Serie•Teil 3 / 4Der Prophet Samuel – 2. Samuelbuch
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Die Aufzählung der Elitekämpfer und ihre theologische Bedeutung
Wir fahren weiter und kommen zu 2. Samuel 23,24.
Asael, der Bruder Joabs, gehörte zu den Dreißig. Elchanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem, Shammah, der Haroditer, Elika, der Haroditer, Helet, der Paltiter, Ira, der Sohn Ikesch, der Tekoite, Abiese, der Anatotiter, Mebunai, der Huschatiter, Zalmon, der Arochiter, Maharai, der Netofatiter, Heleb, der Sohn Ba'anas, der Netofatiter, Ittai, der Sohn Ripais, von Gibea der Kinder Benjamin, Benaja, der Pihatoniter, Ittai von den Bächen Gaas, Abi-Albon, der Arbathiter, Azmavet, der Barchumiter, Eljachba, der Schaalboniter, Bnei Jeschen, Jonathan, Schamma, der Harariter, Achiam, der Sohn Sharars, der Harariter, Eliphelet, der Sohn Achasbais, des Sohnes des Maakatiters, Eliam, der Sohn Ahitophels, der Giloniter, Hezrai, der Karmeliter, Paarai, der Arbiter, Jigal, der Sohn Nathans aus Zoba, Bani, der Gaditer, Zelek, der Ammoniter, Naharai, der Beerotiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja, Ira, der Jitriter, Gareb, der Jitriter, Uria, der Hethiter: insgesamt 37.
Die Helden werden hier also wieder genannt, die Dreißig. Das war der Begriff für diese grosse Gruppe von absoluten Elitesoldaten Davids. Haschloschim, die Dreißig. Aber hier sehen wir insgesamt 37, nicht wahr?
Das war also erstens ein Gruppenname. Zweitens muss man beachten, dass natürlich auch zeitliche Wechsel stattfanden. Einer dieser Elitesoldaten war Uria, der Hethiter. Das war der Mann von Batseba, und David hatte diese Ehe zerstört und diesen Helden umbringen lassen. Das war ein tiefer Einschnitt im Leben von David. Und es ist schon bedeutsam, dass Uria, der Hethiter, hier als Letzter genannt wird.
Nicht wahr, manchmal ist es so in der Bibel, aber auch sonst in den Sprachen, dass das Erste, was erwähnt wird, das Wichtigste ist. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, etwas zu betonen. Das findet man auch in der Bibel da und dort. Nur so als kleiner Tipp: Das Letztgenannte kann besonders betont sein. Das entspricht im Englischen least but not last. Wenn man am Schluss noch etwas erwähnt, ist das nicht einfach nebensächlich, sondern gerade bedeutsam. Und hier auch.
Das erinnert nochmals an diesen Fall von David, wobei David eine wirkliche Umkehr erlebt hatte und auch wirklich Vergebung erlangt hat. Aber, was wir gesehen haben: David war nach diesem Fall nicht mehr derselbe wie vorher. Er war irgendwie ein gebrochener Mann, mit völliger Vergebung, die Nathan ihm auch sofort zugesprochen hat. Aber David kam unter Zucht, und das wird auch in 2. Samuel 12 gesagt, damit die Feinde eben nicht lästern können. Damit man nicht sagt: Ja, seht ihr, dieses Volk Gottes kann alles Mögliche tun wie wir Heiden und dann einfach sagen, es tut ihnen leid, und dann ist alles okay.
Aber Nathan hat damals gesagt, das Kind von Batseba wird sterben. Und David hatte ja als Antwort auf das Gleichnis von Nathan in seinem Eifer gesagt: „Ah, der Mann, der dieses Schaf geraubt hat von dem armen Mann, der soll es vierfach erstatten.“ Und wir haben bisher gesehen, dass David nach seinem Fall eben nicht nur dieses Kind von Batseba verloren hat, sondern auch Amnon und auch Absalom. Und wenn wir dann weiterfahren als der Könige, werden wir sehen, er wird auch noch Adonia verlieren. Vierfach erstattet.
Warum? Er hat ja volle Vergebung. Ja, schon. Aber es war so, dass diese Zucht sein musste. Einerseits für David wirklich als Zeugnis, dass man mit der Gnade Gottes nicht spielen kann. Und es kann Konsequenzen haben. Das ist ein Rechtsgrundsatz. Denn wir haben auch heute noch, obwohl Deutschland entchristianisiert ist, nicht wahr, die Schweiz auch: Wenn jemand vor Gericht wirklich Reue zeigt und sagt, das tut mir so leid, ich kann mir nicht vorstellen, warum ich das getan habe, ich würde das nie mehr wiederholen usw., dann ist das natürlich etwas ganz anderes als einer, der wirklich so dickköpfig ist und sogar nach dem Gerichtsurteil sagt, ich würde das sofort wieder machen bei der nächsten Gelegenheit.
Solche Leute werden wirklich besonders hart bestraft. Und wenn man sieht, da ist Reue, das kann aber auch taktisch sein, aber wenn der Richter den Eindruck hat, da ist echte Reue, kann er eine Strafreduktion machen. Aber nicht einfach: Es gibt keine Strafe. Man kann in Deutschland nicht eine Bank überfallen und nachher sagen: Es tut mir so leid, das würde ich nie mehr machen. Wenn man sagen will, das ist doch ganz klar, es tut ihm so leid, dann gibt es keine Strafe, das würde andere ermutigen. Ja, dann das nächste Mal, wenn ich bei Raiffeisen vorbeigehe, dann bin ich reicher als vorher. Ja, das geht gar nicht.
Und dieser Rechtsgrundsatz ist biblisch, und das sehen wir eben auch im Leben von David. Und nicht nur für David, sondern eben auch für uns. Das ist der Grundsatz von 1. Timotheus 5,19-20, wo es heisst, dass Älteste, die sündigen, öffentlich überführt werden sollen, auf dass auch die übrigen Furcht haben. Also eine Zuchtmaßnahme ist eben hilfreich, auch für die anderen, um sich zu sagen: Ja, mit der Gnade Gottes kann man nicht spielen.
Joabs Stellung zwischen Heldentum und Fehlverhalten
Und nun haben wir vielleicht gemerkt: In der Aufzählung all dieser Helden wird Joab mehrfach erwähnt, aber nicht als Held, sondern zum Beispiel in Vers 18 mit Abischai, dem Bruder Joabs, oder in Vers 24 mit Asael. Der Bruder Joabs gehörte zu den Dreißig. Er wird erwähnt, aber nicht als Teil der Dreißig.
Und das ist das Traurige: Joab war wirklich ein Held. Er wurde nicht umsonst General von David. Das geschah im Zusammenhang mit der Eroberung Jerusalems. David hat ganz klar gesagt: Wer an die Wasserleitung gelangt, der wird General werden. Und Joab hat diese Heldentat vollbracht. Er konnte in den Siloah-Tunnel der Kanaanitäer eindringen, ging ihn hinauf bis zur Gichon-Quelle, und von dort war es ihm möglich, über diesen steilen Schacht, dreizehn Meter hoch, hinaufzukommen. Ob das nun Free Climbing war oder wie er das genau gemacht hat, darüber gibt es verschiedene Möglichkeiten. Jedenfalls kam er hinauf und konnte so, ohne die Stadtmauer zu zerstören, nach Jerusalem eindringen und die Stadt einnehmen. Das machte ihn zum großen Helden, und er wurde General.
Aber in seinem geistlichen Leben sehen wir immer wieder, wie Joab auf der falschen Seite stand. Und wir werden das noch später sehen, wenn es um diese letzte Revolution im Leben Davids geht. Jahre nachdem Absalom ihn schon gestürzt hatte und das mit seinem Leben bezahlt hatte, hat Adonia den Schluss gefasst: Ich wäre der König. Er wollte nochmals eine Revolution, einen Umsturz inszenieren, und Joab ging auf seine Seite. Das war eine unglaubliche Treulosigkeit.
Nun werden Sie noch andere sehen, von denen wir das nicht erwarten würden. Selbst Abjatar, der hohe Priester aus der Linie Elis, ging auch auf die falsche Seite und hat das dann schwer bezahlt. Aber das ist alles ein bisschen vorweggenommen. Ich möchte nur erklären, warum es so ist, dass Joab unter den Helden nicht aufgeführt wird. Und trotzdem kommt sein Name verschiedentlich vor. Dieses ständige Falschhandeln hatte Konsequenzen.
Verborgene Hinweise in den Namen und die Treue trotz familiärer Bindungen
Nun haben wir natürlich noch viele Details. Man könnte alle Namen übersetzen, und darin liegen so viele geistliche Schätze verborgen. Ich empfehle das Buch von Abraham Meister, Namen der Bibel. Man findet es im Internet. Es ist eigentlich vergriffen und sollte unbedingt wieder aufgelegt werden, denn es ist so hilfreich.
Denn die Übersetzung von Namen in der Bibel ist sehr hilfreich. In all diesen Namen hier und auch sonst liegen so viele geistliche Belehrungen verborgen. Aber was ich noch besonders hervorheben möchte, ist der Held Eliam, der Sohn Ahitophels, des Giloniters.
Ahitophel war ja dieser überintelligente, also hyperintelligente Mann, der zum Feind Davids wurde. Gott hat seinen Rat jedoch vereitelt. Das wäre der Untergang für David gewesen. Dieser Mann hat sich gerechtfertigt, und es ist nämlich so, dass es zwischen Batseba und Ahitophel eine ganz direkte Verbindung gibt. Er hat sich gerechtfertigt, dass Batseba von David so entehrt worden war.
Aber das war also ein Todfeind Davids, und Eliam, der Sohn Ahitophels, hielt dennoch zu David. Das ist der Grundsatz, dass Treue zum Herrn sein muss, unabhängig von Verwandtschaft. Das ist ein wichtiger geistlicher Grundsatz. Und so oft ist Verwandtschaft eben ein Hindernis, aber ein Eliam hielt zu David, obwohl er der Sohn von Davids Todfeind Ahitophel war.
Der königliche Befehl zur Volkszählung und der biblische Hintergrund
Wir gehen jetzt weiter zu 2. Samuel 24. Und der Zorn des Herrn entbrannte erneut gegen Israel. Und er reizte David gegen sie, indem er sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda.
Da sprach der König zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war: Geh doch umher durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerscheba, und mustert das Volk, damit ich die Zahl des Volkes weiß.
Und Joab sprach zum König: Der Herr, dein Gott, möge zu dem Volk, so viele sie auch sind, hundertmal hinzufügen, während die Augen meines Herrn, des Königs, es sehen. Aber warum hat mein Herr, der König, Gefallen an dieser Sache?
Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres. Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor dem König, um das Volk zu mustern.
Wenn wir jetzt die Parallelstelle aufschlagen in 1. Chronika 21, da erleben wir eine Überraschung. Da steht nämlich in Vers 1: Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zu zählen.
Da sprach David zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von Beerscheba bis Dan und bringt mir Bescheid, damit ich ihre Zahl weiß.
Und Joab sprach: Der Herr möge zu seinem Volk, so viele sie sind, hundertmal hinzufügen. Sind sie nicht alle, mein Herr König, die Knechte meines Herrn? Warum begehrt mein Herr dies? Warum soll es Israel zur Schuld werden?
Dieser Satz wird in 2. Samuel nicht genannt. Aber hier wird er hinzugefügt. Die parallelen Berichte ergänzen sich also, wie die vier Evangelien sich ergänzen. Er macht ganz klar: Du darfst das nicht, das entspricht nicht Gottes Gedanken.
Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab, und Joab ging aus und durchzog ganz Israel und kam nach Jerusalem zurück. Und Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes David an, und es waren in ganz Israel eine Million einhunderttausend Mann, die das Schwert zogen, und in Juda 470.000 Mann, die das Schwert zogen. Levi aber und Benjamin musterte er nicht unter ihnen, denn das Wort des Königs war Joab ein Gräuel.
Auch das ist eine Ergänzung. Für Joab war ganz klar: Dieser Wunsch von David, Israel zu zählen, ist absolut gegen Gottes Gedanken. Warum wusste er das? Aus der Bibel.
2. Mose 30. Dort wollte Gott, dass das Volk nach dem Auszug aus Ägypten gezählt wurde. Es wurde gezählt am Anfang der Wüstenwanderung und auch am Schluss. In 4. Mose finden wir ganz am Anfang das genaue Resultat und auch am Ende der Wüstenwanderung das genaue Resultat.
Aber es ist ein Unterschied, ob Gott das Volk zählen lassen will oder ob ein Israelit das von sich aus tun will, hier König David. Gott wollte etwas zeigen mit dieser Zählung am Anfang und am Ende der Wüstenwanderung, nämlich das traurige Resultat dessen, was geschehen ist: Die ganze Generation, die als Erwachsene aus Ägypten ausgezogen war, starb im Lauf der Wüstenwanderung weg. Und Gott wollte zeigen, dass Ungehorsam im Volk Gottes eben schwere Konsequenzen hat.
Also 2. Mose 30, Vers 11: Und der Herr redete zu Mose und sprach: Wenn du die Summe der Kinder Israel aufnimmst nach ihren Gemusterten, so sollen sie bei ihrer Musterung jeder eine Sühne für seine Seele dem Herrn geben, damit keine Plage unter ihnen entstehe.
Bei ihrer Musterung. Es war also klar: Hätte man Israel einfach so gezählt, ohne dass Gott den Auftrag gibt zu zählen, und hier sogar mit dem Zusatz, dass jeder, der gezählt wird, ein bestimmtes Sühnegeld bezahlen muss, dann gäbe es eine Plage in Israel. Und darum war das für Joab ein Gräuel. Er sagt: Lass das mit dem Zählen.
Nicht wahr, Gott hat sowieso gesagt, die Nachkommenschaft von Abraham wird insgesamt unzählbar sein, wie man die Sterne des Himmels nicht zählen kann. Aber das reichte David nicht. Er wollte wissen, wie viele Untertanen er hat. Und da kommt seine falsche Motivation zum Ausdruck. Es war Hochmut da. Und verbunden natürlich damit: Er wollte ja nicht einfach nur wissen, wie viele Menschen insgesamt da sind, sondern er wollte die Armee wissen. Er wollte stolz wissen, wie stark wir militärisch sind.
Aber ich lese weiter in 2. Mose 30: Dies sollen sie geben, jeder zu den Gemusterten Übergehende die Hälfte eines Schekels nach dem Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel, die Hälfte eines Schekels als Hebopfer dem Herrn. Jeder, der zu den Gemusterten Übergehenden von zwanzig Jahren und darüber ist, soll das Hebopfer des Herrn geben. Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als die Hälfte eines Schekels, wenn ihr das Hebopfer des Herrn gebt, um Sühnung zu tun für eure Seelen. Und du sollst das Sühnegeld vonseiten der Kinder Israel nehmen und es für die Arbeit des Zeltes der Zusammenkunft geben. Und es soll den Kindern Israel zum Gedächtnis sein vor dem Herrn, um Sühnung zu tun für eure Seelen.
Es musste einen halben Schekel Silber geben, und dieses Silber wurde dann für die Stiftshütte verwendet. Interessant ist: Im Bibeltext in 2. Mose wird dann auch angegeben, wie viele Talente Silber da zur Verfügung standen für den Bau der Stiftshütte. Und wenn man diese Talente wieder umrechnet in Schekel und rechnet, wie viele halbe Schekel das gibt, dann kriegt man genau die Zahl von über 600.000, die in der Armee Israels gemustert wurden. Und es geht auf.
Das ist auch ein wichtiger Gedanke. Es gibt nämlich Leute, die sagen, die Zahlen in der Bibel seien zu hoch. Die Israeliten seien bestimmt nicht 600.000 ab 20 Jahren aufwärts gewesen. Dann müsste man noch die Frauen dazu rechnen, dann käme man schon mal grob auf 1,2 Millionen. Und dann noch die Kinder, das würde ja vielleicht ein 3- bis 4-Millionen-Volk ausmachen. Das sei viel zu hoch für die Israeliten in Ägypten.
Nein, es gibt verschiedene Tricks. Man sagt, dass man die Zahlen da runterkriegen kann, indem man den Text ganz leicht verändert. Nein, das geht gar nicht, das ist Bibelkritik. Und es geht auch nicht auf, weil es wirklich bestätigt wird: Mit dem Gewicht von Silber, geteilt durch die ermittelte Zahl, stimmt es.
Aber die Bibel sagt uns ja in 2. Mose 1, dass die Israeliten in Ägypten nicht nur fruchtbar waren. Sie waren sehr fruchtbar, und nicht nur sehr, es wird noch mehr betont: sehr, sehr fruchtbar. Also, die haben sich in Ägypten so vermehrt, dass die Ägypter wirklich für sich, menschlich gesprochen, ein Problem sahen. Wenn dieses fremde Volk da im Nil-Delta weiter so wächst und sich dann einmal gegen uns wendet, dann haben wir keine Chance.
Also dieses große ägyptische Volk hatte Angst vor einem Volk, das dermaßen eine Bevölkerungsexplosion erlebt hatte. Es war eine Bevölkerungsexplosion, aber die Zahl war also authentisch. Und Gott wollte da diese Zählung. Aber Davids Zählung, das war nicht Gottes Gedanke. Es war wirklich im Zusammenhang mit Hochmut: Wie stark ist meine Armee? Und es ist eben meine Armee.
Und da sehen wir in 2. Samuel 24: Und der Zorn des Herrn entbrannte erneut gegen Israel. Und dann heißt es: Er reizte David gegen sie, indem er sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda. Aber in 1. Chronika haben wir gelesen, dass der Satan aufstand gegen Israel. Er hasst alle Menschen. Satan hasst alle Menschen, und zwar nennt der Herr Jesus ihn in Johannes 8 den Menschenmörder von Anfang. Also am liebsten möchte Satan uns alle umlegen.
Und warum existiert die Menschheit immer noch mit etwa acht Milliarden Menschen? Das ist Gottes Gnade. Satan hätte uns alle schon längst umgebracht. Und all die Atombomben, die die Menschheit mehrmals vernichten könnten, die wären schon längst alle explodiert, wenn Gott nicht aktiv in die Weltgeschichte eingreifen und das unterbinden würde. Und er würde auch dafür sorgen, in seiner Vorsehung, dass Atomprogramme auch ausgeschaltet werden.
Und Satan hasst ganz besonders ein Volk aus allen Völkern, nämlich das Volk, das Gott für sich als irdisches Volk auserwählt hat. Darum steht er auf gegen Israel, und er reizte David, und er konnte ihn bei seinem Hochmut stechen. Er soll Israel zählen.
Und in 2. Samuel heißt es aber: Und der Zorn des Herrn entbrannte erneut gegen Israel, und er reizte David gegen sie, indem er sprach. Wie ist das zu verstehen?
So, 2. Thessalonicher 2. Es geht um den Antichristen, den Menschen der Sünde, den Sohn des Verderbens, wie er in Vers 3 genannt wird. Aber im 2. Thessalonicher 2, Vers 9 heißt es von dem Antichristen und seiner Ankunft in der Zukunft: Ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist. Also Satan wird bewirken, dass der Antichrist offenbar werden wird und dann aktiv werden wird in der Zukunft, nach der Wirksamkeit des Satans, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verlorengehen, darum, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden.
Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.
Nun wird hier beides gesagt: Der Satan wird bewirken, dass der Antichrist kommt mit all seinem Betrug. Und dennoch heißt es in Vers 11: Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns. Gott wird erlauben, dass Satan wirkt und den Antichristen eben kommen lässt. Aber Gott wird das eben erlauben als ein Gericht. Es heißt: damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.
Gott lässt zu, dass die Menschen, die bis zur Entrückung der Gemeinde das Evangelium abgelehnt haben, obwohl sie es gehört und verstanden haben, die wird Gott fallen lassen in den Irrtum. Gott könnte sagen, dass Satan das nicht darf, genauso wie er bis heute nicht erlaubt hat, dass die ganze Menschheit umkommt. Satan hätte sie schon längst umgebracht. Und trotzdem sehen wir so viele Menschen, die in Kriegen sterben.
Also Gott erlaubt, wo Satan seine Bosheit ausüben kann und wo sie eingeschränkt wird. Aber da, wo Gott eben erlaubt, müssen wir auch sehen, dass Gott eben in seiner Vorsehung ein Gericht zulässt.
Und darum wird der kommende Antichrist in der Offenbarung dargestellt im ersten Siegel: Der Reiter, gekrönt, ein Kriegsmann auf einem weißen Pferd, das ist der Antichrist. Er imitiert Christus, der am Ende der Drangsal kommen wird, auf einem weißen Pferd, gekrönt und als Kriegsmann. Dieses erste Siegel wird also Gottes Gericht sein über diese Welt, die das Evangelium verworfen hat.
Und darum wird hier gesagt: Gott sendet eine wirksame Kraft des Irrwahns. Aber nicht Gott ist der Urheber von dieser Lüge und diesem Betrug, sondern Satan. Aber Gott lässt es zu, genauso wie in Hiob 1 und 2 Gott zulässt, dass Satan in einem gewissen Rahmen Hiob angehen durfte. Aber es war nicht Gott, der Hiob plagte, sondern Gott hat in einem gewissen Maß eben Satan wirken lassen.
Und das finden wir noch mehr in 2. Chronika 20. Das ist jetzt wieder Hausaufgabe. Dort heißt es, dass die Engel sich vor Gottes Thron versammeln, und da kommt der Satan. Er wird dort genannt Haruach, der Geist, nicht nur ein Geist, ein böser Geist, der sagt: Ich will ein Lügengeist sein im Mund der Propheten von König Ahab. Und Gott erlaubt es. Und so weissagen die Propheten von Ahab, diesem gottlosen König, der wiederholt auch Gottes Warnungen abgelehnt hatte. Lässt Gott eben durch Lügenpropheten verführen.
Aber nicht Gott ist der Urheber von Irrtum, sondern er lässt zu, dass eben Ahab in Versuchung fiel. Ahab hat nicht gebetet: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Und das ist ganz wichtig.
Natürlich versucht Gott nicht zum Bösen, das sagt Jakobus 1 so ausdrücklich. Gott kann nicht vom Bösen versucht werden, und er selber verleitet niemanden. Aber er kann zulassen, dass das Böse wirkt.
Und vielleicht noch eine Stelle, nebst 2. Chronika 20: Sprüche 22,14. Der Mund fremder Frauen ist eine tiefe Grube; wem der Herr zürnt, der fällt hinein. Fremde Frauen ist im alttestamentlichen Sprachgebrauch ein spezieller Ausdruck für kanaanitische Frauen, die ja über den Baalskult so eng mit Prostitution, mit Tempelprostitution verbunden waren. Und hier wird gesagt: Der Mund fremder Frauen, also das ist nicht etwas, was gegen Frauen gerichtet ist, sondern es geht gegenüber unmoralischen Frauen, ist eine tiefe Grube; wem der Herr zürnt, der fällt hinein.
Ja, denn ein solcher betet nicht: Und errette uns von dem Bösen, führe uns nicht in Versuchung. Gott kann also eben das Leben so führen, dass er Versuchungen von vornherein abblockt oder in Versuchungen auch spezielle Bewahrung schenkt. Aber da, wo jemand nicht will, lässt Gott fallen. Das ist der Punkt.
Und so ist es zu verstehen: Satan als Feind Israels stand auf und reizte David zum Hochmut, und David ist darauf eingegangen, und das war ein Gericht Gottes, dass Gott David da nicht bewahrt hat.
Die Reichweite der Zählung und die geistliche Ursache des Fehlers
Nun will David ganz Israel zählen. Der bewohnte Bereich Israels im Alten Testament ist speziell der Bereich von Beerscheva, also die Stadtgrenze am Nordende der Negevwüste, die nur schwerlich bewohnt war, und dann hinauf bis zum äußersten Punkt Dan. Dan ist auch heute die Nordspitze der israelischen Grenze gegenüber Syrien und dem Libanon.
In diesem Bereich wollte er alle zählen. Und wie wir gesehen haben, erkennt Joab sofort, dass das gegen Gottes Wort ist. Aber David beharrt auf der Zählung, und so geht es los.
Vers vier: Dickköpfig heißt es: Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab und gegen alle Obersten des Heeres. Also mussten sich alle hohen Militärs mit dem General an dieser Musterung beteiligen. Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor dem König, um das Volk Israel zu mustern.
Da würde natürlich der Grundsatz aus Apostelgeschichte 4 und 5 gelten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Aber sie haben es trotzdem getan. Sie gingen über den Jordan und lagerten in Aroer, rechts von der Stadt, die mitten im Flusstal von Gad liegt. Das ist also das Gebiet von Jordanien südlich vom See Genezareth. Dort ist Aroer, und dort ist das Stammesgebiet von Gad, und weiter nach Jasa hin.
Und sie kamen nach Gilead, in das Land Tachtim-Hodschi. Auch das ist Gilead, heute Jordanien. Es gehörte damals zum Land Israel, immer noch südlich vom Toten Meer, in das Land Tachtim-Hodschi. Und sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgebung von Sidon. Da sind wir bereits im Libanon, heute im Libanon. Das war auch Land Israel. Und sie kamen zu der festen Stadt Tyrus.
Tyrus, Sidon, der Südlibanon gehörte zu Israel. Das muss man wissen, auch bei dem aktuellen Geschehen, nicht wahr? Die Hisbollah in diesem Gebiet wird jetzt völlig ausgenommen. Die Bevölkerung musste über den Litani-Fluss gehen und jetzt sogar noch weiter nördlich über den nächsten. Das ist ein Querfluss, und Israel wird das jetzt besetzen, aber das ist ursprünglich Land Israel.
Darum haben sie also bis Tyrus und Sidon und zu allen Städten der Hewiter und der Kanaaniter gezählt. Und sie zogen hinaus in den Süden von Juda nach Beerscheva. Da sind wir jetzt ganz unten am Nordende der Negevwüste.
Vers acht: Und sie zogen umher durch das ganze Land und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.
Das erinnert wieder an die Geschichte mit Batseba. David hatte sich ja ganz offensichtlich und schwer versündigt durch den Mord an Uria und durch den Ehebruch mit Batseba. Und er hat das nicht eingesehen und sich verstockt. Aber er war auch nicht mehr glücklich. Im Psalm 32 beschreibt er, wie ihn das innerlich, wirklich körperlich, krank machte. Und erst als eben das Kind geboren war, aus diesem Ehebruch, das war also neun Monate später, kam dann Nathan auf Besuch, und es kam zum Zusammenbruch und zur Buße bei David.
Eine Schwangerschaft geht bekanntlich rund neun Monate. Ja, so genau kann man das auch nicht sagen. Und hier haben wir wieder: neun Monate und zwanzig Tage ging das Ganze. Und David hat in diesen Monaten nicht erkannt: Es ist wirklich falsch, es ist mein Hochmut, der mich gestochen hat, und es ist gegen 2. Mose 30.
Das Erwachen des Gewissens und die Frage nach den Zahlen
Und Joab gab dem König die Zahl des gemusterten Volkes an. In Israel waren 800 Kriegsmänner, die das Schwert zogen, und die Männer von Juda waren 500 Mann.
Und jetzt kommt die Wende, Vers 10: Aber David schlug das Herz, nachdem er das Volk gezählt hatte. Und David sprach zu dem Herrn: Ich habe sehr gesündigt in dem, was ich getan habe. Und nun, Herr, lass doch die Ungerechtigkeit deines Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr töricht gehandelt.
Sein Herz schlug, das bedeutet, er bekam ein schlechtes Gewissen. Nicht wahr, beim schlechten Gewissen ist das so, dass die Nebennieren Adrenalin ins Blut ausschütten. Das bewirkt dann, dass sich die Gefäße verengen und das Herz schneller schlägt. Das ist der Ausdruck eines schlechten Gewissens.
Im Alten Testament gibt es das Wort Gewissen nicht. Im modernen Hebräisch haben wir jetzt eins: Mazbun. Aber das Wort Gewissen, das Paulus im Griechischen braucht, in Römer 2, alle Menschen haben ein Gewissen bekommen und wissen von daher, dass sie Sünder sind, dabei verwendet er das griechische Wort für Gewissen. Im Alten Testament ist das eben anders. Wenn ein Wort in einer Sprache fehlt, dann ist es nicht einfach nur weg, sondern dann drückt man das ganz anders aus. Darum ist der Ausdruck für ein schlechtes Gewissen im Alten Testament: Das Herz schlug.
So etwas haben wir auch schon gehabt in 1. Samuel 24,6, als David einen Zipfel des Kleides von Saul, als er auf der Toilette war, in der Höhle in En-Gedi abgeschnitten hatte. Da hat sein Herz geschlagen. Nur war es dort keine Sünde. Er wurde ja gerade von seinen Freunden gedrängt, eine Sünde zu begehen und Saul zu töten. Für ihn war klar: Nein, das ist der von Gott eingesetzte Gesalbte, ich darf ihn nicht antasten. Wenn Gott ihn wegtun will und die Regierung stürzt, dann macht er das, aber ich mache das nicht.
Und er dachte: Ich lasse ein Stück an seinem Kleid abschneiden, und dann wird Saul sehen, ich hatte die Chance, ihn zu töten, habe es aber nicht gemacht. Aber sogar das, sagte er, das Königskleid von dem Höchsten Israels, der gerade auf der Toilette war und nichts merkt, sowas von peinlich, dass sie das geschafft haben. Das waren eben Helden, die schaffen Dinge, die menschlich gar nicht möglich sind. Doch, sie haben das geschafft, aber David hat ein schlechtes Gewissen. Und das Gewissen kann eben manchmal anklagen, wo keine Sünde vorliegt. Da müssen wir es durch das Wort Gottes korrigieren. Bei David war das möglich, denn es war wirklich wichtig, dass Saul dieses Zeugnis hatte und auch ganz Israel, um zu sehen: David ist nicht schuldig geworden an Saul, sondern er hat gewartet, bis die Zeit für Gott gekommen war.
Hier schlug das Herz, und das war Sünde. Und man kann es mit der Bibel auch bestätigen. Jawohl, das Gewissen hat richtig funktioniert. 2. Mose 30.
Und jetzt zum Schluss noch eine Hausaufgabe bis heute Ende Nachmittag. Hier lesen wir in Vers 9: Joab gab dem Volk die Zahl des gemusterten Volkes an, und in Israel waren 800 Kriegsmänner, die das Schwert zogen, und die Männer von Juda waren 500 Mann.
Und jetzt lesen wir die Parallelstelle in 1. Chronik 21,5: Und Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes David an, und es waren in ganz Israel eine Million einhunderttausend Mann, die ihr Schwert zogen, und in Juda vierhundertsiebzigtausend Mann, die ihr Schwert zogen. Levi aber musterte er nicht unter ihnen, denn das Wort des Königs war Joab ein Gräuel.
Also, in 2. Samuel lesen wir von 800 in Israel und 500 in Juda. Hier lesen wir von einer Million einhunderttausend. Das sind doch 300 Unterschied. Und 2. Samuel spricht in Juda von 500 Mann, und der erste Chroniker spricht von 470 Mann. Bitte harmonisieren.
Ja, oft kommen Muslime mit solchen Stellen. Es gibt ja ganze Sammlungen im Internet, gerade im Zusammenhang mit Zahlen. So: Seht ihr, die Bibel widerspricht sich, ihr müsst dem Koran glauben. Gut, jetzt können wir den Spieß drehen und gerade ein solches Beispiel geben. Also jetzt gerade, vielleicht für kritische Muslime, die den Livestream mit anschauen: Jetzt hat man ein paar Stunden Zeit, wie alle Zuhörer hier, die Sache zusammenzubringen. Und ich verrate: Es geht auf, und zwar wirklich verblüffend.
Und wenn man das jetzt eben als Kritiker der Bibel nicht zusammenbringt, übrigens, ihr könnt auch KI brauchen, aber ich warne: KI kann nur das zusammensuchen, was auf dem Internet da ist. Und wenn es eben noch Literatur gibt, die auf dem Internet nicht gespeichert ist, dann holt KI das nicht, denn KI ist ja keine Intelligenz. Es ist künstliche Intelligenz, wie das genannt wird, aber es ist nicht mal Intelligenz, es ist nur künstlich. Es ist alles Mathematik, Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und linguistische Modelle und Algorithmen, Algorithmen, Algorithmen.
Man darf das auch zu Hilfe ziehen und kann KI den Auftrag geben: Harmonisiere 1. Chronik 21,5 und 2. Samuel 24. Die Maschine gehorcht, sucht ab, was auf dem Internet zu finden ist, aber ich glaube, es kommt ja darauf an, welches Modell man benutzt. Dass nicht unbedingt dort die Lösung ist. Also sucht sie selber.
Und dann muss man eben Kritikern sagen: Nach einigen Stunden, man kann auch 14 Tage Zeit geben, wenn die Lösung nicht kommt, dann sind sie vielleicht doch nicht die geeigneten, um zu entscheiden, ob da ein Fehler ist oder nicht. Denn da, wo man zeigen kann, es ist kein Fehler und sie finden die Lösung nicht, ja, dann sind sie nicht die richtigen Leute.
Also, schönen Nachmittag!
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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