von sieben Jahren. Und es ist so in der Bibel, dass das prophetische Jahr jeweils dreihundertsechzig Tage beträgt. Weil der jüdische Kalender ein Mischkalender ist aus Mondjahr und Sonnenjahr, ist dreihundertsechzig genau die Mitte von diesen beiden Kalendern.
Und schauen Sie mal in die Offenbarung, Offenbarung 11: Da werden 42 Monate, dreieinhalb Jahre, gleichgesetzt mit 1260 Tagen. Also: 1260 Tage geteilt durch 3,5 gibt 360. Haben wir es schon: das prophetische Jahr hat 360 Tage.
Und jetzt können wir diese Jahrwochen umrechnen: 69 mal 7 mal 360 Tage ergibt 173 Tage. Diese Zeitepoche liegt genau zwischen März/April 445 vor Christus und dem 6. April 32 nach Christus.
Übrigens hat schon in der Aufklärungszeit Blaise Pascal, dieser grosse Mathematiker und Philosoph, Erfinder einer Rechenmaschine, in seinem Buch Pensées das schon ausgeführt, um den Aufklärungsphilosophen seiner Zeit klarzumachen: Natürlich können wir wissen, dass die Bibel stimmt. Und er bringt dann viele messianische Prophezeiungen, die sich in Jesus Christus erfüllt haben, und auch das erwähnt er. Das waren schon damals in der Aufklärungszeit wichtige Argumente, um den Aufklärern entgegenzutreten. Die hatten ja so viel phantasiert und einfach gesagt: So ist es.
Und er hat so argumentiert. Ich bin noch heute meiner französischen Lehrerin so dankbar. Wissen Sie, an dem französischen Abitur mündlich brachte mir die Frau einen Pascal-Text, und wissen Sie was? Ausgerechnet die Stelle über die messianische Prophetie. Also, das nenne ich freundlich, nicht wahr? Das Abitur war da ein Fest für mich.
Ja, aber es ist so: Wir können das heute noch genauer ausrechnen als das Pascal damals, und zwar so, dass es eben vom 14. März 445 vor Christus, das wäre übrigens gerade der erste Nisan, übrigens Neujahrstag, bis zum 6. April 32 nach Christus liegt. Nach den heutigen genauen Berechnungen erfüllen sich exakt 173 Tage auf den Tag genau. Das ist echt fantastisch.
Und schauen Sie: Der erste Mann, der das jetzt so genau ausgerechnet hatte, das ist wieder ein Mann, der in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. Sie haben gemerkt, der ganze Vortrag ist vielleicht in vielen Hinsichten etwas technisch, aber es ist trotzdem sehr biografisch. Ich habe verschiedene wichtige Leute erwähnt, die für mein Glaubensleben ganz wichtig waren. Und dieser Mann, der das also so auf den Tag genau ausgerechnet hat, in Zusammenarbeit mit namhaften Astronomen des königlichen Observatoriums von Greenwich, das war Sir Robert Anderson. Und der gute Mann war jahrelang Chef von Scotland Yard, also, was heisst das, der oberste Kriminalpolizist von England. Es brauchte da offensichtlich einen sehr akribischen Menschen.
Das war ein tiefgläubiger Mann, der hat auch Bibelkommentare geschrieben. Und übrigens, damals bei den Niagara Bible Conferences, als man Robert Dick Wilson antreffen konnte, da konnten sie auch Sir Robert Anderson aus England begrüssen. Der war auch einer von diesen Fundamentalisten. Das waren Leute, die ihre ganze Intelligenz, ihre Fähigkeit, ihre Begabung nicht einsetzen wollten, um in dieser Welt Ehre und Ruhm zu bekommen, sondern um dem lebendigen Gott zu dienen.
Was bringt es einem auf dem Sterbebett, wenn man dann sagen kann: Ah, übrigens habe ich so und so viele Publikationen in diesen renommierten Zeitschriften gebracht, ich habe so viel Ehre dort und dort und dort, bei dieser Gesellschaft war ich sogar noch Ehrenpräsident und so? Und dann auf dem Sterbebett, was bringt das? Aber das waren Männer, die sich vorher überlegt haben: Ich möchte mein Leben ganz dem Herrn zur Verfügung stellen, und die Gaben, die er mir gegeben hat, die gehören ihm, und die sollen zu seiner Ehre eingesetzt werden.

Die zweite Hälfte der Daniel-Prophetie und die Zerstörung Jerusalems

Wir fahren weiter in Daniel 9,26. Also: Der Messias kam auf den Tag genau am 6. April 32 als Fürst nach Jerusalem. Aber der Text geht weiter und sagt: Und der Messias wird ausgerottet werden und nichts haben.
Fünf Tage später hat die Volksmenge vor Pilatus geschrien, er werde gekreuzigt. Und da auf dem Golgatha-Felsen, in einem ausgedienten Steinbruch vor dem Genator, das man übrigens vor einigen Jahren wieder neu ausgegraben hat. Mit Reisegruppen gehe ich immer wieder dorthin. Das ist für die meisten ganz unbekannt. Wo das Genator ist, muss man das jüdische Quartier ganz genau kennen, die Verwinkelungen, und dann den Ort. Jedes Mal bewegt das. Da vor diesem Tor zu stehen, durch das Jesus Christus mit seinem Kreuz tragend den Querbalken hinausging zur Schädelstätte Golgatha.
Der Messias wird ausgerottet werden und nichts haben. Wenn Sie mit orthodoxen Juden sprechen, dann stellen Sie oft fest: Die sagen, Jesus Christus kann nicht der Messias gewesen sein. Warum? Ja, wenn er der Messias gewesen wäre, dann gäbe es ja seit zweitausend Jahren schon Frieden auf Erden.
Und da habe ich einmal einem Orthodoxen, mit dem ich einen Nachmittag diskutiert habe in der französischen Schweiz, gesagt: Da, die Jahrwochenprophetie von Daniel, und dann heißt es, der Messias wird ausgerottet werden und nichts haben, kein Königreich, kein Friedensreich. Wenn es seit zweitausend Jahren Frieden gäbe auf Erden, dann wäre Jesus Christus gar nicht der Messias. Dann hätte sich das ja gar nicht erfüllt. Und es hat überzeugt. Er hat in der Folge das anerkannt: Jesus Christus ist der Messias.
Aber da fragen Sie sich vielleicht, warum gibt es denn nicht viel mehr Juden, die glauben, dass Jesus Christus der Messias ist? Ja, wer hat gesagt, es gibt nicht viel mehr Juden, die das glauben? Heute rechnen wir mit etwa vier- bis fünfhunderttausend Juden, die bekehrt sind und Jesus Christus als Messias anerkennen, als Gott und Mensch in einer Person, wie schon das Alte Testament vom Messias lehrt. Ja, und das ist doch nicht ganz so schlecht auf 14 Millionen Juden. Schauen Sie sich mal den Prozentsatz an von Deutschen heute, die wirklich glauben, Jesus Christus ist der Retter, der für mich am Kreuz gestorben ist. Kommt man auf einen solchen Prozentsatz in Deutschland? Aber nicht mehr heute.
Und er kommt dazu: Ein ganz großer Teil dieser Juden, die heute bekehrt sind und an Jesus Christus glauben, kam nicht aus einer Familie, wo man das schon vorher geglaubt hat, sondern die haben einen Prozess durchgemacht. Das gab in vielen Fällen eine riesige Sache in der Familie. Und trotzdem: Also die prozentuale Anzahl von Juden, die heute zum Glauben an Jesus Christus kommen, würde ich höher einschätzen als heute die Zahl der Deutschen, der Schweizer, der Franzosen, die zum Glauben an Jesus Christus kommen.
Aber man könnte doch sagen: Wenn es so klar ist in der Bibel, ja, in unserer Bibel steht ja das auch, warum glauben nicht mehr Deutsche und nicht mehr Schweizer? Sie wissen es nicht, noch nie davon gehört. Ja gut, das ist aber bei den Juden auch der Fall. Und übrigens: Mosche ben Maimon, einer der größten Rabbiner des Judentums im Mittelalter, hat zu dieser Stelle in Daniel einen Kommentar abgegeben, einen ganz wichtigen, in seinem Brief an eine jüdische Gemeinde in Jemen. Igeret Hateman heißt der Brief, der jemenitische Brief. Ich habe den Brief, nicht das Original, aber da schreibt er an eine Gemeinde im Mittelalter, im dreizehnten Jahrhundert: Es hat uns Daniel die Wissenschaft der Zahlen kundgetan, aber sie ist uns verborgen, und darum haben schon die Rabbiner von Alters gesagt, man solle diese Zahlen nicht nachrechnen, weil man sonst dem Einfachen im Volk ein Ärgernis vor die Füße legt, dass er zu Fall kommt, wenn er feststellt, dass die Zeiten abgelaufen sind und der Messias nicht gekommen ist.
Stellen Sie sich mal vor! Er sagt: Die Zeit ist abgegangen, der Messias ist nicht gekommen. Und das müssen wir sagen? Natürlich ist er gekommen, er hat ja das alles erfüllt und über 300 weitere Prophezeiungen. Das ist die Präzision der Bibel. Aber sehen Sie, es ist im Judentum mit vielen genau gleich wie in Deutschland, in der Schweiz, in Frankreich, in Thailand, in Indien. Ich komme in so viele Länder, und überall erlebt man dasselbe. Mosche ben Maimon sagte: Es ist uns verborgen. Er blendet das einfach aus. Nicht darüber nachdenken, nicht nachrechnen. Aber das ist doch nicht der Weg, einfach ausblenden. Wir müssen uns konfrontieren mit der Präzision der Bibel, um zu erkennen: Doch, die Bibel ist Gottes Wort, Jesus Christus ist der Retter.
Und wenn wir weitergehen, steht im Daniel-Text: Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören. Und genau so ist es gekommen. Im Jahr 70 nach Christus, also kurze Zeit nach der Kreuzigung von Jesus Christus, zerstörten die Römer Jerusalem und den Tempel. Hier auf dem Bild oben sehen Sie Überreste der bewussten Zerstörung des Tempels durch die Römer, die man bei den Ausgrabungen vor einigen Jahren noch so in situ, an Ort, gefunden hat. Von oben vom Tempelplatz runtergeschmissen, das muss gedonnert haben, kann ich Ihnen sagen. Die Straße ist tief eingebuchtet in den Boden hinein.
Und dann der Titusbogen unten: Der wurde nach dem Jahr 70 in Rom errichtet, und Sie sehen dort eine Darstellung von jüdischen Kriegsgefangenen, die in Rom den siebenarmigen Leuchter aus Jerusalem mit herumtragen mussten, im Triumphzug. Dann auch Teile des Schaubrotisches, sehen Sie, silberne Posaunen aus dem Tempel. Das ist das Mahnmal in Rom von dieser Zerstörung Jerusalems nach der Ermordung des Messias.
Sie sehen: Die 67 und zweiundsechzig Jahrwochen, dann die Kreuzigung, dann die Zerstörung Jerusalems, alles vorhergesagt.

Endzeitliche Verwüstungen und die Rückkehr Israels

Aber die Prophetie geht noch weiter. Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören. Und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein. Und bis ans Ende, bis in die Endzeit, Krieg, fest Beschlossenes von Verwüstungen.
Sehen Sie, jetzt gehe ich weiter als das, was ich heute schon behandelt habe. Das war vorher Repetition, jetzt gehen wir weiter. Nun, bis in die Endzeit sollten Krieg und Verwüstung über Jerusalem kommen. Das geht weiter, über das Jahr siebzig hinaus.
Nun sehen Sie hier eine Liste der wichtigsten Ereignisse um Jerusalem. Nochmals: Im Jahr 70 Zerstörung Jerusalems, mehr als eine Million Tote unter den Juden. 135 nach Christus Zerstörung Jerusalems durch Hadrian, nochmals mehr als eine Million Tote unter dem jüdischen Volk. 614 Verwüstung durch die Perser. 696 Eroberung Jerusalems durch Byzanz. 638 Eroberung durch die muslimischen Araber. Kurz nach dem Tod von Mohammed kamen sie von der saudischen Halbinsel. 1071 Eroberung Jerusalems durch die Türken. 1099 durch die Kreuzfahrer, und die haben dann so viel Zerstörung gemacht am Felsen. 1187 Eroberung durch Sultan Saladin, der die Kreuzfahrer wieder rausgeschmissen hatte. Und dann 1244 Eroberung Jerusalems durch die wilden zentralasiatischen Tataren. 1517 Eroberung durch die Osmanen, das war das Jahr der Reformation. Und dann 1917 Eroberung Jerusalems durch die Engländer. In einem grausamen Krieg sind etwa 20 Türken umgekommen. Und dann 1948 Verwüstung Ostjerusalems durch Jordanien. Und 1967, der Sechstagekrieg: Jerusalem kommt wieder ganz in die Hände der Juden.
Nun, Sie sehen, die Endzeit ist in der Bibel die Zeit, in der die Juden wieder zurückkehren in ihr Land. Und in unserer Zeit sind sie zurückgekehrt. Und es gibt diese Kette bis in die Endzeit, in die Zeit der Rückkehr der Juden. Alles hat sich erfüllt im Buch Daniel. Also schon eindrücklich, diese Präzision. Und die führt dazu, dass wir sagen müssen mit Johannes 17,17: Dein Wort ist Wahrheit. So betet Jesus Christus zum Vater im Himmel: Dein Wort ist Wahrheit.

Schlussappell und Einladung zum persönlichen Glauben

Wenn man zu dieser Erkenntnis kommt, dass die Bibel nicht ein menschliches Buch sein kann, sondern Gottes Wort, dann müssen wir uns fragen: Und jetzt? Was hat das für mich zu sagen?
Der Herr Jesus hat in der Bergpredigt dieses Gleichnis vom törichten und vom gescheiten Mann erzählt. Er sagt, der törichte Mann baut sein Haus auf den Sand, und wenn dann der Sturm kommt, bricht das Haus zusammen. Aber der gescheite, der kluge Mann baut sein Haus auf den Felsen. Und wenn dann Stürme kommen, dann bricht das Haus nicht zusammen.
So ist es auch mit dem Glauben an Jesus Christus. Jesus Christus wird in der Bibel als Fels bezeichnet: Der Fels aber war der Christus, 1. Korinther 10,4. Das heißt also: Wer sein Leben auf diesen Felsen, Jesus Christus, baut, der hat auch Bestand in den Nöten und Problemen des Lebens.
Aber wenn man auf Sand baut und eben dieses Fundament der Bibel nicht hat, dann kommen Ereignisse im Leben, da kann alles zusammenbrechen. Man kann in Hoffnungslosigkeit versinken. Und das ist so anders, wenn man sein Leben auf Jesus Christus baut und eben auf die Wahrheit der Bibel.
Es ist so, dass wir erkennen müssen, aufgrund der Bibel, dass wir alle schuldig geworden sind vor Gott und seine Gebote gebrochen haben. Und wenn wir so zurückschauen über unser Leben, Jahre, Jahrzehnte, was ist alles geschehen? Es ist so vieles angehäuft. Und irgendwie belastet uns das, auch wenn wir es zeitweise verdrängen können, besser oder schlechter.
Aber warum verdrängen, wenn Gott uns zeigt, dass wir unser Leben bauen können auf den Felsen Jesus Christus, völlig zuverlässig, und dass wir diese Schuld völlig loswerden können? Wir müssen sie im ehrlichen, persönlichen Gebet Gott bekennen, bereuen und danken, dass Jesus Christus als Messias eben dort auf dem Golgatha-Felsen an unserer Stelle Gottes Gericht getragen hat.
Gott hat ihn verlassen in den Stunden der Finsternis. Er hat geschrien: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und wir können antworten: Er hat ihn verlassen, damit er immer bei uns ist.
Aber wir müssen diesen Schritt ganz bewusst tun und so unsere Schuld des Lebens abladen. Und eine gute Nachricht: Sie brauchen keinen Vermittler dazu. Sie können das ganz alleine persönlich machen. Es kann sein, dass jemand helfen kann und unterstützen kann. Gewissen Menschen ist das irgendwie eine Hilfe. Aber wir haben einen direkten Zugang zu Gott und können so unser Leben gründen auf den Felsen Jesus Christus.
Das wünsche ich jedem, der hier ist. Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihr Kommen.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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