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Committed to Serve

Jumiko 26, Teil 7/24
11.01.20262. Timotheus 3,16-17
EVENT - Teil 7 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2026
Was macht diese alte Bibel so besonders? Erfahre, wie Gottes Wort uns lehrt, zurechtweist und stärkt – gerade in schwierigen Zeiten voller Verführung und Verfolgung. Und entdecke wie Gottes Wort uns ausrüstet, um Gutes zu tun. Lass auch du dein Leben von der Schrift prägen!

Begrüßung und Vorstellung

Auch von mir schön, euch zu sehen und gemeinsam heute den Tag verbringen zu können. Jetzt genießen wir auch die gemeinsame Zeit.

Kurz zu mir: Mein Name wurde bereits genannt, ich heiße Raphael und komme von der Bibelschule Kirchberg. Dort arbeite ich als Geschäftsführer. Das bedeutet, ich unterrichte nicht so viel selbst, sondern sorge dafür, dass die Mitarbeiter unterrichten können und die Schüler sich auf ihr Studium konzentrieren können.

So stelle ich sicher, dass sich niemand mit Bürokratie herumschlagen muss – außer vielleicht mir.

Einführung in den geistlichen Impuls und Textvorstellung

Aber heute habe ich genau den geistlichen Impuls zu 2. Timotheus 3,16-17 vorbereitet, und ich möchte uns vorlesen, was dort steht:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig ist, für jedes gute Werk ausgerüstet.“

Bevor wir inhaltlich einsteigen und betrachten, was Paulus dort schreibt, stellt sich kurz die Frage, warum Paulus gerade diesen Text oder diese Verse verfasst hat.

Er schreibt diese Verse an Timotheus in seinem Brief. Im Kontext dieser Verse zeichnet sich ein Bild ab, was Paulus vor Augen hat.

Kontext des Timotheusbriefs und Herausforderungen der letzten Tage

Er hat die Gewissheit, die er Timotheus verdeutlicht, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Diese Zeiten werden davon geprägt sein, dass Verfolgung herrscht und dass es Verführung durch böse Menschen gibt – durch Betrüger und Personen, die die gesunde Lehre nicht mehr ertragen. Sie basteln sich eigene Lehren, suchen sich Lehren aus, die ihnen besser passen und die ihnen in den Ohren nicht so kitzeln, schreibt er.

Er ermutigt Timotheus, weil er in ihm einen Mitarbeiter und Mitstreiter hat, der ihm gefolgt ist. Er schreibt: In der Lehre bist du mir gefolgt, im Lebenswandel, im Glauben, in der Liebe und ja, selbst in der Verfolgung warst du mit dabei.

Außerdem schreibt er über die Heilige Schrift und betont, dass eben die Heilige Schrift die Kraft ist, die zum Glauben an Christus führt und damit letztendlich zur Rettung. Das passt ganz gut zu dem, was Milena auch geschrieben hat.

Er ermutigt Timotheus, in dieser herausfordernden und oftmals auch feindlich gesinnten Zeit Rechenschaft vom Glauben abgeben zu können und das Wort zu predigen. Er soll sich dabei nicht abhalten lassen.

Paulus’ Abschied und Bedeutung der Schrift

Und als letzter Aspekt schreibt Paulus, dass er überzeugt ist, dass sein Lebensende bevorsteht, dass also sein Leben zu Ende geht. Der gesamte Timotheusbrief ist daher wie ein Abschiedsbrief, wie ein Testament. Er gibt noch einmal einen letzten Ratschlag an Timotheus mit: Denke daran, wenn ich nicht mehr da bin.

In diesem Zusammenhang stehen diese Verse. Ich lese sie noch einmal vor:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig ist, für jedes gute Werk ausgerüstet.“

Bedeutung von „alle Schrift“ und Gottes Inspiration

Paulus schreibt hier von „aller Schrift“. Damit sind natürlich nicht alle Schriften dieser Welt gemeint, sondern er denkt an die Heilige Schrift. Besonders spannend finde ich, dass Paulus, wenn er an die Heilige Schrift denkt, vor allem das meint, was wir heute als das Alte Testament bezeichnen.

Er spricht nicht von seinen eigenen Briefen, denn das Neue Testament in der heutigen Form war zu seiner Zeit noch nicht zusammengestellt und auch noch nicht vollständig geschrieben. Wenn Paulus also sagt, alle Schrift sei von Gott eingegeben, bezieht er sich auf das Alte Testament.

Der Ausdruck „von Gott eingegeben“ bedeutet wörtlich „von Gott gehaucht“. Man könnte dazu einen ausführlichen Vortrag über die Inspirationslehre und das Schriftverständnis halten. Wer daran interessiert ist, kann eine Bibelschule besuchen, denn dort ist dieses Thema Teil des Unterrichts. Heute würde das jedoch zu weit führen, und die Zeit reicht dafür nicht aus.

Dennoch verdeutlicht dieser Ausdruck, dass die Schriften, die wir hier vor uns haben, nicht einfach nur ein Menschenwerk sind. Vielmehr war Gott am Werk. Er hat die Schreiber, also die Autoren, genutzt, um seine Gedanken und Worte aufzuschreiben.

Die Kraft der Heiligen Schrift und ihr Ziel

Und wenn wir darüber nachdenken, wie jemand zum Glauben kommt: Er liest das Neue Testament. Paulus sagt in diesem Zusammenhang, dass die Schriften – hier ist das Alte Testament gemeint – die Kraft haben, zum Glauben an Christus zu führen und damit zur Rettung.

Die ganze Bibel ist Gottes Wort, und sie weist durchgehend auf Christus hin. Paulus ermutigt Timotheus und sagt: Diese Schriften sind nützlich – zur Lehre, zur Überführung, zur Weisung und Zurechtweisung sowie zur Unterweisung.

Das Ziel all dessen ist, dass der Mensch Gottes, der von Gott geschaffen und erdacht wurde, der eine Berufung von Gott erhalten hat, richtig geführt wird. Er soll auf dem richtigen Weg unterwegs sein und für jedes gute Werk ausgerüstet sein.

Was für starke Worte: für jedes gute Werk ausgerüstet zu sein! Jeden Tag hineinzugehen und zu wissen, dass genau das vor einem liegt – und man dafür durch Gottes Wort ausgerüstet ist.

Zusammenfassend ermutigt Paulus den Timotheus eindringlich: Bleib bei der Schrift!

Ermutigung zum Umgang mit Gottes Wort im Alltag

In diesen herausfordernden Zeiten, wenn du deine Berufung lebst – die du ja schon lebst – nimm die Schrift zur Hand. So bleibst du standhaft und kannst deine Berufung sowie die damit verbundenen Herausforderungen meistern.

Was hat das jetzt mit dir, mir, uns und unserer Berufung zu tun? Ich möchte dich heute ermutigen, egal wie du jetzt hier herausgehst. Ob du sagst: „Ich muss unbedingt in meinem Leben auf eine Bibelschule gehen“ oder denkst: „Vielleicht ist das gerade noch nicht dran“ – ich möchte dich ermutigen, dich Gottes Wort auszusetzen.

Lass Gottes Wort in dein Leben hineinsprechen. Scheue dich nicht davor, auch wenn es manchmal herausfordernd oder unangenehm ist. Vielleicht zeigt es dir Dinge auf, die in deinem Leben noch nicht richtig sind, und das kann auch wehtun.

Ein Besuch an der Bibelschule ist eine ganz besondere Zeit. Dort kann man intensiv für einen gewissen Zeitraum lernen, und das ist lebensprägend. Aber selbst wenn das gerade nicht möglich ist, lass zu, dass die Kraft Gottes, die in seinem Wort steckt, in deinem Leben wirken darf. Sie kann dich stärken und ermutigen, damit du deine Berufung leben kannst.

Die Bedeutung von Gottes Wort für das richtige Leben

Wie auch Milena bereits gesagt hat, geht es hier um mehr als nur Bibelschulen oder das Lesen von Gottes Wort. Es geht nicht nur um Theologie, Berufsausbildung oder ein Studium.

Vielmehr geht es darum, zu erfahren, wie wir in Gottes Augen richtig sind. Es geht darum, unser Leben so zu gestalten, dass wir auf dem richtigen Weg sind und für die Dinge ausgerüstet sind, die vor uns liegen und die Gott für unser Leben bereithält.

Dabei merkt man manchmal – oder ich merke es –, dass dieses Richtigsein ein herausforderndes Thema ist. In unserer heutigen Zeit klingt das Wort „richtig“ und „falsch“ oft hart. Darf man das überhaupt noch so klar benennen? Was ist wahr und was nicht? Das sind Kategorien, mit denen wir heute oft ringen.

Deshalb möchte ich uns ermutigen, Gottes Wort ernst zu nehmen, in Gottes Wort zu lesen und uns von ihm prägen zu lassen. Amen.