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Gottes wahre Lieblingskleidung (ein Rock?)

27.07.2025

Einführung in das Thema und Predigtanliegen

Ich habe einen im gewissen Sinne provokanten Predigtitel gewählt. Nun, ich lese mal vor, und dann lasst euch ein Stück weit darauf ein. Ihr werdet sehen, dass das Ganze im Verlauf der Predigt hoffentlich eine Ausgewogenheit aus dem Text bekommt.

Die Predigt heute trägt den Titel „Gottes wahre Lieblingskleidung“ – und dann in Klammern ein Rockfragezeichen. „Gottes wahre Lieblingskleidung – ein Rock?“ Wie gesagt, ich gebe zu, das ist ein etwas provokanter Titel. Aber ihr werdet verstehen, wenn ihr gut zuhört und dem Text gut folgt, worauf ich am Ende des Tages hinauswill.

Denn es ist leider so – und ich muss es leider für die Frauen sagen, mit Mitgefühl –, dass es heute schwerpunktmäßig um euch geht. Aber es ist nicht so, dass ich denke, ich müsste euch irgendetwas sagen. Ich habe den Text nicht ausgewählt, weil ich irgendwie gedacht habe, hier läuft etwas schief. Vielmehr ist es etwas, woran wir uns auch unter Gottes Führung stellen, wenn wir fortlaufend Texte predigen.

Man kommt eben auch an Stellen, die man vielleicht nicht unbedingt freiwillig predigen würde oder bei denen man manchmal auch gezwungen ist, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Das ist sozusagen das Kostbare an Auslegungspredigten: dass eben auch manchmal solche Themen dran kommen.

Deshalb, mit einem kleinen Zwinkern: Liebe Frauen, nehmt es mir nicht übel und seid auch nicht peinlich berührt von irgendwelchen Aussagen, die ich heute treffe. Mir ist einfach wichtig, dass ihr prüft, was ich sage. Schaut, ob es sich wirklich so verhält, und leitet für euch daraus ab, was biblische Wahrheit aus euren Augen ist.

Das ist, denke ich, einfach eine grundsätzlich gute Herangehensweise: alles, was wir tun, biblisch fundiert zu tun.

Ausgangspunkt: Die Bedeutung der Schrift für Meinungen über Kleidung

Nun, ich denke, wenn wir noch einmal an den Predigtitel denken, dann fällt auf, dass jeder von euch eine eigene Meinung zum Thema Kleidung hat. Jeder hat eine persönliche Einstellung zu Röcken, Schmuck, geflochtenen Haaren und ähnlichen Themen.

Was mir zu Beginn besonders wichtig ist, ist Folgendes: Eure Meinung sollte fundiert aus der Schrift stammen. Wir alle haben Meinungen, die durch Prägungen und Traditionen beeinflusst sind. Manche Meinungen entstehen, weil andere es so machen, andere wiederum, weil wir es selbst so wollen.

Doch unser Ziel ist es, eine Meinung zu entwickeln, die auf der Schrift basiert.

Kontextualisierung: 1. Petrus 2,12 als Grundlage für 1. Petrus 3

Nun sind wir in 1. Petrus Kapitel 3 angekommen, und Petrus ist immer noch dabei, einen großen Gedanken auszuführen. Gehen wir zuerst in 1. Petrus 2,12. Wir müssen dieser Argumentation wirklich folgen, die ich uns jetzt noch einmal vor Augen führen möchte. Nur so können wir diesen sehr bekannten Bibeltext aus 1. Petrus Kapitel 3 richtig einordnen.

In 1. Petrus 2,12 beginnt letztendlich diese Argumentationskette. Dort schreibt Petrus an die Christen, die sozusagen dunkle Wolken am Horizont der Verfolgung aufziehen sehen. Er schreibt zu ihnen: Führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie, wo sie euch als Übeltäter verleumden, aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung.

Der gedankliche Kontext ist, dass hier Christen in einer Umgebung leben, die sich weigert, dem Evangelium zu glauben. Diese Christen wurden damals irgendwie als Übeltäter bezeichnet. Wir vermuten, dass dies daran lag, weil Kaiser Nero Rom angezündet hatte und den Christen die Schuld in die Schuhe schob. In der breiten Gesellschaft begann man, die Christen als Übeltäter zu sehen – als diejenigen, die das Reich stürzen wollen.

Im weiteren Verlauf des Textes sehen wir, dass Paulus diesen Christen in verschiedenen Ordnungen einen bestimmten Wandel mitgibt. Welchen Zweck das hat, sehen wir am Ende von Vers 12. In diesen Strukturen, in denen alles gegen die Christenheit ist, gibt Petrus ihnen auf verschiedenen Ebenen etwas mit. Der Zweck ist, wie in Vers 12 am Ende beschrieben, dass einige der Ungläubigen zum Glauben kommen.

Es wird hier umschrieben, dass sie einmal Gott anbeten werden am Tag der Untersuchung. Das ist im Grunde der gedankliche Ausgangspunkt, von dem wir kommen, wenn wir irgendwann in Kapitel 3 landen. Hier geht es darum, in einer Gesellschaft Menschen für den Glauben zu gewinnen. Das ist also eigentlich das, worum es in diesem Text geht – die Motivation von Petrus, wenn wir gleich zu einem Bibeltext kommen, der sehr prägnant ist.

Wichtigkeit des Kontextes und Vermeidung von Missbrauch

Ganz wichtig ist zunächst zu sagen: Unser Hauptbibeltext aus 1. Petrus Kapitel 3 ist keine Verbotsliste, wie man sie vielleicht aus 3. Mose kennt.

 1. Petrus 3,1-7 ist keine Aufzählung, die festlegt, was Frauen dürfen und was nicht. Vielmehr ist es entscheidend, dass wir die Hauptmotivation, mit der Petrus diesen Text schreibt, vor Augen haben. Diese Motivation besteht darin, Menschen in verschiedenen Lebensordnungen für Jesus zu gewinnen.

Diesen Kontext müssen wir unbedingt berücksichtigen, um unseren Bibeltext richtig zu verstehen. Warum? Ich glaube, es gibt drei wichtige Gründe, warum wir diesen Bibeltext im Kontext lesen müssen.

Erstens, um keinen geistlichen Missbrauch der Bibel zu begehen, indem wir einzelne Verse herausgreifen und daraus Gebote ableiten, die so nicht gemeint sind.

Zweitens, um keinen geistlichen Missbrauch an Frauen zu begehen, indem wir ihnen Regeln auferlegen, die nicht biblisch sind und die Petrus so nicht vorgesehen hat.

Drittens, um keinen geistlichen Missbrauch in der Außendarstellung des Christentums zu verursachen. Wenn wir durch auferlegte Vorschriften etwas verkörpern, was Jesus so nicht gemeint hat, laufen wir Gefahr, eine sektenähnliche Außenwahrnehmung zu erzeugen.

Verbindung von gutem Wandel und Verkündigung des Evangeliums

Nun ganz wichtig: Wir sind noch dabei, diesen Kontext aufzurollen. Dieser Kontext aus 1. Petrus 2,12 – also der gute Wandel, um Menschen zu erreichen – ist nicht losgelöst davon, bei dem Ganzen Jesus zu verkündigen. Das sehen wir in 1. Petrus 2,9. Vers 12 legt sehr viel Wert darauf, einen guten Wandel unter den verschiedenen Strukturen zu haben. Aber das darf nicht missbräuchlich verstanden werden. Es geht nicht darum, einfach nur einen guten Wandel zu haben und zu hoffen, dass die Leute schon zum Glauben kommen.

Vielmehr ist das Ganze verknüpft mit Vers 9, wo es darum geht, dass wir ein auserwähltes Geschlecht sind, um Gottes Tugenden und Gott selbst zu verkündigen. Wir verkünden also Gottes Wort in diesem Kontext. Die Leute glauben es nicht, und dazu dient dann Vers 12 mit dem ganzen Wandel, der ab Vers 12 beschrieben wird. Dieser Wandel zielt darauf ab, die Propaganda vom brennenden Rom – diese Propaganda, die die Menschen gegen die Christenheit glaubten – zu widerlegen. Das ist eigentlich, worauf Petrus hinauswill.

Dort, wo sie euch als Übeltäter bezeichnen, soll der gute Wandel diese Propaganda widerlegen. Ziel ist es, Menschen, die schlecht über das Christentum denken, in ihrem Denken zu verändern und ihr Denken überhaupt erst einmal für das Evangelium zu öffnen. Das ist der Gedanke, von dem Petrus ausgeht.

Ich breche das jetzt einfach mal auf uns herunter: Liebe Cg Hersbruck, da, wo uns die Stadt vielleicht als Sekte sieht oder uns theologisch als starr und eng hinstellt, weil wir verkündigen, soll unser guter Wandel diese Menschen vom Gegenteil überzeugen. Darauf will Petrus hinaus. Dort, wo Vorbehalte bestehen, soll der gute Wandel beweisen, dass das Ganze so nicht ist. Das gilt auch für dein persönliches Leben.

Wenn wir Petrus folgen, dann lesen wir in Vers 13: „Ordnet euch deshalb dem Staat unter.“ Warum? Mit dem Zweck, dass Menschen durch unser Verhalten gerettet werden. Über das staatliche System haben wir schon gepredigt: Dem Staat die Ehre geben, die ihm gebührt, einfach weil er von Gott eingesetzt ist.

In Vers 18 heißt es: „Ordnet euch deshalb sogar den Schlechten unter, damit sie an euren guten Taten und Werken vielleicht zu dem Punkt kommen, dass sie einmal Gott anbeten werden.“

Jetzt kommen wir zu unserem Text. Es geht darum, wie wir uns in einer Ehe verhalten – speziell in dem Kontext, in dem der Ehepartner ungläubig ist. Petrus führt seine Argumentation bis in die Ehe hinein. Diese Argumentationskette merken wir uns, wenn wir jetzt einen Bibeltext anschauen, den jeder irgendwie kennt, der aber von vielen nicht in diesem gedanklichen Kontext ausgelegt wurde oder wird.

Dadurch kommt es zu Missbrauch – und ich möchte dieses Wort wirklich verwenden. Geistlicher Missbrauch entsteht, wenn man biblische Halbwahrheiten nimmt und sie Menschen überstülpt, obwohl sie nicht wirklich aus der Bibel kommen. Wenn man durch scheinbar biblische Wahrheiten Menschen unter Druck setzt und versucht, sie in etwas hineinzulenken.

Ich glaube sogar, dass eine einseitige Auslegung an manchen Stellen ein schlechtes Bild auf das Christentum geworfen hat.

Haupttext: 1. Petrus 3,1-7 im Kontext der Ehe und Unterordnung

Nun lesen wir den Text, und ihr werdet verstehen, was ich meine. Merken wir uns die Argumentationskette: Es geht darum, durch einen guten Charakter Menschen zu erreichen und nicht darum, der Frau einen äußeren Zwang im Aussehen aufzuerlegen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Motivationen.

Versteht ihr, das sind zwei völlig verschiedene Beweggründe, wenn wir an diesen Text herangehen: Entweder um einer Frau Gesetze aufzuerlegen oder um Menschen zu erreichen, indem man auf einen bestimmten, anderen Schmuck Wert legt.

 1. Petrus 3,1-7

Gleicherweise ist dies die dritte Struktur, in der es um Unterordnung geht. Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen. Und jetzt kommt das Wort „da“ mit. Aha, mit welchem Zweck? Worum geht es hier überhaupt?

Damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden. Aha, es geht immer noch darum, dass die Motivation darin besteht, Menschen zu gewinnen. Versteht ihr, wie sich das durchzieht? Darum geht es bei den folgenden Texten und nicht darum, irgendeine Ordnung aufzustellen.

„Damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frau ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel sehen. Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen lasst. Ihr Männer sollt gleichermassen einsichtig mit eurer Frau als im schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden.“

Der dritte Punkt, auf den Petrus hier im Textverlauf eingeht, zielt auf die Ehe, also Politik, Arbeitgeber, Ehe. Es ist interessant, wenn wir in Vers 1 schauen, dass Petrus erst einmal sehr allgemein einsteigt.

Petrus meint beim folgenden Prinzip in diesem Textabschnitt vor allem erst einmal alle Frauen, die sich in einer Ehe zwischen Mann und Frau befinden. Am Anfang von Vers 1 ist es erst einmal egal, ob der Partner gläubig oder ungläubig ist. Petrus schreibt also sehr allgemein: Diese Frauen sollen sich unterordnen, das ist das allgemeine Prinzip.

Ganz wichtig ist, wenn wir genau lesen, merken wir, dass erst im Verlauf des Verses Petrus plötzlich das Gewicht auf unsere Argumentationskette legt. Er beginnt mit einem allgemeinen Prinzip und legt dann das Gewicht auf die Argumentationskette. Nun lese ich den zweiten Teil des Verses:

„Damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden.“

Wie schon erwähnt, geht es bis hierhin darum, dass Ungläubige gewonnen werden. Im Grunde betrifft dieser gesamte Abschnitt, die Verse eins bis sechs, dieses Thema. Vers sieben richtet sich dann an die Männer.

In jedem Vers, wenn es um das Thema Schmuck, Haare und Kleidung geht, wird die Frage behandelt: Wie kann eine ungläubige Frau, die einen ungläubigen Partner hat, diesen gewinnen?

So ist es, als ob man zu Petrus käme und sagt: Lieber Petrus, gib mir doch einen Tipp, wie ich meinen ungläubigen Partner gewinnen kann, der sich weigert, dem Wort zu glauben und mir einfach nicht zuhören will. Petrus, gib mir doch einen Tipp, wie ich diese Person gewinnen kann.

Das ist eigentlich die Frage, mit der wir an diesen Text herangehen. Es ist nicht, wie es oft gemacht wird, einen kleinen Vers drei herauszupicken und daraus eine gesetzliche Anordnung zu machen, die besagt, die Frau dürfe keinen Schmuck tragen, sich nicht die Haare schneiden und keine schönen Kleider anziehen. Das ist aus dem Kontext gerissen und trifft nicht die Frage und Motivation des Schreibers.

Noch einmal: Die Frage, die diesem Abschnitt zugrunde liegt, ist: Wie kann eine gläubige Frau ihren ungläubigen Mann gewinnen? Nicht: Darf eine Frau Schmuck tragen?

Wichtig ist, und das ist schon bedeutsam, dass diese Prinzipien bezüglich Kleidung, Schmuck und Haare trotzdem für alle gläubigen Frauen gelten. Wir bauen Stück für Stück auf, ich muss noch ein bisschen Spannung halten. Trotzdem gelten diese Prinzipien, die hier zunächst stehen, für alle gläubigen Frauen. Es geht hier also nicht nur um Frauen mit ungläubigen Ehepartnern.

Wie komme ich darauf? Ich sage es noch einmal: Die große Frage ist, wie kann eine Frau ihren ungläubigen Ehemann gewinnen. Nun, wie komme ich darauf, dass es trotzdem ein Prinzip ist, das allen Frauen gilt?

Schaut im Vers 6: Petrus nimmt die Sarah aus dem Alten Testament als positives Beispiel für dieses Prinzip. Wollte Sarah ihren ungläubigen Mann gewinnen oder hatte sie einen gläubigen Mann?

Hier wird ein ewiges Prinzip dargestellt. Petrus greift in die Vergangenheit, in eine intakte Ehe zwischen Mann und Frau, die gläubig sind, und sagt: Nehmt euch diese Frau als Vorbild!

Bis hierhin haben wir die große Frage verstanden, aber auch, dass hier ewige Wahrheiten in diesem Text stecken. Trotzdem ist die Hauptaussage des Textes, wie eine gläubige Frau ihren ungläubigen Mann gewinnen kann.

Ich glaube, das ist einfach eine Klammer. Ich glaube, Vers 7, auch wenn man ihn unterschiedlich verstehen kann, sagt eigentlich, wie ein gläubiger Mann seine ungläubige Frau gewinnen kann. Man kann es auch so lesen, dass es hier um ein gläubiges Ehepaar geht, aber ich glaube, vom gesamten Kontext her geht es eher in die Richtung.

Das ist jedoch ein anderes Thema, und ich glaube, zeitlich werden wir heute nicht mehr darauf eingehen.

Dieser Text richtet sich an gläubige Frauen, die in der damaligen Gesellschaft unter einem ungläubigen Mann lebten und es nicht leicht hatten. Im Römischen Reich führte der ungläubige Mann oft keine biblischen Prinzipien in der Ehe.

Paulus schreibt diesen Frauen: O liebe Frau, ordne dich deinem Ehemann unter, genauso wie sich der christliche Arbeitnehmer seinem falschen Chef unterordnen muss.

Das ist eine Schwierigkeit, die hier auch beschrieben wird.

Bedeutung von Unterordnung in der Ehe

Ich möchte hierzu kurz ein paar Zitate anführen, um das Thema der Unterordnung zwischen Mann und Frau kurz zu erläutern. Andere können sicherlich viel ausführlicher darüber predigen, aber ich zitiere einfach kurz.

Das griechische Wort für Unterordnung, mit dem Petrus in diesen Text einsteigt, ist „Hypothaso“. Es bedeutet, sich in eine Ordnung einzufügen oder sich selbst unter jemand anderen zu stellen.

Aus dieser Ordnung heraus hat Gott festgelegt, dass die Ehemänner die Verantwortlichen in der Familie sind. Das bedeutet, dass die letzte Verantwortung für alles, was in der Familie geschieht, beim Mann liegt. Unterordnung bedeutet in Wirklichkeit, dass die Frau all ihre Gaben, Kräfte, Fähigkeiten und ihre Energie ihrem Mann zur Verfügung stellt.

In einer Ehe nach Gottes Vorstellung fungieren Mann und Frau als ein Team. Jeder bringt seine Fähigkeiten in das Team ein, und zwar in der Rolle, die ihm oder ihr zugeordnet wurde. Klar, der Mann trägt letztlich die letzte Verantwortung, aber am Ende arbeiten beide als Team zusammen. Jeder bringt das Seine ein, um Gott bestmöglich zu dienen.

Ganz wichtig: Unterordnung bedeutet nicht, dass die Frau dem Mann immer mit „Ja, Liebling“ antworten muss. Unterordnung heißt auch nicht, dass die Frau Gott weniger gehorchen müsste. Es bedeutet nicht, die Kommandos des Ehemanns blind auszuführen, und es heißt auch nicht, das eigenständige Denken aufzugeben.

Bis hierhin lässt sich sagen: Unterordnung hat nichts damit zu tun, sich einem herrischen Mann zu unterwerfen oder sich von ihm herumkommandieren zu lassen. Es heißt nicht, dass eine Frau zu allem Ja und Amen sagt. Vielmehr geht es darum, dass der Mann die letzte Verantwortung trägt. Die Frau hat durchaus durch Mitdenken und Mitreden Anteil am Geschehen in der Ehe und an Entscheidungen. Aber letztlich trägt der Mann die Entscheidung, und die Frau ordnet sich diesem unter, ohne rebellisch oder aufmüpfig zu sein.

Die Schwierigkeit in diesem Bibeltext liegt natürlich darin, dass sich die Frau einem ungläubigen Mann unterordnen muss. Ein ungläubiger Mann entscheidet oft ganz anders als jemand, der nach biblischen Prinzipien lebt. Das ist ein großer Unterschied. Wenn du eine christliche Frau bist und einen ungläubigen Ehemann hast, ist es schon eine Herausforderung, dich ihm unterzuordnen.

Doch zunächst gilt: Liebe Frau, so schreibt Petrus, ordne dich deinem ungläubigen Ehemann unter, um ihn für Christus zu gewinnen. Auch wenn er das Wort aus der Bibel nicht hören will, ordne dich ihm unter.

In Vers 1 liegt die Hoffnung darin, dass, wenn auch manche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frau ohne Worte gewonnen werden. Der Mann soll an deinem täglichen Wandel und an deinem Charakter erkennen, dass du anders bist.

Darauf gehen wir noch ein: Diese Frau ist anders geworden. Gott kann das nutzen, um harte Herzen weichzumachen. So kann ein ungläubiger Mann mehr verstehen, dass Gott Leben verändern kann.

Wie es in Vers 2 heißt: Wenn er deinen guten Wandel sieht – oder deinen keuschen Wandel in Furcht – und sich nicht darüber ärgert, dass du ständig aufmüpfig bist oder dich über ihn stellst, dann ist das ein wichtiger Schritt.

Man könnte es auch so plump sagen: Es ist wie bei einem tropfenden Dach. Das kann genauso anstrengend sein. Aber hier ist der Zweck ein stiller Geist. Wir werden noch darauf eingehen. Es geht darum, einen sanften Geist zu haben, um den Mann zu erreichen.

Das ist die Aussage, selbst wenn er nach schlechten Prinzipien lebt. Natürlich mit Grenzen – Gott ist höher zu gehorchen als Menschen – aber grundsätzlich gilt das bis hierhin.

Auslegung von 1. Petrus 3,3-6: Äußerlicher Schmuck und innerer Schmuck

Und jetzt kommen wir zu den Versen drei bis sechs.

„Euer Schmuck sei nicht der äußerliche“ – dieser oft separat herausgenommene Vers wird häufig aus dem großen Zusammenhang gelöst und als Anweisung speziell für die christliche Frauenwelt ausgelegt. Nun, das stimmt teilweise. Warum?

Ja, weil dieser Vers tatsächlich die christlichen Frauen anspricht. Aber wir wollen ihn im gedanklichen Kontext betrachten und fragen: Was wollen die Verse bewirken? Was meine ich damit? Hört gut zu!

Es macht einen großen Unterschied, wenn wir hier an Vers drei denken, mit „euer Schmuck“ und „das Äußerliche“ usw. Es macht einen großen Unterschied, ob ich Folgendes lehre:

Liebe Frau, die du deinen ungläubigen Mann erreichen willst – ah nein, das war die zweite Lehre, ich komme zuerst zur ersten.

Es macht einen Unterschied, ob ich Folgendes lehre: In Vers drei steht, die Frau dürfe keinen Schmuck tragen und sich nie die Haare flechten. „Das sind Gebote des Herrn, halte dich daran, da steht es doch.“ So kann man das lehren, oder?

Oder ob ich Folgendes aus dem Kontext lehre:

Liebe Frau, die du deinen ungläubigen Mann erreichen willst, ja, nimm dir Sarah aus Vers sechs zum Vorbild. Sie legte so viel Wert auf die Charakterbildung ihres Herzens.

Liebe Frau, ich will dir gar nicht verbieten, dich für deinen Mann schönzumachen, schöne Kleidung zu tragen oder deine Haare zu pflegen und zu flechten. Das wird nicht verboten.

Aber, liebe Frau, um deinen ungläubigen Mann für das Evangelium zu erreichen, verbringe mehr Zeit damit, dich in deinem Herzen verändern zu lassen.

Versteht ihr? Das ist so ein Unterschied. Verbringe viel mehr Zeit damit, dass dein Herz, dein innerer Mensch schön wird – denn Vers 1 sagt: damit sie gewonnen werden.

Versteht ihr, das ist eine ganz andere Herangehensweise, eine ganz andere Brille, mit der man diesen Text lesen kann. Das macht einfach einen riesigen Unterschied.

Liebe Frau, das soll dein Schmuck sein. Schmück dich damit.

Lass uns die Verse noch einmal lesen:

Vers 3: „Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens, in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.

Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte.

Deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen lasst.“ (1. Petrus 3,3-6)

Die Bedeutung des griechischen Wortes für Schmuck (Kosmos) und Gottes Sicht auf Schönheit

Nun, ich hatte so ein Aha-Erlebnis, als ich mich mit dem Text und auch ein bisschen mit der Bedeutung mancher Wörter im Griechischen beschäftigt habe. Paulus benutzt das Wort „Schmuck“ in Vers drei: „Euer Schmuck sei nicht der äußerliche.“ Wisst ihr, was spannend ist? Das Wort, das hier mit „Schmuck“ übersetzt wird, ist im Griechischen „Kosmos“. Und „Kosmos“ wird in der Bibel auch für die Schönheit und Ordnung der Schöpfung Gottes verwendet.

Also ist hier einfach eine Art von Schönheit gemeint. Wenn Petrus dieses Wort „Kosmos“ benutzt und wir an die schöne, geordnete Schöpfung Gottes denken, dann kommen wir zu folgendem Schluss: Ja, Gott hat die Erde äußerlich schön gemacht, richtig? Wir schauen uns die Tierwelt an. Wie schön ist ein Pfau geschmückt, wie schön ist ein Hahn geschmückt, wie schön sind Blumen geschmückt. Also hat Gott etwas gegen Schönheit? Ja oder nein? Liebt Gott Schönheit? Ist Schönheit ein Ausdruck von Gottes Kreativität? Hat Gott etwas gegen äußerliche Schönheit? Er hätte ja auch alles einfach nur funktional machen können. Eine Blume ist ziemlich hässlich, aber sie riecht gut. Oder ein Apfel sieht einfach nicht schön aus, bringt aber Vitamine.

Rein funktional betrachtet: Nein, Gott hat seinen Kosmos geschaffen, eine geordnete, schöne Welt. Und genau mit diesem Wort fängt Petrus hier an. Aber wir wollen bis hierhin festhalten: Gott kann nichts gegen äußerliche Schönheit haben. Es ist ein Trugschluss zu denken, christliche Frauen dürften sich aufgrund dieser Textstelle nicht schön machen. So plump, wie ich das jetzt ausdrücke: Es ist ein Trugschluss.

Nun, wie oft kennt ihr Salomo? Salomo war mal so verliebt, im Hohelied. Wisst ihr, wie oft Salomo im Hohelied seine Frau und ihre Schönheit preist? Hohelied 1,15: „Siehe, du bist schön!“ Kapitel 4, Vers 1: „Du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön.“ Kapitel 4, Vers 9: Achtet ganz genau darauf, was da steht: „Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut, mit einem einzigen deiner Blicke hast du mir das Herz geraubt, mit einem einzigen Kettchen von deinem Halsschmuck.“ Der Halsschmuck hat Salomo das Herz geraubt.

Also: Ist Schönheit und Schmuck pauschal schlecht? Ich glaube nicht. Schönheit ist eine Erfindung von Gott. Das heißt Folgendes: Wenn wir an 1. Petrus Kapitel 3 denken, können wir erst mal nicht von einer pauschalen Verbotsliste sprechen. Das können wir nicht machen. Wir können nicht an diesen Text herangehen und sagen: „Hier steht geschrieben, die Frau darf keinen Schmuck tragen und so weiter und so fort, keine schönen Gewänder und darf sich auch ihre Haare nicht machen.“ Versteht ihr jetzt ein bisschen mehr, was ich meine, als ich am Anfang davon gesprochen habe, dass hier manchmal geistlicher Missbrauch betrieben wurde?

Entweder stimmt es, was ich sage, oder es stimmt nicht. Sollte es in die Richtung gehen, wie ich das hier gerade deute, dann ist da viel geistlicher Missbrauch an Frauen geschehen, die unter Druck zuhause ihren Schmuck weggeschmissen haben und so weiter, mit schlechtem Gewissen in die Gemeinde gekommen sind: „Oh, ich habe heute ein gelbes Kleid an, ob das in Ordnung ist für unsere geistliche christliche Bubble?“ Wenn das stimmt, was ich sage, ist das geistlicher Missbrauch. Wenn es nicht stimmt, dann bitte ab morgen, ab nächsten Sonntag, kommt ihr alle mit ungemachten Haaren. Ihr versteht meinen Punkt.

Ich will einfach auf die Dringlichkeit zurückkommen, weil das schlimm ist. Es ist schlimm, wenn Menschen Lasten auferlegt werden, die nicht biblisch sind. Wenn Menschen unter Druck gesetzt werden in Themen, die nicht wirklich aus der Schrift kommen, sondern aus Meinung oder falscher Auslegung. Das macht krank. Und versteht ihr, dass es durchaus auch Missbrauch an dem Bild der Christenheit sein kann, wenn man denkt, durch ein äußerliches Bild etwas darzustellen, was Gott so nicht wollte?

Also, bis hierhin kann erst mal nicht von einer Verbotsliste gesprochen werden. Es wird nur dann schlecht, wenn wir die andere Seite betrachten. Schmuck, schöne Kleider und schöne Haare werden nur dann schlecht, wenn eine Verdrehung unseres Hauptbibeltextes geschieht. Und zwar dann, wenn eine Frau mehr Wert auf das Äußere legt und der innere Mensch verdurstet. Versteht ihr den Punkt? Dann wird es schlecht, weil genau das will Petrus ja machen: Er legt Wert auf den inneren Menschen.

Er verbietet nicht das Äußere, aber er sagt: Darauf achte, das soll dein Schmuck sein. Nur wenn eine Frau nur den äußerlichen Schmuck im Blick hat und der innere Mensch verkrüppelt oder eingeht wie eine Blume, die man nicht gießt, dann läuft etwas falsch.

Petrus schreibt in Vers 4 den Frauen: „Euer Schmuck“, also euer Kosmos, die Schönheit der Ordnung, soll in eurem Herzen liegen. Im Hauptpunkt soll das Herz der Frau geschmückt werden wie mit einem sanften und stillen Geist. Ein sanfter und stiller Geist – ich gehe gleich noch kurz darauf ein – bedeutet nicht, dass es ein Geist ist, der nie reden darf, also dass die Frau immer still ist. Das sage ich gleich noch.

So wie ich es verstehe und mich reingelesen habe, meint dieser sanfte und stille Geist einen sanftmütigen, lieben Geist. Keinen aufbrausenden, bitteren, sondern einen ruhigen, friedlichen Geist, der Schlechtigkeiten dieses ungläubigen Mannes erträgt. Oder Schlechtigkeiten dieses Arbeitgebers (Kapitel 2), oder Schlechtigkeiten eines schlechten Staates erträgt. Ein friedvoller, ruhiger Geist. Und Gott findet diesen Schmuck, Vers 4, wie? Kostbar.

Der innere Schmuck als Gottes wahre Lieblingskleidung

Gottes wahre Lieblingskleidung ist ein Rock – m-m, m-m – der Schmuck des inneren Herzens. Das gilt auch für uns Männer: der Schmuck des inneren Herzens, des inneren Menschen.

Es ist das Gegenteil von einem rebellischen, zornigen und harten Menschen, der ein bitteres Herz hat – besonders im Umgang mit seinem Ehepartner.

In einer Unterhaltung mit jemandem, der nicht aus der Gemeinde stammt, kam dieses Thema zur Sprache. Diese Person ist charakterlich sehr vorbildlich, hat aber einen starken Charakter als Frau und eine starke Meinung. Im Gespräch über diesen Bibeltext hatte sie wohl ein bisschen Schwierigkeiten und sagte: „Manche Leute denken, ich bin halt eben keine sanfte Frau.“

Hat schon jemand von einer sanften und stillen Geistfrau gehört? Ja, ich glaube, es gibt charakterlich stärkere und schwächere Menschen. Es gibt Frauen, die mehr reden, und andere, die weniger sprechen. Aber ich denke, das ist nicht der Punkt. Es geht hier darum, einen stillen Geist zu haben.

Das bedeutet nicht, dass eine Frau immer „Ja und Amen“ sagt und den Mund hält. Darum geht es meiner Meinung nach nicht. Es geht um einen sanftmütigen, nicht aufbrausenden und ruhigen Geist, der vieles erträgt.

Liebe Frauen, macht euch gerne schön für eure Männer – äußerlich, aber noch viel mehr innerlich. Ja, so plump will ich es ausdrücken. Damit gewinnt ihr uns Männer, auch wenn ihr euch manchmal sehr über uns ärgert.

Warnung vor falschen Auslegungen und einseitigen Haltungen

Nun noch Folgendes: Ich glaube, Frauen – es tut mir leid, ich habe am Anfang gesagt, es geht heute ein bisschen mehr um euch – aber ich denke, wir Männer können trotzdem auch etwas lernen oder davon profitieren.

Ich glaube, Frauen können in zwei Richtungen „kippen“. Auf der einen Seite gibt es eine Verdrehung des Textes, die ich tatsächlich schon ein paar Mal in der Realität erlebt habe. Das ist, wenn eine Frau sich äußerlich sehr streng und konservativ kleidet, zum Beispiel sagt: „Ich darf keinen Schmuck tragen“ und all diese Dinge. Also äußerlich sehr, sehr konservativ ist und dadurch versucht, einen Schein von einer gewissen Heiligkeit zu haben. Gleichzeitig ist sie aber die größte Lästertante und hat eine scharfe Zunge gegen andere. Versteht ihr diese Verdrehung? Hier wird so viel Wert auf die äußere Heiligkeit gelegt, aber der innere Mensch ist nicht so angenehm.

Es bringt auch nichts, wenn man sein Leben lang nach äußerlichen konservativen Werten lebt, aber im Herzen sehr stolz ist und andere Frauen verurteilt. Zum Beispiel Frauen, die Schmuck tragen oder eine Hose anziehen. Und dann ist man scharf gegen solche Menschen, obwohl diese Menschen die ganze Zeit nett zu dieser Person sind. Hier merken wir eine Verdrehung im Bibeltext, denn es wird mehr Wert auf die Äußerlichkeit gelegt als auf das, was der Text eigentlich möchte. Das kann nicht die Lösung sein.

Aber es trifft genauso die andere Seite. Es trifft genauso die andere Seite, wenn Frauen ihre Schönheit, ihre Kleidung, ihren Schmuck und ihre Frisuren dafür nutzen, sonntags die Schönste sein zu wollen. Ich will beide Seiten ansprechen. Aber versteht ihr, das ist genauso falsch. Wenn morgen vor dem Spiegel die Motivation ist, heute die Schönste in der Gemeinde sein zu wollen, wenn äußerer Schmuck zum Wettkampf wird und die Identität davon bestimmt wird – das ist genauso verkehrt.

Wir merken: Hier geht es nicht um Schönheit an sich, sondern es geht die ganze Zeit darum, was sich im Herzen abspielt. Schönheit ist nicht verkehrt, aber es geht immer um die Motivation des Herzens.

Nun, was spielt sich im Herzen einer Frau ab, die Sonntagmorgen die Schönste sein will? Das ist die Definition von Stolz. Stolz bedeutet, glänzend und groß sein zu wollen, anderen überlegen zu sein. Wir merken: Das sind Herzensprobleme.

Und genau für beide Gruppen gilt: Viel mehr Wert auf den inneren Schmuck zu legen. Euer Schmuck, euer Glanz soll darin liegen, einen schönen, ruhigen, sanften Charakter zu entwickeln.

Ich liebe es, wenn meine Frau sich schön anzieht – und ich hoffe, sie hört mich: Sie soll niemals damit aufhören. Es geht gar nicht darum, das eine zu verbieten, sondern um den Schwerpunkt.

Ich hoffe, dass das ein Stück weit so rüberkommt: Frauen, schmückt euch, indem ihr in eurem Herzen Veränderung erfahrt.

Freiheit in Kleidung und Schmuck – Ein persönlicher Maßstab

Ich glaube, dass es im Grunde sehr viel Freiheit gibt, was Kleidung angeht. Es gibt so viele unterschiedliche Geschmäcker, und weder sollten die einen die anderen verurteilen, noch umgekehrt.

Wichtig ist, was jeder persönlich in seinem Herzen fühlt. Es geht ums Herz. Eine Frage, die man sich stellen kann, ist: Ehrt es Gott, wie ich mich kleide? Oder wirft mein Kleidungsstil ein schlechtes Bild auf das Christentum?

Diese Frage kann in beide Richtungen wirken. Das ist ein guter Maßstab, ohne dass man genau vorschreibt: „Dein Rock darf nur so oder so sein.“ Darum geht es gar nicht.

Wichtig ist: Ehrt das, was ich trage, Gott? Oder verunehre ich ihn damit? Wir sind der Tempel Gottes, denn er wohnt in uns. Unsere Kleidung sollte diese Tatsache widerspiegeln.

Abschluss und Ausblick auf eine Buchempfehlung

Damit bin ich am Schluss. Ja, hiermit schließe ich ab.

Ich habe es kurz abgesprochen: Meine Frau wird gleich ein Buch vorstellen. Ich glaube, das Buch heißt "Ist es eine Frage, was ich trage?" Meine Frau kann kurz vorbeikommen.

Ganz wichtig: Hier geht es nicht um Rocklänge oder Ähnliches, sondern sehr stark um das Herz. Ihr wisst ja, meine Frau kleidet sich gut, also ist das nichts Verwerfliches.

Vielleicht kannst du, gerade für die Frauen, kurz etwas dazu sagen. Das Buch ist von einer Frau geschrieben und richtet sich an Frauen.