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Gebet um Erkenntnis

Epheser 1,15-2308.10.2022
SerieTeil 3 / 19In Christus: Erlöst und Vereint
Vielen Menschen fällt es heutzutage schwer zu erkennen war wahr oder falsch ist, Matthias Mockler möchte dich mit in das Gebet von Paulus nehmen und zeigen für was Paulus dankt und bittet damit die Epheser besser erkennen wie Gott ist.

Ein unerkanntes Konzert und die Frage nach dem Übersehenen

Im Januar 2007 betrat ein Mann mit einer Geige in der Hand eine U-Bahn-Station in Washington, D.C. Der Mann trug Straßenkleidung und eine Cappy auf dem Kopf. Er sah ganz gewöhnlich aus, wie ein gewöhnlicher Straßenmusiker. Er ging hinein und begann mitten in der Rushhour am frühen Morgen, dort Geige zu spielen. Und zwar Werke von Bach, Schubert und anderen weltbekannten Komponisten.
Fünfundvierzig Minuten lang spielte er dort. Über tausend Menschen zogen an ihm vorbei, und die allerwenigsten nahmen ihn wahr. Sieben blieben einmal ein bisschen länger stehen und hörten zu. Als er aufhörte, gab es keinen Applaus. Er packte die Geige ein und ging wieder.
Ob es anders gewesen wäre, wenn die Leute gewusst hätten, wer da spielte? Ein weltberühmter Geiger: Joshua Bell. Über ihn hatte einmal ein Musikkritiker geschrieben, er spiele wie ein Gott. Er konnte die Geige spielen, und was für eine Geige er spielte: eine Stradivari-Violine, über drei Millionen Dollar wert.
Er stand dort und spielte. Menschen gaben normalerweise hundert Dollar und mehr für die Konzerte aus, die er gab. An jenem Morgen kamen 32 Dollar in seinem Geigenkasten zusammen. Nur eine einzige Person erkannte, wer dort spielte. Sie erlebte das Konzert ihres Lebens, dort in der U-Bahn.

Vom Übersehen zum Erkennen

Schauen wir uns in dieser Predigtreihe heute ein Gebet an, das Paulus für die Christen in Ephesus gebetet hat. Es ist eine Bitte um Erkenntnis. Paulus ging es darum, dass die Christen dort wirklich Dinge über Gott erkannten.
Nicht so wie diese Menschen in der U-Bahn. Die haben den Geiger schon wahrscheinlich irgendwo gesehen und wahrgenommen. Sie haben gehört, was er gespielt hat, haben aber überhaupt nicht erkannt, was sie da Großartiges verpassen, wenn sie einfach so vorübergehen. Eher so wie die eine Person, die wirklich erkannt hat, was da los ist, die stehen geblieben ist, die zugehört hat und die wunderbar und reich beschenkt wurde.
Wisst ihr, einen Stargeiger in der U-Bahn, den kann man verpassen. Das ist verschmerzbar. Aber Gottes Reden, das, was er uns schenken will, wenn wir das überhören, das ist unendlich tragisch. Da verpassen wir wirklich etwas.
Deshalb möchte ich uns diesen Text jetzt lesen und dann für uns beten, dass Gott uns diese wunderbaren Wahrheiten aufschließt, für die Paulus hier für die Christen betet.
 Epheser 1,15-23
Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, höre ich nicht auf, für euch zu danken und gedenke euer in meinem Gebet, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben.
Denn die Macht seiner Stärke wurde bei uns wirksam, mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel, über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.
Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn der Gemeinde zum Haupt über alles gesetzt, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Ein Gebet um offene Augen

Vater, wir danken dir, dass wir dich erkennen können, weil du uns dein Wort gegeben hast. Und wir beten mit Paulus um erleuchtete Augen des Herzens, damit wir diese wunderbaren Wahrheiten erkennen. Damit wir sie begreifen. Damit wir nicht nur davon wissen, dass es sie gibt, sondern damit wir wirklich erkennen, was das mit unserem Leben zu tun hat: die Hoffnung, das Erbe, das du uns schenkst, die Kraft, mit der du in uns wirkst, und auch in dieser Gemeinde, Herr. Lass uns das mehr erkennen und begreifen, darüber staunen, uns daran freuen und danach leben. Amen.
Ich möchte diesen Text in zwei einfachen Punkten predigen. Wir sehen in den Versen 15 bis 16, wofür Paulus dankt. Und in den Versen 17 bis 23, worum er bittet.
Schauen wir zuerst an, wofür Paulus dankt, wenn er an die Epheser denkt. Vers 16: Ich höre nicht auf, für euch zu danken, und ich gedenke euer in meinem Gebet. Das heißt, Paulus hat sich ganz regelmäßig Zeit genommen. Er hat immer wieder an diese Christen dort in Ephesus gedacht. Und wenn er an sie gedacht hat, dann ist er froh geworden. Und er hat Gott gedankt für das, was dort Großes passiert ist.
Und er hat für zwei Dinge ganz besonders gedankt. Er will, dass sie das wissen. Er hat gedankt für ihren Glauben an den Herrn Jesus Christus. Das war etwas Besonderes, dass die Menschen dort wirklich Jesus Christus als ihren Herrn erkannt haben. Paulus war in Ephesus als Missionar eine längere Zeit, über zwei Jahre. Und Paulus wusste, was das für eine Stadt war. Das war eine Stadt, die von einem ganz anderen Gott, beziehungsweise von einer Göttin, geprägt war. Der Artemistempel dort in Ephesus hatte das Stadtbild geprägt, ein Prachtbau. Menschen haben Artemis verehrt, vergöttert.
In Apostelgeschichte 19 lesen wir davon. Da wird sie auch als Diana bezeichnet, das ist nur der römische Name für diese Göttin. Das war die Göttin von Ephesus. Wir lernen in Apostelgeschichte 19 auch, dass dort Zauberei war, dass dort okkulte Praktiken waren. Die Menschen haben schon irgendwo ein geistliches Gespür gehabt, aber es ging in eine völlig falsche Richtung. Sie waren verblendet, das waren Götzendiener.
Das ist nicht so geblieben. Als Paulus dahin kam, gab es einen echten Aufbruch in dieser Stadt. Menschen kamen zum Glauben. Menschen erkannten dadurch, dass Paulus ihnen von diesem Herrn Jesus Christus erzählt hatte: Wir brauchen etwas ganz anderes. Wir brauchen nicht Diana, wir brauchen keine Zauberbücher, keine okkulten Praktiken. Was wir brauchen, ist eine Beziehung zu Jesus Christus. Er ist der lebendige Gott.
Paulus wusste, dass das ein Wunder war. Dass Menschen das begreifen konnten. Dass Gott Menschen herausgerettet hat aus diesem Umfeld, aus dieser Stadt, die so gottlos war. Und dass er ihnen diesen Glauben geschenkt hat. Sie durften begreifen: Dieser Gott, den Paulus uns da gerade vor Augen malt, den er uns vorstellt, der ist zuerst einmal nicht unser Freund, wir sind seine Feinde.
Wir sehen gerade in diesen Tagen wieder, was Feindschaft bedeutet. Wir sehen das jeden Tag in den Nachrichten. Wir sehen, was in der Ukraine passiert. Wir sehen, wie dort Russen gegen Ukrainer kämpfen. Und vielleicht hast du dich mal gefragt: Wie sollen denn das jemals wieder, wie sollen diese Beziehungen jemals wieder heil werden dort? Das ist so ein tiefer Graben, jeden Tag wird er tiefer. Wie kann dort jemals wieder Versöhnung zwischen diesen beiden Völkern stattfinden? Man hält es fast für unmöglich.
Und das, was Paulus den Menschen dort erzählt hat, über ihre Feindschaft zu Gott, über unsere Feindschaft zu Gott, dieser Graben ist noch tiefer als das, was wir da gerade beobachten. Das ist ein unüberwindbarer Graben für uns Menschen. Keine Versöhnung möglich. Aber für Gott: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Das hat Paulus ihnen gesagt. Es gibt Versöhnung, es gibt Frieden mit Gott, weil dieser Herr Jesus Christus gekommen ist, um euch zu erlösen, um eure Schuld, um eure Feindschaft gegen Gott ans Kreuz zu tragen. Er hat sein Leben gegeben, sein Blut vergossen, damit ihr nicht mehr Feinde sein müsst, sondern damit ihr Freunde Gottes werden könnt. Sagt hier am Anfang des Epheserbriefs sogar: Kinder Gottes. In Christus hat er euch adoptiert.
Und viele haben das geglaubt. Es ist einer der schönsten Berichte, finde ich, in Apostelgeschichte 19, was dann passiert. Die Menschen verbrennen ihre Zauberbücher. Der Absatzhandel mit so Silber-Artemistempeln dort, da gab es so als Souvenir konnte man sich Artemistempel kaufen, die Silberschmiede haben kein Geschäft mehr gemacht, weil die Leute wollten das nicht mehr kaufen, sondern sie haben an Jesus Christus geglaubt und ihm ihr Leben gegeben.
Und ein ganz besonderer Punkt, an dem er das gesehen hat, dass da wirklich ein neuer Herr in ihrem Leben regiert hat, ist der zweite Punkt, für den Paulus dankt. Er dankt für ihre Liebe zu allen Heiligen. An dieser Liebe wurde nämlich ganz besonders erkennbar, wer ihr Herr war, weil der Herr Jesus Christus seinen Jüngern gesagt hat: Johannes 15,12. Das ist mein Gebot, das ist das, was ich euch als Herr sage, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.
Paulus hat gehört von dem, was in Ephesus passiert, und er hat gemerkt: Diese Liebe ist da, die lieben einander in der Gemeinde. Das sollten wir uns jetzt nicht zu romantisch vorstellen. Da gab es auch Streit, da gab es auch Schwierigkeiten, da gab es auch Lieblosigkeiten. Sonst müsste Paulus nicht im Verlauf des Epheserbriefs dann schreiben, wie sie miteinander umgehen sollen, die Familien miteinander, die Ehepaare miteinander. Da gab es Kinder, die waren ungehorsam, da gab es Ehepaare, die waren nicht gut miteinander unterwegs. Und doch war etwas von der Liebe Gottes erkennbar in dieser Gemeinde. Die Liebe zu den Heiligen, die Liebe zu den Glaubensgeschwistern, die war erkennbar. Nicht perfekt, aber schon etwas davon zu sehen. Und das ist der Grund, warum Paulus Gott Danke sagt.

Was echter Dank im Glauben verändert

Wir können aus diesem Dankgebet mindestens zwei Dinge für uns lernen.
Das erste: Paulus schaut in seinem Dank einmal weg von sich selbst und schaut auf andere. Ich weiss nicht, wie das in deinem Gebetsleben ist, wie viel du über dich selbst nachdenkst und für das dankst, was Gott in deinem Leben tut. Das ist alles gut, und das sollen wir nicht verachten. Das will ich auch gar nicht schlechtreden. Aber wie oft schauen wir darauf, was Gott im Leben anderer tut, wie er dort mächtig wirkt?
Ich muss dabei daran denken, wie oft mir Menschen gesagt haben: Ich danke Gott, ich bete für dich. Und sogar aus euren Reihen haben mir manche von euch das schon ganz persönlich gesagt. Wenn ich bete, dann danke ich für dich. Und ich sage: Ich danke für unsere Pastoren. Das ist sehr, sehr ermutigend, kann ich euch sagen. Und ich hoffe, dass ihr nicht nur für die Pastoren dankt, sondern dass ihr erkennt: Jeder einzelne Bruder, jede Schwester hier in dieser Gemeinde ist ein grosses Wunder Gottes, für das wir ihm Danke sagen dürfen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Gott Menschen rettet, dass wir überhaupt glauben können. Es ist Grund, Gott zu danken dafür, dass er uns auserwählt hat, dass er uns liebt, dass er uns zu seinen Kindern gemacht hat. Dankst du für andere?
Und zweitens sehen wir, dass Paulus nicht nur für materiellen Segen dankt, beziehungsweise in diesem Gebet überhaupt nicht. Er dankt nicht für das Essen, er dankt nicht für die Finanzen, er dankt nicht für die Gesundheit. Auch das will ich nicht verächtlich machen. Es ist ein Geschenk, wenn es dir gut gehen darf und wenn es uns gut gehen darf. Wir beten auch für diese Anliegen. Aber er schaut tiefer. Er hat einen geistlichen Blick.
Was tut Gott geistlich in diesen Christen, in dieser Gemeinde? Und dann sieht er den lebendigen Glauben, dann sieht er die Liebe, die sie haben. Und das aus einer Situation heraus, in der Paulus im Gefängnis sitzt. Paulus ging es zu der Zeit bestimmt nicht gut, er hatte viele Einschränkungen. Er sagt: Ich bin in Fesseln. Aber er schaut auf das, was Gott tut, auf die geistlichen Realitäten, und er wird froh darüber und dankbar.
Ihr Lieben, lasst es uns ihm nachmachen und nicht nur für das Sichtbare danken: Finanzen, Gesundheit und so weiter. Lasst uns für das danken, was in der unsichtbaren Welt passiert und was auch sichtbare Auswirkungen hat.
Wenn wir in dieser Welt schauen, wie Gottes Gemeinde wächst, dankst du dafür? Das ist ein Wunder. Wenn wir hören von den Berichten, dass die Kirche im Iran wächst, dass Menschen in Afghanistan zum Glauben an Jesus Christus kommen, sogar in Nordkorea die Zahl der Christen wächst, wo das wirklich verboten ist, wo das verfolgt wird, wo Menschen eingesperrt werden, wo sie sogar getötet werden, dann ist das ein grosses Wunder. Und es soll uns dankbar machen.
Aber auch bei uns ist das ein riesengrosses Wunder. Mir geht das manchmal so: Ich denke an manche meiner Freunde, und ich denke mir, ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie die zu Jesus Christus finden sollen, dass sie einmal Jesus nachfolgen, so Feuer und Flamme. Ruth sagt mir dann immer wieder: Ich kann mir das gut vorstellen. Das ermutigt mich. Ich kann es mir manchmal echt nicht vorstellen, aber Gott kann das tun. Und wir erleben es in dieser Gemeinde. Es ist so ein Geschenk, dass wir das immer wieder erleben, Jahr für Jahr, dass Menschen hier zum allerersten Mal das Evangelium wirklich verstehen und zum Glauben kommen.
Danken wir dafür. Danken wir dafür regelmässig, so wie Paulus hier. Nicht nur einmal am Anfang: Super, dass du auch dabei bist, ich danke Gott. Sondern regelmässig für das, was Gott tut. Das ehrt Gott, es macht ihn gross, und es ist eine Ermutigung für andere. Vor allem auch dann, wenn wir sie wissen lassen: Wir beten für euch, wir danken für euch.
Es ist gut für uns selber, weil es unseren Fokus richtig ausrichtet, auf das, was wirklich zählt im Leben, auf das, was bleibt, was in Ewigkeit Bestand hat. Wenn jemand sein Leben diesem Herrn Jesus Christus anvertraut, der so mächtig wirkt, dann ist das erst der Anfang. Das macht der zweite Teil des Gebets so deutlich, wo Paulus jetzt für die Gemeinde bittet.

Erkenntnis, die tiefer geht als Wissen

Und worum bittet er genau? Vers 17 sagt, er betet, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
Paulus bittet um Erkenntnis für diese Christen. Man könnte meinen: Na, die haben doch Gott schon erkannt. Aber es geht ihm darum, dass sie Gott viel, viel besser kennenlernen. Da geht es um so viel mehr als um Wissen, um viel mehr als darum, Wissen über Gott zu sammeln.
Wissen hatten die Epheser. Paulus hat dort lange gepredigt und gelehrt. Er hat ihnen viel beigebracht über Gott. Gerade in diesem Brief hat er ihnen unglaublich grosse Glaubenswahrheiten vor Augen gemalt. Aber hier bittet er darum, dass dieses Wissen, das sie haben, durch den Heiligen Geist, durch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, in ihren Herzen zu einer echten Erkenntnis wird. Und das ist ein Unterschied: dass sie nicht einfach Dinge über Gott wissen, sondern dass sie ihn kennen, dass sie in der Beziehung zu ihm wachsen.
Das ist ein so wichtiges Gebet auch für uns. Der Theologe J. I. Packer warnt in seinem Buch „Gott erkennen“ vor der Gefahr, dass wir ganz schön viel über Gott wissen können. Wir können das Evangelium kennen, wir können die vier Punkte hier durchbuchstabieren, können es jemandem aufsagen, wir können theologisch sehr gut gebildet sein, Theologen, die die Bibel in- und auswendig kennen. Wir können informiert sein, was es heisst, ein Christ zu sein, genau wissen, was dazugehört: beten, Bibel lesen, lieb zu anderen sein und so weiter. Und wir können Gott doch nicht wirklich kennen und keine tiefe und enge Beziehung zu ihm haben. Das ist möglich. Es ist eine Gefahr.
Und Packer geht deshalb so weit, dass er in seinem Buch sagt: Eine geringe Erkenntnis Gottes ist mehr wert als viel Wissen über ihn. Eine geringe Erkenntnis Gottes ist viel mehr wert als viel Wissen über ihn. Versteht es nicht falsch: Um Gott zu erkennen, da braucht es die Bibel, da braucht es Predigten, da braucht es gute Lehre, damit wir mehr begreifen, wie er ist, und ihn besser kennenlernen. Das Wissen ist nicht unwichtig. Aber erst dein Leben zeigt, wie gut du ihn wirklich kennst. Ob du nach dem, was du weisst, auch lebst. Ob du betest, ob du mit Gott redest und mit welcher Haltung du das tust und für welche Dinge du betest. Ob du Gott in dein Denken mit einbeziehst, in die Sorgen, die du hast, in die Probleme, die du erlebst. Hat Gott damit etwas zu tun?
Wir können auch als Christen, indem wir an Probleme herangehen, so sehr gottlos sein, weil wir überhaupt nicht damit rechnen, dass Gott da irgendwie eingreift und etwas damit zu tun hat. Es zeigt sich auch daran, ob du anderen Menschen gegenüber liebevoll bist, ob du gnädig mit ihnen bist, weil Gott liebevoll mit dir ist, weil er unendlich gnädig mit dir ist.
Paulus bittet hier Gott um diese Erkenntnis, weil er weiss: Das ist ein Geschenk. Wenn wir Gott so erkennen, wenn aus Wissen ein Leben fliesst, dass wir wirklich danach handeln, was wir wissen, dann ist das Gottes Wirken. Er gebraucht dieses wunderbare Bild. Er sagt, Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens. Gott schenke, dass es wirklich hell wird in euch, dass ihr sehen könnt.
Wenn du Probleme mit deinen Augen hast, dann gehst du zum Augenarzt. Dann brauchst du vielleicht eine Augen-OP, damit es wieder hell wird und du klar sehen kannst. Und dieses Gebet ist ein Gebet darum, dass Gottes Heiliger Geist in uns eine Sicht schafft, eine Klarheit schafft, ein Licht schafft, damit wir wirklich erkennen, was Gott uns sagen will. Dass wir danach leben, dass wir unser ganzes Leben danach ausrichten.
Er will, dass wir ihn besser kennenlernen, in der Beziehung zu ihm wachsen.
Sehnst du dich danach, Gott mehr zu erkennen? Dann bitte ihn darum, dass das Wissen, das du sammelst, hier Sonntag für Sonntag, hoffentlich jeden Tag, wenn du die Bibel liest, dass dieses Wissen in dein Leben kommt, zu einer echten Erkenntnis wird.
Leidest du darunter, dass es andere Christen gibt, vielleicht sogar in dieser Gemeinde, von denen du den Eindruck hast, die haben Gott ja noch so wenig erkannt, die leben so wenig nach dem, was sie sagen, nach dem, was sie reden? Dann bete für sie um erleuchtete Augen des Herzens, dass Gott das tut, was wir uns nicht erarbeiten können, dass er uns Erkenntnis schenkt, echte Gotteserkenntnis, die das Leben revolutioniert, verändert.

Drei Bereiche, in denen Gottes Wirklichkeit sichtbar wird

Paulus bittet dann um drei Dinge, durch die diese Gotteserkenntnis wächst. Er bittet um drei konkrete Dinge, die die Christen besser verstehen sollen und die helfen, darin zu wachsen, Gott zu erkennen.
Das Erste ist: Wir wachsen darin, indem wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir als Christen berufen sind. Hoffnung ist in unserem normalen Sprachgebrauch etwas sehr Ungewisses. Scheint nächsten Sonntag die Sonne? Ich hoffe es. Steigt mein Lieblingsverein, der VfB Stuttgart, diese Saison nicht ab? Hoffentlich. Wir wissen das nicht.
Aber die Hoffnung, von der Paulus hier spricht und um die er bittet, ist eine ganz andere Hoffnung. Das ist keine Hoffnung, die vom Zufall abhängig ist. Das ist keine Hoffnung, die an den Naturgewalten hängt, die von irgendwelchen Menschen abhängig ist, sondern das ist eine ganz sichere Hoffnung, die fest darin begründet ist, was Jesus Christus schon getan hat.
Als er sein Leben gegeben hat am Kreuz von Golgatha, da hat er uns erlöst. Als er auferstanden ist aus dem Grab, da hat er den Tod überwunden. Und wenn wir das glauben, dann dürfen wir gewiss sein, sicher sein, eine Hoffnung haben, die ganz sicher ist, dass er auch alles andere erfüllt, was er uns verspricht: dass er wiederkommen wird, dass er gerecht richten wird und dass er unser Anwalt ist in diesem Gericht.
Dass wir auferstehen werden zu einem Leben mit neuen Körpern, die nicht mehr krank werden, die nicht mehr leiden werden, die nicht mehr sterben können, die ewig mit Gott leben. Wir werden ewig mit ihm leben. Wir werden keine einzige Träne mehr weinen, keine Träne des Schmerzes. Freudentränen vielleicht schon, viele Freudentränen.
Was verändert diese Hoffnung, wenn wir sie wirklich uns zu Herzen nehmen, wenn wir wirklich glauben, dass das stimmt? Wir leben mit einer ganz anderen Zuversicht. Wir können dieses Leben hier mit allen Unwägbarkeiten, mit allen Schwierigkeiten, die es in dieser Welt gibt, ganz anders leben, weil wir wissen, wo die Reise hingeht.
Wie viele Menschen gibt es in unserem Umfeld, wahrscheinlich in unseren Familien, in unserer Nachbarschaft, die diese Hoffnung nicht kennen? Und ihre einzige Hoffnung in Bezug auf die Zukunft ist, dass das Leben hoffentlich einigermaßen lang geht, dass sie dann hoffentlich einigermaßen friedlich einschlafen und es nicht so viele Schmerzen gibt, dass das mit dem Tod gut durchgeht. Aber was für eine schwache Hoffnung.
Und selbst wenn es genau so kommt: Du wirst hundert Jahre alt und du schläfst friedlich ein. Ist das eine schwache Hoffnung, wenn du die Ewigkeit verpasst? Was haben wir für eine andere Hoffnung, einen anderen Trost? Die Ewigkeit wird wunderbar, und sie ist sicher, weil Jesus sie uns erkämpft hat am Kreuz. Und das ist unsere Hoffnung als Christen.
Und das singen wir in vielen Liedern. Und ich musste an ein Lied denken, das wir hier auch immer wieder singen, wo es heißt:
Allein auf Jesus hoffe ich,
allein auf Jesus hoffe ich,
denn er vergoss sein Blut für mich.
Nichts gibt mir Trost in dieser Welt
als Christus, der mich sicher hält.
Der Fels des Heils hält ewig stand,
wer ihm vertraut, baut nicht auf Sand,
wer ihm vertraut, baut nicht auf Sand.
Zweitens nennt Paulus das Erbe, das uns erwartet. Wir sollen erkennen, noch einmal Vers 18, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen, also für die Christen, ist. Es ist ein reiches Erbe, das Gott uns schenkt. Bei der Hoffnung geht es um die Sicherheit, die wir haben, beim Erbe geht es wirklich um den Reichtum, den Gott uns schenkt. Das Beste liegt vor uns.
Die Bibel gebraucht dafür verschiedene Bilder, die es uns nur ansatzweise deutlich machen können. Ich glaube, so richtig tief verstanden hat es noch keiner von uns, aber wir können darin wachsen. Johannes in der Offenbarung malt uns diese Herrlichkeit vor Augen mit einer wunderbaren Stadt Zion, Gottesstadt, die prächtig ist, die schön ist. Es wird immer wieder im Neuen Testament davon gesprochen, von einem Hochzeitsfest, das wir feiern werden mit Gott in Ewigkeit.
Du musst dir an die Hochzeit meiner Schwester vor ein paar Wochen denken. Ich saß meinem Schwager gegenüber, und er hat gesagt: Oh, ich bin so satt, ich glaube, ich möchte nie mehr in meinem ganzen Leben etwas essen. Das Essen war so gut. Es ist nur ein Bild, ja. Wir werden alles haben, wir werden reich beschenkt sein von unserem guten Gott.
Und das Beste ist: In dieser Stadt ist Gott selber da. Und da ist es nicht mehr so, dass wir ins Unsichtbare schauen. In der Woche haben wir im Hauskreis darüber gesprochen. Da hat einer gesagt, das fällt mir manchmal schwer, weil mit euch kann ich so reden, so Auge in Auge, und wir haben uns. Aber mit Gott ist das doch anders.
Und es stimmt, es ist noch anders. Es sind schon seine Kinder, wir können mit ihm reden, wir gehören zu ihm. Aber es wird noch einmal so eine ganz andere Qualität haben, diese Beziehung, wenn wir ihn sehen, wie er ist, ihm in die Augen schauen.
Was verändert das, wenn wir das wirklich erkennen, dass wir schon so reich beschenkt sind, dass wir auf diesen Tag zugehen? Es nimmt uns die Sorge, die Angst, zu kurz zu kommen, hier etwas zu verpassen, wenn wir das wirklich glauben.
Ich habe immer wieder Christen getroffen, die waren materiell nicht besonders gut dran, die waren arm, hatten wenig Geld. Ich habe Christen getroffen, die waren sehr krank, todkrank. Aber in denen habe ich oft am stärksten die Freude an dem gesehen, was kommt. Und manchmal kommt es mir so vor, dass Gott uns erst wirklich Dinge nehmen muss, auch sehr kostbare Dinge in diesem Leben, dass wir das überhaupt begreifen, dass der Blick auf das geht, was kommt, auf das reiche Erbe, das wir jetzt schon haben.
Andersherum gilt aber auch, dass die, die das schon jetzt erkannt haben und tiefer verstehen, am leichtesten wirklich Dinge loslassen können, Opfer bereit sind, ihr Leben aufs Spiel setzen, vielleicht als Missionare in Länder gehen, wo du denkst, da würde ich mich nie hintrauen, weil sie erkannt haben: Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es zum Herrn schneller in die Ewigkeit geht, dass ich schneller mein Erbe bekomme.
Paulus hat das gesagt. Es fasziniert mich, wie Paulus gebetet hat und gesagt hat, ich hätte gute Lust, da hinzuscheiden. Und wir fragen uns dann manchmal: Ja, ist er denn lebensmüde? Nein, nein. Der hat sich so gefreut auf dieses Erbe, das er bekommt, beim Herrn zu sein, dass er großen Frieden hatte. Hier schon jetzt. Ihm hier und jetzt hat es Auswirkungen gehabt für ihn.
Gott hat ihm die Augen des Herzens erleuchtet. Paulus betet, dass wir das auch mehr verstehen, lernen loszulassen für das, was kommt.

Die Kraft, die Christus auferweckt und die Gemeinde trägt

Es bringt uns zum dritten Punkt: Paulus betet, dass sie Gottes Kraft, seine Macht und seine Stärke in ihrem Leben besser verstehen. Und das ist vielleicht das, was die grösste Auswirkung auf unser Leben im Hier und Jetzt hat: Gottes Kraft und seine Stärke, die an uns wirkt, so sagt er es hier.
Er sagt auch, was das für eine Kraft ist. Das führt er hier noch weiter aus, in einem längeren Teil dieses Gebets. Denn er will, dass wir wissen, dass die Christen in Ephesus, aber auch die Christen in München wissen, mit welcher Kraft Gott in unserem Leben wirkt.
Das Erste, was er hier sagt, ist die Kraft, mit der er Christus von den Toten auferweckt hat. Was für eine gewaltige Aussage! Wir Menschen versuchen alles, um dem Tod die Macht zu nehmen. Es gibt Forschung, man sucht nach Pillen, man versucht in der Gentechnik irgendeine Formel für ewiges Leben zu finden. Wir wissen alle: Das wird niemand finden. Wir sind ohnmächtig angesichts des Todes. Wir können das Leben verlängern, aber wir sind ohnmächtig, was den Tod angeht.
Gott nicht. Er hat es bewiesen, indem er Christus mit seiner Kraft, mit der Kraft des Heiligen Geistes, von den Toten wieder heraufgeholt und zum Leben gebracht hat. Paulus sagt: Ich bete, dass ihr erkennt, dass dieselbe Kraft, die das Grab und den Tod besiegt hat, auch an euch wirkt und in euch wirkt. Sein Geist ist in euch.
Zweitens wirkt Gott mit derselben Kraft in uns, mit der Christus jetzt im Himmel regiert, sagt er. Und wie regiert er? Er regiert über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füsse getan.
Habt ihr gehört, wie oft da das Wort alle vorkommt? Alle, alles, alles ist unter seiner Macht. Jeder Diktator dieser Welt ist unter seiner Macht. Die Mächte und Gewalten des Satans, alles ist unter den Füssen Jesu Christi. Er ist der Herr darüber, er hat triumphiert.
Das heisst: Nichts und niemand, keine Umstände, keine Menschen, keine Krankheit und nichts kann in dieser Welt schalten und walten, ohne dass Gott dazu Ja sagt. Gott hält das alles in seiner Hand. Und es ist wichtig, dass wir das erkennen, weil es uns manchmal, oder sogar oft, nicht so vorkommt. Wir schauen auf diese Welt und sehen Chaos, und wir denken: Wo ist Gott? Selbst Christen fragen das: Wo ist Gott?
Und Paulus sagt: Ich bete, dass sie erkennen, wo Gott ist. Jesus Christus sitzt zur Rechten Gottes. Er hat es im Griff, er hat die Macht, alles ist unter seinen Füssen. Dieser mächtige Herr ist unser Herr. Er ist das Haupt der Gemeinde, sagt er hier. Er ist der, der alles in der Hand hat, alles im Griff hat, alles unter seinen Füssen hat. Und es ist zu unserem Besten, zu unserem Segen.

Leben aus der Macht Gottes

Was verändert das? Sehr, sehr viel. Ich will euch ermutigen, denkt heute oder diese Woche einmal darüber nach, was es bedeutet, dass er das alles in seiner Hand hat und alles im Griff hat.
Aber ich möchte zwei Dinge sagen, bei denen ich denke, dass sie besondere Auswirkungen haben.
Es gibt uns wirklich eine Kraft zur Veränderung, die wir nicht in uns selbst haben. Wir haben immer noch in uns dieses Verlangen, Dinge zu tun, die Gott nicht gefallen. Wir fühlen uns manchmal ohnmächtig gegenüber diesen Dingen. Und was wir begreifen müssen, was wir verstehen müssen: Es gibt uns eine Kraft, über diese Dinge zu triumphieren.
Und jetzt bräuchte ich bitte kurz noch meine letzte Seite, sonst werde ich hier nervös, dass ich nicht noch etwas vergesse. Denn darum geht es ja: dass wir Jesus Christus ähnlicher werden, dass wir den Kampf mit der Sünde aufnehmen.
Paulus sagt an anderer Stelle, wir haben den Geist der Kraft. Er nennt ihn den Geist der Kraft. Johannes der Apostel sagt in 1. Johannes 4,4, der in euch ist, der ist größer, man kann auch sagen: der ist stärker als der, der in der Welt ist. Meine neue Kraftquelle in uns, um wirklich gegen die Sünde zu kämpfen.
Es ist kein Spaziergang, es ist ein Kampf. So beschreibt das die Bibel: einen geistlichen Kampf. Deshalb sagt Paulus dann auch später in Epheser 6: Ich zeige euch die Waffenrüstung Gottes, ich zeige euch, wie ihr diesen Kampf kämpfen könnt. Aber der Punkt ist: Wir können diesen Kampf in Gottes Kraft gewinnen, nicht aus uns, sondern in seiner Kraft.
Deshalb möchte ich dich ermutigen: Werde nicht müde darin, diesen Kampf zu kämpfen. Auch wenn du oft schon gefallen bist, gestolpert bist, versagt hast, kämpfe weiter. Lass dir helfen. Es ist so ein Geschenk, dass wir miteinander diesen Kampf kämpfen können, dass wir einander unterstützen können, auch indem wir einander deutlich machen, was wir schon bei Gott haben.
Diese Kraft verändert aber auch genau die andere Seite, nämlich unseren Umgang mit Niederlagen, wenn wir gefallen sind. Diese Kraft verändert alles. Auch wenn du scheiterst, darf dich Gottes Macht ermutigen. Das, was Jesus am Kreuz getan hat, das reicht, um alle Schuld zu bedecken. Seine Macht reicht dafür. Es ist so mächtig, was er getan hat.
Und noch darf der Satan hier Menschen versuchen, noch darf er uns angreifen. Aber wir müssen uns das immer wieder bewusst machen: Der Satan ist schon gerichtet, Jesus hat die Sünde schon besiegt. Und deshalb können wir immer wiederkommen, ganz getrost und immer wieder um seine Gnade bitten, aus seiner Gnade leben, weil sie reicht. Seine Macht reicht.

Erkannt werden oder erkennen

Ich habe zu Beginn von dem Geiger Joshua Bell erzählt. Kaum einer hat ihn damals in der U-Bahn erkannt, nur eine Person. Niemand hat an diesem Ort mit ihm gerechnet, und das war auch Teil des Experiments. Er war dafür, ich glaube, die Washington Post war es, die dieses Experiment gestartet hat. Er sollte auch nicht erkannt werden, zumindest sollte niemand wissen, wer er ist.
Gott macht es ganz anders. Gott will, dass wir ihn erkennen. Er ruft dich durch sein Wort, die Bibel. Er sagt: Bleib stehen, hör zu, lern mich besser kennen, lass dein Leben verändern durch das, was ich dir sage.
Wenn du Jesus noch nicht kennst, dann solltest du ihn unbedingt kennenlernen. Das, was ich jetzt gerade gesagt habe, reicht vielleicht nicht aus, und du hast vielleicht Fragen. Ich möchte dich bitten: Komm auf mich zu, komm auf jemand anderen zu. Das ist unsere große Sehnsucht in dieser Gemeinde. Wir wünschen uns so sehr, dass mehr Menschen Jesus wirklich kennenlernen, als den Herrn, als den Retter.
Und wenn du ihn kennst, dann lern ihn besser kennen und bete dieses Gebet mit für dich und für andere, dass der Herr dir, dass der Herr uns erleuchtete Augen des Herzens schenkt, dass aus Wissen echte Erkenntnis wird, dass wir mehr und mehr begreifen, wer Gott ist und wie reich er uns beschenkt, welche Hoffnung, was für ein reiches Erbe und welche Kraft er uns gibt.
Lass uns beten.
Vater, dafür danken wir dir, dass du uns Glauben geschenkt hast an den Herrn Jesus Christus, dass viele von uns dich erkennen durften, manche schon vor ganz schön langer Zeit, und dass du uns Glauben geschenkt hast, Vertrauen, dass du der Retter bist, dass du eine Beziehung zu uns haben willst.
Vater, wir beten so sehr, dass das Wissen, das wir über dich haben, das wir auch sammeln, Woche für Woche, zu einer echten, tiefen Gotteserkenntnis wird, mehr und mehr. Dass es unser Leben verändert, unser Leben prägt, unser Denken, unser Wollen, unser Fühlen, unseren Verstand. Dass du all das erleuchtest. Dass wir lernen, unsere Schwierigkeiten und Probleme in deinem Licht zu erkennen. Dass wir uns mehr von dieser Hoffnung leiten lassen auf das, was kommt, als von der Hoffnung, dass wir hier vielleicht gute Umstände erleben.
Vater, wir beten so sehr, dass die Welt an uns deine Herrlichkeit erkennt, dass Jesus Christus durch uns scheint. Danke, dass du das in uns bewirken willst, und du kannst das auch nur in uns bewirken. Danke für deinen guten Geist, danke, dass du mit deiner Kraft in uns eingezogen bist. Und wir beten, dass wir mehr von dieser Kraft erleben, erfahren, dass sie uns prägt und verändert, zu deiner Ehre und zu unserem Segen. Amen.