Liebe Freunde, Papi, Mami und Susi sitzen am ersten Weihnachtsfeiertag am Frühstückstisch. Da fällt dem Kleinen irgendwie die Semmel auf den Tisch, und er sagt ganz laut „Scheiße“.
Die Eltern sind schockiert, denn sie haben dieses Wort von ihrer Tochter noch nie gehört. Der Vater fragt empört: „Wo hast du das denn nur wieder her?“
Darauf antwortet die Kleine: „Vom Christkind.“
Der Vater fragt erstaunt: „Was? Wieso vom Christkind?“
Die Kleine erklärt: „Als das Christkind gestern Abend in mein Zimmer gekommen ist und die Geschenke hingelegt hat, war es bei mir ganz dunkel. Da hat das Christkind sich am Stuhl gestoßen und ganz laut ‚Scheiße‘ gesagt.“
Die unerwartete Seite des Christkinds
Wenn ich euch hier einen Witz erzähle, dann natürlich, damit es etwas zu lachen gibt. Aber wenn ihr später über die Witze nachdenkt, werdet ihr merken, dass die meisten davon oft hintergründig sind und eine tiefere Bedeutung haben.
Zum Beispiel steckt in dem Witz, den ich gerade erzählt habe, auch eine tiefere Bedeutung: Christkind sein ist eine harte Angelegenheit. Denn dort, wo das Christkind zum ersten Mal angekommen ist, war es nicht nur dunkel, sondern auch kalt, ungemütlich und eng – besonders hart also.
Das Bett, in das man das Kind gelegt hat, war keine bequeme Hollywood-Schaukel. Es war eine Futterkrippe, also eine Mulde aus hartem Holz oder vielleicht Stein, aus der die Kühe fressen.
Jesus, als er geboren wurde und in dieses Leben kam, hatte es nicht gerade bequem. Ihm ging es nicht gut. Sein Leben war hart – von der Krippe bis zum Kreuz, von der Geburt bis zum Tod.
Aber wir haben es gut, wenn wir Jesus in unser Leben lassen. Das bedeutet nicht, dass wir dann ein Leben ohne Schwierigkeiten haben. Aber wir haben jemanden, der uns hilft, mit den Härten des Lebens fertigzuwerden.
Deshalb rate ich dir: Lass Jesus in dein Leben kommen. Weihnachten wird bei dir nicht dadurch, dass du deine Engelbrigade auf drei ungleichen Fernsehern aufstellst, die elektrische Christbaumbeleuchtung einschaltest und den ganzen Weihnachtskrempel vom Boden in deine Wohnung holst.
Weihnachten wird es, wenn du Jesus in dein Leben einlädst.
Weihnachten jenseits von Dekoration und Tradition
Wir haben zu Hause in der Küche so einen kleinen Kalender hängen. Es ist kein frommer Kalender, wie man ihn hinten auf dem Büchertisch findet, sondern ein ganz normaler, weltlicher kleiner Kalender. Auf der Rückseite sind immer Rezepte, Aussprüche großer Männer und Gedichte.
In der Weihnachtszeit habe ich dort folgendes Gedicht gefunden:
Sei uns gegrüßt, du Weihnachtsfest,
wir feiern dich in Ost und West,
die Äste sich verzweigen,
und über Deutschland hoch im Raum
wölbt sich der Völkerfriedensbaum
und glänzt im Sternenreigen.
Ich habe die ganze Zeit versucht, mir vorzustellen, was das für ein seltsamer Apparat ist – ein Völkerbaum, ein Friedensbaum, der sich da am Himmel wölbt.
Ich kann es einfach nicht fassen. Ganz abgesehen davon, dass dieses Gedicht der übelste Kitsch ist, den man sich vorstellen kann, konnte ich trotzdem etwas daraus lernen. Nämlich: Wer von Weihnachten redet und dabei Gott weglässt, der produziert nur noch leeres Gerede.
Wer also Gott, die Hauptsache, weglässt, ist wie jemand, der dir etwas zu trinken anbietet, indem er dir einen leeren Becher hinhält. Du versuchst, dem Becher auf den Grund zu schauen, aber es kommt nichts heraus. Du fragst dich: Was soll das Ganze? Was soll ich mit einem leeren Becher, wenn ich Durst habe? Was soll ich mit einem Baum hoch im Raum, wenn Weihnachten ist?
Natürlich, wer zu Weihnachten Gott weglässt, dem bleibt am Ende nichts anderes übrig, als sich in das Geäst von irgendwelchen Bäumen zu flüchten, die sich hoch im Raum wölben. Aber wer Weihnachten und Gott zusammen denkt, der braucht solche abstrakten Höhenflüge nicht.
Denn der springende Punkt an Weihnachten ist doch, dass der Ort der Handlung von der Höhe in die Tiefe verlegt worden ist: aus dem Himmel auf die Erde, aus dem Raum Gottes in den Lebensraum der Menschen.
Wer jetzt versucht, hoch in den Raum zu entschweben, der versucht, das Rad der Geschichte rückwärts zu drehen – seit Gott seinen Fuß auf diese Erde gesetzt hat.
In Israel, in Bethlehem, wo sie keinen Raum in der Herberge hatten. Dort können wir nicht mehr in irgendwelche abstrakten Räume flüchten, sondern wir müssen uns mit dieser konkreten Erde beschäftigen.
Denn zu Weihnachten ist Gott konkret geworden. Er wurde in eine Krippe gelegt, konnte ans Kreuz genagelt werden und ins Grab gelegt werden. Dieser Mensch hieß Jesus – und das ist der Mann, dessen Geburtstag zu Weihnachten gefeiert wird und von dem wir jetzt reden müssen.
Jesus – mehr als ein Kind in der Krippe
Und nun habe ich es satt, jedes Jahr zu Weihnachten so zu tun, als ob Jesus noch das kleine Wickelkind wäre. Ich habe es schon immer ekelhaft gefunden, wenn Leute über irgendeinen großen Menschen dieser Welt ein Buch schreiben – zum Beispiel über Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe – und dann in den ersten Kapiteln erzählen, wie der kleine Wolfgang noch zur Schule ging. Was heißt denn hier „der kleine Wolfgang“? Ich finde diese kumpelhafte Art gegenüber solchen Größen einfach richtig blöd.
Es ödet mich wirklich an, dass wir zu Weihnachten dauernd hören, irgendetwas von einem Jesulein. Er ist doch kein Säugling mehr, er liegt nicht mehr im Stall, im Kuhstall bei Ochs und Eselein, in so einem Krippelein. Nein, er liegt nicht mehr in der Krippe, und er hängt nicht mehr am Kreuz. Er liegt nicht mehr im Grab, sondern er ist auferstanden. Er steht heute vor dir und stellt dich vor die Entscheidung, ob du ihn als den Herrn deines Lebens anerkennen willst.
Ich habe es satt, jedes Jahr zu Weihnachten so zu tun, als ob diese Geburtstagsfeier eine harmlose Angelegenheit wäre. Es gibt ein uraltes Weihnachtslied in unserem Gesangbuch – ich nehme an, es stammt aus dem Mittelalter – da heißt es: „Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, muss vorher mit ihm leiden, große Pein und Marter viel.“ Und ich fürchte, das haben viele ganz vergessen.
Die große Party wollen alle, aber die Pein? Vielen ist das schon peinlich, wenn überhaupt mal herauskommt, dass sie sich zur Kirche halten und zur Kirche gehören. Du kannst doch nicht zur Geburtstagsparty von Jesus gehen und sonst so tun, als ob du mit ihm nichts zu tun hättest. Du kannst doch nicht den heiligen Knaben im lockigen Haar anerkennen und den geschmähten Mann mit der Dornenkrone ablehnen.
Das ist doch jedes Mal derselbe. Jesus ist doch nicht teilbar. Und jedes Mal, wenn von Jesus die Rede ist – ob nun zu seinem Geburtstag oder zu seinem Sterbetag –, da stehst du jedes Mal vor der gleichen Frage: Willst du ihn als den Herrn deines Lebens anerkennen? Es geht immer um diese Entscheidung.
Eine Entscheidung für Jesus hat immer Konsequenzen. Und die Konsequenzen einer solchen Entscheidung sind nicht immer leicht und harmlos. Dir kann zum Beispiel passieren, dass du dich völlig außerhalb unserer Gesellschaft stellst, wenn du für die Ärmsten und Gefährdetsten dieser Gesellschaft eintrittst – nämlich für die ungeborenen Kinder.
Weihnachten ist ja nicht nur ein Anlass, mal ein paar Räucherkerzen anzubrennen. Weihnachten ist auch ein Anlass, sich den Mund zu verbrennen. Und deswegen sage ich: Das ist keine harmlose Angelegenheit.
Weihnachten als Herausforderung und Auftrag
Ich habe es satt, immer zu Weihnachten alle Jahre wieder so zu tun, als ob alles in Butter wäre und wir die Väter bloß feiern, damit wir in unseren Butterstollen mampfen können.
Na klar futtern wir zu Weihnachten etwas anderes als Bratkartoffeln und trinken etwas Besseres als Cola mit Schuss. Wir haben da einen Grund zum Feiern: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden. Das ist ja das erfreulichste Ereignis der ganzen Weltgeschichte.
Wir dürfen bloß nicht vergessen, warum er Mensch geworden ist, nämlich um unsere verlorene Welt zu retten. Ihr kennt ja alle das Weihnachtslied „Oh du fröhliche“. Da heißt es an einer Stelle: „Welt ging verloren“. Und dieser Satz stimmt immer noch. Er stimmt heute mehr als je zuvor. Noch nie war unsere Welt so kaputt wie heute.
Oder gehörst du auch zu den Naiven, die sagen, so kaputt ist ja nun auch nicht, so schlimm ist es ja nun auch nicht? Es ist zwar manches in der Welt nicht okay, aber im Großen und Ganzen läuft doch alles ganz gut. Wir leben doch im Zeitalter des Fortschritts unter Menschenrechten.
Sagtest du Menschenrechte? Fast genau auf den heutigen Tag vor 49 Jahren, also am 10. Dezember 1948, haben die Völker dieser Erde in der UNO die Erklärung der Menschenrechte niedergeschrieben. Auf Papier, das haben sie beschlossen.
Aber bis zum heutigen Tage gibt es immer noch Tyrannen, die um ihrer machtpolitischen Ziele willen die Interessen ihrer Völker mit Füßen treten, so wie damals der Kaiser Augustus. Bis zum heutigen Tage gibt es Millionen Menschen, die als Flüchtlinge in der Welt hin und her geschubst werden, heimatlos und rechtlos – so wie damals Maria und Joseph.
Bis heute gibt es Millionen Menschen, die wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer sozialen Stellung verachtet werden, genauso wie damals die Hirten. Es gibt bis zum heutigen Tage in unserer Welt über hundert Staaten in unserer Völkergemeinschaft, die Folter anwenden.
Gott allein weiß, wie viele Hunderttausende heute Abend unschuldig in Gefängnissen, Kellern, Menschenkäfigen und Kliniken sitzen – weil sie es gewagt haben, ihren Kopf zum Denken und ihren Mund zum Reden zu benutzen, weil sie von dem Recht des Menschen zur freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht haben.
Und was den so viel gepriesenen Fortschritt betrifft: Ja, Freunde, den gibt es doch bloß für ein paar Leute auf der Erde, die das Riesenglück gehabt haben, mit einer weißen Hautfarbe und an einem Platz der Welt geboren zu werden, wo der Reichtum herrscht – also wie wir zum Beispiel. Für den Rest der Menschheit ist das Wort Fortschritt nichts weiter als ein Traum, ein ferner Traum.
In einem Dokument der UNO habe ich gelesen: Zwei Drittel aller Männer, Frauen und Kinder auf der Erde verbringen ihr Leben inmitten von Schmutz, Nahrungsmangel, Krankheit, Hunger, Unwissenheit und vorzeitigem Tod.
Das sieht im Einzelnen ungefähr so aus: Es gibt drei Milliarden Menschen, die haben noch nie etwas von Jesus gehört, sie leben noch in der Finsternis des Aberglaubens, sie wissen noch gar nicht, dass es einen Erlöser gibt.
Ein Riesenteil der Menschheit ist unterernährt. Millionen Menschen hungern. Jedes Jahr sterben alleine 50 Millionen Menschen an den Folgen des Hungers. Die Analphabeten auf der Welt nehmen sogar noch zu, statt dass sie abnehmen. Zum Beispiel in Europa, in Deutschland jedenfalls, nehmen die Analphabeten zu. Es gibt viele Menschen, die bis heute noch nicht lesen können.
In der Landwirtschaft erarbeiten viele Millionen Menschen noch genauso mit Hacke und Holzpflug, genau wie vor 2000 Jahren, zu der Zeit, als Jesus geboren worden ist. Da hat sich überhaupt nichts geändert. So sieht der Fortschritt der Menschheit aus.
Das habt ihr wohl noch gar nicht gewusst. Na, Hauptsache ihr wisst, wo es die billigsten Jeans zu kaufen gibt. Hauptsache, ihr habt euren Weihnachtskrempel zusammen. Wie die Welt aussieht, ist ja uninteressant.
Und seht ihr, genau das ist der Unterschied zwischen Gott und Mensch: Gott ist das eben nicht egal, wie es bei uns aussieht und wie es bei uns zugeht. Gott hätte ja sagen können: Ich habe euch gleich gesagt, wie ihr leben sollt, ihr habt es ja nicht glauben wollen, nun müsst ihr sehen, wie ihr zurechtkommt, dann macht ihr euren Kram alleine.
Das sagt Gott aber nicht, sondern er sagt: Ich sehe, ihr kommt ohne mich nicht zurecht. Und ich kann es gar nicht mit ansehen, wie ihr euch und eure Welt durch die Sünde kaputt macht.
Da hat Gott gesagt: Na gut, dann komme ich zu euch. Ich zeige euch jetzt einen Weg, wie ihr aus eurem Elend herauskommt, wie eure Welt und wie euer Leben wieder zum Frieden kommen kann.
Und da ist Gott also gekommen – in der Gestalt eines Kindes, also eines Judenkindes. In elenden Verhältnissen, unterwegs auf der Flucht geboren, schreiendes Bündel Mensch auf einer Handvoll Stroh, am Schluss ein schreiendes Bündel Mensch, mit den Händen roh an ein Holzkreuz genagelt.
Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes
Und die Frage ist: Warum das alles? Warum dieses elende Sterben, warum dieses harte Leben, warum diese armselige Geburt? Warum wurde Gott ein Mensch?
An dieser Stelle der Predigt musste ich lange pausieren, weil ich nicht wusste, wie ich das erklären soll. Dann habe ich gemerkt: Ich kann es gar nicht erklären. Diese Art von Predigt ist der unmögliche Versuch, etwas zu erklären, das man gar nicht erklären kann – dass Gott, der Herrscher des Universums, ein Kind wird. Das ist nicht zu erklären, das ist nicht zu verstehen. Ich verstehe es nicht, und ich kann es dir deshalb auch nicht erklären. Ich kann es dir nur sagen. Und ich kann es für mich nur anerkennen, annehmen und anbeten.
Das Einzige, was ich als eine Art Erklärung sagen kann, ist: Gott hat dich lieb. Er handelt aus Liebe, Mensch, er hat dich lieb, und deshalb kommt er zu dir. Und du fragst mich wieder: Warum hat er mich lieb? Tja, ich weiß es nicht, er liebt dich eben. Ich kann keinen Grund nennen, warum Gott mich lieb haben sollte. Was ist denn an dir, dass Gott dich lieb haben müsste oder könnte?
Also, ich könnte eher eine ganze Menge Gründe nennen, warum Gott uns nicht lieb haben kann. Aber ich erfahre aus der Bibel, dass er uns lieb hat, dass er verrückt ist vor Liebe nach uns. Er kommt aus dem Himmel zu uns und möchte deine Nähe.
Deshalb ist die Frage, warum er mich liebt, die gleiche wie: Wozu stellst du dich überhaupt, wenn dir jemand sagt: „Ich liebe dich“? Du fragst doch auch nicht „Warum?“. Entweder ist es dir egal, oder du stürzt dich dem anderen an die Brust und sagst: „Ja, ich dich auch!“
Und heute Abend macht Gott dir eine Liebeserklärung. Und wie jeder Liebende wartet er auf deine Reaktion, nämlich dass du ihm dein Ja-Wort gibst.
Gott liebt uns so sehr, dass er das Beste gegeben hat, was er hat: seinen Sohn. So steht es in der Bibel, im Johannes-Evangelium Kapitel 3 Vers 16: „So sehr hat Gott diese Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
Am Anfang von allem steht Gottes unbegründbare und unergründliche Liebe. Und du hast das Riesenglück, heute von diesem Liebesangebot zu erfahren.
Die weltweite Aufgabe der Kirche
Es gibt, wie ich bereits erwähnt habe, drei Milliarden Menschen, die dieses Glück noch nie gehabt haben und die überhaupt noch nicht wissen, dass es einen Erlöser gibt. Ich habe gelesen, dass es auf unserer Erde sogar Völkerstämme gibt, die bis heute noch gar nicht erforscht worden sind und deren Sprache man ebenfalls noch nicht erforscht hat.
Wie es auf dem Mond aussieht, wissen wir inzwischen ziemlich gut. Doch wir kennen nicht einmal alle Menschen, die auf dieser Erde leben. Dabei hat doch jeder Mensch auf dieser Erde das Recht, zu erfahren, dass es einen Erlöser gibt. Das ist das oberste aller Menschenrechte.
Das steht zwar nicht in der Erklärung der Menschenrechte, aber in der Erklärung, die Gott abgegeben hat, damals, als Jesus geboren wurde, auf dem Hirtenfeld. Dort heißt es: Die Hirten sagen zu den Menschen: „Wir verkündigen euch große Freude, die allen Völkern widerfahren wird. Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“
Christus, der Retter, ist da. Das muss jeder wissen, das muss jedem gesagt werden. Das ist die Aufgabe der Kirche. Die Hauptaufgabe der Kirche ist die Weltmission, die Evangelisierung aller Menschen. Alle Menschen sollen erfahren, dass es für jeden auf dieser Erde die Chance auf ein neues Leben gibt.
Dich rettet nicht diese Welt – weder der Kapitalismus noch der Kommunismus. Dich rettet weder Buddha noch Krishna, noch Allah, der Papst, Karl Marx oder irgendjemand anderes. Der Einzige, der dir deine Sünden abnehmen kann und dir ein neues Leben geben kann, heißt Jesus.
Gott gab seinen Sohn, damit alle, die an ihn glauben, an Jesus glauben, nicht verloren werden. Du bist ohne Jesus verloren, und das gilt auch, wenn du noch so ein lieber Mensch bist. Wir sind ohne Jesus verloren. Diese harte Wahrheit muss auch zu Weihnachten gesagt werden.
Im Gegenteil, diese harte Wahrheit ist der Grund, warum es Weihnachten überhaupt gibt. Warum das ganze Fest stattfindet. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Seit Jesus in die Welt kam, muss niemand mehr verloren gehen.
So sehr hat Gott diese Welt geliebt, dass er seinen Sohn gegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.
Die Entscheidung für Jesus als Lebensherr
Das geht also zu Weihnachten um die Entscheidungsfrage: Glaubst du an ihn? Glauben heißt hier: Glaubst du an ihn?
Ich meine damit nicht, ob du glaubst, dass Jesus damals in Bethlehem geboren wurde und in Jerusalem gestorben ist. Das glauben auch die Teufel und zittern. Das bloße Verwahren historischer Tatsachen ist noch kein lebendiger Glaube.
Gerettet bist du nicht, wenn du glaubst, dass das alles irgendwann mal geschehen ist, sondern wenn du glaubst, dass es für dich geschehen ist. Er ist für dich geboren, er ist für dich gestorben. Wenn du so glaubst, dann bist du gerettet und hast Frieden.
Ich habe es satt, alle Jahre wieder zu Weihnachten die Zeit aufzuschlagen und solche halben Sätze zu lesen. „Friede auf Erden“ ist ja kein falscher Satz, das steht ja in der Bibel. Es ist nur die Hälfte. Der ganze Satz lautet doch: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.“
Ich kann doch nicht die Voraussetzung verneinen und die Folgen bejahen. Ich kann doch nicht „Ehre sei Gott in der Höhe“ streichen und „Friede auf Erden“ rufen und mich dabei womöglich noch auf die Bibel berufen.
Ich kann doch nicht den Frieden, von dem die Bibel spricht, in so einer politischen Tageslosung verfälschen. Denn der Friede, von dem die Bibel redet, ist mehr, als wenn die Waffen schweigen. Das ist die Überwindung des Hasses durch die Liebe. Das ist die Beseitigung der Schuld durch Vergebung.
Die Bibel sagt, es gibt keine Vergebung ohne Blutvergießen. Und weil Jesus am Kreuz sein Blut vergossen hat, gibt es Vergebung. Damit das passieren konnte, musste er erst einmal geboren werden. Das ist der Grund, warum Gott ein Mensch wurde.
Wir bekommen diesen Frieden, von dem die Bibel redet, nur dadurch, dass wir Gott ehren. Gott wird am besten dadurch geehrt, wenn der Mensch sich bekehrt.
Gib Gott die Ehre und bekehre dich, dann hast du Frieden. Dann kannst du auch Frieden mit anderen Menschen schließen.
Bekehrung heißt nichts anderes, als Jesus die Regie in deinem Leben zu überlassen. Lass ihn dein Maßstab sein und deinen Herrn.
Wenn du das machst, wenn du dich Jesus unterordnest, dich nach ihm richtest, ihn als deinen Herrn annimmst und seine Vergebung annimmst, dann ist für dich der Krieg vorbei: der Krieg in deinem Innern, in deinem Gewissen, dein Krieg mit Gott und dein Krieg mit deinen Mitmenschen.
Wenn Christus kommt, dann wird alles gut. Jetzt haben wir die Chance, sogar mit Jesus Christus zu reden.
Gebet und Dank an Jesus Christus
Und das wird der Jörg mit uns tun. Jesus Christus, du hast uns jetzt durch diese Predigt vom Theo gesagt, worüber wir uns zu Weihnachten am meisten freuen können. Dass du uns liebst, das ist das Allergrößte.
Herr, du bist ja nicht blind, und du siehst sogar, was sich hinter unseren Gesichtern und hinter unseren Stirnen abspielt. Du kennst all die Planspiele, die Tagträume, all das, was wir nicht aussprechen, weil wir uns schämen. Du kennst nicht nur unsere guten Seiten, du kennst auch unsere schlechten Seiten.
Dass du uns kennst und uns trotzdem lieb hast, das geht uns über den Verstand. Aber dass es so ist, das hast du ja bewiesen, als du am Kreuz gestorben bist. Da hast du deine Liebe zu uns unter Beweis gestellt.
Danke, Herr, dass du jedem Menschen anbietest, durch das Geschenk deiner Vergebung die Erlaubnis zu bekommen, ein Kind Gottes zu werden. Danke, dass das jedem hier in dieser großen Kirche gilt. Danke, dass du gekommen bist und dass Weihnachten und die Weihnachtsfreude wirklich einen Grund haben, der viel tiefer liegt und viel wertvoller ist als alle Geschenke, die uns Menschen jemals machen könnten.
Hab Dank, Herr, dass wir in dieser Weihnachtszeit erleben, dass du das Herz hell machst, dass du Grund zur Freude bist und dass alle Kerzen und alles Lametta nur ein ganz, ganz, ganz schwacher Hinweis auf das sind, worum es wirklich geht.
Danke, dass du uns das heute hier vor Augen gestellt hast.
Jetzt lade ich alle ein, die das Vaterunser beten können und das auch vertreten können, mit mir gemeinsam zu beten:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
