Serie•Teil 2 / 2Hat die Wissenschaft Verspätung?
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung in die nächsten Gebote
Wir kommen jetzt zu unserem achtzehnten Punkt, überschrieben mit „nicht gleichzeitig mehrjährige Pflanzen“.
Das Volk Israel zog aus Ägypten aus, wanderte vierzig Jahre in der Wüste und ging erst danach, nach dem Tod von Moses und Joshua, ins verheißene Land. Mose gibt eine ganze Reihe von Vorschriften, göttliche Gebote, weiter, wie man dann im verheißenen Land Landwirtschaft betreiben solle.
Da steht in 3. Mose 19,19: Meine Satzungen sollt ihr beobachten, sagt Gott, dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Samen besäen. Und in 5. Mose 22,9: Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei Samen besäen.
Nun, das war bestimmt schwierig für die Israeliten. Warum dürfen wir das nicht? Warum sollen wir anders handeln? Mag uns Gott etwas nicht gönnen?
Heute, aus der Sicht der modernen Ökologie, wissen wir: Mehrjährige Pflanzen, wie zum Beispiel Weinstöcke und Oliven, und einjährige Pflanzen, die also nur für eine Saison sind, wie zum Beispiel Getreide, dürfen nicht zusammen angebaut werden. Diese Regel verhindert eine zu starke Auslaugung des Bodens. Also langfristig zahlt sich das dann eben ganz deutlich aus.
Regeneration des Bodens und Ertragssteigerung
Neunzehntens: Drei Jahre Schonzeit.
In 3. Mose 19,23 steht: Und wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume zur Speise pflanzt, so sollt ihr ihre erste Frucht als ihre Vorhaut achten. Das heißt also: etwas Unreines. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, es soll nichts von ihnen gegessen werden.
Sehr schwierig. Warum darf man erst im vierten Jahr die Früchte genießen, wenn man neue Pflanzungen einsetzt? Da konnte auch wieder der Gedanke kommen: Mag uns Gott etwas nicht gönnen?
Aber heute wissen wir natürlich, dass das alles ganz einleuchtend ist. Dadurch, dass man diese Pflanzen einfach sich selbst überlässt, fallen die Früchte ab auf den Boden. Die Biomasse, das ist das, was runterfällt, wird in den drei Jahren eben dem Ökosystem zugeführt. Dadurch entsteht Humusbildung. Humusbildung wiederum führt zu einer stärkeren Wasserspeicherung im Boden. Als Folge davon wird der gepflanzte Baum schließlich groß und stabil, und daraus folgt: Später wird dieser Baum höhere Ernteerträge bringen.
Alles sinnvoll, aber die Israeliten müssen es einfach glauben, was in der Bibel steht.
Ruhejahre für das Land
Zwanzigster Punkt: Sabbatjahr
2. Mose 23,10: Und sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln, aber im siebten sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen deines Volkes davon essen. Und was sie übrig lassen, soll das Getier des Feldes fressen. Desgleichen sollst du mit deinem Weinberg tun und mit deinem Olivenbaum.
Sehen Sie mal: Jedes siebte Jahr musste also die Landwirtschaft ruhen, also die Agrarlandwirtschaft. Man durfte nichts säen. Ja, und wenn wir dann verhungern? Das waren Fragen, die kommen mussten.
Und noch stärker: In 3. Mose 25,8 und folgende wird sogar über das Jubeljahr gesprochen. Alle sieben mal sieben Jahre, also zum neunundvierzigsten Jahr, das sowieso ein Jahr war, in dem alles brach lag, kam noch das fünfzigste Jahr hinzu, das Jubeljahr. Da musste auch alles brach liegen gelassen werden, also zwei Jahre keine Landwirtschaft.
Nun, heute verstehen wir das. Ja, das bringt natürlich eine Regeneration, ein Wiederaufleben des Bodens. In dieser Zeit kann auch die Humusschicht wieder aufgefüllt werden, und das führt zu größeren Ernteerträgen.
Ein Vergleich: Bei uns in Europa, im Mittelalter, zur Zeit von Karl dem Großen, da überstieg die Erntemenge das ausgestreute Saatgut um sechzig Prozent. Das ist nicht gerade viel, oder? Also wenn man, sagen wir, einen Liter Körner aussäte, dann hatte man bei der Ernte 1,6 Liter von der gleichen Menge.
In Europa Anfang des neunzehnten Jahrhunderts stiegen die Ernteerträge auf dreihundert Prozent. Also man erntete drei Liter von einem Liter.
Aber aus der Archäologie wissen wir, und zwar insbesondere von der Nordnegev-Region in biblischen Zeiten, und das ist eigentlich eine Wüstenregion, eine natürliche Wüstenregion in Israel: Das ist also nicht die Scharon-Ebene am Mittelmeer oder die Ebene Jezreel in Galiläa, die sehr, sehr fruchtbar ist, nein, da am Rand der Wüste. Die Erntemenge überstieg in der Antike in Israel dort 600 das Ausgestreute.
Große Teile von Europa hatten das nicht einmal im zwanzigsten Jahrhundert. Ist doch sensationell.
Nahrungsvorschriften für Landtiere
- Punkt: Wiederkäuende Paarhufer
In 3. Mose 11 wird den Israeliten erklärt, welche Tiere sie essen dürfen und welche nicht. In 3. Mose 11,2 heißt es: Redet zu den Kindern Israel und sprecht: Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft von allen Tieren, die auf der Erde sind: Alles, was gespaltene Hufe hat, und zwar ganz gespaltene Hufe, und wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.
Also zum Beispiel Kühe. Sie haben gespaltene, ganz gespaltene Hufe und sind Wiederkäuer. Dann wird aber weiter erklärt: Nur diese sollt ihr nicht essen von den Wiederkäuern und von denen, die gespaltene Hufe haben: das Kamel, denn es wiederkäut, aber es hat keine gespaltenen Hufe, unrein soll es euch sein; und den Klippendachs, denn er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe, unrein soll er euch sein; und den Hasen, denn er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe, unrein soll er euch sein; das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar ganz gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht, unrein soll es euch sein.
Das sind also die Anweisungen für Säugetiere. Nur wiederkäuende Paarhufer dürfen gegessen werden.
Nun, was ist der Sinn davon? Heute wissen wir: Pansentiere, also Tiere, die einen Pansenmagen haben, wie Rinder, Schafe und Ziegen, besitzen in ihren Mägen eine reiche Bakterienflora zur Aufspaltung und Verwertung der härtesten Gräser. So können diese Tiere von Futter leben, das wir Menschen nicht essen können.
Ich muss mich erinnern: Mein kleinster Junge, der ist jetzt schon etwas größer, er macht das nicht mehr. Aber als er noch ziemlich klein war, spielte er gern Kuh. Dann fraß er ebenso wie Kühe Gras draußen. Ich musste ihm erklären: Das ist nichts für uns, weißt du, unsere Mägen sind keine Kuhmägen, das geht nicht. Man muss Salat essen. Ja, auch so ein Thema.
Es ist aber toll, wenn man Haustiere hat, die von dem leben können, was wir nicht essen können. Das ist ganz wichtig, wenn die Ressourcen beschränkt sind. Schweine aber waren nach dieser Auflistung eben ungenießbar.
Schweine haben die gleichen Ansprüche an die Nahrung wie Menschen. Es gibt immer noch Leute, die meinen, Schweinen könnte man einfach allen Abfall geben. Das ist überhaupt nicht wahr. Das kann für Schweine sehr gefährlich sein. Dann muss die Nahrung sehr gut aufbereitet sein, damit sie nicht schädlich wird.
Nein, Schweine lieben das, was wir lieben: ein Schnitzel, ja klar, das lieben sie auch. Oder Reis, ja, das lieben sie auch. Sie lieben alles, was wir auch lieben. Und das ist natürlich nicht ideal, wenn unsere Haustiere das Gleiche wollen wie wir. Man denke nur an einen Hund, der so neidisch auf den Tisch blickt.
Dazu kommt: Wiederkäuende Spalthufer, also Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Rehe und Hirsche, sind alle weniger anfällig für Krankheitserreger als andere Tiere, wie zum Beispiel Schweine. Das weiß jede Hausfrau. Und darum weiß man: Wenn man Schweinefleisch isst, dann muss man es viel besser durchbraten als Rindfleisch.
Natürlich sind wir geprägt durch diesen Rinderwahnsinn der letzten Jahre. Aber das ist ja nicht das Argument gegen diese Tiere. Denn warum ist er entstanden? Weil die Menschen so wahnsinnig waren und den Kühen, also Tieren, von denen jedes Kind weiß, dass sie kein Fleisch fressen, ihre Artgenossen verfuttert haben. Das hat das ganze Problem ausgelöst, also das Handeln gegen die Schöpfungsordnung.
Wenn wir davon aber abstrahieren, dann sind das genau die Tiere, die ideal für die Gesundheit sind. Und das gilt natürlich umso mehr für ein Land wie Israel, wo schon im Frühjahr Temperaturen herrschen können wie bei uns im Hochsommer. Da verdirbt das Fleisch auch schneller.
Nahrungsvorschriften für Wasser- und Flugtiere
Zweiundzwanzigster Punkt: Fische, aber keine Frösche.
Ja, in 3. Mose 11 werden die Tiere im Wasser vorgestellt. Was darf man essen, was nicht? In 3. Mose 11,9 heißt es: Dieses sollt ihr essen von allem, was in den Wassern ist. Alles, was Flossen und Schuppen hat in den Wassern, in den Meeren und in den Flüssen, das sollt ihr essen. Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen, von allem Gewimmel der Wasser und von jedem lebendigen Wesen, das in den Wassern ist, soll euch ein Gräuel sein. Ja, ein Gräuel sollen sie euch sein. Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr sollt es verabscheuen.
Nicht wahr, daraus folgt: Fische, die Flossen und Schuppen haben, die sind rein, die darf man essen, als Israelit. Aber natürlich keine Frösche, zum Beispiel, auch andere Tiere nicht. Nun, das bedeutet ja: Die Tiere, die hier unrein genannt werden, das sind die geschützten Tiere, die dürfte man nicht essen. Und so waren die Frösche zum Beispiel geschützt, wie überhaupt die Amphibien. Das ist der billigste Schutz gegen Malaria, weil diese Tiere die malariaverseuchten Mücken in riesigen Mengen fressen. Das ist ein Schutz für den Menschen.
Ein konkretes Beispiel aus der jüngeren Geschichte Bangladeschs: Dieses arme Land hat ab zirka 1975 begonnen, Froschschenkel zu exportieren, besonders nach Frankreich. Da konnte man wenigstens ein bisschen Geld machen, das die Leute ja so dringend brauchen. Aber das hat die schlimmste Malariaplage ausgelöst, und zwar so, dass heute in Bangladesch Gebiete, die traditionell malariafrei waren, heute malariaverseucht sind. Das war effektiv Unsinn.
Ich habe gesagt: Die unreinen Tiere hier sind geschützte Tiere. Aber interessant: Die Bibel nennt die geschützten Tiere nicht heilige Tiere, sondern unreine Tiere. In Indien gibt es Tiere, die werden als heilig angesehen, wie zum Beispiel diese Kuh, die ich da in Kalkutta oder dort in der Nähe fotografiert habe. Ja, das ist echt ein Problem. In Indien darf man auch nicht einfach Jagd auf Ratten machen. Ja, aber in der Bibel ist die Ratte unrein. Man darf sie zwar nicht essen, aber wenn es sein muss, darf man sie töten. Also ein Tier als heilig zu erklären, kann so verheerend sein wie die Unterlassung von Tierschutz, wo es nötig ist.
- Punkt: geschützte Vögel.
Jetzt gehen wir zu 3. Mose 11,13, da wird über die Flugtiere gesprochen. Das hebräische Wort Of ist sehr weit. Es umfasst alles, was fliegen kann, also alles Große, was fliegen kann. Also nicht nur Vögel, sondern auch Fledermäuse. Und diese sollt ihr verabscheuen von den Flugtieren, sie sollen nicht gegessen werden, ein Gräuel sind sie: den Adler und den Bartgeier und den Seeadler und den Falken und die Weihe nach ihrer Art, alle Raben nach ihrer Art, und die Straußenhenne und den Straußenhahn und die Seemöwe und den Habicht nach seiner Art und die Eule und den Sturzpelikan und die Rohrdommel und das Purpurhuhn und den Pelikan und den Aasgeier und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art und den Wiedehopf und die Fledermaus.
Alle diese Tiere durften nicht gegessen werden, sie waren geschützt. Jetzt kann man mal so eine Liste machen von Vögeln in Israel, die unrein waren und damit geschützt, und solche, die freigegeben waren.
Geschützt:
Raubvögel, alle Raubvögel. Was fressen die? Vögel, Säugetiere, Mäuse, Ratten.
Dann die Geier, die fressen Aas.
Störche und Ibisse: Sie fressen Fische, Frösche, Mäuse, Insekten.
Der Reiher: Fische, Frösche, Mäuse frisst er.
Die Möwen: Sie fressen Fische und Mäuse.
Die Eulen: Sie fressen Vögel, Säugetiere, Ratten und Mäuse.
Die Raben und Krähen waren geschützt, sie sind Allesfresser und eben auch Aasfresser.
Dann die Wiedehopfe: Sie fressen Insekten und Heuschrecken.
Und die Fledermäuse: Die fressen große Insekten.
Freigegeben waren:
Gänse, sie fressen Blättersamen.
Enten, Blättersamen, Fische.
Tauben, Blättersamen.
Fasane, Blättersamen.
Rebhühner, Blättersamen.
Singvögel, Blättersamen, kleine Insekten.
Der Eisvogel frisst Fische und Insekten.
Die Sandflughühner in Israel: Sie fressen Blätter und Samen.
Merken wir also: Zwischen geschützt und freigegeben besteht tatsächlich ein Zusammenhang mit der Nahrung. Nun kann man also sagen: Diese geschützten Tiere, die Aas fressen, wie Geier, Raben, Krähen, das sind Gesundheitspolizisten. Wenn da wieder so ein kleines Kind nach Hause kommt und stolz dem Vater zeigt: Schau mal, was ich auf dem Schulweg gefunden habe, und da kommt so eine tote Ratte aus dem Hosensack, dann muss man erklären: Das darf man natürlich nicht anrühren, auf keinen Fall, das ist ganz gefährlich.
Wir haben da, wo wir wohnen, sehr viele Krähen, und das ist gut so. Das sind Gesundheitspolizisten, die vielleicht dieses Aas holen, bevor mein kleinster Junge das holt. Und diese Gesundheitspolizisten, die können das Aas verwerten, die fressen das auf. Das ist ökologisch gesagt die Rückführung von Nährstoffen, die wir nicht aufnehmen können, in den ökologischen Kreislauf.
Dann haben wir hier Ratten- und Mäusefresser. Das ist ganz wichtig im Blick auf die Pest, denn Ratten und Mäuse verbreiten diese schreckliche Krankheit. Und dann haben wir unter diesen geschützten Vögeln eben auch Heuschreckenfresser, zusammen mit dem Wiedehopf zum Beispiel, ein Heuschreckenfresser. Und das ist im Nahen Osten sehr wichtig, denn Heuschrecken können zu Plagen führen, in Afrika. Aber unweit von Afrika ist dann die Landbrücke nach Europa und Asien, und dort ist genau das Land Israel.
Das heißt also: Plötzlich beginnen ja Heuschrecken zu spinnen. Die können jahrelang ganz normal sein, und plötzlich spinnen die, und die sind dann plötzlich so umprogrammiert, die können nur noch eins denken: vermehren und fressen. Und es ist verheerend, alles wird vernichtet. Und wenn natürlich solche Heuschreckenplagen nach Israel kommen, das ist ganz schlimm. Aber da gibt es auch Polizisten, die gerade gegen Heuschrecken vorgehen. Und dann haben wir überhaupt Fresser großer Insekten, das ist sehr angenehm für den Menschen.
Schutz der Schöpfung auch im Krieg
- Punkt Nachhaltigkeit und Krieg
In 5. Mose 20,19 wird erklärt: Wenn du eine Stadt viele Tage belagern wirst, indem du Krieg wider sie führst, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bäume nicht verderben, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du kannst davon essen und sollst sie nicht abhauen.
Hier haben wir das Verbot der ökologischen Zerstörung im Kriegsfall. Das ist etwas ganz Wichtiges.
Saddam Hussein hat die Politik der verbrannten Erde durchgeführt, als er die Ölquellen in Kuwait in Brand setzte und die Welt damals in Schrecken versetzte. Und viele andere schreckliche Menschen haben im Kriegsfall ebenfalls Verwüstungen angerichtet, Verwüstungen der Ökologie. So zum Beispiel die alten Römer: Sie haben im Land Israel, als sie im Jahr 70 Jerusalem zerstörten, danach aus Wut auf die Juden sogar Bäume umgehackt, um das Land ganz bewusst ökologisch kaputtzumachen. Und später, in ihrem zweiten Krieg gegen die Juden im Jahr 135, nochmals. Also bewusste Zerstörung der Ökologie.
Aber die Bibel verbietet Israel die Politik der verbrannten Erde.
Reinigung, Entsorgung und Hygiene im Umgang mit Unreinheit
Fünfundzwanzigster Punkt: Reinigung von Absbakterien.
Ich gehe zurück zu 3. Mose 11. In Vers 31 wird ergänzend erklärt: Diese sollen euch unrein sein unter allem Kleingetier. Jeder, der sie anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis an den Abend. Und alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgerät oder Kleid oder Fell oder Sack, jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird. Es soll ins Wasser getan werden und wird unrein sein bis an den Abend; dann wird es rein sein.
Also, hier wird erklärt, dass der tote Körper, zum Beispiel einer Maus oder einer Ratte, verunreinigt. Und es ist so: Diese toten Körper enthalten giftige und schädliche Bakterien. Hier wird nun in der Bibel erklärt, dass verunreinigte Gegenstände, die in Kontakt mit diesem Aas gekommen sind, durch Waschen von Bakterien gereinigt werden müssen. Dann kann man sie wieder verwenden. Also, hier wird die Reinigung von Aasbakterien durch Waschen erklärt.
- Punkt: Reinigung von Aasbakterien durch Zerstörung und durch Entsorgung.
Ja, wenn ich weiterlese, steht in Vers 33: Und jedes irdene Gefäß, Töpfergefäß, in welches eines von ihnen hineinfällt, stellt euch so einen Trinkkrug vor, mit einer toten Maus drin: Alles, was darin ist, wird unrein sein, und es selbst sollt ihr zerbrechen. Alle Speise, die gegessen wird, auf welche solches Wasser kommt, wird unrein sein, und alles Getränk, das getrunken wird, wird unrein sein in jedem solchen Gefäß.
Also, man durfte das Töpfergefäß nicht abwaschen und wiederverwenden, man musste es zerstören. Heute verstehen wir das. Körperflüssigkeiten, zum Beispiel einer toten Maus, können sich tief in den Poren eines Tongefäßes festsetzen. Das bringt man nicht durch Waschen weg. Die Zerstörung des Gefäßes muss die Folge sein.
Aber lesen Sie nach in Ihrer Bibel, 3. Mose 6,21. Dort wird gesagt, wenn ein Metallgefäß verunreinigt wird, dann darf man es scheuern. Klar: Bei einem Metallgefäß gehen diese Bakterien nicht in die Poren hinein, das kriegt man wirklich mit Scheuern heraus.
Und weiter: Heute wissen wir, Flüssigkeiten, also Wasser usw., werden durch Bakterien verunreinigt. Durch sie werden die infektauslösenden Bakterien weiter verbreitet, und genau davor wird hier in dieser Stelle gewarnt.
Schutz vor Keimübertragung bei Saatgut und Ausscheidungen
- Wir sind also bald am Ende: Bakterien und Saatgut. Jetzt kommt eine Überraschung in Vers 37: Und wenn von ihrem Aas zum Beispiel eine tote Maus auf irgendwelche Saatkörner fällt, die gesät werden, so ist er rein. Wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde und von ihrem Aas auf denselben fällt, so soll er euch unrein sein.
Jetzt kommt man nicht mehr draus. Beim Samen ist es plötzlich kein Problem. Warum? Das mag manch einer gefragt haben. Heute ist es klar: Bakterien können normalerweise Samen nicht infizieren, weil Samen zu trocken sind. Aber hier wird gesagt: Wenn Wasser auf den Samen gekommen ist, was ja zum Beispiel geschieht, wenn man Samen wässert, dann ist es ganz anders. Aas in Wasser mit quellenden Samen führt innerhalb einiger Stunden zu einer Katastrophe, und genau davor wird gewarnt.
- Punkt: Bakterien und Fäkalien. Mose schreibt, er stellt sich immer noch vor, dass das Volk Israel in der Wüste als Lager lebt, als großes Lager mit vier Millionen Menschen. 5. Mose 23,12: Und du sollst einen Platz außerhalb des Lagers haben, dass du dahin hinausgehst, und du sollst eine Schaufel unter deinem Gerät haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzt, so sollst du damit graben und sollst dich umwenden und deine Ausleerung bedecken. Sie verstehen, worum es geht, also um die Toilette, das WC.
Denn der Herr, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und dein Lager soll heilig sein, dass er nichts Schamwürdiges unter dir sehe und sich von dir abwende.
Nun, was hier steht, ist eigentlich fantastisch. Ende des 19. Jahrhunderts ist dieses Wissen im Umgang mit Fäkalien in Europa allgemein verbreitet, nicht in der ganzen Welt. Es ist zum Beispiel so: In früheren Zeiten sind in Europa mehr Soldaten gestorben durch die Folgen dieser falschen Hygiene im Umgang mit Fäkalien im Militärlager als auf dem Kampffeld. Das war das größte Problem.
Aber Israel hatte das nicht. Und Gott sagt: Gott ist da, um dich zu erretten von deinen Feinden. Und er war bemüht, dass sie sich eben nicht selber umbringen durch ihre Ausleerung. Denn diese Fäkalien sind eine Riesengefahr für verschiedene Krankheiten wie Typhus, Cholera, Ruhr und so weiter.
Im Gebiet von Westbengalen ist das ganz typisch. In den Dörfern in Indien sieht man diese Hütten, schöne Strohhütten, und immer wieder gibt es für ein paar Hütten zusammen einen Teich. Auf meinen Weltreisen frage ich immer so viel es geht, und dann habe ich gefragt: Ja, was machen die da drin? Da haben sie mir alles erklärt. Und ich habe es auch gesehen: Sie haben darin abgewaschen, das Geschirr gewaschen, sie haben es als Swimmingpool benutzt, und eben sie machen alles. Das hat man nicht unbedingt gesehen, aber das ist die ideale Quelle für all diese Krankheiten. Und man wundert sich dann, warum diese Menschen wie Fliegen dahinsterben. Schrecklich!
Es gibt heute allerdings gerade junge Leute, die sich bemühen und sich sehr aufopfern, um in die Dörfer hinauszugehen und heute Hygiene zu lehren. Ja, aber diese Dinge sind in der Bibel schon vor Jahrtausenden klar. Und 5. Mose: Wann hat Mose geschrieben? Der Auszug aus Ägypten war 1606 vor Christus, und bei uns ist 1600 vor Christus das Ende der Jungsteinzeit, des Neolithikums. Man muss dann wirklich sehen, aus welcher Zeit das kommt.
Umgang mit Toten und die Weisheit der Bibel
Neunundzwanzigstens: Bakterien und tote Menschen. 4. Mose 19,11 sagt: Wer einen Toten, also einen toten Menschen, anrührt, irgendeine Leiche eines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein. Und jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwerte Erschlagenen oder einen Gestorbenen oder das Gebein eines Menschen oder ein Grab anrührt, wird sieben Tage unrein sein.
Also musste man sich in der Folge waschen und reinigen, wenn man einen Toten berührt hatte. Man durfte danach nicht mehr mit anderen Menschen in Kontakt kommen.
Nun, es ist gar nicht so lange her, da forderte Doktor med. Ignaz Semmelweis, der Name sagt Ihnen vielleicht schon etwas, er war ein Jude, 1818 bis 1865, als erster Arzt das Händewaschen seiner Studenten vor Entbindungen. Und zwar zur Reduktion des verheerenden Kindbettfiebers.
Damals, im 19. Jahrhundert, starb etwa ein Drittel der Frauen nach der Entbindung. Schrecklich. Und man stellte fest: Die fortschrittlichsten Universitätsspitäler waren die schlimmsten. Dort starben die meisten.
Dort, wo man Spitzenforschung betrieb, hat man ganz einfach am meisten Leichen seziert. Und dann kam wieder eine hochschwangere Frau. Dann hat man das Zimmer gewechselt und schnell die Entbindung durchgeführt und ist danach wieder zur Forschung gegangen. Und die Frauen sind gestorben.
Also sagte Semmelweis: Meine Studenten dürfen das nicht, sie müssen zuerst die Hände waschen. Man hat ihn ausgelacht. Stellen Sie sich das einmal vor: Akademiker, Wissenschaftler, die lachen und grenzen einen aus. Der arme Semmelweis ist aufgrund dieser Erfahrungen am Ende in einer psychiatrischen Klinik verendet, weil er nicht darüber hinwegkam.
Erst Doktor med. Joseph Lister, 1827–1912, führte diese hygienischen, antiseptischen Maßnahmen erfolgreich in die Medizin ein. So lange ist das alles also gar nicht her, und in der Bibel steht das schon vor Jahrtausenden.
Ja, die Bibel lehrt in 4. Mose 19, dass derjenige, der einen Toten berührt hat, seine Kleider waschen und sich im Wasser baden soll. Und am Abend wird er rein sein.
Hier habe ich zwei Ritualbäder, Reinigungsbäder aus der Zeit vor zweitausend Jahren, in der Nähe des Tempelbergs fotografiert. Dort hat man diese Reinigungen, diese Waschungen durchgeführt.
Hygiene durch Baden: Die Bibel schrieb nicht nur für die Israeliten vor, dass man sich bei der Berührung von Toten waschen muss, sondern auch in ganz anderen Zusammenhängen, zum Beispiel in 3. Mose 15,16: Und wenn einem Mann der Samenerguss entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend. Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguss kommt, soll im Wasser gewaschen werden, und es wird unrein sein bis an den Abend.
Und so gehörten diese Bäder nach den Vorschriften des Gesetzes Mose zum Alltagsleben des Juden. Hier übrigens ein Ritualbad aus Qumran, dort, wo man die Schriftrollen am Toten Meer gefunden hat. Sie haben täglich solche Bäder genommen.
Nun, solche rituellen Bäder finden Sie in 3. Mose 15 beschrieben, 4. Mose 19 usw.
Im Mittelalter, 1347–52, das war die Zeit des Schwarzen Todes in Europa, weil die Pesttoten ihre Farbe so in ganz dunkel veränderten. 25 Millionen Europäer starben, ein Drittel der Bevölkerung. Und die Europäer fanden heraus, was die Ursache sein müsse: die Juden. Die hätten die Brunnen vergiftet, weil man feststellte, unter den Juden gibt es ja so wenig Epidemieopfer, und die Nichtjuden sterben dahin. Also ist ja klar, dass die dahinterstecken.
Niemand praktizierte solche Bäderhygiene in Europa so wie die Juden, aufgrund der Bibel.
Ein sehr hartes Gesetz steht in 3. Mose 13,45: Und der Aussätzige, an dem das Übel ist, seine Kleider sollen zerrissen und sein Haupt soll entblößt sein, und er soll einen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein! Alle die Tage, da das Übel an ihm ist, soll er unrein sein. Er ist unrein. Allein soll er wohnen; außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.
Also die Leprakranken mussten nach der Bibel von der Gesellschaft abgesondert werden, sehr, sehr hart. Aber heute müssen wir sagen: In Europa hätten im Mittelalter durch solche Isolation Millionen von Menschenleben gerettet werden können, im Zusammenhang mit Lepra und Pest. Und es dauerte sehr, sehr lange, bis man begann, diese Isolation zu praktizieren.
Ja, wir staunen über die Weisheit der Bibel. Und Mose, der Schreiber der fünf Bücher Mose, wusste um diese Weisheit. Aber ihm war auch klar: Das ist nicht seine eigene Weisheit, sondern durch Inspiration von Gott.
In 5. Mose 4,5 sagt er in seiner Abschiedsrede vor seinem Tod gegenüber dem Volk Israel: Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, so wie der Herr, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr also tut inmitten des Landes, wohin ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. Und so beobachtet und tut sie, denn das wird eure Weisheit und euer Verstand sein vor den Augen der Völker, welche alle diese Satzungen hören und sagen werden: Diese große Nation ist ein wahrhaft weises und verständiges Volk.
Aber jetzt der Kontrast zur Weisheit Ägyptens: Apostelgeschichte 7,22 erklärt ja, dass Mose damals, um 1600 vor Christus, am Hof des Pharaos unterwiesen wurde in aller Weisheit der Ägypter. Also erkannte er die moderne Wissenschaft der damaligen Hochkultur. Als die Europäer noch ganz, ganz primitiv waren, hatten die Ägypter die Hochkultur der Welt.
Nun, der Papyrus Ebers ist eine Handschrift aus der Zeit von 1550 v. Chr., also gerade aus der Zeit des Auszugs aus Ägypten. Und da findet man medizinische Anweisungen für die Ärzte in Ägypten. Ein paar Beispiele:
Um graue Haare zu vermeiden – das ist jetzt sehr wichtig für mich – sollte man den Kopf bestreichen mit dem Blut eines schwarzen Kalbes, das in Öl gekocht wurde, oder mit dem Fett einer Klapperschlange. Schwierig, sich zu entscheiden, was man da nehmen soll, ja?
Arzneimittel werden beschrieben aus Eidechsenblut, so etwas Infektiöses, aus Schweineohren, aus verfaultem Fleisch sowie aus Kot von Esel, Mensch und Katze.
Da merkt man also: Mose hat die Bibel überhaupt nicht beeinflusst durch die Umwelt geschrieben. Das ist gerade die größte Opposition zwischen der Weisheit Gottes und der Weisheit der Welt. Das ist doch eindrücklich!
Und nun bestätigt uns das alles, was wir eingangs gesehen haben: 2. Timotheus 3,16: Alle Schrift ist von Gott eingegeben.
David schreibt in Psalm 19,7: Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, erquickt die Seele; das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, macht weise den Einfältigen. Die Vorschriften des Herrn sind richtig, erfreuen das Herz.
Und wir sehen: Es hat sich gelohnt in den vergangenen Jahrtausenden, wenn man einfach Gottes Wort vertraut hat, auch dann, wenn man selber in der Wissenschaft noch nicht so weit war.
Und nun haben wir gesehen, wie die Bibel Anweisungen gab, wie Israel ein gutes Leben auf Erden haben konnte. So sagt die Bibel oft in den Mosebüchern: Wenn Israel diese Gebote befolgt, dann werden sie ihre Tage verlängern auf Erden. Ja, das ist ja logisch.
Aber die Bibel spricht nicht nur über das Leben auf dieser Erde, sondern sie spricht über das ewige Leben. Johannes 3,16 fasst die Botschaft der Bibel zusammen: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Die Bibel erklärt: Der Mensch lebt nur begrenzt, das wissen wir alle. Aber danach gibt es die Möglichkeit des ewigen Lebens nicht für alle Menschen, sondern nur für die, die an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glauben, die glauben, dass er für ihre Sünden am Kreuz gestorben ist.
Und da sagt schon jemand: Ach, ich kann nicht glauben, dass ein anderer für mich leidet. Und dann geht man an diesem Gebot vorbei, wie der Mensch gerettet werden muss.
Aber wir sehen: Es lohnt sich, Gott zu vertrauen, auch wenn wir etwas nicht verstehen. Warum geht der Heilsweg nur so über Jesus Christus und sein Opfer? Gott hat es so gewollt, er hat es uns so erklärt.
Und so sehen wir: Es lohnt sich, der Bibel zu glauben für hier auf der Erde, aber es lohnt sich auch, ihr zu glauben im Blick auf das ewige Leben, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Das Risiko ist zu groß, warten zu wollen, bis es zu spät ist. Die Bibel sagt: Nach dem Tod hat der Mensch keine Möglichkeit mehr, mit Gott in Ordnung zu kommen. Wir müssen uns jetzt entscheiden.
Aber wenn jemand der Bibel glaubt, kann er sagen wie Paulus: Ich weiß, wem ich geglaubt habe. Nicht ein blindes Vertrauen, sondern man weiß, dass dieser Gott, der uns die Bibel gegeben hat, glaubwürdig und vertrauenswürdig ist.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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