Serie•Teil 9 / 30Das erste Buch Mose
Generierte Mitschrift
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Einleitende Deutung des Verses und die Frage nach der Frist
1. Mose 6,3 Und Yahweh sagte: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen rechten oder walten, da er ja Fleisch ist; und es seien seine Tage hundertzwanzig Jahre.
Das ist zweideutig. Der letzte Teil ist zweideutig, und man ist sich nicht ganz hundertprozentig sicher. Heißt das, es seien seine Tage ab jetzt seine Lebenszeit? Heißt es also, die Lebenszeit des Menschen werde ab jetzt hundertzwanzig Jahre betragen, sodass die Menschen von nun an noch hundertzwanzig Jahre alt werden sollen? Oder heißt es, es seien seine Tage noch hundertzwanzig Jahre bis zu einem Gericht, das kommen wird?
Beides ist möglich. Nur scheint mir vom Kontext her das Zweite logischer zu sein. Und ich möchte dazu sagen: Wenn es heißt, es seien seine Tage, seine Lebenszeit, 120 Jahre, warum sollte er dann jetzt sagen, dass nach der Flut die Menschen 120 Jahre alt werden sollen? Warum sollte das jetzt ein Thema sein, wenn die Flut noch gar nicht stattgefunden hat und ohnehin nur ein Mensch beziehungsweise eine Familie überleben wird?
Außerdem hat diese Familie, die überlebt hat, nicht nur 120 Jahre gelebt. Sie ist älter geworden, und auch die Nachkommen sind älter geworden. Später dann, wenn man sagt, wie soll es zuletzt sein, dann sind die Menschen 70 bis 80 geworden, nicht 120. Also das passt meiner Ansicht nach logisch nicht ganz hinein. Sehr logisch passt hingegen hinein, dass Gott sagt: Nicht ewig werde ich im Menschen durch meinen Geist wirken und ringen, um ihn zur Umkehr zu bringen, aber ich gebe ihm noch eine Frist von hundertzwanzig Jahren. Und wenn er dann nicht umkehrt, dann kommt ein Gericht.
Das Zweite scheint mir passender im Kontext. Außerdem stimmt das auch für die Lebenszeit. Ab jetzt soll der Mensch noch hundertzwanzig Jahre alt werden, dann kommt das Gericht, dann sterben alle, also die, die jetzt noch leben. Von jetzt an gezählt seien seine Lebenstage noch hundertzwanzig Jahre. Das scheint mir hier dem Zusammenhang mehr zu entsprechen als die anderen Auffassungen.
Also: Was passiert, was ist hier los?
Der Geist Gottes, die Verkündigung und das innere Gefängnis des Menschen
Der Geist Gottes wirkt in dem Menschen. Wie tut er das? Durch Verkündigung. Es gibt jemanden, der verkündigt. Es gab wahrscheinlich immer wieder Leute, die verkündigt haben. Henoch war einer von ihnen. Er hat ganz klar von einem Gericht gesprochen, das kommt. Auch wenn sich das letztlich auf das Endgericht bezieht, von dem er gesprochen hat, Judas 14 und 15, so bedeutete es doch schon für die Menschen damals: Tue Buße, sonst kommt ein Gericht, und dann geht es dir an den Kragen. Und dann gibt es einmal ein Endgericht, ein ewiges Gericht. Tue Buße.
Also Henoch war sicher einer von diesen Propheten. Und das Neue Testament sagt uns, Noah war ein Prophet, ein Prediger, ein Verkündiger der Gerechtigkeit, 2. Petrus 2,5. Und es war der Geist Christi in Noah. Es steht in 1. Petrus 1,11. Wiederum ist es Petrus, der uns das sagt: Der Geist Christi war in den Propheten. Also war in Noah der Geist Christi, der Heilige Geist, und redete zu diesen Menschen. Der Geist redet zu Geist, zu den Geistern dieser Menschen.
Mein Geist soll nicht ewig im Menschen rechten. Also Gottes Geist, der Christusgeist, soll nicht ewig im Menschen sozusagen einen Kampf führen, Streit führen, ihn zur Buße leiten wollen, und der Mensch will nicht. Das ist ein innerer Kampf, im Inneren des Menschen, das heißt im Geist des Menschen. Dort wirkt der Heilige Geist und möchte den Menschen zur Umkehr bringen. Der Geist wohnt nicht für immer in den Menschen, das nicht. Aber er wirkt an den Menschen, und im Gewissen des Menschen wirkt der Geist Gottes, der Geist Christi.
Das heißt also nicht, 1. Petrus 1,11, der Geist Christi, der war in den Propheten. 1. Petrus 1,11. Und Noah war ein Prophet, also war der Geist Christi auch in ihm. Und 2. Petrus 2,5. Und übrigens auch 1. Petrus 3,18 und 19. 1. Petrus 3,18 und 19 lesen wir gleich: Christus hat ein für allemal für Sünden gelitten, ein Gerechter für Ungerechte, damit er uns zu Gott hinführe. Er ist nämlich einerseits zu Tode gebracht worden am Fleisch, andererseits lebendig gemacht worden durch den Geist. Jetzt kommt es, Vers 19: indem er auch, als er hingegangen war, den Geistern im Gefängnis verkündete, predigte.
Christus, der Geist, hat den Geistern, die in einem Gefängnis waren, dort eine Verkündigung geleistet, nämlich durch Noah, durch niemand anderen. Die im Unglauben ungehorsam waren, einst, als die Geduld Gottes ein für allemal wartete in den Tagen Noahs, während eine Arche zubereitet wurde. Also diese Menschen waren damals in einem Gefängnis. Ihre Geister waren im Fleisch gefangen, in dem Fleisch dieser Menschen waren ihre Geister gefangen, Gefangene ihrer eigenen Sünden und Philosophien.
Der Geist des Menschen, der nicht gläubig ist, ist wie ein Gefangener. Das sagt die Bibel an mehreren Stellen. Jesaja 61,1: Der Geist des Herrn hat mich gesandt, um den Gefangenen Freiheit auszurufen, sagt Christus. Jesaja 61,1: den Gefangenen Freiheit auszurufen, nicht nur denen, die im Kerker irgendwo in einem Turm liegen, sondern denen, deren Geist innerlich gefangen ist. Epheser 4,8: Du führtest Gefangene gefangen. Der Herr Jesus führt Menschen, die gefangen waren in Sünde und in Schuld, in seine Gefangenschaft. Dann wird man erst frei. Wenn man von Christus gefangen wird, dann wird man frei. Das ist ja auch, was der Herr Jesus sagt in Johannes 8, etwa Vers 31: Wenn der Sohn euch frei macht, dann seid ihr in Wahrheit frei.
Also es gibt ein Gefängnis. Und der Geist des Menschen, das Innere des Menschen, ist gefangen in seiner Philosophie, in seinen Sünden, in seinen Lüsten, in seinem ganzen Wesen ein Gefangener. Johannes 8,32: Ihr werdet die Wahrheit erkennen, die Wahrheit wird euch frei machen. Vers 34: Wahrlich, ich sage euch, jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde, ein Gefangener der Sünde.
So war also der Geist des Menschen gefangen. Und als der Herr Jesus damals hinging, und zwar durch den Noah, im Heiligen Geist, hat er diesem Menschen hundertzwanzig Jahre lang eine Predigt gehalten. Der Geist Christi redet zum Geist der Menschen. Diese Geister waren damals gefangen. Und daher hat Gott gesagt: Okay, wenn ihr nicht Buße tut, dann hole ich euren Geist raus. Dann hole ich euren Geist raus, dann hole ich mir den zurück. Ich schicke euch Wasser, und dann erstickt ihr, und euer Geist kommt zu mir zurück. Mein Geist soll nicht ewig rechten, soll nicht ewig im Menschen rechten und wirken und walten, da er ja Fleisch ist, der Mensch. Ein Mensch ist Fleisch. Seine Tage seien hundertzwanzig Jahre. Und dann kam das Gericht.
Es heißt dann öfters: der Atem des Lebens, alles Fleisch, in dem ein Atem des Lebens ist, der wird ihnen dann weggenommen. Gott bringt das Wasser, und dann was macht dann der Atem des Lebens? Alles Fleisch verdirbt, in dem ein Atem des Lebens ist. Und der Geist kehrt zu Gott zurück und wird gerichtet.
Ein paar Stellen noch zum Gefängnis: Psalm 59,13: Lass sie gefangen werden in ihrem Hochmut. Psalm 59,13. Die Menschen sind gefangen in ihrem Stolz. 2. Timotheus 2,26, dass sie wieder nüchtern werden aus der Schlinge des Teufels, in dem sie lebendig gefangen sind. Die Schlinge des Teufels gefangen. 2. Timotheus 2,26.
Noah als Prediger, Petrus und die Parallele zur damaligen und heutigen Zeit
Hier ein kurzer Ausflug in den Petrusbrief, ein ganz kurzer Ausflug. Im Petrusbrief gibt Petrus einen breiten Rahmen vor. Petrus macht den Gläubigen Mut. Sie sollen Zeugen sein. Er schreibt zwei Briefe an die Christen dort in Kleinasien und sagt: Aber wer Zeuge sein will, muss bereit sein zu leiden, und leiden bedeutet auch, das Leben zu verlieren. Jesus Christus hat auch gelitten und hat darunter sein Leben verloren. Und was ist, wenn der Großteil der Menschen uns verachtet?
Petrus schreibt ihnen: Schaut zurück zur Zeit Noahs, wie es da war. Es ist eine parallele Situation vor der Flut. So wie es vor der Flut war, so wird es auch sein, oder so ist es auch jetzt bei euch. Vor der Flut lebten die Menschen, die meisten Menschen, sorglos dahin und kümmerten sich nicht um ein zukünftiges Gericht. Und die Botschaft erging an sie: Der Geist Christi, es war Christi Geist, der gewirkt und geworben hat um die Herzen und die Seelen der Menschen, die Geister der Menschen. Aber sie haben sich nicht überführen lassen. Die Wahrheit war nur bei wenigen, sie war nur bei acht Leuten, nur bei acht Leuten: Noah und seine Familie.
Das Gericht kam immer näher, immer näher. Hundertzwanzig Jahre, dann noch weniger und weniger und weniger. Gott wartete noch. Gott ist warmherzig, aber nicht untätig. Sein Geist war die ganze Zeit dieser Frist am Wirken, durch die Verkündigung des Wortes Gottes durch Noah. Gott wünschte, die Menschen würden umkehren, aber sie ließen sich nicht überzeugen. Und zur Zeit der Christen war es genauso. Die Christen haben sich gedacht: Wir sind so wenige, so wenige Christen! Da macht Petrus ihnen Mut. Er sagt: Seid bereit, verkündigt das Wort. Der Geist Christi geht jetzt genauso noch herum und will Menschen gewinnen. Und Gott wartet, und Gott wartet.
Da gab es einige Leute, die haben gesagt: Es gibt gar kein Gericht. Es sind schon so viele Jahre vergangen, es gibt immer noch kein Gericht, und sie sind Spötter. Christus kommt gar nicht wieder. Und dann sagt er ihnen: Wartet, bei Gott sind tausend Jahre wie ein Tag und ein Tag wie tausend Jahre. Bei Gott ist die Verheißung so frisch, wie wenn er sie gestern gegeben hätte oder vorgestern. Ich sage nicht, die Verheißung ist alt geworden, nur weil schon zweitausend Jahre vergangen sind. Jetzt ist es, ich glaube, er hat es vergessen. Nein, er hat es nicht vergessen. Es ist so frisch bei ihm wie vorgestern.
Gott ist treu, Gott ist treu. Aber er will nicht, dass die Menschen verloren gehen, sondern will, dass sie Raum haben zur Buße, damit möglichst noch Menschen gerettet werden. Das ist 2. Petrus 3,8-9. Danke. Da ist er da gut, das passt genau da rein.
1. Petrus 4,6. Zu diesem Zweck wurde auch Verstorbenen die gute Botschaft gesagt, damit sie menschengemäß am Fleisch gerichtet würden, im Geist aber gottgemäß leben. Das heißt: Jetzt sind einige gestorben, ja, einige haben ihr Leben lassen müssen um Christi willen. Aber schau, sie haben die gute Botschaft vorher gehört, durch den Geist Christi. Durch euch, damit sie, wenn sie auch von Menschen umgebracht wurden, verurteilt, zum Tode verurteilt, umgebracht, sie leben. Sie leben gottgemäß, für Gott leben sie, sie sind nicht verloren.
Das Ende aller Dinge ist nahegekommen. Seid also gesunden Sinnes und züchtig, seid nüchtern für die Gebete. Die Zeit ist da, die Frist läuft ab, es ist nahe, das Gericht kommt. Geht in die Ache, müssen wir den Menschen sagen. Die wollen nicht. Und siehe Vers 4: Es befremdet sie, dass er nicht mit ihnen zusammen in demselben Erguss eines heillosen Wesens läuft, so dass sie lästern. Sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, Lebende und Verstorbene zu richten. Ein Gericht kommt, und Gott wartet noch. Das ist die Botschaft von Petrus.
Die Deutung von 1. Petrus 4,6 und die ernste Warnung des Gerichts
So, bitte. Wenn wir den Vers genau lesen, dann steht hier: Zu diesem Zweck wurde auch den Nekrosis, also den verstorbenen Menschen, die gute Botschaft, das Evangelium, gesagt. Damit sie zwar menschengemäß am Fleisch verurteilt worden sind, also von Menschen nach menschlichen Maßstäben gerichtet, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden, aber im Geist leben, was Gott betrifft. Oder gottgemäß. Damit sie im Geist gottgemäß lebten. Damit sie menschengemäß zwar gerichtet, aber im Geist gottgemäß lebten.
Also, er sagt: Seht, dazu ist ja das Evangelium verkündet worden. Durch den Geist Christi, durch die Botschafter, die herumgingen und im Geist Christi die gute Botschaft weiterverkündigt haben. Damit jetzt diese Menschen, auch wenn sie von Menschen gerichtet worden sind, bei Gott leben, gottgemäß leben.
Es geht hier um leiblich Verstorbene, gläubige Menschen, die ja das Evangelium bekommen haben, bevor sie gestorben waren.
Das Ende aller Dinge ist nahegekommen. Also bleibt die ernste Warnung. So wie Gott damals wartete, zur Zeit Noas, noch einmal wartete, und dann war es aus, so wartet Gott auch heute noch einmal. Dann ist es aus. Dann kommt das Ende aller Dinge. Das Gericht ist sicher.
1. Petrus 4,18: Gericht ist sicher. Wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird der ehrfurchtslose Sünder erscheinen? Der Tag kommt, er naht heran.
Wie wird man vor dem Gericht bewahrt? Na, genauso wie damals: Wenige gingen in die Arche und wurden dadurch vor dem Gericht bewahrt. Sie wurden in eine neue Welt hindurch gerettet. So werden die gläubigen Leser durch den auferstandenen Jesus Christus bewahrt und gerettet, bis sie sich zu ihm bekehren, sich taufen lassen. Er ist auferstanden und zur Rechten Gottes. Alles ist ihm untergeordnet.
Derselbe Geist Christi geht heute in die Welt und verkündigt den Menschen noch einmal die Botschaft. Dann kommt das Ende.
Also: Der 1. Petrusbrief passt sehr, sehr gut in diese ganze Situation vor der Sintflut hinein. Petrus nimmt selbst diese Situation vor der Flut und nimmt sie als Beispiel für unsere Situation heute, für die Leser des 1. Petrusbriefes, aber auch für uns heute. Das Gericht kommt.
Die Riesen, die Helden und die Frage nach ihrer Herkunft
Zurück zu 1. Mose: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen rechten, walten, da er ja Fleisch ist.
Verse 4 bis 8 haben wir schon gelesen, von diesen Riesen. In jenem Tag waren die Riesen auf der Erde. Wenn wir jetzt nur so den Text lesen, steht noch nicht da, woher die Riesen kamen. Es steht da, woher die Helden kamen. Aber die Helden und die Riesen sind nicht notwendigerweise gleichzusetzen. Die Helden sind die Frucht der Ehen dieser Gottessöhne mit den Menschentöchtern. Helden, ja, die Helden sind aber nicht die Riesen.
In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Gottessöhne zu den Menschentöchtern eingingen. Auch dann gab es noch Reste von diesen Riesen, Enakita und Gathita. Enakita waren die, die zur Zeit Mose noch in Kanaan gab es diese Riesen. Das Wort heißt Nephilim, und man tut sich schwer, wie man das Wort übersetzen soll: die Riesen, weil Nephilim kommt ja von dem hebräischen Wort „die Gefallenen“, die Gefallenen. Andere übersetzen das als Missgeburten, ich weiß nicht, wie man es sagen soll, aber viele übersetzen es mit Riesen.
Ja, bitte. Sie haben gesagt, Elfen und Riesen, das kann man nicht unbedingt gleichsetzen. Ja, als diese ihnen Söhne gebaren, oder als diese ihnen Menschen, da heißt es ja, als die Gottessöhne zu den Menschentöchtern eingingen, gab es Nachkommen, oder haben sie ihnen Söhne oder irgendetwas geboren? Ja, das sind die Helden. Die Frucht der Ehen sind die Helden. Wurden daraus die Riesen? Nein, unter 4 und 8, so Schossier. Die Schüler gezeigt und später. Was sind so 6 Schossier?
Also, ich lese ein paar Übersetzungen vor. Ich lese die Schlachter: In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch, die haben dann so lange, so lange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen, oder: diese so lange ist ein bisschen gewagt, denn das Hebräische hat ja einfach „als“. Sobrisch hat sogar „nachdem“, nicht „als“, „nachdem“, Achrichen, dann die Elberfelder: In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen. Menge: Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde und auch später noch, solange die Söhne genau gleich wie Schlachter. Aber Einheitsübersetzung: In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen hatten. Die Alte Elberfelder: In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde und auch nachher, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen.
Gut, jedenfalls ist das nicht notwendigerweise gleichzusetzen. Man muss nicht schließen, dass aus den Ehen der Gottessöhne mit den Menschentöchtern Riesen entstanden sind. Helden schon, aber Riesen nicht, das sind die Helden. So auch der alttestamentliche Keil in dem Kommentar auch so. Die perineale Übersetzung sagt das auch so, ja. Es ist auch die wörtlichere Übersetzung, das ist schon klar.
Gut, ich lasse es hier so stehen. Ich muss euch im Regen stehen lassen, Entschuldigung für den Ausdruck.
Der Aufbau der Sintfluterzählung als kunstvolle Mitte
Also, weiter. Kommen wir jetzt zu den Toledot Noas, 1. Mose 6,9-9,29. Und hier haben wir wieder einen wunderschönen Chiasmus, das heißt wieder diese X-Form. Ich glaube, ich habe euch diesen Chiasmus auch in der Gliederung verteilt. Wie ich es verteilt hatte, habe ich das angegeben, ja. Bitte? Seite drei, danke. Dort habt ihr die Gliederung? Und die ist sehr deutlich.
Also, diesen Chiasmus kann man gar nicht übersehen, denn er ist so deutlich. Es sind genau die Sinnabschnitte, und die Parallelen sind sehr, sehr offensichtlich.
Also, wir gehen es mal durch: Der erste Abschnitt, 1. Mose 6,9-12, spricht von Noah und seinen Söhnen. Noah war gerecht und untadelig, er wandelte mit Gott, und es wird uns berichtet, dass er drei Söhne hatte. Und die Erde war verderbt und so weiter.
Im nächsten Abschnitt, ab 1. Mose 6,13-22, sieht Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt, denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. Und dann heißt es, Gott spricht zu Noah: Mache eine Arche für Noah, für seine Söhne, für die Frau und seine Söhne, für die Tiere und für die Nahrung. Und Noah ist gehorsam. In Vers 17 heißt es dann, dass alles Fleisch vernichtet werden wird.
Der nächste Abschnitt ist 1. Mose 7,1-9, der Befehl: Geh in die Arche.
Der nächste Abschnitt ist 1. Mose 7,10-8,14, das ist die Flut, der Bericht der Flut. Der steht im Zentrum des Chiasmus und ist auch das Wichtigste.
Dann, im fünften Abschnitt, haben wir 1. Mose 8,15-22. Gott spricht wieder zu Noah. Jetzt nicht: Geh in die Arche, sondern: Geh aus der Arche und opfere die reinen Tiere. Die reinen Tiere wurden vorher auch erwähnt, in der dritten Geschichte. Also, die dritte und die fünfte Geschichte sind parallel. Geh in die Arche, nimm die reinen Tiere mit, da wird es betont. Dann, in der fünften Geschichte: Geh aus der Arche, opfere von den reinen Tieren.
Jetzt wissen wir, warum er so viele reine Tiere mitnehmen musste. Denn wenn er nur zwei nimmt, zwei Schafe mitnimmt, und er opfert dann eins dem Herrn, das arme Schaf, das noch übrig bleibt, dann wird es sich nicht vermehren. Damit sind die Schafe ausgestorben, und Gott bekommt keine Schafe mehr als Opfer. Das soll nicht so sein. Deshalb sieben, sieben Paar wahrscheinlich, so meint man.
Also, es steht, dass er sieben mitnehmen muss. Ob es in der Arche auch Junge gab, das können wir nicht wissen, weil nichts gesagt ist. Wenn sie alle Jungtiere waren, dann darf man annehmen, dass mehr Platz in der Arche war. Also jedenfalls: Von den großen Tieren wissen wir, dass die Jungtiere, von den Elefanten usw., wohl mitgenommen wurden. Dinosaurier, wenn wir uns das vorstellen: Die großen Dinosaurier ausgewachsen, da ist es wahrscheinlich besser gewesen, zwei Jungtiere mitzunehmen.
Geh aus der Arche war fünftens. Sechstens ist dann ein Bund mit Noah, genauso wie die zweite Geschichte: So ist die sechste Geschichte ein Bund mit Noah. Und es wird versprochen: Nie mehr werde er alles Fleisch vernichten. Das ist genau wie in der zweiten Geschichte: Ich werde alles Fleisch vernichten. Dort jetzt: Nie mehr alles Fleisch vernichten. Genau die gleichen Wörter werden sogar verwendet.
Dann die siebte und letzte Geschichte, 1. Mose 9,18-29, geht es wieder um den Wandel. Aber jetzt wird etwas Negatives erwähnt: das Verhalten Noahs, das Verhalten eines seiner Söhne, der sich nicht richtig verhält, und das gute Verhalten seiner anderen zwei Söhne. Und der Abschnitt endet dann mit dem Tod Noahs.
Noahs Gerechtigkeit, sein Gehorsam und die Predigt der Arche
Ein paar Dinge aus dem Text möchte ich besprechen. Wir werden nicht alles besprechen.
Vers 9, Kapitel 6, Vers 9: Noah war ein gerechter und untadeliger Mann. Das Wort „untadelig“ heißt vollkommen, nämlich im Gewissen, durch den Glauben. Nicht so vollkommen, dass man sagen könnte, er sei sündlos gewesen. Es gibt keinen Menschen, der sündlos war. Es wird zwar keine Sünde berichtet, außer von der Betrunkenheit später, aber sonst wird von keiner Sünde berichtet. Er hielt sich an das, was Gott sagte. Er tat, was Gott sagte. Er hielt sich daran.
Und er baute jetzt die Arche, und durch den Bau der Arche verurteilte er die Welt. Ich glaube, das steht im Hebräerbrief: Er verurteilte die Welt.
Hebräer 11: Im Glauben, oder durch Glauben, bereitete Noah, als ihm Weisung erteilt war über Dinge, die noch nicht gesehen wurden, in gewissenhafter Einstellung eine Arche zu, zur Rettung seines Hauses. Durch welchen Glauben er die Welt verurteilte, und er wurde Erbe der Gerechtigkeit, die des Glaubens ist. Also: Er verurteilte durch seinen Glauben die Welt.
Er war gehorsam im Glauben, hat gehandelt, hat die Arche gebaut, und das war ein Zeugnis. Gleichzeitig war es auch eine Predigt. Der Bau der Arche war eine mächtige Predigt, eine Gerichtsbotschaft für die Welt, die nicht glauben wollte.
Die Arche wird immer mehr und mehr fertig, alles wird bereit, und die Menschen wollen immer noch nicht glauben. Sie sprechen sich selbst zu. Das Gericht kommt. Der Prediger der Gerechtigkeit: Gott ist gerecht und wird ein gerechtes Gericht bringen.
Prediger der Gerechtigkeit, 2. Petrus 2,5.
Die Zeit vor der Flut, die Länge des Baus und die Versorgung in der Arche
Übrigens, dort soll es heißen: Noah der Achte, Noah der Achte. Nein, das kann man nicht ganz genau sagen. Aber ich hatte einmal darüber gearbeitet. Ich kam auf mindestens achtzig Jahre. Wie kam ich darauf? Es ist schon so lange her. Es ging darum, ob seine Söhne schon geboren waren? Nein, ich kann es nicht mehr sagen.
Aber wir lesen ja in Kapitel 5, Vers 32, dass Noah, als er 500 Jahre alt war, Sem, Ham und Japheth zeugte. Und gerade danach folgt dieser Bericht über die Söhne Gottes usw. Dann spricht Gott von 120 Jahren. Das wird also 120 Jahre vor der Flut sein, das heißt: 20 Jahre vor der Geburt seiner Kinder war diese Sache, dass Gott den Menschen noch 120 Jahre gibt.
Dann lesen wir in Kapitel 6, Vers 9, dass Noah drei Söhne zeugte. Vers 10: Noah erzeugt die drei Söhne. Also, hier haben wir wieder hundert Jahre vor der Flut, hundert Jahre vor der Flut. Und in diesem Zusammenhang spricht dann Gott zu ihm, er solle die Arche bauen, nachdem er schon die Kinder geboren hatte. Also, es kann sein, dass es sich etwa um hundert Jahre handelt, dass er etwa hundert Jahre daran gebaut hat.
Denn in Kapitel 7, Vers 6, war er sechshundert Jahre alt, als das Wasser der Sintflut kam. Aber das steht nicht ganz klar im Text. Also, nachdem Gott lange Zeit um die Menschen geworben hat, entschied er sich, die Menschen zu verderben, zusammen mit der Erde.
Kapitel 6, Vers 14: Mache dir eine Arche! Vers 13: Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen, denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie. Und siehe, ich will sie verderben mitsamt der Erde. Mache dir eine Arche aus Tannenholz oder Gofernholz und mache Kammern darin und verpiche sie mit Pech innen und außen.
Und dann Vers 16: Eine Lichtöffnung sollst du für die Arche machen, eine Elle hoch ganz oben. Es ist nicht ganz klar, was Lichtöffnung heißt. War das nur ein Fenster, oder heißt es eine durchgehende Öffnung oben unter dem Dach sozusagen der Arche? Es könnte auch überall sein. Es gibt auch solche Bilder, wo man Öffnungen rund um die Arche macht. Das ist von diesem Text hier nicht ausgeschlossen.
Die Tür der Arche sollst du in ihre Seite setzen. Mit einem unteren, zweiten und dritten Stockwerk sollst du sie machen.
Ah ja, jetzt habe ich es: Der Bau der Arche begann erst nach der Heirat seiner Söhne. Denn die Söhne, er erwähnt die Frau und seine Söhne, er erwähnt sie schon am Anfang, bevor er baut. Er sagt: Baue eine Arche für die ganze Familie. Das heißt, die Söhne haben schon geheiratet. Danke. Mit dir will ich einen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. Das war, bevor er angefangen hat zu bauen.
Das heißt, er hat weniger als hundert Jahre gebaut, also nicht länger als achtzig Jahre, vielleicht sogar kürzer. Das war’s, ja.
Wie viele Menschen lebten damals? Nach der Rechnung von Bruder Mathis lebten sehr viele Menschen damals, vielleicht weit mehr als heute. Gibt es so statistische Rechnungen? Also mindestens so viele wie heute. Er hat also sehr viele Rechnungen. Kennt jemand diese Rechnungen? Bitte? Wir haben sie gesehen. Eben, eben. Ich dachte, das muss wohl so gewesen sein. Er hat mir welche Kopien gezeigt, gegeben sogar.
Die Zahl der Tiere, der Platz in der Arche und der geordnete Beginn der Flut
Gut, wer kam in die Arche? Das ist noch recht interessant. Wie viele Tiere waren in der Arche? Es gibt hier eine Berechnung von Wort und Wissen. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, und das finde ich noch recht interessant. Wenn ihr ein bisschen Geduld habt und ein bisschen Zahlen hören wollt:
Es gibt über eine Million Insekten-Arten. Die rechnen wir nicht mit, weil sie auch außerhalb der Arche überleben konnten. Ebenso rechnen wir die Fische, die Manteltiere, die Stachelhäuter, die Weichtiere, die Hohltiere, die Schwämme und die Einzeller nicht mit.
Die Höchstzahl der mitzunehmenden Wirbeltierarten betrug 21. Das heißt: 3 Säugetierarten, 8 Vogelarten, 8 Reptilien- und Amphibienarten. Von ihnen sollten ca. 85 Individuen in die Arche. Da sich aber der biologische Artbegriff nicht mit dem biblischen Begriff „Art“ deckt, müssen wir kürzen. Wir müssen also in Grundtypen rechnen. Diese Grundtypen sind mindestens ein Zwanzigstel der Zahl. Also waren es höchstens 4 Individuen in der Arche.
Rechnen wir drei Viertel der ausgestorbenen Tiere dazu, die muss man ja auch noch dazurechnen, die es heute nicht mehr gibt, die damals aber noch da waren, dann kommen wir auf 17 Individuen, die in der Arche Platz nehmen mussten.
Platz haben mussten. Raum war in der Arche für 552 Güterwaggons Ladevolumen, 552 Güterwaggons beziehungsweise 276 Güterwaggons Ladefläche, also wenn man nur die Fläche nimmt. Das heißt, es hätten 33 Tiere in der Größe eines Schafs in der Arche Platz gehabt, Ladefläche, nicht Ladevolumen, also genug Platz zum Atmen noch usw. Das heißt, 50 der Ladefläche blieb frei für Lebensmittel und für die acht Menschen. Eine Rechnung von Wort und Wissen. Ich habe die Kopie hier. Wenn das interessiert, kann man den ganzen Artikel haben. Also genügend Platz, genügend Platz für diese Tiere, wenn man alles mit einrechnet.
Dann kam der Befehl: „Geh in die Arche“, Kapitel 7, und so, wie der Bericht hier geschrieben ist, gab es noch eine gewisse Wartezeit, keinen Stress. Eine Woche vorher bekommt er schon den Befehl, eine Woche vorher. Gott ist wunderbar: Sieben Tage vor Beginn der Flut dürfen alle gemächlich in den Kasten steigen, nicht alles auf den letzten Drücker, nicht so, wie die Kinderbibeln sagen: Es fängt schon an zu regnen, und dann kommen noch schnell die letzten Tiere an. Nein, das ist eine wunderbare Botschaft, oder? Keine Hast, kein Stress. Gott ist gegen Hast in dieser Sache.
Noah und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne gingen mit ihm in die Arche vor den Wassern der Flut. Noah geht dann auch hinein, wann genau wird nicht gesagt, aber sie warten dann noch. Sie haben noch Zeit zum Warten. Vers 10: Und es geschah nach den sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde. Vers 13: An eben demselben Tage – jetzt muss man übersetzen: Plusquamperfekt – war Noah in die Arche gegangen, denn er war ja schon vorher drin, und Sem, Ham und Japheth, die Söhne Noahs, und die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne mit ihnen; sie und alles wild lebende Getier nach seiner Art und alles Vieh nach seiner Art und alles Gewürm, das sich auf der Erde regt, nach seiner Art, und alle Vögel nach ihrer Art, jeder Vogel von allerlei Gefieder. Die waren zu Noah in die Arche gekommen, je zwei und zwei von allem Fleisch, in dem ein Hauch des Lebens war.
Das Hebräische kennt keine Vorvergangenheit, kein Plusquamperfekt. Deshalb muss man manchmal achten: Wann ist das Plusquamperfekt nötig? Und hier scheint es nötig, denn sie beginnen schon sieben Tage vorher zu kommen, und an dem Tag, als der Regen kommt, wird der Bericht sozusagen abgeschlossen. Die waren alle jetzt in die Arche hineingegangen, nicht: Sie kamen am letzten Tag. Also hier muss man meines Erachtens die Vorvergangenheit übersetzen. Die hineingegangen waren, wieder Vorvergangenheit, Vers 16. Ich denke, das ist auch in den meisten Bibeln so, auch hier Vorvergangenheit übersetzt: die hineingegangen waren, waren ein männliches und ein weibliches, von allem Fleisch, wie Gott ihm geboten hatte; und Jahwe schloss hinter ihm zu.
Steht es in Schlacht auch so mit „waren, die hineingegangen waren“? Hineingingen? Das heißt, Noah muss nicht unbedingt erst am letzten Tag hineingegangen sein. Es gibt also noch ein paar Stunden oder Momente oder Tage Ruhe vor dem Sturm. Die Seinen sind vorbereitet, die Gläubigen sind vorbereitet auf das Gericht. Gott führt sie hinein. Gott führt uns in eine Ruhezeit vor dem Sturm. Wir dürfen uns noch einmal mit Gebet vorbereiten.
Dann kommt die Flut. Vierzig Tage war die Flut über der Erde. Sieben Tage, habe ich gesagt. Es gab noch einige Momente jedenfalls Ruhe vor der. Ich sagte, das muss man plusquamperfektisch übersetzen, von dem, was vorher gesagt wurde. Sie begannen ja schon hineinzugehen, sieben Tage vorher. Es steht vorher in Vers 1: Geh in die Arche, sprach Noah. Wann sagte Gott das zu Noah? Kapitel 7, Vers 1: Geh in die Arche, denn in sieben Tagen will ich regnen lassen. Der Befehl kommt genau sieben Tage vor Beginn der Flut. Und wenn Gott einen Befehl tut, dann wird Noah gehorchen, und er gehorchte auch. Er ging in die Arche, und die Tiere auch. Jetzt haben sie Zeit.
Und deshalb muss der Vers, Vers 13, also vorvergangen übersetzt werden: An eben diesem Tage war Noah in die Arche gekommen, gegangen. An eben diesem Tage war es abgeschlossen, sein Hineingehen in die Arche. Weil sonst hat man eine Diskrepanz zwischen Vers 1 und Vers 13, oder? Sieben Tage vorher soll er hineingehen, und dann heißt es, er ginge aber erst am letzten Tag. Das kann nicht ganz stimmen. Und auch Vers 15, das war alles zu Noah gekommen, auch Vers 16, und es waren hineingegangen ein männliches, ein weibliches und so weiter. Vers 10 auch, richtig, Vers 10 auch: Nachdem die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Flut über die Erde.
Aber hatte der Noah nicht offen, wie sieben Tage da jetzt was zu tun mit dem Tier, wie zu ordnen, vielleicht wieder reinzukommen, bis er dann selber reingeht?
Ja, man kann sagen, er ist sicher wieder raus und rein und raus und rein und hat für Ordnung gesorgt und so weiter, aber ... zu dir zu nehmen, ja, ja, zu dir hinein, ja, gut, gut, zu dir hinein. Dann sammele Speise, das ist ja wichtig. Das habe ich zuerst vergessen. Kapitel 6, Vers 21: Speise muss er selber mitnehmen. Er kann nicht erwarten, dass Gott hier noch ein Nahrungswunder tut in der Arche. Der Herr hat zwar die 5 gespeist, aber in der Arche hat er nicht gespeist. In der Arche haben sie sich selber vorsorgen müssen. So haben sie selber Vorsorge treffen müssen.
Es ist also nicht immer falsch zu sammeln, manchmal muss man sammeln, manchmal muss man sammeln. Die Ameisen sind auch fleißig, und die Eichhörnchen und andere Tiere sammeln auch für den Winter.
Die Flut, die Wasser, der Ararat und die Geduld Noahs bis zum Auszug
Dann kommt die Flut, also ab Vers zehn. Vierzig Tage war die Flut über der Erde. Die Wasser mehrten sich und hoben die Arche empor. Vierzig Tage lang wuchsen die Wasser durch Regen von oben und durch Wasser von unten.
Richard Wiskin hat gesagt, wenn diese Quellen aufgebrochen sind, meint er, es sind Fontänen. Er ist Geologe, und er hat das einfach gesagt. Ich muss das glauben. Er meinte, wenn diese Brunnen aufbrechen, müssen ganz hohe Fontänen von Wasser aus der Erde herausgeschossen sein, mit einem mächtigen Druck. Es kann sogar sein, dass das Wasser so hoch ging, dass es gefroren ist und das Eis wieder herunterkam. Das weiß man nicht, aber so hat er es beschrieben. Es kann also sein, dass es schreckliche Verhältnisse waren. Da war nicht nur ein bisschen Regen.
So vierzig Tage, die Zeit der Prüfung. Vierzig ist die Zahl der Prüfung und kommt sehr oft in der Bibel vor. Dann heißt es: Und die Wasser waren hoch über der Erde, 150 Tage lang. Vers 24 sollte richtig übersetzt werden, nicht: Sie schwollen an. Schwollen an wäre falsch. Sie waren hoch, sie standen hoch, 150 Tage lang. Am 150. Tag dann stand die Arche am Ararat. Das heißt also, dass die Wasser schon nach vierzig Tagen die Höhe erreicht hatten und dann die Wasser wieder hochstanden und schließlich zurückgingen. Die Wasser nahmen ab nach Ablauf der 150 Tage.
Kapitel 8, Vers 1: Gott erinnerte sich an Noah. Gott erinnert sich an Noah. Ah, da gibt es ja noch einen Noah. Mir gefällt das, wie die Bibel das beschreibt. Da denkt Gott noch an Noah. Die Bibel spricht oft hier so in einer Sprache, dass wir Gott verstehen, dass wir uns in Gott hineinversetzen. Da dachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das mit ihm in der Arche war, und ließ einen Wind über die Erde kommen, und die Wasser sanken.
Wir dürfen auch manchmal beten: Herr, denk an mich, erinnere dich, ich bin da. Und der Herr denkt an uns und segnet uns, steht im Psalm.
Nach Verlauf von vierzig Tagen, Kapitel 8, Vers 6, öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte. Oh, ich habe noch etwas vergessen.
Kapitel 8, Vers 4: Am siebzehnten Tage des siebten Monats ruhte die Arche auf dem Bergland Ararat. Am siebzehnten Tage des siebten Monats. Das ist ein sehr interessantes Datum. Der siebte Monat der Schöpfung wurde später der erste Monat der Erlösung. Denn die Juden hatten ja zwei Kalender. Sie hatten einen Jahresbeginn im Tischri im August, Jahresbeginn, und beim Auszug aus Ägypten mussten sie den Kalender ändern. Da war dann der Jahresbeginn nicht mehr der Tischri, der August, sondern der April, also der Nisan, März, April. Das heißt, der Kalender wird um ein halbes Jahr verschoben. Was vorher der siebte Monat war, der Nisan war der siebte Monat, das wird jetzt der erste Monat. Aber hier haben wir noch den Schöpfungskalender. Das heißt, der Siebte war der siebte Nisan. Und was war am siebten Nisan? Das ist ein wichtiges Datum. Was geschah am siebten Nisan? Bitte? Die Auferstehung. Sonntag, Auferstehung. Am Auferstehungstag landet die Arche in der neuen Welt auf dem Ararat, bleibt stehen.
Kapitel 8, Vers 4: Am siebzehnten Tage des siebten Monats, das war der siebte Nisan, ruhte die Arche auf dem Bergland Ararat. Der Herr Jesus wurde am 15. Nisan gekreuzigt, am 14. Nisan haben sie Abendmahl gefeiert, am Donnerstag, 15. Nisan, wurde der Herr gekreuzigt, am 16. Nisan war er im Grab und am 17. Nisan am Morgen ist der Herr Jesus auferstanden, im Jahre 30 nach Christus. Es war ein Sonntag. Ob es hier ein Sonntag war, wissen wir nicht, aber ich habe bei der Auferstehung etwas an Sonntag. Das kann nicht anders sein. Ich weiß nicht, ob die Wissenschaftler in der Lage sind, so etwas auszurechnen.
Und es geschah nach Verlauf von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ den Raben aus, und er flog hin und wieder, bis die Wasser von der Erde vertrocknet waren. Die Taube fand keinen Ort. Der Rabe fand irgendwo einen Kadaver oder was auch immer, wo er sich niederließ. Die Taube wird ausgelassen, die findet nichts. Die zweite sieben Tage später, also die erste Taube, sieben Tage später die zweite Taube, und sieben Tage später die dritte Taube wird ausgeschickt. Versen und erwartet diese Taube, dann findet sie ein Olivenblatt, was zeigt, dass etwas schon gewachsen ist.
Noah erkannte, dass die Wasser sich verlaufen hatten von der Erde. Also das Zeichen. Manche sehen hier das Zeichen vom Heiligen Geist, das Olivenblatt vom Öl des Geistes. Vielleicht ja. Die Taube als Zeichen des Geistes, der Unschuld und Reinheit, ein Bild von der wiedergeborenen Seele. Sie findet in der Verwüstung keine Ruhe, und dann ergreift sie das Ölblatt, das den Heiligen Geist als Garantie, als Unterpfand, und beweist damit, dass das Gericht vorbei ist, das Gericht vorübergegangen ist. Sie findet nur da Ruhe, wo Gott Ruhe findet. Auf dem Lamm ruht meine Seele. Da, wo Gott mit Wonne ruht, bin auch ich in Ruh gesetzt.
Da ist natürlich jetzt ein bisschen Fantasie dabei, aber es hat auch etwas Wahres daran mit dieser Taube. Die Taube als Bild für die wiedergeborene Seele, die in der Arche des Heils war, und jetzt hört sie zu Noah zurück und wartet. Wir bleiben beim Platz der Ruhe, bis das Gericht vorübergegangen ist. Wir suchen Erquickung nicht in dieser Welt bis zur Wiederherstellung der Dinge, und dann haben wir unsere ewige Ruhe bei Christus.
Und zum Abschluss noch hier: Die Geduld von Noah, Kapitel 8, Vers 12 bis 20. Er wartet und er wartet und er wartet. Ich wäre schon lange rausgegangen, nachdem man so lange in der Arche verweilt hat. Er wartet, und jetzt ist dann schon alles vorbei, und die Taube hat ein Ölblatt. Jetzt könnt ihr doch wirklich raus, oder? Und er wartet noch mal 57 Tage, bis zum 27.2. Also vom 1.1. an entfernt er das Dach, am 1.1. im Jahre 601 nach Noah, nach Adam, entfernt er das Dach der Arche. Und am 27.2., also 57 Tage später, er wartet und wartet. Worauf wartet er eigentlich? Bitte? Auf Gottes Wort, auf Gottes Befehl. Er hat gelernt: Ich tue keinen Schritt, bis es mir Gott sagt. Ich will nicht handeln, wenn Gott mir nicht den Befehl gibt. Handle erst dann, wenn der Herr ganz klaren Befehl gibt, und dann kommt er, dann geht er hinaus.
Damit schließen wir für heute. Vielen Dank für die Geduld, wir haben heute recht viel.

