Serie•Teil 2 / 2Israel - Pulverfass Westjordanland!
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein Blick auf die Landschaft und ihre Grenzen
Es lohnt sich, einmal nach Sichem, Nablus, zu reisen, um diese Dinge, die ich Ihnen eben gezeigt habe, zu sehen. Aber passen Sie auf! Die Strasse Nummer sechzig von Jerusalem hinauf durch das Westjordanland nach Sichem ist in den letzten Jahren militärisch gesichert worden. Also, da müssen Sie keine Angst haben. Aber passen Sie auf!
Wenn Sie von der Nummer sechzig abzweigen, und glauben Sie nicht, dass im GPS alles stimmt – GPS kann manchmal gefährlich sein –, dann kommen Sie in verschiedene arabische Dörfer hinein. Achten Sie am Strassenrand auf diese roten Tafeln. In Hebräisch, Arabisch und Englisch wird hier gewarnt. Auf Englisch steht hier: This road leads to area A. Diese Strasse führt in die Zone A unter palästinensischer Autorität. Das sind diese Gebiete im Westjordanland, die Israel im Zuge von Friedensverhandlungen vollständig an die Palästinenser abgegeben hat. Dort müssen Sie auch selbst für die Sicherheit sorgen.
In der Zone B sind Gebiete, in denen auch Araber wohnen, aber Israel hat immer noch die Aufsicht über die Sicherheit. Und Zone C, das sind jüdische Siedlungen. Wenn Sie jetzt in die Zone A kommen, unter palästinensischer Autorität, dann steht hier: Der Eintritt ist für israelische Bürger verboten. Es ist gefährlich für Ihr Leben und ist gegen israelisches Gesetz. Das heisst also, Israelis dürfen da nicht rein. Und das ist nicht einfach, um die Israelis zu ärgern, dass sie nicht überall hin dürfen, sondern das ist lebensrettend. Denn es ist wirklich sehr gut möglich, dass sie erschossen werden, dass sie irgendwie umkommen.
Nun, als Tourist müssen Sie keine Angst haben. Man hat es nicht auf Touristen abgesehen, sondern es geht darum, Juden und Israelis zu töten. Aber die fragen ja nicht: Zeigen Sie mal Ihren deutschen Pass und zeigen Sie mal, dass Sie wirklich keine jüdische Abkunft haben. Und je nachdem, wie Sie aussehen, werden nicht gross Fragen gestellt. Zum Beispiel: Ich gehe mal auf den Tempelberg hoch. Und dann hat mich die palästinensische Kontrolle oben, nach der israelischen Polizeikontrolle, gefragt: Sprechen Sie Hebräisch? Da habe ich gesagt: Ich spreche Schweizerdeutsch. Ich habe Sie nicht das gefragt. Also, eben, man muss schon aufpassen. Und ich würde Ihnen anraten: Fahren Sie nicht dort rein.
Ja, aber eben, fahren Sie mal hoch bis nach Sichem. Und dann sehen Sie Nablus, diese Stadt zwischen dem Garizim und dem Ebal, da unten. Aber hier sehen wir, wie Bibel und UNO zusammenstossen. Und das eben im ganzen Westjordanland.
Hier sehen Sie Jericho, die Palmenstadt. Das war die erste Stadt unter israelischer Kontrolle, unter Joshua, habe ich gesagt. Und hier sehen Sie die Ruinen des alten biblischen Jericho. Ja, und hier sehen Sie übrigens die Mauern zur Zeit von Joshua. Die waren viel höher. Das war noch eine Tonziegelmauer da oben drauf, und die ist nach aussen runtergestürzt. Und die haben da gefunden.
Ja, Sie lesen in manchen Büchern, alles sei Märchen. Man habe keine Mauer von Jericho gefunden, die zur Zeit von Joshua heruntergefallen wäre. Und wissen Sie warum? Sie müssen die Leute fragen. Also, wenn Sie sagen, es ist ein Märchen, auf welche Zeit setzen Sie diese Eroberung von Jericho an? Ja, 1230 vor Christus. Aha, ja, und nach der Bibel, wann war das? Ja, eben, da steht das überall: 1230 vor Christus. Ja, aber in der Bibel ... Sie werden sehen, die wissen das normalerweise gar nicht, was in der Bibel steht.
Wenn sie die biblischen Zahlen zusammenrechnen, dann kommen sie auf 1566. Und das ist die Mauer aus dieser Zeit von 1566, die da zusammengestürzt ist, nach aussen. Natürlich ist die da. Und nachher wurde ja Jericho lange Zeit nicht mehr aufgebaut. Darum gab es um 1230 vor Christus kein Jericho mit einer Stadtmauer. Das stimmt schon, aber das war nicht die Zeit von Joshua, sondern das ist die Zeit viel später.
Also, Sie sehen: Diese Steine haben wirklich etwas zu sagen, heute. Nun, das gehört zum Westjordanland, aber für Israel sehr bedeutsam.
Die Berge des Segens und des Fluchs
Jetzt gehen wir zum Garizim und zum Ebal. Mose hatte Israel schon instruiert: Wenn ihr dann ins Land der Verheißung kommt, müsst ihr zum Ebal und zum Garizim gehen.
Und darum ging nach der Eroberung von Jericho in Josua 8 das ganze Volk Israel nach Nablus, also nach Sichem. Sie versammelten sich dort in der Talsohle, das ganze Volk mit der Bundeslade, sagt die Bibel. Dann mussten Vertreter von sechs Stämmen auf den Garizim und Vertreter von sechs Stämmen auf den Ebal.
Auf dem Garizim mussten sie all den Segen verkündigen, den Gott über Israel bringen würde, wenn sie Gott gehorchen und seinem Wort folgen. Auf dem Ebal mussten sie alle Flüche verkündigen, die über Israel kommen würden, wenn sie ungehorsam wären, zum Beispiel die Zerstreuung in alle Welt.
Und jetzt etwas Interessantes: Der Ebal ist 940 Meter über Meer, der Garizim, der Berg des Segens, 881 Meter. Er ist wirklich ein Segensberg, denn etwa 27 Quellen entspringen noch heute dort. Auf dem Ebal ist es ganz anders. Der Garizim ist wirklich ein Segensberg.
Nun ist der Fluchberg höher, und Gott wusste, dass Israel eben nicht auf sein Wort hören würde und dass ein schrecklicher Fluch über das Volk kommen würde, wie sich das in den vergangenen zweitausend Jahren erfüllt hat. Aber Mose hatte auf Gottes Inspiration hin angewiesen, dass auf dem Ebal ein Altar gebaut werden müsse. Und der Archäologe Sertal hat vor einigen Jahren diesen Altar gefunden. Da ist er, der Altar von Josua auf dem Ebal.
Und Sie müssen wissen: Auf dem Altar wurden Opfertiere, unschuldige Opfertiere als Stellvertreter für schuldige Menschen, geopfert. Das war ein Hinweis darauf, dass einmal der Messias kommen würde, um nach Jesaja 53 als Opfer für unsere Sünden zu sterben. Und er kann uns Segen bringen, auch wenn wir den Fluch von Gott verdient haben. So wunderbar: Dieser Altar ist nicht auf dem Garizim, sondern auf dem Ebal.
Und Josua hat, nachdem das ganze Land Israel unter die Stämme verteilt war, ganz Israel eingeladen, nochmals nach Sichem zu kommen. Dort hat er den Landtag von Sichem gehalten. Er hat nochmals erklärt: Ihr müsst auf die Bibel hören, sonst geht es euch schlecht. Ihr müsst euch entscheiden. Und dort sagte er: Ich und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.
Dann lesen wir in Josua 24,26: Und Josua schrieb diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes, und er nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf unter der Terbinte, die bei dem Heiligtum des Herrn steht.
An demselben Ort, wo früher Abraham seinen Altar gebaut hatte, als Dank für Gottes bedingungslose Verheißung, stellt er einen großen Stein auf, bei dem Heiligtum des Herrn. Das war nicht die Stiftshütte; die war in Silo, Josua 18,1. Es ist dieses Heiligtum mit diesen Mauern, die ich Ihnen gezeigt habe, dort, wo der Altar von Abraham war.
Und dann heißt es weiter: Und Josua sprach zu dem ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein, denn er hat alle Worte des Herrn gehört, die er mit uns geredet hat; und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet.
Dieser Stein wurde bei den Ausgrabungen genau in der richtigen Schicht von 1566 bis 1560 gefunden. Dort, auf diesem Millo, dieser Steinaufschüttung, die auch in der Bibel erwähnt wird, im Buch der Richter, da ist der Stein. Das ist dann auch eine Gelegenheit für Familienfotos.
Sie sehen: Dieser Stein kam im zwanzigsten Jahrhundert ans Licht, in der Zeit, als die Juden wieder heimkehrten. Und er erinnert sie daran: Eigentlich habt ihr das ganze Land verloren, aufgrund eurer Verantwortung. Aber Gott hat ja zuvor mit Abraham einen Bund gemacht, ohne Bedingung, dass er Abraham und seiner Nachkommenschaft das Land in Ewigkeit geben würde. Das ist die Verheißung des Abrahambundes.
Und die Rückkehr der Juden ist die Erfüllung des Abrahambundes. Während die Erfüllung des Steines von Josua die weltweite Zerstreuung war. Aber hier kommt beides zusammen, nicht wahr? Also, das ist so bedeutsam!
Und der Stein steht dort inmitten von Sichem. Sie müssen das nur nicht zu laut überall dort verkündigen, ja, denn die meisten Leute wissen nicht, was der Stein dort bedeutet. Aber das ist das Ergebnis der Archäologie im Zusammenhang der strikten Chronologie.
Von der Stiftshütte bis zu Jakobs Traum
Nun gehen wir nach Chilo, da, wo die Stiftshütte während Jahrhunderten war. Seit 1978 wurde dort die moderne Siedlung Chilo gegründet.
Hier im Bild stehen wir auf dem alten Hügel des biblischen Chilo. Sie sehen: Nach dem Sechstagekrieg wurde eine Siedlung nach der anderen gegründet. Und gerade an solch biblisch wichtigen Orten wie Shiloh.
Dann hat man auch ausgegraben, und was kam hervor? Der Platz der Stiftshütte kam ans Licht. Sehen Sie diese Steine? Das sind natürliche Feldsteine, die so zugehauen wurden, dass sie Schutzmauern bildeten um die Stiftshütte hier. Die Breite der Stiftshütte beträgt nach der Bibel 26,25 Meter, also 50 Königsellen. Ich habe in Shiloh von Mauer zu Mauer gemessen, das sind circa 30 Meter. Also kann die Stiftshütte schön zwischen diesen Mauern aufgestellt werden. Und diese Mauern verlaufen in der Ausrichtung von Ost nach West. Die Stiftshütte wurde immer von Ost nach West aufgestellt. Sehen Sie, wie wichtig diese Art ist.
Das war einfach ein Ruinenhügel. Und jetzt diese israelische Siedlung.
Gehen wir nach Bethel, dorthin, wo Jakob seinen Traum hatte und Gott ihm verhieß, dieses Land seiner Nachkommenschaft zu geben. Vor einiger Zeit war ich bei einem Rabbi in Bethel eingeladen, das ist er: Jehuda, Doktor Jehuda Bohr. Er ist einer der Gründer der Siedlung aus dem Jahr 1972.
Wenn Sie in den Medien lesen, werden die Siedler oft als verrückte, extremistische Leute hingestellt, nicht wahr? Gehen Sie einmal hin und sprechen Sie mit diesen Leuten, mit Yehuda Boer, und dann merken Sie: Wo ist der Araberhass? Nichts davon.
Aber der Mann ist aus verschiedenen Gründen interessant, interessant meine ich für uns. Er ist in Geilingen aufgewachsen, dort unten gegen die Schweizer Grenze, auf deutschem Boden. Sein Vater war Rabbi in Geilingen und auch Leiter des jüdischen Altersheims dort. Dann kam die Zeit der Nazis, und er sagte: Ich kann diese alten Leute nicht im Stich lassen, ich bleibe bei ihnen. So ging er mit den alten Leuten ins Konzentrationslager.
Die Mutter Bohr konnte mit den Kindern in die Schweiz fliehen. Sie wissen ja, das war eigentlich kein Problem, denn die Schweizer Grenze war nur ein paar Meter von Geilingen entfernt. Aber die Schweizer ließen sie nicht hinüber, die Geilinger. Es ist wirklich eine Schande, was da geschehen ist, schrecklich. Aber irgendwie hat es Mutter Bohr mit den Kindern geschafft, in die Schweiz zu kommen.
So ist Yehuda schließlich nach Israel gekommen und wurde einer der Gründerväter von Bethel. Ich kann Ihnen sagen: ein besonderer, angenehmer Mann. Ich habe ihm auch mein Buch Der Messias im Tempel geschenkt, über die Symbolik des jüdischen Tempels im Licht des Neuen Testaments. Da hat er gesagt: Heute Nachmittag werde ich schon mit diesem Buch beginnen.
Wir sind dann auch mit ihm zu seiner Ausgrabungsstätte in Bethel gegangen, hier zu diesem Platz bei einer Ruine, die er mit der Höhe von König Jerobeam in Bethel identifiziert. Das Gegenstück zu der Höhe in Dan. Und diesen Platz verbindet er mit dem Ort des Traumes von Jakob, wo Gott ihm verheißen hat: In Bethel, deiner Nachkommenschaft gebe ich dieses Land.
Weite Ausblicke und militärische Bedeutung
Jetzt schauen wir darüber. Sehen Sie diese Hügel? Ja, ich zeige Ihnen ein besseres Bild. Das ist interessant, dieser Berg dort. Das ist der höchste Berg im ganzen Westjordanland, über tausend Meter hoch. Ja, für Schweizer sind das keine grossen Berge, aber für das Westjordanland ist das schon etwas. Das ist ein Hügelland, das Westjordanland, und eben der höchste Punkt ist dieser Berg. Das ist Baalchazor.
Und Sie lesen in 1. Mose 13 von Abraham, der da bei Betel und Ai war. Dann heisst es in 1. Mose 13,14: „Und der Herr sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Ort, wo du bist, gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten und gegen Westen; denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.“
Ja, Baal-Chazor ist fantastisch. Da haben Sie nämlich einen Blick hinauf bis zum Hermon, bis zur extremsten Weite der israelischen Grenze dort im Norden und darüber hinaus. Sie können von Baal-Chazor hinübersehen bis nach Tel Aviv, bis zum Mittelmeer, bei schönem Wetter, ja. Und Sie können auch hinübersehen bis nach Jordanien, zum Berg Nebo, wo Mose das Land vor seinem Tod noch sehen durfte, denn er durfte nicht ins Land hineingehen wegen seines Ungehorsams.
Da haben Sie also einen phantastischen Ausblick über das Westjordanland, über das Land Israel. Und dort sagt Gott: Deine Nachkommenschaft auf ewig. Also, dieser Berg hat es so in sich. Jetzt verstehen Sie auch, warum das ein militärisches Sperrgebiet ist. Sehen Sie diese Schüssel da oben? Das ist für die israelische Armee ganz, ganz wichtig, um Angriffe ganz früh erkennen zu können.
Jerusalem als Zentrum von Geschichte und Gegenwart
Nun, ich habe schon gesagt: Ostjerusalem, das ist Jerusalem in der Bibel, im Alten und Neuen Testament. Und dort ist das Herzstück überhaupt der Tempelberg, der Tempelplatz. Dort stand der Tempel der Juden bis ins Jahr 70, als die Römer diesen Tempel zerstörten.
Hier sehen Sie den Tempelplatz heute, denselben Tempelplatz, besetzt mit zwei sichtbaren Moscheen und einer neu gebauten, riesigen unterirdischen Moschee für Tausende von Leuten. Das ist Ostjerusalem, und die UNESCO sagt, das ist ein islamisches Heiligtum, und Israel soll endlich die religiöse Freiheit auf dem Tempelberg respektieren.
Also religiöse Freiheit: Ich muss Ihnen sagen, es ist verboten, eine Bibel mitzunehmen, weil die Palästinenser das nicht wollen, dass man eine Bibel auf dem Tempelberg hat. Und die israelische Polizei macht zuerst die Kontrolle, wenn Sie hinauf wollen, und die sorgt dafür, dass Sie keine Bibel mit hinaufnehmen. Ich habe das schon einmal erlebt. Ja, ich war mit meiner kleinen Tochter, Elda, und dann haben sie mein Gepäck geöffnet. Da war eine Bibel drin. Also ich hatte jetzt nicht irgendwelche Absichten, ja. Und dann haben sie mir gesagt, es geht nicht, das müssen Sie entfernen.
Kann ich die Bibel hier lassen? Nein, Sie müssen sie weg tun. Da ging ich weg und kam wieder, die Päckchen auf, keine Bibel mehr drin. Sie können gehen, aber nicht beten. Ja, also Sie dürfen als Jude und als Christ da oben nicht beten, das ist verboten.
Und jetzt sagt die UNESCO, Israel soll endlich einmal die religiöse Freiheit beachten. Das ist ein islamischer Schrein, kein Hinweis auf den Tempelberg der Juden in dieser UNESCO-Erklärung.
Ja, und der Südabhang des Tempelberges führt in die Davidsstadt, so wird das Jerusalem zur Zeit des Alten Testaments und Davids beschrieben. Und da, bei dieser gigantischen Steinaufschüttung, dem Milo, der mehrmals in der Bibel namentlich erwähnt wird, hat David seinen Palast gebaut in Ostjerusalem. Der durfte das noch.
Ja, und hier sehen Sie: Diese mächtigen Steine, die in den vergangenen Jahren ausgegraben worden sind, sind Zeugen dieses Davidspalastes in Ostjerusalem, auf dem Südabhang des Tempelbergs.
Also Sie sehen, dieses Westjordanland hat schon in sich: Es ist eigentlich das Kerngebiet von Israel. Es ist nicht das Randgebiet, sondern das Kerngebiet von Israel in seiner Geschichte.
Die weltweite Bedeutung von Bethlehem und Golgatha
Aber jetzt möchte ich zum Schluss eine Pointe bringen. Wir haben uns gefragt, warum das Westjordanland für Israel so wichtig ist. Aber ich möchte zum Schluss fragen: Weshalb ist das Westjordanland für die Welt so wichtig?
Ich werde Ihnen jetzt eine Erklärung geben, die Sie nicht bei der UNO hören. Die UNO ist aus diesen Gründen nicht interessiert. Aber wir haben gute Gründe zu sagen, dass das Westjordanland für die ganze Welt wichtig ist.
Im Alten Testament hat der Prophet Micha vorausgesagt, dass der Messias in Bethlehem geboren werden wird. Und in jeder Rabbinerbibel steht, dass sich diese Stelle, Micha 5,2, auf den Messias bezieht, im Targum auf Aramäisch, das in der Rabbinerbibel gerade neben dem hebräischen Text platziert ist. Gott sagt in Micha 5,2: „Und du, Bethlehem Efrata, zu klein unter den Tausenden von Juda, aus dir wird mir hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll. Und seine Ausgänge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.“
Der Messias soll als Mensch in Bethlehem geboren werden, aber seine Herkunft ist göttlich, aus der Ewigkeit.
Nun, Juden, die nicht glauben, dass Jesus der Messias ist, warten als orthodoxe Juden immer noch auf das Kommen des Messias. Aber ich sage Ihnen: Die haben ein Problem. Bethlehem gehört zur Zone A, ganz abgegeben an die Palästinenser. Aber zur Sicherheit wurde dort diese Mauer gebaut, damit keine Terroristen hinüberkommen können, um Anschläge zu machen. Aber Bethlehem ist judenrein. Ja, und wie soll der Messias dort geboren werden? Der jüdische Messias ist ein bisschen schwierig geworden, nicht wahr?
Aber Sie müssen bedenken: Der Messias ist ja schon längst gekommen. Jesus Christus hat über 300 Prophezeiungen erfüllt. Er wurde in Bethlehem geboren, das habe ich heute Nachmittag auch nochmals dargelegt und gezeigt. Also man muss nicht mehr warten, dass dort der Messias geboren wird, jenseits der Mauer. Er ist schon geboren worden in Bethlehem.
Aber sehen Sie, warum das Westjordanland so wichtig ist für die ganze Welt: Denn Jesus Christus kam in diese Welt nicht nur für das jüdische Volk, sondern für alle Völker der Welt. Und das war der Anfang seines Kommens in die Welt. Aber das Ende des Lebens von Jesus Christus hier auf Erden war Golgatha in Ostjerusalem. Der Felsen, auf dem die Römer gekreuzigt haben, draußen vor dem Gennator, das man in den vergangenen Jahren wieder ausgegraben hat in Ostjerusalem, der direkt zum Golgatha-Felsen führte, das ist alles heute so sichtbar in Ostjerusalem. Und da ist Jesus Christus gestorben, im Blick auf die ganze Welt.
Nicht wahr, das Johannesevangelium sagt ja in Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt.“ Es heißt nicht: „Also hat Gott Israel geliebt.“ Natürlich ist Israel das auserwählte Volk, aber nicht, um die anderen Völker irgendwie zu verstoßen, sondern aus Israel sollte der Retter kommen für alle Völker. Und darum sagt Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, jeden, der hier ist, aber noch viel mehr die ganze Welt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“
Und das ist im Westjordanland geschehen. Die größte Liebestat Gottes. Und Jesus Christus wird nach der Bibel wiederkommen auf dem Ölberg. Das ist ja der Berg der Himmelfahrt, Apostelgeschichte 1, und nach Sacharja 14,3 wird er als der Richter der Welt kommen. Aber den Ölberg müssen Sie wissen: Er ist östlich von dem Zionsberg, dem Tempelberg der Bibel. Dazwischen ist das Kidrontal. Da, auf dem Ölberg, wird er wiederkommen, Sacharja 14,3: „Und der Herr wird ausziehen und gegen jene Nationen streiten, die in der Zukunft gegen Jerusalem kommen werden. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem gegen Osten liegt.“
Jesus Christus wird im Westjordanland wiederkommen. Als Richter der Welt. Sie sehen diese Bedeutung.
Und nun stehen wir gewissermaßen vor der Entscheidung: Einerseits sehen wir, Jesus Christus kam als der Retter der Welt, um sein Leben zu geben als Opfer, damit Menschen, die durch ihre eigene Schuld und ihren Ungehorsam gegenüber der Bibel unter Gottes Fluch gekommen sind, Segen bekommen. Das haben wir gelernt vom Joshua-Altar auf dem Ebal. Jesus Christus kam, um zu sterben für Menschen, die unter dem Fluch ihrer Schuld stehen, aber sie sollen frei werden, wenn sie nur ihre persönliche Schuld Gott im Gebet bekennen.
Aber Jesus Christus wird auch einmal kommen als Richter der Welt, und das ist sehr ernst für all die, die den Retter und seinen Segen ablehnen. Wir sind gewissermaßen vor die Entscheidung gestellt. Aber das sind alles Dinge, die wir von dem Westjordanland hier lernen.
Wir Menschen sind, sagt die Bibel, von Gott getrennt durch unsere Schuld. Es ist ein tiefer Graben zwischen Gott und uns Menschen. Und die Bibel sagt in Römer 3, wir schaffen es nicht. Wir können uns Mühe geben, um gut zu leben, aber wir kommen nicht hoch, sagt die Bibel. Es ist schon gut, wenn Sie sich Mühe geben, gut zu leben. Ja, das lieben die Nachbarn, und Ihre Frau oder Ihr Mann liebt es auch. Ja, und Ihre Kinder sind auch glücklich, wenn Sie sich Mühe geben, gut zu leben. Ja, das ist so. Aber die Bibel sagt: Damit können wir nicht gerettet werden. Es reicht nicht. Wir können nicht so zu Gott zurückkehren.
Und darum, weil wir es nicht können, kam Jesus Christus und wurde im Westjordanland geboren, um dann schließlich im Westjordanland für unsere Sünden als Stellvertreter, der Gerechte für uns Ungerechte, zu sterben, damit er uns zurückführe zu Gott. Jesus Christus ist die Brücke, und diese Brücke wurde im Westjordanland gelegt.
Dieses Heilsgeschehen von Golgatha im Westjordanland ist natürlich verknüpft mit all dem Heilsgeschehen an den verschiedenen Orten, die wir gesehen haben: in Bethel, in Jericho, in Sichem, Garizim, Ebal und so weiter und so fort. Das hängt alles miteinander zusammen. Und der Ölberg, nicht wahr? Jesus Christus ist die Brücke. Sie wurde gelegt im Westjordanland, diesem kleinen Territorium, mit dem sich die ganze Welt beschäftigt.
Gegenwart, Reformation und die Rückkehr zur Schrift
Und Sie sehen, wie gesagt, 2017 wird ein Jahr sein, das es in sich hat: am 15. Januar die Friedenskonferenz in Paris, dann Ende Mai die 50-Jahr-Feier. Israel konnte 1967 nicht vernichtet werden, aber Jerusalem, die geteilte Stadt, wurde vereinigt. Dann haben wir Anfang November die 100-Jahr-Feier der Balfour-Erklärung, und Ende November haben wir die 70 Jahre des Unteilungsplans, ja, zur Gründung eines Judenstaates in Palästina. Und in all dem die 500-Jahr-Feier der Reformation am 31. Oktober.
Jetzt denken Sie, das hat überhaupt nichts mit unserem Thema zu tun. Das hat mit unserem Thema sehr viel zu tun. Die Reformation war der Moment, wo die Menschen merkten, viele Menschen in Europa merkten: Wir haben uns in der Christenheit ganz weit von der Bibel entfernt. Wir müssen zur Bibel zurück, wir müssen zu dem ursprünglichen Christentum zurück. Wir haben uns in 500 Jahren als Christenheit so weit von der Bibel entfernt, wir müssen dorthin zurück.
Aber Sie wussten, es gab viele, die wollten nicht zurück. Und darum wollte man diesen Aufbruch zurück zur Bibel zerstören. Aber das war die Zeit, als Europa unter massiven Druck kam durch den Islam. Und sie kamen bis nach Wien, ja. Dadurch wurde der Kaiser im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gezwungen, sich mit der Islamfrage zu beschäftigen. Und darum konnte sich im Schatten dieser islamischen Bedrohung die Reformation mit ihrer Rückkehr zur Bibel entfalten.
Aber traurig ist auch die Kirche der Reformation. Die ist heute so weit weg von der Bibel, das ist wirklich katastrophal. Ja, wo sollen wir jetzt hingehen? Ja, man hat sich 1500 Jahre schon so von der Bibel entfernt, und dann kam man zurück zur Bibel, und jetzt hat man sich noch weiter von der Bibel entfernt. Ja, was bleibt jetzt noch?
Jetzt kommt die 500-Jahr-Feier, und ich sage Ihnen, das wird eine Feier sein überall in der Christenheit. Aber es wird hauptsächlich nicht um die Frage gehen: Wie ist es mit unserem Verhältnis zur Bibel? Wir sollten zurück zur Bibel, das müssen wir festhalten. Aber eben, das konnte sich so entfalten, diese Rückkehr zur Bibel, unter der Bedrohung des Islams. Und die wurde dann abgewendet. Und jetzt heute ist die Bedrohung des Islams wieder da. Aber wie ist das? Spielt die Frage der Bibel und zurück zur Bibel noch eine Rolle?
Und wir sehen, die Politik ist völlig überfordert mit der islamischen Frage, völlig. Ja, und in dieser Situation leben wir heute. Sie sehen also, wie das alles miteinander verknüpft ist, sogar diese Feier der Reformation und all diese anderen Feiern dieses Jahres. Die hängen alle zusammen mit der Frage: Wie steht es mit unserem Verhältnis zur Bibel? Ist sie Gottes Wort, hat sie Autorität? Die UNO sagt: Nein, keine Autorität, wir haben die Autorität, wir sagen, wie es gehen wird. Wir werden das erklären nach dem 15. Januar.
Also wir sehen, wir leben in einer Zeit, fantastisch, fantastisch in dem Sinn: Es ist eine verrückte Zeit, eine unglaubliche Zeit, und da soll man sich zurechtfinden. Aber Sie sehen, wenn man die Bibel studiert, kann man sich wirklich zurechtfinden. Und man kann in all diesem Wirrwarr schließlich erkennen: Oh, es gibt einen Weg zurück zu Gott. Und ausgerechnet dieser Weg zurück zu Gott wurde an dem Kreuz von Golgatha geschaffen, im Westjordanland.
Vielen Dank für Ihre Geduld und das Zuhören!
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