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Was soll mit der Welt werden?

Offenbarung 1,1-22,21

Einführung und persönliche Eindrücke

Und hier vorne müssen einfach ein bisschen die Finger in die Ohren gesteckt werden, wenn es zu laut wird.

Diejenigen, die den Zug nehmen müssen, dürfen rechtzeitig gehen. Das nehmen wir ihnen nicht übel. Ist das klar? Aber wir können uns nicht von drei Zugfahrern im Tempo bestimmen lassen, oder? Alle einig?

Ich möchte, dass kein Bügebojer mehr böse ist – also ich meine, kein Schaumburglipper, nicht wahr?

Dann muss ich noch sagen: Es muss ein Wunder geschehen, wenn wir bei der dicken Luft nicht ohnmächtig werden. Deshalb tun auch alle Türen und Fenster auf, die sich öffnen lassen. Wenn jemand ohnmächtig wird, soll er bloß sitzen bleiben und die Augen zumachen. Es geht vorüber. Wenn man jemanden rausschleppt, gibt das immer gleich ein Unglück.

Aber das Wichtigste, was ich vorausschicken will, ist Folgendes: Ich bin ja hier mit zwanzig Essener Jungen gewesen. Und wir sind so überwältigt, wie viel Liebe – sehr handgreiflicher Art, nicht in Form von Eiern oder ähnlichem – uns umgeben hat.

Ich möchte, ich könnte allen persönlich danken, aber das kann ich nicht. Sie sollen aber wissen, dass es für uns unbeschreiblich schöne Tage hier in Schaubischliepe waren und dass es uns leid tut, dass es zu Ende geht.

Erinnerungen an die Kindheit und die Sehnsucht nach dem Himmel

Sehen Sie, ich habe meine Ferien als Junge, als ich noch ein Kind war, immer im Haus meiner Großeltern in Württemberg auf der Schwäbischen Alb verbracht. Dort gibt es die Sitte, dass man sonntagnachmittags in die Gemeinschaftsstunde geht. Danach trinkt man Kaffee – gut, aber reichlich. Anschließend geht man hinaus auf die Schwäbische Alb, ein steiles Randgebirge.

Dort gibt es Felsen, die vorspringen, und man kann sich im Gras niederlassen. Von dort aus sieht man in die Ebenen bis nach Stuttgart. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als einen solchen Nachmittag auf so einem Felsenplateau mit dem herrlichen Blick. Die Buchenwälder rauschen, und die Vögel singen.

Wenn man dann wieder nach Hause geht, heißt es: „Wir singen noch ein Lied.“ Als Junge dachte ich, jetzt müsste das Lied „Oh, wie bist du doch so schön, du weite, weite Welt!“ kommen. Aber wissen Sie, was sie sangen? Sie sangen: „Himmel an, oh Himmel an, soll der Wandel gehen. Was die Frommen wünschen, kann doch erst ganz geschehen auf Erden nicht.“

Da habe ich gedacht, Jesusleute sind unersättliche Leute. Wenn sie am schönsten Punkt, so am Sonntagnachmittag, da miteinander lagen, dann sagen sie: Im Himmel ist es noch schöner. Dann kam der Vers: „Himmel anbald neben Dir, alles folgt des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern, oh schließ dich an.“

Und so möchte ich es heute Abend auch machen. Wir sind so erfüllt davon, wie schön die Tage hier waren, und da möchte ich sagen: Ach, das ist noch nichts. Richten wir unseren Blick auf die ewigen Dinge: „Himmel an, oh Himmel an, soll der Wandel gehen.“

Die Frage nach der Zukunft der Welt

Das möchte ich jetzt mit Ihnen tun, und zwar unter der Frage: Was soll eigentlich aus der Welt werden?

Sehen Sie, wir stehen alle unter dem Eindruck, dass wir unheimlichen Zeiten entgegengehen. Als ich noch jung war, so um neunzehnhundert, da glaubten alle Menschen an den Fortschritt. Kaiser Wilhelm hat gesagt: „Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen.“ Das haben wir alle geglaubt, die ganze Welt. Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen. Das glaubt heute niemand mehr.

Wir spüren, wie der Boden unter uns wankt. Also, ich meine, einige behaupten es, aber sie glauben es auch nicht wirklich. Wir fühlen, dass der Boden unsicher wird. Die Philosophen sprechen davon, dass das Grundgefühl des modernen Menschen die Angst ist.

Nun, meine Freunde, die Bibel gibt uns sehr klar Auskunft darüber, was wir zu erwarten haben. Ich möchte Ihnen das in einigen großen Zügen aufzeigen. Die Bibel sagt, die Welt geht nicht immer herrlicheren Zeiten entgegen. Es gibt nicht immer großartigen Fortschritt.

Stattdessen geht diese Weltzeit einem Ende entgegen, und zwar einem Ende mit allerhand katastrophalen Erscheinungen.

Das Zeitalter der Ratlosigkeit

Die Bibel spricht davon, dass nach einer langen Zeit der Weltgeschichte eine Zeit einsetzt, die ich das Zeitalter der Ratlosigkeit nennen möchte. Gott lässt die Menschen spüren, dass es nichts ist mit seiner Herrlichkeit. Die Probleme wachsen uns über den Kopf, wir kommen mit den Dingen nicht mehr zurecht. Ich persönlich bin überzeugt, dass wir in diese letzte Zeit eingetreten sind.

Davon bin ich überzeugt, weil der Herr Jesus drei Kennzeichen dieser Zeit der Ratlosigkeit, dieser letzten Zeit, genannt hat. Diese Zeit können Sie sich vorstellen wie zwischen elf und zwölf Uhr, Mitternacht. Nein, der Herr Jesus hat drei Kennzeichen genannt, die sich überall verwirklichen.

Er sagt, es wird eine Zeit sein, in der die politischen Probleme nicht mehr gemeistert werden. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben, und ein Königreich gegen das andere, so sagt Jesus. Sehen Sie, es hat noch nie eine Zeit gegeben, in der die Welt so eine Sehnsucht nach Frieden hatte. Das ist gerade ein Grundzug unserer Zeit: Ost und West wollen Frieden.

Gleichzeitig hat es noch nie eine Zeit gegeben, in der so sinnlose Summen in eine rasende Aufrüstung gesteckt wurden. Es ist, als ob wir es nicht schaffen. Die Welt schreit nach Frieden, und wir rüsten auf, um den Frieden zu bewahren – und steuern doch auf den nächsten Krieg zu. Es ist grauenvoll. Gipfelkonferenzen brechen auseinander wie Lausbuben-Treffen. Politische Hilflosigkeit hat Jesus vorausgesagt.

Ich kann nicht garantieren, dass diese Zeit schon eingetreten ist. Ich weiß es nicht. Aber die Welt wird immer tiefer in diese unheimliche Ratlosigkeit geraten, wo man das Gefühl hat, die Dinge geraten außer Kontrolle, die Bremsen funktionieren nicht mehr.

Das zweite Kennzeichen dieser Zeit nennt Jesus die wirtschaftliche Ratlosigkeit. Er drückt es so aus: Es wird Hungersnot und eine teure Zeit geben. Uns graut es ja auch ein wenig, wenn wir die Ernte dieses Jahres ansehen, nicht wahr? Aber wir haben doch noch eine Weltwirtschaft, oder?

Passen Sie mal auf: Heute sind auf der Welt so viele Lebensmittel vorhanden, dass alle Menschen satt werden könnten. Es gibt große wirtschaftliche Möglichkeiten, sodass es kein Problem wäre, zum Beispiel Indien zu ernähren. Trotzdem hungert mehr als die Hälfte der Menschheit. Warum ist das so? Warum nicht? So steht es in der Bibel.

Es hat noch nie so viele Volkswirtschaftler gegeben wie heute, aber die Menschheit hungert. Verstehen Sie? Wir kommen mit den Problemen nicht mehr zurecht. Sie wachsen uns über den Kopf.

Man kann sagen, das war immer so. Ich weiß nicht, ob die letzte Zeit schon begonnen hat. Jesus gibt keine Daten. Er sagt nur: Passt auf, schaut euch um! Es gibt Leute, die mit genauen Berechnungen kommen – das stimmt aber nicht. Ich erinnere mich, wie vor dem Krieg riesige Plakate hingen: „Millionen jetzt lebender Menschen werden nicht sterben.“ Erinnern Sie sich? Und dann starben doch viele. Und derselbe Verein macht heute fröhlich weiter. Also die Bibel gibt keine Daten. Sie sagt nur: Passt auf die Zeichen der Zeit!

Das dritte Kennzeichen der Ratlosigkeit jener letzten Zeit, das Jesus nennt, ist die religiöse Ratlosigkeit. Es ist heute unheimlich, wie viele christliche Konfessionen es gibt: römisch-katholisch, griechisch-katholisch, reformiert, lutherisch, Heilsarmee, Zeugen Jehovas, ernste Bibelforscher, Neuapostolisch, Altapostolisch – und noch mehr. Und das war erst der Anfang, wenn wir vom Christlichen sprechen.

Dann kommen die Mohammedaner, Mazdaznan, Islam – da fragen viele: Was sollen wir noch glauben? Was sollen wir noch glauben? Da sage ich: Es wird noch viel schlimmer kommen. Das hat Jesus auch vorausgesagt.

Jesus sagt, man wird sagen: „Siehe, hier ist Christus!“ oder „Da ist Christus!“ Und die Leute werden herumrennen. In der DDR wurde Gott abgesetzt, und jetzt kommt der Aberglaube, Besprechen, Amulette. Wo ist die Wahrheit?

In der Bibel gibt es ein starkes Wort: „Weil die Menschen dem Wort der Wahrheit nicht glauben wollen, wird ihnen Gott kräftige Irrtümer schicken.“ Die Bibel verschwindet aus den Häusern, und die Menschen müssen Unsinn glauben. Nun rennen sie von einem zum anderen und fragen: Wo ist die Wahrheit?

Weil sie dem Wort der Wahrheit nicht glauben, kann ich Ihnen nur raten: Beginnen Sie, die Bibel für sich selbst zu studieren – aber wirklich, unter der Leitung des Heiligen Geistes.

Die religiöse Ratlosigkeit zeigt sich darin, dass man das frohe Evangelium nicht mehr kennt. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Vor Kurzem besuchten mich zwei Menschen, die sagten, ich müsse dem Namen Jehovas beitreten. Ich fragte: „Warum?“ Ich habe doch einen Heiland! Kennen Sie das Evangelium? „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Doch sie sagten: „Lesen Sie hier!“ Da wurde mir ganz schwach.

Weg vom Zentrum, weg vom Kreuz Jesu – irgendetwas, das keinen Frieden gibt. Nur weg vom Heiland! Weil die Menschen dem Wort der Wahrheit nicht glauben, wird ihnen Gott kräftige Irrtümer schicken.

Das sind die Kennzeichen einer sich auflösenden Zeit: die Ratlosigkeit des Menschen auf allen Gebieten. Wie lange diese letzte Zeit dauert, weiß ich nicht. Die Bibel sagt nichts darüber.

Lasst euch nicht verwirren, aber macht die Augen auf und seht, dass Jesu Verheißungen heute an dieser Welt erfüllt werden.

Die Endzeit und der Antichrist

Und wenn diese Zeit der Ratlosigkeit, diese letzte Phase ihren Höhepunkt erreicht hat, dann folgt der nächste Abschnitt, der sich deutlich abhebt: die Endzeit oder die Zeit des Antichristen.

Es ist natürlich nicht möglich, in einem einzelnen Vortrag alle Bibelstellen dazu vorzulesen. Ich habe ernsthaft in der Bibel studiert, um zu sehen, was sie über zukünftige Ereignisse sagt. Dabei wurde mir klar: Alles ist so klar, einfach und folgerichtig, dass es sogar ein Kind verstehen kann.

Die Ratlosigkeit der Menschen muss offenbar werden. Sie wollen ohne Heiland leben. Nun müssen sie erkennen, dass sie ohne ihn nichts tun können. Und wenn die Ratlosigkeit ihren Höhepunkt erreicht, dann kommt der Antichrist.

Ich spreche hier von diesem Abschnitt der Endzeit. Es ist mir sehr wichtig, die Christen unserer Zeit innerlich auf diese antichristliche Endzeit vorzubereiten. Denn die Bibel sagt: Wenn die Ratlosigkeit vollkommen ist, dann erscheint ein Weltdiktator. Er verkündet, dass jetzt er die Dinge in die Hand nimmt – und tatsächlich nimmt er sie in die Hand.

Die politische Ratlosigkeit beseitigt er, indem er sagt: "Mir ist alle Gewalt gegeben." Die wirtschaftliche Ratlosigkeit beseitigt er, indem er der ganzen Welt Brotkarten zuteilt. Jeder bekommt sein Quantum zugeteilt. Wer nicht gehorcht, dem wird die Brotkarte entzogen, und er kann verhungern.

So steht es in der Bibel: Wer nicht dem Antichristen folgt, kann weder kaufen noch verkaufen. Die religiöse Ratlosigkeit beseitigt er, indem er sagt: "Jeder glaubt an mich und nimmt mein Zeichen an Stirn oder Hand an. Ich bin der gottgesandte Erlöser."

Wir nennen ihn Antichrist, das heißt auf Deutsch "Gegen Christus". Unser Heiland ist von oben gekommen, aus der Welt Gottes. Die Welt hat ihn verworfen. Er ist ein Baustein, den sie nicht wollten. Nun müssen sie den Erlöser von unten haben, und die Massen werden ihm folgen.

Die Bibel spricht sehr geheimnisvoll von diesem letzten gigantischen Versuch, die Welt mit Menschenmacht zu erlösen. Sie verwendet Bildersprache, die man bedenken muss, um sie zu verstehen.

Ein Beispiel: Johannes berichtet, dass er am Ufer des Meeres stand und ein Tier aufsteigen sah. Dieses Tier hatte viele Köpfe, viele Kronen und ein gewaltiges Maul. Das klingt zunächst unverständlich.

Was bedeutet das? Das Meer steht für die Völkerwelt. Wie das Meer nie ruhig ist, so ist auch die Völkerwelt ständig in Bewegung. In Korea beginnen Konflikte, in Thailand, in Spanien – es ist immer etwas los, ähnlich wie das Meer.

Aus dieser Völkerwelt steigt einer auf, einer aus dem Volk. Unsere Zeit zeigt, dass alle großen Welterlöser der letzten hundert Jahre von unten kamen: Napoleon, der kleine Korse; Hitler, der Gefreite des Weltkriegs; Stalin, der Schuhmachersohn aus Grusinien; Chruschtschow, der Bauernsohn.

Diese Welterlöser kommen alle von unten. Das ist der erste Hinweis auf die vielen Köpfe des Tieres. In Bildersprache bedeutet das, dass dieser letzte Weltdiktator sehr klug sein wird – sieben Köpfe symbolisieren große Klugheit.

Dass er viele Kronen hat, zeigt, dass er die Macht über die Kulturwelt an sich reißen wird. Sein riesiges Maul bedeutet, dass er mit ungeheurer Propaganda alles übertönen wird. Aus allen Fernsehapparaten, Radios, von Himmelsbotschaften und Zeitungen wird seine Botschaft ertönen: Heil dem Welterlöser!

Die Massen werden ihm zujubeln. Früher habe ich nie verstanden, wie die Bibel einerseits sagt, dass die Massen ihm folgen, und andererseits, dass die Menschen vor Furcht erstarren werden.

Doch nach den letzten vierzig Jahren weiß ich, dass laute Musik und Furcht gut zusammenpassen können. Vorn die Lichtmusik, hinten die Staatspolizei! Es ist unheimlich, wie die Ereignisse unserer Zeit uns das verstehen lassen – diesen letzten großen Versuch, die Welt mit Menschenkraft zu retten.

Warum ist das wichtig für uns? Weil die Bibel deutlich sagt, dass dieser Antichrist alles ertragen wird – nur eines nicht: Christen, die sein Zeichen ablehnen, weil sie bereits ihren Erlöser haben, Jesus, der von oben gekommen ist.

Dann beginnt die letzte große Christenverfolgung. Man sollte sich darauf vorbereiten. Ich weiß nicht, ob man dann noch die Chance hat, seinen Heiland zu finden, oder ob man im Strom der Propaganda untergeht.

Viele Christen werden sagen: "Ja, Heil Antichrist, ich kann ja nebenbei noch an Jesus glauben." Das wird aber nicht möglich sein.

Wir gehen mit Riesenschritten auf die Zeiten dieses letzten großen Weltdiktators zu. Die Bibel nennt diese kurze Zeit des Antichristen die Mitternachtsstunde der Weltgeschichte – die Mitternachtstunde.

Das ist folgerichtig: Die Welt wird ratlos sein, und dann muss jemand kommen, der es noch einmal versucht, die Welt zu erlösen.

Wenn er auf dem Höhepunkt seiner Macht ist, folgt der nächste Abschnitt: Jesus kommt wieder. Darauf warten die Christen. Jesus wird so zurückkehren, dass es jeder sieht und merkt.

Die Bibel kennt keine heimliche Wiederkunft Jesu. Er kommt in den Wolken des Himmels, und alle Geschlechter auf Erden werden ihn sehen.

Die Wiederkunft Jesu als Hoffnung der Christen

Und sehen Sie, die wahre Hoffnung der Christen richtet sich auf die Wiederkunft Jesu. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie mein Herz jauchzt, wenn ich daran denke, dass Jesus wiederkommt.

Ich möchte Ihnen erklären, warum ich so froh darüber bin. Es gibt verschiedene Gründe. Der Hauptgrund ist folgender: Seitdem ich Jesus kenne, liebe und weiß, dass er alles in unserem Leben und in der Familie neu machen kann, dass es dort, wo Jesus ist, schön ist, quält es mich, wie sehr Jesus verachtet wird.

Es ist unheimlich, wie verachtet Jesus ist. Gestern stand ein junger Mann draußen und sagte: „Jesus bin ich“, und kein Lichtstrahl vom Himmel traf ihn. Jeder dumme Junge kann über Jesus spotten, und Gott schweigt dazu. Das tut mir weh. Ich weiß, wie herrlich Jesus ist, ich weiß, dass ihm alle Gewalt gegeben ist. Und trotzdem darf jeder dumme Junge ihn verspotten.

Das schneidet uns oft durchs Herz. Doch dieses Spotten ist nicht das Schlimmste. Viel schlimmer ist die Gleichgültigkeit der Welt gegenüber Jesus. Wie viele Männer gibt es hier in den Ortschaften des Schaumburgischen Landes, denen Jesus völlig gleichgültig ist, die nicht einmal in Erwägung ziehen, seinem Ruf zu folgen, die sich nie beunruhigt haben darüber, dass der Sohn Gottes für sie starb.

Sehen Sie, es tut mir weh. Ich möchte die Welt rufen und sie zu Jesus führen, aber ich kann es nicht. Deshalb freue ich mich auf den Tag, an dem auch der blindeste und dümmste Mensch erkennt, wer eigentlich Herr der Welt ist. Dann kommt Jesus wieder. Dann brauchen wir nicht mehr zu reden. Dann redet er.

Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freude springen. Sie wacht und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel, prächtig, in Gnade stark, in Wahrheit mächtig.

Wir haben sie gehört, die Wächter singen. Wenn die Christenverfolgung kommt, werden die Christen nur noch ausrufen: „Herr Jesus, komm bald!“ Und er wird kommen.

Wenn ich das Weltleuten sage, antworten sie oft: „Ach, Pastor Busch, darauf warten die Christen seit zweitausend Jahren.“ Ich sage dann: „Wenn es sein muss, warten wir noch einmal zweitausend Jahre, aber es kommt.“

Das glaube ich. Wenn sie es nicht glauben, sage ich nur: „Dann warten wir es einfach ab.“ Verstehen Sie, diese Dinge sind keine Diskussionsgegenstände, sondern sie stehen im Wort Gottes. Und wer sie nicht glaubt, dem sage ich: „Dann warten wir ab, ob du Recht hast oder Gottes Wort.“

Das heißt einfach: Abwarten.

Persönliche Erfahrungen mit der Wiederkunft Jesu

Ich weiß, dass Jesus wiederkommt. Ich möchte Ihnen noch einmal eine Geschichte erzählen, bei der mir die Wiederkunft Jesu zum ersten Mal in meinem Leben richtig groß wurde.

Vor dreißig Jahren war ich Pfarrer in Essen, in einem Bezirk, der ganz gottlos war. Dort gab es aber keinen Gleichgültigkeit, sondern Hass. Wenn ich in ein Haus kam, um Besuche zu machen, hieß es oft: „Wir brauchen keine Pfaffen!“ und dann schlugen sie die Tür zu. Aber ich stellte immer schon den Fuß in die Tür, sodass sie nicht ganz zuging. Dann sagte ich: „Sie haben Recht, wir brauchen keine Pfaffen. Aber einen Heiland brauchen wir, und von dem will ich mit Ihnen reden.“

Wie oft haben sich die Bergleute verabredet, mich zu verprügeln, und haben mir aufgelauert. Aber ich bin immer mit dem Leben davongekommen, wie Sie sehen – ich bin noch da.

Damals hatte ich keine Kirche und keine Gemeindestätte. In diesem riesigen Bezirk zwischen Fördertürmen, Mietskasernen, Russ, Dreck, Armut und Kneipen hatte ich nur einen ganz kleinen Saal. Wenn man die Tür aufmachte, war man schon drin, und wenn man rausging, war man gleich draußen.

In diesem kleinen Raum verteilte ich zehntausend knallrote Handzettel, auf denen stand: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn gab. Nun kommen Sie zur Bibelstunde.“

Zuerst kamen fünf Leute, dann sechs, und schließlich wurde das Sälchen voll. Da war ein ganz anderes Gedränge als hier. Irgendwie war da mehr Luft. Ich wäre froh gewesen, wenn ich so einen Raum gehabt hätte.

Eines Tages wurden wir schrecklich gestört. Zuerst spielten sie mit Konservendosen Fußball, sodass man kein Wort verstehen konnte – auch vor der Tür nicht. Dann warfen sie Steine auf die Fensterläden. Wir konnten die Fenster nicht öffnen, weil sie uns sonst die Scheiben eingeworfen hätten.

Stellen Sie sich die Stimmung in dem Raum vor! Plötzlich trat jemand gegen die Tür, dann wurde es still. Ich hörte Schritte weglaufen. Ich dachte, jetzt haben sie eine Bombe geworfen. Ich stürzte zur Tür und riss sie auf.

Dort lag in einer Pfütze ein eisernes Kruzifix. Das hatten sie irgendwo abgerissen und mir an die Tür geworfen. Dann fiel es in die Pfütze. Ein Bild!

Dieser düstere Platz mit den Laternen, der Regen, die Mietskasernen im Hintergrund und das Bild des gekreuzigten Heilandes in der Pfütze – ich sah es vor mir. Es war, als würde Gott sagen: „Was kann ich noch tun? Jetzt gebe ich ihm das Letzte, meinen Sohn, und der bezahlt für alle Sünder. Sein Herz bricht aus Liebe am Kreuz.“ Und dann nimmt der Mensch das Bild dieser Liebe und wirft es direkt weg.

Ich habe rot gesehen und dachte: „Herr, die Welt kann nur noch im Feuer untergehen.“ Aber es ging nichts unter. Es wurde still. Im Hintergrund lachten ein paar Kerle, die mich sahen, und hinter mir stand das erschrockene Gemeindlein.

Da fiel mir ein: Jesus kommt wieder. In den Wolken des Himmels, die Schleier zerreißen. Wir leben in einer dreidimensionalen Welt, aber es gibt mehr Dimensionen. Jesus ist jetzt schon hier, wir sehen ihn nur nicht. Die Schleier zerreißen, und die ganze Welt sieht ihn. Dann jauchzen die Kinder Gottes, die ihm gehören.

Mitten in das antichristliche Reich bricht Jesus herein.

Ich kann nicht aufhören, von der Wiederkunft Jesu zu reden. Das ist sehr wichtig. Bin ich laut genug da hinten? Verstehen Sie mich? Oh, fein, bin ich zu laut? Auch gut, gut. Man tut, was man kann. Ja.

Die drei Kommen Jesu und ihre Bedeutung

Jesus kommt dreimal zu uns – dreimal. Das ist Gottes letztes Wort. In der Bibel steht, dass Jesus Gottes in Fleisch gewordenes Wort ist, und zwar Gottes letztes Wort. Nachdem Gott manchmal geredet hat, heißt es im Hebräerbrief Kapitel 1, dass er am Ende mit uns durch seinen Sohn geredet hat. Jesus ist Gottes letztes Wort.

Wenn ich mit jemandem ein Geschäft mache und mein letztes Wort gesagt habe, dann kommt nichts mehr danach – vorausgesetzt, ich bin kein Hampelmann, und ich bin keiner, glauben Sie mir. So bleibt das letzte Wort bestehen. Jesus ist Gottes letztes Wort. Wer Jesus nicht in sein Leben aufnimmt, dem hat Gott nichts mehr zu sagen.

Wenn die Gerichte kommen, schreien manche vielleicht zu Gott, doch er hat ihnen nichts mehr zu sagen. Jesus ist Gottes letztes Wort an die Welt. Er bringt Heil und Frieden für alle. Sie können bei ihm alles finden, was sie brauchen. Er klopft an ihr Herz. Nehmen sie ihn auf oder nicht, machen sie es ernst mit ihm oder nicht – Gott hat ihnen danach nichts mehr zu sagen.

Darum kommt Jesus dreimal zu uns, weil das so wichtig ist. Das erste Mal kam er vor zweitausend Jahren im Fleisch. Da brach er durch die Mauer einer anderen Dimension und wurde Mensch. Das feiern wir an Weihnachten. Seht das Licht in seiner Krippe! Er ruft dich und mich zu sich.

Das ist das erste Kommen Jesu: Er wurde Mensch, hing am Kreuz, zahlte für uns, wurde Opferlamm, ist auferstanden und dann weggegangen.

Das zweite Kommen Jesu geschieht im Heiligen Geist. Er sagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Jesus kommt zu allen seinen Freunden. Das ist ein Kommen im Geist. Wer seine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem wird er eingehen. Ob das wohl in diesen Tagen bei Menschen geschieht, ob sie die Tür öffnen?

Das dritte Kommen Jesu ist endgültig, wenn er wiederkommt in Herrlichkeit. Das erste Kommen war damals, das zweite ist jetzt, und das dritte Kommen steht noch bevor.

Dann wird Jesus, ach, er wird den Antichristen wegfegen mit dem Hauch seines Mundes. Die Bibel sagt darüber nur eine einzige Zeile. Für meinen Heiland ist das alles Spucke – diese ganze Macht der Welt, die sich aufgeplustert hat. Da wird jeder froh sein, wenn er das Zeichen des Antichristen nicht angenommen hat.

Das Tausendjährige Reich und die Herrschaft Jesu

Und nun regiert Jesus tausend Jahre auf der Erde. Das ist der Abschnitt, der jetzt beginnt: das sogenannte Tausendjährige Reich, in dem Jesus als König auf der Erde herrscht.

Ich finde das sehr folgerichtig und einleuchtend. Man kann sagen, das versteht sogar ein Kind. Die Ratlosigkeit nimmt in der letzten Zeit zu. Es ist der letzte Versuch der Menschheit, sich ohne Gott zu retten – durch den Antichristen. Doch dann kommt Jesus wieder. Jetzt muss Jesus zeigen, ob er regieren kann.

Alle bisherigen Regierungssysteme haben versagt. Nun muss Jesus regieren – und er kann es. Also sehen Sie, in meinem Haus regiert Jesus.

Ein Mann aus einer wohlhabenden Gegend sagte einmal zu mir: „Pastor Busch, Sie haben es gut.“ Ich antwortete: „Ja, das stimmt, aber Sie müssen nicht so angeben.“ Er entgegnete: „Mann, Sie haben es doch viel besser! Ich bin schon älter und habe überall Schmerzen, Sie sind noch jung, noch keine vierzig. Außerdem fahren Sie einen Mercedes 220, ich einen Wagen, der schon acht Jahre alt ist. Drittens verdienen Sie viel mehr als ich. Viertens, fünftens, sechstens – hören Sie auf, anzugeben.“

Darauf sagte ich: „Sie haben es gut, bis Sie wieder in Ihre Familie zurückkommen.“ Er antwortete: „Ach, da haben Sie recht.“

Weder die Schätze der Welt noch ein schönes Auto machen ein Leben reich. Reich wird ein Leben erst, wenn Jesus es regiert und erlöst. Das kann man besonders in der Familie erfahren.

Ich habe ein Ehepaar gekannt, das beide total gottlos war – bewusst gottlos. Sie wollten beweisen, dass gottlose Menschen eine gute Ehe führen können. Nach einem Jahr kam der Mann zu mir, ein kräftiger Kerl, Fritz, ich sehe ihn noch vor mir. Er war am Boden zerstört und sagte: „Pastor Busch, ich will Frieden mit Gott.“

Ich fragte: „Du hast doch öffentlich Vorträge gehalten, dass es keinen Gott gibt. Wie kannst du jetzt Frieden mit Gott wollen?“

Er antwortete: „Gegen meine Vernunft hat Gott sich mir bewiesen. Alles ist schiefgelaufen: Meine Familie ist zerbrochen, mein einziges Kind ist gestorben, meine Frau streitet mit mir, ich habe sie geschlagen, sie hat mir das Gesicht zerkratzt. Ich habe gemerkt, ohne Gott geht alles schief. Ich kapituliere vor ihm.“

Er wollte sich versöhnen, doch die Frau war giftig. Eine nette junge Frau, aber ich wusste nicht, dass Frauen so giftig sein können. Das hatte ich bei meiner Frau nie erlebt. Sie wollte nicht mehr, und er auch nicht.

Ich kann es nicht lange erzählen, aber nach einem Jahr kamen beide unter Jesu Kreuz und lernten zu sagen: „Wir haben gesündigt.“

Damit fängt es an – dass ein Mensch sagt: „Mein Leben war schuld.“ Vorher sagen sie: „Die Frau ist schuld“ oder „Der Mann ist schuld.“

Es gibt einen netten Scherz: Strecken Sie Ihre Hand aus und zeigen Sie mit dem Zeigefinger auf jemanden, der schuld ist. Dann zeigen drei Finger auf Sie selbst. Probieren Sie es aus. Diese drei Finger sagen: „Du bist schuldig vor Gott.“ Verstehen Sie?

Darum wird einem Menschen nur geholfen, wenn er lernt zu sagen: „Ich habe gesündigt.“

Jetzt haben sie das gesagt und kamen unter Jesu Kreuz. Dort fanden sie Frieden. Dann haben sie wieder geheiratet – ich habe sie noch einmal getraut. Davor hatten sie gar keine Trauung.

Danach wurde es eine schöne Ehe. Es gab Schwierigkeiten, aber Jesus regierte.

So habe ich gelernt, dass Jesus regieren kann.

Und nun sage ich: Wenn Jesus nach seiner Wiederkunft auf der Erde regieren wird, dann muss das eine schöne Zeit sein. Er regiert heute hier und dort und zeigt, was er kann.

Meine Freunde, alles wird sich zeigen. Jesus kann regieren. Und was wird das für eine Zeit sein, wenn Jesus König auf Erden ist?

Ja, ich muss weitermachen.

Das letzte Aufbegehren und das Weltgericht

Nach dem tausendjährigen Reich sagt die Bibel, dass es danach zu einer großen Ratlosigkeit kommt. Es ist ein gottloser letzter Versuch. Jesus muss zeigen, dass er regieren kann. Nach diesen tausend Jahren wird die glückliche Menschheit noch einmal auf die Probe gestellt, ob sie sich wirklich geändert hat.

Dann stellt sich heraus, dass sich die Herzen auch unter Jesu Herrschaft nicht verändert haben. Es kommt zu einem letzten großen Aufstand gegen Gott. Und dann folgt das Ende der Welt.

Die Bibel spricht noch ganz kurz davon: Der Teufel wird losgelassen, es gibt einen Aufstand gegen Gott, und dann kommt das Ende dieser Welt. Nicht nur dieser Erde, sondern auch der Milchstraßensysteme vergehen. Diese ganze sichtbare Welt, so wie sie jetzt ist, zerbricht.

Gott sprach einmal ein Wort: „Es werde“ – und die Welt wurde. Und er spricht ein Wort: „Vergeh“ – und die Welt vergeht.

Nun kommt das Merkwürdige: Die Bibel beginnt ganz feierlich, und ich kann es nur wörtlich so sagen: „Und ich sah einen großen weißen Thron. Und darauf saß einer. Und ich sah die Toten, beide, klein und groß, stehen vor Gott. Und Bücher wurden aufgetan, und die Toten wurden gerichtet nach ihren Werken in den Büchern. Und wer nicht geschrieben war im Buch des Lebens, der wurde in den feurigen Pfuhl geworfen.“

Ich sage es wörtlich, denn ich habe Respekt vor der Bibel. Gottes Wort sagt: „Meine Freunde, unser Herz schreit nach dieser Stunde des Weltgerichts.“ Es gibt so viele ungelöste Ungerechtigkeiten in der Welt, dass unser Herz danach schreit, dass es endlich einen großen Ausgleich gibt. Geduld ist gefragt.

Unser Herz fürchtet sich davor, und man läuft dagegen Sturm. Einer meiner Jungen erzählte mir, dass er mit Arbeitskollegen sprach. Er fragte: „Glaubst du daran?“ – „Ja“, sagte der Kollege.

„Denk mal, wie viele Menschen gelebt haben, Millionen Menschen, und jeder soll einzeln gerichtet werden von Gott selbst. Was denkst du, wie lange das dauert?“ Da antwortete der junge Mann nur: „Wir haben dann ja auch endlos viel Zeit. Es liegt dann nichts anderes mehr vor.“

Einer fragte mich: „Die Welt vergeht, und auf einmal ein weißer Thron – wo steht der?“ Ich sagte: „Das lass deine Sorge sein. Kümmere dich lieber darum, dass du vor dem Thron stehen wirst.“

„Ich glaube es nicht“, schrie mich neulich im Krankenhaus einer an. Da habe ich gesagt: „Wir warten es ab, wir warten es ab. Die Wirklichkeit des Wortes Gottes wird durch unseren Unglauben nicht aufgehoben.“

Dann gibt es unter uns nur noch eine Frage: Steht mein Name im Buch des Lebens oder nicht? Und weil das am Ende die eine Sorge ist, sollte es heute auch unsere Sorge sein.

Wir sind ja so dumm, dass wir tausend Sorgen haben, aber das eine, was wirklich Not tut, nicht bedenken: Steht mein Name im Buch des Lebens?

Da sagt mir einer: „Das kann man doch nicht wissen.“ Meine Freunde, Jesus ist gekommen, um die Sünde anzunehmen. Sein Geist kann unserem Geist Zeugnis geben, dass wir Vergebung der Sünden haben und Kind Gottes sind. Und dass man es wissen kann: Ich stehe im Buch des Lebens.

Das Evangelium ist frohe Botschaft. Und wenn ich Sie bitte, beschwöre und berufe: Kehren Sie auf Ihrem Wege um, tun Sie Buße, sagen Sie: „Ich habe gesündigt“, gehen Sie zu Jesus – wenn ich Sie beschwöre, dann geht es hier um die Ewigkeit.

Jesus schreibt den Namen ins Buch des Lebens, Jesus.

Ich sage noch einmal: Es kommt die Stunde, wo Sie keine andere Frage mehr haben, als: Stehe ich da drin? Dann sollte es heute unsere Hauptsorge sein, dass mein Name aufs Beste ins Buch des Lebens eingetragen wird.

Und bindet meine Seele feinfest in schöne Bündel, die im Himmel grünen und vor dir leben frei.

Aufruf zur Umkehr und Ermutigung für Christen

Aber meine Freunde, achtet darauf, dass ihr selig werdet. Lasst euch ja nicht retten von dem verkehrten Geschlecht, so sagt die Bibel. Und diejenigen, die schon einen Anfang gemacht haben, die sich einmal bekehrt haben – ich sage immer wieder: Macht einen neuen Anfang.

Unsere Zeit braucht Christen, die jauchzen können und sagen: Ich bin angenommen, ich bin jetzt schon gerettet. Ich habe das Gericht Gottes hinter mir. Ich habe gesagt: Ich habe gesündigt, ich habe Gottes Gericht hinter mir, mein Name steht im Buch des Lebens. Ja, meine Freunde, dann endet es.

Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn die erste Erde und der erste Himmel vergingen. Damit endet ein Blick auf den neuen Himmel und die neue Erde. Wenn ihr die beiden letzten Kapitel der Bibel lest, in denen der neue Himmel und die neue Erde beschrieben sind, ist das wie ein modernes surrealistisches Gemälde. Man spürt, dass Farben und Worte nicht ausreichen, um die Herrlichkeit einer ganz neuen Welt ohne Satan und ohne Sünde zu zeigen.

Und ich sage noch einmal: Wer das für ein Traumgebilde hält, der überlege, wie folgerichtig sich alles entwickelt. Ein Kind kann es begreifen. Die Ratlosigkeit nimmt zu in der letzten Zeit. Ein letzter Weltdiktator reißt die Welt heraus und versucht es trotz allem gegen Gott – antichristliche Zeit. Jesus muss zeigen, dass er regieren kann: seine Wiederkunft, sein Reich und das letzte Weltgericht.

Dann kommt Gott zum Ziel: neuer Himmel, neue Erde. Das ist einleuchtend. Ich habe manches weggelassen, was nicht so wichtig ist. Es ist wichtig, dass wir diese großen Linien kennen.

Und nun lasst mich einen Schlussstrich darunter ziehen.

Zwei Gruppen am Ende der Zeit: Verlorene und Gerettete

Was mich bei diesem gewaltigen Bild immer wieder so tief beeindruckt, ist, dass die Bibel am Ende ganz nüchtern nur zweierlei Leute kennt: Verlorene und Gerettete.

Lasst mich ein Wort zu den Verlorenen sagen. Es hatte einmal jemand gespottet: „Das muss ja ein komischer Gott der Liebe sein, der Millionen Menschen in die Hölle wirft.“ Daraufhin erhielt er die Antwort: „Du irrst. Gott wirft nicht Millionen Menschen in die Hölle, sondern den Weg wählen wir uns selber.“

Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Darum bietet er ihnen das Heil in Jesus an, egal ob sie ungläubig sind, bis zum Hals in Sünde stecken oder trotz allem widerstreben. Jesus, der am Kreuz alle Sünde vergeben kann, wartet auf sie.

Gott bietet das Heil jedem an, jedem Einzelnen. Er fragt nicht: Bist du katholisch, evangelisch, jüdisch oder muslimisch? Bist du ungläubig oder gläubig? Jesus will sie alle haben. Kehren sie um, geben sie ihm ihr Herz, und sie sind gerettet.

Sagen sie: „Ich habe gesündigt, Herr, ich werfe meine Sünden unter dein Kreuz und gebe mein Leben dir“, dann sind sie ins Licht gekommen. Gott will, dass allen Menschen geholfen werde. Deshalb wählen wir die Hölle selbst.

Die Hölle ist kein Phantasiegebilde mit Flämmchen, Pfannen und Teufeln, sondern lediglich der Ort, wo Gott nicht mehr hinschaut. Du kannst in Ewigkeit gottlos sein – das ist die Hölle.

Dort kannst du philosophieren, trinken, sündigen und freche Reden führen, so viel du willst. Aber eines kannst du nicht mehr: umkehren, Kind Gottes werden und Frieden finden. Wir gehen mit unserer Friedlosigkeit den Weg, den wir selbst wählen.

Es liegt in unserer Hand, ob wir Gottes Heil annehmen wollen. Das macht den ungeheuren Ernst einer Evangelisation aus.

Ich freue mich, dass hier viele Menschen sind – nicht, damit ich viele Menschen vor mir habe, sondern weil es mir auf der Seele brennt, wie viele Menschen verloren gehen. Ich möchte, ich könnte Ihnen viel eindrücklicher sagen, wie schön es ist, Jesu Eigentum zu sein.

Man ist nicht erst in Ewigkeit gerettet, sondern hier schon in eine herrliche Kindschaft bei Gott geraten. Bei Jesus ist es einfach schön, einfach schön.

Ich rede aus Erfahrung, meine Freunde: Ich war gottlos und bin Christ geworden. Ich hatte gemeint, die Sünden der Welt wären schön und lockten schrecklich. Aber bei Jesus ist es schön. Unter seinem Kreuz ist es schön.

Seine Schuld abladen dürfen, Frieden mit Gott haben, einen Helfer haben, Freude haben, die Gewissheit des ewigen Lebens – bei Jesus ist es schön.

Wenn er rettet, dann rettet er vom Moment an, in dem sie ihm gehören.

Abschluss und Beantwortung von Fragen

Und nun muss ich eigentlich schließen. Es ist nur so, dass mir noch zwei Fragen gestellt worden sind, und das gehört eigentlich nicht mehr zum Vortrag. Diese möchte ich aber noch kurz beantworten.

Mein Vortrag ist also zu Ende, nicht wahr? Und wer nun an der Reihe ist, darf gehen. Aber die zwei Fragen will ich mit ein paar Sätzen beantworten.

Die erste Frage, die mir gestellt wurde, lautet: Was geschieht mit den Menschen, wenn sie jetzt sterben, bis zum Tag der Auferstehung, in dieser Zwischenzeit? Dazu sage ich: Ich bin ja nicht Gottes Geheimsekretär, nein, das bin ich nicht. Aber ich möchte Ihnen sagen, was die Bibel ganz deutlich sagt.

Wer Jesus gehört, über den hat der Tod keine Macht. Jesus sagt: Wer an mich glaubt, der wird nimmermehr sterben. Wer sich wirklich zu Jesus bekehrt hat und nun kommt der Tod – mit 63 Jahren hat man nicht mehr sehr viel Lebenszeit vor sich – der weiß im Augenblick, in dem er hier die liebste Hand loslässt und die Augen schließt: Ich erwache am Angesicht meines Heilandes.

Die Bibel sagt: „Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.“ Über jene, die hier zum Leben gekommen sind, indem sie dem Herrn des Lebens gehören, hat der Tod keine Macht mehr. Der Tod lebt davon, dass er die Sünde richtet. Habe ich Vergebung meiner Sünde, hat der Tod keine Macht mehr.

Darum gehen die Kinder Gottes nach Hause. Sie sterben nicht mehr, sie gehen nach Hause. Was aber mit den anderen geschieht, bis zum Tag des Gerichts, das weiß ich nicht. Wer nicht ein Kind Gottes ist, nicht wiedergeboren wurde und nicht zum Leben kommt, was mit ihm bis zum Tag der Auferstehung geschieht, weiß ich nicht, und die Bibel sagt es nicht klar.

Es ist ja auch gar nicht wichtig, dass ich das weiß. Wichtig ist, dass ich weiß: Jesus hat dem Tod die Macht genommen, und wer ihm gehört, der ist dem Tod entrissen. Was geht mich das an? Die Bibel sagt: Wer ohne Herrn lebt, der ist wie Spreu, die der Wind zerstreut. Wo der Herr die Spreu aufbewahrt, interessiert mich auch nicht.

Ich rufe Sie zum Eifer auf!

Die zweite Frage war: „Pastor Busch, ich habe mich vor drei Jahren klar zu Jesus bekehrt und sehe mit Schrecken, wie mächtig noch die Sünde in meinem Leben ist. Gehöre ich jetzt nicht mehr dem Herrn?“ Dazu habe ich gesagt: Passen Sie mal auf, Sie kennen die Geschichte vom verlorenen Sohn, oder? Der kam aus dem Drecksleben nach Hause und sagt: „Vater, ich habe gesündigt.“ Und er wird angenommen, es gibt ein Freudenfest, und er ist zu Hause.

Jetzt stelle ich mir vor: Am nächsten Morgen kommt der verlorene Sohn zum Frühstück. Da steht schönes Porzellan, Marmeladendose, Butterdose – das ist er gar nicht mehr gewohnt nach dem Leben bei den Schweinen, im Schweinetruch. Und darum passiert es ihm, dass er ungeschickt ist und die Kaffeetasse runterschmeißt.

Und während sie runterfällt, flucht er noch tüchtig, so wie er es bei den Schweinen gewohnt war. Sagt der Vater jetzt: „Raus, geh wieder zu deinen Schweinen!“? Nein. Angenommen ist angenommen, heimgekommen ist heimgekommen. Der Vater legt ihm die Hand auf die Schulter und sagt: „Komm, wir fluchen nicht, und wir schmeissen nicht mit Kaffeetassen um uns. Du musst dich ein bisschen an die Sitten des Hauses gewöhnen.“

Das nennt man Heiligung, nicht wahr? Aber angenommen ist angenommen. Du wirst jetzt Sohn werden. Du musst um dich kämpfen, aber auf dem Boden des Vaterhauses.

Ruhen Sie nicht, bis Sie das innere Zeugnis haben. Im Römerbrief steht: Der Geist gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Man darf seines Heils gewiss sein und sich täglich im Blut Jesu waschen.

Wenn nur vollkommene Leute die Kinder Gottes wären, dann würde keiner in den Himmel kommen. Begnadigte Sünder, in denen der Heilige Geist anfängt zu wirken, das sind die Kinder Gottes.

So, und nun muss ich schließen.