Serie•Teil 1 / 4Der Prophet Samuel – 2. Samuelbuch
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Einleitung und Hinführung zum letzten Zeugnis Davids
Wir kommen jetzt zum Abschluss dieser langen Serie über 1. und 2. Samuel, und wir lesen die letzten Worte Davids in 2. Samuel 23.
2. Samuel 23, ab Vers 1:
Und dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Isais, und er spricht, der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen Israels: Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. Der Gott Israels hat gesprochen, der Fels Israels hat zu mir geredet: Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht. Er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken; von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde. Denn ist nicht so mein Haus bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und bewahrt. Denn all meine Rettung und all mein Begehren, sollte er sie nicht sprossen lassen? Aber die Söhne Belials sind allesamt wie Dornen, die man wegwirft, denn mit der Hand fasst man sie nicht an. Und der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und Speerschaft, und mit Feuer werden sie ganz und gar verbrannt an ihrer Stätte.
Zunächst bis hierhin.
Es geht, wie Vers 1 sagt, um die letzten Worte Davids. Und David stellt sich vor mit: Es spricht David. Sein Name ist wunderbar. Das kommt von der Wurzel Dud, das gibt dann David als Hauptwort, und das heißt der Geliebte. Er wusste sich von dem Herrn geliebt.
Der Sohn Isais, das weist auf seine Niedrigkeit hin. Es war eine Überraschung, dass Isai ausgewählt wurde, Vater von dem von Gott erwählten König zu sein. In 1. Samuel 16 kam der Prophet Samuel zu Isai, und er wollte einen seiner Söhne auswählen. Und der Vater dachte: Ja, das sind da diese drei besonders eindrücklichen Söhne, die er vorzuweisen hatte. Von allen acht Kindern, von allen acht Söhnen. Aber das waren sie nicht. Und es musste wirklich der Jüngste, der, mit dem man nicht rechnete, von der Schafweide geholt werden. Es war David, und er wurde gesalbt.
Und wenn eben David sagt: Es spricht David, der Sohn Isais, dann verweist das uns eben auf diese unerwartete Auswahl in der Familie von Isai, David, der Jüngste.
Und weiter sagt er: Und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs. Und wenn er sagt, der hochgestellte Mann, dann spricht er eben darüber, was Gott aus ihm gemacht hat und ihm eine Stellung gegeben hat, nämlich als Führer des auserwählten Volkes Gottes, als Führer aller zwölf Stämme. Und zwar von Gott erwählt, nicht von den Menschen erwünscht wie Saul, sondern von Gott erwählt.
Aber wenn er sagt, der hochgestellte Mann, dann war er sich bewusst. Anderswo vergleicht er sich als Verfolgter von Saul mit einem Rebhuhn oder mit einem Floh. Das zeigte seine Niedrigkeit. Aber er war sich bewusst: Der Herr hat ihm eine unglaubliche Position und Verantwortungsstellung gegeben. Es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs. Er wurde von Gott gesalbt durch den Propheten Samuel.
Und weiter bezeichnete er sich als der Liebliche in Gesängen Israels. Und wirklich, David war ein musikalisches Phänomen. Ich war in der späteren Geschichte des Volkes Israel, gerade im 20. Jahrhundert, sollten einmal unglaubliche Musiker aufstehen aus diesem Volk Israel. Ich meine, eine solche Serie von ungewöhnlichen Hochbegabungen, wie man das gesehen hat im 20. Jahrhundert unter Violinisten und Pianisten, das ist irgendwie einzigartig aus dem jüdischen Volk. Aber David vor dreitausend Jahren war so ein musikalisches Phänomen.
Er wurde dann auch früh berufen als Musiker an den Hof von Saul. Aber er machte nicht Musik um der Musik willen, denn letztlich ist das organisierter Lärm. David sang eben zu seinem Begleitinstrument, der Kinnor, dieser Harfe, die man an der Brust so hielt. Und er sang eben nicht irgendwelche Texte, sondern er sang wirklich zur Ehre Gottes.
Später hat er dann den Stamm Levi organisiert, und zwar so, dass er ein eigentliches Konservatorium aufgebaut hat. Er hat Tausende von Sängern und Musikern instruiert, wird ausführlich in 1. Chronika beschrieben. Er hat Tausende von Sängern und Instrumentalisten, Orchesterinstrumentalisten, zusammengestellt unter der Leitung von drei großen Dirigenten. Und in 1. Chronika lesen wir auch: Es gab also der Lehrer und es gab die Schüler. Da war, wie gesagt, ein richtiges Konservatorium. Diese Leviten, die speziell ausgewählt waren für die Musik im Tempel, die wurden richtig professionell ausgebildet. Und wer hat das alles so eingerichtet und organisiert zur Ehre Gottes? Das war David, der Liebliche in Gesängen Israels.
Und dann sagt er: Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. Und damit wird klar, dass David sich vollkommen bewusst war, dass die Psalmen, die er schrieb, vom Heiligen Geist inspiriert waren. Nicht einfach großartige menschliche Dichtung, sondern inspiriert durch den Heiligen Geist. Das ist etwas sehr Erstaunliches.
Man fragt sich manchmal: Was war das genau, die Inspiration der Bibelschreiber? Dazu eine Stelle aus 2. Petrus 1,21:
Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Menschen Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist.
Und wichtig: Dieser Ausdruck getrieben. Von den Erlösten heißt es in Römer 8 als etwas ganz Normales, so viele durch den Geist Gottes geleitet werden. Das ist griechisch ein Durativ, also gewohnheitsmäßig immer wieder fortdauernd geleitet werden, diese sind Söhne Gottes. Also es ist das Normale seit Pfingsten, dass die Erlösten durch den Heiligen Geist geleitet werden. Das ist etwas ganz Grandioses. Denn im Alten Testament, da hatten nicht die Gläubigen so normalerweise den Heiligen Geist. Er kam auf Propheten und typischerweise ging er wieder weg und kam wieder. Aber der Jesus sagt in Johannes 14, er wird in Ewigkeit bei euch sein, und er wird in euch sein und eben leiten.
Aber in Verbindung mit der Inspiration der Bibel heißt es nicht, sie waren geleitet, sondern getrieben vom Heiligen Geist. Der Ausdruck ist sehr, sehr stark und drückt eben aus, dass die Bibelschreiber nicht irgendwie die Freiheit hatten, etwas Falsches in den Bibeltext hineinzubringen. Es war eben eine perfekte Inspiration.
Und darum lesen wir auch in Psalm 19, dass das Wort Gottes eben vollkommen ist und eben absolut zuverlässig und absolut richtig. Wir können das kurz aufschlagen. Psalm 19, Vers 8. David schreibt diesen Psalm, und der Geist Gottes treibt ihn, sein Wort ist auf seiner Zunge, und er schreibt:
Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, also wirklich vollkommen, eben nicht irgendetwas Mangelhaftes, und erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, man kann sich darauf vollkommen verlassen, zuverlässig und macht weise den Einfältigen. Die Vorschriften des Herrn sind richtig, man kann sich ja manchmal überlegen, was jeweils das Gegenteil wäre: richtig, falsch. Aber die Vorschriften des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz. Das Gebot des Herrn ist lauter, also gar nichts Falsches, auch nicht Unmoralisches, nur in der Spur drin, und erleuchtet die Augen. Die Furcht des Herrn ist rein. Das Gegenteil wäre eben unrein: rein und besteht ewig. Die Rechte des Herrn sind Wahrheit, im Gegensatz zu Lüge, sie sind gerecht allesamt, sie sind kostbarer als Gold und viel gediegenes Gold und süßer als Honig und was ist das Beste? Honigseim. Das ist der Honig, der direkt aus der Wabe fließt, ist am Geschmack anders, süßer als Honig und Honigseim.
Hier haben wir also zweimal sieben Kennzeichen der Perfektion der Bibel, des Wortes Gottes.
Und ich möchte noch eine Stelle lesen. Vielleicht ist es für die meisten bekannt, was ich jetzt sage, aber das muss unbedingt immer wieder betont werden. 2. Timotheus 3,16:
Alle Schrift ist von Gott eingegeben.
Der Ausdruck hier, übersetzt mit von Gott eingegeben, ist ein Wort auf Griechisch im Grundtext: Theopneustos. Und das heißt ganz wörtlich gottgehaucht. Wenn ich spreche, dann kann ich das nur, weil eben die Luft, die ich eingeatmet habe, ganz unten, die Lunge gefüllt. Übrigens: Wenn man spricht und so einatmet, dass die Luft zuerst den Bauch hebt und dann erst den Oberkörper, alle Schauspieler lernen das so und alle Sänger. Dann kann man etwa das Doppelte an Luft aufnehmen. Darum ist es auch wichtig, wenn Leute Mühe haben mit Atmung und so weiter, dann müssen sie lernen, so richtig zu atmen. Also man nimmt das Doppelte auf, und dann geht das eben durch den Sprechkanal mit Stimmbändern und dann durch den Mund, zwischen Zunge und Zähnen und Lippen hindurch, und so ist Kommunikation möglich. Aber ohne den Hauch geht einfach gar nichts.
Und wenn es heißt, die Schrift ist von Gott eingegeben, dann heißt es: Die Bibel ist Gottes direkte Rede an uns. Gott spricht. Und wichtig ist nun: Hier steht nicht, dass die Bibelschreiber inspiriert waren. Das ist richtig, denn sie waren getrieben vom Heiligen Geist, das Wort Gottes war auf der Zunge von David zum Beispiel. Aber hier steht das Endprodukt, das die Bibelschreiber gemacht haben, nämlich das Geschriebene, das ist von Gott gehaucht.
Wenn jemand so die Idee hat: Ja, wie war das mit dem Inspirationsvorgang? Irgendwie etwas ganz Geheimnisvolles. Geheimnisvoll, ja. Aber einmal wurde ein Bibelschreiber gefragt, wie war das genau, wie ist das geschehen? Und da hat er gesagt, sein Name war Baruch, der persönliche Schreiber von Jeremia. Und da hat er gesagt: Jeremia hat geredet, und ich habe es aufgeschrieben in einem Buch, das war’s. Aber eben, Jeremia war getrieben vom Geist Gottes, und Baruch musste genau das aufschreiben, und zwar so, dass das, was er schließlich geschrieben hatte, auf der Schriftrolle: Das ist Gott gehaucht.
Also es war unmöglich, dass Jeremia noch irgendetwas, ein falsches altes Weltbild oder irgendwelche moralischen Vorstellungen, die nur zeitgebunden waren, hineinbrachte. Nein, das Endergebnis ist von Gott gehaucht.
Wir gehen zurück zu 2. Samuel 23, nochmals Vers 2:
Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.
Und nochmals möchte ich betonen: David wusste also um die Inspiration. Und das gilt auch für alle anderen Schreiber. Mose wusste, als er die fünf Bücher Mose schrieb, dass er Gottes Wort aufschrieb, und auch in Paulus usw. und so fort.
Und dann sagt David weiter in Vers 3: Der Gott Israels hat gesprochen, der Fels Israels hat zu mir geredet. Also es war eine ganz persönliche Beziehung zwischen Gott, der die Bibel inspiriert hat. Er hat kommuniziert mit David, und David hat das weitergegeben.
Hier wird Gott genannt, der Fels Israels. An anderen Stellen wird Gott genannt Sela, und auf Deutsch übersetzt man beides mit Fels. Aber es gibt einen Unterschied. Sur ist die typische Bezeichnung für einen Felsblock, wie damals nach dem Auszug aus Ägypten. Die Israeliten hatten kein Wasser, und Mose musste einen bestimmten Felsblock schlagen, und dann kam Wasser heraus für Israel. Und dieser Fels wird bezeichnet in 2. Mose 17 mit Zur.
Aber am Ende der Wüstenwanderung, 4. Mose 20, da ging es wieder darum, als Israel damals kein Wasser hatte, dass Wasser aus dem Felsen käme. Aber Mose sollte mit dem Felsen sprechen, ihn nicht schlagen. Und in seinen Emotionen aufgebracht, das Volk war wirklich ungerecht und falsch, hat er den Felsen geschlagen. Und darum durfte er nicht ins verheißene Land. Aber dort steht für Fels eben ein ganz anderes Wort, Sela, und das ist ein Felsmassiv.
Und so weist eben der Felsblock, der erniedrigte Fels kann man sagen, hin auf den erniedrigten Christus, der beim ersten Mal gekommen ist. Und er ist für uns gestorben, und darum konnte uns Gott einige Wochen darauf an Pfingsten den Heiligen Geist geben, der ja verglichen wird, Johannes 7,37-39, mit Quellwasser, lebendiges Wasser, der Heilige Geist.
Und das Felsmassiv spricht eben von dem Herrn Jesus, der nach seinem Tod auferstanden ist, in den Himmel gefahren und sich zur Rechten Gottes gesetzt hat. Das ist der erhöhte Christus, dem Gott einen Namen gegeben hat, der über jeden Namen ist. Und das Felsmassiv stellt eben seinen Hinweis auf den erhöhten Christus. Und der Jesus wird nie mehr sterben. Er ist ein für allemal gestorben. Römer 6 sagt, er stirbt nicht mehr. Und darum müssen wir mit dem auferstandenen Christus, mit dem erhöhten Christus reden, sprechen im Gebet. Aber er wird nie mehr geschlagen.
Ja, und hier steht also der Fels Israels, und da nimmt eben David Bezug auf den Messias Israels, der sich erniedrigen sollte bei seinem ersten Kommen. Aber gerade im nächsten Satz steht: Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht. Er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken.
Hier wird gesprochen über das Kommen des Herrn Jesus in Macht und Herrlichkeit, um Gerechtigkeit und Wahrheit, echten Frieden in diese Welt zu bringen, um das tausendjährige Friedensreich aufzurichten. Eben ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht. Das wird sein bei seinem zweiten Kommen auf diese Erde.
Und weiter wird gesagt: Er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken. In Sacharja 14 wird das Kommen des Herrn Jesus auf dem Ölberg beschrieben. Man muss immer daran denken: Der Ölberg ist der Berg gerade im Osten der Altstadt von Jerusalem, gegenüber vom Tempelberg. Jeden Morgen sieht man über dem Ölberg die Sonne aufgehen. Und wenn der Herr Jesus kommt, Sacharja 14, Vers 3, und der Herr wird ausziehen und gegen jene Nation kämpfen, wie an dem Tag, da er kämpft, an dem Tag der Schlacht, also so wie Gott auch im Alten Testament in Kriegen immer wieder direkt eingegriffen hatte, so wird er direkt eingreifen in dieser Welt.
Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt, und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen, und ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azel reichen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Ussias, des Königs von Juda. Und das war ein unglaubliches Erdbeben. Es ist gelungen, sogar etwa die Zahl auf der Richterskala zu ermitteln. Das muss also im größten Bereich acht, neun gewesen sein, und zwar durch die archäologischen Ausgrabungen in der Region hat man das ermitteln können. Was das ausgelöst hat, das war ganz, ganz ungewöhnlich. Darum wird dieses Erdbeben speziell erwähnt, in den Tagen Ussias, des Königs von Juda.
Und kommen wird der Herr, mein Gott, und alle Heiligen mit dir.
Also, der Herr Jesus wird auf dem Ölberg kommen, gewissermaßen, wie die Sonne aufgeht. Er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken.
Dazu lesen wir aus dem nächsten Bibelbuch, Maleachi, das letzte Bibelbuch, im letzten Kapitel. Da wird das zweite Kommen des Herrn Jesus so beschrieben in Vers 19:
Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen, und alle Übermütigen und alle Täter der Gottlosigkeit werden zu Stoppeln werden, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heerscharen, so dass er ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen wird. Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen mit Heilung in ihren Flügeln.
Das Kommen des Herrn Jesus am Tag des Herrn wird also verglichen mit dem Aufgehen der Sonne am Morgen über dem Horizont. Die Sonne der Gerechtigkeit hat die Sonne Flügel. Ja, Kinder, wenn sie eine Sonne zeichnen, dann machen sie Strahlen, nicht wahr? Und schon die alten Ägypter haben die Sonne dargestellt mit Flügeln. Das ist quasi eine Darstellung der Sonnenstrahlen. Und biblisch wird das auch so ausgedrückt, eben die Sonne der Gerechtigkeit mit Heilung in ihren Flügeln.
So wird der Herr kommen. Das heißt, bevor der Tag des Herrn beginnt, ist Nacht. Und wenn er kommen wird, wird endlich Licht in diese dunkle Welt hineinkommen. Es ist so, als der Jesus das erste Mal da war, da nannte er sich das Licht der Welt. Johannes 8, Vers 12:
Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Und der Ausdruck das Licht der Welt hat im jüdischen Sprachgebrauch verschiedene Bedeutungen. Zum Beispiel die großen Leuchter im Zweiten Tempel, im Frauenvorhof, die symbolisierten genau dieses Licht. Und der Herr nimmt in Johannes 8 genau Bezug darauf, denn es ist gerade im Zusammenhang mit dem Laubhüttenfest. Und nur am Laubhüttenfest wurden diese großen Leuchter im Frauenvorhof nachts angezündet.
Und eben das Licht der Welt ist aber auch einfach die Bezeichnung für die Sonne. Also, der Jesus kam in diese Welt, er war das Licht der Welt. Aber dann ist er verworfen worden und gestorben, auferstanden, er ging in den Himmel. Und so wurde es Nacht auf dieser Erde. Und diese Nacht ist genau die Zeit, kann man sagen, des christlichen Zeugnisses. Das ist übrigens auch der Grund, warum das Zeugnis der Gemeinden in Offenbarung 2 und 3 mit Sternen verglichen wird. Als Sterne in der dunklen Welt haben wir den Auftrag, als Gemeinden, also nicht nur einzeln, sondern eben da kollektiv als örtliche Gemeinden, himmlisches Licht zu verbreiten.
Und ich möchte das vielleicht auch noch festmachen mit Philipper 2. In Philipper 2 wird gesagt, Vers 15, damit ihr untadelig und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts. Übrigens: Verdreht ist, wenn man wirklich 180 Grad verkehrt geht, ja, das heißt, man verdreht und verkehrt ist, wenn anstatt die Füße unten der Kopf unten ist. Und unsere Gesellschaft ist genau so, nicht nur verdreht, sondern sie ist verdreht und verkehrt, und sie merkt es nicht mal. Ja, weil sie auch nicht wissen, was oben und was unten ist. Wie sollten sie? Sie wissen ja nicht mal den Unterschied zwischen Mann und Frau.
Also, aber wir sollen als Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts scheinen, unter dem ihr scheint wie Lichter in der Welt. Und nun Fußnote in der Elberfelder: Bei scheint eigentlich erscheint, aufgeht. Ja, es geht also um diese Sterne, die man zu einer gewissen Zeit nicht sieht am Himmel, und dann bewegt sich der Himmel scheinbar, und dann gehen Sterne auf. Also so gehen wir auf, und zwar wie Lichter in der Welt. Und in der Fußnote heißt es Lichtträger, Sterne. Sehen wir, also auch die einzelnen Gläubigen werden verglichen mit Sternen. In Offenbarung 2 und 3: Die örtlichen Gemeinden oder das Zeugnis der örtlichen Gemeinde wird mit Sternen dargestellt. Also auch kollektiv müssen wir ein orientierendes Zeugnis sein, denn anhand der Sterne kann man sich orientieren. Das war im Altertum das GPS. Und so sollen wir Orientierung geben in einer Welt, die orientierungslos ist.
Und dann haben wir ein prophetisches Wort im Römerbrief, Römer 13, Vers 12. Und das ist nicht nur so im Alten Testament, dass man das prophetische Perfekt kennt. Im Alten Testament ist das ganz üblich. Die hebräischen Propheten haben zukünftige Dinge mit Zeitformen beschrieben, die eigentlich abgeschlossen sind, Vergangenheit. Darum steht in Jesaja 53, 700 Jahre vor dem Kommen des Messias: Und als wir ihn sahen, hatte er kein Ansehen, dass wir seiner begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut und wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. Das ist prophetisches Perfekt. Wenn man Hebräisch lernt, dann lernt man, oder sollte man, sonst war man in der falschen Schule, eben das prophetische Perfekt. Etwas wird abgeschlossen dargestellt.
Das bedeutet eben auch, dass die Propheten in der Inspiration jeweils in eine spätere Zeit gewissermaßen versetzt wurden. Darum sagt ein Zephanja: Der Tag des Herrn ist nahe. Ja was, Zephanja war ja sechshundert vor Christus. Ja, aber die Propheten wurden in eine prophetische Zeit versetzt, und aus der haben sie herausgeschrieben. Da können wir ganz viele Beispiele bringen.
Das ist im Neuen Testament genau so. Das Neue Testament wurde abgeschlossen mit der Offenbarung im Jahr etwa 95 nach Christus. Aber verschiedene Abschnitte sind so geschrieben, dass der Apostel, der neutestamentliche Prophet, versetzt wurde in die prophetische Zeit, und so schreibt Paulus in Römer 13, Vers 12:
Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Das ist genau geschrieben für unsere Zeit. Es gibt Dinge im Neuen Testament, da denken wir: Oh, wer hätten wir damals gelebt, wir hätten Vorteil gehabt, wir verstehen das viel besser, weil das genau auf diese Zeit Bezug nahm, nicht wahr? Zum Beispiel sagt der Apostel Paulus in 2. Thessalonicher 2: Jetzt ist der, der zurückhält, bis aus dem Weg ist. Und mögt ihr euch erinnern, ich habe euch das gesagt, als ich bei euch war. Dann erklärt er nicht, wer das ist, der, der zurückhält, beziehungsweise das, was zurückhält. Oh, wären wir da gewesen, die ersten Christen, die mit Paulus direkt Kontakt hatten, denen wurde das gerade noch erläutert. Ja, aber wir haben auch viele Vorteile, denn manche Abschnitte der Bibel sind eben geschrieben worden für eine viel spätere Zeit.
Und auch da: Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen, die Waffen des Lichts aber anziehen. Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzuchthandlungen und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid, sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden.
Das sind ganz direkte Befehle, nicht wahr? Lasst uns ablegen, lasst uns anziehen, lasst uns anständig wandeln und so weiter, genau für diese Zeit, in der die Nacht weit vorgerückt ist. Aber es ist heute immer noch Nacht.
Nun, ein astronomisches Phänomen ist der Morgenstern. Das ist eben ein Stern, der erst aufgeht, weil der Nachthimmel sich bewegt. Wenn man den Orion sucht um neun Uhr oder um 24 Uhr, geht man nochmals raus, möchte das nochmals sehen, und dann auf vielleicht Sirius, diesen ganz hellen Stern, findet man sehr schnell. Wenn man Orion gefunden hat, ist er ganz woanders. Es bewegt sich der Nachthimmel, und dann, wenn der Morgenstern aufgeht, das ist der Planet Venus. Er geht eben am Morgen auf. Der Abendstern ist übrigens auch Venus. Aber wir sprechen jetzt nicht von dem Phänomen, eben von einem der ersten Lichtpunkte am Himmel, die man am Abend sehen kann. Das wäre dann der Abendstern, sondern von dem Morgenstern. Das ist eben Venus, die aufgeht. Und wenn der Morgenstern eben am Ende der Nacht aufgeht, dann kann man wissen: Jetzt kommt dann auch bald die Sonne über dem Horizont. Aber es wird schon hell, bevor die Sonnenscheibe über dem Horizont aufgeht, nicht wahr? Der Tag geht schon etwas vor.
Und so wird übrigens in den Beschreibungen von dem Tag des Herrn, gerade in Zephanja 1 oder auch anderswo, sieht man, dass die große Drangsal, der letzte Weltkrieg von dreieinhalb Jahren, der gehört auch schon zum Tag des Herrn. Aber da ist die Sonnenscheibe noch nicht da. Das kommt dann erst nach der Drangsal, nach dreieinhalb Jahren. Aber das ist schon der Tag, der beginnt. Aber noch vorher geht der Morgenstern auf.
Und wir lesen in Offenbarung 22, das ist für die, die am Wochenende da waren, Wiederholung, aber dann sitzt es vielleicht oder sicher. Offenbarung 22, Vers 16, ganz am Schluss der Bibel:
Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge zu bezeugen in den Versammlungen.
Und eben die Versammlungen, die sollen ja leuchten wie Sterne in der dunklen Nacht, Offenbarung 2 und 3. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern. Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wer dürstet, der komme; wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!
Hier geht es um das Kommen des Herrn Jesus für seine Braut. Und da nennt der Herr Jesus sich nicht die Sonne der Gerechtigkeit mit Heilung in ihren Flügeln, sondern er sagt: Ich bin der glänzende Morgenstern. Der Heilige Geist, der in der Gemeinde wohnt, in jedem einzelnen Gläubigen und auch kollektiv in der Gemeinde wirkt, im Herzen der Braut diese Sehnsucht nach der Hochzeit und nach dem Kommen des Bräutigams. Und darum der Geist und die Braut sagen: Komm!
Und Herr Jesus reagiert auf diesen Ruf in Vers 20: Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme schnell. Und die Antwort der Gemeinde: Amen. Komm, Herr Jesus! Das ist ein Kommen als Morgenstern. Und das geschieht eben noch bevor der Tag des Herrn anbricht, bevor der Herr Jesus kommt als die Sonne der Gerechtigkeit.
Das ist sehr wichtig, weil es so viele Gläubige gibt, die werden verwirrt durch ungesunde Lehre. Da wird gesagt, eine separate Entrückung gibt es gar nicht. Jesus Christus wird wiederkommen, und dann werden die Gläubigen hinaufgerückt werden, ihm entgegen, und dann wird er mit ihnen kommen. Ja, das sind nicht zwei verschiedene Ereignisse. Natürlich sind es zwei verschiedene Ereignisse. Warum? Weil er eben einmal kommt als der Morgenstern, der Bräutigam, der die Braut abholt. Danach wird er kommen als die Sonne der Gerechtigkeit mit Heilung in ihren Flügeln, und da kommt er als Richter, und alle Stoppeln werden verbrannt werden. Alle, die den Herrn abgelehnt haben und dann noch leben, werden unter sein Gericht kommen. Das beschreibt uns Maleachi 3.
Und so ist es ganz, ganz wichtig, eben diese zwei Kommen des Herrn als Morgenstern und als Sonne der Gerechtigkeit zu unterscheiden. Und natürlich ist es so, dass 1. Thessalonicher 1, Vers 9 sagt, dass die gläubigen Gemeinden den Herrn erwarten, der kommen wird, um sie zu retten vor dem kommenden Zorn. Ja, wirklich vor dem kommenden Zorn. Wie der Mehrheitstext sagt: Apo, das heißt wirklich, da kommt man in den Bereich des Zorns nicht hinein. Und das wird auch bestätigt durch Römer 5, denn dort wird nochmals gesagt, und das ist in allen Texten genau gleich, nicht nur im Mehrheitstext, auch im Minderheitstext, dass er rettet durch sein Leben vor dem Zorn, Apo. Die Gemeinde kommt nicht in die Gerichte hinein von dem Tag des Herrn.
Ja, aber das zeigt uns: Wir leben in einer ganz interessanten Zeit am Ende der Nacht, und der Morgenstern wird bald aufgehen. Ich möchte auch noch, wie am Wochenende, 2. Petrus 1 dazu lesen. Wir haben bereits Vers 21 gelesen, aber ich lese jetzt ab Vers 19 in Kapitel 1:
Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester, auf das zu achten, ihr tut wohl, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
Ja, da sind wir an diesem dunklen Ort. Das prophetische Wort gibt uns Licht, weist uns den Weg, und dann warten wir eben an diesem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Der Morgenstern, es wird hell, aber noch ohne Sonne, und dann kommt die Sonne. Entrückung, Drangsal, Tag des Herrn und als Höhepunkt das Kommen des Herrn Jesus sichtbar.
Und jetzt haben wir gute Vorarbeit geleistet, um das zu genießen, was da steht. 2. Samuel 23:
Und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken.
Das ist immer so etwas Gewaltiges. Sommer ist schön, meine Frau sagt: Winter auch. Ja, natürlich ist Winter auch schön, aber es ist so kalt, und ich habe lieber heiß, und sie hat weniger gern heiß. Aber so ergänzen wir uns. Wir freuen uns zusammen das ganze Jahr über das Wetter. Und wie gesagt, diese Erfahrung: Man geht am Morgen raus, schaut den Himmel an, blau, keine Wolke, aber wirklich nirgends auch nicht eine handgroße Wolke. Ich weiß, das kommt ja vor, eine handgroße Wolke in 1. Könige 18. Da kam dann, das war noch bevor der Regen kam bei Elia nach dem Gottesbeweis auf dem Karmel. Ja, aber wirklich gar nichts, nur blauer Himmel, ein Morgen ohne Wolken.
Und dann heißt es weiter: Von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde. Wenn es dann in der Nacht eben noch geregnet hat, dann ist es einfach so, dass die Pflanzen das Grün noch verstärken. Und wenn die Landschaft eben so richtig saftig grün ist, also so, man kann es noch besonderer erleben im Regenwald. Also jedes Mal, wenn ich in den Regenwald gehe, das Grün ist einfach etwas Fantastisches. Und ich glaube, am schönsten kann man das vielleicht sehen in Kolumbien, aber auch anderswo. Aber wirklich, dann versteht man diesen Vers. Man muss den kolumbianischen Regenwald vor sich sehen: Von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.
Und das habe ich ja immer wieder gesagt: Die Zukunft ist grün, ohne die Grünen als Ideologie. Alle, die aber umkehren von den Grünen, die werden das Grün auch erleben. Und zwar haben wir diese Verheißung von dem totalen Klimawandel, aber wirklich der andere Klimawandel, von dem man spricht, und zwar Klimawandel mit CO2.
Schlagen wir auf Jesaja 35. Der Jesus wird das tausendjährige Reich aufrichten, und da werden alle Probleme, die die Politik nicht lösen konnte, und wir dürfen ruhig sagen, auch wir nicht, alle Probleme, die wir nicht lösen konnten, und alle Probleme, die die UNO nicht lösen konnte, und das sind sehr viele, sehr, sehr viele, denn die UNO hat auch noch viele Probleme dazu gemacht, die es nicht geben würde, wenn die UNO nicht entstanden wäre. Aber Jesaja 35 zeigt uns, was kommen wird im Tausendjährigen Reich:
Die Wüste und das dürre Land werden sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und aufblühen wie eine Narzisse. Die Narzisse ist so eine schöne Blume. Die Wüste wird aufblühen, das heißt, die Negev-Wüste wird aufblühen und wird für große Mengen von Menschen bewohnbar werden. Die jüdische Wüste wird aufblühen, und die ganze Gegend des Toten Meeres in der Aravah, dieses eindrücklichste Tal der Welt in der Wüste Judäa, denn es ist das tiefstgelegene Tal des bewohnten Festlandes der Welt, minus 400 Meter, wird alles aufblühen. Die Sinaiwüste. Wir sind gerade vor kurzem so richtig durch die ganze Sinaiwüste von dem Nil-Delta aus runter bis zum Berg Sinai und dann wieder rauf nach Nueva und noch weiter rauf, so durch die Sinaiwüste gegangen. Alles wird aufblühen.
Und dann sind wir rübergegangen mit der Fähre nach Jordanien, Aqaba, das Rote Meer, und dann nach Saudi-Arabien. Unser Bus wurde gescannt, unglaublich. So kommt man dann rein nach Saudi-Arabien, man ist richtig gescannt, und dann rein in die Wüste, und auch diese Wüste von Midian, alles wird aufblühen. Aber auch die Wüste Gobi wird aufblühen, und jetzt muss ich ja nicht alle Wüsten der Welt, die ich mal gelernt habe, aufzählen, aber es ist wirklich so: Die Wüsten werden weltweit aufblühen. Und all die Leute, die Angst haben: Ja, man darf doch keine Kinder mehr haben, wie geht das mit der Versorgung und so, mit den Nahrungsmitteln? Ja gut, wir produzieren Nahrungsmittel, um die ganze Welt versorgen zu können und noch viel mehr. Das Problem ist vielmehr der Umgang damit. Aber es wird so werden, dass Grünflächen entstehen.
Das muss ich aber noch erwähnen: Die Sahara wird aufblühen. Und die Sahara trägt ja Spuren, dass es einst ganz fruchtbar war dort, aber die wird wieder fruchtbar werden. Mit all ihren Sanddünen. Alles wird aufblühen und wird natürlich auch für die Landwirtschaft eben brauchbar sein.
Jetzt lese ich nochmals:
Die Wüste und das dürre Land werden sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und aufblühen wie eine Narzisse. Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja, verlockend und jubelnd.
Merkt man, was das für eine Zeit sein wird, dieser Morgen ohne Wolken, wenn das Grün richtig sprießt nach dem nächtlichen Regen.
Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht des Karmel und Scharons.
Jetzt muss man natürlich nicht an Libanon heute denken, sondern der Libanon früher. Das schöne Wappen von Libanon, eine Zeder, zeigt: Der Libanon war ein so schönes und grünes Land früher, und da wuchsen eben in riesigen Mengen Zedern. Aber schon im Altertum wurde abgeholzt, abgeholzt, abgeholzt. Und es ist so, ich mag mich erinnern, einmal war ich ganz oben auf dem Libanongebirge, sehr hoch, und da gab es Schnee, und dann ein bisschen runter, und dort gibt es einen kleinen Zedernwald, und wir mussten Eintritt bezahlen. Libanon mit dem Wappen der Zeder und einen Eintritt bezahlen, wenn man in den Zedernwald gehen will. Das war alles früher. Die ganze Landschaft war eben voller Zedern und war grün und schön. Und hier wird gesprochen über die Herrlichkeit des Libanon. Das ist natürlich der alte Libanon. Und wenn man den heutigen Libanon vor Jahren genannt hat, vor Bürgerkrieg und all dem, wie dieses Land kaputtgemacht wurde durch den Islamismus. Das Land war so schön, ich liebe den Libanon, man nannte das die Schweiz des Nahen Ostens. Aber noch früher war das noch viel schweizerischer.
Hier lesen wir: Die Pracht, die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, und dann weiter: Die Pracht des Karmel und Scharons. Das Karmelgebirge, das sich da steil bei Haifa aus dem Meer erhebt und entlangstreckt, entlang der Hamegiddonebene, das ist ein wunderbares Gebirge und auch heute wirklich grün, grün. Und alle möglichen Bäume wachsen dort, zum Beispiel ganze Eichenwälder. Ich war die alten Germanen, haben gesagt: Dort bei der Eiche sowieso treffen wir uns. Das waren keine Eichenwälder. Aber gut, die gibt es ja auch in Europa. Aber eben oft kennt man die Eiche so als markanten Punkt in der Landschaft auf dem Karmel. Richtige Eichenwälder und eben auch andere Bäume, so grün, grün, grün, grün, grün bewaldet.
Und das muss man sehen: die Pracht des Karmel und Scharons, die Scharon-Ebene, das ist die Ebene zwischen nördlich von Tel Aviv hinauf nach Haifa, entlang des Mittelmeers. Und das ist eine richtige Kornkammer, kann man sagen, ein ganz besonders fruchtbares Gebiet in Israel, und darum wird das hier erwähnt: die Pracht des Karmel und Scharons.
Der Wüste ist gegeben. Sehen werden sie die Herrlichkeit des Herrn, die Pracht unseres Gottes. Stärkt die schlaffen Hände und macht fest die wankenden Knie. Sagt zu denen, die zaghaften Herzens sind: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, euer Gott kommt, Rache kommt, die Vergeltung Gottes. Er selbst kommt und wird euch retten.
Und dann wird noch etwas geschehen. Alle, die dann ins tausendjährige Reich eingehen werden, das werden nur Gläubige sein. Alle werden gesund werden. Dann wird der Traum der Charismatiker wahr werden. Aber sie sind im Zeitplan, im heilsgeschichtlichen Zeitplan, verirrt. Das ist nicht jetzt, sondern das kommt im tausendjährigen Reich.
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jubeln wird die Zunge des Stummen. Denn es brechen Wasser hervor in der Wüste und Bäche in der Steppe. Und die Luftspiegelung, also das ist die Gluthitze, die spiegelt, das kann eine Fata Morgana sein, wo man Wasser sieht und es ist doch kein Wasser da, die Luftspiegelung wird zum Teich, Echtwasser, und das Dürreland zu Wasserquellen. An der Wohnstätte der Schakale, wo sie lagern, wird Gras samt Rohr und Papyrusschilf sein.
Und dort wird eine Straße sein und ein Weg, und er wird der Heilige Weg genannt werden. Vor ein paar Monaten bin ich nachts einem Schakal begegnet, am Toten Meer, und irgendwie war er ein bisschen zu anhänglich. War unangenehm, ja. Aber eben, ich sage nur, da ist natürlich Wüstengegend, und dort sind diese Schakale auch zu Hause. Und hier wird eben gesagt: Von dem Schakal an der Wohnstätte der Schakale, wo sie lagen, wird Gras samt Rohr und Papyrusschilf sein, und dort wird eine Straße sein, ein Weg, und da wird der Heilige Weg genannt werden. Kein Unreiner wird darüber hinziehen, sondern er wird für sie sein. Wer auf dem Weg wandelt, selbst Einfältige werden nicht irregehen. Dort wird kein Löwe sein, und kein reißendes Tier wird ihn ersteigen, noch dort gefunden werden, und die Erlösten werden darauf wandeln, und die Befreiten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen.
Alle werden gesund werden. Und es ist ja so, der Herr Jesus hat Blinde geheilt und Taube gesund gemacht, und Lahme hat er wieder gehen lassen, und Stumme konnten widersprechen. Aber was er tat an Wundern war nicht, um zu zeigen: Jetzt, ab seinem Kommen, wird es nicht mehr nötig sein, dass wir Spitäler und Ärzte haben. Jetzt werden alle gesund, man muss einfach zum Glauben kommen und dann ist mit Krankheit vorbei. Nein, in Hebräer 6 werden seine Wunder genannt, die Wunder des zukünftigen Zeitalters. Und das zukünftige Zeitalter ist in der Bibel der Ausdruck im Neuen Testament für das tausendjährige Friedensreich. Jetzt sind wir im sechsten Zeitalter in dem Heilsplan Gottes, und das zukünftige Zeitalter ist das tausendjährige Friedensreich. Und da wird das eben normal sein. Und die Wunder des Herrn Jesus und dann auch der Apostel im Neuen Testament, das waren eben Wunder des zukünftigen Zeitalters, um zu zeigen: Der Messias ist gekommen, und er ist die Garantie, dass das im zukünftigen Zeitalter, wenn er eben kommt als die Sonne der Gerechtigkeit, das Normale sein wird.
Ja, das war einfach eine Ausführung zu diesem Satz: Ein Morgen ohne Wolken, von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde. Also eine herrliche Zeit wartet auf diese Erde. Nur in dieses Reich wird kein Gottloser eingehen, keiner, der sich nicht bekehrt hat. Das hat der Herr Jesus gegenüber Nikodemus erklärt. Er hat ihm gesagt: Wer nicht von neuem geboren wird, wird das Reich Gottes nicht sehen. Und er sagt auch, wird in das Reich Gottes nicht eingehen. Also es werden nur Bekehrte in das tausendjährige Friedensreich eingehen. Und es wird beschrieben in Offenbarung 7 eine unzählbare Schar aus allen Nationen, allen Völkern, allen Stämmen und Sprachen wird durch die große Drangsal hindurchgehen, sich bekehren und dann ins tausendjährige Reich eingehen. Aber alle anderen, das sind diese Dornen, die werden eben verbrannt werden.
Und jetzt ist ganz wichtig: Die Gemeinde, die wird nicht durch die Drangsal gehen, sondern wir haben die Hoffnung in unseren Herzen, der Morgenstern wird aufgehen in unseren Herzen, wie 2. Petrus 1 sagt. Und so wird die Gemeinde vorher entrückt werden und auch bei der Entrückung eben einen verwandelten, unsterblichen Körper bekommen. Dieser Körper wird umgewandelt werden, und die schon verstorbenen Gläubigen werden auferweckt werden. Und zwar wird ihr Körper, ihr verbester Körper, zusammengesetzt zu einem perfekten Körper, und sie werden entrückt werden.
Aber es ist ein großer Unterschied: Diejenigen, die sich nach der Entrückung bekehren und durch die Drangsal hindurchgehen werden, die gehen ins tausendjährige Reich ein, aber ihr Körper wird noch nicht verwandelt sein. Aber damit werden sie auch in der Lage sein, immer noch zu heiraten und Kinder zu haben. Und gerade in Jesaja sehen wir, dass die Menschheit sich sehr, sehr massiv vermehren wird im Tausendjährigen Reich.
Und jetzt muss man sich mal vorstellen, wenn die Entrückung, wie manche sagen, am Ende der Drangsal stattfinden würde, dann würden alle einen verwandelten Körper bekommen, einen Auferstehungskörper, und könnten keine Kinder mehr haben. Denn der Herr Jesus sagt ja in Lukas 20: In der Auferstehung, da wird man nicht mehr heiraten, sie werden sein wie die Engel. Sie werden nicht Engel, aber sein wie die Engel. Engel sind nämlich unverheiratet, ehelos. Ja, und es gibt also keine Kinder mehr. Aber die Bibel lehrt uns ganz klar, dass sich im Tausendjährigen Reich die Menschen ganz massiv vermehren.
Rätsel lösen: Wie geht das? Alle Gläubigen werden verwandelt, der Herr kommt, sie gehen rauf, der Herr kommt mit ihnen zurück, und jetzt tausendjähriges Reich. Da gibt es kein Nachkommen mehr. Es müssen unterschiedliche Gruppen sein, eben eine Gruppe, die wird verwandelt, entrückt, wenn der Herr kommt als der Morgenstern, und eine Gruppe, die wird nicht verwandelt, geht durch die Drangsal und wird dann ins Tausendjährige Reich eingehen, und die werden Nachkommen haben. Also wenn man das mit Entrückung und zweitem Kommen des Herrn durcheinanderbringt, bringt man wirklich alles durcheinander. So im Chaos versteht man die Bibel gar nicht mehr richtig. Und darum ist es so wichtig, dass wir diese Unterscheidung machen.
Und jetzt wird beschrieben in Vers 6, 2. Samuel 23, Vers 6, was mit den Gottlosen geschieht, die eben nicht ins Reich Gottes eingehen werden:
Aber die Söhne Belials sind allesamt wie Dornen. In Maleachi 3 hieß es wie Stoppeln, die verbrannt werden, wie Dornen, die man wegwirft, denn mit der Hand fasst man sie nicht an. Und der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und Speerschaft, und mit Feuer werden sie ganz und gar verbrannt an ihrer Stätte.
Das sind die letzten Worte Davids. Dieser von Gott erwählte König am Ende seines Lebens weiß: Gott hat ihm versprochen, von ihm wird der Messias abstammen, der König, der am Ende der Tage über die ganze Welt regieren wird, auf seinem Thron, auf dem Thron Davids.
Darum sagt er nämlich in Vers 5, ich habe übrigens beim Vorlesen nicht den Text gelesen, der Elberfelder CSV oben, sondern die sehr gute Fußnote, da ist die Übersetzung verbessert worden: Denn ist nicht so mein Haus bei Gott? Es geht um das Haus Davids, die Dynastie von David. Denn ist nicht so mein Haus bei Gott? Denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und bewahrt. So steht es im Text oben. Und dann weiter: Denn all meine Rettung und all mein Begehren, sollte er sie nicht sprossen lassen?
Da erinnert David daran, dass Gott mit ihm einen speziellen Bund geschlossen hat, und dieser Davidsbund wird erläutert in Psalm 89, ein Maskil von Ethan, dem Esrachiter. Ein Maskil ist ein Gedicht, das weise macht, also wenn wir Psalm studiert und versteht, geschieht das. Die Gütigkeiten des Herrn will ich besingen in Ewigkeit, von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Mund kundmachen deine Treue, denn ich sagte: In Ewigkeit wird die Güte gebaut werden, die Himmel, in ihnen wirst du feststellen deine Treue.
Und jetzt spricht Gott: Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten geschlossen, habe David, meinem Knecht, geschworen: Bis in Ewigkeit will ich feststellen deinen Samen, und auf alle Geschlechter hin bauen deinen Thron.
Nun, dieser Bund, den Gott mit David geschlossen hat, wird noch weiter umschrieben in Psalm 132, dieser Bund, bei dem Gott geschworen hat. Psalm 132, Vers 11: Der Herr hat David in Wahrheit geschworen, er wird nicht davon abweichen: Von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen. Und dann Vers 13: Denn der Herr hat Zion erwählt, hat es begehrt zu seiner Wohnstätte. Dies ist meine Ruhe auf ewig, hier will ich wohnen, denn ich habe es begehrt.
Gott hat also David erwählt als König und mit ihm zusammen Zion, Jerusalem, gewählt als seine Stadt und als sein Wohnort, Stadt des Tempels. Und Gott hat gesagt, von der Frucht des Leibes von David wird eben auch am Ende der Zeit noch der Messias sitzen. Das wird auch in Psalm 89 weiter ausgeführt.
Das ist nun ganz wichtig. David wusste also: Ein direkter biologischer Nachkomme von ihm, die Frucht seines Leibes, wird einmal auf dem Thron sitzen als König am Ende der Zeit.
Und nun verstehen wir auch besser, warum der Engel Gabriel zu Maria, die eben direkt ein Nachkomme war aus dem Haus Davids, ihr Stammbaum wird in Lukas 3 zusammengestellt bis zu ihrem Vater, und da heißt es in Lukas 1, ich lese ab Vers 28:
Da heißt es von Gabriel, der auf Besuch kam in Nazareth, und er kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie aber wurde über das Wort bestürzt und überlegte, was für ein Gruß dies sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden, und siehe, du wirst im Leib empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Damit wird klar: Der Herr Jesus als wirklicher Nachkomme von Maria war so von der Frucht des Leibes von David, als Mensch, wirklicher Nachkomme von David. Und hier wird die Verheißung gesagt: Er wird auf dem Thron seines Vaters David sitzen, und zwar herrschen in Ewigkeit, sein Reich wird kein Ende haben. Das bedeutet, der Jesus wird nicht nur im tausendjährigen Reich herrschen, auf dem Thron Davids, sondern auch in Ewigkeit, mit neuem Himmel und neuer Erde.
Also sehen wir diese Dimensionen des Davidbundes, und davon spricht David, von diesem ewigen Bund in 2. Samuel 23,5. Davon spricht David.
Und jetzt kommt ein ganz neuer Abschnitt.
Die ersten drei Helden und ihr Einsatz für den König
Dies sind die Namen der Helden, die David hatte: Joscheb-Baschebet, der Tachkemoniter, das Haupt der Anführer; er war Adino, der Esniter. Er kämpfte gegen achthundert Mann, die er auf einmal erschlug. Und nach ihm kam Eleasar, der Sohn des Dodo, der Sohn eines Achochiters. Er gehörte zu den drei Helden bei David, als sie die Philister verhöhnten, die dort zum Kampf versammelt waren, während die Männer von Israel wegzogen. Er machte sich auf und schlug unter den Philistern, bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwert klebte. Und der Herr schaffte an jenem Tag eine grosse Rettung. Das Volk aber kehrte um, ihm nach, nur um zu plündern.
Und nach ihm kam Schamma, der Sohn Ages, des Harariters. Die Philister versammelten sich zu einer Schar, und es war dort ein Feldstück voll Linsen. Das Volk aber floh vor den Philistern. Da stellte er sich mitten auf das Feldstück und rettete es und schlug die Philister. Und der Herr schaffte eine grosse Rettung.
Die Aufzählung geht weiter, ich fasse zusammen: Schliesslich werden siebenunddreissig der Helden Davids hier aufgezählt. Und diese drei Geschichten, die ich jetzt gerade vorgelesen habe, also die Verse mit Adino, Eleasar und Schamma, die findet man nirgends anders, nur hier werden sie erwähnt. Aber diese drei Helden waren absolut herausragend. Insgesamt werden in diesem Kapitel 37 erwähnt, ich zitiere den Vers 39: Insgesamt 37. Aber da werden aus diesen 37 drei jetzt speziell erwähnt.
Und diese Helden Davids, das waren Männer, die zu David gehalten haben, auch in ganz schweren Zeiten. Und als dann die Wende kam, als David zum Königtum kam, waren sie eben ganz wichtige Leute in seinem Reich. Das ist ein richtig schönes Bild. Wenn wir heute in der Zeit, in der der Herr Jesus in dieser Welt verworfen ist, zu ihm halten, dann werden wir auch dann wissen: Wir stehen auf seiner Seite, wenn er kommt und das letzte Wort über diese Welt spricht.
Nun, diese Helden waren also Helden in der schwierigen Zeit und dann auch in der guten Zeit. Und wir sehen: Es gibt so vieles, was man vielleicht für den Herrn gemacht hat, und niemand hat es gesehen. Und der Herr hat es doch gesehen. Darum sehen wir hier: Am Ende des Lebens wird plötzlich alles aufgerollt, und es wird gesagt: Übrigens, Adino, der Esniter, der hat einmal gegen 800 Feinde gekämpft und alle besiegt. In der Parallelstelle in 1. Chronika 11,11 wird noch eine andere Geschichte erzählt, wo er 300 gegenüberstand und sie alle besiegt hat. Das wird aber auch nur dort erzählt. Aber wir dürfen daran sehen: Der Herr vergisst nichts, auch das, was ganz verborgen war. Er wird das alles einmal ans Licht bringen. Und so wird das auch gesagt in 1. Korinther 4, dass, wenn der Herr kommt, er dann alles ans Licht bringen wird.
Und so werden diese drei Männer hier ganz besonders geehrt. Also Heldentaten, unglaublich. Man muss sich das erst vorstellen: Wie kann einer 800 besiegen? Ich war bei den stärksten Männern, die wissen, wenn so zehn, zwanzig gegen sie kommen, dann werden sie auch verhaftet. Man kann so stark sein, wie man will, aber einer kann vielleicht nichts ausrichten. Ein Polizist, wenn er verhaftet werden sollte. Aber wenn dann zehn, zwanzig kommen, dann kriegen sie ihn auf den Boden. Und da kommen achthundert, und er schlägt sie alle. Und ein anderes Mal, wie gesagt, dreihundert.
Und dann ein weiteres Beispiel eben dieser Eleasar. Aber sein Name sagt es ja schon: Gott hilft. Das war nicht seine eigene Kraft, Gott hat geholfen. Die Philister haben gespottet, gehöhnt, und dann macht er sich auf und hat sich da im Kampf eingesetzt, wirklich bis zum Letzten. Es heisst hier: bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwert klebte. Und der Herr schaffte an jenem Tag eine grosse Rettung.
Das mit der Hand am Schwert kleben, wie geht das? Dass die Hand am Schwert klebt, das ist eine spastische Verkrampfung. Ja, das kann es ab und an geben, dass die Hand sich plötzlich so verkrampft, und dann kann man die Muskeln kaum mehr lösen. Ja, der hat sich im Kampf so verkrampft, dass er da wirklich so spastisch war, dass er die Muskeln nicht mehr lösen konnte. Das ist je nachdem keine angenehme Erfahrung. Das geschieht mir ganz selten. Aber ich weiss noch: Einmal habe ich ein Konzert gegeben und die Feurige von Liszt gespielt, ein Stück mit ganz schnellen Oktaven in der linken Hand, und rechts macht man die Melodie dazu. Und dann hat sich die Hand verkrampft. Ja, das ist dieser Moment, wo man nichts machen kann, man kann sie ja nicht lösen. Also es hat dann schon noch geklappt. Aber bei ihm war es genau so: Er hat sich so völlig hingegeben, und dann konnte er die Muskeln nicht mehr lösen. Seine Hand klebte an dem Schwert.
Aber das zeigt uns wirklich: Dieser Mann hatte eine völlige Hingabe an den König. Und dann das dritte Beispiel: Schamma. Der war da auf einem Feldstück mit Linsen, und das gab er den Philistern, den Feinden des Volkes Gottes, nicht her. Linsen, ein Nahrungsmittel, das gewisse Leute so lieben, ich kann es nicht verstehen, aber ja, es ist so. Ich meine, Esau liebte die Linsen über alles, und es gibt auch heute noch Menschen. Aber es ist so: Es kommt darauf an, wenn die Linsen richtig bereitet sind, dann mag ich sie auch. Und es geht hier um Nahrung. Das Land Israel ist ja ein Bild, neutestamentlich gesprochen, von den himmlischen geistlichen Segnungen, die wir haben, und der Feind möchte uns das rauben, irgendwie wegnehmen, dass wir das nicht geniessen können.
Und da sehen wir: Die Feinde wollten diese Nahrung, die für uns von geistlicher Nahrung spricht, rauben, und das gab er nicht her. Der hat sich auch wirklich bis zum Letzten hingegeben. Und es war dort ein Feldstück voll Linsen, das Volk aber floh vor den Philistern. Da stellte er sich mitten auf das Feldstück und rettete es und schlug die Philister. Und der Herr schaffte eine grosse Rettung. Zweimal eine grosse Rettung, in Vers 10 und Vers 12. Und der Herr, heisst es in beiden Fällen, schaffte eine grosse Rettung.
Und so kann der Herr uns eben auch Kraft geben. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie uns das Wort Gottes irgendwie geraubt werden kann. Wenn Leute kommen und sagen: Entrückung, das ist sowieso eine Erfindung von Darby, das gibt es gar nicht in der Bibel. Und was ihr da meint: Ihr seid in der Endzeit, jetzt kommt Jesus Christus bald, das könnte noch Hunderte von Jahren gehen, bis er kommt. Was haben die eigentlich? Die können einem richtig die Freude am Wort Gottes wegnehmen, und das dürfen wir uns nie gefallen lassen.
Oder auch wenn die Leute mit der Bundestheologie kommen, die wollen uns so viele Teile der Bibel wegnehmen und sagen: Nein, das muss man alles vergeistlichen, das wird nicht mehr geschehen mit Israel. Ja, aber das steht ja von Israel. Ja, aber das ist alles im übertragenen Sinn. Ja, aber was bedeutet das denn, wenn ich in Jesaja von Israel lese? Das ist die Gemeinde. Also wenn es um Segen geht, wenn es um Fluch geht, dann ist schon Israel gemeint. Aber was ist denn, wenn es Zion heisst? Das ist die Gemeinde. Und wenn es Jerusalem heisst, das ist die Gemeinde. Ja, aber wenn es Juda heisst, das ist die Gemeinde. Jetzt heisst alles Gemeinde. Und die können eigentlich mit dem alles nichts mehr anfangen. Und darum wird man kaum Auslegungspredigten hören, Vers für Vers: Jesaja 1, 2, 3, 4, 5, 6, 62, 63, 64, 65. Nur so gewisse Verse oder Abschnitte. Es wird einem alles geraubt. Und am Schluss bedeutet es ja nichts mehr.
Und eben da sehen wir einen Schamma: Der hat sich diese Linsen nicht rauben lassen, sondern hat alles gegeben, die anderen sind geflohen. Es ist wirklich wie im 2. Timotheusbrief, da sagt Paulus: Du aber, du aber, wenn auch die anderen fliehen, bleib dran, so wie ein Schamma. Und so werden die drei hier vorgestellt.
Dann, in Vers 13: Und drei von den dreissig Häuptern gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David in die Höhle Adullam. Das ist eine besondere Erinnerung. Adullam, diese Höhle in 1. Samuel 22. David war damals ständig auf der Flucht, schwere Zeit, aber viele Leute haben sich ihm angeschlossen, haben zu ihm gehalten, und gerade in der Höhle Adullam. Adullam ist so eine schöne Gegend. Also wenn man wirklich mal hier auf dem Bild ist, das ist nicht Zürcher Oberland, das ist wirklich Israel, die Gegend um Adullam sieht speziell aus. Und ich empfehle romantische Spaziergänge: Als Ehepaar geht doch nach Adullam und sucht den Berg, wo die Höhle Adullam war. So etwas von schön. Und das war auch, kann man sagen, ein Aufleben für David in schwierigen Zeiten. Und da haben Leute eben zu ihm gehalten und sind auch zu ihm gekommen in die Höhle Adullam, 1. Samuel 22.
Und da heisst es: Und eine Schar der Philister lagerte im Tal Rephaim. David war aber damals auf der Bergfestung, und eine Aufstellung der Philister war damals in Bethlehem. Und David hatte ein Verlangen und sprach: Wer wird mir Wasser zu trinken geben aus der Zisterne in Bethlehem, die am Tor ist? Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne in Bethlehem, die am Tor ist, und trugen und brachten es zu David.
Stellt euch vor: David ist in Bethlehem aufgewachsen, und dieses Wasser in Bethlehem, das war ihm das Wasser, das er als Kind getrunken hat. Und im Kindesalter wird ja auch der Geschmack geformt. Darum können gewisse Leute, wenn sie dann später irgendwo hinreisen, plötzlich Mühe mit der Nahrung haben. Das ist aber nicht gut. Man sollte überall, wo man hingeht, Freude am Essen haben, sonst werden die Leute manchmal traurig und beleidigt. Aber eben: Der Geschmack ist halt als Kind geprägt. Und dann kann man zu den Chinesen gehen, und die essen ja wirklich alles. Ja, und dann ist eben der Geschmack nicht so ganz darauf geformt. Aber hier steht, dass David plötzlich daran dachte, dieses Wasser bei Bethlehem, das beste Wasser, das es gibt, und da hatte er eben einen Wunsch: Wer könnte mir nochmals diese Erfahrung machen? Ich möchte Wasser aus der Zisterne dort beim Tor.
Und dann lesen wir von diesen Helden in Vers 16: Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne in Bethlehem, die am Tor ist, und trugen und brachten es zu David. Aber er wollte es nicht trinken und goss es dem Herrn als Trankopfer aus. Und er sprach: Fern sei es von mir, Herr, dass ich solches tue! Ist es nicht das Blut der Männer, die unter Lebensgefahr hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.
Hm, die haben ihr Leben für David hingegeben, um ihm einfach eine Freude machen zu können, eine ganz besondere. Und David sah, dass er das nicht trinken darf. Aber er hat es quasi dem Herrn wie ein Trankopfer ausgegossen. Und der Apostel Paulus sagt übrigens in 2. Timotheus, dass er jetzt als Trankopfer gesprengt wird. Am Schluss der Opfer auf dem Altar in Jerusalem hat man Wein genommen und das beim Altar ausgegossen. Und das spricht davon, von der völligen Hingabe bis in den Tod. In Jesaja 53,12 lesen wir, dass der Herr Jesus seine Seele, das heisst sein Blut, ausgeschüttet hat oder ausgegossen hat. Schaffach ist Flüssigkeit in den Tod. Und die haben ihr Leben so für David hingegeben, und dann hat David dieses Wasser ausgegossen für den Herrn. Das heisst: Diese Hingabe ist für Gott so kostbar, und das wollte Gott zurückgeben.
Und ich möchte schliessen mit 2. Korinther 5. Da sehen wir, was Hingabe an den Herrn bedeutet. Bis jetzt haben wir sechs von 37 Helden kennengelernt, morgen geht es weiter. Aber die waren so. Und in 2. Korinther 5,14 heisst es: Denn die Liebe des Christus drängt uns, indem wir so geurteilt haben, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind, und er ist für alle gestorben, damit die, die leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.
Wenn der Herr schon alles gegeben hat für uns, ist die einzige Antwort, die angemessen ist, würdig ist, dass wir uns auch völlig hingeben. Und da ist eben diese erste Heldengruppe, eins, zwei, drei, und dann die zwei, drei weiteren, die sind uns wirklich ein Beispiel: Hingabe, völlig die ganze Kraft für den Herrn einsetzen.
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