Serie•Teil 4 / 5Jesus, wir warten auf dich!
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Vorstellung und Rückblick auf den Dienst in Bulgarien
Ich möchte euch zuerst viele Grüße aus Bulgarien übermitteln, von den Geschwistern und den Gemeinden in Bulgarien. Manche sind heute auch hier.
Ich möchte mich zuerst kurz vorstellen, weil mich nicht alle kennen. Ich bin bekehrt worden. 1980 habe ich in Bulgarien meine Bekehrung erlebt. Später bin ich mit meiner Familie, mit drei Kindern, nach Österreich ausgewandert, nach einer kurzen, aber starken Verfolgung durch die Kommunistische Partei, der ich damals angehörte.
Dann durfte ich beim Gemeindebau in Ried mitarbeiten, und der Herr hat diese Gemeinde gesegnet. Ich denke, die Gemeinde ist jetzt über hundert Leute groß. Diese Gemeinde hat mich 1991 nach Bulgarien ausgesandt, und ich habe meinen Beruf als Maschinenbauingenieur in Österreich zurückgelassen. Ich habe angefangen, in Bulgarien zu arbeiten, sozusagen auf grüner Wiese. Das war im März 1991.
Meine Ziele waren, einfach Gemeinden zu gründen. Irgendwie hat sich dann ein zweiter Zweig der Arbeit entwickelt. Ich brauchte Bücher, und ich habe selbst die Übersetzungen und die Herausgabe von Büchern organisiert. Daraus hat sich auch ein großes Vertriebsnetz und ein Verlag christlicher Bücher für Bulgarien entwickelt.
Kann ich bitte die erste Folie haben? Ich bin nämlich diese fünf Jahre ohne meine Frau nach Bulgarien hin und her gependelt. Ich bin jetzt 54 Jahre alt, und ich merke, dass das nicht mehr so geht wie vor sieben Jahren, aber es geht noch weiter.
Ich habe drei Kinder, die keine Kinder mehr sind. In letzter Zeit durfte ich ein großes Segensgeschenk erleben: Mein Sohn hat ein schlechtes Leben geführt und ist jetzt wieder zurück in die Gemeinde in Ried. Ich hoffe, dass er den richtigen Weg findet.
Das ist jetzt die Karte von Bulgarien. Falls jemand nicht weiß: Bulgarien liegt über Griechenland und der Türkei, aber nicht wirtschaftlich, sondern nur geografisch.
In Bulgarien geht es in letzter Zeit relativ schlecht. Die Leute müssen einfach schlucken, dass es endlich um eine Reformierung der Gesellschaft geht. Bis jetzt war es nur hier und hier. Seit zwei Jahren haben wir wirklich demokratische Regierungen, und sie machen alles, was notwendig ist.
Gemeinden, Konflikte und geistliche Grundfragen
Diese Sternchen: Ich rede zuerst über unsere Gemeindearbeit in Bulgarien. Das zeigt einen Teil der gegründeten Gemeinden.
Ich habe in Sofia angefangen. Sofia ist die Hauptstadt von Bulgarien. Die Gemeinde dort zählt jetzt etwa sechzig Personen. Ich habe die ganze Arbeit dem Bruder überlassen. Es gibt noch keine Ältesten, aber wir beten, und ich hoffe, dass sie bald reif werden, um die ganze Arbeit übernehmen zu können.
Eine wirklich gegründete Gemeinde von uns ist die Gemeinde in Plovdiv. Dort ist in letzter Zeit die Zeit schlecht gegangen. Ich mache einen Einschub über unsere geistliche, meine geistliche Situation, nämlich in Bezug auf meine Strategie in Bulgarien.
Ich habe etwas entdeckt in meiner stillen Zeit, nämlich in 1. Timotheus 3,15-16. Dort steht: Damit du weißt, wie man sich im Hause Gottes verhalten soll, das die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit. Wie man sich in einer Gemeinde verhält, ist entscheidend. Dadurch ist eigentlich die Frage entscheidend, ob diese Gemeinde existiert oder nicht existiert.
Aber irgendwie ist neben diesem Vers auch der Vers über das Geheimnis der Gottseligkeit. Ohne Gottseligkeit gibt es keine Gemeinde, und ohne Jesus gibt es keine Gottseligkeit. Manchmal haben wir zu früh angefangen, eine Gemeinde zu bauen, bevor die Leute den Herrn wirklich als großes Ziel gehabt haben: seine Wiederkunft, seine Person, seine Macht über die Gemeinde, einfach die Tatsache, dass er der Leiter der Gemeinde ist.
Und in Plovdiv waren über dreißig Leute, jetzt sind es leider fast nur noch zehn, durch diese Fehler. Das ist ein Fehler von mir, auch ein Fehler von den Brüdern dort. Manche waren unreif. Dann wurden verschiedene Gegner unserer Arbeit zu Gegnern geworden, aufgrund dieser Verse. Und betet bitte, das ist das erste und klare Gebetsanliegen: Betet für die Gemeinde in Plovdiv.
Die Gemeinde hat sich gespalten wegen der Arbeit einer Frau und auch wegen dieser Fehler, die ich genannt habe. Aber die Geschwister sind nicht irgendwo in eine schlechte Gemeinde gegangen, sie sind in eine gute Gemeinde gegangen, in eine kongregationalistische Gemeinde. Trotzdem haben wir irgendwie ein bisschen den Kampf um das gewonnen, was wir meinen, dass eine biblische Gemeinde ist. Verloren haben wir ihn eigentlich.
Das gleiche Gebiet um Plovdiv ist eine türkische Gemeinde, und es gibt eine Gemeinde in Vedrare. Dann gibt es noch eine Gemeinde in Niezna, die eigentlich durch direkte Arbeit von Assen und Stephan Pilz entstanden ist. Das sind türkische Gemeinden.
In letzter Zeit ist auch eine Gemeinde aus unserer Arbeit in Russland entstanden. Da sind zwei Familien von Sofia und noch einem Bruder übersiedelt, und sie haben Jesus wirklich ernst genommen. Benedikt Peters war vor einem Jahr dort zu Besuch, und die Geschwister haben sich vor seinen Augen zerstritten. Einige haben nicht genug hart gearbeitet, und die anderen meinten, dass wir noch härter arbeiten müssen. Gott sei Dank standen sie fast vor dem Abgrund, und dann haben sie gesehen, dass Jesus derjenige ist, der sie halten und weiterführen kann. Sie haben sich entschieden, dass sie gemeinsam weitermachen, und wir haben ein großes Wunder erlebt.
Diese Gemeinde ist jetzt von zehn Personen auf fast dreißig Personen gewachsen, und es kommt weiter zu gesundem Wachstum. Und das ist für uns eine große Freude.
Die Gemeinde in Pleven ist auch irgendwie vom Herrn entstanden. Ein junger Bruder machte dort eine Buchhandlung. Er ist mit mir, Emil, das ist in Pleven. Er hatte irgendwie die Führung vom Herrn, dass dort eine Buchhandlung entstehen müsse. Und ganz kurz danach sind ein paar Geschwister zusammengekommen, und sie wollten eine Gemeinde gründen.
Jetzt behaupten sie fest, dass sie eine Gemeinde sind. Sie arbeiten hart, evangelisieren und rufen um Hilfe, obwohl sie nur unter zehn Personen sind. Aber trotzdem haben sie ein ganz tolles Leben und kämpfen ganz mutig mit den Schwierigkeiten.
Es sind noch rote Kreise. Diese Gemeinde haben wir nicht gegründet in Dubnica und Dulowo, aber wir arbeiten mit diesen Geschwistern ganz fest zusammen.
Kann ich bitte die andere Bilka haben?
Diesen Monat haben wir einen großen Segen erlebt. Wir hatten ein Zusammenkommen von leitenden Brüdern in ganz Bulgarien. Ihr seht auch Stefan Pilzischiert mit seinen drei türkischen Freunden, eigentlich vier türkischen Freunden von ihm, Brüdern. Wir haben uns dieses Bild ausgetauscht, jeder bekommt dieses Bild. Und jeder hat sich verpflichtet, dieses Bild aufzuhängen. Ich mag nämlich keine Bilder zu machen und so, aber wir haben uns verpflichtet, dieses Bild aufzuhängen, damit wir für uns beten und damit wir ein gemeinsames Ziel in ganz Bulgarien haben.
Das ist für mich ein entscheidender Wendepunkt in unserer Arbeit, und ich hoffe, dass der Herr diese unsere Bemühungen segnen wird. Da sind noch zwei Gemeinden, die nicht gezeichnet sind, aber ich bin irgendwie sehr zuversichtlich.
Bücherarbeit, Verbreitung und Gebetsanliegen
Dass ich über unsere Gemeindearbeit ein paar Worte sagen darf, möchte ich gern die vorige Folie einblenden und ein paar Dinge über unsere Bücherarbeit erzählen.
Diese Bücherarbeit ist mehr oder weniger von selbst entstanden. Ich habe nicht viel Geistliches gemacht, sondern nur das, was notwendig war und was wir als Ziel vor uns hatten. Aber irgendwie hat der Herr uns immer den nächsten Schritt gezeigt. Und immer ist dann auch der nächste Schritt gegangen worden.
Überall, wo die grünen Kreise sind, gibt es Buchläden. Wir brauchen dort wirklich viel Gebet. Bis jetzt haben wir etwa 45 Bücher herausgegeben. Außerdem geben wir alle drei Monate eine evangelistische Zeitschrift heraus und vertreiben davon 3000 Stück pro Monat.
Wir planen eine große Werbeaktion, ebenso eine Aktion zu Weihnachten, und auch diese 2000 verrückte Wände, ich weiß nicht, wie die Leute das sagen. Wir wollen wirklich weiter zu den Menschen kommen mit Büchern.
Wir vertreiben über 400 Titel in unseren Buchläden. Vor 1996 haben wir 80 christliche Bücher in Bulgarien vertrieben. Dann kam eine Krise, und wir haben auch unseren Platz gewechselt. Aber wir haben dabei auch ein sehr großes Erlebnis gehabt, und das ist wirklich ein Segen für die Gemeinde in Sofia: Wir haben einen Saal bekommen.
Wir sind nicht registriert, nicht angemeldet, und wir hatten immer enorme Schwierigkeiten, uns irgendwo zu versammeln. Uns ist es nicht erlaubt, einfach so einen Saal zu mieten. Und jetzt haben wir gleich eine Buchhandlung im Zentrum in Sofia, wirklich am Büchermarkt. Solche Büchermärkte gibt es kaum in Europa. In Bulgarien sind vielleicht auf einem Platz hundert oder zweihundert Büchertische, an denen alles Mögliche verkauft wird, und wir haben gerade dort unsere Buchhandlung. Wenn das nicht wirklich ein Segen ist, dann weiß ich nicht, was es ist.
Aber 1997 ist eine Krise in Bulgarien gekommen, vielleicht habt ihr davon in den Nachrichten gehört. Durch den Wechsel unseres Platzes sind wir im Vertrieb von 80 Büchern auf 35 zurückgegangen. Dieses Jahr hoffen wir, wieder auf 50 zu kommen, und wir sind knapp bei 50.
Ein großes Gebetsanliegen ist für uns, dass sich das ganze Werk dieses Vertriebs christlicher Literatur nicht selbst tragen kann. Besonders letztes Jahr, als wir an der Wende vor drei Jahren waren, dachten wir, jetzt kommen wir eigentlich dahin, dass wir alles selbst tragen können. Aber jetzt schaffen wir es nicht. Und ich überlege gerade, ob wir eigentlich dieses ganze Vertriebsnetz haben müssen. Gibt es kein anderes Vertriebsnetz für christliche Literatur in Bulgarien, tatsächlich in diesem Ausmaß, wo die Leute ruhig irgendwo hineinkommen und etwas kaufen können? Das ist mein zweites großes Gebetsanliegen.
Und wenn jemand Bücher braucht für Bulgaren im Westen, die nicht so viele sind wie die anderen Nationalitäten, soll er sich an uns wenden. Sogar jetzt kamen wir auf einer Konferenz mit manchen christlichen Büchern und einem Neuen Testament.
Wir arbeiten gleichzeitig an der Revision der bulgarischen Bibel. Das ist ein altes Projekt, und es läuft nicht so einfach. Aber wir haben nur eine alte Übersetzung, weit, weit vom Zweiten Weltkrieg entfernt, und ich weiß nicht, warum. Die Leute müssen in unseren Ländern Hunderte verschiedene Übersetzungen haben und eine Bibel mit sechs parallelen Übersetzungen, und wir haben nur eine vom Zweiten Weltkrieg. Daran arbeiten wir.
Es gibt einen großen bulgarischen Wissenschaftler, der an der Bibel arbeitet. Er arbeitet jetzt wie ein Totengräber in Wien. Er ist von der Uni in Salzburg ausgeschlossen worden. Er ist einer unserer Helfer. Betet für ihn, er ist Professor. Betet einfach, dass er sich auch bekehrt. Er ist sogar nicht bekehrt, obwohl er Fachmann für die Bibel ist. Betet einfach für den nicht bekehrten Professor für Bibelkunde.
Ich will mich bedanken für die Gebete und die große Unterstützung. Irgendwie freue ich mich, dass wir einmal im Himmel, wie Benedikt sagt, vereinigt werden. Dann werdet ihr vielleicht manche Geschwister aus Bulgarien sehen, die ihr von den Bildern kennt und die euch gesehen haben. Dann sagt ihr vielleicht: Ach so, das ist eigentlich Andy Zaguber oder dieser oder jener, von dem wir durch seine Lieder gehört haben.
Und ich freue mich, dass wir tatsächlich verharren dürfen in dieser Hoffnung auf Jesus Christus und auf dein Wiederkommen. Das hält uns, wirklich gesagt, über dem Wasser. Danke.
Wenn meine Familie erscheint, dann können wir anfangen. Wir sind froh, wieder einmal hier unter euch zu sein. Vor zwei Jahren war ich zum letzten Mal auf dieser Konferenz hier, und es ist schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Es ist für uns sehr ermutigend, wenn wir Geschwister kennenlernen und die Geschwister sagen: Ah, wir kennen euch schon, wir beten für euch. Ich muss immer oder oft sagen: Ja, wir kennen euch leider nicht. Aber ich möchte euch sagen: Macht weiter, weil es wichtig ist, dass Leute hinter uns stehen und für die Arbeit beten, die wir tun.
Familie, Alltag und Gemeindearbeit in Split
Hier ist die Familie. Eben hat ein Bruder gesagt: Eure Familie wächst irgendwie sehr schnell. Das kann ich nur bestätigen, aber zur Beruhigung: Jetzt ist es erst einmal genug.
Wir wohnen in Split und sind froh, in dieser Stadt zu sein. Es war am Anfang nicht so leicht für uns, dort zu wohnen. Die Menschen dort sind ihrem Charakter nach besondere Menschen: eher verschlossene Menschen, ziemlich stolze Menschen. Aber so langsam haben wir uns dort Freunde geschaffen, haben Freunde gefunden, und wir fühlen uns irgendwie wohl in dieser Stadt.
Es ist schön zu sehen, oder zu erleben, wie Gott uns gebraucht und wirklich wirkt und wie Gott irgendwie anwesend ist. Ein Erlebnis, das wir gestern auf der Autobahn hatten: Wir sind hier zur Konferenz gefahren und hatten vergessen, genügend Schilling einzustecken. Kuna hatte ich schon dabei, aber damit kann man in Österreich nichts anfangen. Wir fahren so durch die Gegend und halten an einer Raststätte an, die noch ziemlich weit weg von hier liegt. Wir sitzen da und essen, und da kommt ein Bruder rein und sagt: Das zahl ich für euch. Es war irgendwie schön zu sehen, dass Gott ihn irgendwie wieder hergeschickt hat. Wir hätten schon genügend Geld gehabt, um das zu zahlen, genug Schilling, aber Gott hat ihn irgendwie geschickt, so haben wir es zumindest erlebt, um uns zu zeigen, dass er bei uns ist.
Besonders viel Freude haben wir mit unseren beiden Söhnen. Der David Luca ist der Größere, er ist ein Jahr und drei Monate alt. Der Kleine ist der Jan Philipp. Wir sehen, alle unsere Kinder haben zwei Namen, sogar Micky Maus. Dann ist der Mustervater bei uns ein Junge, den wir vor zwei Jahren aufgenommen haben. Seit dem Tag unserer Hochzeit wohnt er bei uns. Er hat vorher auf der Straße gewohnt, geht jetzt in die dritte Klasse, und irgendwie sehen wir, dass es weitergeht mit ihm. Ich denke, dass viele auch gerade dafür beten, und wir hoffen, dass es ein Zeugnis in der Stadt ist, dass wir uns um diesen Jungen kümmern und dass der Junge bei uns ist.
Ein besonderes Anliegen ist, dass er sich einmal bekehrt. Er ist im Moment in einer Phase, in der er nicht so viel Interesse am Evangelium und an Gottes Wort hat. Aber Gebete können da Dinge verändern.
Die Stadt, in der wir wohnen, ist Split. Split ist sozusagen die zweite Station für mich in Kroatien. Früher habe ich in Zagreb gewohnt, jetzt dort. Diese Stadt hat 300.000 Einwohner, sehr wenige Christen, und das Christentum ist eigentlich etwas Neues in dieser Stadt, vielleicht zehn Jahre alt. Davor gab es keine Gemeinde in Split. Vor zehn Jahren kamen die ersten Missionare unserer Generation. Ganz früher gab es dort natürlich schon Christen. Somit ist das Evangelium und diese Dinge für die Menschen irgendwie neu, und es braucht ziemlich viel Zeit und ziemlich viel Geduld.
Wir haben dort einen kleinen Buchladen, in dem die Anita arbeitet. Es gibt sehr wenig kroatische Literatur, und wir versuchen, Literatur herauszubringen und Bücher zu übersetzen. Das sind einige Bücher, die wir in den letzten Jahren herausgebracht haben, die wir übersetzt haben. Besonders stolz sind wir auf den Kommentar, der in drei Bänden herauskommt. Das haben wir bei den Bulgaren abgeschaut. Zwei sind bereits fertig, der dritte sollte irgendwie bald fertig sein. Das Buch ist von vielen von euch auch mitfinanziert worden, und es ist eine sehr große Hilfe, besonders für junge Geschwister in einem Land, in dem es wenig Literatur gibt.
Es war irgendwie ein längerer Weg dahin, dass die Gemeinde zu einer Einheit wird, und das war uns ein großes Anliegen. Menschen bekehren sich. Es ist am Anfang vielleicht wie ein rohes Ei, alles ist irgendwie mit Vorsicht zu genießen, bis die Geschwister sich näherkommen. Und es ist wirklich passiert, dass wir mit Freude sagen können, dass sich die Sache zum Guten verändert hat. Die Leute sind nicht mehr so kritisch, ob wir jetzt eine Sekte sind oder keine Sekte sind, sondern Geschwister haben sich wirklich in die Gemeinde eingefügt, arbeiten mit und haben jeden Samstag ein Gebetsfrühstück, wo wir besonders für die Gemeinde beten. Das ist dort unser Gemeinderaum, und hier sind einige Geschwister an einem Sonntag.
Den Gemeinderaum haben wir vielleicht seit einem Jahr. Vorher haben wir uns auf einer Terrasse getroffen, oft draußen, und wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Raum haben. Besonders der Igor, ein Bruder, der sich vor vielleicht zwei oder sogar drei Jahren bekehrt hat, ist eine sehr stabile Person in der Gemeinde und eine große Stütze der Gemeinde. Ich bin irgendwie wirklich stolz auf ihn. Er plant, im Sommer zum DITP nach Amerika zu gehen, und es ist auch ein Gebetsanliegen, dass das Programm dort wirklich eine Hilfe für ihn ist. Er hat gerade Englisch gelernt und muss noch einige Dinge tun, um sich darauf vorzubereiten. Wir denken, das ist eine gute Investition. Er ist ein sehr junger Bruder, ziemlich begabt, sehr wissbegierig, und wir denken, dass es eine sehr gute Sache ist, wenn er an diesem Programm dort teilnimmt.
Meine Frau hat mit den Frauen jeden Samstag ein Frauentreffen. Da werden verschiedene Lektionen durchgenommen, und die Frauen kommen gerne hin und fühlen sich dort irgendwie sehr wohl. Es war eine Freizeit, die wir im Sommer hatten. Da waren Geschwister aus Sarajevo auch dabei, Geschwister aus Zagreb, Geschwister aus Split. Mit 70 Geschwistern haben wir dort in einem Berghaus gewohnt. Dazu werde ich euch gleich noch mehr sagen.
Das Berghaus haben wir sehr günstig bekommen und sind jetzt gerade dabei, es zu renovieren. Ein großes Ziel dieses Hauses ist, dass wir dort Freizeiten machen können. Es ist wirklich zum Segen für die Geschwister gewesen, die im Sommer da waren. Der Fred hat die Vorträge gemacht, aber nicht nur die Vorträge, er hat auch das Lammfleisch genossen. Eine kleine Spezialität des Landes: Wer mal nach Kroatien kommt, sollte zumindest Lammfleisch probieren.
Es war immer ein Problem, wenn wir im Sommer eine Freizeit gemacht haben oder auch zu Weihnachten ein Haus zu finden, in dem man mit vielen Geschwistern sein kann und das noch günstig ist. Das Berghaus hier ist uns angeboten worden, für einen recht günstigen Preis zu mieten. Es wird im Moment umgebaut. Ein Ziel davon ist es, dass wir ein Haus haben, in dem man Freizeiten machen kann.
Ein anderes Ziel ist es, dass wir versuchen, uns in Split besonders auch um Drogensüchtige oder Leute aus problematischem Hintergrund zu kümmern. Wir möchten in diesem Haus solche Leute aufnehmen. Im Moment sind zwei Jungen dort. Der eine Junge kommt aus Zagreb, das ist der Boris, und der andere ist der Sandro. Er ist ein Junge, der in Deutschland gewohnt hat, in Kroatien sehr viel gestohlen hat, drogensüchtig war, aus dem Land herausgeflogen ist und sechs Jahre nicht nach Deutschland zurück darf, wo seine Eltern wohnen. Er sitzt dort bei uns.
Wir möchten einfach diesen Leuten helfen und ihnen die Möglichkeit geben, dass sie irgendwie irgendwo wohnen können und Arbeit finden können, um ihnen da zu helfen. Weil wir wahrscheinlich wissen, dass das Drogenproblem in Split sehr groß ist, sehen wir für uns wirklich dort eine Aufgabe, dass wir uns um dieses Problem kümmern.
Kurz dazu, wie es im Haus aussieht: Vielleicht hatte der eine oder andere von euch Interesse, dort einmal hinzufahren, und denkt, dass das Haus recht schön gelegen ist, auf 900 Meter Höhe, für Freizeiten irgendwie geeignet, vielleicht nicht gerade für Familienfreizeiten, aber zumindest doch für Jugendfreizeiten. Es gibt immer drei Betten, also übereinander sechs in einem Zimmer. 54 Betten sind in diesem Haus. Das heißt, 54 Leute können dort recht gut wohnen.
Letztes Jahr haben wir diesen Bus geschenkt bekommen, den wir auch für die Drogenarbeit einsetzen. Das ist ein T-Bus aus Deutschland, hat ein bisschen eine andere Beschriftung bekommen. Damit versuchen wir, auf der Straße Leute kennenzulernen, Kontakte zu machen und Menschen Hilfe anzubieten. Einen Jungen, den wir letztes Jahr zu Ostern bei diesem Einsatz kennengelernt haben, hat sich wahrscheinlich vor Kurzem bekehrt. Er heißt Goran.
Hier sind einige Drogensüchtige in Split, von denen es wirklich sehr viele gibt. Man sagt, 10 Prozent der Einwohner in Split sind drogensüchtig, das sind von 330.000 Leute. Wir haben einen Verein gegründet, um mit diesem Problem irgendwie etwas zu tun, und als dieser Verein bieten wir auch Deutschkurse an, um den Leuten etwas Sinnvolles für ihre Freizeit zu bieten.
Zu diesem Zweck ist die Priska, ein junges Mädchen aus Deutschland, für ein Jahr nach Split gekommen. Sie hält diese Deutschkurse. 400 Leute haben sich für diesen Kurs angemeldet, 95 davon haben wir genommen, und sie lernen jetzt Deutsch. Wir lernen die Leute kennen und kommen auf diesem Weg auch in Kontakt mit Leuten.
Wir haben jeden Freitagabend einen sogenannten Konversationsabend. Da kommt hin, wer will, und man redet halt auf Deutsch miteinander. Das ist für die Leute interessant und für uns wichtig, um neue Leute kennenzulernen. Unser Problem ist, dass die Priska Ende des Jahres wieder nach Hause geht, und wir suchen noch eine neue Deutschlehrerin oder einen neuen Deutschlehrer. Wer Interesse hat, für ein halbes Jahr, ein Jahr oder länger für diese Arbeit nach Split zu kommen, kann sich bei mir später melden.
Wir machen Ausflüge mit den Leuten, die wir im Deutschkurs kennenlernen, um sie besser kennenzulernen, und wir versuchen halt auf diese Art und Weise, mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Einsatz im Kosovo und Hoffnung für die Menschen dort
Des kurz zu splitten: Wir waren auch dieses Jahr im Kosovo. Ich möchte nur ganz kurz, ergänzend zu gestern Abend, ein paar Bilder zeigen.
Wir haben vor einigen Wochen den Einsatz im Kosovo gemacht. Wir wussten nicht, was uns dort erwartet. Und ich kann nur bestätigen, was Salvador gestern Abend gesagt hat: Es ist wirklich eine gelegene Zeit dort im Land. Und es ist wichtig, dass wir die Geschwister, die dort arbeiten, unterstützen.
Das war unser Ziel bei diesem Einsatz. Das war das Ziel bei der Aktion Christen für Kosovo, die wir gestartet haben: dass wir den Geschwistern dort helfen.
Mein lieber Bruder hat uns seinen Jeep zur Verfügung gestellt. Das war sehr praktisch, weil in Albanien die Straßen sehr schlecht sind. Unser altes Böck hatte leider nur so einen VW LT, und seine Handgelenke sind immer noch geschädigt.
Im Kosovo ist vieles passiert, viele schlimme Dinge. Und irgendwie war es unser Anliegen, dass wir den Menschen Hoffnung bringen. Wir hatten dazu eine Broschüre. Darauf stand: Viele Fragen, eine Hoffnung. Wir denken, das war ein ziemlich guter Titel für die Menschen, die dort im Kosovo leben.
Hier, das war ein Brand, der direkt in unserem Nachbarhaus war, wo wir gewohnt haben. Das war unser Team, mit dem wir im Kosovo waren, mit den Gastgebern, bei denen wir gewohnt haben.
Wir sind dort hingekommen und kannten eigentlich niemanden, außer eine Familie. Das ist wirklich vorbildlich gewesen, zumindest für mich. Sie sind Moslems, haben ihr Haus geöffnet, und wir konnten zwei Wochen bei ihnen wohnen. Das war wie im Siebensterne-Hotel. Wenn man sich irgendwie hingesetzt hat, kam sofort jemand mit dem Kissen an und hat es unter den Hintern gebracht. Wenn man sich hingelegt hat, wurde man zugedeckt. Die Leute waren wirklich sehr gastfreundschaftlich.
Eben habe ich gehört, und es hat mich ziemlich getroffen: Dieser Mann heißt Mustafa, er ist vor einigen Tagen gestorben, bei einem Herzinfarkt. Die Familie war immer dabei, wenn wir irgendetwas gemacht haben. Wenn wir zusammen gebetet haben, waren sie da. Sie haben vieles gesehen, sie haben Bücher gelesen, die wir ihnen gegeben haben. Zumindest war der Teil der Familie irgendwie offen fürs Evangelium. Wir wissen halt nicht, ob der Mann sich bekehrt hat.
In diesem Land ist sehr vieles zerstört. Sie haben viele schlimme Dinge gesehen, bis zu Massengräbern. Man findet halt verschiedene Munition und Dinge, die vom Krieg her noch zurückgeblieben sind.
Das war die deutsche Kaffeekanne beim Einsatz. Das Bild hat uns eine Sonderkontrolle gekostet, weil sie doch mal sehen wollten, wer das fotografiert.
Unser Motto war: Leben ist mehr. Und das haben wir natürlich auch durch unser Auftreten deutlich gezeigt.
Das ist die Familie. Wir sind zum Beispiel da zusammen und beten, und sie waren immer dabei. Sie haben geholfen beim Traktatestempeln, bei allem, was zu tun war. Sie waren dabei, obwohl sie Moslems sind.
Wir haben sehr viele gute Gespräche mit Menschen dort gehabt. Wir haben viel Literatur verteilt, hier vor einer Moschee. Die Männer saßen draußen, wir kamen vorbei, haben ihnen Schriftstücke gegeben, und dann saßen alle da und haben gelesen.
Das waren wirklich beeindruckende Erlebnisse. Wie man sieht, man kommt in ein fremdes Land. Wir hatten wirklich Angst, als wir zur Grenze kamen. Man hört viele Geschichten, was im Kosovo passiert. Aber wir haben gesehen: Gott war mit uns und hat uns wirklich geholfen und irgendwie offene Türen gegeben.
Es war in einem Café, überall konnte man Literatur verteilen, und überall waren die Menschen wirklich freundlich und haben das gerne genommen. Auf einer Baustelle, überall, wo es irgendwie die Gelegenheit gab, wo Menschen waren, haben wir angehalten und Literatur weitergegeben.
Es ist sozusagen eine offene Tür im Kosovo. Und Salvador hat gesagt, die nächsten sechs Monate sind wahrscheinlich entscheidend. Die Leute sind sehr fleißig dort. Jetzt kommt der Winter, sie können in ihren Häusern nichts arbeiten. Das heißt, sie haben Zeit. Danach werden sie wieder beschäftigt sein mit Häusern bauen.
Und deshalb möchten wir Bücher drucken. 50 von Jesu Schicksal sind geplant. Das wird in den nächsten Wochen verteilt und gedruckt, und zu Weihnachten wird halt ein Einsatz sein. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich unter anderem bei Alois Böck melden oder bei mir.
Es ist wichtig, dass wir Literatur in dieses Land bringen. Das Buch ist mit einem Gutschein versehen, es gibt noch keine Post im Land. Da wird die Adresse von den Geschwistern, die gestern Abend hier waren, drauf sein. Und es ist einfach eine Unterstützung für ihre Arbeit, die sie tun. Ich denke, das ist wirklich eine wichtige Zeit.
Wir haben heute Morgen etwas über Ziele gehört. Wenn Jesus auf der Erde war, hatte er ein Ziel. Er war gekommen, um das Verlorene zu erretten. Ich denke, es sollte auch unser Ziel sein, besonders wenn sich solche Möglichkeiten bieten, dass wir alles geben und alles dafür tun, dass Menschen errettet werden.
Vielen Dank!
Dankbarkeit und Dienst in Bosnien-Herzegowina
Ja, ich bin froh, dass ich heute unter euch sein darf und dass ich von unserer Arbeit in Bosnien-Herzegowina berichten darf. Ich bin mit meiner Frau Alicia nun schon gut zwei Jahre in diesem Land, und ich möchte hier vor euch bekennen, dass wir dem Herrn sehr, sehr dankbar sind, dass wir in diesem Land sein dürfen und dass wir dort wohnen dürfen.
Wir haben in diesen zwei Jahren dieses Land und die Menschen dieses Landes wirklich lieben gelernt, und wir sind selbst sehr bereichert worden in unserem Dienst. Also haben wir wirklich allen Grund zum Danken. Wir danken auch euch, denn ihr betet für uns, und es ist uns einfach bewusst, dass wir ohne euch das nicht tun könnten, was wir tun, ohne eure Gebete, ohne eure praktische Hilfe und Unterstützung. Wir möchten euch danken.
Es ist vielleicht gut, wenn wir auch noch sehen, was für ein Land das ist. Ja, das ist manchmal alles ein bisschen schief in Bosnien. Viele wissen gar nicht, dass es dieses Land gibt. Es liegt zwischen Kroatien und Serbien, oder besser gesagt im ehemaligen Jugoslawien. Es ist auch eine ehemalige Republik des ehemaligen Jugoslawiens. Es ist die Republik, in der der Krieg am längsten und am schlimmsten gewesen ist.
In diesem Land wohnen drei Völker, oder besser gesagt ein Volk mit drei Religionen. Das sind der Islam, orthodoxe Christen und Katholiken. Die Muslime sind die grösste Volksgruppe, etwa 40 bis 50 Prozent, die Orthodoxen etwa 30 bis 40 Prozent, die Katholiken knapp 20 Prozent.
Wenn man dieses Land verstehen will und auch unsere Arbeit, muss man wenigstens einigermassen den Krieg verstehen, der in diesem Land vier Jahre lang war. Oberflächlich kann man sagen, die Sache war so, dass Kroatien auf der einen Seite und Jugoslawien auf der anderen Seite dieses Land unter sich teilen wollten, ohne irgendwelche Rücksichten auf die Menschen, die in diesem Land wohnen. So kam es irgendwie, dass die Muslime in die Zange genommen wurden, von hinten und von vorn, relativ unvorbereitet. Und es ist irgendwie ganz wichtig, dass wir das verstehen, wenn wir in Sarajevo arbeiten.
Sarajevo ist seit dem Krieg eine Stadt mit 80 bis 90 Prozent Muslimen. Und irgendwie ist das, was im Krieg geschehen ist, einfach ganz tief drin in der Seele dieses Volkes. In diesem Land sind Massaker geschehen, bei denen ein Massaker mehr Tote gefordert hat, nach meinen Informationen, als der ganze Kosovo-Krieg. Leute wurden umgebracht. Zum Beispiel wurden in Srebrenica in Ostbosnien innerhalb von drei bis vier Tagen 15.000 bis 20.000 Menschen abgeschlachtet. Es war eine Schutzzone, wo die UNO für die Sicherheit dieser Menschen sich verbürgt hat.
Und das ist irgendwie in den Köpfen drin, in den Herzen drin, von den Menschen, mit denen wir es zu tun haben. Das sind Muslime, das heisst nicht, dass sie fundamental sind. Sie sind westlich gesinnt, aber irgendwie denken sie doch, die christlichen Völker wollten unser Volk ausrotten, und der Westen hat dabei zugeschaut. Das müssen wir einfach wissen.
Es sind viele, viele Ausländer in dieses Land hineingekommen, viele Organisationen, politisch, humanitär, religiös. Und die Leute denken: Ja, ja, die sind alle gekommen, und die lieben uns eigentlich nicht. Die wollen nur irgendwie Kapital schlagen und für ihre Interessen unseren Krieg ausnutzen.
Ja, soweit die Situation in diesem Land.
Was unsere Arbeit betrifft, wir sind sehr dankbar. Wir sind jetzt gut zwei Jahre da, und mit Gottes Hilfe und ein bisschen Fleiss konnten wir die Sprache relativ gut lernen. Wir können mit den Leuten reden, wir können auch Bibelstunden ohne Übersetzer machen, und wir merken heute, dass das eigentlich das Wichtigste hier ist: dass man die Sprache kann, dass man persönlich mit den Leuten arbeiten kann.
Es ist ein Land, Bosnien, wo es kein Vertrauen mehr gibt. Die Leute haben kein Vertrauen zu den anderen, sie haben kein Vertrauen zu den Ausländern, die kommen. Und viele haben auch das Vertrauen in sich selbst verloren im Krieg. Es ist ein Land von zerstörten Brücken. Jetzt baut die internationale Gemeinschaft alle Brücken auf, die im Krieg zerstört wurden. Aber auch die Brücken von den Menschen sind irgendwie zerstört, von Mensch zu Mensch. Diese Brücken wieder aufzubauen, das ist irgendwie viel schwieriger. Das kann man nicht einfach mit Geld machen, dazu braucht es Zeit. Es braucht Liebe, es braucht Verständnis.
Und es ist irgendwie wichtig, dass wir all das wissen, um auch die geistliche Situation in diesem Land zu verstehen. Die Bosnier sind offen und doch nicht offen. Also wenn man bei uns Traktate verteilt, die Geschwister, die nach dem Krieg nach Bosnien fuhren, wenn die in muslimischen Gebieten waren, dann haben sie nicht so freundliche Leute erlebt. Wenn wir jetzt Traktate verteilen, dann sind die Leute zwar nicht ärgerlich, aber von vielleicht tausend schreiben uns zwei oder drei. Und von diesen zwei oder drei geht eigentlich nichts weiter, sie wollten nur ein Buch und sonst nichts mit uns zu tun haben.
Wenn wir eine Evangelisation machen, dann kommen zwanzig, dreissig Leute. Von denen ist die Hälfte ein paar fundamentale Muslime, die nur stören wollen, und andere sind irgendwie alte Leute, die ein bisschen verrückt sind, weil sie einfach nichts zu tun haben. Also so gesehen ist das Land nicht offen.
Aber wenn wir Leute bei ihnen zu Hause besuchen, dann können wir eigentlich mit jedem über Gott reden. Und jeder sagt: Im Krieg habe ich gemerkt, dass es Gott gibt. Zum Beispiel hat ein Freund von mir gesagt: Ich wurde als Atheist erzogen, ich bin so aufgewachsen, habe nie über Gott nachgedacht. Aber im Krieg, als ich auf dem Feld lag und da gab es keinen Schutz, keinen Baum, nichts mehr, und die Granaten sind gefallen, und du weisst, wenn die fünf Meter neben dir runtergehen, dann überlebst du, ein Meter näher, dann ist es aus, dann hat er gesagt: Weisst du, dann fängst du einfach an zu beten, wenn du merkst, du hast nichts mehr in der Hand. Überhaupt nichts mehr.
Und das haben eigentlich alle Leute da erlebt in Sarajevo. Und von dem her sehen wir: Es sind sehr viele Fragen da, es ist eine sehr grosse Not da und irgendwie Offenheit. Und doch ist es sehr schwierig, an die Leute heranzukommen, weil Religion auch in diesem Land, in diesem Krieg eine Rolle gespielt hat und heute noch eine sehr grosse Rolle in der Politik spielt. Und irgendwie sind die Leute einfach sehr, sehr kritisch.
Ja, wie geht es voran? Wir haben letzten Sommer sieben Leute taufen dürfen, und wir versammeln uns mit diesen Leuten bei uns in der Wohnung. Wir haben Gemeinde, und da sind wir eigentlich sehr, sehr dankbar. Wir denken, alle, mit denen wir uns jetzt versammeln, sind wirklich hingegeben. Sie lieben Gottes Wort. Sie beten, sie versuchen wirklich auch in ihrem Leben ein Zeugnis zu sein und ihren Glauben zu bezeugen. So denken wir, wir haben einen sehr, sehr guten Grundstock, der uns Grund zur Freude und zur Hoffnung gibt.
Das Problem ist ein bisschen, dass die Hälfte der Gläubigen aus einem Dorf kommt. Das Dorf ist eine Autostunde von uns entfernt, und nicht nur ist dieses Dorf eine Autostunde entfernt, sondern auch eine andere Welt. Da war nämlich Krieg zwischen diesem Dorf und der Stadt, wo wir wohnen, und daher ist ein ganz anderer Geist irgendwie da. So ist die Arbeit sehr klein und noch irgendwie geteilt. Das ist ein bisschen ein Problem.
Wir versuchen jetzt in diesem Dorf durch einen evangelistischen Kreis mehr Leute zu gewinnen. Das ist ziemlich schwierig. Die Leute dort haben Angst, sind irgendwie unter Druck von diesem Nationalismus und wagen sich nicht recht dazu zu kommen. In der Stadt wollen wir jetzt bei uns zu Hause auch mit einem Bibelkreis anfangen.
Wir sind froh, dass wir jetzt wirklich Menschen kennengelernt haben. Wir haben Freunde gefunden in dieser Stadt, die uns sehr lieb sind, und da haben wir ein besonderes Anliegen, sie wirklich für Jesus zu gewinnen. Wir denken, dass dieses Land ganz besonders das braucht, was auch Salvatore gesagt hat am Anfang: Menschen, wo man Jesus sehen kann. Also diese Leute, wenn du ihnen einfach nur eine Schrift gibst, wird ihnen das nicht viel sagen. Aber was sie sehen müssen, ist wirklich: Es gibt mehr, es gibt wirklich einen lebendigen Gott, der Menschen verändern kann.
Und das ist irgendwie das Gebetsanliegen: Betet für uns, dass wirklich Jesus in uns noch mehr Gestalt gewinnt, dass die Menschen an uns sehen können, was die Wahrheit ist, was die Liebe Gottes ist, und dass auch für die Geschwister, die sich bekehrt haben. Wir denken, wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir brauchen euer Gebet, dass der Herr an uns wirkt, dass er uns gebraucht, und betet wirklich um offene Türen, dass Menschen bereit werden, mit uns regelmässig die Bibel zu lesen.
Wir haben einige sehr gute Kontakte, wo Menschen offen sind. Betet, dass der Herr einfach ihre Herzen zieht und öffnet, dass sie bereit werden, mit uns die Bibel zu lesen und dass sie sich bekehren. Wenn es uns gelingt, wirklich eine kleine Zelle zu schaffen, wo wirklich Leben da ist, Liebe, Vertrauen, wird das die Menschen hier sehr ansprechen. Sie sind sehr offen, man kann leicht in die Häuser der Leute gehen, man kann leicht mit ihnen reden über dies und das. Aber es braucht irgendwie noch den letzten Durchbruch.
Lage in Mazedonien und neue Schritte im Dienst
Leben in Bitola, das ist wie die Hölle, sagt ein Freund von mir, der Dragoljub, und ich kann ihn irgendwie verstehen. Für einen jungen Mann, der für einen sehr harten Job im Braunkohletagebau 180 Mark im Monat verdient und wirklich keine Perspektiven hat, der ausgeschlossen ist von dem Wohlstand und von all den schönen Dingen, die wir hier im Westen genießen, kann es gut sein, dass ihm das Leben in Bitola so erscheint.
Ich bin natürlich nicht ganz mit ihm einverstanden. Ich fühle mich in Bitola eigentlich ganz wohl, Hölle ist sicher etwas anderes. Für viele Menschen in Mazedonien drehen sich die Gedanken aber wirklich nur um diese Probleme: um Arbeitslosigkeit, darum, dass kein Geld da ist und dass sie keine Perspektiven haben, vor allem viele junge Leute. Und eigentlich ist ihr größter Wunsch nur, weg aus Mazedonien.
Also meine Prognose wäre: Wenn man die Grenze aufmachen würde, wären am ersten Tag oder in den ersten paar Tagen sicher die Hälfte der Leute, die abhauen können, ausgewandert. Ein Freund von mir und sein Vater sagen dasselbe. „Alexander, hast du nicht den ganz großen Koffer? Da tun wir dann den Andre rein und du nimmst ihn mit nach Deutschland.“ Auf der Straße begegne ich einem Polizisten, und er sagt: „Hey, können wir nicht etwas machen, dass ich nach Deutschland gehen kann? Ich bin nicht irgendjemand, ich bin Polizist. Ja, ich mache keine groben Sachen.“ Aber er will einfach weg von diesem Land.
Die Sinnlosigkeit dieses Lebens verdrängen viele Mazedonier dadurch, dass man halt isst und trinkt und irgendwie versucht, die angenehmen Zeiten zu sehen. Die Mazedonier sitzen gerne im Kaffee, sie reden gerne miteinander, aber ganz, ganz wenige haben irgendwie ein Ziel im Leben. Für das ist es Lohn zu leben.
Kann ich bitte mal die Folie von Bulgarien haben? Aha, okay, alles klar, nicht schlimm. Ich muss mich entschuldigen, es gibt von mir keine Bilder. Bis vor ungefähr fünf Jahren wusste ich selber nicht mal, dass Mazedonien überhaupt existiert. Vielleicht haben viele von euch erst in diesem Jahr davon erfahren. So ein kleines Land, das am Rand steht, über das man sehr wenig weiß. Diese Folie ist dafür ein großes Beispiel.
Da unten am Rand ist Mazedonien, und die Stadt Bitola, wo ich wohne, ist im Süden von Mazedonien an der griechischen Grenze. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes, hat ungefähr hunderttausend Einwohner und war früher mal die kulturelle Hauptstadt. Inzwischen ist es ziemlich heruntergekommen, und die alte Schönheit ist vergangen.
In Mazedonien wohnen ungefähr zwei Millionen Menschen. Die meisten sind Mazedonier, sagen Sie, andere Leute sagen etwas anderes, das können wir heute Abend nicht klären. Dann gibt es ungefähr ein Viertel bis ein Drittel Albaner, und diese Albaner sind für die anderen Mazedonier ein ziemlicher Albtraum. Zunächst mal einfach deswegen, weil sich ihr Bevölkerungsanteil sehr schnell vermehrt. In ungefähr zehn Jahren werden sie die stärkere Bevölkerungshälfte darstellen, und vor dieser Zeit haben viele Mazedonier jetzt schon Angst. Sie haben Angst, dass das Gleiche, was im Kosovo passiert ist, sich auch in Mazedonien abspielen könnte.
In Mazedonien gibt es wenige, relativ kleine Gemeinden, und es ist sehr traurig, dass auch diese Gemeinden zerteilt sind auf fünf verschiedene Denominationen und intern zum Teil zerstritten.
1995 ist zum ersten Mal von unserer Seite ein Missionseinsatz dort durchgeführt worden, und das war angeregt durch drei junge Mazedonier, die sich in Zagreb bekehrt haben. Dadurch haben wir einen Blick bekommen für dieses Land, und eine kleine Gruppe ist zum ersten Mal hingefahren. Seither waren fünf oder sechs Einsätze mit Verteilung von Literatur, und es gab sehr gute Reaktionen. Also viele Hundert Menschen haben zurückgeschrieben, haben Bücher bestellt, und mit der Zeit ist so die Notwendigkeit deutlich geworden, dass jemand dorthin gehen sollte und in Bitola die Geschwister unterstützen.
Ich bin dann letztes Jahr im Juni umgezogen. Ich komme aus Ingelfingen in Deutschland, von einer relativ kleinen Gemeinde, um die Geschwister, die in Bitola wohnen, zu unterstützen: durch einfach den persönlichen Kontakt, durch biblische Lehre, und wir wollen zusammen dort evangelisieren.
Das Team ist inzwischen verstärkt worden durch einen Bruder aus Trumica, der Marin. Der ist in Salzburg zum Glauben gekommen, und er wohnt jetzt bei mir, also wir haben eine Brüder-WG, kann man sagen. Literatur übersetzen so ganz langsam, ein Fernbibelkurs ist gerade in Bearbeitung, Training im Christentum Null wird gerade lektoriert. Ich mache das zusammen mit meiner Sprachlehrerin, das ist gut für sie, für das Evangelium und für mich, für die Sprache.
Ja, wir haben sehr viele Menschen schon kennengelernt, es wird wirklich schon schwierig, diese ganzen Kontakte zu halten. Ja, wir versuchen da einfach dran zu bleiben.
Nach einiger Überlegung haben wir uns entschlossen, dass ich dort im Land als Geschäftsmann offiziell leben soll, und wir haben eine Firma gegründet. Das ist jetzt im Herbst so ziemlich fertig geworden, und ich möchte einfach so als Halbtagsjob versuchen, etwas dort zu verkaufen. Es ist ziemlich schwierig in einem Land, wo es kein Geld gibt. Aber wir haben noch mehr Möglichkeiten, in der Zukunft tätig zu werden. Diese Arbeit ist einfach eine gute Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen.
Also der ganze Stress mit der Anmeldung, die ganzen Formalitäten, haben sich eigentlich schon gelohnt. Ich war zeitweise täglich beim Anwalt, und wir hatten sehr gute Gespräche, und ich hoffe, dass dieser Mann in der Zukunft sich auch bekehrt. Ich hoffe auch, dass die Firma dazu dienen kann, dass der Marin oder jemand anders, andere Geschwister, in der Zukunft Arbeit finden können, so dass wir einfach in bescheidenem Maß geschäftlich tätig sind, aber dass noch genug Kraft und Zeit bleibt, das Evangelium und den Gemeindebau voranzubringen.
Wichtige Gebetsanliegen
Jetzt im Augenblick liegen beim Handelsministerium unsere Anfragen für einen Import einer neuen mazedonischen Bibelübersetzung. Es sollen knapp 50 Bibeln, die aus Holland kommen oder die dort von Geschwistern gestiftet worden sind, ins Land gebracht werden. Also das wäre jetzt konkret ein wichtiges Anliegen, dass die Leute beim Ministerium uns die Erlaubnis geben und die Dokumente kommen, und dann kann in der zweiten Novemberwoche ein Sattelschlepper aus Holland über Deutschland und dann eben nach Mazedonien fahren. Es ist wirklich ein Gebetsanliegen, bis die Teile im Land sind, dass der Herr da wirklich offene Türen schenkt.
Dann ein weiteres sehr wichtiges Anliegen für die Zukunft sind geeignete Mitarbeiter.
Für unser tägliches Leben denke ich, braucht es für mich persönlich bessere Organisation, mehr Disziplin beim Sprachstudium und bei den Dingen, die halt jeden Tag gemacht werden müssen. Unsere Geschwister arbeiten zum Teil Schicht, und die Arbeitszeiten wechseln die ganze Zeit, so dass wir eigentlich nicht planen können, uns jede Woche regelmäßig zum Beispiel während der Woche irgendwann zu treffen. Es kann immer sein, dass einer oder zwei wichtige Leute weg sind, und dadurch wird es sehr schwierig.
Ja, wir können beten für die Menschen, die wir kennengelernt haben, vielleicht konkret für eine Nachbarin von uns, die heißt Snejana. Sie wartet sehr, sehr sehnlich auf die Bibel. Sie sagt, jetzt hat sie das Neue Testament schon zwanzig Mal gelesen, und sie möchte endlich das ganze Ding in der Hand haben. Solche Leute gibt es immer wieder, und vor allem vielleicht können wir für diese Snejana beten, dass der Herr so zu ihr spricht, dass sie sich zu ihm bekehrt.
Evangelistische Literatur und persönliche Kontakte in Südtirol
Ich möchte mich kurz vorstellen, für die, die mich noch nicht kennen. Ich heiße Werner, Werner Wieser, und bin in Südtirol in der Gemeinde auf Bauarbeit tätig.
Wir arbeiten dort in der Evangelisation hauptsächlich mit persönlichen Beziehungen. Das heißt, wir denken, es ist richtig, in der heutigen Zeit und auch in unserem Volk auf die Leute einzugehen, mit ihnen Freundschaften zu knüpfen, ehrliche Freundschaften, auf ihre Probleme einzugehen, mit ihnen zu reden, mit ihnen Zeit zu verbringen und die natürlichen Familienbeziehungen zu nutzen. Und wir haben es auch erlebt, dass auf diese Weise wirklich immer wieder Menschen zum Glauben kommen.
Trotzdem haben wir in den letzten Jahren festgestellt, dass unser Bekannten- und unser Verwandtenkreis doch relativ klein ist als kleine Gemeinde. Deshalb haben wir uns gedacht: Was können wir in diesem Land dienen, um neue Menschen kennenzulernen, um über unseren Wirkungskreis hinausgehen zu können?
So haben sich einige eine evangelistische Broschüre zu erstellen und zu erarbeiten, um sie dann auch verteilen zu können, in der Hoffnung, dass Menschen darauf reagieren. Mir hat man an eine Broschüre gedacht. Die Broschüre hat zwanzig Seiten, aus dem einen Grund: Langjährige Erfahrungen haben uns gezeigt, dass ein Traktat zu wenig ist. Denn wenn man Traktate verteilt hat, dann seien die vielfach einfach auf den Weg geschmissen worden und in die Papierkörbe gelangt, aber oft auch auf der Straße liegen geblieben. Und dann ist das Zeugnis am Ende schlechter, als wenn man nichts verteilt hätte. Die Leute haben es also kaum gelesen, und Reaktionen sozusagen keine.
Wenn man Bücher verteilt, dann besteht das Problem, dass man sie ja nicht an die Massen verteilen kann, weil sie erstens zu teuer sind, zweitens ist es schwierig, ein Thema auszuwählen, denn jede Person braucht irgendwie ein spezielles Thema. Und so kann es leicht passieren, dass ein Buch zu einseitig ist. Also haben wir einen Mittelweg gewählt und haben gesagt, wir möchten eine Broschüre ausarbeiten, in der wir die wichtigsten Themen alle in einem kurzen Artikel einziehen können, so dass jemand, der etwas wissen will über Gott und die Bibel, wirklich alles erfahren kann, was er braucht, um sich bekehren zu können oder zumindest um einfach Anstöße zu bekommen, um dann weiter nachzudenken oder zu reagieren.
Ich möchte Ihnen die Broschüre kurz vorstellen. Vom Inhalt her sind es 20 Seiten, zweifarbig aufgemacht, außer dem Titelblatt, aber doch mit verschiedenen Tabellen und Bildern darin, so dass es nicht allzu teuer ist und sich doch sehr gut anschauen und lesen lässt.
Wir haben verschiedene Artikel drin. Der erste Artikel zum Beispiel heißt: Die Bibel ist einzigartig. Es ist für uns in Südtirol eine Selbstverständlichkeit, dass man zuerst einmal über die Bibel reden muss, bevor man den Leuten überhaupt den Inhalt der Bibel predigen kann. Und dann haben wir noch einen kleinen Zusatzartikel, wo wir den Leuten ganz praktische Tipps geben, wie sie ihre Bibel lesen können.
Wir haben dort schon Menschen in den evangelistischen Bibelkreisen gehabt, die nicht viel mehr wussten, als dass es ein altes und ein neues Testament gibt. Also eine stockkatholische Gesellschaft, aber die Leute kennen die Bibel überhaupt nicht. Folglich der erste Artikel: Die Bibel ist einzigartig. Und da wird alles dargelegt, was man wissen muss über die Bibel, um sie wirklich als Wort Gottes zu identifizieren.
Der zweite Artikel heißt: Der vergessene Christus. Viele Menschen heutzutage haben ganz vernebelte Vorstellungen von dem, was Jesus wirklich ist, wer Jesus wirklich ist. Und viele haben ihn auch schon vergessen und haben sich anderen Religionen zugewendet. Aus dem einen Grund, weil sie einfach enttäuscht sind vom Christentum. Und bei diesem Artikel will man ihnen irgendwie erklären, wie es dazu kommen konnte, und wollen ihnen aber zeigen, wer Christus wirklich war und was für Ansprüche er an uns stellt.
Dann der dritte Artikel: Die Auferstehung Jesu Christi – die größte Lüge oder das geschichtliche Ereignis? Und da werden einfach Zeugen angeführt, Belege, dass Jesus wirklich auferstanden ist. Und wir weisen sehr stark darauf hin, dass eben diese Zeugen eigentlich viel glaubwürdiger sind als so manche Zeugen, die unsere Geschichtsbücher belegen sollten.
Dann haben wir einen kurzen Artikel über die Schöpfung drin, einfach wunderbare Sachen aus der Schöpfung beobachtet, und dann eben am Schluss die Frage gestellt: Ist denn da letztendlich nicht wirklich ein Schöpfer dahinter? Kann das alles nur zufällig entstanden sein? Das kann nicht sein.
Da haben wir einen evangelistischen, einen ausgesprochen evangelistischen Artikel drin, der heißt: Verloren. Und dort wird eben die Verlorenheit des Menschen anhand der Bibel aufgearbeitet. Gleich anschließend zwei Lebenszeugnisse: Zwei Südtiroler Geschwister berichten über ihre Bekehrung, über ihren Werdegang als Christen.
Dann zum Schluss aber noch ein Artikel: Führen alle Religionen zu Gott? Und auch in Südtirol, obwohl die Menschen stockkatholisch sind, taucht doch immer wieder die Frage auf: Ja, ist es letztendlich nicht möglich, irgendwie über alle Religionen zu Gott zu kommen? Und wir weisen da ganz stark darauf hin, dass das Christentum doch etwas ganz Besonderes hat, und das ist der Aspekt der Vergebung der Sünden, dass Jesus eben in diese Welt gekommen ist, um für uns stellvertretend zu sterben und uns wirkliche, echte, ewige Sündenvergebung zu gewähren. Und das ist es, was das Christentum ja so wunderbar macht im Vergleich zu den anderen Religionen. Gottes Bild und so weiter.
Zum Schluss noch kurz ein paar biblische Begriffe geklärt: Was bedeuten Begriffe, die die Leute so falsch verstehen? Dann Quellenangaben, Bildquellennachweis und alles drin, also eine handliche Broschüre zum Weitergeben.
Bitte betet für dieses Projekt, denn die Argumente in der Broschüre mögen gut sein. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen: Es geht um einen geistlichen Kampf. Letztendlich sind es ja nicht unsere Argumente, die die Menschen bekehren, sondern sie müssen durch die Macht Gottes aus der Finsternis herausgerettet, erlöst und auf den richtigen Weg gebracht werden. Also bitte betet mit uns. Wir möchten gern nächstes Jahr diese Broschüre unter das Volk bringen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich natürlich jeden von Ihnen einladen, einmal nach Südtirol zu kommen, vielleicht am Wochenende oder so, oder einmal allein am Samstag. Es wäre eine wirklich feine Gelegenheit, um uns zu helfen, diese Broschüre zu verteilen. Es geht eigentlich leider darum, dass man eine Straße abklappert, durchgeht und einfach die Broschüre in jeden Briefkasten hineinsteckt. Eine wirklich nicht schwierige Arbeit, aber eine Gelegenheit, um das Land, das Volk kennenzulernen, vielleicht auch manches Gespräch zu führen und letztendlich einfach, um die Arbeit zu erledigen.
Wir werden dann Karten erstellen, so dass von den Gebieten, wo wir sie verteilen möchten, Karten da sind, Straßenkarten, Ortskarten. Und man kann einfach hingehen und einmal eine Straße machen. Wir streichen uns das, und die Straße, in der wir verteilt haben, und wir wissen genau, wo wir schon waren und wo nicht. So lässt sich das alles recht gut koordinieren.
Also, ihr müsst damit rechnen, dass ich nächstes Jahr dann bald nach Weihnachten, bald nach Neujahr einmal ansprechen werde, vielleicht als Gemeinden, vielleicht als Jugendgruppen und vielleicht die eine oder andere Frage, ob nicht jemand einmal kommen könnte und uns helfen.
Das ist ein provisorisches Exemplar, ein provisorischer Computerausdruck. Und deswegen kann ich es nicht verteilen und sagen in dem Sinne. Aber wenn jemand interessiert ist an diesem Projekt, dann könnte er zu mir kommen und könnte dieses provisorische Exemplar einmal anschauen.
Danke!
Gemeinsame Evangelisation im Pinzgau
Wir befinden uns hier in Saalfelden. Dieser Teil hier ist der Pinzgau, also unser Salzburger Land. Flächenmäßig ist er einer der größten Gaue Salzburgs, einwohnermäßig ist der Flachgau der größte.
Worum geht es hier also? Unser Ziel ist es, die Menschen im Pinzgau mit dem Evangelium zu erreichen. Im Pinzgau leben 85.000 Menschen. Wir leben hier in einem sehr schönen Land, in einem sehr reichen Land, aber in einem geistlich sehr armen Land. Und so, wie die Geschwister in den Nachbarländern bemüht sind, das Evangelium wirklich hinauszutragen, so sind auch wir bemüht, hier in Pinzgau die Botschaft von Jesus Christus wirklich in jedes Haus hineinzutragen.
Wie wollen wir das erreichen? Wie wollen wir erreichen, dass wir 85.000 Menschen mit dem Evangelium irgendwie kontaktieren? Wir sind nicht ganz zweihundert Gläubige im Pinzgau. Es gibt die Gemeinde in Saalfelden, wo wir uns jetzt auch befinden. Dann gibt es die Geschwister in Unken, wo ungefähr 20 Gläubige sind, die Geschwister in Lofer mit 20 Gläubigen und die Geschwister in Uttendorf, ehemals mit der Syr-Embirger-Gedächtnisgemeinde. Wir haben uns jetzt gemeinsam zusammengeschlossen und haben gemeinsam vor, dieses Werk voranzutreiben, indem wir gemeinsam versuchen, das Evangelium im Pinzgau noch besser hinauszutragen.
Unser Ziel ist es wirklich, alle Menschen ganz bewusst mit dem Evangelium zu erreichen, in einem Geist zusammenzustehen, um für den Glauben des Evangeliums zu kämpfen, wie wir das im Philipperbrief lesen. Wir bemühen uns, in Zukunft unter uns vier Gemeinden, die wir da sind, aber auch gemeinsam wirklich an der Evangelisation zusammenzuarbeiten. So wie wir das bisher auch gemacht haben, nur in einem etwas anderen Rahmen, haben wir zusätzlich zu den verschiedenen Evangelisationen, die jede Gemeinde für sich betreibt, vor, in Zukunft einmal im Monat einen evangelistischen Vortrag zu veranstalten.
Und zwar in Zell am See, das ist hier die Bezirkshauptstadt des Pinzgau, haben wir vor, einmal im Monat einen Vortrag zu machen. Dazu haben wir ganz spezielle Einladungen gemacht. Diese Einladungen gehen in erster Linie an unsere Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen. Wir haben versucht, möglichst eine ansprechende Einladung auf Papier zu machen. In dieser Einladung kommt auf der Innenseite der aktuelle Vortrag hinein. Da wird jeweils der Redner vorgestellt, die Person sowie der Vortrag angesprochen, möglichst interessant formuliert, sodass wir Interesse wecken können für den Vortrag. Diese Einladungen gehen dann eben an unsere Freunde und Bekannten.
Zusätzlich zu den Einladungen haben wir auf der Rückseite verschiedene Informationen darauf, was unsere Ziele sind und was wir tun wollen. Zum Beispiel eben, dass wir wollen, dass dieses Evangelium eine positive, lebensverändernde Kraft erfährt. Wir wollen die Einheit und die Harmonie in unseren Familien fördern. Wir möchten herzliche Gemeinschaft unter Christen fördern und so weiter. Es sind hier einfach verschiedene Punkte angeführt, die man zusätzlich als Information mitgeben kann.
Diese Einladung ist speziell für Freunde und Bekannte gedacht, also für Leute, die in unserem Bekanntenkreis sind und uns persönlich kennen. Zu dieser Einladung ist zusätzlich auch als Saatgut gedacht. Wir haben vor, diese Vorträge das ganze Jahr über zu machen. Das heißt, wir haben jetzt im September mit dem ersten evangelistischen Vortrag begonnen und werden jeden Monat einen solchen öffentlichen Vortrag machen. Das läuft das ganze Jahr, und so Gott will, haben wir vor, das die nächsten Jahre so zu machen.
Wir erwarten uns, dass auch die Freunde und Bekannten, die vielleicht nicht kommen, durch diese Einladungen doch irgendwie mit dem Wort Gottes erreicht werden und dass unser Umfeld etwas von dem mitbekommt, was wir glauben, was wir machen und wie wir uns eigentlich darstellen mit dem, was wir tun. Auf diese Art und Weise werden jeden Monat circa tausend bis tausendfünfhundert Einladungen verteilt, das sind lauter persönliche Kontakte und Beziehungen.
Der Abend selber wird so gestaltet, dass wir versuchen, ein gutes Rahmenprogramm zu gestalten. Wir Pinzgauer sind ein sehr musikliebendes Volk. Wir haben eine eigene Musikgruppe zusammengestellt, um einfach eine Zeit des Singens miteinander zu haben. Dann gibt es den Vortrag, und es ist auch ein Zeugnis an jedem Abend gedacht, also vollmächtige Prediger, lebendige Zeugnisse und ein gutes, ansprechendes Rahmenprogramm, das wir an diesem Abend bringen möchten.
Zusätzlich zu diesem Ganzen möchten wir auch Öffentlichkeitsarbeit machen. Das heißt, wir möchten diese Vorträge auch an die Öffentlichkeit hinaustragen. Wir haben jetzt mit einer Zeitung, dem Pinzgauer Journal, eine Zusammenarbeit begonnen. Diese Zeitung hat jetzt einen Bericht herausgebracht, also einen redaktionellen Bericht von dieser Arbeit, die wir machen und was wir vorhaben. Wir haben den redaktionellen Bericht selber zusammenstellen können, und das ist jetzt letzte Woche hinausgegangen.
Diese Zeitung erreicht 140.000 Leser, das geht also weit über den Pinzgau hinaus. Wir haben vor, regelmäßig jeden Monat Einschaltungen in der Zeitung über den Vortrag und über das Thema, das kommen wird, zu machen. Wir möchten auch ganz aktuelle Themen ansprechen, die die Leute bei uns einfach beschäftigen. Wir haben einfach vor, mit dieser Art von Arbeit in Häuser zu kommen, wo wir sonst nie hinkommen, und möchten auf diese Art und Weise auch die öffentlichen Mittel benutzen, um das Evangelium zu transportieren oder hinauszutragen. Wir möchten einfach, dass die Leute wissen, was wir machen, wer wir sind. Wir präsentieren ihnen einfach das.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass alle Geschwister aus unseren Gemeinden integriert sind. Jeder kann einladen. Es gibt verschiedene Arbeitsgruppen, wo wir zusammenarbeiten können, ob das jetzt die Tischdekorationen sind, ob das das Gebetsteam ist, das während des Vortrags für diese Evangelisation betet oder auch unter dem Monat für diese Evangelisation betet. Es gibt einfach verschiedene Möglichkeiten, oder redaktionell mitzuarbeiten. Oder im Musikteam mitzuarbeiten. Das sind verschiedene Bereiche, wo jeder einfach gefragt ist und wo jeder die Möglichkeit hat, mitzuarbeiten.
Also, wir streben einfach gemeinsam an, mit unseren Gemeinden miteinander das Evangelium hinauszutragen. Für uns ist es gut, für die kleineren Gemeinden, weil wir irgendwie zu schwach sind, ein so großes Projekt aufzuziehen. Aber gemeinsam sind wir wirklich stark genug, das zu machen. Und es freut mich einfach ganz besonders, dass wir uns in diesem letzten Jahr wieder mehr zusammentun haben können, um diese Arbeit beginnen zu können.
Mein Anliegen wäre einfach: Geschwister, betet für das, betet für diese Evangelisation. Nächste Woche am Freitag findet der nächste Vortrag statt, den Walter Mauerhofer diesmal machen wird. Der letzte Vortrag, der erste, war für unsere Verhältnisse hier sehr gut besucht. Wir hatten bis 25, 30 außenstehende Leute hier am ersten Abend. Es war ein Saal mit circa 70, 80 Leuten gefüllt, was eigentlich sehr gut angekommen ist.
Bisher haben wir oft das Problem gehabt bei der Evangelisation, wenn wir in Uttendorf eine gemacht haben, dann sind vielleicht zwei, drei Außenstehende gekommen, dann waren noch zehn Gläubige da, und irgendwie hat vom Eindruck für die Außenstehenden immer so einen verlorenen Eindruck gemacht. Man hat irgendwie gemerkt beim letzten Vortrag, wie sich die Leute einfach auch wohlgefühlt haben. Es war ein Raum, der voll war mit Leuten, es war Freude da, es war Begeisterung da, und man hat einfach eine ganz andere Möglichkeit, hier dann auch mit den Leuten zu reden.
So bitte betet einfach für unsere Anliegen, dass der Herr wirklich Gnade schenkt, dass wir dieses Ziel erreichen, den Pinzgau wirklich mit dem Evangelium zu durchdringen. Dieser Teil hat es in dieser Weise noch nie erlebt. Es war eine sehr finstere Zeit in den letzten Jahrhunderten hier in diesem Tal. Die letzten Gläubigen sind ja damals vertrieben worden, im siebzehnten Jahrhundert, wie wir wissen, vom Erzbischof Firmian.
So, wir haben vor, wirklich jetzt einfach aufs Neue dieses Evangelium hineinzutragen. Der Herr hat einiges getan in den letzten Jahren, und bitte betet für uns, dass er noch eine große Arbeit hier tut. Bitte betet für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Einheit unter uns Gemeinden, dass diese Einheit wächst, dass die Zusammenarbeit auch wächst und besser wird, sodass wir wirklich reiche Frucht einfahren dürfen, auch für den Herrn.
Ich möchte jetzt mit dem abschließen. Wir wollen noch gemeinsam beten für diese Anliegen, die wir gehabt haben. Wo André bitte die Folie wieder auflegt, möchte ich danke sagen, jetzt für eure Aufmerksamkeit, auch für die Geduld, die ihr jetzt gehabt habt, für diese vielen Beiträge. So beten wir noch für das, bevor wir dann in die Pause gehen.

