Serie•Teil 1 / 4Der Römerbrief – Vers-für-Vers
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Einleitung und Hinführung zum Thema
Ich möchte alle begrüssen zu diesem Nachmittags-Bibelstudium. Wir fahren weiter im Römerbrief. Wir sind gekommen bis Römer 2, Vers 16, und haben gesehen: Nach dieser wunderbaren Einleitung beginnt der Apostel Paulus ab Vers 18 damit zu zeigen, dass alle Völker, die keinen Bezug zur Bibel haben, die Möglichkeit gehabt hätten, Gott zu erkennen, durch die Schöpfung, durch das Zeugnis der Schöpfung und durch das Zeugnis des Gewissens.
Und trotzdem ist es so, dass die Masse gewählt hat, lieber die Natur zu verehren anstatt den Schöpfer. Und jetzt geht es weiter in Kapitel 2, Vers 17. Da kommt der Apostel Paulus auf das Thema des jüdischen Volkes zu sprechen. Und er zeigt: Auch dieses Volk mit Bibel ist ein Volk, das vor Gott schuldig geworden ist. Es gibt keinen Unterschied, alle Menschen haben gesündigt. Zu dieser Schlussfolgerung werden wir dann in Kapitel 3 mit dem Apostel Paulus zusammenkommen.
Aber jetzt beginnt es mit dieser speziellen Situation, diesem speziellen Fall: Wie steht es um das jüdische Volk diesbezüglich, was eben Verlorenheit anbetrifft vor Gott? Ich lese Römer 2, ab Vers 17:
Wenn du aber Jude genannt wirst und dich auf das Gesetz stützt und dich Gottes rühmst und den Willen kennst und das Vorzüglichere unterscheidest, da du aus dem Gesetz unterrichtet bist, und getraust dich, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen, der die Form der Erkenntnis und der Wahrheit in dem Gesetz hat, der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht; der du predigst, man solle nicht stehlen, du stiehlst; der du sagst, man solle nicht Ehe brechen, du begehst Ehebruch; der du die Götzenbilder für Gräuel hältst, du begehst Tempelraub; der du dich des Gesetzes rühmst, du verunehrst Gott durch die Übertretung des Gesetzes. Denn der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert, wie geschrieben steht. Denn die Beschneidung ist zwar von Nutzen, wenn du das Gesetz tust; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, so ist deine Beschneidung Vorhaut geworden. Wenn nun die Vorhaut die Rechte des Gesetzes beachtet, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung gerechnet werden? Und die Vorhaut von Natur, die das Gesetz erfüllt, wird dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. Denn nicht der ist ein Jude, der es äusserlich ist, noch ist die äusserliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung, sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist; und Beschneidung ist die des Herzens, im Geist, nicht in Buchstaben. Dessen Lob ist nicht von Menschen, sondern von Gott. Zunächst einmal bis dahin.
Auf dem Skript übrigens: Die, die über den Livestream zugeschaltet sind, die können da unterhalb des Bildes rechts von mir aus gesehen einen Link anklicken. Dann kommt dieses Skript, da wird man alle Bemerkungen haben zu Kapitel 2, ab Vers 17 usw.
Also nochmals Vers 17: Wenn du aber Jude genannt wirst und dich auf das Gesetz stützt, nämlich diese fünf Bücher Mose, die ihnen anvertraut wurden, und dich Gottes rühmst, den Willen kennst und das Vorzüglichere unterscheidest, da du aus dem Gesetz unterrichtet bist.
Ich habe dazu geschrieben: Nun richtet sich Paulus an die orthodoxen Juden, die es Vorrecht hatten, die Bibel zu besitzen. Daraus erhielten sie genaue Belehrungen über Gott und seine Pläne. Wir müssen uns das richtig vor Augen malen, was es bedeutete, dass Gott aus der Fülle von Völkern, um die es jetzt gegangen ist in Römer 1, Vers 18 und folgende, aus der Fülle von Völkern hat Gott ein Volk auserwählt.
Und wir können kurz aufschlagen in 5. Mose 7, da wird die Erwählung Israels vorgestellt. Ich lese ab Vers 6: Denn ein heiliges Volk bist du dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt, ihm zum Eigentumsvolk zu sein, aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Nicht weil ihr mehr wärt als alle Völker hat der Herr sich euch zugeneigt und euch erwählt, denn ihr seid das Geringste unter allen Völkern. Es war ja ein Sklavenvolk in Ägypten, das Gott aus Ägypten herausgeführt hatte, um es zu seinem Volk zu machen, am Sinai. Denn ihr seid das Geringste unter allen Völkern, sondern wegen der Liebe des Herrn zu euch und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen hat, hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
Also, Gott hatte dieses Volk erwählt, einfach weil er es wollte, als sein Volk. Und diesem Volk hat Gott am Sinai zuerst die zehn Gebote anvertraut, mündlich, danach schriftlich bestätigt, auf zwei Tafeln. Und Mose hat den Pentateuch geschrieben, die fünf Bücher Mose. Und so wurde Gottes Wort in schriftlicher Form diesem Volk übergeben.
Mose hat übrigens auch das Buch Hiob fertiggestellt und es in die Form gebracht, die zum inspirierten Wort Gottes gehört. Das wissen wir durch die jüdische Überlieferung im Traktat Baba Batra im Talmud. Und so hatte also Israel schon mal sechs biblische Bücher. Mose hat am Ende der Wüstenwanderung auch noch Psalm 90 geschrieben, und das bekam Israel. Nach dem Tod von Mose hat Josua das letzte Kapitel von 5. Mose geschrieben, 5. Mose 34, wo es um den Tod von Mose geht, und dann hat er das Buch Josua geschrieben. Später hat der Prophet Samuel das Buch der Richter verfasst, auch das Buch Ruth, und so ist Gottes Wort gewachsen, schliesslich bis zum Propheten Maleachi um 400 v. Chr.
Dieses ganze Alte Testament wurde einem Volk anvertraut, in einer Sprache: Hebräisch, mit gewissen Ausnahmen, Daniel, Esra, Jeremia in Aramäisch. Und das war ein unfassliches Vorrecht, dass dieses Volk den Willen des Schöpfers in schriftlicher Form hatte.
Nochmals Vers 17: Wenn du aber Jude genannt wirst und dich auf das Gesetz stützt, nämlich diese fünf Bücher Mose, die ihnen anvertraut wurden, und dich Gottes rühmst, sie konnten sich rühmen: Gott hat mit uns als Nation einen Bund geschlossen am Sinai, dass wir mit ihm ganz speziell verbunden sind und dadurch eben auch wissen, wie Gott denkt und was er will. Darum heisst es weiter: Und den Willen kennst, den Willen Gottes. Natürlich kann man aus der Natur schon vieles über Gott ableiten, wie Gott ist, aber nie in dieser Klarheit und Deutlichkeit und Präzision der Aussage, wie das ist durch das Schriftliche, durch das Wort Gottes. Und dann wird weiter gesagt: Und das Vorzüglichere unterscheidest. Das ist noch mehr, als zu wissen, was richtig ist und was falsch ist. Sonst gibt es viele Dinge, die sind nicht falsch, aber nicht unbedingt das Beste. Und die Bibel zeigt eben nicht nur, was richtig ist, was gut ist, was nicht falsch ist, sondern was noch besser ist als das und das und das. So präzise ist das Wort Gottes: das Vorzüglichere unterscheidest. Da du aus dem Gesetz unterrichtet bist. Also ganz Israel hat das Vorrecht, eben diese Belehrungen aus dem Wort Gottes zu haben.
Jetzt geht es weiter: Und getraust dich, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen. Jetzt geht es darum, dass man nicht nur Schüler ist und eben aus dem Wort Gottes empfängt als Jude, sondern hier geht es darum, dass man andere leitet. Zum Beispiel hatte ganz besonders der Stamm Levi die Aufgabe, die Bibel in Israel zu lehren und zu erklären. Aber natürlich sehen wir: Jeder Vater hat nach der Tora die Aufgabe, die Familie zu belehren.
Wir können das gerade mal anschauen. In 5. Mose 6 haben wir ja dieses höchste Gebot der Bibel, Gott zu lieben. Ich lese 5. Mose 6, Vers 4: Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist ein Herr. Das ist auch zum Glaubensbekenntnis in Israel geworden, wird auch jeden Tag rezitiert: Schma Israel, höre Israel, Adonai Eloheinu, Adonai Echad, der Herr, unser Gott, ist ein Herr. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
Und weiter wird darüber gesagt: Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen. Also der Israelit wurde automatisch zum Lehrer. Zuerst ist er Schüler, und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein. Und dann wird er zum Lehrer: Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst. Also nicht nur zu Hause, wenn man mit der Familie zusammen ist, am Tisch ist und so weiter, sondern auch wenn man mit der Familie spazieren geht. Auch über die Bibel reden, über den Herrn, über seinen Willen, seine Pläne. Und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst, also am Abend, wenn man den Tag beschliesst, über das Wort Gottes reden; morgen, wenn der Tag beginnt.
Und weiter, wie gesagt: Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern sein zwischen deinen Augen; und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. Das ist das Gebot für die Tefillin und die Mesuzot. Tefillin, das sind die Gebetsriemen. Damit schreibt man dieses Wort: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herz, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Das ist aufgeschrieben in einer kleinen Rolle und wird in eine Kapsel untergebracht. Und diese Kapsel bindet man auf die Stirn mit den Gebetsriemen. Und man bindet sie auf den linken Arm, um den linken Arm so, und dann ist das Kästchen da auf der Herzseite. Bei den meisten Menschen ist das Herz links, ich habe einen gekannt, der hat es rechts, aber das ist nicht normal: links. Und so erfüllt man das Gebot, dass sie auf deinem Herzen sein sollen. Und dann auch an die Torpfosten so ein kleines Kästchen, eben wir nennen es Mesuzot, und dort auch drin dieses Wort: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben.
Damit will ich sagen: Der Vater ist Lehrer in der Familie und gibt es weiter seinen Kindern. Auch die Mutter. Wenn wir kurz aufschlagen: Sprüche 31. Von wem stammt Sprüche 31? Jeder kann das für sich beantworten. Und dann schlagen wir auf und kontrollieren, ob die Antwort richtig ist. Ja, von einem König. Nicht genau. Sprüche 31, Vers 1: Worte Lemuels, des Königs, Ausspruch, womit seine Mutter ihn unterwies. Das ganze Kapitel stammt von einer Frau, und sie hat ihren erwachsenen Sohn belehrt. Auch sie wurde aus dem Gesetz, aus der Tora, belehrt und wurde zur Lehrerin. Und in Vers 26 heisst es auch: Sie öffnet ihren Mund – es geht hier um die tugendhafte Frau nach Gottes Gedanken – sie öffnet ihren Mund mit Weisheit, und liebreiche Lehre ist auf ihrer Zunge.
Und dann habe ich gesagt: Der Stamm Levi hatte eine besondere Aufgabe in der Belehrung. Dazu schlagen wir auf 5. Mose 33. Da wird der Stamm Levi gelobt in dem Segen von Mose über die Stämme Israels. In Vers 8 wird gesagt, dass Levi nicht parteiisch war. In der Sache mit dem goldenen Kalb haben die die Seite des Herrn gewählt und haben nicht darauf geachtet: Ja, in der Familie, wenn die sich da versündigt haben mit dem goldenen Kalb, dort handeln wir anders als bei den anderen. Die haben sich gesagt, Vers 9: Der von seinem Vater und von seiner Mutter sprach: Ich sehe ihn nicht, und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen nichts wusste. Das heisst, die waren also nicht parteiisch und haben gesagt: Mein Vater, ja, das muss man verstehen, das ist so und so, und bei der Mutter ist es anders. Und eben bei den Angehörigen, Brüdern, Söhnen, das ist ja oft ein Problem, dass man bei der eigenen Familie einen anderen Massstab ansetzt als bei den anderen Geschwistern. Und der Stamm Levi war nicht so. Der hat gesagt: Mein Vater, ich kenne ihn nicht, um ihn quasi anders zu behandeln. Die waren gerecht nach dem Wort Gottes, und darum, und darauf möchte ich hinaus, heisst es weiter: Denn sie haben dein Wort gehalten, und deinen Bund bewahrten sie.
Der Stamm Levi, als die meisten, die haben sich eben ferngehalten von dem Kult mit dem goldenen Kalb in 2. Mose 32. Und jetzt heisst es in Vers 10: Sie werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz. Sie werden Weihrauch legen vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar. Sie durften, waren aus der Welt, um den Priesterdienst zu tun, weil sie in der Sache mit dem goldenen Kalb treu blieben. Also ihre Aufgabe war es, Bibellehrer zu sein: Sie werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz. Und darum legte Gott einen besonderen Segen auf sie: Segne, Herr, sein Vermögen, und das Werk seiner Hände lass dir wohlgefallen; und jetzt sehr ernst: Zerschmettere die Lenden derer, die sich gegen ihn erheben, und die seiner Hasser, dass sie nicht mehr aufstehen. Also wer sich gegen den Stamm Levi wendete, wenn er treu das Wort lehrte, die kamen unter einen Fluch.
Ja, aber ich will sagen: Aus einem Schüler wird ein Lehrer. Nun sagt der Apostel Paulus aber: Wehe, wenn man ein Lehrer ist und selber das Wort Gottes nicht auf sich anwendet. Also es ist nicht das Problem, Vers 19, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Törichten. Sondern man muss das Ganze weiter lesen bis Vers 21: der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht. Dort ist das Problem. Dann ist man eben nicht ein Lehrer von Gottes Wort, wie Gott das wollte. Und hier wird gezeigt: Das wurde in Israel ein Problem. Man wusste zwar den Willen Gottes aus der Bibel, gab ihn auch weiter, aber selber haben sie nicht daran gehalten.
Aber sonst wäre das etwas Wunderbares: ein Leiter der Blinden oder ein Licht derer, die in Finsternis sind, jemand zu sein, der Orientierung gibt, wo andere Wegweisung bekommen, wo man in der Dunkelheit den Weg gar nicht sieht. Das sind alles schöne Namen. Ein Lehrer der Unmündigen, das wären, übertragen, jemand, der Jungbekehrte anweist und ihnen die Bibel erklärt, das ist sehr schön. Und wenn es dann aber eben nur so ist, dass man einfach in der Bibel quasi die Wahrheit hat – das ist gemeint, der die Form und die Verkörperung der Erkenntnis und der Wahrheit in dem Gesetz hat, die volle Wahrheit da –, aber wenn man sich selber nicht daran hält, dann wird es ganz ernst: Der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht. Man muss das Wort zuerst auf sich anwenden.
Und jetzt ein ganz schönes Beispiel aus Israel: Esra. Esra 7. Esra war aus dem Stamm Levi, also berufen zum Bibellehrer nach 4. Mose 33, und dann erst noch aus der Linie von Aaron. In Esra 7, Vers 10 sehen wir das Lebensmotto von diesem Mann, denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Satzung und Recht zu lehren. Merken wir: drei Verben. Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen. Er hat Bibelstudium betrieben. Und ihm war es ein Anliegen, das dann aber auf sein Leben anzuwenden und zu tun, und drittens, und in Israel Satzung und Recht zu lehren. Hätte er Nummer zwei weggelassen, dann wäre das Problem von Nummer zwei zur Anwendung gekommen: und lehrst dich selbst nicht. Aber er hat sich zuerst gelehrt, und dann war es ihm ein Anliegen, auch andere zu lehren. Und das sollte uns alle so kennzeichnen. Und auch unsere Gemeinden, die sollten so sein.
Ich weiss noch, vor ein paar Jahren hat jemand aufs Formular geschrieben, und zwar Folgendes geschrieben: Ich suche eine Gemeinde, die sich nach Gottes Wort ausrichtet, es studiert, erklärt, lehrt, lebt und liebt. Das ist ja fast Poesie, nicht wahr, mit dreifachem Stabreim: lehrt, lebt und liebt. Also ich sage es nochmals: eine Gemeinde, die sich nach Gottes Wort ausrichtet, es studiert, erklärt, lehrt, lebt und liebt. Das beinhaltet genau das Lebensmotto von Esra. Aber wenn man es nicht auf sich überträgt und wenn das Wort keine Kraft hat für einen selbst, dann wird es gefährlich. Das wird hier als eine ganz üble Sache vorgestellt, die einfach allgemeine Realität wurde in Israel.
Weiter, Vers 21: Der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht. Der du predigst, man solle nicht stehlen, du stiehlst. Der du sagst, man solle nicht Ehe brechen, du begehst Ehebruch. Der du die Götzenbilder für Gräuel hältst, du begehst Tempelraub. Der du dich des Gesetzes rühmst und verunehrst Gott durch die Übertretung des Gesetzes.
Da können wir Jakobus 3,1 dazunehmen: Jakobus 3,1: Seid nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein schweres Urteil empfangen werden; denn wir alle straucheln oft. Diesen einen Bibelfers kann man nicht verwenden, um zu sagen, man sollte nicht die Bibel lehren. Aber dieser Vers sagt eben nicht locker vom Hocker, dass man mit einer gewissen Furcht erfüllt ist und auch selbstprüfend immer wieder fragt: Wende ich das Wort auf mich selber an, bevor ich es anderen weitergebe? Aber eben, das soll uns nicht entmutigen. Eben nicht, wie Römer 2, Vers 19 sagt, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Törichten, also der solchen, die wirklich querdenken und falsch denken und rebellisch denken, das sind die Törichten; Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen, das sind die, die ganz unbedarft nicht wissen, aber gerne offen sind für gute Belehrung. Das sind alles schöne Dinge. Aber man muss das Wort zuerst auf sich anwenden.
Das ist auch der Punkt von Matthäus 7, wenn wir kurz aufschlagen, eine Stelle, die so oft, so viele Male vollkommen falsch angewendet wird und falsch zitiert wird. Matthäus 7, Vers 1: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Mass ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Dieser Vers wird so zitiert, meistens nur der erste Satz oder Satzteil: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, um zu behaupten, man solle nicht richten, also Dinge beurteilen. Aber das wird hier nicht gesagt, sondern es wird gesagt: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Wie das aussieht, wird nachher erklärt. Vers 3: Was aber siehst du den Splitter, der in dem Auge deines Bruders ist, aber den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge herausziehen, und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge heraus, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.
Jetzt wird klar: Hier wird nicht gesagt, richtet nicht, aber richtet nicht, solange bei euch etwas nicht geordnet ist. Aber wenn es bei euch geordnet ist, dann schon richten und damit auch helfen, nämlich den Splitter herauszuholen. Aber zuerst muss man den Balken aus dem Auge haben. Der Herr erklärt hier die Priorität. Und zwar das Wort zuerst. Es gibt eine Reihe von Bibelfersen, nur so als Anregung, die uns helfen, die Prioritäten richtig zu setzen. Das ist einer: zuerst. Die Priorität ist zuerst den Balken herausnehmen und dann aber den Splitter herausnehmen und nicht den Splitter lassen und sagen: Richtet nicht. Nein, richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, das heisst: nehmt den Balken heraus, und dann musst du aber den Splitter herausnehmen. Also ist es ein Befehl: Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge heraus und dann. Und das ist das Problem von Römer 2. Also der Balken ist da, du lehrst mit einem Balken, das geht nicht.
Und dann wird zusammenfassend gesagt in Römer 3, Vers 24: Denn der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert, wie geschrieben steht. Und jetzt: wo kommt es, wie geschrieben steht? Das wird jetzt nicht gesagt, das muss man selber wissen. Herausfinden: Wo steht das in der Bibel? Ja, schlagen wir auf Hesekiel 36,20. Da geht es um das jüdische Volk, das Volk Israel, zerstreut unter allen Ländern. Das war ja die Tatsache in den vergangenen 2000 Jahren: Das jüdische Volk zerstreut über alle fünf Kontinente hinweg.
Ich lese vielleicht schon Vers 19: Und ich versprengte sie unter die Nationen, und sie wurden in die Länder zerstreut. Ich richtete sie nach ihrem Weg und nach ihren Handlungen. Und als sie zu den Nationen kamen – das war ja ein jahrhundertelanger Prozess, ständig Wanderung. Da wurde man dort wieder verfolgt und gehasst, dann ging man als Jude wieder weiter, dann wurde man dort wieder gehasst und dann ging man schliesslich nach Amerika. Aber das war alles in Etappen, die über Jahrhunderte hinweg gingen. Sie kamen in die Länder, wurden in die Länder zerstreut. Und ich richtete sie nach ihrem Weg und nach ihren Handlungen. Und als sie zu den Nationen kamen, wohin sie kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sprach: Diese sind das Volk des Herrn, und aus seinem Land sind sie gezogen.
Also, die haben sich unter den Völkern nicht so aufgeführt, wie Gott das im Gesetz Mose aufgeschrieben hat. Und die Völker, überall wo sie hinkamen, wussten: Ah, das sind Juden, die gehören zu dem auserwählten Volk. Gott hat einen besonderen Plan mit diesem Volk. Aber so oft haben sie sich eben nicht so verhalten, und das hat zu zusätzlicher Anfeindung geführt. Judenhass ist ein weltweites Phänomen, aber da, wo sich Juden falsch verhalten haben, wurde Judenhass noch vermehrt, noch verstärkt. Und das wird hier im Alten Testament vorgestellt. Und als sie zu den Nationen kamen, wohin sie kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sprach: Diese sind das Volk des Herrn, und aus seinem Land, nämlich aus dem Land Israel, sind sie gezogen. Aber es tat mir Leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hat unter den Nationen, wohin sie kamen.
So gesagt, und das wird in Römer 3, Vers 24 aufgenommen. Natürlich nicht nur Hesekiel 36, das wird auch anderswo bezeugt. Wir können noch aufschlagen Jesaja 52. Aber bevor wir dorthin gehen, möchte ich noch ganz kurz ergänzen: Im nächsten Vers in Hesekiel 36, Vers 22 sagt Gott: Darum sprich zum Haus Israel, so spricht der Herr, der Ewige: Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, wohin ihr gekommen seid. Und ich werde meinen grossen Namen heiligen, der entweiht ist unter den Nationen, also noch zweimal wird das hier betont, dass sich das Volk verschuldet hat, den ihr entweiht habt in ihrer Mitte, und die Nationen werden wissen, dass ich der Herr bin, spricht der Herr, der Ewige, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilige, als heilig erweise.
Wie macht das Gott? Das ist nun sehr, sehr interessant und sehr aktuell. Dann kommt nämlich Vers 24, und diesen Vers sollte jeder auswendig kennen: Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen. Also Gott sagt: Ihr seid zerstreut worden unter den Nationen, ihr habt meinen Namen entweiht, aber ich will meinen Namen unter den Nationen heilig erweisen, und das werde ich dadurch zeigen, dass ich euch sammle aus der ganzen Welt und euch zurückbringe in euer Land. Und wir sind Augenzeugen. Das hat sich in unserer Zeit erfüllt und gerade im Moment. Aber es hat begonnen 1882 mit der ersten grossen Einwanderungswelle, dann kam die zweite, die dritte und so weiter. Es geht heute weiter, und man erwartet übrigens in Israel jetzt gerade in nächster Zeit eine ganz massive Steigerung von Einwanderung und macht sich in Israel bereits darauf bereit, also dass man mit Tausenden, die plötzlich miteinander kommen, überschwemmt wird, und die muss man alle absorbieren, integrieren. Das ist wirklich eine schwierige Aufgabe.
Aber weil der Judenhass seit dem 7. Oktober 2023 so gestiegen ist weltweit, da macht man an den Juden ein Massaker in abscheulicher Weise, und dadurch wird der Hass gegen Juden noch vergrössert. Das ist ein Wahnsinn. Und darum ziehen ganz viele Juden weltweit die Konsequenzen: Wir müssen nach Hause. Und so erfüllt sich das Wort vor unseren Augen, Vers 24: Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen. Da wird sogar noch gesagt, wem dieses Land gehört: Euer Land. Das Land Israel gehört Israel.
Ja, aber was noch wichtig ist: Hier wird gesagt, dass Gott das jüdische Volk heimführt, obwohl sie in ihrem Zeugnis versagt haben. Wir wissen, dass die Christenheit in den vergangenen 2000 Jahren versagt hat. Nicht alle Christen, aber die Christenheit hat total versagt. Und so hat das jüdische Volk auch versagt, nicht alle in dieser Weise, aber so viele. Und Gott sagt: Aber nicht wegen euch, weil ihr so ein gutes Zeugnis wart, sondern wegen meines Namens und meines Namens willen möchte ich mich unter den Nationen als Heiligen erweisen, bringe ich euch zurück. Also das Phänomen der jüdischen Einwanderung von Millionen aus allen fünf Kontinenten ist eine Weisheit Gottes und seine Heiligkeit vor den Augen der ganzen Welt.
Wichtig: Sie werden ins Land zurückgebracht im unreinen Zustand, und erst im Land wird das kommen, was noch zukünftig ist. Vers 25: Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein von allen euren Unreinheiten, und von allen euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben. Ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben, und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben, und ich werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahrt und tut, und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein. Ich werde euch befreien von allen euren Unreinheiten.
Aber seht ihr: Jetzt ganz wichtig, sie kommen zuerst zurück, und erst im Land wird diese Wiedergeburt geschehen. Die ist noch zukünftig, die nationale Wiedergeburt Israels. Römer 11 werden wir dann später sehen: ganz Israel wird gerettet werden, und zwar durch Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Ich werde reines Wasser auf euch sprengen. In der Bibel wird das Wort Gottes verglichen mit Wasser, Epheser 5,25-26: Sie reinigen mit der Waschung mit Wasser durch das Wort. Und wenn man sich bekehrt heute, bekommt man den Heiligen Geist, und das wird hier gesagt: Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben. Das ist Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Das wird alttestamentlich schon gelehrt, wie die Geburt. Und darum meinen viele, das sei eine neutestamentliche Wahrheit. Das ist falsch.
Als Nikodemus, dieser Richter, oberster Richter Israels vom Sanhedrin, nachts, als der Herr Jesus kam, da sagte der Herr Jesus, als er die Wiedergeburt erklärt und er nicht versteht, Johannes 3, Vers 10: Was steht dort? Hat mir mal einer so gefragt am Tisch, als wir da assen: Weisst du, was in Johannes 3, Vers 10 steht? Und dann hoffte er, dass ich das nicht wüsste. Ja, das wäre ja lustig gewesen. Der Jesus sagt zu Nikodemus: Du bist der Lehrer Israels und weisst dieses nicht. Also er macht ihm einen Vorwurf, dass er das mit der Wiedergeburt nicht weiss. Wäre das eine neue Wahrheit des Neuen Testaments, würde der Herr ihm nicht einen Vorwurf machen. Er muss das Thema kennen. Woher? Hesekiel 36 unter anderem.
Jetzt könnte natürlich noch jemand sagen: Ja gut, aber Hesekiel 36, das ist ja bezogen auf die Zukunft. Ja, natürlich, es geht um die Wiedergeburt Israels in der Zukunft. Aber die Wahrheit der Wiedergeburt war immer im Alten Testament wahr. Alle, die sich im Alten Testament bekehrt haben, die wurden eben erneuert durch Wasser, durch das Wort Gottes. Propheten, auf die kam auch der Heilige Geist. Und heute ist es so, dass es das Normale ist: Jemand bekehrt sich und er bekommt den Heiligen Geist, also wiedergeboren aus Wasser und Geist. Das ist also eine alttestamentliche Wahrheit.
Und mir war es jetzt einfach wichtig, ausgehend von dem Punkt, wie geschrieben steht: Das Alte Testament macht deutlich, das jüdische Volk und den Völkern hat im Zeugnis vielfach versagt. Aber Gott führt sie heim im unreinen Zustand in ihr Land, um sich heilig zu erweisen. Und in der Zukunft wird es zur Wiedergeburt des ganzen Volkes Israels kommen. Und das wird jetzt auch noch wichtig sein im Weiteren, was wir da zusammen anschauen in Römer 2.
Aber zuvor möchte ich noch betonen: Ich werde immer wieder konfrontiert, und ihr bestimmt auch, mit Leuten, die sagen: Ihr seid ja so begeistert, dass Juden weltweit heimkehren ins Land der Vorfahren. Aber das ist alles nur menschliche Bemühung, das ist Zionismus. Das hat nichts zu tun mit biblischen Verheissungen und mit biblischer Prophetie. Da kann man sagen: Ja, aber da steht doch, dass Gott sie zurückführen wird. Ja, das bezieht sich auf die Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft. Woher kamen sie? Aus der babylonischen Gefangenschaft, aus Babylon. Aber hier steht: Ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern. Die Rückkehr aus Babylon war nicht aus allen Ländern. Aber das, was heute geschieht, ist aus allen Ländern.
Ja, aber das kann nicht das sein. Warum nicht? Ja, schau mal, etwa 80 Prozent in Israel, die sind säkular. Da sind viele Atheisten, Agnostiker, Kommunisten, Linke und Gottlose. Ja, eben darum kann das nicht von Gott sein. Natürlich, hier wird nämlich gesagt, dass Gott sie zurückführt im unreinen Zustand. Wenn Israel heute schon eine erneuerte Nation wäre, dann würde die Bibel nicht stimmen. Das, was heute geschieht und geschehen ist, das entspricht genau dem, was in der Bibel steht. Die Erneuerung Israels kommt erst in der Zukunft.
Also ganz wichtig, dass man solche Argumente ständig bereit hat. So darf man sich nicht lumpen lassen mit solchen Argumenten, aber das wird dauernd gebracht, und man muss es ruhig, galant, freundlich, man muss sich nicht da ereifern, sondern man muss es ruhig erklären. Das Wort ist genug stark, wir müssen das nicht noch irgendwie durch hochgezogene Emotionen unterstreichen.
Ja, ich habe das gelernt von einem Rechtsanwalt. Der hat mir gesagt: Wenn du verhört wirst, dann musst du alles ganz ruhig erklären. Du darfst nie steigen. Sobald du beginnst, ja, dann ist für sie klar, der ist schuldig. Das ist so. Da hat er gesagt: So, jetzt üben wir nochmals, jetzt argumentieren nochmals. Also, es ist so und so. Ja, aber du musst sagen, ich war dort, weil die Polizei war nicht dort. Das ist ein Vorteil. Du kannst sagen: Ich war dort, es war so. Ja, aber die Person sagt so und so. Ich war dort, es ist nicht so. Ganz ruhig. Aber das hilft auch eben fürs Zeugnis, wir müssen einfach die Fakten ruhig präsentieren. Die sprechen für sich, und sie sind so stark.
Also, wir gehen zurück zu Römer 2. Nein, ich habe noch gesagt: Jesaja 52, Vers 5: Und nun, was habe ich hier zu schaffen, spricht der Herr, denn mein Volk ist umsonst weggenommen worden, seine Beherrscher jauchzen, spricht der Herr, und beständig den ganzen Tag wird mein Name gelästert. Auch da wird eben gesagt: ein schlechtes Zeugnis. Also, da können wir auch sehr viel lernen. Das himmlische Volk Gottes, die Gemeinde, muss sich unter den Nationen so aufführen, dass Gott geehrt wird und dass der Name Gottes nicht durch unser Zeugnis geschmäht wird.
Aber das bringt der Apostel Paulus, um eben dann schliesslich auf den Punkt zu kommen: Nicht nur die Heidenvölker sind vor Gott schuldig geworden, auch das auserwählte Volk, trotz der grossen Vorrechte, die dieses Volk hatte. Und diese Vorrechte bewirken, dass eben die Sache noch ernster ist. Also wenn man die Bibel hat, die Bibel kennt, ist man eben noch mehr verantwortlich als die, die den Willen Gottes nicht kennen.
Jetzt kommen wir zu Vers 25: Denn Beschneidung ist zwar von Nutzen, wenn du das Gesetz tust. Wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, so ist deine Beschneidung Vorhaut geworden. Nicht wahr? In 1. Mose 17 hat Gott mit Abraham den Beschneidungsbund geschlossen. Das ist ein Teilabschnitt aus dem umfassenden Bund, den Gott geschlossen hat mit Abraham, Isaak und Jakob. Das ist immer der gleiche Bund, aber in zahlreichen verschiedenen Phasen. Eine dieser Bundesphasen wird in 1. Mose 17 beschrieben. Dort hat Gott die Beschneidung eingeführt. Alle in der Familie von Abraham sollten beschnitten werden, und das soll so weitergehen über die nachfolgenden Generationen. Also damit hat Gott die Beschneidung für Israel eingesetzt. Das ist eine kleine Operation. In 1. Mose 17 wird vorgeschrieben: Jeder Junge muss mit acht Tagen beschnitten werden.
Wir können kurz aufschlagen, 1. Mose 17. Ich lese aus dem ganzen Vertrag mit Abraham etwas heraus, und zwar in Vers 10: Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: Alles Männliche werde bei euch beschnitten. Und ihr sollt am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden, und das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. Und acht Tage alt soll alles Männliche bei euch beschnitten werden nach euren Generationen usw.
Es ist interessant, dass diese kleine Operation vorgeschrieben wird, genau am achten Tag nach der Geburt. Das hat verschiedene Gründe, nicht wahr? Im Islam ist ja das nicht so. Dort wird auch Beschneidung praktiziert, aber das kann irgendwann sein. Und ich habe das so mitbekommen in Tadschikistan, das war eines der islamischen Länder, die ich immer wieder besucht habe, und dort habe ich gelernt: Irgendwann sagt zum Beispiel die Grossmutter: So, jetzt beschneiden wir den Jungen. Die holt das Küchenmesser und dann wird das gemacht, natürlich ohne Anästhesie, und wenn der Junge vielleicht acht Jahre alt ist, aber der kann dann in der nächsten Zeit nicht mehr spielen, nur noch jammern und herumliegen. Das ist wirklich schlimm. Also da verstehe ich, wenn man dann als kleiner Junge, muslimischer Junge, irgend so einen Schaden hat, sobald man ein Küchenmesser sieht. Ja, es ist ja traumatisch.
Aber mit acht Tagen, das ist im Nu erledigt. Die Vorhaut wird in eine Art Kamm so ein bisschen eingeflochten, und dann ein scharfer, ganz scharfer Schnitt. Das muss ein Spezialist sein, nicht irgendjemand, der keine Ahnung hat. Das Kind weint ein bisschen, aber es ist nicht ein furchtbares Geschrei. Und das zeigt auch: Das ist nicht so schlimm. Und dann wird das vom Mohel, dem Beschneider, in die Arme der Mutter gegeben, das Kind wird getröstet, und später weiss es nichts mehr davon.
Wann haben wir noch die frühesten Erinnerungen? Das älteste Bild, das ich noch vor mir sehe, das stammt aus dem Zoo Zürich, und zwar war ich dort als zweijähriges Kind bei den Flamingos. Die sehe ich noch. Aber vor zwei Jahren, ich komme nicht weiter zurück. Und die meisten Menschen müssen sagen: Ich komme nicht weiter zurück als zwei. Und das ist vielleicht schon eine gute Zahl. Andere würden sagen: Ja, ich habe noch von drei eine Erinnerung. Ja, aber von acht Tagen kein Trauma.
Und noch etwas: Es ist ja so, wenn man sich verletzt, dann hat Gott das wunderbar eingerichtet, dass es sofort zu einer Selbstreparatur kommt. Das wäre toll, wenn man den Laptop runterfallen lässt, und dann ist der Lautsprecher kaputt, und dann muss man sagen: Ja, warte nur, ein paar Tage ist er wieder repariert. Ja, aber bei uns ist das so. Und gerade die Wunde, da wo es blutet, da haben wir glücklicherweise dieses Prothrombin im Blut, das bewirkt eine Koagulation, das heisst, das Blut verdickt sich, und dadurch wird schon einmal die Wunde geschlossen, und dann kommt die ganze Wundheilung.
Aber es ist so: Wenn man auf die Welt kommt, hat man eben noch in den ersten fünf Tagen sehr wenig Prothrombin, und darum, wenn ein Baby sich verletzt, muss man so aufpassen. Wenn man kleine Babys eben verletzt, am Fuss oder wo auch immer, die können leicht verbluten. Aber das Prothrombin nimmt dann immer mehr zu, und zwar am dritten Tag hat man dreissig Prozent, und da geht das weiter, jeden Tag kommt mehr. Am achten Tag erreichen wir den Peak des Lebens, hundertzehn Prozent; am neunten Tag hundert, und dann beim gesunden Menschen, ausser den, die Bluter sind. Die haben das Problem, aber die müssen das Leben lang aufpassen, dass sie sich nicht verletzen, nicht wahr? Auf hundert. Das heisst wirklich, die Bibel erwähnt den Peak, den achten Tag, als den idealsten Tag für eine solche Operation.
Aber das ist ja alles ein bisschen äusserlich. Was bedeutet die Beschneidung? Nun, es ist eigentlich ein Gerichtsurteil. Es muss Blut fliessen. Und zwar ist es ein Urteil über unsere sündige Natur. Römer 5,12 macht klar, dass durch den Fall Adams das Böse, die Sünde, in die Welt gekommen ist und durch alle Generationen hindurchgegangen ist, so dass durch Adam alle Menschen in die Stellung von Sündern versetzt worden sind. Das ist nicht erst eine Entscheidung in der Pubertät: Ich will jetzt ein Sünder werden. Nein, da sind wir von Anfang an.
Das haben wir auch heute Morgen in 1. Mose 4 angesehen. Da merken Sie bereits Adam, Seth und die nächste Generation, Enos, dass wir ein Problem in uns haben. Enos, das liebliche Baby, bekommt einen Namen, der bedeutet: sündiger, böser Mensch. Also diese sündige Natur haben wir. Und im Leben Abrahams kam diese sündige Natur besonders zur Geltung, damals als Gott verheissen hatte: Sarah und Abraham werden ein Kind bekommen, und aus diesem Kind wird das auserwählte Volk werden, und aus diesem Volk wird einmal der Erlöser der Welt kommen. Aber es kam kein Baby jahrelang, und dann schliesslich mit 85 sagt sich Abraham, belehrt von seiner Frau: Wahrscheinlich müssen wir das nicht so wörtlich nehmen, die Bibel, also die Bibel, ich meine jetzt das gesprochene Wort Gottes.
Sarah sagt: Schau, wir haben eine Magd aus Ägypten, du könntest sie ja heiraten als Zweitfrau. Und nach einem heidnischen Gesetz damals wurde dann eben das Kind der Magd der Herrin zugerechnet. Und dann haben wir die Nachkommenschaft. Und Abraham hörte auf seine Frau, und das war ganz falsch. Damit will ich jetzt nicht allen Männern hier Mut machen: Hört ja nie auf eure Frau. Es gibt dann später eine Stelle, wo Gott zu Abraham sagt: Höre auf deine Frau Sarah. Das Schwierige ist nur: Wann sollen wir auf die Ehefrau hören und wann nicht? Das ist ein Kampf. Ja, aber jetzt im Rückblick ist es klar. 1. Mose 16 hätte Abraham nicht hören sollen, und er hat Hagar geheiratet, und das war ganz falsch. Von Anfang an in der Schöpfungsordnung war nie die Möglichkeit da, nach Gottes Plan eine Zweitfrau zu haben, nie. 1. Mose 2,24: Deshalb wird der Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, nicht seinen Frauen, seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein. Also diese zwei werden ein Fleisch sein, nicht drei, nicht vier.
Und Abraham hat diesen Bund mit Adam gebrochen, und danach hat Gott jahrelang nicht mehr mit Abraham gesprochen. Ein Jahr später war 86, das finden wir also im Kapitel vorher. Kam dann Ismael auf die Welt, und aus Ismael kam dann später Mohammed, und mit Mohammed kam der Islam. Und mit dem Islam kam dieser ganze weltweite Terrorismus und Israel-Hass und Judenhass, was wir heute haben. Hätte er doch nur nicht auf die Frau gehört. Unglaublich, nicht wahr?
Aber eben, von 86 – ich lese noch 1. Mose 16, Vers 15: Und Hagar gebar Abraham einen Sohn, und Abraham gab seinem Sohn, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael. Und Abraham war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abraham Ismael gebar. Ich war mit 85 hatte sie geheiratet, und Gott hat nicht mehr mit ihm gesprochen, denn ab der Geburt 86 bis 99, 13 Jahre, also insgesamt 14 Jahre, hat Gott nicht mehr mit Abraham gesprochen. Und dann lesen wir in Vers 1 von Kapitel 17 direkt im Anschluss: Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da erschien der Herr Abraham und sprach zu ihm: Ich bin Gott der Allmächtige.
Sehen Sie sich vor, Gott spricht mit uns nicht mehr während vierzehn Jahren. Du liest die Bibel jeden Morgen und musst dir ehrlich zugestehen: Ich habe nichts gehabt davon heute. Das ganze Leben. Morgen, ich habe nichts gehabt. Übermorgen, ich habe nichts gehabt. Und dann nach einem Jahr: Ich lese die Bibel seit einem Jahr und ich habe nie etwas, der Herr spricht nicht durch die Bibel zu mir und keine Predigt spricht zu mir. Und das jetzt 14 Jahre lang, das ist Katastrophe, das ist eine Katastrophe. Und dann erscheint Gott und sagt ihm: Ich bin Gott der Allmächtige. Ich brauche nicht den Trick von Sarah, ich kann dir ein Kind geben von einer Frau, die biologisch nicht mehr gebären kann, und von dir, der du biologisch gar nicht mehr zeugen kannst. Ich bin Gott der Allmächtige. Und dann sagt Gott: Wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen. Und ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir. Und dann kommt die Beschneidung.
Abraham muss sich beschneiden lassen, und dieses Gericht, also das symbolische Gericht, drückt aus: Ich bin ein verdorbener Mensch. Und wenn ich ein Kind zeuge, ist das ein Kind in meinem Bild ein Sünder. Das ist natürlich demütigend für einen Mann, zu wissen: Ich kann keinen Engel zeugen. Man sagt einfach von kleinen Kindern: Das ist ein Engel. Das sind keine Engel, das sind Sünder mit einer verdorbenen Natur, die können nur nicht sprechen. Aber man muss warten, bis sie ein Wort sagen können und dann zwei Wörter, und dann kommt nicht die Drei-Wort-Phase, sondern dann sprechen sie Sätze. Aber dann kommen manchmal Wörter, die haben wir ihnen nie beigebracht, und sie sind so übel. Da wissen wir: Da ist ein Problem.
Es ist doch demütigend, als Mann zu wissen: Ich kann nur Sünder zeugen. Ja, und diese kleine Operation drückt aus, dass unsere Natur sündig ist und dass wir Gottes Gericht verdient haben. Das drückt die Beschneidung aus. Die Anerkennung: Ja, ich bin ein Sünder. Das ist die symbolische Bedeutung der Beschneidung. Übrigens hat sie natürlich nebenbei gesagt noch medizinische Vorteile. Also ist ein Schutz gegen gewisse Krankheiten, man könnte da eine ganze Zusammenstellung machen, warum aus medizinischen Gründen die Beschneidung wirklich eine fantastische Sache ist.
Jetzt könnte natürlich jemand argumentieren: Ja, aber dann wäre ja die Schöpfung mit einem Fehler geschehen, denn Gott hat den Menschen, den Mann, so geplant, konzipiert mit Vorhaut. Und wenn man die Vorhaut entfernt, dann ist es ein Vorteil. Wie will man da argumentieren? Nun, ich könnte auch eine Zusammenstellung machen, weil das jetzt nicht das Thema ist, mache ich das auch gar nicht und war auch nicht vorgesehen. Da hätte ich jetzt gerade die Punkte nochmals für mich zusammenstellen müssen. Aber es sind medizinische Vorteile bei der Vorhaut auch da. Also es gibt da Vorteile und es gibt da Vorteile. Und natürlich in Kulturen, wo nicht Hygiene gepflegt wird. Wir haben gelernt, dass man jeden Tag duscht, aber man kann in Länder kommen, dann merkt man, das ist da gar nicht Usus, gar nicht Sitte. Dort ist dann die Beschneidung ein Riesenvorteil. Aber da, wo man wirklich Hygiene übt, ist das eben nicht mehr gleich. Das heisst, es gibt ohne Beschneidung Vorteile und es gibt mit Beschneidung Vorteile. Das muss so sein, weil beides von Gott kommt. Er hat so geschaffen und er hat im Beschneidungsbund so angeordnet. Das ist die Sache.
Aber wichtig ist jetzt eben zu sehen: Nebst all diesen ganz interessanten medizinischen Aspekten, dass das Ganze eine wichtige geistliche Lektion gibt. Und es zeigt also als Zeugnis: Ich anerkenne das Gericht Gottes über meine sündige Natur. Es ist die Anerkennung, dass der Messias einmal kommen muss, um für uns zu sterben, nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die Sünde in uns, für das, was wir sind: Sünder vor Gott.
Und jetzt verstehen wir besser Römer 2, Vers 25: Denn Beschneidung ist zwar von Nutzen, wenn du das Gesetz tust. Ja, es drückt aus: Ich bin ein Sünder, aber ich habe Busse getan über meine Sünden und möchte das tun, was in der Bibel steht. Aber wenn jemand dieses Symbol hat und er lebt nicht nach der Bibel, dann ist das einfach ein Symbol ohne Bedeutung. Das ist der Sinn dieser Aussage hier. Wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, so ist deine Beschneidung Vorhaut geworden. Also dann hat ja die Beschneidung nicht irgendwie eine Aussage, sondern dadurch, dass du, denn wenn du dich nicht unter Gottes Wort stellst, erklärst du dich als Sünder, oder sieht man, dass du ein Sünder bist, und dein äusseres Zeichen ist nichts wert, es drückt eigentlich genau aus, was die Vorhaut bedeutet: verdorbener Mensch.
Jetzt Vers 26: Wenn nun die Vorhaut die Rechte des Gesetzes beachtet, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung gerechnet werden? Ja, wie ist das nun? Wenn unter den Heidenvölkern – wir haben gesehen in Römer 1 und 2 – die Heidenvölker als Ganzes haben sich vom Schöpfergott abgewendet, haben die Natur verehrt und mit dem Schöpfer wollten sie nichts zu tun haben. Aber in Römer 2 haben wir gelesen, Vers 6, und im Zusammenhang werden hier Heiden angesprochen, ganz persönlich, ab 2,1: Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet usw. Und dann heisst es Vers 5: Nach deinem Starrsinn und deinem unbussfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken.
Also hier im Zusammenhang wird ein Heide ohne Bibel angesprochen und ihm wird gesagt, Vers 4, dass es die Güte Gottes ist, die ihn zur Busse leitet. Das macht klar, dass Gott unter den Heidenvölkern auch wirkt und Menschen zur Busse hinzieht. Aber dann heisst es, im Gegensatz zu diesen Störrischen, die verloren gehen, da gibt es noch andere, die eben nachgeben, und von denen wird gesagt in Vers 7: denen, die mit Ausharren in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen, ewiges Leben. Das ist doch interessant: Heiden ohne Bibel, die sich ausstrecken nach der Herrlichkeit Gottes, nach Ehre bei Gott und sich ausstrecken nach dem, was unvergänglich ist, und eben sich von Gottes Güte, wie 2,4 sagt, zur Busse leiten liessen und dann sich bemühen um gute Werke, und die werden hier gelobt.
Und dann heisst es in Vers 8: denen aber, die streitsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm, Drangsal und Angst über jede Seele eines Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen, also auch der Heide. Und jetzt Vers 10: Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen, denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott. Ach, da, interessant: jedem, der das Gute wirkt, Menschen, die Herrlichkeit, Ehre und Frieden bekommen sollen. Und das wird jetzt weiter begründet in Vers 12. Das ist alles Repetition, aber Repetition ist hilfreich. Aus einer ganz anderen Perspektive schauen wir uns das an.
Vers 12: Denn so viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen, und so viele unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden. Denn nicht die Hörer des Gesetzes sind gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden. Und jetzt kommt’s: Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, also Menschen ohne Bibel, von Natur die Dinge des Gesetzes ausüben, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz, solche, die das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, wobei ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird nach meinem Evangelium durch Jesus Christus.
Also hier wird gesagt, dass Menschen ohne Bibel ins Herz hineingeschrieben haben, wie Prediger 3, Vers 11 sagt: Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt. Und ihr Gewissen weiss genau: Töten ist Morden ist eine Sünde, die Eltern anzuschreien ist eine Sünde und Stehlen ist eine Sünde. Die wissen das, ohne die Bibel gelesen zu haben. Das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, wobei ihr Gewissen mitzeugt. Und das sind solche, die eben sich zur Busse leiten liessen und dann in guten Werken Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit suchen, und die werden ewiges Leben bekommen, 2,7 und 2,10.
Und jetzt sagt der Apostel Paulus: Wenn solche, die in der Vorhaut sind, das tun, was im Gesetz steht, eben weil Gott das so im Herzen gewirkt hat, durch das Gewissen, dann, obwohl sie Vorhaut haben, sind sie eigentlich wie solche, die beschnitten sind, denn sie erkennen: Ja, ich habe eine sündige Natur und ich brauche die Vergebung des Schöpfers. Zum Beispiel die Karen, dieser Bergstamm in Thailand. Ich habe in der Vergangenheit schon ausführlich dokumentiert, was die alles über Gott wussten, und ihre Stammeslehrer, die haben gesagt, man darf nicht Götzen anbeten, und die sagten: Iva, wenn Iva uns nicht vergibt, wer kann uns dann noch vergeben? Ohne Bibel. Aber die wussten um den Schöpfergott Iva, wie ich das damals erklärt habe von ihren Vorfahren her, und die wussten darum: Man muss ihm die Sünden bekennen. Und dann vergibt Iva.
So macht der Apostel Paulus eben hier klar, Vers 26: Wenn nun die Vorhaut die Rechte, das heisst die gerechten Forderungen des Gesetzes, beachtet durch das Gewissen, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung gerechnet werden? Jawohl! Und weiter sagt er: Und die Vorhaut von Natur, die das Gesetz erfüllt, dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. Also solche, zum Beispiel jetzt Karen, ich nehme jetzt auf einen konkreten Fall, aber man könnte aus aller Welt eben solche nehmen aus den Heidenvölkern, die zum Schöpfergott umgekehrt sind, weil sie in der Natur sahen, es gibt einen Schöpfer, einen wunderbaren Schöpfer, und durch das Gewissen erkannt haben: Ich bin schuldig vor ihm. Und wer kann mir vergeben, wenn nicht der Schöpfer? Und wenn die so zum Schöpfer umkehren, wir bekommen die, wie wir gesehen haben, ewiges Leben. Und einmal werden solche im Gericht aufstehen können und solche, die die Bibel hatten, verurteilen. Wir haben uns als Sünder erkannt, allein aufgrund des Gewissens, und die, die hatten die Tora bekommen und haben sogar die Tora anderen gelehrt, aber selber haben sie Ehebruch gemacht und gestohlen, dann werden sie sie verurteilen.
Nochmals Vers 27: Und die Vorhaut von Natur, also die Menschen mit Vorhaut, die Heiden, die das Gesetz erfüllt, dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. Und das ist ein sehr, sehr interessantes und ernstes Thema.
Schlagen wir auf Matthäus 12. Vor zweitausend Jahren ist der Herr Jesus in Israel aufgetreten, als Messias, als Lehrer, und er sagt in Vers 41 zu den Zuhörern, er spricht zu den schriftgelehrten Pharisäern in Vers 38, da sagt er Vers 41: Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie taten Busse auf die Predigt Jonas hin. Und siehe, mehr als Jona ist hier.
Was erfahren wir da? Im letzten Gericht vor dem grossen weissen Thron, nach dem Tausendjährigen Reich, Offenbarung 20,10, da werden ja alle Toten von Kain, alle Verlorenen werden auferstehen. Und dann werden die Männer von Ninive, die damals zur Zeit von Jona, Zeit der Könige, Busse getan haben auf die Predigt von Jona hin, die werden aufstehen und sagen: Aber diese Generation zur Zeit von Jesus Christus, die haben ihm nicht geglaubt, aber er war der Messias in ihrer Mitte. Aber wir haben, als dieser Mann kam mit dieser gegerbten komischen Haut – ich war ja vorher im Bauch des Fisches, und die Magensäfte, die sind nicht gerade das Ideale für Hautpflege, Hautpflege, ja, also wirklich, das macht die Haut ganz gelb und gegerbt –, der hat also ausgesehen, die hätten sagen können, das ist ein Ausserirdischer. Aber der kam aus dem Meer, und die haben auf seine Predigt gehört. Und da werden die sagen: Wir haben nur diesen Jona gehabt und haben Busse getan, und die hatten den Messias, und die werden sie verurteilen.
Aber was folgt daraus? Das heisst, im letzten Gericht werden die Menschen aus allen Epochen der Geschichte zusammen sein. Also muss ich mir vorstellen, so im neunten Jahrhundert, Zeit von Jona, die sind zusammen mit denen vor zweitausend Jahren, die Jahrhunderte später gelebt haben, und werden dort antreffen und sie verurteilen. Aber noch mehr: Der Jesus sagt in Vers 42: Die Königin des Südens – Süden ist hier übrigens im griechischen Text die Übersetzung von hebräisch Teman. Teman heisst Süden, aber er ist in der Bibel das Wort für Jemen. Und ein anderer Name für Jemen ist in der Bibel Scheba, die Königin von Scheba. Das ist die Königin des Südens. Sie wird auftreten im Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam von den Enden der Erde, von Jemen, um die Weisheit Salomos zu hören, und siehe, mehr als Salomo ist hier.
Also diese Königin wird auch dann dabei sein, und die wird diese Menschen vor zweitausend Jahren verurteilen. Ich kam im elften Jahrhundert vor Christus nach strikter Chronologie zu König Salomo, ging durch die ganze dann kann sie sagen, durch die saudische Wüste 2000 Kilometer bis nach Israel. Das ist übrigens der Weg von all diesen Raketen der Huthis. Ja, 2000 Kilometer. Und ich habe zum Beispiel eine gehört, als sie im Flughafen eingeschlagen hat in Jerusalem am Sonntagmorgen. Wir waren versammelt für den Gottesdienst, und dieser da war sie drin. Aber in ein paar Minuten ist die über die 2000 Kilometer gekommen. Aber diese Frau, die hat ein bisschen länger gehabt, mit all den Kamelen durch die saudische Wüste 2000 Kilometer nach Israel, um Salomo zu hören, war überwältigt. Aber vor 2000 Jahren war der Messias da, er, der die Weisheit ist, in Person, und sie haben ihn abgelehnt. Er wird sie verurteilen.
Da fahren wir nach der Pause weiter. Also, das bauen wir jetzt noch ein bisschen weiter aus.
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