Serie•Teil 14 / 15Bibelseminar: Vollkommener Diener – der Herr Jesus im Markusevangelium
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Guten Abend, ich begrüsse alle herzlich, auch die über den Livestream Zugeschalteten.
Wir kommen heute Abend zum dritten Teil des Markus-Evangeliums, ab Markus 6,1. Der erste Teil des Evangeliums, nicht nach Kapiteln – die Kapitel wurden ja erst im Mittelalter als Hilfe zur Orientierung hinzugefügt –, aber der Heilige Geist hat die Bibelbücher strukturiert. Und das Markus-Evangelium ist so aufgebaut, dass der erste Teil von Markus 1,1 bis 3,6 geht.
Dort haben wir gesehen: Der Herr kam als der vollkommene Diener. So wird er besonders im Markus-Evangelium vorgestellt. Aber er erfuhr eine ganz massive Ablehnung. Wir haben dann in Markus die Verse 1 bis 6 gesehen, wie die Führer des Volkes den Herrn Jesus so ablehnten, dass sie sogar Rat hielten, wie sie ihn umbringen könnten.
Wir können das in den Evangelien ganz genau datieren. Das ist also im Frühjahr des Jahres 30. Der Dienst begann im Frühjahr 29. Hier sind wir im Frühjahr 30, und da war schon der Beschluss gefasst: Er muss sterben, als angeblich falscher Messias abgelehnt.
Dann haben wir das als Wiederholung in Kapitel 3, Vers 7 gesehen. Der zweite Teil schliesst dann an mit: „Und Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück.“ Der Herr zieht sich zurück. Das ist seine Reaktion auf diese Ablehnung.
Wir haben dann gesehen, wie diese Ablehnung zu einem weiteren Höhepunkt kommt, nämlich dass die Führer des Volkes den Herrn so lästern, dass sie sagen, seine Werke seien durch den Teufel bewirkt, nicht durch den Heiligen Geist, sondern durch den Teufel, durch den Beelzebul.
Dieser zweite Teil geht bis zum Ende von Kapitel 5. Und jetzt sehen wir: Der dritte Teil beginnt wieder refrainartig mit der Bemerkung, die der Heilige Geist inspirierte Markus dort zu schreiben: „Und er ging von dort weg.“ Wieder dieses Weggehen. Und so geht das eben weiter.
Ich will noch kurz andeuten, wo dieser Teil dann endet, nämlich in Kapitel 7,23. Dort beginnt dann mit Vers 24 der Teil Römisch 4 im Markus-Evangelium. Und wir sehen auch dort: „Er brach aber von dort auf und ging weg.“ Wieder dieses Weggehen, dieses Weggehen als Reaktion auf diese Ablehnung, die sich im ersten Teil schon so deutlich gezeigt hat, die aber immer mehr offenbar wird in allen möglichen Teilen des Landes.
Und nun hilft uns das, noch besser einzuordnen, was wir jetzt gleich in Markus 6 finden.
Der Weg des verworfenen Dieners
Erster Abschnitt, darf ich bitten, Frank, liest doch die Verse 1 bis 6.
Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach. Und als es Sabbat geworden war, fing er an, in der Synagoge zu lehren. Und viele, die zuhörten, erstaunten und sagten: Woher hat er das, und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und solche Wunderwerke geschehen durch seine Hände? Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.
Und Jesus sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus. Und er konnte dort kein Wunderwerk tun, außer dass er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.
Ich habe nichts gelesen von Nazareth, du auch nicht. Ein bisschen lauter. Ach so, du hast eine Fußnote. Ich habe die Fußnote nicht, das ist eine andere Bildausgabe. Und zwar hast du die Fußnote bei Vers 1. In dem Fall wird Vaterstadt einfach gesagt. Also die Ortschaft, wo der Herr Jesus aufgewachsen ist, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat, und das ist Nazareth.
Er wurde geboren in Bethlehem. Dann, nach einiger Zeit, als eben Herodes der Große beschlossen hatte, alle Kinder sollen in diesem Bereich umgebracht werden, da sind die Eltern mit ihm nach Ägypten geflohen. Ägypten hat dem Messias Asyl gegeben, bei dem ersten Mordversuch überhaupt. Und das hat Gott Ägypten auch nie mehr vergessen. Darum gibt es auch dieses, nicht nur darum, aber unter anderem darum, gibt es dieses wunderbare Kapitel in Jesaja über Ägypten. Also in Ägypten würden alle sofort sagen, welches Kapitel das ist. Ein Lieblingskapitel übrigens vieler Christen in Ägypten.
Man denkt immer, Ägypten ist ein islamisches Land. Die christliche Präsenz ist sehr, sehr groß. Aber sie wird, und das auch von der Regierung bewusst, heruntergehalten. Also auch die Zahl der nominellen, also nur dem Namen nach Christen, wird offiziell deutlich heruntergedrückt. Und dann gibt es eben unter den bekennenden Christen eine große Zahl echter Christen. Ihr Lieblingskapitel: Jesaja 19. Das ist ein Kapitel über Ägypten. Und der größte Teil behandelt Ägypten in der Endzeit. Und dort gibt es eine besondere Verheißung in Jesaja 19, Vers 21. Kannst du lesen, Frank?
Und der Herr wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und die Ägypter werden an jenem Tag den Herrn erkennen.
Das ist noch eine zukünftige Verheißung. Aber es ist eine Verheißung, dass Ägypten in der Zukunft eine ganz besondere Erweckung erleben wird, dass also ganz viele Ägypter, die heute noch ungläubig sind und dann auch ungläubig sein werden, noch zum Glauben kommen und den Herrn erkennen. Gott wird sich Ägypten in einer besonderen Weise noch zu erkennen geben.
Und so führt uns dieses Kapitel bis ins tausendjährige Friedensreich, wenn der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um seine weltweite Herrschaft aufzurichten. Und dann sehen wir einen besonderen Segen für Ägypten. Vers 23:
An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben; Assur wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur dem Herrn dienen. An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde; denn der Herr der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil.
Ja, also „an jenem Tag“ – ein Ausdruck, der ständig in Jesaja vorkommt, der ganz typisch ist für die Endzeit. Also nicht ein 24-Stunden-Tag, sondern es ist ein hebräischer Ausdruck, der die Epoche der Endzeit ganz speziell meint. Da wird es also eine Straße geben von Ägypten nach Assyrien. Assyrien entspricht heute Nordirak, nicht Syrien, fast Nordirak. Ja, Nordirak. Ja, ja, aber Nordirak, dort war ja auch die Stadt Assur. Eben, Assyrien hängt zusammen mit Assur. Hauptstadt, und dann auch Ninive war auch eine Hauptstadt der Assyrer, also Nordirak.
Da wird also eine Straße von Ägypten gebaut werden bis in den Nordirak. Heute ist das unmöglich, nicht wahr? Die Grenzen sind da geschlossen, da kann man nicht so einfach durchfahren. Aber das wird so kommen. Südirak wird völlig verwüstet werden in der Zukunft. Nach Jesaja 13,14 und Jeremia 50,51 wird man dieses Gebiet gar nicht mehr durchziehen können, also unmöglich, durch das Gebiet hindurchzuziehen. Aber Nordirak wird hier unter dem Namen Assyrien aufgeführt.
Und jetzt das Besondere: Es wird drei Länder geben inmitten des Weltreiches des Messias, die so zentral dastehen, nämlich Ägypten, Assyrien und Israel. Und Gott sagt in Vers 25: Denn der Herr der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei mein Volk Ägypten. Das ist grandios. Gott nennt Ägypten mein Volk. Und weiter Assyrien meiner Hände Werk und schließlich Israel mein Erbteil. Also die werden so eine Dreiergruppe inmitten des Weltreiches des Messias bilden.
Ja, das war ein kleiner Exkurs. Wir haben gesehen, der Herr Jesus war also als Kind für eine gewisse Zeit in Ägypten, und nachdem König Herodes gestorben war, konnten die Eltern mit dem Kind wieder zurück ins Land. Und dann wollte eigentlich Joseph nach Bethlehem gehen. Also irgendwie kam ihm offensichtlich der Gedanke: Jetzt ist ja klar, der Messias sollte ja nach Micha 5 in Bethlehem geboren werden. Und Maria und Joseph lebten aber in Nazareth, und die kamen nicht auf die Idee: Wir verschieben uns nach Bethlehem, damit die Prophetie sich erfüllt. Nein, die waren in Nazareth.
Da musste ein heidnischer Oberkönig, der Kaiser von Rom, Augustus, einen Befehl herausgeben: Alle müssen sich einschreiben lassen im Reich. Und das war übrigens anlässlich des 25. Jubiläums des Kaisers. Der wurde ausgerufen als Pater Patriae, der Vater des Vaterlandes. Das war nicht eine Steuereinschreibung, sondern das war eben diese Loyalitätseinschreibung. Und da musste jeder in seine Vaterstadt gehen, und darum gingen Joseph und auch Maria nach Bethlehem. Und genau um diese Zeit kam die Geburt. Und so hat sich Micha 5, ohne dass die Menschen das gesucht haben, erfüllt.
Und dann mussten sie fliehen nach Ägypten. Übrigens gab es zwischendurch noch einen kurzen Heimataufenthalt in Nazareth, dann sind sie wieder zurück nach Bethlehem, das sieht man im Lukasevangelium, und dann eben nach Ägypten. Und da hat sich dann Hosea 11,1 erfüllt: Ich habe meinen Sohn aus Ägypten gerufen.
Dann kamen sie zurück, und Joseph wollte nach Bethlehem, das war seine Überlegung. Aber dann hat er festgestellt, dass König Herodes – das wissen wir außerbiblisch – kurz vor seinem Tod noch einen Tobsuchtsanfall hatte, das gab es so bei ihm. Und da hat er kurzerhand das Testament geändert und hat den Nachfolger ersetzt durch einen der schlimmsten seiner Söhne, durch Archelaus. Der war als blutrünstig bekannt, also so richtig die Kopie vom Vater. Und dann hat sich, das lesen wir in Matthäus 2, Joseph gefürchtet, nach Bethlehem zu gehen in der Provinz Judäa, sondern ging nach Galiläa, nach Nazareth.
Und das ist der Grund, warum Jesus Christus eben genannt wurde Jesus von Nazareth oder Jesus der Nazaräer und nicht Jesus der Bethlehemiter. Und Matthäus sagt, die Propheten haben vorausgesagt, er soll Nazaräer genannt werden. Wo steht das, dass er Nazaräer genannt werden sollte? Nun, wir können ganz kurz aufschlagen, in Sacharja 3. Ich könnte auswählen aus diversen weiteren Bibelstellen im Alten Testament, wo der Messias genannt wird: Spross. Aber ich werde jetzt Markus, Sacharja 3, gerade im Zusammenhang mit dem Markus-Evangelium. Und zwar Vers 8, liest du, Frank:
Höre doch, Joshua, du hoher Priester, du und deine Gefährten, die vor dir sitzen; denn Männer des Wunders sind sie. Ja, siehe, ich will meinen Knecht, Spross genannt, kommen lassen.
Ja, und da wird der Messias angekündigt. Übrigens haben auch die alten Rabbiner diese Stelle schon auf den Messias gedeutet. Das ist nicht eine spätere christliche Interpretation. Und hier wird der Messias vorgestellt: Siehe, ich will meinen Knecht kommen lassen. Und das Markus-Evangelium stellt uns eben gerade dieses Thema vor: Siehe, mein Knecht. Aber hier wird er weiter Spross genannt.
Und jetzt ist es eben sehr interessant: Was bedeutet Nazareth auf gut Deutsch? Sprossling. Und zwar Nazareth, man schreibt N-Z-R-T, Nazareth spricht man aus. Und die Wurzel im Hebräischen, die Wortwurzel besteht normalerweise aus drei Konsonanten, das ist N-Z-R, Nazar. Und das Wort Nezer bedeutet Spross. Und darum ist Nazareth Sprosslingen. Und wenn Sacharja sagt: Siehe, ich will meinen Knecht Spross genannt kommen lassen, dann ist das genau eine Anspielung auf seine Bezeichnung als Nazaräer. Er soll Spross genannt werden.
Und darum verbrachte der Herr also die meiste Zeit von der frühen Kindheit bis er gegen dreißig Jahre alt war, und da hat er seinen öffentlichen Dienst begonnen und ist umgezogen von Nazareth nach Kapernaum. Dort bekam er eben die Möglichkeit, jeweils zu übernachten in dem Haus von Petrus in Kapernaum während des öffentlichen Dienstes von drei Jahren. Aber jetzt sehen wir zurück zu Markus 6: Er kommt in seine Vaterstadt. Auf seinen Dienstreisen durch das ganze Land Israel kehrt er da wieder zurück nach Nazareth.
Also dieser Umzug von Nazareth nach Kapernaum wird beschrieben in Matthäus 4. Nun, auf diesen Reisen kommt er da in die Vaterstadt, und das Schreckliche ist: Hier wird gezeigt, sogar dort, wo er aufgewachsen war, wo man ihn so kannte, so gut kannte, erfährt er totale Ablehnung. Und zwar ist wichtig zu beachten in Vers 1: Der Herr ging dorthin, und wer geht mit? Seine Jünger folgten ihm. Ja, das Markus-Evangelium zeigt eben nicht nur den Herrn Jesus als Diener, sondern es zeigt auch, wie der vollkommene Diener Diener beruft zum Dienst. Das haben wir schon in Kapitel 1 gesehen.
Er war da, spazierte am See Genezareth und hatte schon die ersten Jünger. Beim Fischen oder im Zusammenhang mit dem Fischen berief er Petrus und seinen Bruder Andreas, Jakobus und Johannes. Also der Herr hat Nachfolger, Jünger berufen, die von ihm lernen sollten, Diener zu werden und von dem vollkommenen Diener lernen sollten. Jetzt geht er nach Nazareth, seine Vaterstadt, und die Jünger folgen ihm. Das heißt, sie folgen ihm nach, um auch da Lektionen zu lernen. Und er bringt ihnen bei, was sie selber auch erleben würden.
Und zwar geht er am Sabbat in die Synagoge. Das ist übrigens der dritte Synagogenbesuch im Markus-Evangelium. Können wir kurz zusammenfassen: Wo war der erste Synagogenbesuch? Das war in Kapernaum, Markus 1,23-28. Dort erlebte er massiven Widerstand von einem Besessenen, dem Dämon eines Gottesdienstbesuchers. Und dann hatten wir eben den Synagogenbesuch in Kapitel 3,1-6. Und dort haben dann Führer des Volkes aufgrund von diesem Synagogenbesuch beschlossen, er muss umgebracht werden. Liest du gleich noch Kapitel 3, Vers 6?
Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten mit den Herodianern sofort Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.
Ja, das war die Folge aus diesem Synagogenbesuch dort in Kapitel 3. Natürlich, Markus sagt, dass der Herr herumreiste und in allen möglichen Synagogen gepredigt hat. Zum Beispiel können wir dazu noch lesen 1,39:
Und er ging und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.
Also Synagogenbesuche, das war ganz üblich und normal. Der Herr hat in den Synagogen gepredigt und natürlich auch unter freiem Himmel. Beides berichten die Evangelien. Und jetzt hier in Nazareth: Wie reagieren sie hier? Erstaunt, das ist das Erste, nämlich Vers 2. Danke, ich muss vielleicht ganz kurz erklären, wie ein Synagogengottesdienst ablief.
Das erste war die Toralesung. Die fünf Bücher Mose wurden in einem Zyklus von drei Jahren vollständig vorgelesen. Man muss sich ja vorstellen: Schriftrollen zu besitzen, das war eine Sache der Reichen, der ganz Reichen. Darum war es wichtig, in den Synagogengottesdiensten wurde einem die Bibel vorgelesen, und so bekam man eben das Wort Gottes auch zusammenhängend mit, und zwar speziell eben die fünf Bücher Mose, wie gesagt in einem Dreijahreszyklus. Später in der jüdischen Geschichte hat man das geändert, und darum liest man heute die fünf Bücher Mose in welchem Zeitraum? Ein Jahr, genau, genau. Also immer vom Laubhüttenfest im Herbst bis Laubhüttenfest ungefähr. Das ist der Bereich. Das heißt also, die Leseabschnitte sind deutlich größer geworden, aber damals innerhalb von drei Jahren.
Dann kam immer dazu eine Lesung aus den Propheten. Also bestimmte Prophetenabschnitte wurden gelesen, nicht alle Propheten, aber eben so Abschnitte, dass jeder Abschnitt, den man in der Tora, in den fünf Büchern Mose, las, als Begleitung noch einen Text aus den Propheten hatte. In Lukas 4 wird diese Geschichte auch erzählt, noch viel ausführlicher. Und dort wird gesagt, dass der Herr Jesus bei diesem Synagogengottesdienst was gelesen hat? Jesaja 61. Ja, aus Jesaja 61, gerade diese Stelle, wo der Messias sagt, dass er durch Gottes Geist gesalbt worden ist, vom Herrn, vom Vater gesandt ist, um eben gute Botschaft zu verkündigen.
Das wird jetzt hier im Markus nicht gesagt, der Akzent liegt hier auf etwas anderem. Aber wichtig: Der Herr hat diese Synagogenlesung gemacht, und dann hat er sich gesetzt, und das war eben dann die Möglichkeit, um zu predigen. Also die Lesung war fix, aber die Predigt war dann im Prinzip offen. So hat der Herr hier diese Möglichkeit übernommen und hat dann in der Synagoge in Nazareth gepredigt.
Das hat so Eindruck gemacht. Christian, du hast schon gesagt, die haben mit Erstaunen reagiert. Aber erstaunen worauf? Ja, und zwar Weisheit im Zusammenhang mit der Erkenntnis des Wortes Gottes. Man muss sich das sehr konkret vorstellen. Damals in Israel war das so, dass die Kinder nicht in den Kindergarten gingen, gab es noch nicht. Das ist geschichtlich eine viel spätere Erfindung aus dem Christentum heraus übrigens. Der Kindergarten ist eine ursprünglich christliche Einrichtung, die aber heute schon sehr verzerrt worden ist, im Schulsystem meine ich. Und gute Kindergärtnerinnen können noch das Beste daraus machen. Aber eben damals ging man nicht in den Kindergarten, aber in die Lehre des Vaters.
Es war also üblich, dass man das Handwerk seines Vaters gelernt hat. Und was war der Beruf von Joseph? Er war Zimmermann. Und das meint eben Baumeister, das heißt also sowohl mit Stein als auch mit Holz. Genau. Darum erfahren wir in anderen Evangelien, dass Joseph Zimmermann war, aber hier wird das nicht gesagt. Hier wird gesagt, in unserem Abschnitt, da wird nicht von Joseph gesagt, er war Zimmermann, sondern er selber, der Herr Jesus selber war Zimmermann. Wie gesagt, eben als kleiner Junge hat man im Judentum den Beruf des Vaters gelernt.
Dann hatten die Kinder noch eine Möglichkeit: Die Synagoge war eben nicht nur der Ort für die Gottesdienstzusammenkünfte am Sabbat, aber auch an weiteren Tagen konnte man Synagogenzusammenkünfte haben. Aber die Kinder wurden dort in Lesen und Schreiben unterrichtet. Und so war das eben ganz normal in Israel damals, dass man schreiben konnte, während in anderen Nationen die meisten Leute Analphabeten waren. Aber in Israel war die Heilige Schrift die Motivation, um lesen und schreiben zu können. Und damit verbunden haben sie Tora-Unterricht bekommen, also sie wurden in der Bibel belehrt. Und natürlich bekamen die Kinder einfach das mit, was da gelehrt werden konnte.
Aber Nazareth war nicht gerade der Ort, der hohe Achtung genoss. Überhaupt Galiläa war von Judäa mit der Hauptstadt Jerusalem, wo die größten Rabbiner des Judentums hausten, verachtet. Und darum wird es auch gesagt in Jesaja 9, dass der Messias sein Licht leuchten lassen wird in dem Bereich von Sebulon und Naftali, das sind die Stämme eben in Galiläa, dass also das verachtete Galiläa, sagt Jesaja 9,1 und folgende, geehrt werden wird, indem dort das Licht aufgehen würde. Und tatsächlich, der Herr Jesus ist ja in Nazareth aufgewachsen, im Stammesgebiet von Sebulon. Und Sebulon heißt auf Hebräisch Wohnung. Dort hat er die meiste Zeit seines Lebens verbracht und gewohnt.
Dann ist er eben umgezogen nach Kapernaum, und das liegt im Stammesbereich von Naftali. Und Naftali heißt Kampf und mein. Aber da muss man jetzt eben bewusst nicht an Hitler denken. Ja, aber Naftali heißt mein Kampf, und von dort, von Kapernaum aus, das sehen wir aus Matthäus 4, hat der Herr Jesus begonnen, öffentlich zu predigen und herumzureisen, und das war sein geistlicher Kampf in der Verkündigung des Evangeliums.
Ja, und jetzt sehen wir: Galiläa war überhaupt verachtet, aber Nazareth ganz besonders. Und zwar sagt Nathanael – also ich meine jetzt nicht dich, aber du kannst antworten – was war sein Urteil in Johannes 1 über Nazareth?
Ja, er stellt die Frage: Was kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Er kannte den Herrn Jesus noch nicht als den Messias. Und als er erfuhr, dass Jesus von Nazareth ist, sagte er: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Der Ort war wirklich ein verachtetes Nest. Erstens einmal: Nazareth, wo kommt das vor im Alten Testament? Ja, nirgends, nirgends, nirgends. Das ist also keine Stadt, die schon irgendwie durch das Alte Testament, durch den Tanach, geehrt wäre. Versteckt schon. Ich weiß, von dem Messias gesagt wird, er wird Spross genannt werden. Aber es war noch so, dass manche Leute in Nazareth, die lebten in Höhlen, waren Höhlenmenschen. Das hat nichts zu tun mit Prähistorie, sondern man muss sagen: Steinzeit ist alle Zeit. Es gibt zu allen Zeiten in der Geschichte Kulturen, die im Stil der Steinzeit leben. Damals lebten arme Leute in Nazareth sogar in Höhlen, und darum war der Ort wirklich verachtet. Aber ausgerechnet dort ging der Erlöser der Welt hin, um die größte Zeit seines Lebens zu verbringen. Und er ist ja aufgewachsen als wirklicher Mensch.
Wenn wir kurz aufschlagen: Lukas. Und Lukas betont ja besonders, der Herr Jesus ist wirklicher Mensch. Und da lesen wir in Lukas 2 über sein Aufwachsen als wirkliches Kind. Lies du Vers 40:
Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit; und Gottes Gnade war auf ihm.
Ja, und im griechischen Text steht hier das Wort nicht einfach Technon, das ist das Wort für Kind, Technon, sondern Paidion, und das heißt Kindlein. Darum hatte die alte Elberfelder noch Kindlein, und das schätze ich sehr, weil da klar gemacht wird: Es ist nicht einfach ein Kind, sondern es geht um ein wirklich kleines Kind. Und der Herr Jesus ist wirklich als Kindlein gewachsen, und er ist stärker geworden, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. Und so hat er also wirklich die Entwicklung eines Kindes ganz normal mitgemacht.
Und in Psalm 22 zum Beispiel, in diesem Kreuzespsalm, prophetisch spricht David über die Kreuzigung des Messias, dessen Hände und Füße durchbohrt werden sollten. Dort hören wir die Stimmen des Messias, der sagt: Du ließest mich Vertrauen fassen an meiner Mutterbrüste. Also als kleines Kind wurde der Herr auch von der Mutter gesäugt. Und dieses Säugen ist ja etwas sehr Wichtiges in der Entwicklung. Ich betone immer wieder: Wenn man das nicht konnte, dann konnte man das nicht. Aber wenn man es kann, unbedingt, denn das in der normalen menschlichen Entwicklung bewirkt, dass Vertrauen und die Fähigkeit, Vertrauen zu fassen, aufgebaut wird. Das kann man dann natürlich auch wieder kompensieren später, aber es ist ganz wichtig.
Und so ist der Herr Jesus wirklich aufgewachsen, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. Und später in demselben Kapitel, Vers 52, das ist nach der Geschichte von dem Zwölfjährigen in Jerusalem, was heißt es dort?
Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.
Ja, hier heißt es sogar, er nahm zu an Weisheit. Das heißt, der Jesus als Mensch, er hörte nie auf, der ewige Gott zu sein. Aber als Mensch lernte er, musste genau lernen wie wir. Und so hat er auch Tora gelernt in Nazareth.
Und das Erstaunliche ist dann eben in dem Zusammenhang: Lukas 2,41 bis 51 beschreibt den Herrn Jesus als Zwölfjährigen in Jerusalem. Und da saß er inmitten der großen Lehrer des Sanhedrins, die ja immer an den Festtagen – jetzt hier in dem Fall Passa – keine Sitzung gehabt haben in der Königin-Säulenhalle im Sanhedrin, sondern damals war der Sitz sowieso nicht im Sanhedrin, sondern damals noch in dem Haus der behauenen Steine. Da sind die gekommen auf die Terrasse südlich vom innersten Vorhof, und dort durften die Leute Fragen stellen, und sie haben Fragen beantwortet. Und da lesen wir, kannst du kurz vorlesen, Vers 46:
Und es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte. Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
Ja, jetzt muss man sich das vorstellen: Das waren nicht irgendwelche Rabbiner, sondern das waren die großen Leuchten Israels, die obersten Richter. Und die konnte man befragen, und der Herr hat ihnen zugehört. Hat sie befragt, Vers 46. Und wenn man den jüdischen Hintergrund kennt, dann kommt die große Überraschung mit Vers 47: Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten.
Das heißt, diese führenden Rabbiner, die waren so überwältigt über das Wissen und die Fragen von diesem Zwölfjährigen, dass sie begannen, ihn zu befragen. Er gab Antworten, und sein Verständnis war für sie nicht nachvollziehbar. Ja, und das merken die damals schon, mit zwölf. Also, man merkt, der Input, den er bekam in Nazareth, entspricht nicht diesem Output. Das ist noch sehr wichtig, das zu sehen.
Und jetzt kommt er zurück nach Nazareth. Wir gehen zu Markus 6, und sie hören ihn predigen, und sie wissen genau: Das, was er da lehrt, das entspricht nicht, was man in Nazareth lernen konnte. Woher kommt das? Und eben denken wir daran: Es ist nicht nur so, dass wir vor uns haben müssen, der Herr Jesus ist der ewige Sohn Gottes, sondern er ist wirklicher Mensch. Und wir sehen, als wirklicher Mensch war eben seine Kenntnis der Bibel für alle ungewöhnlich.
Und eigentlich sollte das ja dazu führen, dass man an einem Ort, wo jemand aufwächst und er wird wahrgenommen als eine außergewöhnliche Begabung, sollte das dazu führen, dass man denkt: Schön, aus unserem Ort! Ja, aber wir sehen, die ärgern sich schließlich an ihm, sie nehmen Anstoß an ihm, Vers 3, Schluss. Sie nahmen Anstoß an ihm. Lies nochmals Vers 2 in der Mitte bis Vers 3:
Woher hat dieser das alles? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und solche Wunderwerke geschehen durch seine Hände? Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.
Ja, also jetzt fragen sie sich: Wie ist das möglich? Wie kann jemand eine solche Weisheit haben im Wort Gottes, und er kommt aus Nazareth? Und sie wissen ganz genau: Also, er hat Zimmermann gelernt, und er ist nie in eine Rabbinerschule gegangen. Nicht wahr? Ich habe ja erklärt, im Judentum damals war es üblich: Als kleiner Junge lernte man den Beruf des Vaters, und danach gab es die Option zu studieren. Aber das war natürlich nur die Sache aus besonderen Familien.
Wir kennen das Beispiel von Paulus. Der wuchs auf bei Eltern, die beide noch Hebräisch sprechen konnten, obwohl sie im Ausland lebten, nämlich in Tarsus, heutige Türkei, Auslandjuden. Aber die Eltern waren Hebräer, und dieser Ausdruck bedeutet Juden, die Hebräisch sprechen konnten. Die Auslandjuden waren normalerweise der Sprachen Griechisch und nicht mehr wirklich mächtig im Hebräischen. Aber die Eltern von Paulus schon. Philipper 3 sagt: Hebräer, beide, aus dem Stamm Benjamin. Und dann hat er einen Beruf gelernt, nämlich welchen? Zeltmacher, genau, und zwar ein Handwerk, das damals genau in dieser Provinz, wo Tarsus die Provinz war, Südtürkei, Kilikien, die Provinz Kilikien, und dort diese Gegend war bekannt für das sehr dicke Ziegenhaar, und zwar so dick, dass Laien das nicht gut bearbeiten konnten. Und so entwickelte sich ausgerechnet in Kilikien der Berufsstand des Zeltmachers, die eben aus Ziegenhaar Zeltdecken produzierten.
Das hat dieser kleine Saulus gelernt, und schon der Name zeigt ja, dass die Eltern Ambitionen hatten. Die nannten den Saul. Warum? Nach dem König Saul, denn sie waren ja aus dem Stamm Benjamin, Philipper 3 sagt das, und der erste König über ganz Israel mit zwölf Stämmen, das war ja ein Saul. Und der Name Saul bedeutet groß, stolz, schon ein bisschen frei. Es heißt eigentlich „der Begehrte“, also den, den alle sich wünschten, und er war ein Kopf größer als der Durchschnitt. Ja, also alle schauten zu ihm auf, und diese Eltern geben dem kleinen Jungen diesen Namen „Begehrter“, und sie hatten vor: Der muss Karriere machen.
Was man auch so in gewissen jüdischen Familien erleben kann. Die Mutter sagt: Das ist Michael, und das ist Schmuel, also Samuel, Michael fünf Jahre, das ist unser Arzt, und Schmuel acht, das ist unser Rechtsanwalt. Also die Mutter weiß schon, wo sie die Kinder hinpuscht. So ähnlich war das bei den Eltern von Saulus. Also, aus dem wird mal was ganz Großes. Und dann schickten sie ihn eben nach der Lehre als Teenager nach Jerusalem, aber nicht zu irgendeinem, sondern zu Gamaliel. In der jüdischen Geschichte kennt man ihn als Gamaliel II. Das war also einer der größten Rabbiner des Judentums, kommt auch im Talmud vor, natürlich. Und dort, zu den Füßen von Gamaliel, wie das in der Apostelgeschichte erläutert wird, hat er gelernt, und er schreibt später im Galaterbrief, dass er damals über viele Altersgenossen hinaus eben Karriere machte. Das war eine Ausnahmeerscheinung.
Ja, und jetzt ist es aber so: Der Jesus ist in Galiläa in Nazareth, und in seiner eigenen Stadt stellt man fest: Unglaublich, dieses Wissen. Und dieses Verständnis, eben nicht nur Wissen, Weisheit, das heißt die Zusammenhänge in der Bibel verstehen, das heißt nicht einfach auswendig lernen, das heißt auswendig lernen und dann verknüpfen, beides braucht es. In unserem Schulsystem sagt man – so bin ich aufgewachsen – meine Schulkollegen hatten eine tiefe Verachtung oder manche von ihnen für solche, die auswendig lernten. Das waren die Dummen. Die Gescheiten, die lernen nicht Zahlen der Geschichte auswendig. Also Reformation 1517 muss man nicht wissen, das kann man ja in Büchern nachlesen, sondern die Zusammenhänge muss man verstehen. Ja gut, aber wenn man die Zahlen alle auswendig kann und dann noch die Zusammenhänge, dann kann man sogar noch sagen, wann die Reformation war. Ja, und das hilft. Das war also nicht nach Napoleon zum Beispiel, sondern deutlich vorher.
Ja, und da hatten sie so eine Verachtung dafür, aber eben beides kombiniert: auswendig lernen und die Zusammenhänge verstehen. Das ist es, was wirklich hilft. Weisheit bedeutet eben nicht nur, auswendig gelernt zu haben. Das war übrigens üblich. Im Judentum hat man sehr viel Wert darauf gelegt, die Schüler müssen auswendig lernen, was der Lehrer sagt, und dann natürlich auch verstehen und auch ihr Leben übertragen. Das ist übrigens sehr wichtig, das zu wissen. Dann versteht man auch schon rein menschlich, dass die Jünger, die die Evangelien schrieben, die haben nicht einfach so ein bisschen was erzählt, sondern die haben so bewusst wörtlich auswendig gelernt. Und dann kommt noch dazu: Damals hatte man schon Notebooks, ja, ich meine diese römischen Notebooks aus Holz und da drin Wachstafeln, und da hat man Notizen gemacht. Und eben auch schon in Kurzschrift, so eine Art Stenographie.
Da muss man sich überlegen: Die Jünger haben auch Notizen gemacht von den Predigten des Herrn. Schon rein menschlich ist das ganz wesentlich, um zu verstehen, wie authentisch die Evangelien überliefert worden sind. Ich denke gerade an Matthäus und Johannes, das waren ja zwei der zwölf Jünger des Herrn. Und der Herr sagt dann in Johannes 16: Der Heilige Geist, wir kommen, und er wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Also, nebst dem auswendigen Lernen der Notizen kam die Inspiration des Heiligen Geistes, der das, was eben vorhanden war, durch Erinnerung hervorholen konnte.
Ja, aber wir sind immer noch da, diese Weisheit des Herrn Jesus, und jetzt müssen die das erklären. Woher kommt das? Sie fragen ja: Woher hat dieser das alles? Also nicht aus Nazareth und eben auch nicht aus Jerusalem, denn das ist wichtig: Die Eltern von Saulus sandten ihn zu Gamaliel, aber Maria und Joseph sandten Jesus nicht zu den großen Lehrern Israels damals. Das heißt, der Herr Jesus hat kein Formalstudium gemacht und er war als Rabbiner nie ordiniert worden. Im Judentum: Die Schüler, man nannte sie Jünger eines Rabbis, die berufen worden waren mit „Folgen mir nach“, die haben ein Formalstudium gemacht und nachher wurden sie durch Handauflegung von dem Rabbi ordiniert, und dann hatten sie Autorität als Rabbi. Aber der Herr Jesus hat das nie gemacht. Darum, überall in den Evangelien, wenn der Herr Jesus genannt wird Rabbi, war das eigentlich ein problematischer Ausdruck in der Gesellschaft, denn das war ja kein ordinierter Rabbi. Und sogar ein Nikodemus, Mitglied des Sanhedrims in Johannes 3, der nachts zu dem Herrn kam, sagt: Rabbi, keiner kann diese Wunderwerke tun, wenn er nicht von Gott gesandt wäre. Er nennt ihn Rabbi, obwohl er weiß, er hat kein Formalstudium.
Ja, aber da sind wir noch bei der Frage: Woher diese Weisheit kommt, und sie können es nicht erklären. Sie wissen: Er ist Zimmermann, er hat das gelernt von Joseph. Dann interessant: Sie nennen ihn nicht den Sohn Josephs, sie sagen „der Sohn der Maria“. Die Maria kannten sie auch. Und dann sind da eben Halbbrüder, die nicht einfach Söhne von Maria waren, sondern Söhne von Maria und Joseph, nämlich Jakobus, der später übrigens den Jakobusbrief schreiben sollte, aber er hat sich erst später bekehrt, ab der Auferstehung. Dann Joses, Judas – das ist übrigens der, der später den Judasbrief geschrieben hat – und Simon. Und es gab noch Schwestern, der Plural macht klar: mindestens zwei. Plural haben wir in der Schule gelernt, ist zwei und mehr. Es könnten auch tausend sein, theoretisch, Schwestern, aber aus anderen Gründen ist klar, dass es nicht so ist, aber eben mindestens zwei.
Und sie können das nicht einordnen. Wir kennen ihn. Und das ist ja auch oft so, jetzt in der Geschichte: Genies, die können nicht richtig nachvollzogen werden in ihrem direkten Umfeld, weil die wissen, in der Familie wurde mit dem gleichen Wasser gekocht. Wie geht das? Irgendwo anders, kein Problem, da denkt man nicht über sowas nach. Aber im engen Umfeld ist das so: Ja, wie geht das? Und sie nehmen Anstoß an ihm, sie ärgern sich an ihm, sie bringen das nicht zusammen.
Und dann erklärt der Jesus den Grund. Lies nochmals, Frank, Vers 4:
Und Jesus sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus.
Aber einfach nicht dort, wo sie herkommen. Dort, wo man das ganze Umfeld kennt. Da kann man das irgendwie nicht richtig einordnen, zuordnen. Und nicht wahr, bei den Menschen allgemein könnte man sagen: Ja gut, dort, wo man eben jemanden kennt, kennt man alle seine Fehler. Aber hier macht der Herr klar, es geht nicht um das Thema, was man alles kennt, weil man jemanden wirklich aus der Nähe kennt. Der Jesus hat ein vollkommenes Leben geführt. Seine Eltern konnten ihn nie korrigieren. Es ist unglaublich, wenn man sich vorstellt, ein Kind zu erziehen, das man nie korrigieren muss.
Gut, wir haben also alles erlebt mit Sex. Ein Kind, das man ständig korrigieren musste, und sich fragen musste: Wie kann ich das machen, dass ich das Kind nicht dauernd korrigiere? Es tut ihm nicht gut. Wie kann ich da vielleicht den Maßstab ein bisschen ändern, dass es etwas normaler ist? Und dann ein anderes Kind kann man führen, wie wenn es ein Lamm wäre, in der gleichen Familie. Ja, aber da war es jetzt wirklich die Perfektion. Und auch mit den anderen Kindern in Nazareth nie ein Konflikt, der von ihm ausging. Also sie wussten genau, wie er gelebt hatte, und trotzdem sagt der Herr: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus. Dort kann man eben Ablehnung erleben, und er sagt: Es ist normal. Und darum nimmt er die Jünger mit, Vers 1. Die müssen lernen, das wird ihnen nicht besser gehen, das funktioniert genau so.
Aber jetzt kommen noch dazu Vers 5 und 6:
Und er konnte dort kein Wunderwerk tun, außer dass er wenigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben, und er zog durch die Dörfer ringsum und lehrte.
Ja, also es kam ihm ein richtiger Unglaube entgegen. Die Leute von Nazareth waren nicht stolz auf ihn. Der Messias ist aufgewachsen in unserer Stadt, in diesem verachteten Nest mit Höhlenbewohnern. Sondern sie lehnen ab, und sie quittieren auch seine Weisheit im Wort Gottes mit Unglaube, akzeptieren es nicht. Und darum hat der Herr dann auch keine Wunderwerke getan. Das war wie ein Gericht über Nazareth, dass er diese Zeichen, die seine Messianität ja bewiesen, nach Jesaja 35 sollte der Messias Zeichen tun, wie Blinde werden sehend, Lahme springen usw. Aber hier nicht. Der Unglaube war ein Hindernis. Aber der Herr wirkte nicht nur in Nazareth, Vers 6, sondern wichtig: die umliegenden Dörfer. Und die haben ja auch vieles von der Kindheit und Jugend des Herrn mitbekommen. Und da geht der Herr auch umher, und es wird nicht gesagt, wie sie da reagiert haben, aber eben, das waren auch solche Problematischen. Die, die nahe sind, sind problematisch.
Aber jetzt gehen wir weiter zu Vers 7. Lies uns vor, Frank, 7-13:
Und er ruft die Zwölf herbei, und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister. Und er gebot ihnen, dass sie nichts mit auf den Weg nahmen als nur einen Stab, kein Brot, keine Tasche, keine Münze im Gürtel, sondern Sandalen untergebunden, und zieht nicht zwei Unterkleider an. Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. Und welcher Ort euch nicht aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis. Und sie zogen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten, und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie.
Danke. Ja, wir haben ja gesagt, der Herr hat Jünger berufen, die sollten eben lernen, zu dienen, wie er als Vorbild gedient hat. Und aus diesen vielen Jüngern, die es gab – ich war an einer Stelle lesen wir in Lukas 10, wie der Herr 70 Jünger ausgesandt hat – und das war auch nur eine Auswahl. Er hatte also ganz viele Jünger und übrigens auch Jüngerinnen, das ist wichtig zu betonen. Das sehen wir in Lukas 8, und das war noch speziell, weil im Judentum war es üblich, dass Rabbiner Männer ausbildeten zu Jüngern, und dass der Herr eben auch Jüngerinnen hatte, das war speziell, wie gesagt Lukas 8.
Und nun, aus diesen zahlreichen nimmt er zwölf, die er ja als Apostel eingesetzt hatte, wie wir das schon früher gesehen haben, in Kapitel 3,13-19, und die beauftragte er nun wirklich selbständig hinauszugehen, ohne dass er dabei ist. Das ist schon nächstes Stadium. Vorher waren sie immer mit ihm zusammen, und jetzt selbständig, und zwar immer zwei und zwei. Darum ist in der Bibel die Zahl zwei auch die Zahl des Zeugnisses. Immer wieder hat die Zahl zwei die Bedeutung des Zeugnisses. Und die zehn Gebote werden ja genannt das Zeugnis. 2. Mose 25 sagt Gott zu Mose, dass die Tafeln des Gesetzes in die Bundeslade gelegt werden sollten, und da sagt er, er soll das Zeugnis in die Bundeslade legen, zwei Tafeln, Vertrag in zwei Exemplaren, der Bund Gottes mit Israel. Also die Zahl zwei, zwei und zwei gehen miteinander, und zwar ganz im Sinn von Prediger 4,9:
Zwei sind besser daran als einer, weil sie einen guten Lohn für ihre Mühe haben. Denn wenn sie fallen, so richtet der eine seinen Gefährten auf; wehe aber dem Einzelnen, der fällt, ohne dass ein Zweiter da ist, ihn aufzurichten.
Ja, also darum schickt der Herr sie zwei und zwei aus und gibt ihnen eine ganz besondere Autorität, messianische Autorität, um Dämonen auszutreiben. Vers 7. Und dann gibt er ihnen Anweisungen über die Ausrüstung. Wie könnte man diese Ausrüstung nennen? Wie? Sackbefehl, ja. Und wenn du noch etwas über den Umfang? Minimale Ausrüstung. Ja, lies nochmals Verse 8 und 9:
Und er gebot ihnen, dass sie nichts mit auf den Weg nahmen als nur einen Stab, kein Brot, keine Tasche, keine Münze im Gürtel, sondern Sandalen untergebunden und zieht nicht zwei Unterkleider an.
Ja, wer soll sie dann, wie sollen die dann leben? Warum diese Minimalausrüstung? Ja, Israel sollte sie unterstützen. Jetzt ist der Messias gekommen in diese Welt, und er ist zu seinem Volk Israel gekommen. Er kam nicht zu den Helvetiern und auch nicht zu den Germanen, sondern nach Israel. Und jetzt sendet er seine besonders bevorrechteten Nachfolger, die Zwölf, aus in sechs Gruppen, und dann ist Israel ganz klar beauftragt, die aufzunehmen und die auch finanziell zu unterstützen. Darum sagt der Herr in Vers 10, liest du:
Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. Und welcher Ort euch nicht aufnehmen und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis.
Ja, also das ist eine Schande, wenn ein Ort in Israel die nicht aufnimmt. Dann müssen sie klar machen, dass sie mit dieser Stadt nichts mehr zu tun haben wollen, also nicht mal der Staub an den Füßen ist es wert, da noch als Andenken bei ihnen zu bleiben. Also ganz in der Art, wie das Paulus später machen sollte, in Apostelgeschichte 13,51. Da wurde er in der Stadt, in der heutigen Türkei, abgelehnt, und dann hat er genau das gemacht: Staub abgeschüttelt gegen diese Stadt. Aber hier in Israel, die sollten sie aufnehmen. Wo irgend ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. Also freie Kost und Logis. Das war der Dienst für die Diener des Königs, also ganz selbstverständlich. Und so haben die gepredigt, Verse 12 und 13, und Kranke geheilt, Dämonen ausgetrieben.
Jetzt müssen wir die Sache mit der Minimalausrüstung genauer anschauen und vergleichen wir das mit der Parallelstelle in Matthäus 10. Frank, liest du uns? Es geht da auch um die Zwölf, die ausgesandt werden, Vers 5, und dann weist der Herr sie an in Vers 7:
Diese Zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen und geht nicht in eine Stadt der Samariter. Wenn ihr aber hingeht, predigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahegekommen. Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt. Verschafft euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, keine Tasche auf den Weg, noch zwei Unterkleider, noch Sandalen, noch einen Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
Ja, das ist das Prinzip. Also sie arbeiten für den Herrn, dann können sie auch mit Unterstützung rechnen vonseiten Israels. Ja, aber ist jemandem aufgefallen, dass es da Unterschiede gibt, die gewisse Leute Widersprüche in der Bibel nennen würden? Also wo steht kein Stab? Jawohl, ja, also bei dir steht noch zwei Unterkleider, Vers 10, noch Sandalen, noch einen Stab. Übrigens im Mehrheitstext steht noch Stäbe in der Mehrzahl, also keine Stäbe. In Markus steht aber: Sie sollen einen Stab mitnehmen. Wozu? Wie? Ah, da konnte man das natürlich auch einsetzen, wenn Tiere ein Problem sein sollten, natürlich. Und dann war es der normale Wanderstab, weil die großen Distanzen zurücklegen mussten, und da hilft eben ein Stab zur Entlastung. Aber einen Stab, und in Matthäus steht, sie sollen eben, da wird gesagt, nicht Stäbe. Und noch etwas: Sandalen, ja, also keine Sandalen, steht in Matthäus 10,10, und hier steht: ja, sondern Sandalen untergebunden. Also wir sollten mit Sandalen nicht barfuß gehen, sondern Sandalen untergebunden. Jetzt Lösung.
Und das ist immer so schön bei diesen Stellen mit angeblichen Widersprüchen. Das nehmen manche, die ein Problem mit der Bibel haben, und bringen das triumphierend hervor. Aber eigentlich müsste man denen sagen: Schau mal, jetzt hast du die Aufgabe, das zu lösen. Und wenn du das nicht lösen kannst, ja, dann zeigt das, dass du die Bibel nicht verstehst. Denn wenn man die Bibel versteht, dann kann man das lösen.
Und was ist die Lösung? Das wäre eine Möglichkeit, zu denken, das ist nicht der gleiche Fall. Aber wenn du liest, wenn wir in Matthäus 10 den ganzen Zusammenhang, dann geht es effektiv sachlich um den gleichen Moment der Aussendung. Also manchmal können Unterschiede sein, dass der Herr da gepredigt hat und dort leben es Unterschiede. Aber hier muss man doch sagen, das ist der gleiche Fall. Aber es geht um das genaue Lesen. Kirin, ja? Ah, keine Wechselsandalen. Also nur die, die man anhat, also nicht noch zusätzliche Sandalen, jawohl. Und zwar muss man ja schauen: In Vers 9, Matthäus 10, Vers 9 heißt es: Verschafft euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, keine Tasche für den Weg, noch zwei Unterkleider, noch Sandalen, noch Stäbe. Hier haben wir das Verb verschaffen, und das ist ktaomai, also verschaffen muss man sich etwas, das man noch nicht hat. Und ktaomai heißt übrigens auch kaufen, sie sollen also nicht noch weiteres einkaufen und darum keine Sandalen noch erwerben, sie sollen also nicht noch Zusatzsandalen sich verschaffen, sondern einfach die, die sie hatten, untergebunden. Und schon ist es klar. Und sie sollten also nicht noch weitere Stäbe eben sich erwerben, sondern einer. Da könnte jemand sagen: Zwei Sticks, das geht besser beim Wandern. Der Herr sagte einen Stick, und das Problem ist gelöst.
Und zwar, eben wie gesagt, das Verb verschaffen, Matthäus 10, Vers 9, das heißt eben sich erwerben, kaufen, und in Markus heißt das Verb mitnehmen, ja, und das ist Griechisch nicht ktaomai, sondern airo, ein ganz anderes Verb, das heißt mitnehmen oder aufnehmen, wenn es am Boden liegt, aufnehmen. Das ist der Unterschied, das sind zwei verschiedene Anweisungen, und schon ist das scheinbare Problem gelöst.
Dann fahren wir nächstes Mal weiter mit Vers 14 und dem König Herodes. Aber etwas bleibt noch zum Schluss. Der Herr hat sie also so ausgesendet, aber schließlich wurde er ja verhaftet und sollte als Messias hingerichtet werden. Und jetzt mit den Jüngern können die noch weiter auf Unterstützung Israels sich verlassen. Dazu müssen wir lesen Lukas 22. Wir sind am Vorabend der Kreuzigung hier angelangt, und der Herr sagt, noch in dieser Nacht kann er sich um solche Dinge kümmern. Das ist gewaltig. Er weiß, dass jetzt eine Freinacht kommen wird mit illegalen Vorgerichtsuntersuchungen, dann bei Sonnenaufgang die offizielle Untersuchung mit dem Todesurteil und dann die Kreuzigung. Wir werden völlig blockiert.
Nach diesem Abend konnte der Herr sagen: Ich habe mich gesehen, dieses Passa mit euch zu essen. Ich könnte nicht mehr essen, ich habe keinen Hunger. Wenn ich weiß, jetzt kommt irgendetwas, dann esse ich nicht mehr. Das versteht meine Frau manchmal nicht. Ich könnte doch jetzt noch ... Nein, das geht nicht, blockiert. Und der Herr hat das Passa mit den Jüngern gegessen, weil er auch das Abendmahl einsetzen wollte. An diesem selben Abend, Vers 35, Lukas 22, liest du:
Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ohne Börse und Tasche und Sandalen sandte, mangelte euch wohl etwas? Sie aber sagten: Nichts. Er sprach nun zu ihnen: Aber jetzt, wer eine Börse hat, der nehme sie, und ebenso eine Tasche; und wer nicht hat, verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch, dass noch dieses, was geschrieben steht, an mir erfüllt werden muss: Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden; denn auch das, was mich betrifft, hat eine Vollendung. Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
Ja, also der Herr sagt: Jetzt wird es anders. Aber jetzt, das kann man sich anstreichen, das zeigt: Man muss die Bibel heilsgeschichtlich lesen. Das ist nicht einfach immer alles gleich, sondern das war ein Abschnitt in diesen drei Jahren des öffentlichen Dienstes, da war Israel zuständig, und das konnte erwartet werden. Aber jetzt, wo die Führerschaft den Messias verwirft und sogar kreuzigen lässt, sagt der Herr: Jetzt ist es anders. Wer einen Geldbeutel hat, mitnehmen, Tasche mitnehmen, und dann, wer keines hat, verkauft sein Oberkleid und kaufe ein Schwert, also ein Schwert mitnehmen. Jetzt muss man zum Beispiel auch schlachten können, irgendein Tier. Wenn man nicht mehr freie Kost und Logis hat, dann muss man sich mit dem Schwert ernähren.
So sehen wir: Plötzlich ist alles anders, ein Wechsel mit dem verworfenen, der vollends verworfenen Messias, der am nächsten Tag gekreuzigt wird. Jetzt sagt er: Ist die Sache anders, ihr müsst jetzt selber schauen, wie ihr zu den Einkünften und dem Unterhalt kommt. Ja, und so sehen wir aber wunderbar: Der Herr stellt die Frage nach dieser langen Zeit, als ich euch so wegsandte, war ja menschlich gesprochen ein Risiko, hat euch etwas gefehlt? An nichts. Und viele Missionare können das sagen, und zwar solche, die nicht überall ihr Postkonto oder Bankkonto angeben und können sagen: Der Herr hat gesorgt, ohne dass man Fundraising gemacht hat. Und die haben das auch erlebt: Es hat uns an nichts gefehlt, der Herr hat gesorgt. Und auch in der neuen Situation konnten sie wissen: Auch jetzt unter schwierigen Umständen wird der Herr auch da sorgen, wie es auf unseren Fünf-Franken-Stücken der Schweiz steht, am Rand: Dominus providebit. Der Herr wird sorgen.
Und hier schließen wir.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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