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Psalm 11 und folgende

Höningen 2015 - Die Psalmen, Teil 9/15
21.10.2015Psalm
SERIE - Teil 9 / 15Höningen 2015 - Die Psalmen

Einführung und Dankgebet

In der wir stehen dürfen. Wir danken dir auch für alle Hilfe in dieser Woche.

Wir beten, dass du uns zeigst, auf welche Psalmen wir uns konzentrieren sollen aus der Fülle dieser Lieder und dieser kostbaren Unterweisungen. Bitte führe uns auch darin und gib uns heute Nachmittag Konzentration.

Amen.

Psalm 11: Aufbau und zentrale Aussagen

Ich möchte zuerst noch ein paar Worte zu Psalm 11 verlieren. Ich erwähne das, weil bei manchen die Frage aufkam: Sind alle Psalmen so aufgebaut, mit dieser schönen Form? Hier nur ein Beispiel – es sind fast alle so.

Nehmen wir zum Beispiel Psalm 11. Wenn wir ihn betrachten, fällt auf, dass er sehr regelmäßig aufgebaut ist, mit einem klaren Zentrum und der versteckten Zahl 26. Wir lesen:

„Bei Jahwe habe ich Zuflucht.
Wie sprecht ihr zu meiner Seele: Flattere wie ein Vögelchen auf euren Bergen!
Denn siehe, die Ehrfurchtslosen spannen den Bogen, legen ihren Pfeil auf die Sehne
und schießen im Dunkeln auf die von Herzen Aufrichtigen.
Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet der Gerechte aus?“

In der nächsten Strophe heißt es:

„Jahwe ist in seinem heiligen Palast,
Jahwe in den Himmeln ist sein Thron.
Seine Augen schauen, seine Lieder prüfen die Söhne Adams.“

Die folgende Strophe lautet:

„Jahwe prüft den Gerechten,
aber den Ehrfurchtslosen und den, der Gewalt liebt, hasst seine Seele.
Er lässt Schlingen regnen auf die Ehrfurchtslosen,
Feuer, Schwefel und Glutwind sind das Teil ihres Bechers.
Denn Jahwe ist gerecht, er liebt die Gerechtigkeit.
Die Aufrichtigen schauen sein Angesicht.“

Zur Form: Der Psalm besteht aus acht plus vier plus acht Zeilen, also aus drei Strophen. Man könnte auch fünf sehen, aber ich denke, es sind drei Strophen. Die acht Zeilen am Anfang gehören zusammen, ebenso die acht Zeilen am Ende. In der Mitte bleiben vier Zeilen übrig, dort liegt die zentrale Aussage.

Jahwe steht ganz vorne, wie oft, und auch ganz hinten, wie so oft. Im Zentrum, in den vier Mittzeilen, kommt Jahwe zweimal vor – im vierten und im fünften Vers am Anfang. Diese vier Zeilen sind aufgeteilt in zweimal 26 Buchstaben: Vier A und vier B ergeben zusammen 26 Buchstaben, ebenso vier C und vier D. Gerade der Mittelteil des Psalms ist so gestaltet, dass Jahwe zweimal vorkommt und zweimal die Zahl 26. Das ist bewusst gemacht. Der Dichter wollte das Zentrum auf diese Weise hervorheben.

„Jahwe ist in seinem heiligen Palast,
Jahwe in den Himmeln ist sein Thron.“

Hier also ein Psalm, der betont, dass Jahwe König ist. Seine Augen schauen und seine Lieder prüfen die Söhne Adams. Er ist kein König, der irgendwo weit weg sitzt und sich nicht kümmert, sondern er interessiert sich sehr für die Söhne Adams. Aber sie sind Söhne Adams – sie sitzen mit Adam im selben Boot, sie sind Sünder. Deshalb ist Jahwe der Richter und Prüfer.

Schauen Sie genau, wie das Zentrum umrahmt wird: Die Zeile vor dem Zentrum lautet: „Was richtet der Gerechte aus?“ Die Zeile nach dem Zentrum: „Jahwe prüft den Gerechten.“ Zweimal kommt hier der Gerechte vor. Das ist das einzige Mal im ganzen Psalm, dass das Wort „Gerechte(r)“ vorkommt – und zwar gerade vor und nach dem Zentrum.

Der Gerechte fühlt sich in der ersten Strophe verloren: Was soll der Gerechte ausrichten? Doch in der dritten Strophe, gleich zu Beginn, heißt es: „Jahwe prüft den Gerechten.“ Das ist eine Prüfung. Jahwe selbst ist gerecht.

Der letzte Vers lautet: „Jahwe ist selbst gerecht, und er liebt die Gerechtigkeit.“ Damit liebt er auch den Gerechten. Die Aufrichtigen werden sein Angesicht sehen.

Die erste und die letzte Zeile sind ermutigend: „Bei Jahwe habe ich Zuflucht“ und „Die Aufrichtigen schauen sein Angesicht.“ Dort ist man zuhause. Kurze, einfache Aussagen, aber sehr schön dargestellt – ein schönes Lied.

Psalm 12: Gebet und Gottes Wort

Das war nur ein kurzer Überblick über eine kleine Zahl. Und den Zwölfer möchte ich auch behandeln. Ich kann nicht darüber hinweggehen, tut mir leid, den Zwölfer muss ich jetzt doch noch besprechen. Der Zwölfer ist auch sehr, sehr schön, aber danach springen wir ein bisschen weiter.

Also, der Zwölfer ist ein Gebet, ebenfalls von David: „Rette, Yahweh!“ Oder „Hilf“ kann man auch übersetzen. „Rette“ und „Hilf“ sind dasselbe hebräische Wort. „Hilf, Yahweh, denn der Fromme ist dahin, denn die Treuen sind verschwunden unter den Söhnen Adams.“ Es geht immer noch um die Söhne Adams, wie im Elferpsalm, denn die Treuen sind verschwunden unter den Söhnen Adams.

„Falschheit reden sie jeder mit seinem Nächsten, ihre Lippen sind glatt, sie reden mit doppeltem Herzen. Yahweh, rott aus alle glatten Lippen, die Zunge, die große Dinge redet, die da sagen: ‚Wir werden überlegen sein mit unserer Zunge, unsere Lippen sind mit uns, wer ist uns Herr?‘“ Das heißt also: Wer ist Herr über uns? Wer kann uns schon besiegen oder gebieten?

Das war die erste Strophe und der erste Teil. Jetzt folgt die zweite Strophe, der zweite Teil. Nun spricht der Herr. Vorher sprach David, jetzt spricht der Herr in Vers 6: „Wegen der gewalttätigen Behandlung der Gebeugten, wegen des Seufzens der Armen stehe ich jetzt auf, sagt Yahweh. Ich will ins Heil setzen den, der danach schmachtet.“

Die Worte Yahwels sind reine Worte, sind Silber, das ausgeschmolzen im Schmelzofen zur Erde hinfließt, geläutert siebenmal. „Du, Yahweh, wirst sie bewahren, die Worte nämlich, wirst es behüten, das Silber vor diesem Geschlecht ewiglich.“ Wahrscheinlich bezieht sich das Silber hier auf das Wort, während ringsum Ehrfurchtslose sich umtreiben, denn Gemeinheit ist obenauf bei den Söhnen Adams.

Dieser Psalm hat ein Zentrum. Ja, ich habe gesagt, zwei Strophen, Entschuldigung, zwei Teile, aber man kann ihn in kleinere Strophen unterteilen: Zwei und drei eine Strophe, vier und fünf eine Strophe, sechs eine Strophe, sieben eine Strophe, und acht und neun eine Strophe. Aber das ist nicht so wichtig. In der Mitte ist eindeutig diese dritte Strophe, das ist auch die einzige direkte Rede Yahwes. Damit ist eigentlich sehr klar das Zentrum schon gesagt.

Die einzige Stelle, wo Yahweh direkt spricht, lautet: „Wegen der gewaltigen Behandlung der Gebeugten, wegen des Seufzens der Armen stehe ich jetzt auf, sagt Yahweh. Ich will ins Heil setzen den, der danach schmachtet.“ Das Mittelwort, das exakte Mittelwort, ist „Ich stehe jetzt auf“, also die arithmetische Mitte.

Was auffällt, ist hier diese chiastische Anordnung. Ganz am Anfang ist die Rede von den Söhnen Adams, hier in der zweiten Zeile die Söhne Adams, und in der letzten Zeile ist ebenfalls die Rede von den Söhnen Adams. Sie kommen also vorne und hinten vor.

Dann habe ich hier blau markiert, dass es sehr viel ums Reden geht. Falschheit reden sie, Vers 3, Lippen, „Ihre Lippen sind glatt, sie reden mit doppeltem Herzen“, Vers 4, glatte Lippen, Vers 5, Vers 4, die Zunge, Vers 4, die Zunge, die große Dinge redet, Vers 5, Zunge, Vers 5, in der Mitte „Unsere Lippen sind mit uns“. Also es geht viel ums Reden, aber welches Reden? Nicht das Reden Gottes.

Im ersten Teil hier geht es um das Reden der Menschen, wie sie reden und was sie reden. Im zweiten Teil geht es um das Reden Gottes. Vers 7: „Die Worte Jahwes, reine Worte, geläutert siebenmal, du, Yahweh, wirst sie bewahren!“ Also Gottes Wort.

Sie reden vorne das Menschenwort. Sie reden mit geteiltem Herzen, Doppelzüngigkeit, Doppelherzigkeit. Die Zunge ist doppelt, weil die Herzen doppelt sind. Die Lippen sind glatt, weil die Herzen nicht klar mit Gott sind. Sie schmeicheln mit glatten Lippen. Glatte Lippen bedeuten Manipulation.

Ist das modern? Ganz modern, oder? Glatte Lippen! Ein Kennzeichen eines wahren, frommen Menschen ist, dass er Lüge erkennt. Und der Fromme soll sich auch wirklich bemühen, darum Lüge zu erkennen. Es wird viel gelogen.

Vers 3: Dieser Mann, dieser David, hat erkannt: Sie reden Falschheit, ihre Lippen sind glatt, sie reden mit doppeltem Herzen. David ist ein frommer Mann und hat schnell die Lüge dieser Leute erkannt, die Falschheit dieser Leute.

Auf der anderen Seite könnte man auch sagen: Warum hat er es erkannt? Ja, weil er mit Gottes Wort zusammen ist, weil er Gottes Wort gut kennt. Von Gottes Wort her kann er sehr schnell aufdecken, was Manipulation ist, also was Schmeichelei ist und was aus doppeltem Herzen kommt. Ein doppeltes Herz heißt, das Herz ist nicht ganz mit Gott. Ein Teil so, ein Teil so. Auf der einen Seite reden sie so, mit den einen reden sie so, mit den anderen so. Je nachdem wenden sie sich, wie sie wollen. Aalglatt sind ihre Lippen, wie die katholische Kirche das oft war, sehr fromm, aber aalglatt.

In der katholischen Kirche war Lügen eine lässige Sünde. Es gab Todsünden in der katholischen Kirche, aber Lügen war keine Todsünde, sondern eine lässige Sünde, das heißt nicht so schlimm. Die katholische Kirche hat sich im Laufe der Geschichte gewendet, wie sie wollte. Die Jesuiten sind nach dem Motto vorgegangen: „Wenn es der Ehre des Herrn dient, tun wir einfach Lügen.“ Und die Ehre des Herrn heißt, wenn wir dadurch den katholischen Glauben irgendwie vorwärtsbringen können.

Dass David gelogen hat, wurde kritisiert. Zum Beispiel braucht Jonathan, wenn es spontan einfällt, tausend Wagen, er wäre auch bei einem Braucherfest, dabei sitzt der Tausend komplett. Er hätte es vollmütig, aller verschiedene Sachen zu finden. Nun, dort hat er, glaube ich, nicht gelogen, da hat er sich nur wahnsinnig verstellt.

Er hatte es ja selber. In Psalm 34 kommen wir dazu noch. In dieser Zeit hat er große Fehler begangen und ist sehr oft fleischlichen Wegen gegangen. Gerade das war ganz sicher ein fleischlicher Weg, dort zu den Philistern zu laufen und sich das Schwert vom Goliath noch vorher zu holen – sehr fleischlich.

Ich kann jetzt nicht sagen, gut, die Hure und ein anderer Punkt ist noch die Hure Rahab. Sie hat auch gelogen, sie hat die Kundschafter aufgenommen, sie versteckte sie. Dennoch müssen wir ganz klar sagen: Die Schrift ist gegen jegliche Lüge. Wenn in der Bibel von Leuten gelogen wird, ist das kein Recht oder kein Hinweis für Gläubige, dass sie lügen sollen.

Fleischliche Wege, auch das, dass er gesagt hat, dass er Jonathan da zurückschickt und sagt, er solle auf einem Fest sein – das wird uns in der Schrift nicht gutgeheißen.

Also wir müssen sehr vorsichtig sein, dass wir nicht gegen die Schrift ausspielen, denn Gott lehrt uns sehr klar in der Schrift, dass wir aufrichtig und wahr sein müssen. Wahrheit und Lüge sind eines der schlimmsten Dinge. Lüge ist ein Wesen Satans, er ist der Lügner von Anfang an.

Ein Mensch, der anfängt zu lügen, dem kann man nicht mehr vertrauen. Gott selbst ist ein Gott der Wahrheit. Würde er nur einmal lügen, nur ein einziges Mal lügen, wie könnte man so einem Gott vertrauen? Gott will, dass wir seinen Charakter annehmen, dass wir so sind wie er: durch und durch wahr.

Das heißt, wir können also überall, wo gelogen wurde, das nicht gutheißen in der Heiligen Schrift. Wenn jemand schon verheiratet ist mit mehr Frauen, kann er nicht einmal Ältester werden. Er kann zwar die Frau nicht wegschicken, aber er kann nicht Ältester werden, weil er kein Vorbild ist.

Wenn er kein Vorbild ist, heißt das, es wird nicht geduldet. Das heißt nicht, wenn er schon verheiratet ist, hat er diesen beiden Frauen die Treue geschworen, dann kann er die Treue natürlich nicht brechen. Aber seine Kinder sollen ihm nicht nachmachen, dass sie sich auch zwei Frauen nehmen. Damit ist klar gelehrt, dass Polygamie nicht richtig ist.

Ich habe jetzt gerade dazu etwas zu sagen: Vielleicht sprechen hier von Leuten, die keinen Heiligen Geist haben, gerade bei der Hure Rahab. Ich denke, die Gegebenheiten sind viel anders, da das jetzt so gleichzusetzen mit neuntestamentlicher Glauben ist nicht möglich.

Ja, die Hure Rahab war in dem Sinn noch gar nicht bekehrt. Bekehrt hat sie sich gerade nachher, oder? Sie hat erkannt, der Gott dieser Israeliten – sie hat etwas von ihnen gehört und war sehr beeindruckt. Nachher, als sie dann hört, dass das Gericht kommt, weiß sie, wie sie dem Gericht entgehen kann.

Sie weiß, es gibt nur eine Chance, dem Gericht zu entgehen: Sie muss Yahweh, den Gott der Israeliten, vertrauen. Männern kann sie nicht vertrauen. Da sind zwei Männer gekommen, und es waren schon genug Männer bei ihr, das waren alles untreue Leute. Männern kann sie nicht vertrauen.

Aber wie wird sie sicher sein? Was macht sie? Sie sagt: „Schwört mir bei Yahweh, schwört mir bei dem Gott der Treue!“ Yahweh heißt ja: „Ich bin der, ich bin der, der Ewige, der die Verheißungen hält.“ Sie schwört bei eurem Gott und setzt ihr Vertrauen auf den Gott Yahweh. Sie vertraut auch, dass diese zwei Kundschafter, die an diesen Gott Yahweh glauben, sich an diesen Schwur halten werden.

Also sie lässt sie, indem sie sie als Schwören lässt auf Yahweh, sich diesem Yahweh zuwenden. Jetzt wird sie bekehrt, sozusagen wird sie eine, die auch dem Herrn, dem Yahweh, annimmt. Und der Herr stellt sich dazu. Sie wird gerettet und kommt sogar ins Geschlechtsregister Jesu Christi.

Also ja, das stimmt, das ist eine gute Bemerkung. Wir müssen achtgeben, dass wir nicht den Maßstab von uns, die wir den Heiligen Geist haben, gleich an alle im Alten Testament anlegen.

Grundsätzlich müssen wir von der Schrift her ganz klar sagen: Gott ist es immer wichtig, dass wir wahr sind.

Es gibt Zeugnisse von Bibelschmugglern. Bibelschmuggeln war an sich nicht Lüge. Es ging nur darum, dass sie illegal die Bibel ins Land gebracht haben. Aber dann war die Frage: Lügen wir am Zoll, sollen wir lügen oder nicht?

Es gibt Zeugnisse, wer das kennt, von Bruder Andrew, von dem „Schmuggler Gottes“, danke, das Buch von Opendoors, glaube ich, ist das. Und was haben sie gemacht? Er wollte nicht lügen. Er hat immer die Wahrheit gesagt. Er hat gebetet: „Wenn sie mich fragen, sage ich es.“

Einmal hat er das gesagt, wurde ihm alles abgenommen. Er kam davon. Später hat er erfahren, dass diese Bibeln, die sie alle abgenommen hatten, irgendwo verstaut wurden. Als dann die Öffnung kam, wurden diese Bibeln verteilt. Also diese Bibeln kamen an den Ort, wo sie hin sollten.

Also eine schwierige Frage.

Normalerweise, gut, der Schmelzofen, das Silber, das war natürlich viel mehr vorhanden. Gold war nicht so viel vorhanden zum Schmelzen, aber ich weiß es nicht, nein. Warum er gerade von Silber spricht, ausgeschmolzen? Also ich meine, es handelt sich hier um das Wort, das hier bewahrt wird, nicht die Menschen, die bewahrt werden.

Manche meinen, es bezieht sich auf die Gebeugten, aber mir scheint, es bezieht sich auf das Wort, denn das Thema ist das Reden, das Thema ist überall Reden. Vorne reden sie Falsches und dann das Wort Gottes. Und das Wort Gottes ist geläutert.

„Du, Yahweh, wirst sie bewahren, diese Worte, von denen er gerade gesprochen hat, und es behüten, das Silber, das ausgeschmolzen im Schmelzofen zur Erde hinfließt, das geläuterte Silber, vor diesem Geschlecht, denn sie wollen das Wort verdrehen, während ringsum Ehrfurchtslose sich umtreiben, da Gemeinheit obenauf ist bei den Söhnen Adams.“

Also Lüge erkennen. Im ersten Johannesbrief werden wir aufgefordert, die Lüge zu erkennen. 1. Johannes 2,18: Die Kindlein oder ja, die Kinder im Glauben werden hier aufgerufen, sie müssen achtgeben, es gibt viele, viele Falsche, die das Wort nicht verkündigen, die nicht die Wahrheit verkündigen.

Gut, das war’s. Ich habe noch etwas, noch etwas hier, jetzt rot: „Sie, die sagen, wir werden überlegen sein, wer ist uns Herr?“ Also wer kann uns etwas befehlen? Da spotten sie, Vers 5.

Und unten im zweiten Teil: „Du, Yahweh, wirst das Wort, diese Worte bewahren, wirst es behüten vor diesem Geschlecht.“ Dieses Geschlecht sind so stolze Redner, wer kann uns was anhaben? Und der Herr wird seine Worte bewahren vor diesem Geschlecht, die da so stolz reden.

Gut, was haben wir noch? Das lassen wir aus: 14, 15, 16, lassen wir alles aus, Entschuldigung. Wir müssen jetzt ein bisschen weiter.

Psalm 16: Struktur und theologische Bedeutung

 Psalm 16 schauen wir uns ein bisschen an, allerdings nicht im Detail. Psalm 16 ist ja ein Parallelvers zu Psalm 23, Psalm 17 zu Psalm 22, Psalm 18 zu Psalm 21, und Psalm 19 steht in der Mitte.

 Psalm 16 ist ein sehr schöner Psalm. Von der Form her kann ich jetzt nicht so viel sagen, aber er ist sehr regelmäßig aufgebaut. Im ersten Teil sind es 49 Wörter, im zweiten Teil 46 Wörter, und in der Mitte stehen genau drei Wörter: „Ja, ein schönes Erbteil ist mir geworden“. Diese drei Wörter, die hier rosarot markiert sind, stehen exakt in der Mitte und werden umrahmt von zweimal 23 Wörtern vor und nach ihnen. Vor diesen drei Wörtern sind es also 46 Wörter, und nach ihnen ebenfalls 46.

Weiß noch jemand, was die Zahl 23 bedeutet? Sie steht für Herrlichkeit. Hier ist die Herrlichkeit also in der Zahl der Wörter versteckt.

Es geht hier um Vers 1: „Schütze mich, Gott, denn zu dir nehme ich Zuflucht. Ich habe zu Yahweh gesagt: Du bist mein Herr, mein Gut bist nur du. Zu den Heiligen, die im Lande sind, und den Prächtigen habe ich alle meine Lust. Viele Schmerzen haben die, die einen anderen umwerben. Ihre Trankopfer von Blut werde ich nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.“

Yahweh ist das Teil meines Erbteils und meines Bechers. „Du sicherst mir mein Los, die Messschnüre sind mir gefallen in lieblicher Gegend. Ja, ein schönes Erbteil ist mir geworden.“ Hier ist die dritte Strophe, in der er zeigt, dass Yahweh sein Erbteil ist. Das ist wie bei den Leviten: Die Israeliten bekamen jeweils ihren Erbteil, aber die Leviten bekamen kein Land, sondern den Herrn als ihr Erbteil. Er selbst ist kein Levit, aber er drückt genau das aus: „Mein Erbteil ist der Herr.“ Dieses Erbteil gefällt ihm. Dieses Grundstück ist das schönste Grundstück, das es gibt – der Herr selbst. Das ist ihm wichtiger als irgendein Land.

Im ersten Teil sind zwei Abschnitte: Die ersten drei Strophen und die zweiten drei Strophen. Im ersten Teil liegt die Betonung darauf, was der Herr für ihn ist: Er ist seine Zuflucht, sein Herr, sein Gut, sein Erbteil, sein Los. Und es gefällt ihm, er freut sich daran.

Im zweiten Teil, ab Vers 7, folgen nochmal drei Strophen: „Ich werde Jahwe loben, der mir Rat gegeben hat. Selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren. Ich halte Jahwe alle Zeit vor Augen, weil er zu meiner Rechten ist, damit ich nicht ins Wanken gebracht werde. Deswegen ist fröhlich mein Herz und frohlockt meine Ehre – meine Ehre hier im Sinne von Seele. Auch mein Fleisch wird ruhen auf Hoffnung, weil du meine Seele nicht überlassen wirst im Bereich des Todes und nicht zulassen wirst, dass dein Heiliger Verwesung sehe. Du hast mir kundgetan Wege des Lebens. Sättigung mit Freuden ist bei deinem Angesicht, Lieblichkeiten sind zu deiner Rechten ewiglich.“

Im zweiten Teil, in den Versen 7 bis 11, wird beschrieben, was er tut: Er wird Gott loben, weil Gott so gut ist und weil er das ist, was er ihm bedeutet – Zuflucht, Herr, Gut, Erbteil. Deshalb lobt er ihn. Gott ist ein Lehrer, der ihm Rat gibt und ihn durch sein Gewissen führt. Das Wort „Nieren“ steht hier für das Innere des Menschen. Die Bibel verwendet Herz oder Nieren als Bild für das Unsichtbare im Inneren. Hier ist es das Gewissen.

Über das Gewissen hat der Herr ihm Dinge gezeigt, was gut und was nicht gut ist, und dafür ist er dankbar. Er hat ein funktionierendes, empfindliches Gewissen, weil er im Wort Gottes lebt. Sein Gewissen ist geschärft, deshalb kann Gott ihn unterweisen, sogar des Nachts, wenn er aufwacht und vielleicht über sein Leben nachdenkt.

Oft wacht man auf, weil das Gehirn nie ganz schläft, sondern immer arbeitet. Dann verarbeitet es Dinge, und man wird sich bewusst, was man am Tag getan hat – vielleicht bekommt man ein schlechtes Gewissen. „Selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren.“

Er hält Jahwe alle Zeit vor Augen. Das ist der Grund, warum er fröhlich sein kann. Wenn man sich Gott allezeit vor Augen hält, kann man Freude empfinden. Wenn man nicht fröhlich ist, sollte man sich vielleicht fragen, ob man sich den Herrn nicht genug vor Augen gehalten hat. Oft entsteht Traurigkeit, weil man Gott nicht vor Augen hat.

Der Herr Jesus hat diesen Psalm übrigens oft gebetet. Offensichtlich hat er so gelebt, denn er hatte den Vater allezeit vor Augen. Der Vater war zu seiner Rechten. Er richtete sein Auge unablässig auf Gott, und der Psalmist macht es hier ebenso: „Ich halte Jahwe alle Zeit vor Augen, weil er zu meiner Rechten ist.“ Das ist ein Einschub.

Er hält Gott allezeit vor Augen, weil Gott zu seiner Rechten ist. Warum hält er ihn vor Augen? Damit er nicht ins Wanken gerät. Er weiß, dass er ohne diese ständige Gegenwart Gottes ins Wanken geraten könnte, zu Fall gebracht werden durch irgendetwas. Das geht uns ja auch so: Wenn wir mit dem Herrn gut unterwegs sind und eine Versuchung kommt, bleiben wir ruhig. Wir fragen uns dann, warum wir ruhig geblieben sind. Die Antwort ist: Weil wir eine gute Beziehung zum Herrn haben und ihm nahe sind.

Anders ist es, wenn man nicht gut mit dem Herrn unterwegs ist und ihn aus den Augen verloren hat. Dann kommt dieselbe Situation, und man sündigt.

Weiter heißt es in Vers 9: „Deshalb ist fröhlich mein Herz und frohlockt meine Seele, meine Ehre.“ Interessant ist, dass das Wort „Ehre“ im Hebräischen auch für den Menschen, also für die Persönlichkeit, verwendet wird. Er freut sich also mit seiner ganzen Persönlichkeit.

„Auch mein Fleisch wird ruhen auf Hoffnung.“ Er hat Ruhe in Bezug auf seine Zukunft, Gewissheit, weil Gott seine Seele nicht dem Bereich des Todes überlassen wird, dem Scheol. Der Scheol ist der Bereich des Todes. Er drückt hier seine Hoffnung aus, dass Gott ihn aus dem Scheol auferwecken wird.

„Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger Verwesung sehe.“ Wenn man diesen Vers genau nimmt, muss man sagen, dass das auf David selbst nicht zutraf, denn David ist sehr wohl verwest; sein Leib ist verwest. David hat eine Auferstehung vor sich, aber nicht sofort. Im Moment verwest sein Leib.

Deshalb passt dieser Vers eigentlich nicht wirklich zu David. Es ist ein Vers, der irgendwie nicht reinpasst. Man fragt sich, warum David das geschrieben hat. Hat er falsch geschrieben? Stimmt ja gar nicht für ihn, sein Leib ist verwest.

Petrus sagt, dass David hier als Prophet geredet hat. Manchmal gibt es solche Verse, in denen der König David weit über sich hinausgeht. Er spricht eigentlich vom Sohn Davids, vom großen Sohn Davids, dem Messias. Das haben wir schon in Psalm 2 gesehen. Hier ist ein ähnlicher Psalm.

Genau diese Stellen pickt sich Petrus heraus, wahrscheinlich weil der Herr Jesus ihm das gezeigt hat. Mit diesem Psalm belegt er in Apostelgeschichte 2 die Auferstehung. Die Juden konnten ihm nicht widersprechen. Sie hatten Psalm 16 aufgeschlagen und kannten ihn auswendig, denn es war ein Lied, das sie oft gesungen hatten. Aber sie wussten: David ist verwest, sein Grab ist mitten unter uns. Aber einer ist nie verwest worden – der Messias. Hier ist ein eindeutiger Hinweis auf den Messias.

„Du hast mir kundgetan Wege des Lebens. Sättigung mit Freuden ist bei deinem Angesicht, Lieblichkeiten sind zu deiner Rechten ewiglich. Ich werde leben.“ Du hast mir jetzt schon die Wege des Lebens kundgetan, und ich werde bei deinem Angesicht leben. Ich werde dort mit Freude gesättigt werden und in deiner Gegenwart. Zu deiner Rechten sind Lieblichkeiten, das heißt, dort wird Liebliches ausgetauscht und empfangen von Gott.

Das also ein bisschen zu diesem Psalm.

Übrigens haben wir hier auch ein chiastisches Muster, zumindest vom Anfang bis zum Schluss. Schauen wir uns den Anfang und das Ende des Psalms an: „Schütze mich, Gott, denn zu dir nehme ich Zuflucht. Du bist mein Herr, nur du.“ Dieses „du“ wird hier stark betont. Im letzten Vers heißt es auch: „Du hast mir kundgetan Wege des Lebens.“ Dieses „du“ kommt nur noch einmal so betont in der Mitte vor: „Du sicherst mir mein Los.“ Das betonte „du“ steht auch in Vers 2: „Mein Gut bist nur du.“ Ganz am Ende: „Sättigung mit Freuden ist bei deinem Angesicht.“

Vers 2 sagt also: „Du bist etwas Gutes für mich, das Gute, mein Gutes, das, was mir gut ist, das bist du.“ Und zum Schluss: „Das, was mich sättigt, das bist du.“ Und zwar sättigst du mich mit Freuden, bei deinem Angesicht, in deiner Gegenwart. Dort ist Sättigung, das Gute, das Liebliche.

Und in Vers 1 haben wir die Zuflucht: „Bei Gott nehme ich Zuflucht.“ Da kann ich ganz zu ihm hinkommen, mich unter seiner Hand verstecken oder bei ihm zumindest schützen, wie Kinder unter den Kleidern der Erwachsenen, der Eltern. Und hier in der letzten Zeile: „Lieblichkeiten sind zu deiner Rechten“, also ganz nah bei dir, bei deiner starken Hand. Die rechte Hand ist die starke Hand, dort ist man geschützt.

Also Gedanken sind ähnlich. Das machen die Psalmisten gerne: Sie drücken ähnliche Gedanken aus, die sich dadurch besser merken lassen. Wenn man den Psalm auswendig lernt, kann man sich solche Gedankenstützen nehmen.

Was auch noch interessant ist: In der Mitte haben wir diese Sicherheit. In Vers 5 heißt es: „Jahweh, du sicherst mir mein Los.“ Das ist die dritte Strophe. In der vierten Strophe heißt es: „Jahweh, ich halte mir Jahwe alle Zeit vor Augen, damit ich nicht ins Wanken gebracht werde, damit ich sicher und fest bleibe.“ Da könnte man auch eine Parallele sehen.

Dann von der zweiten Strophe zur vorletzten Strophe: Die zweite und die vorletzte Strophe werden durch die Freude, die Lust, verbunden. In Vers 3 heißt es: „An den Heiligen habe ich meine Lust.“ Die anderen haben Schmerzen. Vers 4. Und dann in der vorletzten Strophe: „Deswegen ist fröhlich mein Herz und frohlockt meine Ehre, und du wirst mich nicht im Scheol lassen.“ Die anderen kommen auch dorthin, aber sie haben keine Hoffnung mehr, da herauszukommen, und gehen verloren.

Man kann auch gewisse Parallelen erkennen: Das Wort „die Heiligen“ in Vers 3 und „der Heilige“, nämlich in diesem Fall der Beter, in Vers 10. Auch da ist eine Parallele.

Bei den einen heißt es: „Sie werden …“ Vers 4, bei den Gottlosen. Bei den anderen, die einen anderen umwerben, heißt es: „Ihre Namen werde ich nicht auf meine Lippen nehmen.“ Nicht auf meine Lippen nehmen. Und bei ihm heißt es: „Du wirst meine Seele nicht dem Totenreich überlassen.“

Es stehen gewisse Parallelen, die man erkennen kann und die beim Auswendiglernen als Stütze helfen.

Psalm 23: Der gute Hirte und seine Fürsorge

Ja, zu Psalm 23 – den kennen wir ohnehin auswendig, also brauchen wir ihn nicht aufzuschlagen. Der Gedanke hier ist: Schütze mich, Gott, denn zu dir nehme ich Zuflucht. Und bei deiner Rechten bin ich geborgen. Das sind Lieblichkeiten. Es ist ein Psalm, der uns die Gegenwart Gottes zeigt, der uns Gott selbst zeigt. Der Beter erkennt, dass Gott ihm kostbar ist. Bei Gott selbst zu sein bedeutet: Gott, du bist mein Teil.

In Psalm 23 ist dann auch dieser Grundgedanke enthalten: Die Gegenwart des Herrn. Der Herr ist mein Hirte, und mir mangelt deshalb nichts. Hier heißt es: Mein Gut bist nur du, du bist mein Herr. Der Herr ist mein Hirte. Zu dir nehme ich Zuflucht, und beim Hirten bin ich geschützt und getröstet durch seinen Stecken und seinen Stab.

Auch dort geht es um einen Becher, der überfließt. Hier geht es um einen Becher in Fülle. Yahweh ist das Teil meines Erbteils, meines Bechers.

Der Psalm 23 endet mit welchem Wort? Das letzte Wort, bitte? Immerdar, ewiglich. Psalm 16 endet mit welchem Wort? Auch mit: Immerdar, ewiglich. Und zwar bei Gott zu sein. Gleicher Gedanke zum Schluss: Ich werde bleiben im Hause des Herrn.

Ich habe eine Frage zu dem Becher: Was für einen Hintergrund hat der Ausdruck „Teil meines Bechers“? Woher kommt dieser Ausdruck? Weiß das jemand von uns? Der Teil meines Bechers. Ich könnte ein bisschen nachforschen, habe mir aber noch nicht die Zeit genommen, darüber nachzudenken. Yahweh ist das Teil meines Erbteils und meines Bechers. Vielleicht könntest du mich daran erinnern, dass ich noch nachschaue. Vielleicht haben hier einige mehr darüber nachgedacht, ich weiß es nicht.

Ja, dann weiter. Übrigens kommt das Todestal auch im Psalm 23 vor – das Tal des Todes. Hier ist es der Bereich des Todes, und das ist auch eine gewisse Parallele zu Psalm 23. Wenn ich wandere im Todestal, das ist ein Todestal hier, ein Tal der Todesschatten. Aber dort ist es im Psalm 16 ein Todestal, durch das man auch hindurchgehen muss. Das ist der Bereich des Todes, durch den man hindurchmuss. Auch da gibt es Parallelen. Ja, gut.

Psalm 22: Leid und Hoffnung im Messias

Wir haben wahrscheinlich nicht die Zeit, uns ausführlich mit Psalm 22 zu befassen, aber einige Gedanken dazu möchte ich dennoch teilen.

Zunächst zum Aufbau: Der Psalm besteht aus neun Strophen. Sie sind nicht ganz gleichmäßig, und die Gliederung ist schwierig. Dennoch gibt es eine sehr deutliche Mitte: die Verse 17 bis 19. Das ist die fünfte Strophe von insgesamt neun, also vier Strophen davor und vier danach.

Wenn man die Wörter zählt, gibt es ein Mittelwort, das genau in der Mitte steht – das 123. Wort plus eins plus 123. Diese Zahl ist nicht besonders, aber es zeigt, dass das Wort exakt in der Mitte liegt. Dieses Wort lautet „ich zähle“ – aus dem Satz „Ich zähle alle meine Gebeine“. Das bedeutet, dass die fünfte Strophe auch mathematisch in der Mitte des Psalms steht. Die Mittelzeile sticht dadurch hervor.

Was erzählt diese Mittelstrophe? Sie erklärt, warum der Leidende am Ende ist. Er ist völlig am Ende – körperlich und seelisch. Es handelt sich hier um ein physisches Leiden, das auch seine Stimmung und psychische Verfassung betrifft. Es ist kein geistliches Leiden, sondern es geht um seinen Körper.

Das Wort „denn“ leitet eine Erläuterung ein: „Denn Hunde haben mich umgeben, eine Schar von Bösgesinnten hat mich umzingelt, sie haben meine Hände und Füße durchgraben, ich zähle alle meine Gebeine, sie schauen her und sehen mich an.“ Wahrscheinlich mit Spott. Sie gaffen ihn an, verteilen seine Kleider unter sich und werfen das Los über sein Gewand.

Hier wird also erklärt, warum er am Ende ist.

Schauen wir uns die Strophen sinngemäß an:

Die erste Strophe (Verse 2 bis 6) ist eine Klage. Der Psalmist betet: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Bist fern von meiner Rettung und von den Worten meines Gestöhns. Mein Gott, ich rufe des Tages, und du antwortest nicht; auch des Nachts wird keine Ruhe zu mir.“ Doch Gott ist heilig und thront über den Lobgesängen Israels. Unsere Väter vertrauten auf dich, und du hast sie errettet. Sie riefen und wurden gerettet, sie vertrauten auf dich und wurden nicht zu Schanden. Doch ich – ich bin verlassen, werde nicht erhört, bete ohne Antwort. Ein schrecklicher Zustand, als ob Gott sich abgewandt hätte von dem, der hier betet.

Die zweite Strophe beschreibt, dass er nicht nur von Gott verlassen ist, sondern auch von Menschen verachtet wird: „Ich aber bin ein Wurm und kein Mann, ein Hohn der Menschen, verachtet vom Volk. Alle, die mich sehen, verspotten mich. Sie reißen die Lippen auf, schütteln den Kopf.“ Dann zitiert er die Spötter: „Herr, wälze es auf ihn, Yahweh, der rette ihn, befreie ihn, wenn er Gefallen an ihm hat.“ Ein starker Kontrast, auf den ich später noch eingehe.

Die dritte Strophe (Verse 7 bis 9) drückt Abhängigkeit aus: „Ja, du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat, der mich vertrauen ließ an meiner Mutter Brust. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, sei nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe, denn kein Helfer ist da.“ Viermal wird die Mutter erwähnt. Er betont, wie sehr er von Gott abhängig ist, seit seiner Geburt. Die jüdischen Kinder wurden von klein auf mit Gottes Wort vertraut gemacht und lernten, auf Gott zu vertrauen. Nun ruft er: „Sei nicht fern, denn kein Helfer ist da.“

Die vierte Strophe ist wieder eine Klage, er ist umringt von Feinden und am Ende – äußerlich und innerlich (Verse 13 bis 16): „Viele Stiere haben mich umgeben, gewaltige Stiere von Basan. Sie sperren ihr Maul gegen mich auf, wie ein reißender, brüllender Löwe. Wie Wasser bin ich hingeschüttet, all meine Gebeine haben sich zertrennt. Mein Herz ist wie Wachs zerschmolzen in meinem Inneren, meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und in den Staub des Todes legst du mich.“ Hier viele Bilder: Stiere, Löwe, Wasser, Wachs, Scherbe. Er ist umringt von Feinden, am Ende.

Dann folgt die Mittelstrophe, die wir schon gelesen haben. Sie erklärt, warum er am Ende ist: „Denn Hunde haben mich umgeben, eine Schar Bösgesinnter hat mich umzingelt, sie haben meine Hände und Füße durchgraben. Ich zähle alle meine Gebeine.“ Sie schauen ihn an, verteilen seine Kleider und werfen das Los über sein Gewand. Es sind sieben Sätze mit sieben Verben, die beschreiben, was die Feinde tun, und einmal, was er tut: „Ich zähle meine Gebeine.“ Ein eindeutiges Zentrum seines Leidens.

Dieser Psalm beschreibt das Leiden des Königs, das ihm von Menschen zugefügt wird.

Nun kommt der Wendepunkt, in der sechsten Strophe: „Aber du, Yahweh, sei nicht ferne, meine Stärke, eile mir zu Hilfe! Entreisse dem Schwert meine Seele, meine Einzige, aus der Gewalt des Hundes, rette mich vom Rachen des Löwen, von den Hörnern der Büffel!“ Hier ist die Wende. Er sagt weiter: „Du hast mich erhört, ich will deinen Namen meinen Brüdern lobend künden, inmitten der Gemeinde dir Lob singen.“

In dieser Strophe kommen vier Tiere und ein Rachen vor – vorher waren es drei Tiere und ein Maul. Die sechste Strophe steht parallel zur vierten, aber hier ist der Kontrast: In Vers 16 klebte seine Zunge am Gaumen, er konnte nicht reden. Jetzt will er lobend künden und in der Gemeinde singen.

Die siebte Strophe ist ein Aufruf zum Lob und Zeugnis der Erhörung (Vers 24): „Ihr, die ihr Yahweh fürchtet, preist ihn, alle Same Jakobs, verherrlicht ihn, und scheut euch vor ihm, alle Same Israels! Denn er hat das Elend des Gebeugten nicht verachtet, noch sein Angesicht vor ihm verborgen. Als er zu ihm rief, hörte er.“ Dann sagt der Psalmist: „Von dir, Herr, ist mein Lobgesang in großer Versammlung, meine Gelübde will ich bezahlen vor denen, die ihn fürchten.“ Hier ist die Antwort auf die vorherige Klage. In der dritten Strophe hatte er seine Abhängigkeit betont und gesagt: „Sei nicht fern, denn Bedrängnis ist nahe, kein Helfer ist da.“ Jetzt ruft er alle Same Jakobs auf, Gott zu verherrlichen, weil er nicht fern ist, sondern hört.

Die achte Strophe beschreibt die Auswirkung: Lob und Bekehrung vieler, Heiden und Israeliten (Verse 27-29): „Denn Yahweh herrscht über die Völker. Die Gebeugten werden essen und satt werden, sie werden Yahweh preisen, die ihn suchen. Euer Herz soll ewiglich leben. Alle Enden der Erde werden zu Yahweh sich wenden und vor ihm huldigen, alle Geschlechter der Völker, denn Yahweh ist das Königtum und herrscht über die Völker.“

Dieser Vers klingt fast wie die Königspsalmen im vorletzten Buch der Bibel oder wie die Lobeshymnen im letzten Buch. Er steht im starken Kontrast zu Vers 7, wo er sagte: „Ich bin ein Wurm, verachtet, kein Mensch, Hohn der Menschen.“ Die Gebeugten, die früher verachtet waren, werden nun essen, satt werden und den Herrn preisen. Früher verspottet, jetzt huldigen viele.

Der Schluss, die neunte Strophe (Verse 30-32), beschreibt die weltweite Verkündigung: „Alle Enden der Erde werden essen und huldigen, vor ihm werden sich beugen alle, die im Staub liegen, und jeder, der seine Seele nicht am Leben erhielt. Ein Same, eine Nachkommenschaft wird ihm dienen. Ein Geschlecht wird erzählen von meinem Herrn, sie werden kommen und seine Gerechtigkeit verkünden einem Volk, das geboren wird, dass er es getan hat.“

Hier wird die weite Verkündigung und Huldigung von Adonai beschrieben. Adonai bedeutet „mein Herr“. Interessant ist, dass das Wort „Gott“ nur in Vers 1 und im vorletzten Vers vorkommt („Mein Gott“). Dazwischen kommt „Yahweh“ häufig vor, aber „Gott“ kaum.

Es gibt einen großen Kontrast zwischen Vers 1: „Du hast mich verlassen“ und dem letzten Vers: „Sie werden alle kommen.“ Warum können sie kommen? Weil Gott den Leidenden verlassen hat. Weil einer verlassen wurde, können alle kommen. Das ist die Bedeutung: Wir können kommen, weil er gelitten hat und von Gott verlassen wurde.

Diese Leiden des Messias hat nur einer im letzten Sinne durchgemacht. David selbst war nicht wirklich von Gott verlassen, auch wenn er es manchmal so empfand. Aber einer wurde wirklich von Gott verlassen, damit wir zu Gott kommen können.

Psalm 23: Gliederung und zentrale Themen

Der Psalm endet so wunderschön, nachdem er so schrecklich begonnen hat. Der Messias, Jesus Christus, wird uns vor Augen geführt – niemand sonst passt in allen Einzelheiten so genau darauf. Als der Herr Jesus am Kreuz betete: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, war das wahrscheinlich ein Hinweis auf Psalm 22. Wer diesen Psalm liest, versteht, was hier geschieht: Es bezieht sich auf ihn.

Diese Worte spiegeln die Leiden Jesu wider – Leiden von Gott her, Leiden für die Sünde, dass Gott ihn verlassen hat. Die anderen Leiden waren von Menschen verursacht. Doch dass Gott den Sohn am Kreuz verlassen hat, dass Gott ihn verfluchte am Holz des Fluches, das war zur Sühnung unserer Sünden. Hier hat der Herr die Hölle erlebt – ein Geheimnis, vor dem wir in aller Ewigkeit staunen werden. Das ist ein Moment, um zu beten. Stehen wir daher auf zum Gebet!

Ich habe bemerkt, dass ich Ihnen die Gliederung von Psalm 23 gar nicht gegeben habe. Hier ist ein Vorschlag, der nicht inspiriert ist, aber als Orientierung dienen kann.

 Psalm 23, der Gute Hirte:

Vers 1: Das Thema – Jachwe ist mein Hirte, und ich habe keinen Mangel. Das entspricht dem Thema von Psalm 16. Also zuerst Vers 1.

Vers 2: Die gegenwärtige Versorgung. „Auf Auen von zartem Grase lagert er mich, er führt mich zu Wassern der Ruhe“ – er versorgt mich.

Vers 3: Die Erfrischung und beständige Führung. Man braucht immer wieder Erneuerung. Der Mensch, der Christ, braucht ständig Erneuerung – wir werden Tag für Tag erneuert (vgl. 2. Korinther 4). „Er stellt wieder her meine Seele und auf rechten Pfaden leitet er mich.“ Wir brauchen auch ständig Führung. Das tut er übrigens seines Namens wegen, weil er der ist, der er ist. Er macht das nicht uns zuliebe, sondern weil er so ist – reine Gnade.

Vers 4: Schutz in jeder Lage. „Auch wenn ich gehe im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Übel.“ Er schützt mich, auch in gefährlichen Tälern. Auch im Leben gibt es gefährliche Täler. Deshalb wollen wir uns ganz eng an den guten Hirten halten.

Vers 5: Hier sind wir schon im Zentrum des Psalms. Die Ursache für all das ist Jachwes Gegenwart und Trost: „Du denn, du bist bei mir, mir zur Rechten steht.“ Seine Gegenwart, der Stock und der Hirtenstab, trösten mich. Der Stock, also der Prügel, ist nicht für mich, sondern für die Feinde. Manchmal brauche ich vielleicht auch Prügel, dann ist das auch ein Trost. Aber ich weiß nicht, ob das hier gemeint ist.

Vers 6: Die Stärkung und Beruhigung angesichts von Feinden. „Du richtest vor mir einen Tisch angesichts meiner Bedränger.“ Da könnte man sehr unruhig werden, wenn die Feinde auf einen zueilen. Aber er sagt: „Setz dich nieder, komm her, wir werden jetzt essen. Lass uns nicht von den Bedrängern stören.“

Vers 7: Die Ausrüstung und reichliche Sättigung. „Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt.“ Man könnte hier auch „Gegenwart“ übersetzen. Es ist ziemlich schwierig, ob man es als Gegenwart oder als Vergangenheit übersetzt. Wahrscheinlich ist es Vergangenheit, weil er sich darauf bezieht, dass er bereits der Gesalbte ist. David ist bereits gesalbt. „Mein Becher ist mit einem Wort mein Becher des Überflusses.“ Das heißt, er ist voll und läuft über. Im Hebräischen steht hier kurz „mein Becher Überfluss“ – zwei Wörter.

Vers 8: Versorgung für die Zukunft. „Ja, Gutes und Gnade jagen mir nach alle Tage meines Lebens.“ Wir haben schon festgestellt, dass er im zweiten Vers vorangeht und zu den Wassern der Ruhe führt. In der vorletzten Zeile heißt es, dass Gnade und Güte hinter mir herlaufen, mir nachjagen – und zwar alle Tage meines Lebens. Die Versorgung für die Zukunft jagt mir also nach, mit seiner Gnade und Güte, die ganze restliche Zeit meines Lebens, alle Tage.

Und dann das herrliche Ziel: „Ich kehre wieder und werde wohnen im Hause Jachwes für lange, lange Zeit.“ Das heißt: für immer, ewiglich. Das Wort „ewig“ kann einfach eine unübersehbar lange Zeit bedeuten, praktisch ohne Ende.

Das war die Gliederung von Psalm 23.

Kommen wir nun zu Psalm 24 – oder gibt es noch Fragen? Ja, okay, ich bin wohl zu schnell gewesen.

Psalm 24: Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes

Nun, in diesem Fall bezieht sich das natürlich auf David. Das heißt, Gott hat ihn zum König gesalbt. Die Salbung ist grundsätzlich eine Ausrüstung. Hier ist die Salbung die Ausrüstung für seinen Königsdienst. Eine Ölsalbung wurde ja auch zur Gesundheit gebraucht, etwa bei Krankheiten, aber auch zur Stärkung. Man hat den Körper eingesalbt, um gestärkt zu werden.

Insofern darf man das so anwenden: Es geht um die Anwendung. Du bist der, der mich mit aller Kraft ausrüstet und so reichlich sättigst, dass mein Becher sogar überfließt. In diesem Sinne würde ich es anwenden.

 Psalm 24 steht an einer Schlüsselstelle. Wenn ich daran erinnern darf: Wir hatten ja zuerst die Gruppe der Psalmen zwei bis acht, dann neun bis neunzehn, danach neunzehn bis achtundzwanzig und schließlich neunzehn bis neunundzwanzig. Das ist eine Elfergruppe: neunzehn bis neunundzwanzig. Der fünfte Psalm dieser Gruppe, wenn man ab neunzehn zählt, ist welcher? Der sechste Psalm. Wenn es elf sind, brauche ich den sechsten. Der sechste Psalm ab neunzehn gezählt ist Psalm 24.

 Psalm 24 steht also in der Mitte der Elfergruppe. Und vergessen wir nicht: Psalm 19 war ein Herrlichkeitspsalm. Die Herrlichkeit Gottes zeigt sich in der Schöpfung. Das Reden Gottes in der Schöpfung und im Wort Gottes ist Herrlichkeit, und diese Herrlichkeit soll auch im Leben des Menschen sichtbar werden. Psalm 24 ist ebenfalls ein Herrlichkeitspsalm, ebenso wie Psalm 29. Das sind die drei großen Herrlichkeitspsalmen, die fast im Zentrum des ersten Buches der Psalmen stehen.

 Psalm 24 von David lautet:

"Jahwe ist das Erdland und seine Fülle. Jahwe gehört das Erdland und seine Fülle, die Welt und die darauf wohnen, denn er hat es gegründet, das Erdland nämlich, oder die Erde kann man auch sagen. Er hat es gegründet an Meeren und befestigt an Strömen. Wer wird steigen auf den Berg Jahwes? Wer wird stehen an der Stätte seiner Heiligkeit? Der unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, der nicht zur Falschheit seine Seele erhebt oder zur Nichtigkeit und nicht schwört zum Betrug. Er wird Segen empfangen von Jahwe und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Dieses ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen: Jakob. Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, erhebt euch, ewige Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Jahwe, stark und heldenhaft. Jahwe, heldenhaft im Kampf. Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, erhebt euch, ewige Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Jahwe der Heere, er ist der König der Herrlichkeit."

Hier haben wir eindeutig einen zweigeteilten Psalm, das kann niemand leugnen. Das "Sela" in der Mitte deutet ebenfalls darauf hin. "Sela" ist wohl ein Zwischenspiel oder eine Pause. Wenn man die Aufteilung beachtet, sind die Verse 1 bis 6 in ihrer Wortzahl bemerkenswert. Psalm 24 hat fünfmal siebzehn Wörter. Wenn man die Mitte arithmetisch auszählt und die mittleren drei Wörter nimmt, kommt man auf einundvierzig plus drei plus einundvierzig Wörter. Das sind genau die Wörter in Vers 6, die hier rot unterstrichen sind: "Dieses ist das Geschlecht." Welches Geschlecht denn?

Diese Mittelwörter zeigen, dass der ganze Vers der Mittelvers ist: "Dieses ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen." Doppelpunkt: Jakob.

Übrigens rätseln die Übersetzer bei diesem Vers, wie man ihn übersetzen muss. Manche übersetzen: "Das ist dein Angesicht, die dein Angesicht suchen", also ob Jakob angesprochen wäre und man das Angesicht Jakobs suchen müsse. Nein, der Psalmist will nicht sagen, man solle das Angesicht Jakobs suchen, sondern das Angesicht Gottes. Jakob ist hier das Geschlecht. "Dieses ist das Geschlecht derer, die nach ihm, nach dem Herrn, trachten." Dann schiebt der Psalmist wie ein Gebet ein: "die dein Angesicht suchen." Aber dann kommt das Wort "Jakob". Es geht nicht darum, dass man das Angesicht Jakobs sucht, sondern es ist ein Doppelpunkt, der sich auf das Geschlecht bezieht. Dieses ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, nämlich Jakob. Das ist das Geschlecht Jakob, gemeint ist es so.

Ich weiß nicht, wie Schlachter das übersetzt hat, vielleicht mit Bindestrich: "das ist Jakob." Auch so ist es wunderbar. Also ein Hinweis auf das Geschlecht. Und das ist auch das Thema: das Geschlecht derer, die nach Jahwe trachten.

Diese drei Strophen haben wir hier: Strophe eins sind die Verse 1 und 2, Strophe zwei die Verse 3 und 4, Strophe drei die Verse 5 und 6. Im zweiten Teil gibt es noch zwei Strophen: Verse 7 und 8 sowie 9 und 10. Das heißt, wir haben fünf Strophen hier. Die Mittelstrophe ist Vers 5 und 6, und von der Mittelstrophe ist Vers 6 der Zentrumsvers: "Dieses ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, Jakob."

Im ersten Teil geht es also um das Geschlecht derer, die nach dem Herrn trachten, nämlich Jakob. Es geht um Israel, hier mit dem alten Namen Jakob genannt. Dann geht es um den König dieses Geschlechts. Der zweite Teil endet mit: "Das ist der König der Herrlichkeit." Der erste Teil lautet: "Das ist das Geschlecht Jakobs", der zweite Teil: "Das ist der König der Herrlichkeit." Also haben wir zwei Bezeichnungen.

Was wird vom Geschlecht Jakobs gesagt? Zuerst wird gesagt, dass die ganze Erde dem Herrn gehört. Wenn die ganze Erde dem Herrn gehört, dann gehört auch Jakob ihm. Von der Übersetzung her ist nicht ganz klar, ob er die Erde oder einfach das Land meint. Wenn er das Land meint, ist alles sehr verständlich: Jahwe gehört das Land und alles, was im Land wächst, die Welt, die sie sehen, und die darauf wohnen. Wenn er Erde meint, würde es einfach heißen, Jahwe gehört die ganze Erde und alle Menschen, die darauf wohnen. Das könnte auch sein, aber es scheint mir eher, dass es sich auf das Land bezieht, weil es dann um den Berg geht.

Hier ist von einem Land die Rede, von einem Berg. Wer wird steigen auf den Berg Jahwes? Und wer wird stehen an der Stätte seiner Heiligkeit? Dieses Land gehört dem Herrn, folglich gehört auch das Geschlecht, das darin wohnt, dem Herrn. Davon können wir später noch sprechen.

Wer wird auf dem Berg des Herrn stehen? Nur ein solches Geschlecht und solche Menschen, die heilig sind. Wer darf dort stehen, an der Stätte, auf dem Zionsberg, dort, wo der Tempel ist, an der Stätte seiner Heiligkeit? Wer darf dort stehen? Derjenige, der unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, der nicht zur Falschheit seine Seele erhebt und nicht schwört zum Betrug.

Jakob! Was wissen wir von Jakob? Sein Name bedeutet Betrug, Falschheit. Und er sagt: Wer darf da auf dem Berg des Herrn stehen? Jakob, aber nur ein Jakob, der ohne Falschheit und ohne Trug ist.

Einmal hat der Herr Jesus seine Jünger um sich geschart, und als Nathanael kam, sagte Jesus: "Das ist ein echter Israelit, ohne Jakob." Das heißt: ein Israel ohne Jakob, ohne Falschheit, ohne Trug. Vielleicht sprach Jesus Aramäisch und sagte so: "Das ist ein Israel ohne Jakob." Ein echter Israel ohne Jakob.

Wer darf auf dem Berg des Herrn stehen? Nur solche, die keine Falschheit und keinen Betrug haben, die unschuldige Hände und reinen Herzens sind.

Vers 5 und 6: Der wird Segen empfangen von Jahwe und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Und wer ist das? Das ist das Geschlecht Jakob, die dein Angesicht suchen, Herr, die nach ihm trachten.

Dieses Geschlecht gehört dem Herrn, es gehört Jahwe. Es muss heilig sein für Gemeinschaft mit Jahwe, das ist zweitens, und drittens wird es gesegnet werden. Es wird Segen empfangen von Jahwe und Gerechtigkeit von dem Rettergott. Das ist das Geschlecht.

Jetzt kommt der König. Nun ist die Rede von den Toren Zions. Die Tore Zions sollen sich öffnen: "Erhebt, ihr Tore, eure Häupter! Erhebt euch, ewige Pforten!" Das ist dichterische Sprache. Ich denke, soweit ich das verstehe, bedeutet das, dass die Tore aufgehen sollen. Sie sollen sich freuen, die Tore, weil jetzt einer kommt, der bald durch sie einziehen wird.

Hier ist dichterische Sprache: Die Tore werden wie Menschen angesprochen, personifizierte Tore. "Kommt, schaut nicht auf den Boden, seid nicht traurig, hebt euer Angesicht, eure Häupter!" Hebt eure Häupter, jetzt kommt der König. Also freut euch, ihr Tore Israels, Tore Jerusalems, wie so ewige Pforten. Diese Tore stehen schon lange, im relativen Sinne natürlich, und jetzt dürfen sie sich freuen, denn jetzt hebt eure Häupter, damit der König einziehen kann.

Wenn die Tore fröhlich werden, dann machen sie auf.

Wer ist dieser König der Herrlichkeit, der dort einziehen darf? Es ist der Herr selbst, Jahwe, stark und ein Held, heldenhaft zum Kampf, ein Streiter. Es ist der König, der hier siegreich kommt.

"Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, erhebt sie, ewige Pforten! Wer ist dieser König der Herrlichkeit?" Es ist Jahwe der Heere. Da reitet er vor den Heeren Israels und zieht ein als starker König.

Hier ist also das mächtige Kommen Jahwes angezeigt. Gott kommt mit Herrlichkeit, er setzt sich auf den Thron und regiert jetzt von dieser Stadt aus in alle Ewigkeit.

Ist es so wie ein Wechselgesang? Oder ist es eine Herausforderung? Wer ist der Berichterstatter? Das ist eine negative Frage. Was hat er zu sagen?

Mir scheint, es ist ein Stilmittel, das wir auch in Psalm 91 finden. Dort ist ganz typisch ein Wechselgesang: Da spricht eine Gruppe, dann eine andere. Es geht hin und her. Wahrscheinlich ist es hier auch so.

Wir haben es ja mit Liedern zu tun; das muss ja schön geklungen haben. Die eine Seite singt das, die andere singt das. Ich habe jetzt keine Kommentare darüber gelesen, aber es ist parallel zu Psalm 91.

Dort heißt es zum Beispiel in Vers 11 bis 13 die eine Seite, 14 bis 16 die andere Seite. Vers 9 und 10: Vers 9: "Ja, du, Jahwe, bist meine Zuflucht." Jetzt kommt eine andere Seite: "Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht." Das ist sehr typisch. Das kann nicht der Gleiche beten: "Ja, du, Herr, bist meine Zuflucht; den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht." Eine Seite singt das eine, die andere das andere.

Er befreit: Die ersten zwei Verse singen wahrscheinlich die einen, dann die zweiten Verse drei und vier: "Ja, er befreit dich." Dieses "Ja" ist wahrscheinlich ein Zeichen. Auch bei Vers 9: "Ja, du, Herr."

Nun zur Anwendung des Psalms: Ja, auch wir gehören dem Herrn. Wenn ihm die Erde gehört, gehören auch wir, gehört jeder dem Herrn. Dann darf der Herr bestimmen, wen er an seiner heiligen Stätte stehen lässt.

Übrigens: "Stehen" - hier geht es um Anbetung. Man steht vor Jahwe. Wer darf dort stehen? Grundsätzlich dürfen alle kommen, aber hier sind die Bedingungen: Der unschuldige Hände hat, unschuldige Hände und reinen Herzens ist. Die Herzen müssen gewaschen sein, und die Hände müssen auch gewaschen sein, denn unsere Hände sind schuldig von Anfang an.

Wir haben heute Morgen schon darüber gesprochen: Wir haben ein Sündenbewusstsein, wir wissen, wir sind schuldige Sünder. Vom Wesen her sind wir immer schuldig, immer verpflichtet. Durch seine Gnade hat er uns vergeben, um Christi willen, wenn wir zu ihm gekommen sind.

Das ändert aber nicht daran, dass wir demütig bleiben und wissen, dass wir zu jeder Sünde fähig sind. Was sagt Paulus von sich? "Ich bin der größte aller Sünder." Nicht "ich war", sondern "ich bin der größte der Sünder" (1. Timotheus 1).

Man muss also frei sein von Sünde, frei von Schuld durch das Blut Jesu Christi, in unserem Fall. Kein Trug, Aufrichtigkeit gebührt dem, der Gott naht, der nicht zur Falschheit oder Nichtigkeit seine Seele erhebt, zur Eitelkeit und der nicht schwört zum Trug.

So jemand wird gesegnet. Segen ist der Weg zum Leben, so jemand wird Leben bekommen. Fluch ist der Weg zum Tod.

Und solche, die frei sind von Schuld durch das Opfer, die von Gott Segen und Gerechtigkeit empfangen, das sind das Volk Gottes, das Geschlecht derer, die Gott suchen. Das ist Jakob, das ist Israel.

Praktische Anwendung: Bin ich auch einer von denen? Trachte ich auch danach, ihm zu gefallen? Trachte ich nach ihm? Suche ich sein Angesicht? Immer wieder kommen, immer wieder sein Angesicht suchen, immer wieder.

Das Angesicht suchen ist ein Ausdruck im Alten Testament für ins Gebet gehen. Das "Suchen" ist hier nicht im Sinne von "Oh, ich habe es verloren." Nein, "suchen" bedeutet hier "aufsuchen", Gott wird aufgesucht, das heißt, Gott suchen.

Hier ist keiner, der Gott sucht, heißt, da ist keiner, der betet. Das ist Römer 3 beziehungsweise Psalm 14: Da ist keiner, der Gott sucht. Das heißt, sie sind zwar religiös und fromm, aber sie gehen nicht ins Gebet, sie beten nicht, sie leben nicht in Abhängigkeit von Gott. Es ist keiner da.

Hiskia war einer, der den Herrn suchte, immer wieder. Er suchte den Herrn, das heißt, er betete, er lebte in Abhängigkeit von Gott. Das ist hier gemeint: den Herrn suchen.

Er sitzt auf einem Thron, er ist der König der Ehren, der König der Herrlichkeit. Hier wird er wieder dargestellt als der, der kommt, um diesen Thron einzunehmen, der König der Herrlichkeit.

Er ist also, erstens, mit weit offenen Toren zu empfangen (Vers 7). Er ist stark und siegreich, wird ausgesagt, und er ist der ewige Jahwe, der den Bund hält.

Jahwe heißt der Ewige, der Treue, der ist, der er ist, der das ist, was er sagt, der sich zu seinem Bund stellt. Das ist der Bundesgott.

Wenn das Wort Jahwe im Alten Testament steht, muss man immer an den Bund denken. Es ist ein Bundesgott, der seinen Bund hält, der ein Versprechen gegeben hat und seinen Bund hält.

Wenn das Wort Gott steht, wird einfach die Stärke und Autorität betont. Er ist Gott. Gott heißt eigentlich der Starke, der Mächtige. Aber wenn Jahwe steht, dann ist er der, der den Bund hält, der Ewige, der Treue.

Soweit Psalm 24.

Gibt es noch Fragen? Zu den Toren: Sie sagen, sie seien sehr personifiziert. Kann es auch sein, dass damit die Wächter gemeint sind? Denn bei den Christenmännchen waren doch die Wächter, eine bestimmte Gruppe. Wenn die Tore geöffnet wurden, mussten sie ja in irgendeiner Form aufgewärmt werden.

Die Wächter werden aber schon extra ernannt. Es gibt einige Stellen, auch in Psalmen, wo die Wächter angesprochen werden.

Zudem ist es bei diesem Fall vielleicht so, dass andere Begriffe gesucht werden, denn es muss ja das Volk angesprochen werden. Wenn ein Tor personifiziert ist, dann geht es doch um etwas anderes.

In einem Gedicht kann man auch Mauern oder Tore in poetischer Weise ansprechen. Das ist ein Bild von Schutz. Ich habe jetzt die Stelle nicht im Kopf, aber da werden Mauern angesprochen. Weiß das jemand? Die Mauern Jerusalems werden mal angesprochen, hier werden die Tore angesprochen.

In poetischer Weise ist das kein Problem: Personifizierung dieser Tore.

Ja, ich denke schon.

 Psalm 25 wäre zwar sehr schön, aber wir können einfach nicht jeden Psalm nehmen. Psalm 25 ist ein akrostischer Psalm, das heißt ein ABC-Psalm. Wir lassen ihn aus, ebenso den schönen Psalm 27.

Man könnte ihn auswendig lernen, ich möchte ihn sehr empfehlen, wenn jemand die Freiheit zum Auswendiglernen hat.

 Psalm 27: Eine Schwester bei uns in Österreich, sie war damals, wenn ich mich recht erinnere, etwa 82 oder 83 Jahre alt. Sie kam ganz spät zum Glauben, war Zeit ihres Lebens Katholikin gewesen. Dann kam ihr Sohn zum Glauben, und schließlich kam die Mutter zum Glauben.

Diese alte Frau hat Psalm 27 auswendig gelernt und hat ihn oft zitiert:

"Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Jahwe ist die Schutzwehr meines Lebens, vor wem sollte ich erschrecken?"

Die letzte Folie nochmals: Das war Psalm 24.

Bei Psalm 27, wer das interessiert: Das Zentrum liegt bei Vers 6:

"Opfer des Jubelrufes will ich opfern in seinem Zelt, will singen und spielen dem Herrn."

Wir singen und spielen dem Herrn.

Die zwei Mittelzeilen, also Vers 6 C und D:

"Opfer des Jubelrufes will ich opfern in seinem Zelt, will singen und spielen dem Herrn."

Dann Psalm 29, der nächste Herrlichkeitspsalm. Geht es jetzt weiter, Billy?

Psalm 29: Gottes Stimme und Macht in der Schöpfung

 Psalm 29

Herrlichkeit, Herrlichkeit, Herrlichkeit, Herrlichkeit – viermal! Wie viele Zeilen? Dreiundzwanzig, natürlich! Wie viele Wörter? Sechzehn Wörter in der ersten Strophe, sechzehn Wörter in der letzten Strophe, das ergibt 32. Und was war 32? Auch Herrlichkeit, einmal mit der Schreibweise, also einmal als positioneller Wert und einmal als dezimaler Wert, oder? Herrlichkeit – das ist doch kein Zufall, oder?

Erste Strophe, letzte Strophe und dazwischen? Wir haben also 17 Wörter in der zweiten Strophe, das sind Verse drei und vier. Wir haben 17 Wörter in der dritten Strophe, das sind Verse fünf und sechs. Und wir haben 23 Wörter in der vierten Strophe, das sind Verse sieben bis neun. Ist das Zufall? Ich kann es nicht glauben. Es ist Poesie, es ist kein Zufall.

Gebt Yahweh, ihr Göttersöhne, gebt Yahweh Herrlichkeit und Stärke! Gebt Yahweh die Herrlichkeit seines Namens, huldigt Yahweh in heiliger Pracht! Die Stimme Yahwehs ist über den Wassern, der Gott der Herrlichkeit donnert, Yahweh über großen Wassern. Die Stimme Yahwehs ist in Kraft, die Stimme Yahwehs ist in Pracht, die Stimme Yahwehs zerbricht Zedern. Ja, Yahweh zerbricht die Zedern des Libanons. Und er macht sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirion wie einen jungen Wildochsen.

Die Stimme Jachwes sprüht Feuerflammen aus, die Stimme Jachwes erschüttert die Wüste, Jachwe erschüttert die Wüste Kadesh. Die Stimme Jachwes macht Hirschkühe kalben und legt die Wälder bloß. Und in seinem Tempel spricht alles Herrlichkeit. Jachwe thront über der Wasserflut, und Jachwe thront als König ewiglich. Jachwe wird seinem Volk Stärke geben, Jachwe wird sein Volk segnen mit Frieden.

18 Mal Yahweh – ich habe mich gewundert, warum nicht 17 Mal, aber ich weiß es nicht. Vielleicht hat er einfach gesagt: Das passt hier nicht, hier kann man keine 17 nehmen. Hier haben wir 18 Mal Yahweh. Aber sieben Mal die Stimme Yahwes, drei plus eins plus drei: Drei in der zweiten Strophe, eins in der Zentrumsstrophe, drei in der vierten Strophe. Dreimal die Stimme Yahwehs!

Es geht hier um Gottes Reden, aber es ist nicht das Wort Gottes, nein, es ist das Dröhnen Gottes. Karl Delitzsch hat ja im Psalmenkommentar geschrieben und übersetzt hier: Gedröhn Jachwes, Gedröhn Jachwes, Gedröhn – also Donner oder was heißt Gedröhn? Ein lauter Schall, Gedröhne, ein Dröhnen, sagen wir. Es geht hier einfach um die Macht Jachwes, wenn er donnert, wenn er seine Stimme erschallen lässt.

Wenn es so ein richtiges Gewitter gibt, dann kann man das Zittern lernen. Wenn so ein Blitz neben einem niedergeht, so ein mächtiger Blitz und ein Donnerschlag, dann kann man zu zittern beginnen. Hier geht es um die Macht Jahwes, sein mächtiges Dröhnen, sein mächtiges Sprechen in der Natur. Das ist ein Naturpsalm.

Davon sprechen ja auch diese ganzen Ausdrücke im Zentrum, die Zedern, die Zedern des Libanons. Die Zedern sind wirklich bodenständige, feste Bäume. Wenn man von Festigkeit spricht, spricht man von den Zedern des Libanons. Aber diese springen herum wie Kälber, diese Zedern. Er macht, dass sie in die Höhe hüpfen. Da kann man sich vorstellen, was das für ein Beben ist.

Der Libanon, das ist das Gebirge dort, der Sirion, ich denke, das ist auch ein Gebirge. Sie springen in die Höhe, sie hüpfen, wenn er ein bisschen zittern macht. Was spricht er? Nein, das ist ein Lied auf die Macht Gottes, und er verwendet hier poetische Sprache. Aber er zeigt etwas von der Macht Gottes durch diese Weise.

Es spricht nicht von einem Erlebnis, von einer Erfahrung, sondern einfach davon, dass er die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung preisen möchte – wie Psalm 19. Dort hatten wir ja das Reden Gottes in der Schöpfung und das Reden Gottes in seinem Wort. Hier hat er das Reden Gottes des Königs, der thront als König ewiglich, und es ist ein herrlicher König. In seinem Tempel spricht alles von Herrlichkeit.

Dieser Gott, der in der Schöpfung so mächtig wirkt und Herrlichkeit zeigt, wie die Mittelstrophe zeigt, ist derselbe Gott, der in seinem Tempel wohnt. Dort im Tempel tritt man ein und fängt selbst zu zittern an. Hier wohnt der herrliche Gott, der König, und zwar thront er hier ewiglich.

Dieser Yahweh wird seinem Volk Stärke geben. Dieser Yahweh ist hier für sein Volk, er wird sein Volk stärken und segnen mit Frieden. Gott hat – da kann man glücklich sein. Wenn ein Kind einen großen Vater hat, der stark ist, schaut man sich die Kinder an, wie sie sagen: „Mein Papa, mein Papa, der kann zuschlagen, wenn er will. Pass auf, sonst hole ich meinen Papa.“ So ist das.

Aber hier, das ist mein Gott, das ist unser Gott. Wie müssen wir uns da Sorgen machen und Angst haben? Nein! Dieser heilige Gott wohnt in seinem Tempel, und er thront dort zwischen den Cherubim. Das ist der Königsthron Jachwes. Dort sind die Cherubim aufgestellt, die Bundeslade und die Cherubim darüber. Er thront dort zwischen den Cherubim auf dem Deckel der Bundeslade. Gott thront als König, und in diesem Tempel spricht alles von Herrlichkeit, von Glanz – dieses Yahweh.

Die Zeit ist um. Wir müssen, wir wollen Schluss machen. Wir wollen beten.