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Warnung vor Habsucht – Teil 2

Jesu Leben und Lehre, Teil 517/693
30.01.2025Lukas 12,15-19
SERIE - Teil 517 / 693Jesu Leben und Lehre

Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.

Episode 516: Warnung vor Habsucht, Teil 2.

Einführung in das Gleichnis und die Warnung vor Habsucht

Wir befinden uns mitten in einem Gleichnis, das Jesus erzählt, um seine Zuhörer vor Habsucht zu warnen. Gottes Gebot lautet: Seht zu und hütet euch vor aller Habsucht. Die Begründung lautet: Denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht aus seiner Habe.

Das ist also der große Denkfehler, den man leicht begeht – zu glauben, dass das eigene Leben im Wesentlichen aus dem besteht, was man hat. Lebensqualität wird oft als eine Funktion des eigenen Wohlstands verstanden. Wer viel hat, der führt ein gutes Leben. Und ein klein wenig ist an diesem Denken tatsächlich dran.

 Sprüche 10,15 sagt: Der Besitz des Reichen ist seine feste Stadt, das Verderben des Geringen ist ihre Armut. Salomo hat ein sehr realistisches Verständnis von den Segnungen des Reichtums. Wohlstand, der allmählich angespart und nicht auf die falsche Weise erworben wurde, ist wie eine Feststadt, das heißt wie ein Ort, der Sicherheit gibt.

Aber Vorsicht: Reichtum hat eine Kehrseite. Deshalb lässt der Apostel Paulus die Reichen in Ephesus durch Timotheus ermahnen, dass sie nicht auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung setzen, sondern auf Gott. Es mag sein, dass der Reiche den ein oder anderen Schicksalsschlag besser wegsteckt als der Arme. Doch das Gericht Gottes bringt den tatsächlichen Wert von Reichtum und Besitz ans Licht.

 Sprüche 11,4 sagt: Nichts nützt Reichtum am Tag des Zorns. Gerechtigkeit aber rettet vom Tod. Der Besitz des Reichen ist einerseits und gleichzeitig nicht eine feste Stadt. Absolut betrachtet gilt Sprüche 18,11: Das Vermögen des Reichen ist seine feste Stadt und wie eine hochragende Mauer in seiner Einbildung die feste Stadt.

Diese feste Stadt gibt es als absolute Größe nur in der Einbildung des Reichen. Geld schützt nämlich nicht vor dem Tod und errettet niemanden von der Schuld seiner Sünde. Im Gericht hat der Reiche keinen Vorteil. Relativ stimmt es aber trotzdem, dass der Besitz des Reichen eine feste Stadt ist, weshalb...

Reichtum als Sicherheit und seine Grenzen

 Sprüche 10,15 warnt vor der Armut der Geringen.

Die Problematik der Armut und der ideale Wohlstand

Armut an sich hat nichts Geistliches. Sie bringt Angst mit sich, weil sie oft mit Spannungen, Zukunftsängsten, einem geringen sozialen Status, Ungerechtigkeit, der Versuchung zu krummen Geschäften oder Mundraub verbunden ist.

Aus biblischer Sicht ist ein durch Fleiß erworbener Wohlstand ideal, der die Mitte zwischen Armut und Reichtum darstellt. Er bewahrt sowohl vor den negativen Folgen der Armut als auch vor den Fallstricken des Reichtums.

Bei Letzteren machen wir weiter. Fangen wir noch einmal vorne bei dem Gleichnis an: Lukas 12,15-18. Er sprach aber zu ihnen: „Seht zu und hütet euch vor aller Habsucht! Denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht aus seiner Habe.“

Er erzählte ihnen aber ein Gleichnis und sprach: „Das Land eines reichen Menschen trug viel ein, und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht, wohin ich meine Früchte einsammeln soll.“

Dann sagte er: „Dies will ich tun: Ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen und will dahin all mein Korn und meine Güter einsammeln.“

Wir waren gestern bei der Idee stehen geblieben, dass Überfluss weniger ein logistisches als ein moralisches Problem darstellt. Die Lösung des reichen Mannes im Gleichnis ist der Bau neuer, größerer Scheunen. Er kommt also nicht im Geringsten auf den Gedanken, seinen Überfluss mit anderen zu teilen.

Und jetzt wird es spannend: Lukas 12,19 sagt: „Und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter liegen, auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich!“ Das ist seine Antwort auf Erfolg.

„Seele, ruh aus, iss, trink, sei fröhlich!“ Das ist seine Perspektive auf die Zukunft – eine sehr irdische, zeitliche und menschliche Perspektive. In seinem Denken ist kein Raum für Gott oder die Ewigkeit.

Das Einzige, was er kann und will, ist, für sich Schätze zu sammeln. Und genau das ist das Problem. In seinem Denken spielen andere oder Gott überhaupt keine Rolle. Er ist für sich an seinem Lebensziel angekommen: „Seele, ruh aus, iss, trink, sei fröhlich!“ Mehr Gutes gibt es für ihn in seinem Denken nicht.

Das ist das Höchste: Faulenzen, Genuss und Spaß. Und was steckt da im Hintergrund? Habsucht. Habsucht als Fokus des eigenen Lebens. Habsucht redet uns ein, dass wir zuerst an uns selbst denken müssen, um unsere Bedürfnisse auf die Weise zu erfüllen, die wir für richtig halten.

Und wehe, wir haben dann Erfolg! Ich kann das nicht anders sagen: Wehe, wir haben dann Erfolg. Warum? Sprüche 11,28 sagt: „Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen; aber wie Laub werden die Gerechten sprossen.“

Reichtum ist verführerisch. Wir dürfen ihm nicht vertrauen. Wir dürfen nicht denken, dass er uns mehr geben kann, als Gott es kann. Wahre Sicherheit gibt es nur bei Gott. Er ist unser starker Turm, zu dem wir in der Not fliehen.

Deshalb bekommt der Gläubige den guten Rat: „Wenn der Reichtum wächst, richtet euer Herz nicht darauf!“ (Psalm 62,11)

Vielleicht können wir nichts daran ändern, dass die Ernte gut wird. Vielleicht stehen wir plötzlich mit einer großen Erbschaft da, haben beruflichen Erfolg oder finden im Keller einen Goldschatz. Wichtig ist: Richte dein Herz nicht darauf.

Lass es nicht zu, dass dein Besitz und dein Wohlstand dein Denken beherrschen. Pass auf, dass sich nicht der Gedanke einschleicht: „Jetzt habe ich es“ – was auch immer dieses „Es“ sein mag. „Jetzt habe ich es geschafft.“ Falsch! Jetzt fängt es an, dass du gut nachdenken musst.

Was ist Gottes Auftrag an Reiche? 1. Timotheus 6,17-19 sagt: „Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewissheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss. Gutes zu tun, reich zu seinen guten Werken, freigebig zu sein, mitteilsam, indem sie sich selbst eine gute Grundlage auf die Zukunft sammeln, um das wirkliche Leben zu ergreifen.“

Das ist der Auftrag an die Reichen: Tu Gutes, tue viele gute Werke, sei freigebig. Warum? Weil das wirkliche Leben erst noch kommt.

Es ist gut, dass wir, die wir im weltweiten Vergleich im Reichtum leben, uns das immer wieder vor Augen halten. Es gilt für uns, das wirkliche Leben zu ergreifen – das eigentliche Leben, das Gott mir zugedacht hat, das mir entspricht und mich vollkommen erfüllen und glücklich machen wird.

Dieses wirkliche Leben liegt in der Zukunft. Deshalb gilt für uns Reiche: Sei nicht hochmütig, vertraue nicht auf deinen Reichtum, sondern auf Gott. Finde eine gesunde Balance zwischen Genuss und Verantwortung – eben genau das, was der nicht finden kann, dessen Gott die Gier ist.

Was könnte man jetzt tun? Denke über deine Einstellung zu Besitz und Geld nach. Welchen Stellenwert hat dein Kontostand für dich?

Das war’s für heute. Ruhezeiten sind wichtig. Wenn du ihn noch nicht hast, denke doch über die Einführung eines Ruhetages nach.

Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Die Selbstzufriedenheit des reichen Mannes und ihre Folgen

Und jetzt wird es spannend. Lukas 12,19 lautet: „Und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter liegen auf viele Jahre; ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich.“

Das ist seine Antwort auf Erfolg: „Seele, ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich.“ Diese Worte zeigen seine Perspektive auf die Zukunft – eine sehr irdische, zeitliche und menschliche Sichtweise.

In seinem Denken ist kein Raum für Gott oder die Ewigkeit. Das Einzige, was er kann und will, ist, für sich Schätze zu sammeln. Und genau das ist das Problem.

In seinem Denken spielen andere Menschen oder Gott überhaupt keine Rolle. Er ist für sich an seinem Lebensziel angekommen: „Seele, ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich.“ Mehr Gutes gibt es für ihn in seinem Denken nicht.

Das ist das Höchste: Faulenzen, Genuss und Spaß.

Habsucht als Lebensfokus und ihre Gefahr

Und was steckt da im Hintergrund? Habsucht. Habsucht als Fokus des eigenen Lebens.

Habsucht redet uns ein, dass wir zuerst an uns selbst denken müssen, um unsere Bedürfnisse auf die Weise zu erfüllen, die wir für richtig halten. Und wehe, wir haben dann Erfolg. Ich kann es nicht anders sagen: Wehe, wir haben dann Erfolg.

Warum? Sprüche 11,28 sagt: Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen, aber wie Laub werden die Gerechten sprossen.

Reichtum ist verführerisch, und wir dürfen ihm nicht vertrauen. Wir dürfen nicht denken, dass er uns mehr geben kann, als Gott es kann. Wahre Sicherheit gibt es nur bei Gott. Er ist unser starker Turm, zu dem wir in der Not fliehen.

Der Rat an die Gläubigen im Umgang mit Reichtum

Und deshalb erhält der Gläubige den guten Rat: „Wenn der Reichtum wächst, richtet euer Herz nicht darauf“ (Psalm 62,11).

Vielleicht können wir nichts daran ändern, dass die Ernte gut wird. Möglicherweise stehen wir plötzlich vor einer großen Erbschaft, haben beruflichen Erfolg oder entdecken im Keller einen Goldschatz. Wichtig ist jedoch, dass du dein Herz nicht darauf richtest.

Lass es nicht zu, dass dein Besitz und dein Wohlstand dein Denken beherrschen. Achte darauf, dass sich nicht der Gedanke einschleicht: „Jetzt habe ich es, was auch immer dieses ‚Es‘ sein mag, jetzt habe ich es geschafft.“ Das ist falsch! Jetzt beginnt die Zeit, in der du gut nachdenken musst.

Gottes Auftrag an die Reichen

Was ist Gottes Auftrag an Reiche?

In 1. Timotheus 6,17-19 heißt es: Den Reichen in diesem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein und nicht auf die Ungewissheit des Reichtums zu hoffen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Sie sollen Gutes tun, reich an guten Werken sein, freigebig und mitteilsam.

Dabei sammeln sie sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft, um das wirkliche Leben zu ergreifen.

Das ist der Auftrag an die Reichen: Tu Gutes, tue viele gute Werke, sei freigebig. Warum? Weil das wirkliche Leben erst noch kommt.

Es ist gut, dass wir, gemessen am weltweiten Vergleich, im Reichtum leben. Es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder vor Augen halten.

Die Balance zwischen Genuss und Verantwortung

Es gilt für uns, das wirkliche Leben zu ergreifen – das eigentliche Leben, das Gott mir zugedacht hat. Dieses Leben entspricht mir, erfüllt mich vollkommen und macht mich glücklich.

Dieses wirkliche Leben liegt in der Zukunft. Deshalb gilt für uns: Sei nicht hochmütig und vertraue nicht auf deinen Reichtum, sondern auf Gott.

Finde eine gesunde Balance zwischen Genuss und Verantwortung. Genau das kann derjenige nicht finden, dessen Gott die Gier ist.

Abschluss und praktische Anregungen

Was könntest du jetzt tun? Denke über deine Einstellung zu Besitz und Geld nach. Welchen Stellenwert hat dein Kontostand für dich?

Das war's für heute. Ruhezeiten sind wichtig. Wenn du noch keinen Ruhetag hast, denke doch über die Einführung eines solchen Tages nach.

Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

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