Einleitung und Gebet um Gottes Gegenwart
Meine Freunde, mein Herr hat einmal gesagt, der Herr Jesus: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Meine alte Mutter sagte dazu, das heißt, dass ich ohne meinen Heiland keinen Pfannkuchen backen kann.
Toll gesagt! Wenn das wahr ist, dann kann ich ohne ihn nicht so reden, dass es interessiert. Und dann können Sie ohne ihn nicht richtig zuhören. Darum wollen wir ihn jetzt anrufen. Wir bleiben sitzen.
Herr Jesus, ohne dich können wir nichts tun. Mit dir können wir so hören, dass unser Herz umgewandelt wird. Und wir können so reden, dass dein Wort ein Hammer ist, der Felsen zerschlägt.
Sei du in unserer Mitte, und wirke du! Amen!
Thema und persönliche Begegnung mit Zweifel
Wir wollen heute Abend über das Thema „Geht die Welt unter?“ sprechen.
Vor einiger Zeit, als ich noch Jugendpfarrer war – jetzt bin ich pensioniert –, hatte ich ein Gespräch mit einem Mann aus der Industrie. Ein lieber Kerl. Er klopfte mir auf die Schulter und sagte: „Herr Pfarrer, das ist eine schöne Sache, dass Sie die Jungen zum Guten anhalten.“
Da habe ich gesagt: „Wenn ich ganz ehrlich sein soll, verspreche ich mir davon nicht viel. In der Bibel steht, dass das Menschenherz böse sei von Jugend auf, und da helfen, glaube ich, Ermahnungen nicht allzu viel.“
„Ich möchte etwas ganz anderes. Was wollen Sie denn?“, fragte er.
Er antwortete: „Ich möchte gern, dass diese Jungen Eigentum des Herrn Jesus werden und in Zeit und Ewigkeit Kindergottes sind.“
„Ach“, sagte er, „Herr Pfarrer, was sind das für Worte? Wir wollen doch mit dem Bein auf dem Boden bleiben.“
Ein gutes Wort, nicht? „Wir wollen doch mit dem Bein auf dem Boden bleiben.“
Da habe ich laut gelacht und gesagt: „Auf welchem Boden wollen Sie eigentlich bleiben, mein lieber Herr Direktor? Haben Sie noch gar nicht gemerkt, dass der Boden unter unseren Füßen seit langem wackelt?“
Ich glaube, man muss nicht mal Direktor in der Industrie sein, um zu merken, dass der Boden unter unseren Füßen höchst unsicher geworden ist.
Das ist die Angst der Menschen von heute: Sie möchten gern Sicherheit, fühlen sie aber nirgends. Der eine legt ein Bankkonto in der Schweiz an, der andere baut sich bereits einen Bunker in Bolivien. Irgendwo wird doch Sicherheit sein, oder?
Und wir fühlen alle, dass keine da ist.
So kommt natürlich in unserer Zeit die Frage wieder mächtig hoch: Wie geht es weiter mit der Welt?
In meiner Jugend wären bei so einem Thema nicht so viele Leute gekommen, bestimmt nicht junge Leute. Da wäre ich nie mehr hingegangen.
Das ist ein Zeichen unserer Zeit, dass diese Frage wieder aufkommt.
Dürrenmatts düstere Vision und biblische Hoffnung
Vor zwei Jahren erschien von dem bekannten Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt das Schauspiel „Die Physiker“. Es endet damit, dass einer der Physiker eine düstere Prognose stellt: Es sei unvermeidlich, dass die Menschheit eines Tages Atombomben abwerfen und sich selbst ausrotten wird. Wörtlich heißt es: „Und irgendwo kreist dann immerzu und sinnlos die radioaktive Erde.“
Man sieht förmlich die ausgestorbene Erde vor sich, wie sie sinnlos durchs Weltall kreist. Es ist schon bemerkenswert, wenn ein moderner Dichter so brutal vom Weltuntergang spricht, nicht wahr? Schade, dass ich Herrn Dürrenmatt nicht persönlich treffen kann. Sollte ich ihn einmal treffen, würde ich ihm sagen: „Herr Dürrenmatt, ich glaube nicht, dass es so ausgeht. Ich glaube nicht, dass irgendwo die radioaktive Erde sinnlos durchs Weltall kreist.“
Er würde vermutlich fragen: „Warum glauben Sie nicht, dass es so kommen wird?“ Dann würde ich antworten: „Weil es in der Bibel anders steht.“ Der Herr Jesus hat gesagt: „Dieses Geschlecht wird nicht vergehen.“ Das Menschengeschlecht wird nicht untergehen. Was ist da oben? Ist eine Revolution ausgebrochen? Jede Revolution hier auf der Erde würde im Keime erstickt werden. Der Herr Jesus sagte ausdrücklich: „Lasst euch gesagt sein, dieses Geschlecht, das heißt das Menschengeschlecht, wird nicht vergehen bis zum Ende.“
Also wird es nicht so ausgehen, obwohl es sehr naheliegend scheint. Es stellt sich natürlich die Frage, wem wir bei Zukunftsprognosen eigentlich glauben wollen. Ich habe mich entschieden, dem Wort Gottes in der Bibel zu vertrauen. Denn es ist erstens einleuchtend und trägt das Siegel der Wahrheit an der Stirn. Die Männer, die hier sprechen, sagen: „So hat der Herr es gesagt.“
Nun möchte ich Ihnen zeigen, was die Bibel über die Zukunft sagt. Es ist zu einfach und zu primitiv, einfach anzunehmen, dass eines Tages Atombomben alles ausrotten und dann Schluss ist. Das wird nicht das Ende sein.
Die Wiederkunft Jesu als zentrales Zukunftsgeschehen
Wie wird es denn sein? Was sagt die Bibel?
Die Bibel sagt zunächst: Im Mittelpunkt aller Zukunftserwartungen der Christen steht das große Ereignis, dass der verachtete Jesus Christus in Herrlichkeit wiederkommt. Als er in den Himmel auffuhr, standen seine Jünger da und schauten ihm nach, wie er in einer anderen Dimension verschwand. Eine Wolke nahm ihn weg.
An dieser Stelle aber stehen plötzlich zwei Boten Gottes da und sagen: „Dieser Jesus wird wiederkommen, so wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen.“ Kein Himmelfahrzeug wird wiederkommen, sondern Jesus selbst, der geholene Christus.
Wir leben in einer dreidimensionalen Welt und können nur die sichtbare Welt sehen. Doch wir wissen aus der Physik, dass es mehr Dimensionen gibt. Aus der Dimension Gottes wird Jesus eines Tages in Herrlichkeit hereinbrechen.
Darf ich gleich bei diesen Dingen sagen: Wenn jemand sitzt und sagt, „Ich glaube das nicht“, dann kann ich nur antworten, dass wir es abwarten können. Nicht, ob sie Recht haben, sondern ob Gottes Wort wahr ist. Das kann man alles einfach abwarten.
Jesus kommt wieder.
Persönliche Erfahrung mit Ablehnung und Hoffnung
Ich muss ihm einfach beim nächsten Mal erzählen, wie mir diese etwas fremde Botschaft ganz, ganz hell wurde. Das ist jetzt, ich glaube, 35 Jahre her. Damals kam ich als ganz junger Vater, jung und schön, nach Essen in einen tollen Bezirk. Die Welt war dort noch nicht so friedlich.
Es war ein Bergarbeiterbezirk. Die Bergleute waren damals miserabel bezahlt, und die sozialen Verhältnisse waren sehr schlecht. Heute ist das alles ganz anders. Ich hatte keine Kirche, kein Gemeindehaus, kein Pfarrhaus. Ich wohnte woanders. In diesem riesigen Meer von etwa zwölftausend Bergleuten stand ich als junger Bursche von siebenundzwanzig Jahren. Kein Mensch wollte etwas von meiner Botschaft wissen.
Es war ein trostloser Platz, Mietskasernen überall, und nur an einer Ecke stand ein kleines Häuschen. Dort richtete ich mir einen kleinen Saal ein, ein kümmerliches Sälchen mit etwa vierzig Stühlen. Die Polizei machte immer Krach, weil der Raum zu niedrig war. Den Polizisten habe ich rausgeschmissen. Ich sagte, es sei überall zu niedrig. So fing die Bibelstunde an.
Ach, das war schön, wie sie allmählich kamen: ein paar Bergleute, Taugenichtse, Kommunisten und Freidenker, die mal hören wollten. Ein paar Mütterchen, ein paar Kinder, zwei, drei Burschen. Das war eine tolle Atmosphäre. Sie konnten Stücke rausschneiden, als Verkäufer oder so.
So entstand diese kleine Gemeinde, die sich hier zusammenfand, die Menschheit zu erreichen versuchte. Doch es kam, dass wir jeden Montag bei der Arbeit immer wieder gestört wurden. Dann warfen sie uns die Fenster ein. Wir brachten Läden vor die Fenster, aber dann donnerten Steine gegen diese Läden.
Oder sie spielten über der Tür, die direkt in den Saal führte, Fußball mit Blechdosen, sodass kein einziges Wort mehr stehen konnte. Mal machten sie Demonstrationen mit Schalmeien davor. Dann sangen wir drinnen, und draußen sangen sie ebenfalls. Draußen riefen sie: „Es rächt uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Dreiser und Tribut!“
„Um uns zu erlösen, können wir nur selbst etwas tun“, sagten sie. Und wir sangen drinnen: „Gott ist die Liebe, er lässt mich erlösen.“ Das war schon eine besondere Sache, nicht wahr? Das waren noch Zeiten. Heute ist alles so schrecklich friedlich.
Erlebnisse mit Verachtung und die Kraft des Kreuzes
Eines Tages war es besonders schlimm. Es war, als wäre die Hölle los, mein Gemeindelein tobte richtig. Dann geschah etwas ganz Merkwürdiges: Plötzlich donnerte etwas gegen die Tür. Diese Tür führte vom Sälchen direkt ins Freie. Es polterte zu Boden. Ich dachte, jetzt haben sie eine Bombe geworfen. Dann hörte ich Schritte weglaufen. Mein Herz stand still, und dann wurde es ganz still.
Ich riss die Tür auf und sah, dass sie von einem nahegelegenen katholischen Kloster ein großes eisernes Kruzifix abgerissen hatten. Sie hatten es an unsere Tür geworfen und gesagt: „Da habt ihr euren Christus!“ Das Kreuz lag auf dem Boden. Es war ein dunkler Novemberabend, es regnete, und das Bild des Kreuzes lag in einer Pfütze.
Ich stand dort, an diesem trostlosen Platz mit den Mietskasernen und Zechentüren. Hinter mir zitterte und bebte das kleine Gemeindelein. Und da lag der Wille des gekreuzigten Heilandes in der Pfütze. Da habe ich rot gesehen. Ich dachte: Gott hätte tausendfältig Gründe, diese Welt sich selbst zu überlassen – und doch tut er es nicht.
Er zerreißt die Wand, die uns von ihm trennt, und sendet seinen Sohn. Dieser Sohn Gottes tut das Höchste: Er nimmt unsere Schuld auf sich und lässt sich ans Kreuz schlagen. Siehe, da ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde wegträgt. Und statt dass der Mensch nun niederfällt vor diesem Heiland und ihn annimmt, nimmt er sein Bild und wirft es in die Pfütze. Er spuckt aus: „Oh Gott, die ausgestreckte Hand!“
Dann dachte ich: Die hassen Jesus wenigstens noch. Aber die Bürger in Westdeutschland hassen ihn nicht einmal mehr. Sie werfen das Kreuz gewissermaßen mit ihrer völligen Gleichgültigkeit in die Pfütze. „Brauche ich nicht.“ So denken sie. Doch haben sie es längst nicht nur in die Pfütze geworfen.
Ich dachte: Was wird Gott jetzt tun? Jetzt muss doch Feuer vom Himmel fallen. Doch es fiel kein Feuer vom Himmel. Der Regen rauschte, das Kreuz lag in der Pfütze. Von fern hörte ich ein Lachen – sie lachten mich aus.
Da fiel mir auf einmal ein: So wird es nicht bleiben, dass der Sohn Gottes, der für die Welt gestorben ist, so verachtet wird. So wird es nicht bleiben. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, aber es kommt – und das ist völlig folgerichtig –, dass diese Welt, die ihn verachtet hat, sehen muss, dass er die einzige Chance für uns Menschen war. Er ist König der Welt, Sohn des lebendigen Gottes, das menschgewordene Wort Gottes und die Gnade, die wir verworfen haben.
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit.
Freude an der Wiederkunft Jesu trotz Verachtung
Als ich an jenem regnerischen Abend zwischen meinem kleinen Gemeindeleben, dem leeren Platz und der Pfütze unter dem Kreuzbild stand, wurde ich zum ersten Mal richtig froh über die Botschaft. Jesus kommt wieder. Seitdem freue ich mich, wissen Sie, wenn ich sehe, wie verachtet mein Heiland ist. Wie verachtet ist der Heiland, der mich vom Tod errettet hat, der die Sünde vergibt, der selig und glücklich macht! Wenn ich sehe, wie verachtet er ist, dann freue ich mich darauf, dass der Tag kommt, an dem die Verachtung von ihm abfällt. Er wird in Herrlichkeit wiederkommen.
Diese Jungen hier in Essen sind in einem großen Clubhaus versammelt. Wir haben dort ein riesiges Clubhaus, in das viele hundert Jungs kommen können. Hunderte von etwa vierzehn- bis achtzehnjährigen Jungen verkehren dort. Sollten wir nicht sonntags hineinschauen, wenn sechs- oder siebenhundert Mann dort sind?
Dort hängt ein Bild, das künstlerisch wenig wertvoll ist. Als ich vor 35 Jahren zum ersten Mal dort war, hing es schon. Es wurde von jemandem gemalt, und man sieht eine Stadt unten, darüber die Wolken des Himmels, ein weißes Pferd und darauf sitzt Jesus mit erhobener Hand. Man sieht die Nägelmale und die Krone.
Als ich meinen Vorgänger fragte, warum man für so ein Jugendhaus ein solches Bild wähle, meinte er: „Weißt du, diese Jungen sind die ganze Woche in ihrer Schule, in ihrem Büro, in ihrer Fabrik. Dort hören sie den ganzen Tag Gottlosigkeit, Zocken und Lästerungen. Sie denken, Jesus sei im Grab geblieben. Wenn sie sonntags hier sitzen und das Bild sehen, sagt es ihnen, dass Jesus ewig herrschen wird über die ganze Welt. Denn alles ist nach seinem Tod in seine Hand gelegt.“
Das ist eine herrliche Botschaft für alle, die Jesus lieben und jetzt Verachtung tragen müssen. Er wird in Herrlichkeit wiederkommen. Wann? Vielleicht sehr bald. Darauf komme ich gleich noch zu sprechen.
Das dritte Kommen Jesu und seine Bedeutung
Es gibt ein Lied, das davon spricht, dass Zion die Wächter singen hört. Ihr Herz tut vor Freude springen. Sie steht eilend wachend auf, denn ihr Freund kommt vom Himmel, prächtig in Gnade, stark und in Wahrheit mächtig.
Dieses Kommen Jesu in Herrlichkeit auf die Erde wird das dritte Kommen Jesu sein.
Das erste Kommen Jesu war, als er Mensch wurde. Da lag er als Kind in der Krippe in Bethlehem, geboren von Maria. Das feiern wir an Weihnachten, sofern wir überhaupt noch wissen, worum es geht: dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist, um uns freizukaufen, zu Kindern Gottes zu machen und unser Bruder zu werden.
Das zweite Kommen Jesu geschieht im Geist. Es ist kein Kommen im Fleisch als Mensch. Jesus hat gesagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür eures Herzens und klopfe an. So jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen.“
Wissen Sie, warum wir solche Vorträge halten? Wir möchten Jesus helfen, dass er jetzt zu uns kommen kann. In der Bibel steht, dass er vielen Macht gab, Gottes Kinder zu werden. Sie müssen ihr Herz öffnen. Jesus sagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Das ist das zweite Kommen Jesu.
Die Bedeutung der Entscheidung für Jesus
Meine Freunde, ich habe einmal vor Hunderten von jungen Menschen gesagt, ich setze eine Million Mark als Prämie aus für denjenigen, dem jemand nachweist, dass er es bereut hat, Jesus in sein Leben aufgenommen zu haben.
Ich habe zwar keine Million, aber ich kann diese Prämie getrost aussetzen, denn so jemanden gibt es nicht, der das bereut.
Dagegen habe ich viele Menschen kennengelernt, die es bereut haben, dass sie es nicht getan haben.
Zu meinen tiefen Eindrücken gehört die Geschichte eines jungen Arbeiters, der mich immer abwies und auslachte. Ich fragte ihn einmal: „Wie wollen Sie sterben?“ Er antwortete: „Ihr Vater macht einem immer Angst, wenn Sie sterben.“
Dann starb der Mann mit vielleicht 38 Jahren. Nachts rief mich seine Frau, und ich kam zu ihm gerannt. Ich sagte zu ihm: „Jetzt ist die Stunde, in der Jesus dich zum letzten Mal ruft.“
Doch sehen Sie, da wollte Jesus ihn nicht mehr. Das war schauerlich. Er wollte beten, konnte aber nicht mehr. Ich sprach Worte der Gnade zu ihm, doch sie drangen nicht mehr in ihn ein. Er starb in Verzweiflung.
Das war am Anfang meiner Tätigkeit, als ich noch Hilfsprediger war. Da wurde mir klar, wie wichtig es ist, den Menschen zu sagen: Jesus steht vor der Tür und klopft an.
Für Zeit und Ewigkeit hängt alles davon ab, wie sie auf das zweite Kommen Jesu reagieren wollen.
Das dritte Kommen Jesu als König der Welt
Und zum dritten Mal wird er in Herrlichkeit hier auf dieser Erde kommen. Darauf freue ich mich.
Sehen Sie, das ist so folgerichtig: Wir haben alle Regierungssysteme durchgemacht. Konstitutionelle Monarchie, absolute Monarchie, Demokratie, Präsidialdemokratie, Volksdemokratie und vieles mehr. Wenn wir alle Regierungssysteme erlebt und gesehen haben, dass sie alle nicht viel taugen, dann ist es doch folgerichtig, dass Jesus mein König wird und zeigt, ob er regieren kann.
Und das kann er, das sage ich Ihnen. Er kann regieren.
Gehen Sie doch einmal in Häuser, in denen Jesus regiert. Es gibt heute schon Häuser, in denen Jesus regiert. Das spürt man schon beim Betreten. Hier herrscht eine andere Atmosphäre, als wenn einem gleich eine laute Stimme entgegenkommt.
Zeichen der Zeit und die globale Ratlosigkeit
Jetzt muss ich kurz über das sprechen, was der Wiederkunft Jesu vorausgeht. Die Bibel sagt, dass dieser Wiederkunft einige andeutende Zeiten vorausgehen. Sie gibt uns jedoch nicht an, wie lange diese dauern oder wann genau sie eintreten. Stattdessen fordert sie uns auf: Macht die Augen auf, lasst eure Lichter brennen, seid gegürtet, passt auf, seid wach und versteht, was geschieht.
Was geht der Wiederkunft Jesu voraus? Die Bibel sagt, nachdem die Weltgeschichte eine lange Zeit gelaufen ist, kommt plötzlich eine Zeit großer globaler Ratlosigkeit. Der Herr Jesus hat drei Bereiche genannt, in denen diese globale Ratlosigkeit ausbricht.
Erstens die politische Ratlosigkeit. Jesus sagt, ein Volk wird sich erheben gegen das andere, ein Königreich gegen das andere. Man wird von Kriegen und Kriegsgeschrei hören, aber das Ende ist noch nicht da. Es hat noch nie so viele Diplomaten gegeben wie heute, und noch nie so viele Friedenskonferenzen. Ich würde gern einmal die Gesamtkosten sehen, die heute für Diplomaten und Friedenskonferenzen ausgegeben werden. Und doch war der Frieden nie so fern wie heute. Ich bin überzeugt, wir sind in diese Zeit der Ratlosigkeit eingetreten – zumindest auf dem politischen Gebiet.
Zweitens, auf dem wirtschaftlichen Gebiet, sagt Jesus, wird es eine Zeit großer Teuerung und Hunger geben. Das sind Zeichen, aber noch nicht das Ende. Wissen Sie, dass über die Hälfte der Menschheit nicht satt wird? Es hat noch nie so viele diplomierte Volkswirte gegeben wie heute. Die Möglichkeiten, Lebensmittel überall hin zu transportieren, waren noch nie so gut wie heute. Und trotzdem hungert die Hälfte der Menschheit. Warum schaffen wir es nicht, dass alle Menschen satt werden? Warum lösen wir dieses Rätsel nicht? Hier beginnt das, was Jesus beschreibt: die globalen Probleme der wachsenden Menschheit.
Das dritte Gebiet, von dem Jesus spricht, ist das religiöse. Er sagt, es wird eine riesige religiöse Verwirrung geben. Man wird sagen: „Siehe, hier ist Christus“, „dort ist Christus“ und „dort“. Spüren Sie nicht schon heute diese religiöse Verwirrung? Neulich stand ein junger Mann vor mir und fragte: „Was soll ich eigentlich glauben? Da gibt es römische Katholiken, griechische Katholiken, Reformierte, Lutheraner, Evangelische, Protestanten, Niertes, Heilsarmee, Zeugen Jehovas, Neuapostolische, Gemeinde Jesu Christi – und das sind erst die christlichen Gruppen. Dann kommen noch die islamischen und buddhistischen Religionen dazu. Was soll ich da glauben?“
So einem jungen Mann kann ich nur sagen: Es wird noch schlimmer kommen. So steht es in der Bibel. Wer sich jetzt nicht am schlichten Wort Gottes hält, der wird vielleicht verloren gehen. Der Mensch von heute, der das Wort Gottes über Bord geworfen hat, glaubt bereits an Glücksbringer im Auto. In Berlin gibt es 40 Wahrsagerinnen, die ihr Gewerbe versteuern – 40 Wahrsagerinnen in einer Stadt. Das ist die Stadt des Unglaubens. Die Menschen glauben heute an jeden Unsinn.
Verstehen Sie, die religiöse Verwirrung ist schon riesengroß. Das hat Jesus vorausgesagt. Wer jetzt nicht ganz schlicht seinen Heiland findet, der am Kreuz für uns gestorben und auferstanden ist, der wird vielleicht in Schwierigkeiten geraten.
Das ist die Zeit, in der die ersten Sturmschläge des Endes sich zeigen – diese globale Ratlosigkeit.
Der Antichrist als Zeichen der Endzeit
Und Jesus sagt nicht, wie lange das dauern wird – Jahrhunderte vielleicht oder Jahrzehnte, ich weiß es nicht. Aber wenn diese Zeit der Ratlosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat, dann kommt noch vor der Wiederkunft Christi die Zeit des Antichristen, des „Wiederchristen“.
Sehen Sie, das ist doch so folgerichtig. Wir erleben diese Ratlosigkeit heute schon, und diese Ratlosigkeit schreit heute schon wieder nach dem starken Mann. Immer wieder tauchen wie aus dem Nichts starke Männer auf allen Fronten auf. Der eine heißt Gold, der andere Strauß, der dritte wie der Erste, nicht wahr? Mautining, dafür heißt Christoph, und so weiter. Verstehen Sie die Grundworte? Sehen Sie, wie das schon losgeht? Die Welt schreit schon nach dem starken Mann.
Wenn die Ratlosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat, dann kommt dieser eine große starke Mann, der die Welt eint und sich selbst den Welterlöser nennt. Er ist nicht Christus, er ist aber auch wieder Christus. Dann muss die Zeit stillstehen. Diese kurze Zeit des Weltimperators ist die Zeit der Völker. Verstehen Sie? Wenn ich heute die Zeitung lese, sehe ich, wie alles auf ihn zustrebt, auf den Antichristen.
Die Bibel spricht in Offenbarung 13 von diesem Antichristen in Schrifttzeichen, in Bildersprache. Wissen Sie, eine Bildzeitung kann man lesen, auch wenn man nicht lesen gelernt hat, nicht wahr? An einer verbotenen Zeitung. Aber wenn Sie die Bibel lesen, müssen Sie Verstand mitbringen – erst recht, wenn Sie Offenbarungen lesen wollen.
In Offenbarung 13 heißt es: Johannes sagt, er stand am Meer, und da stieg ein Tier auf. Es hatte sieben Häupter und zehn Kronen. Was bedeutet das? Das Meer symbolisiert die Völkerwelt, wie das Meer nie ruhig ist, so ist auch die Völkerwelt nie ruhig. Dann steigt aus dem Meer einer auf.
Denken Sie daran, dass all die Welterlöser der letzten hundertfünfzig Jahre nicht von oben kamen, sondern aus dem Volk. Hitler, der Gefreite des Weltkriegs, Napoleon, der kleine Korse, Stalin, der Schuster aus Grosingen – verstehen Sie? Das sind alles Linien, kapieren Sie? Von unten steigt unser Mann, der Mann des Volkes, auf – der eine, der die Welt erlösen will.
Er schafft politische Einigung, unterwirft alles seiner Herrschaft. Auch die wirtschaftliche Einigung steht an, da gibt es wieder Brotkarten. Das steht ganz deutlich in der Bibel. Und auch religiöse Einigung: Jeder kann glauben, was er will, aber alle glauben an mich – fertig. Jeder muss ein Abzeichen an der Hand oder an der Stirn tragen, damit klar wird, dass er an mich glaubt.
Warum wird er ein Tier genannt? Warum? Meine Freunde, wir sind erst richtig Menschen, wenn wir Kinder Gottes sind und vor ihm stehen. Je mehr wir uns von ihm abwenden, desto tierischer wird der Mensch. Und dieser Antichrist, der Weltmärscher, wird der völlige Feind des erlösenden Gottes sein – darum das völlige Tier.
Der Philosoph Nietzsche sah ihn schon im Geist und nannte ihn die „blonde Bestie“. Nein, das ist alles sehr aktuell, es kommt mit Riesenschritten auf uns zu. Dann wird ihm die ganze Welt zufallen – alle Welt, nur nicht die Menschen, die Jesus angehören.
Man wird ihm sagen, er müsse das Abzeichen annehmen. Dann werden sie sagen: Das können wir nicht. Wir haben schon einen Erlöser, der von der Welt Gottes gekommen ist, von oben. Er heißt Jesus, und du kommst von unten. Dann beginnt die letzte große Christenverfolgung.
Ich rufe Sie zu Jesus, um dessen Willen Sie vielleicht noch verfolgt werden. Und ich rufe Sie zu ihm, denn es gibt kein anderes Heil! Die letzte große Christenverfolgung wird unter diesem Weltenherrscher stattfinden.
Warum heißt das Tier sieben Häupter? Das ist Bildersprache. Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit. Er hat vollkommene Intelligenz, macht keine dummen Fehler. Zehn Kronen bedeuten, dass alle Macht in seiner Hand liegt, alle Linien und Fäden.
Dann heißt es, er hat ein Maul wie ein Löwe. Was bedeutet das? Er wird die Welt mit unendlicher Propaganda erfüllen. Wie das aussieht, können wir uns heute schon vorstellen, nicht wahr? Das Löwenmaul haben wir schon von weitem gehört.
Dann können Sie wahrscheinlich nicht mehr entscheiden, ob Sie zu Ihrem Heiland gehören wollen. Das müssen wir aber vorher tun. Es wird nur eine kurze Zeit sein, bis er die Ratlosigkeit und die letzte Gans versucht, die Welt durch Politik zu erlösen.
Und wenn der Antichrist wieder an der Macht ist, dann kommt Jesus wieder. Verstehen Sie? Das sind die Vorzeichen. Dann kommt Jesus wieder – Ihr Freund kommt vom Himmel, gerecht, in Wahrheit, stark und gnadenmächtig.
Dann kommt Jesus wieder, macht diesem Spuk ein Ende und wird König auf der Erde sein.
Das tausendjährige Reich und die letzte Prüfung
Und jetzt muss ich zum Dritten eben noch kurz reden. Hören Sie mir noch zu, alle? Oder ist es hier so heiß, oder ist es hier nicht so warm wie mir? Nein, es ist ganz schön, wenn es mir allein warm wird.
Jetzt muss ich noch von dem reden, was nach der Wiederkunft Jesu Christi kommt. Die Bibel spricht darüber nur in ein paar großen Linien. Sie sagt zuerst, dass Jesus tausend Jahre auf der Erde regieren wird. Das ist wahrscheinlich auch Bildersprache. Eine lange Zeit wird er regieren.
Nun, meine Freunde, ich habe ein junges Ehepaar gekannt. Da saß er eines Tages vor mir, schwarze Haare, wilder Kerl, und sagte: „Ich möchte kapitulieren vor Gott. Ich war bis jetzt ein Gottesleugner, ich habe öffentlich gegen ihn geredet, ich kann nicht mehr.“
Dann kam heraus, dass er an seiner jungen Ehe gescheitert war. Er sagte: „Ich wollte mal der Welt zeigen, dass man ohne Gott eine glückliche Ehe führen kann.“ Und nun war alles schiefgelaufen. Über dem Leichnam ihres ersten Kindes, das gestorben war, hatten sie sich geprügelt.
Da sagte er: „Gott ist gegen uns, ich muss die weiße Fahne hissen.“ Diese Beerdigung war erschütternd. Der Sarg des Kindes, der Mann mit seiner Partei erschüttert, die Frau verbissen, die junge, hübsche Frau verbissen mit ihren anderen zwei Kindern. Es waren zwei Welten, es waren Parteien, dazwischen das tote Kind.
Meine Freunde, es hat dann anderthalb Jahre gedauert, bis auch die Frau zum Glauben an den Herrn Jesus kam. Ich vergesse nicht, wie sie mir an einem Ostermorgen schrieb: „Er ist auch in meinem Herzen auferstanden.“
Dann habe ich sie beide gerufen, und sie haben noch einmal geheiratet. Sie waren nicht getraut, ich habe es ihnen getraut. Nun fingen sie noch einmal von vorne an. Es waren sehr selbstständige, kluge Menschen. Er hatte früher in riesigen Freidenkerversammlungen gesprochen.
„Seien Sie kluge Leute“, war nicht ganz einfach für ihre Ehe. Wenn so ein Puppenkönig da war, war das ja nie einfach. Aber wenn geprägte Persönlichkeiten zusammenkommen, ist das nicht so leicht. Aber es war wundervoll.
Wenn ich sie besuchte, die beiden, die sich erst nähergekommen waren im Krieg, dann spürte ich die Gegenwart Jesu in dem Haus. Dann sagten sie mir: „Sehen Sie, bei uns ging vorher alles schief. Warum geht es denn jetzt? Weil Jesus bei uns regiert. Jetzt sagt meine Frau nicht mehr: ‚Ich regiere‘, und ich sage: ‚Ich regiere‘, sondern wir fragen: ‚Was will Jesus?‘ Und da geht es.“
Da ging mir auf: Wenn Jesus hier schon in Häusern so regiert, so schön, so gut, so herrlich, was wird das sein, wenn er König der Erde ist? Dieses tausendjährige Reich würde etwas Wunderbares sein. Wissen Sie, Jesus König am Tag der Herrlichkeit. Jesus Christus, du die Sonne!
Ich muss jetzt rasch zum Ende kommen. Die Bibel sagt auf einmal: Dann muss aber diese glückliche Menschheit, die das erlebt hat, noch einmal auf eine Probe gestellt werden. Dann wird buchstäblich der Teufel losgelassen, und es wird offenbar, dass das Menschenherz im Grunde gar nicht gewandelt hat. Es ist hart wie Diamant.
Es kommt zu einem letzten Aufstand gegen Gott am Ende dieses tausendjährigen Reichs. Dann kommt das Weltende. Die Lichtsysteme krachen auseinander, im Griechischen sagt die Bibel „atom“, im Atom krachen sie auseinander, die Welt vergeht.
Dann stellen Sie sich vor, was da auf einmal da steht. Ich kann es nur wörtlich sagen: „Ich sah einen großen weißen Thron.“ Und darauf saß einer. Ich sah die Toten, beide, Klein und Groß, stehen vor Gott. Gericht. Und Bücher wurden aufgetan.
Tausend Fragen stürmten auf mich ein. Einer fragte mich: „Wo steht denn der Thron, wenn alles vergangen ist?“ Esar, lass deine Sorge sein, wie du vor dem Thron stehen kannst.
Einer meiner jungen Freunde, ein junger Arbeiter, sagte spöttisch: „Meinst du wirklich, dass da jeder einzelne drankommt?“ Ja, das glaube ich. Denk mal, wie viele Menschen gelebt haben, das dauert ja endlos.
Da sagte der junge Arbeiter: „Dann haben wir auch viel Zeit, dann liegt nichts anderes mehr vor.“ Ich garantiere Ihnen, Sie werden vor dem Thron Gottes gerichtet, ob Sie es glauben oder nicht. Warten Sie es ab, wir werden vor seinem Thron gerichtet.
Nach seinen Geboten gilt in England französisches Recht, in Deutschland deutsches Recht, im Reich Gottes sein Recht. Da werden die Bücher aufgetan. Sehen Sie, mir ist das sehr, sehr wichtig. Da macht Gott deutlich, wie er jeden ernst nimmt.
Wir sind heute eine pluralistische Massengesellschaft, wie man so sagt. Da werden Menschen nur noch fundweise verkauft oder kilo- oder zentnerweise. Meine Freunde, beim Gericht macht Gott noch einmal deutlich, dass er jeden einzelnen meint und ganz ernst nimmt.
Das ist ein kleines Schwäbchen irgendwo, die ihr Leben und die ganzen Tändeleien so hinnehmen. Gott nimmt dich so ernst, als ginge er mit dir durch dein Leben. Da werden Bücher aufgetan.
Nun kommt das Schreckliche: Wer nicht geschrieben war im Buch des Lebens, wird geworfen in den feurigen Pfuhl. Das steht in der Bibel.
Ich möchte ständig darin stehen, aber es steht da. Darum habe ich mich zu Jesus bekehrt, weil ich Angst vor dem habe, was da steht. Wer nicht geschrieben ist im Buch des Lebens, wird geworfen in den feurigen Pfuhl.
Ich muss Ihnen dazu eine Geschichte erzählen, die einem das deutlich macht.
Geschichte vom Glauben und der Hölle
Das war einmal in einem schottischen Schloss. Die Gäste saßen um den Kamin versammelt, nahe am offenen Feuer. Das Gespräch kam auf religiöse Themen.
Ein eleganter Herr, der eher spöttisch wirkte, wandte sich an die junge Frau des Hauses und fragte: „Glauben Sie, was in der Bibel steht?“
„Ja, das glaube ich“, antwortete sie.
„Und glauben Sie auch an ein Weltgericht?“
„Ja, daran glaube ich.“
„Und glauben Sie, dass Gott Menschen in die Hölle wirft?“
„Ja, er wirft sie in die Hölle.“
Der Herr ging durch den Saal und blieb in einer Ecke stehen. Dort hing in einem großen Käfig ein Wellensittich, kein Papagei. Er öffnete das Türchen, nahm den Wellensittich heraus, ging zum Kaminfeuer und bereitete sich darauf vor, den Vogel ins Feuer zu werfen.
Die Dame fiel ihm in den Arm und sagte: „Was machen Sie? Das arme Tier ins Feuer zu werfen!“
Da lachte der Herr und sagte: „Ihnen tut das Tierchen leid, aber Ihr sogenannter Gott der Liebe soll Millionen Menschen in die Hölle werfen? Ha, das ist ein schöner Gott!“
Die Dame entgegnete: „Sie irren sich. Gott wirft niemanden in die Hölle. Den Weg wählen wir selbst, ganz von alleine. Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Darum hat er seinen Sohn gesandt, darum starb Jesus für uns, darum klopft er bei uns an, darum kommt er zum zweiten Mal im Heiligen Geist. Gott will nicht, dass wir sterben. Diesen zweiten Tod nennt die Bibel den „Weggeworfenen“. Wie das genau ist, weiß ich nicht. Ich stelle mir die Hölle nicht als ein Feuer vor. Sie ist jedenfalls ohne Gott – grau, voll und gottverlassen. Ich habe Angst davor. Gott will nicht, dass wir verloren gehen. Darum…“
Hier endete ihr Satz, doch der Gedanke blieb: Darum diese große Verheißungsveranstaltung und Jesus.
Die neue Welt als Ziel der Hoffnung
Und dann heißt es in der Bibel: Plötzlich gibt es diesen Ausblick. „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“
Lesen Sie einmal die beiden letzten Kapitel der Bibel. Dort werden geradezu surrealistische Bilder beschrieben, die man kaum schildern kann. Es ist von goldenen Gassen, Toren aus Perlen und Diamanten die Rede. All das ist gewissermaßen Bildersprache, die eine vollkommene Welt ohne Sünde, Schuld, Leid, Tod und Tränen beschreibt.
Das ist das Ende. Und die Bewohner dieser neuen Welt sind diejenigen, die im Buch des Lebens verzeichnet sind. Das ist meine Hoffnung. Dort möchte ich hinkommen, dort möchte ich dabei sein.
Ich glaube fest daran, dass die Bibel Recht hat. Ich bin davon überzeugt.
Zusammenfassung und Schlussgedanken
Liebe Freunde,
ich habe Ihnen das große Bild der Bibel nun entrollt, und Sie waren so freundlich und haben mir geduldig zugehört. Trotz des großen Gedränges – manche sehe ich sehr unbequem sitzen – erlauben Sie mir, unter dieses Bild noch einen Schlussstrich zu ziehen.
Im Mittelpunkt steht die Wiederkunft Jesu. Vorausgehen wird die globale Ratlosigkeit, der Antichrist, dann die Wiederkunft Jesu, seine Herrschaft, der letzte Aufstand, der Weltuntergang, das Weltgericht sowie der neue Himmel und die neue Erde. Es ist alles so vollständig dargestellt. Lassen Sie uns den Schlussstrich ziehen, ohne eine Zusammenfassung.
Ich habe mir dieses Zukunftsbild oft vor Augen geführt. Dabei hat es mich immer wieder gepackt, dass es am Schluss im Grunde nur zweierlei Menschen gibt. Es geht alles um Menschen. Am Ende gibt es nur zwei Arten von Menschen: Verlorene und Gerettete. Dazwischen gibt es nichts.
Und das entscheidet sich hier, meine Freunde. Wenn Sie fragen, was mit den vielen Menschen ist, die es nicht gehört haben, dann lassen Sie das nicht Ihre Sorge sein. Sie haben es gehört. Es gibt am Ende Gerettete und Verlorene.
Dazu noch ein Wort, zuerst zu den Verlorenen. Mein Freund, Doktor Humburg, sagte einmal: „Ich habe einen Traum gehabt. Es war am Tag des Gerichts. Da hörte ich, wie Jesus die Verlorenen weghebt, wie es in der Bibel steht, als Verfluchte. Ich sah sie wegschleichen, geduckt, erschrocken, verzweifelt.“
Dann sah ich, wie einer den anderen fragte: „Hast du es auch gesehen?“ – „Ja“, sagte der andere, „ich habe es auch gesehen. Die Hand, die uns wegwies, war durchbohrt. Sie war am Kreuz auch für uns durchbohrt. Aber wir haben das für nichts gehalten, und damit sind wir mit Recht verlorene Menschen.“
Er ist auch für sie gestorben. Oh, es ist ganz egal, was Sie jetzt glauben und ob Sie gottlos sind. Sie dürfen heute Abend wissen: Jesus starb für mich. Nun kommen Sie zur Menschheit.
Wenn Sie sagen, „Ich bin Sünder“, dann wissen Sie: Er sucht ja gerade Sünder. Es gibt ja gar keine anderen Menschen. Wenn einer sagt, er sei gut, dann lügt er, „dass sich die Balken biegen“. Das sind die Verlorenen.
Die Verlorenen sind diejenigen, die sagen, sie seien gut und bräuchten keinen Heiland. Sie sind so verloren, dass sie gar nicht merken, wie sie wirklich sind.
Die Geretteten und die Kraft der Gnade
Und nun ein Wort zu den Geretteten.
Sehen Sie, die Bibel beschreibt die zukünftige Welt. Dort heißt es, dass es zwölf Grundsteine gibt – riesige Edelsteine, die die neue Hauptstadt Jerusalem schmücken. Auf diesen zwölf Edelsteinen, den Grundsteinen der neuen Hauptstadt und der neuen Welt, stehen die Namen der zwölf Apostel, der Zeugen des Evangeliums.
Ich habe mir das einmal vorgestellt: Da steht Petrus, Johannes und auch Matthäus auf einem dieser Steine in der neuen Welt. Wissen Sie, wo Matthäus herkam? Er war ein schrecklicher Schieber, Schwarzhändler und Gauner. Eines Tages saß er bei einem schmutzigen Geschäft, als Jesus vorbeikam und ihn rief.
Da ließ Matthäus alles stehen und liegen und ging mit Jesus. Er erlebte, wie der Heiland für uns starb, wie er auferstand und wie er in die unsichtbare Welt zurückging. Später sandte Jesus den Heiligen Geist. Die Freunde von Matthäus fragten ihn, was er alles erlebt hatte. Er schrieb es auf – das Matthäusevangelium, das wir in der Bibel haben und durch das Millionen Menschen Jesus gefunden haben.
Nun steht sein Name an prominenter Stelle in der neuen Welt. Dieser schmutzige Mann – so stark ist die Gnade Jesu Christi. Wissen Sie, so mächtig errettet sie. Diese Gnade will jetzt auch bei Ihnen anfangen. Widerstehen Sie ihr nicht!
Einladung zum gemeinsamen Singen und Ausblick auf den nächsten Abend
Wir wollen jetzt noch einen Vers singen. Wir schlagen unser Liedblatt auf und singen aus dem Lied der elften, zweiten Vers. Ach nein, verzeihen Sie, den vierten Vers. Ich habe mich vertan, es ist der neunte, vierte Vers. Den neunten, vierten Vers, ich stehe auf der tiefsten Stufe.
Meine Freunde, eigentlich sollte heute Abend Schluss sein. Diese Botschaft ist ja auch ein herrlicher Abschluss. Aber nun hat die Zeitung aus Versehen geschrieben, es gehe bis Freitag, und ich habe es auch versehentlich mal gesagt. Deshalb habe ich mich entschlossen, noch einen Tag dranzuhängen.
Heute Abend werden an alle Plakate gelbe Zettel angebracht mit dem Hinweis: Letzter Vortrag Freitagabend. Wir werden also morgen Abend noch einmal einen Vortrag halten mit dem Thema: Was sollen wir nun tun? Es sind Menschen hier, die fragen: Ja, ich möchte wirklich im Buch des Lebens stehen. Wie mache ich das? Was soll ich tun? Darauf will ich morgen Abend antworten.
Es würde mir eine große Freude sein, wenn Sie sich noch einmal freinehmen und es auch weitersagen, dass wir morgen Abend noch einmal – also anders als auf den Handzetteln und Plakaten steht – einen Abend haben. Haben es alle begriffen? Morgen Abend noch einmal, letzter Abend.
Laden Sie dazu ein, bringen Sie Leute mit. Morgen sind eine große Schar der Jugendlichen nicht mehr da, und dadurch wird wieder viel Platz geschaffen. Lassen Sie die Liebmütter also noch einmal einen Abend liegen, wir brauchen sie morgen noch einmal.
Einladung zu weiteren Gottesdiensten und Bibelkreisen
Ich habe eine große Bitte an alle, die ich ja nicht persönlich kenne: Besuchen Sie auch Ihre Gottesdienste! Damit beginnt ja alles Glaubensleben.
Den Kurgästen möchte ich sagen: Hier haben Sie Zeit. Jeden Sonntag um 9 und um 10 Uhr finden hier Gottesdienste statt.
Wer noch tiefer in die Bibel eintauchen und Gemeinschaft mit Menschen haben möchte, die denselben Weg gehen, dem möchte ich sagen: Jeden Donnerstag und Sonntag trifft sich hier in Oberstdorf ein Bibelkreis.
Der Kreis kommt donnerstags und sonntags jeweils um 20 Uhr im christlichen Freizeitheim Krebs am Faltenbach 28 zusammen.
Wer also einen Anfang machen möchte und sich fragt, wo es noch andere Menschen gibt, die den Glauben ernst nehmen, wie es Pastor Busch gesagt hat, der ist dort genau richtig.
Das Freizeitheim Krebs am Faltenbach 28 ist der Treffpunkt, donnerstags und sonntags abends um 20 Uhr.
Bitte um Unterstützung der Jugendarbeit
Können Sie am Ausgang ein Opfer geben? Da freuen Sie sich doch alle schon, wenn ich das sage, nicht wahr? Soll ich die Geschichte wieder so erzählen? Ja, mit einem Lachen im Gesicht kann man besser opfern.
Mir erzählte Neuch in Württemberg eine wahre Geschichte. Er sagt, in meinem Heimatdorf gab es so einen Dorftrottel, ein bisschen blöd, nicht wahr? Und der wurde von den Jungen geärgert. Leider, das ist böse und sollte man nicht tun.
Eines Tages haben sie ihn auf die Probe gestellt. Sie hielten ihm ein Geldstück hin und fragten: „Was ist das?“ Er wusste es nicht. Ein Fünfmarkstück kannte er auch nicht, es war ein Groschen, und auch das wusste er nicht.
Dann legten sie ihm ein Pfennigstück hin und fragten: „Was ist das?“ Da glänzte sein Gesicht wie bei einem Kind und er sagte: „Das ist die Kirchenkollekte.“ Das der Eicher Schüttern finden sie nicht. Sorgen Sie dafür, dass diese schmachvolle Sache aufhört, dass diese schmachvolle Sache nie aufhört.
Also, dieses Opfer am Ausgang ist bestimmt für die Essener Jugendarbeit. Dort habe ich lange gestanden, jetzt nicht mehr. Sie ist kein Pfennig für mich, ich kann also nur wenig mit freiem Herzen für dieses Opfer werben.
Wir haben einen großen Feldzug für Christus, und ich wäre schon froh, wenn ich mir die Mühe mache, hier fünf Tage Vorträge zu halten, von denen ich nichts habe, nicht wahr? Verstehen Sie, das ist nur, weil mir das Herz dafür brennt, wirklich.
Wir haben es eine große Freude, wenn Sie wenigstens diese Arbeit, der ich lange Jahre gestanden habe, finanziell unterstützen. Es ist klar, es sind hauptsächlich junge Leute, die so ein Körbchen hinhalten. Aber wer dagegen ist, der geht ruhig vorüber.
Das macht also gar nichts. Wir sehen keinen Schel an, der dagegen ist oder selber nichts hat oder arm ist. Der geht getrost vorüber, nicht wahr? Aber wer etwas anständig gibt, der Werfer, Sie verstehen, wir sehen, na ja...
Abschließende Mahnung und Gebet
Ich möchte jetzt zum Abschluss noch etwas sagen: Man kann sich mit keiner noch so großen Geldsumme vom Gericht Gottes loskaufen. Wenn Menschen nicht durch Jesus Vergebung ihrer Sünden empfangen und Frieden mit Gott haben, dann möchte ich nicht in ihrer Haut stecken. Wir alle gehen gemeinsam dem großen Thron Gottes entgegen.
Am Schluss singen wir das Lied „Drei, Vers eins“. Dabei geben wir Gott die Ehre. Nicht, weil wir schon vor seinem Thron stehen und ihn loben, sondern aus Dankbarkeit und Ehrfurcht.
Wir beten jetzt: Herr, Du wirst das letzte Wort haben. Wenn diese Welt zu Trümmern geht, wirst Du über die Trümmer schreiten und Dein Volk zu Dir versammeln. Lass doch durch diese Menschen, die atmen und rufen, Dein Volk werden. Schreibe Namen ins Buch des Lebens, finde die Verlorenen und bringe die Verirrten nach Hause.
Herr Jesus, gib das bitte! Nun breite Deine segnenden Hände über uns aus! Amen!
