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Ein großer Lobgesang

01.12.1959Epheser 1,9-14

Einführung in den Zusammenhang des großen Satzes

Wir wollen mit der Episode im Brief weitermachen. Wir sind ungefähr bei 1. Apostelgeschichte 9 bis 14. Ich möchte Ihnen den Zusammenhang dieses großen Satzes etwas klarer machen. Von Kapitel 30 bis 14 ist es ein einziger Satz, den wir gemeinsam durchsehen wollen.

Jeden Dienstagabend denke ich: „Nee, nee, die müden Leute haben doch unterwegs abgeschaltet.“ Ich sollte einfach jeden Abschnitt für sich erbaulich besprechen und nicht versuchen, den gesamten Zusammenhang herzustellen. Aber dann fällt mir ein: Dieser Brief wurde an Sklaven und einfache Leute geschrieben, und damals gab es keinen Pastor, der das noch erklärt hat – und trotzdem haben sie es verstanden. Wie ist das überhaupt möglich?

Das ist möglich, erstens, weil der Geist Gottes durch das Wort wirkt und es den Menschen deutlich macht. Zweitens war es möglich, weil die Leute ein geistliches Verlangen hatten. Ich denke, das haben wir auch, gerade während der Weihnachtszeit, gar nicht verloren. Deshalb habe ich Hoffnung.

Ich möchte Ihnen kurz sagen: Schauen Sie bitte in Ihre Bibel. Vers 3 ist die Überschrift für den ganzen Abschnitt bis Vers 14: „Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi“ – ein Lobgesang.

Nun folgen zwei große, eigentlich drei große Abschiede in Vers 4. Dalo Paulus. Haben Sie alle mitbekommen? Sie haben keine Bibel mehr? Übrigens, wenn ich keine Bibel habe, die ganze Bibel, können Sie noch irgendwelche anderen Testamente nehmen. Den Leuten hier eine Bibel zu geben? Ja, nur die ersten Männer hatten alle eine Bibel. Es macht gar keinen Sinn, wenn man gar keine Bibel hat, überhaupt hineinzukommen.

In der Spie, also: „Gelobt sei Gott.“ Melden Sie sich, wenn keine Bibeln da sind. Informationsversammlungen brauchen keine Bibel, aber hier? Bei der Bibelstunde braucht man die Bibel. Haben Sie das bemerkt? Warum heißt es Bibelstunde? Mir fehlt die Sonne, nicht mehr. Ja.

Überblick über den Abschnitt 3-14

Epistel 1

Jetzt geht es um den Streit, das hörst du in Kapitel 3, Verse 3 bis 14. Das ist der Einsatz. Und dann wollen wir gern etwas Kleines daraus machen. Dieses riesige Goldstück wollen wir in viele Markstücke wechseln, um es dann ausgeben zu können. Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi – das ist die Überschrift.

Nun gibt es drei große Absätze im Streit, genauer gesagt in Kapitel 4. Sankt Paulus möchte, dass seine Brüder und Schwestern wissen: Wir sind fehlbar. Wir sind nicht die Grundlage der Welt. Der Mittelpunkt ist das ewige Wort, auf dem unser Glaube ruht. Er hat die Welt gegründet, und darauf haben wir unseren Glauben aufgebaut.

Dann haben wir gemeinsam Kapitel 5 bis 8 besprochen. Danke, Paulus, für die Kindschaft, die du Gott gegenüber beschreibst. Jesus hat uns diese Kindschaft geschenkt. Das bedeutet, wir sind Kinder des lebendigen Gottes.

Ich denke an den Tag zurück: Wenn ich fünfmal unglücklich war, war ich zuerst aufgeregt. Am Ende des Tages sage ich mir: Ich muss alles loslassen können, wenn ich bewusst wäre, dass ich ein Kind Gottes bin. Ja, das ist das Größte. Danke für die Kindheit.

Jetzt kommt der schwierige Abschied, Kapitel 9 bis 14. Dort steht wieder: Gelobt sei Gott und Christus. Paulus dankt – ich will es mal ganz allgemein sagen – für das Zukünftige, für das, was noch kommt.

Das Geheimnis des zukünftigen Segens

Und nun lese ich – gelobt sei Gott, der Vater – aus Vers 9 bis 14, zum Thema des Zukünftigen. Ich lese jetzt vor und betone dabei ab und zu, damit Sie es besser merken. Sie erinnern sich: Wir haben das Ganze mit einem Pudding verglichen, über den Vanillesoße gegossen wird. Der Pudding ist fest und dichter, und ab und zu ist die Garnierung darauf. Bin ich damit klar?

Jetzt geht es um das Neue, das Zukünftige. Gott hat uns wissen lassen, was sein Wille ist. Es hat ihm gefallen, uns dieses Geheimnis seines Willens zu offenbaren. Verstehen Sie, dass sich sein Wohlgefallen darauf bezieht? Er hat uns das Geheimnis seines Plans offenbart, statt es für sich zu behalten. Dieses Geheimnis hat er sich selbst vorgesetzt, nämlich Jesus.

Es sollte ausgeführt werden, wenn die Zeit erfüllt ist – das Geheimnis, dass alle Dinge in Christus zusammengefasst werden als dem Haupt. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, wird durch ihn vereint. Auch wir, die wir zuvor verordnet wurden, sind Teil dieses Plans. Dies geschieht nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge wirkt, nach dem Rat seines Willens.

Das Ziel ist, dass wir zum Lob seiner Herrlichkeit sind, die wir zuvor in Christus hatten. Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung, gehört. Durch ihn seid ihr gläubig geworden und seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung versiegelt worden.

Der Heilige Geist ist das Pfand unseres Erbes zur Erlösung, damit wir sein Eigentum sind, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Die Herausforderung der Verkündigung in der Weihnachtszeit

Hören, verstehen und der Pastor verzweifelt, wenn er müde Leute in der Weihnachtszeit sieht, die sich anstrengen, ja sich aufraffen. Manche Frauen sind vor Weihnachten mit Putzen beschäftigt und fühlen sich dadurch belastet. Lassen Sie diesen Unsinn bitte nach Weihnachten machen. Bitte, Sie als Christen, lassen Sie sich nicht vom Trubel des Weihnachtsmarktes mitreißen. Manche können es jedoch nicht lassen.

Da sitzen sie lieber und schlafen fast ein. Man kann darüber nur verzweifeln. Ich kann das gut nachvollziehen. So ist das eben. Ich hoffe, es geht Ihnen ähnlich.

Aus den Gründen, die ich eben genannt habe, lobt Paulus Gott, der uns ganz ähnliche Güter schenkt. Er sagt, dass Gott zu Kindern gemacht hat. Und er schenkt uns das Zukünftige, das Kommende.

Paulus richtet unseren Blick auf das Zukünftige – und zwar in zwei Abschnitten: Kapitel 9 und 10 zeigen uns das Zukünftige im Großen, während Kapitel 11 bis 14 es uns persönlich nahebringen.

Wenn wir also den großartigen Aufbau des gesamten Abschnitts betrachten, erkennen wir, dass wir nicht einfach so hier sind. Warum? Weil wir nicht warten müssen, sondern kluge Menschen sind. Es lohnt sich, diesen Gedanken weiter zu verfolgen.

Paulus spricht vom Geschenk der Zukunft an Christen. Kapitel 9 und 10 zeigen das Zukünftige im Großen. Kapitel 11 bis 14 zeigen, was uns persönlich geschenkt wird.

Wir müssen die zukünftigen Dinge im Großen verstehen. Dort heißt es doch, dass alle Dinge zusammengefasst sind in Jesus Christus, was im Himmel und auf Erden ist.

Die Heilung der Risse in der Welt durch Christus

Das möchte ich Ihnen erklären: Es ist eine großartige Sache. Sehen Sie, die Welt ist voller Risse.

Zum Beispiel gibt es Risse zwischen allen Menschen. Ich möchte wissen, wie viele Ehepaare hier sitzen, die gerade heute Abend Streit hatten. Das ist wirklich schlimm, aber auch ein bisschen typisch. Ich verstehe das nicht mehr. Warum machen junge Leute das? Das sind Risse in den Häusern, zum Beispiel zwischen dem ersten und dem zweiten Stockwerk. Das sind Risse.

Auch zwischen Parteien gibt es Risse. Sie können nicht zusammenkommen – CDU und SPD zum Beispiel. Das sind Risse zwischen Völkern. Ganz schüchtern betrachtet. Dann gibt es religiös gesehen Risse zwischen den Kirchen, aber auch zwischen den verschiedenen Religionen. Unterschiedlicher kann man kaum sein.

Man könnte stundenlang weitermachen, und ich könnte morgen früh noch davon sprechen. Ich halte diese Risse für eine der schrecklichsten Wirklichkeiten. Der lebendige Gott trieb die Menschen aus dem Paradies und stellte sie mit dem bloßen Schwert vor das Paradiestor. So ist alles zerrissen: zwischen Gut und Böse, zwischen Menschen untereinander.

Aber da sagt Paulus: Gelobt sei Gott! Ja, unsere Zukunft ist sicher. Er wird eines Tages alle Risse heilen und alles zusammenfassen, was im Himmel und auf Erden ist – in Jesus Christus.

In manchen Handschriften der Bibel steht sogar noch: „in Christus, als dem Haupt“. Das ist eine Erklärung, die ich noch deutlicher machen möchte: Jesus wird alles zusammenführen. In jeder Sammlung ist das so beschrieben.

Das ist eine Darstellung der zukünftigen Welt, wie sie sein wird. Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben, aber sie sind nicht mehr getrennt. Stattdessen wird die Hütte Gottes bei den Menschen sein. Es wird Frieden geben zwischen Gott und Mensch.

Unter den Menschen wird es keine Risse mehr geben, keinen Krieg, keinen Streit. Eine große Harmonie wird herrschen – zwischen Himmel und Erde, Engeln und Menschen, Gott und den Menschen, Kindern, die alle miteinander zusammenpassen.

Wenn ihr das erlebt, ist das wundervoll. Mit einem Satz ist das Ziel Gottes beschrieben: In Jesus wird eines Tages alles zusammengefasst sein. Das ist die wunderbare Sprache des Heiligen Geistes. In Jesus wird zukünftig alles vereint sein. Das ist Gottes Ziel.

Gottes Werk zur Versöhnung und die Realität der Gegenwart

Jetzt können Sie mich verstehen: Gott fing daraufhin schon an zu arbeiten. Gottes Ziel ist hier nicht das Ende, sondern die Zukunft. Aber es ist merkwürdig, wie er auf diese Sache hinarbeitet. Zum Beispiel sind die Kirchen zwar getrennt, doch die Gläubigen sind permanent zusammen.

Heute Morgen hatte ich eine Sitzung der Allianz zur Vorbereitung der großen Evaluation von Billy Graham im nächsten Jahr im September. Sämtliche Freikirchen und Kirchen waren vertreten, und das ist einfach schön. Man sieht, wie der Geist Gottes schon daran arbeitet, die Risse zu heilen.

Ich bin eben aus Dortmund gekommen, wo es zugegangen ist wie bei den Bürstenbindern. Als Jesus in das Haus kam, wurden die Menschen nicht sofort bekehrt. Doch auf einmal waren die Risse geheilt. Wo Jesus hinkommt, werden Risse geheilt. Was bedeutet das? Wenn Jesus kommt, werden Risse geradegerückt.

Darum sind wir auch bei Kindergottesdiensten oft mit dem Schwierigsten konfrontiert, was man sich vorstellen kann. Klar, Jesus arbeitet schon darauf hin, aber das Ende ist, dass alles in ihm zusammengefasst wird.

Jetzt muss ich an Christen denken, die sagen: Was wird denn aus denen, die Jesus nicht wollen? Das ist eine wichtige Frage. Zum Beispiel gibt es in dem Bild von der Zukunft, wo alles Himmel und Erde unter einem zusammengefasst sind, auch die neue Himmel und die neue Erde. Wo sind da der Teufel, die Dämonen und die Ungläubigen? Das heißt nicht die, die nichts wussten, sondern die Ungläubigen.

Die Frage ist klar: Wo sind sie? Aufgrund solcher Worte gibt es zu allen Zeiten Christen, die sagen, am Ende wird alles wieder zusammengebracht. Man nennt das die Allversöhnung. Es gibt aber auch andere, die sagen, am Ende wird sogar der Teufel sich noch unterordnen und alles wird unter Jesus sein.

Es gibt Stellen, die dafür sprechen könnten, aber man hat nicht nur diese. Ich kann mich nicht mit der Isolierung von der Allversöhnung anfreunden, denn sie ist nicht klar. Sie ist nicht klar in der Liebe persönlich.

Darum hat ein großer Gottesmann, Samuel Keller, gesagt: Das Ende der Verlorenen ist die endgültige Vernichtung. Gott wird am Ende einfach auslöschen, was nicht persönlich ist. Die endgültige Vernichtung ist keine Möglichkeit, ich glaube nicht an Versöhnung, die dem Wort widerspricht. Wie Jesus sagte: Der Weg ist breit und führt in die Verdammnis. Dort ist kein Platz für eine Person.

Es wird einfach das, was nicht persönlich ist, nicht mehr sein. Jetzt will ich Ihnen ganz offen sagen: Ich weiß es nicht. Das ist das Wunderbare. Je höher man darüber nachdenkt, desto mehr bleibt dieses Problem offen. Es ist nicht zum Angreifen, sondern Paulus hat einmal gelobt, dass am Ende alles zusammengefasst ist. Er ruft uns damit auf, darauf zu achten, dass auch wir in dieser großen Versöhnung stehen.

Darum ruft Gott dich heute. Darum ist er schon für dich gestorben. Darum kannst du heute bei ihm Vergebung und Heilung bekommen und ganz werden. Heute kannst du Frieden mit Gott bekommen und heute Frieden mit deinem Nächsten schließen. Du kannst heute schon ein Friedenskind werden.

Gott lässt diese dunkle Frage offen, sie bleibt in der Bibel immer ein bisschen offen.

Das Ziel Gottes und die Gewissheit des Glaubens

Was wird aus der Welt? Und was, wenn dein Herz bald verstockt ist? Ich bin froh, dass ich dich nicht richten muss. Doch die Frage beschäftigt mich in Ruhe.

Wenn das das Ende ist – ist das alles? Oder wird am Ende alles im Haupt zusammengefasst, Himmel und Erde, alle Kreaturen? Dann muss ich heute ein paar Stunden darüber nachdenken, zu Jesus zu gehören. Das sind ganz starke Gedanken. Paulus spricht von dieser herrlichen Botschaft. Wenn ich darüber nachdenke, wie es jetzt in der Welt aussieht, macht mir das Kopfzerbrechen. Wie geht es weiter mit der Welt? Was meint er damit?

Da sitzt man mit seinem alten Kopf und fragt sich: Wie soll das gehen? Junge, Junge, wie geht das weiter? Und dann steht Paulus ganz vergnügt da und sagt: Wir wissen, dass alles unter Jesus einmal zusammengefasst wird. Da wird noch eine ganze Menge passieren. Aber gelobt sei Gott, der Vater, dass ich weiß, wie das Ganze ausgeht. Und dass ich mich jetzt schon unter das Haupt Jesu stellen kann, ist eine großartige Sache. Dafür kann man nur danken.

Ich habe das Gefühl, dass viele Christen das Bild brauchen, um zu verstehen, warum sie durchhalten sollen. Die Welt ist wie ein Sturm, viele haben schon den Kopf unter Wasser und sehen keinen Ausweg mehr. Aber ich muss sagen: Luft schnappen! Leute, wir kommen über Wasser und sehen schon das Land. Alles wird unter dem Haupt zusammengefasst. Paulus sagt, das ist allerdings ein Geheimnis. Ich habe es lange nicht gewusst. Du hast es vielleicht auch noch nicht gewusst. Aber Gott hat es ihm gefallen, uns dieses Wissen zu schenken.

Als meine Kinder noch klein waren, war es immer ein großer Spaß, Geheimnisse zu haben. Etwas, das nur wir wussten. Das war etwas Besonderes, unser Geheimtipp. Keiner sonst wusste davon. Und wenn dann ein großes Fest war, wurde das Geheimnis mitgeteilt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

So tragen wir heute dieses große Geheimnis mit uns herum: Diese Welt wird nicht einfach zerstört, obwohl sie es tausendmal verdient hätte. Sie wird erneuert. Alles wird unter Jesus, dem Haupt, zusammengefasst. Und das ist Gottes Wille und Wohlgefallen, uns das wissen zu lassen.

Das zukünftige Erbe im Großen und Persönlichen

Ich glaube, ich lese jetzt noch einmal die Verse 9 und 10. Dort hat er uns das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen offenbart. Er hat es so festgesetzt in Jesus, damit es ausgeführt wird, wenn die Zeit erfüllt ist.

Ob alle Dinge im Himmel und auf der Erde in Christus zusammengefasst werden, ist klar. Ich lobe Gott im Blick auf die zukünftige Herrlichkeit. Alles war groß, die Frau ist groß, aber ich liebe heute in meinem kleinen Bereich. So sagt Paulus das.

Gut, dann sollst du es jetzt auch noch einmal für dich persönlich hören. Von Vers 11 bis 14 wird uns gesagt, was das Zukünftige für den einzelnen Gläubigen bedeutet. Durch Jesus sind wir zum Erbteil gekommen.

Wenn du sagst, die große Entwicklung der Welt interessiert mich nicht so sehr, dann sagt der Heilige Geist hier: „Gut, damit ich dir sagen kann, du Christ, dass du ein großes, herrliches Erbe hast.“ Dieses Erbe ist unveräußerlich und unbefleckt. Es steht dir zu.

Ich bin oft krank, habe Bandscheibenschmerzen oder Zahnweh. Doch ich werde getröstet, weil ich an das herrliche Erbe denke, das Gott für mich bereitet hat. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, und das ist keine vorübergehende Angelegenheit.

Dort wird alles Ungewisse und alle Versprechungen, wie zum Beispiel „Ich komme wieder“, Wirklichkeit. Diese Wohnungen sind schon gebaut. Ein ehrliches Erbe erwartet uns.

Es gibt so einen schönen Vers, den Volker Gerhardt hoffentlich zusammenbekommt. Er spricht davon, wie er sein Leben durch die Welt treibt, aber nicht in diesem armen Zelt bleiben will. Er wandert auf der Straße, die zur Heimat führt, wo sein Vater ihn begrüßen wird.

Dann spricht er vom Erbe: Dort will er immer wohnen und nicht nur als Gast. Er ist gestern auf Erden gewesen, aber nicht nur als Gast bei denen, die mit Kronen ausgeschmückt sind. Dort wird er herrlich singen von Gottes großen Taten und frei von irdischen Dingen in seinem Erbteil ruhen.

Ich habe verstanden, was „durch Jesus“ bedeutet. Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, aber wir kommen gleich noch darauf. Im Geist, wenn ihr schon hineinschauen wollt.

Vers 13 am Schluss sagt: „Ihr seid versiegelt mit dem Heiligen Geist.“ Vers 14 nennt ihn das Pfand unseres Erbes. Wir werden gleich noch darauf eingehen.

Die Bedeutung der Versiegelung mit dem Heiligen Geist

Das Angebot unseres Glaubens? Hier wird ein Gleichnis erzählt: Ein junger Mann hatte enorme Schulden, obwohl er selbst nichts dafür konnte. Trotzdem gewährte ihm jede Bank einen riesigen Kredit. Warum? Weil er der einzige Erbe eines großen Vermögens war. Dieses Erbe war bereits von vielen Schwierigkeiten belastet, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis der Staat eingriff.

Der junge Mann erhielt also Kredite an allen Ecken und Enden, obwohl er eigentlich noch nichts leisten konnte. Man könnte sagen, er hatte eine sichere Zukunft vor sich, denn das Erbe war ihm sicher. So konnte er trotz seiner Schulden weitermachen.

Ähnlich ist es mit uns: Wir können schon jetzt „Kredit“ aufnehmen, weil das himmlische Erbe uns gehört. Vielleicht fühlen wir uns manchmal arm oder unzulänglich, aber wir dürfen auf das große Erbe und den „Kredit“ der Freude vertrauen. Wir können alles überwinden, weil der ungeheure Reichtum durch Jesus für uns sicher ist.

In ihm sind wir zum Erben geworden. Das ist sehr deutlich: In ihm haben wir ein Erbe, das wir noch gar nicht sehen, aber dennoch sind wir ihm schon nahegekommen. Wenn man den Psalm 14 betrachtet, wird klar, dass wir bereits eine Anzahlung auf dieses himmlische Erbe erhalten haben. Diese Anzahlung ist der Heilige Geist, der in uns wohnt.

Das griechische Wort für Anzahlung, „arabo“, stammt aus dem Geschäftsleben der Antike. Wenn ein Grieche früher eine Anzahlung für einen Kauf machte, war das eine verbindliche Vereinbarung. So gab es schon damals Ratenkäufe, das ist keine moderne Erfindung. Dieses Wort „arabo“ bedeutet also, dass wir eine Art Anzahlung auf unser zukünftiges Erbe erhalten haben.

Du musst nicht durch das Jordantal gehen, um sicher zu sein. Du weißt bereits, dass Jesus für dich sein Blut vergossen hat. Damit ist das Erbe für dich sicher. Auf was will ich mit der Anzahlung hinaus? Du kannst an den Heiligen Geist glauben. Er ist wie eine Anzahlung auf die ewige Welt, die schon jetzt Stück für Stück in dir lebt.

Es ist nicht einfach nur eine große Behauptung, sondern eine Tatsache: Du hast jetzt schon einen unbeschreiblichen Reichtum in dir. Das ist das Zukünftige, persönlich ausgedrückt. Also, du hast das Erbe sicher, wenn du zu Jesus gehörst.

Der Weg zum Erbe und die Bedeutung des Glaubens

Nein, na, das war also nun fürs Bett. Und dann haben wir noch bis 14 Uhr, und dann würde ich doch annehmen, dass du noch mitkommst? Schauen Sie durch – wo schläfst du? Mir fällt auf, dass du nicht einschläfst. Hat der Besuch hier schon Schluss gemacht? Das ist ganz gut, denn Joseph, oder besser gesagt Dr. Josef, hatte es einfacher, aber ich kann dir das ersparen.

Wir haben das Schloss, unter dem wir gehen. Sie müssen – sie müssen die wachsende Erkenntnis des Weges haben. Müssen sie es lassen? Verlieren sie den Mut? Sie sehen: Sie verlieren nicht mehr, als sie nicht haben. Was würdest du jetzt hier machen? Nachdem Paulus das wieder persönlich gesagt hat, was du zukünftig erwarten kannst, und das Erbe? El Pappig wird mir noch näher erklären, wie das Erbe aussieht.

Nicht etwa so, wie es am 21:07 Uhr in Jerusalem geschildert wird. So wird es logisch dargestellt. Nein, ich will jetzt meine Dauer schildern, mein lieber Wilhelm Busch, wie das Erbe aussieht. Und das tut Paulus nicht in dem Brief an die **. Ja, das genügt: die Erben und das Erbe und die Anzahlung habe ich doch gesagt, hinterher. Aber darüber, was wir erwarten, gibt es eine Schilderung des Erbes.

Paulus sagt noch einmal: Ich will euch genau sagen, damit hier keine Missverständnisse aufkommen, wie man an das Erbe noch einmal hinkommt. Damit das ganz klar ist. Und dann fehlt dir auch der Weg zum Glauben. Wie man ihn bekommt: Erstens, man wird ewig erwählt sein. Zweitens, man hört das Wort der Seligkeit. Drittens, man wird gläubig. Viertens, man wird versiegelt mit dem Heiligen Geist. So wird das Erbe verehrt.

Wenn du das nicht hast, dann spitze ich: Ich bin hier auf das Erbe, dann wirst du erstaunt sein, wie es eben nicht so ist. Und da habe ich erst gedacht, ich würde auch viel dabei sein. Aber das geschieht hier, statt nochmal zu sagen, wie ich dazu komme.

Und da bekomme ich von lieben Freunden ein Wladimir und ein Kirchenblatt. Wie ich das gelesen habe, da habe ich gedacht: Ich habe recht gehabt, warum Paulus nochmal genau sagt, wie man das Erbe hinkommt. Denn darüber hat selbst die evangelische Kirche keine ganze Klarheit.

Es ist also das Lebensbild des Bischofs – nicht des Hamburger –, trotzdem haben wir gegenwärtig das Lebensbild eines Bischofs, der jetzt lebte. Ganz Kerl, nicht der Ingo Nadler, der erst gearbeitet hat und so, und er steuert die Kirche. Wenn ich ihn einfach mal vorlese, hoffe ich, Sie sind geistig reif genug, das zu verstehen, wie fantastisch das ist.

Er kommt aus dem Gemeinschaftskreis und lernte die große Gefahr eines pietistischen Frömmigkeitsstils kennen. Wenn es ein Frömmigkeitsstil ist, der, so sagt er selbst, wieder pietistisch und untreu geworden ist. Jung, Sünder aus Gnaden allein – wird hier etwa die Rechtfertigung durch die eigene Bekehrung und das Bekehrtsein nur allzu oft in den Mittelpunkt gerückt?

Es komme aber alles darauf an, so betont Bischof Doktor, den Schritt vom Pietismus zum Luthertum zu tun. Haben Sie ihn schon getan? Das heißt den Schritt zur Erkenntnis, dass Gottes zuvorkommende Gnade am reinsten in der Taufe ausgesprochen wird. Da bleibt mir der Verstand stehen – und sowas sagt ein Bischof in der Deutschen evangelischen Kirche.

Es lohnt sich aufzuregen. Habe ich heute schon achtmal aufgeregt, ich weiß nicht, was ich machen soll. Also fragen wir ja einfach mal die Bibel. Weg zu mehr: Der Mann sagt, bekehrt euch zum Müller dumm und kauft Unglauben ein. Davon sehe ich hier momentan nichts.

So sehe ich, dass Paulus sagt: Der Weg zu dem Erbe ist – nein, ich kann es zusagen – du bist Kind, wirst Kinder haben, Erben sein. Der Weg ist: Du wirst Kind Gottes, wirst ein Kind Gottes sein. Du hörst das Wort der Seligkeit, der Rettung. Ist das wirklich so? Du wirst gläubig werden. Gläubig werden heißt vor allem das Unglaubliche zwischen Vers 1 und jetzt.

Du wirst versiegelt werden mit dem Geist. Siehst du mich? Da habe ich jetzt immer – äh – das Ablesen ist inzwischen verstehen, durch welchen Weg wir auch zum Erbteil gekommen sind. Die wir zuvor ordnen nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge wirkt, nach dem Rat seines Willens.

Wir sind von Ewigkeit her verordnet durch den Rat dessen, der alle Dinge wirkt (Vers 13). Durch welchen ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium der Seligkeit. Hier muss man aber genau sein. Haben Sie es gehört? Im Radio hören ist das nicht dasselbe wie hören in der Bibel. Kennen Sie den Unterschied? Hast du Hirten?

Zur Krippe kamen sie und zählten die Botschaft der Engel auf. Und Maria behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Das war hören. Und dann sagt Jesus mal: Es gibt Leute, die hören. Sie gleichen einem Weg, auf den Samen fällt. Und kaum ist dieses Saatgut gefallen, kommt der Arge und nimmt es weg. Auf dem Weg kommt das Leben nicht an.

Dennoch haben sie gehört. Aber es ist nichts eingedrungen. Hörendes Wort der Wahrheit, unserer Seligkeit. Das heißt also: Einmal geht ein ganz großes Licht auf. Ich habe den Glauben, ich bin gerettet. Und ich weiß: Ich war unten, sehe es jetzt, ich habe es nicht zugegeben, und jetzt sehe ich keine Rettung. Und da hängt das am Kreuz.

Der nächste Schritt ist: Bitte, ich lese weiter. Durch welchen ihr auch gläubig wurdet. Nein, das ist also ein neues, richtig? Hören und das Werk. Und die Augen gehen auf, und dann werde ich glauben. Glauben heißt im Neuen Testament immer Hingabe.

Wenn ein junges Mädchen sich mit einem jungen Mann verlobt, heißt das: Sie glaubt ihm. Sie gibt vielleicht ein bisschen Beruf auf und ihre Eltern. Das gehört dazu. Man wird bald Vater und Mutter verlassen, ohne Mama und Papa, sie sind ihm zu eigen. Das heißt glauben.

Nicht, dass ich mich Jesus gebe und mich freue. Das ist gleich Bekehrung, habe ich drin, oder? Und da werdet ihr versiegelt mit dem Heiligen Geist. Ihr seid versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.

Ist das nicht interessant? Es heißt also: Gut, danke, wie hast du die Farben fest, wirst du künftig? Und sagt also ganz persönlich: Das steht er wirklich bereit. Aber ich will noch mal genau sagen, was Christsein bedeutet. Und den Kriegen gehört das Siegel des Heiligen Geistes. Jetzt muss ich noch ein Wort darüber sagen.

Die Bedeutung der Versiegelung in der Sklaverei und im Glauben

Das ist zum Beispiel der Lehrer, der in unserer Kirche den Pass verloren hat – ja, nicht wie Jesus, dessen Versiegelung erhalten blieb. Was bedeutet das? Die Versiegelung stammt, meine Freunde, aus der Welt der Sklaverei.

Wenn ein Römer einen Sklaven kaufte, wurde dieser mit einem Brandmal gestempelt, ähnlich wie man Tiere brandmarkte. Wenn du ein großer Bauer warst, der tausende Kühe besaß, bekamen diese einen Stempel oder ein markantes Zeichen. Die Römer gaben den Stempel meist auf den Handrücken oder die Stirn. Daraus entstand später die Vorstellung, dass auch der Antichrist ein Zeichen auf Hand oder Stirn haben will.

Die Versiegelung bedeutete, dass der Sklave wusste, wem er gehörte. Ob er es verstand oder nicht, die Zugehörigkeit war klar. Paulus sagt: Wenn du gläubig geworden bist – das ist noch getrennt von der Bekehrung – dann kommt eine Stunde, in der dir der Heilige Geist Gewissheit gibt, dass du wirklich zu Gott gehörst.

Ich will das an mir selbst erklären: Ich war Pfarrer in Hessen, schon lange gläubig, aber ich hatte die Gewissheit meines Heils noch nicht. Erst als junger Pfarrer in Essen wurde mir im Umgang mit den Gemeindegliedern klar, dass mir etwas fehlte. Ich hatte Jesus angenommen, aber die frohe Gewissheit fehlte.

Das ist eine entscheidende Stunde, in der man sich wirklich mit Gottes Wort auseinandersetzt. Ich habe mich an das Wort gehalten: „Durch seine Wunden sind wir geheilt“ – und da bekam ich die Gewissheit, die Versiegelung, das Geschenk, einfach anzunehmen. Bis dahin war der Kampf, nicht angenommen zu sein, sehr groß.

Ich bekam den Stempel. Das hat nichts mit einer Person zu tun, sondern gilt für jeden Gläubigen. Jetzt weiß ich: Ich gehöre ihm. Wenn der Teufel an einem Sonntag sagt: „Gehörst du wirklich mir?“, dann antworte ich: „Nein, ich gehöre Gott.“ Trotzdem gibt es viele Menschen, die das Siegel nicht angenommen haben.

Wenn jemand ruhig in der Christenheit lebt, wird man nur wenige Menschen finden, die wirklich Gewissheit haben. Viele wissen nichts von der Versiegelung. Es reicht nicht, Jesus zu lieben oder ihm nachzufolgen. Die Gewissheit ist entscheidend, dass man angenommen ist. Ich habe das Beispiel von Noah benutzt: Als er in die Arche ging, war er gerettet vor der Sintflut. Doch die Arche wurde verschlossen, und er konnte nicht mehr hinaus. Das ist eine Versicherung.

Wenn du unsicher bist, was deinen Glauben betrifft, dann höre auf die Verkündigung – aber bitte nimm keine falsche Sicherheit an. Die Bibel sagt das Gegenteil: Wer das Siegel hat, hat den Stempel, der weiß, wem er gehört.

Das Christentum ist ständig in Gefahr, weggeschwemmt zu werden, wenn die Gläubigen nicht wirklich wissen, wo sie hingehören. Es ist folgerichtig: Es kann keine Christen geben, die das Kreuz Jesu nicht anerkennen oder für hinfällig erklären. Diese Versiegelung ist die Zusage: Du bist mein Eigentum.

Das geschieht durch den Heiligen Geist, der in unserem Herzen wirkt. Paulus sagt im Römerbrief, dass der Geist Gottes Zeugnis gibt, dass wir Gottes Kinder sind – nicht nur Hoffnung oder Glaube, sondern Gewissheit.

Ich hoffe, jetzt ist alles klar. Ich habe den Zusammenhang noch einmal gelesen, durch den wir auch zu den Erben wurden, die vorher verordnet sind. Das heißt: Nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge nach dem Rat seines Willens bestimmt (Epheser 1,11). Ihr habt das Wort der Wahrheit gehört und seid durch ihn gläubig geworden.

Ihr seid versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Erbe unseres Heils sichert. Ich hoffe, das ist verständlich.

Nun bleibt nur noch, die „Vanille“ – also den festen, herrlichen Pudding des Wortes Gottes – zu besprechen. Paulus schiebt zwei Verse dazwischen, die ich einmal in Epheser 1,12 zitieren möchte: „Damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit sind, die wir zuvor gehofft haben.“ Und ganz am Schluss, in Vers 14, heißt es, dass wir sein Eigentum wären „zum Lob seiner Herrlichkeit“.

Diese beiden Sätze unterbrechen den klaren Gedanken. Deshalb sage ich: Sie sind gewissermaßen wie Bausteine in einem Gebäude, Gedanken des Vaters oder der Familie. Dennoch sind diese beiden Sätze sehr wichtig. Wir hatten den Satz schon einmal gehört, wahrscheinlich zum Lob und zur Ehrlichkeit.

Paulus unterbricht also den Gedanken in Epheser 1,3-14 dreimal mit diesen Sätzen, die auf das Lob seiner Herrlichkeit hinweisen. Es kommt mir fast so vor, als wollte Paulus diesen herrlichen Gedankengang – die Kindschaft und das zukünftige Erbe – immer wieder betonen. So wird man daran erinnert, dass all dieser Reichtum dazu dient, Gott zu loben.

Das ist wie ein Lobgesang in der Nacht. Ich habe mich mit Bruder Meyer nicht abgesprochen, aber manchmal empfinde ich es tatsächlich so, dass der Geist Gottes durch den Text spricht. Ich habe den Text immer wieder angesehen und dachte: „Gott, du bist mein Schatz, mein Lobgesang!“

Paulus sagt also: Du sollst mit deinem ganzen Leben ein Lobgesang werden. Da bekomme ich schon wieder eine Einschränkung: Ich will sagen, du glaubst – und deshalb darf dein Leben ein Lobgesang auf Gottes Gnade und Herrlichkeit sein.

Dann können wir loslegen und sagen: Welches Kind? Bis jetzt ist das Leben eine kümmerliche Angelegenheit. Das Leben in dieser Welt ist wie ein Lobgesang in der Nacht.

Lieben Zuhörern, wenn ich daran denke, dass das der Sinn meines Lebens sein soll, dann könnte ich bei 26 Jahren ziemlich enttäuscht sein. Der Gesang war nicht immer so, wie er sein sollte. Aber was nicht ist, kann noch werden. Heute Abend möchte ich uns das sagen.