Zum Inhalt

Offenbarung 21, 1-27

Offenbarung 21,1-2707.05.2017
SerieTeil 38 / 40Die Offenbarung des Johannes
Warum wirkt das neue Jerusalem wie eine Stadt und doch wie ein Mensch? Der Kern: Gott baut seine Gemeinde so, dass sie seine Herrlichkeit sichtbar macht – mitten in einer Welt, die noch auf Erlösung wartet.
Wir stehen nach wie vor in Offenbarung 21, wo wir in den vergangenen Bibelklassen gesehen haben: Nach dem tausendjährigen Reich macht Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde, Offenbarung 21,1. Dann sieht Johannes, wie das neue Jerusalem von Gott vom Himmel herniederkommt auf die Erde.
Wir haben letztes Mal gesehen, dass das neue Jerusalem die Gemeinde ist. In Kapitel 21, Vers 9, da wird Johannes erklärt, er soll auf einen hohen Berg gehen, und ihm soll die Braut des Lammes gezeigt werden. Das ist die Gemeinde. Nach 2. Korinther 11,2 ist die Gemeinde heute mit Jesus Christus verlobt. Und dann geht er auf den Berg und sieht die heilige Stadt. Also wird klar: Wenn ihm da in 21,9 gesagt wird, er wird jetzt die Braut sehen, und er sieht eine Stadt, dann ist eben die Braut und die Stadt dasselbe.
Kann uns jemand lesen hier aus Offenbarung 21, Verse 9 und 10?
Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen. Und er führte mich im Geist weg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jerusalem, herabkommend aus dem Himmel von Gott.
Also, im Weiteren wird nun eben die Stadt beschrieben, und wir haben letztes Mal schon gesehen, dass diese Stadt eine symbolische Beschreibung der Gemeinde ist. Das ist im ersten Moment für manche eine Enttäuschung, denn dann denken sie: Ach, ich habe immer gedacht, im Himmel gibt es eine solche Stadt wie die hier beschriebene, über zweitausend Kilometer lang, über zweitausend Kilometer breit und auch über zweitausend Kilometer hoch, und goldene Gassen und so weiter. Und jetzt ist das alles nur Symbolik.
Aber auch das haben wir letztes Mal gesehen: Natürlich gibt es im Himmel eine Stadt, aber das ist nicht das neue Jerusalem, von dem hier in Offenbarung 21 die Rede ist, sondern das ist das himmlische Jerusalem. In Hebräer 11 können wir das kurz aufschlagen. Da sehen wir, wie die Erzväter schon, Abraham, Isaak und Jakob, diese himmlische Stadt erwartet haben. Lies uns jemand vor aus Hebräer 11, ab Vers 9. Oder schon ab Vers 8, damit klar wird, von wem die Rede ist. Ja, bitte.
Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte, und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem Fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch Glauben erhielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte. Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden. Denn die, die solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen. Und hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie ja die Gelegenheit gehabt, zurückzukehren. Nun aber trachten sie nach einem Besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Jawohl, Moment, da kannst du gleich noch weiter lesen.
Ganz kurz: Diese Erzväter waren im verheißenen Land, haben das verheißene Land nicht in Besitz genommen, wussten aber, dass Gott für sie noch etwas Höheres bereitet hat, nämlich eine himmlische Stadt. Das ist das himmlische Jerusalem, wie wir gleich noch sehen werden. Dieser Name kommt hier noch nicht vor, sondern einfach: Es ist eine Stadt, die Gott bereitet hat. Das haben wir gesehen.
Was wir auch noch sehen in diesen Versen: Es gibt ein himmlisches Vaterland. Sie suchen ein Vaterland, heißt es hier, aber eben nicht das, woher sie gekommen sind aus Südirak, sondern sie trachten nach einem besseren, das ist ein himmlisches Vaterland.
Und dann wird eben die Stadt erwähnt in Vers 16. Und jetzt gehen wir zu Hebräer 12. Da wird ab Vers 18 erklärt: Das Volk Israel ist in Verbindung gebracht worden mit dem Berg Sinai, diesem Berg, der bebte und brannte und mit einer dunklen Wolke bedeckt war. Aber jetzt wird erklärt: Die Gläubigen an den Messias, die sind mit einem anderen Berg in Verbindung gebracht worden. Da heißt es in Vers 22:
Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das besseres redet als das Blut Abels.
Ja, bis dahin. Danke. Also hier wird dieser Ausdruck gebraucht, das himmlische Jerusalem, und dieser Berg Zion, der da erwähnt wird, gerade im Zusammenhang mit der Stadt des lebendigen Gottes, das ist der himmlische Tempelberg und eben die himmlische Stadt. Und wenn ich schon sage, das himmlische Zion, der himmlische Tempelberg, dann macht eben auch noch Offenbarung 11,19 klar: Im Himmel gibt es einen Tempel. Könnte das noch jemand lesen? Offenbarung 11,19.
Und der Tempel Gottes, der im Himmel ist, wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel gesehen, und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.
Jawohl, und dieser Tempel nennt der Herr Jesus in Johannes 14 das Haus meines Vaters. Das ist die Zukunft der Gläubigen. Aber wir haben gesehen: Auch die Stadt, das himmlische Jerusalem, ist die Zukunft der Gläubigen. Darum haben wir in Hebräer 12 gelesen: Wir sind gekommen zu dem himmlischen Berg Zion und eben zur himmlischen Stadt.
Also diese Stadt gibt es wirklich. Und wenn wir es da in Offenbarung 21 lesen über das neue Jerusalem, das eine symbolische Beschreibung der Gemeinde ist, und da werden genaue Maßangaben gegeben, dann hat das eben einen Hintergrund. Das sind die wirklichen Maße des himmlischen Jerusalems. Also das himmlische Jerusalem, diese Stadt, die Gott gemacht hat, ist das Urbild im Himmel, während die Stadt Jerusalem auf Erden, in Israel, das ist das Abbild dieses Urbildes. Und beides, Urbild und Abbild, hat eben eine symbolische Bedeutung, und die symbolische Bedeutung, das ist die Gemeinde. Sie ist das neue Jerusalem, die Braut, die Frau des Lammes.
Wir haben gesehen, grundsätzlich wird gesagt, sie hat die Herrlichkeit Gottes, ihr Lichtglanz wird verglichen mit einem sehr kostbaren Edelstein wie ein kristallheller Diamant. Im Grundtext steht ja hier Jaspis, das habe ich auch letztes Mal erklärt. Es ist so, dass sich die Namen, gewisse Namen von Edelsteinen, im Laufe der Zeit in der Bedeutung geändert haben, und andere sind gleich geblieben durch die Jahrtausende hindurch. Jaspis zur Zeit des Neuen Testaments, sehen wir, das ist nicht dieser undurchsichtige Halbedelstein, den wir heute als Jaspis bezeichnen, sondern es ist ein sehr, sehr kostbarer Stein, und zwar kristallhell. Also völlig durchsichtig. Und dann ist klar: Das ist der Diamant. Darum ist es hier übersetzt mit Diamant.
Und das ist nämlich der Edelstein, der schon in Offenbarung 4 vorkommt. Können wir da einmal zurückgreifen, was wir vor vielen Bibelklassen angeschaut hatten? Johannes wird gerade in den Himmel entrückt, in Kapitel 4, Vers 1, und zwar ins Allerheiligste. Er sieht den Thron dort im Himmel, im himmlischen Tempel. Liest jemand Vers 2?
Und sogleich war ich im Geist, und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer, und der, der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardisstein gleich, und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.
Und das reicht schon. Also Gott auf dem Thron wird verglichen in seinem Aussehen mit einem Jaspisstein, mit dem kostbarsten aller Edelsteine. Und das aus dem Grund, weil eben der Diamant das härteste Material ist, das es gibt auf Erden. Man teilt ja die Materialien ein nach Härten von 1 bis 10, und die Härte des Diamants ist 10. Also mit Diamant kann man alles andere bearbeiten, aber sagen wir mit Edelstahl kann man Diamant nicht bearbeiten, aber umgekehrt. Und so ist der Diamant eben ein wunderbares Bild, ein Hinweis auf Gott, den Höchsten, der alles beurteilt. Er sagt: Das ist Recht und das ist Unrecht. Und der Mensch kann ihm auf tausend nicht eines antworten, sagt Hiob 9.
Und nun hier, wie gesagt, aber die Stadt, eben die Gemeinde, sie hat die Herrlichkeit Gottes geschenkt bekommen durch Glauben an Jesus Christus. Das ist der Ausdruck der Rechtfertigung durch Glauben. Das ist mehr als nur, dass Gott die Sünden vergibt. Rechtfertigung bedeutet, dass Gott jemanden als einen Gerechten erklärt, nicht nur als einen, der die Schuld weg hat, sondern Rechtfertigen heißt: Gott hat aus Sündern Gerechte gemacht, die seine Herrlichkeit bekommen haben, seine Herrlichkeit. Und darum heißt es hier: Sie hatte die Herrlichkeit Gottes, ihr Lichtglanz war einem sehr kostbaren Edelstein wie ein kristallheller Diamant. Und so wird es die Aufgabe der Gemeinde sein, unter anderem die Herrlichkeit Gottes auszustrahlen in Ewigkeit.
Der Diamant für sich ist nicht sichtbar ohne Licht. Aber sobald Licht da ist, und wir haben letztes Mal schon davon gelesen, in dieser Stadt ist das Lamm, Jesus Christus, die Lampe. Das göttliche Licht scheint, und die Gemeinde wiederum strahlt dieses Licht. Also die ganze Mauer dieser Stadt ist Diamant, wie wir gleich noch sehen werden.
Könnte jemand hier den Text weiterlesen? Wir haben da einiges schon behandelt, und darum können wir da dann etwas schneller vorwärts machen. Liest jemand 21,12?
Und sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore, und an den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind.
Jawohl, da haben wir letztes Mal gesehen: Die große Mauer bedeutet die Absonderung der Gemeinde von allem Bösen, bleibt nur von allem Bösen, und dann aber im Kontrast dazu eben nicht nur Absonderung, sondern zwölf Tore. Und das bedeutet eben auch, dass Gott ein einladender Gott ist, und diese Tore gehen in alle Himmelsrichtungen. Liest du weiter?
Nach Osten drei Tore und nach Norden drei Tore und nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore.
Also das ist die Ausrichtung der Gemeinde, gerade auch im Zusammenhang mit Weltmission. Gott lädt ein, und zwar die ganze Welt ist eingeladen zu kommen und die Gnade des Herrn Jesus anzunehmen, eben in alle Himmelsrichtungen. Weiter!
Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
Jawohl, da haben wir das Fundament der Gemeinde, die aufgebaut ist auf das Fundament der Apostel, wie Epheser 2,20 sagt. Und weiter!
Und der, der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, damit er die Stadt messe und ihre Tore und ihre Mauern. Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Länge ist so groß wie auch die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr, zwölftausend Stadien. Ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind gleich. Und er maß ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen, eines Menschenmaß, das ist des Engels. Und der Bau ihrer Mauer war Jaspis, und die Stadt war reines Gold, gleich reinem Glas. Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geschmückt mit jedem wertvollen Stein: die erste Grundlage Jaspis, die zweite Saphir, die dritte Chalcedon, die vierte Smaragd, die fünfte Sardonix, die sechste Sardis, die siebte Chrysolith, die achte Beryll, die neunte Topas, die zehnte Chrysopras, die elfte Hyazinth, die zwölfte Amethyst. Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, jedes einzelne der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt war reines Gold wie durchsichtiges Glas. Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm. Und die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr. Und ihre Tore sollen bei Tag nicht geschlossen werden, denn Nacht wird dort nichts sein, und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen. Und nicht wird in sie eingehen irgendetwas Gemeines und was Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, die geschrieben sind in dem Buch des Lebens des Lammes.
Also einiges haben wir ja letztes Mal schon behandelt, aber was uns jetzt noch bleibt, ist die Bedeutung dieser Edelsteine, die die Fundamente der Gemeinde schmücken. Wir haben gesehen, die Mauer selber ist aus Diamant, und zwar eben 12 Stadien in der Breite, Länge und auch in der Höhe. Das ganze neue Jerusalem ist ein Kubus, und das gilt dann eben auch für das himmlische Jerusalem als wirkliche Stadt im Himmel. Sie ist ein Kubus, und die Bedeutung haben wir letztes Mal ermittelt, nämlich: Können wir das zusammenfassen? Wiederholung: Was war im Alten Testament ein Kubus?
Das Allerheiligste.
Das Allerheiligste der Stiftshütte, zehn mal zehn mal zehn. Und so hat die Gemeinde allerheiligsten Charakter, den Charakter des Allerheiligsten. Und Gott selber wird ja genannt: der Allerheiligste. Wo? Wo wird Gott so genannt in der Bibel, der Allerheiligste? Sprüche 30, und zwar Vers ... Wenn wir das aufschlagen, das unterstreicht nochmals, dass die Gemeinde eben die Herrlichkeit Gottes trägt, weil sie eben ihrem Charakter dem Allerheiligsten entspricht. Ja, liest du mal vielleicht gerade 1 bis 3 in Sprüche 30.
Die Worte von Agur, dem Sohn Jakes, der Ausspruch des Mannes an Itiel, an Itiel und Ukal: Ich bin unvernünftiger als irgendein Mann, und ich habe keinen Menschenverstand. Ich habe keine Weisheit gelernt, dass ich die Erkenntnis des Heiligen besäße.
Ja, aber es steht ja hier Heiligen. Du hast versprochen Allerheiligster. Nun, hast du eine Fußnote bei dir?
Bei Heiligen. Dort steht in der alten Elberfelder Fußnote: Hebräisch Plural.
Jawohl, also das wäre auf gut Deutsch der Allerheiligste, ja. Das Allerheiligste auf Hebräisch heißt Kodesh Hakodaschim, das Heilige der Heiligen, und da ist eben Heilig in der Mehrzahl, das bedeutet der Allerheiligste. Ja, diesen Charakter trägt die Gemeinde.
Und wenn wir nochmals zurückgehen auf Vers 11: Sie gleicht also in ihrer Schönheit dem kristallhellen Diamant. Vers 11, und Diamant ist eben nach Vers 19 auch die erste Grundlage. Und zwar, wie gesagt, ist der Diamant das härteste Material. Und dazu können wir lesen Psalm 83,18: Da sollen die Menschen erkennen, dass du allein, dessen Name der Herr ist, der Höchste bist über die ganze Erde. Bestimmt alles Recht und Unrecht, und Menschen, es gibt so freche Menschen, die sagen: Wenn ich einmal vor Gott stehen werde, dann werde ich ihm sagen ... Ja, das ist wie wenn einer mit Kohle Diamant schleifen möchte, ja. Der Diamant bestimmt und nicht umgekehrt.
Und Gottes Wesen ist ja Licht. 1. Johannes 1,5 sagt, dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm. Also ganz vollkommen anders als diese dämonischen Vorstellungen im Taoismus. Dort wird gesagt, das Göttliche sei für sich alles, das Männliche und das Weibliche, die Spannung und die Entspannung, das Licht und die Finsternis. Darum das taoistische Yin-Yang-Zeichen, wo ein Kreis so ausgefüllt ist, dass ein Teil weiß und ein Teil schwarz ist und ineinandergreifend, dass genau dieser Gedanke, Licht und Finsternis zusammen, das sei das Göttliche. Und das ist genau das Gegenteil von dem, was Gott ist. Und glücklicherweise: Gott ist absolut gerecht, und darum konnte Abraham noch vor der Zerstörung von Sodom und Gomorra sagen: Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben? Jawohl, das tut er. Sein Gericht ist absolut vollkommen gerecht, heilig und dem Licht entsprechend. Aber eben, er ist der Höchste, der alles bestimmt.
Jetzt gehen wir weiter. Könnte jemand am Mikrofon vorlesen? Die Leute, die die Bibelklasse nachhören, bedanken sich immer wieder dafür, dass am Mikrofon gelesen wird, dann verstehen sie etwas.
Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geschmückt mit jedem Edelstein. Die erste Grundlage Jaspis, das heißt Diamant, genau, die zweite Saphir.
Jawohl, und wenn du gar bleibst: Auf Griechisch steht da im Grundtext Saphiros, und das ist korrekt übersetzt mit Saphir, wobei zu sagen ist, dass der biblische Saphir eben nicht dieser Saphir ist, den wir heute so bezeichnen, sondern es ist dieser Stein hier mit Goldpunkten drin. Sieht man das? Und zwar sehen wir das sehr schön in 2. Mose 24,10. Liest du das uns auch gerade vor? Da wird mal klar, was die Farbe anbetrifft, die Grundfarbe.
Und sie sahen den Gott Israels, und unter seinen Füßen war es wie ein Gebilde von Saphirplatten und so klar wie der Himmel selbst.
Jawohl, also die Saphirplatten wie der Himmel, das Blaue erinnert an den Himmel. Und lesen wir dazu noch aus Hiob, da beschreibt er den alttestamentlichen Saphir, Hiob 28,6. Moment, ich bin gerade so weit.
Ja, gerne.
Ihr Gestein ist der Fundort des Saphirs, und Goldstaub ist in ihr.
Jawohl, da sieht man, oder Goldstufen sind darin, übersetzt noch die alte Elberfelder. Das sind diese goldenen Punkte in diesem Edelstein, der eben an die Sterne erinnert. Sieht wirklich aus wie ein nächtlicher Himmel und darin eben die Sterne.
Und nun, was bedeutet das? Das weist eben hin auf den Herrn Jesus, den Sohn Gottes, der vom Himmel kam in diese Welt, um dann wieder nach dem vollendeten Werk der Erlösung am Kreuz wieder zurückzukehren. Dazu lesen wir Johannes 16,28:
Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
Jawohl, da sehen wir deutlich, dass er eben als ewiger Sohn in die Welt gekommen ist. Er sagt nicht: Ich bin von Gott ausgegangen, hier. Das wäre auch korrekt, aber er sagt: Ich bin von dem Vater ausgegangen. Das macht klar, dass Gott sein Vater war, schon bevor er Mensch wurde. Es gibt die Irrlehre, die besagt, dass der Herr Jesus erst durch die Menschwerdung Sohn Gottes geworden wäre. Natürlich ist er als Mensch Sohn Gottes, nach Psalm 2: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Aber das ist zu unterscheiden, seine Gottessohnschaft als Mensch von seiner Gottessohnschaft in seiner Gottheit. So ist der Sohn von Ewigkeit her.
Und darum sagt der Herr hier: Ich bin von dem Vater ausgegangen und nicht von Gott, der dann mein Vater geworden ist, sondern ich bin von dem Vater ausgegangen und ich bin in die Welt gekommen. Wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Und diese Herrlichkeit, dieser Gedanke, wird ausgedrückt mit dem zweiten Edelstein, dem Saphir.
Wir gehen weiter zum dritten. Liest du Vers 19?
Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geschmückt mit jedem Edelstein: die erste Grundlage Jaspis, die zweite Saphir, die dritte Chalcedon.
Jawohl, du kannst dich zwischenzeitlich mal setzen. Und da ist einfach zu erklären: Hier ist es ganz einfach die Identifikation. Im Griechischen steht hier Chalkedon, also das Ch wird eigentlich im Griechischen wie ein feines K ausgesprochen, nicht Ch wie die Schweizer das Ch aussprechen, sondern Chalkedon. Und da steckt das Wort Kupfer drin, Kalk ist im Griechischen Kupfer. Und Chalkedon war der Name einer Stadt in der Türkei, also auf gut Deutsch könnte man es wiedergeben als Kupferstadt, Kupferstätten.
Und nun, wieso hat dieser Edelstein diesen Namen? Weil eben diese Stadt Chalkedon in der Türkei als Fundort und Handelsort dieses Steins im Altertum bekannt war. Und nun, wenn wir jetzt ermitteln wollen, was die symbolische Bedeutung des Chalcedon ist, dann müssen wir uns fragen: Vom Namen her, was bedeutet er? Es ist ja im Namen enthalten das Kupfer. Und dann die Frage, was dieser Stein als Edelstein, es ist ein sehr schöner Stein, sieht man hier auf dem Bild, zu bedeuten hat.
Also beim Kupfer im Alten Testament ist festzuhalten: Kupfer hatte von all den Materialien, die verwendet wurden für den Tempel, der transportabel war, für die Stiftshütte, den höchsten Schmelzpunkt. Es gab wie viele Metalle in der Stiftshütte? Ja, ich höre es, also laut.
Gold und Silber und eben Kupfer. Und zwar Kupfer in einer Legierung. Der Altar zum Beispiel war ja, der Brandopferaltar war aus Kupfer, aber als Legierung ist es dann korrekt, wenn man übersetzt Bronze. Und die Geräte im Vorhof waren alle eben aus Kupfer legiert, aus Bronze. Aber eben Kupfer hat den höheren Schmelzpunkt als Gold und Silber, ist also das Metall, das die Hitze des Feuers am besten ertragen kann. Und deshalb war der Altar aus diesem Material gemacht, nach 2. Mose 38,30.
Und es ist eben so: Die Opfer auf dem Altar weisen hin auf Jesus Christus, der sich gegeben hat als Opfer, aber auch der Altar selbst. Nicht wahr, der Herr Jesus erklärt nämlich in Matthäus 23, dass der Altar in der Bedeutung höher steht als das Opfer. Er sagt, dass der Altar das Opfer heiligt und damit eine höhere Stufe einnimmt, und zwar die Opfertiere, die verbrannt wurden. Sie weisen eben darauf hin, dass der Herr Jesus als Opfer in das Gericht Gottes ging und erstarb. Aber der Altar drückt aus, dass Feuer auf dem Altar brennt, aber der Altar vergeht nicht. Und so ist der Herr Jesus durch den Zorn Gottes, den er in den drei Stunden der Finsternis, als Gott ihn verlassen hatte und er schreien musste: Eli, Eli, lama sabachthani, da hat er wirklich diese Gottesverlassenheit erlebt, weil er der Sündenträger war. Aber der Zorn Gottes, der ihn getroffen hätte, dieser Zorn, dieses Feuer, das unser Teil gewesen wäre, im Feuersee auf ewig, dieses Feuer hat ihn nicht vernichtet, sondern am dritten Tag ist er auferstanden.
Das drückt der Altar aus, aus Kupfer, dass er, der Leidende, den Zorn Gottes aushalten konnte, und zwar so, dass Gericht abgeschlossen war, nicht ewig sein musste, sondern abgeschlossen in seinem Sterben am Kreuz. Und so drückt also das Kupfer aus: Der Herr Jesus ist der Leidende, der den Zorn Gottes ausgehalten hat und überstanden hat. Aber jetzt geht es hier eben um einen Edelstein. Und diese Schönheit dieses Edelsteins drückt die Herrlichkeit des leidenden Messias aus. So werden diese Gedanken hier zusammengefügt.
Und dann gehen wir weiter. Die vierte Grundlage ist Smaragd, das ist auch wieder ein Edelstein, der einfach zu identifizieren ist. Im Griechischen heißt es hier an der Stelle Smaragdos, dieser Edelstein hat seinen Namen beibehalten durch die Jahrtausende hindurch. Auf Hebräisch heißt er Bareket, so zum Beispiel in 2. Mose 28,17. Der Smaragd war nämlich auch Teil des hohepriesterlichen Brustschildes mit zwölf Edelsteinen, da war auch ein Smaragd mit dabei. Bareket kommt von Barak, Blitz, ja, also das ist ein Blitzstein, das drückt eben dieses Funkeln aus.
Und nun, was bedeutet dieser Stein? In Matthäus 24,27 beschreibt der Herr Jesus seine Wiederkunft so, könnte jemand vorlesen? Am Mikrofon!
Denn ebenso wie der Blitz ausfährt von Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.
Jawohl, es kommt noch eine weitere Stelle dazu. Also die Wiederkunft des Herrn Jesus in Macht und Herrlichkeit in der Zukunft, wenn er kommen wird als der Richter der Welt auf den Wolken des Himmels, um die Armeen in Harmagedon zu vernichten, um die Armeen des Königs des Nordens in Jerusalem zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer zu vernichten, in einer weiteren Phase die Nationen, die versammelt sein werden in Edom, in Südjordanien zu vernichten, dann wird er kommen, wie der Blitz ausfährt, von Osten und scheinbar bis in den Westen.
Und dann haben wir eine weitere Erklärung zur Bedeutung des Smaragds durch 2. Samuel 23,4, wo David über das tausendjährige Friedensreich spricht, wenn der Messias kommt, und er vergleicht den Messias mit dem Licht des Morgens. Ja, 23,4:
Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht, und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken; von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.
So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, und dann sagt ihr, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch zuvor verordneten Jesus Christus sende, welchen freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge. Das tausendjährige Friedensreich wird hier genannt die Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge. Das heißt also, im tausendjährigen Reich wird diese Erde eine Rückführung erleben in paradiesische Zustände. Und darum wird ihm das Kommen des Herrn Jesus verglichen wie die Sonne, die aufgeht, ein Morgen ohne Wolken. Und zwar ein Morgen: In der Nacht hat es geregnet, und dann kommt die Sonne, der Himmel ist völlig blau, von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde. Das ist ja eine ganz besondere Qualität des Grüns, nicht wahr, nach einem Regen. Und wenn es dann eben noch so ausgesetzt ist im Sonnenlicht, und so wird diese Erde ein Aufblühen erfahren im tausendjährigen Reich, das ausgedrückt wird durch den Smaragd, durch das Grün des Smaragds.
Und wir können dazu noch lesen aus Römer 8. Könnte das jemand vorlesen? Da sind wieder ein paar Verse, Römer 8,18:
Denn ich halte dafür, dass die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das sehnliche Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden, nicht freiwillig, sondern dessentwegen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung, dass auch die Schöpfung selbst freigemacht werden wird von der Knechtschaft des Verderbens zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Geburtswehen liegt bis jetzt, nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes.
Danke! Also die wahren Grünen, das sind die Kinder Gottes. Ja, wenn der Herr Jesus erscheinen wird, lesen wir hier, dann werden die Kinder Gottes geoffenbart werden, das heißt, alle Erlösten der Gemeinde werden den Herrn begleiten, das ist die Offenbarung der Söhne Gottes, Vers 19. Und die ganze Schöpfung, heißt es hier, harrt, wartet und ist in Geburtswehen und seufzt. Und Geburtswehen sind wirklich sehr schmerzhaft. Auf der Skala 1 bis 10 setzt man sie an bei 10. Die ganze Schöpfung ist in Geburtswehen, seufzt und wartet auf den Moment, wo sie freigemacht wird, und das ist eben der Moment der Offenbarung der Söhne Gottes, wenn der Jesus mit der Gemeinde kommen wird, als die Sonne, die aufgeht, wenn der Morgen ohne Wolken anbricht. Und dann wird die Schöpfung freigemacht werden von der Verderbnis, und so wird diese Natur aufblühen, wie wir es uns nicht vorstellen können.
Aber es gibt doch Stellen, die das sehr anschaulich umschreiben, in Jesaja zum Beispiel. Jesaja 35 könnten wir dazu lesen. Lest uns jemand ab Vers 1.
Die Wüste und Einöde wird sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und blühen wie ein Narzissenfeld. Sie wird lieblich blühen und frohlocken, ja, es wird frohlocken und Jubel geben, denn die Herrlichkeit des Libanon wird ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Saron-Ebene. Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Stärkt die schlaff gewordenen Hände und macht fest die strauchelnden Knie. Sagt zu denen, die ein verzagtes Herz haben: Seid tapfer und fürchtet euch nicht, seht, da ist euer Gott, die Rache kommt, die Vergeltung Gottes, er selbst kommt und wird euch retten. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan, und die Ohren der Tauben geöffnet werden, dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen lobsingen, denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme in der Einöde, der glutheiße Boden wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen. Wo zuvor die Schakale wohnten und lagerten, wird ein Gehege für Rohr und Schilf sein, und eine Straße wird dort sein und ein Weg. Man wird ihn den heiligen Weg nennen, kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie, die auf dem Weg wandeln.
Vielen Dank, war bis dahin also grandios, wenn man denkt, wie viele Flächen des Festlandes auf Erden heute eine Wüste sind. Und es ist ein Problem, die Wüste breitet sich aus, und wir wissen, es ist ein Problem, die Regenwälder gehen zurück. Und dann wird das alles umgekehrt werden, die Wüste wird aufblühen. Das bedeutet also zum Beispiel: Die Sinai-Wüste, die Negev-Wüste wird aufblühen. Und das erklärt übrigens Folgendes: In Hesekiel 47 werden ja die Grenzen des Landes Israel am Anfang des Tausendjährigen Reiches beschrieben, und zwar vom Bach Ägyptens, das ist das Wadi el-Arisch, wo ungefähr heute die Grenze zwischen Israel und Ägypten durchgeht, und dann hinauf bis zum Euphrat in Syrien. Das wird das Land Israel sein, aber das ist nur am Anfang so, denn es gibt verschiedene Stellen in den Propheten, wo wir sehen, dass die Vermehrung enorm sein wird. Die Menschheit wird sich vermehren im tausendjährigen Reich, und man wird keinen Platz mehr haben. Und darum wird schließlich auch die Verheißung an Abraham in Erfüllung gehen, dass das Land Israel gehen wird vom Strom Ägyptens bis zum Euphrat. Der Strom Ägyptens, das ist nicht der Bach Ägyptens, nach Chalmitzraim. Das ist das Wadi el-Arisch, Nachal ist ein Trockenbach, also ein Winterbach, der im Sommer trocken ist und nur im Winter fließt. Aber Nahar Mitzrayim in 1. Mose 15, das ist der Strom Ägyptens, der Nil. Dann wird das Land ausgedehnt werden, das heißt, die ganze Sinaihalbinsel wird bewohnt werden und wird aufblühen.
Hier wird verglichen: Die Wüste, wenn sie aufblüht, sie wird die Herrlichkeit des Libanon bekommen, Vers 2. Aber der Libanon, was ist der heute? Das ist so traurig, die Zeder ist auf dem Wappen von Libanon, aber wenn man da raufgeht auf den Libanon, das ist eine kahle Öde. In den früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden hat man so Raubbau getrieben und hat diese Höhen, die ja geprägt waren von diesen sprichwörtlich bekannten Zedern, alles abgehauen. Ich will mich noch erinnern, ich war gerade unterhalb des höchsten Punktes des Libanongebirges, und dort gibt es einen Zedernwald, aber man muss Eintritt bezahlen. Das ist schon jämmerlich, nicht wahr? Das Land der Zedern ist so verwüstet worden, aber das wird auch aufblühen. Und dann wird als Vergleich auch die Pracht des Karmel gegeben. Das ist heute aber wirklich schön, wenn man da mit dem Auto durchfährt durch das Karmelgebirge, das ist so wunderbar bewaldet, also wirklich fantastisch. Ganz viele Eichenbäume gibt es dort, unter anderem eine andere Art als die Eiche, die wir hier kennen, sie wird viel kleiner, kompakter, aber sie ergibt dem Ganzen ein grünes Gepräge.
Und dann wird erwähnt hier die Scharon-Ebene, die Pracht des Karmel und Scharons. Die Scharon-Ebene ist eine Ebene entlang dem Mittelmeer, südlich von Haifa, und das war wirklich in biblischen Zeiten das Prunkstück von Natur. Aber es ist so, dass die Türken, die ja über Palästina, wie man das Land nannte, herrschten, vom 16. Jahrhundert an bis 1917, bis in den Ersten Weltkrieg, im 19. Jahrhundert die Scharon-Ebene abgeholzt haben. Und zwar hatten sie damals eine Eisenbahn gebaut, eine orientalische Orientbahn, und da braucht es halt Treibstoff, und da hat man die Scharon-Ebene abgeholzt und wirklich zu einer Wüste gemacht. Aber hier wird eben der biblische Maßstab von Scharon, von Pracht des Karmels und Herrlichkeit des Libanons als Maßstab gegeben für all die Wüsten, die dann aufblühen werden. Und eben das ist wirklich im Zusammenhang mit der Wiederkunft Christi.
Vers 4 sagt ja: Sagt zu denen, welche zaghaften Herzens sind: Sei stark, fürchte dich nicht, siehe, euer Gott. Und dann Vers 5 und 6 zeigt er auch, dann werden auch alle Krankheiten geheilt werden. Alle werden gesund werden im tausendjährigen Reich, dann werden die Augen der Blinden aufgetan, die Ohren der Tauben geöffnet, die Lahmen werden springen wie ein Hirsch und die Stummen werden jauchzen und singen. Ja, das ist das tausendjährige Reich. Und das wird diese völlige Wende bringen. Also das Programm Grün, das ist das Programm der Gemeinde und nicht eine Partei, die Gott auf schmählichste Weise verwirft und lästert und in ihrem Parteiprogramm wirklich bewusst gegen die Gebote Gottes kämpft und eifert.
Die fünfte Grundlage ist Sardonix, das ist dieser Stein hier, und das Wort im Griechischen heißt Sardonix. Sard, dieser Wortteil, bedeutet rot, und Onyx bedeutet Fingernagel. Wir sehen da wirklich die Varietät von Farben, einerseits haben wir das Rot drin, dann haben wir aber auch das Fingernagelfarbige in den Farbschichten des Steins enthalten. Und was bedeutet das? Auch das spricht über die Herrlichkeit des Sohnes Gottes. In Matthäus 26,45 sagte der Herr Jesus: Siehe, die Stunde ist nahegekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. Und wirklich, als der Herr in Gethsemane war mit den Jüngern und dann diese riesige Schar von Hunderten von Soldaten aus der Burg Antonia, dann auch Tempelwächter usw. kamen mit Stöcken und Waffen, da hat er sich nicht widersetzt, sondern er ging aus dem Garten hinaus und hat gefragt: Wen sucht ihr? Jesus von Nazareth. Und dann hat der Herr sich schützend vor die Jünger gestellt und gesagt, Johannes 18: Wenn ihr mich suchet, so lasst diese gehen. Und er ließ sich freiwillig binden und ging nach Golgatha. Der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert.
Und die Hände des Menschen, die sind ja wirklich geprägt eben von den Nägeln. Glücklicherweise haben wir diese Nägel, nicht wahr? Es ist ein enormer Schutz, um die Hände zu gebrauchen, aber diese Hände sind gegeben worden zum Guten und nicht um den Sohn Gottes zu kreuzigen. Aber der Herr hat sich in diese Hände gegeben, und sie haben ihn zu Tode gebracht. Es ist interessant, dass das Rötliche hier entspricht so dem vertrockneten Blut, ja? Nach der Blutung nimmt es diese Farbe an. Also der Herr hat sich in Sünderhände gegeben, um so in den Tod zu gehen. Aber eben, der Sardonyx spricht von dieser Herrlichkeit des Sohnes Gottes, der sich so hingegeben hat und sich schützend vor uns gestellt hat.
Dann kommt der sechste Stein, Sardis. Wir wissen schon, Sard, dieses Wort bedeutet rot, und das Bild macht klar, es ist ein roter Edelstein, und was vielleicht jetzt hier in der Projektion nicht ganz durchkommt, aber auf meinem Laptop würde man das schön sehen: Innerhalb des Steins gibt es so dunkelrötliche Konturen, das sieht aus, wie wenn der Stein durchsetzt wäre von Blutgefäßen. Denn der Herr Jesus war bereit, alles zu geben. Lesen wir dazu aus 1. Petrus 1,18. Könnte das jemand am Mikrofon vorlesen, 18 und 19?
Indem ihr wisst, dass ihr nicht mit verweslichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken, der zwar zuvor erkannt ist vor Grundlegung der Welt, aber offenbart worden ist am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, damit euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott sei.
Danke! Also hier wird das Blut Christi erwähnt, aber es wird genannt das kostbare Blut Christi. Petrus sagt: Nicht mit verweslichen Dingen sind wir erlöst worden, also mit vergänglichen Dingen, und sagt dann beispielsweise mit Silber oder Gold. Nun, man ist vielleicht überrascht, das sind ja gerade Dinge, die sehr, sehr haltbar sind, also nicht gerade zu den sehr vergänglichen Dingen dieser Welt gehören. Aber sie werden vergehen, und zwar mit dieser ganzen Schöpfung, die aufgelöst wird. Wir haben das gesehen im Zusammenhang mit Offenbarung 20, dass nach dem Tausendjährigen Reich Gott die ganze Schöpfung auflösen wird, sogar die Elemente werden aufgelöst nach 2. Petrus 3. Und so wird auch alles Gold und Silber vergehen. Aber erst dann, wenn nun hier gesagt wird: Aber das kostbare Blut Christi gehört nicht zu diesen verweslichen Dingen, dann ist klar, dass also das Blut, das der Herr gegeben hat am Kreuz und von dem es heißt, in Hebräer 9 können wir das aufschlagen, dass er es vor Gott in das himmlische Heiligtum gebracht hat. Hebräer 9, da lesen wir ab Vers 11:
Als aber der Christus kam als ein Hoher Priester der zukünftigen Heilsgüter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. Denn wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zur Reinheit des Fleisches, wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.
Danke! Also hier wird gezeigt, dass der Jesus als Hoher Priester, als Messias, eben nicht in den irdischen Tempel eingegangen ist, sondern in den himmlischen Tempel, in das Urbild. Und zwar ist er da vor Gott erschienen mit seinem eigenen Blut. Und dieses Blut spricht auf der Bundeslade im Himmel für uns in alle Ewigkeit. Und es wird eben nicht verwesen, wie Silber und Gold ein Ende haben wird, es wird in alle Ewigkeit für uns sprechen. Und die himmlische Bundeslade, da haben wir ja gerade vorhin in Offenbarung gelesen, also vorhin, ich meine, am Anfang der Stunde, Offenbarung 11,19: Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde gesehen. Also die himmlische Bundeslade ist gewissermaßen der Ort, wo das Blut Christi für uns spricht.
Und wir sehen, dieser Edelstein Sardis bezeugt eben die Wichtigkeit und grundlegende Bedeutung der ewigen Erlösung, die der Herr da erfunden hat, zustande gebracht hat, heißt das, also eine ewige Erlösung zustande gebracht hatte. Die wird dargestellt in dem Sardis. Aber noch etwas: In Offenbarung 4 haben wir doch auch ziemlich am Anfang gelesen, Gott wird dort auf dem Thron verglichen mit dem biblischen Jaspis, das heißt mit dem Diamant, und noch ein zweiter, wie? Ja, der Sardis. Wird dort erwähnt, das haben wir ja gelesen, diese beiden, Diamant und Sardis. Warum? In Offenbarung 4 wird Johannes in den Himmel entdrückt und sieht Gott auf dem Thron, aber erst nachher kommen dann die Gerichte über die ganze Welt, und da wird eigentlich deutlich gemacht: Dieser Gott, der der Höchste ist, davon spricht der Diamant, ist der Gott, der der einen verlorenen Welt die Erlösung angeboten hatte durch das Blut Christi. Darum wird er beschrieben wie Diamant, wie ein Sardis. Aber eine Welt, die diesen Ausweg des Blutes Christi verwirft, bleibt nur noch Gericht. Es ist der einzige Weg, wie der Mensch gerettet werden kann.
Ja, es ist vier Uhr, machen wir zwanzig Minuten Pause und dann gehen wir weiter mit dem Chrysolith, Grundlage Nummer sieben.
Wir kommen zum siebten Edelstein, der eine der zwölf Grundlagen des neuen Jerusalems schmückt, das ist der Chrysolith. Das griechische Wort Chrysolithos heißt einfach nach den Elementen im Wort: Chryso heißt Gold und Lithos heißt Stein, das ist der Goldstein. Es gibt den Chrysolith in verschiedenen Varietäten, wie das ja sehr verbreitet ist bei den Edelsteinen. Auch den Jaspis, den wir heute als Jaspis bezeichnen, gibt es in ganz verschiedenen Varietäten. Olivin von gelber Varietät, der diesem Chrysolith entspricht.
Und da müssen wir wieder fragen: Was bedeutet denn dieses Element Gold? Und das können wir herausfinden, indem wir den Namen des ältesten Freundes von Hiob übersetzen. Hiob 4,1, da kommt er zum ersten Mal vor, er heißt Eliphas. Also das S am Schluss mit stimmhaftem s, so wie in Französisch zero, null oder Englisch zero. Eli fas: Eli heißt mein Gott, il Gott, i mein, Faz ist Feingold. Mein Gott ist Feingold. Und Eliphas macht übrigens eine Anspielung auf seinen eigenen Namen in einer seiner Reden. Wir können das kurz aufschlagen in Hiob. Diese Freunde, die sagen so viele wertvolle Dinge, aber zur falschen Person und man kann sogar sagen, auch zur falschen Zeit, denn viele Grundsätze, die sie beschreiben, die werden genau so korrekt sein im tausendjährigen Friedensreich, wenn Gott eine direkte Regierung haben wird über diese Welt, wo der Gesetzlose sofort bestraft wird und der Gerechte belohnt. Aber in der heutigen Zeit, auch in der Zeit von Hiob, da hat Gott wesentlich eine indirekte Regierung, und darum kann es sein, dass es dem Gesetzlosen gut geht und dem Gerechten schlecht. Ja, und sie haben also viele richtige Dinge gesagt, aber eben in der falschen Zeit, auf die falsche Zeit bezogen, und Hiob war die falsche Person, da hätten sie jemand anderem sagen sollen.
Also jetzt diese Anspielung in Hiob 22. Sehen wir Vers 1, da spricht Eliphas der Temaniter, und könnte jemand lesen des Zusammenhangs wegen ab Vers 21 bis Vers 26.
Ja, verkehre doch freundlich mit ihm und halte Frieden, dadurch wird Gutes über dich kommen. Empfange doch Belehrung aus seinem Mund und nimm dir seine Worte zu Herzen. Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du wieder aufgebaut werden, wenn du Unrecht aus deinen Zelten entfernst und lege das Golderz in den Staub und das Gold von Ophir unter den Kies der Bäche, so wird der Allmächtige dein Golderz und ein glänzendes Silber sein. Denn dann wirst du dich an dem Allmächtigen ergötzen und zu Gott dein Angesicht erheben. Du wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören, und deine Gelübde wirst du bezahlen.
Ja, bis dahin. Also sehen wir, er macht ihm den Vorschlag: Reichtum kann ein richtiges Problem sein, das uns den Zugang zu Gott verhindert. Und darum sagt er ihm: Nimm doch dein Gold von Ophir, also dieses berühmte Gold, das man von Indien her importierte, das Gold von Ophir, und Golderz soll er nehmen und soll es eben in den Staub legen beziehungsweise unter den Kies der Bäche. Wenn er so den Reichtum weggibt, dann wird eben der Allmächtige sein Golderz sein. Und dann wird er sich an dem Allmächtigen erfreuen können. Also es ist wirklich eine Anspielung auf seinen eigenen Namen, Eliphas: Mein Gott ist Feingold, er ist für mich der höchste Wert in meinem Leben. Und das wird eben ausgedrückt durch den Chrysolith, den Goldstein, einen Edelstein, der eben ausdrückt, dass Gott der Höchste sein soll in unserem Leben.
Und sehen wir in 2. Korinther 5,20, da sagt der Apostel Paulus: Den, der Sünde nicht kannte, hat er Gott für uns zur Sünde gemacht, damals am Kreuz in den drei Stunden der Finsternis, auf dass wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Das heißt nicht nur, wie bei Luther ist es zu schwach übersetzt. Er übersetzt, dass wir die Gerechtigkeit bekommen würden, die vor Gott gilt. Aber es ist viel mehr. Hier wird gesagt, dass wir Gottes Gerechtigkeit werden, also dass uns die Gerechtigkeit Gottes völlig zugerechnet wird, und davon spricht eben dieser Goldstein. Die Rechtfertigung durch Glauben, die dazu führt, dass wir Gottes Gerechtigkeit sind, durch Jesus Christus.
Und dann gehen wir weiter zur achten Grundlage, das ist der Beryll. Auch da ist die Übersetzung überhaupt kein Problem, griechisch heißt das Beryllos, man muss einfach die griechische Endung -os abstreichen und schon hat man das Deutsche. Da gibt es auch wieder verschiedene Varietäten, aber eine sehr verbreitete Farbe beim Beryll ist das Aquamarin, was ich hier in der Projektion auch zeige. Aquamarin heißt meerblau, also eine Farbe, die uns ans Meer erinnert.
Da müssen wir darüber nachdenken, was die geistliche Bedeutung des Meeres ist. Und da können wir lesen in Jesaja 57,20. Liest das jemand vor am Mikrofon?
Aber die Gesetzlosen sind wie das aufgewühlte Meer, denn es kann nicht ruhig sein, und seine Wasser wühlen Schlamm und Kot auf.
Ja, da sehen wir, bleib nur, du kannst noch mehr zur Geltung mitlesen, das Meer ist also ein Bild der Unruhe schlechthin. Es gibt nie auf diese Unruhe, wir können das nie so sehen wie der See Genezareth, der kann wirklich spiegelglatt sein, so friedlich. Natürlich kann er dann auch anders sein, plötzlich kann der Scharkia von den Golanhöhen runterkommen, das ist dieser gefürchtete Wind, der das Ganze in einen Tumult verwandelt. Und in den Evangelien lesen wir ja von diesen Geschichten: Der Herr Jesus war im Boot, Markus 5, schläft, und die Jünger haben Angst, dass sie untergehen. Das war dieses Phänomen des Scharkia. Und auch in der anderen Geschichte, Matthäus 14, wo der Herr auf dem Berg war und betete, und die Jünger gehen allein über den See mit dem Schiff, und dann kommt dieser Wind vom Golan, vom Osten herunter, und die haben Angst, sie würden untergehen, und dann kommt der Herr wandelnd auf dem See. Ruft Petrus heraus, er soll doch aufkommen, aber der schaut auf den Sturm und anstatt auf den Herrn und beginnt zu sinken, aber dann bringt der Herr sie in Sicherheit.
Übrigens, vor kurzem hat man das gelesen, sind ja drei Leute umgekommen auf dem See in Izrett. Und zwar waren die am Baden, anscheinend mit Luftmatratzen, und dann kam dieser Wind, der Scharkia, und hat sie bis in die Mitte des Sees verfrachtet, und die sind alle gestorben. Die waren gerade im gleichen Hotel, Hotel Kina, wo wir ein paar Tage später waren, da haben die diesen Todesfall erlebt durch den Scharkia. Aber eben, dann kann dieser See wieder ganz ruhig werden. Es ist immer ein See auf Deutsch, aber das Meer ist eben immer in Unruhe, und darum symbolisiert es nach Jesaja 57 die Unruhe des Menschen ohne Gott, des Gesetzlosen, der seinen eigenen Weg geht und seine Wasser wühlen Schlamm und Kot auf.
Aber in Matthäus 11,28 lädt der Herr Jesus alle unruhigen Menschen ein. Liest du?
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.
Ja, und wenn man den Beryll anschaut, ja, danke, das wäre es für einen Moment, den Beryll anschaut, Aquamarin, aber es ist wirklich völlige Statik. Also keine Unruhe wird da irgendwie symbolisiert, und das drückt aus, eben wie der Sohn Gottes den Menschen, der Zuflucht sucht bei ihm, völlig zur Ruhe bringen kann. Es gibt noch eine Sabbatruhe, sagt der Hebräerbrief für das Volk Gottes, Hebräer 4,8, das ist diese völlige Ruhe.
Dann kommen wir zu Grundlage Nummer neun, Topas. Griechisch Topazion, auch wieder nicht schwierig zu übersetzen. Ich betone das ebenso sehr, weil es doch eine ganze Reihe von Edelsteinen gibt, die ganz einfach zu identifizieren sind, im Kontrast zu einigen, da braucht es schon einiges mehr an Arbeit und Forschung, bis man das wieder richtig identifizieren kann. Der Topazion ist ein Stein, der seinen Namen bekommen hat von der Insel Topazos, das kennt man besser unter dem Namen die Sankt-Johannes-Insel im Roten Meer. Und dort findet man eben diesen Stein, und so hat er diesen Namen bekommen. Aber interessant ist an dieser Insel Topazos: Das Wort Topazos kommt von dem griechischen Wort für suchen, also Insel Topazos heißt eigentlich die Insel des Suchens. Ja, was sucht man dort? Den Olivin. Denn diese Insel ist eben reich an Olivin. Und das lässt uns eben an diesen wunderbaren Vers in Johannes 1,41 denken. Wenn ein Jude diesen Satz sagen kann, dann ist er wirklich glückselig zu lernen. Johannes 1,41 könnte jemand wieder lesen, damit man nicht nur meine Stimme hört. Es gibt einfach Abwechslung.
Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden.
Ja, aber du kannst da gleich noch weiter lesen, Verzeihung. Also es geht um Andreas, der seinen Bruder Simon schlussendlich zu dem Herrn Jesus führt. Und er sagt zu Simon: Wir haben den Messias gefunden. Er ist eben dieser Herrliche, den es gilt zu suchen, um ihn dann zu finden. Und da lesen wir noch im gleichen Kapitel von Johannes, Vers 45, ein weiterer glückseliger Jude. Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesus, den Sohn des Joseph, den von Nazareth.
Ja, auch da wieder: Wir haben den Messias gefunden. Und zwar danke, das wär’s. Das ist der Messias, Sohn des Joseph, sagt er. Ja, natürlich, der Messias ist geboren von einer Jungfrau, so sagt es Jesaja 7,14 voraus, aber Joseph war der gesetzliche Vater. Dadurch, dass er Maria geheiratet hatte, war Jesus ein Sohn Josephs in gesetzlicher Hinsicht.
Und das ist sehr bedeutsam, weil man im Judentum, in der rabbinischen Literatur, die theologische Idee entwickelt hat, es gibt zwei Messiasse. Es gibt ja Stellen, da wird beschrieben, dass der Messias leidet, zum Beispiel in Jesaja 53. Und die alten Rabbiner wussten, Jesaja 53 spricht vom Messias, von niemand anderem. Darum wird auch im Talmud, im Traktat Sanhedrin, gefragt: Was ist der Name des Messias? Und dann werden verschiedene Namen gegeben, zum Beispiel Menachem, der Tröster. Und eine Antwort wird gegeben: Der Name des Messias ist Naguar, der Geschlagene. Und das ist das Wort aus Jesaja 53, wo es heißt, in Jesaja 53,4: Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Und da haben wir im Hebräischen, Moment, dass es ganz korrekt gesagt wird, da haben wir genau dieses Wort Nagua in Vers 4, und zwar: Und wir hielten ihn für bestraft. Das bestraft, das ist das Wort Nagua. Es wird gebraucht, zum Beispiel in der Bibel anderswo, für einen von göttlicher Strafe geschlagenen Aussätzigen. Also Nagua ist speziell der Bestrafte durch Aussatz. Und so wird der Messias hier genannt: Wir hielten ihn für Naguar, bestraft. Und darum wird im Traktat Sanhedrin 98b gesagt, der Messias heißt so. Und da haben die also gewusst: Jesaja 53, das spricht vom Messias. Übrigens, in jeder rabbinischen Bibel gibt es daneben, im Jesaja 53, natürlich dann auch die aramäische Übersetzung, das Targum Jonathan, und dort steht übrigens schon in Kapitel 52,13, wo es beginnt: Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln, steht dort in der aramäischen Übersetzung: Siehe, mein Knecht, Meschicha, der Messias. Das ist klar.
Also der leidende Messias, aber andere Stellen sprechen über ihn als den herrschenden Messias, der kommt auf den Wolken des Himmels, Daniel 7,14, um die Weltherrschaft zu übernehmen. Da haben sie gesagt: Ja, der leidende Messias, den können wir bezeichnen als Maschiach ben Joseph, Messias Sohn des Joseph, der so leidet wie Joseph, von seinen Brüdern abgelehnt und verworfen. Nicht wahr? Aber dann sagen sie: Und den herrschenden Messias, den nennen wir Maschiach ben David, Messias Sohn des Davids, der eben so regieren wird, wie unser König David regiert hat in Jerusalem.
Und nun ist es ja interessant, man kann wirklich zeigen aus den Schriften des Alten Testaments, dass der leidende Messias die gleiche Person ist wie der herrschende Messias. Man kann es nicht auseinanderreißen in zwei Personen. Aber es ist wirklich so: Der Herr Jesus ist Maschiach ben Joseph. Wir haben den gefunden, von welchem Mose in dem Gesetz geschrieben hat und die Propheten: Jesus ben Joseph, den Sohn des Joseph, den von Nazareth. Aber in Lukas 3, im letzten Abschnitt, haben wir ja das Geschlechtsregister von Maria, und das führt zurück bis auf David. Und so ist der Herr Jesus wirklich ein Nachkomme, ein Same, biologischer Nachkomme als Mensch von König David. Er ist Maschiach ben David, aber eben in einer Person.
Und es ist eben so wie bei Joseph: Natürlich hat er zuerst gelitten und wurde von seinen Brüdern verworfen, aber später stieg er auf zum Herrscher über die Heiden, so wie der Herr Jesus eben von Millionen von Nichtjuden angenommen wurde nach der Kreuzigung und der Auferstehung. Aber es ist so, dass dann später seine Brüder ihn erkannt haben und sich ihm unterworfen haben. Und so wird das jüdische Volk eine Umkehr erleben, ein ganzer Drittel wird zum Glauben kommen in der Zukunft und wird den Messias erkennen. Und so ist eben Joseph wirklich ein Hinweis auf den Herrn Jesus, der zuerst gelitten hat und dann zum Herrscher wird.
Und wie war es bei David? Der war nicht gleich König von Anfang an, der war der Verworfene, von seinem eigenen Volk verfolgt, von König Saul und seinen Soldaten. Erst später wurde er dann zum König über Israel. Also auch da haben wir es in einer Person: der Leidende und das ist auch der Herrschende. Aber eben wenn ein Jude sagen kann: Wir haben den gefunden, dann kann er das ausdrücken, was der Topas ausdrückt.
Gehen wir weiter zu der zehnten Grundlage aus Chrysopras. Das ist auch wieder einfach, griechisch Chrysoprasos, da muss man einfach die griechische Endung -os abstreichen und hat schon die deutsche Übersetzung. Die Elemente Chryso, das wissen wir schon von Chrysolith, heißt Gold und Prasos bedeutet Lauch, also auf gut Deutsch der Goldlauchstein. Und man kann das hier auf dem Bild erkennen, also dieses Lauchgrün erklärt die Hälfte des Namens, und dann sehen wir eben dieses Gelb drin, das erinnert an Gold, der Goldlauchstein.
Ja, jetzt müssen wir wieder darüber nachdenken, über die Bedeutung von Lauch und dann von Gold und das alles in Verbindung mit dem Edelstein. In 4. Mose 11,5, da finden wir die Israeliten in der Wüste. Die hatten von Gott diese wunderbare Nahrung aus dem Himmel bekommen, aber sie wurden unzufrieden. Liest jemand 4. Mose 11,5? Da jammern sie und möchten es wieder so schön haben wie damals in Ägypten, als sie noch richtig es schön hatten, als Sklaven und tagtäglich geschlagen und geplagt wurden, nicht wahr? Es ist unglaublich, wie vergesslich sie sein konnten. Ja, liest du Vers 5 in Kapitel 11, 4. Mose?
Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, der Gurken und der Melonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs.
Ja, also umsonst aßen, das kann man jetzt auch nicht sagen, nicht wahr? Wenn man gar nicht bezahlt wird für die Arbeit, dann war ja wenigstens das Essen ein Teil der notwendigen Entlöhnung. Übrigens, den Rest mussten die Ägypter später bezahlen. Beim Auszug aus Ägypten, da sollten die Ägypter die soliten Aufforderung Gottes, die Ägypter auffordern, ihnen Goldgefäße und alles Mögliche aufzuladen, und die haben das auch von sich aus freiwillig noch gemacht, damit die endlich gehen nach diesen zehn Plagen. Aber das war die Auszahlung für die unbezahlte Sklavenarbeit. Gott will gerechte Löhne für Arbeit. Das ist ein Grundsatz, der zieht sich rüber bis ins Neue Testament, Jakobus 5, der vorenthaltene Lohn der Schnitter schreit zu den Ohren des Herrn Zebaoth. Da muss man nicht Kommunist werden, um sich einzusetzen für gerechte Löhne. Das ist ein biblisches Prinzip.
Und eben, die haben das nicht umsonst gegessen, die Entlöhnung kam dann, aber Gott hat das eben so gemacht, damit die nicht diesen Lohn einfach in Ägypten verbraucht haben. Er wurde am Ende ausbezahlt, und so konnten sie einen wichtigen Anteil davon dann auch für die Stiftshütte einsetzen, sonst hätten sie das gar nicht gehabt, das Gold und Silber usw. für den Gottesdienst. So hat Gott darüber gewacht, dass eben das Bankkonto erst ausbezahlt wurde beim Auszug.
Ja, und dann wird also hier unter dieser wunderbaren Speise Ägyptens wird der Lauch speziell erwähnt. Apostelgeschichte 13,39 liest er das uns noch vor, da sagt der Apostel Paulus:
Und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt.
Ja, danke, das wäre es. Jetzt ist es so: Der Lauch spricht von der Speise Ägyptens, man kann sagen, von dem Geschmack, den das Fleisch hat. Die sehnten sich nach dieser ägyptischen Speise von damals. Das würde entsprechen, kann man sagen, einem Gläubigen, der plötzlich denkt: Ach, war das schön, als ich damals noch richtig in der Welt war, das war so toll in der Disco und da, und ich habe mich überhaupt so frei gefühlt, nicht wahr, und so. Das ist die Speise Ägyptens, und die sehnen sich wieder nach diesem Lauch zurück, anstatt das Manna, die Speise, das Brot Gottes, das ja ein Bild ist von dem Herrn Jesus, dem Brot aus dem Himmel, Johannes ...
Nun haben wir also hier den Lauch kombiniert mit Gold, Goldlauchstein, und der Apostel Paulus erklärt in der Synagoge in Apostelgeschichte 13, dass eben durch den Glauben an den Messias jeder gerechtfertigt wird, das heißt, Gott vergibt all das, was wir getan haben als Sünder im alten Leben. Als wir noch Sklaven in Ägypten waren, unter der Herrschaft des Pharaos, das heißt des Satans, es gibt für den Glauben an Jesus Christus eine völlige Rechtfertigung, und davon spricht eben das Gold, das Gold von der Gerechtigkeit Gottes, das dem gegeben wird, der früher so richtig in dem Genuss Ägyptens gewesen war. Das ist hier kombiniert: Gold und Lauch.
Und so kommen wir zu Nummer elf, Hyazinth, in Vers 20. Griechisch Hyacinthos, auch sehr einfach zu übersetzen, muss man gar nicht Griechisch kennen, um das zu verstehen. Hyacinthos heißt auf gut Deutsch hyazinthfarben. Das heißt, wie die Blume mit dem Namen Hyazinthe. Und was ist die Farbe? Dunkelblau, dunkelrot. Dieser Edelstein wird heute genannt Zirkon. Da sieht man also, ich gebe zu, man müsste das Licht ganz ausmachen, und dann würde man die Farbgebung besser sehen. Hier auf dem Laptop ist es viel besser, da sieht man, wie nah der Farbton ist eben von der Hyazinthe, von der Blume. Also dieser Edelstein weist hin auf eine sehr schöne Blume. Und da müssen wir uns fragen: Was ist eigentlich die Bedeutung der Blumen grundsätzlich in der Bibel? Die Blume ist abgefallen, das Gras ist verdorrt, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.
Aber die Blume hat auch weitere Bedeutungen, wenn wir zum Beispiel an die erste Blume denken, die blüht in Israel. Der Mandelbaum mit seinen Blumen, er blüht in Israel Ende Januar, Anfang Februar. Und es lohnt sich wirklich, mal in der Regenzeit nach Israel zu reisen. Aus guten Gründen geht man am besten eben im Frühjahr und im Herbst. Aber wenn man die Möglichkeit hat, eben mehr als einmal eine schöne Reise zu machen nach Israel, dann wäre es mal eine Gelegenheit, Ende Januar, Anfang Februar. Es kann dann sein, dass man richtig verregnet wird und in Jerusalem friert, also ich kann davon auch etwas erzählen. Aber es ist so phantastisch, ich sehe das jetzt noch vor mir: Wir sind auf der Autobahn Nummer 1 von Tel Aviv nach Jerusalem, überall sieht man die weißen Blüten des Mandelbaums. Da ist man plötzlich überrascht, dass es so viele Mandelbäume gibt. Es gibt ja alle möglichen, aber die kommen richtig zur Geltung, und zuerst blühen die, und erst dann kommt das Grün des Baums. Sie kündigen das neue Leben an. So ist das dann auch mit den weiteren Blumen, die nach ihr folgen, die sprechen alle von dem neuen Leben nach dem Winter. So sprechen Blumen eben grundsätzlich von Auferstehung.
Das ist nicht der Gegensatz zu dem, was vorhin gesagt wurde. Es ist so, dass Symbole oft mehr als eine Bedeutung haben, so wie auch Wörter im Wörterbuch mehr als eine Bedeutung haben können. So ist es eben auch mit Symbolen, es gibt einen inneren Zusammenhang zwischen Symbol und Wort. Ja, und so spricht es eben von Auferstehung. Und wo hat zum Beispiel gerade die erste Blume eine besondere Bedeutung in der Bibel, die Mandelblüten? Bei dem Stab Aarons, genau. Und noch vorher bei dem siebenarmigen Leuchter, bei der Menorah. 2. Mose 25 schreibt vor, dass 22 Mandelblüten angebracht werden müssen, Knauf und Blume. Und der Apostel Paulus erklärt in seiner Rede vor König Agrippa, was die Bedeutung der Menorah ist, und zwar sagt er dort, Apostelgeschichte 26, wenn wir das kurz aufschlagen wollen, er entgegnet dem Vorwurf, den man ihm gemacht hatte, er sei vom biblischen Glauben abgefallen, da sagt er in Apostelgeschichte 26,22:
Da mir nun der Beistand von Gott zuteil wurde, stehe ich bis zu diesem Tag bezeugend, sowohl kleinen als großen, indem ich nichts sage, außer dem, was auch die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen würde, nämlich dass der Christus, das ist griechisch für der Messias, dass der Messias leiden sollte, dass er als erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volk als auch den Nationen.
Wo steht das in den Büchern Mose, dass der Christus leiden sollte, als erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte? Da hat man Mühe, da kann man die ganzen fünf Bücher Mose einmal durchlesen und dann auf Hebräisch noch rückwärts, ja? Man findet nichts, außer man bleibt stehen bei der Beschreibung in 2. Mose 25 von der Menorah, da haben wir es nämlich, dass der Christus leiden sollte. Die Menorah besteht aus sieben Lampen, die mussten gefüllt werden mit Olivenöl. Christus heißt ja oder Messias heißt ja der Gesalbte, der gesalbte König, und davon spricht das Olivenöl, das Siebenfache in der Menorah. Der Leuchter durfte nicht gegossen werden, sondern er musste ausdrücklich in getriebener Arbeit hergestellt werden, das heißt, der Künstler Bezalel musste das Gold, diesen Goldklumpen von einem Talent, etwa vierzig Kilo, musste er als Schmiedearbeit am Feuer treiben, mit Hammerschlägen, und so hat er den Leuchter hergestellt, gemacht, und jeder Hammerschlag deutete darauf hin, dass der Gesalbte, der Messias, leiden sollte. Die 22 Mandelblüten, die Blüten, die also als Erster in Israel das neue Leben verkündigen, die sprechen von der Auferstehung, und zwar eben wie er das sagt: als Erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte. Und da waren eben sieben Lampen, die hatten nicht nur einfach Olivenöl, sondern das Olivenöl war der Energiegeber für die Dochte, um zu brennen, Licht zu verkündigen. Also jedes Element ist da.
Es ist schon erstaunlich, der Apostel Paulus sagt nicht: Wenn man so ein bisschen ein Flair hat für Typologie, dann könnte man den Leuchter so und so deuten. Es gibt Christen, die sind richtig allergisch, sobald man etwas beginnt symbolisch auszulegen aus dem Alten Testament. Aber der Apostel Paulus sagt: Mose hat gesagt, das heißt, es war Gottes Absicht, durch den Leuchter genau diese Botschaft auszudrücken. Darum sagt er: Mose hat gesagt, dass der Christus usw. So klar ist die Botschaft der Symbolik in der Stiftshütte. Und eben der langen Rede kurzer Sinn: Blumen sprechen eben vom neuen Leben, von der Auferstehung, und so jetzt die Hyazinthe spricht von der Auferstehung, und jetzt hier als Edelstein spricht eben von der Herrlichkeit des Sohnes Gottes als der Auferstandene.
Und er wird ja genannt, der ... können wir jetzt aufschlagen, den Kolosser 1. Der Erstgeborene, Kolosser 1, könnte jemand uns vorlesen, Vers 18.
Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.
Also hier wird er genannt, der Erstgeborene aus den Toten. Der Begriff Erstgeborene drückt aus, dass jemand den ersten Rang hat. Es kann übrigens sogar verwendet werden für einen, der gar nicht zeitlich zuerst geboren wurde, sondern einer wird zum Erstgeborenen gemacht, das heißt, dass er den ersten Rang bekommt. Da haben wir ja viele Beispiele in der Bibel, wo ein Zweitgeborener zum Erstgeborenen wurde, zum Beispiel Jakob anstatt Esau oder Ephraim anstatt Manasse usw. Und Jesus ist also der Erstgeborene aus den Toten, das heißt, er ist der Erstrangige, der Herrlichste aller derer, die je aus dem Tod auferstehen werden. Und bei ihm ist es so, zeitlich schon mal: Er ist der Erste, der auferstanden ist und nicht mehr stirbt. Römer 6 sagt ausdrücklich, er wird nicht mehr sterben. Natürlich gab es schon früher Auferstandene, wie diese Menschen, die auferweckt wurden in der Zeit von Elija und Elisa oder auch in der Zeit des Dienstes des Herrn, die zwölfjährige Tochter des Synagogenvorstehers Jairus, der Jüngling von Nain, Lazarus, aber die sind alle wieder gestorben. Aber der Erste, der auferstanden ist und nicht mehr stirbt, das ist der Herr Jesus, der Erstgeborene aus den Toten, und von dieser Herrlichkeit spricht Nummer elf, Hyazinth.
Und dann bleibt noch zum Schluss Nummer zwölf, Amethyst. Der Name ist zusammengesetzt aus A und Methyst. Das hängt zusammen mit Griechisch, a-methystos heißt nicht betrunken. A ist immer die Vorsilbe für un, wir sagen unnormal oder anormal. Also Amethyst heißt nicht betrunken. Der Volksaberglaube hat daraus die Idee gemacht: Wer einen Amethyst hat, der wird geschützt vor Betrunkenheit. Das ist natürlich übler Aberglaube. Der Name war auf Anhieb in Griechisch verständlich. Und dann fragt man sich: Warum heißt der unbetrunken? Aha, der schützt wahrscheinlich vor Trunkenheit. Aber Schutz vor Betrunkenheit, das geht ganz anders. Man muss sich einfach im Voraus vornehmen, niemals mehr als so. Man weiß ganz genau, was gut tut und was nicht. Und da muss man sich im Voraus sagen: Niemals mehr als so. Das schützt vor Trunkenheit.
Aber eben jetzt, was bedeutet das im Blick auf den Herrn Jesus? Wir sehen in Matthäus 27,34, als der Herr Jesus am Kreuz war, gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken, und als er es geschmeckt hatte, wollte er nicht trinken. Galle, griechisch kole, bedeutet Galle oder bitteres Gift oder auch Droge. Also diese Soldaten, die das so gemacht hatten, die hatten Erbarmen. Das konnte vorkommen, dass Soldaten eben gewissen Gekreuzigten Essiggaben mit einer Droge vermischt, zum Beispiel Opiat, zur Schmerzstillung. Aber der Herr, als er gemerkt hat, da ist eine Droge mit dabei, wollte er nichts, er hat es nicht getrunken.
Jetzt könnte man sich fragen: Ja, wie ist dann das mit der ganzen Schmerzbehandlung? Haben wir hier eine Basis, dass Christen keine Schmerzmittel nehmen sollten? Aber das ist überhaupt nicht so. Gott hat in die Natur diese Möglichkeit gegeben, der Schmerzstillung, und die ist auch heute so verbessert worden, also dass man wirklich auch so wohl dosiert und auch das richtige Mittel für die richtige Person, denn jede Person reagiert wieder anders. Und übrigens ganz wichtig: Ein solches Mittel wirkt ganz anders bei einem Menschen, der Schmerzen hat. So etwas darf man nicht nehmen, wenn man keine Schmerzen hat. Das wirkt auch anders. Gott hat es gegeben, aber der Herr Jesus, als er am Kreuz war, wollte er keine Schmerzstillung, als er starb, um schließlich für unsere Sünden zu leiden, und darum hat er es abgelehnt. Das erfüllt uns mit einer Bewunderung für ihn, und das wird ausgedrückt durch diesen Edelstein, den Amethyst.
Die ganzen Leiden, die auch vonseiten Gottes über ihn gekommen sind, nicht wahr, was die Menschen ihm angetan haben, durch die Kreuzigung und durch die Schläge usw., das hat keine Sünden gesühnt. Aber es war so, dass in den drei Stunden der Finsternis wurde der Herr Jesus der Sündenträger, und da hat Gott ihn geschlagen. Darum heißt es in Jesaja 53,10: Es gefiel dem Herrn, ihn zu schlagen. Er hat ihn leiden lassen. Das gefiel, das bedeutet: Weil Gott uns retten wollte, war es sein guter Plan, dass sein Sohn so leiden sollte. Natürlich war das furchtbar für den Vater, den Sohn in diesen Leiden zu sehen, aber anders hätten wir nicht gerettet werden können. Und der Herr wollte diesen Zorn Gottes eben bei vollem Bewusstsein tragen.
Wir können dazu noch lesen aus dem prophetischen Psalm 88, das ist ein messianischer Psalm, der die Leiden des Herrn am Kreuz beschreibt, und da sagt der Herr in Psalm 88,4 und 17:
Denn satt ist meine Seele von Leiden, und mein Leben ist nahe am Scheol. Und jetzt Vers 17: Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.
Ja, das ist eben der Zorn Gottes, der ihn getroffen hat für unsere Sünden, ganz entsprechend wie es in Sacharja 13,7 heißt: Schwert, erwache wider den Hirten, wider den Mann, der mein Genosse ist. Und das ist Sacharja 13,7, und dann heißt es weiter: Schlage den Hirten, und die Herde wird sich zerstreuen. Dieses Schwert Gottes hat ihn getroffen, aber der Herr hat alles ohne Schmerzstillung ertragen.
Ja, dann sind wir am Ende mit diesen zwölf Edelsteinen und werden dann, wenn wir das nächste Mal noch das Thema Offenbarung behandeln, mit Kapitel 22 diese Serie abschließen. Da geht es dann um die Quelle aus dem Thron Gottes und auch um die vollendete Bibel. Niemand darf etwas weiteres hinzufügen, aber auch nichts davon wegnehmen, werden wir sehen, und der letzte Vers der Bibel, der soll auch jetzt mit uns gehen:
Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit allen Heiligen. Amen.
Wollen wir noch zusammen beten?
Herr Jesus Christus, wir danken Dir für all diese Symbolik, die Du in Dein Wort hineingelegt hast, die uns hilft, die Herrlichkeit Deiner Person immer besser zu verstehen. Und es ist unser Wunsch, dass das hilft, dass es wie in Kolosser 1,18 beschrieben, dass du den ersten Platz einnimmst, den ersten Rang hast in allem, in unserem Leben, und dass es uns auch dazu führt, dass wir wirklich die erste Liebe pflegen zu dir, dem Sohn Gottes, von dem jeder Gläubige sagen kann: der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selber für mich hingegeben hat. Wir möchten uns jetzt auch dir und deiner Gnade anbefehlen für unseren weiteren Weg. Amen.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Noch mehr Inhalte von Roger Liebi gibt es auf seiner Webseite unter rogerliebi.ch