Zum Inhalt

Predigte Christus wirklich den Verlorenen im Totenreich? (1. Petrus 3,18 – 4,8)

1. Petrus 3,18-4,829.07.2026
Wie ist der schwierige Text von 1. Petrus 3,18 bis 4,8 zu verstehen, insbesondere hinsichtlich der Ausdrücke, dass der Herr Jesus hinging und „den Geistern im Gefängnis predigte“ bzw. dass „den Toten gute Botschaft verkündet“ wurde?

Begrüßung und Hinführung zum Thema

Guten Abend, ich möchte alle herzlich begrüßen, auch die, die über den Livestream direkt zugeschaltet sind.
Wir haben heute Abend ein herausforderndes Thema vor uns. Es geht um die Frage: Hat Christus wirklich nach seinem Sterben am Kreuz den Verlorenen im Hades gepredigt? Dazu lesen wir aus 1. Petrus 3. Darf ich bitten, Frank, dass du uns vorliest: 1. Petrus 3, die Verse 18 und folgende, und zwar bis Vers 6.
Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist, indem er auch hinging und den Geistern predigte, die im Gefängnis sind, die einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noas, während die Arche zugerichtet wurde, in die wenige, das ist acht Seelen, eingingen und durch Wasser gerettet wurden. Welches Gegenbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe, nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott, durch die Auferstehung Jesu Christi, der in den Himmel gegangen, zur Rechten Gottes ist, in dem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind. Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, ruht von der Sünde, um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. Denn die vergangene Zeit ist genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, indem ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Schwelgereien, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendienereien, wobei es sie befremdet, dass ihr nicht mehr mitlauft zu demselben Treiben der Ausschweifung, und sie lästern euch, die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebende und Tote zu richten. Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, damit sie zwar gerichtet werden dem Menschen gemäß nach dem Fleisch, aber leben möchten gottgemäß nach dem Geist.
Wir sehen, unser Thema ist behandelt in Vers 19, wo es heißt: von dem Geist, in dem er auch hinging und den Geistern predigte, die im Gefängnis sind, die einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noas, während die Arche zugerichtet wurde. Und dann nochmals in Kapitel 4, Vers 6: Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, damit sie zwar gerichtet werden dem Menschen gemäß nach dem Fleisch, aber leben möchten gottgemäß nach dem Geist.
Diese Stellen haben eben eine solche Verwirrung als Ergebnis in der Kirchengeschichte ausgelöst. Und zwar, weil es zwar schwierige Texte sind, aber die Leser haben das verdreht, und zwar in ganz verschiedenen Richtungen. Das spielt eine große Rolle in der Lehre der katholischen Kirche, um zu behaupten, dass es auch nach dem Tod immer noch eine Möglichkeit gibt, errettet zu werden. Aber auch Luther hat diesen Abschnitt, oder in der Luther-Übersetzung ist das überschrieben mit Christi Höllenfahrt. Calvin hat das ganz abgelehnt und gesagt: Nein, das muss man ganz anders verstehen. Das hat nichts mit der Höllenfahrt Christi zu tun.
Und auch die Zeugen Jehovas berufen sich darauf und sagen: Ja, da sehen wir eben die Menschen, die zur Zeit von Noah lebten und die die Chance, errettet zu werden, verpasst hatten, die bekamen doch im Jenseits nochmals eine Chance. Christus sei zu ihnen gegangen und hätte gepredigt. Und dann wird das noch ausgedehnt. Es wird dann behauptet, dass eigentlich alle Menschen vor Christus nach dem Tod diese Proklamation von Christus im Totenreich erlebt hätten und sich dann noch bekehren konnten. Und so gäbe es also eben eine zweite Chance auch nach dem Tod.
Auch zum Beispiel die Sekte der Neuapostel beruft sich auf diese Stellen und lehrt: Es gibt auch nach dem Tod noch eine Möglichkeit. Und darum soll man auch für die Toten beten, genauso wie das in der katholischen Kirche gelehrt wird, das Gebet für die Toten, obwohl wir das in der Heiligen Schrift nirgends finden. Ein Gebet für die Toten, nirgends.
Die katholische Kirche hat das übernommen aus den Apokryphen. Dort in den Büchern Makkabäer findet man das Gebet für Tote. Aber die Apokryphen, das sind ja Bücher, die in der katholischen Kirche zwischen Altem und Neuem Testament eingefügt wurden, die aber im Judentum nie als Heilige Schrift akzeptiert waren. Das waren zwar Bücher, die im Judentum verfasst worden sind, nämlich in der Zeit nach Maleachi, das war der letzte Prophet, 400 v. Chr., und noch vor dem Neuen Testament. Da entstanden die sogenannten Apokryphen im Judentum.
Aber man muss sagen: Im Judentum war man sich bewusst, dass Maleachi, der letzte Prophet im Alten Testament, der letzte Schriftprophet des Alten Testaments war. Sogar im Talmud, dem wichtigsten theologischen Werk im Judentum, da steht im Traktat Sanhedrin: Nach dem Tod der Propheten Sacharja, Haggai und Maleachi wich der Heilige Geist von Israel. Und so war klar: Alle die Bücher, die später geschrieben wurden, wurden im offiziellen Judentum nicht als inspiriert angesehen, weil der Heilige Geist Israel eben in dieser Weise verlassen hatte, dass es keine Schriftpropheten mehr gab, wie Jesaja, Jeremia und eben auch zuletzt Maleachi.
Da sieht man also, was für seltsame Ideen aufgekommen sind. Das ist da niedergeschlagen in den Makkabäerbüchern. Und nun ist es so: Als die Reformation im 16. Jahrhundert ausbrach, da haben die Reformatoren betont: Das Einzige, worauf unser Glaube ruht, ist die Heilige Schrift. Nicht der Papst, nicht die Konzilien, nicht die Kardinäle können uns festlegen, was wahr ist und was nicht wahr ist. Allein die Heilige Schrift gilt.
Das hat ja dann die Gegenreformation ausgelöst, eine Bewegung, um diese Erweckungsbewegung im 16. Jahrhundert zu zerstören und niederzuschlagen. Und das wurde nicht nur mit Gewalt gemacht, sondern auch mit List. In dieser Gegenreformation im 16. Jahrhundert kam es zu dem großen Konzil von Trient, und da wurde beschlossen: Verflucht ist jeder, der die Apokryphen nicht als Gottes Wort anerkennt. Also, man hat durch ein Konzil festgelegt, diese Schriften, die zwar im Judentum immer abgelehnt waren, die sind Gottes Wort. Und wer das ablehnt, ist verflucht.
Also, wir sind alle verflucht hier durch die katholische Kirche, und dieser Fluch gilt immer noch in ihrer Lehre, wenn man das ablehnt. Und wir lehnen diese Bücher ja als Gottes Wort ab. Warum hat man das gemacht? Ja, weil die Reformatoren auch sagten: Es ist falsch, dass man für die Toten betet. Also hat die katholische Kirche gesagt: Ja, die Apokryphen sind Gottes Wort, und da finden wir das Gebet für die Toten. Also, durch ein Konzil wurde festgelegt: Das ist Gottes Wort, damit man einen Schlag ausführen konnte gegen die Reformation, die sagte: Allein die Schrift. Und die sagen: Ja, das ist auch die Schrift. Nein, in Römer 3 lesen wir ja, dass Gott das Wort Gottes, die Aussprüche Gottes, Israel anvertraut hat, das Alte Testament. Und darum war es Israels Aufgabe zu erkennen, wer ein echter Prophet ist. Und alle mussten den Prophetentest bestanden haben, nämlich in ihrem ganzen Leben durfte sie nicht einmal eine Prophetie sagen, die sich nicht erfüllt hat, in der Nahzeit prophetieren, sonst war man sofort als falscher Prophet eben abgetan.
Alle haben den Prophetentest bestanden, und darum finden wir nirgends in der Bibel das Gebet für die Toten. Aber jetzt müssen wir Schritt für Schritt vorwärts gehen. Schon mal eine erste Beobachtung in Vers 19, wo es heißt, wir lesen nochmals, Frank, kannst du jetzt lesen?
Indem er auch hinging und den Geistern predigte, die im Gefängnis sind, die einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noas, während die Arche zugerichtet wurde, in die wenige, das ist acht Seelen, eingingen und durch Wasser gerettet wurden.
Danke, bis dahin.
Also, eine erste Beobachtung: Beim Bibellesen ist es ja wichtig, dass man zuerst einfach mal beobachtet, was steht da und was steht nicht da. Und dann hilft das, nach und nach den Text gut verstehen zu können. Eine erste Beobachtung ist: Um welche Menschen geht es hier? Also, die Menschen aus den Tagen Noas. Das heißt also gerade die vorsintflutigen Menschen, die noch lebten zur Zeit, als Noah die Arche baute und auch predigte. Er wird ja genannt in 2. Petrus 2 der Prediger der Gerechtigkeit.
Diese Generation wird da erwähnt, aber nicht die anderen, nur diese Generation. Nicht einfach alle Menschen, die je gestorben sind, sondern es geht hier nur um eine Generation, die Menschen zur Zeit von Noah. Also kann man diesen Bibeltext nicht einfach auf alle Menschen nach dem Tod ausweiten. Es geht nur um die zur Zeit von Noah.
Zweite Beobachtung: Das waren nicht Menschen, die nie etwas gehört haben vom Evangelium, von der guten Botschaft, sondern das waren gerade Menschen, die haben die Predigt von Noah gehört, und die haben sie zu Lebzeiten auch bewusst abgelehnt. Wichtige Beobachtung: Es geht also nicht um Menschen, die leider noch nie etwas gehört haben, dann gestorben sind und dann noch eine zweite Chance bekommen hätten. Das muss man einfach einmal feststellen. Sehr wichtig.
Und dann lesen wir, wie das gegangen ist mit der Predigt von Noah, 1. Mose 6. Da finden wir gerade die Zeit vor der Sintflut und Gottes Berufung von Noah. Könntest du, Frank, vorlesen 1. Mose 6, Vers 3?
Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, da er auch Fleisch ist. Seine Tage sollen 120 Jahre betragen.
Und dann noch Vers 5:
Und der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alle Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es reute den Herrn, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Und der Herr sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn ich habe bereut, dass ich sie gemacht habe. Noah aber fand Gunst in den Augen des Herrn.
Danke.
Also, wie gesagt, in Vers 3 spricht Gott: Mein Geist. Und das ist der Heilige Geist. Gott nennt den Heiligen Geist mein Geist. Und dann wird gesagt: Mein Geist soll nicht ewig mit dem Menschen rechten. Das hebräische Wort rechten meint, mit Argumenten jemanden überzeugen von seinem Unrecht. Also Gott sagt: Ich werde jetzt nicht einfach auf unbeschränkte Zeit die Menschen warnen und sie überführen durch den Heiligen Geist von ihrer Sünde. Und Gott beschränkt also die Gnadenzeit, und seine Tage seien 120 Jahre, und nach 120 Jahren sollte die Sintflut kommen.
Es gibt allerdings Ausleger, die sagen, das war eine Beschränkung der Lebenszeit. Also ab da sollten die Menschen nicht mehr so alt werden, wie zum Beispiel ein Methusalah, das ist der älteste, der noch erwähnt wird, an Lebenstagen 969 Jahre. Aber auch die anderen, Adam, Seth, Enos, diese Patriarchen von Adam bis Noah, die wurden ja alle so unglaublich alt. Und jetzt sagt Gott: Seine Tage seien 120 Jahre. Aber diese Auslegung ist falsch, offensichtlich falsch, weil nach der Sintflut, man lese 1. Mose 10, da haben wir die zehn Generationen von nach Noah, Sem bis Adam. Und da werden diese Patriarchen in dieser Linie immer noch sehr, sehr alt, mehrere hundert Jahre alt. Also das mit den 120 Jahren ist gar nicht so gekommen. Also stimmt es nicht.
Was bedeutet es? Eben 120 Jahre Gnadenzeit. Und das wird übrigens auch bestätigt. Schon im Judentum war das klar. In Qumran, in der Handschrift am Toten Meer mit dem Siegel 4Q252, die spricht über die Sintflut und sagt, dass Noah berufen worden sei, als er 480 Jahre alt war. Aber das wird ja nirgends erwähnt. Woher kommt das? Ja, die Bibel sagt, Noah war 600, als die Sintflut kam. Dann haben die abgerechnet: 120 Jahre, dann 480. Also sie haben das schon so gerechnet. 4Q252.
Was bedeutet das? 4 bedeutet Höhle, die vierte Höhle, genau. Das ist die Höhle, die man am meisten sieht auf Bildern, die am meisten Fragmente enthielt. Also 4Q, vierte Höhle von Qumran, und unter all diesen verschiedenen Überresten von Schriftrollen war das die Nummer 252. Einfach zur Bestätigung.
Und das bedeutete eben: Noah hat gepredigt, und das wird ausdrücklich gesagt in 2. Petrus 2. Ich habe das schon erwähnt, aber was man aufschlägt in der Bibel und nachliest, das sitzt einfach viel besser. Liest du, Frank, 2. Petrus 2, Vers 5?
Und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, als achten neben sieben anderen bewahrte, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte.
Also hier wird klar gesagt: Noah war der Prediger der Gerechtigkeit. Das wird im Alten Testament nicht gesagt. Es wird nur gesagt: Mein Geist soll nicht ewiglich rechten. Aber Petrus macht klar, neutestamentlich, das war eben, weil Noah gepredigt hat. Und übrigens, er hat gut gepredigt. Er wird genannt der Prediger der Gerechtigkeit.
In der modernen Gemeindewachstumsbewegung würde man sagen, konsequenterweise, ich sage nicht, dass das so gesagt wird, aber konsequenterweise müssten diese Vertreter dieser Lehre behaupten: Noah hat wahrscheinlich die falsche Methode angewendet, denn am Schluss waren ja nur acht Menschen in der Arche, und all die Menschen sonst haben das Evangelium abgelehnt. Aber es wird gerade in unserer Stelle auch gesagt, dass eben nur acht Menschen durch die Sintflut hindurch in der Arche gerettet wurden. Ich war 1. Petrus 3, Vers 20: während die Arche zugerichtet wurde, in die wenige, das ist acht Seelen, eingingen und durch Wasser hindurch gerettet wurden.
Also, jetzt ist klar: Noah hat gepredigt, er hat gut gepredigt, die Menschen haben ganz klar die Warnung Gottes gehört, und Gott sagt: Nicht ewig, es ist beschränkt auf 120. Jetzt merken wir aber, das würde ja nicht passen, dass Gott dann plötzlich Jahrtausende später nochmals im Hades sie warnen lässt, dass sie sich dann noch bekehren würden. Irgendwie passt das nicht. Gott hat beschränkt 120 Jahre, das war bis zur Sintflut, und dann war die Gnadenzeit vorbei.
Und das ist das Prinzip, das wir eben auch im Neuen Testament ausdrücklich lernen, dass ein Mensch sich nur bekehren und errettet werden kann, solange er hier auf der Erde lebt. Welche Stelle könnte man da hilfreich anführen? Hebräer 9? Ja, Hebräer 9, Vers 27.
Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.
Also wichtig: In der Elberfelder ist einmal kursiv gesetzt, um klarzumachen, dass das ein Zahlwort ist. Also es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, nicht zweimal oder dreimal oder millionenmal, wie man meint im Buddhismus und Hinduismus. Da meint man, es gibt immer wieder Reinkarnation, Reinkarnation, Reinkarnation. Aber die Bibel sagt: Einmal sterben, keine Reinkarnation. Aber sie macht auch hier klar: Einmal sterben und dann kommt das Gericht für den Menschen, nicht noch eine zweite Chance. Das ist ein Grundsatz, den das Neue Testament zeigt.
Esoteriker sagen: Ja, ursprünglich war die Reinkarnationslehre auch im Neuen Testament, aber die Kirche hat die Texte abgeändert. Bitte wann? Wir haben neutestamentliche Texte durch all die Jahrhunderte hindurch, und zwar gewissen sogar aus dem ersten Jahrhundert, zweiten, dritten, vierten, fünften bis zum sechzehnten Jahrhundert. Und dann hat man die Druckmaschine erfunden, muss man nicht mehr abschreiben. Aber wir haben aus allen Jahrhunderten dokumentierte Handschriften, und nirgends findet man die Reinkarnationslehre. Aber Hebräer 9 ist nie abgeändert worden, die Überlieferung der Handschriften ist so klar, dass wir sagen können: Ja, das ist die neutestamentliche Lehre, einmal sterben und dann das Gericht.
Aber der Tod ist also die letzte zeitliche Möglichkeit, wo ein Mensch sich noch bekehren kann, gerade vor dem Tod. Dort ist die Grenze erreicht, die Gnadenzeit abgeschlossen. Und das wird nun auch bestätigt durch Lukas 16. Und nun wichtig: In Lukas 16 geht es nicht um ein Gleichnis von Lazarus, dem armen Lazarus und dem reichen Mann, sondern es ist eine Geschichte, die der Herr Jesus erzählt. Woraus ist das ersichtlich? Erstens: Personen. Wie? Personen mit Namen. Ja, es werden Personen mit Namen erwähnt, nämlich Lazarus. Aber in Gleichnissen kommen nie Eigennamen vor, sondern der Sämann ging aus, um zu säen, oder eine Frau nahm so viel Mehl und hat Sauerteig darunter gemischt. Nie Eigennamen in all den vielen Gleichnissen im Neuen Testament. Aber da: Lazarus. Weiter: Abraham. Oh, und Abraham ist sogar eine geschichtlich bekannte Person. In den Gleichnissen finden wir nie irgendwelche Eigennamen, aber auch schon gar nicht Personen, die in der Geschichte bekannt waren, wie Abraham. Und noch mehr: Mose wird auch erwähnt und dann generell die Propheten.
Und weiter ist es so, dass bei der Einführung dieser Verse, die wir gleich lesen werden, da wird auch nicht gesagt, dass der Herr ein Gleichnis sagte. Das wäre noch kein Beweis, dann würde man einfach sagen, es steht nicht da. Aber wenn es da stehen würde, dann wäre klar, es ist ein Gleichnis. Aber es steht eben nicht da. Und es ist auch kein Gleichnis, sondern eine Geschichte. Hier wird uns der Vorhang zum Jenseits gelüftet, in grandioser Weise. Wir können sehr viel wissen über das Jenseits durch die biblische Offenbarung. Bitte, Frank, Lukas 16, ab Vers 19.
Es war aber ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und lebte alle Tage fröhlich und in Prunk. Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag an dessen Tor voller Geschwüre, und er begehrte sich, sich mit den Abfällen vom Tisch des Reichen zu sättigen. Aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Hades seine Augen aufschlug und in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser taucht und meine Zunge kühlt, denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Kind, denk dran, dass du dein Gutes völlig empfangen hast in deinem Leben und Lazarus ebenso das Böse. Jetzt aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und zu diesem allem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. Er sprach aber: Ich bitte dich nun, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest, denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen eindringlich Zeugnis ablegt, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber spricht: Sie haben Mose und die Propheten, mögen sie die hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun. Er sprach aber zu ihm: Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.
Er war ein Gläubiger, der ein sehr schlechtes Leben hatte. Er stirbt und er kommt ins Paradies. Hier wird das Paradies, die himmlische Herrlichkeit, genannt in Vers 22 Abrahams Schoß. Das ist ein Ausdruck vom Gastmahl her. Es geht nicht um das Bild von einem kleinen Baby im Schoß des Vaters, sondern der Schoß Abrahams ist so zu verstehen: Beim letzten Abendmahl, beim letzten Passa, wo der Herr Jesus dann auch das Abendmahl eingesetzt hat, da lagen noch die Jünger auf Polstern an einem, wie das üblich war, dreiteiligen Tisch, Triklinum genannt. Und zwar nach römischer Weise, so mit aufgestütztem Kopf, und mit der anderen Hand nahm man vom Tisch das Essen.
Und in Johannes 13 lesen wir, dass Johannes im Schoß Jesu lag, an diesem besonderen Abend, als die Schatten von Golgatha auf den Herrn gefallen waren, Vorabend der Kreuzigung. Und zwar so, dass, wenn Johannes eben mit dem Kopf nach hinten ging, kam er an die Brust des Herrn. Und darum sagt Johannes 13, er lag an der Brust des Herrn, im Schoß Jesu. Und der Ausdruck Schoß Abrahams meint also Tischgemeinschaft. So konnte also Lazarus ins Paradies gehen und dort dieses Gastmahl haben im Jenseits mit Vater Abraham.
In der jüdischen Literatur findet man nicht den Ausdruck direkt Schoß Abrahams, aber man findet den Gedanken auch da schon bekannt im Judentum von einem Gastmahl im Jenseits, und das entspricht diesem Ausdruck. In Lukas 23, Vers 43, da sagt der Herr Jesus am Kreuz zu dem Verbrecher, der im letzten Moment noch eine Bekehrung erlebt hatte: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. Der Ausdruck wird auch von den Rabbinen verwendet. Paradies ist eben die himmlische Herrlichkeit, da wo eben auch der Ort des Gastmahls ist, entspricht Schoß Abrahams.
Von dem Reichen heißt es, der stirbt auch, und dann im Hades schlägt er seine Augen auf. Das ist also ein anderer Ort. Und dieser Ort wird noch genannt in unserer Geschichte. Wie wird er genannt? Ort der Qual. Ja, Ort der Qual, in welchem Vers? 28. Ja, das ist also wirklich das Gegenteil von Paradies, Ort der Qual. Beide sind bei vollem Bewusstsein im Jenseits.
Und übrigens, die wussten auch, was wahr zu Lebzeiten, denn der reiche Mann weiß, dass er fünf Brüder hat, die noch leben, und möchte denen einen Botschafter schicken lassen aus dem Jenseits. Und auch Lazarus erinnert sich, denn hier in der Geschichte sagt Abraham: Lazarus wird jetzt getröstet. Der war so im Jenseits immer noch traurig über sein so mieses Leben, aber in einem Prozess werden ihm alle Tränen abgewischt, im Jenseits. Also wir erfahren unwahrscheinliche Details, nicht wahr?
Und dann wird auch gesagt, dass es möglich ist, prinzipiell im Jenseits einen Sichtkontakt zu haben mit dem Hades, dem Ort der Qual, und dem Paradies. Denn der reiche Mann sieht ja hier in der Geschichte Lazarus im Schoß Abrahams, er sieht ihn, und sogar Kommunikation ist möglich. Er spricht ja mit Vater Abraham, das heißt, er war ein Jude, ein Nachkomme von Abraham, Isaak und Jakob, das ist ein Jude, zweifelsfrei. Und sonst gibt es ja manchmal Definitionsfragen und Probleme. Aber dann ist es klar: Jemand, der von Abraham, Isaak und Jakob abstammt, das war ein Jude. Der hatte zu Lebzeiten das Alte Testament, das zur Buße und Umkehr aufrief, aber da hat er nicht darauf gehört.
Und jetzt sehen wir im Jenseits: Es gibt keine zweite Chance. Aber er hofft, dass seine Brüder, die noch leben, noch eine Chance bekommen, und zwar eine ganz besondere. Er möchte gerne, dass jemand aus dem Jenseits wieder zurückgeht und verkündet, und dann kommt die Bekehrung garantiert. Und Abraham sagt Nein. Da können wir alle diese Bücher, die in den vergangenen Jahren geschrieben worden sind, ich war 20 Minuten im Jenseits und ich muss dann wieder zurück und sollte das verkündigen, die kann man alle in den Papierkorb werfen oder Altpapier, das geht auch, ist noch besser, aber unbrauchbar. Es widerspricht der Bibel selbst. Das sind nicht authentische Berichte. Nicht, dass die nichts gesehen hätten, aber es ist nicht authentisch.
Also, hier wird klargemacht: Nein, das geht nicht. Wenn man die Bibel hat und nicht auf die Bibel hört, Mose und die Propheten, dann wird man auch nicht hören, wenn ein Bote aus dem Jenseits zurückkehren würde. Also, so erfahren wir sehr, sehr viele Details, und wir könnten noch mehr daraus arbeiten, aber das ist ja nicht unser Thema. Wir müssen weiterkommen mit 1. Petrus 3.
Aber was uns eben hilft: Wir sehen, wenn jemand die Gnadenzeit verpasst hat, zu Lebzeiten, dann kommt er an den Ort der Qual. Und wie wird dieser Ort genannt in 1. Petrus? Das Gefängnis. Nämlich in Vers 19 wird gesagt, von all diesen Menschen zur Zeit von Noah, die seine frohe Botschaft abgelehnt hatten, die sind jetzt im Gefängnis. Das ist also noch nicht die Hölle. Luther hat regelmäßig im Neuen Testament, wo das Wort Hades vorkommt, mit Hölle übersetzt, und das war ein Übersetzungsfehler. Luther war ein Pionier, und sein Werk, das ist grandios, was er gemacht hat auf dem Gebiet der Bibelübersetzung. Und die späteren Bibelübersetzer, die hatten es viel einfacher, weil sie konnten auf die Lutherbibel zurückgreifen, und dann ist es ein Leichtes zu sagen: Ja, das könnte man noch genauer so übersetzen und das so.
Und das ist eben so ein Beispiel: Hölle, das ist im Neuen Testament ein anderes Wort, Gehenna, und das ist etwas ganz anderes als Hades. Also Hades darf man nicht übersetzen mit Hölle, sondern man muss übersetzen mit Totenreich. Also er ist im Totenreich, und zwar in dem Gefängnis, der reiche Mann. Und das ist schon ein Ort der Qual, aber es ist noch nicht die Hölle, denn Offenbarung 20 beschreibt uns: Nach der Wiederkunft von Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit, Offenbarung 19, 11 und folgende, dann kommt Offenbarung 20. Nach der Wiederkunft Christi wird das tausendjährige Friedensreich hier auf der Erde aufgerichtet. Und dann, am Schluss von Offenbarung 20, wird gezeigt: Und nach den tausend Jahren wird Himmel und Erde entfliehen, und der große weiße Thron wird dort gesehen, und alle Toten werden auferstehen und dort vor dem großen weißen Thron gerichtet werden, und es wird kontrolliert und belegt: Wenn jemand seinen Namen nicht im Buch des Lebens hat, dann wird er in den Feuersee geworfen.
Und der Feuersee entspricht dann eben den zwölf Stellen, wo das Wort Gehenna vorkommt. Also Feuersee ist ein anderes Wort, aber Feuersee entspricht Gehenna, das ist die Hölle. Also, der reiche Mann ist im Gefängnis, und es ist schon ein Ort der Qual, aber das Endgericht der Toten kommt noch, das steht noch bevor. Und da werden nur Verlorene auferstehen, denn die wahren Gläubigen, die werden ja schon aufstehen bei der Entrückung der Gemeinde und auch mit den Gläubigen der Gemeinde zusammen, alle alttestamentlich Gläubigen. Darum wird in Hebräer 11, Vers 40 gesagt, dass die alttestamentlich Gläubigen nicht ohne uns, ohne Gemeinde, vollkommen gemacht werden. Das geschieht zusammen. Und die gehen dann in den Himmel, ins Paradies, aber eben nach dem Tausendjährigen Reich das Gericht der Toten, der Verlorenen. Und dann kommt erst die Hölle, der Feuersee.
Und jetzt, all diese Elemente helfen uns nun, wenn wir jetzt Vers für Vers durchgehen. 1. Petrus 3, Vers 18. Liest nochmals, nur 18.
Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar ge...
Acht, das reicht.
Also, hier geht es um das Leiden des Herrn Jesus am Kreuz, und das ist auch nur einmal geschehen. Darum hat die Elberfelder hier kursiv gedruckt einmal. Auf Deutsch sagt man, es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben. Aber das würde etwas anderes bedeuten, irgendwann mal. Aber wenn es ein Zahlwort ist, wie es eben in der Bibel so ist, in Hebräer 9,27, dann heißt es: Es ist dem Menschen gesetzt, einmal, nicht zweimal zu sterben. Und hier heißt es: Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten. Das bedeutet, dass der Herr Jesus am Kreuz als Stellvertreter für unsere Sünden gelitten hat. Das ist einmal geschehen und wird sich in aller Ewigkeit nie mehr wiederholen. In Römer 6 heißt es ausdrücklich, dass Christus, auferweckt aus den Toten, nicht mehr stirbt. Also Golgatha ist einmalig und wird sich nie mehr wiederholen. Und da hat er als der Gerechte für unsere Sünden, für die Ungerechten, gelitten. Und das Ziel war, dass wir so zu Gott kommen könnten.
Jetzt wolltest du noch weiter lesen, Frank: getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
Ja, was bedeutet das? Getötet nach dem Fleisch. Der Herr Jesus ist ja Gott von Ewigkeit her. Johannes 1: Das Wort war Gott. Als Gott konnte er nicht sterben für unsere Sünden, und darum musste er Mensch werden. Darum sagt Johannes 1, Vers 14: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Das heißt, der Jesus musste Mensch werden, damit es überhaupt möglich ist, dass er sterben könnte als Stellvertreter für uns. Und darum wird hier gesagt: getötet nach dem Fleisch. Als Mensch ist er am Kreuz gestorben, nicht als Gott. Gott kann nicht sterben. Als Mensch, als wirklicher Mensch mit einem menschlichen Körper, mit einer menschlichen Seele und einem menschlichen Geist ist er gestorben. Aber eben wenn wir sterben, stirbt ja nicht unsere Seele, nicht unser Geist, aber unser Körper, unser Fleisch. Und da werden wir zweigeteilt. Tod bedeutet in der Bibel immer Trennung. Geistlicher Tod ist Trennung von Gott, man hat keine Gemeinschaft mit Gott. Der ewige Tod im Feuersee ist ewige Trennung von Gott. Und der körperliche Tod ist Trennung von Körper, von unserem Fleisch, und Geist und Seele.
Der Jesus sagte in den Evangelien: In deine Hände befehle ich meinen Geist. Also sein Geist ging ins Paradies, und darum konnte der Herr dem Mitgekreuzigten sagen: Heute wirst du mit mir im Paradies sein, nicht am Ort der Qual, nicht im Gefängnis. Und er ist also nach dem Fleisch getötet worden. Und nun heißt es aber: lebendig gemacht nach dem Geist. Und nun ist es so, dass eben der Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes auferweckt worden ist. Können wir aufschlagen, Römer 1, Verse 3 und 4, bitte?
Über seinen Sohn, der aus der Nachkommenschaft Davids gekommen, nach dem Fleisch, und als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt, dem Geist der Heiligkeit nach, aufgrund der Totenauferstehung.
Jawohl, also der Jesus wurde eben durch die Kraft des Geistes der Heiligkeit, der Heilige Geist, auferweckt aus den Toten.
Und nun heißt es von diesem Heiligen Geist in 1. Petrus 3, Vers 19: indem er auch hinging und den Geistern predigte, die im Gefängnis sind, die einst ungehorsam waren. Also in diesem Geist ist er hingegangen und hat gepredigt. Und jetzt ist die Frage: Wann hat er gepredigt? Damals, als Gott gesagt hat: Mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten? Oder hat er gepredigt durch den Heiligen Geist, eben als er am Kreuz gestorben war und dann eben zu den Verlorenen gegangen wäre?
Nun ist es so, die Wortstellung ist hier wichtig. Das Griechische hat viel, viel mehr Freiheit als das Deutsche, wie man die Wörter im Satz anordnet. Das hängt damit zusammen, dass es im Griechischen so viele Formen gibt. Zum Beispiel für ein Verb im Altgriechischen kann man etwa 450 verschiedene Formen bilden, ohne Haben und Sein, wirklich Formen, so wie ich gehe, du gehst, er geht, lyo, lues, lue, lyomen, lyete, lyusin usw. 450 Formen. Also kann man auswendig lernen, wenn man Griechisch lernt. Aber durch diese vielen Formen ist es möglich, dass man eben viel mehr Freiheit hat, die Wörter im Satz anzuordnen, weil durch die Formen viel klarer ist, was sich auf was bezieht.
Und nun die Wortfolge im Griechischen hier ist so: 1. Petrus 3, Vers 18 hatten wir lebendig gemacht, dem Geist nach oder in der Kraft des Geistes, und jetzt Vers 19: auch den im Gefängnis seinen Geistern ist er hingegangen und hat gepredigt. Das heißt also: im Gefängnis, das ist ganz direkt eng verbunden in der Wortfolge mit den Geistern. Also nicht Christus ging ins Gefängnis und hat gepredigt, sondern er hat den im Gefängnis seinen Geistern gepredigt.
Ja, aber jetzt ist die Frage: Hat er zu ihnen gepredigt damals, eben zur Zeit von Noah, und jetzt sind sie als Geister im Gefängnis, oder hat er im Gefängnis ihnen gepredigt? Nun, die Bibel macht klar, es gibt keine zweite Chance. Und dann ist klar: Ja, dann muss es eben bei Noah gewesen sein. Und dort heißt es ja ausdrücklich: Mein Geist soll nicht ewig rechten, nur jetzt, während 120 Jahren, danach nicht mehr. Dann wird es eigentlich klar. Es gibt nicht nach Jahrtausenden nochmals eine Chance, es war begrenzt auf 120 Jahre.
Und nun spricht eben Petrus über diese Menschen zur Zeit von Noah, die hätten gerettet werden können, wollten es aber nicht. Acht wollten es, die haben sich bekehrt, und die sind alle durch das eine Rettungsmittel gerettet worden, die Arche. Es gab nicht drei, vier verschiedene Wege, nur die Arche, die Gott vorgeschrieben hatte, dass Noah sie baut, und dort vorgeschrieben auf der Seite eine Tür. Also diese acht, die haben sich entschieden: Ich gehe durch die Tür ein, die Gott später geschlossen hat, Kapitel 7, 1. Mose. Und so wurden sie durch die Wasser hindurch gerettet.
Also die Arche ist eigentlich ein wunderbares Bild von Jesus Christus. Denn er ist auch die einzige Rettung, die der Welt heute angeboten wird von Gott in unserer Gnadenzeit. Und man muss sich entscheiden. Jesus Christus sagt in Johannes 10: Ich bin die Tür, wer durch mich eingeht, wird errettet werden. So muss man sich ganz bewusst für Jesus Christus entscheiden. Und die Arche ging dann durch die Fluten, durch die Brandung der Fluten hindurch, die Wellen schlugen auf die Arche ein. Aber die, die drin waren, die blieben völlig verschont. Und so sehen wir da eine Parallele: Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten. Und so macht er hier eben die Verbindung mit dem Geist, der Jesus Christus auferweckt hat. In diesem Geist ging er hin und hat den Geistern, die jetzt im Gefängnis sind, gepredigt.
Also ein Vergleich: Ich würde Bruno, ich sage nicht, welcher Bruno, es gibt so viele, ich würde Bruno heute das Evangelium erklären, noch heute Abend. Und dann würde es aber so kommen, dass er morgen irgendetwas macht, was nicht gut ist, er wird verhaftet und kommt ins Gefängnis. Dann kann ich später sagen: Ich habe Bruno im Gefängnis das Evangelium verkündigt. Aber ich war nicht in Lenzburg im Knast, sondern ich hatte es ihm noch vorher, aber er ist jetzt dort. Das ist eben der Bruno im Knast. Ich habe gesagt, ich sage nicht, von welchem Bruno ich spreche.
Und so ist es auch hier, wie gesagt, dass Christus und zwar durch den Geist hat er den Geistern, die jetzt im Gefängnis sind, gepredigt. Und die bekamen also so nicht eine zweite Chance. Und jetzt wird aber noch etwas Interessantes verbunden. Lest nochmals Vers 20:
Die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noas abwartete, während die Arche gebaut wurde, in die wenige, das sind acht Seelen, durchs Wasser hindurch gerettet wurden.
Ja, und jetzt kommt plötzlich das Thema Taufe. Wie kann man Taufe mit Sintflut verbinden? Wir sehen es gleich, Vers 20, Vers 21: Das Abbild davon errettet jetzt auch euch, das ist die Taufe, nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen durch die Auferstehung Jesu Christi.
Jetzt kommt er auf die Taufe zu sprechen und nennt die Taufe ein Gegenbild. Jetzt muss ich das gut erklären vom Griechischen her. Antitypos bedeutet im Griechischen ein anderes Bild für das Gleiche. Da wird gesagt, die Taufe ist ein Bild, aber wir haben gesehen, die Sintflut mit der Arche ist auch ein Bild auf den Tod und auf die Auferstehung von Christus hin. Denn die Arche ging ja durch die Fluten, die Arche wurde getroffen vom Wasser, die, die drin waren, die wurden verschont.
Und am Schluss, in 1. Mose 7 und dann 8 lesen wir: Die Arche landete am 17.7. auf dem Gebirge Ararat, ruhte auf dem Gebirge Ararat. Und der 17.7. noch nach der alten Zählung vor dem Auszug aus Ägypten, da wurde der siebte Monat zum ersten Monat gemacht. 17.7., das ist der Auferstehungstag im Neuen Testament. Am 14. Nisan wurden die Passalämmer geschlachtet, und dann am Abend musste man die Passafeier haben, das ist dann der nächste Tag. Im Judentum beginnt dann der 15. Nisan, eben am Abend. Da hat der Herr das Passa gegessen, und noch am selben Tag, immer Kalendertag, 15. Nisan, ist er gekreuzigt worden. Dann kam der Sabbat, 16., und am ersten Tag der Woche, so sagt es das Neue Testament, da ist er aus den Toten auferstanden, das war der 17. Wirklich authentisch derselbe Tag.
Und so sehen wir also ein Bild in der Sintflut von dem Tod und der Auferstehung Christi und wie Menschen gerettet werden durch Wasser hindurch. Und jetzt kommt er auf die Taufe und sagt: Da gibt es ein Gegenbild. Die Taufe ist auch ein Bild, spricht von demselben wie die Sintflut, nämlich von Tod und Auferstehung Christi. Und zwar, wenn man bei der Taufe den Täufling untertaucht, dann ist es ein Bild vom Begrabenwerden, sagt Römer 6. Und das versteht man, wenn man daran denkt, wie man früher auf dem Meer Tote begraben hat. Zur Zeit der Römer auf dem Mittelmeer: Jemand ist gestorben, man durfte die Leiche nicht da noch vierzehn Tage auf der Fahrt, sagen wir von Alexandria nach Rom, noch weiter an Bord halten. Dann musste man den eben über Bord werfen, und so wurde das Wasser das Grab. Und so ist die Taufe, das Untertauchen, ein Bild vom Gestorben- und Mitbegrabensein mit Christus. Und weil es eben nur ein Bild ist, mache ich das jeweils nur ganz kurz, nicht so lange unten und wieder hoch. Und das ist ein Bild der Auferstehung: mit Christus gestorben und auferstanden, und Wasser wie in der Sintflut.
Also es sind zwei Bilder. Und dann wird aber erklärt: Das ist wirklich ein Bild, darum heißt es die Taufe, nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott. Also das Fleisch im Sinn von Römer 5, Vers 12 und folgende: Das Fleisch ist die sündige Natur, die wir von Adam geerbt haben in uns. Und wenn man sich bekehrt, wird die nicht weggenommen, und wenn man sich taufen lässt, wird das nicht plötzlich weg. Also die Versuchung von innen heraus bleibt, solange wir hier auf der Erde leben. Erst beim Tod wird das geändert und bei der Entrückung.
Also, bei der Taufe passiert da nicht etwas, keine falschen Erwartungen an die Taufe, nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott. Und jetzt muss ich auch noch mal wieder ein Wort erklären: Eperotema heißt das Wort, Eperotema. Das heißt Begehren, Anfrage, Bitte, Verpflichtung, Zusage oder sogar Vertrag. Also es ist eine Abmachung mit Gott für ein gutes Gewissen. Der Täufling, wenn er gut unterrichtet ist, bevor er sich taufen lässt, drückt dann aus: Ich mache an diesem Tag der Taufe mit Gott eine Abmachung. Ich möchte jetzt wirklich nicht mehr das alte Leben, das da untergetaucht ist, symbolisch das alte Leben möchte ich nicht mehr weiterleben, sondern so wie ich eben heraufgekommen bin, möchte ich jetzt ein neues Leben führen in der Nachfolge des Herrn Jesus, und zwar so, dass ich auf meinem weiteren Lebensweg ein gutes Gewissen bewahren kann.
Es ist ganz wichtig, wenn man dann plötzlich an Weggabelungen kommt, wo man sich entscheiden muss, zum Beispiel beruflich, das oder das, und dann weiß man: Wenn ich jetzt so links gehen würde, symbolisch gesprochen, dann müsste ich in meiner Arbeit da und da betrügen. Ich könnte kein gutes Gewissen mehr haben. Also ist das gar keine Option. Und ich denke daran, dann hat man wirklich einen Nutzen von der Taufe. Ich denke daran, ich habe mit Gott abgemacht, ich möchte ein gutes Gewissen haben, dann kann ich nicht einen solchen Weg gehen.
Oder als Mann: Man begegnet als lediger Mann einer ungläubigen Frau, und die würde menschlich passen, aber sie ist ungläubig, und die Bibel sagt in 2. Korinther 6: Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen. Das geht nicht. Also ich könnte kein gutes Gewissen haben, wenn ich diese Ehe eingehen würde. Also mache ich das nicht, weil ich habe das bei der Taufe abgemacht. Und so hilft die Taufe wirklich.
Und jetzt versteht man, warum er sagt in Vers 21: welches Gegenbild auch uns jetzt errettet. Was, die Taufe rettet? Ja, natürlich. Aber auch wieder gut lesen, eine erste Beobachtung: Es heißt nicht, welches Gegenbild euch jetzt errettet hat, sondern Gegenwart, rettet. Und es ist griechisch ein Durativ, immer wieder rettet.
Ich weiß, in 1. Petrus 1, Vers 18 sagt Petrus: Ihr seid erlöst worden durch das kostbare Blut Christi. Also, die waren ja gerettet, die waren erlöst, Vergangenheit, abgeschlossene, Aorist, abgeschlossene Handlung. Aber hier heißt es, das Gegenbild rettet immer wieder. Ja, eben wenn man in gefährliche Situationen im Leben kommt, wo man sich falsch entscheiden könnte, und dann denkt: Nein, ich habe das abgemacht. Dann rettet die Taufe einen aus gefährlichen Situationen. Retten im Neuen Testament ist nicht nur die Rettung vor dem ewigen Gericht, sondern Rettung wird auch gebraucht, zum Beispiel Rettung bei Schiffbruch, in Apostelgeschichte 27 wird das Wort so gebraucht, retten, und es wird auch verwendet eben aus gefährlichen Situationen des Lebens und Versuchungen, aus Versuchungen gerettet werden. Und das ist hier gemeint.
Also ein Bild ist ein Bild, aber ein Bild, das rettet auf diese Art und Weise. Und jetzt verstehen wir: Petrus wollte unbedingt diese zwei Bilder zusammenbringen, die Sintflut und die Taufe. Wie bringt man die zusammen? Ganz einfach: Der Heilige Geist, der Christus auferweckt hat aus den Toten, das ist der Heilige Geist, der durch Noah eben den Menschen die Sünden aufgedeckt hat. So, und darum sagt er: getötet nach dem Fleisch, lebendig gemacht nach dem Geist. In dem Geist ist er hingegangen und hat den im Gefängnis befindlichen Geistern gepredigt. Aber eben damals, zur Zeit von Noah, ist der Geist Gottes eben so wirksam gewesen.
Und dann fügt Petrus noch hinzu: der in den Himmel gegangen ist, zur Rechten Gottes ist, in dem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind. Der Jesus hat alles vollendet, ist auferstanden und steht über allen Engelmächten.
Und jetzt gehen wir weiter, Kapitel 4, Vers 1, bitte Frank.
Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung. Denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen, um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
Danke!
Also, der Jesus hat als Mensch gelitten. Und warum? Er ist nicht zurückgeschreckt. Er ist diesen Weg der Leiden gegangen nach Golgatha. Und jetzt sagt Petrus: Wir Gläubige sollten auch eine solche Gesinnung haben, eine Gesinnung, die bereit ist, wenn Gott es wirklich will, dass wir leiden. Wir haben keine Freude an Leiden. Aber wenn Gott es wirklich will, dass wir bereit sind, Leiden auf uns zu nehmen, so wie der Herr Jesus bereit war, von den Menschen verworfen zu werden und eben für uns dann am Kreuz zu leiden.
Und dann sagt Petrus: Wenn man eben leidet als Gläubiger, dann ist das eigentlich eine Hilfe. Er sagt: Wer im Fleisch gelitten hat, ruht von der Sünde, um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. Wenn man von Menschen Ablehnung und wirklich große Enttäuschungen erlebt hat, und wenn diese Leute kommen und einen zu irgendeiner völlig abgefahrenen Party einladen, dann hat man ein müdes Lächeln. Was haben die für eine Idee, dass ich da noch kommen werde? Mit diesem Treiben, mit dieser Gesinnung habe ich nichts mehr zu tun. Und so hilft das eben quasi, weltliches Leben wirklich mit einer Verachtung abzulehnen. Und dann heißt es eben: sondern dem Willen Gottes zu leben.
Da erklärt Petrus: Denn die vergangene Zeit ist genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben. Wenn wir an unser Leben denken vor der Bekehrung, eben dieses alte Leben, das wir symbolisch in der Taufe begraben haben, das war schon genug lang. Ich war bei einem, ging das vielleicht zwanzig Jahre, bei den anderen vierzig Jahre, es kommt ganz darauf an, wann man sich bekehrt hat. Aber man muss sich doch sagen: Also diese Zeit, das reicht, ist genug. Denn die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, indem ihr wandeltet in Ausschweifungen, Begierden, Trunkenheit, Schwelgereien, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendienereien.
Also sechs Beispiele sind hier aufgezählt, es gibt noch viel mehr. Aber Petrus sagt, dass das reicht, mit dem haben wir gar nichts mehr zu tun. Und dann erklärt er in Vers 4: Hierbei befremdet es sie, dass ihr nicht mehr mitlauft in demselben Strom der Heillosigkeit, und sie lästern. Ja, also das haben wir vielleicht auch schon erlebt, dass Leute denken: Schon irgendwie komisch, wie können wir da nicht mitmachen, warum haben wir da ein Problem mit dem und dem und dem und dem? Das befremdet sie, die finden das toll. Und wir finden das so überhaupt nicht mehr toll. Und das befremdet sie, dass wir zu diesem Treiben der Ausschweifung, dass wir da nicht mitgehen, und dann lästern sie uns und sagen: Das sind wirklich elende Leute, die wissen gar nicht, was es heißt, das Leben zu genießen. Und die wissen nicht, was wir innerlich erleben. Das ist die Sache.
Aber dann sagt Petrus: die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebende und Tote zu richten. Ja, also die Zeitgenossen, die Petrus da erwähnt, die finden ihr sündiges Leben so toll, sie finden es komisch, dass Christen da nicht mitmachen wollen. Denen sagt er: Aber ich werde einmal Rechenschaft ablegen. Nicht wahr, die Christen, die haben sie gewarnt, und das machen wir auch, wir warnen die Leute. Aber wir müssen auch sagen: Aber einmal wird Rechenschaft abgelegt, und es ist einmal zu spät. Und zwar ist eben Jesus Christus bereit, Lebende und Tote zu richten.
Es ist ganz wichtig, dass wir unterscheiden beim Bibelstudium das Gericht der Lebendigen und das Gericht der Toten. In Matthäus 24 wird beschrieben, wie der Herr Jesus und dann auch in 25 beschrieben, wie der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit zurückkehren wird, als König der Welt. In 25 sehen wir, dass er alle Nationen versammeln wird, nach Joel 4 ins Tal Josaphat, das ist ein anderer Name für das Tal Kidron in Jerusalem. Das wird übrigens längere Zeit dauern, denn nicht alle werden gleichzeitig ins Kidron-Tal kommen, es hat keinen Platz. So nach und nach wird die ganze Menschheit, die die große Drangsal überlebt haben wird, und da werden ja viele umkommen. Einmal in der Offenbarung ein Viertel kommt um, später heißt es ein Drittel kommt um und noch viel, viel mehr. Also die Menschheit wird zwar sehr dezimiert werden durch die große Drangsal, durch diese dreieinhalb Jahre letzter Weltkrieg, bevor der Herr Jesus wiederkommt, aber dann, wenn der Herr kommt, werden alle, auch von Thailand und Chile, überall, die werden alle nach und nach eine Israelreise machen. Also wenn nicht vorher, dann erste Israelreise und dann ins Tal Kidron, und dort wird der Herr Jesus, sagt Matthäus 25, auf dem Thron der Herrlichkeit sitzen, und er wird die Nationen richten. Das ist das Gericht der Lebendigen, und er wird die Ungläubigen verurteilen zur ewigen Verdammnis. Er sagt: Diese werden hingehen in die ewige Qual, und die, die sich bekehrt haben, da darf vor dem Herrn erscheinen, denn dann wird er sagen, dass sie in das Reich eingehen können. Das wird also eine längere Zeit sein, bis das tausendjährige Reich erst beginnt, eine Übergangszeit von der Wiederkunft Christi bis zum Beginn des tausendjährigen Reiches, und da wird er die Lebendigen richten.
Aber Offenbarung 20, das habe ich ja schon gesagt: Nach dem tausendjährigen Reich werden alle Toten von Kain an auferstehen und werden vor dem großen weißen Thron erscheinen, gerichtet werden und in den Feuersee geworfen werden. Das ist das Gericht der Toten. Man muss sich merken: das Gericht der Lebendigen vor dem tausendjährigen Reich, das Gericht der Toten nach dem tausendjährigen Reich.
Und jetzt lesen wir hier ganz grundsätzlich: die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebende und Tote zu richten. Und jetzt kommt dieser Vers: Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, nämlich all die Toten, die einmal vor dem großen weißen Thron stehen werden, die werden nichts sagen können: Wir wussten nichts. Nein, die aus der Zeit von Noah, denen wird gesagt werden: Noah hat euch verkündigt, der Prediger der Gerechtigkeit. Und die anderen, ja, der Herr Jesus wird sagen können: Ihr habt das Zeugnis der Schöpfung gehabt. In Römer 1, Vers 20 heißt es, dass der Mensch durch den Verstand den Schöpfer erkennen kann, ohne Bibel, dass man ohne Entschuldigung ist. Und dann in Römer 2 wird gesagt, dass der Mensch ein Gewissen hat, das Gewissen verurteilt ihn. Und wenn er eben bei diesem Schöpfergott Zuflucht sucht mit seiner Schuld und sie ihm bekennt, wird er gerettet. Das ist in Offenbarung 14 wird das ewige Evangelium genannt, das Mindestevangelium der Schöpfung. Und so ist auch allen Toten gute Botschaft verkündigt worden. Evangelium heißt ja gute Botschaft, also auch den Toten.
Darum wird hier übrigens gesagt: Denn dazu ist auch den Toten, nicht nur denen, die zur Zeit von Petrus lebten, sondern auch allen schon Verstorbenen, die auch gehört haben. Ihnen ist gute Botschaft verkündigt worden. Warum? Damit sie zwar gerichtet werden, dem Menschen gemäß nach dem Fleisch, also Noah zum Beispiel hat gesagt: Euer Leben ist vor Gott absolut nicht in Ordnung, Gott muss euch richten, und sie haben das nicht geglaubt, und da sollten sie gerichtet werden nach dem, wie sie gelebt haben als Menschen auf der Erde im Fleisch, nicht als Geister im Totenreich, sondern als Menschen im Fleisch werden sie gerichtet. Aber leben möchten gottgemäß nach dem Geist, also auch Noah konnte sagen durch den Heiligen Geist: Wenn ihr umkehrt, dann müsst ihr eben ein neues Leben leben im Sinn des Geistes Gottes, durch den er predigte.
Und so haben wir hier beide Möglichkeiten. Jeder wird gerichtet, aber das Ziel wäre gewesen, dass er umkehrt und beginnt, gottgemäß zu leben. Plötzlich ist das ganze Denken, man muss für die Toten nochmals beten und es gibt noch einmal eine Chance im Jenseits, weg. Es geht wirklich nicht um eine zweite Chance, aber es geht um dieses Thema, Sintflut und Taufe zusammenbringen mit dem Thema Jesus Christus ist für unsere Sünden gestorben und auferstanden. So häufig ist es klar geworden. Wollen wir hier schließen?

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Noch mehr Inhalte von Roger Liebi gibt es auf seiner Webseite unter rogerliebi.ch