Serie•Teil 1 / 12Auf den Spuren der Stammväter Israels
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Einleitung und Lesung des Bibeltextes
Wir lesen nochmals ab Vers 23. Ich sage bis Vers 29, denn ich möchte noch etwas nachtragen. 1. Mose 19, ab Vers 23.
Die Sonne ging über der Erde auf, als Lot nach Zoar kam. Da liess der Herr auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen, von dem Herrn aus dem Himmel, und kehrte diese Städte um, und die ganze Ebene des Jordan und alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Erdbodens. Aber seine Frau sah sich hinter ihm um; da wurde sie zu einer Salzsäule.
Und Abraham machte sich früh am Morgen auf an den Ort, wo er vor dem Herrn gestanden hatte. Und er blickte hinab auf die Fläche von Sodom und Gomorra und auf die ganze Fläche des Landes in der Ebene des Jordan. Und er sah, und siehe, Rauch stieg vom Land auf wie der Rauch eines Schmelzofens. Und es geschah, als Gott die Städte der Ebene des Jordan vernichtete, da dachte Gott an Abraham und geleitete Lot mitten aus der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in denen Lot gewohnt hatte.
Der Untergang Sodoms und die Rettung von Lot
Abraham hat ja gebetet, in Kapitel 18, wenn es noch zehn Gerechte gäbe in Sodom, dass Gott doch bitte verschonen möchte. Aber es gab keine zehn. Im ersten Moment sah es aus, als ob es aber sechs gäbe, nämlich Lot und seine Familie. Also, stellen wir auf: Lot, konkret, weiter seine Frau, seine zwei Töchter, da haben wir schon vier. Und wo sind die zwei anderen? Wie? Schwiegersöhne. Da können wir uns jetzt noch streiten, aber im guten Sinn. Und zwar: Wir haben ja letztes Mal gesehen, in Vers 14 von Kapitel 19 heisst es ja tatsächlich: Und Lot ging hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter genommen hatten. Aber es wird klar, das Wort Schwiegersohn im Hebräischen kann Schwiegersohn bedeuten, aber auch den Zustand der Verlobung bezeichnen, also noch nicht angeheiratet, aber Schwiegersohn im Begriff, sagen wir, in Hoff.
Wir haben nämlich ganz klar die Aussage in 19,8: Da sagte Lot: Siehe doch, ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt haben. Das heisst, die waren verlobt. Das macht also klar, man hätte jetzt da nicht mit Schwiegersöhnen übersetzen dürfen, sondern hätte die andere Bedeutung des Wortes wählen müssen. Die Sprachen sind ja so aufgebaut weltweit, dass es, was die einzelnen Wörter anbetrifft, mehr Deutlichkeit gibt, weil ein Wort normalerweise ein Bedeutungsfeld aufweist, mehr Bedeutung hat. Aber im Normalfall wird die Mehrdeutigkeit durch den Kontext, man sagt etwas gescheiter durch kontextuelle Faktoren, neutralisiert. Und das ist hier genau der Fall.
Also, wenn das Wort Schwiegersohn oder eben Verlobter bedeuten kann, dann müsste man das so übersetzen: Die Töchter haben wirklich gewartet bis zur Ehe, obwohl sie in Sodom wohnten. Das ist eindrücklich. Das zeigt, dass da wirklich Moral und Überzeugung in der Familie da war. Aber wir haben letztes Mal gesehen: Die Schwiegersöhne, als Lot ihnen erklärte, was Gott vorhat, erweisen sich als solche, die eben nicht gerecht waren. Liest du Vers 14 nochmals, Christian?
Da ging Lot hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter nehmen sollten, und sagte: Macht euch auf, geht aus diesem Ort, denn der Herr wird die Stadt vernichten. Aber er war in den Augen seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherze treibt.
Ja, also nochmals: Der Text wird klar, gerade jetzt in der Übersetzung, Schwiegersöhnen, die seine Töchter nehmen sollten, wörtlich die Nehmenden, also im Begriff waren, sie als Ehefrauen zu nehmen. Aber man sieht, die verstehen die Sprache des Glaubens nicht. Und für sie war es ziemlich lustig, was ihr zukünftiger Schwiegervater da erzählt, über Gottes Plan in Bezug auf die Zukunft. Und so kommen die auch um, also nicht sechs Gerechte, sondern vier Gerechte. Aber bei denen gab es dann auch noch weitere Probleme.
Rettet sein ist eines, aber mit dem Herrn entschieden den Weg weitergehen, das ist eine zweite Sache. Aber in Bezug auf Lot sollten wir unbedingt mal aufschlagen. Zweiter Petrus 2. Des Zusammenhangs wegen lesen wir da bereits ab Vers 4, wo es geht um dieses Gerichtsereignis in 1. Mose 6, wo Engel sich mit Menschen eingelassen hatten und dadurch in den Tartarus hinuntergeworfen wurden. Und dann geht es um die Sintflut und dann um Lot, auf Vers 7. Aber bitte drei Gerichtsbeispiele aus 1. Mose 6, 1. Mose 6-9 und 1. Mose 19. Also ab Vers 4:
Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in finsteren Höhlen des Abgrundes gehalten und zur Aufbewahrung für das Gericht überliefert hat, und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, als achten neben sieben anderen bewahrte, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte, und wenn er die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zur Zerstörung verurteilte und denen ein Beispiel setzte, die künftig gottlos sein würden, und wenn er den gerechten Lot rettete, der von dem ausschweifenden Wandel der Ruchlosen gequält wurde, denn der unter ihnen wohnende Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, Tag für Tag, seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken, so wird deutlich: Der Herr weiss die Gottseligen aus der Versuchung zu retten, die Ungerechten aber aufzubewahren für den Tag des Gerichts, wenn sie bestraft werden, besonders aber die, die in befleckender Begierde dem Fleisch nachlaufen und Herrschaft verachten, Verwegene, Eigenmächtige. Sie schrecken nicht davor zurück, Herrlichkeiten zu lästern, wo Engel, die an Stärke und Macht grösser sind, nicht ein lästerndes Urteil gegen sie beim Herrn vorbringen.
Danke! Also, es geht hier um Lot, und er wird genannt der gerechte Lot. Und weiter erfahren wir, was in seinem Inneren vorging. Das wird in 1. Mose 19 nicht so ausdrücklich gesagt. Aber hier neutestamentlich wird das offengelegt: der von dem ausschweifenden Wandel der Frevler gequält wurde. Und Frevler ist ein starkes Wort, das bedeutet Gesetzlose, moralisch Verdorbene.
Und dieses Wort Frevler haben wir da im Text der Elberfelder nochmals, nämlich 2. Petrus 3. Nachdem Petrus über die letzten Tage, also über unsere Zeit, gesprochen hat und wie schlimm es da sein wird, da sagt er in 2. Petrus 3,17:
Da ihr Geliebte es nun vorher wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrwahn der Ruchlosen mit fortgerissen werdet und aus eurer eigenen Festigkeit fallet.
Ja, also du liest ja aus der Elberfelder, nehme ich an, und die 11. CSV hat nicht „Ruchlosen“, das ist eine gute Möglichkeit, sondern „Frevler“. Der Irrwahn der Frevler oder Irrwahn der Ruchlosen. Das Wort atheos auf Griechisch heisst Gesetzloser, moralisch Verdorbener, Krimineller, Verächter von Moral, das heisst also von Ordnung, Ethik, einer, der die Barriere der Moral durchbricht, um seine böse Lust auszuleben.
Und jetzt erfahren wir in 2. Petrus 2: Lot, der wurde durch den ausschweifenden Wandel der Frevler oder Ruchlosen gequält. Der fühlte sich nicht zuhause in Sodom. Aber er meinte, er hätte dort einen Auftrag, darum wurde ja Richter, wie wir letztes Mal gesehen haben, und versuchte eben, durch seinen guten, transformierenden Einfluss auf Sodom, Gomorra, Adama und Zeboim und Zoar noch etwas verändern zu können, die Welt zu verbessern. Aber das ist nicht geglückt. Die Leute dort haben ihn nicht ernst genommen. Wir haben letztes Mal gesehen, die sagen ihm: Dieser Fremde will den Richter spielen. Sie haben sein Richteramt nicht ernst genommen, und sie haben ihn nicht als einen der ihren betrachtet, obwohl er in Sodom wohnte, sondern er wurde als Fremder gesehen.
Also, er hatte da keinen Auftrag, aber er meinte, ihn zu haben. Denn Gott hat ja Abraham gesagt, er soll seine Verwandtschaft verlassen und aus Ur in Chaldäa ins verheissene Land gehen, und Lot ging mit. Das hätte er nicht sollen. Das war gegen die Berufung Gottes in 1. Mose 12,1-3. Aber jetzt hier konkret: Er quälte seine Seele mit ihren gesetzlosen Werken Tag für Tag.
Aber dann sagt uns Petrus weiter: Sein Beispiel zeigt, dass der Herr die Gottseligen aus der Versuchung zu retten vermag. Und hier nennt er ihn also nicht nur Gerechten, sondern Gottselig. Das ist jetzt ein schwieriges Wort für heute, weil niemand das jemals in der NZZ gelesen hat oder sonst in heutigen journalistischen Texten. Aber bitte, was heisst gottselig? Wie kann man das jemandem ganz einfach erklären? Ein Zwölfjähriger sollte das verstehen. Ein Gottseliger: Haben Sie gehört, alles im Leben mit Gott in Verbindung bringen. Und das heisst also, man kann über alle möglichen Themen sprechen und bringt das irgendwie fertig, das mit der Bibel, mit dem Herrn, mit dem persönlichen Glauben in Verbindung zu bringen.
Ich habe auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass sich jemand geärgert hat: Man kann über jedes Thema mit dir sprechen, und immer bringst du noch die Bibel rein. Ja, aber das ist eigentlich ein Aspekt der Gottseligkeit, und 1. Timotheus 4 sagt ja, wir sollen uns zur Gottseligkeit üben, zum Training, Gymnastik. Gymnazomai ist das Verb dort: Gymnastik betreiben ist etwas, was wir in unserem Leben fördern können und sollen.
Und man kann gottselig übrigens auch so erklären: Selig. Das ist eigentlich das Problem. Gott versteht man schon, aber gottselig, selig. Also jemand ist trübselig, das ist jemand, dessen Gedanken voll von trüben Gedanken, traurigen Gedanken sind. Jemand ist leutselig, der kann nicht allein sein. Der braucht immer Leute. Und jemand ist redselig, das heisst jemand, der wirklich einfach nicht schweigen kann, der ist immer am Ploddern. Sehr belastend.
Aber dann gibt es auch solche, die sind gottselig, das heisst, das ganze Leben ist erfüllt von Gott. Und das wird hier von Lot gesagt. Ja, und das war natürlich sein Einfluss, auch seine Töchter, dass die sich zwar mit zwei Sodomitern verlobt hatten, und denen musste mitgeteilt werden: Unsere Töchter, die warten bis zur Heirat. Und irgendwie haben die es mitgemacht. Die waren so überzeugt, die sind toll. Aber die haben sich gar nicht bekehrt, das ist das Problem. Hätte Lot seine Familie nur nicht nach Sodom gebracht, dann hätten die auch nicht diese falsche Verlobung eingegangen.
Aber was wir also sehen: Gott hat Lot gerettet, auch seine Frau und die beiden Töchter. Aber wie kam es mit seiner Frau nochmals, was wir letztes Mal schon gesehen haben? 1. Mose 19,26, bitte, Christian.
Aber seine Frau sah hinter ihm um, da wurde sie zu einer Salzsäule.
Daran klebt, dass in dem Moment, wo man flüchten muss und wirklich sich sagen muss: Das ist jetzt vorbei, das war Vergangenheit. Aber sie, die auf der Flucht war, sah zurück: Ach, was haben wir dort verloren. Wirklich, die Lage von Sodom ist schön, so ein erhöhtes Plateau, sagen wir so hundert Meter erhöht an einem Wadi. Wow, das ist eine Wanderung wert. Also, ich bin mit meiner Frau da spazieren gegangen im Wadi unterhalb von Sodom, das war eher Wasserversorgung. Das sind gewaltige Felsen, tief eingeschnittenes, schmales Wadi, aber richtig wahr. Nun, Wadis gibt es auch anderswo. Aber die Frau hing an diesem Ort, und in Hesekiel 16 lesen wir eben, dass Sodom auch unwahrscheinlich luxuriös war. Und jetzt sollten sie fliehen, die Engel haben gesagt, und dann gehst du ins Gebirge, flieh ins Gebirge, also irgendwo in einer Höhle dann wohnen. Sie klebte an Sodom, aber das wurde ihr zum Verhängnis, und darum wurde sie auch getroffen von dem Ascheregen und wurde zur Salzsäule. Die beiden Töchter, die gingen mit.
Jetzt wollen wir aber noch weiter das Neue Testament zur Geschichte Lots dazunehmen. Wo wird Lot noch erwähnt im Neuen Testament, ausser 2. Petrus 2? Ja, schlagen wir doch mal auf: Lukas 17. Also in der Konkurrenz, wenn die Konkurrenz nachschauen, das kann ja jeder, dann kommt man auf Lukas 17. Und dann die Hardware-Bibel nehmen und nachlesen. Lukas 17, das ist die kleine Endzeitrede, wie man diesen Abschnitt nennt. Mich war der Herr die Endzeitrede am Dienstag vor Karfreitag auf dem Ölberg gehalten, mit Blick auf den Tempelberg, mit den Jüngern, mit den elf, mit den zwölf Jüngern, und das war der Moment, wo sie vier Fragen zu Prophetie gestellt haben, und der Herr hat ihnen dann ganz ausführlich geantwortet: Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21. Zusätzlich zu Lukas 21 und den genannten Kapiteln haben wir Lukas 17, wo der Herr Jesus so zusammenhängend über Prophetie spricht. Liest du, Christian, ab Vers 22?
Und man wird zu euch sagen: Siehe dort oder siehe hier.
Ah, 17,22.
Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen.
Danke! Also, der Herr sagt, jetzt ist er da mit den Jüngern hier auf Erden, aber das soll nicht so bleiben. Er würde weggehen, und es würde schwierig sein, wenn er nicht da ist. Und dann wird eine Sehnsucht aufkommen, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen. Was ist die Tage oder einen der Tage des Sohnes des Menschen? Der Sohn des Menschen ist ja ein Ausdruck aus Daniel 7, der ein Titel des Messias ist, also einen der Tage des Messias. Und schon die alten Rabbiner in ihren Schriften sprechen über Jemei Maschiach und Jemot Maschiach, die Tage des Messias, wenn er kommen wird, um zu herrschen in Gerechtigkeit und Frieden auf dieser Erde.
Der Herr sagt also: Ihr werdet eine Zeit erleben, wo ihr euch nach einem der Tage des Menschensohnes seht, also wo ihr euch seht in einer chaotischen Welt voll dunkler Wolken, Friedlosigkeit, Streit und Krieg, einen Tag der Friedensherrschaft des Messias zu erleben. Und dann sagt er weiter: Und man wird zu euch sagen: Siehe dort oder siehe hier. Geht nicht hin, folgt auch nicht.
Ausführlich in Matthäus 24: Es werden falsche Messiasse kommen, sagt der Herr voraus, und es wird in Matthäus 24 gesagt werden: Dort in der Wüste oder da in der Kammer. Das heisst, ein falscher Messias, der auftritt in der Wüste, so wie Johannes der Täufer, oder ein Baby ist geboren und in der Kammer kann man das Baby besuchen. Der Herr sagt: Geht nicht hin. Es gibt Dinge, die müssen wir gar nicht kontrollieren, weil wir von vornherein wissen, es ist alles falsch, der Messias ist schon gekommen. Also, er wird nicht irgendwo nochmals in der Wüste predigen, und der Messias wird nicht irgendwo noch geboren werden, so dass man wie die Hirten hingehen könnte, um das Kind zu besuchen.
Und hier ganz knapp: Seht hier, seht dort. Matthäus: In der Wüste, in der Kammer. Geht nicht hin. Es gibt Dinge, die muss man einfach gar nicht glauben, muss man gar nicht kontrollieren, weil man sowieso weiss, es ist falsch. Geht nicht hin, folgt auch nicht.
Vers 24: Denn wie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem Himmel bis zum anderen Ende unter dem Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.
Ja, jetzt haben wir an seinem Tag, das ist der Tag des Messias. Im Neuen Testament der Tag, man muss Messias nur übersetzen, Messias heisst auf Griechisch Christus, also der Tag des Christus, am Tag Jesu Christi, am Tag des Herrn Jesus Christus. So haben wir verschiedene Stellen im Neuen Testament. Jetzt weiss man, die Rabbiner haben immer damit gemeint, wenn der Messias kommt als König. Dieser Ausdruck meint nicht die Entrückung, sondern das Kommen in Herrlichkeit.
Und noch etwas, das hilft: Der Herr sagt, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag. In Verbindung mit der Entrückung der Gemeinde wird nie gesagt, das Kommen des Sohnes des Menschen. Nur in Verbindung mit seinem Kommen als König in Herrlichkeit, da wird gesagt, der Sohn des Menschen kommt. Mit Bezug zu Daniel 7,13-14, wo es heisst, dass da einer wie eines Menschensohns kommt auf den Wolken des Himmels und übernimmt die Herrschaft über die ganze Welt. Also, das Kommen des Sohnes des Menschen, wie der Blitz leuchtet, damit ist gemeint, das Kommen Jesu in Macht und Herrlichkeit, natürlich in Matthäus 24 viel ausführlicher. Nach den Tagen der Drangsal wird das Zeichen des Sohnes des Menschen erscheinen an dem Himmel, und dann werden sie ihn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit grosser Macht und Herrlichkeit. So wird ganz ausführlich in Matthäus 24 beschrieben. Hier ganz knapp: die kleine Endzeitrede.
Weiter, Vers 25: Vorher aber muss er vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. Ja, also das erste Kommen, der Messias wird verworfen. Weiter: Und wie es in den Tagen Noas geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen. Sie assen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte.
Ah, jetzt wird also die Zeit Noas verglichen mit der Endzeit, und das Gericht in der Endzeit wird verglichen mit der Sintflut. Das hilft uns zu verstehen, was die Sintflut prophetisch bedeutet. Sie ist ein Vorgeschmack, ein Hinweis auf das weltweite Gericht am Tag des Messias, beziehungsweise jemand hat das schon gesagt: am Tag des Herrn. Der Tag des Herrn, das ist dieser schreckliche Tag des Herrn, Kriegsgeschrei, wolkendunkel. Wenn man Zefanja 1 oder Joel 2 liest, dann wird klar, das ist nicht die Entrückung. Der Tag des Herrn, der Tag des Messias, des Christus, das ist immer die Zeit der grossen Drangsal, und als Höhepunkt das Kommen des Herrn Jesus sichtbar als König und Richter der Welt.
Aber jetzt haben wir gesehen: Also die Tage Noas werden verglichen mit den Tagen des Sohnes des Menschen, wenn er kommt als Richter, nicht zur Entrückung. Und da wird ein weiteres Beispiel angefügt. Liest er weiter:
Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie assen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
Ah, hier sehen wir, auch die Geschichte Lots hat eine prophetische Bedeutung. Hier haben wir das Thema, das nennt man Typologie. Das ist so ein gescheites Wort. Wie könnte man das einfacher erklären, jemandem, der nicht weiss, was Typologie ist? Bitte, helft mir!
Ein vergleichendes Bild! Ein vergleichendes Bild, oder man sagt auch Vorbilder im Alten Testament. Das ist ein grandioses Phänomen des Alten Testaments, dass Geschichten, die wirklich historisch geschehen sind, gleichzeitig eine prophetische Bedeutung haben. Wenn wir denken, Abraham ist bereit, seinen Sohn als Opfer herzugeben, dann ist das ein Hinweis darauf, dass Gott der Vater seinen geliebten Sohn einmal als Opfer geben würde für die Welt. Und so ist das Alte Testament voll von solchen Geschichten mit prophetischer Bedeutung. Und Typos heisst eben auf Griechisch Bild, also Typologie, das ist quasi die Lehre von all diesen prophetischen Bildern im Alten Testament auf die Zukunft hin.
Und jetzt erfahren wir also: Die Sintflut, die Tage Noas werden hier verglichen mit der Zeit des Gerichts, also Drangsalszeit, Tag des Herrn, Tag des Messias und dann des Kommens des Herrn Jesus als der Sohn des Menschen, um das Reich aufzurichten. Aber nicht nur die Sintflut, sondern auch das Geschehen mit Sodom und Gomorra. Feuer vom Himmel ist eine Vorschattung von diesem zukünftigen Gericht, man könnte auch sagen Vorschattung von dem Gericht, das in der Offenbarung beschrieben wird. Die Offenbarung, die Apokalypse, ab Kapitel 4, Vers 1 ist noch alles zukünftig und wird sich dann ereignen ab der Entrückung. 4,1: Johannes wird in den Himmel entrückt, und dann, was folgt, das sind die apokalyptischen Gerichte, das Gericht der sieben Siegel, sieben Posaunen, sieben Zornenschalen, und dann kommt der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit, Kapitel 19, Vers 11. Die Sintflut ist ein Bild auf dieses Gericht und auch die Geschichte der Zerstörung von Sodom und Gomorra im Zusammenhang mit Lot.
Jetzt ist wichtig, wir gehen weiter, Vers 29:
An dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. An jenem Tag, wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um es zu holen, und wer auf dem Feld ist, wende sich ebenso wenig zurück. Gedenkt an Lots Frau! Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren, und wer es verliert, wird es erhalten. Ich sage euch: In jener Nacht werden zwei auf einem Bett sein, einer wird genommen und der andere gelassen werden. Zwei werden zusammen mahlen, die eine wird genommen, die andere gelassen. Und sie antworteten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich auch die Geier.
Danke! Also, die ganze Geschichte hat hier eindeutig prophetische Bedeutung, und auch Lots Frau, die eben nicht gerettet wurde, die ist hier wichtig als Warnung für die Zukunft. Und nun ist es interessant, dass der Herr sagt: An jenem Tag. Das ist der Tag des Sohnes des Menschen, der Tag des Messias, der Tag des Herrn. An jenem Tag, wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um es zu holen. Und ebenso, wer auf dem Feld ist, wende sich nicht zurück.
Jetzt ist die Frage: Also wenn der Herr Jesus dann in Macht und Herrlichkeit kommt, wenn man auf dem Feld ist, soll man flüchten? Ich habe gesagt, das ist die kleine Endzeitrede. Ausführlicher ist das in Matthäus 24, und da sehen wir nämlich in Kapitel 24, Vers 15, sagt der Herr Jesus Folgendes, und zwar nachdem er gesagt hat, das Evangelium wird allen Nationen auf der Erde gepredigt werden zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. Und ein wichtiger Hinweis: Das Ende kommt mehrmals vor, 24,6, 24,13 und 24,14. Und das Ende bezeichnet immer die grosse Drangsalzeit. Das ist die Zeit des schrecklichsten und letzten Weltkrieges, und zwar dreieinhalb Jahre, und als Höhepunkt davon kommt der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit.
Nun sagt der Herr Jesus, Vers 15: Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel den Propheten geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der merke auf, dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen. Ja, Moment, der Gräuel der Verwüstung wird prophezeit in Daniel 9,27, und das wird ein Götzenbild sein, das sprechen kann, das der Antichrist auf dem Tempelplatz in Jerusalem aufstellen wird, im Vorhof. Und der Jesus sagt hier also: Wenn ihr dieses Gräuelbild seht, dann kommt die Katastrophe. Das ist das Zeichen für die grosse Drangsal. Und dann sollen die Gläubigen in Israel, die sollen fliehen. Und Matthäus fügt hinzu: Wer es liest, beachte es. Sein Befehl.
Vers 16: Dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen. Wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um die Sachen aus seinem Haus zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe, noch am Sabbat; denn dann wird grosse Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.
Danke! Also, der Herr macht hier klar: Wenn man das Zeichen sieht auf dem Tempelplatz, dann müssen die Gläubigen in Israel, in Judäa, sofort in die Berge fliehen und eben nicht noch zurückbleiben und etwas zu Hause holen. Nicht wahr, Vers 17: Wer auf dem Dach ist, steige nicht hinab, um die Sachen aus seinem Haus zu holen, und wer auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, um sein Oberkleid zu holen, sondern sofort da, wo man ist, fliehen, kein Zeit verlieren, nicht so wie die Frau Lots, die hat eben Zeit verloren.
Also da sehen wir, die Frau Lots ist eine Warnung für die Gläubigen, die durch die grosse Drangsalzeit gehen werden. Und jetzt sehen wir: Also nicht an dem 24-Stunden-Tag, wenn der Herr kommt, gilt das Steigen nicht hinab, Lukas 17,31, um es zu holen. Ebenso wer auf dem Feld ist, wendet sich nicht zurück, sondern es bezieht sich auf den Anfang, da wo die dreieinhalb Jahre vor der Wiederkunft beginnen. Das alles ist der Tag des Sohnes des Menschen, bis er dann auch in Macht und Herrlichkeit sichtbar erscheint. Das hilft uns zu verstehen, was gemeint ist mit „an jenem Tag“ in Jesaja. Man kann sich das mal anstreichen, wenn man das durchliest und darauf achtet: Ständig heisst es „an jenem Tag, an jenem Tag, an jenem Tag“. Es meint immer die Endzeit, die Endzeit. Dieser Ausdruck ist nicht ein 24-Stunden-Tag, sondern ein feststehender Begriff für die Endzeit.
Und jetzt eben hier ganz speziell für die grosse Drangsal und das Kommen des Herrn. Und jetzt kannst du noch Matthäus 24 lesen, ab Vers 29:
Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen. Und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit grosser Macht und Herrlichkeit!
Danke, also auch da wieder nicht die Entrückung, sondern das Kommen des Sohnes des Menschen, das ist das Kommen in Macht und Herrlichkeit nach der Drangsal. Und jetzt hilft es uns, das mit Lot noch besser zu verstehen. Geben wir zurück zu Lukas 17, also Vers 31: An jenem Tag, das meint wirklich dreieinhalb Jahre vor dem Kommen des Herrn in Herrlichkeit, da müssen sie fliehen, aber eben sofort fliehen, ohne Verzögerung, sonst ist es zu spät. Und dann die Warnung mit Frau Lot, Vers 33.
Und jetzt kommen wir zu Vers 34 nochmals:
Ich sage euch: In jener Nacht werden zwei auf einem Bett sein, einer wird genommen und der andere gelassen werden. Zwei werden zusammen mahlen, die eine wird genommen und die andere gelassen werden. Und sie antworteten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich auch die Geier.
Ah, jetzt steht hier nicht an jenem Tag im Sinn von einer heilsgeschichtlichen Epoche, sondern jetzt heisst es in jener Nacht, das ist nun wirklich die Nacht, von einem bestimmten 24-Stunden-Tag. Und da heisst es, dass eben der eine wird genommen, der andere gelassen. Zwei Frauen werden zusammen mahlen, die eine wird genommen, die andere gelassen.
Frage: Was ist wünschenswert, genommen zu werden oder gelassen zu werden? Wie? Gelassen. Andere würden sagen: genommen. Und zwar indem sie sagen, das ist die Entrückung der Gemeinde. Da werden die Gläubigen entrückt, genommen, und die, die gelassen werden, die gehen dann durch die Gerichte. Nein, hier haben wir eben etwas anderes. Und wie kann man das beweisen? Mit Vers 37. Liest du nochmals?
Und sie antworteten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich auch die Geier.
Ja, hat jemand in seiner Übersetzung anstatt Geier Adler? Also es ist wieder das, was ich gesagt habe: Wörter haben ein Bedeutungsfeld, und das griechische Wort, das hier gebraucht wird, bedeutet eben Adler und Geier, die miteinander biologisch verwandt sind. Das ist so. Aber ein Adler ist kein Geier, und ein Geier ist nicht ein Adler, und kontextuelle Faktoren neutralisieren die Mehrdeutigkeit. Und hier ist eben der kontextuelle Faktor: Wo der Leichnam ist. Da versammeln sich nicht die Adler, die lieben das nicht, sondern die Geier, und die schätzen das über alles. Nichts Besseres als richtig verdorbenes Fleisch. Gott hat sie so gemacht, dass die wirklich davon leben können. Das sind eigentlich Gesundheitspolizisten, die kommen, die holen das Fleisch, was eigentlich gefährlich ist.
Bei uns zuhause, da haben wir ganz viele Raben, und als unsere Kinder noch klein waren, da war eben das Risiko da, dass so ein kleiner Junge wie unser Haniel, aber der ist jetzt über das Alter hinaus ein paar Jahrzehnte, aber das sind so kleine Jungs, die kommen vom Kindergarten heim und sagen: Mami, siehst du, was ich gefunden habe? Das ist eine Maus. Ja, tote Maus. Und dann muss die Mutter erklären: Sofort weg damit und Hände waschen, das ist ganz giftig. Aber in unserem Fall war das natürlich so, dass die Raben oft vorgekommen sind als Gesundheitspolizisten, die räumen ständig auf.
Also, aber der Punkt ist jetzt hier: Leichnam am Boden, da kommen die Geier vom Himmel und holen das weg. Aber Leichnam ist ja nicht positiv in der Bibel, sondern ein Aas wird in der Bibel immer als unrein betrachtet, und das bedeutet also, dass durch das Gericht die, die tot sind in Sünden und Vergehungen, Epheser 2,1, weggerafft werden. Und Geier gehen nicht auf die Leute los, die gesund sind. Wenn man irgendwo spazieren geht, sagen wir in den Anden in Südamerika, da muss man keine Angst haben vor den Geiern, die kommen nur, wenn man tot ist. Die Lebenden, die werden gelassen, und die, die tot sind, die werden genommen.
Und wie war das mit Noah? Der ging in die Arche und blieb, und die anderen, haben wir gelesen, wurden weggerafft, nicht wahr? Vers 27: Bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging und die Flut kam und brachte alle um. Also gelassen werden war positiv. Genommen, die sind alle ins Jenseits gegangen, umgebracht, das ist weggenommen von der Erde.
Und dann mit Lot eben auch, Vers 29: An dem Tag aber, als Lot aus Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Er blieb, die anderen wurden weggerafft. Und so hat das also gar nichts mit der Entrückung zu tun. In jener Nacht werden zwei auf einem Bett sein, der eine wird also — man darf ja nicht übersetzen angenommen. Lambano hat Bedeutungsbreite, das meint jetzt eben: wird genommen, weggerafft durchs Gericht, so wie die Sodomiter, so wie die Menschen zur Zeit von Noah, die keine Zuflucht nahmen in der Arche.
Übrigens interessant, diese Parallele eben von Noah und Lot: Noah ging in die Arche hinein und blieb, und Lot ging aus Sodom hinaus und blieb. Dieser Kontrast, Vers 27: Noah geht in die Arche, und Vers 29: Lot geht aus Sodom hinaus. Die Arche war das Rettungsmittel, und Sodom war eben das Ziel des Gerichts Gottes. Also, so wird das klar und eindeutig, das hat nichts mit der Entrückung zu tun, und die Entrückung geschieht nicht an dem Tag, wenn der Sohn des Menschen kommt, sondern wenn der Bräutigam kommt, um die Braut heimzuführen. Das ist eine ganz andere Art von Kommen.
Ja, jetzt gehen wir zurück zu 1. Mose 19 und können jetzt ab Vers 30 lesen, bitte einmal bis Vers 33:
Lot aber zog von Zoar hinauf und wohnte im Gebirge, er und seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter. Und die Erstgeborene sprach zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt, und es gibt keinen Mann im Land, der zu uns eingehen könnte nach der Weise aller Welt. Komm, lass uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft am Leben erhalten. Und sie gaben ihrem Vater in jener Nacht Wein zu trinken. Und die Erstgeborene ging hinein und legte sich zu ihrem Vater. Er aber merkte weder etwas von ihrem Niederlegen noch von ihrem Aufstehen.
Ja, bis dahin. Jetzt sehen wir: Lot geht von Zoar hinauf ins Gebirge. Das war ja von Anfang an Gottes Plan. Er sollte aus Sodom fliehen und dann eben ins Gebirge hinaufgehen. Wie gesagt, Sodom selbst ist am Fuss dieses Gebirges, so auf einem Plateau, etwa hundert Meter erhöht über der Ebene mit dem Toten Meer. Und Lot sollte aus Sodom hinaus und dann richtig ins Gebirge hinauf. Aber er sah das anders als die Engel, die ihm das sagten. Er sagte: Nein, da gibt es doch eine kleine Stadt Zoar, er möchte dorthin fliehen. Und Gott in seiner Gnade geht auf ihn ein, die Engel sagen ihm: Gut, dann kannst du gehen. Und dadurch wurde Zoar verschont, während nur die vier Städte Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim durch Gottes Gericht zerstört wurden.
Aber wir hatten gelesen, in eben Vers 20, da wollte er nicht ins Gebirge, sondern er wollte nach Zoar gehen. Aber jetzt Vers 30: Denn er fürchtete sich, in Zoar zu wohnen. Er war ihm also auch nicht wohl in dieser unmoralischen Stadt, die Gott zwar verschont hatte. Zoar heisst die Kleine, war eine ganz kleine Ortschaft, aber da hatte er auch Angst. Das geht nicht gut, ging er doch ins Gebirge. Und wir sehen von dem Luxus von Sodom, Hesekiel 16 spricht darüber, da blieb nicht viel, er wurde ein Höhlenmensch.
Aber eben, Steinzeit ist allezeit, das muss man sich merken. Das haben wir in der Schule nicht gelernt, aber das ist die Realität, nicht wahr? Menschen, die in Höhlen lebten, gab es zu allen Zeiten. Das kam eben auf die Umstände an. Und so war das auch mit den Japhethiten, die nach der Sintflut nach Europa kamen. Da waren grosse Teile als Folge der Sintflut eben durch die Eiszeit betroffen, und die Gletscher wuchsen. Und da war das Leben schwierig. Und darum haben die Japhethiten zuerst in Europa in Höhlen gewohnt, während die Hamiten, die nach Ägypten gingen, also die Nachkommen von Mizraim, dem Sohn von Ham — Mizraim heisst dann später Ägypten — die haben die grossen Pyramiden gebaut in der Frühzeit. Dort gab es keine Eiszeit, und darum findet man eben auch keine Moränen, Gletschermoränen und keine Gletschermühlen in Ägypten. Das findet man in Europa und Nordamerika und natürlich auch Südamerika, heute Patagonien, ganz unten von Südamerika, da bei Tierra del Fuego. Das ist ein wunderbares Gebiet voll von Gletschern, auch heute.
Und gerade vor kurzem hatte ich es erlebt: Ich freute mich so auf den warmen Frühling in Brasilien, und da kam die kalte Luft von der Antarktis und von Patagonien hoch und hat es ein bisschen kühler gemacht. Da war es noch schön. Nur, um zu sagen: Gewisse Gebiete waren so durch die Eiszeit betroffen, und da haben die Menschen eben in Höhlen wohnen müssen. Die waren auch nicht primitiv. Und das sieht man auch an den Wandmalereien, das waren grosse Künstler. Aber die Umstände zwangen sie. Wären sie an anderen Orten, da konnten sie eben die ägyptischen Pyramiden bauen, und auch im Industal hat sich die Kultur etwas zeitverschoben, auch schnell entwickelt.
Aber wir sehen jetzt Lot unter solchen schwierigen Umständen: Er wohnt in einer Höhle. Und da fahren wir nach der Pause weiter.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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