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Habe ich wirklich neues Leben?

Apostelgeschichte 9,1-2225.09.2024
Was ist das Wesen einer echten Bekehrung? Paulus erlebt eine 180 Grad Wende, er war nicht mehr der selbe Saulus.

Der Weg nach Damaskus und die erste Begegnung mit dem Auferstandenen

Ich lese in Apostelgeschichte 9, ab Vers 1:
Saulus aber, noch drohend und mordend gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er, wenn er einige des Weges fände, sowohl Männer als auch Frauen, sie gebunden nach Jerusalem führe.
Als er aber hinzog, geschah es, dass er sich Damaskus näherte. Und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht aus dem Himmel. Er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Er aber sprach: Wer bist du, Herr?
Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh aber auf und geh in die Stadt; es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.
Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, weil sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen. Saulus aber stand von der Erde auf. Als aber seine Augen aufgetan waren, sah er nichts. Sie leiteten ihn aber an der Hand und führten ihn nach Damaskus. Und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
Es war aber ein gewisser Jünger in Damaskus mit Namen Ananias. Und der Herr sprach zu ihm in einem Gesicht: Ananias!
Er aber sprach: Siehe, hier bin ich, Herr!
Der Herr aber sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die Gerade genannt wird, und frage im Haus des Judas nach jemand mit Namen Saulus von Tarsus; denn siehe, er betet. Und er hat in einem Gesicht einen Mann mit Namen Ananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehen werde.
Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat. Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen.
Der Herr sprach zu ihm: Geh hin! Denn dieser ist mir ein auserwähltes Gefäß, meinen Namen zu tragen, sowohl vor Nationen als auch vor Könige und Söhne Israels. Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss.
Ananias aber ging hin und kam in das Haus. Und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst, damit du wieder siehst und mit Heiligem Geist erfüllt wirst.
Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder und stand auf und wurde getauft. Und nachdem er Speise zu sich genommen hatte, wurde er gestärkt.
Er war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Und sogleich predigte er in den Synagogen Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist. Alle aber, die es hörten, gerieten außer sich und sagten: Ist dieser nicht der, der in Jerusalem die zugrunde richtete, die diesen Namen anrufen, und dazu hierher gekommen war, sie gebunden zu den führenden Priestern zu führen?
Saulus aber erstarkte umso mehr und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, dass dieser der Christus ist.
Das ist die Bekehrung von Saulus. Also ein markanter Punkt in seinem Leben, wo er hundertachtzig Grad gedreht hat. Der Mann nach diesem Ereignis war nicht mehr derselbe wie der vor dem Ereignis.
Und diese Bekehrung wird uns sogar dreimal in der Apostelgeschichte berichtet, nämlich hier, beschrieben von Lukas, aber dann in Kapitel 22, da ist Paulus vor Gericht. Und er erzählt seine Bekehrung. Und in Kapitel 26 ist er auch vor einem Gericht, dort steht er sogar vor König Agrippa und erzählt auch seine Bekehrung.
Das ist nicht dreimal dasselbe. Es ist wichtig: Wenn die Bibel sich wiederholt, ist das nicht einfach Wiederholung, sondern da kommen noch weitere Dinge dazu, und diese Ergänzungen sind nötig. Dies ist genauso wie in den vier Evangelien am Anfang des Neuen Testaments. Das ist nicht viermal dasselbe, sondern das sind vier verschiedene Berichte, die sich wunderbar ergänzen, hier auch.
Aber es zeigt uns: Das Ereignis muss schon von ganz besonderer Bedeutung sein, dass es uns dreimal in der Bibel vorgestellt wird. Es ist es auch.

Verschiedene Wege der Umkehr

Und jetzt ist auch verständlich, dass die Frage kürzlich an mich herangetragen wurde: Ich habe mich bekehrt, aber ich habe irgendwie doch Mühe. Ein Prediger hat gesagt, eine Bekehrung müsse punktuell sein. Aber bei mir war die Bekehrung nicht punktuell, sondern in mehreren Etappen.
Ja, ich habe ihm dann gesagt, er solle das gleich vergessen, was dieser Prediger gesagt hat. Das ist schlecht und falsch. Natürlich war die Bekehrung von Saulus punktuell, aber das ist nicht bei allen Bekehrungen so. Es gibt viele Bekehrungen. Ich habe Ihnen das gerade erklärt: Wenn man in einem gläubigen Elternhaus aufwächst, ist es oft so, dass es in Etappen geht. Man glaubt an Gott, man glaubt an Jesus Christus, man glaubt an die Bibel, aber hat noch nie wirklich bewusst Sünden vor Gott bekannt. Da ist jemand gläubig, aber der ist nicht bekehrt. Es geht aber schon mal gut, diese erste Etappe.
Ich habe ihm dann geschrieben: Ja, jetzt schau mal ein Kapitel weiter. In Apostelgeschichte 9 haben wir eine punktuelle Bekehrung, aber in Apostelgeschichte 10 geht es um den Hauptmann Cornelius. Und das war ein gottesfürchtiger Mann, so wird er beschrieben in Kapitel 10, Vers 1: gottselig und gottesfürchtig. Er hat an den Gott der Bibel geglaubt, obwohl er ein Italiener war. Ja, das war damals natürlich etwas Besonderes. Heute gibt es viele Italiener, die wirklich glauben. Aber er war ja von der italischen Schar, einer bestimmten Truppe der römischen Armee, die eben aus Italien nach Israel verlegt wurde. Und der hatte erkannt: Der Gott der Bibel, das ist der richtige Gott. Und all diese Götter wie Jupiter und Diana und so weiter, all die vielen Götter der römisch-griechischen Religion und Mythologie, das ist alles nicht zu gebrauchen, alles falsch.
Aber der war noch nicht bekehrt. Schliesslich wird ihm die Tür aufgetan, dass er in Kontakt kommen konnte mit dem Apostel Petrus. Und Petrus hat den Auftrag, ihm das Evangelium zu bringen. Und es wurde Cornelius klargemacht, dass er durch diese Worte gerettet werden wird. Also, er war gläubig. Aber das war nicht einfach sein Werk, sondern Gott hat in seinem Herzen gewirkt und hat dieses Herz aufgetan.
Darum muss man sich auch im Klaren sein: Wenn Kinder einen Kinderglauben haben, aber man sieht, dass sie sich noch nicht bekehrt haben und noch keine Sündenerkenntnis gehabt haben, dann darf man sie ja nicht verachten. Das ist bereits Gottes Werk in ihren Herzen. Und so war das auch anerkannt, wie dieser Cornelius eben in Gottesfurcht lebte. Aber er brauchte dann noch das volle Evangelium, wo Petrus ihm erklärte, dass Jesus, der Messias, gekommen ist, um für unsere Sünden zu sterben. Und als er das gehört hatte, hat er das sofort mit offenem Herzen angenommen.
Aber das ist nicht eine punktuelle Bekehrung, sondern das war wirklich über eine längere Etappe, in der Gott ein Werk getan hat. Über längere Zeit bei Saulus war das wirklich ein Knall in seinem Leben. Und er war so eifrig für ein Judentum ohne den Messias Jesus. Und dann, vor den Toren von Damaskus, erscheint ihm der Auferstandene. Also, das macht klar: Man kann doch nicht aus einem Beispiel ableiten, dass dann alle Bekehrungen punktuell sein müssen. Denn gerade im nächsten Kapitel zeigt uns Gott, dass es auch ganz anders sein kann, was den Weg betrifft.
Und ich habe diesem Mann auch noch geantwortet und ein Kapitel davor erwähnt: Apostelgeschichte 8. Dort kommt ein Afrikaner aus Äthiopien. Das war damals übrigens nicht das, was wir heute als Äthiopien bezeichnen, sondern Sudan, das Land südlich von Ägypten, also schon Schwarzafrika. Das wurde Äthiopien genannt. Von dort kam er des Weges über Ägypten, dann durch die Sinaiwüste, den Negev und bis nach Jerusalem. Warum? Er hat erkannt: Der Gott der Juden ist der wahre Gott und nicht diese afrikanischen Götter, die in seinem Volk verehrt wurden. Das Volk wurde damals von einer Königin regiert, der Kandake. Nicht diese Götter von Afrika, sondern der Gott der Bibel.
Und das geschah natürlich auch wieder durch Kontakt mit dem Judentum. Im Sudan, ganz südlich von Ägypten, gab es zu der Zeit ganz viele Juden, die im Ausland eben dort in Ägypten lebten. Und so hatte er den Wunsch: Ich möchte jetzt an den Ort gehen, wo die Juden in besonderer Weise diesen einen Gott der Bibel verehren, nach Jerusalem. Und er hat die ganze Reise gemacht. Wie kam das? Gott hat im Herzen dieses Mannes gewirkt, aber das war ein langes Werk. Schliesslich hat er die Überzeugung bekommen: Ich mache diese Weltreise. Das war damals eine Weltreise, und heute macht man das locker vom Hocker, aber das war eine Weltreise und sogar noch gefährlich, gerade die Reise durch den Sinai. Das ist also wirklich nicht ohne.
Und er kam nach Jerusalem, aber er bekam doch nicht die tiefsten Antworten seines Herzens, denn er wurde dort mit einem Judentum bekannt gemacht, das zur Hauptsache Jesus als Messias ablehnte. Aber er kaufte eine Jesajarolle, und das war damals ein Vermögen, in griechischer Übersetzung, und ging dann wieder nach Hause. Und das hat Gott so geführt, dass er auf dem Weg nach Gaza war, von Jerusalem nach Gaza hinunter. Also, Gaza kommt auch im Neuen Testament vor, nicht nur im Alten Testament. Der Weg nach Gaza führte zur Rettung. Schön, oder?
Er war dort oben auf seinem Wagen und hat in dieser Jesajarolle gelesen und ziemlich wenig verstanden. Und das zeigt auch: Gott hat in seinem Herzen ein Werk getan. Er liest bis Kapitel 53 und versteht nichts. Ich weiss, es gibt manchmal Leute, denen sagt man: Lies doch mal das Johannesevangelium. Und dann lesen sie: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Ich verstehe überhaupt nichts. Nein, den muss man ermutigen: Lies einfach weiter, wenn du nicht verstehst. Es wird schon kommen, was du verstehst. Und der war so beharrlich. Vorher kam das: Gott hat ein Werk in seinem Herzen getan.
Philippus trifft ihn da auf dem Weg nach Gaza und sieht, wie der auf dem Wagen die Bibel liest. Dann stellt er ihm die Frage: Verstehst du auch, was du liest? Er antwortet: Wie soll ich, wenn mich keiner anleitet? Aha, also beim Bibellesen ist es manchmal schon sehr wichtig, dass man jemanden hat, der hilft und Anleitung gibt. Und dann steigt Philippus auf den Wagen, und der Mann hat ganz klare Fragen. Er liest da von dem Gottesknecht, der leidet als Stellvertreter für die Sünden, von seinem Volk verworfen und abgelehnt wird, und er sagt: Von wem spricht der Prophet? Von sich selber oder von einem anderen?
Gut überlegt: Es steht einfach der Knecht Gottes. Wer ist der Knecht Gottes? Vielleicht ist das der Prophet Jesaja vor siebenhundert Jahren. Nein, erklärt er ihm, das ist Jesus Christus, der gerade vor kurzem diese Prophetie wortwörtlich erfüllt hat. Jeder Vers ab Jesaja 52,13. Die Verseinteilung gab es damals noch nicht, Kapiteleinteilung auch nicht. Ich sage jetzt einfach, wie man heute sprechen würde. Aber da, ab diesem Abschnitt, war alles erfüllt.
Und dieser Mann kam zum Glauben an Jesus Christus. Dann kamen sie gerade noch an einer Stelle vorbei, wo es Wasser hatte. Und dann sagt der Afrikaner: Hier gibt es Wasser, was hindert mich, dass ich getauft werde? Und dann wurde er getauft und ging glücklich nach Afrika zurück. So kam das Evangelium nach Schwarzafrika, also in Wirklichkeit kurz, ein bisschen mehr als ein Jahr nach der Kreuzigung. Grandios.
Aber auch wieder eine ganz andere Bekehrung, das war ja der Punkt, auf den ich hinaus wollte. Also, es gibt kein Schema. Aber die Grundsätze einer Bekehrung, die müssen bei jeder Bekehrung dabei sein. Und schauen wir mal, wie das war bei Saulus.

Was in jeder echten Umkehr geschieht

Plötzlich hörte er diese Stimme in Kapitel 9, Vers 4: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Übrigens, warum schreibt Lukas hier Saul, Saul? In Vers 1 schrieb er Saulus. Nun, es ist so: Juden damals und übrigens bis heute hatten oft wenigstens zwei Namen. Ich habe drei. Aber viele haben zwei Namen, und zwar einen Namen, der unter den Heidenvölkern so typisch war, und dann noch einen jüdischen für eingeweihte Kreise. Und das war immer wichtig. Das hat man schon aus der Geschichte von Esther gelernt. Es gibt Zeiten, wo es als Jude wichtig ist, dass niemand weiß, dass man Jude ist. Weil es so viele Menschen gibt, die Juden einfach hassen, weil sie Juden sind.
Und darum: Esther, das war ein persischer Name. Esther, nicht wahr, das ist altpersisch, altafghanisch. Esta heißt Stern, da steckt ja unser englisches Wort „Star“ drin. Woher kommt dann das E? Ganz einfach, wie bei: Wir sagen Spanisch, aber auf Spanisch sagt man Español. Warum? Weil die Spanier ein bisschen Mühe haben mit „sp“. Und dann kann man eben die zwei Konsonanten aufsplittern, indem man einen Vokal vorne hinsetzt. Dann ist es Vokal, Konsonant und Konsonant, Vokal: Ba. Dann kann Spanien das auch aussprechen. Ja, dafür können die dann wieder andere Laute, die die Leute bei uns Mühe haben nachzusagen. Ja, hier sagt man einfach Juan, aber die sagen nicht Juan.
Also: Esther, Stern. Und das war ein persischer Name, und so dachten die Leute, Esther ist eine normale Iranerin. Aber dann wurden die Juden gehasst im Iran, und da war es eben wichtig, dass sie nicht ihren Namen Hadas, das heißt Myrte auf Hebräisch, bekannt machte, sondern nur den heidnischen Namen.
Ja, und so hatte also Saulus so einen Namen, der so griechisch tönte, eigentlich ausgesprochen Saulos, unter griechischen Endungen mit Os. Saulos, so hat man ihn genannt. Aber in Apostelgeschichte 26 heißt es ausdrücklich, dass Jesus zu ihm in hebräischer Mundart sprach. Und da hat er eben gesagt: Schaul, Schaul. Und das schreibt dann eben Lukas auf mit Saul, Saul, weil Sch auf Griechisch nicht gibt. Darum sagen Griechen sehr gerne: ich liebe Fiss anstatt Fisch. Also nicht Shaul, sondern Saul, Saul. Aber da soll angedeutet werden, dass Jesus ihn hebräisch, in der Sprache seines Herzens, angesprochen hat.
Und die Antwort von Saulus ist: Wer bist du, Herr? Was macht das klar? Er war zwar im Judentum aufgewachsen. Er hatte eine ganz steile Karriere, er hatte Eltern, die sehr prestigebewusst waren. Er wuchs ja auf in Tarsus, aber seine Eltern waren Hebräer. Er sagt es in Philipper 3: Ich bin Hebräer von Hebräern. Und das ist etwas ganz Spezielles. Juden, die hebräisch sprachen und wirklich die hebräische Kultur lebten, ganz besonders im Land Israel, die nannte man Hebräer. Aber die anderen, die, die sonst so im Ausland waren und sich sehr adaptiert haben an die Umwelt, die nannte man Hellenisten. Apostelgeschichte 6, dort ist die Rede von solchen jüdischen Hellenisten. Hellen heißt griechisch, die sich der griechischen Kultur angepasst haben.
Das heißt also, er hat zu Hause Hebräisch gesprochen, mit Mama und Papa, und dann draußen mit den Kindern Griechisch. Dann konnte er beide Sprachen perfekt. Ja, und diese Eltern, die waren bedacht: Sobald er seine Lehre beim Vater als Zeltmacher hinter sich hatte, ein bisschen größer war, schickten sie den Teenager nach Jerusalem, und zwar nicht zu irgendeinem Rabbi, sondern zu Gamaliel. Das war eine der größten Autoritäten des Weltjudentums damals. Zu den Füßen von Gamaliel, das sagt Paulus dann auch in den weiteren Bekehrungsgeschichten, zu den Füßen Gamaliels. Und da hat er eine ganz, ganz steile Karriere gemacht. In Galater 1 sagt er: Ich bin über meine Altersgenossen hinausgekommen. Also, der hat gelernt und konnte sich das super aneignen. Das fiel ihm einfach so leicht. Und er hat das Alte Testament und eben auch die Auslegung der großen Rabbiner dazu kennengelernt, aber er kannte den Messias nicht.
Da muss mir ganz klar sein: Da spricht der Messias aus dem Himmel zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Wer bist du, Herr? Und es ist so: Das Zentrum der Bibel, des Alten und Neuen Testaments, ist Jesus Christus. Man findet ihn schon auf der ersten Seite. Versteckt, aber man findet ihn. Und auf der zweiten Seite und so weiter. Aber der Herr Jesus sagt das den führenden Juden in Johannes 5. Kurz aufschlagen. In Johannes 5, Vers 39 spricht der Herr Jesus zu führenden Rabbinern in Jerusalem. Er sagt ihnen in Vers 39: Ihr erforscht die Schriften. Das sind die Schriften des Alten Testaments. Denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt.
Und dann weiter noch in Vers 45: Meint nicht, dass ich euch bei dem Vater verklagen werde. Da ist einer, der euch verklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
Also, das Alte Testament bezeugt den Messias, Jesus. Das Neue Testament sowieso. Aber eben Saulus kannte das Alte Testament so gründlich, und zwar in den Ursprachen, aber er kannte die Hauptperson des Alten Testaments nicht. Er sagt: Wer bist du, Herr? Und der Herr stellt sich ihm vor, und dieser Mann erlebt einen inneren Zusammenbruch. Und zwar sehen wir in Vers 9: Er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht. Wenn es mir schlecht geht, dann mag ich auch nicht. Dann brauche ich kein Abendessen und je nachdem auch kein Mittagessen. Ja, und ein Mittagessen auslassen, das geht ja noch, aber der hat drei Tage lang nicht mehr gegessen und getrunken. Das macht deutlich: In ihm ist ein innerer Zerbruch geschehen. Der hat gesehen: Ich bin vollkommen in die falsche Richtung gegangen. Und ich habe es alles gut gemeint, aber gut gemeint kann manchmal das Gegenteil von gut sein.
Und da brach für ihn die ganze Welt zusammen. Und da wurde ihm auch bewusst, wie er sich verschuldet hat. Er hat nämlich diese messiasgläubigen Juden, die an den Messias Jesus glaubten, verfolgt und in die Gefängnisse gesteckt und wollte sie zum Abfall zwingen. Und jetzt merkte er: Es war alles an ihrem Weg. Und da sehen wir: Ein ganz wichtiger Grundsatz für eine Bekehrung ist, dass man erkennt: Ich bin vor Gott schuldig. Und hier haben wir einen Mann, der angesehen wurde als höchstmoralisch. Das war also nicht irgendeiner, der sein Leben lang im Sumpf gelebt hat, sondern hohe Moral. Und trotzdem erkennt er: Ich bin vor Gott schuldig. Und das ist so wichtig: Bei meiner Bekehrung die Schuld vor Gott erkennen.
Und in 1. Johannes 1,9 sehen wir den Grundsatz, der für alle Menschen gilt: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Es ist ein wunderbarer Vers, weil wir hier eine Verheißung haben, dass, wenn wir unsere Schuld also Gott gegenüber im Gebet bekennen, und das setzt voraus, dass wir es auch bereuen natürlich, dann dürfen wir wissen: Gott ist treu und gerecht, und er vergibt uns die Sünden, und zwar so gründlich. Es heißt hier: und reinigt von aller Ungerechtigkeit, von aller, also nicht von fast allen oder von sehr vielen, sondern von aller Ungerechtigkeit. Und so wird man bekehrt.
Und es ist dann die Seite Gottes, dass er die Wiedergeburt wirkt. Ich schlage auf Johannes 3,16. Da spricht der Herr Jesus zu einem der führenden Rabbiner damals in Jerusalem, nicht Gamaliel, sondern Nikodemus: Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Also, es braucht nicht nur das Bekenntnis der Sünde, das nennt die Bibel Buße. Das hat also nichts zu tun mit einem Bustenzettel und mit Bezahlen, sondern mit Bereuen. Aber dann kommt hier hinzu der Glaube an den Sohn Gottes, der sich eben hingegeben hat am Kreuz. Und wer dann glaubt, dass Jesus Christus für meine Schuld bezahlt hat, wie das in Jesaja 53 vorausgesagt war, der Messias wird für unsere Sünden sterben, dann gibt Gott ihm ewiges Leben, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe, als gegenwärtiger Besitz, nicht haben wird. Es wird sofort. Und das ist die Wiedergeburt: Gott gibt sein Leben dem, der so eine Umkehr erlebt. Und das hat Auswirkungen.

Begleitung, Bekenntnis und neues Leben

Ganz interessant: Ananias wird in unserer Geschichte berufen, um Paulus in den ersten Schritten nach der Bekehrung weiterzuhelfen. Das ist jetzt auch wieder nichts, was allgemein gültig ist. Es gibt Leute, die bekehren sich und haben überhaupt keine Hilfe in Anspruch genommen oder auch gar keine von anderen gehabt. Und es gibt andere, die sich bekehren, und es war sehr wichtig, dass jemand oder auch mehrere sich um diese Person gekümmert und sie weitergeführt haben.
Also, wir sehen: Es gibt in diesen Bekehrungsgeschichten Dinge, die möglich sind, so oder so, aber sie müssen nicht sein. Wir müssen aber schauen, was bei jeder Bekehrung eben gilt: das mit der Buße, mit der Reue, das mit dem Glauben an den Sohn Gottes und sein Erlösungswerk. Das muss in jeder Bekehrung sein.
Aber da haben wir Ananias, der ihm helfen sollte. Er wird berufen, in diese Gasse in Damaskus zu gehen. Vers 11: Der Herr aber sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die die Gerade genannt wird. Die gibt es übrigens immer noch, diese Straße. Man kann sie mal googeln auf Google Maps, die Gerade, ja. Und da muss er hingehen, und es wird ihm gesagt: Frag nach jemandem mit Namen Saulus von Tarsus, denn siehe, er betet.
Oh, der hat also nicht nur einen inneren Zusammenbruch erlebt, dass er nicht mehr trinken wollte, nicht mehr essen wollte, sondern der hat wirklich das Verlangen gehabt, in dieser Situation zu beten. Dieses Suchen nach der Gemeinschaft mit dem Herrn, das zeigt: Der hat sich echt bekehrt. Das ist wichtig für die von außen.
Und ich meine, Ananias hat ja Zweifel. Er sagt: Herr, ich habe so viel Schlechtes gehört über diesen Mann. Und der Herr Jesus sagt: Siehe, er betet. Daran soll er erkennen: Aha, der hat einen Zusammenbruch erlebt, und er sehnt sich jetzt nach der echten Gemeinschaft. Vorher war er eben religiös, aber er kannte ja nicht mal den Messias. Und jetzt sucht er, hat den Wunsch, diese Gemeinschaft zu haben, aber eben er leidet, trinkt nicht, isst nicht. Und dann wird ihm da so weitergeholfen.
Und jetzt etwas ganz Wichtiges: In Vers 19 haben wir gelesen, er war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. Ah, der hat also sofort den Kontakt gesucht. Nebst dem Kontakt, den er gerade hatte mit Ananias, einem Messiasgläubigen, suchte er auch den Kontakt zu den anderen. Und das ist auch ein Kennzeichen, wenn man sich bekehrt hat: Man fühlt sich bei den Bekehrten wohler als bei den Menschen dieser Welt.
Aber es gibt manchmal Leute, die sagen, ich bin gläubig, aber die fühlen sich wohl auf irgendwelchen Anlässen, wo man sagen muss: Hm, da hätte ich jetzt echt Bauchweh, wenn ich dort sein müsste. Und manchmal gibt es ja solche Situationen, Geschäftsessen usw., wo man aus Anstand und so eben dabei sein muss. Aber manchmal gibt es ganz anständige Geschäftsessen. Nichts gegen Geschäftsessen grundsätzlich, aber es gibt auch solche, die wirklich Katastrophen sind. Was ich gesehen habe bei unserer ältesten Tochter mit Ärzten und dann so ein besonderes Essen, was die abgelassen haben. Er sagt: Hey, in meiner Jugend hatte ich schon eine ganz andere Vorstellung von Zahnarzt und auch von den Hausärzten. Aber was man heute manchmal antrifft, das ist ein Spiegel der Gesellschaft.
Ja, aber eben: Wo fühlt man sich wohl? In welcher Gesellschaft? Und ist es so, dass man eben bei denen, die auch an den Herrn Jesus glauben, ihn lieben, sein Wort lieben, mit ihm gehen wollen, dass man sich da einfach verbunden fühlt? Sofort hat man das gesehen: Er suchte den Kontakt, er wollte in Kontakt mit ihnen.
Und dann ein weiterer Punkt, Vers 20: Und sogleich predigte er in den Synagogen Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist. Jetzt steht er zu dem, den er abgelehnt hatte. Und das ist natürlich auch ein gewaltiges Zeichen, dass diese Umkehr echt war.
Nun, man kann sagen: Ja, aber wenn jetzt jemand das nicht macht, das nicht bekennt, ist er dann doch ein echter Gläubiger? Ja, eben, es zeigt die Grundsätze. Es ist wichtig, dass man sich bekehrt, und es ist dann wichtig, dass sich diese Bekehrung schließlich auch darin bestätigt, dass man sich zu Jesus Christus bekennt. Aber es gibt solche, die machen einen längeren Weg.
Man liest das Johannesevangelium. Ich habe Johannes 3 erwähnt, Nikodemus, dieses Gespräch in der Nacht. Aber man sieht dann: Da hat etwas begonnen. In Kapitel 7 sieht man schon, wie da Fortschritte waren in seinem Leben, und dann in Kapitel 19 des Johannesevangeliums sieht man: Der hat sich bekehrt, der wurde ein Jünger, aber versteckt, hat nicht bekannt.
Gerade vor kurzem hat mir jemand eine Nachricht gemacht: Ich war da an der Klagemauer und habe diese Juden gesehen, mit Ernsthaftigkeit haben sie da gebetet, und ich musste weinen und denken: Gehen die alle verloren, weil sie nicht an den Messias glauben? Und dann haben sie geschrieben: Erstens gibt es weltweit etwa 300 Juden, die glauben an Jesus Christus. Nicht einfach Juden lehnen Jesus Christus ab. Und wir wissen sogar: Beide sind schwarz gekleidet, ultraorthodox. Da gibt es auch solche, die bekehrt sind, aber die das nicht bekennen. Und so wissen wir durch bestimmte Umstände von Fällen, wo das ans Licht gekommen ist.
Also, wir haben keine Ahnung statistisch, wie viele es sind, aber es gibt sie. Aber der Punkt muss kommen, wo sie rauskommen aus dieser Verborgenheit. Und in Johannes 19 war es dann eben ein weiterer verborgener Jünger, Joseph von Arimathia, der dann zusammen mit Nikodemus plötzlich die Gelegenheit ergriff, und sie traten hinaus und bekannten sich zu dem Herrn Jesus. Und daran kann man erkennen: Ach, die Bekehrung ist echt, die Bekehrung ist echt.
Und so hat Paulus hier begonnen, sich zu Jesus Christus zu bekennen. Und das war natürlich eine Bombe, das muss man sich vorstellen. Das war ja das Vorzeigemodell dieser Saulus aus Tarsus, dieser Karriere, die er gemacht hat, und wie er die Gleichaltrigen überflügelt hat im Judentum. Wirklich eine super Begabung. Und auf die ist man im orthodoxen Judentum sehr bedacht. Da gibt es ja die ganze Serie in der Geschichte von unglaublichen Genies, die die Fähigkeiten gehabt haben. Ein normaler Mensch würde sagen: Das kann nur ein Computer. Aber eben solche Genies, und die dann eben das Alte Testament auswendig, Kölner auf Hebräisch und so weiter. Aber das war so ein Genie, ein Vorzeigemodell, und jetzt plötzlich dreht er und sagt: Jesus ist der Messias.
Vers 21: Alle aber, die es hörten, gerieten außer sich und sagten: Ist dieser nicht der, der in Jerusalem die zugrunde richtete, die diesen Namen anrufen, und dazu hierher gekommen war, sie gebunden zu den führenden Priestern zu führen?
Saulus aber erstarkte umso mehr und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, dass dieser der Christus ist. Fantastisch, nicht wahr? Nicht nur in einer Synagoge. Es gab in Damaskus, in dieser damals schon riesigen Stadt, eine ganze Reihe von Synagogen. Er ist von Synagoge zu Synagoge gegangen, hat dort gepredigt und gesagt: Jeschua, der vor etwas mehr als einem Jahr gekreuzigt wurde, hat genau Jesaja 53 erfüllt. Und da konnte er sagen: Psalm 22, sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt. Und wir wussten ja schon immer aus der rabbinischen Lehre: Psalm 22, das ist der Messias, alles so erfüllt.
Und darum heißt es hier, er brachte sie in Verwirrung. Ich würde hier die Übersetzung ein bisschen korrigieren. Das Wort im Griechischen bedeutet nämlich auch außer Fassung. Es ist nicht eine Verwirrung. Wenn jemand predigt und die Leute werden verwirrt, dann habe ich ein Problem mit der Person, ein echtes Problem. Predigen, die Verkündigung des Wortes, soll Sicherheit, Stärkung, Klarheit verschaffen, aber außer Fassung bringen, ja, hoffentlich. Und das war er, indem er bewies, dass dieser der Christus, das griechisch für hebräisch Messias ist.
Er konnte also anhand des Alten Testaments, das er ja schon so kannte, durch und durch, und plötzlich wurden die Verzerrungen zurechtgebogen. Und jetzt konnte er das alles benutzen, was er da gelernt hatte. Und jetzt versteht man auch, warum Galater 1 steht: Paulus sagt, Gott hat mich vom Mutterleib abgesondert. Das heißt, die ganze Entwicklung hat Gott gesteuert bis hin zur Bekehrung. Und das war die Vorbereitung für seinen Dienst.
Und so ist es auch bei uns. Von unserer Geburt an hat Gott unser Leben schon geführt, auch als wir ein Leben geführt haben ohne den Herrn Jesus. Alles als Vorbereitung für den Punkt oder für diese Entwicklung, bis die Bekehrung dann vollständig ist, ja? Glauben, Sündenbekenntnis, Glauben an das Erlösungswerk und so weiter, wie wir das besprochen haben, und dann ein ganz neues Leben in der Nachfolge.
So können wir also hier sehr viel lernen von Paulus, sagt Paulus, nicht mehr Saulus. Ja, in Apostelgeschichte 13 wird nämlich sein Name plötzlich geändert. Und zwar muss man wissen: Saul oder Saulus, das heißt ja der Gefragte. Die Eltern haben ihm diesen Namen gegeben, weil sie aus dem Stamm Benjamin waren, beide, Vater und Mutter aus dem Stamm Benjamin. Das ist der Stamm, der stolz sagen konnte: Der erste König über Israel war ein Benjaminiter, Shaul, Saul. Und dieser Mann war sehr eindrücklich, der war einen Kopf größer als alle anderen. Es gibt ein besonderes Gefühl, ich habe das nicht, außer wenn ich nach Asien gehe. Unglaublich! Sie sind alle so klein, alle kleiner als ich. Da gibt es schon ein paar wenige Große, aber der Durchschnitt ist ja deutlich größer, da bin ich überdurchschnittlich groß.
Ja, aber der war einen Kopf größer als ganz Israel. Und das war die Idee der Eltern: Unser Sohn macht Karriere in Jerusalem. Und dann wird er auf den Boden geholt und bricht zusammen, und dann nennt er sich Paulus, und das heißt auf Lateinisch der Kleine. Saulus, der Gefragte, der Große, der Kleine. Und das sind auch Auswirkungen der Bekehrung, diese Bescheidenheit, die er bekommen hat.
Aber die Bescheidenheit hat nicht bedeutet, dass das, was der Herr ihm gegeben hat an Begabungen und auch was er gelernt hat, dass er das dann sagt: Ja, das braucht es jetzt nicht mehr. Nein, aber alles hat er ganz für den Herrn eingesetzt. So ist dieses Beispiel wirklich eine Ermutigung für alle.
Eben diese Bekehrung ist wichtig, ob die punktuell ist oder ob das jetzt eben eine längere Zeit war, das kommt gar nicht darauf an. Aber es ist wichtig, dass man seine Schuld Gott bekennt, bereut und an den Herrn Jesus glaubt, als den, der für unsere Sünden gestorben ist und alles bezahlt hat, und dass man sein Leben ihm zur Verfügung stellt.
Und wir werden dann heute Nachmittag sehen: Dieser Saulus wurde dann auch gleich getauft. Und diese Taufe war gewissermaßen der Markstein: Jetzt hat ein völlig neues Leben begonnen. Und sehr schön zum Schluss noch Apostelgeschichte 9: Er sieht ein Licht vom Himmel. Aber in Apostelgeschichte 22, wo Paulus das beschreibt, ist das Licht schon größer, und in Kapitel 26 ist das Licht noch größer.
Ich lese das einfach dort vor, das andere ist Hausaufgabe. Apostelgeschichte 26, Vers 13, Vers 12 schon: Als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den führenden Priestern nach Damaskus reiste, sah ich mitten am Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf, welches mich und die mit mir reisten umstrahlte.
Ja, nicht nur ein Licht, nicht nur ein großes Licht, wie Kapitel 22, nicht nur ein Licht wie Kapitel 9, nicht nur ein großes Licht wie Kapitel 22, sondern ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf. Ein Blick in die Sonne, das soll man nicht machen, das macht die Augen definitiv kaputt. Also, aber das Licht ist so stark, so grell, aber dieses Licht, das er da gesehen hatte, war heller als das Licht der Sonne.
Und ist das nicht schön zu sehen, wie eigentlich bei jedem Bekehrungsbericht das Ereignis noch großartiger dargestellt wird? Und so ist es auch, wenn man auch Jahre und Jahrzehnte zurückblickt auf die Bekehrung, vielleicht zwei Jahre, drei Jahre, zehn Jahre, zwanzig Jahre und noch mehr, dann sollte das Ereignis der Bekehrung immer noch größer werden. Noch wichtiger natürlich: Das war am Anfang, aber das war der Anfang, der alles gewendet hat. Und das ist sehr wichtig.
Und die Taufe, die dann das Ganze quasi unterstreicht, das soll eben auch immer ein Punkt sein, wo man zurückschauen kann: Ja, es gab ein Leben, ein Früher, untergetaucht wird, und das vorbei. Aber ihr werdet sehen, die Täuflinge kommen ziemlich schnell wieder hoch. Und das drückt aus: Ein ganz neues Leben hat begonnen. In der Nachfolge und im Dienst.

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