Serie•Teil 4 / 30Das erste Buch Mose
Generierte Mitschrift
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Die Ebenbildlichkeit des Menschen und ihre Grenze
Also, ich sollte jetzt noch etwas nachtragen. Ich habe das Ganze vergessen und bin sehr froh um die Erinnerung in der Pause.
Die Ebenbildlichkeit des Menschen, also die göttliche Ebenbildlichkeit des Menschen, bedeutet nicht, Gott zu sein. Wenn der Mensch, was die Persönlichkeit betrifft, so denkt und empfindet, denken und empfinden kann und entscheiden kann wie Gott, und wenn er so charakterlich heilig und liebend sein kann wie Gott, und wenn er ein Gesellschaftswesen ist wie Gott, so bedeutet das aber nicht, dass Gott einen Gott gemacht hat. Gott macht keinen Gott.
Es gibt etwas, was nur für Gott bleibt, und das sind seine ureigenen göttlichen Eigenschaften: Allgegenwart, Allmacht, Allwissenheit und Ewigkeit, also Ewigkeit in die Vergangenheit und Ewigkeit in die Zukunft. Das ist klar: Gott bleibt immer noch Gott. Gott bleibt immer noch Schöpfer, auch wenn er ein Geschöpf macht, das ihm ähnlich ist. Es ist eben nicht Identität. Der Mensch ist niemals gottidentisch. Er ist gottähnlich.
Im Griechischen gibt es ja zwei Wörter für ähnlich oder gleich. Das eine heißt Isos. Isos heißt gleich in allem. Und von dem Herrn Jesus heißt es, er war gottgleich. In Johannes 5 wird genau dieses Wort Isos verwendet. Er war gottgleich in allem. Der Mensch ist aber nur gottähnlich, homoios. Homöopathie und solche Sachen kommen davon. H. Moyers, ähnlich.
Das Wort in Johannes 5, ich glaube, es ist Vers 17 oder 19, vielleicht 9, Vers 18, da kommt das Wort Isos vor. Johannes 5,18: gottgleich. Und Philipper 2,6, das ist die zweite Stelle. Diese beiden Stellen, nur diese beiden gibt es, wo das Wort Isos auf Jesus Christus bezogen wird. Was die Gottgleichheit betrifft, kommt es nur an diesen zwei Stellen vor: Philipper 2,6, Johannes 5,18.
Philipper 2,6: der, als er sein Dasein in der Gestalt Gottes führte, es nicht als ein an sich zu reißendes erachtete, Gott gleich zu sein. Gottgleich zu sein, Isos. Er war gottgleich, aber er hat es nicht festgehalten, nämlich in äußerlicher Weise, sondern er entäußerte sich selbst und wurde uns menschenähnlich, nämlich ausgenommen in die Sünde gleich.
In Johannes 5,18 heißt es: Deswegen suchten die Juden, Jesus zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und so sich selbst Gott gleichmachte.
Und wenn der Mensch jetzt im Ebenbild Gottes geschaffen ist, heißt das nicht, dass er in Gott ist. Sonst würde es ja mehrere Götter geben. Das geht aus Prinzip schon nicht, weil Gott schon per Definition einzig ist, etwas Einzigartiges. Also gibt es nicht zwei Götter. Die Zeugen Jehovas betonen immer wieder: Wenn es in der Bibel heißt, Jesus war Gott, dann meinen sie, er war ein Mächtiger, weil das Wort Gott auch mächtig heißen kann. Dann war Jesus einfach ein Mächtiger.
Aber sie machen sich das zu einfach. Erstens ist das nicht ganz richtig, denn Gott heißt nicht nur mächtig. Die Bibel definiert Gott mehr als mächtig. Gott ist viel mehr als mächtig. Gott ist auch einzigartig. Es gibt nur einen Gott. Und wenn es von Jesus heißt, er ist Gott, dann ist genau er dieser Gott. Er ist der wahrhaftige Gott, 1. Johannes 5,20. Er ist der wahrhaftige Gott. Klarer kann man es nicht sagen. Es gibt nur diesen einen Gott, und das ist er, Jesus Christus.
Aber der Mensch nicht. Der Mensch ist nicht Gott. Aber er ist göttlich im Wesen, er ist göttlich, gottähnlich. Lich heißt ja gleich oder eben ähnlich, in der Art wie Gott, vor allem in diesen drei Punkten, die ich genannt habe: in der Persönlichkeit, in dem Charakter und als Gesellschaftswesen.
Der Aufbau von Genesis 2 bis 4
Kapitel 2, Vers 4 bis Kapitel 4 am Ende ist jetzt der zweite Teil der Genesis, der zweite Abschnitt der Genesis, Kapitel 2, Vers 4 bis 4, Vers 26: die Entstehung und erste Entwicklung des Menschengeschlechts.
Ihr habt jetzt auch auf dem Blatt, auf dem Gliederungsblatt, sollte auch hier die Gliederung drauf sein. Wenn ihr nachseht, die Gliederung von Kapitel 2 bis 4. Das ist chiastisch aufgebaut. Chiastisch heißt x-förmig, also Chiasmus. Ein Chiasmus, das heißt: etwas ist A, B, C, D, C', B', A'. Das heißt, chiastisch aufgebaut.
Der Erdboden wird betont, der Erdboden. Das Essen vom Baum des Lebens, also Vers 15 bis 17 vor allem: das Essen vom Baum des Lebens, das Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Er kann vom Baum des Lebens essen, aber er soll nicht vom Baum der Erkenntnis essen. Das wird verboten, ganz klar, und der Tod wird angedroht. Vers 15 bis 17, das ist die Geschichte B. Und in der Geschichte B', also in der vorletzten Geschichte: Du hast gegessen von dem Baum. Kapitel 3, Vers 8 bis 19, ihr habt das vor euch, gegessen von dem Baum. Der Erdboden wird verflucht, und der Mensch wird zum Erdboden zurückkehren, zum Staub.
In der Mitte haben wir die beiden Geschichten C. Das ist C in Kapitel 2, 18 folgende: die Benennung der Tiere und Adams Herrschaftsstellung dadurch über die Tiere, dann die Erschaffung der Frau als Hilfe für Adam, und zum Schluss wird uns gesagt: die beiden waren nackt. Das war die Geschichte C, und sie schämten sich nicht. C bis Vers 25.
Und dann die Geschichte C', Anfang von Kapitel 3: das Tier und die Frau. Die Frau ist aber hier nicht eine Hilfe für den Adam. Sie lässt sich durch das Tier beherrschen, lässt sich führen von dem Tier. Adam lässt sich führen von der Frau, die er eigentlich führen sollte. Und die Frau ist keine Hilfe für ihn. Und zum Schluss heißt es, sie versuche, ihre Nacktheit zu bedecken.
Also man sieht hier, die entsprechen einander. Das ist eine typische Art der Erzählweise, prägt sich auch natürlich sehr gut ein für uns. Das finden wir auch bei den anderen Geschichten. Übrigens sind die Psalmen, sehr viele Psalmen, so aufgebaut. Ich arbeite gerade in den Psalmen, das ist wunderschön, wie die aufgebaut sind. Es ist eine hervorragende Dichtkunst, was dort uns geboten wird.
Der Mensch als Wesen mit Auftrag und Verantwortung
Also steht hier der Erdboden in besonderer Weise im Zentrum. Adam wird aus dem Erdboden geschaffen, er heißt der Erdige. Er hat die Aufgabe, den Erdboden zu bebauen, zu bearbeiten und zu bewahren, also den Schöpfungs- und Bewahrungsauftrag des Menschen, der mit dem Erdboden verbunden ist. Er sollte alles in Abhängigkeit von Gott tun.
Und dann, nach der Sünde, darf er weiterhin den Erdboden bebauen. Aber der Erdboden wird verflucht, nicht Adam wird verflucht. Der Erdboden wird verflucht und trägt ihm Dornen und Disteln und so weiter. Er bereitet ihm Schmerzen und viel Mühe, also viel Mühe bei der Arbeit.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Adam und Kain. Ich möchte nur ein wenig vorgreifen: Kain wird dann verflucht werden, verflucht vom Erdboden hinweg, flüchtig, fliehend vor Gott, in einem sinnlosen Dasein, lebenslang auf der Flucht und in Sinnlosigkeit. Das ist Hölle. Da ist ein großer Unterschied zwischen Adam und Kain. Adam hat sich auch von Gott sagen lassen nach der Sünde, hat sich überführen lassen, wir kommen darauf. Kain hat sich nicht überführen lassen.
Was wir hier in diesem Abschnitt, Kapitel zwei, lernen, ist sehr viel über das Wesen des Menschen an sich. Und weil das so wichtig ist, möchte ich hier auch ein wenig darauf eingehen. Das Erste habe ich schon gesagt: dass der Mensch ein Abhängigkeitswesen ist. Erstens also der Mensch als abhängiges Wesen von Gott. Gott hat den Menschen geschaffen als betendes Wesen. Das war immer schon Gottes Plan mit uns Menschen, dass wir betende Menschen sind. Das heißt, dass wir alles in Abhängigkeit von Gott tun, was wir tun. Nur so können wir Mensch sein, wie Gott sich das vorgestellt hat, und nur so funktioniert es auch. Wir beten uns durchs Leben, bis wir bei ihm sind, und dann beten wir weiter. Dann werden wir immer mit ihm reden.
Also beten können wir ruhig schon üben, denn wir werden es sowieso immer tun. Und es wird wunderbar, wenn gar nichts mehr das Gespräch mit dem himmlischen Vater hindert.
Sinn, Arbeit und Verantwortung im menschlichen Leben
Das Zweite: Der Mensch ist ein sinnvolles Wesen, und er möchte Sinn haben. Ein Sinnwesen, ein Wesen, das einen Zweck haben möchte für das, was es tut. Der Mensch möchte wissen, dass das, was er tut, einen Zweck und einen Sinn hat.
Es ist etwas Furchtbares für einen Menschen, sinnlose Dinge zu verrichten. Beim Bundesheer, also wie sagt man bei euch, bei der Bundeswehr, da müssen manche irgendein Loch ausgraben, und sie wissen genau: Nachdem das Loch ausgegraben ist, müssen sie es wieder zuschütten. Das ist für die jungen Leute furchtbar schwer. Einfach sinnlose Arbeit tun, nur einfach sinnlos. Das ist nicht in der Würde des Menschen, sinnlose Dinge zu tun. Aber die Hölle ist Sinnlosigkeit in Ewigkeit, Sinnlosigkeit.
Der Mensch fragt sich nach dem Sinn des Lebens. Da müssen wir mit dem Evangelium einsetzen, mit den Leuten reden: Hey, du bist ein Sinnwesen. Gott hat dich nicht gemacht zur Sinnlosigkeit.
Also: Zuerst war der Erdboden da, und der Erdboden braucht einen Bebauer, heißt es. Es war noch niemand da, der ihn bebaut. Und dann hat Gott den Menschen gemacht, damit der Erdboden bebaut wird. Aber das hebräische Wort heißt eigentlich bedienen, bearbeiten. Der Erdboden braucht einen, der ihn bedient und bearbeitet.
Im positiven Sinn ist Arbeit nicht etwas Schlechtes, sondern etwas sehr Gutes für uns. Wir wurden geschaffen für Arbeit, für Aufgaben. Gott hat Aufgaben für uns bereit, Gott hat Arbeiten, und Gott hat uns gemacht, dass wir uns freuen, wenn wir sinnvolle Arbeiten tun.
Das Schönste ist, wenn wir wissen: Die Arbeit, die wir tun, ist Ewigkeitsarbeit. Eine Mutter, die weiß: Die Arbeit, die ich in das Kind hineinstecke, das ist Ewigkeitsarbeit und hat ewige Früchte. Wunderbar, hier kann ich mich einbringen. Und ein Vater, der die Familie ernährt: Ich tue es für meine Familie, für Menschen, für ewige Menschen. Ich bin ein Zeugnis an meinem Arbeitsplatz, damit andere Menschen zum Herrn finden. Ich darf den Herrn Jesus Christus darstellen.
Eine sinnvolle Arbeit tun, nicht nur einfach, um Geld zu verdienen, das ist auch wichtig, das brauche ich auch. Aber ich tue es auch zur Ehre des Herrn, damit andere Menschen auch zum Herrn kommen. Und wenn sie nicht zum Herrn kommen, egal, dann wird trotzdem Gott geehrt. Und dass Gott geehrt wird, das macht schon viel Sinn. Das macht alles Sinn.
Wenn nur Gott geehrt wird und ich keine Frucht sehe von meinem Dienst, nie Frucht sehe, wie Jeremia, darf ich mich trotzdem freuen, wenn Gott geehrt wird. Noah hatte auch keine Frucht. Du predigst dein Leben lang und siehst keine Frucht. Aber Gott wird geehrt. Deshalb war sein Dienst sehr sinnvoll.
Sinnvolles Wesen.
Die fünf Beziehungen des Menschen
Drittens: ein verantwortliches Wesen. Das haben wir auch schon gehabt. Der Mensch hat Verantwortung. Gott stellt ihn vor die Entscheidung: Du kannst jetzt entscheiden, gehorche ich oder gehorche ich nicht? Es gibt keinen Dazwischenzustand. Nehme ich jetzt von dem Baum oder nehme ich nicht? Es gibt keinen Dazwischenzustand.
Mit der Entscheidungsfreiheit kommt natürlich auch die Fähigkeit zu sündigen, die Möglichkeit zu sündigen. Gott stellt ihn in die Verantwortlichkeit. Gott macht ihn verantwortlich und gibt ihm zehn Worte, neun Gebote und ein Verbot. Zehn Worte Gottes an den Menschen, neun Gebote und ein Verbot. Gerade umgekehrt wie bei den zehn Geboten von Mose, da haben wir ja neun Verbote und ein Gebot, oder? Neun Verbote, neunmal steht: Du sollst nicht, einmal steht: Du sollst. Was ist das eine? Vater und Mutter ehren. Ungeheuerlich! Nicht ein Verbot, sondern ein Gebot. Vater und Mutter ehren hat eine besondere Stellung in den zehn Geboten.
Dies gehört übrigens zu den ersten fünf, nicht zu den zweiten fünf. Das hat mich oft beschäftigt. Wieso gehört es zu den ersten fünf und nicht zu den zweiten fünf? Die ersten fünf haben mit Gott zu tun. Horizontal, horizontal, nein, vertikal, vertikal, danke, vertikal. Und die anderen fünf haben mit dem Menschen zu tun, horizontal. Warum gehört das eine Gebot dazu? Das ist doch etwas auf der Ebene von Menschen: Vater, Mutter ehren. Nicht ganz. Für die Kinder sind die Eltern Gott, wie Gott, oder? Wo lernen sie an, wer ein Vater ist, dass Gott ein Vater ist und so weiter? Das ist eine besondere Stellung, dieses Gebot, die Eltern zu ehren.
Übrigens sind die zehn Gebote auch chiastisch aufgebaut. Das ist etwas für das Studium dann am Nachmittag für euch privat. Sie sind chiastisch aufgebaut: erstes und letztes, zweites und vorletztes und so weiter. Das kann man sich dadurch gut merken.
Wir gehen zurück. Also: ein verantwortliches Wesen. Gott gibt ihm zehn Worte, zehn Gebote, neun Gebote und ein Verbot.
Viertens: Er ist ein ethisches, ästhetisches und intelligentes Wesen. Sinn für Schönheit, Ordnung, Moral usw. Ein ethisch-ästhetisch-intelligentes Wesen. Das heißt, er hat einen Sinn für gut und böse, einen Sinn für schön und nicht schön, Ordnung und Nichtordnung usw. Und er ist intelligent. Er ist das Intelligenzwesen auf der Erde schlechthin.
Deshalb wird manchmal, wenn in Offenbarungen zum Beispiel Gott dargestellt wird oder Gottes Königreich dargestellt wird, das in Form von Symbolen geschieht. Dann sind vier Symbole dargestellt, und eines von den Symbolen ist das Angesicht eines Menschen. Dabei sind Löwe, ein Adler, ein Stier und das Angesicht eines Menschen. Und das Angesicht des Menschen stellt die Intelligenz dar. Die anderen stellen auch etwas dar: der Löwe den Starken, der Adler den Schnellen, der Stier den Festen, den Ständigen.
Also noch einmal zurück: ethisch, ästhetisch, intelligentes Wesen.
A zu Gott: Gott bläst seinen Odem in seine Nase, und da entsteht schon die erste Beziehung. Er verleiht ihm die Fähigkeit zu sprechen und zum aufrechten Gang. Er stellt ihn in ein Abhängigkeitsverhältnis und in ein Gehorsamsverhältnis, also eine Beziehung zu Gott: Abhängigkeit, Gehorsam, Sprechen.
Beziehung zum Boden, zum Erdboden. Er ist ja der Erdbodenmensch. Er ist der Herr über den Erdboden, und er hat ihn zu bearbeiten und zu beschützen, zu bewahren. Er muss den Erdboden bewahren, dass er nicht kaputtgeht. Das ist der Schöpfungs- und Bewahrungsauftrag des Menschen. Also, wir haben auch diesen Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Und zum Beispiel unser Körper ist ja auch Schöpfung, unser Körper. Den sollen wir auch bewahren. Und heute Nacht haben alle diesen Auftrag erfüllt. Wir haben alle geschlafen und haben uns regeneriert und haben auf diese Weise unserem Körper etwas Gutes getan. Wir sind jetzt wieder frisch und können wieder weiterarbeiten. Wir waren gehorsam heute Nacht. Aber nicht nur darin sollen wir gehorsam sein. Manchmal sagt Gott: Heute verzichtest du auf Schlafen, machst mehr etwas anderes, das hat jetzt Vorrang. Da muss man ein bisschen aufbleiben.
Also: Beziehung zum Erdboden, Schöpfungsauftrag, dann Beziehung zu den Tieren. Der Mensch hat eine Beziehung zu den Tieren. Er benennt sie. Er hat die Fähigkeit, die Tiere zu benennen. Und das bedeutet auch, über sie zu herrschen. Denn wem ich einen Namen gebe, über den habe ich eine übergeordnete Stellung. Beziehung zu den Tieren, nämlich über sie zu herrschen. Sie sind nicht seine Partner. Tiere sind nicht Partner. Tiere sind zum Beherrschen, später zum Essen auch noch, jetzt noch nicht, zum Arbeiten für den Menschen, zum Benutzen.
Tiere sind übrigens stumm, sagt die Bibel, stumme Tiere. In 2. Petrus 2,12 steht, dass die Tiere stumm sind, also stumm und unvernünftig, beides: stumm und unvernünftig. Sie sind deshalb stumm, weil sie nicht denken können. 2. Petrus 2,12, genau, danke. Also das war jetzt noch die andere Seite. Das ist nicht immer positiv, nein, natürlich nicht. Aber dass er sich pflegt und dass er auf sich schaut, das wird vorausgesetzt in der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Du liebst dich ja sowieso selbst, aber liebe jetzt auch deinen Nächsten. Es ist kein Gebot, sich selbst zu lieben, sondern es ist einfach so, es ist eine Gegebenheit, dass man sich selbst liebt. Aber jetzt soll man lernen, manchmal auch auf sich selbst zu verzichten, in einigen Punkten jedenfalls.
Gut, das sind diese fünf Beziehungen, und alle fünf wurden gestört durch den Sündenfall: Beziehung zu Gott, Beziehung zum Erdboden, Beziehung zu den Tieren, Beziehung zu Mann und Frau, Beziehung zu sich selbst. Ein Riss ging durch die Sünde hinein. Ein Riss zwischen Gott und Mensch, ein Riss zwischen dem Erdboden und den Menschen. Gott hat den Erdboden verflucht. Ein Riss zwischen Mensch und Tier, jetzt gibt es Raubtiere usw., Gefahren. Ein Riss zwischen Mann und Frau, der bis heute da ist. Und oft hat man so Schwierigkeiten in der Ehe, weil man merkt, man versteht den Ehepartner nicht. Man muss dann lernen. Man lernt manchmal, mit den Fehlern des Partners zu leben. Man muss lernen, manchmal zu kommunizieren und so weiter.
Und die Beziehung zu sich selbst geht auch kaputt, ebenfalls zum Teil. Ein Mensch hat eine gestörte Beziehung zu sich selbst, will sich selbst vergöttern usw. oder will sich selbst umbringen aus Egoismus. Selbstmörder sind meistens Egoisten, sie denken nur an sich selber, die Selbstmörder.
Der Mensch als von Gott geformtes Geistwesen
Zum Text jetzt im Einzelnen ein paar Gedanken.
Da bildete Jahwe Gott den Menschen, Vers 7, Staub vom Erdboden. Ich habe vergessen, Entschuldigung: Vers 5 bis 7. Und noch war kein Strauch des Feldes auf der Erde, und noch sprosste nicht Gewächs des Feldes; denn Jahwe Gott hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und noch gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bearbeiten.
Ein unterirdischer Wasserstrom aber stieg auf von der Erde und drängte die ganze Oberfläche des Erdbodens. Und es bildete Jahwe Gott den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase Atem des Lebens. Und es wurde der Mensch eine lebende Seele.
Wird gesagt, was noch nicht da war? Kein Regen, zuerst kein Strauch, und dann hat Gott den Menschen geschaffen. Das war kein Strauch, das muss noch vor dem dritten Tag gewesen sein. Er geht hier zurück in seinem Bericht und nimmt nur spezielle, ganz konkrete Sachen heraus. Das ist ja kein Widerspruch zum anderen Bericht, sondern das ist jetzt eine Detailbeschreibung.
Und es war kein Regen, sagt er. Zuerst war kein Strauch des Feldes und kein Gewächs usw. Es war noch nichts gewachsen, denn Jahwe Gott hatte noch nicht regnen lassen, und es gab keinen Menschen, den Erdboden zu bearbeiten. Also fehlen zwei Dinge: Das eine ist Wasser für den Erdboden, also ein Regen oder so etwas Ähnliches, und das zweite ist ein Mensch für den Erdboden. Beides braucht der Erdboden. Der Erdboden ist im Zentrum jetzt, im ganzen Bericht. Der Erdboden.
Und jetzt sagt er: Für das eine hat Gott einen Wasserstrom gegeben, einen unterirdischen Wasserstrom. Manche übersetzen Nebel, aber das Wort scheint einfach zu heißen: entweder Wasserstrom oder Feuchtigkeit oder Nässe, ganz allgemeines Wort. Ein gewisser Wasserstrom oder eine gewisse Feuchtigkeit oder Nässe stieg auf von der Erde und tränkte, das heißt bewässerte, die ganze Oberfläche des Erdbodens. Das ist für das eine Problem, dass jetzt etwas wachsen kann, und für das zweite Problem, dass der Erdboden bebaut gehört, bearbeitet gehört, da bildete Jahwe Gott den Menschen. Also das Ziel ist ganz klar: Der Erdboden muss bebaut werden, das ist die Arbeit des Menschen.
Und er hauchte in seine Nase Atem des Lebens, und es wurde der Mensch eine lebende Seele. Jetzt muss ich noch einmal einen Exkurs machen. Wie ihr seht, kommen wir nicht weiter, aber es sind ganz wichtige Dinge, und wir müssen die besprechen. Es geht hier jetzt um das Wesen des Menschen, wie ist der Mensch aufgebaut. Und hier erfahren wir ganz wichtige Mitteilungen, hier und auch von anderen Stellen der Bibel.
Gott schuf Mensch und Tier durch den Heiligen Geist, das ist uns klar, dass Gottes Schaffen durch den Gottesgeist geschah. Es heißt hier, von dem ist hier aber nicht die Rede, aber eins ist klar: Ohne das Wirken des Geistes Gottes kann kein Mensch und kein Tier leben. Das heißt, wenn Gott Lebewesen in die Welt setzt, dann brauchen diese Lebewesen etwas von Gott, sonst können sie nicht leben. Eine lebende Seele brauchen sie.
Und es heißt hier, beim Menschen heißt es ganz wörtlich, dass Gott hier etwas Besonderes getan hat. Er hat ihm in seine Nase Atem des Lebens hineingehaucht. Bei den Tieren lesen wir das nicht, aber damit sie leben, musste auch etwas geschehen. Hiob 33,4, Psalm 104,29. Ohne Gottes Geist kein Leben. Auch nicht tierisches Leben. Wenn nicht Gottes Geist gewirkt hätte, gäbe es kein tierisches Leben.
Wir lesen einen Vers: Psalm 104,29. Du verbirgst dein Angesicht, sie werden erschreckt; du ziehst ihren Atem ein, sie verscheiden und kehren zu ihrem Staub zurück. Du lässt deinen Geist aus, und sie werden geschaffen. Merkt ihr: Um Tiere zu schaffen, braucht es auch den Geist Gottes. Die Tiere haben keinen Geist, aber es braucht den Geist Gottes, um sie zu schaffen.
Der Mensch, beim Menschen ist mehr. Hiob 33,4, hier 33,4, eine direkte Parallelstelle sollte eigentlich angegeben sein hier im Parallelstellenverzeichnis: Gottes Geist hat mich gemacht, der Hauch des Allmächtigen gibt mir Leben. Gottes Geist hat mich gemacht, der Hauch des Allmächtigen gibt mir Leben.
Ohne das Wirken des Geistes Gottes kein Leben. Hiob 34,14, könnt ihr auch noch aufschreiben, Hiob 34,14 und 15. Wenn er nur an sich dächte, seinen Geist und Atem an sich zöge, so müsste alles Fleisch zusammenvergehen, und der Mensch würde wieder zu Staub. Wenn Gott seinen Atem, den er hineingeblasen hat, an sich zurücknehmen würde, hier heißt es seinen Geist und Atem, beides wird hier genannt, der Atem Gottes und der Geist Gottes. Wenn er seinen Geist und Atem an sich zöge, müsste alles vielleicht sofort vergehen.
Die Tatsache, dass wir heute leben und atmen und uns bewegen, das ist wegen Gottes Atem und Gottes Geist in uns. Der Mensch ist absolut abhängig von diesem Atem Gottes und vom Geist Gottes. Der Mensch ist mehr als ein Tier, er ist eine Geistperson, denn das Eigentliche des Menschen ist der Geist. Und das ist das andere, dass Gott also dem Menschen nicht nur einfach einen Atem eingeblasen hat, er hat ihm, das lernen wir von anderen Stellen auch, den Geist eingegeben. Das heißt, der Mensch ist dadurch, dass Gott in den Atem hineingeblasen hat, ein Geist.
Wir sind Geister, wir sind noch mehr: Wir sind Geister mit Leib zusammen. Aber im Wesen sind wir erst einmal Geister. Und wenn jemand stirbt, dann sieht man wieder: Jetzt ist nur noch die Hülle da. Wenn man die Leiche sieht, ist es nur noch die Hülle. Das Eigentliche von diesem Menschen ist weg, das Eigentliche ist der Geist.
Geist, Seele und die innere Erneuerung des Menschen
Und in diesem Sinne besteht eine Verwandtschaft zwischen dem Menschen und Gott. In diesem Sinne ist der Mensch ein Sohn Gottes. Adam war in einem gewissen Sinn, unter Anführungszeichen, ein Sohn Gottes. In Lukas 3,38 heißt es immer: der war ein Sohn des, der war ein Sohn des, der war ein Sohn des, und zum Schluss heißt es: der war ein Sohn Gottes. Das Wort Sohn wird zwar nicht erwähnt, es steht in Klammern, er war, aber es ist genau der Gedanke.
In diesem Sinne ist Gott der Vater von Adam gewesen. Das darf man schon sagen. Weil Gott Adam direkt erschaffen hat, ist Gott der Vater. Er hat Adam direkt gemacht. Gott ist der Vater Adams.
Welche Bibelstellen sagen uns jetzt, dass der Mensch einen Geist hat, dass ein Geist im Menschen ist? 1. Korinther 2,11. Es steht, dass ein Geist im Menschen ist, dass der Mensch einen Geist hat, einen menschlichen Geist. Der Mensch hat einen menschlichen Geist. 1. Korinther 2,11: Wer unter den Menschen weiß, was des Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Der Geist des Menschen, der in ihm ist, das ist unser Geist. Das ist nicht der Heilige Geist. Der Geist des Menschen, das sind wir selber.
Jesaja 57,16 auch. Ich nenne die Verse deshalb, weil man ziemlich suchen muss, bis man sie alle findet, bis man sie alle zusammen hat. Es ist aber eine ganz wichtige Lehre. Sie sind verstreut, diese Verse. Jesaja 57,16: Ich will nicht ewig rechten und nicht auf immer da ergrimmt sein, denn der Geist würde vor mir verschmachten und der Hauch, die ich ja gemacht habe. Also Jesaja 57,16.
Der Geist des Menschen würde vor Gott verschmachten. Deshalb sagt er, er würde nicht ewiglich rechten und immer da ergrimmt sein. Und der Atem, die ich gemacht habe, dem Hauch, steht vielleicht bei euch, oder? Hauch, wie heißt es bei Schlachter oder bei Elberfelder? Seele? Oh, das ist jetzt schade. Hat jemand eine andere Übersetzung? Weiß einmal Luther besser. Im Hebräischen heißt es, ich suche gerade das Hebräische, ja, im Hebräischen ist es das Mehrzahlwort von Seelen, also Seelen. Aber das hebräische Seelen, sagt das Lexikon, heißt breath, also Atem. Mehrzahlwort von, deshalb verstehe ich jetzt die Übersetzung von der Elberfelder, Seele. Aber in der Einzahl steht es dort, oder? Doch, Mehrzahl, in den Seelen, die ich gemacht habe.
Das Wort heißt in Mehrzahl also Atem. Es wird auch vom Atem Gottes verwendet. Also man müsste sagen: die Hauchseelen, die ich gemacht habe. Die Hauchseelen, das heißt die Atem, die Lebensgeister, würden wir vielleicht auch sagen, im gut Deutsch: Lebensgeister. Ja, ein Lebewesen, ein lebendes Wesen. Und das hebräische Wort ist hier Seele. Und das Wort Seele, eben wie ich gesagt habe, das Wort Seele, Nefesh, ist ein sehr breites Wort im Hebräischen. Es kann für vieles verwendet werden, auch für das Atmen, für den Hauch und auch für Lebewesen, wo wir sagen: Lebewesen, ein lebendes, eine lebende Seele, eine Hauchseele, etwas, was atmet, etwas, was sich bewegt, eben ein Lebewesen.
Bei der Erschaffung bildete Gott im Inneren des Menschen den Geist des Menschen. Sacharja 12,1: Last des Wortes Jahwe gegen Israel. Es spricht Jahwe, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und der des Menschen Geist in seinem Inneren bildet. Also Jahwe bildet im Inneren des Menschen den Geist des Menschen, nämlich in dem Moment, wo er den Menschen macht.
Jesaja 42,5: So spricht Gott Jahwe, Jahwe Gott, der die Himmel schuf und sie ausspannte, der die Erde ausbreitete mit ihren Gewächsen, dem Volk auf ihr Atem gab und Geist denen, die darauf wandeln. Gott gibt Geist dem Volk, den Menschen, die auf der Erde wandeln. Er gibt nicht seinen Geist, nicht den Heiligen Geist, sondern den Menschengeist. Er gibt ihnen Geist, so sind sie also Wesen, die einen Geist haben. Jesaja 42,5 war das jetzt.
Und dann haben wir noch eine interessante Stelle, wo Geist und Hauch verbunden werden, die beiden wieder. Das ist Hiob 32,8. Der Geist im Menschen und der Hauch des Allmächtigen macht sie verständig. Der Geist im Menschen und der Hauch des Allmächtigen. Hiob 32,8. Richtig, der Odem ist der Hauch, der Atem des Allmächtigen.
Schau mal gerade nach Vers 8 und 9: Es war kein Atem in ihnen, oder kein Aha, da ist das Wort kein Geist. Geistwind. Hauch. Das Wort hier steht im Hebräischen das Wort Geist, es war kein Geist in ihm. Das Wort Ruach kann ja auch Wind heißen, kein Wind, kein Geist. Und dann Odem in Vers 9, noch mal Geistwind, Geistwind, Blase, Geistwind, Blase.
Aber jetzt für uns wichtig ist: Es geht mir jetzt nur darum, etwas zu zeigen, dass der Geist im Menschen ist, und es hängt vom Menschen ab, inwieweit er Gottes Geist in sich wirken lässt, das Leben Gottes in ihm wirken lässt. Gottes Geist selber will an den Menschen arbeiten, am Menschen, und so will der Gottesgeist den Menschen dahin bringen, dass er wieder in Gemeinschaft mit Gott kommt, nach dem Sündenfall. Das heißt also, vor dem Sündenfall hatte Gott ungehinderte Gemeinschaft mit dem Menschen. Ungehindert. Und nach dem Sündenfall wirkt der Geist Gottes an dem Menschen, er arbeitet an dem Menschen oder sogar in dem Menschen, um ihn wieder in Gemeinschaft mit Gott zu bringen. Das steht an mehreren Stellen.
Eine wichtige Stelle ist diese 1. Mose 6, diese berühmte Stelle: Mein Geist soll nicht für immer da wirken im Menschen. Gott ist irgendwie frustriert, wenn man das so sagen darf. Gott ist traurig, weil der Mensch sich nicht überführen lässt von Sünde, und Gott will den Menschen durch seinen Geist, durch das Wirken des Geistes am Menschen, will Gott jetzt den Menschen zurückführen in die Gemeinschaft mit Gott, und der Mensch lässt es nicht zu. 1. Mose 6, ich glaube, es ist Vers 3, oder? Mein Geist soll nicht ewiglich im Menschen rechten, walten usw., ringen, da er ja Fleisch ist. Und dann kommt das Gericht, wird das Gericht angekündigt. Also Gottes Geist wirkt im Menschen.
Gott will unseren Geist erneuern in unserem Inneren. Psalm 51,12: Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und erneuere einen gefestigten Geist in meinem Inneren, bittet David. Erneuere einen festen Geist in meinem Inneren. Der wiedergeborene Mensch muss stets erneuert werden durch den Geist Gottes. Also die Stelle, die ich jetzt hatte, das war Psalm 51,12.
Und jetzt: Der wiedergeborene Mensch muss stets erneuert werden im Geist und durch den Geist. Das ist jetzt Epheser 4,22 und 23: erneuert zu werden am Geist eures Denkens, eines Denksinnes. Kolosser 3,10: der da erneuert wird nach dem Ebenbild dessen, der ihn schuf. Ihr habt den neuen Menschen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn schuf. Und die letzte Stelle ist 2. Korinther 4,16: der äußere Mensch verfällt, auch wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, der innere wird jedoch Tag für Tag erneuert. Das heißt: Wir Menschen sind solche Wesen, die im Inneren ständig erneuert werden müssen. Es würde immer weg tendieren. Wir brauchen eine innere Erquickung und Erfrischung und Erneuerung. So wie wir das für den äußeren Menschen brauchen durch die irdische Speise und durch das Ruhen des Schlafes, so braucht es auch unser innerer Mensch.
Warum sage ich das alles? Damit wir verstehen, wie der Mensch funktioniert, und damit wir auch die folgenden Verse verstehen, vor allem dann in Kapiteln sechs und sieben. Also der Mensch hat etwas Inneres und etwas Äußeres. Es gibt zwei Teile sozusagen. Wer das Äußere geschaffen hat, hat auch das Innere geschaffen. Es gibt einen äußeren Menschen und einen inneren Menschen. Da gibt es viele Stellen dazu, da gehe ich jetzt nicht darauf ein.
Und dieses Innere des Menschen, das Äußere heißt Leib, das ist uns allen klar, das Innere heißt mal Herz, mal Seele, mal Geist. „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können.“ Der Leib ist das Äußere, die Seele ist das Innere. Matthäus 10,28. Prediger 12,7: Der Staub muss wieder zur Erde, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott. Zwei Teile: Staub, Leib wird zu Staub, Geist kommt wieder in die Verfügungsgewalt Gottes zurück. Prediger 12,7.
Und die letzte Stelle: Jakobus 2,26. „Wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne die Werke tot.“ Der Leib ohne Geist ist tot. Das heißt, wir haben immer, es ist von zwei die Rede: Leib und Geist, Äußeres und Inneres, Leib und Seele, Staub und Geist. Die werden fast wechselweise, wechselhaft gebraucht, austauschhaft gebraucht.
Aber dann gibt es manche Stellen, die sprechen von der Funktion des Menschen, und dann haben wir drei, da werden drei genannt: Leib, Seele, Geist. Vor allem gibt es da zwei Stellen, die reden von Leib, Seele und Geist, also eine Stelle in 1. Thessalonicher 5,23: Euer Geist, euer Geist samt ... Ja, jetzt ist die erste Saison nicht an. Ja, ich versuche gerade die richtige Reihenfolge hinzukriegen. Euer Geist und die Seele und der Leib, euer ganzes Wesen. Der Geist, die Seele und der Leib, das ist das ganze Wesen.
Was die Bestandteile betrifft, ist der Mensch zweierlei, ein innerer und ein äußerer Mensch. Was die Funktion betrifft, ist der Mensch dreierlei: Geist, Seele und Leib. Das heißt, die Seele und der Leib werden dann unterschieden, was die Funktion betrifft, aber nur an manchen Stellen, nicht an allen Stellen wird das unterschieden, nur an manchen Stellen. Und das ist das Schwierige. Deshalb haben so viele Christen Schwierigkeiten: Ja, wie ist das jetzt mit der Seele und wie ist das jetzt mit dem Geist? Ich kenne mich nicht aus. Ist das jetzt das Gleiche oder ist es nicht das Gleiche? Genau diese Schwierigkeiten hat man, weil an manchen Stellen ist es fast synonym und an manchen Stellen ist es nicht synonym gebraucht. Das ist das Schwierige für den Bibelleser.
Aber wenn man es ein bisschen beachtet, wenn man es beachtet, normalerweise ist es synonym, aber an manchen Stellen ist die Funktion betont, dann versteht man: Aha, dann ist die Seele ein bisschen mehr das, was mit dem Leib in Verbindung ist, und der Geist ist noch nichts mit dem Leib in Verbindung. Die Seele ist wie eine Schnittstelle, Bruder Janssen hat gesagt, wie ein Zahnrad. Dort, wo die Zahnräder sich treffen, dort ist ein eigener Bereich, das wäre dann die Seele. Da hast du Leib, da hast du Geist, und das wäre hier der seelische Bereich, dort, wo sich das ineinander übergeht. Das ist ein Versuch, das so zu erklären.
Jetzt sind wahrscheinlich viele Fragen, oder wie machen wir es, wie lange geht, wie ist der Abschnitt, der Bereich? Sollen wir noch eine Pause machen oder? Ja, gut, wir machen eine Pause.

