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Über den Namen Jesus: Der einzigartige Name

01.02.19595. Mose 28,58

Einführung zum Thema des Namens Jesu

Mein. Na, das sei mit uns und Friede, von dem es ja da ist, der da war und der kommt.

Wir wollten an den Sonntagen einige Texte über den Namen Jesu besprechen. Hör mal, wie gestern, am Sonntag nach Neujahr, wurde sein Name genannt: Jesus.

Wir finden ein wundervolles Wort über den Namen des Herrn Jesus in 5. Mose 28. Ich lese nur einen Nebensatz: „… dass du fürchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, deinen Herrn.“ Das heißt, da, wo du nicht hältst, dass du alle Worte des Gesetzes tust, die in diesem Buch geschrieben stehen, dass du fürchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den Herrn.

Herr, heilige uns in deiner Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Amen.

Vor ein paar Tagen stand ich in Oslo in einer großen Versammlung. Ganz hinten saß ein sehr alter Mann, über 80 Jahre alt. Dieser alte Mann war als Jüngling erweckt worden und zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gekommen. Es war eine wirkliche Wiedergeburt, wie Jesus sie nennt.

Und da hat er, in der Freude seines Herzens, ein Lied gedichtet, das so anfängt: „Jesu Name nie verklingt, ewiglich bleibt er bestehen.“ Mit diesem Lied zog die Erweckungsbewegung, die mit einem einfachen Bauern begonnen hatte, durch ganz Norwegen.

Der alte Mann war von auswärts gekommen, hatte von diesen Versammlungen in Oslo gehört und wollte mich begrüßen. Ich freute mich sehr auf die Begegnung mit diesem alten Mann, dessen Lied zu einer Zeit geboren wurde, als die Erweckung ihren Siegeszug angetreten hatte.

Wir singen dieses Lied ja nun auch in Deutschland: „Jesu Namen nie verklingt.“ Wenn ich wüsste, dass ihr richtig wach seid und das erste Lied auswendig könntet, würde ich sagen: Wir sind der Gemeinde mal eben vor. Ja, sollen wir es riskieren? Steht mal auf, die Jungen! Steht auf, Jungs!

Jesus, na ja. Was? Nein, was? Hallo? La la. Na was? La la la. Mehr Mann. Ohaa, halt. Hallo!

Sie können sich denken, dass ich gespannt war auf die Begegnung mit dem Mann, von dem das Lied und die Melodie stammen.

Die Bedeutung und Kraft des Namens Jesu

Und die Begegnung kam doch nicht zustande. Es passierte etwas Seltsames. Am Schluss stand diese große Versammlung auf. Und Sandhausen? Dieses Lied – ich habe in 18 Tagen in Norwegen und Schweden in 43 Versammlungen gesprochen, aber in 40 davon wurde dieses Lied gesungen. Nicht mehr so sagen: Am Schluss dieser Versammlung brausen. Dies liegt an einer großen Bewegung, waren Keister, Erweckung oder Versammlung.

Und zwar ist dieser Gesang gewaltig, nicht nur äußerlich, sondern man spürt etwas von der Gewalt dieser einfachen Töne. Und da ist der alte Mann hinausgegangen, ja, hielt es nicht mehr aus, es überwältigte ihn – die Gewalt des Namens Jesu, wie sie ihn als jungen Mann bewegt hatte.

Hm. Jetzt hab ich dich nicht gesehen. Aber ich kann den Alten verstehen. Er wusste etwas von der Gewalt des Namens Jesu. Davon sind unserem Text die Regeln, dass du fürchtest, den herrlichen und unerreichbaren Namen.

Ich möchte über diesen Text und die Predigt schreiben: der einzigartige Name. Aber ich muss vorher noch Bemerkungen machen. Es gibt vielleicht nachdenkliche Leute oder Theologen hier, die sagen: Ja, aber Pasta Busch, dass Sie dem fünften Buch Mose einfach ein alttestamentliches Wort so ohne Weiteres auf den Namen Jesus übertragen. Der sage ich: Jawohl, hier ist von dem geoffenbarten Namen des Herrn die Rede, der im Alten Testament heißt, und im Neuen Jesus. Jesus ist das äußerste Äußerste an der Offenbarung des Namens Gottes. Also wir sprechen vom einzigartigen Namen.

Ich bin dabei geblieben, trotz meiner Abwesenheit, dass ich drei Teile habe. Erstens: Jesu Namen – er verklingt nie. Jesu Name verklingt nie. Das ist ein interessantes Feuerwerk. Sehen Sie, wenn der Chef weggeht, dann klappt im Waldhaus nichts mehr, sogar das Licht nicht mehr. Sie dürfen sich nicht aufregen. In 14 Tagen ist alles wieder in Ordnung. Aber ich mal wieder: die schlafen sonst völlig, keine Luft da, kein Licht da. Das ist zu viel verlangt. Geht es wieder an? Also: Jesu Name verklingt nie – möchte ich den ersten Teil überschreiben.

Sehen Sie, unser Text spricht vom lebendigen Gott, durch den Mund des gewaltigen Gottesmannes Moses, sehr nachdrücklich von dem herrlichen und schrecklichen geoffenbarten Namen. Und damit macht der lebendige Gott deutlich, dass dieser Name eine ewige Bedeutung und Geltung hatte – sich vor 3000 Jahren her, dass gesagt wurde: vor 3000 Jahren. Und er macht Gott deutlich in diesen nachdrücklichen Worten, dass der herrliche und schreckliche Name Jesus eine ewige Bedeutung hat. Der einzige Name, dem das zukommt.

Die Offenbarung des Johannes sagt das Merkwürdige: In der neuen Welt werden die Kinder Gottes einen neuen Namen bekommen. „Ich will Ihnen geben einen neuen Namen.“ Es ist verständlich: An unserem alten Namen hängt so viel Liebes und Dunkles und Schmutziges. Und mit dem neuen, mit der neuen Welt und dem neuen Leib wird Gott den Seinigen einen neuen Namen geben. Nur ein einziger behält in Ewigkeit seinen Namen – und der Gott will, Gottes, also der Herren, nicht gehören, deren Namen Staub geschrieben und vergessen sind. Nur einer behält seinen Namen alle Ewigkeit – und das ist Jesus.

Jesu Namen verklingt nie. Dieser Name wird Ihnen ewig erklingen, ohne Verklingen. Herr Verklingen? Sehen Sie, mit menschlichen Namen ist es ganz anders. Hm, eine Zeit lang können menschliche Namen die Welt erfüllen. Ne, weiß jeder heute also sagen wir: Wer Romy Schneider ist, nicht? Oder Toni Seiler, oder Eisenhower, Adenauer oder Ollenhauer – die sind so banal, wir füllen die Welt. Aber nach einiger Zeit erklingen die Namen nicht mehr. Einige von ihnen fristen dann noch ein Schatten-Dasein in Geschichtsbüchern oder literarischen Lehrbüchern. Also, wer von Ihnen weiß, was Thutmosis der Dritte getan hat? Trotzdem ließ er eine riesige Pyramide über seinen Leichnam erbauen. Ich mache jede Wette, dass keiner von uns etwas über Thutmosis den Dritten weiß.

Oh doch, nun der Name Goethe, den kennen wir noch. Aber ich mache weiter: Dass keine 10 von 10 % von uns den zweiten Teil des Faust auch nur von Ferne kennen. Und das ist eigentlich – der fängt an in die Geschichtslehrbücher einzugehen. Es gab einmal einen Heerführer, greife einen heraus, sage Sie ja nicht, auch nicht schlecht, auch nicht gemerkt, dass ich zurück bin. Die… Ja, kannst du auslassen? Mach irgendwas nur mit dem Feuerwerk auf.

Es gab einmal einen Heerführer, der im Mittelalter die Renaissance Italiens mit dem Ruhm seines Namens erfüllt hat. Der ist Koloni. Kein Mensch wüsste überhaupt noch, was von Koloni, wenn nicht der – rutscht ihm dieses unbeschreiblich schöne Standmal gebaut hätten Venedig. Im menschlichen Namen: menschliche Namen verklingen immer. Es gibt Namen, die durch Jahrtausende gehen – noch nicht. Name wie Sokrates klingt lange. Aber ich fürchte doch, dass die meisten von ihnen noch wissen, dass eine böse Frau Eva hatte – ne, die Namen verklingen langsam.

Nur mit dem Namen Jesus ist es anders. Er erklingt. Nicht nur müssen wir fragen: Warum nicht? Und bitte hören Sie mir gut zu, das ist eine ganz wichtige Sache. Ich muss, um das zu erklären, zwei Bibelstellen nebeneinander nennen.

Sie kennen die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Als die Menschen den Turm zu Babel bauen, da sagen sie: „Lasst uns einen Turm bauen, der Spitze wie das Himmelreich ist, damit wir uns einen Namen machen.“ So sagen sie. Der Mensch kann sich also einen Namen machen. Der kann dummen, oder Sputnik bis darüber hinaus schießen oder irgendwie kann man den Namen machen.

Von Jesus aber heißt es anders. Reich, wir haben eben gehört, darum hat Gott ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen herrlich ist. Einen Namen gegeben, der über alle Namen herrlicher ist. Oder wir stehen Menschen kein anderer Name gegeben, darin sie selig werden können. Allein der Name Jesus.

Merken Sie den Unterschied: Der Mensch kann sich einen Namen machen, der erklingt. Aber Gott gab dem Sohn den Namen Jesus, Heiland. Jesus gehört also in keiner Weise in die Reihe der großen Männer, die sich einen Namen gemacht haben. Das ist der irrsinnige Irrtum der Gebildeten aller Zeiten, dass sie sagen: Wir sind so tolerant und da stellen wir Büsten von Sokrates und Plato und Jesus und und und auf und so weiter.

Dahin gehört Jesus nicht. Jesus wird in keiner Weise in die Reihe großer Männer gestellt, die einen Namen gemacht haben, sondern kurz hat seinen Namen der Welt gegeben zur Errettung, zum Heil, zum Segen werden unsere Namen. Jesus, das ist ein Junge, nicht wahr? Ist noch nicht dazu gekommen, sich einen Namen zu machen.

Freu dich, dir hat Gott den Namen Jesus gegeben, seine Freude und Seligkeit. Ich bin darüber sehr glücklich, dass der Name, ich denke, Gott in die Welt hineingestellt hat. Hm, zum Seligwerden.

Lassen Sie mich, um das deutlich zu machen, noch einmal eine Geschichte erzählen, die ich höchstwahrscheinlich schon mal erzählt habe, aber so oft, wie ich rede, kann ich nicht immer neue Geschichten ausdenken. Sie macht so deutlich, was ich meine.

Die Geschichte von den zwei Männern, die im Eisenbahnzug saßen – ein alter und ein junger. Der Junge liest ein Buch. Ich weiß jetzt nicht, sagen wir, von Thomas Mann, nicht. Er kennt den Alten nicht, sie kennen sich nicht, sitzen nur gegenüber. Und dann wird dem Jungen langweilig und er fängt ein Gespräch an mit dem alten Herrn gegenüber.

„Nun, bringen Sie mir das an. Ich hab mir vom Wetter nichts anzufangen, zu dämlich.“ Und da sagt er: „Kennen Sie dieses Buch?“ „Nein“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“ „Aber den Verfasser kennen Sie? Thomas Mann, einer der berühmtesten deutschen Schriftsteller?“ „Nee“, sagt er, „kenne ich nicht.“ „Mhm, ah, da gehen Sie mir ins Theater. Sie lesen nicht viel, Sie kennen das Theater gut, ja?“ „Kennen Sie?“ „Kennen Sie Marianne Hoppe?“ „Nee“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“ „Haben Sie mehr ins Kino gegangen?“ „Dann kennen Sie?“ „Kennen Sie, kennen Sie?“ „Ich kenne sie leider nicht.“ Also sagen: „Warum? Ich Schneider, letzter Rettungsanker für mich. Nicht mehr kennen Sie Romy Schneider? Kennen Sie Ingrid Bergmann?“ „Ich komme von Schweden.“ „Natürlich kennen Sie Ingrid Bergmann. Kennen Sie Heinz Rühmann?“ „Nein“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“ Und du willst dem jungen Mann zu dumm? Und er sagt: „Alter Herr, Sie sind ja wirklich in der Mode. Sie scheinen ja wirklich niemanden zu kennen.“

Und da wird der Alte munter und sagt: „Junger Mann, doch, ich habe in meinem Leben eine Bekanntschaft gemacht, die alles andere gleich überblendet, die so wichtig war, dass sie mein ganzes Leben verändert hat: Ich kenne den Sohn Gottes, den Herrn Jesus als meinen persönlichen Heiland.“

Lacht der junge Mann: „Das ist doch längst passé, das ist ja überholt.“ So sagt der Alte: „Junger Mann, Sie werden einmal in Ihrem Leben in einem Lager kommen, wo es für Sie sehr dunkel wird. Vielleicht eine große Not, vielleicht eine schreckliche Versuchung. Sie werden im Sterben liegen, das ist sehr bitter. Wollen Sie in solchen Stunden Romy Schneider anrufen? Wollen Sie die Hand von Heinz Rühmann fassen? Nein. Sie werden einmal im Gericht Gottes stehen und dann werden alle Ihre Sünden aufwachen. Sie können sich darauf verlassen. Soll Ihnen dann Marianne Hoppe beistehen? Es wäre sehr gut, junger Mann, wenn Sie dann Jesus kennen würden.“

Und da schwieg der Junge still.

Es ist eine kleine, harmlose Geschichte, die ich irgendwo las, und ich halte sie für so außerordentlich bedeutsam, weil sie nämlich deutlich macht: Es ist die größte Katastrophe der Menschheit, dass sie ihre Lieblinge, ihre Leitbilder, ihre Ideologien, ihre Weltanschauung immer nur baut für schönes Wetter, als wenn alles glatt ging.

Es geht aber nicht. Ich glaube, es gibt Jammer und Herzeleid und Sünde und Schuld und Gericht Gottes und Hölle. Und wenn ich überhaupt vernünftig leben will, dann müsste ich mir eine Weltanschauung haben, die hier standhaft ist wie in Stein und Felsen und Füßen.

Sehen Sie, dazu hat Gott uns den Namen Jesus gegeben. Und weil zu allen Zeiten Menschen das Katastrophale dieser Welt erleben werden, darum wird Jesu Name nicht verklingen. Es wird zu allen Zeiten Menschen geben, die die Bindigkeit, Dürftigkeit menschlichen Wissens, die menschlichen Leitbilder und menschlichen Ideologien und menschlichen Anschauen durchschauen und froh sind, dass sie einen Heiland haben, der vom Krippen bis zum Grabe, bis zum Thron der Manieren mit dem Sünder zugeht.

Das Erste, was ich Ihnen sagen wollte: Jesu Name verklingt nie. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Namen lieben, fürchten und kennen.

Jesu Name ist schrecklich. Jesu Name schreckt. Es klingt befremdlich. Jesu Name ist schrecklich, aber es steht hier: „Hier führe ich den herrlichen und schrecklichen Namen Jehova.“ Jesus.

Im Glauben, dass Jesu Name nicht schrecklich ist? Oh, in der Hölle wird man einmal sehen, wie schrecklich der Name Jesus dem Teufel und allen Dämonen ist.

Es ist mir aufgefallen, immer wieder beim Lesen des Neuen Testaments, dass im Neuen Testament so schrecklich viele Geschichten vorkommen von Besessenen und bösen Geistern. Und da gibt es dann ganz kluge Leute, die sagen: „Sehen Sie den Beweis, dass das hier Mythen und Legenden sind.“ Das ist ja Unsinn. Blöder kann man gar nicht reden, sondern das ist ein Beweis dafür, dass vor dem Kommen des Sohnes Gottes die finsteren Mächte erschreckt ans Licht kommen.

Bis zum heutigen Tage fürchtet die Hölle den Namen Jesus. Die Finsternis erschrickt vor ihm. Ja, den Mächten des Abgrunds ist der Name Jesus schrecklich.

Meine Freunde, wissen Sie, ich mache nicht Streit darüber, ob es so etwas gibt oder nicht. Ich erinnere mich an eine der schrecklichsten Stunden meines Lebens und der herrlichsten, wo ich in einem SS-Gefängnis saß und dann an einem Samstagabend die Finsternis hervorbrach.

Ich kann das nicht erzählen. Die Finsternis, die Hölle hervorbrachte, dass einem grauste. Es war so schrecklich, so unheimlich, so grässlich – das ganze Gefängnis ein Vorhof der Hölle mit Schreien und Toben und Fluchen, der sich nichts anderes konnte als den Namen Jesus zitternd rufen, nur den Namen.

Und dann wurde es still.

Würde ich die? Ich werde mal nicht mehr diskutieren über diese Dinge. Seitdem weiß ich, dass die Finsternis den Namen Jesus fürchtet.

Damit ich durch das Schild und die Hilfe bin für die, die etwas wissen von den Mächten der Dunkelheit. Ich bin ein schwermütiger Mensch, mache also den Namen Jesus sagen.

Und dann nahm ich: Jesus ist schrecklich für all die Menschen, die nicht Frieden mit Gott wollen. Ja, klar, eine Bekehrung zu ihm aus dem Wege gehen, erschrecken solche hier.

Sie können mit Leuten unserer Tage ganz gemütlich bei irgendeiner Tasse Tee oder sogar mit dem Glas Bier, sogar beim Bommerlunder – wie heißt das? – gemütlich reden über Religion, über Pfarrer, über Kirche, sogar über Gott. Da macht jeder mit, jeder stürzt sich begeistert auf dieses unerschöpflich interessante Thema.

Aber nennen Sie einmal dann den Namen Jesus mit Nachdruck. Dann werden Sie sofort erleben, wie alle peinlich berührt sind. Es wird einmal deutlich, wie die Welt den Frieden mit Gott nicht kennt und nicht will.

Er schrieb vor den Namen Jesus. Und je mehr eine Kirche Macht haben will, desto mehr wird sie von Religion alle möglichen reden, nur nicht von Jesus.

Bitte achten Sie bei allen Kirchenentwicklungen darauf, ob von Jesus die Rede ist.

Geld hat diesen Namen bei, die beschränkt ist ein schrecklicher Name. Und er ist ein schrecklicher Name für alle, die ewig verloren gehen, die nichts wissen von der Vergebung der Sünden und darum verloren gehen.

Jesus weinte einmal über der Stadt Jerusalem: „Ihr habt nicht gewollt.“ Sie haben den Namen Jesus für ihr Leben ausradiert. Ihr habt nicht gewollt.

Der Name Jesus wird schrecklich sein für die, die verloren gehen. Da war ein rettender Name. Wir haben nicht gewollt.

Ich mag darüber jetzt nicht mehr sagen als das eine: Gebe Gott, dass es ein Wunder wäre, dass keiner von uns – unter denen ist die verloren gehen.

Hm, aber ich möchte ein Drittes sagen: Jesu Name ist herrlich.

Dass er fürchtet, diesen herrlichen und schrecklichen Namen.

Jesu Name ist herrlich. Würzen Sie: Wir haben heute, es klappt irgendwas nicht, sämtliche Fenster verriegelt. Haben Sie noch genug Sauerstoff, um zuzuhören? Ursache: Sekunde, ein bisschen aufmachen, vielleicht da hinten ein bisschen. Einfacher Mann in der letzten Reihe auf der Galerie ist herrlich, danke Ihnen. Ich möchte nicht immer die Seitenfenster aufmachen. Die Seitenfenster sind so, jetzt ja, ja.

Die geringste Tropfen Sauerstoff entwickelt unsere Seelen.

Ja, mit Jesus herrlich.

Also heute vor acht Tagen habe ich in Stockholm gepredigt. Verzeihen Sie, ich stehe natürlich sehr unter dem Eindruck einer solchen ausgefüllten, interessanten Reise quer durch Schweden und Norwegen.

Und ich meine wundervolle Kirche in Stockholm, eine alte gotische Kirche. Und während der Pfarrer die Liturgie hielt – die Schweden haben da so Gewänder, da kommt ein Bischof nicht mit, bei uns nicht, fantastisch. Und wer also den Altardienst tut, hatte ich immer den goldüberladenen Barockaltar vor mir.

Und dann machte ich da auf einmal eine Entdeckung, die ist jetzt gerade eine Woche her.

Sehen Sie, auf den Barockaltären sind immer neben allen Trompeten und Engelchen und Posaunen – was da an Engelchen ist, sind in der Mitte ein paar Gemälde eingelassen. Und gewöhnlich ist das oberste Bild ein Bild des triumphierenden Christus, wie er aufersteht und in den Himmel fährt oder irgendwas ganz Triumphierendes.

Achten Sie mal drauf: An diesem fantastischen Barockaltar waren drei Bilder, aber alle drei nur von der Erniedrigung Jesu: Seine Taufe, das Abendmahl, Judas geht, und das Kreuz von Golgatha.

Drei eindrückliche Bilder von dem ganz niedrigen Lamm Gottes, das der Welt zündet.

Ringt um diese Bilder von der Erniedrigung Jesu, eingerahmt von diesem goldüberladenen Prunk.

Es war paradox. Und auf einmal verstand ich die Sprache dieses alten Altars. Er wollte sagen: Dieser goldene Rahmen, dieser herrliche Jubel, der goldene Rahmen gehört zu diesen Bildern, denn das Kreuz von Golgatha, die tiefste Erniedrigung Jesu, ist die Offenbarung seiner Herrlichkeit.

Es steht in der Bibel: „Du hast deinen Namen herrlich gemacht über alles.“ Am Kreuz hat Gott den Namen Jesu herrlich gemacht über alles.

Ich weiß, die Hälfte schaut jetzt ab. Das kann man nicht erklären. Das ist gegen alle Vernunft.

Sein gehängter, verurteilter Sterbender über alles herrlich sein soll, das kann man nicht beschreiben. Das geht gegen die Vernunft. Und darum hat die Vernunft viele, viele Bücher geschrieben gegen das Kreuz.

Meine Freunde, das Kreuz ist die Offenbarung der Herrlichkeit.

Und wenn ich nicht erklären, sondern bezeugen kann: Ich habe heute und gestern und diese Woche meinen Gott unendlich oft angerufen.

Vermögen dieser halben Stunde hier manchem von Ihnen die Augen dafür zu öffnen für das Kreuz.

Dass wir miteinander im Geist niedersinken vor dem Kreuz Jesu, anbeten und erkennen: Hier ist die größte Herrlichkeit Gottes zu uns gekommen.

Vor drei Wochen war ein junger Inder bei uns im Weigle-Haus zu Besuch. Wir haben so Besuch aus aller Welt, nicht? Wir kehren mit den Enden der Erde, ihren Weigle-Haus und und.

Dieser Junge in der Sprache in der Hauptversammlung 10 Jungens. Ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern, das war für mich fantastisch eindrücklich.

Er sagte: „Ich war ein guter Fußballspieler und Cricketspieler. Aber Gott war mir schrecklich uninteressant. Und eines Tages legte mein Vater, der christlich war, aus Madras, mir die Hände aufs Haupt und sagte: ‚Mein Sohn, jetzt gehe ich für drei Tage in die blauen Berge und werde für dich beten. Und in diesen drei Tagen wird Jesus mit dir reden.‘ Und dann in den blauen Bergen betete er für den Sohn.“

Und dann sagt der Sohn: „Und dann in diesen drei Tagen geschah es. Das Kreuz Jesu wurde vor mich gestellt.“

Das heißt: Das Kreuz wurde vor mich gestellt.

Und dann fuhr er fort: „Ich wurde zerbrochen.“

Und sehen Sie, das ist charakteristisch: Dieses „Ich wurde zerbrochen.“

Die Herrlichkeit im Kreuz Jesu kann man nur erkennen, wenn man zerbrochen ist, wenn man den fröhlichen Optimismus sich selber gegenüber verloren hat, wenn man sich in seinen eigenen Augen als Sünder gesehen hat.

Wer das Schauen des heiligen Gottes über seine Sünde kennt, liegt über der Welt.

Wer sich einmal am Rand der Hölle, der wirklichen Hölle, nicht gemalten, der wirklichen Hölle gesehen hat, wie Angst bekommen und es Heiligkeit verloren gehen.

Ich könnte morgen überfahren werden und in die Hölle kommen.

Wer sich bekümmert darum, selig zu werden, wer sein böses, böses, böses Herz erkannt hat, ich gar nichts Gutes tun.

Der schaut zum Kreuz Jesu auf als Zerbrochener und erkennt: Mein Retter, mein Versöhner, mein Reiniger, mein Heiland.

Das Kreuz wurde vor mich gestellt und ich wurde zerbrochen.

Sehen Sie, das ist der herrliche Name Jesu, seine Herrlichkeit auf dem Bart.

Da, wo die Welt nichts von Herrlichkeit sieht, im Kreuz.

Haben wir nicht deutlich machen können: Das Evangelium vom Kreuz Jesu hat nichts zu tun, nichts zu tun mit bürgerlicher Religiosität.

Und wenn die Freidenker in Deutschland seit 50 Jahren Sturm laufen, gegen und gebildet, ungebildet gegen das Christentum, dann haben sie immer gegen eine Schießbudenfigur geschossen und überhaupt nicht begriffen, was Evangelium ist.

Das Evangelium hat vom Fernsehen nichts zu tun mit bürgerlicher Religiosität, sondern ist eine wirkliche Errettung Gottes.

Das Kreuz: der herrliche Name Jesu – eine wirkliche Rettung.

Der herrliche Name hängt zusammen mit dem Wort Doxa.

Doxa ist die Herrlichkeit Gottes.

In der Wolkensäule war als Israel durch die Wüste zog die Herrlichkeit Gottes.

Die Engel erschienen am Weihnachtstag.

Die Herrlichkeit Gottes ist im Kreuz.

Ich muss schließen. Lassen Sie mich ein kleines Beispiel sagen zum Schluss.

Ich habe als junger Student viel mehr diese Tage wieder in Tübingen studiert, und da wollte ich mit einem Freund eine Bootsfahrt machen.

Und der Ruderer, so ein Kerl, die Boote von… das Boot ran, also Haus.

Und mein Freund etwas ängstlich im Wasser gegenüber, stieß so vorsichtig mit einem Bein daran.

Im Moment entfernte sich das Boot ein wenig vom Ufer und er fiel ins Wasser.

Und der Mann, der das Boot brachte, schien bloß noch zu jung, muss mit beiden Beinen in das Boot springen.

Er war mit einem so reingestiegen, lag zwischen allem.

Ne, spiel mir mal wieder ein.

Ich dachte, das möchte ich den Christen im Weigle-Haus sagen.

Es sind so viele hier, die mit einem Fuß ans Christentum gekommen sind.

Spitze trägt.

Das wäre zwischen allem geraten, zwischen Gott und Teufel.

Du musst mit beiden Beinen einspringen.

Das Boot Jesu Christi kommt.

Sein Name ist nicht herzlich und schrecklicher Name.

Der Name ist gegeben dir zur Rettung.

Nun musst du mit beiden Beinen hinein springen, mit beiden Beinen, nicht probieren, mit beiden Beinen springen.

Wir wollen beten.

Ja, Herr, ich danke dir, dass du uns diesen herrlichen und großen und gewaltigen Namen gegeben hast zu unserem Heil.

Lass unsere Herzen heißen: Jesu Namen nie verklingt.

Armin

Der Unterschied des Namens Jesu zu menschlichen Namen

Und bitte hören Sie mir gut zu, das ist eine ganz wichtige Sache. Um das zu erklären, muss ich zwei Bibelstellen nebeneinander nennen.

Sie kennen den Turmbau zu Babel. Als die Menschen den Turm zu Babel bauten, sagten sie: „Lasst uns einen Turm bauen, dessen Spitze bis in den Himmel reicht, damit wir uns einen Namen machen.“ Der Mensch kann sich also einen Namen machen. Er kann dumm sein oder klug, aber er kann sich einen Namen machen.

Bei Jesus hingegen heißt es anders. Wir haben eben gehört: Darum hat Gott ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. Gott hat ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen erhaben ist. Für uns Menschen ist kein anderer Name gegeben, durch den wir selig werden können – allein der Name Jesus.

Merken Sie sich den Unterschied: Der Mensch kann sich einen Namen machen, aber Gott hat dem Sohn den Namen gegeben – den Namen Jesus, Heiland. Jesus gehört also in keiner Weise in die Reihe der großen Männer, die sich einen Namen gemacht haben.

Es ist ein großer Irrtum der Gebildeten aller Zeiten, wenn sie sagen: „Wir sind so tolerant und stellen Büsten von Sokrates, Platon, Jesus und anderen auf.“ Jesus gehört nicht in diese Reihe großer Männer, die sich einen Namen gemacht haben. Sondern Gott hat seinem Sohn den Namen gegeben, um der Welt Errettung, Heim und Segen zu bringen.

Unsere Namen sollen durch Jesus gesegnet sein. Jesus ist ein Junge, der noch nicht dazu gekommen ist, sich einen Namen zu machen. Freuen Sie sich, denn Gott hat ihm den Namen Jesus gegeben – zur Freude und Seligkeit.

Ich bin darüber sehr glücklich, dass Gott diesen Namen in die Welt gestellt hat.

Die Bedeutung des Namens Jesu im Leben des Gläubigen

Hm, zum Seligwerden. Lassen Sie mich, um das deutlich zu machen, noch einmal eine Geschichte erzählen, die ich höchstwahrscheinlich schon einmal erzählt habe. Aber so oft ich rede, kann ich keine neuen Geschichten erfinden. Diese macht so deutlich, was ich meine.

Es ist die Geschichte von zwei Männern, die in einem Eisenbahnzug saßen – ein alter und ein junger Mann. Der Junge liest ein Buch, ich weiß jetzt nicht genau, ob es von Thomas Mann war oder nicht. Sie kennen sich nicht, sitzen sich nur gegenüber. Dann wird dem Jungen langweilig, und er beginnt ein Gespräch mit dem alten Herrn gegenüber.

Nun, was bringt mir das? Ich wollte nicht mit dem Wetter anfangen, das wäre zu dämlich. Da fragt der Junge: „Kennen Sie dieses Buch?“ – „Nein“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“ „Aber den Verfasser kennen Sie? Thomas Mann, einer der berühmtesten deutschen Schriftsteller?“ – „Nee“, sagt er, „kenne ich nicht.“

„Mhm, ah, gehen Sie ins Theater?“ – „Sie lesen nicht viel, aber Sie kennen das Theater gut, oder?“ „Kennen Sie Marianne Hoppe?“ – „Nee“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“ „Gehen Sie mehr ins Kino, dann kennen Sie doch Romy Schneider?“ – „Kenne ich leider nicht.“ „Dann kennen Sie Ingrid Bergmann?“ – „Ich komme aus Schweden, natürlich kenne ich Ingrid Bergmann.“ „Kennen Sie Heinz Rühmann?“ – „Nein“, sagt der Alte, „kenne ich nicht.“

Der Junge wird dem alten Mann zu dumm und sagt: „Alter Herr, Sie sind ja wirklich ungebildet. Sie scheinen ja wirklich niemanden zu kennen.“ Da wird der Alte munter und sagt: „Junger Mann, doch, ich habe in meinem Leben eine Bekanntschaft gemacht, die alles andere in den Schatten stellt. Die so wichtig war, dass sie mein ganzes Leben verändert hat. Ich kenne den Sohn Gottes, den Herrn Jesus, als meinen persönlichen Heiland.“

Der junge Mann lacht: „Das ist doch längst passé, das ist ja überholt.“ So sagt der Alte: „Junger Mann, Sie werden einmal in Ihrem Leben in eine Lage kommen, wo es für Sie sehr dunkel wird. Vielleicht eine große Not, vielleicht eine schreckliche Versuchung. Sie werden im Sterben liegen, und das ist sehr bitter. Wollen Sie in solchen Stunden Romy Schneider anrufen? Wollen Sie die Hand von Heinz Rühmann fassen?“

„Ja, Sie werden einmal vor dem Gericht Gottes stehen, und dann werden alle Ihre Sünden aufwachen. Sie können sich darauf verlassen. Soll Ihnen dann Marianne Hoppe beistehen? Es wäre sehr gut, junger Mann, wenn Sie dann Jesus kennen würden.“ Da schwieg der Junge still.

Es ist eine kleine, harmlose Geschichte, die ich irgendwo las, und ich halte sie für so außerordentlich bedeutsam. Weil sie nämlich deutlich macht: Es ist die größte Katastrophe der Menschheit, dass sie ihre Lieblinge, ihre Leitbilder, ihre Ideologien, ihre Weltanschauung immer nur für schönes Wetter baut, als ob alles glattgehen würde.

Aber es geht nicht. Ich glaube, es gibt Jammer und Herzeleid, Sünde und Schuld, Gericht Gottes und Hölle. Und wenn ich überhaupt vernünftig leben will, dann müsste ich eine Weltanschauung haben, die hier nicht wie ein Sonnenschirmchen ist, sondern wie ein Felsen auf festen Füßen steht.

Sehen Sie, dazu hat Gott uns den Namen Jesus gegeben. Und weil es zu allen Zeiten Menschen gibt, die das Katastrophale dieser Welt erleben, darum wird der Name Jesu nicht verklingen. Es wird zu allen Zeiten Menschen geben, die die Begrenztheit menschlichen Wissens, die menschlichen Leitbilder, Ideologien und Anschauungen durchschauen und froh sind, dass sie einen Heiland haben, der vom Krippen bis zum Grabe, bis zum Thron der Majestät mit dem Sünder zu tun hat.

Das Erste, was ich Ihnen sagen wollte: Der Name Jesu wird nie verklingen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Namen lieben, fürchten und kennen.

Die doppelte Bedeutung des Namens Jesu: Herrlich und schrecklich

Bundesweit ist der Name Jesu schrecklich. Der Name Jesu schreckt, er klingt befremdlich. Jesu Name ist schrecklich, aber es steht hier: „Hier führe ich den herrlichen und schrecklichen Namen Jehova.“ Jesus.

Manche glauben nicht, dass der Name Jesu schrecklich ist. Doch in der Hölle wird man eines Tages sehen, wie schrecklich der Name Jesus für den Teufel und alle Dämonen ist.

Es ist mir immer wieder aufgefallen beim Lesen des Neuen Testaments, dass dort so viele Geschichten von Besessenen und bösen Geistern vorkommen. Und dann gibt es ganz kluge Leute, die sagen, das sei der Beweis, dass es sich hier um Mythen und Legenden handelt. Das ist Unsinn. Blöder kann man gar nicht reden. Vielmehr ist es ein Beweis dafür, dass vor dem Kommen des Sohnes Gottes die finsteren Mächte erschrecken und ans Licht kommen – bis zum heutigen Tage.

Die Hölle fürchtet den Namen Jesus. Die Finsternis erschrickt vor ihm. Ja, den Mächten des Abgrunds ist der Name Jesus schrecklich.

Meine Freunde, wissen Sie, ich möchte nicht darüber streiten, ob es so etwas gibt oder nicht. Ich erinnere mich an eine der schrecklichsten Stunden meines Lebens und zugleich eine herrliche Zeit, als ich in einem SS-Gefängnis saß. An einem Samstagabend brach die Finsternis hervor. Ich kann es kaum erzählen, wie die Finsternis aus der Hölle hervorbrach. Es war so schrecklich, so unheimlich, so grässlich.

Das ganze Gefängnis war ein Vorhof der Hölle, erfüllt von Schreien, Toben und Fluchen. Die Finsternis konnte nichts anderes tun, als den Namen Jesus zitternd zu rufen – nur den Namen. Und dann wurde es still.

Ich werde nicht mehr über diese Dinge diskutieren. Seitdem weiß ich, dass die Finsternis den Namen Jesus tatsächlich schrecklich findet.

Damit ich durch das Schild und die Hilfe Gottes etwas von den Mächten der Dunkelheit abwenden kann, sage ich den Namen Jesus. Ich bin ein schwermütiger Mensch, aber wenn ich den Namen Jesus ausspreche, nehme ich Jesus als schrecklich wahr – für all jene Menschen, die keinen Frieden mit Gott wollen.

Ja, klare Bekehrung zu ihm lehnen sie ab. Solche Menschen gibt es auch heute noch. Man kann mit Leuten unserer Zeit ganz gemütlich bei einer Tasse Tee oder sogar mit einem Glas Bier reden, sogar beim Bommerlunder, wie das heißt – gemütlich. Man kann über Religion, über Pfarrer, über Kirche und sogar über Gott sprechen. Da macht jeder mit, und jeder stürzt sich begeistert auf dieses unerschöpflich interessante Thema.

Doch nennen Sie einmal den Namen Jesus mit Nachdruck. Dann werden Sie sofort erleben, wie alle peinlich berührt sind. Es wird deutlich, wie die Welt den Frieden mit Gott nicht kennt und nicht will.

Die Welt fürchtet den Namen Jesus. Und je mehr eine Kirche Macht haben will, desto mehr redet sie von Religion und allen möglichen Dingen – nur nicht von Jesus. Bitte achten Sie bei allen Kirchenentwicklungen darauf, ob von Jesus die Rede ist.

Der Name Jesus ist ein schrecklicher Name, und er ist ein schrecklicher Name für alle, die ewig verloren gehen. Für diejenigen, die nichts von der Vergebung der Sünden wissen und darum verloren gehen.

Jesus weinte einmal über die Stadt Jerusalem: „Ihr habt nicht gewollt.“ Sie haben den Namen Jesus aus ihrem Leben ausradiert. Sie haben nicht gewollt.

Der Name Jesus wird schrecklich sein für die, die verloren gehen. Da war ein rettender Name – wir haben ihn nicht gewollt.

Ich möchte jetzt nicht mehr darüber sagen. Als das eine. Gebe Gott, dass es ein Wunder wäre, dass keiner von uns unter denen ist, die verloren gehen.

Die Herrlichkeit des Namens Jesu

Mhm, aber ich möchte noch ein drittes sagen: Jesu Name ist Herr. Er ist der Name, den wir fürchten, denn er ist herrlich und schrecklich zugleich. Jesu Name ist herrlich. Würzen wir das heute, auch wenn es irgendwie nicht ganz klappt und sämtliche Fenster verriegelt sind. Haben Sie noch genug Sauerstoff, um zuzuhören? Vielleicht sollten wir eine Sekunde lang ein bisschen lüften, vielleicht hinten aufmachen, damit es einfacher wird.

Der Mann in der letzten Reihe auf der Galerie ist herrlich, danke Ihnen. Ich möchte nicht immer die Seitenfenster öffnen, aber so geht es jetzt eben. Ja, ja, der geringste Tropfen Sauerstoff belebt unsere Seelen. Ja, mit Jesus herrlich.

Also, heute vor acht Tagen habe ich in Stockholm gepredigt. Verzeihen Sie, ich stehe natürlich noch sehr unter dem Eindruck einer solchen ausgefüllten, interessanten Reise quer durch Schweden und Norwegen. Ich war in einer wundervollen Kirche in Stockholm, einer alten gotischen Kirche. Während der Pfarrer die Liturgie hielt – die Schweden tragen dort Gewänder, da kommt ein Bischof bei uns nicht mit, das ist fantastisch – hatte ich immer den goldüberladenen Barockaltar vor mir. Und dann machte ich vor einer Woche eine Entdeckung.

Sehen Sie, auf den Barockaltären sind neben allen Ornamenten, Engelchen und Posaunen, die Engelchen sind in der Mitte meist in ein paar Gemälde eingelassen. Gewöhnlich ist das oberste Bild ein Bild des triumphierenden Christus, der aufersteht und in den Himmel fährt, oder etwas ganz Triumphierendes. Achten Sie mal darauf: An diesem fantastischen Barockaltar waren drei Bilder, aber alle drei zeigten nur die Erniedrigung Jesu: Seine Taufe, das Abendmahl – und Judas geht –, und das Kreuz von Golgatha.

Drei eindrückliche Bilder von dem ganz niedrigen Lamm Gottes, das für die Welt stirbt. Diese Bilder von der Erniedrigung Jesu waren eingerahmt von diesem goldüberladenen Prunk. Es war paradox. Und auf einmal verstand ich die Sprache dieses alten Altars. Er wollte sagen: Dieser goldene Rahmen, dieses herrlich jubilierende Gold, gehört zu diesen Bildern. Denn das Kreuz von Golgatha, die tiefste Erniedrigung Jesu, ist die Offenbarung seiner Herrlichkeit.

Es steht in der Bibel: „Du hast deinen Namen herrlich gemacht.“ Über alles am Kreuz hat Gott den Namen Jesu herrlich gemacht. Über alles! Ich weiß, die Hälfte hört jetzt vielleicht ab, das kann man nicht erklären. Das ist gegen alle Vernunft. Ein gehängter, verurteilter Sterbender soll über alles herrlich sein? Das kann man nicht beschreiben. Das widerspricht der Vernunft. Darum hat die Vernunft viele, viele Bücher gegen das Kreuz geschrieben.

Meine Freunde, das Kreuz ist die Offenbarung der Herrlichkeit. Und wenn ich nicht erklären, sondern bezeugen kann: Ich habe heute, gestern und diese Woche meinen Gott unendlich oft angerufen. In dieser halben Stunde hier möchte ich manchen von Ihnen die Augen dafür öffnen – für das Kreuz –, damit wir miteinander im Geist vor dem Kreuz Jesu niederfallen, anbeten und erkennen: Hier ist die größte Herrlichkeit Gottes zu uns gekommen.

Zeugnis eines jungen Inders zur Herrlichkeit des Kreuzes

Vor drei Wochen war ein junger Inder bei uns zu Besuch. Wir haben Besuch aus aller Welt, Menschen, die von den Enden der Erde zu uns kommen. Dieser junge Mann sprach in seiner eigenen Sprache. Bei der Hauptversammlung waren zehn junge Männer anwesend. Ich weiß nicht, ob Sie sich daran erinnern, aber für mich war es fantastisch und eindrücklich.

Er erzählte, dass er ein guter Fußball- und Cricketspieler war. Aber Gott war ihm völlig uninteressant. Eines Tages legte sein Vater, der Christ aus Madras ist, ihm die Hände auf den Kopf und sagte: „Mein Sohn, jetzt gehe ich für drei Tage in die Blauen Berge und werde für dich beten.“ In diesen drei Tagen werde Jesus mit dir reden. Dann fuhr der Vater in die Blauen Berge und betete für seinen Sohn.

Der Sohn berichtete weiter: „In diesen drei Tagen geschah es. Das Kreuz Jesu wurde vor mich gestellt.“ Er meinte, das Kreuz sei ihm vor Augen geführt worden. Dann fuhr er fort: „Ich wurde zerbrochen.“ Sehen Sie, das ist charakteristisch – dieses „Ich wurde zerbrochen“. Die Herrlichkeit im Kreuz Jesu kann man nur erkennen, wenn man zerbrochen ist, wenn man den fröhlichen Optimismus sich selbst gegenüber verloren hat. Wenn man sich in seinen eigenen Augen als Sünder sieht.

Wer das Schauen des heiligen Gottes über seine Sünde kennt, liegt über der Welt. Wer sich einmal am Rand der Hölle, der wirklichen Hölle, gesehen hat – wie Angst bekommt und Heiligkeit verliert –, der weiß: „Ich könnte morgen überfahren werden und in die Hölle kommen.“ Wer sich darum sorgt, selig zu werden, wer sein böses Herz erkannt hat und weiß, dass er gar nichts Gutes tun kann, der schaut als Zerbrochener zum Kreuz Jesu auf und erkennt: Mein Retter, mein Versöhner, mein Reiniger, mein Heiland.

„Das Kreuz wurde vor mich gestellt, und ich wurde zerbrochen.“ Sehen Sie, das ist der herrliche Name Jesu, seine Herrlichkeit. Dort, wo die Welt nichts von Herrlichkeit sieht, im Kreuz, haben wir das Evangelium deutlich gemacht.

Das Evangelium vom Kreuz Jesu hat nichts zu tun mit bürgerlicher Religiosität. Wenn die Freidenker in Deutschland seit 50 Jahren Sturm laufen gegen das Christentum, dann schießen sie immer gegen eine Schießbudenfigur und haben überhaupt nicht begriffen, was das Evangelium ist. Das Evangelium hat nichts zu tun mit bürgerlicher Religiosität, sondern ist eine wirkliche Errettung Gottes.

Das Kreuz, der herrliche Name Jesu, ist eine wirkliche Rettung. Der herrliche Name hängt zusammen mit dem Wort „Kabod“. Kabod bedeutet die Herrlichkeit Gottes. In der Wolkensäule, als Israel durch die Wüste zog, war die Herrlichkeit Gottes sichtbar. Die Engel erschienen am Weihnachtstag in der Herrlichkeit Gottes, im griechischen „Doxa“. Die Herrlichkeit Gottes ist im Kreuz.

Ich muss schließen. Lassen Sie mich zum Schluss noch ein kleines Beispiel sagen.

Aufruf zum entschiedenen Glauben

Ich habe als junger Student vor einigen Tagen wieder in Tübingen studiert. Dort wollte ich mit einem Freund eine Bootsfahrt machen. Ein Mann, der die Boote vom Ufer brachte, legte das Boot ans Ufer. Mein Freund war etwas ängstlich gegenüber dem Wasser und stieß vorsichtig mit einem Bein gegen das Boot.

In diesem Moment entfernte sich das Boot ein wenig vom Ufer, und er fiel ins Wasser. Der Mann, der das Boot brachte, schien noch sehr jung zu sein. Er musste mit beiden Beinen ins Boot springen. Er stieg so hinein, dass er zwischen allem sicher lag.

Das hat mich wieder an etwas erinnert, das ich den Christen im Weigle-Haus sagen wollte: Viele Menschen kommen mit nur einem Fuß zum Christentum. Sie stehen sozusagen zwischen zwei Welten, zwischen Gott und dem Teufel.

Man muss aber mit beiden Beinen einspringen. Das Boot Jesu Christi kommt. Sein Name ist kein harmloser, sondern ein mächtiger und rettender Name. Nun musst du mit beiden Beinen hineinspringen – nicht nur versuchen, sondern wirklich mit beiden Beinen springen.

Wir wollen beten: Ja, Herr, ich danke dir, dass du uns diesen herrlichen, großen und mächtigen Namen gegeben hast zu unserem Heil. Lass in unseren Herzen der Name Jesu niemals verklingen. Amen.