Zum Inhalt

Shilo und der Friede des Messias

1. Samuel (Vers-für-Vers), Teil 2/42
15.03.20221. Samuel 1,1-8
SERIE - Teil 2 / 421. Samuel (Vers-für-Vers)
Shilo ist ein besonderer Ort, der Ort der Wohnung Gottes und des Opfers. Welche Rolle spielt Shilo in der Bibel und der Heilsgeschichte?

Guten Morgen, ich möchte alle herzlich begrüßen, insbesondere auch diejenigen, die uns jetzt direkt über den Livestream zugeschaltet sind.

Heute Morgen kommen wir zum ersten Kapitel im Buch Samuel. Ich lese nochmals ab Vers 1:

Es war ein Mann aus Ramataim Zophim vom Gebirge Ephraim. Sein Name war Elkana, der Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tochhus, des Sohnes Zufs, ein Ephratiter. Er hatte zwei Frauen: die eine hieß Hanna, die andere Penina. Penina hatte Kinder, aber Hanna war kinderlos.

Dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um dem Herrn der Hirscharen in Chilo zu opfern und ihm zu dienen. Dort waren die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinehas, Priester des Herrn.

Es geschah an dem Tag, als Elkaner opferte, dass er seiner Frau Penina und allen ihren Söhnen und Töchtern Stücke gab. Hanna aber gab er ein doppeltes Stück, denn er liebte sie.

Doch der Herr hatte ihren Mutterleib verschlossen. Ihre Widersacherin kränkte sie sehr, um sie aufzuregen, weil der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte. So wie er es Jahr für Jahr tat, so kränkte Penina sie, so oft sie zum Haus des Herrn hinaufzog.

Hanna weinte und aß nicht. Ihr Mann Ilkana sprach zu ihr: „Hanna, warum weinst du? Warum isst du nicht? Warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?“

Historischer Hintergrund und Bedeutung von Shiloh

Bis dahin

Wir haben gestern in der Einleitung zum Ersten Buch Samuel gesehen, welche große Bedeutung der Ort Shiloh hatte. Es war der Ort des Zentralheiligtums für die zwölf Stämme Israels. Wir stehen jetzt am Ende der langen Periode der Richter. Shiloh war der Ort der Anbetung seit der Eroberung des Landes unter Josua. Schließlich wird dies in Josua 18 beschrieben. Dort ließ man die Stiftshütte in Shiloh aufrichten.

Wir haben gestern bereits gesehen, dass diese Ortschaft in den vergangenen Jahren ausgegraben wurde. Man hat den heiligen Platz der Stiftshütte dort entdeckt, ebenso die alten Stadtmauern. Wenn ich von Stadtmauer spreche, meine ich eine ganz imposante, mächtige Mauer. Mehrere Steinreihen sind noch erhalten. Außerdem gibt es ein massives Glacis. Das ist eine Aufschüttung zusätzlich zur Mauer, die eine zweite Sicherung darstellte, falls eine Armee die Stadt angreifen wollte. Auf dem Glacis befand sich jeweils die Todeszone.

So war diese Stadt also unglaublich gut geschützt. Diese Mauern stammen noch aus der kanaanitischen Zeit. Shiloh wurde auch durch die Israeliten unter Josua erobert. Man kann sich daher eindrücklich vorstellen, was das bedeutete. Übrigens wurden im Glacis Pfeilerverstrebungen gefunden, die viele Meter in die Tiefe reichen. Diese dienten dazu, den aufgeschütteten und festgeklopften Hang zu stabilisieren.

Das ist die Art, wie man auch heute im Tiefbau vorgeht. Wenn zum Beispiel am Rand einer Autobahn oder Bundesstraße ein Hang gesichert werden muss, verwendet man Betonpfeiler, um den Sturz zu verhindern. Aber vor Jahrtausenden haben das bereits die Kanaaniter gemacht.

Dennoch konnten die Israeliten Shiloh erobern. Deshalb konnte schließlich die Stiftshütte dort gebaut werden. Ich habe erwähnt, dass die Stiftshütte durch die Israeliten gesichert wurde, indem sie Mauern rund um den heiligen Bereich errichteten. Diese Mauern schlugen sie aus dem bestehenden natürlichen Felsen heraus.

Dieser natürliche Felsen verläuft entlang eines Abstands von ungefähr 28 bis 30 Metern, wie wir ausgemessen haben. Dort hatte die Stiftshütte wunderbar Platz. Die Breite des Vorhofs war auf genau 26,25 Meter festgelegt. Die Königselle ist dabei kein willkürliches Maß, sondern genau 52,5 Zentimeter.

Was ich noch anfügen wollte: Dieser Ort weist Zerstörungsspuren auf.

Die Zerstörung Shilohs als Folge von Israels Untreue

Und das wurde eben Wirklichkeit nach Psalm 78, Vers 60. In den Versen davor wird die Untreue Israels im Land beschrieben, also das, was traurige Tatsache war in der Zeit der Richter.

In Vers 58 lese ich: „Und sie erbitterten ihn durch ihre Höhen und reizten ihn zur Eifersucht durch ihre geschnitzten Bilder.“ Gott hörte es und ergrimmte, und er verachtete Israel sehr. Man kann auch übersetzen: Er verwarf Israel sehr. Er verließ die Wohnung in Shiloh, das Zelt, das er unter den Menschen aufgeschlagen hatte.

Er gab in die Gefangenschaft seine Kraft und seine Herrlichkeit in die Hand des Bedrängers. Er gab sein Volk dem Schwert preis, und gegen sein Erbteil ergrimmte er seine Jünglinge. Das Feuer fraß sie, und seine Jungfrauen wurden nicht besungen. Seine Priester fielen durch das Schwert, und seine Witwen weinten nicht.

So wurde Shiloh zerstört. Das erfolgte schließlich im Jahr 1056, dem Todesjahr von König Saul. Zu dieser Zeit gewannen die Philister den Krieg gegen Israel und konnten viel Land Israel wegnehmen. Das war eine Katastrophe, das Ende von Saul. Shiloh wurde zerstört, aber ich habe gestern erklärt, dass man die Stiftshütte vorher nach Nob evakuierte. So wurde die Stiftshütte nicht verwüstet, aber der Ort Shiloh wurde wegen des Götzendienstes verwüstet.

In 1. Samuel 1 finden wir eine Familie, die noch Treue und Liebe zum Herrn zeigte. Sie gingen jährlich nach Shiloh hinauf, um dem Herrn, dem wahren Gott, zu opfern und nicht den Götzen, wie es damals bei ihren Volksgenossen üblich war.

Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass der Name Shiloh sehr oft in der Bibel vorkommt. Wir haben hier alle 32 Stellen, etwa in Josua 18, wo die Stiftshütte aufgerichtet wird, aber auch in Kapitel 19, 21 und 22. Dann wiederholt im Buch der Richter, in 1. Samuel, in 1. Könige und wir haben Psalm 78, Vers 60 gelesen.

Ich möchte noch aus Jeremia dazulesen. In Jeremia sind wir ungefähr 600 Jahre später. Dort lesen wir von Shiloh in Kapitel 7. Das war auch eine Zeit des Götzendienstes.

Am Ende der Königszeit, hier in Samuel, sind wir am Ende der Richterzeit. Am Ende der Königszeit gibt es deutliche Parallelen. Dennoch meinten die Juden in Jerusalem in ihrem Aberglauben, sie hätten eine Sicherheit, eine Garantie gegen die Bedrohung durch die babylonische Armee. Sie glaubten, weil sie den Salomonstempel in Jerusalem hatten, wären sie geschützt.

Gott macht durch Jeremia klar: Das gibt überhaupt keine Sicherheit. Den Tempel zu haben, gibt keine Sicherheit. Der Beweis ist Shiloh: Es war damals nicht anders. Gott hat Shiloh verlassen, und der Ort wurde zerstört.

Darum sollte in der Zeit von Jeremia auch Jerusalem zerstört werden, wegen der Sünde. Der Tempel ist keine Garantie, so wie die Stiftshütte keine Garantie war.

Warnung Jeremias und die Bedeutung von Shiloh

Ich lese in Jeremia 7, Vers 11: "Ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? Ich selbst sehe es, ich habe es gesehen, spricht der Herr. Geht doch hin zu meiner Stätte, die in Shiloh war."

Das ist ein Befehl. 600 Jahre später werden die Juden aufgefordert, die Ortschaft Shiloh aufzusuchen. Warum? Um dort die Spuren der Zerstörung anzuschauen.

Noch einmal heißt es: "Geht doch hin zu meiner Stätte, die in Shiloh war, wo ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und seht." Das ist ebenfalls ein Befehl, dort diese Ruinen anzuschauen.

Und weiter: "Und seht, was ich ihr getan habe wegen der Bosheit meines Volkes Israel."

Nun, weil ihr all diese Werke getan habt, spricht der Herr, und ich zu euch geredet habe, früh mich aufgemacht und geredet habe, ihr aber nicht gehört habt, und ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt, so werde ich diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlasst, und dem Ort, den ich euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich Shiloh getan habe.

Ich werde euch wegwerfen von meinem Angesicht, so wie ich alle eure Brüder, die ganze Nachkommenschaft Ephraims, weggeworfen habe.

Auch der Begriff "Shiloniter" kommt mehrfach vor.

Wir haben dies gesehen, aber ganz wichtig ist 1. Mose 49,10, um die Ortschaft und Bedeutung von Shiloh wirklich gebührend zu erfassen.

Die messianische Verheissung in Bezug auf Shiloh

Ich lese aus den Abschiedsworten von Vater Jakob, der am Ende seines Lebens die zwölf Stammväter der zwölf Stämme segnete, 1. Mose 49.

In Bezug auf Juda sagt er in Vers 8: „Dich, Juda, dich werden deine Brüder preisen!“ Und weiter in Vers 10: „Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen, bis Shiloh kommt. Und ihm werden die Völker gehorchen.“

Hier wird verheißen, dass der Messias kommen wird, der Shiloh genannt wird, und dass er aus dem Stamm Juda kommen wird. Es war schon lange klar, dass der Messias aus der Linie von Sem kommen wird, dann über die Linie von Abraham. Dabei wurde auch geklärt, dass es nicht über Ismael, sondern über Isaak sein wird. Und bei Isaak wurde dann festgelegt, dass es nicht über die Linie von Esau, sondern über Jakob geht.

Jakob hatte zwölf Söhne, und hier wird weiter klargestellt, dass der Messias nicht über Ruben oder Naftali kommt, sondern über Juda. Außerdem wird verheißen: „Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab, bis Shiloh kommt.“ Das bedeutet, Israel würde seine nationale, staatliche Existenz nicht verlieren, bis Shiloh kommt.

Man könnte sagen: „Ja, aber die wurden doch nach Babylon deportiert.“ Jawohl, das stimmt. Aber viele Jahre lang war König Joachim in Babylon. Die Bibel berichtet auch, dass er dort aus dem Gefängnis freigelassen wurde und auf einem Thron in Babylon sitzen durfte.

Man lese den Schluss von 2. Könige. Dort wird auch gesagt, dass er eine Art Altersversorgung bekam. Nebukadnezar hat ihm sogar zugesichert, was er an Lebensunterhalt bis zu seinem Tod in Babylon erhalten sollte.

Das Faszinierende ist: Diese Lebensversicherung, die Quittung oder Garantie, wurde tatsächlich gefunden. Es handelt sich um eine Tontafel, auf der steht, wie viel Nahrung König Joachim zur Verfügung gestellt werden musste. Ich habe sie selbst gesehen. Die Tafel war lange im Museumsarchiv, bis ein großer Assyriologe, einer der bedeutendsten Archäologen des 20. Jahrhunderts, Wiseman, die Tafel nicht nur in die Hand nahm, sondern auch entzifferte. Für ihn war es eine fantastische Erfahrung, genau das Original in den Händen zu halten, das genau das bestätigt, was in 2. Chronik 24 beschrieben wird.

Wiseman war ein gläubiger Mann und berichtete, dass eine der größten Erfahrungen in seinem Leben war, als er diese Tafel in Händen hielt.

Wir lesen auch in Hesekiel 8, dass die Ältesten Israels – die immer noch Älteste und quasi Führer der Juden in Babylon waren – später wieder zurückkehren durften. Sie konnten zwar nicht mehr das Königtum aufbauen, aber die staatliche Existenz war weiterhin gegeben.

Diese Existenz hielt bis zum Jahr 70, als Jerusalem und der Tempel zerstört wurden. In der Folge, insbesondere nach dem zweiten Untergang Jerusalems im Jahr 135 durch Kaiser Hadrian, ging die nationale, staatliche Existenz Israels endgültig verloren.

Der Herrscherstab war von Juda gewichen, das Zepter war gewichen. Das bedeutet, Shiloh musste vorher gekommen sein. Ja, der Messias ist deutlich vor dem Ende der nationalen Existenz Israels gekommen – so, wie es vorausgesagt wurde.

Shiloh, der Ruhebringer, Friedensbringer.

Die Einladung des Messias und die Erfüllung der Verheissung

In Matthäus 11 lesen wir, wie Schilo zu uns Menschen spricht. Ich habe Matthäus 11 gestern nur kurz erwähnt, aber was man nicht direkt in der Bibel anschaut, nimmt man nicht gleich richtig auf.

 Matthäus 11, Vers 28: Da ruft Schilo, der Herr Jesus: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“

Also wirklich jeder wird eingeladen: Kommt her zu mir, alle! Dieses „alle“ ist sehr umfassend. Jesus hat nicht nur Israel gerufen, sondern auch die Völker. Das sagt Jakob: Bis Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorchen oder sich anschließen (siehe Fußnote).

Das Phantastische ist: Wir können jetzt zurückblicken und sehen, dass Millionen von Menschen aus allen Nationen sich nach dem nationalen Untergang Israels, an dessen Ende Schilo erschienen ist, Schilo angeschlossen haben. Sie haben sich wirklich bekehrt, ihre Schuld Gott bekannt, bereut und das Opfer Jesu für sich persönlich in Anspruch genommen.

Durch zweitausend Jahre hindurch bis heute hat sich das in wunderbarer Weise erfüllt. Die Völker werden sich ihm anschließen. So gibt es unzählige Millionen von Zeugen, die sagen können: Ich habe erlebt, der Herr Jesus bringt wirklich zur Ruhe und gibt inneren Frieden.

Deshalb können wir mit Paulus sagen, Römer 5, Vers 1: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“

Der Frieden des Messias im Leben der Gläubigen

Ich möchte noch auf etwas hinweisen: Dieser Friede mit Gott entsteht grundsätzlich, wenn man sich bekehrt. Im praktischen Leben kann man jedoch immer noch viele Beunruhigungen erleben.

Dazu möchte ich einen wichtigen Vers aus dem Johannesevangelium anführen, der im Zusammenhang mit dem Thema Shiloh bedeutend ist. In Kapitel 14, Vers 27 sagt der Herr Jesus: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, seid auch nicht furchtsam.“

Der Herr Jesus sagt also: Frieden lasse ich euch. Diesen Frieden hat er uns hinterlassen, indem er durch das Blut seines Kreuzes Frieden geschaffen hat, wie im Kolosserbrief beschrieben wird. Jetzt haben wir Frieden mit Gott durch den Glauben. Aber zusätzlich sagt der Herr Jesus: Meinen Frieden gebe ich euch. Meinen Frieden meint den Frieden, den er als Mensch hier auf der Erde in seinem Herzen empfunden hat. Trotz aller Schwierigkeiten und Nöte spürte er diesen inneren Frieden.

Ich möchte nun noch einmal zurück zu Johannes gehen, aber auch zu Matthäus. Dort habe ich bei Vers 28 eingesetzt, doch zuvor muss ich noch etwas erklären. In den vorangehenden Versen sehen wir, wie traurig der Herr Jesus darüber ist, dass die Städte, in denen er am meisten gewirkt hatte, ihn abgelehnt haben. Diese drei Ortschaften am Nordende des Sees Genezareth – Chorazin, Bethsaida und Kapernaum – bilden das sogenannte Evangelien-Dreieck.

Die Masse hat ihn und seine Botschaft abgelehnt, und er spricht: „Wehe, wehe!“ In jener Zeit schreibt Matthäus in Kapitel 11, Vers 25: „Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn und wem der Sohn ihn offenbaren will.“

Jesus sieht diese traurige Ablehnung, doch zu jeder Zeit, wenn ausdrücklich gesagt wird, betet er: „Ich preise dich, Vater.“ Er hatte diesen Frieden in seinem Herzen und konnte sagen – Vers 28: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben.“

Wir haben oft das Problem, dass wir eigentlich „Nein, Vater“ sagen, es aber nicht aussprechen. Bei Jesus bewirkte dies eine so tiefe innere Ruhe, auch in dieser ruhelosen Zeit der Welt.

Er gibt uns diesen grundsätzlichen Frieden mit Gott, der unerschütterlich ist und nicht von unseren Gefühlen abhängt. Zusätzlich schenkt er uns seinen eigenen Frieden: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Diesen Frieden gibt er uns immer wieder ins Herz, sodass wir in Zeiten der Beunruhigung und des Aufgewühltseins erneut den Frieden empfinden dürfen, den er selbst erfahren hat.

Das ist Shiloh – ein herrlicher Name. Wenn man diesen Namen wertschätzt, schätzt man auch alle Stellen in der Schrift umso mehr, die über den Ort Shiloh, den Ort der Wohnung Gottes und des Opfers Gottes, berichten. Denn all das weist auf den Herrn Jesus hin, der durch sein Opfer Frieden mit Gott geschaffen hat. Er ermöglicht es Gläubigen, diesen Frieden in der Gemeinschaft zu genießen. Man denke an das Eintreten der Priester in das Heilige der Stiftshütte.

All dies ist in ihm begründet. Wohl uns, wenn wir solche Shiloniter sind – so werden Menschen genannt, die in Shiloh wohnten. Dieser Ausdruck kommt fünfmal vor. Jeder, der sagen kann: „Ja, ich habe Frieden mit Gott durch Glauben und erfahre immer wieder, wie der Herr Jesus mir seinen Frieden gibt“ (Johannes 14,27), kann sagen: Ich bin ein Schiloniter oder eine Schiloniterin.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Noch mehr Inhalte von Roger Liebi gibt es auf seiner Webseite unter rogerliebi.ch