Einleitung
Warum behandeln wir Römer 6-8 so ausführlich? ( Römer 1 - 5 =
eine Predigt )
In Römer 3-5 wurde uns gesagt, was Gott für uns getan hat.
starb für uns / alles getan
Wir steckten im Moor und waren am versinken / kam zu uns /
ließ uns aussteigen, und er versank dabei!
Wir waren mit einem tödlichen Virus verseucht / kam als der
große Arzt auf die Isolierstadion / brachte uns das Medikament
sein Blut, - und starb an unserer Krankheit!
das ist Römer 3-5: Christus für uns!
Aber hier bleibt der Apostel Paulus nicht stehen. "So jetzt
habt ihr einen lieben Heiland......"
Nein, Paulus lehrt in Römer 6-8:
wir sind mit Christus gestorben und dürfen jetzt für ihn leben!
Nicht nur: Christus für uns - sondern: wir mit ihm und für ihn!
Mit anderen Worten: Paulus predigte das erlöste Leben in
Christus!
Röm. 6: Erlöst von der Sünde / vom Zwang, sündigen zu müssen.
Wir können noch sündigen - oh ja!
Aber wir müssen nicht mehr!
Wir sind mit Christus der Sünde gestorben.
Wir können noch lügen, aber wir müssen nicht mehr!
Wir können noch angeben, aber wir müssen nicht mehr!
Wir können noch beleidigt sein, aber wir müssen nicht mehr!
Wir können noch in sexuellen Zwängen leben, aber wir müssen nicht
mehr!
Wir können noch materialistisch leben, aber wir müssen nicht mehr!
Wir können noch hochmütig sein, aber wir müssen nicht mehr!
Wir können noch uns selbst verwirklichen, aber wir müssen nicht!
Wir sind mit Christus der Sünde gestorben, damit wir in Neuheit des
Lebens wandeln ( ein neues, erlöstes Leben führen )!
Das war die Botschaft von Römer 6!
Jetzt kommen wir zu Römer 7. Etwas schwieriger.
Nun geht es ums Gesetz. Paulus führt aus, dass wir nicht nur der Sünde, sondern auch
dem Gesetz gestorben sind. Denn erst am Gesetz entzündet sich die Sünde.
Unseren Kindern:
kein Gebot / kein Ungehorsam!
Wo kein Gesetz ist / keine Übertretung!
Gesetzlichkeit
Wir lesen Römer 7, 1-6!
Paulus schreibt an Christen in Rom, die das Gesetz kannten. Es geht um das
alttestamentliche Gesetz, das in den 5 Büchern Mose niedergeschrieben ist.
Die Römer kannten das Gesetz / Beträchtlicher Teil der Gem. Juden
die anderen hatten sich sicher inzwischen mit dem Gesetz befasst.
Und nun hat der Apostel ein großes Anliegen. Er hatte inzwischen Erfahrungen mit dem
Thema "Christ + Gesetz" --> Galaterbrief!
Anliegen für die Christen in Rom:
Leute, vermischt bloß nicht das Evangelium von Jesus mit dem alttestamentlichen Gesetz!
Das hatten die Galater getan: die waren zum Glauben an Jesus
gekommen.
aber gesetzliche Juden / Jesus? gut! Aber zu wenig.
Beschneiden lassen, Sabbat halten, bestimmte jüdische Feste feiern, usw.
gegen Vermischungen --> scharf im Galaterbrief! Verflucht! Paulus hatte Erfahrungen!
Bei den Römern wollte Paulus vorbeugen. / dass es erst gar nicht so weit kommt, wie
bei den Galatern.
Darum schreibt er: ...nicht nur der groben Sünde gestorben, ihr seit auch nach dem
Gesetz gestorben!
Nicht das Gesetz ist gestorben - ihr seid gestorben!
Und dann gebraucht er das Bild von der Frau, die durch's Gesetz an ihren Mann
gebunden ist. Aber als Witwe ist sie nicht mehr gebunden - heiraten.
Ihr Römer ( und Mannheimer )
ihr seid aus Gnade erlöst!
ihr seid um Jesu willen von Gott angenommen!
ihr habt jetzt einen neuen "Partner!"
ihr seid nicht mehr ans alt. Gesetz gebunden ( wie früher )!
ihr seid jetzt an Jesus Christus gebunden!
Der starb am Kreuz und wurde wieder auferweckt. Und ihr seid mit ihm gestorben und mit
ihm auferstanden! Ihr habt den Heiligen Geist empfangen! D.h.: Christus wohnt jetzt
unsichtbar in euren Herzen! Ihr gehört zu Christus!
Darum vermischt bloß nicht den Glauben an Jesus mit irgendeiner Form von gesetzlicher
Anstrengung!
Ein Christ arbeitet nicht mehr für seine Erlösung!
Die meisten Menschen auf der Erde arbeiten bewusst oder unbewusst für ihre Erlösung.
- der orthodoxe Jude versucht, das Gesetz einzuhalten
- der Moslem muss seine 5 Gebetszeiten pro Tag einhalten + das Fasten im Ramadan
- der Animist in Afrika oder Neuguinea muss den Göttern seine Opfer bringen
- der religiöse Hindu oder Buddhist in Asien muss seine Opfer bringen / überall in den Tempeln stehen z.B. seine Speiseopfer!
- und der aufgeklärte westliche Mensch? Ist der frei? Nein, der hat auch ein Gesetz. Das Gesetz des Humanismus. Er will nach Goethes "Edel sei der Mensch...." seine Erlösung bewirken!
Wer immer strebend sich bemüht.....
Ihr Lieben, wir haben mit dem Gesetz des Mose wohl wenig zu tun. Aber wir plagen uns
mit einem anderen Gesetz: das ist der Hang in uns, durch Leistung Gottes Wohlgefallen
zu verdienen, und wenn es durch fromme, christliche Leistung wäre.
Das sieht dann oft so aus:
- wenn ich regelmäßig Bibel lese und bete.....
- wenn ich treu die Gemeindeveranstaltungen besuche ......
- wenn ich möglichst viele Aufgaben übernehme ......
- wenn ich .... wenn ich .... wenn ich ... - dann, - dann,-dann ist Gott mit mir zufrieden!
Liebe Brüder und Schwestern, das ist Gesetzlichkeit im christlichen Gewand!
Wenn wir so leben, dann sind wir voll in Römer 7!
Das wird eine Weile gehen. Aber dann wird uns die Zunge aus dem Hals hängen.....und
wir werden die Freude verlieren und das ganze Christsein als dumpfe Last empfinden
......und früher oder später werden wir mit Paulus ausrufen müssen: "Ich elender Mensch!
Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?"
Nochmal: Ein Christ arbeitet nicht mehr für seine Erlösung!
Warum nicht? Weil er verstanden hat, dass Jesus für unsere
Erlösung gearbeitet hat! / Bibel: Arbeit gemacht...!
Für Jesus keine Arbeit, die Welt zu schaffen! Er sprach.....
Aber unsere Sünden + unser verkehrtes, rebellische Wesen ....
Arbeit - am Kreuz!
Zum 3x: Ein Christ arbeitet nicht mehr für seine Erlösung! Als er das Opfer Jesu in der
Tiefe erkannt hat, hat er aufgehört damit.
Aber seitdem möchte er dem Herrn Jesu aus Liebe und Dankbarkeit dienen - das ist ein
großer Unterschied!
---> meine Frau Sylvia; Warum kochst du für mich?
Und warum machst du mein Bett?
Sie: "Weißt du, damit will ich deine Liebe verdienen."
Glaubt Ihr, dass ich über diese Antwort glücklich wäre?
Dann würde ich mir doch lieber selber kochen.
Am liebsten Pause machen / Frage Jesu mitgeben:
Warum dienst du mir? Warum ist dir alles so schwer? Bist du
vielleicht - ohne es zu merken - in ein frommes Pflicht -
Christentum abgerutscht?
Und wenn das bei Dir zutrifft, dann dank doch dem Herrn heute neu für seine Erlösung
.....und sage mit Manfred Siebald:
"Du sollst wieder meine erste Freude früh am Morgen sein und der letzte der Gedanken in
der Nacht ...!
Du brauchst Dich nicht abstrampeln - Er will sein Leben in Dir leben! Und er will Frucht
bringen durch Dich!
Dem Tode Frucht bringen
Noch ein zweiter Gedankengang. 1x so sagen:
In V 4 + 5 ist von zwei völlig verschiedenen Lebensweisen die Rede.
V. 5: "Denn als wir im Fleisch waren .......( Nichtchristen )"
Ergebnis: dem Tod Frucht bringen!
im Fleisch sein = unbekehrt sein / ein gefallener Mensch / unerlöst / von der Sünde
gefangen + beherrscht / entweder ganz grob / Menschen, die sich total gehen lassen / nur
für ihre Lüste leben / alles rausholen .....
Aber es gibt auch ganz edle Menschen, die im Fleisch sind:
Ich betrüge niemanden - nicht mal um'ne Büroklammer
Ich gehe nie zu einer anderen Frau - nicht mal in Gedanken.
Es gibt sogar Leute, die viel Gutes tun - vielleicht mehr als wir - und von Gott her gesehen: doch im Fleisch!
Weil sie im tiefsten Grund an sich selber glauben
Und vor allem, weil ihr Leben nicht Jesus gehört!
Sie sind niemals an sich zerbrochen und wirklich zu Sündern geworden!
Ganz gleich, was Menschen über diese Leute denken:
Gott sagt: sie bringen dem Tode Frucht!
d.h. von ihrem Leben bleibt nichts übrig! Erschütternd! Von unserem Leben vor der
Bekehrung bleibt nichts übrig - ob wir grobe Sünder waren oder edle! Nichts. 0,0!
für einige u.u. = bittere Pille! Aber muss sein. Heilsam.
Und nun die andere Lebensweise!
V. 4: .....dem Gesetz getötet worden....... erläutern!
.....damit wir Gott Frucht brächten. erläutern!
An Christus gebunden.
Jetzt können wir Gott Frucht bringen!
Frucht für Gott
Heißt das, dass wir Christen rund um die Uhr Frucht bringen?
Ist alles in unserem Leben Frucht für Gott?
Natürlich nicht! Auch bei uns Gläubigen gibt es grob gesagt wieder zwei Gruppen:
Es gibt 1. Christen, die fleischlich leben
( Ich muss ehrlich sagen: es gibt Stunden + Tage, da gehöre ich auch dazu - leider! )
Natürlich bringen wir dann keine Frucht für Gott.
Aber es gibt 2. auch Christen, die das innige Verlangen haben, im Geist zu wandeln.
meine Beobachtungen gemacht: Es sind in der Tendenz
- mehr Frauen als Männer ( M. verstricken sich zu leicht + zu oft in den Geschäften + Nichtigste des Lebens )
- es sind oft die weniger Talentierten, die dem Herrn brennend dienen wollen. ( die mehr Talentierten stehen meist in der Gefahr, ihre Tätigkeiten der Welt zur Verfügung zu stellen )
- es sind oft mehr die Schwachen als die Starken
- es sind Menschen, die ganz tief von Golgatha erfasst sind
Frau klein / junges Mädchen zum Glauben / später wohlhabend
Leben lang Gutes getan / noch im hohen Alter in der
Straßenbahn Traktate verteilt.......!
-------> Wandeln im Geist!
W. MacDonald hat den Wandel im Geist einmal mit folgenden Sätzen sehr treffend
beschrieben:
Im Geist wandeln
Was heisst eigentlich praktisch "im Geist wandeln"? Es ist nämlich gar nicht so theoretisch
und kompliziert, wie manche denken.
Zuerst beginnen wir den Tag mit Gebet. Wir bekennen alle bewusste Sünde in unserem
Leben; das macht uns zu einem reinen Gefäß, das deshalb von Gott gebraucht werden
kann. Wir nehmen uns Zeit für Lob und Anbetung; das stimmt unsere Seele ein. Wir
übergeben ganz bewusst Ihm die Herrschaft über unser Leben; das ermöglicht es dem
Herrn, Sein Leben durch uns zu leben.
Dann nehmen wir uns Zeit für die Ernährung mit dem Wort Gottes. Dadurch bekommen
wir einen allgemeinen Überblick über den Willen Gottes für unser Leben. Vielleicht aber
empfangen wir auch besondere Hinweise auf Seinen Willen für uns in unserer
gegenwärtigen Lage.
Nach unserer Stillen Zeit tun wir die Dinge, die unsere Hand zu tun findet. Gewöhnlich sind
das die nüchternen, trockenen, alltäglichen Pflichten des Lebens. An diesem Punkt haben
viele Menschen verkehrte Vorstellungen. Sie meinen, dass "Wandeln im Geist" mit der
Welt der Schürzen und Arbeitsanzüge nichts zu tun hat. Doch der "Wandel im Geist"
besteht zum größten Teil aus Treue und Sorgfalt in unserer täglichen Arbeit.
Während des Tages bekennen und verurteilen Sünde, sobald wir uns ihrer bewusst
werden. Wir preisen den Herrn, wenn wir an Seine Segnungen denken. Wir gehorchen
jedem Impuls, Gutes zu tun und verweigern uns jeder Versuchung zum Bösen.
Lasst uns einfach an den Heiligen Geist glauben und Ihm als dem Leiter unseres Lebens
gehorchen, und von den mühevollen Versuchen abstehen, unser Leben selbst in die Hand
zu nehmen; dann wird, nach Seinem Willen, die Frucht des Geistes in uns zum Vorschein
kommen, zur Verherrlichung Gottes.

