Einführung in das Thema des ewigen Lebens
Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist. Episode 337: Die Speise zum ewigen Leben, Teil 3.
In der letzten Episode waren wir in Johannes 6 stehen geblieben, wo die Leute Jesus fragen, was sie tun müssen, um Gottes Willen zu erfüllen. Die Antwort Jesu ist für ihn völlig typisch: Sie sollen glauben, glauben an den, den der Vater gesandt hat.
Ich hatte gesagt, dass sich an dieser Stelle das biblische Christentum ganz radikal von allen anderen Religionen unterscheidet. Religionen haben Regeln, Regelkataloge, die unterschiedlich sein können, aber alle einen Zweck erfüllen: Ich halte mich daran und erarbeite mir damit den Himmel. Was genau unter Himmel zu verstehen ist, bleibt dabei offen.
Das Evangelium aller anderen Religionen lautet: Hier ist die Regel, jetzt streng dich an. Doch Jesus dreht den Spieß um. Er verweist nicht auf eine Regel, sondern auf sich selbst. Nicht ich kann mich retten, sondern er muss mich retten. Denn ich bin in dem Moment verloren, in dem ich die erste Sünde tue.
Jakobus 2,10: Denn wer das gesamte Gesetz befolgt, aber gegen ein einziges Gebot verstößt, hat gegen alle verstoßen und ist vor dem ganzen Gesetz schuldig geworden.
Die Notwendigkeit des Glaubens an Jesus
Bei Gott geht es nicht darum, dass wir ein wenig besser sind als andere oder uns die Ewigkeit durch gute Taten verdienen. Dieses Konzept funktioniert bei Gott überhaupt nicht.
Wer ewiges Leben haben möchte, braucht Jesus. Er, der Sohn des Menschen, will uns das geben, was wir brauchen, um ewiges Leben zu finden. Wer nicht verloren gehen will, muss an Jesus glauben.
Das ist es, was Gott will: dass wir anfangen, an den zu glauben, den er gesandt hat. Doch dazu ist es wichtig, nicht denselben Fehler zu machen wie die Zeitgenossen Jesu.
Diese suchen nämlich nicht das ewige Leben, sondern nur ein kleines bisschen Sicherheit hier und jetzt. Sie suchen den wundersamen Brotvermehrer, aber nicht jemanden, der ihre Sünden tilgt, für ihre Sünden stirbt oder ihnen ewiges Leben schenkt.
Vielleicht stellen sie deshalb jetzt auch eine ganz falsche Frage.
Die falsche Frage nach Zeichen
Johannes 6,30: Da sprachen sie zu ihm: „Was tust du nun für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?“
Diese Frage ist schade und ganz falsch. Sie lautet: „Was tust du nun für ein Zeichen?“ Jesus, du willst, dass wir an dich glauben und dir vertrauen? Du musst dir unser Vertrauen erst verdienen. Was gibt es heute zu essen? Was wirkst du?
Warum ist diese Frage so schade? Warum ist sie falsch? Weil derjenige, der einem Zeichen wie der Brot- und Fischvermehrung nicht glaubt, auch einem zweiten oder dritten Zeichen nicht glauben wird. Ihre Frage ist eine logische Katastrophe: „Was tust du nun für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?“
Lasst es mich so sagen: Wenn Gott in deinem Leben ein Wunder wirkt, wenn er eingreift und du weißt, das war der lebendige Gott, das war etwas Außergewöhnliches – und solche Momente gibt es –, dann schreibe sie dir ruhig auf. Wenn er das tut, dann fordere nicht ein zweites Zeichen.
Frage dich lieber etwas anderes: Warum will ich noch ein Zeichen? Diese Frage wäre wichtig. Warum will ich noch ein Zeichen, wenn ich schon eines hatte? Warum reicht mir ein Zeichen nicht? Was ist mit mir los, wenn mir ein Zeichen nicht reicht? Was sagt mir das über mein Verhältnis zu Gott?
Die Bezugnahme auf Mose und das Manna
Aber zurück zu unserem Text: Johannes 6,30-31. Da sprachen sie zu ihm: „Was tust du nun für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?“ Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben steht: „Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.“
Die Gesprächspartner des Herrn Jesus verweisen auf Mose. Gott selbst hatte das Volk Israel auf wunderbare Weise in der Wüste über einen Zeitraum von knapp vierzig Jahren mit Manna versorgt. Wir wissen nicht genau, was Manna ist, aber man konnte es außerhalb des Lagers sammeln und essen.
Merkt ihr, was die Leute zur Zeit Jesu sagen wollen? Lieber Jesus, wir würden dir ja gern glauben. Aber erinnerst du dich an Mose? Der hat dafür gesorgt, dass das Volk nicht nur einmal satt wurde. Und wenn du so etwas wie ein zweiter Mose bist, wie wäre es heute mit einem neuen Wunder? Wenn es Gott wirklich nur darum gehen würde, uns satt zu machen, dann wäre das die richtige Bitte.
Jesus als das wahrhaftige Brot aus dem Himmel
Aber darum geht es ihm nicht. Mit Jesus will Gott seinem Volk viel mehr geben als nur volle Bäuche. Deshalb sagt Jesus in Johannes 6,32: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel.“
Mit diesen Worten, ihr Lieben, fokussiert ihr euch auf die falsche Sache. Was jetzt wichtig ist, ist nicht ein Blick zurück. Das Manna in der Wüste ist bestenfalls ein müder Vorgeschmack auf das Eigentliche. Jetzt gibt es das wahrhaftige Brot aus dem Himmel.
Bitte vergesst eines nicht: Das wahrhaftige Brot aus dem Himmel ist ein Bild, ein Bild für den Herrn Jesus. In Johannes 6,35 heißt es: „Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.“
Das Brot Gottes, das Brot, das Gott uns gibt, ist eine Person – der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. Mit Leben ist hier natürlich ewiges Leben gemeint.
Der Vergleich funktioniert so: Im Alten Testament sorgte Gott dafür, dass auf wundersame Weise Essen aus dem Himmel auf die Erde fiel und das Volk Israel in der Wüste versorgt wurde.
Die Bedeutung des wahren Brotes für das ewige Leben
Psalm 78, Verse 23-25:
Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels. Er ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot. Brot der Engel aßen sie, er sandte ihnen Speise in Fülle.
So, wie Gott zur Zeit von Mose dafür sorgte, dass das Volk Israel durch das Manna am Leben blieb, gibt er demselben Volk jetzt das wahrhaftige Brot, den Messias. Dadurch erhalten sie durch ihn ewiges Leben.
Was Essen für meinen Körper ist und mir Leben gibt, das ist der Messias, das ist Jesus für meine Existenz als Mensch. Er gibt mir ewiges Leben. Kein Essen bedeutet für mich, ich sterbe. Kein Jesus bedeutet, ich gehe in Ewigkeit verloren.
Jeder Mensch braucht Jesus als das wahrhaftige Brot, das ihm ewiges Leben geben kann. Aber wie bekomme ich dieses ewige Leben? Allein durch den Glauben.
Man könnte sich fragen, ob man in Gott nur den sieht, der einen beschenken soll, aber nicht den, dem man folgen und an den man glauben will.
Das war's für heute.
Einladung zur weiteren Auseinandersetzung und Segen
KI macht es möglich, dass du aus dem Skript ganz leicht einen Hauskreis gestalten kannst. Lade das Skript auf chatpdf.com hoch und bitte die KI, dir eine Einstiegsfrage sowie drei Austauschfragen zu generieren. Der passende Prompt ist im Skript enthalten.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
