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Lukas 8,16ff

Das Lukasevangelium - Teil 8/40
Lukas 8,16-2514.02.2018
SerieTeil 8 / 52Das Lukasevangelium
In Lukas 8 werden zwei zentrale Themen behandelt: das Licht des Glaubens und der Glaube, der die Stürme des Lebens übersteht. Wie kann man sicherstellen, dass das Licht, das man erhalten hat, nicht im Verborgenen bleibt? Und wie geht man mit den Herausforderungen des Lebens um, wenn die Wellen drohen zu versenken? Es wird erklärt, dass jeder Gläubige eine helle Lampe ist, die nicht unter einem Gefäß oder einem Bett versteckt werden sollte, und dass wahrer Glaube auch in ständigen Prüfungen sichtbar wird. Was bedeutet es also, das Wort Gottes zu hören und zu tun?
Wir stehen heute in Lukas 8 und lesen zunächst die Verse 16 bis 25. Danach gehen wir in einer zweiten Etappe weiter. Darum bittet jemand, uns Lukas 8,16-25 vorzulesen.
Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett. Vielmehr stellt er sie auf ein Lampengestell, damit die Hereinkommenden das Licht sehen.
Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, und nichts geheim, was nicht kundwerden und ans Licht kommen soll. Seht nun zu, wie ihr hört. Denn wer hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, von dem wird selbst das, was er zu haben meint, genommen werden.
Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm, und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. Da wurde ihm berichtet: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen.
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun.
Und es geschah an einem der Tage, dass er in ein Schiff stieg, er und seine Jünger. Und er sprach zu ihnen: Lasst uns übersetzen an das jenseitige Ufer des Sees. Und sie fuhren ab.
Während sie aber fuhren, schlief er ein. Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und das Schiff füllte sich mit Wasser. Und sie waren in Gefahr.
Sie traten aber hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um!
Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das Gewoge des Wassers, und es legte sich, und es trat Stille ein.
Er aber sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube?
Erschrocken aber erstaunten sie und sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet, und sie gehorchen ihm?

Der Übergang zu einer neuen Art des Redens

Wir stehen hier in Kapitel 8, Vers 16, immer noch in diesem Teil 4. Wir haben gesehen, dass dieser Abschnitt in Kapitel 8, Vers 4 begann, wo der Herr Jesus seine Art zu predigen grundsätzlich änderte. Das ist der Moment, in dem er begann, ständig in Gleichnissen zu sprechen.
Und zwar deshalb, weil er von der Masse seines Volkes abgelehnt worden war. Es kam der Moment, in dem er so redete, dass diejenigen, die ihn abgelehnt hatten, ihn gar nicht mehr verstehen konnten. Zugleich redete er in Gleichnissen, damit diejenigen, die ihn als Messias angenommen hatten, durch die Vergleiche, die er ihnen erläuterte, immer wieder besser verstehen konnten, was er meinte.
Also gibt es ab diesem Zeitpunkt eine Scheidung. Und wir sehen einen ganz wichtigen Punkt. Man kann nochmals lesen: 8, Vers 10, als wichtigen Schlüsselvers in diesem Abschnitt.
Seine Jünger aber fragten ihn, was dieses Gleichnis bedeute. Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den übrigen aber in Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen.
Jawohl, also da hat der Herr gesagt: Jetzt gibt es zwei Gruppen, solche, die verstehen, und solche, die nicht verstehen, obwohl sie hören. Und der Herr sagt seinen Jüngern, die ihm nachfolgten: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu kennen. Also das sind die, die wissen, und die anderen sind in der Dunkelheit der Unwissenheit.
Wir haben letztes Mal dieses Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld gesehen. Das beschreibt, wie das Reich Gottes in der Phase zwei aussehen soll. Ich erinnere daran: Letztes Mal haben wir gesehen, das Wort Gottes lehrt im Neuen Testament, dass das Reich Gottes drei Phasen hat.
Phase eins: Der König kam und bot Israel das Reich an. Aber die Masse hat ihn abgelehnt.
Dann kommt Phase zwei. Der Herr kündigt an, dass er weggehen werde und dass seine Knechte hier auf Erden das Wort weltweit ausbreiten werden. Darum haben wir gesehen: Der Acker bedeutet nach Matthäus 13 die Welt. Und da soll das Wort Gottes, der Same, so wie in Kapitel 8, Vers 11 erläutert, ausgestreut werden.
Aber es wird immer vier Gruppen von Zuhörern geben: Solche, die wie der Weg sind, verstockt und festgetrampelt; solche, die wie der Felsen sind, Vers 13; der Same fällt darauf, geht schnell auf, aber er verdorrt, weil er keine Wurzel fassen kann; dann solche wie die Dornen, die das Wort ersticken; und schliesslich die vierte Form, Vers 15, die gute Erde.
Und das sind die, die wirklich sich bekehren, zum Glauben kommen und wiedergeboren werden. Man kann sagen, das sind die Jünger, die wirklich an den Herrn Jesus geglaubt haben und denen es gegeben wurde, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen.

Licht, Offenbarung und geistliches Hören

Und jetzt verstehen wir, warum der Herr plötzlich in Vers 16, wo wir gelesen haben, beginnt, über das Thema Licht zu sprechen. Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß.
Also geht es jetzt um die, die wiedergeboren sind. Sie haben Licht und Verständnis bekommen durch das Wort Gottes. Euch ist es gegeben zu erkennen, Vers 10. Und sie dürfen jetzt sein wie eine Lampe und dieses Licht auch nach außen ausstrahlen.
Aber der Herr sagt, es gibt Hindernisse. Was könnte mit dieser Lampe nach Vers 16 geschehen, was das Licht beeinträchtigt? Unter den Scheffel stellen, so steht es übrigens in der Parallelstelle. Scheffel, das ist ein Gefäß mit einem bestimmten Maß, und hier ist es allgemein einfach ein Gefäß. Aber eben so ein Haushaltsgefäß für die Haushaltsarbeit.
Und das zweite Hindernis: unter einem Bett. Das zweite ist leichter zu verstehen. Das Bett spricht von Schlaf und Gemütlichkeit, also von Faulheit im Leben eines Gläubigen, geistlicher Faulheit. Das ist ein Hindernis, damit unser Licht ausgestrahlt wird. Also dürfen wir dieses Licht nicht unter das Bett stellen.
Aber beim Gefäß haben wir ja nicht das Thema Faulheit, sondern Sorgen. Wie? Sorgen. Ja, das Gefäß spricht mehr von Haushaltsarbeit. Natürlich, im Haushalt gibt es auch Sorgen, aber in erster Linie eben von Arbeit und Aktivität. Und auch das kann ein Hindernis sein, dass das Licht ausstrahlt.
Also, bei beidem gibt es geistliche Gefahren: dass unsere Aktivität, unsere Arbeit uns so vereinnahmt, dass wir gar nicht strahlen können, oder eben, dass unsere Faulheit, das Bett, ein Hindernis ist. Also das ist eine praktische Warnung für uns Gläubige. Wir haben die Aufgabe, dieses Licht so zu verbreiten, damit andere davon einen Gewinn haben.
Am Schluss vom Vers heißt es, damit die Hereinkommenden das Licht sehen. Und dann sagt der Herr ganz allgemein: Das Licht Gottes, das Licht des Wortes Gottes, bringt eben alles, alles Verborgene ans Licht. Und ganz grundsätzlich gilt: Alles, was versteckt ist, wird früher oder später einmal ans Licht kommen.
Wir können dazu lesen in Epheser 5,6-14. Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Seid also nicht ihre Mitgenossen. Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.
Darf ich kurz unterbrechen? Also hier wird in Vers 8 gesagt, wie unser Zustand war vor der Bekehrung, vor der Wiedergeburt: Wir waren Finsternis. Und dann durch die Umkehr ganz neu: Jetzt seid ihr Licht in dem Herrn. Ganz grundsätzlich, das ist unser Zustand als Gläubige. Aber dann werden wir aufgefordert, dass das eben auch praktisch so ist, dass eben kein Scheffel oder kein Gefäß und auch kein Bett das Licht hindert. Und darum ganz praktisch: Wandelt als Kinder des Lichts.
Denn die Frucht des Lichts besteht in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit, indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß. Denn was heimlich von ihnen geschieht, ist selbst zu sagen schändlich. Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbar. Denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten.
Vielen Dank! Also hier wird auch wieder deutlich gemacht: Als Kinder des Lichts haben wir die Aufgabe, dieses Licht zu verbreiten, in unserem Leben auch auszuleben. Und dann wird deutlich gemacht, dass wir die unfruchtbaren Werke der Finsternis eben aufdecken sollen durch das Wort Gottes.
Also das bedeutet eben auch, dass wir die Dinge, die heute abgehen in der Gesellschaft und eben genau das sind, was die Bibel Finsternis nennt, dass wir das Urteil der Bibel darüber auch aussprechen. So verbreiten wir dieses Licht.
Und da sagt der Herr eben da in Lukas 8,17, dass es nichts gibt, das verborgen ist, was nicht durch das Licht bekannt gemacht wird. Und eben das geschieht früher oder später. Darum sagt er: Was nicht erkannt wird im Moment, das wird dann eben ans Licht kommen, in der Zukunft.
Dann gibt der Herr nochmals eine praktische Anweisung für die wahren Gläubigen, nämlich man soll achtgeben, wie man hört. Also es gibt verschiedene Arten des Hörens. Und der Herr sagt: Ihr müsst aufpassen, wie ihr hört. Es gibt solche, die nach 8,10 sehend nicht sehen und hörend nicht hören. Es ist also auch als Gläubiger möglich, dass man eben plötzlich doch nicht mehr so gut hört auf das Wort Gottes. Darum diese praktische Anweisung: Gebt Acht, wie ihr hört.
Und dann ein göttlicher Grundsatz, den hat man mir auch auf der Bank wiederholt: Wer irgend hat, dem wird gegeben werden. Und wer nicht hat, von dem wird selbst das genommen werden, was er zu haben meint. Ja, da hat mir der Bankier bei der CS erklärt: Schauen Sie, Herr Levy, das ist bei uns so. Wer hat, dem wird gegeben werden. Und wer eben nicht hat, der bekommt bei uns keine Hypothek. Biblisches Prinzip.
Er hat das natürlich nur auf das Materielle bezogen, aber der Herr bezieht das hier auf das Geistliche. Eben wenn man geistlich empfangen hat, dann bekommt man noch mehr, und wenn man das umsetzt, bekommt man noch mehr. Aber dort, wo das eben nicht vorhanden ist, dann verliert man schließlich alles. Und wer nicht hat, von dem wird selbst das, was er zu haben meint, weggenommen werden.
Das ist ein geistliches Prinzip. Wachsen ist etwas Dynamisches, es bleibt nicht einfach immer gleich. Der Herr gibt immer mehr Licht, aber es hängt damit zusammen, ob wir das Licht, das wir bekommen haben, auch praktisch in unserem Leben umsetzen. Und wenn wir das nicht tun, dann verlieren wir, dann geht es rückwärts.

Die wahre Familie und die Linie des Glaubens

Und dann kommt scheinbar ein ganz neues Thema in den Versen 19 bis 21: Die Mutter Jesu kommt mit den Halbbrüdern Jesu. Und da waren so viele Leute im Weg, und man sagt dem Herrn: Deine Mutter und deine Brüder sind draußen und wollen dich sehen. Und der Herr geht überhaupt nicht auf diese Verwandtschaftsbeziehung ein. Er sagt: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und tun.
Also, was durch die Wiedergeburt geschieht: Das sind eben die Menschen, die der guten Erde entsprechen, von Vers 15, wo dann der Same aufgeht und Frucht bringt. Ein neues Bild, Vers 16: Diese Wiedergeborenen sind Lampen, die Licht verbreiten. Das sind Vers 18: Solche, die darauf achten, wie sie auf Gottes Wort hören. Die bilden eine ganz neue Familie. Die Familie des Glaubens, die Familie der Wiedergeborenen. Und der Herr sagt: Diese Art von Verbindung ist höher als die irdischen Verwandtschaftsbezüge.
Und das Erstaunliche ist ja sogar die Tatsache, dass Maria die Mutter Jesu ist. Im gleichen Evangelium wird das ganz ausdrücklich beschrieben, und auch in Lukas 1 gesagt, dass Maria glückselig war, dass sie den Messias gebären durfte. Aber alles an seinem Platz. Die Beziehung des Glaubens allgemein, grundsätzlich, das ist es, was wirklich zählt. Und darum sagt der Herr: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und tun.
Und da muss man nicht vergessen: Damals, wie war der geistliche Zustand dieser Halbbrüder? Ungläubig. Wo steht das? Wir glauben es nur, wenn du es mit der Schrift beweist. Genau. Zeige dich der Welt, also: „Mach doch etwas aus dir, nimm die Chance wahr, berühmt zu sein!“ Aber der Herr reagiert ganz anders. Johannes 7, wer liest Verse 3 bis 5?
„Zieh von hier fort und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger deine Werke sehen, die du tust. Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht dabei selbst, öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so zeige dich der Welt.“ Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.
Die Tatsache, dass sie seine Verwandten waren, das zählt gar nicht. Was wirklich zählt, das ist die Familie des Glaubens.
Und in dem Zusammenhang ist es ja auch interessant, in der parallel gestellten Geschichte, wir haben ja gesehen, wir sind hier in Teil vier des ersten Teils des Lukas-Evangeliums. Da sind diese acht Abschnitte schön harmonisch gegenübergestellt. Also zu diesem Abschnitt vier passt Abschnitt acht. Das ist diese Geschichte von dem Töchterchen des Jairus, Lukas 8,49-56. Edmond könnte es gerade vorlesen.
Während er noch redete, kommt einer von dem Haus des Synagogenvorstehers und sagt zu ihm: Deine Tochter ist gestorben, bemühe den Lehrer nicht. Als aber Jesus es hörte, antwortete er ihm: Fürchte dich nicht, glaube nur, und sie wird gerettet werden. Als er aber in das Haus kam, erlaubte er niemandem hineinzugehen, außer Petrus und Johannes und Jakobus und dem Vater des Kindes und der Mutter. Alle aber weinten und beklagten sie, er aber sprach: Weint nicht, denn sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. Und sie lachten ihn aus, da sie wussten, dass sie gestorben war. Als er aber alle hinausgetrieben hatte, ergriff er sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, steh auf! Und ihr Geist kehrte zurück, und sogleich stand sie auf. Und er befahl ihr, ihr Essen zu geben. Und ihre Eltern gerieten außer sich, er aber gebot ihnen, niemandem zu sagen, was geschehen war.
Ja, also, da haben wir auch zwei verschiedene Menschengruppen: die, die draußen sind, und die, die drinnen sind. Diese Eltern, die dem Herrn glauben, und dann dieses Töchterchen, dem der Herr Jesus sagt in Vers 54: Kind, steh auf. Wie nennt man diese Beziehung? Er nennt das Kind. Und er macht also den Unterschied zwischen denen, die da hineingehen durften und dieses messianische Wunder der Totenauferweckung miterleben durften.
Und das entspricht genau dem, was wir in Abschnitt vier haben. Der Herr sagt seinen Jüngern: Euch ist es gegeben, aber den übrigen, die sollen nichts verstehen. Und auch da hat der Herr nur ganz ausgewählte Jünger mitgenommen, diese Eltern, das Wunder vollzogen, und nachher sagt er: Sagt niemandem etwas von dem, was geschehen ist. Die sollen das gar nicht erfahren. Er wollte nämlich nicht, dass man ihn als Messias anerkennt, einfach aufgrund von Zeichen, ohne dass eine Herzensbeziehung da ist. Also auch da verschließt er denen, die gar nicht wollen, den Zugang.

Tod, Auferweckung und die Grenzen menschlicher Erfahrung

Ja, da sind wir eben in dieser Phase drin. Das ist ja noch später, also danach berichtet, als wir gesehen haben, wo der Herr begonnen hat, eben seine Art des Predigens zu ändern. Und darum gibt es eben diese beiden Gruppen: die, die draussen sind, und bei denen, die draussen sind, sehen wir in Vers 53, sie verlachten den Herrn. Sie haben nicht verstanden, was der Herr Jesus damit sagen wollte: „Sie schläft.“ Damit wollte er sagen: Für mich ist es so einfach, einen Toten aufzuwecken, wie es normalerweise ist, einen Schlafenden zu wecken.
Ja, er hat diese, man sagt ihm hyperbolische Rede, benutzt. Das ist so eine Rede, wo man etwas überzieht, um die Sache auf den Punkt zu bringen. Aber sie verstehen nicht, was er sagt, und sie lachen sein Wort aus. Und das entspricht eben hier, was wir gesehen haben bei dem Wort Gottes, das gesät ist auf dem Weg. Dort wird erklärt in Lukas 8,12. Die aber an dem Weg sind, also Vers 11: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Weg sind solche, die hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und errettet werden.
Und wie kann das praktisch aussehen, dass das Wort eben weggenommen wird? Zum Beispiel durch Lachen. Gerade Menschen, die über das Wort Gottes spotten, sind damit eben Handlanger des Teufels, um das Wort aus den Herzen wegzunehmen. Aber eben diese Eltern, die gingen mit ihrer ganzen Not zu dem Herrn Jesus, vertrauten ihm, und darum durften sie zu diesem inneren Kreis gehören, die auch erlebt haben: Das ist wirklich der Messias, er hat Macht über den Tod.
Bei Nain war das aber anders, da war er nicht mehr der Herr. Also bei Lazarus dort haben wir eigentlich nochmals, kann man sagen, eine ganz allerletzte Chance, die Gott Israel gegeben hatte, die dann aber direkt zur Kreuzigung führt. Gerade aufgrund des Zeichens bei Lazarus kam dann die Entscheidung des Sanhedrins: Jetzt müssen wir vorwärts machen, jetzt muss er sterben, sonst werden ihn noch alle als Messias annehmen.
Das zeigt also: Der Herr hat grundsätzlich ab dieser Zeit, wo er begann, in Gleichnissen zu sprechen, diese Scheidung gemacht und auch immer wieder gesagt: Sagt niemandem etwas von dem, was geschehen ist. Aber er konnte dann doch wieder gewisse Ausnahmen machen. Also es war nicht ein Prinzip, das sich so vollständig durchziehen musste ohne Ausnahme. Da, wo er es für angemessen hielt, gerade im Zusammenhang mit der Auferweckung von Lazarus, da gab er nochmals eine Chance.
Christoph? In Vers 55 steht: „Und ihr Geist kehrte zurück.“ Wo war der Geist während sie blieb? Ja, Lukas 8,55: „Und ihr Geist kehrte zurück.“ Also da war sie wirklich tot. Nämlich wenn Geist und Körper getrennt sind, das ist die biblische Definition des Todes. Und wenn der Geist weggeht, getrennt wird vom Körper, wo geht er hin? Er geht zum Herrn nach oben, so wie der Herr Jesus dann in Lukas 23, wenn wir das aufschlagen, Vers 43, zu dem Mitgekreuzigten, der sich noch im letzten Moment bekehrt hatte, sagt er: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Jawohl. Aber das bedingt ja, dass das Mädchen gläubig ist, also müssen wir davon ausgehen, sie ist bekehrt.
Ja, genau, wir müssen davon ausgehen, sie war bekehrt. Das wird ja nicht ausdrücklich gesagt. Aber wir müssen übrigens bei allen toten Auferweckungen davon ausgehen, dass diese Personen bekehrt waren. Bei Lazarus ist es klar, nicht wahr? Dort können wir aus der Schrift ganz klar entnehmen, dass er ein Gläubiger war.
Und es ist eben so: Der Grundsatz von Hebräer 9,27 gilt für den verlorenen Menschen. In Hebräer 9,27 liest du: „Und wie es dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, dann aber das Gericht.“ Ja, das reicht. Übrigens ist „einmal“ hier ein Zahlwort, also nicht: wie es dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, sondern einmal zu sterben, nicht zweimal, einmal, und dann folgt das göttliche Gericht.
Da sehen wir, dass dieser Grundsatz eben gilt für den verlorenen Menschen, auf den das Gericht wartet in der Ewigkeit. Und von dem wird ganz klar gesagt: Der kann nur ein einziges Mal sterben. Aber bei all diesen Fällen von Totenauferweckung – wir haben ja drei im Alten Testament, in der Zeit von Elia und Elisa, und dann eben mehrere Totenauferweckungen durch den Herrn in den Evangelien und dann auch noch in der Apostelgeschichte, als Petrus Aeneas auferweckt – war das so: Die sind auferstanden, aber sie sind alle wieder gestorben.
Die Auferweckten, auch Lazarus, die sind gestorben. Nämlich wenn sie nicht gestorben wären, so würden sie heute noch leben. Das ist der Punkt. Warum sind die nicht mehr da? Eben weil die alle nochmals gestorben sind. Aber das ist eben nur möglich für solche, die gläubig sind. Für den ungläubigen Menschen gilt grundsätzlich: einmal sterben und dann kommt das Gericht. Es gibt keine Möglichkeit, wieder zurückzukommen. Es ist definitiv. Und darum sind all diese Geschichten von Totenauferstehung, von einem, der noch nicht bekehrt war, und dann ging er ins Jenseits und dann wurde ihm noch eine Chance gegeben, er kann nochmals zurückkehren, alles vergessen, alles ein Märchen.
Ja, ja, in der Offenbarung wird noch von dem zweiten Tod gesprochen, und das bedeutet, kannst du es gerade erklären?
Gen. Der erste Tod ist einfach der physische Tod, der zweite Tod ist dann die ewige Trennung von Gott.
Genau, also der zweite Tod in Offenbarung 20 bedeutet das ewige Gericht, das ewige Getrenntsein von Gott, während, wie du sagst, der erste Tod der physische Tod ist. Aber merken wir: Tod ist grundsätzlich immer Trennung, nämlich der körperliche Tod, Trennung von Seele, Geist und Körper, der ewige Tod, die Trennung des Menschen von Gott, aber für alle Ewigkeit.
Und dann können wir noch unterscheiden den geistlichen Tod nach Epheser 2,1 und folgende. Dort sagt der Apostel Paulus von dem unbekehrten Zustand der Epheser: Ihr wart tot in Sünden und Vergehungen. Und das bedeutet eben, sie waren Menschen ohne Beziehung zu Gott, völlig getrennt von Gott. Aber auch da ist wieder der Gedanke der Trennung: der geistliche Tod, der physische Tod und der ewige Tod. Es geht immer um Trennung.
Wenn ein Mensch klinisch für tot erklärt wird, dann heisst das nicht unbedingt, dass er biblisch für tot erklärt wird. Weil wenn jemand einen Herzinfarkt, einen Herzstillstand hat im realen Leben, dann ist sein Geist immer in seinem Körper geblieben. Genau, also das ist der Punkt, und das könnten die Ärzte unter uns noch besser ausführen. Das Problem ist: Wenn die Definition des Todes so ist, dass schliesslich doch jemand zurückgeholt werden kann, dann muss man sagen, dort hat die Definition versagt. Und das zeigt dann eben auch die Problematik der heutigen Definition von Tod. Die wirklich entscheidende Sache ist die Trennung von Geist und Körper.
Wie? Ich versuche ja als Mediziner, so wie ich es gelernt habe, mit dem Defibrillator die Person zu reanimieren. Und wenn das nicht mehr klappt, kommt der Arzt, der Notarzt, und der macht eigentlich dann diesen Schritt nochmals und versucht nochmals mit seiner Technik und seinem Wissen. Aber wenn der nichts mehr schafft und die Person nicht mehr lebendig wird, sich wieder bewegen kann, dann ist er eigentlich zoolitisch tot.
Das ist auch der Punkt. Und noch nicht bei Reanimieren. Das muss man eigentlich noch unterscheiden. Denn heute ist es umso leichter, dass man erst dann, wenn das Hirn kein Sauerstoff mehr bekommt, das Herz sich noch pumpt. Also man kann grundsätzlich eben sagen: In jedem Fall, wo eine Reanimation möglich ist, ist der Beweis, dass Seele und Geist noch nicht vom Körper getrennt waren.
Ja, natürlich, er hätte ihn auferwecken können, denn das gehört ja zu den Zeichen der Apostel. Wir sehen, wie eben Petrus tatsächlich in Apostelgeschichte 9 einen Toten auferweckt hatte. Also diese Möglichkeit gab es als Zeichen des Apostels. Aber jetzt einfach in diesem Fall war das nicht so, und diese Geschichte hat eben ihre eigene Bedeutung, aber nicht eben als Totenauferweckung, sondern eben als jemand, der dem Tode nahe war.
Also diese Nahtoderlebnisse und auch Erlebnisse von Leuten, die sagen, sie seien im Jenseits gewesen, da kann man vom biblischen Standpunkt hier ganz klar urteilen: Nein, das ist nicht authentisch. Und zwar bleiben wir im Lukasevangelium, Lukas 16. Wichtig: Es ist kein Gleichnis, sondern eine Geschichte. In Gleichnissen kommen nie Eigennamen vor und auch nie historisch bekannte Personen wie Mose, Abraham, die Propheten.
Der Herr öffnet hier den Schleier zum Jenseits und berichtet ab Vers 19, wie ein reicher, ungläubiger Mann stirbt. Und er kommt dann ins Totenreich, und zwar an den Ort der Qual. Und Lazarus, ein Gläubiger, kommt ins Paradies, das wird hier genannt der Schoss Abrahams, ein bekannter Ausdruck bei den Rabbinen damals für das Paradies.
Und nun gibt es hier eine Kommunikation zwischen Vater Abraham im Paradies mit dem verlorenen Mann im Totenreich am Ort der Qual. Und könnten wir da lesen, ab Vers 27, da spricht der reiche Mann und argumentiert mit Abraham: „Er sprach aber: Ich bitte dich nun, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest; denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen ernstlich Zeugnis gebe, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen.“ Abraham aber spricht zu ihm: „Sie haben Mose und die Propheten, mögen sie die hören.“ Er aber sprach: „Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Busse tun.“ Er sprach aber zu ihm: „Wenn sie Mose und die Propheten nicht glauben, wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.“
Also wir sehen, hier ist es die Idee von dem verlorenen reichen Mann: Einer sollte vom Jenseits zurückkehren, und dann würden seine Brüder sich bekehren. Und Abraham sagt: Nein, wenn sie die Bibel haben, und zwar sagt er das Alte Testament, das reicht, Mose und die Propheten, das reicht. Wenn sie auf das Alte Testament nicht hören, dann würden sie auch nicht hören, wenn einer von den Toten käme.
Und jetzt in diesen modernen Versionen: Leute, die im Jenseits waren, die sagen, sie hätten dann im Jenseits die Weisung bekommen, sie müssten wieder zurückkehren. Obwohl es hier viel schöner wäre, wollten sie gar nicht zurück, aber sie hätten den Auftrag bekommen, zurückzukehren, und darum seien sie dann wieder reanimiert worden. Und nun sei es ihre Aufgabe, in der Welt zu verkündigen: Es gibt ein Jenseits, und ich war dort, und ich habe das erlebt, und dass Menschen sich dadurch bekehren. Das ist gegen das, was das Wort Gottes sagt.
Und ich meine, es ist ja eigentlich unerhört: Dieser Verlorene sagt zu Abraham, nein, der verspricht ihm. Nein, sondern eben wenn einer ... nein, Vater Abraham ... also es war übrigens ein Jude. Er spricht Abraham als seinen Vater an, und Abraham spricht ihn an als Kind, denn dieser Jude war ein Ururururenkel von Abraham. Er sagt: Kind, du hast die Chance gehabt. Und er sagt ihm: „Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, werden sie Busse tun.“ Er sagt: Nein, würde nichts nützen.
Damit kann man biblisch widerlegen, dass diese Argumentation, die hätten einen Auftrag bekommen, das haben sie nicht von Gott bekommen. Gott widerspricht sich nicht in seinem Wort. Darum spielt das in dieser Extremsituation von Todesnähe natürlich das Thema Halluzination eine ganz grosse Rolle. Es gibt Halluzinationen römisch I, Halluzinationen römisch II. Das ist übrigens auch so, wenn man Drogen nimmt, es gibt beide Typen.
Halluzination römisch I geschieht so: Jemand nimmt Drogen, und dadurch werden die Verbindungswege im Gehirn und die Wahrnehmung und so gehemmt, und dadurch entsteht ein verzerrtes Bild der Umwelt. Typischer Fall: LSD-Rausch, diese Farben und alles so intensiv. Also ich habe es nie selber gemacht, ja, auch wenn ich so erzähle, als hätte ich es erlebt. Unglaublich, dieses Grün da, ja. Aber das ist quasi die Verzerrung von der äusseren Wahrnehmung, das ist Halluzination römisch I.
Aber man hat eben klar feststellen können, dass solche, die Drogen nehmen, auch Halluzinationen haben können, die wahrsagerische Wahrnehmungen sind, und da bekommen sie eben dämonische Inputs. Und das ist natürlich vom Prinzip her ganz klar: Drogen bewirken, dass der Geist des Menschen gehemmt wird, runtergefahren wird, ja. Und wenn das geschieht, dann kann ein anderer Geist Zugriff machen auf das Gehirn. Das geht nicht nur mit Drogen, das geht zum Beispiel auch mit Tamtam in Afrika, dass das Tamtam stundenlang monoton geschlagen wird, dann fährt der Geist runter, und darum gibt es dann diese Phänomene von Besessenheit. Ein anderer Geist kann die Macht übernehmen.
Und so gibt es dann eben diese Halluzination, römisch II, und jetzt eben in extremen Situationen, in Todesnähe, was da im Gehirn abgeht, und auch das können unsere Ärzte besser erklären, was zum Beispiel abgeht mit endorphinen Stoffen, die der Körper produziert. Das sind ja im Prinzip Substanzen, die verwandt sind mit Heroin. Ja, aber Gott hat das so eingerichtet. Diese Substanzen sind gegeben für Extremsituationen, zum Beispiel im Krieg, wenn die Hand durchschossen wird. Und man kennt ja die Geschichten: Leute sagen, ich habe das gar nicht gemerkt, erst nachher habe ich gemerkt, meine Hand ist ja durchschossen. Und diese endorphinen Stoffe wirken dann ganz stark als Schmerzmittel.
Also das hat schon seine Bedeutung. Aber jetzt eben in solchen Situationen können Halluzinationen entstehen, und zwar wir beide Typen, römisch I und römisch II. Und jetzt schnell, schnell urteilen: Das war jetzt I oder das war II, da muss man vorsichtig sein, muss man jeden Fall wieder für sich anschauen. Aber gerade diese falschen Lehren, eben Gott hätte mir gesagt, ich soll zurückkehren, ja, da muss man natürlich die Geister prüfen, merkt: Nein, das war ein Input vom falschen Ort her.
Noch schnell zum Kind: Aber ein Kind hat doch, wir haben gesagt, es sei gläubig gewesen, hat doch vor Gott einen anderen Status. Ein Kind hat vor Gott einen anderen Status, und zwar speziell, wenn es ein kleines Kind ist. Der Jesus sagt in Matthäus 18, er nimmt ein Kindlein auf die Arme. Und wirklich, das griechische Wort heisst dort Kindlein, zwar manche Übersetzungen haben dort nur Kind, aber die alte Elberfelder hatte noch genauer Kindlein. Und dann sagte der Herr Jesus: Es ist nicht der Wille eures Vaters, dass eines dieser Kleinen verloren gehe. Und er sagt: Der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu retten.
Und dort spricht er eben von ganz kleinen Kindern, die das Alter der Verantwortlichkeit noch nicht erreicht haben. Aber hier haben wir ein zwölfjähriges Mädchen, und das hat schon seine Bedeutung. Zwölfjährig, das ist ja eigentlich das Jahr, bevor man erwachsen wird. Im Judentum feiern dann speziell die Jungs die Bar Mitzwa, und da werden sie als verantwortlich gesehen. Sie müssen die Gebote Gottes nicht mehr nur einhalten, weil Mama und Papa das so sagen, sondern sie tragen bereits eigene Verantwortung.
Und darum kann man beim Zwölfjährigen nicht mehr sprechen von einem Zustand, in dem man noch nicht Verantwortung trägt. Ja, spannend, oder? War alles nicht geplant, dass wir heute das so besprechen, aber es ist gut so. Und wir werden ja dann später, wenn wir in Lukas 16 sind, nochmals auf das Thema, und zwar ausführlicher, zurückkommen. Ist das okay so für den Moment, oder gibt es noch eine Frage?
Ja, eben auch noch für die Kinder, die geboren werden oder die Helfer, die eben noch die Säuglinge so, die sind eben nicht fähig oder weil sie die Verantwortung noch nicht erreicht haben.
Ach so, jetzt ist die Frage: Wie ist das mit geistig Behinderten? Dort kann man eben den Grundsatz von Matthäus 18 auf sie anwenden, genau. Ja, das ist etwas sehr Ermutigendes und vielleicht nur als kleiner Hinweis, ohne das jetzt gross auszuführen: Matthäus 2, Herodes tötet alle Kinder, die von zwei Jahren und darunter in seinem ganzen Königreich. Und dann erklärt uns Matthäus, da wurde erfüllt, was in Jeremia 31 gesagt wird. Können wir das kurz aufschlagen?
Ja, ich höre das schon, 31, Vers 15 in Jeremia. Im Zusammenhang geht es um das messianische Königreich, das tausendjährige Reich in der Zukunft. Und in diesem Kontext wird Folgendes gesagt. Darf ich bitten, vorzulesen?
So spricht der Herr: Horch, in Rama hört man Totenklage, bitteres Weinen. Rahel beweint ihre Kinder, sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr da sind. So spricht der Herr: Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt Lohn für deine Mühe, spricht der Herr, sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren, und Hoffnung ist da für deine Zukunft, spricht der Herr, und deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren.
Ja, also Rahel weint um ihre Kinder. Rahel, das war ja die Frau von Jakob, die einzig seine Frau hätte werden sollen. Alles andere war ja ihr Weg. Und sie steht gewissermassen für Israel. Israel weint um diese getöteten Kinder. Und zwar heisst es hier: Eine Stimme wird gehört in Rama. Rama ist ja nach 2. Chronika 16 eine Grenzstadt gewesen zwischen den Zehn Stämmen und den Zwei Stämmen.
Jetzt muss man gut verstehen: Rahel war die Mutter von Josef und Benjamin. Josef sollte der führende Stamm werden der Zehn Stämme, und Benjamin zusammen mit Juda hatte das Königreich im Süden. Rahel als die Mutter von Josef und Benjamin steht gewissermassen für Israel, das eben das Zehn-Stämme-Reich und das Zwei-Stämme-Reich umfasst. Und jetzt wird Israel getröstet. Diese Frau weint um ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind. Die sind tot. Nicht wie manche das ausgelegt haben, das beziehe sich auf die Wegführung nach Babylon. Nein, die waren eben noch am Leben, wenn sie in Babylon waren. Daniel und seine Freunde, das waren ja auch Jungs, die wurden weggeführt, aber die waren nicht tot, die waren quicklebendig.
Aber da heisst es: weil sie nicht mehr sind. Und dann tröstet Gott: So spricht der Herr, halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt Lohn für deine Arbeit. Und er sagt, diese Kinder werden zurückkehren, ins Land Israel zurückkehren. Nicht wahr, Matthäus 2 sagt, im ganzen Land Israel hat er alle diese Kinder umgebracht, aber hier wird gesagt, die werden zurückkehren. Ja, natürlich, die werden auferstehen und die werden als Auferstandene einmal mit dem Messias, Jesus, wenn er kommt, mit allen Heiligen, Sacharja 14, werden sie zurückkehren und die werden in das Land zurückkehren und werden mit dem Messias regieren. Das sind gewaltige Dimensionen.
Und das ist ja etwas Furchtbares, nicht wahr, wenn eine Frau ein Kind gebiert und dann bei der Geburt stirbt es. Frustration wäre das völlig falsche Wort. Das ist eine so tiefe Enttäuschung. Und ich meine, diese neun Monate, manchmal ist ja echt schwierig, diese neun Monate. Und das ist so, was hier genannt wird: Mühe. Ja, und der Herr sagt: Deine Mühe ist nicht vergeblich, es gibt Lohn.
Und das ist eigentlich eine ganz wunderbare Stelle, die Müttern, die so etwas erleben müssen, Mut macht. Oder auch wenn sie dann mit anderthalb vielleicht aus irgendeinem Grund sterben. Das ist so frustrierend und so enttäuschend, eben nicht frustrierend, das ist zu wenig, so enttäuschend, wenn man denkt, auf was man investiert in diesen ersten eineinhalb Jahren an Kraft, an Energie, an Liebe, an Hingabe und Verzicht. Und dann wird das Kind genommen, und dann heisst es hier: Weine nicht, deine Augen halte sie zurück von Tränen, denn es gibt Lohn für deine Arbeit, die werden zurückkehren.
Und hier heisst es: Sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren. Ich weine, 1. Korinther 15,26 heisst es: Der letzte Feind, der hinweggetan wird, das ist der Tod. Danke, Herr Kame, das ist der Tod. Und das Land des Feindes, das ist dieses Land, das in der Bibel auch genannt wird: das Land des Todesschattens. Also, die kehren aus dem Bereich des Todes einmal zurück.
Und so ist das natürlich eine sehr ermutigende Stelle, gerade auch im Blick auf das furchtbare Thema Abtreibung. Man denkt, seit der Liberalisierung in den 1968er-Jahren, man schätzt, dass weltweit weit über eine Milliarde Kinder abgetrieben worden sind. Aber wenn wir die einmal erleben werden, dieser Ruf, dieser Schrei der Freude, der Erlösung, das ist unfasslich. Ja, diese Kinder, sie werden zurückkehren, sagt Jeremia 31. Und ja, das ist eine besondere Ermutigung für solche, die hier Schweres erleben mussten.
Ja, gehen wir weiter? Noch eine Frage.
Ach so, wenn die dann im Himmel sind, werden die dann weiter Babys sein oder nicht? Ich meine, Menschen sterben ja als Gläubige in allen möglichen Stadien ihres Lebens. Ob mit 96 ist natürlich etwas anders als jemand, der mit vierzig gehen muss, und wieder etwas anders, wenn jemand mit vierundzwanzig gehen muss. Aber es ist so: Wir sind ja immer Menschen in Entwicklung. Immer. Im Mutterleib sind wir Menschen in Entwicklung, und dann komme ich auf die Welt, dann sind wir auch Menschen in Entwicklung, das geht so bis zwanzig, und wir sind dann auch weiter Menschen in Entwicklung, in manchen Bereichen dann Abwärtsentwicklung, aber eben noch Menschen in Entwicklung.
Ich sage das nur so, weil manche sagen: Menschen in Entwicklung, die darf man töten, weil sie sich im Mutterleib noch nicht fertig entwickelt sind. Ja gut, aber ich bin auch ein Mensch in Entwicklung. Und da könnte man mit so Messmethoden feststellen, das geht abwärts, oder? Ja, aber deswegen darf man mich nicht umbringen, nur weil ich in Abwärtsentwicklung bin.
Ja, also wir sind alle in Entwicklung, und es ist so: In der Auferstehung wird uns nach 1. Korinther 15 verheissen, dass alles perfekt sein wird. Und so werden wir eben als Auferstandene nicht mehr diese Spuren der Alterung und des Zerfalls tragen. Es wird alles perfekt sein, und auch die, die ganz klein gestorben sind, werden nicht mehr die Spuren der Unreife, des Noch-nicht-Entwickelt-Seins haben, sondern es wird gesagt, dass alle eben vollkommen sein werden. Und das bedeutet völlig entwickelt, also einfach nur noch schön.
Ja, gut, gehen wir weiter.

Die Macht über die Schöpfung und das Bild der Gemeinde

Jetzt haben wir in Lukas 8, diese Verse 22 bis 25, eigentlich schon früher betrachtet, Gad schon als Parallele, hier Abschnitt 5 mit Abschnitt 1. Darum wollen wir nicht mehr in alle Einzelheiten gehen. Aber was ich noch betonen möchte: Es geht hier um diese Schiffsreise, wo der Herr Jesus im Boot war, schlief, dieser schreckliche Sturm, der Herr wird geweckt. Und dann gebietet er Wind und Wellen, und alle staunen: Wer ist das? Wer ist denn dieser? Er hat Gewalt über die Natur.
Da haben wir gesehen, das steht hier eben im Kontrast zu diesem Abschnitt 1, wo es um die Macht des Herrn Jesus über den Tod geht. Er hat Macht über den Tod, und hier wird gezeigt: Er hat Macht über die Natur.
Aber wir müssen Gedanken machen: Es gibt ja noch eine andere Geschichte von einer Schiffsreise, wo es auch einen Sturm gab. Das ist übrigens jedes Mal, wie man im Arabischen den Wind nennt, der von den Golanhöhen, also vom Osten, herunterkommt und den idyllischen See Genezareth in Kürze in einen tosenden Sturm verwandeln kann. Das ist der Scharkie. Und der ist bis in die moderne Zeit ein gefürchteter Wind gewesen, weil er wirklich auch erfahrene Leute dort auf dem See an den Rand bringt.
Und beides Mal eben diese Scharkie, aber hier: Der Herr Jesus ist im Boot. Und in Matthäus 14, da ist er wo? Er ist auf dem Berg. Und betet. Und dann kommen die Jünger allein in den Sturm hinein, und in dieser Todesangst erscheint der Herr plötzlich wandelnd auf dem See und bringt sie dann in Sicherheit.
Diese zwei Geschichten sind so ähnlich und doch anders. Sie symbolisieren eigentlich die Geschichte der Gemeinde. Die Jünger Jesu repräsentieren die Jünger Jesu aller Zeiten, von damals bis heute. Also man kann sagen: Sie repräsentieren die Gemeinde. Aber es sind zwei verschiedene Seiten. Einmal ist der Herr auf dem Berg und nicht im Boot, und einmal ist er im Boot.
Und so ist es eben auch für uns: Der Herr Jesus ist ja als Mensch in den Himmel gefahren. Himmelfahrt, Apostelgeschichte 1. Und er ist jetzt im Himmel, er ist nicht hier. Als Mensch hat er sich zu Rechten Gottes im Himmel gesetzt, und er ist nicht auf Erden. Aber in Matthäus 28 am Schluss sagt der Herr Jesus: „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ Ja, was gilt jetzt? Ist er im Himmel und wir sind hier auf der Erde getrennt von ihm, oder ist er immer bei uns?
Nun, als Mensch ist er im Himmel. Als Mensch ist der Jesus nicht allgegenwärtig. Wenn er damals in Jerusalem war, dann war er nicht in Nazaret. Und wenn er in Nazaret war, dann war er nicht in Jerusalem. Aber er hat ja nie aufgehört, Gott zu sein. Als Gott ist er allgegenwärtig. Und darum kann er in seiner Gottheit sagen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“
Und als Mensch ist er nach Hebräer 7 im Himmel als Hoher Priester und verwendet sich für uns, betet für uns, dass wir durch alle Schwierigkeiten des Lebens ans Ziel kommen. Er vermag völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen. Und das wird hier eben symbolisiert: Der Herr Jesus ist auf dem Berg, Matthäus 14, der Hohe Priester im Himmel, betet für uns. Und wir gehen allein durch die Stürme der Zeit, aber plötzlich kommt der Herr. Und so wird der Herr Jesus wiederkommen und die Gemeinde entrücken und in Sicherheit bringen. Das ist Matthäus 14.
Aber hier in Lukas 8 haben wir eben diese Seite: Er ist immer bei uns. Aber es kommt uns manchmal vor, wie wenn er schlafen würde. Wir sind in der Not, und irgendwie sehen wir nicht, dass der Herr eingreift. Und so war das für die Jünger. Sie schreien zum Herrn und sagen: Meister, Meister, wir kommen um. Aber im richtigen Moment greift er ein.
Und so ist das eben: Wir fragen uns manchmal, wo ist der Herr, warum antwortet er jetzt nicht? Aber er antwortet zu seiner Zeit. Und so ergänzen sich diese beiden Geschichten in wunderbarer Weise.
Jetzt habe ich gesehen, es gibt noch Fragen da hinten. Warum betet Jesus für uns, wenn er selber im Himmel als selber Gott ist? Ja, es ist so, das beginnt ja schon in Johannes 17, in diesem Gebet des ewigen Sohnes zum Vater. Aber das ist als Mensch, sagen wir dann, wenn Jesus den Vater über sich stellt, dann tut er das ja genau.
Und es ist noch wichtig: Wir können seine Gottheit und Menschheit nicht trennen. Wir können sie unterscheiden, gedanklich ja, aber es ist untrennbar. Und darum sehen wir auch in dieser Geschichte das: Wir sehen deutlich seine Menschheit, er schläft, er schläft wirklich. Und das zeigt, dass er ein wirklicher Mensch war. Aber dann steht er auf, gebietet der Natur, und zwar nicht im Namen Gottes, sondern er kann einfach gebieten, und zwar in seiner eigenen Vollmacht, und die Natur muss ihm gehorchen. Und da sehen wir plötzlich wieder seine Gottheit so deutlich, in derselben Geschichte, wo wir seine Menschheit so klar sehen.
Und dann kommt noch dazu, zum Beispiel Johannes 3,13. Der Herr Jesus ist in Jerusalem, spricht mit Nikodemus, und der Mehrheitstext, also die Masse der Handschriften, die sind hier ganz klar. Dort sagt der Herr Jesus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen als nur der Sohn des Menschen. Und er sagt dann: der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Wörtlich: ho on, der Seiende im Himmel. Das ist interessant, nicht wahr? Er ist da bei Nikodemus in Jerusalem, jener besucht ihn des Nachts, und der Herr sagt: der Sohn des Menschen. Und das weist ja gerade auf seine Menschheit hin. Und dann sagt er: der Seiende im Himmel.
Ja, wir würden vielleicht besser verstehen, wenn er sagen würde: „Gott, der Sohn, der im Himmel ist.“ Aber er sagt: der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Also benutzt er gerade einen Ausdruck, der besonders seine Menschheit ausdrückt, und verbindet das mit einem, man könnte sagen, Attribut seiner Gottheit. Und das findet man eben auch anderswo, dass gerade menschliche Bezeichnungen mit seinen göttlichen Attributen verbunden werden. Um klarzumachen: Er ist Gott und Mensch in einer Person. Es sind nicht zwei Personen, und man kann das nicht auseinander, man kann das nicht trennen, aber man kann es gedanklich unterscheiden.
Man kann es manchmal auch nicht verstehen, wenn man jetzt eigentlich der Herr war als Mensch hier auf der Erde, aber als Gott im Himmel. Also wir kennen zwar die Dauertrennung, aber wir verstehen das Ganze. Wir können es nicht verstehen, genau wie du sagst, aber das ist ja eigentlich mit ziemlich allem so. Wenn ein Physiker spricht über, sagen wir, über Quantenmechanik, über ein quantenmechanisches Vakuum, aus dem dann plötzlich virtuelle Teilchen erscheinen. Ein Spezialist für Quantenphysik hat einmal gesagt: Wenn jemand sagt, ich habe Quantenphysik verstanden, dann hat er bewiesen, dass er es nicht verstanden hat.
Und zwar ist es so: Die Begriffe, die man braucht, sind klare Begriffe, und man kann mit denen genau jonglieren, und man kann über ganz genaue Werte, physikalische Werte, sprechen. Aber niemand würde sagen: Ich habe das begriffen. Man spricht eigentlich über Dinge, die alle Vorstellungen übersteigen, denn man kann dann nicht einmal mit Modellen die Wirklichkeit abbilden. Diese Modelle sind nur der Versuch einer Annäherung an die Wirklichkeit.
Also, das ist ganz normal, dass man in der Wissenschaft über Sachen spricht, die man überhaupt nicht verstanden hat. Oder mach mal den Versuch: Frag einen Physiker, der doktoriert hat in Physik: Könntest du mir erklären, was ist ein Elektron? Dann würde ich sagen: Ich kann dir genau sagen, was das für eine Ladung ist und auf so vielen Stellen nach dem Komma. Aber was ein Elektron ist, das weiß niemand.
Und so ist es eben auch, wenn wir sprechen über Gott. Dann ist es nicht so, dass wir sagen: Wir haben das erfasst. Nein. Aber wir nehmen das, was Gott über sich sagt in seinem Wort, ernst. Und wir sollten eben alles, was im Wort Gottes ist, ernst nehmen und darauf unseren Glauben aufbauen. Worauf wir aufpassen müssen: Nicht über das hinausgehen, was die Schrift sagt. Dann machen wir einen Riesenfehler.
Aber das, was die Schrift über Gott sagt, das dürfen wir so annehmen. Aber jetzt behaupten: Ich habe das in der Tiefe verstanden. Wer macht so etwas? Und trotzdem können wir sagen: Ja, wir dürfen Gott kennen. So geht das immer. Man versucht zu verstehen, was man nicht versteht.
Also, es gibt manche Sachen, die ich jetzt aus der Physik nicht verstehe, weil ich es vielleicht ein bisschen in der Schule gelernt habe und mich nicht befasst habe. Zum Beispiel Andromener, wie das geht, dass dieses Gestein Strahlung nicht erspalten kann. Kernspaltung, keine Ahnung davon. Aber das ist vielleicht etwas, was man ein bisschen verstehen könnte, wenn man sich damit befasst. Ja, und andere, die verstehen das dann noch besser, aber am Schluss werden die alle sagen: Letztlich erfassen tut das niemand.
Und so ist es auch mit biblischer Wahrheit. Aber trotzdem ist es so: Der Herr Jesus sagt in Johannes 17, Gott kennen ist Leben. Er sagt nicht, wir haben nur so eine Schleierahnung, sondern es ist Gott kennen. Aber Gott erfassen ist etwas ganz anderes, das behauptet doch niemand.
Und auch Gottes Liebe: Wenn man Johannes 3,16 wirklich verstanden hat, also: „Hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab“, wer kann das begreifen? Aber trotzdem kann man das im Glauben erfassen: damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Aber dann lesen wir in Epheser 3 am Schluss: um zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus. Merkt man: um zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe. Das ist es. Wir erkennen, wir begreifen immer mehr davon, aber erfassen, das geht überhaupt nicht, und es ist auch nicht das Ziel. Und das ist auch gar nicht möglich, denn Gott ist ja so unendlich.
König Salomo sagt bei der Einweihung des Tempels in 1. Könige 8,27: Wie kann Gott in diesem Haus wohnen? Der Himmel und der Himmel der Himmel, das Universum und der Kosmos können dich nicht fassen, wie viel weniger dieses Haus. Und trotzdem sehen wir dann in Johannes 1,14, dass der Sohn Gottes in diese Welt kam und Mensch wurde. Wie kann man das begreifen? Aber er hat als Mensch eine solche Herrlichkeit geoffenbart, dass Johannes schließlich schreibt, in den letzten Versen seines Evangeliums, wenn man alles einzeln niederschreiben würde, also diese ganze Herrlichkeit, die der Herr Jesus von Gott geoffenbart hat, dann würde, so erwarte ich, selbst der Kosmos, die Bücher nicht zu fassen. Also das ganze Weltall könnte nicht die Bücher fassen über die Herrlichkeit des Herrn Jesus.
Ja, natürlich, weil 2. Korinther 9,15 sagt: Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe. Das ist nicht nur einfach so ein Ausdruck, sondern das heißt wirklich: Er ist unbeschreiblich, unendlich. Und auf der anderen Seite sagt dann Petrus in 1. Petrus 1, dass wir den Herrn Jesus zwar noch nie gesehen haben, aber trotzdem, eben weil wir ihn kennen durch die Bibel, verlocken wir, sagt er, mit unaussprechlicher Freude. Also er, die unaussprechliche Gabe, bewirkt eine unaussprechliche Freude, die wir erleben dürfen.
Und das bedeutet: In alle Ewigkeit werden wir immer tiefer in die Gottheit, in die Herrlichkeit hineinsehen, und es wird nie ein Ende nehmen, weil Gott unendlich ist. Und das ist eine gute Nachricht für solche, die irgendwie so viel Energie haben, dass sie nie zur Ruhe kommen und Angst haben, dass es vielleicht einmal langweilig wird in der Ewigkeit.
Ich habe das erlebt. Da war gerade gestern bei der Beerdigung mitgemacht von einer Schwester, die deutlich über neunzig wurde, und ich habe dann in der Ansprache noch erklärt: Ich bin noch nie einer Frau begegnet, weltweit, die so viel Energie hatte wie diese Frau. Unglaublich, es war ein Energiebündel, und bis zum Schluss, sogar als sie nicht mehr gehen konnte, ja, sogar dann.
Unglaublich, diese Energie. Und die hat mich vor Jahren gefragt, hat sie mir eine Sorge mitgeteilt: Wie ist das im Himmel, wird das nicht einmal langweilig? Und dann habe ich ihr eben erklärt, wie und was, und dann war sie befriedigt. Es wird nie, nie langweilig werden. Wir werden in die Tiefe der Gottheit hineinsehen, und unendlich ist Gott.
Aber trotzdem können wir sagen: Wir kennen Gott. Und Gott kennen ist Leben. Ja, ich glaube, das ist ein schöner Schluss. Und dann würden wir einfach nächstes Mal weiterfahren mit dem Gadarener, mit diesem Besessenen ab Lukas 8,26.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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