Generierte Mitschrift
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Einführung in das Thema und die Leitfragen
Guten Morgen, ich möchte alle ganz herzlich begrüssen.
Wir haben heute Morgen dieses interessante Thema vor uns: Völker, Gene, Hautfarben und die Bibel. Es geht, wie auf der Einladung bereits angekündigt, um folgende Fragen: Weshalb gibt es verschiedene Hautfarben, wie man so sagt, schwarz, weiss, rot, gelb? Wie entstanden verschiedene Menschenrassen? Man beachte: Ich habe das in Anführungsstrichen gesetzt. Wie eng verwandt sind eigentlich die verschiedenen Völker der Welt? Geht die Menschheit auf ein einziges Elternpaar zurück? Inwiefern bestätigt die moderne Genforschung die Aussagen der Bibel? Stimmt es, dass Nachkommen aus dem Stamm Levi ein spezielles Gen haben? Wie kann man anhand der Bibel Rassenvorurteile widerlegen?
In einem ersten Teil beschäftigen wir uns mit dem Thema Evolutionslehre und Rassismus. Es ist ja bekannt, dass Charles Darwin (1809–1882) der Vater der modernen Evolutionslehre ist. Es gab schon Evolutionslehren vor ihm, aber er ist der Vater der modernen Evolutionslehre, denn er verstand es, diesen Gedanken im Abendland wieder neu populär zu machen. Zuerst durch das 1859 erschienene Buch Die Entstehung der Arten und später 1871 durch Die Abstammung des Menschen.
In dem ersten Buch sprach er noch nicht vom Menschen, sondern nur von Pflanzen und Tieren. So war dann 1871 das Buch wichtig, um zu sagen: Der Mensch ist natürlich von dieser Entwicklung nicht ausgeschlossen, also eine Entwicklung aus dem Tierreich. Der Mensch sei demnach ein höheres Tier, einfach die höchste Entwicklung überhaupt, aber dazu brauche es eben keinen Schöpfergott.
Grundsätzlich kann man sagen: Die Evolutionslehre war im 19. Jahrhundert ein Frontalangriff auf die Bibel und damit auch ein Frontalangriff auf die Grundlehren des Evangeliums. Denn damit war für die Evolutionisten der Gedanke erledigt, dass wir von Adam und Eva abstammen. Damit ist auch die Geschichte des Sündenfalls des ersten Menschenpaares erledigt. Ebenso die Lehre, dass durch den Fall des ersten Menschen die Sünde als böse Natur in die Welt gekommen ist und von Generation zu Generation allen Menschen weitergegeben worden sei. Damit ist auch die Lehre erledigt, dass Christus Mensch wurde und kam, um als Stellvertreter zu leiden und zu sterben, um diese Menschheit, die alle von der Sünde Adams her verseucht ist, zu erlösen, das heisst jeden einzelnen, der umkehrt.
Das war alles, oder schien alles, erledigt durch die Evolutionslehre.
Darwinismus, Rassismus und die Folgen im 19. und 20. Jahrhundert
Stephen Jay Gould galt als einer der führenden Evolutionisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Er lebte von 1941 bis 2002. In seinem Buch Ontogenie and Philogenie schreibt er, biologische Einwände zugunsten des Rassismus mögen vor 1850 üblich gewesen sein, hätten aber nach der Annahme der Evolutionslehre enorm zugenommen.
Wir sehen also: Ein moderner Evolutionist aus unserer Zeit sagt, es gebe einen ganz offensichtlichen und engen Zusammenhang zwischen dem Rassismus der Neuzeit und der Evolutionslehre. Ein Beispiel soll das verdeutlichen.
Was das alles ausgelöst hat: Hier auf dem Bild sieht man den Pygmäen Ota Benga. Er kam aus dem Kongo, wurde zu seiner Zeit nach Amerika gebracht, und 1906 wurde er zur Propagierung der Evolutionslehre im Bronx Zoo von New York im Affenhaus ausgestellt. Dort im Zoo konnte man einen Pygmäen, einen Wilden in seiner ursprünglichen Wildheit, bewundern.
Das führte zu massiver Kritik, gerade vonseiten der Christen, so unter anderem durch den Pastor James A. Gordon. Das war ein afroamerikanischer Prediger. Er protestierte vehement in der Öffentlichkeit dagegen und sagte auch: Man hat unserer Rasse schon so viel Demütigung bereitet, so viel Leid angetan. Muss es sein, dass man ihn jetzt noch im Zoo ausstellt?
Darauf gab es eine öffentliche Replik in der New York Times. Dort wurde erklärt, diese Aufregung sei eigentlich unverständlich. Es sei doch klar, dass eine Schule für Ota Benga nichts sei, und das sei heute eben gewissermaßen wissenschaftlich doch klar, worum es da gehe.
Wichtig ist: Das ist in Amerika, das ist nicht in Deutschland.
Nun wird oft gesagt: Ja, das seien natürlich Auswüchse der Evolutionslehre, die eigentlich darauf zurückgingen, dass man die Evolutionslehre nicht richtig verstanden habe. Und auch all der Rassismus im zwanzigsten Jahrhundert im Zusammenhang mit der Evolutionslehre sei Sozialdarwinismus, und das habe eigentlich mit dem richtigen Darwinismus, mit der Evolutionslehre von Charles Darwin, nichts zu tun.
Nun, Leute, die das sagen, haben wahrscheinlich nicht Charles Darwins Buch Die Abstammung des Menschen gelesen. Ich zitiere aus der deutschen Ausgabe von 1875, Seite 173: Ich habe bis jetzt den Fortschritt des Menschen von einem früheren halbmenschlichen Zustand zu dem der jetzt lebenden Wilden betrachtet. Etwas weiter heißt es: Bei Wilden werden die an Geist und Körper Schwachen bald beseitigt, und die, welche am Leben bleiben, zeigen gewöhnlich einen Zustand kräftiger Gesundheit. Auf der anderen Seite tun wir zivilisierte Menschen alles nur Mögliche, um den Prozess dieser Beseitigung aufzuhalten. Wir bauen Zufluchtsstätten für die Schwachsinnigen, für die Krüppel und die Kranken, wir erlassen Armengesetze, und unsere Ärzte strengen die größte Geschicklichkeit an, das Leben eines jeden bis zum letzten Moment noch zu erhalten.
Etwas weiter heißt es: Hierdurch geschieht es, dass auch die schwächeren Glieder der zivilisierten Gesellschaft ihre Art fortpflanzen. Niemand, welcher der Zucht domestizierter Tiere seine Aufmerksamkeit gewidmet hat, wird daran zweifeln, dass dies für die Rasse des Menschen im höchsten Grade schädlich sein muss.
Darwins eigene Aussagen über Völker, „Rassen“ und Auslese
Also das, was insbesondere in Europa durch das Christentum gebracht wurde, all diese Armenhäuser, Altenpflegeheime, Blindenheime usw., das sei eigentlich im höchsten Grad schädlich für die Rasse.
Weiter: Es ist überraschend, wie bald ein Mangel an Sorgfalt oder eine unrecht geleitete Sorgfalt zur Degeneration einer domestizierten Rasse führt. Aber mit Ausnahme des den Menschen selbst betreffenden Falls ist wohl kaum ein Züchter so unwissend, dass er seine schlechtesten Tiere zur Nachzucht zuließe.
Es ist korrekt: Darwin hätte nicht gesagt, das ist aber gut, was Hitler tut, niemals. Aber seine Lehre liefert die Basis, um sich auf einen wissenschaftlichen Anspruch als Naturgesetz zu berufen.
In einem Brief schreibt Darwin – das ist ein Zitat aus dem Buch von Francis Darwin, The Life and Letters of Charles Darwin. Er hat Briefe von Charles gesammelt. Da heißt es auf Seite 316 in der Ausgabe von 1887:
Denken Sie daran, wie groß noch vor wenigen Jahrhunderten die Gefahr für die europäischen Völker war, von den Türken überrannt zu werden. Und wie lächerlich eine derartige Vorstellung heute ist. Die zivilisierteren sogenannten kaukasischen Rassen, zu denen gehören die weißen Europäer, die zivilisierteren sogenannten kaukasischen Rassen haben die Türken im Kampf ums Dasein völlig überwunden. Stellen wir uns die nahe Zukunft vor. Eine endlose Zahl niederer Rassen wird überall auf der Welt durch die höher zivilisierten Rassen vernichtet worden sein.
Er sieht das als den normalen Lauf der Natur.
Und in den Notizbüchern aus dem Notebook I von Charles Darwin findet man aus den Jahren 1838 bis 1839 folgendes Zitat:
Wenn zwei Menschenrassen sich begegnen, so verhalten sie sich genau so wie zwei Arten von Tieren. Sie bekämpfen sich gegenseitig, fressen sich gegenseitig, bringen sich Krankheiten usw. Aber dann kommt der entscheidende Kampf, nämlich wer die effizienteste Organisation oder den besseren Instinkt, z. B. bei Menschen, die höhere Intelligenz haben, um sich durchzusetzen.
Das schreibt Darwin.
Und wie kann er dann begründet eben solchen widerstehen, die sagen: Ja, wir berufen uns auf die Naturgesetzlichkeit? Darwin findet das vielleicht nicht so gut, aber er hat uns beigebracht, dass das dem Lauf der Natur entspricht, auch unter den Menschen.
Reiseerfahrungen, Feuerland und die Einteilung der Menschheit
Bekanntlich hatte Darwin die Gelegenheit, lange bevor er sein erstes Evolutionsbuch herausgegeben hatte, nämlich von 1831 bis 1836 mit dem englischen Vermessungsschiff Beagle eine Weltreise zu unternehmen. Hier auf der Karte sieht man die Reiseroute: zuerst von England an Afrika vorbei nach Südamerika, bis hinunter zur Südspitze von Argentinien nach Feuerland.
Und was viele nicht wissen: Damals waren zwei Feuerlandindianer mit auf dem Schiff, die schon früher von dort, von der äußersten Südspitze Amerikas, nach England gebracht worden waren. Man hatte ihnen die Gelegenheit gegeben, eine westliche, abendländische, kaukasische Bildung zu genießen. Sie kleideten sich auch wie Engländer. Dann brachte man sie wieder zurück, und kurze Zeit später, nachdem Darwin von ihnen Abschied genommen hatte, legten sie ihre abendländische Kleidung wieder ab und sprangen auf Feuerland wieder so wild herum wie ihre Stammesgenossen.
Viele in England waren damals überzeugt: Diese Menschen sind eine Vorstufe des Menschen, und wenn nicht das, dann doch ziemlich nahe daran.
Hier ein schönes Bild von Feuerland, eine wunderbare Gegend. Argentinien ist ein wunderbares Land mit so vielen Gegensätzen.
Nun, Darwin schreibt über die Indianer von Feuerland: Wenn sie nicht das fehlende Zwischenglied sind, sind sie auf jeden Fall nicht weit davon entfernt, es zu sein.
In einem Brief, da zitiere ich wieder aus dem Buch von Francis Darwin Leben und Briefe von Charles Darwin, schrieb Darwin am 11. April 1833 an Professor Henslow: Ich glaube nicht, dass irgendein Schauspiel interessanter sein kann als der erste Anblick von Menschen in ihrer ursprünglichen Wildheit. Es ist ein Interesse, das man sich nicht gut vorstellen kann, bis man es selbst erfahren hat.
Ich werde das nie vergessen: Als wir in die Good Success Bay einfuhren, der Schrei, mit welchem uns eine Partie Feuerländer empfing. Sie saßen auf einer Felsspitze, von dem dunklen Buchenwald umgeben. Wie sie ihre Arme wild um ihre Köpfe herumwarfen und ihr langes Haar flatterte, schienen sie unruhige Geister aus einer anderen Welt zu sein.
In einem Brief an einen gewissen Whitley schrieb Darwin am 23. Juli 1834 Folgendes: Ich habe aber nichts gesehen, was mich vollständiger in Erstaunen gesetzt hätte als der erste Anblick eines Wilden. Es war ein nackter Feuerländer. Sein langes Haar wehte umher, sein Gesicht war mit Farbe beschmiert. In ihren Gesichtern liegt ein Ausdruck, welcher, glaube ich, allen denen, die ihn nicht gesehen haben, ganz unbegreiflich wild vorkommen muss. Auf einem Felsen stehend, stieß er Töne aus und machte Gestikulationen, gegen welche die Laute der domestizierten Tiere weit verständlicher sind.
Gegenstimmen aus der Bibel: Würde, Mission und Einheit der Menschheit
Nun, im neunzehnten Jahrhundert war es ganz üblich, dass man die Menschheit in verschiedene Hauptrassen eingeteilt hat und diese dann wieder in verschiedene Unterrassen.
Hier die Hauptrassen: Erstens die Kaukasier, das ist die sogenannte weiße Rasse, wie man sie hier auf Bild 1 repräsentiert findet. Dann die negroide Rasse aus Schwarzafrika, weiter die mongolide Rasse, das sind die Asiaten und auch die Indianer, und viertens die australoide Rasse. Das sind die Ureinwohner von Australien, die Aborigines.
Nun, ich habe davon erzählt, wie in England die Überzeugung kursierte, die Feuerländer seien eine Vorstufe des Menschen oder nicht weit davon entfernt. Und so sei es auch da in Wien. Aber es gab auch andere Leute. Ein anderer Engländer namens Thomas Bridges war 1842 der Überzeugung: Nein, die Feuerländer gehören zu unserer Familie. Das sind richtige Menschen, die Gott liebt, so wie es in Johannes 3,16 steht. Also hat Gott die Welt geliebt, nicht nur eine bestimmte Gruppe von Völkern. Gott hat die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Und so ist Thomas Bridges mit seiner Familie nach Feuerland gegangen. Er hat Wohnsitz genommen in Ushuaia, dieser schönen Stadt, wie man sie hier heute sieht, auf Feuerland, und hat sein Leben eingesetzt für die Evangelisierung der Feuerlandindianer. Er hat zuerst die Sprache studiert und hat ein Wörterbuch aufgestellt mit 32 Wörtern. Nicht wahr, ein normaler Erwachsener bei uns hat so einen aktiven Wortschatz, sagen wir, von 8 Wörtern, das ist so das Normale. Nun, er hat natürlich kein Wörterbuch von einem Feuerländer aufgestellt, sondern für die Feuerländer hat er es hergestellt, mit 32 Wörtern. Und ihm war es ein Anliegen, diesen Menschen das Evangelium zu bringen.
Aber überhaupt sind diese Feuerländer durch den Kontakt mit den Weißen, mit England, massenweise krank geworden, und der Stamm ist heute praktisch ausgestorben. Aber einfach, um den Kontrast zu zeigen, wie ein Mensch aufgrund der Bibel ein ganz anderes Verhältnis zu den Feuerländern hatte, als Darwin selbst es aufgrund seiner Lehre hatte. Da gilt der Grundsatz aus dem Sprüchebuch der Bibel: Wie der Mensch denkt, so ist er.
Antirassismus nach 1945 und seine politischen Deutungen
Nun, im zwanzigsten Jahrhundert wurden die Ideen von Darwin enthusiastisch aufgenommen. Das geschah nicht erst im Zweiten Weltkrieg im Zusammenhang mit Hitler, sondern schon im Ersten Weltkrieg war die militärische Führung in Deutschland stark rassistisch vom Gedanken der Evolutionslehre geprägt. Das muss man wissen, denn das hat bereits im Ersten Weltkrieg eine ganz wichtige Rolle gespielt.
Und das galt nicht nur für Mitteleuropa, sondern ging auch darüber hinaus. Es gab im zwanzigsten Jahrhundert auch einen Mann, der ein Priesterseminar besucht hatte. Bis er schließlich das Buch Die Entstehung der Arten von Charles Darwin las, hängte er sein Studium an den Nagel und wurde Stalin. Im Namen des Kommunismus und Sozialismus ließ er Abermillionen von Menschen umbringen. Auch hier ist eine direkte Verbindung zur Lehre von Darwin zu sehen.
Da kann jemand noch so gut sagen: Aber Darwin hätte das nicht gutgeheißen. Ja, natürlich nicht. Aber er hat die angeblich wissenschaftliche Basis dafür gegeben, dass das Leben nun einmal so ist, dass der Stärkere sich mit seiner Intelligenz gegen den Schwächeren durchsetzt und andere zum Verschwinden bringt. Und so war das auch mit Hitler: Er stützte sich auf diese Lehre. So wurden im Nazi-Europa in den Jahren 1938 bis 1945 sechs Millionen Juden vernichtet, eine unglaubliche Katastrophe.
Das hat nach 1945 eine ganz bedeutende Wende im Denken im Zusammenhang mit Rassismus gebracht. Das ist die Zeit, in der diese Gedanken des Antirassismus aufgekommen sind. Was sind die Gründe des heute verbreiteten Antirassismus? Ein erster Grund war der Schock, den wir in Europa und Amerika, ja überhaupt weltweit, über die Gräueltaten der Nazis erlebt haben, als 1945 diese Konzentrationslager geöffnet wurden und man den Schrecken in seinem ganzen Ausmaß nachvollziehen konnte. Das hat zu einem ganz bedeutenden Umdenken in Sachen Rassen geführt.
Aber man muss sehen: Da sind auch andere Gedanken mit daran beteiligt. Diese Gräuel der Nazis werden in der politischen Propaganda der Linken verwendet, um ihre Gegner schnell zu erledigen. Aber das ist eigentlich ein politischer Missbrauch. Weiter muss man sagen: Diese Propaganda führte in den vergangenen Jahrzehnten auch dazu, von den Gräueltaten der Kommunisten abzulenken.
Es ist gut, dass wir in den Schulen gründlich lernen, was in der Nazizeit geschehen ist, damit diese Dinge nicht vergessen werden. Und wer in Israel war, der muss unbedingt Yad Vashem besuchen, diese Gedenkstätte der Shoah, der Judenvernichtung. Das ist so eindrücklich. Ich werde immer depressiv, wenn ich dort bin, also nicht im medizinischen Sinn, aber das ist so schrecklich. Es ist aber heilsam, diese Dinge wirklich zu kennen.
Das Interessante ist jedoch, dass die Linken gleichzeitig die Gräueltaten der Kommunisten und Sozialisten nicht aufarbeiten. Das ist gar nicht so bekannt, was in der Sowjetunion geschehen ist, was in Osteuropa geschehen ist und auch begründet mit dem Darwinismus, mit der Evolutionslehre.
Missbrauch des Antirassismus und die Frage nach dem Menschenbild
Und dann wird eben auch der Antirassismus im Kampf gegen Vaterlandsliebe und Nationalismus verwendet. Vaterlandsliebe ist nicht Rassismus, aber sie wird benutzt, um Vaterlandsliebe in eine falsche Ecke zu stellen.
Dazu kommt, dass es linke Kräfte gibt, die es auch öffentlich gesagt haben. Ich kann die Zitate liefern, dass man eine bewusste Überfremdung Europas haben möchte. Und das Ziel ist ganz offensichtlich, die christliche Ethik im Abendland zu zerstören.
Weiter wird der Antirassismus auch im Kampf zugunsten von Homosexualität usw. gebraucht. Also werden Dinge, die die Bibel als Sünde bezeichnet, heute durch die Antirassismusbewegung so behandelt, dass diejenigen, die diese Dinge nach der Bibel verurteilen, in die Ecke der Rassisten gestellt werden. Und das ist ein Missbrauch von dem, was wir alle seit 1945 aus der Geschichte gelernt haben.
Man sieht in diesen ganzen Bewegungen auch eine unerhörte Inkonsequenz. Man hätte ja jetzt die Gelegenheit gehabt, die Evolutionslehre in ihrer Wirkung und auch in ihrer wissenschaftlichen Begründung zu hinterfragen. Und man hätte genügend wissenschaftliche Gründe gehabt, um die Evolutionslehre aus den Fundamenten auszuheben. Aber das ist genau nicht geschehen. Die gleiche Lehre wird heute weiter verbreitet. Evolutionslehre sei eine Tatsache.
Interessant ist auch, dass gerade linke Kreise, die sich im Zusammenhang mit Antirassismus einsetzen, auch gegen die kämpfen, die für das Leben sind, denn sie behaupten, Abtreibung sei ein Recht. Aber was ist Abtreibung? Das ist ja etwas, das wir genauso begründet in den Bereich des Rassismus stellen können, weil hier Schwächere einfach übergangen werden, da sie nicht reden können.
Die UNO sagt, jährlich werden weltweit 40 Millionen Babys abgetrieben. Seit der Liberalisierung der Abtreibung ab 1973 in den USA und danach in europäischen Ländern sind bis heute über eine Milliarde Babys umgebracht worden. Und da spielt die Evolutionslehre auch eine ganz wichtige Rolle.
Rassismus als alte Sünde und die kulturellen Wurzeln Europas
Ich habe noch vor kurzem mit einem Präsidenten einer Sektion der Freidenker in der Schweiz gesprochen. Ich nenne den Namen nicht, das ist ja auch nicht wichtig. Da habe ich gesagt: Ja, und was ist mit Abtreibung? Ja, quasi: Wer kann da sagen, dass das schon ein Mensch ist?
Aha, da haben wir es! Die Evolutionslehre hat eben auch mitgeholfen, dass man diese Lehre verbreitet hat: in der Entwicklung im Mutterleib von der befruchteten Einzelle bis zur Geburt. Da mache der Mensch nochmals die Evolution durch, vom Einzeller über das Fischstadium usw. Obwohl das wissenschaftlich ein völliger Unfug ist und auch weltweit von Evolutionisten anerkannt wird, dass es Unfug ist, sind diese Gedanken immer noch da. Ja, ist das wirklich ein Mensch?
Und da sehen wir, wie der Mensch denkt, so ist er. Rassismus gibt es nicht erst seit Darwin, das hat Stephen Jay Gould auch ganz klar gesagt. Aber in der Folge von 1850 wurde er eben sehr, sehr viel stärker. Aber der Rassismus ist so alt, wie der sündige Mensch auf Erden ist. In Jeremia 17 lesen wir, dass das Herz des Menschen arglistig ist und verderbt. Wer kann es erkennen? Das äußert sich unter anderem eben in Überlegenheitsempfinden gegenüber dem Anderen.
Bei den alten Griechen war das so. Die alten Griechen fühlten sich gegenüber den anderen Stämmen überlegen, kulturell überlegen. So wurden die anderen Völker genannt, die Nichtgriechen: Barbaren, griechisch Barbaros. Woher kommt das Wort? Nun, es ist ein lautmalerisches Wort. So kam es ihnen vor, so tönt es, wenn die Barbaren sprechen. Ja, die eben keine Kultur haben, die lallen so.
Und die Römer haben diese Sichtweise der alten Griechen übernommen. Sie fühlten sich überlegen gegenüber den Barbaren und sie hatten auch ein Sendungsbewusstsein, ihre Kultur den Barbaren zu bringen. Und wir müssen sehen: Europa wurde in den vergangenen zweitausend Jahren nicht nur durch die Bibel geprägt, sondern ganz stark durch die griechische und römische Kultur.
Gerade die katholische Kirche hat griechisches Denken, griechische Philosophie mit der Bibel vereinigen wollen. In den ersten tausend Jahren ganz besonders im Zusammenhang mit Plato, in der zweiten Jahrtausendhälfte in Verbindung mit Aristoteles. Ja, und dieser Aristoteles zum Beispiel hat ja dieses rassistische Denken der Griechen aufgenommen in seiner Philosophie, das diesen Unterschied macht zwischen den primitiven Barbaren und den Zivilisierten. Und so überrascht es nicht, dass dieses Denken in Europa auch durch die Jahrhunderte hindurch neben dem christlichen Denken vorhanden war.
Der Missionsauftrag und die weltweite Ausbreitung des Evangeliums
Aber durch das Christentum kam dennoch eine ganz wesentliche Veränderung in die griechische und römische Kultur hinein.
Der Herr Jesus hat nach seiner Auferstehung auf dem Ölberg seinen Jüngern den Missionsauftrag gegeben. Apostelgeschichte 1,8: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.
Der Herr Jesus gab seinen Nachfolgern den Auftrag, allen Menschen bis an die Enden der Erde das Evangelium zu bringen, also auch nach Feuerland, auch bis zu den Eskimos in Alaska, auch bis nach Tasmanien und Neuseeland, ja, bis an das Ende der Erde. Das Evangelium ist da für alle Menschen bis an die Enden der Erde.
In seiner Ölbergrede, am Dienstag vor Karfreitag, hat der Herr Jesus prophetisch erklärt, was geschehen wird, bis er wieder zurückkehrt. In Matthäus 24,14 sagt er: Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
Er sagt, er werde nicht als König der Welt zurückkehren, bevor nicht alle Nationen der Erde, er sagt nicht alle Menschen, nicht alle Stämme, nicht alle Völker, aber alle Nationen, griechisch Ethnoi, das ist die größte soziale Einheit, das Evangelium gehört haben. Dann kommt das Ende.
Heute, im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert, wurde das erst richtig Realität, dass gleichzeitig allen Nationen der Welt das Evangelium gebracht wird. Und die Bibel und Bibelteile sind in über 2500 verschiedenen Sprachen übersetzt, und auf CD gibt es Evangeliumsbotschaften in etwa sechstausend Sprachen und Dialekten.
Also die Bibel macht klar: Das Evangelium ist für alle Menschen. Gott meint alle Menschen und alle Völker und alle Stämme dieser Welt.
Nochmal, so wie der Herr Jesus in diesem Gespräch nachts mit Nikodemus, einem der obersten Richter Israels, gesagt hat, Johannes 3,16: Denn also hat Gott die Welt geliebt. Er sagt nicht: Also hat Gott Israel geliebt. Das stimmt auch. Aber er sagt: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Und es geht nicht pauschal darum, dass Gott die Menschheit liebt, sondern den Einzelnen. Darum steht hier, dass jeder, jeder einzelne Mensch, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Das Heil kommt nicht automatisch. Der Einzelne muss sich bekehren und muss das Evangelium annehmen, glauben und seine persönliche Schuld im Gebet Gott bekennen und bereuen. Aber dann bekommt er ewiges Leben.
Gott hat das Höchste gegeben für diese Welt, seinen Sohn. Etwas Höheres hatte er gar nicht. Und wir sehen, wie das Christentum von Anfang an eine völlige Veränderung gebracht hat.
Die Gemeinde als neue Einheit jenseits von Herkunft und Stand
Die ersten Menschen, die an Jesus Christus als ihren Retter geglaubt haben, waren alles Juden. Sie versammelten sich, wie die Apostelgeschichte beschreibt, in der Säulenhalle Salomos. Das war diese Halle des Tempels, die entlang der Ostmauer lag, die man heute noch sieht, in Ostjerusalem auf dem Tempelplatz, angesichts des Ölbergs, wo der Herr Jesus den Auftrag zur Weltmission gab. Dort kamen die ersten Christen jeden Tag zusammen, Apostelgeschichte 2, Apostelgeschichte 5.
Aber dann wurde die Frohe Botschaft auch in Judäa verkündet, dann in Samaria und weiter auf dem Weg bis ans Ende der Welt. So kamen Menschen aus allen möglichen Völkern zum Glauben. Sie wurden alle vereinigt in dem, was der Herr Jesus in Matthäus 16 als etwas ganz Neues ankündigt: die Ekklesia, die Gemeinde. Das umfasst alle wahren Gläubigen seit Pfingsten in Apostelgeschichte 2 bis er wiederkommt für die Gemeinde bei der Entrückung.
Paulus sagt in Kolosser 3,11: Wo nicht Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, Barbar, Sküte, Sklave, Freier ist, sondern Christus alles und in allen. Das heißt also ganz klar: Das Evangelium hebt die Unterschiede vor Gott auf. Es ist nicht bedeutsam, ob man griechischer Abstammung und Kultur ist oder ob man eine jüdische Linie hat. Es kommt nicht darauf an, ob man ein Barbar ist, der angeblich nur barbarisch lebt. Und dann wird hier erwähnt: Sküte.
Die Sküten waren ein ganz besonders wildes Barbarenvolk zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, besonders auch im Gebiet der heutigen Ukraine, ja, das unter uns mal gesagt. Das macht überhaupt keinen Unterschied. Die Skyten gehören genauso dazu, und vor Gott ist das kein Unterschied. Das war ein sehr bekanntes kriegerisches Volk. Aber durch Christus werden sie alle neu. Auch die sozialen Unterschiede, ob jemand ein Sklave ist oder ein Freier, spielen keine Rolle. Ein Freier schaut nicht auf einen Sklaven herab. Wir sind alle gleich vor Gott.
So sagt Paulus auch in Römer 3,23: Denn es ist kein Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden. Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes. Aber dann sagt er weiter: Und sie werden umsonst gerechtfertigt, gerecht gesprochen, durch den Glauben, durch den Glauben an Jesus Christus. Das ist revolutionär für das antike Denken. Sie gehören alle zusammen, und sie feiern alle zusammen Abendmahl und betrachten sich als wirkliche Brüder und Schwestern im Glauben. Wunderbar, nicht wahr?
Erlösung aus jedem Volk und die Würde des Menschen
In Offenbarung 5,9 sah Johannes in der Vision in den Himmel. Er sah dort die erlösten Menschen, dargestellt in den vierundzwanzig Ältesten. Das steht in Offenbarung 5,9. Sie singen ein neues Lied und beten Jesus Christus an: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott erkauft durch dein Blut aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation. Und du hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen.
Hier wird ganz klar ausgedrückt, dass einmal aus jedem Stamm Menschen erlöst sein werden, nicht nur aus jeder Nation. Aus jedem Stamm und aus jeder Sprache. Heute zählt man unter sechs verschiedene Sprachen, die noch gesprochen werden, ohne die Dialekte zu zählen. Und hier steht: Aus jeder Sprache, jedem Volk und jeder Nation werden Menschen erlöst sein. Nicht alle Menschen, sondern nur die, die umkehren und zu Christus kommen. Aber es werden aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen Menschen sein. Und sie werden alle den Stand von Königen haben, Könige und Priester vor Gott, unabhängig davon, ob sie Barbaren sind oder Sküten oder Feuerländer oder Tasmanier.
Das Evangelium verleiht allen Menschen Würde, die an Jesus Christus glauben. Und sie haben als Menschen nach der Bibel bereits Würde, weil sie von Adam und Eva abstammen, die im Bilde Gottes geschaffen worden sind, 1. Mose 1,27.
Übergang zum zweiten Teil: Genetik, Vererbung und Unterschiede
Wir kommen jetzt zu Teil zwei: Rassen, woher? Auch da beachte ich aber den Begriff „Rassen“ in Anführungsstrichen. Das wird bald klar werden, warum ich dieses Wort so speziell behandle.
Ich denke, die meisten von uns wissen, dass unser Erbgut sich in unseren Körperzellen befindet, und zwar im Zellkern. Dort gibt es ein Molekül, das heißt DNS, Desoxyribonukleinsäure. Darauf ist unser Erbgut in einer Codeschrift programmiert.
Dieses Molekül hätte, wenn man es auseinanderrollen würde, eine Länge von einem Meter. Das ist sensationell, so etwas. Ein Molekül von einem Meter Länge – das ist das längste Molekül, das es überhaupt gibt. Und es gibt dort vier verschiedene Buchstaben, das wissen wir erst seit der Zeit ab 1953. Denn da wurde das wirklich entdeckt und ans Licht gebracht.
Es sind vier kleinere Moleküle, die die Wirkung oder die Bedeutung eines Buchstabens haben. Je nachdem, wie diese Moleküle auf diesem langen DNS-Strang angeordnet sind, bedeutet das etwas anderes. Man könnte also sagen: vier Buchstaben, A, B, C, D. Und diese vier Buchstaben sind immer in Dreiergruppen angeordnet und wirken also wie ein Code.
Nicht wahr, wir kennen das vom Morsen her. Mit Strich und Punkt und natürlich Leerzeichen kann man alles ausdrücken, kann man alles sagen. Aber hier haben wir einen Code mit vier Zeichen, eben A, B, C, D. Und man könnte sich auch einen Code vorstellen, nur mit zwei Zeichen. Morse hat zwar drei, aber Computer sind grundsätzlich auf zwei Zeichen aufgebaut, null und eins, ja? Und so kann man alles sagen.
Man hat herausgefunden, dass das idealste Speichersystem, um zu kodieren, das System in der DNS mit vier Zeichen ist. Da kann man die höchste Information auf kleinstem Raum unterbringen. Also mit höherer Mathematik kann man sehr zeigen: Das ist das absolute Optimum. Genau das finden wir.
Vererbung, Mutterlinie und Vaterlinie
Wir haben also in unserem Erbgut drei Milliarden Buchstaben. Das braucht es, um den Bauplan aufzuzeichnen, damit ich eben ein Mensch bin und nicht ein Krokodil. Auch nicht eine Bohne, die hat wieder eine andere Kodierung. Aber eben: Ich bin ich, ich bin nicht Sie.
Das heißt, von Mensch zu Mensch haben wir ganz kleine Unterschiede in unserem DNS-Molekül. Und zwar sind das Unterschiede von 0,2 von einem Durchschnittsmenschen zum anderen. Nehmen wir also einen durchschnittlichen Engländer und einen durchschnittlichen Schweizer: Der Unterschied ist 0,2. Aber auch wenn wir einen durchschnittlichen Aborigines aus Australien und einen durchschnittlichen Europäer oder Amerikaner, weiße Amerikaner, nehmen, dann ist das etwa 0,2 Unterschied.
Dieses ganze Molekül ist in unseren Zellen, in unseren Körperzellen, doppelt angeordnet. Also sind zwei Stränge aneinander. Die eine Hälfte haben wir von unserer Mutter bekommen und die andere Hälfte vom Vater. Und indem eben das Erbgut beider Eltern zusammengemischt wird, gibt es immer wieder so eine neue schöne Mischung, ja?
Und wir sind keine Klone. Gäbe es nur einen, wären wir Klone. Also wenn die Mutter einfach keinen Vater bräuchte, um Kinder zu haben, dann wären wir einfach Klone der Mutter. Aber so wird jeder Mensch eben anders.
Es gibt zwar zwei relativ kleine Abschnitte, die stammen nie von beiden, die werden nie zusammen gemischt, mindestens normalerweise nicht. Das ist ein Abschnitt des DNS-Moleküls in den Mitochondrien. Das sind Energiemaschinen, kann man sagen, in den Zellen. Und dort gibt es ein kurzes Stück DNS. Die mitochondriale DNS wird nur von der Mutter weitergegeben, an ihre Töchter und auch an ihre Söhne. Da wird aber nie gemischt, und darum kann man über dieses Stück die Mutterlinie zurückverfolgen bis auf die Urmutter der Menschheit.
Man kann auch das Urvolk bestimmen vor dreitausend Jahren dadurch, weil in diesem Abschnitt gibt es natürlich, wie das in der Biologie üblich ist, immer wieder kleine Veränderungen. Man sagt Mutationen. Das kann durch Strahlung kommen, kosmische Strahlung, das kann durch Chemikalien kommen usw. Aber man hat das sehr genau untersucht und kann jetzt all diese Mutationen zusammenfassen zu einem Muster. Und so hat jedes Volk ein anderes Muster. Oder jede Menschengruppe hat verschiedene Muster, und so kann man eben das Urvolk bestimmen.
Man kann auch bestimmen, wenn man das von zwei Leuten, zufällig aus dem Publikum herausgegriffen, vergleichen würde, wie eng oder wie weit weg die verwandt sind, eben aus diesem Muster der Mutationen drin.
Und dann gibt es zweitens noch diesen Abschnitt im Y-Chromosom. Und das gibt ja der Vater seinen Söhnen weiter. Das haben die Frauen nicht, denn die sind XX und der Mann ist XY. Also jeder Mann hat das Y von seinem Vater. Und dadurch, durch Untersuchung dieses Abschnittes, kann man die Vaterlinie zurückverfolgen.
Und auch über das Mutationsmuster kann man dann sagen: Ah, dieses Muster entspricht den Helvetiern, der kommt von den Helvetiern her. Oder nein, das ist kein Helvetier, das ist ein Phönizier, der geht auf die Kananiter zurück im Libanon. Da kann man Überraschungen erleben. Als normaler Schweizer lässt man sich untersuchen bei Igenea und stellt fest: Wow, mein Urvolk waren Phönizier aus dem Libanon.
Wir machen an dieser Stelle Pause, eine Viertelstunde, und dann werden wir ganz interessante Schlussfolgerungen ziehen können.
Hautfarbe, Melanin und die sichtbaren Unterschiede
Woher kommt es, dass gewisse Leute so braun werden und andere kaum? Warum gibt es Menschen, die wirklich eine schwarze Haut haben, und andere, die ganz weiß sind?
Nun, das hängt mit einem Farbstoff zusammen, der in den Hautzellen produziert wird. Melanin heißt dieser Farbstoff, der hauptsächlich für die Hautfarbe verantwortlich ist. Wenn ein Mensch in seinen Zellen sehr viel Melanin bildet, dann wird seine Haut dunkel. Wenn jemand sehr wenig Melanin produzieren kann, dann hat er eben eine ausgesprochen helle Haut. Dazwischen gibt es alle Abstufungen.
Aber es gibt nicht einen eigenen Farbstoff für rote Haut. Zwar gibt es rote Haut, doch eigentlich ist sie braun. Es ist derselbe Farbstoff Melanin, der für die Hautfarbe der Indianer verantwortlich ist, und auch für die sogenannte gelbe Hautfarbe bei Chinesen. Aber ist sie wirklich gelb? Es ist eben eine bestimmte Art von Bräune. Und es ist derselbe Farbstoff.
Auch bei uns Weißen, die im Sommer manchmal ziemlich dunkel werden können, durch die UV-Strahlung, die die Produktion anregt, gibt es Unterschiede. Wir produzieren unterschiedlich viel Melanin. Aber grundsätzlich ist es immer derselbe Farbstoff.
Das, was äußerlich so ins Auge springt, der Unterschied zwischen einem Schwarzafrikaner und einem Europäer, ist in Wirklichkeit eine kleine Sache in der Haut, nämlich wie viel Melanin produziert wird. Und woher haben wir die Information, wie viel bei uns produziert wird? Das kommt von unseren Eltern. Wenn jemand einen Vater oder eine Mutter hat, die sehr viel Melanin produzieren können, und das in ihrem Erbgut so programmiert ist, dann gehört das eben zu diesen kleinen Unterschieden von Mensch zu Mensch. Dann wird man eine dunkle Haut haben.
Und wenn man Eltern hat, die diese Information nicht haben, dann wird man eine helle Haut haben, oder alle Abstufungen dazwischen.
Schutzfunktion, Albinos und die Wirkung der Vererbung
Nun ist dieses Melanin sehr wichtig im Zusammenhang mit Sonnenstrahlung. Wie gesagt, die UV-Strahlung regt die Bildung von Melanin an. Dieses Melanin hat jedoch die Eigenschaft, diese gefährliche Energie der UV-Strahlen in eine ungefährliche Energie umzuwandeln, und zwar zu 99,9 Prozent. Das ist ein ganz effektiver Schutz gegen Hautkrebs.
Albinos sind Menschen, die überhaupt kein Melanin produzieren können. Das gibt es natürlich auch bei diesen Völkern, die durch eine sehr dunkle bis schwarze Hautfarbe gekennzeichnet sind. Hier auf dem Bild sieht man eine Gruppe von Aborigines und daneben ein Albino-Kind bei ihnen. Das sieht doch wie eine Europäerin aus, nicht wahr?
Der Unterschied ist, wie gesagt, sehr klein. Aber wir sehen: Wenn ein Schwarzer eine Weiße heiratet, dann gibt es Mulattenkinder. Diese können dann in der nächsten Generation ganz unterschiedlich aussehen, in Anführungsstrichen, als verschiedene Rassen. Ein Kind ist deutlich weiß, ein anderes hat ein mittleres Braun, und ein anderes Kind ist wirklich schwarz.
Also können in einer Generation so verschiedene Rassen entstehen. Das hängt einfach damit zusammen, wie diese kleinen Unterschiede im Erbgut von den Eltern her vorgesehen, also programmiert, sind.
Genetische Forschung und die Einheit der Menschheit
Die moderne Genetik hat seit 1970 enorme Fortschritte gemacht. Merken Sie sich: Die Genetik ist auf unserer Seite, wir, die wir an die Bibel als Gottes Wort glauben.
Die moderne Genetik hat gezeigt, dass der Unterschied im Erbgut zwischen zwei zufällig ausgewählten Menschen aus aller Welt nur 0,2 beträgt. Das war eine enorme Überraschung für die Evolutionisten. Damit hatten sie nicht gerechnet. Man hätte viel größere Unterschiede annehmen müssen, wenn Darwin recht hätte, etwa dass die Feuerländer das fehlende Zwischenglied seien oder zumindest nicht weit davon entfernt.
Und nun noch eine weitere, noch größere Überraschung: Der Unterschied im Erbgut bezüglich der sogenannten Rassenmerkmale beträgt circa 0,012. Das heißt etwa ein Zwanzigstel von dem, was überhaupt einen Menschen, einen Durchschnittsmenschen, von einem anderen unterscheidet. Ein Zwanzigstel dieses Unterschieds ist verantwortlich für die sogenannten Rassenmerkmale. Das heißt, dieser Unterschied ist im Erbgut effektiv minimal.
Eben, es fällt auf, als ob es etwas sehr Bedeutsames wäre, aber im Erbgut selbst ist das, was so stark sichtbar ist, ein sehr kleiner Unterschied. Er ist minimal, und ich möchte sagen: Er ist banal. Und das war natürlich eine Riesenüberraschung für die Evolutionisten.
Denn was folgt daraus? Wir sind weltweit eine Familie! Aber das wussten wir ja schon immer aus der Bibel. Ich mag mich aber noch erinnern: Auf dem Gymnasium, in der Mathematikstunde, da kam es irgendwie auf Adam und Eva. Und der Mathematiklehrer damals, vor über dreißig Jahren, fragte einen Schüler sehr verächtlich: Glaubst du noch an Adam und Eva?
Ja, wir sind weltweit eine Familie. Und der Apostel Paulus sagte ja in seiner Rede auf dem Areopark in Athen in Apostelgeschichte 17,26: Und er hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat.
Die Bibel macht klar: Wir sind eine Familie.
Bildvergleiche, Augenformen und weitere genetische Details
Hier ein interessantes Bild. Das Bild Nummer eins entspricht einem Afrokaribier, also einer Person mit Vorfahren aus Afrika in der Karibik. Bild zwei ist ein Europäer. Man sieht, die Hautfarbe ist anders, auffällig anders. Auch die Nasenform ist anders, und die Lippen sind anders.
Dann haben wir Bild drei. Da sehen wir, dass die Nase auch anders ist als bei Bild eins, ein bisschen anders. Und die Augen sind sogenannte Mandelaugen. Auch die Lippen sind anders als bei eins, aber nicht so stark abweichend von eins wie eins und zwei.
Und Bild vier entspricht einem Westasiaten.
Allerdings ist dahinter noch Folgendes versteckt: Das ist dieselbe Person, aber der Computer macht es möglich, dass man einfach die Augen ein bisschen ändert, die Hautfarbe ein bisschen ändert, die Lippenform etwas ändert. So kann man mit sehr wenig Aufwand in der Bildbearbeitung jede beliebige, in Anführungszeichen, Rasse herstellen.
Nun, was auch sehr ins Auge fällt bei Unterschieden von Völkern, das sind zum Beispiel diese typischen Mandelaugen bei den Asiaten, wie man das hier im Bild sieht. Was ist eigentlich da der Unterschied? Er ist ganz minimal, ich möchte sagen banal. In der Augenlidfalte befindet sich bei dem Asiaten etwas mehr Fettschicht als bei einem europäischen Auge. Und darum kommt dann das Lid so über das Auge hin, dass es dann aussieht wie eine Mandel.
Aber es ist im Erbgut ein extrem kleiner Unterschied. Und es gibt auch Europäer, die haben Mandelaugen. Aber die müssen nicht denken: Oh, wenn ich mein Erbgut für etwas mehr als hundert Franken bei Igenea untersuchen lasse, dann stellt sich heraus, dass ich vielleicht vor zehn Generationen Asiaten im Stammbaum habe. Nein, das ist üblich, dass das unter Europäern vorkommt.
Wir haben auch eine solche Tochter. Sag einfach nicht welche. Aber sie hat keine asiatischen Spuren, und sie ist auch nicht im Spital verwechselt worden.
Ja, hier nebeneinander das sogenannte kaukasische Auge und das Mandelauge. Aber der Unterschied ist eben bei dem europäischen Auge: Da hat es im Augenlid, in der Falte drin, ein bisschen weniger Fett. Sonst würde es sich so über das Auge hinweg falten. Zwar sehr ins Auge springend, aber der Unterschied ist minimal, banal.
Mitochondriale Eva, Y-Chromosom und die biblische Chronologie
Ich habe ja bereits erklärt, dass das Erbgut von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird, die eine Hälfte von der Mutter, die andere Hälfte vom Vater. Es gibt dabei aber zwei kleine Ausnahmen.
Das Y-Chromosom wird immer vom Vater auf den Sohn weitergegeben. Dort gibt es keine Durchmischung. Darum eignet sich gerade dieser Abschnitt so gut, um die Abstammung auf der direkten Vaterlinie zu erforschen. Dasselbe gilt für diesen Abschnitt des DNS- oder DNA-Moleküls. DNA ist einfach die englische Bezeichnung, DNS die deutsche.
Die mitochondriale DNA, also dieses Stück in den Mitochondrien, wird normalerweise immer von der Mutter weitergegeben. Auch hier gibt es Ausnahmen. Ebenso gibt es beim XY-System seltene Ausnahmen beim Menschen. Aber im Normalfall ist es eben so: Der Mann ist XY, die Frau ist XX, und die mitochondriale DNA wird von der Mutter auf Söhne und Töchter weitergegeben.
Nun hat man diese Forschung weitergetrieben und dieses Mutationsmuster weltweit bei Menschen verschiedenster Volksgruppen genau untersucht. So konnte man die Spur der ältesten gemeinsamen Mutter der heute lebenden Menschheit finden.
1987 wurde eine Forschungsarbeit von einem Team der Berkeley University veröffentlicht. Sie berechneten, dass die letzte gemeinsame Mutter der ganzen Menschheit, Eva in Anführungszeichen, vor 200.000 bis 100.000 Jahren gelebt habe. Für Evolutionisten ist das natürlich gestern. Die mitochondriale Eva, von der man in den vergangenen Jahren in den Medien viel gehört hat, ist also die letzte gemeinsame Mutter aller heute lebenden Menschen.
Was ist das? Jetzt ist wieder gut, oder? Und hört man mich immer noch? Ja, jetzt ist gut.
Aber in der Wissenschaft macht man Fortschritte. 1997 wurde eine neue Forschungsarbeit veröffentlicht mit dem Titel „A High Observed Substitution Rate in the Human Mitochondrial DNA Control Region“, von Parsons, Thomas und anderen, veröffentlicht in Nature Genetics, einer weltweit anerkannten Wissenschaftszeitschrift. Ich habe hier auch für die, die dann im Internet die PowerPoint herunterladen, bei Edition Nehemiah die Internetadresse hingeschrieben, damit man dem nachgehen kann.
Dort stellte man fest: Die Rate, mit der über die Generationen Mutationen in der mitochondrialen DNA entstehen, ist zwanzigmal höher, als man bisher angenommen hatte. Das heißt also, wir müssen diese 200.000 oder 100.000 Jahre zwanzigmal zusammenstauchen. Dann kommen wir zur letzten gemeinsamen Mutter der Menschheit. Das ergäbe ein vernünftiges Datum für Eva in Anführungszeichen: vor 6.500 Jahren.
Das ist natürlich eine Überraschung, die für die Evolutionslehre schockierend ist, denn dadurch geht das ganze evolutionistische Geschichtsbild zugrunde. Ja, und die Bibel sagt: Wenn man die biblische Chronologie ganz streng durchrechnet und alle Zahlen wirklich ernst nimmt, ohne sie zu verändern, dann ist Eva vor 6.131 Jahren entstanden. Die letzte oder überhaupt die gemeinsame Mutter der Menschheit.
Ja, also was die Genetik heute uns nahelegt, führt uns durch empirische Forschung genau in den biblischen Zeitrahmen hinein.
Haplogruppen, Völkerwanderung und die Ausbreitung nach der Sintflut
Was sagen dann Evolutionisten zu so etwas? Die sagen: Ja gut, überhaupt muss man ja auch noch unterscheiden. Das heißt nicht, dass es vor 6500 Jahren nur diese Frau gab. Es hat sicher noch etwa zehn andere Frauen gleichzeitig gegeben, aber all diese Abstammungslinien sind ausgestorben. Es gibt einfach nur noch diese.
Aber ich muss sagen: Wenn die Aborigines so verwandt sind mit den Europäern und auch die Schwarzafrikaner und die Indianer in Südamerika, dann bedeutet das, dass die letzte gemeinsame Mutter vor etwa 6500 Jahren gelebt hat. Das ist echt ein Problem.
Und die Genforschung macht es möglich. Man sieht also nicht nur die letzte gemeinsame Mutter der ganzen Menschheit, sondern man sieht auch, wie im Lauf der Zeit danach verschiedene Mutationsmuster entstanden sind. So teilt man die Menschen heute in Haplogruppen ein. Das sind, kann man sagen, wie bei einem Busch oder bei einem Baum die verschiedenen Zweige. Die letzte gemeinsame Mutter wäre die Wurzel, und dann verfolgt man die verschiedenen Stämme.
So gibt es verschiedene Haplogruppen. Das sind Untergruppen der Menschheit, die alle miteinander eng verwandt sind, also von derselben Familie. Man sieht in Afrika bei der Mutterlinie sehr verbreitet die Haplogruppe L, die man aufteilt in L1, L2, L3, sogar L4, L5, L6, ja? Und man sieht im Nahen Osten die Haplogruppe J, aber auch R, H, V, T, U usw., die aber mit L zusammenhängt. Die Urhaplogruppen sind also L, M, N und sogar R. Daraus entstehen dann die verschiedenen weiteren Haplogruppen wie A, B, C und so weiter.
Dadurch kann man eben ein Schema aufzeichnen, wie sich die Menschheit auf den fünf Kontinenten, über die fünf Kontinente hinweg, ausgebreitet hat, nicht wahr? Und das führt zu dieser Karte. Das ist also eine Karte, wie sie von Evolutionisten heute vertreten wird. Und man sieht, was da die Pfeile zeigen, wie sich die Menschheit verteilt hat. Das entspricht ja sehr naheliegend dem, was wir aus der Bibel wissen. Die ganze Menschheit geht auf Noah und seine Familie zurück, und die haben sich dann vom Nahen Osten aus über alle Kontinente hinweg ausgebreitet.
Allerdings herrscht bei den Evolutionisten das Vorurteil, der Ursprung müsse in Afrika gewesen sein, ja. Aber das ist ja nicht einmal so weit weg vom Nahen Osten, dieser Unterschied. Sonst sind wir uns da schön einig. Es ist sensationell. Es ist genau das, was die Bibel uns sagt, wie die Menschheit nach der Sintflut bevölkert wurde.
Völkertafel, Sprachverwirrung und die biblische Sicht der Weltgeschichte
Hier noch eine andere Karte, auf der man die Haplogruppen noch besser sieht. Man erkennt nochmals diese L123 in Schwarzafrika, dann N und M im Nahen Osten. Von dort aus, also von N und M aus, gehen dann die europäischen Haplogruppen hervor, ebenfalls aus dem Nahen Osten, wie H, U, X, T, U, V, W, I, J, K usw.
Und dann bei den Asiaten zuerst M, B, F im näheren Bereich. Aus diesen heraus kommen dann die Haplogruppen A, C, D. Und man sieht bei den Indianern von Amerika, dass sie sehr verbreitet A, B, C haben, bis hinunter nach Südamerika. Das zeigt, dass es tatsächlich richtig ist zu sagen, dass die Indianer sehr eng verwandt sind mit den Asiaten. Es ist also sehr naheliegend, dass zumindest ein Weg der Ausbreitung über die Beringstraße ging, von Ostasien nach Alaska, und von dort aus wurde ganz Amerika besiedelt. Aber man kann eben auch an Ausbreitungen über das Meer denken.
Ja, also zum Beispiel meine Mutter, die hat die Haplogruppe H, die eben typisch ist für Nahen Osten und Europa, zurückgehend auf die Urmenschheit nach der Sintflut. Und das ist jetzt eine Karte, die ein ganz wenig korrigiert ist gegenüber der evolutionistischen Auffassung mit dem Vorurteil der Out-of-Africa-Theorie. Die Menschheit kommt aus Afrika, und es gibt da auch starke Argumente gegen diese Auffassung. So sehen wir: Der Ausgangspunkt ist Babylon hier, und von daher kommt die Ausbreitung der Menschen. Diejenigen, die nach Afrika gingen, wie die Bibel das berichtet, gingen über Mitzraim und Kusch nach Afrika.
Und wir sehen: In Afrika verbreitet sich diese, ganz besonders diese Haplogruppe L. Dann verbreiten sich eben von N und M aus die anderen Haplogruppen nach Europa, nach Asien und von dort, von Asien aus, nach Australien und Amerika. Das ist fantastisch, dass die moderne Wissenschaft gezwungen wird, aufgrund von Dingen, die man nicht einfach durch Spekulation erklären kann, wie bei der Evolutionslehre. Diese ist weitgehend spekulativ: Wie sich da eine Art in die andere verwandelt haben soll, dafür hat man keine empirischen Beweise. Das sind Schlussfolgerungen und Spekulationen. Aber hier geht es um Dinge, die man wirklich messen kann, und das führt zu dem, was die Bibel uns sagt.
Das habe ich auch schon anderswo erklärt. Auch die Bevölkerungsstatistik ist in diesem Zusammenhang interessant. Heute gibt es weltweit sieben Milliarden Menschen; das hat die UNO im Herbst 2011 verkündigt. Und nach der Bibel war die Sintflut vor 4500 Jahren. Wie soll das gehen, in 4500 Jahren von acht Menschen, Noah, seine Frau, die drei Söhne Sem, Ham und Japheth und ihre Frauen, auf sieben Milliarden? Da muss man sagen: Nichts einfacher als das.
Die jährliche Zuwachsrate weltweit heute, trotz Weltkriegen und Millionen Abschlachtungen durch diktatorische Regimes und trotz furchtbarer Seuchen wie der spanischen Grippe mit 50 bis 100 Millionen Toten, Aids usw., ist die jährliche Zuwachsrate weltweit heute immer noch 1,9 Prozent. Diese Zuwachsrate würde reichen, in weit weniger als zweitausend Jahren, eher in etwa tausendfünfhundert Jahren, um von acht Menschen auf sieben Milliarden zu kommen.
Aber jetzt dreht sich der Spieß: Wenn der wirklich ganz moderne Mensch nach der Evolutionslehre vor vierzigtausend Jahren gelebt haben soll, dann haben wir ein Problem. Warum gibt es heute nicht 430 Milliarden Menschen? Warum hat die Bevölkerungsexplosion nicht schon längst in der Geschichte stattgefunden und nicht erst im zwanzigsten Jahrhundert? Warum? Um 1900 gab es weltweit 1,3 Milliarden Menschen, und heute sind es sieben Milliarden. Das ist eben eine mathematische Funktion, eine Exponentialfunktion. Und wenn die losgeht, dann geht sie wirklich los.
Die evolutionistische Ansicht, über Zehntausende von Jahren sei die Menschheit immer auf Sparflamme, also ungefähr gleich zahlreich oder wenig zahlreich gewesen, das funktioniert mathematisch nicht. Und auch die Behauptung, in der Steinzeit hätten sie sich schlecht ernährt, ist nicht überzeugend. Wir wissen heute, dass man sich in der Steinzeit sehr gut ernährt hat. Und die Steinzeit ist einfach die schwierige Zeit nach der Sintflut, besonders in Europa, aber auch anderswo, wo die Japhetiten auch mit den Folgen der Sintflut, nämlich mit der Eiszeit, zu kämpfen hatten. Also auch das passt wunderbar mit der Bibel zusammen.
In 1. Mose 7,7 lesen wir einen Zusammenhang mit der Sintflut, als das Wasser über die ganze Erde kam und Noah und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm in die Arche gingen vor den Wassern der Flut. Das war nach strenger biblischer Chronologie, die man bei mir auf der Homepage herunterladen kann, gratis, 2463 v. Chr.
In 1. Mose 10 haben wir ein wunderbares Kapitel, die sogenannte Völkertafel. Dort wird die Menschheit beschrieben, wie sie sich von den drei Söhnen Noas über die ganze Welt ausgebreitet hat. 1. Mose 10,32: Das sind die Familien der Söhne Noas nach ihren Geschlechtern in ihren Nationen, und von diesen aus haben sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verteilt.
Also die Bibel macht klar: Die ganze Menschheit ist eine Familie, und von dort, vom Nahen Osten aus, sind alle Kontinente bevölkert worden.
Die Völker in der Bibel und die Ausbreitung der Nationen
Der Apostel Paulus sagt in Apostelgeschichte 14 zu den Barbaren, wie die Griechen sie nannten, in Vers 16: Gott, der in den vergangenen Generationen alle Nationen in ihren eigenen Wegen gehen ließ. Paulus beruft sich dabei auf die Geschichte vom Turmbau und der Sprachenverwirrung und darauf, wie sich die verschiedenen Sprachgruppen dann über die ganze Erde ausgebreitet haben. Gott hat von da an die Nationen ihren eigenen Weg gehen lassen.
Nochmals in der Rede auf dem Areopag sagt Paulus in Apostelgeschichte 17,26: Und er hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat. Hier wird betont, dass Gott auch die Völker geführt hat, obwohl sie sich beim Turmbau von Babel von ihm abgewandt haben. Dieser Turm war ein religiöser Turm, um Naturkräfte zu verehren, wie Mond, Sonne oder Sternbilder. Sie hatten sich von Gott abgewandt, und nach der Sprachenverwirrung haben sie dieses Denken der Naturverehrung anstelle des Schöpfers mit sich genommen.
Aber Paulus sagt, dass Gott diese Völker geführt hat, auch indem sie dann neue Gebiete der Welt kolonialisiert haben, und dass er die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten. Das macht klar, dass die Menschheit blind ist, aber sie weiß um Gott. Gott hat sich ihnen durch die ganze Geschichte hindurch erwiesen, damit sie immer wieder wie Blinde mit Tasten und Fühlen Gott suchen würden, ob sie ihn wohl tastend fühlend finden möchten, obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch etliche eurer Dichter gesagt haben, denn wir sind auch sein Geschlecht, zum Beispiel der Dichter Aratus, 270 v. Chr.
Also ist Gott allgegenwärtig, und darum ist er allen Menschen so nahe geblieben, auch in der Geschichte, wo sie sich von ihm abgewandt und ihre eigenen Religionen aufgebaut haben.
Die Völkertafel, Sprachgrenzen und die Entstehung von Gruppen
Die Bibel lehrt also, dass die Menschheit auf Noah und seine Söhne und deren Frauen zurückgeht. Noah und seine Söhne hatten alle Gene im Erbgut, die es heute weltweit gibt, also die Kodierung für sehr viel Melanin, für eine Fettschicht im Augenlid und auch für wenig Melanin. Alles war da.
Aber die Menschen haben sich zuerst im Nahen Osten vermehrt und sind als Gruppe zusammengeblieben. So entstehen keine Rassen. Wie Rassen entstehen, das weiß jeder Hundezüchter: Wenn man eine Population hat, muss man sie in kleinere Gruppen aufsplittern. Diese kleineren Gruppen dürfen sich untereinander vermehren, aber sie dürfen nie mehr zur Hauptgruppe zurückkehren. So kommen in wenigen Generationen neue Merkmale, äußere Merkmale, ans Licht, also Rassenmerkmale.
Und wie war das mit dem Turmbau zu Babel? Da wurde die Urmenschheit durch die Sprachenverwirrung aufgesplittet. Die Menschen haben sich nicht mehr verstanden, sind ausgewandert, und so haben sie sich durch geografische Barrieren und durch Sprachbarrieren nur noch untereinander verheiratet. Dadurch kamen in den weiteren Generationen diese neuen Merkmale der Menschengruppen zustande.
Aber diese Merkmale sind im Erbgut so klein, dass ich eben „Rasse“ immer in Anführungsstrichen gesetzt habe. Wir sollten eigentlich gar nicht mehr von Rassen sprechen, sondern nur noch von Menschengruppen. Dann haben wir das Problem auch sprachlich überwunden, mit der Rassendiskriminierung. Wie kann man Rassendiskriminierung machen, wenn es gar keine Rassen gibt? Das ist, als würde man einen Krieg führen, wenn es keinen Krieg gibt.
Als Folge der Sprachenverwirrung gingen den einzelnen Volksgruppen gewisse Gene verloren. So geschieht das eben auch bei der Zucht von Hunden oder von Tomaten oder Erdbeeren. Das funktioniert auf diese Weise, und darum können eben Schwarzafrikaner nicht mehr Kinder bekommen, die normalerweise so wenig Melanin produzieren wie ein durchschnittlicher Europäer.
Aber das sind die ganz normalen Regeln der Genetik.
Die Völkertafel als biblische Landkarte der Geschichte
In 1. Mose 10 finden wir also diese Generationen, die von den Söhnen Noas abstammen.
In Vers 2 lesen wir: Die Söhne Japhets: Gomer und Magog und Madai und Javan und Tubal und Mesech und Tiras.
Vers 5: Von diesen aus verteilten sich die Bewohner der Iyim, der Nationen, in ihren Ländern, eine jede nach ihrer Sprache, nach ihren Familien, in ihren Nationen.
Den Begriff Iyim werden wir heute Nachmittag im Zusammenhang mit dem Buch Jesaja noch ausführlicher behandeln. Es ist ein ganz interessanter Ausdruck. Darauf haben schon die großen Hebraisten des neunzehnten Jahrhunderts, Keil und Delitzsch, in ihrem Kommentar zum Alten Testament, Band 1, hingewiesen.
Iyim bezeichnet nicht nur Inseln, wie es oft übersetzt wird. Iyim bezeichnet die Inseln und Küstenländer des Mittelmeeres auf der europäischen Seite, von der Türkei bis nach Spanien. Iyim ist das alttestamentliche Wort für Europa. Und 1. Mose 10, Vers 5 sagt, dass die Söhne Japhets, Gomer, Magog, Madai, Javan usw., nach Europa gegangen sind.
Javan zum Beispiel ist im späteren Hebräisch des Alten Testaments das Wort für Griechenland. Noch heute bedeutet Javan auf Hebräisch Griechenland. Wenn die israelische Armee also irgendeine Übung mit Griechenland macht, dann ist das eben eine Übung zwischen Israel und Javan.
Und Madai, das sind die Meder, zu denen unter anderem die Kurden gehören. Die stammen auch von Japhet ab. So haben wir hier also die Völker Europas. Gomer ist der Stammvater der Germanen und Kelten. Das geht also über Japhet, und da haben sich diese Haplogruppen gebildet bei der mitochondrialen DNA über Frau Japhet.
Ja, und dann haben wir 1. Mose 10, Vers 6: Und die Söhne Hams: Kusch und Mizraim und Put und Kanaan. Mizraim ist im späteren Hebräischen des Alten Testaments der Name für Ägypten. Also Ägypten geht auf Mizraim aus der Linie von Ham zurück. Und Kusch ist im Alten Testament später der Name für Schwarzafrika südlich von Ägypten, im Speziellen Sudan.
Ja, und so sehen wir also, dass diese Haplogruppen über die Linie von Frau Ham kommen. Und Put ist auch Nordafrika, und Kanaan, das sind die Kanaaniter.
Interessant ist nun: Kusch heißt im Hebräischen Schwarz. Da sehen wir also, aus dieser Linie wurde eben abgesondert eine Gruppe, die dann sehr stark, sehr viel Melanin produziert hat. Aber sie ist engstens verwandt auch mit den alten Ägyptern und auch sogar mit den Kanaanitern, die keine schwarze Hautfarbe haben.
Dann, in 1. Mose 10, haben wir weiter die Söhne Sems: Elam und Assur und Arpakschad und Lud und Aram. Elam ist im späteren Hebräischen der Name für Persien, Assur für Assyrien, Nordirak, und Aram für die Aramäer im heutigen Syrien.
Insgesamt gibt es in 1. Mose 10 siebzig Namen. Und die Bibel betont: Von da aus wurde die ganze Menschheit bevölkert, eben durch Abzweigen voneinander, so wie wir das hier auf dieser Haplogruppenverteilung über die ganze Welt vorfinden.
Parallelen zu den Urgeschichten der Bibel in den Kulturen der Welt
Jetzt kommen wir drittens zum Thema Parallelen zu 1. Mose 1-11. Es ist sehr bemerkenswert: Man findet weltweit bei den Geschichten der Völker Parallelen zu den ersten Kapiteln der Bibel, 1. Mose 1-11. Aber nur bis zu dem Punkt, wo die Menschheit noch einen gemeinsamen Ursprung hat; dann haben sich ja die Haplogruppen abgespaltet. Und so wussten die Völker in Ostasien nichts mehr von dem, was Gott später mit Abraham gemacht hat, wie er Stammvater von Israel wurde usw.
Aber die Bibel sagt, dass alle Menschen auf den gemeinsamen Ursprung zurückgehen. Dann wäre es eigentlich naheliegend, dass man denken könnte: Gibt es wohl noch Erinnerungen in Australien, in Indien, in China, bei den Indianern in Amerika, im Blick auf diese ersten Kapitel der Bibel?
Und es ist so: Man findet weltweit auf allen fünf Kontinenten Parallelen zur Sintflutgeschichte. Über 500 Sintflutgeschichten wurden gefunden. Ich habe etwa hundert davon studiert. Und man findet auch Parallelen zu Schöpfung, Sündenfall und, außer der Sintflut, auch zum Turmbau, zur Sprachenverwirrung und zur danach erfolgten Zerstreuung der Völker.
Nicht wahr, die Evolutionisten haben dann gesagt: Ja, das ist mit der Missionarstheorie leicht zu erledigen. Diese Geschichten stammen nicht von diesen Völkern, sondern Missionare haben aus der Bibel erzählt, und dann haben diese Völker das aufgenommen und daraus ihre eigenen Geschichten, ihre eigene Folklore gemacht. Aber dann müsste man erwarten, dass es auch solche weltweite Folklore gibt zu Geschichten, die aus 1. Mose 12 bis zum Ende der Bibel stammen. Aber das ist nicht der Fall.
Die weltweiten Parallelen beschränken sich auf die ersten elf Kapitel, und das ist ein ganz starker Beweis dafür, dass die Menschheit da einen gemeinsamen Ursprung hat.
Zum Beispiel auf Hawaii, auf der Insel Hawaii, hat man von den Ureinwohnern gehört, dass Nu'u wusste, dass eine Sintflut kommen würde, die die ganze Erde überschwemme. Interessanter Name: Nu'u, sehr nah bei Noach. Auf Hebräisch. Und Nu'u habe dann ein Kanu bereitgestellt und darauf ein Haus gebaut und hätte dann auch Tiere mitgenommen und so überlebt. Und da findet man weltweit solche Geschichten.
Bei den Indern in Indien, im Hinduismus, findet man die Geschichte von Manu. Man merkt wieder die Ähnlichkeit: Ma, Nu, Nu, der überlebt hat in der Sintflut mit seinen drei Söhnen Sierma, Charma und Hyyabet. Da erkennt man sogar die Namen Sem, Ham und Jaffet noch. Und das weltweit.
Hier ein Beispiel einer Turmbaugeschichte des Miao-Volkes in China. Die haben nicht viele Katzen oder so, die heißen einfach so. Zeugte Kusa und Messai, Loschan zeugte Elan und Gashur. Merkt man: Lohan entspricht Ham, und Loschan entspricht Sem, der Elam und Assur gezeugt hat, Elan und Gashur, und Loschan zeugte Kusa, das ist Kusch, von dem dann die Schwarzafrikaner kommen.
Also, ich wiederhole nochmals: Lohan zeugte Kusar-messai, Loschan zeugte Elan-gaschur. Ihre gezeugte Nachkommenschaft wurde zu Stämmen und Völkern. Ihre Nachkommen gründeten Niederlassungen und Städte. Ihr Gesang bestand aus den gleichen Melodien und derselben Musik. Ihr Sprechen vollzog sich mit denselben Wörtern und derselben Sprache.
Da sagten sie: Lasst uns eine sehr große Stadt bauen, lasst uns einen sehr hohen Turm bauen bis zum Himmel. Dies war falsch, doch sie führten ihren Entschluss aus. Nicht recht war es, doch unbesonnen beharrten sie darauf. Da schlug sie Gott und änderte ihre Sprache und ihren Akzent. Herabgekommen im Zorn verwirrte er ihre Töne und Stimmen. Das Einsprechen hat keine Bedeutung für den anderen, der ihn hört. Er spricht mit Worten, doch können sie ihn nicht verstehen. So wurde die Stadt, die sie bauten, nie vollendet. Der Turm, den sie machten, muss nun unvollendet dastehen. In Hoffnungslosigkeit trennen sie sich und verteilen sich unter dem ganzen Himmel. Sie verlassen einander und umgehen die Welt. Sie kommen zu sechs Ecken und sprechen die sechs Sprachen.
Ein Missionar, der unter den Miao arbeitete, hat sich für ihre Kultur interessiert und hat diese Geschichte bei ihnen gefunden. Er hat sie dann über Creation Research in Kalifornien veröffentlicht.
Gehen wir zu den Karien in Burma. Die Karien gibt es auch in Thailand. Bei ihnen findet man diese Geschichte, wie sie Don Richardson in seinem Buch Ewigkeit in ihren Herzen wiedergibt: Iwa, so nennen sie den Schöpfer. Iwa bildete ursprünglich die Welt. Er bestimmte Essen und Trinken, er bestimmte die Frucht der Versuchung, er gab genaueste Anweisungen. Mu Kar-li täuschte und betrog zwei Personen. Er veranlasste sie, die Frucht vom Baum der Versuchung zu essen. Sie waren ungehorsam und glaubten Iwa nicht. Als sie die Frucht der Versuchung aßen, wurden sie der Krankheit, dem Alter und dem Tod unterworfen.
Unglaublich, diese engen Parallelen zur Bibel.
Sprachliche Vielfalt und die Frage nach primitiven Sprachen
Und jetzt kommen wir zu viertens: Keine primitiven Sprachen.
Die Evolutionslehre wird hier mit einer Überraschung nach der anderen konfrontiert. Die Erforschung der eingeborenen Sprachen in aller Welt hat ergeben: Es gibt keine primitiven Sprachen. Darwin war überzeugt, die Feuerländer klängen so primitiv. Und von evolutionistischer Seite hat man im neunzehnten Jahrhundert, als man die eingeborenen Sprachen noch kaum kannte, behauptet, sie hätten ganz unterentwickelte Kommunikationsmittel.
Und jetzt, in unserer Zeit, wo so viele eingeborene Sprachen erforscht worden sind und die Bibel auch übersetzt worden ist, wissen wir, wie die Sprachen aufgebaut sind. Es gibt keine einzige primitive Sprache. Das ist doch eigenartig, es ist eine Überraschung, aber es überrascht uns von der Bibel her nicht. Denn wir wissen: Die Sprachen sind ja nicht eine Erfindung der Menschen, sondern Gott hat die Sprachen gemacht. Und zwischen dem Niveau einer Kultur und dem Niveau der Sprachstruktur besteht kein Zusammenhang.
Wie Steinzeit, aber die haben eine ganz komplizierte Sprache, komplizierter als Europäer, als Deutsch, Französisch oder Englisch in ihrer Struktur.
Und eine weitere Überraschung: Die ältesten Sprachen der Welt, die wir heute kennen, Sumerisch, Altbabylonisch, Altägyptisch, Sanskrit, die sind nicht primitiv, sondern hochkomplex. Ich habe die altbabylonische Grammatik gelernt und musste für ein Verb gegen tausend verschiedene Verbformen lernen, während es im Französischen etwa vierzig sind. Französisch ist so einfach.
Abraham, Israel und der Segen für alle Nationen
Hier haben wir die Generationen, die zehn Generationen von Sem über Apakscha, Celach, auf Abraham führen, der nach der Bibel 2111 v. Chr. in Ur, in der Nähe von Babylon, geboren wurde. Und nachdem die Menschen, die Völker also, aus dem Nahen Osten ausgewandert sind, beruft Gott Abraham.
1. Mose 12,1:
Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.
Gott beruft Abraham. Von ihm soll das auserwählte Volk Israel abstammen, aber aus diesem Volk soll der Segen kommen für alle Völker: der Messias. Die Erwählung Israels bedeutet nicht die Verwerfung der anderen Völker, sondern aus diesem Volk sollte der Retter für alle Völker kommen.
Da finden wir alttestamentlich bereits die Botschaft von Johannes 3,16, denn also hat Gott die Welt geliebt. Und 1. Mose 10, dieses Dokument mit den siebzig Namen, ist Gottes Missionsdokument im Alten Testament: Ich vergesse die Völker nicht, auch wenn sie weggehen und ihre eigenen Wege gehen. Aber ich werde sie wieder erreichen durch die Botschaft des Messias, die dann verkündigt wird auf der ganzen Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis.
Der Stammbaum Jesu und die Versöhnung der Menschheit
Und in diesem Zusammenhang müssen wir unbedingt den Stammbaum Jesu über Maria und ihren Vater Eli erwähnen, in Lukas 3,23. Dort heißt es: Und er selbst, Jesus, begann ungefähr dreißig Jahre alt zu werden und war ein Sohn, wie man meinte, des Josef, des Eli, des Matat, des Levi, des Melchi, des Janna, des Josef. Und so geht dieser Stammbaum zurück, wir sehen es, bis auf König David. Dann geht er weiter bis auf Abraham, noch weiter zurück auf Noah und dann auf Adam.
Zur Zeit von Lukas 3 ist Jesus Christus als Mensch in diese Welt gekommen. Der ewige Gott wurde Mensch und wurde Teil unserer Familie. Er ist verwandt mit allen Menschen. Alle Haplogruppen gehen zurück auf Noah, sowohl über das Y als auch über die mitochondriale DNA. Wir sind eine Familie. Und er wurde einer aus unserer Familie, aber die Bibel betont: ohne Sünde, damit er als Mensch, als vollkommener Mensch, für Menschen sterben konnte.
Gott kann nicht sterben, er ist ewig und unsterblich. Aber der Sohn Gottes, Gott, wurde Mensch, damit er sterben konnte. Johannes 3,16 nochmals: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Und so wird jetzt eben diese Botschaft in der Welt verbreitet. Paulus sagt auf dem Areopag in Apostelgeschichte 17,30: Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit – das ist die Zeit seit Babel, bis Jesus Christus kam, wo die Völker ihre Religionen aufgebaut haben und immer mehr Gott vergessen haben – übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle an allen Orten, ob in Feuerland oder in Helvetia oder in Phönizien, im Libanon, auf der ganzen Welt, an allen Orten Buße tun sollen. Das heißt: ihre Schuld bereuen, Gott bekennen im Gebet und um Vergebung bitten.
Die Bibel zeigt: Wir Menschen sind seit dem Sündenfall von unserem Stammvater Adam von Gott getrennt. Es gibt einen tiefen Graben zwischen Gott und Mensch. Und wir können uns selbst anstrengen und irgendwie versuchen, uns zu verbessern, aber all diese Bemühungen reichen nicht, um Gott zu erreichen. Römer 3,23 sagt: Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, wie die Elberfelder ganz wörtlich korrekt übersetzt.
Und darum musste eben Gott von oben kommen. Gott musste Mensch werden, einer aus unserer Familie. Der Gerechte für uns Ungerechte musste in den Riss treten, und er hat am Kreuz die Strafe auf sich genommen, die wir in Ewigkeit verdient haben. Und wenn wir dieses Angebot Gottes im Glauben annehmen, dann werden wir mit Gott versöhnt, und das haben Millionen getan.
Aus allen Nationen der Welt, und die bilden nun zusammen ein Volk. Da spielt es keine Rolle, ob man Barbar ist, Sküte, Feuerländer, Schweizer, Deutscher oder was auch immer. Wir gehören alle zusammen zu einer Familie. Und das ist etwas ganz Eindrückliches, wenn man viel weltweit reist und mit Gläubigen da und dort zu tun hat.
Da bin ich vor Jahren zum ersten Mal nach Kairo gekommen, und für Vorträge, und die Brüder dort haben mich am Flughafen in Kairo abgewartet. Ich habe die noch nie zuvor gesehen, und wie die einen empfangen, wie die mit einem umgehen, es ist unglaublich. Es ist einer von der gleichen Familie. Und das erlebt man so weltweit, ob das nun in Argentinien ist oder in Tadschikistan oder wo auch immer. Man merkt: Wir sind eine Familie, und diese Unterschiede spielen keine Rolle.
Ja, danke, dann bin ich am Ende und übergebe das Wort an Christoph.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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