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Offenbarung 2,1 - 2,11

Die Offenbarung des Johannes, Teil 3/40
05.05.2013Offenbarung 2,1-2,11
SERIE - Teil 3 / 40Die Offenbarung des Johannes

Einführung in die Sendschreiben der Offenbarung

Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält und inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Ich kenne deine Werke, deine Bemühungen und dein standhaftes Ausharren. Du kannst die Bösen nicht ertragen und hast diejenigen geprüft, die behaupten, sie seien Apostel, es aber nicht sind. Du hast sie als Lügner erkannt.

Du hast schweres Ertragen gezeigt und bist standhaft geblieben. Um meines Namens willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden. Aber ich habe etwas gegen dich: Du hast deine erste Liebe verlassen. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, tue Buße und vollbringe die ersten Werke erneut. Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust.

Doch eines hasst du: dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.

Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist. Ich kenne deine Werke, deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich. Die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans, fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst.

Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen vom zweiten Tod.

Und dem Engel der Gemeinde in Pergamos schreibe: Das sagt der Schaf, der das scharfe zweischneidige Schwert hat. Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst, dort, wo der Thron des Satans ist. Du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet – auch nicht an den Tag, an dem Antipas mein treuer Zeuge war, der bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.

Aber ich habe ein Weniges gegen dich: Du hast dort solche, die an der Lehre Bileams festhalten, der Balak lehrte, einen Anstoß zur Sünde vor dem Volk Israel zu legen, sodass sie Götzenopfer brachten, Asen dienten und Unzucht trieben. Ebenso hast du solche, die an der Lehre der Nikolaiten festhalten, was ich hasse.

Tue Buße! Sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben. Ich werde ihm einen weißen Stein geben, auf dem ein neuer Name geschrieben steht, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.

Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndes Erz gleichen. Ich kenne deine Werke, deine Liebe, deinen Dienst, deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren. Ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten.

Aber ich habe ein Weniges gegen dich: Du lässt zu, dass die Frau Isabel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. Ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, doch sie hat nicht Buße getan.

Siehe, ich werde sie auf ein Krankenbett werfen, und die, die mit ihr Ehebruch treiben, werde ich in großer Drangsal schlagen, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke. Ihre Kinder will ich mit dem Tod schlagen. Alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Ich werde jedem Einzelnen von euch geben nach seinen Werken.

Euch aber sage ich und den übrigen Intuitierern, all denen, die diese Lehre nicht haben und die nicht die Tiefen des Satans erkannt haben, wie sie sagen: Ich will keine Last auf euch legen. Doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.

Wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker. Er wird sie mit einem eisernen Stab weiden, wie man irdene Gefäße zerschlägt, wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe. Ich werde ihm den Morgenstern geben.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

Überblick über die Offenbarung und ihre Gliederung

Ich habe ein Skript ausgeteilt. Es wäre hilfreich, wenn man es in den weiteren Bibelklassen jeweils wieder mitbringt. So muss ich nicht jedes Mal dieselbe Anzahl erneut kopieren. Dennoch werde ich dafür sorgen, dass immer Skripte vorhanden sind – für diejenigen, die es aus Versehen oder ausnahmsweise vergessen haben, und für die, die neu dazugekommen sind.

Wir werden mit diesem Skript immer wieder arbeiten, während wir die Offenbarung Kapitel für Kapitel durchgehen. Ganz am Anfang des Skripts habe ich versucht, die Offenbarung in wenigen Sätzen zusammenzufassen.

Die Offenbarung ist das einzige durchgehend prophetische Buch des Neuen Testaments. In Kapitel 1 erscheint Christus in seiner Herrlichkeit als Richter und Herrscher der Welt. Das haben wir beim letzten Mal miteinander studiert. Die Kapitel 2 und 3 enthalten Briefe an sieben Gemeinden. In der prophetischen Auslegung dieser Kapitel sieht man eine Beschreibung der gesamten Kirchengeschichte, eingeteilt in sieben Zeitalter.

Die Kapitel 4 bis 22 beschreiben ausführlich die Gerichte, die in der Endzeit, nämlich nach der Entrückung der Gemeinde, die Welt treffen werden. Diese verheerenden Gerichte werden der Weltherrschaft von Jesus Christus den Weg bereiten. Damit ist eigentlich schon die Dreiteilung der Offenbarung angedeutet.

Wir haben beim letzten Mal noch in Kapitel 1 diesen Vers gesehen, aber noch nicht genau angeschaut. Kann jemand die Verse 19 und 20 nochmals vorlesen? Das gibt uns den Schlüssel, die Offenbarung richtig einzuteilen und damit auch zu verstehen:

„Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen soll: das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden.“

Jawohl, also es geht speziell um Vers 19. Dort wird die Offenbarung eingeteilt. In welche drei Teile können wir das zusammenfassen?

Erstens: „Was du gesehen hast“
Zweitens: „Was ist“
Drittens: „Was nach diesem geschehen wird“

Worauf bezieht sich „was du gesehen hast“? Ja, auf die Erscheinung Christi in Kapitel 1. Der Richter der Welt erscheint. Wir haben beim letzten Mal gesehen, dass er dort „der Sohn des Menschen“ genannt wird. Das ist ein bekannter Titel des Messias, zum Beispiel aus Daniel, wo dieser in einer Vision sah, wie der Menschensohn auf den Wolken des Himmels kam, um die ganze Weltherrschaft einzunehmen.

Außerdem haben wir gesehen, dass Jesus als Hoherpriester erscheint. Seine Kleidung, die wir beschrieben haben, entspricht genau der hohenpriesterlichen Kleidung. Derjenige, der am Kreuz von Golgatha als Opfer und Priester die Erlösung vollbracht hat, erscheint jetzt als Richter.

Wer die Gnade Gottes ablehnt und das stellvertretende Opfer Jesu nicht annimmt, kann Jesus Christus nur noch als Richter kennenlernen. Gut, das ist Kapitel 1: „Was du gesehen hast.“

Nun zum zweiten Teil: „Was ist.“ Worauf bezieht sich das? Auf die Gemeinden, also Kapitel 2 und 3, nicht wahr? Aber wie kann man beweisen, dass es wirklich Bezug auf diese Kapitel hat?

Ganz einfach: Diese Gemeinden bestanden zur Zeit des Johannes. Damit es wirklich über jeden Zweifel erhaben ist, lesen wir Kapitel 4, Vers 1. Dort wird Johannes in den Himmel entrückt, und zwar gerade nach dem Sendschreiben an Laodizea.

Wer liest vor?

„Die mit mir redete, sprach: Komm hierher auf, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“

Siehst du, was der Beleg ist? Nämlich was? Der dritte Teil, „was nach diesem geschehen muss“, beginnt also ab Kapitel 4, Vers 1.

Dann bleibt nur noch für den zweiten Teil, „was ist“, das, was zwischen Kapitel 1 und Kapitel 4 liegt, also Kapitel 2 und 3.

Wir haben das beim letzten und vorletzten Mal betont: Diese sieben Gemeinden, an die sich die Sendschreiben richten, waren Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus. Die Offenbarung wurde um das Jahr 95 nach Christus geschrieben. Das waren alles Gemeinden in der Provinz Asia, einer Provinz etwa so groß wie die Schweiz, in der heutigen Westtürkei. Dort hat der Apostel Johannes in seinen späten Jahren noch seinen Dienst getan.

An diese Gemeinden ist die Offenbarung gerichtet. Es waren also konkrete Gemeinden, die damals existierten und genau die Probleme hatten, wie sie hier beschrieben sind. Weil die Offenbarung grundsätzlich ein prophetisches Buch ist, haben sogar diese historischen Kapitel eine prophetische Bedeutung.

Tatsächlich erkennt man in der Abfolge, wie sie da aufgeführt sind – von Ephesus bis Laodizea – dass diese Sendschreiben sieben Abschnitte in der Kirchengeschichte darstellen, von den Tagen der Apostel bis zur Entrückung der Gemeinde.

Ab Kapitel 4 wird beschrieben, was nach der Kirchengeschichte hier auf Erden geschehen muss. Damit wird übrigens auch schon beantwortet, ob die Gemeinde in die große Drangsal kommt oder nicht.

Die Gemeinde hat ihre Aufgabe jetzt, in diesem gegenwärtigen Zeitalter, also „was ist“. Sobald dann Kapitel 4 beginnt, „was nach diesem geschehen muss“, wird alles beschrieben, was nach der Entrückung der Gemeinde geschehen wird.

Man kann also sagen: In der Offenbarung ist alles ab Kapitel 4 noch zukünftig.

Gibt es bis dahin Fragen oder Ergänzungen?

Dann gehen wir jetzt zum Sendschreiben an Ephesus.

Symbolik der sieben Leuchter und Engel

Zuvor müssen wir noch klären: Der Herr sagt, diese sieben Menorot, also diese sieben goldenen Leuchter, die Johannes in Kapitel 1 gesehen hat und inmitten derer der Herr wandelte – was bedeuten sie? Sieben Gemeinden. Ja, so kann man es sagen: Die sieben goldenen Leuchter sind sieben Gemeinden.

Aber was genau sind sieben Gemeinden oder was bedeuten sie? Hier ist das gleiche Problem, das Zwingli und Luther miteinander hatten. Der Herr sagte, als er das Brot am Vorabend der Kreuzigung nahm: „Dies ist mein Leib.“ Luther sagte, das sei der Leib Christi, jedoch nicht so, wie die katholische Kirche es versteht, nämlich als Transsubstantiation, bei der das Brot in das wirkliche Fleisch von Jesus Christus verwandelt wird. Luther sprach von Konsubstantiation, das heißt, es ist zwar immer noch wirkliches Brot, aber die Gegenwart Christi im Brot ist so konkret, und das wird dadurch ausgedrückt, dass der Herr sagt: „Dies ist mein Leib.“ Nicht „dies bedeutet“. Deshalb wird gesagt: Nein, das ist falsch, das Brot ist nur ein Symbol. Es weist auf den Leib Christi hin.

Hier haben wir das Gleiche: Es wird gesagt, die sieben Leuchter sind sieben Versammlungen. Nun ist aber klar, das hat eben genau diesen Sinn: Gemeinden sind ja nicht wirklich siebenarmige Leuchter aus Gold, nicht wahr? Aber diese Erscheinung in Kapitel 1 mit den sieben goldenen Leuchtern ist die symbolische Beschreibung dieser Ortsgemeinden.

Das ist eigentlich auch in unserem Sprachgebrauch völlig normal. Wenn ich zum Beispiel ein Bild oder ein Foto von meiner Familie zeige und sage: „Das ist meine Familie“, dann meint ja niemand, dass ich wirklich die Idee hätte, meine Familie wäre ein Stück Papier. Das Bild stellt meine Familie dar, aber es ist nicht identisch mit ihr.

So haben wir das an vielen Stellen. Zum Beispiel in Galater 4 sagt der Apostel Paulus: Hagar, die Magd Abrahams, ist der Berg Sinai in Arabien. Will jetzt tatsächlich jemand behaupten, Abraham sei mit einem Berg verheiratet gewesen? Nein. Die Bedeutung ist die: Sarah, die Freie, ist ein Symbol für die Freiheit, während Hagar, die Magd, ein Symbol für den Bund vom Sinai ist. Dieser Bund war ein Verhältnis Israels zu Gott als Knechte zum Herrn, sie waren Sklaven. Hagar symbolisiert also den Bund vom Sinai.

Der Galaterbrief macht dann klar, dass dies für die Zeit vom Auszug aus Ägypten bis zum Kommen Jesu Christi gilt. Mit dem Kommen des Messias begann eine Zeit der Freiheit, dargestellt durch Sarah.

Mit anderen Worten: Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, das heißt, Hagar bedeutet das Gleiche wie der Berg Sinai in Arabien.

Oder noch ein Beispiel: In Hebräer 10,19 wird gesagt, wir sollen mit Freimütigkeit in Gottes Gegenwart kommen, ins Allerheiligste, durch den Vorhang hindurch. Dann steht dort: „Das ist sein Fleisch.“ Aber das darf man nicht so verstehen, dass der Scheidevorhang des Tempels der Körper von Jesus Christus ist. Er symbolisiert das.

Es ist ja auch so, in Psalm 139 wird der menschliche Körper mit einem Gewebe verglichen. So erklärt Hebräer 10 den Scheidevorhang als symbolischen Hinweis auf Jesus Christus.

Wir wissen, dass, als der Herr Jesus am Kreuz starb, der Vorhang im Tempel in Jerusalem von oben nach unten zerriss. Das Symbol wurde zerrissen, um zu zeigen: Durch den Tod des Herrn Jesus als Mensch ist jetzt der Zugang zu Gott geöffnet.

Also sehen wir: In der Bibel ist es ein ganz verbreiteter Ausdruck, dass „dies ist“ im Sinne von „das bedeutet“ gebraucht wird.

So ist also auch in wenigen Minuten der ganze Luther-Zwingli-Konflikt geklärt. Manchmal ist es viel einfacher, als man denkt.

In der Hand des Herrn Jesus bedeuten die Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter, inmitten derer der Herr wandelte, sieben Gemeinden.

Kommen wir jetzt zu Kapitel 2, Vers 1: „Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe.“ Darf ich noch kurz eine Frage stellen? Engel der Gemeinden? Ja, das ist eigentlich naheliegend, die nächste Frage, die gestellt werden muss. Lest noch Vers 1, dann gehen wir darauf ein.

„Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe: Das sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt.“

Jawohl. Jetzt eine Frage: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden. Was bedeuten diese Engel symbolisch? Das ist offensichtlich eine schwierige Frage. Wenn man in der Auslegungsliteratur nachschaut, findet man unglaublich viele Vorschläge.

Können wir mal sammeln, wer hat einen Vorschlag? Boten? Genau, Boten.

Das Wort bleibt jetzt rein beim Wort: Im Griechischen steht für Engel „angelos“. Das deutsche Wort „Engel“ kommt aus dem Griechischen. Angelos heißt „Bote“ oder „Gesandter“.

Im Alten Testament wird dieser Ausdruck für die Geister gebraucht, die Diener Gottes sind, also Engel. Aber das gleiche Wort wird auch für Menschen gebraucht. Zum Beispiel wird Johannes der Täufer auch Engel genannt.

Im Hebräischen Alten Testament heißt es nicht „angelos“, sondern „malach“. Malach heißt ebenfalls einfach „Gesandter“ und wird für Engel verwendet, aber auch für Johannes den Täufer und allgemein für Leute, die gesandt sind, zum Beispiel Gesandte des Königs.

Dann gibt es die geheimnisvolle Person im Alten Testament, den Engel des Herrn. Das ist auch „malach“, aber es heißt einfach „Gesandter“. Immer wieder sieht man im Zusammenhang „der Engel des Herrn“ als den ewigen Gott.

Das erste Mal erscheint der Engel des Herrn in 1. Mose 16, als er Hagar in der Wüste begegnet. Ein paar Verse später heißt es, dass Yahweh mit ihr redet. Der Engel des Herrn ist also der eigentliche Eigenname Gottes, des ewigen Gottes.

Tatsächlich sagt Hagar im weiteren Verlauf des Kapitels: „Du bist ein Gott, der sich schauen lässt.“

Der lange Rede kurzer Sinn: Der Engel des Herrn im Alten Testament ist immer Jesus Christus, derselbe ewige Gott, der schon im Alten Testament vom Vater gesandt wurde, in einer Gestalt wie ein Mensch, um Gott offenbaren zu können.

Das war eine Vorwegnahme dessen, was später geschehen sollte: dass der ewige Sohn Gottes ein richtiger Mensch werden sollte. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Johannes 1,14). Der Vater hat so seinen Sohn in die Welt gesandt.

Lassen wir es jetzt beim Wort „angelos“. Was bedeutet es hier: „Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe“? Das heißt Verantwortungsträger, Gesandte Gottes im Dienst.

Aber konkret: Wer ist damit gemeint? Menschen, denn Gemeinden bestehen aus Menschen. Wir haben gelesen: „Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe“, und dann spricht der Herr genau die Probleme der Gemeinde an.

Das macht klar, dass es hier um Menschen geht. Aber welche Menschen? Die Ältesten.

Doch es steht nur in der Einzahl: „dem Engel“. Oder „dem Aufseher“. Machst du einen Unterschied zwischen Aufseher und Ältesten?

Ja, der Bischof ist der Aufseher. Im Neuen Testament wird an vielen Stellen darauf hingewiesen, dass örtliche Gemeinden eine Führerschaft hatten, die Ältesten genannt werden, aber immer in der Mehrzahl.

Das Wort „presbyteros“ auf Griechisch heißt eigentlich „älterer“; es ist der Komparativ von „alt“, also ein „älterer Mann“, nicht ein Neuling, sondern jemand mit gewisser Reife.

Die Ältesten werden zugleich auch „episkopos“ genannt. Das heißt „Aufseher“. In Apostelgeschichte 20 ruft Paulus die Ältesten der Gemeinde in Ephesus zusammen und sagt ihnen: „Der Heilige Geist hat euch als Aufseher gesetzt.“

Da wird klar: Wir können die Gleichung machen Älteste = Aufseher.

Darum habe ich gefragt, ob das etwas anderes ist. Wir können also ganz klar sagen: Älteste sind Aufseher.

Aus dem Wort „episkopos“ ist dann sprachgeschichtlich das Wort „Bischof“ entstanden. Etwa: Episkopos – die griechische Endung „-os“ wird weggelassen, dann haben wir „Episkop“. Das „E“ fällt vorne auch noch weg, dann haben wir „Biskop“. Dann ist es nicht mehr so ein weiter Weg bis zum Wort „Bischof“.

Viele Gemeinden hatten Älteste, und zwar immer in der Mehrzahl. Nirgends wird über den Ältesten oder Aufseher einer Gemeinde in der Einzahl gesprochen, immer in der Mehrzahl.

Aber ich frage noch: Wenn eine Gemeinde keine Ältesten hat, wenn gerade noch niemand die Reife hat, die für Älteste nach 1. Timotheus 3 und Titus 1 gefordert wird – kann dann eine Gemeinde bestehen?

Wir glauben nur, was bewiesen ist. Man kann sagen, die Gläubigen gehören zur Gemeinde weltweit, aber ist eine Ortsgemeinde eine Ortsgemeinde, wenn sie keine Ältesten hat? Sie sind da auch der Meinung.

Die erste Versammlung hatte ja auch keine Ältesten, oder? Doch, aber da waren die zwölf Apostel da, und die hatten sogar noch mehr Autorität.

Im Neuen Testament sehen wir, dass Älteste durch Apostel eingesetzt wurden. Apostel haben Älteste eingesetzt, zum Beispiel in Apostelgeschichte 14 oder in Titus 1, wo Paulus Titus absandte, um in jeder Stadt Älteste einzusetzen.

Der Herr setzt Apostel ein, Apostel können Abgesandte senden, und diese setzen dann Älteste ein. Aber nie finden wir, dass die Gemeinde Älteste einsetzt. Es kommt immer von oben her.

Die Frage bleibt: Geht das ohne Älteste? Die erste Missionsreise von Paulus gibt uns den Schlüssel. In Apostelgeschichte 13 und 14 geht Paulus von einem Ort zum anderen, und es entstehen Gemeinden.

Am Schluss der Missionsreise sagt er zu Barnabas: „Jetzt kehren wir nochmals zurück und besuchen alle diese Gemeinden.“ Erst als er zurückkehrt, setzt er als Apostel zusammen mit Barnabas Älteste ein.

Logisch: Es waren schon Gemeinden, die keine Ältesten hatten, aber sie waren Gemeinden. Also daran liegt es nicht, ob man eine Gemeinde ist oder nicht.

Wichtig ist, dass Älteste von oben her eingesetzt werden.

Der Punkt ist, dass mit dem Tod der Apostel – die zwölf Apostel für Israel, die zwölf Stämme, und der Apostel Paulus als Apostel für die Heidenvölker – keine Nachfolger mehr eingesetzt wurden.

Damit hörte auch die apostolische Autorität auf, die Älteste einsetzen konnte.

Was können wir jetzt machen? Ganz einfach: In Apostelgeschichte 20,28 sagt Paulus zu den Ältesten in Ephesus: „Der Heilige Geist hat euch als Aufseher eingesetzt.“

Wir sehen, es gab einen sichtbaren und einen unsichtbaren Aspekt. Apostel setzten Älteste ein, das war sichtbar, und diese Ältesten hatten eine apostolische Beglaubigung und Autorität.

Gleichzeitig, weil sie in Übereinstimmung mit dem Herrn handelten, war das ein Einsetzen durch den Heiligen Geist.

Nun sind die Apostel nicht mehr da, aber der Heilige Geist ist immer noch da. Er wohnt in der Gemeinde durch die zweitausend Jahre hindurch bis heute und kann heute noch Männer berufen und begabt machen, diesen Dienst zu tun.

Natürlich besteht die Gefahr, dass jemand sagt: „Ich bin eingesetzt, ich bin jetzt Ältester hier.“

Dann kann man sagen: „Das ist schön, wenn der Herr dich eingesetzt hat, der Heilige Geist dich eingesetzt hat, aber jetzt möchten wir auch noch die Erkennungszeichen sehen.“

Jetzt kommt die Liste in 1. Timotheus 3, was Älteste an moralischen Qualitäten kennzeichnen soll, und auch in Titus 1.

Erst wenn diese Qualitäten da sind, entsteht das Vertrauen der Gemeinde, und sie nehmen die moralische Autorität von Gott an.

Der Vorteil ist: Wenn jemand sich im Lauf der Zeit ändert und nicht mehr dem Herrn hingegeben ist und damit seine moralische Autorität verliert, muss man ihn nicht abwählen. Er verliert die moralische Autorität, weil es keine offizielle Autorität wie die der Apostel im ersten Jahrhundert ist, sondern eine moralische Autorität.

Darum steht auch – und das ist ein wichtiger Vers – in 1. Thessalonicher 5,12: „Wir bitten euch, Brüder, achtet auf die, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn, und ermahnt sie; haltet sie in besonderer Liebe.“

Hier wird gesagt, man soll auf die achten, die in der Gemeinde arbeiten und Verantwortung übernehmen und zurechtweisen, aber wirklich in der Leitung des Herrn, die euch vorstehen.

Es ist also nicht so, dass man plötzlich Ältester wird, ohne sich vorher um die Geschwister gekümmert zu haben, dass man Schwachen nachgegangen ist und ein offenes Auge für die Bedürfnisse in der Gemeinde hatte.

Nein, das ist etwas, in das man hineinwächst. Man wächst in diese Arbeit hinein, hat das Anliegen, den Geschwistern zu dienen, auch seelsorgerlich, und übernimmt nach und nach Verantwortung.

Dann geht es darum, dass die Gemeinde erkennt, dass jemand diesen Dienst wirklich tut und das in Abhängigkeit vom Herrn.

Interessant ist, dass das Wort „erkennen“ im Griechischen gleichzeitig auch „anerkennen“ bedeutet, also dass ihr die anerkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn.

So ist Ältesterdienst auch heute noch möglich.

Interessanterweise ist im Neuen Testament Ältesterdienst immer in der Mehrzahl, nicht der Älteste oder der Aufseher einer Gemeinde, sondern immer mehrere.

Nun wurde gesagt, der Engel der Gemeinde in Ephesus sei gewissermaßen der Älteste oder Aufseher.

Das passt aber nicht, denn in jedem dieser Briefe wird eigentlich die Problematik der ganzen Gemeinde angesprochen, nicht nur die des Ältesten.

Jetzt muss ich noch erklären, wie das in der Kirchengeschichte war.

Im ersten Jahrhundert hatten wir Ortsgemeinden mit mehreren Ältesten, also immer zwei oder mehr, die auch Aufseher waren.

Im zweiten Jahrhundert geschah eine Veränderung: Man begann zu unterscheiden zwischen den Ältesten einer Ortsgemeinde und dem Bischof, der über den Ältesten stand.

Das Amt, das eigentlich ein Amt war – Ältester und Bischof –, wurde aufgesplittet, und das Bischofsamt wurde über das Ältestenamt gesetzt.

Eine weitere Entwicklung, ebenfalls im zweiten Jahrhundert, war, dass der Bischof einer Ortsgemeinde auch Oberbischof über die Ältesten mehrerer Gemeinden wurde.

Eine weitere Entwicklung war, dass die Bischöfe aus besonders wichtigen Städten Oberbischöfe über die Bischöfe einer Region wurden, zum Beispiel die Bischöfe von Jerusalem, Alexandria oder Konstantinopel.

Der nächste Schritt war, dass der Bischof in Rom erklärte: „Ich bin der Oberbischof über alle Bischöfe der großen Städte wie Jerusalem, Alexandria und Konstantinopel.“

Das war um 440 mit Papst Leo. Damit war das Papsttum geboren.

So verlief die Entwicklung.

Wenn man sich überlegt, warum man im ersten Jahrhundert das so aufgesplittet hat, ist die Antwort: Es gab starke Irrlehren, besonders durch die Gnostiker, die die Gottheit Jesu leugneten und seine wahre Menschheit.

Man dachte, man hätte mehr Kraft, um diesen Irrlehren zu widerstehen, wenn ein Mann alle Autorität hat und sagt: „Das kommt nicht herein.“

Man wollte einen starken Mann über eine Region, der besser das Böse abwehren kann.

So ging es weiter, und am Ende entstand das Papsttum.

Interessant ist: Aus der Bemühung, den Irrtum wegzuweisen, ist man in den schwersten Irrtum hineingefallen.

Aber festzuhalten bleibt: Der Engel der Gemeinde ist auf keinen Fall eine einzelne Person in der Gemeinde, also auch nicht ein Pastor.

Denn im Neuen Testament finden wir nie, dass eine Person über eine Gemeinde steht, egal ob man das Bischof, Pastor oder anders nennt.

Wer ist also der Engel? Wir werden gleich sehen, wenn wir alle sieben Briefe durchstudieren, dass es immer um die Gemeinde im Ganzen geht.

In Kapitel 2 wird bei Thyatira unterschieden.

Liest noch jemand Vers 18 von Kapitel 2? „Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Dies sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und Füße gleich glänzendem Erz: Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben ... die schweren Probleme ... und schließlich in Vers 24: ‚Euch aber sage ich den übrigen in Thyatira, allen, die diese Lehre nicht haben, welche die Tiefen des Satans, wie sie es nennen, nicht erkannt haben: Ich werfe keine andere Last auf euch, doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme.‘“

Vorher wird der Engel von Thyatira angesprochen, und man könnte meinen, das ist die Gesamtheit der Gemeinde.

Dann wird aber eine kleine Gruppe in Thyatira angesprochen, „euch den übrigen“. Diese haben sich bereits in der Gemeinde von dem allgemeinen Irrtum abgesetzt.

So können wir sagen: Der Engel der Gemeinden umfasst eigentlich alle in der Gemeinde, die Verantwortung mittragen, nicht nur die Hauptverantwortung, also Älteste, sondern auch alle anderen, die mitverantwortlich sind und zum Zeugnis beitragen.

Es kann aber auch sein, dass man bei Thyatira sagen muss: Der Engel der Gemeinde ist die Hauptmasse der Gemeinde, und dann wird unterschieden, dass eine kleine Minderheit sich bereits abgesetzt hat und das nicht mehr mitträgt.

Damit wird bestätigt, was am Anfang erklärt wurde: Der Engel bedeutet die Gemeinde als solche, die einen Auftrag in dieser Welt hat und von Jesus Christus als Zeugnis gesandt wurde.

Jede örtliche Gemeinde ist ein siebenarmiger goldener Leuchter, der göttliches Licht in der dunklen Welt verbreiten soll.

Zweitens wird die Gemeinde als Bote Gottes in dieser Welt gesehen. Das bringt auch den evangelistischen Aspekt der Gemeinde zum Ausdruck.

Die Gemeinde ist nicht nur da, um abgesondert Gott zu dienen, sondern sie ist in diese Welt gesandt, um Zeugnis zu geben.

Daran sollen wir jedes Mal denken, wenn wir sieben Mal lesen: „Dem Engel der Gemeinde in … schreibe.“

Lob und Tadel an die Gemeinde von Ephesus

Nun, was auffällt in allen Sendschreiben: Der Herr erwähnt, wenn es irgendwie möglich ist, zuerst das Positive und dann das Negative. Das ist eine wichtige Belehrung für uns, dass wir überall, wo wir etwas zu beurteilen haben, Augen haben, die zuerst auch das Gute sehen und anerkennen können – aber nicht blauäugig, sodass man dann das, was Abweichung ist, nicht mehr sieht.

Hier wird also Ephesus zuerst gelobt. Was ist löblich? Können wir das gerade zusammentragen? Seine Werke, seine Mühe, sein Ausharren – drei Punkte – und dann geht es weiter. Und dass du das Böse nicht ertragen kannst. Jawohl, sie hatten also null Toleranz für das Böse.

Was heißt das Wort Toleranz ganz wörtlich, vom Ursprung her? Es bedeutet „ertragen“. Es kommt von „tollere“ bzw. „tullilatus“, was tragen, ertragen heißt. Also ist Toleranz etwas ertragen können. Und hier sagt der Herr als Lob: Du kannst das Böse nicht tolerieren. Das ist nicht gerade unser Zeitgeist, nicht wahr? Der Herr sagt, das ist gut, dass ihr das Böse nicht einfach so stehen lassen könnt.

Und dann, das ist Punkt vier, aber Punkt fünf ist auch noch ein Lob: Prüfung. Wen haben sie geprüft? Leute, die sagten, sie seien Apostel. Und schließlich sind sie sogar nur zu einer Schlussfolgerung gekommen. Man könnte ja prüfen und die Untersuchung auf ewige Zeiten in ihrem Ergebnis verschieben, aber das Ergebnis war: Sie sind Lügner. Das ist auch nicht so ganz unser Zeitgeist, dass man jemanden als Lügner bezeichnet. Aber eben nicht einfach so, sondern das wurde geprüft. Und dann kam als Ergebnis das heraus. Das stellt der Herr also als positiv dar.

Nun liegt aber bereits eigentlich schon ein Tadel in diesen Worten. Schlagen wir mal auf, erst der Thessalonicher I. Da geht es um eine ganz junge Gemeinde, die frisch zum Glauben gekommen ist und gleich von Anfang an schwer verfolgt wurde, aber treu geblieben ist. Und nun sagt der Apostel Paulus in 1. Thessalonicher 1, Vers 2, zu diesen Thessalonichern – wer liest Verse 2 bis 4?

„Wir gedenken an euer Werk und euren Glauben, eure Mühe in der Liebe und euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater. Denn wir wissen, von Gott geliebte Brüder, wie ihr lebt.“

Jawohl, also sieht man die Parallele zu Offenbarung 2, Vers 2, ja, die drei Begriffe aus Offenbarung 2,2: deine Werke, deine Mühe und dein Ausharren. Das sind die gleichen Begriffe hier. Aber in 1. Thessalonicher heißt es nicht nur „unablässig gedenken wir eures Werkes, der Mühe, des Ausharrens“, sondern „Werk des Glaubens, Mühe der Liebe und nicht nur Ausharren, sondern Ausharren der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus“. Also ihr haltet aus, weil ihr darauf aus seid, dass Jesus Christus wiederkommt und ihr ihn erwartet.

Und nun haben wir die gleichen Begriffe für Ephesus. Der Herr sagt: Ich kenne deine Werke, deine Mühe, dein Ausharren – aber es waren einfach Werke, Mühen, Aussagen, nicht Werke des Glaubens, Mühen der Liebe. Und wir sehen ja gleich, danach kommt der Vorwurf, Vers 4: „Ich habe wider dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Und dann konnte es gar nicht heißen „Werke der Liebe“, sondern nur „Werke“. Also sie waren aktiv, sie haben auch gesehen, was böse ist, sie haben geprüft und sind nicht davor zurückgeschreckt, auch klar das Urteil zu benennen: Diese falschen Apostel sind Lügner. Aber der Herr sagt: Du hast deine erste Liebe verlassen.

Gedenke nun, Vers 5, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke, ebenso wie es früher war. Die ersten Werke, das wären eben Werke des Glaubens gewesen und nicht nur einfach Werke. Und das zeigt uns: Dem Herrn geht es nicht nur darum, dass wir die Dinge richtig machen, sondern die Motivation, der Beweggrund muss stimmen.

Wie können wir ganz einfach einem Sonntagsschüler erklären, was es bedeutet, die erste Liebe beziehungsweise die erste Liebe verlassen? Wenn man es so erklären kann, dass ein Sonntagsschüler es versteht, dann verstehen es die Erwachsenen auch. Ganz einfach: Der Herr Jesus soll den ersten Platz in unserem Leben haben. So wie es in Kolosser 1 heißt, dass es Gottes Wille war, dass er in allen Dingen den Vorrang hat.

Schlagen wir auch Kolosser 1, Vers 18 auf. Liest du gerade, Benjamin? „Er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.“

Jawohl, das ist Gottes Plan. Jesus soll in allem den ersten Rang haben, und darum soll er in unserem Leben den ersten Platz haben – den ersten Platz in unseren Zuneigungen, in unserer Liebe. Und alles, was uns wichtiger wird als er, ist konsequent gesagt sogar Götzendienst. Wenn er nicht den ersten Platz hat, dann ist etwas anderes an seiner Stelle, und darum kann der Herr auch nicht einmal den zweiten Platz akzeptieren.

Er sagt: Wenn du nicht Buße tust, das heißt, wenn du nicht bereust und zurückkehrst zur ersten Liebe, was ist die Konsequenz? Ja, was steht? Der Leuchter wird dann weggerückt. Genau. Das ist auch eine Anspielung auf den Tempeldienst.

Wir haben gesehen, jede Gemeinde ist ein siebenarmiger Leuchter. Im Salomonischen Tempel hat Salomo zehn Leuchter im Heiligen aufgestellt. Und jetzt verstehen wir hier: Jeder Leuchter stellt symbolisch eine Gemeinde dar. Aber eine Gemeinde, die Jesus Christus nicht den ersten Platz gibt und nicht umkehrt, wird der Herr wegrücken aus ihrer Stelle.

Das ist ein Ausdruck aus dem Tempeldienst in Jerusalem: Wenn eine Menorah aus irgendeinem Grund rituell unrein wurde – zum Beispiel wenn ein Priester unrein wurde und die Menorah berührte –, dann war sie unrein. Sie musste aus dem Heiligen entfernt werden. Man hatte Ersatzgeräte, zwei oder drei, und konnte einen anderen Leuchter hineinstellen. Aber der unreine war weg.

Hier sagt der Herr, dass er also ein Zeugnis einer örtlichen Gemeinde schließlich wegrückt und gar nicht mehr als Zeugnis brauchen will. Das ist unglaublich ernst, das zu sehen. Und wie wichtig eben das ist, dass Jesus Christus wirklich den ersten Platz hat.

Er sagt ja in Matthäus 18, Vers 20: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Oft wird das übersetzt mit „in meinem Namen“, aber im Griechischen steht wörtlich „zu meinem Namen hin“. Alle sind in ihren Herzen auf den Herrn ausgerichtet, er ist das Zentrum, von dem alle angezogen werden.

Historisch war es so: Ephesus war ein leuchtendes Zeugnis im ersten Jahrhundert in der heutigen Türkei. Später kam der Islam und zerstörte das Christentum weitgehend in diesem Teil der Welt. Was heute noch übrig ist in der Türkei, ist ein ganz kleines, schwaches Zeugnis im Vergleich dazu.

Die Türkei war eines der ersten, ganz stark vom Christentum geprägten Länder der Welt. Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, sehen wir, dass ein großer Teil der Arbeit des Völkerapostels Paulus gerade im Gebiet der heutigen Türkei geschah. Man fragt sich, warum war das möglich, warum ist das Christentum so ausgelöscht worden? Der Herr hat den Leuchter weggetan.

Und wenn er es dort gemacht hat, muss man sich bei sich selber fragen: Ja, dann kann er das bei uns auch. Ja, natürlich. Er kann uns sogar so bedeutungslos machen, dass wir vielleicht weitermachen wie Laodizea. Wir werden sehen, dass Laodizea meint, sie seien geistlich reich, und merken nicht einmal, dass der Herr gar nicht mehr in der Mitte ist. Denn wie wir sehen werden in Kapitel 3, Vers 20, dort sagt er: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut…“ Er ist draußen, er ist gar nicht drin. Und sie haben das Gefühl: Wir sind reich, ich bin reich und habe Reichtum. Und der Herr sagt: Du weißt nicht, dass du jämmerlich, arm, blind und bloß bist.

Also es kann sein, dass wir denken, der Herr ist da, und wir merken gar nicht, dass er gar nicht mehr da ist, weil der Leuchter schon längst weggerückt ist.

Ja, dann wollen wir an dieser Stelle jetzt zwanzig Minuten Pause machen. Wir haben gesehen, dass der Herr also die Warnung gibt, er werde den Leuchter aus seiner Stelle wegrücken, also die goldene Menorah.

Dazu wollen wir noch etwas lesen aus 1. Thessalonicher 5, Vers 19, eine ganz praktische Ermahnung. Liest jemand die Verse 19 bis 22?

„Den Geist löscht nicht aus, Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest, von aller Art des Bösen haltet euch fern.“

Jawohl, also hier wird gesagt: Den Geist löscht nicht aus. Ist das zum Teil anders übersetzt? Dämpft, ja. Also die beste Übersetzung ist „den Geist löscht nicht aus“. Es ist wirklich das Wort, das verwendet wird für eine Lampe auslöschen.

So sehen wir die Ermahnung an eine Gemeinde: Man kann das Wirken des Heiligen Geistes durch sein Wort und auch durch die Wortverkündigung einer Gemeinde auslöschen. Davor wird hier gewarnt, denn das Licht des siebenarmigen Leuchters ist eben das Licht, das der Heilige Geist wirkt.

Und wir wissen ja, in den Lampen der Menorah war Öl, Olivenöl, das übrigens das pflanzliche Öl mit der größten Leuchtkraft ist. Also das Olivenöl gibt das hellste Licht, und das Öl ist immer wieder in der Bibel ein Bild des Heiligen Geistes.

So versteht man den Zusammenhang mit dieser Ermahnung „Den Geist löscht nicht aus“ sehr direkt und deutlich im Zusammenhang mit dem siebenarmigen Leuchter.

Eine Aufgabe des Hohenpriesters in 2. Mose war ja diese: Tagtäglich den Leuchter wieder zurechtzubringen, das heißt, den Docht zu schneiden und alles so herzurichten, dass der Leuchter jeden Tag im Heiligtum Licht verbreiten konnte.

Wir haben ja schon gesehen, der Herr Jesus tritt in Offenbarung 1 auf als Hoherpriester. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass die Ausdrücke für seine Kleidung genau auf die hohespriesterliche Kleidung hinweisen. So ist er bemüht, jeden Leuchter jeder Gemeinde so zu erhalten, dass das Licht verbreitet werden kann.

Aber hier sehen wir: Wenn man die erste Liebe verlässt, dann wird auch diese Leuchtkraft schließlich verloren gehen.

Und dann warnt der Herr noch vor einem weiteren Übel. Erstens: Die erste Liebe verlassen. Zweitens: Ist die Frage zu einfach? Die Werke, tue die ersten Werke. Jawohl, das heißt also, der Herr sagt: Geh wieder zurück zu diesen Werken des Glaubens und der Liebe, so wie es am Anfang war.

Aber ein zweites Übel, das der Herr noch anspricht: Was ist mit diesen Werken der Nikolaiten?

Also, ich habe es falsch gesagt, hier ist eigentlich nicht ein Vorwurf, sondern ein Lob, nämlich: Sie hassen die Werke der Nikolaiten.

Die Nikolaiten, das wissen wir aus der Kirchengeschichte, waren eine Gruppe, die von Nikolaus abstammte – einer aus der Bewegung der Gnostiker.

Die Gnostiker waren keine Organisation, sondern eine Irrlehre-Bewegung, die bereits im ersten Jahrhundert versuchte, in die Gemeinden einzudringen, und ganz besonders stark im zweiten Jahrhundert.

Schon im 1. Timotheus wird vor diesen Irrlehren gewarnt – können wir das kurz aufschlagen? 1. Timotheus 6, Vers 20.

„Bewahre das anvertraute Gut, indem du die unheiligen Lehren, Reden und Einwände der fälschlich sogenannten Erkenntnis meidest, zu der sich einige bekennen und vom Glauben abgeirrt sind. Die Gnade sei mit euch.“

Ja, und jetzt sieht man, diese sogenannte Erkenntnis oder sogenannte Kenntnis ist griechisch „Gnosis“, die sogenannte Gnosis.

Bereits da in den sechziger Jahren wird davor gewarnt, aber diese Bewegung wurde immer noch stärker.

Sie war stark beeinflusst von der Philosophie Platons. Platon sagte, das Göttliche sei das Höchste, aber unter Gott verstand er nicht das Gleiche wie der Gott der Bibel. Er sagte, alles hier unten auf der Erde, alles Materielle, sei minderwertig, auch das Körperliche sei minderwertig. Darum sei der Körper gewissermaßen ein Gefängnis der Seele. Wenn der Mensch stirbt, wird die Seele, der Geist, frei, um dann zu den höchsten Stufen hinaufzusteigen.

Er sagte also: Das Geistige oben ist das Höchste, und das Irdische, das Materielle, ist niedrig und minderwertig.

Diese Gedanken kamen ins Christentum hinein und führten dazu, dass solche Gnostiker lehrten, Jesus Christus sei nicht ein Mensch geworden mit Fleisch und Blut. Denn ein Körper mit Fleisch und Blut wäre ja etwas Minderwertiges. Stattdessen habe er einen Scheinkörper angenommen.

Damit leugneten sie die wahre Menschheit Jesu Christi.

Das Johannesevangelium war eine Kampfschrift gegen diese Gnostiker. Darum wird dort betont, Johannes 1, Vers 14: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, ein wirklicher Mensch.“

Der erste Johannesbrief beginnt damit: Was von Anfang an war, was wir gesehen und gehört haben, und dann wird sogar gesagt: Was wir mit unseren Händen betastet haben. Jesus Christus haben die Apostel sogar gespürt, dass er wirklich ein echter Mensch war, kein Scheinleib.

Denn das gehört zum Grundprinzip der Erlösung: Der Herr Jesus musste ein wirklicher Mensch werden, damit er für uns Menschen sterben konnte. Sonst wäre Erlösung gar nicht möglich gewesen.

Darum haben die Gnostiker das geleugnet, und das führte zu Richtungen, die sagten: Wichtig ist einfach, dass man geistig immer höher aufsteigt. Wie man lebt mit seinem Körper, das ist gar nicht so wichtig. Das sind zwei ganz getrennte Bereiche.

Dann haben sie auch ausschweifend leben können, das sei kein Problem. Wir sind ja im höheren geistigen Bereich, und das Ausschweifende hat mit dem Unglück zu tun, dass wir eben diesen Körper haben.

So sind solche Gedanken, die auch die christliche Moral zerstört haben, in die Gemeinde hineingekommen.

Der Herr sagt zu Ephesus: Aber das habe ich dir auch positiv anzurechnen, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, die auch ich hasse.

Aber wir werden gleich sehen, im nächsten Sendschreiben spricht der Herr in Vers 14 zu Pergamos etwas Ähnliches. Wer liest das?

Und jetzt hier merken wir den Unterschied, was da in Vers 15 von den Nikolaiten gesagt wird, merkt man den Unterschied zu Vers 6?

In Vers 6 ist von den Werken der Nikolaiten die Rede, in Vers 15 von der Lehre der Nikolaiten.

Was ist der Unterschied?

Da kann man etwas ganz Grundsätzliches gut verstehen: Die Werke der Nikolaiten sind einfach das, was sie so gemacht haben. Aber man hat da nicht so eine Theorie dahinter gesehen. Sie haben es einfach so gemacht.

Aber wir sehen, da war noch mehr: Hinter diesen Werken stand eine Theorie, die Lehre der Nikolaiten.

Und das ist wichtig: Eigentlich alles, was wir tun, hat letztlich eine Lehre dahinter. Aber oft wird das versucht zu vertuschen.

Ich weiß auch, was in der Schule passiert: Für die Schüler werden Yogakurse und Traumreisen angeboten. Sobald Eltern reklamieren und sagen, das wollen wir nicht, wird gesagt: Das hat nichts mit Hinduismus zu tun, das sind nur gymnastische Übungen, Werke, die die Kinder beruhigen.

Dann muss man sagen: Nein, nein, nein, hinter jedem Werk steht eine Lehre. Und das gilt auch hier.

Aber oft wird eine falsche Lehre den Leuten über die Praxis untergejubelt.

So sehen wir auch das Problem in den Gemeinden allgemein: Da kommen manchmal falsche Praktiken rein. Man macht es einfach so und realisiert gar nicht, was für eine Lehre dahintersteht.

Aber der Herr lobt Ephesus, dass sie bereits die Werke der Nikolaiten gemerkt haben, dass das falsch ist, und dass sie diese abgelehnt haben – wie auch der Herr.

Später werden wir bei Pergamos sehen, dort haben sie sogar der Lehre der Nikolaiten Einlass gewährt.

Und dann kommt in unserem Sendschreiben an Ephesus die Verheißung für die Überwinder.

Jedes Mal am Schluss des Sendschreibens kommt eine Verheißung für Überwinder.

Was wird hier gesagt?

„Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.“

Jawohl. Also jede Verheißung in den Sendschreiben ist eine andere, aber sie steht immer in einem besonderen Bezug zu dem, was gerade das Problem und das Thema in einem Sendschreiben war.

Hier haben wir die Verheißung, vom Baum des Lebens zu essen. Worauf weist der Baum des Lebens hin? Auf ewiges Leben.

Und damit weist das hin auf Jesus Christus. Denn er sagt ja in Johannes 14, Vers 6: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Er ist das Leben.

Vom Baum des Lebens zu essen im Paradies bedeutet, dass wir das, was von dem Herrn Jesus als Frucht ausgeht, genießen werden.

Ich warne diese Gemeinde, die erste Liebe verlassen hat, zurückzukehren und diese innige Gemeinschaft mit dem Herrn zu suchen.

Dann wird den Überwindern verheißen, dass sie in der Herrlichkeit einmal diese Früchte von dem Herrn Jesus, der der Baum des Lebens ist, in alle Ewigkeit genießen können.

Jemand wollte etwas fragen? Ja, bitte?

Das ist die Stelle in 1. Mose 3, Vers 24, nicht wahr? Also die Schnellform des Lebens. Ja, und schon in Kapitel 2.

Der Baum des Lebens, den Gott im Garten Eden gepflanzt hatte, war bereits ein bildlicher, symbolischer Hinweis auf Jesus Christus, der eben das Leben in Person ist.

Ja, noch etwas?

Dieses Überwinden bezieht sich in diesem Fall in Ephesus auf das Zurückgehen zur ersten Liebe, wie hieß es wieder? An die erste Stunde.

Ja, ganz genau. Es ist so, hier werden Gemeinden angesprochen, und es ist nicht so, dass die Bibel davon ausgeht, dass in jeder Gemeinde alle wiedergeboren sind.

Denn schon ganz früh haben sich Menschen eingeschlichen, die gar nicht bekehrt waren, aber man meinte, sie seien bekehrt.

Da sind wir schon in Galater 2, da sagt der Apostel Paulus, es war wegen der nebeneingekommenen falschen Brüder.

Den Ältesten von Ephesus sagt Paulus in Apostelgeschichte 20 in seiner Rede: Aus euch selbst werden Jünger aufstehen, die falsche Dinge reden werden. Und dann sagt er: Es werden verderbliche Wölfe zu euch hineinkommen.

Im Judasbrief ganz am Anfang wird gesagt, dass sich gewisse Menschen eingeschlichen haben.

So kann man nicht einfach behaupten, in Ephesus seien automatisch alle wiedergeboren. Das sollte so sein.

Aber diejenigen, die überwinden, erweisen sich als wirklich Wiedergeborene.

Denn derselbe Johannes, der die Offenbarung geschrieben hat, schreibt im ersten Johannesbrief Folgendes. Schlagen wir auf, Kapitel 5, Vers 4. Liest jemand vor?

„Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.“

Ja, also wichtig: Wir haben im Neuen Testament viele Stellen, die über Belohnung sprechen.

Die Gläubigen sind ja gerettet worden ohne Werke, nur durch Glauben an Jesus Christus.

Aber das Neue Testament lehrt: Wenn ein Mensch sich bekehrt hat und wiedergeboren ist, dann wird all das, was er in seinem Leben für Jesus Christus wirkt und sogar was er in seinen Gedanken an Gutem in Bezug auf Gott und den Herrn Jesus denkt, einmal Lohn bekommen vor dem Richterstuhl Christi, 2. Korinther 5, Vers 10.

So gibt es also für Werke nach der Bekehrung Lohn, und da wird es Unterschiede geben.

 1. Korinther 3 sagt von einem solchen, dessen Werke keinen Wert haben, keinen Bestand haben: Sie werden im Feuer verbrennen, doch er selbst wird gerettet werden, aber wie durchs Feuer.

In diesem Zusammenhang wird gesagt, er wird Schaden leiden.

An vielen Stellen wird davon gesprochen, wie Gott verschiedene Kronen gibt.

Das heißt genauer übersetzt: Siegeskränze.

Da wird gesprochen vom Siegeskranz der Gerechtigkeit, sagt Paulus in 2. Timotheus 4, Vers 7: „Fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, welchen der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem Tag geben wird – nicht allein mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.“

Dann wird gesprochen in Jakobus 1 über den Siegeskranz des Lebens für die, die in der Versuchung bestehen.

Und dann wird auch gesprochen über den unverwüstlichen Siegeskranz, den Hirten bekommen, nach 1. Korinther 9.

Und das ist nun nicht zu verwechseln, dieser Lohn mit dem, was der Herr sagt, den Überwindern.

Die Überwinder sind eben die Wiedergeborenen, und alle Wiedergeborenen bekommen diese Dinge, die der Herr hier verheißt.

„Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.“

Übrigens interessant: Nicht nur die meisten.

Es gibt ja manchmal Leute, die sagen, ein Wiedergeborener könne wieder in die Hölle kommen.

Aber diese Stelle sagt: Alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.

Es gibt Leute, da meint man, sie seien wiedergeboren.

Aber die Wiedergeborenen erreichen das Ziel.

Und in diesem Zusammenhang sagt der Herr: Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens.

Beachten wir, hier wird in der Einzahlform gesprochen. Also jeder Einzelne ist ganz persönlich angesprochen, eben diesen Zustand der Gemeinde zu überwinden und damit zu erweisen, dass er wirklich wiedergeboren ist.

Gut, dann gehen wir weiter zum nächsten Sendschreiben.

Noch eine Frage?

Der Baum steht im Paradies Gottes, also das heißt: In 1. Mose 3 wird das Paradies auf der Erde beschrieben, wo Adam und Eva waren.

Hier wird offensichtlich das göttliche Paradies beschrieben, im Himmel, das himmlische Paradies.

Der Herr Jesus sagt in Lukas 23 zum Mitgekreuzigten, der sich bekehrte: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

So ist es: Im Himmel gibt es ein himmlisches Paradies, und der Garten Eden war das irdische Abbild des himmlischen Urbildes.

So muss man das verstehen.

Ich habe noch eine Frage: Die Überwinder-Verheißung ist austauschbar, also jede Überwinder-Verheißung gilt auch für die Überwinder der anderen Gemeinden zusammen.

Aber die Verheißungen sind so ausgewählt, dass sie ein besonderer Ansporn sind für eine bestimmte Gemeinde mit bestimmten Problemen.

Hier steht das Essen vom Baum des Lebens in Verbindung mit dem Verlassen der ersten Liebe des Herrn.

Aber die Überwinder werden den Herrn einmal voll genießen können im Baum des Lebens.

Der Engel heißt Bote, und in allen Sendschreiben wird die Gesamtheit der Gemeinde angesprochen.

So wird die Gesamtheit der örtlichen Gemeinde als Gottes Bote in dieser Welt gesehen.

Es geht also nicht um eine Einzelperson.

Ja, gut, dann gehen wir weiter zum Sendschreiben an Smyrna.

Die Gemeinde von Smyrna: Verfolgung und Ermutigung

Was ist das Problem in Smyrna? Bedrängnis und Armut, also Verfolgung. Welche negativen Dinge werden über Smyrna gesagt? Das Schweigen ist positiv zu deuten, wenn es nichts Negatives zu sagen gibt. Es gibt keine Vorwürfe, nur Positives wird genannt. Dennoch geht es um Verfolgung.

Smyrna bedeutet auf Deutsch „Bitterkeit“. Diese Gemeinde erlebte eine lokale Verfolgung in der Zeit von Kaiser Domitian. Auch Johannes litt unter Verfolgung, er war ja als Verbannter auf der Insel Patmos. In dieser Zeit gab es keine allgemeine Verfolgung im gesamten Römischen Reich.

Historisch können wir sagen, dass es ab Nero eine große Christenverfolgung gab. Nero ließ den Apostel Petrus um 66 oder 67 n. Chr. kreuzigen, gerade nachdem dieser den zweiten Petrusbrief geschrieben hatte. Derselbe Nero ließ Paulus um etwa 66 n. Chr. köpfen, kurz nachdem Paulus den zweiten Timotheusbrief verfasst hatte. Diese Christenverfolgung war zwar groß, aber regional begrenzt und nicht im gesamten Römischen Reich verbreitet.

Unter neun weiteren Kaisern gab es bis zum Jahr 311 immer wieder Verfolgungswellen. Die schrecklichste war die unter Diokletian. Diese dauerte zehn Jahre und erstreckte sich über das gesamte Römische Reich. Diokletian versuchte sogar, die Bibel zu vernichten, indem er massenweise Bibelhandschriften zerstörte.

Interessant ist, dass Smyrna eine solche Drangsal durchmachte und damit gewissermaßen zum Prototyp für alle Christenverfolgungen vom ersten bis zum Anfang des vierten Jahrhunderts wurde.

Was sagt der Herr, wie lange sie Drangsal haben werden? Zehn Tage. Hier können wir eine interessante Parallele zu den zehn Verfolgungen, den zehn Wellen der Verfolgung im Römischen Reich, sehen.

Wie stellt sich der Herr hier vor? Als der Erste, der Letzte, der Grundfeste und der Lebendige. Warum genau hier? In Ephesus und Pergamos stellte er sich nicht so vor. Hier tut er es, um die Gemeinde zu ermutigen.

Und was ist die Ermutigung? Sie bezieht sich auf die Verfolgung. Der Herr selbst hat gelitten, und zwar bis zum Letzten, bis zum Tod. Jedes Mal, wenn der Herr sich bei jedem Sendschreiben vorstellt, entspricht seine Vorstellung einem besonderen Bezug zu den Problemen der Gemeinden.

Der Herr macht ihnen Mut: Sie sollen treu sein bis in den Tod. Und dann werden sie eine Belohnung erhalten – den Siegeskranz des Lebens.

Jetzt gibt es einen solchen Siegeskranz als Belohnung. Man könnte sagen: „Oh, wenn ich nicht Märtyrer werde, dann werde ich niemals eine solche Siegeskrone des Lebens bekommen.“ Wer hat eine Ermutigung für diejenigen, die nicht sterben?

Die Überwinderverheißung kommt erst später, vermutlich ab Vers 11. Hier geht es noch um die Belohnungsverheißung, die davor steht. Wir sind alle in Jesus gestorben. Bekommen wir deswegen den Siegeskranz des Lebens? Seid treu, treu bis in den Tod, heißt es. Aber was, wenn wir nicht sterben? Bedeutet das, dass wir nicht treu bis zum Martyrium sein müssen?

 Jakobus 1 gibt eine Ermutigung. Schlagen wir mal auf, Vers 12: „Glückselig ist der Mann, der die Versuchung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.“

Das ist eine Antwort. Es ist nicht die Bedingung, dass es bis zum Tod gehen muss, sondern es geht darum, überhaupt Druck und Versuchungen auszuhalten und darin bewährt zu werden. Schließlich wird der Herr den Siegeskranz des Lebens geben.

Überhaupt bekommen diejenigen den Kranz, die den Herrn lieben. Die Liebe zum Herrn hilft uns, Versuchung und Verführung in dieser Welt zu überwinden. Auch diejenigen, die nicht Märtyrer werden, können einmal diesen Kranz erhalten.

Dabei geht es um die praktische Treue des Gläubigen – ob man die Krone des Lebens bekommen wird oder nicht.

Dann folgt die Überwinderverheißung. Was beinhaltet sie? Wer überwindet, wird keinen Schaden vom zweiten Tod erleiden.

Was ist das für eine Verheißung? Was bedeutet ewiger Tod oder ewige Auslöschung? Wo steht das? In Offenbarung 20,14 wird gesagt: „Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee.“

Tod bedeutet immer Trennung. Der geistliche Tod bedeutet, dass wir in unserem Leben praktisch von Gott getrennt sind und keine Gemeinschaft mit ihm haben. Darum steht in Epheser 2, dass die Epheser vor ihrer Bekehrung „tot in Sünden und Vergehungen“ waren. Natürlich waren sie im sündigen Leben lebendig, aber für Gott waren sie tot, ohne Gemeinschaft mit ihm.

Der körperliche Tod ist die Trennung von Körper, Geist und Seele. Der ewige Tod ist die ewige Trennung von Gott.

Nun sagt der Herr: Wenn sie euch ermorden und ihr Märtyrer werdet, dürft ihr wissen, dass der zweite Tod, also die ewige Verdammnis, euch nie antasten wird. Euch steht fest, dass ihr ewiges Leben habt.

Nun gehen wir weiter zu Pergamos.

Die Gemeinde von Pergamos: Wohnort des Satans und geistliche Herausforderungen

Ich habe da noch eine Frage: Der zweite Teil von Vers 9 macht mir noch zu schaffen. Und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans – was bedeutet das jetzt konkret?

Das bedeutet also konkret: Damals gab es im ersten Jahrhundert eine starke Verfolgung von Seiten des Judentums. Der Herr Jesus sagt, sie meinen zwar, sie hätten die Wahrheit und stünden auf der Seite der Wahrheit, und verfolgen euch. Aber in Wirklichkeit sind sie in ihrem Hass an den Messias Glaubenden eine Synagoge, die von Satan getrieben ist.

Das war übrigens auch die Zeit am Ende des ersten Jahrhunderts, als das Zehnbittengebet im Judentum zu den wichtigsten Gebeten gehörte. In diesem Gebet wurde ein spezieller Fluch eingefügt gegen die Irrlehrer, und dieser Fluch richtete sich ganz speziell gegen die Christen. Das wird bis zum heutigen Tag praktiziert.

So muss man das verstehen: Diese Verfolgung von einem Judentum, das den Messias verworfen hatte, ist das harte Urteil des Herrn. Aber man darf nicht vergessen, dass Johannes, der das geschrieben hat, selbst Jude war. Das ist also keine Stelle, die Juden als Juden angreift, sondern es geht um diejenigen, die den Messias verwerfen und sogar die an den Messias Glaubenden verfolgen.

Weitere Fragen? Gut, dann gehen wir in den letzten paar Minuten weiter zum dritten Sendschreiben an Pergamos. Ganz interessant ist Vers 13. Was stellt der Herr zuerst fest? Er weiß, wo diese Gemeinde wohnt – natürlich in Pergamos. Aber was sagt der Herr da in Vers 13? Sie wohnen dort, wo der Thron des Satans ist.

Wo ist dieser Thron des Satans aus Pergamos jetzt? In Berlin. Ja, das Pergamon-Museum heißt so, weil man den Zeus-Hochaltar aus Pergamos nach Berlin transportiert und dort wieder aufgebaut hat. Wenn man das Pergamon-Museum betritt, sieht man gleich diesen riesigen Hochaltar voller Götter aus der griechischen Mythologie. Dort wurde der höchste Gott der Griechen, Zeus, verehrt.

Es gab viele verschiedene Tempel in Pergamos, aber dieser Hochaltar war dem höchsten Gott geweiht. 1. Korinther 10 erklärt, dass das, was die Heiden ihren Göttern opfern, sie nicht Gott opfern, sondern den Dämonen. Das heißt, Satan und die mit ihm gefallenen Engel, die Dämonen, wollen sich verehren lassen, als wären sie Gott.

Hinter all den Götzenbildern der Religion dieser Welt verbergen sich diese finsteren Mächte. Hinter dem höchsten Gott verbirgt sich eben der oberste der Dämonen, das ist Satan. Darum war dieser Hochaltar offensichtlich der Thron des Satans. Und dieser wurde nach Berlin gebracht und dort aufgebaut – in der Zeit Hitlers. Das ist schockierend, daran zu denken.

In dieser Zeit kam die Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten. Ich habe sogar von einem Bruder gehört, der aus dieser Zeit berichtete, dass Hitler dort bei diesem Hochaltar eine ganz spezielle Rede gehalten habe. Kann das jemand von euch bestätigen, der das auch schon gehört hat? Gut, dann brauche ich noch mehr Zeugen. Das habe ich erst vor kurzem gehört.

Der Herr sagt: Ich weiß, wo du wohnst – wo der Thron des Satans ist. Nun, wir könnten sagen: Ja, natürlich, wir Christen sind in dieser Welt, und der Teufel ist der Fürst dieser Welt (Johannes 12,31). Aber das hat eine besondere Bedeutung, denn wir werden gleich sehen, dass das dritte Sendschreiben auf die Zeit nach den Verfolgungen hinweist.

Smyrna steht für die zehn Tage, die Christenverfolgung darstellen. Dann kam die konstantinische Wende. Es schien, als ob das römische Reich, das ständig gegen das Christentum war, jetzt selbst christlich wurde. Konstantin übernahm sogar die Führung der Kirche. In dieser Zeit entstand die Idee, dass Christus die Herrschaft über diese Welt ergreift.

Nun bricht das tausendjährige Reich gewissermaßen an, wie es in Offenbarung 20 beschrieben ist. Christus regiert durch seine Kirche. Viele Christen stiegen zu hohen Ämtern im römischen Reich auf und konnten plötzlich verfügen und walten. Staat und Kirche wurden miteinander vereint – obwohl das nicht zusammengehört.

Die Trennung von Staat und Kirche ist keine Erfindung der Aufklärungszeit. Man muss das immer wieder betonen, wenn Kinder nach Hause kommen und Geschichte lernen. Sie lernen oft, die Aufklärer hätten diese Trennung eingeführt. Das stimmt nicht. Es ist ein biblischer Grundsatz.

Der Herr Jesus hat gesagt: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Er selbst sagte zu Pilatus: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. In Johannes 17 sagt Jesus über die Gläubigen: Sie sind in der Welt, aber nicht von der Welt.

Es war nie Gottes Wille, dass Kirche und Staat miteinander vereint werden. Nun sehen wir, wie sich der Herr Jesus hier vorstellt – in Vers 12 von Pergamos. Was kann man mit einem scharfen zweischneidigen Schwert tun? Man kann Dinge trennen.

Damit meint der Herr das zweischneidige Schwert, das Wort Gottes, wie es in Hebräer 4,12 beschrieben ist: Das Wort Gottes ist lebendig, wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Der Herr Jesus trennt, was nicht zusammengehört.

Er sagt: Ich weiß, wo du wohnst – wo der Thron des Satans ist. Da liegt bereits ein Vorwurf. Er sagt nicht: „Ich weiß, wo du bist“, sondern „Ich weiß, wo du wohnst“. Beim weiteren Lesen der Offenbarung sehen wir, dass dieser Ausdruck typisch ist für die Gottlosen: „Von denen, die auf der Erde wohnen.“

Das sind die, die hier zu Hause sind. Es gibt für sie gar nichts anderes. Die Atheisten haben in der vergangenen Zeit viele Busse fahren lassen, auf denen steht, dass es höchstwahrscheinlich keinen Gott gibt und man das Leben genießen soll.

Das Leben genießen kann man aber nur, wenn man Dinge tut, die Gott verbietet. Die Praxis zeigt jedoch, dass man sich genau dann selbst kaputtmacht, wenn man diese Dinge tut, die Gott verbietet. Nur nebenbei: Für sie gibt es nur das Hier und Jetzt. Da wohnen sie, da sind sie zu Hause.

Aber die Erlösten, nach Philipper 3,20, haben ihr Bürgerrecht im Himmel. Und Jesus sagt der Gemeinde: Ich weiß, wo du wohnst, wo du zu Hause bist – hier auf dieser Erde. Das ist der Ort, wo man herrscht, und die Gemeinde ist jetzt hier zu Hause. Da, wo der Thron des Satans ist.

Man merkt: „Oh nein, das stimmt überhaupt nicht.“ Das hat dazu geführt, dass im Mittelalter die Kirche alle Macht an sich gerissen hat und sogar über die Könige herrschte. Könige wurden eingesetzt und wieder abgesetzt – alles aus diesem Irrtum heraus.

Der Herr sagt: Ich habe das scharfe zweischneidige Schwert, und das gehört nicht zusammen. Heute fallen viele evangelikale Kirchen wieder genau auf denselben Irrtum herein. Seit einigen Jahrzehnten gibt es Leute, die eine Transformation aller evangelikalen Gemeinden weltweit vorbereiten – auf verschiedenen Ebenen.

Eine davon ist: Wir müssen die Gemeinden dazu bringen, ihren sozialen Auftrag in dieser Welt zu sehen. Wir müssen mitkämpfen, und es wird sogar gesagt, in Zusammenarbeit mit der UNO, dass wir dafür kämpfen müssen, AIDS zu reduzieren, Armut zu bekämpfen usw. Diese Welt soll allmählich in das Reich Christi verwandelt werden, sodass Christus hier herrschen kann.

Aber die Offenbarung sagt uns genau das Gegenteil: Es wird immer mehr zu einem Abfall kommen. Dann wird Jesus Christus kommen, diese Welt richten, und erst dann wird das tausendjährige Reich aufgerichtet.

Man fällt heute also wieder auf denselben Irrtum herein, in den die Kirche im vierten Jahrhundert gefallen ist. Daraus wurde die katholische Kirche als Machtsystem in dieser Welt, und das christliche Zeugnis wurde in Schande hineingezogen.

Es ist fast nicht zu glauben, dass man das Gleiche jetzt wieder versucht. Darum ist es auch so wichtig, dass wir die biblische Prophetie verstehen. Wenn wir verstehen, dass die Welt nicht allmählich besser wird und Christus nicht immer mehr durch die Gemeinde regiert, dass Armut nicht zurückgeht und AIDS nicht immer mehr bekämpft wird, sondern dass es einen Abfall gibt, das Gericht und erst dann das tausendjährige Reich, dann können wir uns davor schützen.

Deshalb bekämpfen solche Leute auch diese prophetische Sicht, wie wir sie in der Offenbarung studieren, weil sie genau wissen: Wenn wir diese Sicht festhalten, können sie uns nicht transformieren.

Ich will nur zeigen, dass dieses Sendschreiben an Pergamos hochaktuell für uns heute ist, auch wenn es prophetisch speziell auf diese Zeit hinweist – auf diese dritte Epoche nach der Christenverfolgung, dann der Griff zur Macht.

Jetzt fahren wir dort weiter. Der Herr hat nämlich auch etwas Positives zu sagen: „Und du hältst fest an meinem Namen und hast meinen Glauben nicht verleugnet.“ In der gleichen Zeit tobte nämlich ein Krieg auf lehrmäßiger Ebene.

Es gab viele, die sagten, Jesus Christus sei gar nicht Gott oder Jesus Christus sei kein richtiger Mensch gewesen. Es gab allerlei Irrlehren über Jesus Christus. Schließlich, und das war ein Wunder, hat das Konzil von Nicäa entschieden, dass Jesus Christus wirklich Gott ist und dem Vater gleich.

Obwohl die Kirche moralisch in einem schlechten Zustand war, war es ein Wunder, dass die Wahrheit gesiegt hat. Denn es ist nicht erst damals erfunden worden, dass Jesus Christus Gott ist, sondern so steht es in der Bibel.

Solche Personen, die die biblische Wahrheit festgehalten haben, konnten sie schließlich als offizielle Lehre auf den Leuchter stellen. Darum haben wir hier das: „Ich weiß, wo der Thron des Satans ist“, aber dann auch das Lob: „Du hältst fest an meinem Namen.“

Ja, da fahren wir beim nächsten Mal, wenn wir die Offenbarung behandeln, weiter.

Wir wollen noch zusammen beten:

Herr Jesus, wir danken dir, dass dein Wort so kraftvoll, klar und deutlich ist und uns hilft, uns in dieser Zeit zurechtzufinden. Wir danken dir auch für all die Hinweise auf dich, deine Person, deine Herrlichkeit und deine Größe.

Wir bitten dich für uns alle, dass du uns Gnade schenkst, dir den ersten Platz im Leben zu geben, dass nichts diesen Platz streitig macht, dass dein Name durch unser Leben erhoben wird und wir so ein deutliches Licht in dieser dunklen Welt verbreiten können. Amen.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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